—— llablen — 1876. Donnerstag den 13. Januar. M. 6. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Artis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die von der Sparkasse zu Vilbel— Mathildenstift— pro 1875 ausgesetzten Summen zu gemtinnützigen Zwecken. Friedberg am 12. Januar 1876. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des vorhinigen Kreises Vilbel. Das in rubro genannte Mathildenstift hat pro 1875 die Summe von 857 Mark vorgesehen, welche an brave Dienstboten als Prämien gegeben werden sollen, die erweislichermaßen bis zum 1. Januar 1876 beisein und derselben Herrschaftetreu und gewissenbaft gedient und bei letzterer außer ihrem Lohn Kost und Wohnung erhalten haben.— Sie wollen dies in Ihren Gemeinden zur Kenntniß bringen und die einlaufenden Anmeldungen mit den nöthigen Zeugnissen versehen— wobei Sie sich an die genannten Erfordernisse genau halten werden— unfehlbar bis zum 20. dieses Monats hierher einschicken. Bekanntmachung. Betreffend: Die Anstellung von Bezirksbauaussehern im Kreise Friedberg. Im Kreise Friedberg ist die Stelle eines Bezirks bauaufsehers zu besetzen. Das Einkommen besteht jährlich in der fixen Summe von 1500 Mark, wogegen ein Bezug von Diäten, Burkaukosten und dergleichen nicht gestattet ist. wollen ihren deßfallsigen Gesuchen die Zeugnisse über etwai Friedberg den 5. Januar 1876. Bekanntmachung, . Diejenigen, welche sich um diese Stelle zu bewerben beabsichtigen, ge schon bestandene Prüfungen, Leistungen 1c. und ihr sittliches Verhalten anschließtu. Großberzogliches Kreisamt Friedberg. Trap p. betreffend den einjährig freiwilligen Militärdienst. Diejenigen Militärpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige essen nach§§ 23 und 24 der Ersatz- Ordnung vom 28 September 1875(Reg.- Blatt Nr. 35 von 1875) gestellungspflichtig sind, werden auf die in den§§ 89 und 91 der Ersatz-Ordnurg enthaltenen, nachstehend im Auszuge mitgetheilten, Bestimmungen aufmerksam gemacht, mit dem Anfügen, daß die Bestimm- einjährig dienen wollen und im Großherzogthum H ungen über die Pflichten der zum Dienst Berechtigten und die Meldung in den§§ 93 und 94 l. c. enthalten sind. Ueber die Anforderungen, welche an Aufschluß. § 89. 17. Lebensjahr nachgesucht werden. erbringen. 2) Die Berechtigung wird bel derjenigen Prüfungs-Commissien nachgesucht, in (§ 23 une 24). deten Bezirk der Wehrpflichtige gestelungepflichsig ist. 3) Wer die Berechtigung nach suchen well, bar sich neten Präsungs Commission spätestens bie zum 1. Februar des ersten Militärpflicht⸗ gen: a. ein Geburtszeugniß; jahrts schrisuich zu melden. Dieser Meldung find deizufü d. ein En willigungs⸗Attest des Valcte eder Vormundes Lereitwillipkeim und Fäbigkeit, den Freiwilligen Dienstzein zu bekleiden, auezurüssen und zu verpflegen; e. welches für Zöglinge von höberen Schulen(Eymnasien, Realschulen, Progymnasien und böberen Bürgerschulen) zusch den Director ger Lehraustalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei Obrigkeit eder ihre vorgesetzte D Säümmiliche Papiere sind im Original eimureichen. 4) Außerdem bleib: die wissenschaftliche Besäbigung die werden ic. gibt die Prüsungs-Ordnung(Anlage 2 zur Ersatz-Ordnung) Bei Nichtbeobachtung der bestehenden Vorschriften oder ver— v. Nachsuchung der Berechtigung. 1) Die Bercchügung zum anjäaprig freiwilligen Dienn darf nicht ver vollendetem Der Nachweis derselben ist bei Verlust des An⸗ rechte päustens bis zum ersten April des ersten Militärpflichtjahres(§ 20, 2) zu während einer um Zulassung freiwilligen zum Dienstantritt] die Prüfung stattfindet Ladung erfolgt nicht. Prüfenden zu gestellt bei der unter Nr. 2 bezeich⸗(unlage 2, 8 1) 18* beizufügen. § 91. mit der E UHärung über die 1) Wer einjäortgen activen ein Unbescholtenbeitszeugniß, ienstbehörde auszustellen ist. für den einjährig freiwilligen[angebracht werden. späteter Einreichung der Gesuche, kann die Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht stattfinden, bezw. der Berechtigungsschein nicht verlieben werden. Für die in nächsten Frübjahr stattfindende Prüfung sind die Gesucht spätestens bie zum 1. Februar 1876 bei der unterzeichneten Prüsungs Commission tinzureichen. Bezüglich des Prüfungstermine, sowie des Locals, worin erfolgt weitere Bekanntmachung. Eine sxytielle Darmstadt den 14. December 1875. Großh. Prüfungs⸗Commission für einjäbrig Freiwillige. Marquard, Reg.⸗RNath. Dienst noch nachzuweisen. Dies kann entweder durch Beibringung ven Schul⸗Ztuguissen oder durch Ablegung einer Prüsung vor der Präsungs-Commission gescheben. 5. Der Meldung bei der Prüsungs⸗Commission find daher entweder die Schul⸗ Zeugnisse, durch welche die wissenschaftliche Befähigung nachgewiesen werden kann(8 90) beizufügen, oder Bes ist in der Meldung das Gesuch um Zulassung zur Prüfung aus⸗ zusprechen. Die Einteichung der Zeugnisse darf dis zu dem unter Nr. 1 genannten äußersten Termin ausgesetzt werden. ist anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen der sich Meldende geprüft ein will. Auch hal der sich Meldende einen selbst geschriedenen Lebenslau In dem Gesuche um Zulassung zur Prüfung Nachweis der wissenschaftlichen Befühigung durch Prüfung. 1 die wissenschaftiiche Vesangung für den einjahtig stewwilligen Oienst durch eine Prüfung nachweisen will, bat fich auf Vorladung der Prüsungs⸗Commission persönlich im Prüfungstermin einzufinden. a 2) Alljäbrlich finden zwei Prüfungen Katt, die eine im Frübjabr, die andere im Herbst. Das Gesuch um Zulassung zur Prüsung muß für die Frübjahrsprüfung spätestens bis zum 1. Februar, für die Herbstprüfung spätestens bis zum 1. August Deutsches Reich. Darmstadt. Am 3. Januar wurde dem Steuercommissär Süffert zu Ober-Ingelbelm in gleicher Diensteigenschaft das Steuercommissariat Gießen übertragen und der Steuercontroleur Krauß zu Offenbach zun Steuercomm'ssär ir Ober⸗Ingelbeim ernannt.. — Prinz Heinrich von Hessen und bei Rbein, kgl. preuß. Generalmajor und Commandeur der 14. Cavolerie-Brigade, ist in gleicher Eigenschaft zu det 16. Cavalerie-Brigade versetzt worden. — Post-Personalnachrichten. Angestellt sind: Die Postamts- Assistenten Albrecht, Backe und Braesickk in Mainz, sowie der Postamts Assistent Wolffgramm in Bingen als Post-Seerctäre, der Postamte Assistent Salzmann in Darmstadt als Bürkau-Assistent bel der Kaiserlichen Ober-Post⸗ Direction, der Pestamts- Assistent Leister bei dem Kaiserlichen Postamt in Lauterbach, Großb. Hessen, und der Postamts-Assistent Jähne bei dem Kaiser— lichen Postamt in Bingen. Ernannt ist: der Post⸗ gehülfe Kleinschmidt in Lampertheim zum Postamts-— Assistenten. Versetzt sind: der Postseeretär Hiemenz von Mainz nach Stettin, der Postpraktikant Schad von Berlin nach Mainz, die Postamts-Assistenten Nanz von Lauterbach, Großh Hessen, nach Gießen, Schneider von Bingen nach Lauterbach, Großb. Hessen, Spilger von Vilbel nach Berlin, Kleiß von Lindenfels nach Stettin, Loos von Mainz nach Berlin. Entlassen sind: Der Posteleve Linck in Bingen und der Postgehülse Diegel in Mainz. 1 Worms, 7. Jan. Die„Neue Wormser Ztg.“ schreibt:„In der heutigen Bezirksgerichts Sitzung zu Alzey wurde unser verantwortlicher Redacteur J. A. Becker wegen Beleidigung des Prinzen Ludwig von Hessen in eine einmonatliche Festungshaft verurtheilt. Die gegen den Mitverleger unserte Blattes, C. Schäfer, erhobene Anklage in gleicher Sache wurde s. 3, fallen gelassen. Berlin. Der Botschafter Prinz Reuß, welchem das Verfahren des Amsterdamer Arztes auch diesmal wieder geholsen hat, ist dier ein— von Mainz nach Worms, der Postpraktikant Beck, Nach einem Weimar wird derselbe burg zur Ueberreichung seines Abberufungs⸗- schreibens begeben. Mitte dieses Monats wird General v. Schweinitz, der zum Nachfolger des Prinzen Reuß designirt ist, seine neue Stellung antreten. — Einer in Madrid eingelaufenen ofsieiellen Depesche zufolge haben spanische Kriegsschiffe im Sulu Archipel innerhalb des vos Spanien in Blocadezustaud erklärten Gebiktes ein unter deut— scher Flagge segelndes und Kriegscontrebande sübrendes Schiff aufgebracht und vor das Prisen- gericht geführt. Wegen ähnlicher Aufbefngung deutscher Schiffe in jenen Gewässern bat Spanien, wle erinnerlich, schon in zwei Fällen Genugtbuung, beziehentlich Schadenersatz leisten müssen. getroffen. kurzen Aufenthalt in sich nach St. Beters- —————ů— ——— 2 8 — Die Nachrichten eines auswärtigen Blattes über Jndienststellung einiger deutschen Kriegsschiffe können sich gutem Bernebmen nach nur auf Vor⸗ bereitungen deziehen, welche in Kiel und Wilhelms baven für die am 1. April 1876 in Aussicht genommene Indiensistellung eines Uebungs⸗Ge⸗ schwaders der Schul- Schiffe getroffen werden und alljährlich um dieselbe Zeit wiederkebren. Die Vorbereitungen müssen frühzeitig begonnen werden, weil während der Aus bildungs Zeit der am 1. Februar einzuziebenden Rekruten nur geringe Kräfte zur Disposition steben. Schwerin. Der mecklenburgische Landtag ist auf den 16. Februar nach Sternberg aus- geschrieben. Die Berfassungs-Reform befindet sich nicht unter den Regierungs Propositionen. Kaiserslautern. Bei der im Wahlkreise Kaiserslautern- Kirchheimbolanden stattgehabten Abgeordneten Nachwahl für den bayerischen Land- tag ist der Candidat der Liberalen, Kaufmann und Adjunkt Philipp Schmidt zu Kaiserslautern, gewählt worden. 5 Karlsruhe. Prinz Wilhelm, ältester Bruder des Großherzogs ist an seiner bei Nuits 1870 erhaltenen Kopf-Wunde bedenklich erkrankt. Ausland. Frankreich. Paris. Das„Journal des Debats“ sagt, daß eine Minister-Krisis bevorstehe, da die Minister sich nicht darüber verständigen könnten, welche Candidaten von der Regierung bei den Wahlen zu unterstützen und welche Alliancen zu bewerkstelligen seien. — Der„Köln. Zeitung“ wird von hier ge— meldet, daß dahier eine türkische Protest Note an— gekommen und von dem türkischen Botschafter dereits dem Herzog v. Decazes übergeben sei. Der Protest stützt fich nicht auf einen schon in Kon- stantinopel geschehenen offiziellen Schritt, sondern auf das Gerücht von bevorstehenden Interventionen. Anknüpfend an diesen Umstand hat Decazes er— wiedert, daß der Protest wobl nicht hinreichend motivirt sei, so lange die Türkei nicht die offi⸗ zielle genaue Kenntniß von den Vorschlägen habe, gegen welche sie Verwahrung einlegt. — 10. Januar. Die Abendblaͤtter bringen genauere Angaben über die Mißhelligkeiten, welche im Ministerium bei der Feststellung der bei den Wahlen zu befolgenden Politik ausgebrochen wären und angeblich die Demission eon Say's und Dufaure's zur Folge gebabt hätten. Es wird indeß bereits versichert, daß die Schwierigkeiten in einem heute Nachmittag abgehaltenen Minister— rath ihre Ausgleichung gefunden hätten; das Cabinet habe sich über das Programm für die Wahlen verständigt und werde demnach keinerlei Aenderung erfahren.— Herzog Decazes ist im achten Pariser Arrondissement zum Senats-Can— didaten aufgestellt.— Die„Agence Havas“ er- fährt, daß der Herzog von Decazes viel zur Ausgleichung der Differenzen im Ministerium bei⸗ getragen hat. Belgien. Brüssel, 10. Jan. In den letzten Tagen fand ein Minister Rath unter dem Vorsitz des Königs statt, worin die eventuellen Maßreg besprochen wurden, im Falle der Strike der Gruben- Arbeiter im Hennegau sich auch auf die übrigen Kohlen-Distrikte auedehnen und einen die öffentliche Ruhe bedrohenden Charakter annehmen würde. Was dieses Mal der Arbeits ⸗Einstellung eine beunruhigende Seite gab, war der Umstand, auf den wir bereits früher hingewiesen, daß kaum ein Gruben- Arbeiter im Hennegau oder im Kohlen-Becken von Charleroi zu treffen ist, der nicht sein Gewehr hätte. Der Ministe r⸗Rath soll denn auch einstimmig beschlossen haben, bei dem geringsten Tumult den Belagerungs⸗ Zustand über alle Kohlen- Bergwerke-Distrikte zu verhängen, um so gesetzlich die Entwaffnung herbei— zuführen. Glücklicherweise wurde der Regierung diese extreme Maßregel, welche seit 1830 nie mehr in Belgien ergriffen wurde, erspart. Es fiel bis zum 6. Januar auch nicht die geringste Gewaltthätigkeit vor. In der Nacht vom 8. zum 9. sind jedoch zwei Bataillone Carabiniers nach Charleroi abgegangen, woselbst der Strike fortdauert. Die Brüsseler Die„Indspendanee belge“ erwahnt nun unter ausdrücklichem Vorbehalte eines Gerüchts, wonach am 9. ernste Ruhestörungen in Charleroi das Ein- schreiten des Militärs nothwendig machten, so daß es mehrere Tode und Verwundete gegeben habe. Eine Schwadron Guiden ist am 10. von Brüssel nach Charleroi abgegangen. Großbritannien. London. Die„Times“ commentirt eine Bekanntmachung der Regierung in der„London Gazette“, welche die britischen Schiffe auffordert, die von carlistischen Batterien besetzten Theile der Nordküste Spanjens zu ver⸗ meiden. Die„Times“ bemerkt:„Die Regierung hat eine Angelegenheit leicht genommen, die doch ernst ist.“ Das Blatt weist zum Beweise dessen auf die Affaire mit dem deutschen Schiffe„Gustav“ bin und verlangt, die britische Regierung solle Spanien verhindern, sich über die Verpflichtungen hinwegzusetzen, wonach sie des Leben und Eigen. thum britischer Unterthanen sicherzustellen hat. England müsse Spanien für alle, britischen Unter- thanen durch die Carlisten zugefügten Schäden verantwortlich machen. — Die Eröffnung des Parlamentes wird diesmal durch die Königin in Person, welche von der Prinzessin von Wales begleitet sein wird, vollzogen. Italien. Rom. Die„Italienischen Nach- richten versichern, daß ein deutscher Prälat dem- nächst in Rom erwartet werde, welcher vom Vatican beauftragt sei, mit den anderen Bischöfen die Mittel zur Herbeiführung einer Transaction zu erwägen, um die gegenwärtige Lage des preußischen Clerus zu beendigen. Serbien. Belgrad, 11. Jan. In der Skupschtina wurde von 20 Abgeordneten der An: trag eingebracht, den früheren Kriegsminister wegen Verletzung der Verfassung durch Aus schreibung ciner außerordentlichen Abgabe zur Er- haltung der Volksmiliz und für Lager- Uebungen in Anklagestand zu versetzen. Der Antrag wurde dem Ausschusse zugewiesen. Die Skupschtina be⸗ schloß ferner, trotz der Einsprache der Regierung, die Besoldung der Staatsräthe auf 1500 Thaler herabzumindern. Türkei. Konstantinopel. Man meldet von hier, daß das neuliche Telegramm der„Times“, wonach der Großvezier die ihm halbofficiell mit- getheilten Reform-Vorschläge Andrasso's zurück gewiesen haben soll, jeder Begründung entbehre und auf Börsen Gerüchte, wie sie die dortigen Baisse Speculanten zu verbreiten pflegen, zurück- zuführen sei. Amerika. New ⸗Hork. Die Journale wollen wissen, daß in Port Royal(Sür-Carolina), welches von der Regierung zur Haupt Station des im nördlichen Theile des atlantischen Oceans stationirten amerikanischen Geschwaders ausersehen ist, Kriegsschiffe concentrirt werden, um, wie die Journale meinen, allen aus der Cuba Angelegen- heit bervorgehenden Eventnalitäten zu begegnen. Einer Depesche aus Philadelphia zufolge wird jedoch in amerikanischen Regierungs⸗Kreisen in Abrede gestellt, daß die Concentrirung der Flotte in Port Reyal eine Aenderung der Politik in Bezug auf Cuba bedeute; es gelte vielmehr die Ausführung des alten Projects, statt des un ⸗ gesunden Hafens von Kaywest, Port⸗Ropal zur Marinestation zu machen. Washington, 11. Jan. Das Repräsen; tantenhaus bat über die Vorlage, betreffend die Amnestirung der an dem Aufstande der Con⸗ föderirten Betheiligten, abgestimmt. Da die er- forderliche Zwei- Drittel-Majorität nicht zu Stande kam, ist die Vorlage verworfen. Allerlei. Freising, 6. Jan. Gestern wurde hier ein Fräulein auf dem Wege zur Kirche am hellen Tage das Opfer eines Mordanfalls in räuberischer Absicht. Die Ermordete, Karoline Perlitzky, erhielt, wie die Section des Leichnams ergab, 6 Stiche in die linke Seite der Brust; drei davon zerfleischten ihr im wahren Sinne des Worles das Herz. Das Morbinsirument muß ein im Giiffe fesistehendes Messer gewesen sein. Der Ermordeten waren die Kleider⸗ laschen ausgeleert und umgewendet. Sie soll nur wenige Kreuzer bei sich geführt haben— eine sehr geringe Beute, zu deren Erlangung eine so grausige That unternommen Garnison erhielt den Befehl, sich bereit zu halten. it. Der Mörder ist bis jetzt nicht entdeckt. Witenbausen. Nach zuverlässiger Quelle berichte! Reservist zur Fahne einberufenen und in der 7. Compagnie des hessischen Füsilier Regiments Ne. 80 eingeslellten Martin Wolf aus Asbach, welcher nach der Schlacht bei Wörih als„vermißt“ bezeichnet und iuzwischen durch Erkenntniß des k. Am!6⸗Gerichts in Allendorf vom 4. Juli 1874 für todt erkärt wurde, haben aus Hork in Pennsylvansen von demselden einen Brief, d. d. 14. December 1875, empfangen, in welchem er erzäylte, daß er, in der Schlacht bei Wörth verwundet, in französische Gesangenschaft ge⸗ rathen und alsdann nach Afrika gebracht worden, daß es ihm vor Kurzem gelungen sei, auf einem amerikanischen Kriegs⸗Schiffe nach Amerika zu entfliehen, daß er sich jetzt in Pork befinde, von wo er gern nach Hause zurückkehren wolle; es sei ihm jedoch wegen Mangels an Geld⸗Mitteln nicht möglich. Landrasih Bernstein hat den Brief nebst einem Berichte an die k. Regierung zu Kassel gesandt, welch' letzere hoffentlich das Weitere veranlassen wird, daß ꝛc. Wolff in seine Heimath zurückkehren kann. Die Rückkehr des Vermißten ist umsomehr von Erheblichkeit, als er der einzige Ernäbrer seiner Ellern war, welche in Folge dessen seit dem 1. Seplember 1870 eine monalliche Unterstützung von je 10½ Mark beziehen.(Bekanntlich ist l. Z. im Reichstage von amilicher Seite(Graf Roon) die Wabrscheinlichkent solcher Vorkommnisse in Abrede ge⸗ stellt worden. Es ist zu hoffen, daß dieser Fall zu erneuten energischen Reclamationen dei der franzöͤsischen Regierung Anlaß geben wird.) Wien. Auf der östlichen Linie der Galizischen Karl⸗ verkehrende Personenzug am Donnerflag, den 6. o. M., früy um halb 8 Uhr mit vierzig Reise den in einem Einschnitte nächst Pluchow von Schneestürmen verweht. Die sosort angestellien Versuche, mitielst Hilfs⸗ maschinen den Zug zu befreien, blieben erfolglos; der erste Hilfszug blieb eine Wächterstrecke vor dem Punkte, an dem der Personenzug stand, stecken; ein zweiter mußte, da der Sturm zunahm, auf demselben Wege umkehren. Bei dieser verzweifelten Lage der Dinge, und gegenüber der Weigerung der ruthenischen Bev kerung, am Feier- tage zu arbeiten, versuchte die Belriebsdirection, von der poluischeu Beböcde Unterstützung zu erlangen. Inzwischen wurden von Lemberg aus Arbeiter und Lebensmittel nach gesender, und nach unsäglichen Anstrengungen gelang es endlich, auf Umwegen mit Hilfe von Schlilten den verwehien Zug zu erreichen und die Reisenden, welche sich nahezu 36 Stunden lang in einer mehr als pein vollen Lage befunden hauen, aus derselben zu befreien und sie mit Nahrungsmitteln zu versehen. Der diesfällige Be⸗ richt lautet:„Im Verlaufe des heutigen Tages wurden die Passagiere des im Pluchower Einschniite verwehten Zuges 3 untergebracht, ein Thell im Wirihshause, ein Theil beim Gutsbesitzer in Pluchow. Sieben Passagiere sind auf eigenes Verlangen mit Schlitten nach Zoorow abge⸗ sahrenz vler Damen sind beim Stations Ausseher in Pluchow gevlieven und werden Morgen nach Zborsw jahren; dort ist auch die Post untergebracht und wird Morgen mit Schlitten weiter befördert. Im Wächterhaus 390 besinder sich das Zugbeföderungs⸗ und Zugbegleit⸗ ungspe l sonal; beide Punkie, nämlich Haltestelle Pluchow und Wächterbaus 390, sind mit Lebensmitteln versorgt. Schneesturm dauert fort. Jerasek.“ Mac seille. Hier wurde vor einigen Tagen eine aus Balavia angekommenene Ladung Zucker an's Laud gebracht, als plötzlich die dabei beschäfugten Packträger aus einem der Zuckersäcke drei Schlangen hervorkriegen sahen, die in das Innere der Lagerräume entwichen. Die Arbeiten wurden nalürlich sofort unterbrochen und man sann auf Mittel, diese gesährlichen Gäste zu entfernen. Zu diesem Zwecke vergiftete man einige Tauben mit Suychnin und warf sie den Schlangen hin, welche diese verlockende Beule gierig verschlangen. Jedoch sind nur zwei der R'üpilien davon krepirt und konnten bei Seite geschafft werden. Das eine mißt in der Länge nicht weniger als 2 Meter und 10 Centimeter. Diese Tbiere, unter dem Namen„Dreiecksköpfe“(Trigonocephalen) be- kannt, haben einen rückwärts gebogenen, avgeplatteten Kopf; wen ihr Biß trifft, dem bleibt wenig Hoffnung. Bis jetzt ist das dritte dieser schrecklichen Thiere noch nicht aufgesunden. loczyeka Handel und Verkehr. Friedberg, 10. Jan. Walzen M. 20.50. Korn M. 18.—. Gerste M. 17.14. Hafer M. 16.—. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Krankfurt, 10. Jan.(Viehmarkt.) Der heutige Markt war schlecht befahren. Angetrieben waren 280 Ochsen, 200 Kühe, 260 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 68.57, 2. Qual. M. 61.71, Kühe 1. Qual. M. 60.—, 2. Qual. M. 51.43 56.57, Kälber M. 65 14, Hämmel 1. Qual. M. 54.86, 56.57, 2. Qual. M. 50.43. Fraukfurt, 10. Jan. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 40., Nr. 2 M. 35., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23., Roggenmehl/(Berliner Marke) M. 26. do. II.(Berliner Marke) M. 22., Waizenschalen M. 9, Waizen effecu'v hiesiger M. 21.50, vayer M.—. Roggen M. 16.30— 17.14, Gerste M. 1821. Hafer M. 17. Kohl⸗ samen M. 34—36. Erbsen M. 2124. Wicken M. 2 Ansen M. 21—30. Rüvöl M. 78. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo. Mainz, 10. Januar. Producten⸗Markt. Waizen per März, 20.65, per Mal 20.95. Roggen per März 15.65. per Mai 15.70. Hafer per März 17.55, ver Mai 17. C8 [Rüböl per März—.—. per Mei 35.25. das hiesige„Kreis⸗Bl.“: Die Eltern des im Juli 1870 als Ludwigsbahn wurde der zwischen Lemberg und Podwo⸗ 1 — Pistolen. Heling Dukaten. taten a bn Englischt 8 Lussscht) Dollars in — 1 9 Ubr anf neilters 0 gegenstände werden, als Wirtbt Kleider Kleidel bande Fried 122 pie sollen in 1 * — DD. r — — —————⏑ b᷑U6— Verloosungen. Darmstadt. Bei der forigesetzten Ziebung der Ge. Oessischen 50- fl. Loose wurden folgende Nummern mi! nachsebenden Preisen gezogen: Nr. 68646 10 000 fl., Nr. 64318 5000 fl. Nr. 16059. 41992 j. 4000 fl. Nr 26207. 20 8 50505 je 2000 fl., Nr. 11066, 18465, 25934, 30378, 32018, 35672 37181U 44866, 47983. 79715 87167, 88589, 89125, 91127, 107798, 113801, 119279, 121809 fe 1000 fl, Nr. 5443, 8844 11559, 14670 19490, 23151. 25718, 31551, 32622, 40049 51354, 54120, 5722, 59176, 59249, 59479, 64914, 69953, 78673, 78795, 92461, 98765, 104697, 104805 113976, 120073, 121142, 121204, 123847, je 500 fl. Geld Cours. Frankfurt am 11. Januar 1876. Pistolen 11d Mk. 16 40&. Holländische fl. 10. Stücke 5„ 16 65 6. Ducaten 8„ 9 46—61 Ducaten al mare 5 3 9 52—57 20 Frankenstücke„ 16 15—19 Englische Sovereigns„ 20 28—33 Nussische Imperiales.„ 16 64-69 Dollars in Gold 1 416 19 Mobiliar-Versteigerung. 11 Donnerstag den 13. Januar 1876, Vormittags 9 Ubr anfangen, sollen in der Be hausung des Metzger⸗ meisters Heinrich Gerth daßhier folgende Woblllar⸗ gegenstände gegen gleich baare Zahlung versteigert werden, als: Wlrthstische, Bänke, Stühle, 1 Büffet, Bettstellen Kleiderschränke, Commoden, I Wanduhr, Spiegel Kleider, Weißzeug, Küchenzeräthschaften, Metzger⸗ handwerksgeschirr u. s. w. Friedberg den 28. Dezember 1875. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Foue ar. Versteigerung. 122 Freitag den 14. Januar l. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen in hiesigem Nathhause verschiedene Gegenstände als: 1 Brandkiste mit 3 Aufsätzen, 3 Bettstellen, ver⸗ schiedenes Bettwerk und 2 Pferdegeschirre an den Meistbietenden gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 6. Januar 1876. Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg. nen. Lieferung. 162 Mittwoch den 19. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden dahier 100 doppelte Raummeter Buchen- Scheit⸗ holz I. Classe zur alsbaldigen Lieferung öffentlich ver— steigert. Marienschloß den 11. Januar 1876 Großherzogliche Landeszuchtbaus⸗Direection. Seriba. Arbeits- Vergebung 163 Die zur Herstellung einer Gartenmauer im fiscali⸗(— schen Hof zu Rockenberg, zu 63 Mark veranschlagte Maurerarbeit inel. Steinlieferung soll im Submisstons⸗ wege vergeben werden. Die Submittenten haben ihre Offerten mit dem Angebot in Prozenten der ganzen Voran schlagssumme und der Aufschrift Submission der Maurer arbeit im flͤcalischen Hof zu Rockenberg“ bis längstens Dienstag den 25. d. Mts. Vormittags 10 Uhr, portofret an unterzerzeichnete Stelle einzusenden, woselbst Voran⸗ schlag und Bedingungen offen liegen. Friedberg, 11. Januar 1876 OGroßherzogliches Kreisbauamt 3 Re u 5 Mobiliar⸗ Versteigerung. 165 Donnerstag den 20. d. Mts., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in der Behausung des verstorbenen Philipp Zimmermann am Malnzerthor auf Antrag der Erben die nachgenannten Gegenstände, nämlich 1 Kleiderschrank, 1 Küchenschrank, 2 Tische, mehrere Stühle, 1 Bettstelle, 1 Commode, 2 Oefen, mehrere große Steigleitern, Gerüststangen, eirca 10 Wagen Mist, eine Parthie Spreu, 2 Ziegen u. s. w öflentlich an den Meistbietenden gegen Baarzahlung ver stelgert werden. Frlebberg den 10. Januar 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. ga r. Ni Heu- Lieferung. 164 Freitag den 14. Januar d. J., Vormittags(1 Uhr, soll die Lieferung von 40— 40 Lentner Heu für den städtischen Faselstall auf hiesigem Rathhaus an den Wenigstnebmenden in Aecord gegeben werden. Friedberg den 11. Januar 1876. Großherzozliche Bürgermeisterel Frtesberg. Feuc ar * Versteigerung von Straßenarbeiten. 97 Die Lieferung und das Zerschlagen des zur Unterhaltung der Staalsstraßen im Baubezirk Friedberg er⸗ forderlichen Deckmaterials soll für 1876 in den unten bemerkten Terminen und Orten an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. 2 Der Versteigerung 35 85 8 Namen 2 2 5 der Bauaufseher. 2 Tag. Stunde. Ort. Local. 8 1 Montag den 10. 0. Januar 1876 0 Uhr Morg⸗ rg. Buß bach Gambrinus 1 Gölzer. 2 Dienstag den 11. Januar 1876/10 Uhr Morg. Bad⸗ Nauheim] Deutscher Hof 2 und 3 Weide u. Sünner. 3 Mittwoch den 12. Januar 187610 Uhr Morg Reichelsheim[ Zur Post 7 Stipp. 4. Donnerstag den 13. Januar 1876610 Uhr Morg. Ilbenstadt Zu den drei Hasen 5 und 7 Konrad u. Stipp. 5 Freitag den 14. Januar 1876 10 Uhr Morg.] Okarben Wirthschaft v. Stößel 6 Schäfer. 60 Montag den 17. Januar 1876 Uhr Morg.][Ober⸗Eschbach Brüsseler Hof 12 Michel 7 Dienstag den 18. Januar 1876, Uhr Morg.]Oberwöllstadt] Wirthschaft v. Müller l Kreß. 8 Mittwoch den 19. Januar 18760 Uhr Morg.] Ober⸗Ros bach Wirthschaft v. Ruppel Kreß. 9, Donnerstag den 20. Januar 187610 Uhr Morg.Lindheim Gasthaus zum Stern 9 u. 10 Einhäuser und Mettenheimer. 100 Freitag den 21. Januar 1876 0 Uhr Morg. Büdingen OGastbaus zum Stern 11 Kleyensteuber. 110 Samstag den 22. Januar 1 576 10 Uhr Morg.] Bönstadt Chausseehaus ern., Friedberg den 2.. 1876. Oroßherzogliches r bauamt Friedberg. e u 5 Die rühmlich st bekannten Stollwerck“ Brust⸗Bonbons aus der Fabrik Franz Stollwerck, Hoflieferant, Köln, Hochstraße 9, auf fast allen Industrie⸗Ausstellungen bereits prämiirt, sowie auf jüngster Wiener 1873 durch die Fortschritts-Medaille r finden nicht minder Seitens der Cousumenten die ihnen gebührende, stets wachsende Anerkennung als vorzügliches Hausmittel gezen Hufen, Heiserkeit, Brust⸗ und Halsbeschwerden. Per Paquet 30 Pf. käuflich in Friedberg bei Wilh. Fertsch, in Hungen bei A. Buch. 160 Bekanntmachung. Ein Bäcker, 0* 159 Diejenigen Steigerer, welche am 29. November 69. er Ofen best ke wird gegen guten Lohn und 2. Dezember v. J. in dem Gröflichen Nevier Wick b. da W 3 ig ge 4905 ne 1* an stadt Holz ersteigert und noch im Walde sizen baben, denselden später die Bäckeret verpachtet oder käuflich übergeben werden. Näheres bei der Exped. d. Anz. Das Nebenhaus werden hiermit ersucht, dasselbe binnen 8 Tagen um so gewisser abzufahren, als man sich gegenfalls genoͤthigt seben würde, dasselbe einer anderwelten Versteigerung aus⸗ zusetzen. det Dr. Henkelmann schen Hofraithe in der Burg, Zugleich werden die Steigerer auf die Versteigerungs- 5 Zimmer mit allem Zubehör, von Frl. Ropiquet bedingungen 10. 11. und 12. und die hierauf für ste ent⸗ bisher bewohnt, steht, am 1. Mai beziehbar, zu ver⸗ stehenden Nachtheile im Falle eines anderweiten Verkaufs miethen Näheres bei Bitsch, Rendant. 134 aufmerksam gemacht Wickstadt den 10. Jauuar 1876. 2 schw Kü 0 Gräfliche Oberfoͤrsterei Assenheim. ere. 1 e, Schal las. 187 Wa 3 Jahre alt 0 toschecke. hoch trächtig, e stehen wegen gänzlicher Udets der Oekonomie zu n kaufen be Aufforderung. ties 5 Diejenigen, welche noch Holzgelder anher zu be“ werden an die Berichtigung mit dem An- daß vom 22. l. M. ab gerichtliche Bei“ B. Eichelmann. Oeffeutliche freiwillige Versteigerung der Eicher-Mühle bei Geln— hausen. Mittwoch den 19 Jauuar 1876, Nachmittags 2 Uhr, in der Wagner schen Wirthschaft in Altenhaßlau bei Gelnhausen soll durch unterzeichneten Agenten im Auf⸗ trag des Eigenthümers meistbietend versteigert werden, bestehend in: Wohnhaus— Mahlmühle, Backhaus, Remise, große 157 zahlen haben, fuͤgen erinnert, treibung erfolgt. Wickstadt den 10. Jauuar 1876. Oräflich Solms Mudelde mische Jorstkasse. — Sörtioger Kindermehl, hilligster und bester Ersatz für Muttermilch, von Faust& Schuster in Gottingen Dieses Kindermehl ist aus vorzüglicher Ziegelei, Stallungen, Scheune, Garten und 13 Milch berestet, wird von berühmten Aerzten Morgen Feld und Wiese. und Chemikern empfohlen und verdient die Auskunft über Lage, Werth, Preis, Bedingungen (letztere günstig) ertheil der beauftragte Agent Robert Fauerbach in Hauau a. M. 153(73/1) Partial⸗Obligationen-Verloosung der israel. Gemeinde Bad-Nauheim. 148 Die Besitzer der Obligation Nr. 4 und Nr. 21 werden hierdurch aufgefordert, den Betrag sammt Zinsen am J. Marz a o. bei dem israelitischen Gemeinderechner dahser in Empfang zu nehmen Bad⸗Nauhelm den 7. Januar 1876. Der Vorstand Grünbaum. Ein braver Junge 155 wird unter günstigen Bedingungen zu sofortigem Eintritt in die Lehre gesucht von Bad Naubeim. P. Stoll, Schmiedmeister. 14( Friedberg.) Einen Bureangehülfen, welcher fertig rechnet und eine deutliche Handschrift hat, sucht 150 gegen angemessenes Salair r Aufmerksamkeit aller Mütter bei der Ernährung der Kinder. Preis der Dose 130 Pfennig. Zu haben bei Hofapotheker Görtz in Friedberg. Hauptdepot bei Friedrich 1 jederzeit und in obigem Termine Schäfer in Darmstadt. Hals- und Brustkranken, bei Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Katarrhen, Kinderkrankheiten ist der Fenchelhonig 1 0 von L. W. Egers in Breslau* H. * als Linderungsmittel von großem Nutzen, wenn derselbe echt ist. Um nicht durch nachgepfuschte Machwerke betrogen zu werden, wolle man daher sorgfältig darauf achten, daß jeve Flasche des L. W. Egers'schen Fenchelhonigs Siegel, Etiquette, Faesimile, sowie seine im Glase eee von L W'Egers in Breslau trägt. Die Fabrik-Niederlage ist einzig und allein in Friedberg bei Jos. Hoffmann. Steuerrath Stoltz. Landwirthschaftliches Wander⸗Casino des Kreises Friedberg. 6 Der diesjährige landwirthschaftliche Ball findet Samstag den 22. Januar statt. Näheres besagen die Einladungelisten. Das Comité. Einladung Januar, Abends 8 Uhr, im Saal ssion des von Herrn Bau⸗-⸗Aecessisten Ventilation“. anuar 1876. e des Herrn Gastwirths zu der Freitag den 14. e N Henn stattfindenden Dis ku Schnitzel am 7. d. M. gehaltenen Vortrags über„ 5 Friedberg den 1333 Fauerbacher Thor. Lager in: Bauholz, Dielen, Stollen und Latten, Sandstein⸗Platten, Tuffsteinen und Kaminröhren, Steinkohlen ꝛc. Reelle feste Preise, prompte Bedienung. Hospital betreffend. Wir erlauben uns folgende Bestimmungen der Armen-Commission in Betreff des hiesigen Kenntniß zu bringen: Großherzoglichen Ministeriums vom 26. 167 161 Hospitals zur öffentlichen 1) Mit Genehmigung Beiträge wie seither monatlich erhoben werden 40 Pfennig monatlich, für Knechte und Gewa Erhöhung ist durch die Erneuerung des Hospitals geboten, und 1. Januar dieses Jahres eingetreten. Für den Fall, daß ein Mitglied des ersten Hälfte des Monats erfolgt, ganze Beitrag bezahlt werden. Diejenigen Dienstboten, Knechte, Lehrlinge und Gewerbegehülfen, welche nicht Mitglieder des Krankenvereins sind, haben, wenn sie im Falle der Erkrankung im Spital aufgenommen wer- den wollen, täglich 2 Mark für die Pflege zu zahlen. Es ist den Angehörigen der Kranken erlaubt dieselben an Wochentagen von 2—3 Uhr, an Sonn- und Festtagen von 3— 5 Uhr Nachmittags zu besuchen. Den Kranken Speise und Getränke mitzubringen ist streng untersagt. Sollte ein solcher Versuch gemacht werden, so hat der Betreffende zu erwarten, daß ihm die Erlaubniß zu fernerem Besuch des Hospitals entzogen wird. Auch dürfen die Besucher des Hospitals ohne vorausgegangene Meldung bei der Schwester die Krankensäle nicht betreten. Für die Armen-Commission: Meyer. Foucar. Nicht zu übersehen! 169 Von beute ab verkaufe wegen gänzlicher Räumung meinen Winter Vorrath von Herren- und Damen ⸗Filzpantoffeln mit und ohne ledernen Sohlen; besetzte Mädchenstiefel bis zu den kleinsten Kinder ⸗Filzstiefeln unter dem Fabrikpreis. Gleichzeitig empfehle eine Parthie Filzsohlen, überhaupt alle in das Schuhfach einschlagende Artikel von be Achtungsvoll October vorigen Jahres sollen die und zwar für Dienstmädchen und Lehrjungen rbegehülfen 60 Pfennig. Die unbedeutende ist dieselbe mit dem Krankenvereins austritt, muß, wenn der Austritt in der der halbe, wenn er in der zweiten Hälfte erfolgt, der 2 30 40 Haarsohlen, Gesundheitssohlen und Strohsohlen, kannter Güte. Louis Leopold, Schuhwaarenlager Kaiserstraße 56. Verlag von J. F. Steinkopf in Stuttgart. 151 Durch alle Buchhandlungen ist zu beziehen: 1 Die neuen Lehren der römisch⸗katholischen Kirche im Vergleich Lehre des Herrn und seiner Apostel in siebenzig Fragen, Belegstellen des Alten Testaments nach L. von Eß und des Neuen Testaments nach Kiste; maker's bischöflich approbizter Uebersetzung. Preis 40 Pfennig. II. mit der alten Evangelium und römischer Kathol Testaments nach der approbirten katholischen Uebe Preis 60 Pfennig. Bauholz I. Qualität in großer Auswahl zu Hanauer Preisen bei Betz& Freundlieb, 166 Fauerbacher Thor. rsetzung Kistemaker's. Dienstmädchen bei K. Friedric der Hoffnung, d mit mehr als 150 iceismus nebst beigedruckten Stellen des Neuen Turnverein. 168 Freitag den 14. d., Abends 8 Uhr, Oeneralver⸗ sammlung im Henn'schen Local. 4 Hotel Schott, Friedberg. Vielen Wünschen nachkommend, habe ich meine Wirth⸗ schafts Lokalität, wie früher gewesen, herstellen lassen in aß meine Freunde und Bekannten recht oft Gebrauch davon machen. Meine guten und billigen Weine find bekannt f J. Schott. 188 Verloren. 156 Von Friedberz nach Nauheim ist am vergangenen Freitag ein Sack mit 24 Leinkuchen verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten denselben bei Fervinand Damm in Friedberg abzugeben. Zum Anfertigen von Damenhleidern im Hause empfiehlt sich unter Zusicherung geschmackvoller Arbeit und reeller Bedienung 117 Käthchen Werner in der Vorstadt. 1 0 55 Glacé- Handschuhe, Militär- und rauhlederne Handschuhe 72 billigst bei K. Friedrich neben der Post. Einige Gebrau Treber können noch abgegeben werden. Brauerei„Zum steinernen Haus“. H. Philippi. 149 Der zweite Stock meines Heuses, Park⸗ 8 straße 370, bestehend in 5 Zimmern, f Küche, Bodenkammer und Keller ꝛc. ꝛc. ist anderweitig vom 15. März an zu vermiethen. Auf Verlangen können 1 auch 2 Mansardenzimmer dazu ge⸗ geben werden. Bad⸗Nauheim im Januar 1876. Jean Marguth, 152 Braunkohlen halte jetzt stets auf Lager und empfehle dieselben ihrer Heizkraft und guten Brandes wegen angelegentlich. Friedberg im Dezember 1875. Wiechard, — Holsteinische Fischzucht. Von Dr. Häpke.— Der Arzt als Erorberer. Von Dr. Dyrenfurth.— Ein Opfer. Novelle von F. L. Reimar.(Fortsetzung.)— Am Familientische: Am ersten Tage des jüdischen Neu⸗ jahrsfestes. Zu dem Bilde von W. Stryowski: Das Taschlich(Wassergebet) am jüdischen Neujahrsfeste.— Spatzen vorm Fenster. Mit Originalzeichnung von S. Dahl: Vor des reichen Mannes Fenster.— Der deutsche Städtesaal im Germanischen Museum zu Nürnberg. Von Felix Dahn. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. CC 154 Nach dem Rathschlusse unseres allmächtigen Gottes wurde heute früh 7 Uhr unsere theuere, geliebte, treue Gattin, Mutter, Tochter und Schwester 5 Katharina Kreuter, geb. Falck, nach schwerem Leiden durch einen sanften Tod in as bessere Jenseits abgerufen und bitten wir um stille Theilnahme. Friedberg, 11. Januar 1876. Die trauernden Hinterbliebenen. die Beerdigung findet nächsten Donnerstag, 9 Nachmittags 3 Uhr, statt. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 124 Für Petritag wird ein braves, williges und Manschetten 10 Herrenkragen gesucht. Näheres bet der Expedition d. Anz. neben der Post. Druck und Nerlag ver Carl Bindernagel Instrumentenmacher und Piano Magazin. 71 Kirchplatz, Vogt'sche Behausung. E S2 8 8 2 5 „Daheim. S 8 2 ö 1 8 3— 85 3 1 g 330 Die soeben erschienene Nr. 15 enthält: Mein Recht. Novelle von W. H. Riehl.(Schluß.) Bet! die Eröff den Fina Landtags dem St Ausbildu begründe nalen St gründun, versasui Fr 9„Agere 0 beute beraten forlsegt Unverän trleuber ute M einen — Dat Nrotlacge chert, lation gestimm n bil. soflame un stüh daten 0 Bel, „ Oiub err 90 fegt Ter 1 Bere dufonir nden U Mitra a gest e e e eee eee