n — Al don dige —— * 1 * Frzlenen 0. 1 alien berwendbar, ttentent. 7. handlung. — 12 12 — — 7 denageg 0 1876. Dienstag den 12. Dezember. 147. 5 Die Petitzeil wird mit 14 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. 5 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 14 Deutsches Reich. geueglic öesischn rich, 6 Olm, Hofmann aus Weinheim zum Friedensge— Darmstadt. ungsblatt Nr. 50 enthält: I. Verordnung, die Vollziehung der Rechnungsabschlüsse der Oberrechnungskammer betreffend. II. Anweisung für die Markscheider und Geometer zur Anfertigung der Situationsrisse für Muthungen und Consolidationen. III. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Gtoßderzog haben Allergnädigst geruht: Am 11. Novbr. dem evang. Pfarrer Ellenberger zu Hain-Gründau die Pfarrstelle zu Ortenberg, dem evang. Pfarrer Dr. Müller zu Watzenborn die Pfarrstelle zu Peiterweil, dem evang. Pfarrer Weitzel zu Gimbsbeim die Pfarrstelle zu Stock— stadt zu übertragen; am 15. Nov. den auf die 3. Schul⸗ stelle zu Reichelsheim präsent. Schullehrer Arras zu Gras- Ellenbach zu bestätigen; am 20. Nov. dem Schullehrer Kaiser zu Lörzweiler eine Lehrerstelle in Ober-Ingelheim, dem Schulverw. Kumpf aus Heppenbeim die 1. Schulstelle zu Hausen zu übertragenz am 21. Nov. den Georg Mey— wald von Viernheim und Müller II. von Essenheim zu Telegraphisten bei der Main⸗Neckar⸗Eisenvahn zu ernennen. V. Concurrenz⸗Eröffnungen. Erledigt sind: Eine Lehrerflelle zu Undenheim, Gehalt 771 M. 43 Pf., die Schulstelle zu Climbach. Gebalt 685 M. 71 Pf. Darmstadt. Am 21. v. M. wurde der Friedensrichter Knaus zum Ergänzungsrichter beim Bezirksgerichte Alzey ernannt; ferner wurden am 25. v. M. die Friedensgerichtsaktuare Göttelmann von Wörrstadt nach Mainz I, Sauer von Nieder- Olm nach Wörrstadt, Page von Wöllstein nach Alzey versetzt, und die Aktuariatsaspiranten Klein aus Mainz zum Friedensgerichtsaktuar in Nieder- richtsaktuar in Wöllstein ernannt. — 7. Dec. In der heutigen zweiten Sitzung der Landessynode veranlaßten die Ausgaben des Consistoriums eine längere Debatte. Eine welt— iche Rathsstelle ist erledigt, sie soll jedoch nicht wieder besetzt werden, eine jüngere Kraft angestellt werden und eine wenn aber doch nöthig, Secretärstelle in Wegfall kommen. Dagegen drang ein Antrag durch, die Stellen im Consistorium besser zu dotiren, um tüchtige Kräfte zu gewinnen, bezw. zu behalten. Punkt war, wie die Einbuße, da die Mittel nicht Ein zweiter sehr wichtiger reichen, den Pfarrern das gesetzlich versprochene Gehalt zu gewähren, auf die einzelnen Klassen dertheilt werden sollen. Hierin siegte schließlich die Vorlage des Consistoriums, mit Abwerfung des weitergehenden Antrags Schröder, die höchsten Gehalte überbaupt um 400 Mark zu veringern. Ein dritter wichtiger Punkt war der Antrag Müller, schon im Jahre 1877 eine neue Revision der Besoldungs⸗Noten, d. h. des jährlichen Ertrags der einzelnen Stellen, vorzunehmen, der aber, mit Rücksicht auf die große Mißlichkeit und Schwierig⸗ leit einer solchen Revision schon nach 1 Jahre (statt nach 5), mit allen gegen 2 Stimmen ab- gelehnt wurdr.— 8. Dec. In der heutigen dritten Sitzung der Landessynode wurde die Ver— handlung über die Ausgaben des Budgets fort- gesetzt. Anlaß zu einer ernsten Debatte gab eine Anfrage von Schröder über die Verhältnisse des zeistlichen Land- Kastens. Wernher vertheidigte dessen Eigenthum und Verwendung nach den Stift- ungs Zwecken. Schlagend wies Schröder darauf zin, daß die Einkünfte solcher Pfarrstellen, welche über den Classifications-Betrag hinausgehen, dem Das Großherzogliche Regier⸗ die an den Staat zurückzuzahlende Summe folgte ein Antrag Draudt's auf Wahrung der Rechte der Kirche wegen der in der vom Staate ge— währten Pauschal⸗ Summe enthaltenen Rechtstitel. Dieser Punkt wurde von Königer dahin erledigt, daß es sich nicht darum handeln könne, die gegen- seitigen Ansprüche klar zu stellen, daß aber Niemand daran gedacht habe oder denke, die Rechte der Kirche auf die ihr rechtlich zustehenden Einnahmen irgendwie zu beeinträchtigen, was von Schröder bekräftigt wurde. Dann folgte die Vorlage der Regierung wegen Zusammenlegung der Gemeinden zur Ersparniß von 40,000 M., von dem Consi— storium motivirt als Ergebniß des Nothstandes, daß es die Pfarreien nicht besetzen könne, unter Rücksicht auf alle Verhältnisse, Rechte und Wünsche der Gemeinden. Ein Antrag von Müller(Alsfeld) ging auf Zusammenlegung bis zur Ersparniß von 50,000 M., wurde aber abgelehnt. Nach einer minder wichtigen Verhandlung über die Pfingstcollecte wurde die Einnahme im Ganzen angenommen. — 8. Dec. Ministerial⸗Präsident Kempff ist gestern ebenfalls zur Theilnahme an den Berath- ungen des Bundesraths über die Justizgesetze nach Berlin abgereist. — Wie die„Darmstädter Zeitung“ vernimmt, ist seitens der obersten Schulbehörde der Beschluß gefaßt worden, zu Ostern des nächsten Jahres am hiesigen Orte eine Lehrerinnen ⸗Bildungsanstalt ins Leben treten zu lassen und dieselbe mit der hiesigen höheren Mädchenschule zu verbinden. — In den Anklagesachen gegen den Bischof von Mainz wegen gesetzwidriger Uebertragung von Pfarrämtern ist auf den 15. Januar Termin vor dem Cassationshof anberaumt. Zunächst handelt es sich um die Competenzfrage. Worms. Aus der kleinen protestantischen Kirchengemeinde Hohen-Sülzen sind nun auch 33 Familien aus- und der Religionsgemeinschaft „Freie Protestanten“ beigetreten. Berlin, 9. Dec. Der Reichstag setzte heute die zweite Berathung des Elsaß⸗Lothringen'schen Etats fort, genehmigte Capitel 19— 43 unver- ändert und nahm die vom Berichterstatter bean— tragte Resolution an, den Reichskanzler um eine Aenderung des Gesctzes zu ersuchen, nach welcher das Reich die an die Grundeigenthümer für die Grabstätten gefallener Krieger zu zahlende Ent— schädigung übernimmt. Die vom Abgeordneten Gerber beantragte Resolution, den Neichskanzler zum Erwägung zu ersuchen, inwieweit die Gemein— den bei der Schulaufsicht betheiligt werden können, wird abgelehnt. Bei der sodann eingeschobenen zweiten Lesung der an die Commission zurückver⸗ wiesenen Positionen des deutschen Reichshaushalts- Etats wurde der Commissions- Antrag, die zum Neubau des Casernements für zwei Escadrons des sächsischen Garde-Reiter- Regiments geforderte Viertel⸗Million Mark zu streichen, angenommen. Hierauf wird auch noch der Abschnitt des elsaß— lothringen'schen Etats über Handel, Gewerbe und Landwirthschaft in zweiter Lesung unverändert genehmigt. Schwerin. 27 Ständemitglieder, darunter 21 von der Ritterschaft und 6 von der Landschaft brachten gestern im Landtage einen Antrag ein Central- Fonds überwiesen werden, ohne e des Reichs-Civilehegesetzes dahin, dem Stiftungs Zwecke entfremdet zu werden. Sonst wurden die Ausgabe- Posten von minderer Bedeutung rasch erledigt, und nun zu der Ein- zahme übergegangen. Nach einer Debatte über daß die obligatorische Civilehe beseitigt werde und die facultative Civilehe an deren Stelle trete. Bonn. Die hiesige„Bonner Ztg.“ bringt die Nachricht, daß Bischof Reinkene und Pro- fessor Knoodt ihren mit dem verstorbenen Canonicus Emanuel Veith in Wien geführten Brief⸗Wechsel demnächst veröffentlichen wollen. Limburg. Seitdem vor 6 Wochen an den Bischof die Aufforderung ergangen war, sein Amt niederzulegen, hatte man von dieser Angelegenheit nichts mehr gehört. Dieser Tage indeß erschien an der bischöflichen Wohnung ein Gerichtsbote, um den Bischof vor den von dem Gerichtshof für geistliche Angelegenheiten mit der Voruntersuchung beauftragten Untersuchungsrichter, Kreis-Gerichts⸗ Rath Exner dahier, vorzuladen. Da die bischöf⸗ liche Wohnung geschlossen war und Niemand über den gegenwärtigen Aufenthaltsort des Bischofs Auskunft gab, mußte der Gerichtsbote unverrichteter Dinge weggehen. Saarbrücken, 1. Dec. Der Pastor Neu- reuter von Marpingen und Pastor Schneider von Alsweiler wurden heute aus dem Gefängniß entlassen. Ausland. Oesterrech- Ungarn. Wien, 7. Dec. Ia der heutigen Abend⸗Sitzung nahm das Abge— ordnetenhaus mit allen gegen sieben Stimmen den Budget⸗Entwurf des Ausschusses als Grundlage für die Special-Debatte an,. — 9. Dec.(Abgeordnetenhans.) Der volks- wirthschaftliche Ausschuß nahm eine Verlängerung des austro-französischen Handels Vertrages an. — 9. Dec. Anläßlich des Georgs Orden- festes sandte der Kaiser Franz Joseph dem russi— schen Kaiser ein Glückwunschschreiben. — 9. Dec. Die Meldung deutscher Blätter von Versuchen, ein Cabinet im Sinne der Rechten zu bilden, begegnet in parlamentarischen und sonstigen competenten Kreisen dem entschiedensten Widerspruch. Von irgend welchem derartigen Ver suche ist nichts wahrnehmbar gewesen. Gut unter- richtete Correspondenzen aus Constantinopel con- statiren die entgegenkommende versöhnliche Haltung Rußlands bei den derzeitigen Vorbesprechungen über das Programm der Conferenz. Prag, 7. Dec. Heute fand kein Studenten Exceß statt. Wegen der früheren Excesse wurden sechs Maler-Academiker und acht Studenten polizeilich bestraft und einer dem Landesgericht überwiesen. Frankreich. Versailles, 8 Dec. Bei der Discussion über das Budget der Einnahmen in der Deputirtenkammer erklärte der Finanzminister, es sei unmöglich, daß die Steuern herabgesetzt würden; zu einer Besteuerung der französischen Rente werde er niemals seine Zustimmung geben. — 9. Dec. Ueber den gegenwärtigen Stand der Ministerkrisis verlautet in Parlamentskreisen: Alle Minister bleiben, außer Marcère, welcher durch Jules Simon ersetzt würde. Es heißt, Mae Mahon wäre mit dieser Combination ein— verstanden. f — 9. Dec. Die Deputirtenkammer setzte heute die Berathung des Einnahme ⸗Budgets fort. Die äußerste Linke sprach sich gegen das Verbleiben Dufaure's und Berthaut's im Ministerium aus. Großbritannien. London. Nachrichten aus Calcutta melden, daß für den Fall eines Krieges zwischen Rußland und der Türkei eine Masse eingeborner Truppen von Indien durch den Suez- Canal nach Aegypten gesandt werden sollen, um einen Theil dieses Landes provisorisch zu be— setzen. In England find für den ersten Truppen⸗ Transport nach dem Orient 21 Bataillone Infan- terie, 7 Regimenter Cavaltrie und 80 Geschütze Oberhessischer Anzeiger. ö 0 ö ö 1 5 1 1 1 in Bereitschaft gehalten, wenn die Beschützung der englischen Interessen die Absendung derselben nöthig machen sollte. Die englische Flotte in der Befika⸗ Bai hat von England große Vorräthe von Winter- Kleidern für die Schiffs-Mannschaften erhalten; nachdem der dortige Aufenthalt bei der strengen Witterung höchst unzuträglich geworden ist, soll die Flotte in zwei Abtheilungen vertheilt und die eine derselben in Salonichi, die andere in Smyrna stationirt werden. 5 — 9. Dee. Die„Amts⸗Gazette“ bringt eine königliche, von heute datirte Proklamation, die das Parlament zum 8. Februar einberuft. Italien. Rom, 7. Dec. Der Cardinal Linconti hatte gestern Abend eine lange Audienz beim Papste und wurde heute officiell von dem selben empfangen, worauf er den Eid leistete. Florenz, 7. Dec. Prinz Louis Napoleon, welcher seit einigen Tagen hier weilt, besuchte heute den König Victor Emmanuel, dieser machte sodann mit dem Prinzen der Kaiserin Eugenie einen Besuch. Türkei. Constantinopel. Die„Pol. Corr.“ meldet aus Scutari: Derwisch Pascha bedrohte die Miriditen mit Gewalt, um sie zu zwingen, wit der Türkei gemeinsame Sache zu machen. Diese Maßregel brachte eine contraire Wirkung dervor, die Miriditen beschlossen, definitiv mit Montenegro zu gehen. — 7. Dec. Die Demarcations-Commissäre meldeten ihren Regierungen den Abschluß ihrer Ausarbeitungen. Montenegro genehmigte die Ver⸗ proviantirung von Niesie auf zwei Monate für 3000 Personen. In der Herzegowina und Bosnien finden starke türkische Truppen Bewegungen statt. — 8. Dec. Sieben Mitglieder der Conferenz hatten einzeln uater sich mehrere Besprechungen, besonders hatte der Marquis Salisburh eine lange Unterredung mit Ignatieff. Die eigentlichen Prä- liminar-Conferenzen beginnen erst später. Außer Salisbury werden noch andere Bevollmächtigte vom Sultan in Privat-Audienz empfangen werden. Die türkischen Minister und die Botschafter be— suchten gestern Salisbury, der heute Audienz beim Sultan hat. Gestern fand auf der österreichischen Botschaft ein diplomatisches Diner statt. Die Vorbesprechungen werden einige Tage dauern. Die Nachricht von der bevorstehenden Ersetzung des türkischen Geschäftsträgers in Berlin, Turkhan Bey, durch den Staatsrath Kian Bey ist unbegründet. — 9. Dec. Nach den ersten Besprechungen der Mitglieder der Conferenz erscheint das Zu- standekommen einer Uebereinstimmung der Mächte nicht unmöglich. Wie man versichert, wären die neuen organischen Gesetze definitiv festgestellt. — 9. Dec. Die„N. fr. Pr.“ berichtet über- einstimmend mit einer Meldung der„Pol. Corr.“ über die Auflage einer neuen Kriegssteuer in Constantinopel, wonach auf jedes männliche Mit- glied der Bevölkerung vom 5, bis 60. Lebens- jahre die Zahlung von 15 Piastern entfällt. Der Erlaß der Pforte, die Aus hebung aller Männer von 21— 40 Jahren betreffend, rief großen Un- willen unter der Bevölkeruug hervor. Die Par- teien Murad's und Jussuf's, des Sohnes Abdul Aziz', rühren sich auf's Neue. — 9. December. Safvet Pascha beantwortete die Note des Reichskanzlers Fürsten Gortschakoff vom 13. November mit einem Circular vom 1. December an die Vertreter der Pforte, in welchem erklärt wird: Die Pforte sei für die trost— losen Zustände in einigen türkischen Provinzen nicht verantwortlich; sie habe erst nach der Er— schöpfung aller Versöhnungsmittel zur Wahrung des europäischen Friedens energische Maßregeln ergriffen. Jetzt, da die Insurrection unterdrückt, stehe die Pforte im Begriffe, Reformen einzuführen, welche alle Unterthanen ohne Unterschied der Reli— gion und Race befriedigen würden. Die maßvolle Haltung der Regierung des Sultans wäre die sicherste Garantie für die Einführung der heilsamen Refor- men. Die durch das Circular Gortschakoff's au- gemeldete Occupation und die russischen Rüstungen seien darum durchaus ungerechtfertigt. schluß des gesammten Europa's unbedingt weichen, aber ofsteiell anerkennen werde ste auch diesen nicht. Rumänien Bukarest. Unter der Be⸗ völkerung, insbesondere der der Donau-Städte, ist eine Pansque vor der sofort zu erwartenden Invasion der Türken eingerissen; viele Familien flüchten. Das„Romanul“ brachte beruhigende Artikel, in welchen die Furcht vor einer türkischen Invasion als unbegründet bezeichnet wird, da die Beziehungen Rumäniens und der Türkei die allerbesten seien. — 8. Dec. Die Kammer hat den Seitens der Regierung begehrten Credit von 1,045,000 Lei zur Bestreitung der Ausgaben für die concentrirte Armee bis zum Schluß dieses Jahres bewilligt. Griechenland. Athen, 8. Dec. Das neue Cabinet ist nunmehr in folgender Zusammen⸗ setzung constituirt: Deligeorgis Prästdent und aus⸗ wärtige Angelegenheiten, Deliannis Inneres, Levidis Finanzen Petmoza Krieg, Voultipioti(?) Justiz, Canacari Cultus, Zochios Marine. — 9. Dee. Man meldet den Sturz des neuen Ministeriums, da infolge der Abstimmung über ein Vertrauens Votum 85 Stimmen gegen und nur 57 Stimmen für das Ministerium fielen. Rußland. Petersburg. Um von hier aus Schwierigkeiten und Verzögerungen in den Conferenz- Verhandlungen so weit als thunlich zu vermeiden, hat man diesseits Ignatieff große Actionsfreiheit gelassen. — Die russische Kriegskasse wurde auf 17 Waggons von Petersburg nach Kischeneff geschafft, währenddem war der Gesammtverkehr sistirt. Riga. Die Riga'sche Tel. Ag. meldet aus Dünaburg, daß der Eisenbahn-Güterverkehr nach Wilna und Warschau von morgen ab bis auf Weiteres eingestellt werden wird, und nu noch Personenzüge verkehren. Aegypten. Kairo, 8. Dec. Der Kaiser und die Kaiserin von Brasillen sind hier eingetroffen. Amerika. New⸗Nork, 6. Dec. Die Prüfungs-Commission für die Wahlen in Florida erklärte die republikanischen Wahlmänner ⸗Candida⸗ ten für die Präsidentenwahl als mit 903 Stimmen Majorität gewählt, demnach sind die Stimmen jenes Staates für die Wahl von Hayes gesichert. Der oberste Gerichtshof von Süd Carolina hat die von den Demokraten constituirte Repräsentanten- Kammer für die legale erklärt.„Reuter's Bureau“ meldet aus Washington: Die Wahl“ Collegien stimmten in den respeetiven Staaten für die Prä— sidentenwahl den bisherigen Resultaten gemäß, ausgenommen Oregon, woselbst der Gouverneur die Wahleertificate zweien Republikanern und einem Demokraten gab und zwar wegen angeblicher Wahlunfähigkeit des dritten republikanischen Wahl mannes. Dieser Act würde, falls er für legal erklärt wird, Tilden 185 Stimmen geben. Die drei republikanischen Wahlmänner behandelten diesen Act jedoch als illegal, traten ohne Certificate zu⸗ sammen und stimmten für Hayes. — 7. Dec. Der Republikaner Chamberlain wurde feierlich als Gouverneur von Südcarolina eingesetzt. — 9. Dec. Das Wablcontrol-Comité in Florida erachtete die republikanischen Candidaten als für die Staatsämter gewählt. Washington, 7. Dee. Die Regierung dementirt die Nachricht von dem Abschlusse eines neuen Auslieferungsvertrags mit England, ebenso die Behauptung, daß die der Ausführung des seitherigen Auslieferungsvertrages entgegengestan— denen Hindernisse beseitigt seien. — 8. Dec. Im Senat ist eine Untersuchung der Vorgänge bei der Wahl in Oregon beantragt, Mexiko. Nach einer Meldung des Reuter schen Bureaus von hier vom 1. December wäre der an der Spitze der Aufständischen stehende General Porfirio Diaz, nachdem er am 16. No- vember eine Schlacht gewonnen, am 30. in die Stadt Mexiko eingerückt und hätte sich zum pro- visorischen Präsidenten erklärt. Präsident Lerdo de Tejada und die Mitglieder seiner Regierung wären nach Morelia geflüchtet. Gegen den Prä— sidenten des obersten Gerichtshofes, Jose Maria Iglesias, der in Guanuajuato eine Regierung ge— — Sapfet Pascha erklärte mehreren Botschaf— tern, die Pforte würde einem Occupations Be⸗ bildet und sich zum Präsidenten aufgeworfen hatte, seien von Porsirio Diaz Truppen abgesendet worden. Aus Stadt und Land. Friedberg. Es ist an dieser Stelle noch des Vortrags zu erwähnen, den Real Lehrer Würth am 17. vorigen Monats im hiesigen Volksbildungs-Verein über die„Rose“ gehalten hat. Der Rebner betrachlete dabei die„Rose“ zunächst in ihrer kulturhistorischen Bedentung. Die Verehrung„der Königin der Blumen“ dalürt nicht erst von gestern. Die Schönheit ihrer Formen, ihre Farbenpracht und ihr Wohlgeruch haben zu allen Zeiten auf das sinnige Gemüth des Menschen einen tiefen Eindruck gemacht. Daher die hervorragende Rolle, welche die Rose in dem Kulturleben der Völker spielt. Gar an⸗ sprechend wußte der Redner dies auszuführen: Schon in die myshologischen Erzählungen ist das lieblische Bild der Rose vielfach verwoben; die deutsche Sage erwähnt des Rosengartens in Worms und Tyrol, oder läßt die Rose als Helferin in Bedrängniß zur Bewahrung des Geheim- nisses edler Mildthätigkeit erscheinen(die heil. Elisabeth und die Rosen in ihrem Körbchen an der Stelle der für die Armen bestimmten Speisen); die Rose dient als Symbol der Jugend, Schönheit und Unschuld(Rosenfeste zu Ehren reiner Jungfräulichkeit); fromme Sitte schmückt den Sarg geliebter Todtien mit Rosen; ihre Formen finden Verwendung in der Heraldik und in den erhabensten Gebilden der Baukunst(Gothik);— die Gewinnung des Rosenwassers und Rosenöls wird im Morgenland früh⸗ zeitig ein wichtiger Erwerbszweig. Der zweite Theil des Vortrags behandelte die Rose vom Standpunkte des Botanikers und Rosenzüchters. Demgemäß verbreitete sich hier der Redner nach einer kurzen botanischen Charakleristik der Rose über die wichtigsten und merkwürdigsten Arten derselben, wobei er in inleressanter Weise der Bildung und des Wiederschwindens der Raritäten bei einzelnen vielge⸗ züchieten Gattungen und der eingerissenen Willkür bei der Namengebung für dieselben gedachte, und schloß mii einem Blick auf die Pflege der Rose, bezw. die Vertilgung ihrer Feinde. Der Umstand, daß der Rebner vielfach selbsigemachte Erfahrungen mitreden lassen konnte, machte seinen Vortrag um so anziehender. Lich. Vor einigen Tagen wurde im Walde zwischen Holzheim und Langgöns die Leiche eines eiwa 45 Jahre alten Mannes aufgefunden und ist es bis jetzt noch nicht gelungen, dessen Identität festzustellen. Gießen. Die Sitzungen des Schwurgerichts vom 1. Quartal 1877 werden Montag den 8. Januar k. J., Vormittags 9 Uhr, unter dem Vorsitze des Hofgerichtsraihs Dr. Stammler, bezw. dessen Stellvertreters Hofgerichts⸗ raths Dr. v. Grolman ihren Anfang nehmen und wurden solgende Haupt⸗Geschworene ausgeloost: 1) Johannes Bräuning, Müller in Groß Eichen. 2) Friedrich Stein I., Landwirth in Stumpertenrod. 3) Kaspar Schmiermund, Landwirth in Ober-Seibertenrod. 4) Theodor Köhler, Müller in Eichelsdorf. 5) Ludwig Plank, Ellenwaaren⸗ bändler in Gießen. 6) Dr. Etienne Laspeyres, Professor daselbst. 7) Heinrich Möser I., Müller daselbst. 8) Fried⸗ rich Vollmüller III., Fabrikant in Lauterbach. 9) Eduard Silbereisen, Essigfabrikant in Gießen. 10) Kaspar Gustav Bücking, Rentner in Alsfeld. 11) Heinrich Keutzer, Brannt⸗ weinhändler in Frischborn. 12) Georg Philipp Schillinger, Bäcker in Laubach. 13) Heinrich Goppel II., Landwirth und Müller in Pfordt. 14) Georg Heinrich Schirmer, Tabaksfabrikant in Gießen. 15) Georg Bailly, Mineral⸗ wasserhändler in Schwalheim. 16) Freiherr Bernhard v. Siein in Staden. 17) Georg Seipp IV., Küfer in Ruppertsburg. 18) Wilhelm Philippi I., Bierbrauer in Melbach. 19) Ludwig August Müller, Materialist in Gießen. 20) Karl Kircher, Gastwirih in Laubach, 21) August Weidig, Cigarrenfabrikant in Gießen. 22) Adolph Carl Theodor Noll, Großhändler daselbst. 23) Carl Jäger, Kaufmann in Schlitz. 24) Heinrich Ruppel, Oeconom in Kloppenheim. Bernshausen. 26) Jacob Alles, Landwirth in Unter⸗ Wegfurth. 27) Wilhelm Jakobi II., Landwirth in Rod⸗ heim. 28) Cbristian Lang, Fabrikant in Angersbvach. 29) Ferdinand Theophil Jung, Specereihändler in Freien⸗ seen. 30) Joh. Lißberger II., Landw. in Hopfmannsfeld. Mainz. Hier herrscht unler den Familien ein panischer Schrecken. Die Kindersterblichkeit hat in einer Weise zugenommen, die besorgnißerregend ist. Nach ärzi⸗ licher Zusammenstellung sind gegenwärlig über 2000 Kinder an dem Scharlach und der Diphteritis erkrankt und fordert der unerbittliche Tod massenhafte Opfer. In manchen Familien sind oft drei bis vier Kinder in wenigen Tagen ihren Leiden erlegen. Mainz, 7. Dec. Der„Mainz. Anz.“ schreibt: Dem Landgrafen von Hessen ist am Dienstag Abend auf der Rückkehr nach Wiesbaden ein Unfall zugestoßen, der leicht hätte schlimme Folgen haben können. Der Landgraf hatte sich nebst seinem Adjutanten durch einen eigenen Wagen am Bahnhofe zu Mainz abholen lassen. Als der Wagen Castel passirt halte und auf die Biebricher Chaussee gelangt war, fuhr ihm geradeswegs ein Landfuhrwerk entgegen, welches nicht, wie es gesetzliche Vorschrift ist, mit einer Laterne versehen war und von dem Kulscher des land— gräflichen Wagens erst bemerkt wurde, als es zum Aus: weichen bereits zu spät war. In Folge des Zusammen⸗ stoßes zerbrach an dem landgräflichen Wagen die Deichsel, die Pferde bäumten sich und der Wagen rollte senwärts den Abhang der Chaussee hinunter, so daß die beiden In⸗ sassen sich genöthigt sahen, aus demselben zu springen. Hierbei zog sich der Landgraf einige Verletzungen zu, welche zum Glück nicht erheblich waren, obgleich ihm ein Wagenrad über die Beine hinwegging. Allerlei. Stuttgart, 9. Dec. Das heute publieirte Urtbeil der Strafkammer des Kreisgerichtshofes gegen die Gründer 25) Andreas Schäfer II., Müller in Gr beuligen M. 99 MN. 888 fümmili Fro M. 4. Ni. 51 90. II.( stember is 20.5 Kohlsam Asen J sich fm Ver. 3902! wird di kihrerses veransch Submis zenten misston enzuref offen li Fr 20 tus 0. * et n N 5 2 nba * 0 84 e ud de derne 1 Aden 1 n. — 8 42 Kd f Ei. lee Nell, vac. + 15* g Lu an tr We Schon in * Se A Uild ber dad u des 5 der württembergischen Commissionsbank wegen Betruges n 3881 Montag den 11. d. Mts., Vormittags halb 10 Uhr, geben werden, als: Crystallöl, Seife, Kaffee, gerollte anderer Vergeben lautet: Directer Friedrich Graf 15 Monate Gefängniß, wovon drei durch die Unter⸗ suchungsbaft für verbüßt erachlet werden, Oscar Adam 6 Monate, wovon drei Monate verbüßt; Procurist Kühne, Auffichtsrath Fischer je drei Wochen, die gleichfalls als durch die Untersuchungsbaft für verbüßt erklärt wurden. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Athen. Dr. Schliemann ist es, wie von hier ge⸗ meldet wird, gelungen, den männlichen Leichnam, dessen Zutageförderung in einer früheren Nachricht erwähnt wurde, zu erhalten. Zur Rechten des Körpers fand man drei große prächtig verzierte goldene Becher, einen Alabaster— Becher und zwei silberne, ferner 134 reich verzierte große goldene Knöpfe, vier goldene Schwertgriffe, 11 Bronce— Schwerter und einige Juwelen. Frankfurt, 9. Dec. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war ziemlich befahren. Heu kostete per Ceniner je nach Qualität M. 4.—6. Stroh per Centner M. 4.70.—5. 40. Butter 1. Oualität im Großhandel das Pfund M. 1.10. 2. Qual. M. 1. im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.30, 2. Qual. M. 1.15.— 20. Eier das Hundert M. 6. Kartoffeln per 200 Zollpfund M. 5.—6. Weißkraut das Hundert Gerauer M. 15—19., fränkisches Mk. 8— 10. Mainz, 9. Dec. Producten-Markt. Waizen per März 23.50. Korn per März 17.95. Hafer per März 18.05. Rüböl per Mai 39.90. 0 Marburg, 9. December. Wochenmarkt. Bulter kostete pr. Pfund M. 1.40— 1.50. Eier pr. Szück 8—9 Pf. Käse pr. Stück 10—12 Pf. Hähnchen pr. Stück 70—90 Pf. Hühner per Stück 70—80 Pf. Hasen pr. Stück M. 280 bis 3.50. Gäuse pr. Stück M. 3—5. Weiskraut pr. Kopf 7-10 Pf. Nüsse 100 Stück 40 Pf. Packeten nach größeren Orten thunlichst die Angabe ber Wohnung des Empfängers, bei Packeten nach Berlin auch den Buchstaben des Postbezirks enthalten. Zu einer Be⸗ schleunigung des Betriebs würde es wesenklich beitragen, wenn die Packete frankirt abgesandt werden. Für den Mühlknappen Schrader erhalten: Von den Herren Buchhändler Scriba M. 2.—, Postsecretär Werner M. 2.—, Hoftaxator Schwarz M. 1.—, Pfarrvicar Ohly in Reichelsheim, in der„Post“ gesammelt M. 8.45, Hofg. Adv. Jöckel M. 4.—, Christ. Bender 50 Pf., Louise Schmidt 50 Pf. Summa M. 18.45. Hierzu erste Liste M. 22.—. Zusammen M. 40.45. Bei der Exped. des Oberh. Anz. sind ferner eingegangen von Decan Görtz in Nieder⸗Florstadt M. 4.—, Zur Annahme weiterer Gaben sind gern bereit Jöckel. Die Exped. des Oberh. Auz. Handel und Verkehr. Grünberg, 9. December. Die Preise auf unserem geuligen Fruchtmarkie betragen: Waizen M 12.11, Korn M. 9.90, Gerste M. 8.45, Hafer M. 7.78, Ecbsen M. 8.88, Samen M. 18.— Die Preise verstehen sich ämmtlich pr. 50 Kilo— 100 Pfund. Frankfurt, 8. Dec. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 41., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 27., do. II.(Berliner Marke) M. 22., Weizen eff. bies. M. 25.—., fremder je nach Qualität M. 19—22., Korn M. 18.— bis 20.50., Gerste M. 18.50—20.25., Hafer M. 15— 18.50. Kohlsamen M.—., Erbien M. 21—24., Wicken M. 19., Ainsen M. 21—30., Rüböl M. 81. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht— 100 Kilo. Das General-Postamt zu Berlin erläßt folgende Be— kanntmachung, die Weihnachtssendungen betreffend. Mit Rücksicht auf die bekannten Verhällinisse, richtet das General- Postamt auch in diesem Jahre an das Publikum in dessen eigenem Interesse das Ersuchen, mit den Weihnachts sendungen bald zu beginnen, damit sich die Packelmassen nicht in den letzten Tagen zusammendrängen und die pünktliche Ueberkunft nicht gefährdet wird. Zugleich wird ersucht, die Packete dauerhaft zu verpacken, namentlich nicht dünne Pappkaßen, schwache Schachteln und Cigarren⸗ kisten zu benutzen, und die Ausschrift der Packete deutlich, vollständig und haltbar herzustellen. Die Packetausschrift muß bei frankirten Packeten auch den Frankovermerk, bei den Packeten mit Postvorschuß den Betrag desselben, bei Packeten, welche nach Ankunft am Bestimmungsort sogleich bestellt weden sollen, den Vermerk durch Eilboten und bei Trapp. Geld Cours. Frankfurt am 9. December 1876. 20 Frankenstücke[Mk. 16 22—20 Englische Sovereigan s.„ 20 33—38 Russische Imperiales„ 16 70-75 Holländische fl. 10⸗ Stücke„ 16 65 C Ducaten.„„ benennen Ducgten al mare„ 9 67—72 Dollars in Gold 5 416—12 Aus zug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Gestorben: 8. Dez. Katharina Bauer, geb. Foichtinger, Ehefrau des Christian Bauer, 53 Jahre alt. Vergebung von Maurerarbeit. 3902 Mittwoch den 13. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, wird die zur Ausbesserung der Stützmauer des Schul⸗ lehrerseminers zu Friedberg erforderliche Maurerarbeit, veranschlagt zu 779 Mark 70 Pfennig, öffentlich im Submissionswege vergeben. Die Angebote sind in Pro— zenten bis zu obigem Termin versiegelt und als Sub⸗ mission obiger Arbeit bezeichnet bei unterzeichneter Stelle einzureichen, woselbst Voranschlag und Bedingungen offen liegen. Friedberg am 4. Dezember 1876. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß. Holzversteigerung. werden in dem Ober⸗Rosbacher Domanialwalddistrikt Rellerberg XIII: 1600 Stück Birkenwellen, zu Besenreisern geeignet, sowie 25 Gebund Ginstern öffentlich versteigert. Ober⸗Rosbach am 1. Dezember 1876. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Strack. Submission. 3963 Die Lieferung der für das Versorgungshaus und Hospital pro 1. Halbjahr 1877 erforderlichen Victualien soll im Submissionswege an den Wenigstnehmenden ver⸗ Gerste, Grlesmehl, Reis, Hirsen, Ochsenfleisch, Schweine⸗ fleisch, Nierenfelt, Schweineschmalz und Brod, sowie auch die Lieferung des Brodes für die Armen der Stadt. Die Submittenten haben ihre Offerten bis längstens zum 14. d. M., Vormittags 11 Uhr, auf Großherzog⸗ licher Bürgermeisterei dahier abzugeben. Die Bedingungen können bei Verwalter Gatzert im Versorgungshaus eingesehen werden. Friedberg den 9. Dezember 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fon e a r. Faselochs-Versteigerung. 3960 Donnerstag den 14. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird ein zur Zucht untauglicher Faselochse im Gemeinde— haus dahier öffentlich meistbietend versteigert. Ober⸗Ros bach am 7. Dezember 1876. Großherzogliche r Ober⸗Rosbach. e Für ch e r. Restauraut und Familie! Der nach den neuesten medicinischen Lehren über diätetische Gesundheitspflege bereitete, vielfach preisgekrönte und durch seinen enormen Absatz berühmte ärztliche Magenbitter gen. Lestomac 6 von Dr. med. Schrömbgens, prakt. Arzt in Kaldenkirchen, wird von den bedentendsten Professoren der Medicin und Chemie der größten deutschen Universttäten als ange⸗ nehmer und gesunder Liqueur empfohlen. Bernbeck, in Nauheim bei Philipp J. Weiß. 2783 und Manschetten ꝛe— Herrenkrager Zu haben in Friedberg bei Herrn W. Mittwoch den 100 Eichenstämme von 15—31 700 Fichtenstämme„ 15—38 1 5 Buchenstämme„ 26—34 5 8 Birkenstämme„ 20—27 5 1 Aspenstamm„ 27 5 140 Eichenstangen„ 10— 15 7 2 Buchenstangen zu Langwieden. 7 Birkenstangen zu Wagnerstangen. schöne Stämme zu Schnittholz. II. 24 Raummeter Buchen- und 8 Raummeter 308 1 5800 8 Lich den 3. December 1876. 3931 Unter den Eichenstämmen und Stangen befindet sich schönes Wagnerholz; unter den Fichtenstämmen 1* 1* Holzversteigerung. In den Waldungen der Stadt Lich, Distriet Schweinstallsheege, kommen Mittwoch den 13., Donnerstag den 14. und Freitag den 15. December l. J. zur Versteigerung: I. Bau und Werkholz. 13. und Donnerstag den 14. December: Centimeter Durchmesser und 2— 15 Meter Länge, „ 1 818 1* * 1 4— 8** * 6—10** *„ 7 0 0 * 1 3—10„* 330 Fichtenstangen von 7— 14 Centimeter Durchmesser und 5—16 Meler Länge, sehr Brennholz. Freitag den 15. December: Aspen⸗Scheitholz, Buchen⸗ Eichen- Nadel- und Weichholz-Prügel, Buchen- Eichen- und Nadel; Buchen- Nadel- und Weichholz-Wellen. Der Anfang und die Zusammenkunft ist in der Schweinstallsheege zunächst dem hohen Eichwald an dem Vieinalweg von Lich nach Hattenrod links, Morgens 9 Uhr. Bei genügender Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini 1877 gestattet. Stockholz/ Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Emil Beek 19 Neue Kräme 19 Corsetten für Damen und Kinder, Pariser Fabrikat. 5 Tournuren nach neuester Fa gon. Costüme für Kinder. Pariser Modelle. Anfertigung nach Maaß nach diesen Modellen. Hütchen für Kinder in Piqus— Filz— Cachemire und Seide. Tragmäntel in Piqué— Cachmire, weiß und farbig. 1 Unterröcke 2 gesteppt— gehäkelt— Flanell— P Damen-Morgen-Röcke und Unterröcke 8 welche sich burg lis Lega auszeichnen. 5 3 Uestle's Kindermehl 3941 zu herabgesetzten Preisen bei Wihelm Fertsch. 1300 Mark liegen in der Kirchenkasse zu Wickstadt zum Ausleihen bereit. Auskunft ertheilt Ilbenstadt. 3912 Der Kirchenrechner bei K. Friedrich. Margraf. 3974 empfiehlt billigst uslodasezun S uspulaezun Weihna stslichter in Wachs, Stearin und Parafin, sowie Lichterhalter Wilh. Bernbrck. Heinrich Heine's sümmtliche Werke. Vollständige Ausgabe in 12 Bänden. Guter Druck.— Gutes Papier. Geschmaeckvoller und solider Einband. Verlag von Hoffmann& Campe. Hamburg. Aal 9 an zidmog Cumplet nur 6 Thaler. 5 ö 3877 1 , Hallglas-Cyinuder sind in allen Größen wieder vorräthig und A 30 Pfennig per Stück zu haben bei 3950 Georg Groß. Zum Besten einer Weihnachtsbescheerung für Arme. Freitag den 15. Dezember, Abends präcis 8 Uhr, Dilettanten-Concert, unter gefälliger Mitwirkung mehrerer Mitglieder des Kurorchesters, im großen Saale des Hrn. Gastwirth Bayer zu Bad⸗Nauheim. Programm: I. Theil. II. Theil. 1. Ouverture zur Zauberflöte, vierhändig. Mozart. 15 ee en für Clarinette, Clavier und 9000 2. a. Morgenlied 3 j; e ach. b. Mailied, 4. Chöre f. 3 Frauenstimmen Lachner. 8. Duett für Tenor und Bartkton Gumbert. 3. Chant du soir, Solo für Clarinette. Hamm. 9. Ungarische Tänze, vierhändig. Brahms. 4. Zigeunuerleben, für Clavier.. Schumann. 10. Dik Kriegstrompete, Concert⸗Polka für 5.„Gnte Nacht“, Solo für Piston. Gumbert. Pf fnnin NNepardt 6. a.„Die Rose“, Arie für Sopran. Spohr. 1. Variationen über ein Volkslied, für b.„Die Nachtigall“, rufs. Lied f. Sopran Alibieff. Clavier und Violine. Welß. 12. a.„Im Waldesgrund“, Chor für 3 Frauenstimme n Benedikt. d. Der Sturm, Chor für 3 Frauenst. Coneone. Billete zu reservirten Plätzen à 1 Mark und zu nicht reservirten Plätzen à 50 Pfennig(ohne der Wohlthätigkeit Schranken zu setzen) sind zu haben Abends am Eingang des Saales und vorher Fürstenstraße Nr. 325 in Bad Nauheim. 3966 Weihnachts- Ausstellung meiner Conditor-Waaren beginnt am 13. dieses Monats. 3969 M. Philippi, Hof- Conditor. Georg Groß, Friedberg, empfiehlt auf bevorstehende Weihnachten sein auf's Reichhaltigste assortirtes Lager in: Porzellan, Steingut, Spiegeln 6 in allen Größen mit den neuesten wee bene ae e ee Uußbaum-, Mahagoni-& Goldbaroc-Rahmen, Ordinären, feinen und vergoldeten Lackirten Blech⸗ G 2 e verzinnten Drahtwaaren, Ape digen Tisch⸗, Wand⸗& Hüngelampen, f Petroleum Koch- Apparate, broncirten Thon 5 Waaren, Petroleum-Sturm-Laternen zu den billigsten aber festen Preisen. 3951 ieee eee 3964 Das bekannte Marmorgeschäft von Joseph Engelbert Falk in Villmar a. d. Lahn bringt hiermit alle in dies Fach einschlagende Arbeiten als Grab⸗Denkmäler, Schrifttafeln, Säulen, Altäre, Fußböden, Waschtische in gef. Erinnerung zu den billigsten Preisen. NB. Anfragen beliebe man ditect zu machen, da ich keine Agenten habe. Zum Fabrikpreise e e Kaputzen, Seelen⸗ wärmer, wollene Halstücher und Winterhandschuhe. 3873 K. Friedrich, neben der Post. Prima Uelzener Steinflachs 3942 in feinster Waare bei Stollweroek'sche Brustbonbons aus der Fabrik von Franz Stollwerek, K. K. Hlof- Lieferant in Cöln. nach Vorschrift des Universitäts- Professors Dr. Harles s, Geh. Hoftath zu Bonn, gefertigt, vor- räthig in versiegelten Packeten à 50 Pfennig in Friedborg bei Hof- Apotheker C. Görtz, Wilm. Bernbeck und Wilh. Fertseh, in Gambach bei Carl Löffler, in Reiebels- heim bei Apotheker Clar. Langheinz, in Rockenberg bei Apotheker F. Sames. 3962 Wilhelm Fertsch. Bulterpulver 1643 verkürzt die Zeit des Butterns, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben. Ein Paquet, ausreichend für 500 Liter Milch, A 50 Pf. zu baben bei J. A. Windeeker, Hoflieferant in Friedberg. Ph. J. Weiss in Nauheim. EEE Ein Faselochs, Mein Laden 1 Jahre alt, Schwarzscheck, Berner Bastard, steht zuf nebst Zimmer, sowie der mittlere Stock meines Hauses 3968 Generalversammlung Samstag den 16. Dezember, Abends 8½ Uhr, zur Wahl 3961 der Gesellschaftsbeamten. 28s Neue Orangen und Citronen, Orangeat und Citronat, diverse Sorlen Pecco⸗ und Souchong-Thee, Chocolade, Vanille, ächten Ceylonzimmt, sowie Tafelrostnen und Krachmandeln, gedörrte und eingemachte Champignons, eingemachte Früchte in Flacons, Caviar, Cornichons, Capern, Perl⸗ zwiebel, Juszwiebel und Julienne(zu französischer Suppl) empfiehlt C. F. Walz. Frische Helgolander Schellfische, Geräucherte Lachsforellen 3971 bei Wilhelm Fertsch. 3907 Zu Weihnachtsgeschenken halte mein reichlichst assortirtes Lager von Poczellan-& Glaswaaren zu billigsten festen Preisen empfohlen 5 Wilhelm Fertsch. 80 Verloren Foular ds, 45 buntfarbige seidene Umknöpftücher, weiße und schwarze seidene Halstücher billigst bei K. Friedrich. Ueber Spielwertze. 3834 Im Inseratentheile unseres Blattes finden unsere verehrten Leser und schönen Leserinnen wiederum, wie alljährlich, die Empfehlungen der weltberühmten Spiel⸗ werke von Herrn J. H. Heller in Bern. Derselbe liefert diese so allgemein beliedien Werke in einer geradezu staunenerregenden Vollkommenheit, wie können daher Jedem, der nur ein wenig Freude an Musik hat, nicht warm genug empfehlen, sich ein Spielwerk anzuschaffen, und bietet die bevorstehende Weihnachtszeit die schönste Gelegenheit hierzu, auch kann kein Gegenstand, noch so kostbar, ein solches Werk ersetzen. Was kann wohl der Gatte der Gaftin, der Bräntigam der Braut, der Freund dem Freunde Schöneres und Will⸗ kommeneres schenken?— Dem Leidenden, dem Kranken gewährt es die größte und angenehmste Zerstreuung, ver⸗ gegenwärtigt glücklich verlebte Zeiten; dem Einsamen ist es ein treuer Gesellschaster, es erhöht die Gemüthlichkeit der langen Winterabende im häuslichen Kreise u. s. w. Hervorheben möchten wir noch ganz besonders die nur zu lobende Idee vieler der Herren Wirthe, die sich ein solches Werk zur Unterballung ihrer Gäne angeschafft. Die gemachte Ausgabe hat dieselben, wie uns von weist sich somit auch deren praktischer Nutzen auf's Evidenleste und möchten wir allen Herren Wirthen, die es bis dahin unterließen, anrathen, sich ohne Sänmen ein Spielwerk anzuschaffen. Wir bemerken noch, daß die Wahl der einzelnen Stücke eine ganz sein durchdachte ist; die neuesten, sowie die be⸗ liebtesten älteren Opern, Operetten, Tänze und Lieder beiteren und ernsten Genres finden sich in den Heller'schen Werken auf das Schönste vereinigt. Kurz, wir können keinen aufrichtigeren und wohlmeinenderen Wunsch an die geneigten Leser und Leserinnen unseres Blattes aussprechen, als den, sich recht bald in den Besitz eines solchen Spielwerkes zu setzen; reichhaltige illustrirte Preis⸗ Courante werden Jedermann franco zugesandt. Auch ist direkter Bezug schon deßhalb zu empfehlen, da vieler⸗ orts Werke für Heller'sche ausgegeben werden, die es nicht sind. 3 3 Neue ital. Haselnüsse 507 bi Wi.ilh. Bernbeck. 60 bis 80 Liter gute Milch werden von einem tüchtigen Oeconomen zu liefern gesucht, am liebsten per Main⸗Weser⸗Bahn. Reflektanten wollen sich baldigst melden bei H. Kleinböhl, 3967 Broönnerstraße 1, Frankfurt a. M. Kastanien Wilh. Bernbeck. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 3972 bei verkaufen. Auskunft ertheilt sind zu vermlethen und können dieselben bis zum 1. März A. Becker. Nieder⸗Wöllstadt. bezogen werden. J. Starck's Wittwe. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Friedberger Casino. mehreren Seiten bestätigt wird, nicht gerentz es ers bierten tintipi lage de der seit Antrag ufs 1 workun guf dei Privat worden Synor guch Erklär Augsi. setzes trag welche berwei weil Ordnu schwind dem wi nossen den De Der 2 Der A daß di⸗ stante gewicht Oder se der her Spnod Schröd sortgest konsisto Antrag daß es halle, 15 S5 der 9 Lehrer