1876. Samstag den 12. Februar. N. 19. Betreffend: Die Ausführung des Reichsimpfgesetzes vom 8. Aptil 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Schulvorstände mit Ausnahme derjenigen des Medicinal-Bezirks Butzbach. Wir benachrichtigen Sie unter Bezugnahme auf§ 14 der Instruction rubr. Betreffs vom 30. April vorigen Jahres, doß wir die vorig— lährigen Listen über die Wiederimpfung an Sie abgesendet haben. eiscnde u Gießen 11 l u% beben dt Win kein rt en. arwerkzeng berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Beiträge der woblstehenden katbolischen Kirchenfends zu dem allgemeinen katholischen Kirchensond für kuchliche und geistliche Zwecke für 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die katholischen Kirchenvorstände des Kreises. Nachstebend theilen wir Ihnen das Verzeichniß der in obigem Betreffe zu leistenden Beiträge mit dem Auftrag mit, Ausgabe- Decretur zu ertheilen und für Zahlung zu sorgen. Kirche zu Friedberg 3 M. 43 Pf. Zofen 23 M. 28 Pf. Rockenberg 6 M. 17 Pf. Erlenbach 10 M. 6 Pf. Vilbel 1 M. 9 Pf. Beireffend: Das Militär ⸗Ersatzgeschäft für 1876. Etwa fehlender Credit wird hiermit ertheilt. Auszug. Nieder-Mörlen 3 M. 14 Pf. Ober⸗Mörlen 8 M. 23 Pf. Wickstadt 4 M. 92 Pf. Ilbenstadt 14 M. 28 Pf. Ober⸗Wölstabt 54 M. 75 Pf. Heldenbergen 7 M. 46 Pf. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Friedberg den 9. Februar 1876. r Ae. Friedberg den 9. Februar 1876. Trapp. Ockstadt 13 M. l Pf. Holzhausen— M. 77 Pf. Opper⸗ Over⸗ Friedberg am 11. Februar 1876. Der Cioil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Großherzoglichen Polizei-Commissär in Wickstadt. Unter Bezugnahme auf mein Ausschreiben vom 26. December vorigen Jabrte, der Rekrutirungs-Stammrollen in Erinnerung. Kreisblatt Nr. 153, bringe ich die sofortige Einsendung Bei den bis jetzt eingelangten Rekrutirungs-Stammrollen ist vielfach die Bestimmung des§. 45 sub. 2 zweiter Absatz der deutschen Wehrordnung zwischen dem letzten Namen jeden Vuchstabens genügenden Raum zu lassen nicht befolgt worden, weshalb ich Sie hierauf aufmerksam mache und erwarte, daß Sie dieser Bestimmung genau nachleben, überbaupt sich bei der Aufstellung der Stamm- ollen nach diesem F, richten. Trapp. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier— ungsblatt Nr. 7 enthält: I. Bekannimachung, die Vernichtung von eingezogenen Srundrentenscheinen betreffend. II. Uebersicht der für das Jahr 1876 genehmigten Imlagen zur Bestreitung von Communalbedürsnissen in den israeluischen Religionsgemeinden des Kreises Groß— Berau. III. Deßgleichen in den istaelitischen Religionsgemein zen des Kreises Gießen. IV. Uebersicht der für das Jahr 1876 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürfnissen in en Gemeinden des Kreises Dieburg. V. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines emden. Ordens. VI. Eritzeilupg von Erfindungspatenten. VII Dienstnachrichten. VIII. Chataklererthenung. IX. Nuhestandsbversetzungen. X. Concurrenz⸗Eröffnungen. Exledigt ist: eine Lehrer— elle an der Stadiknabenschule zu Gießen, Aufangsgehalt 120 M. welcher sich durch Dienstalterszulagen almäylich uf 2057 M. erhöht; eine Lehrerinstelle an den flädtischen Volksschulen zu Mainz Anfangsgehalt 1114 M. 29 Pf.; Miitelschule zu Darmstadt, Anfangsgehalt 1542 M. 86 Pf., welcher bis zum Belrag von 2228 M. 57 Pf. steigen unn; eine Lehrerstelle an den städlischen Schulen zu Dangelische Pfarrstelle zu Rodheim im Dekanate Nidda, gehalt 4203 M. Dem Freiherrn Löw zu Steinfurt stehl ns Präsentationstecht zu dieser Stelle zu; die 2. Ge— meindeschulstelle zu Berstabt, Gehalt 771 M. 43 Pf. XI. Sterbefälle. Gesterben sind: am 1. Januar der Schullebrer Schweppenhäuser zu Eugelfladt; am 9. Jan. r Schullehrer Buch zu Stadecken. Darmstadt. Am 2. Februar wurde der Direcior der Ober-Forst- und Domänen Direction-— Geheimerath Baur, auf sein Nachsuchen in den Kuhestand versetzt und ihm der Charakter als „Präsident“ verlieben und am 5. Februar dem Ventamtmann zu Darmstadt, Domänenrath Hauser, ae Ritterkreuz J. Klasse des Verdienst- Ordens hlltppe des Großmüthigen verliehen. Darmstadt. Der Abg. Kugler hat nebst undtren Abgeordneten bei den Ständen den An— lie Sielle eines academisch gebildeten Lebrers der fran Fsischen und deutschen Sprache und der Geschichte an der Darmstadt, Ansaugsgebalt 1371 M. 43 Pf., welcher bis zum Belrage von 2057 M. 14 Pf. steigen kann; die trag eingebracht, die Regierung um Herstellung einer directen Eisenbahn Verbindung zwischen Offenbach und Darmstadt zu ersuchen.— Zum Berichterstatter über die Vorlage zur finanziellen Regelung des Staats mit der Kirche ist der Abgeordnete Theobald ernannt, ebenso über eine weitere Vorlage in Betreff des Neubaues eines Gymnasiums zu Büdingen, welche eigentlich nur einen bereits in das außerordentliche Budget eingesetzten Posten von 150,000 M. begründet und erläutert.— Ferner ist eine Vorlage wegen Erbau— ung eines neuen Stationsbhauses und eines Güter— schuppens auf der Station Ysenburg, wofür die Summe von 52,000 M. gefordert wird, von der Regierung bei den Ständen eingebracht worden. Berlin, 8. Febr. Heute war nach langer Zeit zum ersten Male wieder Fürst Bismarck im Hause anwesend; er will der Discussion der Straf— gesetz Novelle beiwohnen und am Donnerstag den Reichstag schließen. Der Kanzler sah beute recht angegriffen aus; er wird bis zu seiner völligen Wiedergenesung eines abermaligen längeren Urlaubs benöthigt sein. Daß Bismarck nur noch wenige Jahre im Amt zu bleiben gedenkt, bat u er am letzten Sonnabend unumwunden ausgesprochen. — Zu dem Hof-Ball, der am Donnerstag im k. Schlosse staftfindet, sind sämmtliche Mitglieder des Reichstages und der beiden Häuser des Land— tages geladen worden, soweit sie sich veranlaßt sahen, während der Dauer der Session beim Hos— marschall Amt des Kaisers ihre Karten abzugeben Von den Reichstags Mitgliedern werden deßhalb viele nicht schon am Donnerstag abreisen, sondern, wie der Kaiser Das lebhaft gewünscht hat, dem glänzenden Hof-Feste noch beiwohnen. — Abgesehen von dem Interesse, welches jede größere Rede des Reichskanzlers an und für sich einflößt, verdient die vom 10 d. ganz besondere Aufmerksamkeit durch die Offenheit, mit welcher Fürst Bismarck sich in seiner ostensibeln Vertheidig— ung des vom Haust verworfenen§ 130— den Aufreizungs- oder Kautschukparagraph— ganz müsse seinen Sobn sehen. auf den Standpunkt der liberalen Parteien stellte, welche bekanntlich vor Allem betonen, daß die von der Regierung beklagten Schäden in der Gesellschaft nicht durch Strafgesetze zu beseitigen skien. Die socialdemokratischen Agitatoren will der Reichskanzler direct durch Eingehen auf ihre Theorien und Discutiren derselben im Reichstag und in der Presse bekämpft wissen. Die socialist- ischen Blätter möchte derselbe mehr verbreitet sehen — nach dem bekannten Rath, Pasquille so tief zu hängen, daß sie Jedermann lesen kann.„Diese Verbreitung würde das Gute baben, daß die socialistischen Gebilde in ihrer Unausführbarkeit und verbrecherischen Thorheit erkannt werden.“ Ebenso ruft der Reichskanzler gegen Verleumdungen, wie ste in jüngster Zeit mehrfach gegen Privat- personen und Beamte durch die Presse geschleugert worden sind— so namentlich auch von der„Kreuz zeitung“— die Selbsthülfe des Publikums und der Leser an, die sich von solchen Blättern lossagen sollten. Auch„außerhalb des Strafgesetzbuches“ könnten wir sehr viel thun, wenn alle anständigen Leute derartige Schlechtigkeiten versolgen und in Bann halten. Wenn wir dies thun, ruft Fürst Bismarck am Schlusse seiner Rede,—„se werden wir mehr erreichen, als mit dem Strafrichter.“ Haben die Liberalen je etwas Anderes gesagt? — Herr v. Arnim-Schlagenthin, der Sohn des Grafen Harry von Arnim, der sich seines Vaters in so musterhafter Weise angenommen hat, ist an einer Rippenfell-Entzündung lebensgefährlich erkrankt. Sein Vater hat, wie die„K. 3.“ erzählt, aus Florenz telegrapbirt, er werde sofort nach Berlin kommen, unbekümmert um die dort zu gewärtigende Verhaftung, denn er Man hat ihm zutück⸗ lelegraphirt, er möge noch 24 Stunden warten, da so eben eine leichte Wendung zum Bessern, im Befinden des jungen Arnim eingetteten sei. Man erzählt, daß die Familie Arnim vor ungefähr zebn Tagen eine Bittschrist mit ugegen 60 Unter- schristen verseben an den Kaiser gerichtet habe . ˙—— wisse innere den Mitgliedern selbst zu Gute kommende Sicher- 8 Arni N beit, indem alsdann, mehr mit eigenem Gelde arbeitend, staͤnde dem Grafen Hanz 055 Wee— Zinsen für fremdes Geld gespart werden; indem es ferner Begnadigung zu gewäh en. nter diesen m- eine mißliche Sache ist, wenn eine Genossenschast nur ständen ist ein sehr gewichtiger der, daß auch die] den gesetzuchen Rückhalt, die Taschen der Genessenschafter Krankheit des Grafen Harry von Arnim bedenk- ietet. Nicht nur au Mitgliedern, sondern auch an Menge kicher Natur ist und Mannigfalligkeit der an die Vereinsmiiglieder ver⸗ e 0 kauften Waaren bat der Verein zugenommen. Für Dünge⸗ mittel und Kraftfutterstoffe wurde indessen von sach ver⸗ um denselben zu bitten, in Anbetracht aller Um ⸗ Ausland. sländiger Seite eine größere Frequenz des Vereins gewünscht. Frankreich. aris. Man versichert, da gerade hierin die Wetterau noch sehr zurück sei. An n ch 9 Anregung des Vereinsvorstandes fehlt kes dagegen auch in 8 5 ins 1 Mä daß eine gemeinsame. Aufforderung 5 den dcn. diele Richtung nicht. Alle durch den Verein bezogenen die Bevölkerung der Herzegowina veranlassen so„Waaren besriedigten deren Empfänger, wenigstens wurde die Waffen niederzulegen. keinerlei Klage laut und somit ensspricht der Consumverein Großbritannien. London. Die bet seiner ra 1100 der e also be⸗ af„ b ronrede Richnet: Wir wollen einen Wettstreit führen mit den Eröffnung des Parlaments e 1 1 10 SProducenten und Händlern zu dem Zwecke, daß die Con— bezeichnet die Beziehungen zum uslande als sehr sumenten ihre Bedürfnißgegenstände so gu wie möglich freundschaftliche. Bezüglich des Ausstandes in und so billig wie möglich erhalten. Herkegowina, welchen die Türken bisher unfähie Rieder ⸗Eschbach. Der Rechenschafls- Bericht des der Herzegowina, 5 disg, 9 ö u bemeistern waren, babe die Königin es als ihre Pflicht 5 13 Pacifitirungs Versuchen offen gelent resp. bekaunt gemacht worden. befreundeter Mächte nicht ferne sich deßhalb unter Respeetirung der Der besagte debufs Abstellung der Klagen der Beile Pf., mithin Kassenvorralb 4429 M. angeschlossen. Die Königin bofft, daß das Parlament Abzug der Verwaltungskosten beläust sich der Reingewinn den Ankauf der Suezcanalactien, welcher die auf 562 M. 80 Pf. und kommen jetzt auf den Gischäfte⸗ offentlichen Interessen so tief berühre, billiger Die chinesis egie je Be N werde. Die chinesische Regierung babe die Be Zeichen über das Aufblühen unseres Vereins. schwerden Englands freundlich aufgenommen und Darmstad.. Wohl in Folge des lange anbaltenden die wegen des Angriffes der west⸗chinesischen strengen Winters und der allgemeinen Geschäftsstockung ; 0 5„blüht die Bettelei im höchsten Grade und wurden ver— ion angeordnete Untersuchung werde hoffent 0 i n N Erpedit 8 f 80 gangenen Monat in unseret Siadt von der Polizei nicht g Frmittell 1 estraf Schuldigen 5 N 8 lich zur Ermiltelung und e 5 idee weniger als 51 Personen dieserhalb aufgegreffen, welche führen. Unter Bezugnahme auf die Reise des auch sämmtlich theils in längere, theils in kürzere Haft— Prinzen von Wales kündigt die Königin eine Rrasen verurteilt worden sind. 1 Bill betreffend einen Zusatz zu dem Titel des Darmstadi. Das Landgericht zu Groß Umsiadl ist englischen Souverains als directer Herrscher Britisch⸗ 1 0 gelhett Arial 1 15 91 5 Indiens an. Die Frage wegen der Haltung Ludwigsbahn(von der Strecke Wibelsbach Umstadt), die der englischen Schiffe in den fremden Gewassern sich verschiedene Unlerschleife sollen zu Schulden kommen werde sorgfällig geprüft werden. Die Thronrede gelass n baben, sind. Die Zahl dec in Untersuchungshaft 5 1 i In esin Ang digte groß 0 e 7 Fee lane de Genese gen. dt rens eh d, a len an ed aher ben *——„gelang* 9 Uich*„ eines höchsten Appell. Gerichtes, betr. den Elementar weßwegen ein Theil davon im hiesigen Arxesthaus unter⸗ Unterricht uns den Unterricht auf den Universitäten, gebracht wurde. sowie eine Abänderung der Gesetze der Kauf Mainz. Diese Woche haben wir den ersten Blattern⸗ fall, den ersten officiellen wenigstens, hier zu verzeichnen, fahrtei-Schiffahrt 8 und zwar einen der gefährlichsten Art: confluirende g— Blattern, ausgebrochen in einem Gasthof niedersten Aus Stadt und Land. Grades. Der Fall soll aus Frankfurt eingeschleppt sein; ielt der bis nach aber gerade der hiesige Ort des Ausbruchs läßt einen loschaftliche gefährlichen Heerd befürchten. Allerlei. Köln. In den nächsten Tagen werden sich die Zeit⸗ Decenniums erreicht und somit düsste dessen Lebensfävig⸗ ungen wieder mit der Kaiser Glocke beschäftigen. Bekannt⸗ keit dargetban sein, umsomehr als man darauf bedacht lich hat sie vor sast zwei Monaten richtig geläutet, indem ist, die gewöynliche genessenschaftliche Sicherheit durch einen der Klöppel regelmäßig an beiden Seiten des Glocken. angemessenen Resetvesond zu verßärken. Nach den Staluten Ringes anschlug. Dieses geschab iudeß nur vermutelst sollen allmälig auf jedes Mitglied 30 M. hierzu gesam⸗ eines provisorischen, gegossenen Klöppels. Es galt somis, melt werden, was bei 330 Mitgliedern ca. 10 000 M. einen Klöppel in denselden Dimensionen zu schmieden. aus macht. 2500 M. sind bereits vorhanden. Die General- Dieses ist in der Maschinen⸗Fabrik zu Bay nihal geschehen, versammlung genehmigte alle desfallsigen Maßnahmen des wonach vor einigen Tagen diese neue Zunge der Kaiser⸗ Ausschusses und Vorstandes. Natürlich! denn ein Reserve⸗ Glocke eintraf, um hoffentlich sosort zu prechen.— In ond gewährt einer wirihschaftlichen Genossenschast eine ge- einer biesigen Vrauerei ereignete sich gestern Nachmittag Friedberg. Vorigen Sonntag h Starkenburg und Preußen verbreitete landwir Consumverein Friedberg seine ordentliche Generalversamm- lung ab zum Zwecke der Rechnungsablage. Die Lebens⸗ dauer dieses Vereins hat bereits die zweite Hälfte eines hiesigen Spare, Leih⸗ und Creditvereins(„Frühling“ ge- markt war ziemlich befabten. nannt) für 1875 ist beute in der Generalvesammlung per Ceniner M. 3.70—5.30. Stroh per Ceniner M. 3.92 63 Pf. Nach] März 20.30, per Mal 20.95 8 heißen Maischbotich fiel und nicht sofort todt blieb. einige Stunden nachher machte der Tod den furchtbaren Leiden ein Ende. Bremen. Es konnte von Seiten des Rechnungs⸗ jührers des Comites zur Unterstützung der Hinterbliebenen der bei der Katastrophe in Bremerbhafen Verunglückten die erfreuliche Thatsache mitgetheilt werden, daß ungefähr 400 Obo Mark jetzt als eingegangen zu verzeichnen sind. Paris. Kürzlich angestellten Erbebungen zufolge zählt Paris gegenwärtig 2250 Somnambulen, von denen elwa dreißig mehr als 60,000 Francs jährlich verdienen. Unter diesen letzteren befindet sich auch eine russische Füistin V., welche, nachdem sie ihr Vermögen verloren oder verschwendet hatte, diese Beschäftigung wählte und eine hocharistokratische Clientel anzuzteben verstand. Wie es scheint, trifft die Polizei Maßregeln, der Zunft das Handwerk zu verderben. Handel und Verkehr. Frankfurt, 9. Febr. Der beutige Heu- und Stroh⸗ Heu kostete je nach Qual. bis 4.—. Butter im Großbandel 1. Qual. das Pjund zu oleiben und Verein wurde im Jahr 1870 gegründet und da neben 91 Pf., 2. Qual. 80 Pf., 1. Qual. im Kleinhandel das Autorität des demselben dahier 3 Sparkisse Verein beflebt, so Pfund M. 1.3, 2. Qual. 91 Pf. Tafelbunter M. 1.14. ingli für wortung der Refor nen zäͤblt die Mit hliederzagl ois jezt ert 121. Die Ennadme Eier ttallenische dae Hundert M. 7.60 gewöhnliche M.6. 90. Sultans der dringlichen Befürwortung d ö in 1875 beirägt 61,322 M. und die Ausgabe 56,892 M.“ wine enn; Marnz, 10. Februar. Producten-Markt. Wafzen per per Juli 21.60. Roggen per März 14.90, per Mai 15.20, per Juli 15.30. Hafer per März 17.10, per Mai 17.25. Rüböl per Mai 34.60, a antheil eines Milgliedes außer den Zinsen zu 4% noch per October 34.45. rein 8% Dividende zur Vertheilung, gewiß ein erfreuliches Beschlüsse aus der Sitzung des Gemeinderaths zu Friedberg vom 8. Februar 1876. Gegenwärljg: Der Gr. Bürgermeister Foucar, die Gr. Beigeordneten Sieinhäußer und Reuß, die Gemeinderalhs⸗ n G. Trapp II., J. Steinhäuser, Scriba, Schloß, Rausch, Huber, Pieffer, Falck, K. Reuß II., Hieronimus, A. Trapp. 5 ö 1. Den Votanschlag der Großb. Realschule zu Fried⸗ berg für das Jahr 1876 betr. wurde eine Ministerialver— jügung vom 24. I'nuar 1876 zur Keuntniß des Gemeinde⸗ talbs gebracht und beschlossen, daß wegen des Schlußsatzes dieser Verfügung mittelst Bericht um nähere Erläuterung nachgesucht werden soll. 2. Das vorgelegte Protokell über den Ankauf eines jungen Faselochsen wurde genehmigt. 3. Für das Bureau des Standesbeamten soll ein Acten⸗ schrank angeschafft werden. 4. Auf ein Schreiben des Turnvereins zu Friedberg vom 2. Februar d. J. wegen Bezahlung einer höheren Miethe für Benutzung der Turn⸗ halle von den Schülern der Real- und Musterschule wurde Groß h. Beigeordneker Reuß beauftragt sich mit dem Vor⸗ land des Turnvereins wegen dieser Angelegenheit in Benehmen zu setzen. 5. Die über Anlage von Abfahrten von der Staatsstraße nach den Gewannwegen aufgestellten Reverse wurden unterschrieben. Geld⸗Cours. Frankfurt am 10. Feburar 1876. PBPCCCCCCCCCVCC Mk. 16 40 G Holländische fl. 10⸗ Stücke„ 16 65 0 Duane 13 9 46—51 Bieten al mas 9 52—57 Me Frankenstück:t: Englische Sovereigns 3 Russische Imperia les.„ 16 64 69 Dollars in Gold. 3 416 19 Hofraithe⸗& Güter⸗Versteigerung. Bekanntmachung. 488 Donnerstag den 17. Februar l. J., Vormittags 474 10 Uhr, sollen in hiefigem Rathhause die Immobilien 5 des verstorbenen Pbilipp Zimmermann auf Antrag der Erben zum dritten Male öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Bei entsprechenden Geboten erfolgt nahe am Erbstädter öffentlich versteigert: 2 Raummeter Erlen-Prügelholz, Wege, folgende der alsbaldige Zuschlag.. 5 4 Friedberg den 11. Februar 1876. f 5* 8 65 15 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 4200 Wellen Eichen⸗Reis holz, . 2200„ virken⸗„ 5 8 cd 2100 7 Salweide⸗Reisholz, Güter⸗ Verpachtung.: de 700 5 Erlen⸗ 5 467 Dienstag den 22. Februar d. J., Vormittags 300„ Fichten⸗* 9½ Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf Antrag des 100 Kiefern⸗ Schloß Ilbenstadt den 8. Februar 1876. Gräflich Alt⸗Leiningen⸗Westerburgische Rentkammer. Biera u. Kaufmanns Louis Winheim dahier, die demselben zustehenden Grundstücke, eirca 14 Morgen haltend, in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung gelegen, auf Montag den 14. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, werden in dem Gräflichen Walddistriet„Haide“, Holzsortimente Jagd- Verpachtung. 493 Freitag den 18. d. M., Vormittags um 10 Uhr, soll die den beiden Gemeinden Groß- und Klein-Karben in ihrer Gemarkung zustehende Jagd auf weitere 6 Jahre auf dem Gemeindehause zu Groß-Karben verpachtet werden. Groß- und Klein⸗Karben den 10. Februar 1876. Großherzogliche Bürgermeistereien Groß- und Klein⸗Karben. Bär. Schneider. Faselochs-Versteigerung. 486 Mittwoch den 16. l. M., Vormittags i Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde zustehender Faselochse im Rathhause meistbietend versteigert werden. Reichelsheim den 10. Februar 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim. Schmid. In der Gemeinde Fauerbach neun Jahre öffentlich an den Meistbietenden verpachtet werden. Frledberg den 9. Februar 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 491 F o Mobiliar-Versteigetung. u c a r. 477 Für ein Delikatessen⸗ und Colonialwaaren⸗ Geschäft in Frankfurt a. M. wird ein Lehrmädchen gesucht. Dieselbe hat ganz freie Station und bel Brauch barkeit sofort ein monatliches Honorar von 3 fl., mit Beginn des zweiten Jahres ein sehr anständiges Salair. Näheres in der Expedition d. Anz. versteigern: und 2 Hinterpflüge, eine Egge, eine Strohbank geräthschaften. Ober⸗Mörlen am 10. Februar 1876. Großherzozliches Ortsgericht Ober-Mörlen. . Dienstag den 15. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, läßt Johannes Dey 1. Wittwe dahler in ihrer Hofraithe nachfolgende Gegenstände öffentlich 1 Paar Ochsen, J vollständigen Wagen, 1 Vorder⸗ 1 Puhlfaß, 1 Leinweberstuhl mit Zubehör, 2 Fuder Roggenstroh und sonstige Oekonomie- und Haus⸗ . 8 8— 5 5 ein 5 2 tüchtiger Schäfer F gesucht. a 8 1 Näheres auf der Großberzogl. * 8 Bürgermeisterei Fauerbach bei — Friedberg. 2 Cüglich frische Untergaͤhrhest, Brauerei zum steinernen Haus, H Philippi. das gräßliche Unglück, daß ein Bursche in den 5478* 4 403 snrultlon* fein 12⁰ ver N Nagule lr dei ie e mit Fol 1 geböhtel ö in Ep 4 Wickstad 445 6 fatholist Koch sa salz Preisen 4 empfieh 179 104 Unie Aeg * r Strumpflängen in allen Größen und Farben zu den billigsten Preisen bei 489 Geschwister Schloß. Geschäfts⸗ Verlegung. aut der S t Fran die Fortschritts-Medaille ausgezeichnet, finden Brust⸗ und Halsbeschwerden. 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Die zabir, n s DdDankschreiden de 12 6 0 lost solche; dra— 1 S. 3 noch ollse gefunden, die der Verzwelftung 0 S nabe, rettungslos berloren schenen; es sollte SS aber dies vorzügliche Werr in keiner Fa- Ss milie seblen 1 verlange und nehme 3 Si Maur dad„Illustrirte Originalwerk von 5 2828 Nichter's Jerlans Austalk in Leipzig“ 2222 welche auf Wunsch auch einen Auszug des⸗ 8828 selden gratis und franco versendet. 852 23 e e LE N 28 2 8 5 Vorrat Vorräthig bei bei Carl Bindernagel in Friedberg. 0 Ich habe an„Ben di t. gelleben, * Jemanden elle IX, Haus Cl er kann mich jedoch nicht mehr besinnen, wem ich es gab. Da ich das Buch nunmehr gebrauche, so bitte ich um ge— fällige Rückgabe desselben. Carl Bindernagel. Winterhandschuhe 8 und Stanchen in schoͤner Auswahl billigt bei K. Friedrich. 0 1** 1 Vorschuß- und Ctedit-Verein zu Kiedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 449 Unser Bureau und Kasse sind bis auf Wiederruf, des Bücher- und Jahres- Abschlusses wegen, vom 10. Februar l. 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November 1875. —* 364 Construetion Stahl gebaut, schneiden ohne Räder— auswechslung 2 bis 5 Längen Häcksel. im Jahre 1875 für vorzügliche Man wende — 2 Herrn Fabrikant W. H. Zickenheimer in Mainz. „Durch die als vorzüglich erprobte Wirkung des von Ihnen erfundenen und fabrieirten rheinischen — e eee 5 44 3% veranlaßt, wende mich direet an Sie mit der Bitte, mir sechs 9 0 Trauben- ust Honig Flaschen zuzusenden.“ Elisabeth Baronin Behr, geb. v d. Recke. . 3 lüelen, Canton Uri, Schweiz 2 7. Oetober 1875. 5„Durch Herrn Apotheker Wenzel,„St. Anna Apotheke“ in München, habe schon „mehrere Flaschen Ihres Trauben-Brust⸗Honig's bezogen und ist mir derselbe stets gut bekommen ze.“ Anton Ditli, Pfarrer. das allein ächte Naturproduet aus weißen rheinischen Weintrauben von W. H. Zickenheimer in Mainz, untersucht und warm sor in Bonn, Dr. C. Rüst, „ ist 8 GO O egen Nachnahme direct von der 476 — 8 Maschinenfabrik und Eisengießerei, empfehlen sich in allen vorkommenden Reparaturen an Dreschmaschinen, Bedienung. 337 Bauholz I. Qualität Betz& Freundlieb, Fauerbacher Thor. in großer Auswahl zu Hanauer Preisen bei 166 ö . Söhne. in 12 Größen, neuester und bester in allen feineren ganz von Eisen und z. B: Clavierstühle, 75 ĩ ͤ K ö Einsetzen neuer Feuer- büchsen und deren Reparaturen an Locomobilen unter Zusicherung prompter und billiger Einladung. 456 Sonntag den 13. Februar, Abends 7 Uhr, findet jm Saale des Herrn G. Landvogt VI.(Gerstenwirth) zu Rockenberg eine musikalische Abendunterhaltung statt, veranstaltet von den Lehrern zu Rockenberg und mehreren Herren zu Oppershofen und Steinfurth zum Besten des Lehrer-Waisenstlftes. Hierzu ladet freundlichst ein Das Comité. Rockenberg den 5. Februar 1876. Friedberger Hülfsverein. 492 Die Jahres-Versammlung des Hälfsvereins, in welcher der Jahresbericht erstattet, die Ergänzungs⸗ wahl des Vorstandes vollzogen und die Vereinssache besprochen werden wird, wird Mittwoch den 23. Februar, Abends 6 Uhr, im Hötel Trapp stattfinden Alle Mit⸗ glieder werden hiermit zur Betheiligung freundlichst ein⸗ geladen Diejenigen Mitglieder des Hülfsvereins, welche für ihre Dienstboten die Gesindeprämie beanspruchen, werden ersucht, die erforderlichen Zeugnisse über Treue, Fleiß und unbescholtenen Lebenswandel während einer mindestens fünfjährigen ununterbrochenen Dienstzeit dem Unterzeichneten bis zum 1. März zu übergeben. Für den Vorstand: a n Eine Wohnung 409 miethen. Marder ⸗, Iltis⸗, Reh⸗& Hasenfelle zc. ꝛc. kauft J. Koob, ist an eine stille Familie zu ver⸗ Jos. Hoffmann. 208 Pelzwaaren⸗, Hut⸗ und Kappenhaudlurg. N jeder Art werden rasch und billig Pumpen geliefert. Karl Reuß, Eisen⸗ 120⁰ gießerei und Maschinenwerkstätte in Friedberg. Möbellager von J. Pfeffer, oef⸗ möbelscrener, in Friedberg nächst dem Bahnhofe. 181 Große Auswahl 8 ren und gewöhnlichen Sorten Möbeln, Seeretäre, Sopha, Causeuses, Chaiselongues, Sessel, Commode, Pfeiler- Schränke, Silber- und Glasschränke, Nähtische, Waschtische mit Marmoraufsatz, französische und deutsche Bettladen, Auszugtische, ovale und runde Tische, Spiegel, Kleider und Küchenschränke, gewöhnliche Bettladen und Tische, sowie alle Sorten Stühle, von den feinsten bis zu den gewöhnlichsten. Ganze Salon⸗Einrichtungen können in kürzester Zeit nach Zeichnungen bestens ausgeführt werden. HBilligste Preise, reellste Bedienung. Ein vollständiges Logis ist zu vermiethen und kann bis zum 1. April bezogen werden. 750 H. Sang. syilz- und Seidenhüte bei L. Backes in Friedberg. 358 und Mädchen Kinderhemden za Sage 427 L. Wetterhahn, Kaiserstraße. ee A. Maaß, Uhrmacher und Goldarbeiter, gegenüber den Apotheken. 99 0 8 N 2 812 8 Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. Ste pt u a geesi m Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Stadtkirche! Nachmittags 1½ę Uhr: Herr Candidat Schmidt. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Abends 5 Uhr: Herr Missionar Schrenk. 0 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 7.) Tlächsten . Sent fungen en Dar ad war duerlösc e ent Lie meh Iubte lung 5 urge Rain en W Uitenen N Wuiegnig Ber fene bei