Samstag den 11. November. N. 134. uin Oberhessischer Anzeiger. Vor — dach Ute Die Petitzeil 15 105 1 e Erscheint jeden dung ee 0 wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag. in arzt, 7 WINE r. denibrusten Amtlicher Theil. 5 J Friedberg den 7. November 1876. Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Forststrafen von der I. und II. Periode 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nachstehend theilen wir Ihnen das Verzeichniß der Ihren Gemeinden von der 1. und 2. Periode von diesem Jahre zukommenden Forststrafen unter dem Auftrage mit, Einnahmedecretur zu ertheilen und für ordnungsmäßige Controlirung zu sorgen. Ter a pp. ren dwochon, „ aleimung., il. Von der 1. Periode. Von der 2. Periode. — Wassers und Assenheim— M. 35 Pf. Bad⸗Nauheim— M. 11 Pf. Bübdesheim 2 M. Assenheim— M. 21 Pf. Bad⸗Nauheim— M. 58 Pf. Bönstadt— M. Aeiscapotheke. 77 Pf. Burg ⸗Gräfenrod 2 M. 32 Pf. Fauer bach v. d. H.— M. 40 Pf. Gam⸗ 46 Pf. Büdesheim 3 M. 6 Pf. Burg⸗Gräsenrod 2 M. 31 Pf. Butzbach 2 M. Men i eng, bach— M. 14 Pf. Mark Griedel— M. 49 Pf. Groß ⸗Karben 2 M. 60 Pf. 94 Pf. Fauerbach v. d. H. 1 M. 86 Pf. Gambach— M. 60 Pf. Groß ⸗Karben * Heldenbergen 1 M. 3 Pl. Ilbenstadt— M. 21 Pf. Kirch⸗Göns— M. 40 Pf. 2 M. 10 Pf. Heldenbergen 2 M. 32 Pf. Hoch-Weisel 3 M. 86 Pf. Holzhausen r Flein⸗Karben 1 M. 85 Pf. Maibach 1 M. 31 Pf. Nieder⸗Florfadt 22 M.— Pf. 3 M. 13 Pf. Ilbenstadt 1 M. 28 Pi. Kirch⸗Göns— M. 80 Pf. Klein⸗Karben Nieder⸗Rosbach— M. 11 Pf. Nieder⸗Weisel— M. 50 Pf. Nieder⸗Wöllstabt— M.[5 M. 2 Pf. Langenhain— M. 78 Pf. Münster 1 M. 2 Pf. Nieder ⸗Florstadt Niedet-Weisel 1 M. 66 Pf. Nieder⸗ Ober⸗ Mörlen 3 M. 31 Pf. Pohl⸗Göns— M. 14 Pf. Södel— M. 11 Pf. Vilbel 20 M. Nieder-Rosbach— M. 50 Pf. Ober⸗Florstadt 2 M. 25 Pf. Pelterweil— M. 59 Pf. 29 Pf. Ober⸗Florstadt— M. 54 Pf. Ober⸗Mörlen 25 M. 70 Pf. — M. 39 Pf. Reichelsheim— M. 40 Pf. Vilbel 31 M. 25 Pf. Wohnbach— M. 14 Pf. Ober⸗Rosbach Rodbeim v. d. H. 4 M. 54 Pf. Wölfersheim— M. 94 Pf. 15 M. 85 Pf. Wöllstadt— M. 42 Pf. Ober⸗Rosbach 1 M. 84 Pf. Reichelsheim 1 M. 85 Pf. Rodbeim v. d. H. 2 M. 38 Pf. Stammheim 3 M. 20 Pf. Mark Treis-Münzenberg 1 M. 31 Pf. 39 Pf. Wohnbach 1 M. 45 Pf. An die Herren Bürgermeister derjenigen Gemeinden des früheren Kreises Vilbel, die dem dortigen Mathilden— stift beigetreten sind. Nach einer Mittheilung des Verwaltungsraths des Mathildenstifts des früheren Kreises Vilbel vom 9. November dieses Jahres(in heutiger Nummer) findet Donnerstag den 30. laufenden Monats, Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhause zu Vilbel die General versammlung dieser Sparkasse statt. Ich mache Sie hierauf noch besonders in der Erwartung, aufmerksam. Friedberg am 6. November 1876. f 1 Trapp, Geheimer Regierungsrath. Betreffend: Darstellung des Zustandes der Volksschulen für die Jahre 18731876. Friedberg den 9. November 1876. Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. Zur Fertigung der von uns der obersten Schulbehörde in Kürze einzusendenden summarischen Uebersicht über den Zustand der Schulen unseres Kreises haben wir Folgendes zu wissen nöthig: 1) Angabe des Geldbetrags der Schulstrafen und deren Verwendung in den betreffenden Jahren. 2) Angabe der Kosten, welche in den betreffenden Jahren für Schulhausbauten und größere Reparaturen aufgewendet wurden. . Sie wollen uns diese Angaben unter Benehmen mit den Gemeindevorständen innerhalb acht Tagen machen. Trapp. daß Sie und andere Mitglieder des Stistes sich an dieser Versammlung betheiligen, Deutsches Reich. diesem Gebiete des„Culturkampfes“ ist noch gar hingewiesen. Derselbe erwähnte ferner die theuere Darmstadt. Nach einer neuerdings von dem Justiz⸗Ministerium zur Ausführung des Reichs CivileheGesetzes getroffenen Anordnung sollen die Funktionen eines Standesbeamten zwar im Allgemeinen von den Bürgermeistern, bezw. von deren Stellvertretern wahrgenommen werden; es verlangt aber für die Zukunft jene Behörde bei jedem nothwendig werdenden Wechsel in der Person des Standesbeamten oder dessen Stell— vertreters besondere Vorlage, um nach Befund desondere Beamte zu ernennen. Berlin, 8. Nov. Der Reichstag überwies die allgemeine Reichshaushalts Rechnung pro 1872 an die Rechnungs-Commisston, genehmigte hierauf den Antrag behufs Einstellung des schwebenden Strafverfahrens gegen Hasselmann, Geib und Bahlteich und nahm in dritter Lesung die Ver— ordnung wegen Abänderung des Gesetzes, betr. bie Bezirks⸗Verwaltungen, Kreis Vertretungen und Wahlen zu Gemeinde-Räthen in Elsaß-Lothringen en. Die zweite Berathung des Etats wurde brtgesetzt. Beim Etat Reichsschuld monirte Bam- serger die noch nicht erfolgte Ausprägung gol- hener Fünf-Markstücke. Beim Post- und Tele- raphen-Etat wurde nach längerer Debatte der Antrag auf Wiederherstellung der früheren ersten Hone für Telegraphie Gebühren unter Beibehaltung ener 3 Pfennig⸗Gebühr pro Wort mittelst„Ham— nelsprung“ mit 114 gegen 91 Stimmen ange— rommen. Der General-Postmeister hatte sich gegen den Antrag ausgesprochen und bezüglich der Noth⸗ nendigkeit, den Tarif in jetziger Höhe zu erhalten, auf das frühere, durch die neue Organisation ver— ungerte Desiejt in der Telegraphen- Verwaltung Telegraphen-Verbindung mit England und fügte hinzu, daß wegen Herabminderung derselben Ver— handlungen schwebten, bei welchen sich England sehr entgegenkommend zeigte. Auf eine Anfrage des Abgeordneten v. Schorlemer- Alst, die in Bromberg erfolgte Anfertigung von Facsimiles der Handschrift des Cardinals Ledochowski und die Weisung, von der Hand Ledochowski's adres— sirte Briefe an die Staatsanwaltschaft abzugeben, betreffend, erklärte der General- Posimeister, die Staatsanwaltschaft habe die Gesetzgebung zur 10 0 die Postverwaltung treffe kein Vorwurf, es handle sich lediglich um eine Requisition des Staatsanwalts. Im Fortgange der Sitzung werden alle zur Plenarberathung gestellten Special— Etats in zweiter Lesung genehmigt. Naächste Sitzung am 15. November. — Der Fürst zu Hohenlohe Langenburg hat einen von Mitgliedern aller liberalen Parteien unterstützten Gesetz- Entwurf über den Schutz nütz— licher Vögel eingebracht; derselbe verbietet das Abfangen, Tödten, Nester-Ausnehmen, sowie den gewerbsmäßigen Handel mit todten oder lebenden Vögeln von einigen 80 namhaft gemachten Arten, Außerdem ist dem Gesetz Entwurf eine Resolution beigefügt, nach welcher mit Oesterreich-Ungarn, der Schweiz, Frankreich, Spanien, Italien, Por— tugal und Griechenland durch Staats-Verträge Vereinbarungen getroffen werden sollen, um sich gegenseitig zu ähnlichen Schutzmaßregeln für die nützlichen Vogel Arten zu verpflichten.— Die Regierung ihrerseits hat dem Reichstage ein dem obigen einigermaßen verwandtes Gesetz, betreffend die Schon⸗Zeit der Robben, zugehen lassen. Auf Vieles zu thun, um die Unterlassungs⸗Sünden einer indolenten Vergangenheit und die dadurch ver— anlaßten Schäden wieder gut zu machen. — Fürst Bismarck wird, wie die„Post“ hört, Mitte dieses Monats hier wieder eintreffen. Das Befinden des Reichskanzlers sei gut, nur leide der— selbe immer noch an andauernder Schlaflosigkeit. — 9. Nov. Dem Berliner„Tagebl.“ zufolge hätte der deutsche Botschafter in Paris, Fürst Hohenlohe, während seines Berliner Aufenthaltes bei der Reichsregierung die baldige Entscheidung der Frage wegen Beschickung der Pariser Welt- Aus- stellung angeregt. Fürst Hohenlohe habe in der Audienz beim Keiser die Beschickung der Aus- stellung besonders befürwortet. Die„National- Zeitung“ ist gegenüber dieser Meldung in der Lage, zu constatiren, daß Fürst Hohenlobe zu dieser Frage keinerlei persönliche Stellung genom- men hat, und daß auch diese Frage bei der dem Botschafter vom Kaiser ertheilten Audienz nicht berührt wurde. Fürst Hohenlohe kehrt heute Abend nach Paris zurück. Essen. Für Krupp scheint die im Allge— meinen schlechte Zeit eine Goldgrube im Beson— deren zu sein, wie man wohl daraus schließen kann, daß derselbe eine ganze Anzahl Württem— berger Staats- Beamten mit hohen Gehalten für sein Elablissement angeworben hat. Seine neueste Acquisition ist die des Directors der staatlichen Eisen-Werke in Wasser-Alfingen, dem er nicht weniger als 30,000 M. Gehalt nebst freier Wohnung und Pensions⸗ Berechtigung gewährt. Ein noch höheres Angebot hatte die Firma Krupp dem Regierungs Präsidenten in Ludwigsburg, ———— einem bereits älteren Beamten, mit 45,000 M. jährlich, jedoch vergeblich, gemacht, da dieser vor⸗ zog, in seiner bisherigen Sphäre zu verbleiben. Breslau. Aus Schlesien berichtet die „Prot. Kirchenztg.“:„Im Synodalkreis Breslau blieben vom 1. Oktober 1874 bis ebendahin 1875 von den 6572 in dem Bereich der 6 evan- gelischen Parochien geborenen Kinder 2122, also 32 pCt. ungetauft; hiervon wurden in evangelischen Ehen 3390 geboren, von diesen blieben ungetauft 15 pCt., von den 2375 in Mischehen geborenen Kindern blieben 56 pCt. ungetauft. Von den 2033 in sechs städtischen Parochien geschlossenen Ehen wurden 1230, also nahe an 60 pCt. nicht eingesegnet.“ Aus Stadt und Land. S. Friedberg. Der am 23. und 24. Oktober dahier abgehaltene Fohlen- und Pferdemarkt ist über alles Erwarten gut ausgefallen. Von der Geschäftsflauheit, an der, wie wir hören, fast alle derarugen Mäckie in diesem Jahre zu leiden hatten, war hier nur sehr wenig zu ver⸗ spüren. Gewiß ist dies der deutlichste Beweis dafür, daß unsere Stadt, inmitten der gesegneten Wetterau gelegen, als der geeignetste Platz erscheinen muß, an welchem ein solches Unternehmen feste Wurzel fassen kann und dadurch von Jahr zu Jahr immer größere Ausdehnung gewinnt. Leider waren die Händler nicht dazu zu bringen, ihre Verkäufe protokolliren zu lassen, trotzdem die Protokolle ohne irgend einen Pfennig Kosten von dem hiesigen Orts— gericht besorgt wurden. Es ist daher nicht möglich, eine genaue Zähl der abgeschlossenen Verkäufe anzugeben, wohl aber läßt sich mit Bestimmtheit annebmen, daß die Zahl die vorjährige mindestens erreicht, wenn nicht übersteigt. Die Zahl der abgeschlossenen Verkäufe in Arbeits- und Wagenpferden war trotz der zum Ankauf ungünstigen Jahreszeit nich! unbedeutend und ist dies jedenfalls ein Beweis, daß der für das Frühjahr(Mitte Februar) 1878 in Aussicht genommene Pferdemarkt zu den schönsten Hoff nungen berechtigt. Das Comité wird selbstverständlich nach wie vor bemüht sein, Käufer wie Verkäufer durch freundliches Entgegenkommen immer mehr heranzuziehen, und wenn unsere gesegnete Umgegend fortfährt, unser Unternehmen thalkräftig zu unterstützen, dann ist unser Markt für alle Zeiten gesichert und wird auf diese Weise nicht allein unserer Stadt, sondern auch der ganzen Pferde bedürftigen Umgegend von fortdauerndem Nutzen sein. Darmstadt. Auch ein Bild unserer gegenwärtigen Verhältnisse gibt folgende wahre hier vorgekommene Be- gebenheit. Ein nahezu 60 jähriger Arbeiter verkaufte seinem Logierwirih seine Taschenuhr um 20 Mark, um— seine 23jährige Geliebte ehelichen zu können, welche er jedoch nach 5 Tagen bereits wieder verließ. Griesheim. Die Molive, welche neulich einen hiesigen Einwohner zum Selbstmord durch Erhängen getrieben, find nunmehr bekannt. Der Betreffende, seit Frühjahr Wittwer, fühlie sich so allein stehend, daß ibn jenes Gefühl des Verlassenseins überkam, das schon Manchen in den Tod getrieben. Mit sester Hand schrieb der Unglückliche mit Kreide auf den Tisch, daß er in der Scheuer als Leiche zu finden sei. 5 Worms. Letzten Montag verkauften in Bürstadt zwei Schwindler einem Landmann einen Ballen Tuch um den Preis von bundert und einigen Mark. Erst nachdem sich dieselben unter dem Vorgeben großer Eile enisernt hatten, besab sich unser Landmann das Tuch und machte dabei die Enideckung daß der Inhalt des Ballens stalt aus Tuch fast nur aus Lumpen bestand. Die von dem Vorgange benachrichtigte Gendarmerie telegrapbirte sofort nach allen Richtungen hin und in Folge dessen wurde das Schwindler⸗ paar auf dem hiesigen Bahnhofe kurz vor Abgang der Züge verhaftet. Bornheim bei Alzey, 7. Nov. Heute Nacht wurde in dem hiesigen Babngeb aude eingebrochen und die Kasse des ganzen Inhaltes beraubt. Diesesmal war aber der Dieb der angeführte Theil, denn der ganze Baarvorrath, welcher sich in der kurz vor Tagesschluß enileerten Kasse vorfand, bestand in— 25 Pfennigen, an welchen der Dieb nicht schwer zu tragen batte. Allerlei. Plauen. Eine entsetzenerregende That ereignete sich hier. In einem Hause am sogenannten alten Teiche schoß ein seit Kurzem vom Militär entlessener junger Kaufmann mit einem sechsläufigen Revolver auf seine frühere Ge— liebte, welche sich während seiner Abwesenheit von hier mit einem Andern verlobt hatte, und verwundete dieselbe ober— halb des linken Auges lebensgefährlich. Mit einem zweiten Schusse durchbohrte er der auf den Knall gerbeiellenden Hauswirthin die Seite, ein dritter streifte die Multer des Mädchens an der Schulter, mit der vierten Kugel streckte sich der Mörder selbst zu Boden, so daß der Tod augen— blicklich erfolgte. Die beiden Schwergetroffenen schweben in Todesgefahr. München. Der Schwurgerichtshof der Oberpfalz ver⸗ urtheilte am letzten Samstage den Bauern Joseph Hummel von Buxlohe, Bezirksamt Hemau, wegen Mordes seiner Ehefrau zum Tode. Derselbe halte sein Weib im heurigen Sommer am hellen Mitlage in der Scheune seines An— wesens erschlagen. Nürnberg. Im germanischen Museum schreiten die Arbeiten im Neubaue lüchtig fort, so daß in den dadurch gewonnenen Localisäten schon ein Theil der Sammlungen untergebracht worden ist. In dem herrlichen großen Saale, dessen reiche Ausschmückung von dem Verein der deulschen Slandesherrn übernommen wurde, hat die Waffensamm— lung— mit Ausnahme der artilleristischen Stücke, die ibr eigenes Local erhalten— Platz gefunden. Zu weiteren Erwerbungen für die Waffensammlung haben Fürst zu Hohenlohe-Waldenburg 200 M., Fürst zu Wied 500 M., Graf Rechberg-Rothenlöwen 100 M., Graf Kufste in 500 M. gespendet. Kaschau. Wie von hier dem„Pest. L.“ berichtet wird, ist dort am 3. d., Nachmittags, die Pulvermühle Gum vierten Male seit zwanzig Jahren) in die Luft ge— flogen. Die Felder in der Nähe der Pulvermühle sind mit Trümmern bedeckt, fünf Arbeiter sind mit in die Luft geflogen. Das energische Eingreifen der Feuerwehr verhütete die Explosion der auch im Betrieb stehenden weiteren zwei Stampfen und Magazine. Petersburg. Vom Ladoga-See wird anhaltende Kälte gemeldet, ebenso der Eintritt großer Eismassen in die Newa. Der Hafen von Kronstadt ist mit Eis bedeckt; wenn die Witterung anhält, steht der Schluß der Schiff— fahct sehr bald in Aussicht. Aus alter Zeit. Die Kriege wurden noch bis in die Mitte des siebenzehnten Jahrhunderts mit barbarischer Grau— samkeit geführt. Statt Gefangene zu machen, hieb man alle Erwachsene ohne Gnade nieder, und das Eigenthum in Feindesland wurde ohne Unterschied vernichtet. Es gab besondere Brandcommissarien, welche das Anzünden der Oste besorgen mußten. — Albrecht von Brandenburg-Culmbach ließ nach wüstet. daß der schwedische General Holk in seiner * 1 ungefährer Berechnung über dreitausend niederbrennen, und man rechnet, daß bei falle der Schweden in Böhmen während des dreißig verbrannt worden sind.— Der Nürnberger Wili⸗ bald Pirkheimer, welcher als Hauptmann unter Maximilian I. in Italien diente, erzählt folgenden Zug damaliger Barbarei:„Am Ende eines ab— gebrannten Fleckens traf ich zwei alte Frauen, welche einen Haufen von etwa 40 kleinen Knaben und Mädchen wie eine Heerde Schweine vor sich hertrieben. Alle waren von Hunger so abgezehrt, daß ihr Anblick Schrecken erregte. Ich fragte, wohin man diese Unglücklichen treibe,— das sollt ihr gleich sehen, war die Antwort. In demselben Augenblicke fielen die unglücklichen Kin— der auf einer nahen Wiese nieder, um ihren Hunger durch ausgerupftes Gras zu stillen, das ste be— gierig verschlangen. Ich erfuhr dabei, daß ihre Väter und Mütter getödtet und von allen Er— wachsenen nur diese beiden Frauen am Leben ge⸗ blieben, auch daß der Kinder noch einmal so viele gewesen seten, daß aber der Hunger seit 2 Tagen die Hälfte dahin gerafft habe, was ihnen allen in Kurzem bevorstehe.“— Nach dem Prager Frieden 1635 war Obersachsen so furchtbar ver— Todesstunde im protestantischen Sachsen keinen Geistlichen dieses Glaubens finden konnte, obgleich er für Besorgung eines solchen sechshundert Reichs⸗ thaler versprochen hatte. In dem Städtchen Schindeberg bei Wittenberg hatten Pest, Hunger und das Schwert der Feinde während dieses Krieges dergestalt gewüthet, daß von den vier— hundert Familien, welche vor dem Kriege dort wohnten, in dem ebengenannten Jahre nur ein Mann und eine Frau übrig waren.— Zu der⸗ selben Zeit lag das Land so wüste, daß die herrenlosen Hunde sich in Schaaren sammelten, und, wie in Polen die Wölfe in harten Wintern zu thun pflegen, die einsamen Wanderer anfielen und auffraßen. Gleichwohl kostete fünfzehn Jahre 5 0 tschasten 5 Ein, * 8 1 jährigen Krieges jede Nacht hundert Ortschaften 1 vor Ausbruch dieses schrecklichen Kriegs das Malter Korn nur zwei bis drei Thaler, ein Häring, damals weit seltener wie jetzt, nur drei bis vier Pfennige, und ein paar Schuhe sechs Groschen. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1,50, „ ½ Dutzend 0 „ Dutzend 9 Die Exped. d. 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Nov., Morgens präeis halb 8 Uhr, Ausrücken der ganzen Mannschaft in voller Ausxrüstung. Sammlung am Spritzenhaus. Der Commandeur. Militär⸗ und Veteranen⸗ (Krieger⸗) Verein. 3613 Samstag den 11. d., Abends präeis 8 Uhr, Monatsversammlung im Henn'schen Locale. Tagesordnung: Antrag, Revision der Statuten. Wahl einer Commission zur Der Vorstand. Uachkirchweihe zu Abenstadl. 3614 Sonntag den 12. November findet gut besetzte Tanzmusik, ausgeführt durch die Kapelle Mahl, im Namen des Herrn Gastwirth Ludwig Bernhardt, bei Ferdinand Mahl statt. ist bestens gesorgt. Höflichst ladet ein Ferdinand Mahl. Betreffend: Die Generalversammlung der Sparkasse zu Vilbel(Mathildenstift) in 1876. Einladung. 3596 Zu der auf Donnerstag den 30. I. M., Vormitags 10 Uhr, anberaumten Generalversammlung werden die Mitglieder des Mathildenstifts auf's Rathhaus in Vilbel hiermit ergebenst eingeladen. Vilbel am 9. November 1876. F. d. V.-R.: Fertsch, Director. Filz-& Seidenhüte 3316 bei L. Backes. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. 22. Sonntag nach Trinit. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Stadtkirche: Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9½ Uhr: Herr Pfarrer Köhler. Abends 5 Uhr: Herr Missionar Schrenk. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Hosuhr macher und Goldarbeiter. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 46 und eine Beilage.) Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 3590 Abendunterhaltung Sonntag den 12. November d Anmeldungen nimmt Herr J. Koob, Pelz⸗ Für gute Speisen und Getränke ;blaart diem deulsch ufa andttet 5. uf 0 Run pile beglüdt unbegr Muesch dalhun dur fe silbe doch ane J det K aber Klostt daß d schläge Enisch Rüde 3 Anzah zündet don k benlrie ard angefa Haline G lie! 0 Sg der C dünne die en ohlehn kondit fla mehr Erge Defin schril harte eine 12 Part ö Die Ver Off abge wäg gelte 1 7 f 4 teranen⸗ erkin N —————: e Beilage. gberhes sischer Amzeiger. 19 504 154 Deutsches Reich. Darmstadt. Die Staatsbehörde hat gegen die Freisprechung des der Uebertretung des Kanzel“ Paragraphen beschuldigten katholischen Pfarrers Gölz von Jügesheim von dem Rechtsmittel der Appellation Gebrauch gemacht.. Berlin, 7. Nov. Der Kaiser hat heute den von Livadia eingetroffenen Militär Bevoll⸗ mächtigten in Petersburg, General von Werder empfangen. — 8. Nov. Der Kaiser hat heute Nachmittag in besonderer Audienz das Präsidium des Reichs ⸗ tags, ferner den Boischafter in Paris Fürst Hohen— lohe empfangen. Karlsruhe, 7. Nov. Prinz Wilhelm von Baden ist heute mit Familie zu längerem Aufent- halt nach Italien abgereist. Das Reiseziel ist zunächst Palermo. Der Prinz gehört als Ver- treter des 10. bad. Wahlbezirks Karlsruhe ⸗Bruchsal dem deutschen Reichstage und als solcher der deutschen Reichspartei an. Er war bei dem Zusammentritt der diesjährigen Session nebst 3 anderen badischen Reichstagsabgeordneten(Gerwig, v. Buß und Roder) nicht anwesend. Ausland. Oesterreich⸗ Ungarn. Wien. Die Zeitungs-⸗Meldung, das hiesige Cabinet habe die Pforte wegen Annahme des Waffen ⸗Stillstandes beglückwünscht, wird von unterrichteter Seite für unbegründet erklärt. — 7. Nev. Abgeordnetenhaus. Im confesston. Ausschusse drückte der Cultutzminister bei der Be⸗ rathung der Regierungs Vorlage über die Dotation der katholischen Seelsorger den Wunsch aus, die; selbe dringlich zu berathen, damit die Entscheidung noch vor der Budget Berathung erfolge. Auf eine Interpellation theilte der Minister mit, daß der Kaiser das Kloster- Gesetz nicht sanctionirt, aber den Minister zur Einbringung eines neuen Kloster⸗Gesetzes ermächtigt habe. — 9. Nov. In Regierungs⸗Kreisen verlautet, daß das hiesige Cabinet zu den Conferenz Vor schlägen noch nicht Stellung genommen. Die Enischeidung hierüber ist erst nach der morgigen Rückkehr Andrassy's zu erwarten. Zara, 7. Nov. Gestern überschritten eine Anzahl Baschibozuks die österreichische Grenze und zündeten ein Haus an, wurden sodann aber durch von österreichischen Soldaten abgegebenes Feuer vertrieben. Ein österreichischer Waaren⸗Transport ward auf türkischem Gebiete von Insurgenten angefallen und beraubt; hierbei wurde ein Dal matiner erschossen. Großbritannien. London. Sämmt. liche Blätter melden die Ernennung des Marquis of Salisbury zum Spetial- Bevollmächtigten bei der Conferenz über die orientalische Frage. — 9. Novbr. England ist entschlossen, der Türkei materielle Hülfe zu leisten, falls Rußland die englischen Vorschläge bei den Verhandlungen ablehnt. Die Integrität des Pforten⸗Gebietes ist conditio sine qua non. Keine Vergrößerung der südslavischen Staaten. Italien. Rom, 8. Nov. Nach den nun. mehr vorliegenden Meldungen gestaltet sich das Ergebniß der Deputirten⸗Wahlen folgendermaßen: Definitiv gewählt sind 269 Mitglieder der. Fort- schritts⸗Partei und 56 Mitglieder der gemäßigten Partei. In ungefähr 165 Wahl Collegien muß eine engere Wahl stattfinden; unter diesen hat in 120 die Fortschritts⸗Partei, in 45 die gemäßigte Partei dit größere Stimmenzahl erhalten. Türkei. Constantinopel, 7. November. Die Militär- Altach és der hiesigen diplomatischen Vertretungen der Signatarmächte sind mit vier Offizieren des türkischen Generalstabes nach Alexinatz abgereist. Der große Rath ist zur weiteren Er- wägung der einzuführenden Reformen zusammen⸗ getreten. — Ueber den englischen Conferenz⸗Vorschlag erfährt die„Köln. Ztg.“: Die Conferenz wird in Constantinopel von allen Mächten mit Einschluß der Türkei abgehalten und jede Macht durch zwei Bevollmächtigte vertreten werden. Die Conferenz soll auf drei Grundlagen beruhen: 1) Unabhängig- keit und Integrität der Türkei; 2) Erklärung aller Mächte, daß sie keine Gebiets- Vergrößerung suchen, noch ausschließlichen Einfluß oder Zuge— ständnisse in Handels- Angelegenheiten mit der Türkei anstreben; 3) werden für die Pacification der insurgirten Provinzen die englischen durch Elliot überreichten Vorschläge zu Grunde gelegt werden. Der„Nord“ bezeichnet die Gerüchte, daß das Conferenz- Project aufgegeben sei, als unbegründet; Rußland insbesondere bestehe auf der baldigen Eröffnung der Berathungen in Con— stantinopel auf der Basis der englischen Vorschläge und habe die Großmächte eingeladen, ihren Ver— tretern in Constantinopel Instructionen zu senden. Ignatieff solle seine Instructionen energisch auf— rechthalten, wonach eine weitgehende administrative Autonomie für Bosnien, Herzegowina und Bul- garien mit ausreichenden Garantien unter Controle der Großmächte gesordert werde. — 8. Nov. Die„Agence Havas“ erfährt, Elliot legte bereits der Pforte die englischen Con- ferenz⸗Vorschläge vor. Uebereinstimmend mit ander- weitigen Nachrichten verlautet über den Inhalt derselben, daß sie auf der Basis der Integrität der Türkei beruhen, ferner auf der der administra— tiven Autonomie der insurgirten Provinzen, wie bereits von Derby vorgeschlagen. Die Vorschläge sollen so gefaßt sein, daß sowohl Rußland wie die Türkei in der Lage sind, Gegenvorschläge zu machen. Die Antwort der Pforte erfolgt erst, sobald die Erwiederungen der Großmächte ein— gegangen sein werden; man glaubt, daß die Mächte ihre Meinungs⸗Aeußerungen so lange aus- setzen werden, bis sie sich über die bezüglichen Anschauungen Rußlands vergewissert haben. Die Antwort Rußlands ist bald nach der Rückkehr des Zaren nach Petersburg zu erwarten. Nach dem „Pester Lloyd“ bestätigt es sich, daß Constantinopel zum Conferenz- Ort bestimmt sei. Die Pforte soll verlangen, daß den Conferenz⸗Mitgliedern die Er— mächtigung zu bindenden Beschlüssen ertheilt werde. Serbien Belgrad. Wie aus Belgrad berichtet wird, reist Tschernajeff nach Rußland, hat also doch abgedankt oder ist abgesetzt worden. Das Obercommando der serbischen Armee über— nimmt Horvatovie, die Stelle des Generalstabs- Chefs Doktoroff. Ueberhaupt sollen viele Russen abgesetzt werden und sie verlassen bereits in Masse das Heer, welches außer dem Namen nach kaum mehr besteht, so reißend schnell ist dessen Zersetzung vor sich gegangen. Die Straßen und Gasthäuser auf dem Wege nach Belgrad sind vollgepfropft mit Verwundeten, heimkehrenden Russen, Flücht⸗ lingen und zur Front ziehenden Reserven. Das größte Elend bei den Bürgern und Soldaten herrscht überall. Auch will man hier wissen, daß Tschernajeff in geheimer Sendung nach Rußland gehen würde, begleitet vom Obersten Catargi, dem Oheim des Fürsten Milan. Das Land ist so darniederliegend, daß Serbien ohne Rußlands Einschreiten mit Freuden in seine alten Bezieh- ungen zur Türkei zurückkehren wird. Rumänien. Bukarest. Das„Amts- blatt publicirt den Text des zwischen Rumänien und Rußland abgeschlossenen Handels-Vertrags. Griechenland. Athen, 7. Nov. Der König ist mit der königlichen Familie in Begleitung des Minister-Präsidenten Kumunduros eingetroffen und im Piraeus wie in der Hauptstadt enthu- stastisch empfangen worden. Der König sprach vom Balkon aus für den herzlichen Empfang seinen Dank aus. Rußland. Petersburg. Authentlscher In ganz Rußland werden die Staats- Magazine gefüllt. Die Nachricht von dem Erloß eines Pferde Aussuhr-Verbots ist dagegen unbegründet; in competenten amtlichen Kreisen ist von einem derartigen Erlaß nichts bekannt, Aegypten. Kairo. In der Organisation des obersten Schatzrathes wurben Einschränkungen gemäß dem finanziellen Plan Göschen⸗ Joubert eingeführt, und da sie aufrecht echalten wurden, bestand Scialoja auf seiner Demission, die der Khedive, sein Bedauern ausdrückend annahm; an seiner Stelle wurde Romaine zum Präsidenten des obersten Schatzrathes ernannt. Amerika. New Nork, 8. November. Der Demokrat Tilden ist zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt mit augenscheinlich größerer Majorität, als die Demo- kraten selbst vorher angenommen hatten. Letzere gewannen in den von vornherein für die deme kratische Partei gesicherten Staaten viele Stimmen und behaupten, auch in Nord- Carolina, Mississippi und Wisconsin gesiegt zu haben.— Nach Be- richten aus Mexico haben der dortige Congreß und das Ober-Gericht die Wiederwahl Lerdo de Tejada's zum Präsidenten der Republik bestätigt. — 9. Nov. Die Wahl⸗Resultate von Wis- consin, Californien, Nebraska, Oregon, Süd. Caro lina und Newada sind noch zweifelhaft; Florida wählte für Tilden, dessen Wahl sicher ist. Die Majorität des Senats wird republikanisch, die der Kammer demokratisch; beide Majoritäten sind unbedeutender, als zuvor. Handel und Verkehr. Frankfurt, 8. Nov. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war gut befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 5.—6.50., Stroh per Ceniner M. 5.— 5.50. Butter 1. Oual. im Großhandel das Pfund M. 1.10, 2. Qual. M. 1.—., im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10. Eier das Hundert M. 6.—. Kartoffeln per 200 Zoll⸗Pfund M. 4—5. Mainz, 8. Nov. Producten-Markt. Wanen per Nov. 21.40, per März 22.30. Korn per Nov. 16.25 per März 16.85. Hafer per Nov. 17.50, per März 17.75. Rüböl per Mai 37.50. b. Frankfurt a. M., 9. November. Die geschäft⸗ liche Ruhe, welche seit einigen Tagen an der Börse hertscht, wurde auch heute nicht von einer größeren Thäligkeit unterbrochen, umsoweniger, als die Nachrichten über die Conferenzangelegenheit nicht sehr erbaulich klingen. Eines⸗ theils ist es der Umstand, daß der Gegensatz zwischen Oesterreich und Rußland neuerdings wieder schärfer bervor⸗ tritt und anderntheils die Forderung Englands, daß durch die Conferenzbeschlüsse die Integrität der Türkei nicht alterirt werden dürfe, wodurch das Mißtrauen in das Zustandekommen der Conserenz oder ihrer Resultate er⸗ weckt wird. Die Börse escomplirt zwar ihre Zweifel nicht vollständig und in nach der einen wie nach der andern Richtung hin zurückbaltend, documentirt aber immerhin durch wirklich abgeschwächte Course der Hauptspeculations⸗ papiere den pessimistischen Grundzug ihrer Anschauung. Creditactien bewegten sich zwischen 120/— ½ und 1208/8. Staatsbahnactien zwischen 215/—9/ und 215½. Lom⸗ barden nahe 66. Oesterr. Bahnen waren bei ruhigen Um⸗ sätzen wenig verändert, Galizier etwas matter. Von deutschen Bahnen Hess. Ludwigsbahn niedriger. Banken blieben meist behauplet, Badische und Darmstädter je ½0% böher; auch deutsche Effectenbank anziehend, Reichs- bank, Meininger und Oesterr. Nauonalbank etwas matter. Deutsche Fonds fest. Von ausländischen Fonds Oesterr. Renten und Ungar. Schatzbons II. Em. nachgebend. Oesterr. Prioritäten preishaltend oder nur um Kleinig— keiten niedriger. Von Loosen 1860er matter. Von Wechseln Amsterdam und Wien theurer, letzteres 25 Pf., London billiger. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 9. November 1876. Mf. 10 24—78 Wörns Englische Sovereigns„ 20 3338 Russische Imperiales b Holländische fl. 10-Stücke. 8„ 18 8 Ducaten.. 8 8 9 71-76 Duecaten al mareo 5 9 67-72 Dollars in Gold. 4 16-19 Ein braver Junge 3432 kann in die Lehre treten bet Bad⸗Nauheim. Spenglermeister Mittheilung zufolge ist die Ausfuhr von Hafer und Heu aus Rußland über Strzalkowo verboten. H. Kuieriem. Oeffentliche Aufforderung. 3486 Nachdem Julius Strauß in Vilbel mit seinen gerichtsbekannten Gläubigern ein Arrangement abgeschlossen hat, dessen Einsicht in der Registratur des unterzeichneten Gerichts zu nehmen gestattet ist, werden etwaige noch unbekannte Gläubiger desselben aufgefordert, Einwend⸗ ungen gegen dieses Arrangement unter näherer Angabe und Begründung ihrer Forderungen binnen 4 Wochen, vom 1. November l. J. an gerechnet, dahier geltend zu machen, widrigenfalls dasselbe ohne Kücksicht auf ste ge⸗ richtlich bestätigt und in Vollzug gesetzt werden würde. Vilbel am 24. Oetober 1876. Großherzogliches Landgericht Vilbel. Jäger. Holz- Versteigerung. 3573 Dienstag den 14. und Mittwoch den 15. d. M. soll im hiesigen Gemeindewald, in verschiedenen Distrikten, nachverzeichnetes Gehoͤlz versteigert werden: 112 Raummeter Nadel⸗Scheitholz, 289 5„ Prügelholz, 197„ Stockholz, 19408 Stück Nadelholzwellen, 25 Nadelholzstämme— 6.84 Cubikmeter Inhalt, 7 Nadelholzstangen— 0,97 Die Versteigerung beginnt jedesmal um 9 Uhr Vor⸗ mittags und zwar am ersten Tage im Distrikt„Wann“ und am zweiten Tage im Distrikte„Ameisenkopf“. Zahlungstermin am 1. September 1877. Ober⸗Mörlen am 6. November 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Möͤrlen. Je el. Oeffentliche Aufforderung. 3589 Die in Nr. 128 des Oberh. Anzeigers unter Inserat-Nummer 3464 benannten Personen oder ihre Erben wollen die bei ihren Namen angegebenen, nach dem Eintrag in den Grund⸗ oder Flurbüchern näher bezeichneten Liegenschaften veräußern, ohne ihr Eigenthum daran resp. die Zahlung des Kaufschilligs urkundlich nachweisen zu können und sind darum Eigenthums- oder sonstige An⸗ sprüche an diese Liegenschaften so gewiß binnen sechs Wochen, von heute an, dahier geltend zu machen, als sonst ohne Rücksicht darauf, die auf solchen noch haftenden Be⸗ schränkungen gelöscht, der Veräußerungsurkunde die gericht⸗ liche Bestätigung ertheilt und der Eintrag der Erwerb— titel in das Mutations Verzeichniß verfügt werden wird. Bad⸗Naubheim den 20. Oktober 1876. Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim. Hempel. Immobiliar-Persteigerung. 3615 Freitag den 22. Dezember l. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause das nachbeschrlebene, dem Heinrich Wind I. gehörende Grundstück öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 2. Grabgarten, Liebfrauengärten. Friedberg den 6. November 1876. 105. 106. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fru A. * Holz- Versteigerung. 3595 In dem Gräͤflichen Revier Wickstadt, Distrikt Abtswald, Hasenzahl und Dachsbau, werden versteigert: Donnerstag den 16. l. M. 30 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 20 Eichen⸗ 5 50 2 Buchen⸗Prügelholz, 50 5 Eichen⸗ 5 9 15 Nadel⸗ 56 1 Buchen⸗ Stocholz, 76 5 Eichen⸗ 5 12 8 gemischt 1 20 5 Nadel⸗— 160 8 Buchen⸗Reisholz, 100 Eichen⸗Reis holz, 1500 Wellen Nadel⸗Reisholz. Zusammenkunft am Forstgarten und Anfang der Ver⸗ steigerung Morgens präeis 9 Uhr. Wickstadt den 9. November 1876. Gräfliche Oberförsterei Assenheim. Schal las. r nn 3599 In der Baumschule der Gemeinde Assenheim können 99 175 500 Stück veredelte Obstbäumchen abgegeben werden. Assenheim am 9. November 1876. Großherzogliche e Assenheim. 0 3544 Niederlage 1 der 12 1 111** 143 Bockenheimer Dampfbrod⸗ Fabrik.. Ich erlaube mir hierdurch mitzutbeilen, daß ic dem Herrn Franz Stamm in Friedberg sowohl für diesen Platz als auch fur die Umgegend den Verkauf meines bestrenommirten wald. 1 brodes übertragen habe, 1 jederzeit alle Sorten von heute ab zu beziehen sind. Bockenhenheim den . November 1876. . Adolph Schönstadt. 3521 W Semaßen Preise Hü icksel-Maschinen Mark 75.— an franco jeder Eisenbahnstation geliefert. Schnittlängen, übertreffen durch Einfachheit, Wee keit und enorme Leistung fähigkeit beit sehr leichtem Gang. Garantie und Probezeit. Beschreibungen und Zeichnungen auf Anfrage franeo und gratis. Solide Agenten erwünscht, wo noch keine Vertretung. Ph. Mayfarth& Comp., Maschinenfabrik Frankfurt a. M., Baumweg Ur. 7. J. C. Vöhler's neuester und bester Con⸗ struktion, verstellbar für fünf alle bisherigen Systeme, 3179 Dampf ⸗Färberei und L Kunst⸗Wascherei Frankfurt a. 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Mts., Nachmittags 1½ Uhr/ sollen auf dem Gemeindehaus zu Groß-Karben nach⸗ benannte Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, veranschlagt zu 220 M. 50 Pf., Grundarbeit 555— Vilbel am 9. November 1876. En Bezirks⸗Bauaufseher. 369 Unterzeichneter empfiehlt sich im Reinigen von Gettfedern, sowie Waschen der Bettzenge unter Zusicherung a und prompter Bedienung. Bemerkt wird, daß durch das Reinigen der Federn Motten, Milben, sowie alle Krankheitsstoffe gründlich ent⸗ fernt und die ältesten Betten A. 2 wie neu hergestellt werden. A. Tuy in Vilbel. NB. Auch kann das Reinigen bei größeren Aufträgen im Hause des Auftraggebers geschehen. — „ Möbel Transport E E S LSE, 2 Tankfurta M.. 8 55 24 5 Bahn und 1500 Umzüge en Kad eee 1 Verzeichniß. Garantie. 3133 Arbeits⸗Versteigerung. 3601 Freitag den 17. d. M., Bei 10 Uhr, sollen auf dem Gemeindehaus zu Pebterge nachbenannte Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden: Brunnenmacherarbeit veranschlagt zu 225 M.— Pf., Maurerarbeit 25 Grundarbeit 119 5 60 1 Vilbel am 9. November 1876. B Bezirks bauaufseher. Di e Kunst- Färberei, Druckerei und Wascherei von J. Küchel in Homburg v. d. H. empfiehlt sich für alle Gegenstände der Herren und Damen— Garderobe, Möbelstoffe, Federn, Plüsche, Sammt ꝛc. und garantirt schöne, rasche und billige Bedienung. Annahme und Muster bei Herrn C. F. Schleuning in Friedberg, Herrn B. Küchel II. in Butzbach. 3077 Wollene Hemden, wollene und baumwollene Unterjacken e Unterhosen 366 zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich. 3576 Von der Kirche zu Groß-Karben können sofort 600 bis 700 Mark gegen Hypothek ausgeliehen werden. Für den Kirchenvorstand: Sartorius, Pfarrer Billards, 3368 überspielte, billig zu verkaufen. Nanette wollen. sich schriftlich unter Chiffre A. Nr. 420 an die Exped. des Anzeigers wenden. 66283.) Poliklinik sür Hautkranzke. 3555 Für unbemittelte Hautkranke bin ich täg⸗ lich(Sonntags ausgenommen) von 12½—1½ unent⸗ geltlich zu sprechen: Friedberger Landstraße 57, 1 St.— Meine übrigen Sprechstunden wie bisher von 8—9 und 2—3, Jahnstraße 42. Frankfurt a. Main, November. 1876. (8133) 1 Dr. Herxheimer. Ein Dienstmädchen, das willig und freundlich ist, auch der Hausfrau Etwas in der Kuͤche zur Hand gehen kann, wird auf Petritag nächsten Jahres gesucht. Näheres bei der N des Anzeigers. Kalender pr. 877 Landkalender dich Goch„— 18 Geschäftskalender.„ 1.— Deutscher Reichsbote.„— 40. Daheimkalende.„ 1. 50. Spinnstubee 3„ 912189. Familienkalendee.„— 50. Einsiedlerkalender.„— 40. Nieritz, Volkskalender 5 5 Lahrer hinkende Bote„— 30. Friedberg. Carl Bindernagel. 2 1— —— setzung — Bette 0 haben, Kreisa malion sie zu Schauf auf St behörd mation welche sie dis geferti vorgef oder