Er 1876. Dienstag den 11. Januar. M5. Oberhessischer Anzeiger. 8* d — N Die Vetltzell. 1 a 4 5 Erscheint jed * o wird mit 11 Pfennig 1 Artisblatt für den Areis Fritdberg. Dienstag, Dh 0 Samstag. 8 Bede an Amtlicher Theil. — Betreffend: Den Gehalt der Semeinde-Einuebmer im Kreise Friedberg. Friedberg den 8. Januar 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Lassen Sie durch die Gemeinde-Einnehmer ein Verzeichniß ibres Gehaltes nach dem hierunter folgenden Schema ausstellen und senden Sie —— uns solches binnen 14 Tagen zu. Trapp. Verzeichni ß des Gehaltes des Gemeinde-Einnehmers der Gemeinde e während der letzten 10 Jahre. Be 5 Sieg ber Pes Betrag dis ganzen Gehalts 8 Betrag der ordentlichen Einnahmen und rag Y 1 1 Jahrgang. Umlagen. cente als Gehalt. Rechnungsjahr Mark Mark. Mark. Mark. 2* N 1864 „ 1865 2 1866 1867 1868 1869 1870 1871 1872 1873 1874 Am Schlusse ist bei Protente die 10jährige Durchschnittssumme anzugeben. Betreffend: Die Ausführung des Gesezes„das Bestcuernngerecht der Kirchen- und Religions gesellschasten“. Friedberg den 9. Januar 1876 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Noch sebr wenige von Ihnen sind unstrem Auftrage in dem Ausschreiben vom 22. vorigen Monats in Nr. 10 unseres Amtsblattes nach; gekommen; wir erwarten daber, daß dies obne Verzug geschieht, gegenfalls wir genötbigt siud, gegen die Saͤumigen mit Dieciplinarstrasen vorzugehen. Leap p. 1* Betreffend: Die Statistik der Bewegung der Bevölkerung für 1875. Friedberg den 7. Januar 1876. 2 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die edangel. und kath. Pfarrämter, die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt. berg Wir erinnern an die Einsendung der Register über die Geburten, Heiratben, Sterbfälle, Zuzüge und Wegzüge, insoweit 97 dies noch nicht bereits geschehen ist. du. 9. 0. Die Einsendung der Register über die Sterbfaͤlle wolle ohne Verzug bewirkt werden. 8 1 Die Register müssen sämmtlich vorschriftsmäßig summirt und die betreffenden Spalten pünktlich ausgefüllt sein. 3, V. Tera p p. f. 2 0 i. Betreffend: Das Realienbuch von Keilmann und Würth. Friedberg den 30. Dezember 1875. Die Großherzogliche Kreis-Sehulcommission Friedberg a 16 an die sämmtlichen, insbesondere die katholischen Schulvorstände des Kreises Friedberg. — Nachdem das Realienbuch für die Oberklassen der Volksschule von Keilmann und Würth, Mainz bei J. P. Haas, mit Berücksichtigung de- . hierzu ausgesprochenen Wünsche, eine Umarbeitung erfahren hat, so hat Großberzogliches Ministerium des Innern, Abtheilung für Schulangelegenr cke, heiten, durch Ausschreiben vom 23. Dezember vorigen Jabres zu Nr. 18610 dieses Buch, bezw. dessen dritte verbesserte und vermehrte Auflage nachträglich in das Verzeichniß der in der Volksschule für den Gebrauch zuzulassenden Lehrbücher aufgenommen, wovon wir Ibnen diermit n 2 bloß. Mittheilung machen.. 4 g Betteffend: Zurüchstellung Militärpflichtiger in Folge erlaugter Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Dienst. Friedberg am 10. Januar 1876. rich g Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Kreis-Ersatz-Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. u und Nach§ 27 pos. 5 der Ersatzordnung vom 28. September 1875, Regierungsblatt Nr. 55, haben diejenigen Militärpflichtigen, welche im 4* tee] Besitze des Berechtigungescheins zum einjährigen Dienst sich befinden, ibre etwaigen Gesuche um Zurückstellung bis zum 6. Militärpflichtjahre bei — 177 derjenigen Ersatz⸗Commission anzubringen, in deren Bezirk der Militärpflichtige gestellungepflichtig ist. Da indessen nach einer Mittheilung des Civil-Vorsitzenden der Ersatz⸗Behörde dritter Instanz auf Grund des§ 159 der Militär-Ersatz-Instruction vom 26. Marz 1868 noch immer Gesuche „16 bei dieser Behörde um Zurückstellung einlaufen, die zurückgewiesen werden müssen, so beauftragen wir Sie hiermit, diese neuere Bestimmung zur 8 Kenntniß der Interessenten zu bringen und dieselben zu veranlassen, vorkommenden Falls ihr Gesuch bei der betreffenden Ersatz-Commisston einzureichen . 5 Trapp. 1 0 N b 1u˙ν 7 114 Ein ba dung. *„ Die Mitglieder der land wirthschastlichen Sectson Butzbach und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf Donnerstag den 13. Januar, ö— Nachmittags 3 Uhr, zu einer Besprechung im Rathhaussaale bier ergebenst eingeladen. Bügtli 1 Herr Dr. Heuser, erster Lehrer an det Ackerbauschulc in Friedberg, wird einen Vortrag über Kartoffelbau und die nach den neuesten 0 In Erfahrungen sich besonders empfehlen den Kartoffelsorten halten und außerdem wird die. Commission zur Besschtigung des Faselviebe durch Neuwahl „ei wieder ergänzt werden. u Bug bach, 9. Januar 1876. Sein 15 Die letzte Generalversammlung der Mathil denstistung für die Provinz Rütungen an in der Provinz vestehende Kleinkinderschule Vorslände solcher Schulen, für welche eine Subvention Bedürfnisse der betreffenden Anstalt, bis zum 1. Februar l. J. Gießen, den 5. Januar 1876. Bekanntmachung. Oberhessen hat beschlossen, daß au n, insbesondere zum zu lassen. an den Un terzeichneten gelangen des Vorstandes Namens Besten der hieran thäligen Lehrerinnen, lat r n beansprucht wird, aufgefordert, ihre Gesuche, mit möͤglichst ausführlicher Mitiheilung über die Frequenz, ch für dieses Jahr aus den Mitteln des Vereins Unter⸗ verabsolgt werden sollen. Es werden hiernach die die Millel und der Malbilden⸗ Stiftung der Provinz Oberhessen. v. Röder. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großberzogliche Regier⸗ ungsblatt Nr. 1 enthält: I. Bekanntmachung, die Aufhebung der Großherzog- lichen Commission für Postangelegenheiten betreffend. 11. Bekanntmachung, die Freiherrlich v. Weyherische Eleonorenstiftung betreffend. III Iv. und V. Uebersichten der für das Jahr 1875 genehmigten Umlagen zur Vestreitung der Communal. bedürfnisse der israelitischen Religlonsgemeinden des Kreises Büdingen und der für das Jahr 1876 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Bingen, sowie desgleichen in den Gemeinden des Kreises Alsfeld. VI. Ermächtigung zur Annahme und zum eines fremden Ordens. VII. Sbarakterertheflungen. VIII. Ruhestandsversetzungen. Darmstadt. Wie das„Tagbl.“ vernimmt, beläuft sich der Betrag der nicht rechtzeitig bis zum 31. December 1875 zur Einlösung vorge⸗ kommenen Noten der Bank für Süd deutschland auf etwa 300,000 Mark. Den strengen Vor⸗ schristen der Statuten gemäß sind diese Noten einstweilen präcludirt. Bei der Direction der Bank ist jedoch bereits ein auf Verlängerung der Einlösungs-Frist abzielender Antrag einer Anzahl Actionäre an die nächste General- Versammlung, welche allein in der Lage ist, darüber beschließen zu können, eingereicht, und es dürfte nicht zu bezweifeln sein, daß solcher Antrag von der im März stattfindenden General-Versammlung ange- nommen wird. Wer also noch auf Gulden oder Thaler lautende Noten der Bank für Süddeutsch · land in Händen hat, wird gut thun, dieselben bis nach der General- Versammlung an sich zu halten und sie nicht mit Berlust an etwaige Spe⸗ culanten zu begeben. — Der Abg. Heinzerling hat bei der zweiten Kammer den Antrag auf Einführung eines gene rellen nur einmal zu leistenden Dienst⸗ Eides für die hessischen Staats Beamten eingebracht. Es handelt sich, ausweislich der Motive, hierbei um Beseitigung einer veralteten Einrichtung, wonach bei jeder Beförderung im Amt, jedem sonstigen Eintreten in ein anderes Amt ic. bislang eine erneute Beeidigung auf lange und schwülstige Eides-Formeln stattfindet, durch Annahme des bei den Reichs Beamten aufgestellten Princips ein- maliger Beeidigung auf eine allgemein gefaßte Eides⸗Formel. Mainz, 6. Jan Gestern Nachmittag wurde Kaplan Schaider von Castel wegen angeblicher Zuwiderhandlung gegen die hessischen Kirchengesetze vom Untersuchungsrichter dahier vernommen. Berlin, 7. Jan. Prinz Fri drich Karl ist gestern Abend einer Einladung des Commandeurs des russischen Husaren Regiments„Archtirsk“ Nr. 12, dessen Chef der Prinz ist, Oberst Graf Tragen Konstantinopel im Vereine mit den Nordmächten anzuschließen. — Die„Pol. Cor.“ meldet aus hochofficiöser Quelle: Die österreichische Regierung und die ungarische Regierung haben die Verhandlungen über jene Fragen, welch zwischen den beiden Reichs hälften in nächster Zukunft zur Lösung ge⸗ langen müssen, wegen anderweitiger Regierungs- Geschäfte für kurze Zeit unterbrochen. Die Ver- handlungen werden demnächst fortgesetzt und zum Abschusse gebracht werden. Der Verlauf der bis- herigen im Geiste gegenseitiger Billigkeit geführten Vechandlungen berechtigt zu der Hoffnung, daß die den Gegenstand derselben bildenden Fragen in kürzester Zeit eine gedeihliche Lösung finden werden. — Die Gerüchte, daß die Pforte sich weigere, Andrassp's Vorschläge anzunehmen, sind mindestens verfrüht, da diese Note noch gar nicht dem Divan präsentirt wurde. Amtlich verlautet, daß selbst, wenn die Pforte sich weigere, eine militärische Intervention Oesterreichs nicht erfolge; die Pforte würde dann sich selbst und den Zufällen über ⸗ lassen, die hereinbrechen müßten. Weigerten sich die Insurgenten, das Resorm Project anzunehmen, so erfolge gleichfalls keine militärische Occupation des Insurgenten-Gebiets, wohl aber würde dann den flüchtigen Insurgenten die Gastfreundschaft Oesterreichs gekündigt und ihnen die bisher ge— währte Unterstützung entzogen — Das„Fremdenblatt“ kann auf Grund eingegangener Erkundigungen positiv versichern, daß die Sensations-Depesche des„Standard“, wonach die Reserven der österreichischen Armee angeblich einberufen worden sind, jeden Grundes entbehrt. Es wurden, wie das„Fremdenblatt“ hinzufügt, weder Reserven einberufen, noch Vor⸗ bereitungen zu einer etwa bovorstehenden Ein⸗ berusung derselben getroffen. — Die amtliche„Wiener Zeitung“ veröffent- licht die Ernennung des Domherrn Romaszkan zum armenisch-katholischen Erzbischof von Lemberg. Prag. Auf dem hiesigen Haupt-Zollamt wurde am 2. d. eine große Sendung alter fran zösischer Uniform⸗Stücke für die Herzegowina bei der zollomtlichen Abfertigung beanstandet, da die: selben als„Tuch Lappen“ declarirt waren. Pest. Die ungarische Regierung hat ein Pro- gramm ihrer Handels-Politik entworfen, welches, freihändlerisch gehalten, keine Zoll-Erhöhung zu- gestebt und die jetzigen Zoll-Sätze als Maximal- Tarife ansieht. Sollte Oesterreich die Wünsche der Schutz⸗Zöllner ausschließlich zur öconomischen Richtschnur nehmen, dann werde Ungarn auch gegen Oesterreich Schutz Zoll Linien errichten. Oesterreich soll zugegeben haben, die Zölle für Eisen⸗Waaren und Maschinen nicht zu erhöhen, Mengden folgend, auf die Besitzungen desselben zur Abhaltung von Bätenjagden nach Kurland abgereist. In etwa 14 Tagen beabsichtigt Prinz Friedrich Karl wieder nach Berlin zurückzukehren. Eisleben, 6. Jan. Bei der heutigen Landtags⸗Wahl wurde Gneist wiedergewählt. München. Die Rückkehr des Königs von Hohenschwangau nach München ist auf den 755 d. M. in Auesicht genommen.— Der Papst hat in den letzten Wochen gegen die vermeintliche Ver⸗ letzung des mit Bapern abgeschlossenen Concordats, welche in der Einführung des Reichsgesetzes zur Beurkundung des Personenstandes, resp. der Civilehe liegen soll, feierlichen Protest erhoben, und diesen Protest nicht durch seinen hiesigen Nuntius der Regierung überreichen, sondern in Rom bem bei ihm beglaubigten bayerischen Gesandten, Grafen Paumgarten, zustellen lassen. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Wien. Von Italien ist bereits die Erklärung eingelaufen, es sei bereit, sich Andrassy's Reform Project in wogegen es an der Erhöhung des Tarifs für Baumwolle und Woll⸗Waaren festhält. [Schweiz. Bern, 7. Jan. Der Bundes- rath hat heute den Conflict zwischen dem Unter“ nehmer der Gotthard: Bahn, Favre, und der Direction, betreffend die Rückhaltung der Auszahl⸗ ung für den Richtungsstollen, dahin entschieden, daß diese Auszahlung theilweise gemacht werden müsse. Frankreich. Paris. Die französische Re⸗ gierung hat ihre bedingungslose Zustimmung zu der Note des Grafen Andrassy in Wien notificirt und ihre Gesandten in London und Rom ange- wiesen, in gleichem Sinne zu wirken. Holland. Haag. General Klerck ist zum Kriegsminister ernannt worden.— Laut Meld: ungen aus Atschin vom 2. Januar haben die Atschinesen Bital, Lamterir und die Verschanzung Tökönanta geräumt. Andrassy's einen achttägigen Termin zu prüfen; dagegen fort. verproviantirt und seine Großbritannien Lon don. Der„Köln. 31g.“ wird aus Wien gemeldet: Lord Derby hat sich bei der Entgegennahme der Circular-Note bis zum 12. Januar vorbebalten, um dieselbe gründlich Italien hat gleich zugestimmt. Spanien. Madrid. Nach einem Tele- gramm vom 5. d. haben die Carlisten ihre Ar tillerie aus den Positionen um Hernani zurück ⸗ die Beschießung von Guetaria dauert Letzterer Platz ist übrigens neu Garnison verstärkt worden. — Ein Schreiben aus Tafalla meldet, daß mehrere carlistische Offiziere und Soldaten wegen Verschwörung in der Umgegend von Estella er⸗ schossen worden seien. — Der Marquis von Cabra ist mit Voll: machten des Königs Alsons versehen und mit einer geheimen Misston bei der Königin Isabella beauftragt, in Paris angekommen. Man glaubt, daß seine Sendung Bezug auf gewisse ernste Vorfälle der letzten Zeit hat, daß er die Beding⸗ ungen festsetzen soll, unter welchen die Königin in Zukunft in Spanien residiren soll. Der Zu⸗ stand dec Ex-Königin, welche bei der Pflege ihrer an den Masern erkrankten Kinder von der gleichen Krankheit befallen wurde, hat sich übrigens, nach einen Privat⸗Depesche der„A. Z.“, verschlimmert. — Die Regierung hat mehreren verbannten Generalen die Rückkehr gestattet. Portugal. Lissabon, 3. Jan. Gestern hat die Eröffnung der Cortes stattgefunden. Der König hob in seiner Thronrede das Fortbestehen freundschaftlicher Beziehungen zu den anderen Mächten hervor. Die unparteiische Entscheidung des Marschalls Mae Mahon Betreffs der Delagoa⸗ Bay habe glücklicherweise eine übrigens friedliche Differenz mit England zum Abschluß gebracht. Betreffs des Budgets sagt der König, daß der gedeihliche Zustand des Landes keine neue Steuern erfordere. Rumänien. Bukarest, 7. Jan. Fürst die Neujahrs-Festlichkeiten sind Karl ist erkrankt; in Folge dessen aufgehoben.— Ein fürchterlicher Schneesturm hat alle Communication unterbrochen. Türkei. Konstantinopel, 5. Jan. Der Londoner„Hour“ wird von hier telegraphirt: „Eine ernstliche Verschwörung ist eben an's Licht gekommen. Eine große Anzahl von fanatischen Türken, geleitet von einem hochgestellten Beamten, der der alttürkischen Partei angehört, bat sich vereinigt, um in einer bestimmten Nacht die christ⸗ liche Bevölkerung von Constantinopel zu ermorden. Die Polizei hat einige Verhaftungen vorgenommen. — Der frühere Botschafter, Ali Pascha(auch Mitglied des Executivrathes), ist zum General- Gouverneur der Herzegowina ernannt an Stelle Raouf Pascha's, der als General-Gouverneur nach Kreta geht. Der Gouverneur von Serajewo, Ibrahim Bey, ist zum General- Gouverneur von Bosnien ernannt. ö Aus Stadt und Land. Gießen, 7. Jan. Der Schwurgerichtshof der Provinz Oberhessen bat in den bereits verhandellen Anklagesachen erkannt: Am 3. Jan. gegen Heinrich Oechler III. von Hie wegen Diebstahls, Gefängnißstrase von 4 Monden. Am 4. Jin. gegen Margaretha, Chesrau des Ferd. Mahl, geb. Grün, von Ilbenftadt, wegen Urkunden⸗ fälschung, Gesängnißstrase von 6 Monaten. Am 5. Jan. getzen Johs. Loos von Ober⸗ Rosbach wegen Diebstahls, Gesängnißfrase von 5 Monalen. Am 6. Jan. gegen Johs. Krämer II. von Leusel und Johs. Hartmann von da wegen angeschuldigten Meineids,— nachdem die Ge⸗ schworenen ein„Nichischuldig“ ausgesprochen hatten— auf Freisprechung. Am 7. gegen Johs, Scheibel XV. von Ober⸗Möclen, wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit, Gesängnißstrase von 14 Monaten. Es werden weiter solgende Anklagen zur Verhandlung bezw. Aburtheilung kommen. Den 10. Jan., Vorm. 9 Uhr, gegen Marg. Löffler von Gelnhaar wegen Diebstahls. Vereih. Adv. Dr. Schwarz. Denselben, Vorm. 11 Uhr, gegen Johs. Chriß. Bach von Ober⸗Seemen wegen Oiebstahls, Ver th. Adv. Dr. Rosenberg. Den 11. Jan. Vorm. 9 Uhr, gegen Joseph Stieber von Boxberg wegen Diebstahls, Verth. Adv. Dr. Muhl. Den 12. Jan., Vorm. 9 Uhr, gegen Johg. Schiebelhuth's Ehefrau von Lauterbach wegen gezogen, Fan Prästdium bahler 4 farben. und pater Krankseil derselden z. Clesern⸗ Oel Nie in den laß Rnechle, zu einer 0 zu etschwin sich maden wo die Pr det Ost P. 4 dazu einen der Dienst so at 250 irgend kon Oliedern z mußte, dem zu beißen, Arbeits tu dursie, it Hiesiungs⸗ det Cabes leicht gu und davon 1 des götter Schaden d 4 ndwiclb Wuen, große* lassen. und Da Ttupp eingelrof Ern w. nahmen sondetlich und ging. untet. Frei Stlzung len ver b lralbeie Blut- Sch: lungen d 11 Angekla g unngsürhie Auzeige Juclbaus nß⸗Strase 1 Balti 1 Lmdeseule 0 wunen. läßt ung Alübsral, den Atte jedem Tan iht zu mn Datum lich dor 0 wenlasen, Jaeiten an 1 wanderun then, 0 * 2 . 1 . — — Kuppelei, Vertb. Abv. Dr. Mubl. Den 13. und 14. Im. jedesmal Vorm. 9 oc, gegen Adam Spieß von Stein- berg wegen Diebflahls, Vertb. Adv. Dr. Echslein. Den 15. Jin, Vorm. 9 Uhr gegen Cytist. Geisel von Stein⸗ fur wegen Uckundensälschung, Diebsabls und Beteugs. Verth. Adv. Lauer. Denselben, Vorm. 11 Ubr, gegen Korg Adam Schaad, Briefträger von Laubach, wegen Verbrechen im Amie, Verth. Adv. Labroisse. Messel, 6. Jan. Heute wurde dereits das dritte Krokodil in dem dengchbarten Kobleulager gefunden, wiches indessen etwas weniger gut erhalten war, wie das zueest gefundene.— Es gehen eben läglich zwet Waggons init Kohlen ven bier ab und glauben wie nach den neuesten Kesultaten dem Unternehmen ein sehr günstiges Pro⸗ guostikon siellen zu konnen. Groß⸗Umstadt, 7. JI. Bei der beute statigefun— denen Abstimmung über Einfübrung der Communalschulen wurden 5 Stimmen dafäc und 23 dagegen abgegeben. Worms. Die Schülerzabl des biestgen Gymnasiums ist dermalen auf nabezu 400 gestiegen. Allerlei. Frankfurt. Nach einer Veröffentlichung des Polizei⸗ Präsidiums sind vom 1. November bis zum 6. Januar dahier 99 Personen an den Blattern erkrankt, von welchen 4 starben. Personen, welche in den Kinder-Jahren geimpft und später nochmals geimpft wurden, blieben von dieser Krankheit verschont. Um einem weiteren Umsichgreifen derselben zu begegnen, wird vom nächsten Dienstag ab im Clesern⸗Hof eine Impf⸗Station errichtet. Kaiserslautern. Die Lan dwiclhe der Pfalz haben in den letzten Jahren einen schlimmen Stand gehabt: Knechte, Mägde, Tagloöhner steigetten ihre Forderungen zu einer Höhe, daß die Auslagen dafür fast nicht mehr zu erschwingen waren. Einen Begtiff davoeg kann man sich machen, wenn man hört, daß selbst in der West-Pfalz, wo die Preise immerhin etwas niedriger sieben, als in det Ost⸗Pfalz, in diesem Jahre ein Knecht 200 fl. und dazu einen halben Morgen Kartoffeln fertig destellt von der Dienst Herrschaft bekam, und daß für kommendes Jah; so sat 250 fl. sammt Anbängsel gefordert werden. Wer irgend konnte, suchte sich mit den eigenen Famistien⸗ Gliedern zu behelfen; wer aber zu fremden Leuten greisen mußte, dem blier nichts übrig, als in den saueren Apfel zu beißen, und dazu war die Arbeit oft schlecht, und die Arbeits⸗Leute dabei se anspruchsvoll, daß man kaum wagen durfte, sie zu tadeln; sie fanden in den Fabriken, bei den Festungs⸗ Bauten zu Straßburg, Metz und Mainz, bei der Egtiestigung von Landau, beim Eisenbahn-Bau so leicht guten Verdienst, daß si: deim geringst Anlaß auf und davon gingen und durch ihr Verschwinden inmitten des größten Arbeits ⸗Dranges den Landwirthen oft großen Schaden brachten. Da verfiel nun neuctlich eine Anae! Landwirthe im Westtich auf den Gedanken, sich aus Ost⸗ Aenderung der Zustände ist in den ersten sechs Monaten nicht zu denken, und nach Ablauf dieser Frist ist es frag⸗ lich ob dann eine Besserung eintreten wird.“ Handel und Verkehr. Grünberg, 8. Januar. Die Pieise auf unsetem bauligen Fruchimarkie beiragen: Waizen(50 Kilo) 10 M. 29 Pf.; Korn(50 Kile) 8 M. 25 Pf.; Gerste(50 Kilo) 8 M. 10 Pf.; Hafer(50 Kile) 8 M. 29 Pf.; Molter (50 Küls)— MN.— Pi.; Erbsen(50 Kilo) 10 M. 90 P..; Linsen(50 Kito)— M.— Pf.; Samen(50 Kto) 14 M. do Pf.; Karxiosseln(50 Kile)— M.— Pf. Frankfurt, 8. Jan. Der beutige Heu-und Stroh marki war sehr gun befahren. Heu kostete je nach Qual. per Ceninet Mk. 45.60. Stitob per Ceniner Mk. 3—4. Zutter im Großhandel 1. Qual. das Pfund 97 Pf., 2. Qual. 86 P., 1. Qual. im Kleinhandel das Pfune M. 1.9, 2. Qual. 97 Pf. Taselbutter M. 1.20. Cier alienische, das Hundert M. 8.20, frische M. 6.86, Kalk⸗ Cier M 5.48. Mainz, 8. Jauuar. Producten⸗Marktl. Waizen per Närz, 20.85, per Mai 21.—. Roggen per März 15.65 per Mai 15.75. Haser per März 17.55, pec Mai 17.58 Atüböl per März—.—. pet Mai 35.50. Mardurg, 7. Januar. Der heutige Wochenmarkt wat gering desucht. Butter kosteie pet Pfund 9—9½ Sgr., Eier per Stück 10—11 Hit. Käse per Stück 10— 12 Hl., Pasen per Stück 1 Thlr. 5 bis 10 Sg. Hahne per Stick 15—20 Sgr., Hühner per Stück 7—10 Sgr. Das Publikum wird vor der Annahme der neuen Noten der Braunschweiger Bank, der Sächfischen Bank in Dresden, der Rostocker Bank gewarnt. Dieselben unterwerfen sich dem Bankgesetz nicht und sind nach § 57 des Bankgesetzes außerhalb ihres Concesstonsge⸗ dietes bei Strafe verboten. Verloosungen. Darm stadi. Oessischen 50 fl Loose wurden folgende Rummern mi achttehenden Preisefl gezogen: Nr. 123537 120 000 fl., Ni, 64566 50,000 f., Ne. 125186 20000 fl., Ne. 41992 4000 fl., Nr. 26207, 43792, j 2000 fl., Nr. 30778, 31378, 35672, 69283, 87167 107798, 121809, jc 1000 fl., Nr. 14670, 19490, 31551, 32622, 46049, 39249, 59479, 69953, 78673, 92461, 104805, 113976, 121142, 123847, 129843 je 500 f. Oestert. Credit fl. 100 ⸗Loose von Jahre 88589, 89125 1858. Serien- und Ceomn-Zubung vom 3 Januar 1876. S. 66 171 725 1243 1512 1727 2230 2342 2477 2523 3501 3529 3637 3698. Gewinne, S. 2235 Ne. 63 fl. 200,000. S. 7250 Ne. 59 fl. 20,000. 3037 Nr. 99 fl. 40,000. 1243 Nr. 4 —. —. Preußen, we unter der ländlichen, Arbetter⸗ Bevölkerung] 80 a fl. 5000. S. 225 At. A8, D. 2529 Ar. 42 große Auswanderungslust herrscht, Arbeiter kommen zu fl. 000.*. 1727 Me. 90, D. 2342 N. 48, S. 2522 Nr. lassen. Sie wandten sich an einen dortigen Agenten F fl. 1500.. 171 Ar. 8, S. 1512 Ne. 30, 5 und Der besorzu es. Um Weihnachten ist ein starket 3949 Nr. 44, S. 36907 Ar. 60 u fl. 1000. S. 6e Nr. Trupp preußischer Ar delter in der Gegend eingetroffen. Als die einheimischen Arbeiter sahen, daß es Ecnst wurde, daß die Preußen mit 40 Thaler vorlieb nahmen und bei tüchtiger Arbeit im Essen keine so ab- sonderlichen Ansprüche machten, gaben stie's auch billiger und gingen gleich um 100 fl. mit ihrer Forderung her⸗ unter. Freiburg i. Br. In der letzten Schwurgerichts⸗ Sitzung ist ein in den Annalen der Criminal-Geschichte selten verzeichnetes Verbrechen bestraft worden. Der ver- betiralbhete Georg Bener und dessen Multer waren der Blut⸗Schande angeklagt und wurden durch die Verhaund⸗ lungen dieses Verbrechens Überwiesen. Die Frau des“ Angeklagten batie in einer Ehe ⸗Scheidungs Klage das unnafürliche Verhältniß zwischen Mulier und Sohn zur Anzeige gebracht. Die abscheuliche Mutter erhielt ein“ Zuchthaus⸗Strase von 10 Jahren, der Sohn eine Gesäng niß⸗Strase von 7 Jahren. 4 Baltimore. Von hier wird der„K. 3.“ geschrieben: „.. Ich sehe es als meine Pflicht an, meine deulschen Landsseule vor der Auswanderung nach Amerika zu warnen. Die Arbeitslesigkeit in den Vereinisten Staaten läßt uns nur mit Bangen in die nächste Zukunst blicken. Allüberall, wohin wir uns wenden, sehen wir Tausende von Arbeitern beschäftigungs⸗ und brodlog. Und mit jedem Tage führt uns die Einwanderung neue Arbeils⸗ scräfte zu, die natürlich, wenn nicht reichlich mit Geld- mitteln versehen, der bittersten Noth entgegengehen. Warum wird in letzterer Hinsicht nicht in Europa öffent. lich vor der Auswanderung nach Amerika gewarnt, oder wenlkastens die Verschiebung solcher Pläne auf gelegenere Zeiten anempfohlen? Nur die Gewissenlosigkeit von Aus⸗ wanberungsagenten kann zur Uebersiedelung nach Amerikz rathen, In den Städten des Ostens sind die Arbeiier schon seit Monaten beschäftigungslos, und viele sristen mit! ihren Familien ein kummervolles Dasein. Dabei sind alle öffentlichen Wohlihätigkeits⸗Anflalten mit Neihleidenden überfüllt, und die Privat-Mildthäligkeit ist in unechörtet Weise in Anspruch genommen. Die Berichte aus dem Weslen entwerfen ein eben so trauriges Bild. Die Ernte von Landstuhl war sehr schlecht. Die Fabriken sieben meistens sill, der macher dahier, Sohn des abwesenden hies. Bürgers Landmann beschränkt sich auf die Hülseleistung der Glie⸗ der ber eigenen Familie, nehmen gezwungen ist, kann ser sie für Kost und Logis und sehr geringen Lohn in reichster Auswahl haben.“ Bau⸗ lernehmungen liegen ganz darnieder, ebensowohl in b Slädten die Aufführungen von Gebäuden, wie die An— lage von Eisenbahnen, und nicht anders steht es in den Bergwerken und Kohlengruben. An eine wesentlich günstige 37 60 81 99, S. 171 Nr, 10 90, S. 735 Nr. 95 99 1243 Nr. 75 94, S. 1512 Nr. 2 64 S0 91, S. 1727 Ne. 3 90 92, S. 2285 Nr. 53 62, S. 2342 Nr. 80 91, 100, 2477 Nr. 7 32, S. 2523 Na 3 12 48 52, S. 3501 Nr. 20 98 100, S. 3520 Nr. 67 79, S. 3637 Nr. 48, S. 3698 Nr. 11 14 29 52 2 fl. 400. Auf alle übtugen in vorstebenden enthaltenen und hier nicht aufgefübrten Nummern entfällt der geringsie Gewinn von fl. 200 ö. W. Hermzahlung am 1. Juli 1876. . — Zur Verwendung für das hiesige Bürger⸗Hospital sind wetter folgende Gaben eingegangen, deten Empfang wir dankend bescheinigen. Von den Herren: Pfarrer Bor⸗ nagius in Fauerbach b. Fr. 2 M. und W. L. dahier 2 M., Von Fräulein Helene Groß 2 M., Frau Prof Rößler 1 M., Fran Director Schwabe 1 M., Frau Mina Müller 2 M., Frau Geh.⸗Rach Trapp l M., Frau Prof. Deffenbach 1 M., Fräulein Franz. Rennert 3 M., Frau Hansmann von Kassel 2 M. zerner erhielten wir von Frau Dr. Trapp 4 neue Hemden, von Herrn Medieinal— tatih Dr. Lorenz 4 Flaschen Wein, von Ungenannt einen Topf Lalwerge, von Frau Fabeikant Roßbach 4 Flaschen Wein, von Frau Schuhm cher Weckerling Geünes u. dgl., von Frau Schreiner Flank, Latwerge und getrocknete Zwelschen, von webrüder Preußer einen Sack Kartoffeln und Gemüse. Friedberg den 8. Januar 1878. Für die Armen ⸗Commisslon: Meyer. Foucar. Kirchenbuchsauszug. Evanugelische Gemeinde. Getraute: Den 26. Dez. Johann Georg Daniel, Portefeuille— Arbeiter zu Offenbach, Sohn des das Bürgers u. Wagners Johann Georg Dantlel und Susanna Dorothea Jost, Tochter des hies. Bürgers und Fuhrmanns Christoph Jost. Den 26, Dez. Heinrich Wühelm Georg Heck, Schuh⸗ Johann Hartmann Heck und Margaretha Elisabetha und wenn er wirklich Arbeiter zu Katharina Karoline Ritzel, Tochter des verst. Oroßh. Kreisveterinärarztes Dr. Christtan Ritzel. Den 30. Dez. Karl Adolf Thumm, Landwirth zu Pforzheim und wohnhaft dahter, Sohn des Landwirths Bei der forigesetzten Ziehung der Gr. S. 3637 Nr. Getaufte: Den 26. Dez. Dem Polizeiviener Fr. Fourter eine Tochter Emma, geb. den 17. Neb, 1875. Den 26. Dez. Dem hies. Bürger und Mehgermelster Wilb. Neuß ein Sohn Jakob, geb. den 13. Nov. 1875. Den 26. Dez. Dem hies. Arbeiter Wilh. Schmidt eine Tochter Marie, geb. den 10. Nov. 1875. Den 26. Dez. Dem Großh. Kreis bauaufseher Friedr. Heinrich Habermehl eine Tochter Antonie Charlotte Emma, geb. den 26. Okt. 1875. Beerdigte: Den 4. Jan. 1876. Maria Katharina Müller, Wittwe des in Amerika verst. Franz Müller, alt 42 J. 11 M. 7 T., T den 2. Jan. 1876 Auszug aus dem Civilstandsregister der israel. Religions- gemeinde zu Friedberg. 18173. Getraute: 13. Jan. Der hiesige Bürger Moritz Pappenheimer mit Nanny Hirschhorn, Tochter des Kaufmanns S. Hirsch⸗ horn hier 20. Jan. Emanuel Stabl, hiesiger Bürger und Fabrikant mit Emma Schaumberg, Schaumbergs Wittwe zu Kassel Geborene: 28. Febr. Dem biesigen Bürger und [kanten Moritz Löser ein Sohn Eduard. 19. März. Dem hiesigen Bürger und Fellbaͤndler Leopold Aron ein Sohn Arthur 20. März Dem hiesigen Bürger und Fruchthändler [Elias Meyer eine Tochter Selma. 18. Mai. Dem biesigen Bürger und Simon Strauß ein Sohn Hugo. Tochter det Moses Liqueurfabri⸗ Fruchthändler 28. Juni. Dem biesigen Bürger und Fellhändler [Leopold Arnstein eine Tochter Clara 2. Juli. Dem hiesigen Bürger und Fellhändler Mever Arnstein eine Tochter Lina. 6. Aug. Dem biesigen Bürger und Fruchthändler Meyer David Löb ein Sohn Sally. 20. Aug. Dem biesigen Bürger und Fruchthändler [Moses Rothschild eine Tochter Bertha 28. Sept. Dem biesigen Bürger Abrabam Hammel eine Tochter Ida 15. Okt. Dem hiesigen Bürger Jacob Stern eine Toch Jenny. 17. Nov. Dem n Bürger Emanuel Stern ein Sohn Albert 4. Dez. Dem biesigen Bürger und Meßger Moses Notbschild lius. ein Sohn Juli und Gerbermeister und Fruchthändler und Fabrikanten 23. Dez Dem biesigen Bürger und Geldmakler Jakob Goldbeck ein Sohn Ludwig Gestorbene: 26. Jan. Joseph Strauß, Söhnchen des hiesigen Bürgers und Fruchthändlers L. H. Strauß. 26. Febr. Jacob Usenbeimer, hiesiger Einwohner und Fruchtmak er, 58 Jahre alt 24. Mal. Moses Appel, hiesiger Einwohner und Metzger, 64 Jabre alt 24. Mai. Johanna Fürth, Tochter des hies. Bürgers und Kaufmanns Ludwig Fürth. 3. Sept. Gottschalk Simon's Wittwe von Fauerbach 91 Jabre alt. 2. Nov. Der biesige Bürger und Kaufmann Hirsch Grödel, 57½ Jahre alt. 8. Nov. Jette Neuhof, Wittwe des verlebten Buch⸗ binders Hirsch Neuhof, 67 Jahre alt. 17. Nov. Des hiesigen Bürgers und Meßzgers Ben⸗ jamin Adler's Ehefrau, geb. Hirsch, 22. Jahre alt. 24. Nor Der hiesige Bürger und Schuhmacher Wolf Buchsweiler, 60 Jabkre alt. Mobiliar-Versteigerung. 11 Donnerstag den 13. Januar 1876, Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in der Behausung des Meßzzer⸗ meisters Heinrich Gerth dahier folgende Modiliar⸗ gegenstände gegen gleich baare Zahlung verstetgert werden, als: Wirthstische, Bänke, Stühle, 1 Büffet, Bettstellen Kleiderschränke, Commoden, 1 Wanduhr, Splegel Kleider, Weißzeug, Küchengeräthschaften, Metzger⸗ bandwerksgeschirr u. s. w Friedberg den 28. Dezember 1875. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. er. 2 Submission Die Lieferung von eireg 60 Meter hanfenen Schläuchen für zwel Feuerspritzen der hiesigen Gemeinde soll auf dem Submisstonswege vergeben werden. Hierauf Reflek⸗ tirende wollen ihre desfallsigen Offerten nebst einem Muster bis zum 20. d. Mis. portofrei an uns gelangen lassen Rodheim v. d. H. am 7. Januar 1876. Großherzogliche Bürgermeisteret Rodheim. IS ei 130 Ein Bäcker, der am Ofen bestehen kann, wird gegen guten Lohn 69 Christeyb Friedr. Thumm und Emma Elisabeth Zimmer, in eine Bäckerei nach Friedberg gesucht; auch kann an mann, Tochter des abwesenden hies. Bürgers und Weiß bindermelsters Wilhelm Zimmermann. die Bäckerei verpachtet oder käuflich Naͤheres bet der Exped. d. Anz denselben später übergeben werden. Versteigerung eines Pferdes. 139 Mittwoch den 12. Januar d. J., Nachmittags 2 Ubr, soll an hiesigem Rathhaus ein Pferd gegen Baarzahlung versteigert werden. Frledberg den 7. Januar 1876. Großherzogliches Ortsgericht Frledberg. Fouecar. era kad un g. Ansprüche jeder Art an den bedeutend überschuldeten, 60 Mark 70 Pf. betragenden Nachlaß des zu Helden. bergen verstorbenen Schreiners Johannes Seitz sind im Termine Mittwoch den 2. Februar d. J., Vormittags 9 Uhr, i sogewiß dahier geltend zu machen, als sonst Verzicht unterstellt und der Nachlaß unter den sich Meldenden zur Vertheilung gebracht werden wird. Vilbel am 7. Januar 1876. Großherzogliches Landgericht Vilbel. 8 Holz- Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. Dienstag den 18. Januar soll im Distrikt Fuchsstrauch, eirca ¼ Stunden von biesiger Eisen— dahnstation, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 136 Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen. Buchen⸗ 9 10 46 600 Eichen⸗ 47 57 88 1150 Kiefern⸗— 10 26 470 Ferner 39 Eichenstämme von 26— 86 Centimeter Durch⸗ messer, bis zu 14 Meter Länge mit 56,94 Kubikm. Inhalt, darunter 21 schwerere Klötze mit 45,78 Kubikmeter Inbalt, 93 Kiefernstämme von 17-38 Centimeter Durch. messer, bis zu 20 Meter Länge mit 56,69 Kubikmeter Inhalt, 1 Buchenstamm mit 2,27 Kubikmeter Inbalt und 16 Fichtenstangen mit 2,% Kubikmeter Inhalt. Die Zusammenkunft findet Morgens 10 Uhr an der Eisenbahn im Fuchsstrauch statt und wird zuerst das Buchen⸗ und Eschenholz, Nachmittags das Kiefernholz versteigert. Lich, 6. Januar 1876. 2 Wimmenauer. Garten-Verkauf. 93 Mein in der Vorstadt zum Garten gelegener Grab⸗ garten, 145[◻0Klafter haltend, mit vielen Obstbäumen bepflanzt, ist aus freier Hand unter günstigen Zahl⸗ bedingungen zu verkaufen. Friedberg am 5. Januar 1876. Conr. Walther Wittwe. Versteigerung. 85 Donnerstag den 13. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, läßt Unterzeichneter in seiner Behausung nach⸗ folgende Gegenstände öffentlich gegen gleiche baare Zahl⸗ ung versteigern: 3 Pferde, 8 trächtige Kühe, 1 Rind, 12 Stück Schafe, 2 schwere und 1 leichten Oeconomie⸗ wagen mit vollständiger Rüstung, 6 verschiedene Pflüge, 3 Eggen, 1 Ackerwalze, 1 Putzmühle, 1 Rangenmüßhle, 1 Häckselbank, sämmtliches Pfervegeschirr nebst Acker⸗ geschirr, 100 Centner Roggenstrob, eine Parthie Waizen⸗ und Haferstroh, Heu, Grummet, Rangen, Kartoffeln, circa 30 Wagen Mist und sonstige Oeconomiegeräthschaften. Gonzenheim den 5. Januar 1876. Philipp Heinrich Schudt. * 1 2 V t 1 Mobiliar-Versteigerung. 92 Mittwoch den 12. d. M., Vormittags 9 Uhr, läßt die Unterzeichnete in ihrer Behausung verschiedene Mobiliargegenstände, namentlich: J Bettstellen, 1 Clavier, 1 Küchenschrank mit Aufsatz, 1 Anrichte, 1 Wasserbank, 1 Waschbütte, 1 Regenfaß, 1 Schweinetrog, diverse Stühle und sonstigen Hausrath, Gartengeräthe ꝛc. ꝛc. öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigern. Friedberg am 5. Januar 1876. Conr. Walther Wittwe. 128 Die bequemste und billigste Betriebskraft erzielt man mit der Gaskraftmaschine von Langen& Otto denn sie ist ohne Vorbereitung sofort in voller Kraft thatig, bedarf keiner Aufsicht und ist ganz gafahrlos. Zieht man noch in Betracht, dass dieslbe sehr wenig Raum beansprucht und keine besonderen baulichen Vor- bereitungen bedingt, so kann dieselbe jeden Gewerb- treibenden empfohlen werden Wenige Silbergroschen per Tag genügen, um sich damit eine grosse Arbeits- kraft zu verschaffen Durch die alleinige Niederlage fertiger Maschinen bei Klimsch& Co. in Frank- furt a. M. sind solche Maschinen rasch und zu Original- preisen zu beziehen.— Prospecte und alle Auskunft gratis.(H. 65.) Das Nebenhaus der Dr. Henkelmann'schen Hofraithe in der Burg, 5 Zimmer mit allem Zubehör, von Frl. Ropiquet bisher bewohnt, steht, am 1. Mai beziehbar, zu ver⸗ msethen. Näheres bei Bitsch, Rendaut. 134 13 Versteigerung. Dienstag den 11. Januar 1876, Vormittags 9½½ Uhr, sellen wegen Aufgabe der Posthalterei 10 Pferde, 7 Paar leichtere Geschirre, FCbhaise öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 28. Dezember 1875. 64 S. von Helmolt. 2 schwere Kühe, 87 fehlerfrei, 3 Jahre alt, Rothschecke, hochträchtig, stehen wegen gänzlicher Aufgabe der Oekonomie zu verkaufen bei Berstadt. C. B. Eichelmann. Winterhandschuhe 146 und Stanchen in schoͤner Auswahl billigst bei K. Friedrich. Kalender pro 1876. Doheimkalender. M. 1. 50 Pf. Vanilientalend en— 30 Spinnstubee„„ Hessischer Hausfreund„— 25„ Gustav-⸗Adolf⸗Kalender.„— 25, Landkalende 312, —— ducchschossen„— 18, Lahrec Hinkende Bote.„— 30, Deutscher Reichs bote.„— 30, Katholischer Bilderkalender.„— 30, Friedberg. Carl Bindernagel. 135 Ein großes Fischexportgeschüft in Schellsisch, Hecht, Dorsch ꝛc. sucht in jedem Orte(auch in Dörfern) Commissions⸗Niederlagen gegen eine Verkaufsprovision von 5— 10 Pf. per Pfund zu errichten. Offerten mit Referenzen sub H. 087 bef. die Annoncen⸗ Expedition von Haasenstein 8 Vogler in Hamburg. 143 Chocoladen der Kalserl. Königl. Hor-Chocoladen-Fahrik: Gebrüder Stollwerck in Cöln, wegen vorzüglicher Qualität allgemein bevorzugt, befinden sich auf Lager in Friedberg bei Wilh. Bernbeck, in Reichelsheim bei Chr. Lang- heinz, in Rockenberg bei Apotheker F. Sames. Zwei gute Zughunde find zu verkaufen. Näheres zu erfragen bei Wirth Werner in Nieder-Erlenbach. 86 Eine kleine Cigarrenspitze von Bernstein wurde am Sylvesterabend auf der Kaiser— straße dahier verloren. Der redliche Finder wird ge— beten, die selbe an die Exped. d. Anz. abzugeben. 88 3 bis 4000 Mark Kapital will die Saline-Knappschaftskasse auf gute Gelände— Hypotheken zu 5% ausleihen. Kapitalsuchende, welche hierauf xeflektiren, wollen direkt(nicht durch Makler) mit mit verhandeln. Bad⸗Nauheim den 6. Januar 1876. Nebhutb, 109 Großh. Saline-Rentmeister. Im Waschen und Bügeln im Hause empfiehlt sich Frau Dina Probst, geb. Rausch, Badgasse. Steinkohlen bester Qualität 81 * la mel. stückresiche Flammkohle per Ctr. N Gefleb. Stückkohle per Ctr. A M. 1. 25 Nuß⸗ und Knabbelkohle per Etr. à M. 1. W Gesieb. Schmievdekohle per Ctr.. Bei vorheriger Bestellung ab Bahnhof hier Ia. mel, stückreiche Flammkohle pr. Ctr. à M.— 95 offerirt Fried. Avenarius, 72 Bad⸗Nanheim, Hauptstraße Nr. 308. Freiwillige Bürger⸗Feuerwehr. 140 Mittwoch den 12. Januar Abends 8 Uhr Generalversammlung im Windecker'schen Lokale. Der Commandeur. Hotel Schott, Friedberg. Vielen Wünschen nachkommend, habe ich meine Wirth⸗ schafts⸗Lokalität, wie früher gewesen, herstellen lassen in der Hoffnung, daß meine Freunde und Bekannten recht oft Gebrauch davon machen. Weine guten und billigen Weine sind bekannt. IJ. Schott. Nicht zu übersehen! Meinen verehrten Kunden zur Nachricht, daß ich an keinem Platze persönlich erscheinen kann um die Matzen⸗ bestellungen entgegen zu nehmen und werde ich, wie auch voriges Jahr, alle, die nicht direkt abbestellt werden, für wieder bestellt erachten. Bisses am 30. Dezember 1875. Z. Naumann, väcker. 144 C. F. Walz. 131 Frische Schellfische“ Zur gefälligen Beachtung. Im Interesse der Gesundheit und— des Geld- dürfte das sogenannte besser gereinigt sein. Gas fabrik N 5-600 Centuer Braunkohlen 129 können bei Unterzeichnetem käuflich abgegeben werden. Weckesheim. H. Schleuning. Prima-Flammkohlen 142 bei Abnahme von 25 Centner 1 Mark per Sentner. Ph. Dan. Kümmich. 60 Centuer Hen zu» rkaufen bei Gärtner Schortmann, Vorstadt. Ein Dienstmädchen auf Petritag gesucht. Von wem? sagt die Eppedition des Anzeigers. 84 Visitenkarten 141 beutels der Consumenten 145 in Buchdruck: 28 versch. Sorten, per 100— M. 1. 40 in Lithographie: 21 5„„ e in Lithographie mit Verzierungen oder Faesimile: per 100 f Carl Bindernagel. Freunden und Bekannten hiermit die schmerz— liche Mittheilung, daß es dem Allmächtigen ge⸗ fallen hat unser innigstgeliebtes Töchterchen g Emilie Ritzel im Alter von 21 Monaten nach[Atägigem Kranken- lager zu sich abzurufen und sagen wir zugleich für die vielen Beweise großer Theilnahme unsern innigsten Dank. Friedberg. 133 Die trauernden Eltern: Friedrich und Marie Ritzel Todesanzeige und Danksagung. Nach dem Ralhschluß des Allmächtigen verunglückte unser lieber ältester Sohn, Bruder und Schwager Heinrich Karl in seinem 24. Lebensjahre am 4. d. M. in der Lehmgrube zu Fauerbach b. Fr. Unser Schmerz ist groß, doch wir trösten uns dessen, daß der Herr Alles wohl macht.— Allen Denjenigen, die zur Rettung des Verunglückten so hülfreich Hand boten, besonders dem uns Un— bekannten und Herrn Müller Dietz, sowie Allen, welche dem Verunglückten die letzte Ehre erzeigten, sagen nefgefühlten Dank Nieder Florstadt den 8. Januar 1876. Johannes Friedrich Treut, Zimmermeister, 137 und trauernde Familie. eee eee eee Berantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlog vor carl Bindernagel perdtn sel beit! und dit el unsehlbat g geltessen In vogtgen pollen ihr 511 Die dienen. 24 der E von 1879 der Eisat Distimmu ung d Dien in den 5 Uce werben 7 Aufschluß. 1 8 17. Lebene rechts pan dringen. 28 belen Bein 30 K neten Piät jahrts gr d. tin Eu n Lertitwiüin Dienstzen N welchte für und biber Lult burg Sümm. iche 4*