mn n Fried g Mieder bel * 8 — Spiel, N 6 Sauptfiagen, teressen in Sede 25. . b den Badnbose. wahl 91 Serttt Möbeln, nel, Aulicht Bet . Tviegel, Kleider Daten und Iich Ku bis zu des 1 dt btrsc tdersin e Nobrsefel un ur Ar 5 n een in küren 1 80 tntt. 2 — lfaser 7— nile ———— Rückstande sind, dafür, besucht. Donnerstag den 9. November. M. 133. er Anzeiger. g Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet. Rreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 3 Betreffend: Den Grenzgang der Feldgeschwornen im Jahre 1876. 8 Wir tragen Ihnen auf, für die Feldgeschwornen vom 23. Bescheinigung der Feldgeschwornen, Amtlicher Theil. Betreffend: Die Unterhaltung der Ortsstraßen und Vicinalwege. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nach unseren Wahrnehmungen ist an vielen Orten das Material zum Eindecken der Ortsstraßen und Vicinalwege, das bei anhaltend feuchtem Wetter eintreten muß, f Friedberg den 6. November 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. binnen 8 Tagen die Verzeichnisse der von den Feldgeschwornen bei ihrem nach Vorschrift des§ 20 der Instruction Februar 1833 vorgenommenen Rundgange aufgefundenen, fehlenden oder schadhaften Steine uns vorzulegen oder daß alle Gewannen in Ordnung befunden worden sind, an uns einzusenden. Trapp. Friedberg den 6. November 1876. theilweise noch nicht angefahren, theilweise noch nicht klein geschlagen; sorgen daher diejenigen von Ihnen, die hiermit noch im n daß die Unternehmer resp. Steigerer sofort ihre Verpflichtungen nachkommen, und ordnen Sie, wenn diese nicht ohne Ver zug Folge leisten, nach den Steigbedingungen das Weitere an. Was außerdem zur Unterhaltung der Ortsstraßen und Vicinalwege nöthig ist, ent— nehmen Sie aus der Instruction vom 11. Juli 1838, Regierungsblatt Nr. 27 von 1838, Seite 328. Tir a p p An die Herren Bürgermeister derjenigen Gemeinden des früheren Kreises Vilbel, die dem dortigen Mathilden— stift beigetreten sind. Nach einer Mittheilung des Verwaltungsraths des Mathildenstists des früheren Kreises Vilbel findet Donnerstag den 80. laufenden Monats, Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhause zu Vilbel die Generalversammlung dieser Sparkasse statt. Ich mache Sie hierauf noch besonders in der Erwartung, daß Sie und andere Mitglieder des Stistes sich an dieser Versammlung betheiligen, aufmerksam. Friedberg am 6. October 1876. Trapp, Geheimer Regierungsrath. Deutsches Reich. Darmstadt. Militärnachricht. Dr. Jakob, Assist.⸗Arzt 2. Kl. der Marine-Res. vom 2. Bat. (Worms) 4. Großh. Landw.⸗Regts. Nr. 118, wurde zum Assist.⸗Arzt 1. Kl. der Marine-Res. befördert. — Superintendent Linß erklärt in einer an mehrere Zeitungen gelangten Zuschrift eine An- gabe, daß er die Dekane angewiesen habe, dafür Sorge zu tragen, daß in den betreffenden Kirchen Gemeinde- Vertretungen Nichts verhandelt werde, was nicht zu deren Competenz gehöre, insbesondere nicht die Frage wegen Verstärkung des Laien— Elements in den Synoden, für unwahr. — Sicherem Vernehmen nach liegt es in der Absicht einer Anzahl von Landtags-Abgeordneten, einen Gesetz-Entwurf über Aufhebung der Ver- ordnung vom 29. Juli 1791 wegen zwangsweiser Abtretung benöthigter Plätze zum Neubau von Häusern einzubringen. Es handelt sich bei dieser Verordnung um Normen, die sich längst überlebt haben und deshalb je eher je besser aufgehoben werden. Die Abtretung von Grund ⸗Eigenthum zu öffentlichen Zwecken bleibt durch die Aufhebung jener Normen völlig unberührt. Worms, 5. Nov. Eine heute hier abge— haltene Versammlung Deleglrter rheinbessischer und starkenburgischer evangelischer Gemeinden war von etwa 80 Vertretern, meistens Orts-Vorständen, Aus den Berichten ergab sich zunächst, daß die Massen⸗ Austritte aus dem Verband der evangelischen Landes Kirche im Zunehmen sind, und daß in einer großen Anzahl von Gemeinden die betreffende Erklärung bereits unterzeichnet ist, oder in den nächsten Tagen unterzeichnet wird. Eine lebhafte Discussion über die gesetzlichen Folgen dieses Austritts führte zu dem Beschluß, sofort auf Grund des evangelischen Bekenntnisses die Gemeinde„Freier Protestanten“ zu bilden, um den aus der Landes-Kirche Ausgetretenen den zesetzlich notwendigen Anschluß an eine andere organisirte Religions-Genossenschast zu bieten. Aus- vrücklich wurde hervorgehoben, daß nicht ein Be— enntniß⸗Wechsel, sondern nur die Loelösung von zer hlerarchischen Organisation der Landes⸗Kirche aus den bekannten Gründen beabsichtigt sei. Berlin, 6. Nov. Reichstag. Dem Reichs- tage ging heute eine Zusammenstellung der Beschlüsse des Bundesraths zu den Abänderungs- Anträgen der Reichsjustiz-Commission zu den großen Justiz- Gesetzen zu. In vielen Punkten ist den Ab— änderungs- Anträgen der Commission stattgegeben worden, besonders in der Strafproceß Ordnung und der Einfügung des Rechts-Mittels der Be— rufung gegen Urtheile der Schöffengerichte; dagegen wird u. A. mit Bezug auf die Handelsgerichte an einer Wiederherstellung der Regierungs-Vorlage festgehalten. Der Antrag auf Ueberweisung des Preßvergehens an Schwurgerichte wurde abgelehnt. Der Reichstag nahm ferner in dritter Lesung den Auslieferungs⸗ Vertrag zwischen Deutschland und Luxemburg an, verwies das in erster Lesung be— rathene Gesetz über die Untersuchung von See Unfällen an eine Commission von 14 Mitgliedern und genehmigte sodann in erster und zweiter Lesung die Verordnung wegen Abänderung des Gesetzes vom 24. Januar 1873, betreffend die Bezirks- Verwaltungen, Kreis Vertretungen und Wahlen zu den Gemeinderäthen in Elsaß-Loth- ringen. rathung des Etats sprach Jörg, gelegentlich der Ansätze für das auswärtige Amt, über den diploma— tischen Ausschuß des Bundesraths und die orien- talische Frage. Ihm gegenüber erklärte Staats- minister von Bülow: Die Regierung könne in diesem Augenblick unmöglich über noch schwebende Fragen Auskunft geben.„Sie kennen die Politik des Kaisers, eine Politik des Friedens, eine Politik, die es von sich weist, in fremde Dinge einzugreifen. Die bisherige Entwickelung der Dinge in der Türkei berührte uns nicht unmittelbar, wird uns unmittelbar so bold nicht berühren. Angesichts des Waffenstillstandes können wir der Zukunft ruhig entgegensehen. Die Politik Deutschlands zu allen befreundeten Mächten basirt auf Freundschaft, Achtung und Vertrauen; das bekunden alle bis— herigen Verhandlungen. Diese Stellung wird die Regierung wie bisher bewahren, wenn die Nation und deren Vertreter der Regierung mit vollem Vertrauen gegenüberstehen. Die Regierung wird der Volksvertretung die nothwendige Mittheilung Bei der nunmehr folgenden zweiten Be- über die Sachlage nicht vorenthalten. Die Politik Deutschlands ist stets eine friedliche; Deutschland wird immer ein Bollwerk des Friedens bleiben, und dieses Bollwerk wird so fest sein, daß wir das Vertrauen der Volksvertreter beanspruchen können und verdienen.“(Beifall.) Auf die Er⸗ klärung des Ministers solgte eine kurze, von Lasker, Graf Betbush⸗ Hue, Windthorst(Meppen), Braun und Beseler geführte Debatte. Hierauf wurde der Etat des auswärtigen Amts und der Militäretat, mit Ausnahme der Positionen bezüglich der sächsi⸗ schen Militär⸗Etablissements, welche an die Budget— Commission verwiesen wurden, genehmigt.— 7. Nov. In der Berathung über die geschäftliche Behandlung der Justizvorlagen überreicht der Vor sitzende der Justizeommission einen Antrag auf Ueberweisung aller rein technischen Differenzen an die Commisston, dagegen sollen die politischen und alle anderen wichtigen Punkte durch das Plenum berathen werden, unter letzteren namentlich die Zusammensetzung der Competenzgerichte, Verweis— ung der Preßvergehen an Schwurgerichte, Dauer der Gerichtsferien, Zeugnißzwang bei Preßvergehen, Verfahren bei Beamtenvergehen, die Anheimstellung an die Geschwornen mildernde Umstände anzu— nehmen. Der Justizminister Leonhardt erklärt sich mit dem Antrag im Allgemeinen einverstanden, hält aber auch die sofortige Berathung der Fragen über die Handelsgerichte, staatsrechtlichen Garan— tien für das Richteramt, ferner über die von der Commission beantragten Bestimmungen über die Rechtsanwaltschaft, welche die Regierungen durch besondere Gesetze zu regeln beabsichtigen, sowie über die anderen Punkte, über welche man in der Commission selbst verschiedener Meinung set, durch das Plenum für geboten. Nach längerer Debatte wird der Antrag Wehrenpfennigs ange- nommen. Sämmtliche Bundesrathsbeschlüsse wer den der Commission mit der Maßgabe überwiesen, daß sie die einzelnen Punkte derselben auch ohne vorgängige Berathung vor das Plenum bringen kann. Bei der hierauf folgenden zweiten Be- rathung des Etats werden die noch übrigen Positionen für das Reichskanzleramt, serner die Ansätze für das Justizamt, die Verwaltung der Reichslande und die Marineverwaltung nach un⸗ erheblicher Debatte genehmigt. Der für den Generalarzt der Marine geforderte Posten von 8400 Mark wird an die Budgetcommission ver- wiesen.— Der Reichstag wird sich voraussichtlich nach der Etatsberathung auf 6 bis 8 Tage ver- tagen, um der Justizcommisston Zeit zu gewähren, über etwaige Anstände Vechandlungen mit dem Bundesrath zu pflegen. — 6. Nov. Heute Mittag fand die seierliche Auffahrt des türkischen Botschafters Edhem Pascha zum kaiserlichen Palais statt, woselbst derselbe dem Kaiser in Gegenwart des Staatssecretärs v. Bülow seine neuen Accreditive überreichte. Limburg. Nachdem Bischof Dr. Blum vor wenigen Tagen von den vollzogenen Einweihungen der neuen Kirchen zu Usingen und Biebrich zurück- gekehrt, hat derselbe nach den beiden Feiertagen Allerbeiligen und Allerseelen unsere Stadt wiederum verlassen, ohne daß man erfahren kann, wohin derselbe gereist sei. Es steht zu vermuthen, daß diese Abreise in Rücksicht auf das ihm nun, nach Ablauf der vom k. Ober-Präsidium gestellten Frist zur Niederlegung seines Amtes, bevorstehende Gerichts-Verfahren auf Amts- Entsctzung erfolgt ist. Es sollen dem Bischof, der jetzt über 34 Jahre der Diötese Limburg vorsteht, von ver schiedenen Seiten sichere Aufenthalts Orte im Auslande angeboten worden sein. München. Verschiedenen Zeitungs-Nach · richten gegenüber erfährt die„Allg. Ztg.“ zuver⸗ lässig, daß auf das Resignations⸗Gesuch des Stifts Dekans Enzler ein Bescheid noch nicht erfolgte, daß aber die Annahme desselben un- zweifelhast ist. Was die Mittheilung anbelangt, daß von Seite der Staats Regierung Aufschlüsse über die Gründe der Beanstandung Enzlers von der Curie verlangt worden seien, so ist dieselbe, wie das Blatt bestimmt vernimmt, eine irrige. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Wien. Die „Montags-⸗Revue“ schreibt: Die Annahme des russischen Ultimatums Seitens der Pforte hat die Waffenstillstands Frage zum Abschluß gebracht und die Gefahren eines Winter-Feldzuges definitiv ausgeschlossen. Die Regelung der Frage der Demarcations-Linie durch internationale Berath⸗ ungen ist bereits normirt: auch das Peters burger Cabinet vermag sich denselben nicht zu entziehen. Die Basis des territorialen status quo ist eben; sowohl dem Streite entzogen, als die principiellen Punkte der Resorm⸗ Fragen. Die Reform Note Andrassy's und das Berliner Memorandum weisen den Negociationen eine bestimmte Richtung an. So lange Rußland die Gefahren der Selbst⸗ Isolirung scheut, ist eine ernste Krisis nicht zu befürchten. Noch trennt sich Rußland nicht von den Mächten, noch behauptet es eine zwar ge⸗ sonderte, aber von den übrigen Cabinetten nicht grundsätzlich geschiedene Stellung. Es sind gegen wärtig gegründetere Aussichten auf die Realisirbar⸗ keit des Friedenswerkes vorhanden, als je zuvor. — 6. November. Abgeordneten⸗Haus. Bei Fortsetzung der Debatte über die orientalische Frage vertrat Wosniak(Slovene) die Meinung, Oesterreich hätte bei Beginn des Aufstandes zu Gunsten der Slaven interveniren sollen. Fandolik (Mähren) sprach sich für die Lösung der orienta lischen Frage im slavischen Sinne aus; der Fort⸗ bestand der Türkei und die Einführung der zuge⸗ sagten Reformen sei mit der ethnographischen und religiösen Zusammensetzung der Bevölkerung der Türkei unvereinbar; Redner wies auch darauf hin, daß Bosnien altes österreichisches Reichsland sei. Menger warnte vor Krieg und vor Annexion. Oppenheimer verfocht die Aufrechterhaltung des status quo, aber nicht den Frieden um jeden Preis. Fux(Mähren) führte aus, daß Erober⸗ ungen nicht zur Steigerung der österreichischen Macht beitragen können. Schließlich wurden Herbst und Greuter zu General Rednern bestimmt.— 7. November. Die Debatte über die orientalische Frage wurde heute im Abgeordnetenhause durch die als Generalredner aufgestellten Abgeordneten Greuter und Herbst zum Abschluß gebracht. Ersterer führte aus, mit der Annexion Bos nlens und der Herzegowina würde Oesterreich nur eine ihm gebührende Erbschaft antreten. Herbst er⸗ blickte die wahre Aufgabe Oesterreichs in der Ver⸗ besserung des Looses der slavischen Christen in der Türkei und drückte den Wunsch aus, der Monarchie möchte die Erhaltung des Friedens vergönnt sein. — Die bier verbreitete Nachricht von einer zwischen Graf Andrassy und dem diesseitigen Minister- präsidenten Fürst Auersperg eingetretenen Spannung wird von unterrichteter Seite für unbegründet erklärt. Frankreich. Paris, 6. November. Der „Agence Havas“ zusolge ist der diesseitige Bot- schafter, Baron Bourgoing, von Constantinopel hierher berufen worden, weil Herzog Decazes mit ihm conferiren und ihm neue Instruction ertheilen will. Versailles, 6. Nov. Der Senat hat mit der Berathung des Militär- Verwaltungs-Gesetzes begonnen. In der Deputirtenkammer wurde mit der Berathung des Marinehudgets der Anfang gemacht. Großbritannien. London. Der„Agence Havas“ zufolge wären Seitens der englischen Re- gierung Eröffnungen bezüglich des Zusammentrittes einer Conferenz der Botschafter in Constantinopel gemacht; jedem Botschafter würde ein Special⸗ Deligirter beigegeben werden. — Die„Morning Post“ meldet: England hätte den Zusammentritt einer Conferenz auf der Basis der Integrität und Unabhängigkeit der Türkei in Constantinopel vorgeschlagen. Das Programm sei identisch mit den früheren Vor- schlägen Lord Derby's. Voraussetzung wäre, daß von den an der Conferenz theilnehmenden Mächten eine Gebiets-Vergrößerung nicht angestrebt werde. Spanien. Madrid. In einer Versammlung von 250 Deputirten hielt der Minister-Präsident eine Rede, worin er sagte, noch niemals habe Spanien eine so starke Armee nach Cuba gesendet; aber Cuba müsse um jeden Preis gerettet werden. Der Verlust Cuba's würde unheilvoll für die Nation sein. Das Ministerium sei gegen das allgemeine Stimmrecht und für die Ansicht, daß, wer Nichts besitze, auch nicht stimme. In Betreff der religibsen Frage sehe die Bevölkerung, wie die Regierung den Art. 11 der Verfassung auslege. Italien. Rom, 6. Nov. Es ist bis jetzt der Ausfall von 430 Wahlen zur Deputirten- Kammer bekannt; davon sind 277 endgültig ent⸗ schieden; 47 sind auf Mitglieder der gemäßigten und 230 auf Mitglieder der Fortschritts Partei ge- fallen. Unter den Gewählten befindet sich Sella. — Cardinal Antonelli ist heute gestorben. Der Unter Staatssecretär Vannutelli ist intermistisch mit den Geschäften des päpstlichen Staatssecretärs betraut. Antonelli hinterließ dem vaticanischen Museum eine Sammlung Edelsteine und Kunst⸗ gegenstände. Einem längeren Lebensbilde Antonelli's in der„Köln. Ztg.“ entlehnen wir folgende Stelle:„Giacomo Antonelli war am 2. April 1806 in Sonnino, einem kleinen Orte in der alten Diöcese Terracina, nicht weit von der früheren neapolitanischen Grenze, geboren. Seine Eltern waren arm, sein Vater Hirt. Der Name Antonelli ist ein in der Romagna bekannter, ihn tragen verschiedene Gelehrte früherer Jahr' hunderte; ob des Cardinals Familie ein Zweig davon war, wie es vielfach in seinen Biogra- pbien zu lesen ist, muß dahingestellt bleiben. Wer Giacomo Antonelli in der Zeit seiner vollen Manneskraft gesehen hat, den hageren Mann mit dem festen Knochenbau, dem schwarzen, gekräuselten Haar, dem scharfen Auge, das, ohne die Regungen des Innern zu verrathen, den Sprecher aufs Ein⸗ Eingehendste fixirte, der hätte ihn ohne den Anzug und Schnitt des Haares nicht leicht für einen Geistlichen gehalten. Den schlauen, durchtriebenen Italiener sah man sofort. Er war eine Persön⸗ lichkeit, der man die Fähigkeit ansah, sich in alle Lagen zu schicken: sanft, nachgebend zu sein, zu⸗ gleich sest und entschieden, die Menschen als Mittel zu gebrauchen, sich selbst zum Mittel berzugeben. Musterte man dann die zum Theil prachtvolle Einrichtung seiner Gemächer, die er im Vatican oberhalb der Wohnung des Papstes inne hatte, wandte man das Auge von einer trefflichen Madonna zu einer üppigen Venus und einem Sultan, dem eine Odaliske vorspielt, welche in treuer Gesell⸗ schaft sich vorfanden, so hatte man den Mann in seinem ganzen Wesen erfaßt. Nichts Geistliches steckte in ihm, er war durch und durch weltlich, das Geistliche, Kirchliche war ihm reines Mittel; dieses Herz hatte keine religiöse Innigkeit nöthig, ihm genügte die Form; die beim Südländer so häufige frivole Auffassung bildete offenbar seinen innersten Kern. Leidenschaften durchzuckten den Mann, aber er wußte sie zu beherrschen, daß sie seiner größten nicht schadeten: dem Streben, Pius IX. zu beherrschen, um durch ihn die Welt zu beherrschen.“ Türkei. Constantinopel. Der„Pol. Corr.“ wird telegraphirt: Am 3. Nov. fand bei deu englischen Botschafter Elliot eine Conferenz über die Feststellung der Demarcations-Linie statt. Nach Allem, was über den Verlauf derselben von beglaubigter Seite verlautet, dürfte die Feststellung der Demarcations-Linie nach in solchen Fällen übligen Principien schwerlich auf besondere Schwierigkeiten stoßen. Samstag und Sonntag wurde an den Details der Instructionen für die Militär⸗Atkachés der hiesigen Botschaften gearbeitet. Dieselben sollen spätestens Mittwoch nach Serbien abreisen. Hierzu sind designirt von Oesterreich Oberst-Lieute⸗ naut Raab, von Frankreich Oberst-Lieulenant Dorey, von England Kambell, von Rußland Oberst Zelenoj, für Italien und Deutschland werden die Mil'tärattachés der betreffenden Wiener Bot⸗ schaften fungiren. Für Montenegro wurden von Oesterreich Oberst-Lieutenant Thömmel, von Ruß⸗ land Oberst Bogolubow zu Commissären designirt. — 6. November. Privat-Nachrichten zufolge finden lebhafte Pourparlers statt behufs Erzielung einer directen Verständigung zwischen Rußland und der Pforte, welche eine Conferenz unnöthig mache. Ein höherer türkischer Beamter würde demnächst nach Petersburg gehen. — 6. Novbr. In den letzten Tagen haben mehrere außerordentliche Ministerraths⸗ Sitzungen und Botschafter⸗Berathungen stattgefunden. Ge- neral Ignatieff schlägt Morgen seine Residenz in Pera auf. Rußland ist gegenwärtig mit Aus- arbeitung eines Projectes für die Friedensbeding⸗ ungen auf Grundlage der englischen Propositionen beschäftigt. Die Militär⸗Attachés der französischen, österreichischen und russischen Botschaften gehen Morgen nach dem Kriegsschauplatze ab, Montenegro. Cettinje, 5. November. Vorgestern eröffneten die Türken von Spuz aus trotz des Waffenstillstandes eine Kanonade. Der Fürst von Montenegro beauftragte seine Comman⸗ danten, sofort mittelst Parlamentär mit den be⸗ treffenden türkischen Befehlshabern in Verkehr zu treten und sie einzuladen, bis auf Weiteres den militärischen Status quo zu wahren. Die von den Mächten behufs Festsetzung der Demarcations⸗ Linie abzuordnenden Delegirten werden in Ragusa zusammentreten, um sich über ihr Vorgehen zu einigen. Ihre Aufgabe dürfte keine Schwierig⸗ keiten bieten, da die Situation bis auf die Cernir⸗ ung von Niksit ziemlich einfach und der Fürst von Montenegro sehr entgegenkommend ist. Commissäre behufs Feststellung der Demarcations Linie sind bereits abgereist, und zwar, nach noch nicht ver⸗ bürgten Gerüchten, auf Grundlage des factischen Besitzstandes. Die blokirten Plätze sollen blokirt bleiben, jedoch während der Dauer des Waffen⸗ Stillstandes zu gewissen Terminen nach dem Ver⸗ hältniß zur Zahl der Garnison und Einwohner verproviantirt werden. Serbien. Belgrad. Gegenüber den Ge⸗ rüchten von Zerwürfnissen zwischen der serbischen Regierung und dem Armee Ober- Commandanten läßt der Minister des Innern erklären, daß weder früher noch jetzt Zerwürfnisse stattgefunden. Tscher⸗ najeff habe bei seiner Zusammenkunft mit dem Minister in Deligrad seine vollste Zufriedenheit kundgegeben. — 6. Nov. General Tschernajeff wird morgen bier eintreffen und auf Einladung des Fürsten im Palais wohnen. Andere Nachrichten melden im Widerspruch hiermit: Tschernajeff sei seines Com⸗ mandos enthoben. 16. russi von Art. Ditseldez * Serbien ahttisen ue Oderst· icun, Oda- Lienen r den Rußlan Tiancl, bon Ruß in deßgait Negrichten zufolge a betass Eritlunz ice Rußland dent rmg unnöthig 50% ker stansösischen, betschafn geh Nantes 5. No ven. Sy sunt Conan ür mit dau de 1 in Berliht 6 Weiteres del Die v0 den ertafltnl u Vergehen 4 t Schritt 7% 46 bit Cn 1 dnn Fünf mn 2. Connisi 2 2 4 a1 1 320 1 216 A 0% 0 be * 1 Rumänien. Bukarest, 4. Nov. Der Kammer wurde vom Kriegsminister eine Vorlage wegen eines Credits von 4 Millionen behufs Ver- vollständigung der Bewaffnung vorgelegt; ferner sollen 400,000 Frances zur Deckung der Ausgaben für die Einberufung der Reserven während des Octobers bewilligt werden. Die Vorlagen wur- den als dringliche den Sectionen überwiesen. In derselben Sitzung wählte die Kammer eine Com- mission zur Abfassung der Adresse auf die Thronrede. Rußland. Petersburg, 7. Nov. Dem „Golos“ zufolge reist das russische Kaiserpaar heute von Livadia ab und wird am 15. oder 16. November in Zarok-Selo erwartet.— Der russische Botschafter, Fürst Orloff, reiste gestern von Paris nach Moskau ab, um daselbst während des Aufenthaltes des Kaisers zu verweilen.— Der deutsche Botschafter, v. Schweinitz, verließ gestern Nalta und trifft Freitag in Petersburg ein. Aus Stadt und Land. Schlitz, 3. Nov. Heute Morgen brannte es auf dem Boden des Gartenarbeiiers Weber und des Ofen— putzets Eltling, die ein Haus gemeinschaftlich besitzen. Zum Glück war Hülfe rasch bei der Hand und brannte darum nur das gemeinschaftliche Dachwerk nieder. Vor einiger Zeit sind Weber und Euling wegen eines wenige Fuß breiten Plätzchens streitig geworden und soll Weber geäußert haben! Wenn er das Plätzchen räumen müsse, so fange er ein Unglück an. Da man bei Betzinn des Brandes die Hausthüre verschlossen und nach dem Löschen Weber auf seinem Boden sodt und theilweise verkohlt fand, so liegt die Vermuthung nahe, daß Weber das Haus an— gezündet, und dann sich selbst den Tod gegeben. Dieburg. Letzten Mittwoch wurden dahier durch die Gendarmerie zwei berüchtigte Verbrecher eingebracht, welche der Justiz seiiher bereits viel zu schaffen gemacht haben und zur Zeit steckbrieflich verfolgt wurden. Vierzehn Dieb— stähle, in verschiedenen Gegenden verübt, soll das neueste Sündenregister dieser beiden Strolche, wovon der Eine noch ein ziemlich junger Bursche ist, aufweisen. Mainz, 4. Nov. Ein schrecklicher Unglücksfall hat sich heule Nacht abermals in unserer Stadt ereignet. Die Matrosen und das Heizerpersonal des Dampfbootes„Stin— nes II.“ wollten sich gestern Abend, da sie erst am Tage hier angekommen waren, an einem Glase Wein gütlich thun. Zu diesem Zwecke waren sie in eine Wirihschaft auf die Holzgasse gerathen und hatten darin so lange ver weilt, bis sie gegen 12 Uhr in der Nacht mit schweren Köpfen ihren Heimweg antreten wollten. Um nun auf einem kürzeren Weg nach dem Rheinufer zu kommen, beschlossen die Matrosen, über den Steg, welcher sich am Bahnhof der Ludwigsbahn befindet, zu gehen und die Thüren, durch welche derselbe am Abend abgeschlossen wird, zu übersteigen. Schon waren einige Matrosen, trotz der Weinlaune über die Thüre gekleitert, als der Stocherer Meth von Neudorf, der auch das Kunststück wagen wollte, das Uebergewicht bekam und in die Tiefe stürzte, dabei aber so unglücklich fiel, daß er mit dem Leib in dem eisernen Stacket, welches unten angebracht ist, slecken blieb. Das schreckliche Jammergeheul des unglücklichen, im wahren Sinne des Wortes aufgespießten Mannes, durchzitterte die Luft und alsbald eilten Leute herbei, die den Ver⸗ unglückten aus dieser gefährlichen Lage befreiten. Doch der Unterleib war so schwer verletzt, daß ihm die Därme sofort aus der Wunde traten und die sofortige Unter⸗ bringung in's Hospital für nothwendig erachiet wurde. Der herbeigerufene Arzt untersuchte die Wunde und fand dieselbe, da einige der Hauptdärme zerrissen waren, für absolut tödtlich. Der junge Mann fühlte auch, daß es mit ihm zu Ende gehe und mit vollständigem Bewußtsein, nachdem er vocher seinen Vater telegraphisch an sein Sterbe⸗ bett rufen ließ, bat er, daß man ihn ruhig sterben lasse. Heute gegen 9 Uhr Vormittags trat denn auch der Tod nach einem kurzen Kampfe ein. Als der Vater von Neu⸗ dorf herbeigeellt kam, konnten seine Thränen nur noch die Leiche seines Sohnes benetzen. Von den Schiffleuten ist aber auch noch ein Zweiter verunglückt. Dieselben hatten nämlich, um auf ihr Schiff zu gelangen, einen weiteren schmalen sogenannten Schiffmannssteg zu passiren. Hier⸗ bei fiel Einer derselben ins Wasser. Seine Kameraden zogen ihn zwar heraus und brachten ihn, in wollene Decken eingeschlagen, schleunigst zu Bette; allein ein nach einigen Stunden eingetretener Herzschlag setzte seinem Leben ein allzu frühes Ziel. Mainz, 4. November. Gestern Abend wurde auf der Taunusbahn bei Castel einem anständig gekleideten ältlichen Manne, der sich offenbar in selbstmö derischer Absicht auf die Schienen legte, der Kopf abgefahren. Papiere trug derselbe nicht bei sich und konnte er, da das Gesicht völlig zerquetscht war, bis jetzt nicht recognoscirt werden. Griesheim, 7. Nov. Gestern machte ein in den besten Verhältnissen stehender Mann seinem Leben durch Echängen ein Ende. Molive sind bis jetzt unbekannt. Allerlei. Stuttgart, 5. Nov. Der Afrikareisende v. Heuglin ist heute hier an der Lungenentzündung gestorben. Auch der langjährige Director der land- und forstwirihschaftlichen Academie zu Hohenheim, v. Walz, ist beute gestorben. Dresden. Ein afrikanischer Negerkönig wurde dieser Tage von dem König Albert von Sachsen empfangen, dem er eine gewählte Sammlung von Kunst⸗ und Naturgegen⸗ ständen seines kleinen Reiches für das eihnographische Museum in Dresden überbrachte. Es ist der König der Orungu, über dessen Königekrönung„Petermanns Mit⸗ theilungen“ vor einiger Zeit höchst Ergötzliches meldeten, Sohn des Stadtrathes Dr. Schmieder in Döbeln, Rudolf Schmieder. Seit fünf Jahren Vorstand einer hamburgi— schen Factorei an der Kuͤste von Guinea, ist er seit zwei Jahren, nach dem Tode des eingeborenen Fürsten, König der Orungu geworden. Berlin. Der fliegende Engländer Mr. Ralph Scott wird nun wirklich weder fliegen, noch auch einen Versuch dazu machen, da ihn, wie wir von zuverlässiger Seite hören, die Polizei daran hindern wird. Nachdem es sich gezeigt hat, daß er den Mechanismus seiner Maschine nicht genügend erklären konnte, und als er die Voraus⸗ bezahlung ziemlich hoher Geldbeträge branspruchte, wurden Recherchen über seine Persönlichkeit in London angestellt. Diese ergaben für Mr. Scott kein günstiges Resultat. Sie stellten ihn nicht als Erfinder, sondern blos als Nach— ahmer einer bereits vor mehreren Jahren angefertigten Flugmaschine dar, als deren Erfinder damals ein Mt. Degroof aus Brügge in Belgien auftrat und gründlich verunglückte. Moskau, 5. Nov. Der Wahrspruch der Geschworenen lautet auf schuldig gegen Strousberg, Landau, Poljaneky. Letzterer erhielt Milderungsgründe bewilligt. Die Ver- waltungsraths-Mitglieder, welche dem Kaufmannsstande angehörten, wurden freigesprochen und nur Staalsrath Schmacher allein für schuldig erklärt. Die Festsetzung des Strafmaßes erfolgt morgen.— 6. Nov. Vom Procurator wurde auch gegen Borissowsky ein Straf-Antrag gestellt. Die Verkündigung des Urtheils ist auf den 14. November vertagt. Handel und Verkehr. Friedberg, 8. Nov. Waizen M. 24.—. Korn M. 19.—. Gerste M. 18.—. Hafer M. 15— 20. Kar⸗ toffeln M. 3.—. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfund. Frankfurt, 6. Nov.(Viehmarkt.) Der heutige Markt war gut befahren, jedoch war in guten Ochsen und Kühen wenig Auswabl. Kälber waren bedeutend billiger. Angetrieben waren: 360 Ochsen, 270 Kühe und Rinder, 270 Kälber und 980 Hämmel. Die Preise stellten sich per Centner: Ochsen 1. Qual. M. 66—69., 2. Qual. M. 54—60. Kühe und Rinder 1. Qual. M. 56-60, 2. Qual. M. 48—52. Kälber 1. Qual. M. 58—60., 2. Qual. M. 50—55. Hämmel 1. Qual. M. 50—54., 2. Qual. M. 40— 45. Frankfurt, 6. Nov. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 41., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29., Wertbverhältnisse Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen eff. bies. M. 24.25. fremder je nach Qualität M. 19—22., Korn M. 17.25 bis 19.25., Gerste M. 18—19., Hafer M. 16.50— 19. Kohlsamen M. 36., Erbsen M. 21—24., Wicken M. 19., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 78. Die Preise verstehen sich sämmtlich ver 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo. Mainz, 6. Nov. Producten-Markt. Wanzen per Nov. 21.20, per März 22 15. Korn per Nov. 16.25, per März 17.—. Hafer per Nov. 17.65, per März 17.85. Rüböl per Mai 37.70. Wie schon in voriger Nummer des Anzeigers kurz mitgetheilt, gelten nach einem Beschluß des Bundesraths die Zweithaler-(3½ Gulden-) Stücke und die Eindrittel⸗ Thalerstücke deutschen Gepräges vom 15. November 1876 ab nicht ferner als gesetzliches Zahlungsmittel. Es ist daher vom 15. November 1876 ab außer den mit der Einlösung beauftragten Cassen Niemand verpflichtet, diese Münzen in Zahlung zu nehmen. Die im Umlauf befind⸗ lichen Zweithaler⸗(3½Gulden-) und Eindrittelthalerstücke deulschen Gepräges werden in der Zeit vom 15. Novem- ber 1876 bis 15. Februar 1877 von den durch die Landes⸗ centralbehörden zu bezeichnenden Landeekassen nach dem im Artikel 15 des Münzgesetzes vom 9. Juli 1873 festgesetzten für Rechnung des deutschen Reiches sowohl in Zablung genommen, als auch gegen Reichs⸗ oder Landesmünzen umgewechselt. Nach dem 15. Februar 1877 werden die Zweithaler- und Eindrittelthalerstücke deutschen Grpräges auch von diesen Cassen weber in Zaylung noch zur Umwechslung angenommen. Die Ver⸗ pflichtung zur Annahme und zum Umtausch findet auf ducchlöcherte und andere als durch den gewöhnlichen Um⸗ lauf im Gewicht verringerte, ingleichem auf verfälsch te Münzstücke keine Anwendung. Die hiesige Postkasse ist nun zwar nicht officiell als Einlösungsstelle bestimmt worden, wie man nach unserer Notiz glauben konnte, das Ein- fachste für uns Friedberger wird es aber factisch sein, daß wir Einzahlungen in obigen Münzsorten machen, oder uns Briefmarken ꝛc. für das betr. Geld holen. Verloosung. Schwedische 10-Thaler⸗Loose. Stockholm, 2. Novbr. Die 33. Ziehung schwedischer Prämien-Obli⸗ gationen nahm heute iten Anfang. Es wurden gezogen die Obligationen: Nr. 111792 mit 12,000 Thlr.(böchster Gewinn), Nr. 126015 mit 1000 Thlr., Nr. 39072 52539 55531 77629 169604 mit je 60 Tolr., Nr. 822 42068 71796 84020 88104 155705 177272 215286 236870 mit je 35 Thlr., Ne. 1480 15567 20426 30055 50531 50755 68655 85969 125216 135074 139756 161481 206207 234428 236657 236935 237215 mit je 25 Thlr. Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 7. November 1876. 20⸗Frankenstücke Mk. 16 24—28 Englische Sovereigns 2„ 20 33-38 Russische Imperiales„ 16 73—78 Holländische fl. 10⸗Stucke„16 65 G. Durgte n Ducaten al maren„ 9 65—70 Dollars in Gold 8 4 16 19 Der Hilfsverein für die Unterstützung und Krauken⸗ pflege der Soldaten im Felde wird wie in früheren Jahren auch in diesem Jahre während der Monate November und December durch einen Collecteur in den Orten des Kreises Friedberg freiwillige Gaben zur Förderung der Vereinszwecke sammeln lassen. Die Ein- nahmen des Vereins werden statutengemäß theils zur Unterstützung hilfsbedürfliger Invaliden und Hinterlassenen von im Kriege gefallenen Soldaten verwendet, theils an— gesammelt, um in einem etwaigen Kriegsfall sofort ver⸗ sügvare Mittel bereit zu halten. Die erfolgreiche Witk⸗ samkeit des Vereins in dem letzten Kriege ist gewiß noch in Aller Gedächiniß, um auch jetzt wieder eine bereitwillige Unterstützung der Vereinszwecke von der Opferwilligkeit der Kreisangehörigen erwarten zu können. Der Borstand des Friedberger Zweig-Hülfsvereins. Versteigerung eines Faselochseu. 3545 Donnerstag den 9. November l. J., Nachmittags 2 Uhr, soll in hiesigem Faselstall ein zum Schlachten geeigneter fetter Ochse nochmals öffentlich an den Meist⸗ bietenden versteigert werden. Friedberg den 2. November 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. J o ud a r. Bekanntmachung. 3579 Samstag den 14. November l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen im hiesigen Gemeindewald 200 Meter Buchen⸗Stockholz, 160 Stück Ginsternwellen öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Eingang des Waldes oberhalb Dillingen. Petterweil den 7. November 1876. Großherzogliche Bürgermelsterei Petterweil. Berg es. 3578 Ein Mann sucht Beschäftigung im Schreiben, als Magazinter oder Aufseher, auch im Austragen von Rechnungen ie. ꝛc. Näheres bei der Expedition des Anzeigers. Martinimarkt zu Münzenberg. 3563 Der im Landkalender auf den 11. November ein— getragene hiesige Martinimarkt wird nicht an diesem Tage, sondern Montag den 13. d. Mts. abgehalten werden. Münzenberg den 4. November 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Münzenberg. ag een Versteigerung. 3575 Unterzeichneter läßt Mittwoch den 15. d. Mts. seine Hofralthe nebst einem sehr ergiebigen Brunnen, 2 Gemüsegärten und eine zu jedem Geschäft sich eignende Werkstätte öffentlich auf dem Rathhause versteigern. Nieder Wöͤllstadt. Johs. Rahn. 3580 Aus meiner Baumschule sind Stämmchen von verschiedenen Sorten Stein- und Kern⸗Obst abzugeben. Thurn. Holz- Versteigerung. 3573 Dienstag den 14. und Mittwoch den 15. d. M. soll im hiesigen Gemeindewald, in verschiedenen Distrikten, nachverzeichnetes Gehoͤlz versteigert werden: 112 Raummeter Nadel-⸗Scheitholz, 269 1„ Prügelholz, 197 5„ Stockholz, 19408 Stück Nadelholzwellen, 25 Nadelholzstämme= 6.84 Cubikmeter Inhalt, 7 Nadelholzstangen— 0,97 5 5 Die Versteigerung beginnt jedesmal um 9 Uhr Vor⸗ mittags und zwar am ersten Tage im Distrikt„Wann“ und am zweiten Tage im Distrikte„Amelsenkopf“. Zahlungstermin am 1. September 1877. Ober-Mörlen am 6. November 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Moͤrlen. n Meparaturen aller Systeme Nähmaschinen werden schnell und billig hergestellt. Mechanische Werkstätte Fr. Fendtner, 3565 Vilbel bei Frankfurt a. M. 1 Restauration Weihl. Traubenmost 9570 bee st er Qualität, per ½¼ Liter 20 Pfennig. Uestauration Weihl. I Federweißer, per ½ Liter 20 Pfennig. f Künstliche Zeichenmethode. Vermittelst der künstlichen Zeichen-⸗ Methode kann man fehlerfreie Zeichnungen von Köpfen, Früchten, Maschinen und architektonischen Gegenständen anfertigen. Zwei Lectionen sind genügend, um sich mit dieser Methode bekannt zu machen. Zeichnungen nach dieser Methode, die in vielen Schulen Frankreichs, Deutschlands und der Schweiz eingeführt worden ist, sind einzusehen bei Herrn Professor Boittier von Paris, Hötel Trapp, Zimmer 20, 11 bis 6 Uhr, Friedberg. Empfohlen durch Herrn Dr. Schiller, Direktor des Gymnasiums in Gießen; Inspector Breunung, Rector der Realschule in Hersfeld; Dr. Schäfer, Rector der höheren Bürger— schule in Biebrich; Dr. Heubach, Rector der Realschule in Hall; C. Burkhardt, Haupt- lehrer der Töck terschule in Heidenheim; Fauser, Zeichenlehrer an dem Realgymnastum in Stuttgart; Götz, Rector der Realschule in Alsfeld; Dr. Desselberg, Direktor der höheren Töchterschule in Heilbronn; Dr. Blum, Zeichenlehrer in der Realschule in Stuttgart ꝛc. ꝛc. 3582 3574 Mein Lager für die Wintersaison ist so außerordentlich reichhaltig sortirt, daß ich jedem, selbst dem feinsten Geschmack entsprechen kann und habe ich mich, den Verhältnissen der Zeit Rücksicht tragend, entschlossen die feinsten Winter⸗Ueberzieher, die elegantesten Kammgarn-Anzüge, die schwersten Winter-Anzüge, die reizendsten Schlafröcke, die modernsten Neisemäntel, die neuesten Jagdjoppen, ferner einzelne Hosen, Jaquets, Sackröcke, Knaben⸗ Anzüge und Knaben-Paletots 3571 Friedberger Casino. Tanzgesellschaft 3536 Mittwoch den 15. November, Abends 8 Uhr, im Hötel Trapp. Bäckerei Vorbach. Erste Sorte Brod 53 Pfennig, Zweite„„ 47 5 Dritte„ 7 41 5 3566 J. Vorbach Wittwe. 3569 Durch einfache Hausmittel Krankheiten zu heilen: Der Leibarzt, oder 500 der besten und bewährtesten Hausarzneimittel gegen 145 Krankheiten der Menschen, als: Schnupfen, Husten, Kopfweh, Magen⸗ schwäche, Diarrhöe, Hämorrhoiden, Hypochon⸗ drie, Gicht, Rheumatismus, Verschleimung ꝛc., nebst Wunderkräften des kalten Wassers und Hufeland's Haus⸗ und Reiseapotheke. Zwölfte Auflage. Preis 1 Mark 50 Pfennig. Ein Rathgeber dieser Art sollte billiger Weise in keinem Hause, in keiner Familie fehlen, man findet darin die einfachsten und wirksamsten Hausmittel gegen die obigen Krankheiten. Vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg. Winterhandschuhe 3429 und Stauchen in schöner Auswahl billigst bei K. Friedrich. 3567 8 2 Spielwerke 4 bis 200 Stücke spielend; mit oder ohne Ex⸗ pression, Mandoline, Trommel, Glocken, Castag⸗ netten, Himmelstimmen, Harfenspliel ꝛc. Spieldosen 2 bis 16 Stücke spielend; ferner Neeessaires, Cigarrenständer, Schweizerhäuschen, Photographie⸗ Albums, Schreibzeuge, Handschuhkasten, Brief⸗ beschwerer, Blumenvasen, Cigarren⸗Etuis, Tabaks⸗ dosen, Arbeitstische, Flaschen, Biergläser, Porte⸗ monnaies, Stühle zc., alles mit Musik. Stets zu enorm billigem Preise zu verkaufen. Es liegt im Interesse des Käufers mich mit seinem Besuche zu beehren, denn nicht nur die außerordentlich billigen Preise, sondern auch die großartige Auswahl, die vorzügliche Qualität der Waaren und die äußerst solide Arbeit wird Jeden veranlassen, mir Kunde zu werden und für die Folge zu bleiben. Anfertigung nach Maß prompt und reell. J. Süßmann, neue Kräme Nr. 17, (H. 63 100.) Frankfurt a. M. 7 Gegen Kehlkopf-Katarrh ausgezeichnet! 3568 Herr Organist Langner in Ludwigsthal per Woischnik sendet an den Fenchelhonigfabrikanten „Ihr Fenchelhonig hat mir bei meinem chronischen Kehlkopf-Katarrh außerordentliche Dienste geleistet, 5 umgehende portofreie Zusendung von 5 ganzen Flaschen“. ) Warnung vor Nachpfuschungen! wee der due zenten noch immer fortgesetzt, damit das Publikum sich veranlaßt sieht, auf dessen Aechtheit sorgfältig zu achten und nicht sein Geld für nachgepfuschte Machwerke wegwirft. Der L. W. Egers'sche Fenchelhonig, kennt⸗ 5 lich an Siegel, Etiquette mit Facsimile, sowie an der im Glase eingebrannten Firma seines Erfinders und alleinigen Fabrikanten L. W. Egers in Breslau ist einzig und allein ücht zu haben in Friedberg bei Jos. 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Egers'schen Fenchelhonigs wird nur deßhalb das Neueste empfiehlt J. H. Heller, Bern. — 5 e 3368 überspielte, billig zu verkaufen. Reflektanten wollen sich schriftlich unter Chiffre A. Nr. 420 an die Exped. des Anzeigers wenden.(6283.) Poliklinik für Hautkranke. 3555 Für unbemittelte Hautkranke bin ich täg⸗ lich(Sonntags ausgenommen) von 12½—1½ unenk⸗ geltlich zu sprechen: Friedberger Landstraße 57, 1 St.— Meine übrigen Sprechstunden wie bisher von 8—9 und 2—3, Jahnstraße 42. Frankfurt a. Main, November. 1876. (8133) Dr. Herxheimer. Danksagung. 3577 Allen Freunden und Bekannten, welche heute unsere unvergeßliche Mutter, Großmutter und Schwleger— Clisabetha Ulrich zu ihrer letzten Ruhestätte begleiteten, sagen wir hiermit den herzlichsten Dank. Friedberg den 7. November 1876. Die trauernden Hinterbliebenen. Istaclitischer Gottesdienst in Friedberg. Freitag 0 0 43 Uhr. Samstag Morgens 8½ Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Praktischer Rathgeber Nr. 11.) 22 4 Belt unter 77 Pf. bach— Helden! Klein⸗K Meber⸗ 20 Nl. — M. Vlbel! unser, Jahr.