Aherin eln — Samstag den 8. Januar. M4. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzelle wird mit 11 Pfennig berechnet. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt ist zu publiciren: Nr. 59. sub 1. Gesetz, die Etbebung der Staalsauflagen in den ersten 6 Monaten des Jabres 1876 betreffend.— sub 2. Gesetz, die Einlösung des Slaats⸗ papiergeldes d. d. 1. Juli 1865 betressend.— sub 3. Verordnung, die Verwendung von Stempelmatken in den Provinzen Starkenburg und Obethessen betreffend.— sub 5. Bekinntmachung, die Außercoutssetzung der Guldenfiücke, Sechskreuzerstücke, Dreikteuzetstück', Einkreuzerstücke und Theilstücke des Kreuzers süddeulschen Gepräges mit Ausnabme der bapertschen Heller betressend.— Nr. 60. Nichts.— Nr. 61. sub 1. Bekanntmachung, die Einführung des Reichsgesttzes über die Portofreibeiten vom 5. Juni 1869 in Süsddbessen betreffend.— Nr. 62. sub 1. Bekanntmachung, das Gesetz über das Besieuerungsrecht der Kirchen und Religionsgemeinschaften betressend.— sud— Die Bildung der Standesamte bezirke.— sub 3. Bekanntmachung, den Ausschlag der directen Steuern und det Beiträge zu den Kosten det Staatsstraßen für 1876 beteeffend. Friedberg den 5. Januar 1876. 5 Großherzo liches Kreisamt Friedberg. Trapp. Nachverzeichnete Gesetze ze. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Nr. 32. Gesetz, beteffend die Umwandlung von Aclien in Reichswährung. Seite 317. Gesetz, bettessend die Abänderung des§ 4 des Gesetz te über das Pof⸗ wesen. Seite 318. Gesetz, betreffend die Einfübrung des Gesetzes über die Portofreiheiten in Südhessen. Seite 323. Gesetz, beiressend die Naturalisalson der im Reichsdienfie angestellten Aueländer. Seite 324.— Nr. 33. Gesetz, betreffend die Fesistellung des Reichsbausbalis-Elats für 1876. Scite 325.— Nr. 34. Gesetz bettessend die Ad⸗ änderung des§ 44 des Gesetzes wegen Erbebung der Braufeuer. Seite 377. Verordnung, betressend die Anstellung der Beamten und die Zuständi keit bei ter Verwaltung der Reichsdank. Seite 378. Verordnung, beitessend die Verwaltung des Post⸗ und Telegraphenwesens. Scite 379. Verordnung, betressend die Pensionen und Cautionen det Reichsvank Beamten. Seite 380. Verordnung dettessend die Einschränkung der Gerichtsbarkenten der deuischen Consuln in Egypien. Sete 881. Zelressend: Vorkehrungsmaßregeln gegen ansteckende Krankheiten, hier gegen die Blatternkrankoelt. Friedberg am 5. Januar 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Polizei⸗Verwaltung in Bad⸗Nauheim, den Großh. Polizei-Commissär in Wickstadt und die Großh. Bürgermeistereien. Seit Anfang dieses Monats sind an verschiedenen Orten des Großberzogthums, insbesondere in den Kreisen Darmstadt, Offenbach, Gießen und Friedberg Erkrankungen an Meuschenblatlern vorgekommen und liegt die Befürchtung einer weiteren Verbreitung dieser Seuche nabe. Da see unter diesen Umständen zweckmäßig erscheint, die gesetzlichen Vorschristen in Bezug auf die Blatternktankbeit wiederholt zur allgemeinen Kenntniß zu bringen, so veröffentlichen wir solche in Auftrag Großberzoglichen Ministeriums des Innern vom 30. vorigen Monats zu Nr. M. d. Rn 19,24“ durch nachstehenden Abdruck und beauftragen Sie, deren Inhalt in Ihren Dienstbezirken thunlichst zu verbreiten, und den darin für Sie ent⸗ baltenen Obliegenbeiten gewissenbaft und pünktlich nachzukommen. Trapp. Gesetzliche Bestimmungen und Vorschriften in Bezug auf die Blatternkranunheit. I. Gesetzliche Bestimmungen: gelangt, baben innerbalb 12 Stunden dem betreffenden Kreismedicinalamte hiervon in jedem Einzelfalle unter Angabe von Namen und Wohnung des Kranken, Anzeige zu machen und außerdem, wo die Umstände Be⸗ schleunigung erfordern, sich dieserbalb mit der Ortspolizei in Benehmen zu setzen. 2) Jede Wohnung eines Blatternkranken ist verschlossen zu halten, der Art, daß der Zutritt zu dem Kranken nur dem Pfleger des Kranken möglich ist. 3) Die Pfleger selbst haben sich bis zur Reinigung u. des Reichsstrafgesetzes. §. 327. Wer die Absperrungs- oder Aussichte Maßregeln oder Einfuhrverbote, welche von der zuständigen Behörde zur Verhütung des Einführens oder Verbreitens diner ansteckenden Krankbeit angeordnet worden sind, wissentlich verletzt, wird mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft. Ist in Folge dieser Verletzung* Mensch von der ansteckenden ibrer Kleider und ihrers Körpers von Ansteckungsstoff gänzlich des Ver- Kamkeit ergriffen worden, so tritt Gesangnüßstrase von drei Monaten bis kehres mit Anderen zu entbalten. 4) Die Wohnungen Blatternkranker sind zu drei Jabren ein. durch eine in weltbin sichtbarer Weise an der Thüre ans ebrachte Tafel b. des Polizeistrafgesetzes für das Großherzogthum Hessen. zu bezeichnen. In den Landgemeinden ist außerdem durch das Ausschellen Artikel 349. Wer die von der Polizeiverwaltungsbehörde gegen den vor dem Betreten der beireffenden Häuser zu warnen. 5) Das Vecbot des drohenden Einbruch ansleckender Krankheiten unter Menschen angeordneten] Verkehres mit den Wohnungen Blatternkranker schließt Verbot des Be- Sperr- und Sicherungsanslalten verletzt, wird mit einer Geldbuße von suchts von Kirche, Schule, Wirtbsbäusern, Versammlungen, Fabriken, 3 bis 20 fl. oder Gefängniß bis zu 8 Tagen bestraft, Benutzung von Post und Eisenbahn, für die Mitbewohner einer Wohnung, Artikel 350. Wer die beim wirklichen Ausbruche einer ansteckenden in welcher die Krankheit ausgebrochen ist, ein. 60 Wenn die besonderen Krankheit unter Menschen von der Polizeiverwallung zur Abwendung der Umstände die Durchführung der Absonderung eines Kranken in seiner Gefahren und gegen Verbreitung der Krankhtiten angeordneten Sperr— Wohnung nicht erlauben, so ist dieselbe entweder von den Mitbewobnern und Sicherungs-Anstalten verletzt, wird mit einer Geldbuße von 5 bis zu räumen oder der Kranke in ein geeignetes Local überzuführen. 7 30 fl. oder Gefängniß von 3 bis 14 Tagen bestraft. Die Aufhebung der Absperrungsmaß regeln geschleht nur auf Antrag des Artikel 351. Wenn bei einem Menschen die Menschen-Blaftern Kreisarztes und nach gebörig durchgeführter Reinigung der Wohnung krankbeit zum Aus bruche kommt, so ist derjenige, welchem dissen Pflege] und des Mobiliars, insbesondere der Kleider der Blatternkranken von obliegt, oter, wenn ein solcher nicht vorhanden, der Hausbesitzer oder Ansteckungestoff, von welcher sich in jedem Einzelfalle die Orts. dessen Stellvertreter, bei Vermeidung einer Strase von 1 bis 10 fl. pollzeibebörde muß überzeugt baben. 8) Der Ortspolizet verpflichtet, ravon der Polizeiverwaltungsbehörde oder einem inländischen] muß zu diesem Zwecke ein, set es durch kürzlich vollzogene Revaceination zur Praxis ermächtigten Arzte die Anzeige zu machen, sobald er von der oder Ueberstehung der Blatternkrankbeit vor Ansteckung gesichertes Personal ansteckenden und gefährlichen Natur der Krankheit Kenntniß erhält. zur Verfügung steben. 9) Es hat ein täglicher peltzetlicher, Besuch Artikel 352. Wer die von der Polizeiverwaltungsbehörde wegen der Häuser Blatternkranker, jedoch nicht der Krankenzie mer selbst, statt⸗ Vernichtung oder Reinigung von Kleidungen, Leinenzeug, Bettwerk oder zufinden, um Ungehörigkeiten zu verhüten und Zuwiderbandlungen gegen anderen Geräthschaften, welche von Personen gebraucht worden sind, dien diese Vorschriften zur Anzeige zu bringen, sowie um Herbeischaffung der an einer ansteckenden Krankheit darniedergelegen, ertheilten Vorschriften Lebensmittel und Arzuclen nöthigen Fallee zu vermitteln. 10) Zur nicht befolgt, wird mit einer Geldbuße von 3 bis 20 fl. oder Gesängniß Reinigung von Ansteckungestoff wirt in den Kranlenzimmern bei ver⸗ bis zu 8 Tagen bestraft; außerdem werden jene Gegen ände confieeirt.] schlossenen Thüren und Fenstern/ Pfund Schwefel verbraunt und das 1 Zimmer mindestens 3 Stunden lang dem sich bierbei bildenden Schwesel— II. Aufsichtsmastregeln. dampf ausgesetzt, später gründlich ausgelüftet. In den Krankenzimmern Als Absperrungs-, Aussichte Maßregeln und Einsuhrverbote zur befindliche werthlose Gegenstände, wie Bettstrob, werden veebrannt, Bett- Verhütung des Einführens und Verbreitens der Blatternkrankheit im] zeug, Vorhänge, Kleider u. fw. entweder sofort in sedendes Wasser Sinne des§. 327 bes deutschen Strafgesetzbuches gelten, außer denn f eingetaucht und gebleicht oder in einem engen Bebälter dem Dampf vet Besummungen des Polizei Strafgesetzee, solgende Vorschriften: 1) Aerzte, brennendem Schwefel minvestens eine Stunde lang ausgesecht. Auch zu deren Kenntniß das Vorkommen eines Falles von Blatternkrankheit[ halbstündige Einwirkung einer Hitze von mehr als 600 Graden u ist bierbe lelchterer oder schwerer Form oder von Wasserblattern bei Erwachsenen zulässig. 11) Bei Todesfällen, namentlich bel Beerdigung san Blattern bid an a„„ 5 Nen 7* N N 7 1 9 abzulehnen, weil zu einer solchen Lieferung die vor⸗ N.. 15 ö ö 1 bel Verstorbener ist nur der Zutritt der mit der Beerdigung Beauftragten und 13) Wo die Durchführung der Absperrungsmaßregeln es erheischt, tritt 1 1 Krankenpfleger zulässig. Ein verpichter, sest verschlossener und Chlorkalk Erhaltung der verdienstlos Gewordenen auf Gemeindekosten ein. 14) 0 U enthaltender Sarg ist anzuwenden, ein vor Ansteckung gesichertes Personal[Bei dem Auftreten der Blatterkrankheit in einer Gemeinde hat die Orts- ö baer zum Leichentransport zu verwenden. Nach dem Zuschütten des Grabes polizeibebörde sofort zur Impfung vorhandener ungeimpfter Kinder, sowie 0 Ale und Entfernen aller mit der Leiche in Berührung gewesener Personen und zur Wlederimpfung(Revaceination) der Erwachsenen, als dem einzigen 0 0¹ Gegenstände sind an der Grabstätte Beerdigungsfeierlichkeiten erlaubt.] Mittel sich gegen Blatter nansteckung unempfänglich zu machen, öffentlich e. ben 12) Die Anschaffung der Desinsectionsmittel geschieht nötbigenfalls durch] aufzufordern, Exemplare dieser Vonschriften öffentlich anzuschlagen und 1* a die Orlspolizei, und in Fällen der Vermögenslosigkeit, auf Gemeindekosten.[den Nächstbetheiligten zu bebändigen. a e, ssen ee Betreffend: Die Stalissik der Bewegung der Bevölkerung. Friedberg am 4. Januar 1876.— 10 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 0 100 Aus dem beifolgenden Ausschreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 15. vorigen Monats zu Nr. 18,621 wollen 2 Sie entnehmen, daß mit Wirkung vom 1. Januar laufenden Jahres die statistischen Nachweise über die Geburten, Eheschließungen und 0. Sterbefälle nach der in der weiter angeschlossenen„Anleitung für die Großherzoglichen Bürgermeistereien und Standes⸗ 4 beamten ꝛc.“ enthaltenen Vorschriften erhoben werden sollen, und daß die seitherigen Vorschriften über die Führung der Register über die f 4 Geburten, Sterbefälle und Heirathen außer Wirksamkeit getreten sind, während solche uber die Register der Zuzüge und Wegzüge unter den* demnächst erfolgenden Abänderungen bestehen bleiben. Wir empfehlen Ihnen, sich nach der erwähnten Anleitung pünktlichst zu bemessen und 1 ah die für die eingeführten Zählkarten erforderlichen Notizen aus den Standesregistern zu entnehmen, beziehungsweise durch Befragen der An- fhrung meldenden sich zu verschaffen und die ausgefüllten Fragekarten nach 8 6 der Anleitung am 10. des auf den Quartalsschluß folgenden Monats Ferie an das Sekretariat der Großherzoglichen Centralstelle für die Landes-Statistik einzusenden. Ter a p p. 1 ü„ 1 licht bela Betreffend: Die Stalistik der Taubstummen im Großherzogthum Hessen. Friedberg den 6. Januar 1376. f cettsäuge — 7 f. g*„ 1 umme Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Schulvorstände des Kreises. d dee Wir erinnern Sie an die Einsendung der in rubricirtem Betreff zu erstattenden Berichte, insoweit dies noch nicht geschehen ist, binnen 8 Tagen. 2 Ter a p p. 15 t 9— Bekanntmachung. uuthige⸗ Heinrich Schwab von Bad⸗ Nauheim, Hauabursche daselbst, 25 Jahre alt, mit blonden Haaren, schwachem Bart und mittlerer 3 Statur wurde am 30. vorigen Monats, Abends, zuletzt in Wisselsheim in betrunkenem Zustande geseben und wird seitdem vermißt. Derselbe trug* damals einen grauen Schützen rock, braune Beinkleider, roth und weiße Strümpfe, Schuhe und eine Mütze nach österreichischem Schnitt und leidet an Fallsucht. melt Die Großherzoglichen Bürgermeistereien und Großherzogliche Gensdarmerie wollen nach dem Vermißten, der höchstwahrscheinlich verunglückt Dresch ist, recherchiren und im Ermittelungsfalle uns und Großherzoglicher Polizeiverwaltung Bad⸗Nauheim Mittheilung machen. ul Friedberg den 6. Januar 1876. Großberzogliches Kreisamt Friedberg. f 3 Ter a p p. 0 5 10 —̃ ˙* 1 Darm Deutsches Reich. der Besetzung eben derselben beiden Stellen weitere handenen Maschinen nicht hinreichen, eine kostspielige 1 Mainz, 5. Jan. Wegen wiederholter Zu⸗ 6000 Mark angedroht. Auschaffung von Maschinen aber nicht räthlich wäre, von bie kt widerhandlung gegen die preußischen Mai-Gesetze Bamberg. Das erzbischöfliche General- weil möglicherweise ein Aussuhr⸗Verbot eintreten Cbecleß und der Gehülfenschaft hierzu ist gegen den Bischof Vicariat zu Bamberg hat angeordnet, die Sterbe⸗ könnte. 188 v. Ketteler und den Dom⸗Caplan Dr. Raich auf Sacramente und das kirchliche Begräbniß Denjenigen Frankreich. Paris. Einem Telegramm. Andringen der preußischen Staats- Anwaltschaft in zu verweigern, welche sich mit der bloßen Civilehe der„Times“ von hier vom 4. Januar zufolge gesehen. Wiesbaden eine zweite Untersuchung eingeleitet begnügt haben. hat die französische Regierung nach Empfang der S dau! worden. Das Vergehen besteht bei Ersterem in Karlsruhe. Die„Karlsr. Zeitung“ stellt Note Andrassy's der britischen Regierung den— dem Auftrag, bei dem Letzteren in der Ausführung den immer wiederkehrenden Gerüchten über eine Wunsch ausgesprochen, gemeinsam mit ihr zu handeln. Mur des Auftrags zur Vornahme geistlicher Amts⸗Hand- Minister-Krisis die aus zuverlässigster Qualle ge— 6. Jan. Die„Times“ meldet von hier i eller lungen in der Pfarrei Rödelheim. Die erste schöpfte bestimmte Erklärung entargen, daß von die französische Regierung habe soeben der österreich · zu digen Vernehmung beider Beschuldigten ist heute erfolgt. einer Aenderung der Regierungs-Politik oder des ischen angezeigt, daß sie der, die türkischen Reformen e dach — 6. Jan. Gestern Abend ist der Vertrag Ministeriums schlechthin keine Rede ist. Das betreffenden Note Andrassy's ohne Vorbehalt beitrete. ee zwischen der Hessischen Ludwigsbahn und der Blatt spricht das Vertrauen aus, daß alle be-— Die nanmehr in drei Fakultäten(Natur-— Stadt Mainz wegen Umführung der Bahn unter- sonnenen Freunde des Vaterlandes und der bis⸗ Wissenschaften, schöne Literatur und Rechte⸗Wissen⸗ ee zeichnet worden. herigen erprobten Regierungs Politik dieselbe auch schaft) nach den Erfordernissen des Gesetzes voll⸗ nommen . Berlin. Die„Prov.⸗Corr.“ meldet: Der fortan mit Hingebung unterstützen werden. ständig constituirte katholische Universität von re preußische Landtag wird zum 15. Jan,, spätestens 1 Paris soll nächsten Montag von dem Erzbischof. f zum 16. Jan. einberufen und wird ihm alsbald Ausland. Cardinal Guibert feierlich eingeweiht werden. 3 5 der Haushalts ⸗Etat vorgelegt werden. Den am Oesterreich Ungarn. Wien. Das Belgien. Brüssel, 4. Jan. Ein Tele- f 2 m0 9 19. Januar wieder zusammentretenden Reichstag türkische Reform Projeck des Grafen Andrassy gramm des Bürgermeisters von Louvisre an das des au 10 werde den Landtag spätestens Mitte Februar wieder hat, wie in Regierungs⸗Kreisen verlautet, in Rom„Echo du Parlement“ dementirt die Nachricht 9 Verspi 1 ablösen. Die Berathung der großen Reichs. uud Paris eine günstige Aufnahme gefunden.— von Unruhen, welche unter den Arbeitern der* 175 Justiz-Gesetze dürfte kaum vor dem Herbste statt- Die Aubhenlicität der Nachricht, daß demnächst Kohlen- Gruben ausgebrochen seien. 8 70 5 finden können. die Krönung des Kronprinzen Rudolph zum Könige Großbritannien. London. Der Vice⸗ N 1— Es ist erwiesen, daß der Züricher Verleger von Ungarn stattfinden werde, stößt auf entschiedenen] König und General- Gouverneur von Britisch⸗ ö 1 der Broschüre„Pro nihilo“ den Versuch machte, Zweifel.— Die in Pest eingeleiteten Verzand Indien, Lord Northbrook, hat sein Amt niederge:“ K 9 den angekündigten zweiten Theil unter verändertem lungen wegen des neuen österreich ungarischen legt. Lord Lytton ist zum Nachfolger ernannt worden. 0 4 Titel und mit anderem Umschlag in Deutschland Zoll⸗Bündnisses dauern fort. Türkei. Konstantinopel. Die Pforte 1 Deb 167 einzuschmuggeln, was die Polizei durch sofortige— Die„Times“ erfährt über den Inhalt sandte an die Valis Instructionen wegen der 3 1 Beschlagnahme zu verhindern suchte. der jüngsten Note Andrassy's, daß dieselbe nur Wahl der Mitglieder der Tribunale und Provinzial Vamil 15— Fürst Bismarck wendet, wie man hört, die insurgirten türkischen Provinzen betreffe und Räthe.— Es verlautet gerüchtweise, der Com- Spinr 13 andauernd dem Vorgange zu Bremerhaven das in keiner Weise eine Controle über die von der missar der Pforte in der Herzegowina, Server Hesssse 1 lebhafteste Interesse zu und hat von veischiedenen Pforte vorzunehmende Ausführung der Reformen Pascha, werde zurückberufen. Gusta 11 Autoritäten Rechts⸗ Gutachten eingefordert, um Seitens der sechs Vertreter der Großmächte in Rußland. Peterburg. Im„Kiewlanin“ 0 La 1 danach eventuell weitere Anordnungen bezüglich Konstantinopel vorschlage. ist im December ein Contumacial⸗Erkenntniß des ande 1 der in dem deutschen Straf-Gesetzbuche solchen— Trotz früherer Dementis geht der Vatican Kiewer Kreisgerichts veröffentlicht, wodurch der 0 9 14 Vorfällen gegenüber vorhandenen Lücken zu treffen. auf die Trennung der Breslauer Diöcese ein, ehemalige, schon 13 Jahre im Ausland befindliche Lahrer 5 9 i Es verlautet, daß auch Seitens anderer Bundes, indem er diese kaum erwartete Nachgiebigkeit damit] Studenk Anton Jurjewicz wegen einet ganzen Deusse 0 1 Regierungen ähnliche Anregungen hier gemacht motivirt, es gelte, dem Cuktur⸗Kampf soviel Boden Reihe von politischen Verbrechen zur Deportation 1 Kathol 15 worden seien, und im Ganzen bereits vier auf als möglich zu entziehen und die Leiden der nach Sibirien verurtheilt wird. Unter Anderm del 0 2 Gegenstand bezügliche Berichte zu weiterem Gläubigen zu mildern. bal er den dringenden Verdacht auf sich geladen,. 1 Befinden vorlägen. a Prag. Bei der Actien-Gesellschaft Sellier u. daß er schon vor dem polnischen Ausstande, als d. Hildesheim. Der Bischof von Hildesheim Bellot wurde von der serbischen Regierung die An⸗ er 1862 im Auslande sich aufhielt, Mitglied 0 erhielt vom Ober ⸗Präsidenten die Insinuation, fertigung von vierzig Millionen Metall-Patronen für einer Verschwörung war, welche die Ermordung 0 1 wegen Nicht- Besetzung der Pfarren zu Goslar Hinferlader, binnen Jahresfrist lieferbar, bestellt. der drei Monarchen von Rußland, Preußen und i und Groß⸗ Düngen wieder eine Strafe von 6000 M. Der Verwaltungs⸗Rath beschloß aber, die Bestellung Oesterreich, die damals in Kissingen weilten, bee. zu zahlen. Dazu wurden bei fernerer Unterlassung zweckte.„Wenn dieser Verschwörungs-Plan Frae j ö 0 . Deng. „eie 1 ige „„.. lich * und ö 7 eden gen 299 dudes, 25 dit 1 et den den ond 1 An, en Lagtz 1 — Fal facht. 7.* — zan N eig: 2 — I beitreit dei vel e- NE Tale 4 L Init —* er Der Bie duni reti. itte 1 pen bie? D 9 N a d guet 5 Rn 1 kt nn . n 1 4 91 Il ae 13 5 10 en * 4 e * 1 1. 5 1 * ——ä z—— 1 es in dem kreisgerichtlichen Erkenntniß) nicht zur Ausfübrung kam, so ist dies einzig und allein dem Umstande zu verdanken, daß es den Ver- schworenen an Geld fehlte.“ Aegypten. Caro. Ragheb Pascha ist, zum Handelsminister ernannt worden, wodurch das Handelsministerium von nun an von dem der auswärtigen Angelegenheiten getrennt ist. Nubar Pascha, Minister des Aeußern, dat in Folge dessen seine Demission gegeben, indem er die Vereinigung der zwei Ministerien für unumgäng- lich nothwendig erklärte. Seine Demission wurde angenommen und Scherif Pascha zum Minister des Aeußern ernannt. Aus Stadt und Land. Friedberg, 7. Januar. Bei der heute auf hiesigem Rathbause staltgefundenen Abstimmung über die Frage, ob Confessions⸗ oder Communal⸗Schulen, wurde die Ein— führung der Letzteren mit 21 gegen 18 Stimmen deschlossen Friedberg. Das am 16. Januar staufindende Con; cett des Cäcilten-Veteins verspricht in diesem Jahre einen besondeten Genuß. Außer mehreren Mitgliedern des rühm— Lärm schlug die Anker⸗Wache, und dann slürzten die armen Burschen in der wildesten Verwirrung auf das Verdeck. Dies dauerte indeß nur einen Augenblick, indem lichst bekannten Cäcilien⸗Vereins von Frankfurt wird Con⸗ cettsänger Ruf von Mainz mit seiner ausgezeichneten Summe uns ersteuen. Von Ruf sagt ein Concentbericht der letzten Woche:„Die Palme des Abends gebührt in dessen unserem liebenswürdigen Sänger Ruf, dessen aus— gezeichnete Wiedergabe der Tenor parthie(„Paulus“), die sowobhl eine bohe technische Geschicklichkeln, als Geschmack und schönen Ausdruck in sich schloß, verdient unsere volle Anerkennung. Er verstand das Publicum mit seiner an, mutyigen, metallreichen Stimme zu sortwährendem Bei⸗ sallssturme hinzureißen, der sich zu nicht endenwollendem Dacapo Rufen steigerte, als er die prachtvolle „Sei getreu bis in den Tod,“ gesungen.“ Melbach, 6. Januar. Heute verunglückte ein dei der Dreschmaschine beschäftigter Mann. Detselde warf die ein⸗ zulegenden Garden don dem Boden herab, unter welchem die Maschine stand; ob er bei dieser Arbeit nun schwindclig geworden, oder was sonst schuld war, genug, et stürzile berab, und die Maschine faßte und tödtete ihn augenblicklich. Darmstadt. Auf dem statistischen Burcau dahier herrscht eben eine emsige Thätigkeit. An alle Standesbeamte des Landes werden nämlich Formulare versandt, auf welche von diesen alle in ibrem Bezirk vorkommenden Geburten, Eheschließungen. Todesfälle verzeichnet werden sollen. Die Formulare baben ganz das Aussehen der für Volke⸗ zäblung benutzten Zäblkarten und ebenso wie bei letzteren ist für jeden einzelnen Fall ein besonderes Bläuchen vor⸗ gesehen. Die Fragen sind sebr speciell und werden für die Statistik ein Außerst werthvolles Material liefern; so wire bezüglich der Geburten z. B. auch nach det Stunde Geburt, nach dem Alter des Vaters, dem Alter Mutter und serner darnach geiragt, in der wievielten Ehe die Eltern stehen. Wie wir hören, geht die Initiative zu diesen Aussiellungen vom Reich aus und beschränken sich dieselben also nicht auf das Großberzogthum Hessen sondern sinden in ganz Deuschland statt. Natürlich sind diese wichtigen Maßnahmen erst möglich geworden, seit durch das Civiletzegesetz die Beurkundung Personen⸗ standes in einheitlicher Weise durch Staatsbeamte vorge die ots nommen wird, und erweist sich dieses Gesetz auch nach dieset Richtung bin als segensreich. Allerlei London, 3. Jan. Heute(Montag) früh zwischen 2 und 3 Uhr— meldet das„Eche“— brach an Bord des auf der Höhe von Woolwich stationirten Schulschiffes „Warspite“ Feuer aus.(Es ist dies nicht zu verwechseln mit dem neulich verbrannten Schulschiff„Goliaih“.) Ee befanden sich zur Zeit mehr als 200 Knaben an Bord, und die Bestürzung war unbeschr iblich. Den ersten Cavatine det det Braunschwelger 20 Thli.⸗Loose von 1868 Bel der am 31. Dezember stattgefundenen Verloosung wurden folgende höhere Gewinne gezogen 48,000 N. der Geist der Pisciplin die Oberhand über die Furcht fielen auf Nr. 25 der Se. 635; 15,000 M. auf Nr. bekam. Rasch wurden die Boote ing Wasser gelassen, 44 der Se. 578; 7200 M. auf Nr. 36 der Se. 1798 und mit Hülfe anderer vom Gestade herbeigeeilter Boote 3000 M. auf Nr. 23 der Se. 5207. Auszahlung am wurden die Knaben alle glücklich von dem brennenden 31 Marz. Schiffe entfernt und in dem Armenbause in Woolwich Wien, 3. Jan. Bei der heutigen Gewinnzlehung untergebracht. Ihre Rettung geschah nicht einen Augen- der Oesterreichischen Credit-Anstalt fielen: der Haupt⸗ blick zu zeig; denn die Flammen griffen mit rasender treffer auf Se. 2235 Nr. 63, 40,000 fl. auf Se. 3637 Schnelligkeit um sich. Das Feuer brach in dem Vorder- Nr. 99, 20.000 fl. auf Se. 725 Nr. 59, je 5000 fl. Castell des Schiffes aus, und trotz aller Anstrengungen auf Se. 3637 N. 8 und Se. 1243 Nr. 4. Die sonst konpte mau desselben nich: Herr werden. Gegen 9 Ubr gezogenen Se. sind: 66 171. 1512 1727 2342 2477 war das Schiff vom Vordertheil bis zum Stern eine 2523 3501 3529 3698. Flammenmasse. Es wurde beschlossen, es in den Grund Oesterte lchlsche Aproc. C.⸗ W. 280 fl.-G o fe zu vohren; aber der niedrige Wasserstand machte dies zu oon 185 4.) Wien, 3. J 371 8 176 5 4.) Wien, 3. Jan. Bei der gestrigen Ziehung einer Unmöglichkeil., In Woolwich, wo viele Verwandte wurden folgende Se. gezogen: 98 265 285 831 852 und Freunde der Knaben wohnen, hertscht die größte Be. 1239 1372 14 3 1490 1670 1746 192 9 1 39 137 3 1 1 746 1921 1935 2060 stürzung, da es bis jetzt noch nicht gewiß ist, daß kein 2200 2245 2486 2503 2581 2694 2824 2840 2850 g 1 292. 2. 2 2 2 1 350 Menschenleben umgekommen sind. Das Schiff brennt 2886 339/ 3358 470 3501 3674 3683 3770 3821 noch immet. Was dite Eutstebung des Brandes beteifft, 8 25 0 255 W so ist viel Grund zu der Befürchtung vorhanden, daß das 5 Unglück das vor hche und 4 Werk einiger der an Handel und Verkehr Bord des Schiffes befinelschen Knaben war. Ein Knabe Frankfurt, 5. Jan. Der beulige Heu⸗und Stroh⸗ will zwei seiner Mitschüler kurz vor dem Ausbruche aue markt war gut befabren. Heu kostete je nach Qual. per dem Krankenverschlage kommen geseben haben. Ceninet Mk. 4—5. 60. Sttob per Centner Mk. 3—4. Palermo. Wie aus Catania geschtieben wird, be(Heu stellie sich verflossenes Jahr im Ourchschnitt auf innt gegenwärtig, we der Vesuv zu rumoren angefangen Mk. 5.65 und Stroh auf Mk. 3.64.) Butter im Groß⸗ bat, auch der Aelna wieder bedenkliche Lebenszeichen von handel J. Qual. das Pfund M. 0.91, 2. Qual. M. 0.86, sich zu geben. Vor wenigen Tagen sab man auf det zst⸗ 1. Qual. im Kleintandel das Pfund M. 1.6, 2. Qual. lichen Seue des Berges einem der secundäten Krater dichten M. 0.97, Tafelbutter M. 1.14. Eiet, das Hundert 1 ziemlich röthlichen Rauch enisteigen. Von Acireaf italienische. M. 8.20, frische M. 6.86, Kalk⸗ Euer M. 5.48. aus beobachtete man außer dem Rauch auch wuklich Mainz, 5. Januar. Producten⸗Markti. Watzen ver Feuerflammen, und es kommen von Zeit zu Zeit wellen] März, 21.—, per Mai 21.15. Roggen per März 15.45, förmige Erostöße vor, die allerdings bisher von keiner] pet Mai 15.60. Hafer per März 17.40. ver Mal 17.60 sonderlichen Stärke waren. Rübzt per März—.—. per Mai 36.50. Verloosungen. Geld Cours. Groß h. Hessische 50 fl. Loose. Darmstadt. Frankfurt am 6. Januar 1876 Bei der fortgesetzten Ziehung wurden folgende Num⸗—— mern gezogen: Nr. 64318 5000 fl., Nr. 16059 4000 fl., Pistolen%%% ᷑ VV G. Nr. 7983 1000 fl. Nr. 5443 8844 23151 64914 78795 Bolländische fl. 10 Stücke.„ 16 65 G. je 500 fl., Nr. 686 16 10,000 fl., Nr. 50505 2000 fl., Ducaten. 5 F 5 9 46—51 Nr. 32018 44866 79715 94127 119279 je 1000 fl.,] Ducaten al mar„ 9 52—57 Nr. 11553 25718 51354 59176 98765 121204 je 500 fl., 20 ⸗Frankenst 32 1 Nr. 11066 18365 25934 37181 113831 je 1000 fl., Englische Soveret 20 28—33 Nr 54120 57221 104697 120073 je 500 fl. Kussische Imper i„ dessach Let vigs bahn. Mainz, 4. December. Ehem. ollars in Gol 116 19 Frankfurt⸗Hananer Eisenbahn⸗ Prioritäten von 1858. Lit. D. Nr. N 79 119 130 261 267 371. Lit. E. Nr. 21 39 40 60 81. 91 121 209 278 339 eee 412 538 588 641. Lit. F. Nr. 38 18 61 97 150 236 1120 Oresel M 3 301 310 337 474 382. Lit. G. Nr. 42 126 157 170 fl üg 7 Maschi rübmlichf 310 300 366 4% 4, 605 612 615 656 658 682 706 pn Maytartd 1 bomp in Frankfu 785 814 818 848. Zahlbar 1. Juli 1876 neue Häcksel Maschine für Hand⸗ Vormals Nassaulsches Iproe. Staats⸗An⸗struirt, welche alle bisherigen Sy leben von 1862. Wiesbaden, 1. Deember. Lit N. trifft. Diese Maschine, die größte Nr. 1333 1343 1353 1363 2006 2469 2579 353 760 Häcksel⸗Masch ne für Handbetrieb, 3911 4361 4371 4381 4391 4401 4432 489 5352 von 32 Cer reit, und 8½ 5362 5382 5392 5441 54061 5562 5572 5641. Lit. O.] Breite und wie sie bei einer Häcksel⸗ Maschine far Nr. 183 513 735 747 1446 1457 1582 1709 Lit. P.] Handbetrieb bisber nie erreicht worden ist, dabei geht sie N. 2 272 605 615 675 914 924 934 1255 1895 2459 so leicht, daß eine Knabe sie anhaltend drehen kann. 2479 02 3201 3231 3782 4027 4202 5233 5243] Das Schwun rad, an welchem zwei Messer angeschraubt 5245 5563 6163 6251 6349 6774836 6978 7167 sind, bat 105 Centimeter im Durchmesser und wiegt 7291 7368 7398 7701 7712 7951. Lit. Q. Nr. 72 82112 Pund. 2 außerst einfache Verstellung schneidet 140 167 2908 308 963 990 1226 1236. Zahle 1. Jsie 5 verschiedene Längen Häcksel, ohne Unterschied od April 1876. Lit. N. 216 246 256 670 680 690 700 Heu, Klee 1 Gras. istung per Stunde eirca 600 747 1188 1195 1561 1571 15811591 601 1691 1701 Pfund Häcksel Die Maschine if mit Ausnahme der 1711 1721 1731 2985 3224 3234 3244 3401 5372 Einlagelade ganz aus Stahl und Eisen gebaut, das Fuß⸗ 5632 5642. Lit. O. Nr. 174 191 292 395 405 601 gestell aus Schmiede-Gisen 800 890 1270 1594. Lit. P. Vr. 690 775 785 980 Mehrere Tausend Exemplare wurden von obiger 986 996 1000 1239 1321 2016 2026 2351 2925 2975 Firma abgesetzt, welches genügender Beweis für vorzüg 2999 3026 3029 3046 3384 3971 3981 5073 5083 liche Qualität und Preiswürdigkeit. 5 5165 5175 5235 5821 6369 6440 6872 7318 7351 Die Fabrikanten Pa. Mayfarth& Comp. in Frank 7358 7361 79838. Lit. Q. Nr. 278 288 487 447 606 furt a. M. ertheilen jede weitere Auskunft gerne 777 1151 1421 1505 1910. Zahlbar 1. October 1876. schreibe nur dahin Kalender pro 187 76. Do heimkalender. M. 1. 509 Familienkalender. 4 N.„— 50„ S ne Hessischer Hausfreund.„— 25, Gustav-Adolf-Kalender.„— 25, Landkalender 1 N e —diucchschessen„ 18, Lahrer Hinkende Bote.„— 30, Deutscher Reichsbote.„— 30, Katholischer Bilderkalender 1 Friedberg. Carl Dindernagel. 98 Bei dem Unterzeichneten, stehen 2 sehr gute junge Pferde zu verkaufen. J. Ohmeis, ist an eine stille Famille zu vermiethen, Näberes bel der Exped, d. Anz. 91 Ober⸗ Erlenbach. 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Stein häußer.— 22 9 Gottesdienst in der B g kirch 5 Mater 5— 5 B 5 5 5 8 b der Burgkirche: 0 3 1416 Meinen geehrten Kunden diene zur Nachricht, daß Eine kleine Cigarreuspitze Vormittags 9½¼ Uhr: Herr Pfarrer Baur. 1 dar 1 ich meine Weißnäherei fortbetreibe. e Srloeferat F an Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Degel. Ir U 39 E Th bn. f urde am Sy vesterabend auf der 8 aiser⸗ a Asser 1 Frau mma umm, straße dahier verloren. Der redliche Finder wird ge— Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 0 1 geb. Zimmermann, beten, die selbe an die Exped. d. Anz. abzugeben. 88 Druck und Verlag vor Carl Vindernagel 4 1 1(Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 2 und eine Beilage.) 1 ens, 8 —ů— fische derts, er Beilage. Hberhessischer Anzeiger. 4. Fortbildungsschule zu Friedberg Der Unterricht an der Fortbildungsschule dahier wird Montag, 10. Januar, seinen Anfang nehmen. Jedem einzelnen der in hiesiger Stadt sich auf— daltenden, aus der Schule entlassenen Knaben, welche nach Maßgabe des Schulgesetzes und auf Grund des Erlasses Großherzoglichen Ministeriums des Innern, Abtheilung für Schulangelegenbeiten, vom 13 Juli 1875 aufgestellten und von Groß- herzoglicher Kreisschulcommission genehmigten Ver- zeichnisses zum Besuch der Fortbildungsschule ver— pflichtet sind, sowie deren Eltern oder Dienstherren wird zwar besondere Mittheilung zugehen; die Wichtigkeit der Sache veranlaßt uns aber, hiermit auch öffentlich die Aufforderung an erstere zu richten, an dem genannten Tage Abends um ½8 Uhr mit einem Schreibheft versehen im nörd— lichen Saale des mittleren Stockes im Schul— gebäude der Musterschule sich einzufinben. Der Unterricht wird an drei Wochenabenden, Montags, Dienstags und Donnerstags, von ½8— ½ 10 Uhr stattfinden. An dem Verhältniß der Handwerker— schüler zu der von ihnen besuchten Schule wird wie des Lebene der menschlichen Gesellschaft, auf durch die Einrichtung der Fortbildungsschule nichts geändert; nur ist zu bemerken, daß dieselben den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend ins Ber— zrichniß der Fortbildungsschüler eingetragen werden müssen, sobald sie etwa aus der Handwerkerschule austreten. Beide Anstalten werden übrigens für die meisten Unterrichtsgegenstände in innige Ver— bindung treten. Indem wir auf Art. 17 der Instruction für die Schulvorstände vom 21. September 1874 und auf Ar. 25 des Schulgesetzes vom 16. Juni 1874 binweisen, wonach die Eltern oder deren Stellvertreter für jede unerlaubte Versäumniß des Fortbildungsunterrichtes in eine Strafe von 20 Pf., im Wicderbolungsfalle von 40 Pf. zu nehmen sind, Lehrberren, Dienstherrschasten oder Arbeit— 7 . ö geber, die ihren Lehrlingen, Dienern oder Ar— beitern die zum Besuch der Fortbildungsschule nöthige Zeit nicht einräumen, eine Polizeistrafe von 2— 30 Mark treffen soll,— glauben wir die zuversichilsche Erwartung eussprechen zu dürfen, daß alle Einwohner unserer Stadt wie den In— teressen unstrer Schulen überhaupt, so inebesondere demjenigen der Fortbildungsschule, wie und wo sich ihnen Gelegenheit dazu bictet, ihre moralische Unterstützung zuwenden, und daß namentlich die Eltern oder Dienstherren unserer Fortbildungs— schüler es als ihre ernste Verpflichtung erkennen werden, die Zwecke der Fortbildungsschule mit dem ganzen Einfluß, der ihnen zu Gebote steht, fördern zu helfen. Sie werden dies in der Ueber- zeugung thun, daß es nur dann und nur so lange wohl mit unserm Volke stehen wird, als die heranwachsende Jugend erzogen wird zu in— telligenten, strebsamen, rechtschaffenen und braven Menschen. Dazu nun soll und will die Fort— bildungsschule mithelfen. Sie soll die Fäden wieder aufnehmen, welche die Kinderschule hat müssen fallen lassen, und die bereits erwerbenen Kenntnisse befestigen, erweitern und vervollständigen. 745 soll mehr noch thun. Ihre Zwecke sind ge— wofür nun bei dem Schüler die günstigste Zeit gekommen, auf Anbahnung des rechten Verständ— nisses für die Verbältnisse und Pflichten des eigenen Erzeugung guter Grundsaͤtze und Befestigung einer edlen Gesinnung, auf Bekämpfung der Zerfahren-— beit, Energiclosigkeit, der Robhbeit und Lüdeilich— keit, die sich vielfach dei unserer Jugend breit machen möchte. Das Verhalten der heranreifen- den Jugend ist ein Maßstab dafür, was für die künftigen Geschicke unseres Volkes zu hoffen und zu fürchten steht. Daber das Wohlgefallen, womit der Menschensreund auf einen gutgearteten Jüng— ling sicht, daher auch der Abscheu und die Be— kümmerniß, womit ihn der Anblick einer zucht losen, entarteten Jugend erfüllt Was aber der Mensch werden soll, dazu muß er erzogen werden, und dazu dedarf ser der plan- mäßigen Unterwtisung, Belehrung, Zurechtweisung, Warnung, der geistigen Erhebung, die ein guter Unterricht gewährt, namentlich in den Jahren, wo es in der jungen Brust zu gähren und zu drängen ansängt und der Unverstaud und die ZJügellosig— keit die Alleinherrschaft über das noch willens- schwache Menschenkind an sich reißen möchte. mancher junge Mensch ist ein faules Glied der Gesellschaft geworden nur darum, weil in der! richtet auf Entwickelung der Denk- und Thatkraft, Wie gefäbrlichsten Periode seiner Entwicklung sich Nie mand um ihn gekümmert hat. Die alten Formen des socialen Lebens sind zertrümmert, das Zunft— wesen z. B. mit seiner festen Gliederung und seinem Halt und seiner Zucht für den gewerbs— beflissenen jungen Menschen hatte sich überlebt und mußte beseitigt werden; ein genügender Ersatz für seine Formen ist aber noch nicht allenthalben gefunden, und die Entwickelung eines Theiles uuserer Jugend hat untet diesem Mangel zu leiden. Alle Einsichtigen und Wohlmeinenden haben darum die gtsetzliche Einrichtung det Fertbildungs— schule als eine nothwendige Ergänzung der Volks schule und eine Wohlthat für die derselben ent— wachsene Jugend mit Freuden begrüßt, und es ist gewiß ein beredtes Zeichen, daß ein guter Geist in einer Gemeinde herrscht, wenn Zucht und Eifer zum Lernen bei ihrer Jugend in der Fortbildungsschule zu finden ist, während anderer— seits det Schluß nur allzu nahe liegt, daß Lüder— lichkeit und Zerrüttung die Obersand haben da, wo die Jugend lieber auf der Straße lungern oder in den Wirthehäusern liegen möchte, als einige Stunden in nützlichen Keuntaissen sich zu üben, um geschickt und tüchtig für den Lebens- beruf zu werden. Daß die hiesige Fortbildungsschule jetzt erst eröffnet werden kann, bat seinen Grund in Sachen, nicht in Personen. Ist sie aber auch die letzte im Kreise Friedberg, die ihre Wirksamkeit beginnt, so wird sie hoffentlich nicht die letzte sein biusicht⸗ lich des Guten, das sie ttiften wird. Daß dies aber geschehe, dazu reicht nicht die Tüchtigkeit und der Fleiß dern Lehrer, nicht die Wachsamkeit des Vorstandes aue; das bängt ab von dem Eifer und der Empfänglichkelt, womit die Fortbildungs- schüler dem Unterricht entgegenkommen. Ditse Empfänglichktit aber wird gedeihen oder verküm- mern je nach dem Werth, der in der Familie derselben auf derle' Dinge gelegt wire, nach dem, was die Erwachsenen darüber äußern. Wir wenden uns darum an die Einsicht und den ge— sunden Sinn Aller, die es angeht: Helfe Jeder, daß aus den Knaben Männer werden, die etwas taugen. Für den Schulvorstand der Fortbildungsschule: Ad. Steinhäußer. Zitsch, Oberlehrer. Hofraithe-Versteigerung. 12 Mittwoch den 12. Januar 1876, Vormittags 1 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die Hofraithe der Jean Peter Hilbrechts Erben, in welcher schon seit Jahren ein frequentes Geschäft betrieben worden ist, nochmals öffent— lich an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 28. Dezember 1870. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Saane, Mobiliar-Versteigerung. 11 Donnerstag den 13. Januar 1876, Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in der Behausung des Metzger— meisters Heinrich Gerth dahier folgende Moblliar— gegenstände gegen gleich baare Zahlung versteigert werden, als: Wirthstische, Bänke, Stühle, 1 Büffet, Bettstellen Kleiderschränke, Commoden, I Wanduhr, Spiegel Kleider, Weißzeug, Küchengeräthschaften, Metzger— handwerksgeschirr u. s. w. Friedberg den 28. Dezember 1875. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. es. Arbeits⸗Versteigerung. 50 Die zur Wiederherstellung resp. Wölbung der Brücke über den Wetterfluß bel Bauernheim erforderlichen Ar— beiten und Lieferungen sollen Montag den 10. Januar 1876, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause zu Bauern- heim einer öffentlichen Vergebung ausgesetzt werden Der Kostenanschlag enthalt: M. Pf. Maurerarbeit 713 73 Steinhauerarbeit 820 37 Zimmerarbeit 403 9 Materlallieferung 1129 25 Plan spezleller Kostenanschlag und Bedingungen liegen bel dem Unterzeichneten zur Einsicht offen. Assenheim den 30. Dezember 1875. Wenck, Bezirks bauaufseher. . eee Der Maurermeister Wilhelm Altvater zu Bruch⸗ hat bei Gericht angezeigt, daß er zur Befriedigung seinex Gläubiger außer Stande set. Zur Abwendung des förmlichen Coneurses und zum Versuch der Güte wird Termin auf den 0 28. Januar 1876, Vormittags 9— 10 Uhr, in das Local des unterzeichneten Gerichts(Bangert 2) anberaumt, wozu die Gläubiger des zꝛc. Altvater unter dem Rechtsnachtheil, daß die Nichterscheinenden als dem Beschluß der Mehrheit beitretend anzusehen find, ein geladen werden. Ein etwaiger Vergleichsbescheid wird nur durch An— schlag am Gerichtsbrett bekannt gemacht. Hanau, 24. Dezember 875. Koͤnigliches Amtsgericht, Abtheilung II. nnn dt 0 köbel Winkler Dünger ⸗Versteigerung. 121 Dienstag den 11. Januar d. J., Nachialttags 2 Uhr, soll eine Parthie Dung aus dem städlischen Faselstall im hiesigen Versorgungshaus öffentlich meist— bletend versteigert werden. Friedberg den 6. Januar 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fou ar. Holz- Versteigerung. 119 Mittwoch den 12. d. M., Vormittags um 10 Uhr anfangend, soll in dem Oppershoser Gemeindewald nach— benanntes Holz meistbietend versteigert werden: 8 Raummeter Klefern-Stockholz, 125 Wellen Kiefern Reis holz, 9 Kiefern Stämme Bau- und Werkholz, 7,19 Kubik— meter haltend, 17 Kiefern⸗Stangen, 2,17 Kubikmeter haltend. Die Zusammenkunft ist auf der Ruhstadt. Oppershofen am 6. Januar 1876. Großherzogliche Bürgermeisteret Oppershofen. Schmid t. eu⸗Lieferun Heu⸗-Lieferung. 108 Dienstag den 11. Januar d. J., Vormittags 11 Uhr, soll die Lieferung von 30—40 Centner Heu für ven städtischen Faselstoll auf hiesigem Rathhaus an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 6. Januar 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. sauer. *— Versteigerung. 122 Freitag den 14. Januar l. J., Nachmittags 2 Ubr, sollen in hiesigem Ralhhause verschiedene Gegenstände als: 1 Brandkiste mit Aufsätzen, 3 Bettstellen, ver⸗ schiedenes Bettwerk und 2 Pferdegeschirre an den Meistbietenden gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 6 Januar 1876. Großherzegliches Ortsgericht Friedberg. Ni u d *— Versteigerung. 80 Montag den 10. d. Mts., Morgens um 9 Uhr anfangend, wollen die Erben des Georg Höres von Boͤnstadt nachfolgende Gegenstaͤnde freiwillig versteigern lassen: 1 Pferd(5 Jahre alt), 6 Stück trächtige und 2 einjährige Rinder, J trächtige Mutterschweine, 11 Stück Läufer, 7 Stück fette Schweine, eine große Parthie Heu, Stroh, Grummet und Spreu, ungefähr 200 Malter Kartoffeln, 5 600 Centner Dickwurz, eine Schrotmühle und sonstige Haus geräthscha uten. Bemerkt wird noch, daß mit dem Vieh der Anfang gemacht mird. und Oekonomie— * . ———— ů— — 7 3 8 — —— 2 ————— — — Kapitalaufnahme. Versteigerung vol 107 Die Stadt Friedberg beabfichtigt ein Kapital von 97 Die Lieferung und das Zerschlagen des zur Un 20,000 Merk aufzunehmen. forderlichen Deckmaterlals soll für 1876 in den unten Anmeldungen werden von dem Unterzelchneten ent- in Accord gegeben werden. 1 Straßenarbeiten. bb. — terhaltung der Staatsstraßen im Baubezirk Friedberg er⸗ bemerkten Terminen und Orten an die Wenlzstnehmenden gegen genommen und bemerkt, daß Kapitalien jeder Größe angenommen werden. 11 Der V a 225 Friedberg den 6 Januar 1876. 88 er Verstelzerung 35 Namen ee tene Friedberg. 8 7. der Beuaufsehel 2 8 a 0 Tag. Stunde. Ort. Local. 8 e 1M den 10. J[S876 se Uhr Morg.] Butzbach Gambrinus f H. t d(0. Vormittags 10 Uhr ontag den Januar 91 org.] Bußba 5 ambrinu 2 40 oͤlzer. laben 2. Maiden Nalbbabs die bel der Anlage 2 Dienstag den 11. Januar 1876,10 Uhr Morg.] Bad Nauheim Deutscher Hof 2 und 3 Weide u. Sünner.* von 6 Abfahrten in das Kleingalgenfeld vorkommenden 3 Mittwoch den 12. Januar 18760 Uhr Morg. Reichelsheim Zur Post 1 Stipp. Arbeiten an die Wenigsinebmenden in Aecord gezeben] 4 Donnerstag den 13. Januar 187610 Uhr Morg.JIlbenstadt Zu den drei Hasen b und 7 Konrad u. Stipp. werden, als: Mark Pf. 5Freitag den 14. Januar 1876 10 Uhr Morzg. Okarben Wirthschaft v. Stoßel 6 Schäfer.— Planirarbe'ten lt. Kostenüberschlag 247 80 60 Mon ag den 17. Januar 1876 Uhr Morg. Ober-Eschbach] Brüsseler Hof 12 Michel.— Chaussirarbeiten 356— 7 Dienstag den 18. Januar 1876% Uhr Morg.: Oberwöllstadt] Wirthschaft v. Müller 4 Kreß. Fabren von Shaussirsteinen, 65 Kbm. 97 50 8 Mittwoch den 19. Januar 187610 Uhr Worg. Ober-Rosbach] Wirthschaft v. Ruppel 4 Kreß. Aufsetzen derselben, 65 Küm. 36—90Donnerstag den 20. Januar 18760 Uhr Morg.]Lindheim Gasthaus zum Stern g u. 10 1 und deutess t 150— 5 Mettenheimer. 5 Mauersteinen, 25 Km. 37 50 100 Freitag den 21. Januar 87610 Uhr Morg.] Büdingen Gasthaus zum Stern 1 Kleyensteuber. Aufsetzen derselben, 9 10— 11ʃSamstag den 22. Januar 187600 Uhr Morg. Bönstadt Chausseehaus 8 Jäger. Fahren von Mauersand, 7, 1 Friedberg den 2. Januar 1876. Großherzozliches Kreisbauamt Friedberg. 1 Messen desselben 10 4 2 10 Re u 5. uns sole i 26 lf. Meter D latten,—— 1 7 A. 8 162— 94 Verlag von Eduard Zernin in Darmstadt. Friedberg den 6. Januar 1876. Durch alle Buchhandlungen ist zu beziehen: — Die Verfolgungen der Evangelischen in Böhmen. Versteigerung. Eine ernste Warnung für alle Evangelischen von Dienstag den 11. Januar 876, Vormittags 9½ Uhr, Hermann Daum sollen wegen Aufgabe der Posthalterei 5 a g 1. 10 Pferde, rchid* 5 zu Ae e. 7 Paar leichtere Geschirre, N Preis 1 Mark. f Chaise Gegen Ende des 9. Jahrhunderts hatte ein morgen- dadurch, daß man den Ketzern eine Kirche nach der an⸗ öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden. ländischer Priester dem böhmischen Volke griechisches dern wegnahm und Bibeln und Erbauungsschriften, deren Friedberg den 28. Dezember 18 ö. Ebristenthum gebracht, welches wir hundert Jahre später der Jesult Kontasch allein sechszigtausend vernichtet hat, 64 S. von Helmolt. im Kampfe mit dem Bischof von Prag sehen, der Alles verbrennen ließ.(Die römische Hierarchie fürchtete, wie 93 Mein in der Vorstadt zum Garten gelegener Grab⸗ garten, 145[O Klafter haltend, mit vielen Obstbäumen depflanzt, ist aus freier Hand unter günstigen Zahl⸗ bedingungen zu verkaufen. Friedberg am 5. Januar 1876 5 nach römischer Art eingerichtet wissen wollte. Huß und 2— 4 Hieronymus mußten ihren Versuch, die immer mehr ver⸗ Garten 2 Verkauf. weltlichende Kirche zu reformiren, mit dem Feuertode büßen. Um der auch in Böhmen eingedrungenen Re— formation Einhalt zu thun, brachten die Kaiser im Ein⸗ verständniß mit den Bischoͤfen und den ins Land ge— rufenen Jesuiten die härtesten Maßregeln gegen die Evangelischen in Anwendung. Man schloß alle evange— 5 J lischen Kirchen und wüthete mit den entsetzlichsten Grau—⸗ Conx. Walther Wiuwe. samkeiten gezen die Ketzer, indem man ft den Hunden Verstei gerung. vorwarf, ihnen Zunge und Ohren abschnitt oder sie mit 85 Donnerstag den 13. Januar d. J., Vormittags Tropfbädern zu Tode marterte. Den Mafestätsbrief, 9 Uhr, läßt Unterzeichneter in seiner Behausung nach— durch welchen die Protestanten Erleichterung gehofft batten, folgende Gegenstände öffentlich gegen gleiche baare Zahl- umgingen die Jesuiten, indem sie erklärten, wal der ung versteigern: 3 Pferde, 8(rächtige Kühe, 1 Rind, Kaiser verstegelt habe, könne die Kirche entsiegeln. Nach⸗ 12 Stück Schafe, 2 schwere und 1 leichten Oeconomie- dem durch die Zerstörung der Kirchen zu Klostergrab und wagen mit vollständiger Rükung, s verschiedene Pflüge, Braunau der dreißigjährige Krieg ausgebrschen, fielen 3 Eggen, 1 Ackerwalze, Putzmühle, 1 Rangen mühle, die kaiserlichen Truppen in Böhmen ein, in dessen Haupt— 1 Häckselbank, sämmtliches Pfervegeschirr nebst Acker- stadt ein surchtbares Blutbad angerichtet wurde. Zu— zeschitr, 100 Centner Roggenstrob, eine Parthie Waizen⸗ nächst suchte man die Quellen der Ketzerei zu verstepfen auch heute noch, mit Recht, durch Gestattung einer freien Schriftforschung ihre eigene angemaßte Stellung einzu⸗ büßen, da auf diese Weise den Lalen die Augen geöffnet würden über die verschiedenen Irrthümer, welche in dem System der römischen Lehre und Verfassung enthalten sind.) Böhmen, bis 1620 noch fast ganz protestantisch, ist nicht durch die überzeugende Lehre der Jesuiten, son⸗ dern durch die ihnen beigegebenen Horden der lich ten⸗ stein'schen Dragoner wieder katholisch geworden, welche die Evangelischen mit Säbelhieben in die Messe trieben. Belte Müttern gestatteten sie nicht eher ihre weinenden Säug— linge zu stillen, als bis sie versprochen hatten, kathollssch zu werden. Aber viele ließen sich lieber zu Tode mar⸗ tern, als daß sie ihrem Glauben entsagt hätten. Ander! wanderten zu Tausenden in die angrenzenden Staaten gilon nt aus. Trotz des westfaͤlischen Friedens und trotz allet Fürbitten der auswärtigen Mächte um Duldung der Protestanten wurde ihnen diese erst unter dem mildge⸗ sinnten Joseph II. gewährt. Betres und Haferstroh, Heu, Grummet, Rangen, Kartoffeln, Philipp Heinrich Schudt. e eee, Cutl Heubel, Seisensieder in itdberg,. 14 tr., ½ Cu. 2 fl. 48., empfiehlt beste weiße Kernseise à Pfd. Cir. 3 fl. 30. dite nee 7 1 8* 4 e Mobiliar-Versteigerung. 2 Sorten ehe Kennst„ 4%„%„„„„„ N 1 f e Harzseise(Putzseife) A% IN„ e 92 Mittwoch den 2. d. M., Vormittags 9 Uhr, läßt Schmierseife(braun und weiß) 8 9 3. 71„ die Unterzeichnete in ihrer Behausung verschiedene i 5 1 4 8 2 50 Mobiliargegenstände, namentlich: Bettstellen,! Slavicr, Glyeerin-, Mandel, Cocus- und Rosenseife in schönen Pressungen à Pfund 24 kr. Betreff 1 Küchenschrank mit Aufsatz, 1 Anrichte. 1 Wasserbank, Stearinlichter, Stärke und Parfümerien billigst. Wiederverkäufer billiger. 1 Waschbütte, 1 Regenfaß, 1 Schweinetrog, diverse Stühle Sämmtliche Seifen sind frei von allen der Wäsche nachtheiligen Substanzen. und sonstigen Hausrath, Gartengeräthe ꝛc. ꝛc. öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verstelgern. Verkaufslocal im Hause des Herrn Apotheker Görtz, Kaiserstraße. 16 Friedberg om 5. Januar 1876. Cour. Walther Witlwe. 13 N 5 Liebigs Steinerne Töpfe, San Antonio Fleischextract, 33 für Milch, Fett u. dgl. besonders geeignet, uf bil iestes und bestes Preduet auf Lager in Töpfen allen Größen wieder angekommen bei 2 11 37 1 2/ bid engl. Friedr. Hilbrecht Wittwe M. 1,20. M. 2,20. M. 4. M. 7,50. am Bahnhof. in Friedbelg bei Wiln. Bernbeek. Ein Bäcker, Alle Arken Latten, Diele, Stollen 69 der am Ofen bestehen kann, wird gegen guten Lohn in eine Bäckerei nach Friedberg gesucht; auch kann an 15 sind zu haben bei denselben später die Bäckerei verpachtet oder käuflich Bad Nauheim. Schreinermeister Phil. Kappes. übergeben werden. Näheres bei der Exped. d. Anz. 5 0 Ei M 1d N Die Kalserlieh Königliche in Mädchen, Hof- Chocoladen- Fabrik: 19 Jahre alt, von braven Eltern, beabsichtigt, um sich 1 f 1 noch etwas zu verdienen, eine Stelle, wenn möglich in Gebrüder Stollwerck in Cöln einer größeren Oekonomie, auf Petritag anzunehmen. Auf übergab den Verkauf ihrer Tafel- und Dessert-Choee- Verlangen kann dasselbe nech vor Petrstag eintreten.] laden in Friedberg den Herten Wilh. Bernbeck, Nur Derfenige, welcher auf genannte Person reflektirt, Jin Reiehelsbeim Chr. Langheinz, u Rock en- wolle sich bei der Exped d. Anz. anmelden. 79 berg Apotheker F. Sames. 104 Ein Dienstmädchen Daddel neon für Damen, Poltemon⸗ auf Petritag gesucht. Von wem? sagt die Expedition Ledertaschen nales und Pacher din des Anzeigers. 84 124 bei K. Friedrich. — 77 St ck hierzu 8 eppro 2 heiten 8 30 Corsetten und Moireeschürzen billigst bei Aufla, Geschwister Schloß. Miel ————— C. W. 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