Arlag n N Ati F en jchaft.) ttt 176 Donnerstag den 5. October. . 118. 1876. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. begann ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich Am 1. Octobe Quartal 1 Mark. Postboten baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Anzeigers keine Unterbrechung eintritt und Auswärtige Abonnenten sind gebeten, vollzählige Exemplare geliefert werden können. dreimal erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei den Poststellen vierteljährlich!! M. 25 Pf., Bei der Verlags-Expedition kostet der Anzeiger für das kommende ihre Bestellungen bei den Poststellen oder Die Expedition. Amtlicher Theil. Betreffend: Die öffentliche Versteigerung verfallener und nicht renovirter Pfänder der hiesigen Pfand⸗ und Leihanstalt. Friedberg am 2. October 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Sie, insbesondere diejenigen von Ihnen, deren Angehörige ein Interesse an der Pfänderversteigerung des hiesigen Pfandhauses haben, welche von deren Verwaltung auf Donnerstag den 12. October laufenden Jahres nach dem Oberhessischen Anzeiger anberaumt worden ist, werden beauftragt, den Versteigerungstermin in den Gemeinden veröffentlichen zu lassen. das Interesse des Pfand hauses erfordert, so erwarten wir pünktliche Befolgung auch bei späteren Versteigerungsterminen. Da dies seither öfter zum Schaden von Betheiligten nicht geschehen ist, dies auch * Ter a pep. Deutsches Reich. Darmstadt. Militärdienstnachrichten. Die Seconde⸗Lieutenants der Landwehr Infanterie Schneider, Wittich und Schmitt vom 1. Bataillon 1. Großherzoglich Hessischen Landwehr-Regiments Nr. 115 wurden zu Premier-Lieutenants der Land wehr⸗Infanterie befördert. — An die zweite Kammer war von einer Anzahl freireligiöser Gemeinden das Ersuchen ge— richtet worden, dahin zu wirken, daß aus der Eidesformel jede Beziehung auf das dogmatische Bekenntniß entfernt werde, es war aber nach dem Vorschlage des Ausschusses diesem Ersuchen keine Folge zu geben beschlossen worden. Nach dem nunmehr von dem Ausschuß der ersten Kammer erstatteten Bericht wird vorgeschlagen, diesem Be— schlusse beizutreten.„Nachdem die Particular— Gesetzgebungen— so heißt es im Bericht— in Principienfragen gewöhnlich Hand in Hand mit der Reichsgesetzgebung gehen, aber zur Stunde noch jegliche Gewißheit mangelt, welchen Charakter die allgemeine deutsche Legislation der Formel des Eides einverleiben werde, so kann nur empfohlen werden, den Eingaben keine Folge zu geben.“ Berlin. Die„N. Pr. Ztg.“ schreibt:„Wie wir hören, dürfte der Etat der Militärverwaltung für das Vierteljahr vom 1. Januar bis zum 31. März 1877 in etwa acht Tagen an den Bun- desrath gelangen. Die Militär-Verwaltung hat ebenso, wie andere Ressorts, selbstständige Aufstell⸗ ungen gemacht, und deßhalb wird nicht rund der vierte Theil der diesjährigen Etatssumme gefordert werden, wenn auch nicht anzunehmen ist, daß die Ansätze für das nächste Jahresviertel von denen eines dreimonatlichen Betrages des laufenden Etats Jahres wesentlich abweichen werden.“ Kassel. Die General-Versammlung der Münster⸗Enscheder Eisenbahn-Gesellschaft nahm den Antrag, die Bahn dem Staat zum Kauf an- zubieten, an. Dresden. „Als Tag der definitiven Amts-Niederlegung des Ministers v. Friesen wird bestimmt der 1. Novem- ber bezeichnet. An Stelle des zum Finanzminister designirten Kreis hauptmanns v. Könneritz wird der Kreishauptmann von Zwickau, Graf Münster, treten. München. In Parkstein(Oberpfalz) wurde von der patriotischen Partei für die cassirte Sulz- bacher Wahl ein Wahlaufruf angenommen, wonach bei der Landtagswahl für Sulzbach nur solche echt katholische, echt bayerische Männer aufzustellen seien, die versprechen, der sogenannten baherisch patrio- tischen Kammerfraction fern zu bleiben. Die„Dr. Nachr.“ theilen mit: Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 3. Oct. Der Kaiser verlieh dem General-Adjutanten des Kaisers von Rußland, Sumarokoff, das Großkreuz des Leopoldordens. Sumarokoff reiste heute früh direct nach Livadia zurück. — Wie die„Pol. Corresp.“ meldet, sind fol— gende Personen zu lebenslänglichen Herrenhaus Mitgliedern ernannt: Reichs-Finanzminister Baron Hofmann, die Generale Baron von Koller und Baron Namula; der Präses des Verwaltungs- Gerichts Baron Stählin; Sectionschef Wehli; Gouverneur der Bodenereditanstalt Moser; Senats- Präsident Napadiewiez; der Prälat Karl des Stiftes Mölk; die Gutsbesitzer Baron Apfaltern, Graf Emanuel Thun-Hohenstein, Wilhelm Pace und Sectionschef Baron Vesque-Püttlingen. Pest. Die„Presse“ meldet: Tisza erhielt aus Wien amtliche Aufklärungen, wonach volles Ein— verständniß unter den Tractatmächten besteht. Tisza beantwortete die Interpellation in diesem Sinne. — 2. Oct. Der Immunitäts-Ausschuß ver⸗ handelte heute über die Affaire Milotics, nahm actenmäßige Vorlesung der Anklage vor und be— schloß Gutheißung des Vorgehens des Ministeriums. Der Ausschuß erklärte, im Allgemeinen bestehe die Immunität der Deputirten auch während der Parla— mentsferien, im vorliegenden Falle wird das Vor— gehen der Regierung, als durch das Nothrecht indicirt, gebilligt. Frankreich. Paris, 2. October. Heute Abend hat der Arbeiter-Congreß, dem Gesetze gegenüber in Form einer„Privat-Versammlung“, in einem Local der Rue d' Arras(im lateinischen Viertel) seine Verhandlungen begonnen. Vertreten waren außer den hauptsächlichsten Pariser Arbeiter— und Arbeiterinnen-Gruppen solche aus den Städten Lyon, Marseille, Bordeaux, Nantes, Lille, Saint— Etienne, Le Mans, Angers, Blois, Grenoble, Limoges, Dijon, Besangon, Cette, Beziers, Rou— bais, Carcassoune, Angouléme und aus den vor Paris liegenden Ortschaften Saint-Denis, Asniéres, Puteaux und Areueil. Der erste Punkt der Tages— ordnung betraf die Arbeit der Frauen. Unter den dafür eingeschriebenen 21 Rednern befanden sich drei Arbeiterinnen. Belgien. Brüssel. Das„Journal de Bruxelles“ dementirt die Meldung des„Etoile Belge“ von der bevorstehenden Demission des Ministers des Aeußern, Grafen d' Aspremont— Lynden, sowie dessen Ersetzung durch Fürst Caraman-Chimay. Dänemark. Kopenhagen, 2. Oct. Der Reichstag ist heute ohne Thronrede eröffnet wor— den; die früheren Präsidenten und Vicepräsidenten wurden in beiden Kammern wiedergewählt. Großbritannien. London. England und Italien sind gegen Serbien sehr aufgebracht wegen der Ablehnung der ferneren Waffenruhe. Der englische Consul in Belgrad sell im Namen des Lord Derby dem Ministerprästdenten Ristie erklärt haben, daß England sehr unzufrieden wit Serbien sei, weil es die Waffenruhe, die es selber nachgesucht, abgelehnt habe. Serbien dürfe in Zukunft weder auf die Unterstützung noch auf die Sympathien Englands, welche es nicht verdiene, rechnen. — 3. Oct. Beim Empfang zweier Abge— sandten aus Bulgarien, welche eine Denkschrist und eine an die Königin gerichtete Bittschrift überreichten, erklärte gestern Lord Derby, England nehme den regsten Antheil an dem Schicksal Bulgariens und werde Alles thun, um Garantien gegen Wiederholung der verübten Greuelthaten zu erlangen. Die Denkschrift ist auch den hiesigen Botschaftern überreicht. Italien. Rom. Die türkische Regierung hat der päpstlichen Curie den Entwurf eines Con- cordats übersendet, dem zufolge die Differenzen bezüglich der armenischen Kirche geregelt und den römisch katholischen Unterthanen der Pforte voll— ständige Freiheit garantirt würde. Die Curie hat den Entwurf im Prineipe günstig aufgenommen und befaßt sich jetzt mit der Prüfung der einzelnen Bestimmungen. Türkei. Constantinopel. Riza Pascha ist zum Handels-Minister und Mahmud Damat Pascha zum Großzmeister der Artillerie ernannt worden. Aus Nisch wurde amtlich vom 30. Sep- tember gemeldet, daß ein neuerlicher Angriff der Serben auf die Türken bei Alexinatz zurückgewiesen ist. — 2. Oct. Nachrichten von hier zufolge hätte sich der Sultan geweigert, die vom Ministerrath beschlossene Abänderung der Friedens-Vorschläge, welche seitens der Großmächte formulirt sind, zu unterzeichnen. Der britische und der österreichische Botschafter wären fortwährend für die unverän— derte Annahme jener Vorschläge bemüht. Hiesige Blätter bestätigen übereinstimmend die schwere Niederlage, welche die Serben am 28. September an der Morava erlitten; letztere verloren dabei über 2000 Mann. — 3. Oct. Die Berathungen des gestrigen Ministerrathes über die Seitens der Großmächte vorgeschlagenen Friedens-Bedingungen führten zu 0 dem Beschlusse, die administrative Autonomie der aufständischen Provinzen abzulehnen. Von unter- richteter Seite verlautet ferner über die Beschlüsse, daß es sich keineswegs um eine reine Ablehnung der von den Mächten vorgeschlagenen Friedens- Bedingungen handle; die hauptsächliche Differenz bestehe darin, daß die Pforte besonderes Gewicht darauf lege, die geplanten Reformen nicht blos in den aufständischen Provinzen, sondern im ganzen Reiche einzuführen. Der„Agence Havas“ zufolge enthält die den Mächten ertheilte Antwort eine Darlegung der für das ganze Reich einzuführen⸗ den Reformen, durch welche die vollsländige Emancipation der christlichen Unterthanen herge⸗ stellt werde; ferner wird darin die Nutzlosigkeit der Verleihung der lokalen Autonomie an Bosnien, die Herzegowina und Bulgarien geltend gemacht, jedoch ohne daß eine formelle Weigerung ausgesprochen wird, und schließlich das Anerbieten einer Waffen- ruhe(nicht eines Waffenstillstandes) gemacht. Montenegro. Cettinje, 2. October. Der britische Consul in Ragusa hat sich im Auf- trage seiner Regierung nach Cettinje begeben, um Montenegro zur Annahme der von den Mächten vorgeschlagenen Friedens-Bedingungen zu bestimmen; man nimmt in Ragusa an, daß Montenegro zum Friedensschluß geneigt sei. Serbien. Belgrad, 30. Sept. Gestern Vormittag griffen die Türken von Gorny, Adropatz und Gredelin aus den General Horvatovie zwischen Schibowatz und Kaon an. Das Resultat ist noch unbekannt. Gleichzeitig griffen drei serbische Brigaden unter Dochtoroff die Türken bei Teschitza an. Ein Versuch der Türken, Munition nach Nisch zu bringen, ist von den Serben vereitelt worden. — 1. Oct. Die„Int. Telegr. Ag.“ meldet: Gestern wurden die Serben durch eine von Nisch aus erfolgte Verstärkung der Türken genöthigt, die am Morgen von Horvatovic eroberten Positionen wieder aufzugeben. Beide Theile haben ihre früheren Positionen wieder eingenommen. Gestern ist der Kampf von Neuem entbrannt. Bisher sind 22 Offiziere russischer Nationalität gefallen. — 1. Oct.(Amtliche Meldung.) Gestern machten die Türken, aus ihren befestigten Stellungen ausfallend, mit 20,000 Mann und 40 Geschützen auf die serbische Armee bei Gredelin einen An- griff um deren Rückzugslinie abzuschneiden. Nach zwölfstündigem hartnäckigem Kampfe waren die Türken mit großen Verlusten vollständig zurückge⸗ schlagen. Die serbische Armee behauptete ihre Positionen auf den Höhen. Griechenland. Athen, 1. Oct. In einer heute hier abgehaltenen Volksversammlung, bei welcher an 8000 Personen zugegen waren, legten die Redner, die unerträgliche Lage der griechischen Provinzen in der Türkei dar, und gaben ihtem Bedauern Ausdruck, daß die Mächte in ihrem Pacifications-Programm die berechtigten Interessen und Forderungen dieser Provinzen un beachtet gelassen und dadurch eine Ungleichheit zwischen den griechischen und slavischen Provinzen geschaffen hätten. Griechenland sei für seine, dem Wunsche der Mächte gemäß dem Frieden geleisteten Dienste durch Vergessen belohnt worden. Es müsse seine Vorbereitungen vervollständigen und sich für alle Ereignisse bereit halten. Diese Reden wurden mit allseitigem Beifalle aufgenommen. Ueber diese Versammlung, welche von vielen angesehenen Per— sönlichkeiten besucht war, wird noch gemeldet, daß dieselbe den Mächten für die den türkischen Christen bewiesenen Sympathien Dank votirte und an die Regierung das Ersuchen richtete, Landmacht und Marine in den Stand zu setzen, um allen Even— tualitäten begegnen zu können. — 2. Oct. Die Deputirtenkammer ist heute durch den Minister-Präsidenten eröffnet worden. In der Eröffnungs- Rede ist der Orient Frage keiner Erwähnung geschehen.— Der Proceß gegen Bulgaris ist wieder aufgenommen worden. Rußland. Petersburg. In unterrichteten schreiben des Kaisers Alexander an das diesseitige Ministerium keine Mittheilung erfolgt ist. Die Gerüchte über besondere Aufforderungen zu einem Congresse wie zu militärischem Einschreiten werden für Vermuthungen gehalten, die sich in das Ge⸗ wand des Wissens kleiden. Gewiß ist, daß jede Sendung, die von dem Kaiser Alexander dirett ausgeht, nur einen eminent die Herbeiführung des Friedens begünsligenden Charakter haben kann. — 2. Oct. General Sumarokoff hat heute des Kaisers Antwort auf den Brief des Zars erhalten.— Rußland hat mit Nord Amerika einen Vertrag abgeschlossen, demzufolge Rußland 16 Monitors erhält und dafür an Nord⸗Amerika einen Hafen in Kamtschatka mit entsprechendem Land⸗Besitz abtritt. China. Pecking. Die mit der letzten Ueberlandpost in Paris eingetroffenen chinesischen Blätter bringen die Nachricht von einer Massa⸗ crirung von Katholiken in Ning⸗Kuoh⸗Fu, in der Provinz Ngan-Hoey, woselbst ein fanatischer Man⸗ darin Namens Wu das Regiment führt, welcher dem Christenthum den Tod geschworen haben soll. Die Chinesen drangen in großen Massen in die katholische Kapelle ein, zwangen den Priester zum Niederknieen und verlangten von ihm die Ab- schwörung seiner Religion. Da er der Aufforder- ung nicht nachkam, tödteten sie ihn in grausamer Weise unter großen Qualen. Einen von ihm an- genommenen Knaben sollen sie buchstäblich in Stücke gerissen haben. Die Leiche eines verstor⸗ benen Priesters gruben sie aus, um sie dann unter allerlei Beschimpfungen zu verstümmeln. Eine An- zahl anwesender Laien wurden schwer verwundet. Der französische Gesandte in Pecking hat energische Schritte gethan, um die Bestrasung der Schuldigen zu erlangen, unter welchen sich eine Anzahl Beamte von Rang befindet. Jenen Schandthaten sind noch andere Excesse und Mordthaten gefolgt, auch wurden 40 Gebäude zerstört. Der Schaden an Eigenthum beläuft sich auf 60,000 Dollars. Allerlei. Frankfurt, 2. Oet. Am Samstag stieg am eisernen Steg eine alte Frau aus einer Droschke aus und stürzte sich in den Main. Zwei Schiffer zogen sie zwar heraus, aber kurz darauf gab sie doch ihren Geist auf. Frankfurt, 3. Oct. Die Messer⸗Affairen nehmen hier ständig zu. Ein Schuhmacher⸗Geselle stach gestern Mittag in einem Wirthshause zu Rödelheim einem Mann, der ihn zur Ruhe mahnte, ein Messer in die Brust. Der Tod war die Folge. In der Fischer⸗Gasse mißhandelte ein Mann auf offener Straße seine Frau und beiden Kinder. Als ihm das von einigen Leuten untersagt wurde, zog er ein Messer, drang auf die Umstehenden ein und stach einem Metzger in den Arm. Vor dem Ober-Mainthor geriethen zwei Arbeiter in Streit, der ebenfalls mit einem Messer⸗ slich endete. Auch in Bockenheim stach ein Arbeiter einem anderen in einer Rauferei mit dem Messer in das linke Knie, während ihm von dem Widerpart eine ziemlich große Kopf⸗Wunde beigebracht wurde. Wiesbaden, 3. Oct. Professor Adolph Stahr ißt heute Morgen gestorben. Naumburg. Ein hiesiger Ziegeleibesitzer gerieih mit seinem Diensiknecht in heftigen Wortwechsel, in Folge dessen Letzterer sein Taschenmesser zieht und dasselbe dem Brod⸗ herrn dergestalt in den Unterleib stößt, daß es vollständig verschwindet und durch den Arzt herausgeholt werden muß. Der Unglückliche lebt zwar noch, man zweifelt aber an seinem Wiederaufkommen. St. Johann. Vor wenigen Tagen— schreibt die „St. J. 3.“— langte auf dem hiesigen Bahnhofe aus Frankreich eine schwere Kiste an, welche behufs Revision nach dem Haupt⸗Zoll⸗Amt gebracht und dort einer näheren Besichtigung unterworfen wurde. Und was enthielt diese Kiste? Eine Unmasse von kleinen Medaillen, die auf der einen Seite die gekrönte Madonna und auf der anderen die Inschrist zeigten:„Gnaden⸗Quelle zu Marpingen. 1876.“ Da es klar vorlag, daß mit diesen Medaillen, wie in Lourdes, ein unerlaubtes Experiment, bezw. ein Gaukel⸗Spiel be⸗ trieben werden sollie, so wurde der königl. Staats-Procu⸗ rator von der Sachlage benachrichtigt, der auch sogleich die weiteren Maßnahmen getroffen haben soll. Berlin, 2. Oct. Nach längerem Leiden ist gestern Morgen Abgeordneter Ziegler gestorben. Berlin. Eine der schönsten Ulmer Doggen, die die Berliner Hunde-Ausstellung aufzuweisen hat, hat der Opern. sänger Niemann für den ansehnlichen Preis von 6000 Mark an sich gebracht. Reichenbach. In unserem Städtchen(in der Ober⸗ Lausitz) ist der Ausbruch einer Trichinen⸗Epidemie con⸗ statirt, deren räumliche Ausdehnung dadurch eine ungewöhn⸗ Kreisen verlautet, daß über das vom General— Adjutanten Sumarokoff(nicht Suwaroff, wie es in der letzten Nummer des Anz. fälschlich hieß) an den Kaiser Franz Joseph überbrachte Hand- menen Trichinen-Epidemien lassen die obligatorische Ein- lich große sein dürfte, daß nachweislich der Bahnhof-Restau⸗ rateur, dessen eigene Familie an der Trichinose erkrankt ist, trichinenhaltige Würsichen an durchreisende Fremde ver— kauft hat. Die wiederholt in der Ober-Lausitz vorgekom⸗ J erscheinen. In Görlitz, wo dieselbe besteht, sind seit 1. Juli bereits vier Fälle von Trichinen⸗Krankheit bei untersuchten Schweinen constatirt. Handel und Verkehr. Frankfurt, 2. Oct.(Viehmarkt.) Der heutige Markt war gut befahren. Angetrieben waren: 315 Ochsen, 254 Kühe und Rinder, 320 Kälber und 550 Hämmel. Die Preise stellten sich per Centner: Ochsen 1. Qual. M. 65—68., 2. Qual M. 6064. Kühe und Rinder 1. Qual. M. 56—58., 2. Qual. M. 48—52. Kälber 1. Qual. M. 60—62., 2. Qual. M. 52—58. Hämmel 1. Qual. M. 50—52., 2. Qual. M. 40— 45. Schweine das Pfund 65—68 Pf. Frankfurt, 2. Oct. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 22. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen, hiesiger, M. 24.50, fremder je nach Qualität M. 18—22., Korn M. 17.75 bis 18.25., Gerste M. 17.50—19.—., Hafer M. 16.50 bis 17.50. Kohlsamen M. 36., Erbsen M. 21—24. Wicken M. 21—23., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 77. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht = 100 Kilo. Mainz, 3. Oct. Producten-Markt. Waizen per Nov. 20.50, per März 21.35. Korn per Nov. 15.50, per März 16.20. Hafer per Nov. 16.40, per Mäcz 16.60. Rüböl per Oct. 38.50, per Mai 38.25. Der Winter-Fahrplan der Main-Weser-Bahn ist jetzt im Druck erschienen und zeigt nur geringe Abänderungen. Die in Frage gewesenen Nachlzüge bleiben bestehen, und nur der Früh ⸗Local⸗Zug Franksurt⸗Marburg fällt aus. Die Tages⸗Schnellzüge halten zwischen Frankfurt⸗Marburg und in umgekehrter Richtung überall, außer Dortelweil, und befördern auf dieser Strecke im Loral⸗Verkehr zu Per⸗ sonenzugs-Preisen. D. Frankfurt a. M., den 3. October 1876. Die gestrigen politischen Nachrichten, so ungünstig dieselben lauteien, wurden heute noch durch die unerwartete Meldung überboten, daß die Türkei die Friedensbedingungen abzu⸗ lehnen beschlossen habe und zum Aeußersten enischlossen sei. Es konnte nicht fehlen, daß die bereiis gestern eingetrezene gedrückte Stimmung sich hierdurch noch intensiver gestaltete und die Course einen weiteren Rückgang einschlugen. Die Wiederstandskraft, welche sich trotzdem auf manchen Werih⸗ gebieten verhältnißmäßig noch zeigte, muß wohl dem Um; stand zugeschrieben werden, daß ein großer Theil der Course durch den Reinigungsprozeß der Crisis schon so tief ge⸗ sunken ist, daß er eine erneute Reduction nicht gestattet, außerdem ist es die überwiegend reservirte Haltung der Speculation, welche größere Schwankungen nach unten verhütet. Obgleich heute in Folge des istaeltiischen Feier- tags die Börse weniger besucht war, erfreute sich das Ge⸗ schäft dennoch einer relativen Belebtheit. Gegen Schluß machte sich auf höhere Berliner Notirungen eine be⸗ ruhigtere Tendenz geltend und die Couise der Speculations⸗ papiere vermochten sich etwas zu erholen. Creditaclien bewegten sich zwischen 121½— 121 7½—“/ 5⁵ und 122. Staalsbahnactien zwischen 229/—228/½— 7—229¼ —½ und 230 ¼. Lombarden nahe 63. Oesterr. Bahnen setzten ihre abwärtsgehende Bewegung weiter fort, Böhmen verloren fl. 4.—, Galizier fl. 3.—, Nordwest fl. 2½. Von deutschen Bahnen Hess. Ludwigsbahn 2 matter. Deutsche Fonds fest. Neue Württemberger niedriger. Von ausländischen Staatsfonds Oesterr. Renten und Ungar. Schatzbons, letztere je 2% matter. Von Amerikanern 50% Consolidirte niedriger. Spanier 3/0% höher. Oesterr. Prioritäten und Anlehensloose schwächer. 1860er Loose 20%, Ungarische 3½/ M. matier. Banken still und nachgebend. Oesterr. Nationalbank 15 fl. und Darmstädter 1/0% niedriger. Wechsel durchweg billiger, Wien M. 4.30. Verloosungen. Braunschweiger 20-Thlr.⸗Loose von 1868. Bei der am 30. September staltgehabten Prämien⸗Ziehung fielen auf solgende Nummern höhere Gewinne: 120,000 M. auf Ne. 15 der Serie 93583 15,000 M. auf Nr. 39 der Serie 48933 9000 M. auf Nr. 2 der Serie 7139 und 2400 M. auf Nr. 27 der Serie 561. Die Zahlung er⸗ folgt am 31. December. Wien, 2. Oct. Bei der heutigen Ziehung der österr. reichischen Loose von 1854 fiel der Hauptgewinn von 40 000 fl. auf Serie 289 Nr. 23; 5000 fl. fielen auf S. 437 Nr. 16; 2000 fl. auf S. 864 Nr. 8, S. 3987 Nr. 50, S. 539 Nr. 39, S. 136 Nr. 6 und S. 287 Nr. 41. Für die Abgebrannten in Brückenau gingen ferner ein: Von Frau Hilbrecht Ww. M. 2.—. Einem düstern Bericht eninehmen wir solgende berzer⸗ greifende Stellen: Wer jetzt die Unglücksstälte betritt, den ergreift ein grauses Bangen. Die ganze Allstadt bietet ein Trümmerfeld, es ertönt keine Glocke, es schlägt keine Uhr, nur von dem auf dem höchsten Punkte der Stadt gelegenen Friedhofe hallt täglich mehrmals zur Angabe der Tageszeit das Tobtenglöcklein herab. Führwahr, ganz Brückenau ist eine Begräbnißstälte; begraben sind die Früchte jahrelangen, mühevollen Strebens, begraben sind die Hoffnungen vieler emsigen Familienväter und Gewerb⸗ treibender; wir stehen vor dem leeren Nichts,— ein trauriger Gedanke, der sich auf den sorgenvollen Mienen der ttostlosen Abgebrannten lebhaft abspiegelt. Der Be⸗ richt schließt mit der Appellation an die Mildthäligkeit unserer„deutschen Brüder“ für das unglückliche Städilein. Zur Empfangnahme weiterer Gaben ist gerne bereit Die Exped. des Oberh. Anzeigers. führung der Fleisch⸗Schau als unabweislich nothwendig — geßel Htoß⸗ Reiskire Grüube Mücke Nieder- Burg⸗ 1 Ehtings gel- Alsfeld Renzend Pallenn Auuterh Had S. Oroßen! Fulda Gießen Garbe Lich Langs Hunge Obern W d. Rans Stock Bleic Biidin Mittel Gelnh heim, Preis assses f Hu 780 Oberhessische Eisenbahnen. Mit dem 15. Oktober d. J. tritt auf den Oberhessischen Eisenbahnen der nachfolgende Fahrplan in Kraft: I. Linie Gießen Fulda. . N f Fee e feen. Re N 1165 905 9 80 n Pers.⸗ Berl. e Pers.⸗ Gem. eee. Stationen. I. II. und III. Classe. Stationen. I. II. und III. Classe. .. 5 g 5 r F Vorm. Vorm. Vorm. Nachm. Nachm Vorm. Vorm. Nachm. Nachm. 5 0 f Gießen ab— 780 1455 5 757 Fuld l 0 ab 56] 950 150 75 1„— 70 120 bes 750 Großenlüder„ 5 10% 2˙tb% 7 n Es nn Bad Salzschlirf„ 5% 10% 222 740 8 415 5 8 8b 1284 5 805 Lauterbach„ 5¼ 115 2023 7⁵⁵ 8 1 92 2⁴5⁸ N Nieder⸗Ohmen 1 e 5 1555 5 Wallen rod„[ 655 11% 24% 80 Burg⸗ und Nieder-Gemünden 7 4. 8⁵⁰ 1 650 886 Renzendorf„ 3 11 250 14 Ehringshausen 2 9 1s 75— an 6 11 g 3 8 Zell⸗Romrod 5— Ion 125[ 7³5⁵ 8 Poel b 628 N S³⁸ 1 a 1 6. Alsfeld an— g 1[f 88 el: Nomad„6% 12% 37 855 ab 625 r r Eon Ehringshausen 5 65s 1245 15 9¹⁰ Renzendorf 6⁴⁰ 95s 1b 9²⁰ Purg⸗ unv Nieder Gemünden„Ae!*. Wallenrod„6650 105 2 1 950 ö Nieder⸗Ohmen 1 700 115 i Lauterbach 1 74 1025 2053 5 944 9118 5. 128 2˙[900 Bad Salzschlirf 5 70 1040 224—[gs 1 S* 75 85 35 0 Großenlüder 745 1055 2³ 2 105[Neis kirchen„ 19 2l¹⁰— 1105 Fulda 5 886 1125 255 8 102 Groß⸗Buseck n 41 1015 1 Gießen an 8000 22427 1030 S a 1 II. Linie Gießen⸗Gelnhausen g** Pers.- Pers⸗ aur 2 Pers.- Pers.⸗ g* 2 Pert ders⸗ 1 W ——— Zug. Zug. N Zug. Zug. ug Zug. Er Zug. Zug. en n 5. 0 ö f ERC(((( ene Stationen. I I. und III. Classe. Stationen. I. II. und III. Classe. R 138 10 10 J 12 1416 18 * 6(Vorm. Vorm. Nachm. Nachm. Nachm. Vorm. Vorm. Vorm. Nachm. 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U 1 frre 0 ö— 1 Die Züge J, 3, 4 und 8 halten auch in Angersbach, die Züge 13, 17, 10, 12 und 16 in Borsdorf, die Züge 11, 13, 17, 12, 16 und i ü: a und lum heim, die Züge 11, 15, 12, 16 und 18 in Lieblos an, sofern Reisende daselbst ab- oder zugehen. i 555 0 f A den ee ee . arg e n Fahrplans mit den Anschlüssen sind vom 14. October ab bei sämmtlichen Stationen, sowie bei unserer Drucksachenverwaltung zum een Gießen den 30. September 1876. Großherzogliche Direction. n un 3222 g Mohn. 2948 Bekanntmachung. 2 13 Göttinger „ 3067 Forderungen an Johannes Filsinger IV. in N el E 146 „ indermehl tyerden. Utphe sind im Termine Donnerstag den 19. October 1876, Vormittags 9 Uhr, vor unterzeichneter Gerichtsstelle anzumelden, wenn sie beim Abschlusse des aufgenommenen Vermögens-Verzeich⸗ nisses berücksichtigt werden sollen. Hungen am 16. September 1876. Großherzogliches Landgericht Hungen. Cellarius, Pilger, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Kartoffel⸗Versteigerung. 3227 Montag den 9. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen eirea 6 Morgen gemeinheitliche Kartoffel versteigert Zusammenkunft auf der Gemeindeweide. Bei ungünstiger Witterung wird die Versteigerung in dem Jocale des Wirth Schleuning abgehalten. Auskunft er— chellt Feldschütz Pie. Weckesheim am 2. Oetober 1876. Großherzogliche Bürgermeisteret Weckesheim. Hilger. Guts Verpachtung. 1239 Das seither an Ambros Oberländer Eheleute zu Frledberg verpachtete Gelände: Die s. g. Pfingstweide, Morgen 2 Plertel 11,2[◻0Klftr. Ackerland und Wiesen n den Gemarkungen Friedberg und Bad Nauheim, kann nuf eine weitere Leihzeit in Pachtbestand gegeben werden. Angebote können bis zum 20. October l. J. bei der Freiherrlich von Löwschen Gutsverwaltung zu Steinfurth chriftlich franeo eingegeben werden; ebenso sind wake dle Pachtbedingungen einzusehen. 3235 Der Herbst-Markt zu Heldenbergen findet nicht wie im Kalender angegeben am 16. Oetober sondern Montag den 23. October statt. Heldenbergen am 2. Oetober 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Heldenbergen. r Mobiliar-Versteigerung. 3226 Dienstag den 10. Oetober l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll der Mobiliarnachlaß der dahler ver storbenen Georg Väth Wittwe von Nieder-Eschbach, be— stehend in verschiedenen Möbeln, Hausgeräthschaften aller Art, einigen vollständigen Betten, Weißzeug, Kleidern, Küchengeräthschaften, Porzellan, Zinn, Glas und dergl. mehr, sowie eine Parthie dürres Brennholz, gegen gleich baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden. Bönstadt den 2. October 1876. Großherzogliches Ortsgericht Bönstadt. Geibel 3228 sind auszuleihen durch Kirchenrechner Petri in Mark Reichswährung Dorn-Assenheim, 3207 Ein tüchtiger Bäckergehülfe (militärfrei) wird als Erster gegen hohen Lohn gesucht. 1 sind an Haasenstein 8 Vogler in Gießen zu richten. (H. 62729.) von Faust& Schuster, Göttingen. Bester Ersatz für Muttermilch, bewährte sich auch vor⸗ trefflich bei Verdauungsstörungen und Durch⸗ fällen der Kinder. Preis der Dose 1 Mark 30 Pf. zu haben bei Hofapotheker Görtz in Friedberg, bei Apotheker Kranz in Bad⸗Nauheim, bei Apotheker Eisenhuth in Vilbel, bei Apotheker Eisenhuth in Rodheim. 2966 Ein braver Junge wird in die Lehre gesucht von Friedrich Horn, Spenglermeister. Marinirte Häringe 3234 Ein Laden mit Wohnung oder eine sonstige fur ein Verkaufsgeschäft geeignete Wohnung wird zu miethen gesucht. Schriftliche Offerten wolle man an die Exped. d. Anz. abgeben. Zwei Schneidergesellen 3237 finden dauernde Beschaͤftigung bei Bad⸗Nauheim. Chr. Gürtler. Ofen- und Herdlack, 3214 sehr dauerhaft, empfiehlt 3152 Wilh. Bernbeck. 1 1 13 4 1 160 1 7 1 0 17 KF! VBad⸗Nauheim. Deutscher Hof. 3230 Sonntag den 8. October d. J. findet bei Gelegenheit der hiesigen Nachkirchwethe in meinem großen neuerbauten Saale gut besetztt Tanzmusik statt, ausgeführt von der hiesigen Kurkapelle. Zu recht zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Gg. Bayer. Bad Nauheim. 3231 den 8. October findet in meinem neu restaurirten Saale Tanzmusik J. H. Fri a Sonntag statt, wozu freundlichst einladet Gasthaus zur Post in Reichelsheim. 3238 Am 8. und 9. dieses Monats Kirchweihfest bei gut besetztem Orchester. Höflichst ladet ein Conrad. 3185 Auf vielseitige Anfragen mache ich die Mittheilung, daß ich, wie in früheren Jahren, am 15. October l. J. einen Handels⸗Cursus, kaufmännisches Rechnen, Correspondenz und Buchhaltung umfassend, eröffnen werde. Anmeldungen müssen, der Eintheilung wegen, längstens bis zum 10. October geschehen. Friedberg den 1. October 1876.. Urmus. Großh. Realschule zu Friedberg. 3106 Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler, für die Vorschule mit dem 8., für die Realschule mit dem 10. Lebensjahre, wolle man Samstag den 7. October, Vormittags von 9— 12 Uhr, in dem Realschulgebäude unter Vorbringung von Zeugnissen der bisherigen Lehrer, genauen Altersangaben und Impfscheinen(für 12jährige über die Wiederimpfung) bei der unterzeichneten Behörde machen, worauf Montag den 9. October, Vormittags 8 Uhr, die Aufnahmsprüfung statthaben wird. Das neue Schuljahr beginnt Dienstag den 10. October. Großh. Direktion der Realschule. Dr. Möller. „ Naschlils, Kapußen, 3095 Kopf. Shawls, gestrickten wollenen Damenkragen, gestrickten Kinderkleidern, Jäckchen, Röckchen, Kinder⸗Gamaschen und Schuhen, sowie Socken und Strümpfe zu reellen Preisen bei 5 K. Friedrich, neben der Post. Lecte Oel-& Weinfässer, 3203 zum Krauteinmachen bei Georg Groß,. Ein Schäferknecht wird gesucht von Schäfer Glanz in Friedberg. 3241 Feinster Dorsch-Leberthran 1557 fast geruch- und geschmacklos in Flaschen mit gestempeitem Metallverschluss à 60 Pfg. und à 1 Mark echt zu haben bei J. A. Windeeker, Hoflieferant in Friedberg. Ph. J. Weiss in Bad-Nauheim. Lohnender Haudelsartikel für Gewerbtreibende aller Art. Deutscher Reichsbote. Kalender für Stadt und Land auf das Jahr 1877. Mit einer Gratisprämie: Fürst Bismarck, Kanzler des deutschen Reichs, in einem brillanten Oeldruckbilde. Preis: 40 Pf. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Hauptdepots in den Buchhandlungen aller größeren Städte. Der Handel mit diesem beliebten und billigen Volkskalender hat sich überall da als sehr lohnend erwiesen, wo ein lebhafter Verkehr stattfindet, bei Krämern, Tabaks-Händlern, auf Jahrmärkten, Messen, durch Portiers großer Fabriken, Dienst— leute u. s. w. Besonders in den Monaten Begiun des neuen Jahrgangs! Beste Zeit zum Abonnement. u 238 October bis December gehört ein Kalender zu 8 8 8 g den gangbarsten Handelsartikeln im Kleinverkehr. „ 5 8 Jede Buchhandlung liefert den Deutschen Reichs— 8 2 8 boten an Wiederverkäufer mit Rabatt und nimmt . 88 am Ende des Jahres die nicht verkauften Exem— 8 5. plare zu Originalpreisen zurück. 2 2 3 Verlag von Velhagen& Klesing in Bielefeld 25 2 und Leipzig. 3232 3233 Auf die Dauer von 2 Jahren werden 800 Mark gegen mehr als zehnfache Sicherheit an liegenden Gütern zu leihen gesucht. Schriftliche Offerten wolle man an die Expedition d. Anz. abgeben. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 3. October 1876. Deutsches Familienblatt mit Illustrationen, ladet zum Abonnement auf seinen am J. Oetober be— ginnenden XIII. Jahrgang alle Familien ein, in denen Bedürfniß nach guter Leetüre ist. Die Redaction hat eine Reihe bedeutender Romane von unsern ersten Autoren für den neuen Jahrgang erwerben können. Zunächst kommt zum Abdruck: Die Stufenjahre eines 5 Glücklichen, Roman von Luise v. Frangois, Ver⸗ 20 ⸗Frankenstücke Mk. 16 21—25 fasserin der„letzten Reckenburgerin“. Sodann: Vor Englische Sovereign.„ 20 37—42 dem Sturm, historischer Roman von Theodor Russische Imperiales„ 16 70 75 Fontane; Das Glück, Roman von Vietor von Holländische fl. 10-Stücke„ 16 685 G Strauß und andere Romane und Novellen. Ducaten. F 9 69—74 Zu Bestellungen empfiehlt sich Ducaten al mare 5 9 59—64 warl Bindernagel in Friedberg, Dollars ces 1 4 16-19 325 bei Theater in Friedberg. Im Saale zu den ehemaligen 3 Schwertern. Freitag den 6. October 1876. Erste Vorstellung im I. Abonnement. Auf Verlangen: Deborah. Volks⸗Schauspiel in 4 Acten von Mosenthal. Anfang 8 Uhr. Zu recht zahlreichem Besuche ladet freundlichst ein 236 Alexander Maurer, Direetor. Ball. 3208 Dienstag den 10. d. Mts. findet in meinem ge⸗ räumigen Saale Ball für Israeliten statt, wozu höflichst einladet Nieder⸗Weisel im Oktober 1876. P. Häuser, Gastwirth„Zum Hirsch“. Bäckerei Vorbach. Erste Sorte Brod 54 Pfennig, Zweite„„ Dritte„ 46143 1 Frucht kann jederzeit gegen Brod umgetauscht werden, 3223 J. Vorbach Wittwe. Ein Schreinergeselle findet dauernde Be⸗ schäftigung bei 3221 August Frank, Schreinermeister. Empfehlung. 3225 Einem geehrten Publicum die ergebene Anzeige, daß ich alle Arten Tapezier- und Möbel Arbeiten außer: dem Hause bestens besorge. Um geneigten Zuspruch bittet: achtungsvoll 5 Christian Becker. Bestellung: Schuhmachergasse Nr. 333. Blauer Vitriol Eine Grube Dung 3219 hat zu verkaufen Friedberg. Wilhelm Finzel. Der obere Stock meines Hauses 32²⁰ ist zu vermiethen und kann sofort bezogen werden. Karl Reuß, Bahnhofstraße. I Eine frischmilchende Kuh mit Kalb 32²⁴ hat zu verkaufen Friedrich Müller, Usagasse, Ein noch guter 3229 F st abgeben. Kochofen Ned Ernst Philippi, Vorstadt. Foulards, 45 buntfarbige seidene Umknöpftücher, weiße und chwarze seidene Halstücher, Halsbinden, Shlips und K. Friedrich. hawls billigst bei Todesanzeige. 3240 Heute starb dahter, versehen mit den hei— ligen Sterbesakramenten, nach kurzem Leiden Frau Philippine Glanz, geb. Kroner. Die Beerdigung findet Freitag-Morgen um 10 Uhr statt. Um ein frommes Gebet für ihre Seele bittet im Namen der Hinterbliebenen: W. Glanz, Kaplan. Friedberg den 4. Oetober 1876. F. ̃ ᷣͤ Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 0 15 Belt gegen d D richter Anerke erklärt das J betonte Auflös sichtlic männe am 2 ist det ieffs des 9 nachd gelan lagsn N n wie und Abg Die Justi Berli Vorb über Vorss. von! Moze Paris beschu schien sagun schwer sei. des die J des d macig heit! dom Anw besch währ sindi heil; ausge nicht