——.——— 1876. Dienstag den 5. September. N U 1 1* u K 0, 6 3 * 1 8* Nes 1 * 9 Die Petitzeile 5 5. 17 2 dn. Pati. wird mit 11 Pfennig berechnet. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag,„ Samstag. . * L I. 5. J Amtlicher Theil. J Handl Juhtdn Belreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Friedberg für 1877. Friedberg am 4. September 1876. du dünn Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Arat Wiederholt bringen wir die Einsendung der Voranschläge in Erinnerung und werden gegen die Großherzoglichen Bürgermeistereien mit .. Strenge vorgehen, welche die Voranschläge nicht bis zum 15. d. Mts. eingesendet haben. B, d. Un- Cichbech K liet sch. Kreis ⸗ Assessor. t d Sti Bei! d: Die in 1876 statifindend b ivision; i i 1 f. etrefsen r der Kgl. Preuß. 21. Division; insbesondere Abschätzung der dabei Friedberg am 3. September 1876. 21 L 1. 6,; 61 a.:„; a el Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 41 Wie Sie bereits vernommen haben, finden in dem südlichen Theile stücke, welche noch nicht abgeerndtet sind und auch vor Beginn der Uebungen a. des Kreises Felddienstübungen der Königl. Preuß. 21. Diviston, und zwar daselbst nicht abgeerndet werden können, durch Anbringung von Stroh⸗ „ Half füt leider, nach Mittheilung der Königl. Preuß. Intendantur derselben voraussichtlich[wischen schon von Weitem erkenntlich zu machen. bei Kaichen vom 4. bis 6. September l. J. Detachements-Uebungen der Wir bemerken hierbei noch, daß Flurbeschädigungen, die durch das lucheng- Nil. 41. Infanterie Brigade, und vom 8. bis zum 15. September l. J. Zuschauer-Publikum bewirkt werden, aus Militär- Fonds nicht vergütet een Divifions⸗Manöver, welch letztere sich auf die Kreise Friedberg und Hanau werden und daß es sich empfehle, Ortspolizei, Feldschützen und Grund- * erstrecken sollen, statt. Bezüglich der hiervon berührt werdenden Gemark= besitzer anzuweisen, die Zuschauer von dem Betreten der nicht abgeerndteten er i ungen nähere Mittheilungen zu machen, sind wir nicht in der Lage. Aecker und Wiesen abzuhalten. Eine hierauf bezügliche Bekanntmachung Unter diesen Umständen laden wir diejenigen Großherzogl. Bürger- zu erlassen und das untergebene Polzeipersonal geeignet zu instruiren, Tilt mistereien des Kreises, deren Gemeinden dem früheren Kreise Vilbel an- wollen Sie nicht versäumen. 22 Alen Oualiläz gehört haben, ein, zur möglichsten Vermeidung von Flurschäden mittelst. debt being. öffentlicher Aufforderung die Grundbesitzer zu veranlassen, diejenigen Grund— Klietsch, Kreis ⸗Assessor. ——ů—ů———— Beiteffend: Maßregeln zum Schutze der Felder gegen die Verbreitung der Kleeseide. Friedberg den 4. September 1876. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt. Wir benachrichtigen Sie, daß wir die für die bestellten Commissionsmitglieder erforderlichen Abdrücke des Reglements vom 6. August l. J. heute an Sie haben absenden lassen. Dieselben sind nach der demnächstigen Beendigung der Geschäftsthätigkeit der Commisston zurückzufordern und in Ihrer Registratur aufzubewahren. B. d. K.: Klietsch, Kreis ⸗Assessor. erung. N Du Bekanntmachung. 3 Betreffend: Die Herbsiprüsung für Einjährig⸗ Freiwillige pro 1876. — Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 23. Juni l. J. bringen wir hiermit weiter zur Kenntniß der Betheiligten, daß die nächste Prüfung Montag den 18. September d. J. und folgende Tage vorgenommen wird. gerung. Die Prüfung beginnt an jedem Tage Morgens 8 Uhr dahier in der alten Kanzlei, Louisenplatz 2. d 1. Sci Zugleich machen wir wiederholt auf die neue Prüfungs- Ordnung zum einj.-freiw. Dienst, Anl. 2 zu§. 91 der Ersatz- Ordnung vom „ es a 28. September 1875 ausmerksam und insbes. auf§. 2, worin die hinsichtlich der einzelnen Prüfungsgegenstände gestellten Anforderungen enthalten sind. W engetn: Darmstadt den 28. August 1876. Großh. Prüfungs- Commissioß für Einjährig⸗ Freiwillige. v. Marquard, Regierungs-Rath. schlechten Zeiten bewährten und das gute Ver- hältniß beider Länder fortdauernd befestigten. Der Präsident spricht den Wunsch aus, daß die⸗ selbe gegenseitige Herzlichkeit und derselbe Wohl. stand beiden Ländern auch während des kommenden gewählt. Mittags begaben sich die Mitglieder des Congresses nach Ofen, um dem Erzherzog Joseph vorgestellt zu werden. Frankreich. Paris, 31. Aug. General Leflö ist von Petersburg hier eingetroffen.— * Deutsches Reich. Seintich Schüßle, Dar mstadt. Obwohl die Regierung dem Weinen e, Project einer directen Bahn-Verbindung zwischen Darmstadt und Offenbach unter diretter Berührung sur⸗Murl.⸗ ol der Orte Arheiligen, Egelsbach, Sprendlingen, nagel Isenburg entschieden abhold ist, hat man dennoch Veubet n neuester Zeit weitere Schritte zur Realistrung n e bieses Unternehmens gethan. en eln, Mainz, 31. Aug. Das„Mainzer Journal“ 1„ dane, om Heutigen erscheint mit einer„Censur- Lücke“ — in der ersten Spalte. Ein den Raum ausfüllen ver Artikel:„Nichts Neues unter der Sonne“, st auf Verfügung der großh. Staatsbehörde con- Carl Binder 77 scirt worden. 0 5 Berlin, 1. Sept. Der„Reichs Anzeiger“ U veröffentlicht das durch den biesigen amerikanischen dan Geschäftsträger Fish dem Kaiser heute überreichte „ een e, Antwort-Schreiben des Präsidenten der Union, * 0 n Beneral Grant, auf das Glückwunsch- Schreiben 1 chel des Kaisers zur hundertjährigen Jubelfeier der wine Nad Anon. Der Präsident spricht darin seine Ge. digt Mara zugthuung über die in dem Schreiben des Kaisers 5 tofort 5 Gesinnungen und guten Wünsche aus, welche um so erfreulicher seien, als sie von mati, 1 dem Oberhaupte eines großen Reiches herrübrten nu. 197 7 mit welchem die amerikanische Republik während ihres ganzen Bestehens friedliche und freundschaft⸗ liche Beziehungen hatte, die sich in guten wie Jahrhunderts beschieden sein möge. — 2. September. General Feldmarschall von Manteuffel reist heute Abend im Auftrage des Kaisers nach Warschau zur Begrüßung des Kaisers von Rußland. Danzig, 2. Sept. Wie die„Danz. Ztg.“ meldet, ist das Priester Seminar des Bisthums Culm zu Pelplin gestern von dem Landrathe des Kreises Stargard im Auftrage des Oberpräsidenten geschlossen worden, nachdem eine Mitte Juni ein- geleitete staatliche Revision nicht zugelassen war. München. Wie versichert wird, steht die Ernennung des geistlichen Rathes Enzler hierselbst zum Bischof von Speyer bevor. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Pest, 1. Sept. Der internationale statistische Congreß ist heute vom Erzherzoge Joseph im Namen des Kaisers eröffnet worden. — 1. Sept. Der internationale statistische Congreß hat sich constituirt und Trefort zum Präsidenten und eine Reihe von Vice-Präsidenten und Secretären aus den Vertretern der fremden Staaten Thiers befindet sich besser. — Der berühmte Musiker Felicien David welcher vor einigen Tagen hier starb, hat zum großen Aergerniß der ultramontanen Presse letzt- willig verfügt, daß er ohne Theilnahme eines Geistlichen und so schlicht als möglich, also civiliter, auf dem Friedhofe von le Peeg bei Saint-Germain begraben sein will. Großbritannien. London, 1. Sept. Auf einem gestern in Nottingham abgehaltenen Meeting, welches sich mit den von den Türken in Bulgarien verübten Grausamkeiten beschäftigte, wurde ein Brief des Unterstaatssecretärs im aus- wärtigen Amte Bourke verlesen, worin mitgetheilt wird, daß die englische Regierung bei der Pforte wegen jener Vorgänge sehr nachdrückliche Vor- stellungen erhoben und namentlich bemerklich ge— macht habe, daß in Folge der berührten Exeignisse das englische Volk der Türkei in einer Weise entfremdet würde, welche für letztere verhängniß⸗ voll werden könnte. Türkei. Constantinopel, 1. September. Die Pforte hat an ihre Vertreter im Auslande 471 „2S———————— folgende Mittheilung gerichtet: Da die schwere Krankheit, welche den Sultan Murad seit dem zehnten Tage seiner Thronbesteigung befallen und seitdem stets zugenommen hat, ihn in die offenbare Unmöglichkeit versetzt hat, die Zügel der Regierung länger in Händen zu behalten, so ist kraft Fetva des Scheikh⸗ül Islam in Gemäßheit der Gesetze, welche die Ausübung der Souveränetät im türkischen Reiche regeln, Sultan Abdul Hamid II. zum Kaiser der Türkei ausgerufen worden. Abdul Hamid begab sich gestern in den Palast Topkapu, woselbst er von allen Ministern und Würdenträgern empfangen wurde. Nach Verlesung des Fetva, durch welchen Murad V. aus Gesundheits-Rück⸗ sichten des Thrones entsetzt wird, fand die feier— liche Anerkennung und Ausrufung des Sultans Abdul Hamid statt. Derselbe begab sich hierauf, von den Zurufen der Truppen und Volksmassen begleitet, unter Geschützdonner in den Palast. Damat Pascha wurde zum Palast-Marschall er⸗ nannt. Ex⸗Sultan Murad ist im Palast Tscheragan internirt worden. — 1. Sep. Gutem Vernehmen nach hat der Ministerrath die Beschlußfassung über Einstellung der Feindseligkeiten ausgesetzt, um zuvor noch nähere Kenntniß über die Absichten der Mächte zu erlangen. — Am 1. und 2. Sept. wurde zur Feier der Thron⸗Besteigung Abdul Hamid's illuminirt; die türkischen und fremden Schiffe sind beflaggt. Die Feierlichkeit der Schwertumgürtung soll am 8. d. stattfinden.— Ali Saib Pascha schreitet in Verbindung mit Achmed Ejub Pascha zum Angriff auf Alexinatz vor. — Bezüglich der Erlangung einer allgemeinen Waffenruhe besteht nach Constantinopeler Nach— richten völlige Uebereinstimmung zwischen den Instructionen der Vertreter der Großzmächte. — 1. Sept. Die Thronbesteigung Abdul Hamids ist gestern den biesigen Botschaftern der Mächte amtlich notificirt. Alle Minister, mit Aus- nahme des zum Palast-Marschall ernannten Mahmud Damat Pascha, sind in ihren Stellungen verblieben. Es herrscht die vollständigste Ruhe. Heute findet bei dem englischen Botschafter Elliot eine Con- ferenz der Vertreter der Pariser Vertragsmächte über die Vermittelung des Friedens zwischen der Pforte, Serbien und Montenegro statt, bezüglich welcher dieselben gleichartige Instructionen erhalten haben. — Der„Pol.“ Corr.“ wird vom 1. Sept. gemeldet: Hinsichtlich der Friedens Bedingungen steht noch immer die Forderung der türkischen Regierung von Garantien gegen künftige Friedens- störungen von Seiten Serbiens im Vordergrunde. Definitiv entschieden hat sich bereits der Minister⸗ Rath für die Forderung, daß die serbischen Eisen⸗ bahnen von der türkischen Regierung zu erbauen seien, da Serbien keine Gewähr für den Bau bieten könne. Die Pforte ist über die Nachrichten aus Rußland und das Zuströmen von russischen Freiwilligen nach Serbien beunruhigt und be— schäftigt sich in Folge dessen mit dem Gedanken der Donausperre. Heute hat der österreichische Bot⸗ schafter Graf Zichy den Sultan Abdul Hamid durch den ersten Botschafts⸗Dragoman beglück⸗ wünschen lassen; morgen empfängt der Sultan die Patriarchen der christlichen Confessionen. Einem unverbürgten Gerücht zufolge soll der vormalige Großvezir Mahmud Nedim Pascha aus der Ver⸗ bannung zurückberufen werden. — 2. Sept. Der Angriff der Montenegriner auf Bilek war nur zum Scheine unternommen. Die Expeditien Mukhtar Paschas behufs Ver— proviantirung von Bilek ist vermuthlich gelungen; derselbe ist Nachts nach Trebinje zurückgekehrt und heute mit 1000 Mann nach Banjani aufgebrochen. Djeladin Pascha ist mit 5000 Mann in der Richtung gegen Bilek marschirt. Rumänien. Bukarest, 1. September. Das„Amtsblatt“ dementirt die Mittheilung des Journals„Timpul“ über einen blutigen Zusammen⸗ stoß zwischen Volk und Truppen auf dem Coto⸗ roceni-Felde; der Vorfall redueirt sich darnach einfach auf einen Stteit zwischen Gendarmen und einigen Genie⸗Soldaten, wobei die Polizei rasch; die Ordnung wieder herstellte. Griechenland. Athen. Die Regierung hat wiederholt bei der Pforte gegen die Anstedelung von Tscherkessen in den benachbarten türkischen Provinzen Einspruch erhoben. Rußland. Petersburg. Die„Pol. Corr.“ meldet von hier vom 31. August: Heute hat in den hiesigen Wechsel-Comtoirs die Aus- gabe der neuen serbischen Anleihe von 12 Mill. Fres. begonnen; der Preis der Obligationen be- trägt 15 Rubel al pari; das Publicum drängt sich stürmisch zum Kaufe. — Die von französischen Blättern gebrachte Nachricht, daß Prinz Napoleon zu den Manövern eingeladen und ihm ein russisches Regiment zuge- dacht sei, ist unbegründet. Amerika. New Nork, 2. September. Der Prätendent Don Carlos hat sich nach Europa eingeschifft.— Aus Monroe(Luisiana) werden Unruhen gemeldet. Eine Bande von Negern be— drohte die Stadt. Die Weißen zogen ihnen ent⸗ gegen und verlegten ihnen den Weg. Die Neger weigern sich, die Waffen abzulegen. Die Weißen sammeln sich. Bisher ist kein Blut vergossen. — Die Demokraten des Staates Rew-Nork baben Seymour zum Candidaten ihrer Partei für den Gouverneur-Posten ernannt; dieselben faßten zugleich im Anschluß an das Programm von St. Louis verschiedene neue Resolutionen, worin sie sich gegen Zusätze zur Verfassung aus⸗ sprechen und die Erklärung erlassen, daß jede Race und Farbe zwar auf Schutz Anspruch habe, aber gegen den Befehl des Kriegs-Seeretärs, Truppen nach dem Süden zu senden behufs Einschüchterung der Bervölkerung und Ueberwachung der Wahlen, protestirt werden müsse. Die Republikaner von New⸗ANersey haben eine Resolution gefaßt, welche die schleunigste Wiederaufnahme der Baarzahlung fordert. Aus Stadt und Land. Gießen, 30. August. Montag den 2. Octbr. l. J., Vormittags 9 Uhr, werden die Sitzungen des Schwur— gerichts vom 4. Quartal unter dem Vorsitze des Hof— gerichts-Rath Muth eröffnet werden und sind in der heuligen Sitzung die Haupigeschworenen in solgender Ord— nung ausgeloost worden: 1. Joh. Wilh. Jäger, Landwirth von Ober⸗Hörgern. 2. Th. Hofmann II., Landwirth von Wetterfeld. 3. Chr. Wagner II., Oeconom in Gießen. 4. Johs. Rock, Landwirth von Groß-Eichen. 5. Fr. Rud. Kratz, Eisenhändler von Laubach. 6. P. Kröll, Gastwirth von Bad⸗Nauheim. 7. Johs. Bopp II., Schildwirih von Vonhausen. 8. K. Schlörb J., Müller von Schoen. 9. Johs. Herber III., Müller von Angersbach. 10. Johs. Peter Schneider, Fruchth. von Borsdorf. 11. C. Nispel II., Gutsbesitzer von Gedern. 12. H. Stein IX., Landwirth von Stumpertenrod. 13. Johs. Kunkel I., Bürgermeister von Eschenrod. 14. A. Sartorius, Mäkler von Lich. 15. L. J. Bär, Fruchth. von Lang-Höns. 16. K. Kauf⸗ mann, Kaufm. von Schotten. 17. Frhr. Ferd. v. Nordeck zu Rabenau von Groß⸗Buseck. 18. A. Löwentbal, Frucht⸗ händler von Nieder-Wöllstadt. 19. C. Lang, Müller von Romrod. 20. Johs. Krömmelbein V., Bierbrauer von Lauterbach. 21. Bernh. Schwarz, Cigarrenfabrikant von Reichelsheim. 22. G. Reitz, Bürgermeister von Södel. 23. A. Gemmer II., Bürgerm. von Zell. 24. J. Him mel⸗ reich, Bürgermeister von Ober⸗Eschbach. 25. S. Hirsch⸗ horn, Kaufmann von Friedberg. 26. F. W. H. Hock, Müller von Rendel. 27. A. Finger, Ellenwaarenhändler von Lauterbach. 28. H. Becker I. von Londorf. 29. Gg. H. Wahl, Landwirth von Strebendorf. 30. V. Struth II., Wachstuchfabrikant von Lauterbach. Partenheim.„Das ist der Fluch der bösen That.“ Einem Einwohner unseres Nachbardorfes N. passirte fol⸗ gendes Malheur: Derselbe war dieser Tage hier gewesen, um bei einem Handelsmanne von hier seine Schuld zu tilgen. Da es schon spät in der Nacht war, als er sich von hier entfernte, hatte er draußen vor dem Dorfe in einem Garten schöne Gurken bemerkt.„Diese müssen mit!“ dachte unser Held, stieg in den Garten, brach die Gurken in ein Tuch, und, o Schicksal—— ließ die Papiere, welche ihm der Handelsmann zurückgegeben hatte — liegen. Der Besitzer des Gartens fand dieselben und trug sie selbstverständlich auf die Polizei. Fränkisch⸗Crumbach, 30. Aug. Gestern Abend sieben Uhr wurde Kürschner Johs. Hähnlein von hier, Wittwer seit vorigem Jahre, im 76 Lebensjahre stehend, mit Elisabeth geb. Kleinhöhl aus Biebesheim am Rhein getraut. Allerlei. Coblenz. Man wird sich erinnern, daß vor einigen Monaten ein Italiener hier aufgegriffen wurde, der bei seinen Vernehmungen wiederhol! die El klärung abgab, daß er die Absicht hegte, den seiner Vermuthung nach damals hier anwesenden Reichskanzler zu ermorden. Nach langen und vielfachen Verhandlungen ißt es endlich ge⸗ lungen, über diesen Menschen und sein früheres Treiben Auskunft zu erhalten. Aus Ober ⸗Italien gebürtig, ift derselbe zuerst in einem Tabaks- und ähnlichen Geschäfte seiner Heimath thälig gewesen, trat dann in ein damals in Masnz garnisonirendes österreichisches Insanterie-Regi⸗ ment ein, desertirte aber bald und betrieb die Landstreicherei in einem solchen Maße, daß er verschiedentlich mit den Gesetzen in Conflict kam. wieder angemeldet, desertirte er abermals und ging nach Palästina, wo er sich von einem schismatischen Bischofe die Priesterweihe ertheilen ließ. In der Eigenschaft als katho⸗ ischer Geistlicher trieb er Jahre lang Humbug, indem er in verschiedenen Ländern, auch in Deuischland, sich als solcher gerirte und die geistlichen Funktionen mit und ohne Zu⸗ stimmung seiner Confratres ausübte, dabei natürlich aber auch die Gelegenheit nicht versäumte, sich den nöthigen Lebens⸗Unterhalt in schwindelhafter Weise zu verschaffen. Es ist kaum glaublich, wie dieses ohne jeglichen Beruf und ohne alle Bildung gebliebene Subject die Geistlichkeit so lange und in so leichtfertiger Weise hatte täuschen können. Bei seiner Vernehmung und der jetzt geschlossenen gerichtlichen Untersuchung ließ er nicht undeutlich durch⸗ blicken, daß ibm für das Gelingen seiner ruchlosen That eine reichliche Geld Belohnung in Aussicht stände. Daß derselbe übrigens nach überstandener Gesängnißstrafe über die Landesgrenze transportirt wird, ist selbstverständlich. Metz, 28. Aug. Am Freitag sind beim Zollamt im hiesigen Bahnhof 50 Hektoliter spanischen Weines wegen constatirter Fälschung desselben mit arsenikhaltigem Fuchsin mit Beschlag belegt und der Polizeibehörde zur weiteren Untersuchung der Sache überwiesen worden. Zugleich meldet der„Courr. de la Mos.“, daß letzten Dienstag in Nancy 5000 Liter gefälschter Weine gleichfalls conftscirt worden seien. Hoffentlich wird die Sticherheilsbehörde hüben und drüben den sauberen Giftmischern das Hand⸗ werk gründlich zu legen wissen. Leipzig, 29. Aug. Soeben durchläuft die Kunde von einem mitten in unserer Stadt verübten Raubmorde die Stadt. Arbeitern, die auf dem Neumarkt, einer unserer belebiesten Straßen, mit Kohlenabladen beschüäftigt waren, schien es, als ob dort in einem Uhrmacherladen etwas passirt sei. Sie holten einen Schutzmann und drangen mit diesem in den Laden, wo man den unglück⸗ lichen Verkäufer, einen Gehülfen, in seinem Blute schwim⸗ mend fand. Er konnte nur noch die Worte„Drei— drei— drei—“ hervorbriugen und verschied nach einer— halben Stunde. In der Stadt herrscht große Aufregung über diesen Vorfall. Berlin. Als der am 26. August um ½4 Uhr von Berlin abgehende Schnellzug der Berlin-Potsdam⸗Magde⸗ burger Eisenbahn in der Station Jerxheim eintraf, ver- mißte man den Schaffner Messing. Nach längerem Suchen fand man denselben auf dem Verdeck eines Waggons mit zerschmettertem Schädel todt vor. Der Unglückliche hatte, wie zweifellos anzunehmen ist, sich während der Fahrt erhoben, vermuthlich um seinen Platz zu wechseln, dabei aber vergessen und in der Dunkelheit übersehen, daß der Zug in dem Viaduct, den er vor der Station Jerxheim zu passiren hat, sich befand. Messing war ein lüchliger Beamter und der Sohn des ältesten Portiers am hiesigen Potsdamer Bahnhof. Bremerhafen. Seit dem 26. Aug steht der circa zwei Meilen von bier entfernte große Wald Holurburg bei Bederkesa in hellen Flammen, ohne daß es bis jetzt möglich gewesen, das Feuer zu löschen. Da der Unter⸗ boden des Waldes aus einem Torfmoore besteht, so brennt das Feuer unterirdisch bis zu acht Fuß Tiese und es ge⸗ währt einen schrecklichen, dabei doch wieder wunderbar schönen Anblick, zu sehen, wie die alten Baumriesen, deren manche viele hundert Jahre alt find, nachdem ihnen der Boden unter den Wurzeln weggebrannt ist, umstürzen und mit furchibarem Krachen in die prasselnde Gluth fallen. Eine Compagnie Soldaten ist aus Stade eingetroffen, um durch Auswerfen von Laufgräben das Feuer zu begränzen. Entstanden ist dasselbe in Folge des unseligen Moorbrennens. Bologna, 1. Sept. In den letzten Tagen fand die Assisenverhandlung gegen den Marquis v. Montegazza statt, welcher s. Z. Wechsel in bedeutendem Betrage auf den Namen des Königs und des Kronprinzen fälsch te. Der Gerichtshof verurtheilte ihn als alleinigen Fälscher der Unterschriften des Königs und des Kronprinzen zu achtjähriger Gefängnißstrafe. Semlin. Auf der Kerer Puszta im Somogyer Comitat wurde am 24. August gegen 3 Uhr Nachmittags ein sehr heftiges Erdbeben verspürt, welches von Sturm und Regen begleitet war. Die ältesten Bäume wurden wie schwache Stäbchen geknickt und Gebäude, aus solidestem Material erbaut, erbebten in ihren Grundvesten. Einigemal wiederbolten sich die Erdstöße, der Sturm aber tobte eine halbe Stunde. Nachdem in der Natur die Ruhe wieder eingetreten war, bol sich ein trauriger Anblick dar. Ein großes Gebäude, die Stallungen und der Getxeidespeicher waren ganz zerslört, mehrere Heuschober und Fruchttristen umgeworfen, ein Schasstall ganz zertrümmert. Leider ist auch ein Menschenleben zu beklagen; ein 20jähriges Mädchen fiel dem Sturm zum Opfer, und drei Schafhüter wurden lebensgefährlich verletzt; auch an Vieh kam eine größere Anzahl ums Leben. Handel und Verkehr Grünberg, 2. Sept. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte beiragen: Waizen 11 M. 77 Pf.; Korn 10 M. 21 Pf.; Gerste 8 M. 92 Pf.; Hafer 9 M. 23 Pf.; Molter— M.— Pf.; Erbsen 10 M.— Pf.; Linsen— M.— Pf.; Samen 16 M. 80 Pf.; Karloffeln Bei dem Regimente freiwillig borigen nat det Jagesen kbtigene ünget von Ei Argogll hühner! dhe E Slücl. And 2 M uisse lebr ei M.— Pf. Die Preise versleven sich sümmilich per 0 Kilo= 100 Pfund. b Frankfurt, 1. Sept. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 N. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., u it. 5 M. 22. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., o. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen, biesiger, M. 23.75, remder je nach Qualität M. 18—22., Korn M. 17.50 is 18.—., Gerste M. 17—18.50., Hafer M. 17—19., TFohlsamen M. 35. Br., Erbsen M. 21—24., Wicken N. 21—23., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 75. Die Zreise versteben sich fämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht 2 100 Kubo. rankfurt, 2. Sept. Der heutige Heu- und Stroh⸗ narkt war ziemlich gut befahren. Die Preise waren zuwas höher als auf dem vorigen Markt. Heu kostete per Ceniner je nach Qualitäk M. 5.—5.50. Strob per vas Pfund M. 1.20., 2. Qual. M. 1.10. im Klein⸗ bandel 1. Qual. M. 1.30., 2. Qual. M. 1.25. Eier das Hundert M. 5.15. Gurken das Hundert M. 1.80. Mainz., 2. Sept. Producten⸗Marki. Waizen per Nov. 19.95. Roggen per Nov. 15.—. Haser per Nov. 16.—., der Mäcz 16.35. Nüböl per October 36.—. Marburg, 2. Sepk. Wochenmarkt. Butter kostete er Pfund M. 1.15—1.25. Eier pr. Stück 5—6 Pf. käse per Stück 8—10 Pf. Tauben das Paar 50-60 Pf. Dähnchen per Stück 45—50 Pf. Hahne per Stück 70 Pf. dis M. 1.—. Hasen per Stück M. 2.50—3.—. Gurken 5 Stück 20 Pf. Kartoffel 2 Liter 20 Pf. und per Torb M. 1.80—2.—. Darmstadt. war der Verkehr im Monat Mai(50,080, am schwächsten Aagegen im Februar(38318). Bemerkenswertb dürfte übrigens der Umstand sein, daß der Personenverkehr ge— vie Strecke benutzten. Darmstadt. 1 1 2 „ verzogthum Hessen erhellt, daß von ungefähr 598,837 Leg⸗ »ühnern der Eierertrag 44,015,441 Stück war; der jähr- iche Eierertrag berechnet sich demnach pro Huhn auf 73,5 Stück. 34,743 Bienenstöcke ergaben 46,257 Pfund Wachs von Rohrdeckenputz, die durch den Maurermeister und 216,429 Pfund Honig. Mainz. Im verflossenen Jahre betrugen die Erträg⸗ nisse, welche die Hessische Ludwigsbahn aus dem Viehver⸗ ehr erzielte, die Summe von 329 547 Mark. Lieutenant Cameron's afrikanische Entdeckungen. In einer Sitzung der königlichen geographischen Sentner M. 5.— 5.50. Butter im Großvandel 1. Qual. ö 0 gabe, das Forschungs werk Livingstone's fortzusetzen, inger als im Jahre 1872 war, wo 533,358 Passagiere in glänzendster Weise gelöst hat und er nimmt 0 1 dünnen Drahtes zu regelmäßigen Tafeln von beliebiger 30. Aug. Länge vereinigt wird, welche die Länge des Rohres zur 1 zeugt, daß mit einer weisen und liberalen(nicht verschwenderischen) Kapital- Anlage, eines der größten Binnenschifffahrts Systeme in der Welt nützlich gemacht werden und in 30—36 Monaten angefangen, würde es sich für irgend welche unter- nehmende Kapitalisten, welche die Sache in die Hand nehmen dürften, als lohnend erweisen.... Muskatnüsse, Kaffee, Erdnüsse, Palmöl, Reis, Waizen, sämmtliche Produkte des südlichen Europas, Gummi Arabicum, Copal und Zuckerrohr bilden die vegetabilischen Produkte, welche nutzbar ge— macht werden mögen... Mit einem vorläufigen Kapital von 1—2 Millionen Pfd. St. würde bei gehörigem Betriebe eine große Compagnie Afrika in etwa drei Jahren dem Welthandel ausschließen.“ Im Laufe der Diskussion, welche sich der Vor— lesung der Berichte anreihte, wurde der von Lieutenant Cameron bekundeten Energie und Fähigkeit Seitens des Präsidenten Sir Henry Rawlinson, sowie der anwesenden afrikanischen Autoritäten hohes Lob gezollt und die wichtigsten Resultate seiner Forschungen fanden allgemeine und warme Anerkennung. Schlusse mit, der Rath der Gesellschaft habe 1 Auf der Odenwaldbahn wurden im Lieutenant Cameron die Summe von 1000 L. vorigen Jabre 531,961 Personen befördert. Am stärksten zur theilweisen Deckung seiner Unkosten votirt. Es unterliegt keinem Zweifel, daß Cameron seine Auf— sonach einen ersten Platz in der Reihe der Afrika— Aus einer Uebersicht der Production Erforscher ein von Eiern, Wachs und Honig im Jahre 1873 im Groß-—. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Ueber eine Neuerung in der Ausführung Sembtner zu Paischkau in Schlesien seit mehreren Jahren angewendet wird, berichtet uns Kreisbaumeister Reuter in Strehlen. Dieselbe bestebt darin, daß das Mauer— rohr auf einem besonders konstruirten Webstuhle mittelst Breite haben. rollen und versenden lassen, werden an der Decke bezw. Wand einfach aufgerollt und festgenagelt, was selbst— verständlich eine erhebliche Zeitersparniß bei Ausführung Hesellschaft zu London wurden die langerwarteten des Putzes bewirkt, während gleichzeitig eine durchaus Berichte des Lieutenants Lowett Cameron über regelmäßige und gleiche Lage der Rohrstengel garantirt einen jüngst glücklich zurückgelegten Marsch vom Tanyanyika⸗See nach der Westküste Afrika's ver- esen. 0 ö ö daß die Befestigung der Tafeln am Holzwerk in unge- Lieutenant Cameron ging, wie man sich nügender und oberflächlicher Weise ersolgt und der Putz ist. Andererseits wird freilich eine sorgfältige Controle der Arbeit erforderlich, da die Gefahr sehr nahe liegt, krinnert, zuerst nach Afrika, um nach dem ver- dann in größeren Flächen sich ablöst; zum Mindesten halten schollenen Dr. Livingstone zu forschen. Nach de Tode dieses großen Reisenden setzte er dessen Forschungswerk auf eigene Faust unter den Auspicien der geographischen Gesellschaft fort urd im Mai 1874 entdeckte er den Ausfluß des großen Tanya- nmpyika⸗See's, wodurch ein Problem gelöst wurde, vas fortwährend Erörterungen der Geographen veranlaßt hat. Im März 1875 setzte er von Aiodschidschi aus seine Forschungsreise weiter fort und es gelang ihm, das afrikanische Festland bis zur Weflküste, eine Entfernung von 3000 englischen Meilen, zu durchkreuzen. Auf dieser gefahr- und „ frapazenvollen Reise ist er dem Lualaba, welcher den veträchtliche Entfernung gefolgt, und zu der Ueber- Abzug des Tanyanpika-See's bildet, auf eine seugung gelangt, daß dieser Fluß völlig identisch nit dem Congo ist. Nur die Opposition feind- eeliger Eingeborenen verhinderte den unerschrockenen Reisenden, dem Laufe dieses großen Flusses bis zu einer Mündung in den atlantischen Ocean zu solgen, aber das Problem ist auf alle Fälle als un gelöst zu betrachten und die Identität des Lualaba nit dem Congo scheint über jeden Zweifel binaus Lvachgewiesen zu sein. Wir erhalten somit ein slöchst großartiges Bild vom bydrographischen Bau Afrikas. Die beiden Riesenströme, der Nil und der Congo, gleich zwei Armen eines einzelnen Dewässers in der Mitte des Continents aus zwei nächtigen Quellen entsprungen, die unmittelbar zebeneinander liegen und nur durch eine verhält nißmäßig unbeträchtliche Partage von einander getrennt sind. Ueber das neuentdeckte Territorium lußerte sich Cameron in einem seiner Briefe wie bolgt:„Das Innere ist ein höchst prachtvolles und gesundes Land von unaussprechlichem Reichthume. Ich besitze eine kleine Probe guter Kohle; andere Mineralien, wie Gold, Kupfer, Eisen und Silber ind im Uebermaß vorhanden und ich bin über- 1 m wir eine nochmalige Sicherung der Tafeln durch ein über dieselben gelegtes Netz von diagonal gespannten Drähten für unentbehrlich. Der Preis der Tafeln vom Fabrikorte (Patschkau) stellt sich auf 1,7 Sgr. pro Quadrat- Meter. Neue Bausteine. Arntz in Plagwitz bei Leipzig erhielt von den meisten europäischen Staaten ein Patent auf eine neue Art von Bausteinen, welche die vielseitigsten Vortheile vor der jetzigen Bauweise bieten. Das Leipziger Sachverständigen-Gutachten über diese an Festigkeit dem Sandstein gleichkommenden Preßquadern sagt über die konstructive Anordnung derselben wörtlich:„Man fand, daß die an Lager- und Stoßflächen angebrachten Falze in zweckmäßiger Weise nicht blos den Durchzug der Luft ver— hindern, sondern auch gegen die Verschiebung der Quadern in irgend einer Richtung vollständige Sicherheit gewähren. Da überdies die Quader ganz glatte Flächen haben, wird die Anwendung von Mörtel sowohl zum Versetzen, als zum Verputzen unnöthig.“ Soll ein Haus aus diesen Steinen errichtet werden, so ist der Grund bis zur Sockel⸗ höhe in gewöhnlicher Weise, aber mit völlig wagerechter Oberfläche herzustellen und nun setzen wenig Arbeiter, ohne daß es eines Winkels oder eines Lothes bedarf, ohne Kalk, Kelle, Hammer zc. die Steine auf einander, nur eine Hebevorrichtung ist erforderlich; auch Bewurf und Putz ist unnöthig und das Haus sofort bewohnbar. Ebenso kann ein solches Haus abgetragen und in jeder Entfernung wieder aufgebaut werden. Anwendung einer Mischung von Gyps und Eibischwurzel. Wird Gyps mit 2—4 pCt. gepulverter Eibischwurzel gemischt, so wird er erst in einer Stunde sest, kann aber nach dem Trockenwerden gesägt oder ge— drechselt werden. Er dient zur Anfertigung von Domino— spielen, Würfeln u. s. w. Bei 8 pCt. Zusatz von Eibisch— wurzel wird die Härte der Masse noch erhöht. Dieselbe läßt sich in dünne Blättchen ausrollen, bemalen, poliren und lackiren. Verloosungen. Stadt Gießen Obligationen. Gießen, 31 Juli à 4½ pCi. Lit. A. Nr. 2 5 74 132.— Lit. B. Nr. 84 93 94 124 154.— Lit. C. Nr. 2 87 114 125 178 205 207 215 220 235.— Lit. D. Nr. 48 86.— à 4 pCt. Lit. B. Nr. 14.— Lit. C. Nr. 28 30 32 36 42 65. Zahlbar 31. December. i Augsburger 7 fl.-Loose. Bei der am J. Seplem⸗ ber stattgefundenen Ziehung fielen auf Serie 984 Nr. 61 4000 fl. und auf Serie 1776 Nr. 79 1000 fl. Der Präsident theilte zum Karlsruhe, 31. Aug. Bei der heutigen Ziehung der badischen fl. 35 Loose kamen folgende Serien heraus: 25 40 168 204 264 290 444 479 516 563 648 746 914 926 1016 1045 1104 1151 1153 1400 1430 1398 1647 1648 1666 1733 2064 2081 2092 2118 2161 2201 2207 2303 2472 2549 2597 2633 2746 2760 2766 2780 2897 2938 2993 3343 3368 3466 3474 3553 3877 3892 3943 4059 4146 4216 4252 4283 4324 4487 4490 4609 4612 4664 4877 5143 5203 5240 5264 5309 5331 5342 5431 5505 5535 5540 5580 56 19 5629 5788 5851 5906 6064 6071 6101 6133 6221 6276 6387 6519 6549 6562 6613 6688 6706 6926 7175 7217 7427 7892. Wien, 1. Sept. Bei ber heutigen Ziehung der österr, fl. 100⸗Loose von 1864 fiel der Hauptgewinn von 200,000 fl. auf Serie 1170 Nr. 59; 20,000 fl. auf S. 3963 Nr. 65; 15,000 fl. auf S. 2665 Nr. 6; 10,000 fl. auf S. 388 Nr. 19; 5000 fl. auf S. 1170 Nr. 11. An Serien wurden überhaupt folgende 14 ge⸗ zogen: 27 350 388 454 1170 1568 1732 2332 2665 2967 3227 3250 3596 3963. Für die Abgebrannten in Brückenau gingen noch weiler ein: Von Pfarrer Blumhof in Wohn⸗ bach 5 M., R. R. G. N. F. 5 M., Decan Buchhold in Ossenheim 3 M., Spengler Frick 2 M. Um weitere Gaben bitten wir dringend, denn aus dem abgebrannten Brückenau geht uns ein wiederholter Nothruf zu. Es wurden daselbst durch die furchtbace Feuersbrunst vom 14. v. M. nach amtlicher Erhebung 144 Wohnhäuser und 80 Nebengebäude zerstört; don 1500 Menschen sind 782 obdachlos, die Noth ist nicht zu beschreiben, und der Winter steht vor der Thür. Die Expedition des Oberh. Anzeigers. Die Tafeln, welche sich bequem zusammen⸗ Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Getraut: Leopold Sternberg, Kaufmann in Maxsain und Dorchen Herz in Friedberg. 5 Johann Baptist Berger, Kaiserlich Deutscher Ober⸗Grenz⸗Controleur in Gravelotte und Thekla Huber in Friedberg. Geboren: 1. Sept. Dem Gartenschützen Georg Briel eine Tochter. ö Gestorben: Hermann Neisel, Söhnchen des Drehers Her— ö mann Neisel. 28. Aug. 2. Sept. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 180. ö„ ½ Dutzend* 8.50, ö Dutzend 1e Die Exped. d. Anz. Bekanntmachung. 2872 Zur Bahnunterhaltung unbrauchbare Bahnschwellen, zu Brennholz geeignet, sollen Donnerstag den 7. d. M., Vormittags 9 Uhr, auf der Station Friedberg, etwa 1800 Stück und Freitag den 8. d. M., Vormittags 9 Uhr, auf der Station Nieder-Wöͤllstadt, etwa 825 Stück, an die Meistbietenden unter den bei der Versteigerung be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich ver— steigert werden. Friedberg den 2. September 1876. Der Bahnmeister Rauch. Versteigerungs- Anzeige. 2862 Dienstag den 12. September, Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in der Behausung der Georg Martin Philippi II. Erben dahier folgende Gegenstände erbver⸗ theilungshalber versteigert: mehrere vollständige Betten, Weißzeug aller Art, Tische, Stühle, Commoden, Kleiderschränke, eirea 100 Fruchtsäcke, 2 Wagentücher, 1 vollständiger Wagen, Pflug und Egge, altes Eisen von einem Wagen, Küchengeräthschaften und andere Haus— haltungs⸗Gegenstände ze. ze. Fauerbach b. Fr. den 1. September 1876. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. Hef rei ch. Versteigerung eines Pferdes. 2864 Mittwoch den 6. d. M., Vormittags um 10 Uhr, soll auf hiesigem Gemeindehause ein Pferd(Rappen) öffentlich meistbietend gegen gleichbare Zahlung versteigert werden. Groß⸗Karben den 1. September 1876. 0 In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Vilbel * Großherzogliches Ortsgericht Groß-Karben. 8 4 d r. 1 Ossenheimer Wäldchen. 2871 Nächsten Sonntag als am 10. d. M. findet dahier bei Harmonie und Tanzmusik das Kirchweihfest statt. Freundlichst ladet ein G. F. Korndörfer. Darmstädter Industrie-Ausstellung. 2789 vom 12. August bis 11. September. (b. 5027.) Preisermäßigung während der letzten Woche(4.— 11. Sept.) 50 Pf. für Erwachsene, 25 Pf. für Kinder. Austellung. Den Besuchern der Ausstellung ist Für Schulen 25 Pf. à Person. Verkauf von Loosen zu 1 Mark in der freie Rückfahrt auf allen Stationen der Main- Neckar- Bahn und Hessischen Ludwigs Bahn bewilligt. 2088 Wir unterhalten stets ein Lager allen Grössen. Englische Dampk⸗ englischer Dampf- Dreschmaschinen Blumenthal'sche Maschinenfabrik in Darmsiudl. Dreschmaschinen. und zwar in Grummetgras⸗Versteigerung. 2861 Mittwoch den 6. d. M., Vormittags 10½ Uhr, soll das Grummetgras der hiesigen Gemeinde auf dem Rathhause dahier öffentlich meistbietend versteigert werden. Fauerbach b. Fr. den 2. September 1876 Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. Keirin Immobiliar-Versteigerung. 2863 Freitag den 29. September, Vormittags 10 Uhr, werden folgende Immobilien der Georg Martin Philippi II. Erben dahier, erbvertheilungshalber, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werden— den Bedingungen verkauft: Flur 1. Nr. 257. 612. Meter Hofraithe im Ort, .„ 256. 25689.„ Grasgarten daselbst, .„ 258. 141.„ Grabgarten daselbst, e ier, g, an egen, den rothen Thurm. Fauerbach b. Fr. den 1. September 1876. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. Helfrich 2860 Donnerstag den 7. d. Mis., Vormittags um 10 Uhr, soll das der Gemeinde gehoͤrende Grummetgras, eirea 50 Morgen, in der Wirthschaft des G. Senzel dahier meistbletend versteigert werden. Ober⸗Florstadt am 2. September 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Florstadt. guern heim 1 1 Tamisi Für Restaurant und Familie! 225 Der nach den nenesten medicinischen Lehren E über diätetische Gesundheitspflege bereitete, vielfach preisgekrönte und durch seinen enormen Absatz berühmte ärztliche Magenbitter gen. Lestomac von Dr. med. Schrömbgens, prakt. Arzt in Kaldenkirchen, wird von den bedeutendsten Professoren der Medicin und Chemie der größten deutschen Universttäten als ange⸗ nehmer und gesunder Liqueur empfohlen. Zu haben in Friedberg bei Herrn W. Bernbeck, in Nauheim bei Philipp J. Weiß. 2783 Ia. mel. stückreiche Flammkohle per Ctr. à M. 1. Gesieb. Stückkohle per Ctr. Nuß⸗ und Knabbelkohle per Ctr. Gesieb. Schmiedekohle per Ctr. Bei vorheriger Bestellung ab Bahnhof hier Ia. mel. stückreiche Flammkohle pr. Ctr. a M.— 95 offerirt Fried. Avenarius, 72 Bad⸗Nauheim, Fürstenstraße Nr. 327. Zwei anstaͤndige Mädchen 2808 aus braver Familie, können das Kleidermachen und Weißzeugnähen gründlich erlernen und sofort ein⸗ treten bei Elise Stork in Berstadt bei Hungen. Der Grummetgras⸗Verkauf im Fürstlichen Grassee bei Hungen(56 Normalmorgen) findet Mittwoch den 6. September l. J., Vormittags 10 Uhr, statt. ö Hungen am 31. August 1876. Fürstliches Rentamt. Demme. 5 .-. 8 88 N 2845 Ein älterer Herr sucht zum l. Oktober oder auch früher möblirte Wohnung, 10 Mark Belohnung Demjenigen, der mir hinreichende Mittheilung macht, um gerichtliche Anzeige erheben zu können über die ruchlose Hand, die auf dem Grabe meiner einzigen, so jammervoll verstorbenen Tochter die Blumenstöcke mit einer Hacke ausgehauen und an dem Denkmal das Christusbild zer— schlagen hat. Wenn die Hacke als Kennzeichen dienen kann, so ist dieselbe bei mir einzusehen. Ockstadt den J. September 1876. 2859 Carl Seitz. 2813 2 israel. Kinder, welche hiesige Schulen besuchen wollen, können Kost und Logis er⸗ halten. Bei wem? sagt die Exped. des Anz. Butterpulver 1643 verkürzt die Zeit des Butterus, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben. Ein Paquet, ausreichend für 500 Liter Milch, à 50 Pf. zu haben bei J. A. Winde eker, Hoflieferant in Friedberg. Ph. J. Weiss in Nauheim 2809 In einer gebildeten Familie in Darmstadt finden 1—2 Schüler gute Pension unter billigen Bedingungen. Beste Referenzen. Anfragen besorgt die Expedition des Kapitalgesuch. 2870 Unterzeichneter sucht ein Kapital von 700 Gulden auf sein neuerbautes Haus mit Hausgärtchen. Lusttragende wollen sich gefälligst an Unterzeichneten wenden. Die Zinsen werden pünktlich bezahlt. Konrad Wörner, Schneidermeister, vis-à-vis den Herren Trapp& Münch. Zu verkaufen stehen einige Schornsteinaufsätze(Rohre) und ein runder Glaserker mit Läden bei 2867 Adam Söllner II. Grummetgras⸗Versteigerung. 2868 Mittwoch den 6. September l. J., Vormittags 9 Uhr, wird das Grummetgras in den hiesigen Park— anlagen in passenden Abtheilungen öffentlich meistbietend versteigert. Bad⸗Nauheim den 4. September 1876. Ostermeyer. Friedberger Pferde⸗Markt⸗Loose sind zu haben bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad-Nauheim. Bestellbriefen für Loose, deren Uebersendung durch die Post gewünscht wird, sind 10 Pf.(bei vollständig frankirter Zusendung des Betrages) zur Rück-Frankirung anzuschließen. 2878 Der Eisensteinfuhrmann, welcher meine Schoͤpf⸗ schippe am 26. August auf der Rosbacher Chaussee ge⸗ funden hat wird hierdurch aufgefordert, dieselbe bei mir abzugeben, andernfalls er gerichtlich belangt werden wird. Friedberg. Johannes Thomas. Arbeiter erhalten Beschäftigung. Ludwig Seibert 8 Co. MWoiré- und leinene Schützen, Ledertaschen 439 für Damen, Portemonnaies, Fücher, Kragen- nnd 2877 2—3 Räume. Anerbietungen in d. Exped, d. Anz. 2782 Manschettenknöpfe billigst bei K. Friedrich. Danksagung. 2874 Allen die uns durch Geldspenden, sowie durch persönliche Hülfeleistung, oder in irgend welcher Wei bei dem Jugendfest unkerstützt haben, sagen wir hierms unsern besten Dank. Das Comité des Jugendfesteh, Aufforderung. 2875 Anforderungen für Lieferungen und Arbeiten zun An Auftrag: Dr. Möller, Wale eee 280 Theater in Friedberg. Im Saale der ehemaligen drei Schwertet Dienstag den 5. September Unwiderruflich letzte Vorstellung. des Wiener Kinder⸗Schausplel⸗Ensembles unte Leitung der Frau Director F. König. Bum HBenesiz der kleinen sechsjährigen Peppi König, Dornröschen. Dramatisirtes Märchen in 3 Abtheilungen und 5 Bilder von Joseph Kurmayer. Musik von Kapellmeistet A. Müller. Einstudirt und in Seene gesetzt von Fraß Director König. Z um Schluß: Pas de Deux, Polka comique Getanzt von Marie König und Hermine Janka, Cassen⸗Eröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Preise der Plätze: Erster Platz M. I., zweiter Platz 60 Pf., Galerie 30 Pf, Die Direetion. reichen zu wollen. Lenstergalerien in den verschiedensten Breiten, sowie die so sehr beliebten Rohrsessel und Blumentische verschiedenster Art sind zu den billigsten Preisen zu haben in dem Möͤbellager von J. Pfeffer, Hof- Möbelschreiner, nächst dem Bahnhof in Friedberg. Ein silbernes Medaillon, in Form eines Pensée an einem schwarzen Sammtbanz) ist am 2. September, Morgens halb 10 Uhr, auf dem Wege von der Stadtkirche in die Burg verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten dasselbe gegen eine Belohnung bei der Exped. d. Anz. abzugeben 2873 Verloren. 2865 Ein braun seidener Sonnenschirm mit silbernet Platte wurde auf der Seewiese am 2. September ver⸗ loren. Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine Belohnung in der Exped. d. Anz. abzugeben. Gestrickte Kinderkleider, den ade gestrickte Kinder 44 schuhe und Gamaschen billigst bei K. Friedrich. 2814 2 freundliche Zimmer mit oder ohne Möbel sind sogleich zu vermiethen. Näheres sagt die Exped. des Anz. 2876 Allen Freunden und Bekannten, von denen ich vor meiner Abreise nicht persönlich Abschied nehmen konnte, ein herzliches Lebewohl. Paris.. 2794 ene Max Kaufmann 2869 Den Herren Bürgermeistern des Kreises zur gef, Kenntniß, daß Formular zur Liquidation über Ver⸗ gütung für geleisteten Vorspann bei mir vorräthig ist. Gauß, Buchdruckerei in Vilbel, Ein tüchtiger Schreinergeselle 2866 findet dauernde Beschäftigung bei Södel. Carl Fourier. Vorzügliche Alizarintinte, (Schreib-& Copirtinte), aus einer der renommirtesten Fabriken in Fläschchen zu 60, 30 und 20 Pfennig, Kaisertinte, (Schreib-& Copirtinte), seit langer Zeit eingebürgert und beliebt in Fläschchen zu 52 und 26 Pfennig bei Carl Bindernagel. Verantw. Red.: Carl Bindernagel—. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Zweck des Jugendfestes bitte ich bald bei mir em — 1 Nel helmet Inlerst auf d W. A Dr. det he gussch nit Hause lich i gube 5 Ernen soriun Step Nräd 1 Deut direct selbe einm Wit auc und den ist den nach Aber die Arm kaust in 6 daß insbe sccher Dffz lch e Slärt die n eper b dame Tuma Selle der 9 in Ri Nun shrilt behuf der 0 der in eh beste ebe die! 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