9 * 1 — nz dene 1 den „üer in — and wohne ig ause neben Hanau! Weckerling 15 Ua 1 Ie lender. * und Familie. nedekohlen 2 Kunnich. — yer N un S Comp. ren 2 ꝶ6ꝛn——Zůñ — ö 1876. Samstag den 5. August. . 92. „ berhessischer Anzeig 5 Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Aufräumung und Unterhaltung der Bäche. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an Friedberg den 1. August 1876. die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Sie wollen berichten, ob die Auftäumung und Unterbaltung der in Ihren Gemarkungen befindlichen Flüsse, Bäche und Gräben in Angriff genommen und wie weit die bezüglichen Arbeiten vorgeschritten seien. Erscheinen solche Arbeiten für d boten, so erwarten wir dies begründende Berichte. Betreffend: Die 5 und Weg meinden S§ 15 derselben, nur hie und da genau beachtet. unter dem Auftrage nachfolgen, sich mit denselben wieder bekannt zu machen. J Befolgung alles dessen, was die Reinhaltung und Wegsamkeit der Ortsstraßen f Polizeidiener und Wegewärter mit den betreffenden oben angeführten Bestimmungen bekannt Beachtung zu wachen und Nachlässigkeiten hierin sosort zur Anzeige zu bringen. Disciplinarwege strenge ahnden würden, und wir die Bezirksbauaufseher des Kreises angewiesen haben, zu bringen. . Alle regelmäßig gebauten und mit einer Steindecke versehenen Wege hedürfen jährlich zweier Hauptreparaturen, außerdem aber einer häufigen Verbesserung kleiner Mängel. Die erste dieser Reparaturen muß im Frühjahr, sobald der Boden nufgethaut ist, vorgenommen werden und besteht darin, daß, nachdem der Koth von der Oberfläche der Fahrbahn abgekratzt ist, alle Vertiefungen und Geleisen mit fein geklopften, dazu in Vorrath befindlichen Steinen ausgefüllt werden. ktwas später, jedenfalls aber so lange die Winterfeuchtigkeit noch in der Erde enthalten ist, alle etwe eingestürzten Gräben aufgeräumt, die be— schädigten Fußpfade und Böschungen hergestellt und die elwa versandeten Die bei der Frühjahrs- Reparatur auf der Fahrbahn eingedeckten Steine müssen, wenn sie durch das Fahrwerk auseinander gedrückt worden, so lange das Wetter noch feucht Die später Steinchen müssen abgezogen und als Vorrath auf einem der Banquets Außerdem werden bei dieser Mulden, Dohlen und Brücken wieder eröffnet. ist, fleißig zusammengezogen werden. gesammelt werden. Unterbaltung der Ortsstraßen und Vicinalwege. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürg Wir baben gelegentlich der Rund- und anderen Geschäfts Reisen die Wahrnehmung gemacht, daß die Vorschriften bezüglich det Reinhaltung samkeit der Ortsstraßen— Friedberger Intelligenzblatt Nr. nicht eingehalten werden, namentlich die Reinigung der Octsstraßen oft gar nicht, of In gleicher Weise werden die Vorschriften der Instruttion vom 11. Juli 1838— Regierungsblatt Nr. nicht mehr erinnerlich sein dürften, Da manchen von Ihnen dieselben machen 85 8 15. Unterhaltung der Wege. Die zweite und im Auflegen bedürfen. richten, Gelegenheit oder auch herzustellen. entblößt, Fall, nachher eine Einsteinungen müssen, noch bleibenden losen 14 von 1857 und Vilbeler Anzeigeblatt Nr. t sehr mangelhaft stattfindet. Wir setzen das Vertrauen in Sie, n owie die Unterhaltung der Vicinalwege betrifft, treffen, namentlich die Eröffnen Sie ihnen aber auch, Bei diesem Einsteinen ist das Augenmerk stets nur die Schichte der Decksteine immer in derselben Dicke zu erhalten und die ursprüngliche Form der Fa Bei Grundbaustraßen ist es von besonderer Wichtigkeit, stets mit Sorgfalt darüber zu wachen, vom Fuhrwerk berührt und abgeschliffen wird, weil, wo dies der Decke nicht wenn sie sich aus ihrer Lage verrücken, so lange gehörig zusammen gezogen werden, bis sich so haben, wobei zugleich ein öfteres Abräumen des etwa entstehenden Kothes nicht versäumt werden darf. ieses Jahr in einzelnen Gemarkungen nicht ge⸗ Ter a pp. Friedberg den 3. August 1876. ermeistereien. 84 von 1856— in vielen Ge⸗ 27 von 1838— namentlich des so lassen wir sie im Abdruck daß Sie Anordnung zur pünktlichsten und denselben befehlen, über deren sorgfältigste daß wir jede Versäumniß auf dem der Art zu unserer Kenntniß 3 Vorkommnisse wichtigste Hauptreparatur fällt in den Herbst, so⸗ bald anhaltend feuchtes Wetter eintritt und besteht, wie die Frühjahrs- Reparatur, in der Eröffnung Unkraut verwachsenen Gräben, von Reparatur- Steinen auf diejenigen Stellen, welche dies der während des Sommers mit Gras oder im Reinigen der Fahrbahn von Kotb und darauf zu örbahn, wo sie verloren gegangen ist, daß der Grundbau nicht von der Decke Alle vorgenommenen leicht mehr haftet. che festgesetzt und eingefahren Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier⸗ ungsblatt Nr. 37 enthält: I. Betauntmachung den Steuerausschlag der Landjuden— chaftskasse zu Darmstadt für 1876 betreffend. II. Uebersicht der für das Jahr 1876 genehmigten Umlagen in den Gemeinden des Kreises Erbach. III. Bekanntmachung den Supplementärvoranschlag ür die istagelitische Religionsgemeinde zu Essenheim mit Ober Olm für 1876 beireffend. IV. Namensberänderungen. V. Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Groß⸗ Herzog haben allerg. geruht: am 15. Juni den evang— Pfarrer Palmer zu Geinsheim auf sein Rachsuchen zu entlassen. VI. Ruhestandsversetzungen. Seine Königliche Hoheit „er Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 8. Juni den Steuercommissär Jungk zu Fürth auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste, am 13. Juni den Lokomorjvführer Hamann, am 23. Juni den Bergkasster zink zu Dorheim auf sein Nachsuchen, am 26. Juni den Steueraufsehr Dittmar wegen geschwächter Gesundheit, am (0. Juli den Kreisarzt Dr. Kehrer zu Gießen auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhe⸗ tand zu versetzen. VII. Concusrenz-Eröffnungen. Erledigt ist: die 2. Schulstelle zu Groß⸗Linden, Gehalt 771 M. 43 Pf.; die 2. Schulstelle zu Ilbenstadt, Gehalt 771 M. 43 Pf. VIII. Sterbefälle. Gestorben sind: am 1. Juni der Hauaufseber Euler zu Ensheim; am 17. Juni der Pfarrer Staudinger zu Wersauz am 20. Juni der Hofkapellmeister Nesvadba zu Darmstadtz am 21. Juni die Lehrerin Slrack— dein zu Mainz; am 23. Juni det Gendarm Ost zu Wimpfen; in bdemselben Tage der Kreisarzt Dr. Roskopf zu Heppen— deim; am 2. Juli der Stenetausseber Eckhardt zu Mainz; em 5. Juli der Realschuldirektor Winserstein zu Mainz; am 15. Jult ber Gerichtevollzieher Freinsheimer zu Worms. Berlin. Der Kaiser hat auf die Einladung des Königs Ludwig von Bayern, den Wagner'schen Opern- Vorstellungen zu Bayreuth beizuwobnen, den General v. d. Tann mit Ueberreichung eines überaus herzlichen Handschreibens beauftragt, worin et zusagt, soweit es sein Gesundheitszustand ge— statte, den gedachten Vorstellungen beiwohnen zu wellen. Wenn der Kaiser hiernach eine Reise nach Bayreuth unternehmen sollte, so würde er sich in den Tagen vom 13.— 16. d. dort aufhalten und einem Theil der ersten Serie der Vorstellungen beiwohnen. Privatnachrichten zufolge ist das Be— finden des Kaisers in jeder Beziehung zufrieden— stellend. — Der„Pos. 3.“ wird geschrieben:„Graf Harry v. Arnim wird am 1. August in Paris erwartet, wo er sich, wie man hört, mit seiner Familie dauernd niederlassen wird. Sein Ge— schäftsführer ist bereits vor einigen Tagen in Paris angelangt und hat für den Grafen in einer dem Arc de Triomphe benachbarten Straße ein Hotel gemiethet.“ Glogau. Ein Mord-Versuch aus religiöser Schwärmerei führte einen oberschlesischen Bauern aus dem Dorfe Kuhnau im Kreise Creuzburg auf die Anklagebank. Dae Dorf hat seit vorigem December keinen anerkannten Pfarrer, da nach dem Tode des Pfarrers Rossochowitz sein Caplan auf Grund der Mai-Gesetze gewählt ist. Gegen diesen „Staats- Caplan“ war nun von seiner Wahl an unausgesetzt Unfug verübt worden, der sich dann schließlich bis zu einem Mord⸗Versuche steigerte, welcher am Abend des 1. Mai auf den beimkehren— den Caplan von einem Crucifixe aus im Schutze der dasselbe umgebenden Linden mit einer Pistole gemacht wurde und den Angeklagten zum Urheber hatte. Es wurde in den Verhandlungen festgestellt, daß unter den Bauern von der Ermordung des Geistlichen, der nach der Darstellung der katholischen Presse ein Fluch für die Gemeinde war, gäufig als von einer Nothwendigkeit die Rede gewesen war, daß sogar ein Bauer in der Schenke einen Preis von 50 Thlr. für Den aus- gesetzt hatte, der den„Kickse“ ums Leben bringe. Cs wurde ferner constatirt, daß der Mordversuch an demselben Tag gemacht war, an dem ein junger, eben erst in Prag geweihter Geistlicher in Kuhnau erschienen war, um die Ultramontanen und unter ihnen auch den Angeklagten zu segnen und ihnen geistlichen Trost in ihrer Noth zu spenden. Der Staatsanwalt stellte es den Geschworenen anheim, ob sie die religiöse Schwärmerei des Angeklagten als Milderungs Grund annehmen wollten, doch verneinten sie die darauf bezügliche Frage. Anders dachte der Gerichtshof über die That des fanati— sirten Bauern:„in Erwägung, daß der Angeklagte durch Aufreizung zu der That veranlaßt worden sei“, verurtheilte er ihn auf Grund der 8. 211, 43, 44, 45, 32 des Strafgesetzbuches zu 4 Jahren Zuchthaus und Verlust der Ehren-Rechte auf gleiche Dauer. Der Vorgang zeigt übrigens, bis zu welchem Grade die Erbitterung in dem Kampfe zwischen Staat und Kirche gestiegen ist. Kaiserslautern, 3. Aug. Bei der in Folge der cassirten Urwahlen des Bezirkes Pir⸗ masens stattgefundenen Nachwahl sind von 84 Wahl ⸗ männern 23 ultramontan, 61 liberal. Die Ultramontanen verloren gegen die vorige Wahl 10 Stimmen. Die Wiederwahl der drei liberalen Abgeordneten ist gesichert. Mainau, 4. August. Der Kronprinz und die Kronprinzessin des Deutschen Reiches trafen gestern aus München über Krauchenwies zum Be⸗ such hier ein. Sie reisen im streugsten Incognito. Karlsruhe, 1 Aug. Der Kaiser und die Kaiserin von Brasilien sind heute Mittag 2 Uhr mit Gefolge hier eingetroffen und im Gasthofe zum Erbprinzen abgestiegen. Die Herrschaften wurden von Oberhofmarschall von Gemmingen begrüßt, lehnten die Seitens der Stadtcomman⸗ dantschaft angebotene Ehrenwache ab und ver- bleiben im strengsten Inconito bis Donnerstag hier. Ausland. Oesterreich⸗UUngarn. Wien. Nach einer Meldung der„Presse“ lehnte der Finanz⸗Minister die von der Nationalbank angeregte Sistirung des Umtausches von Silberbarren gegen Noten ab und erklärte, daß das Münz- Amt in der Aus- prägung von Silber fortfahre. g — Der österreichische Ober-Stabsarzt Mundy bat in Belgrad die oberste Leitung des Sanitäts- Wesens übernommen und erläßt einen Aufruf an die österreichischen Militär. Aerzte, Urlaub zu nehmen und nach Serbien zu kommen. Er erläßt einen weiteren Aufruf an das Genfer Comite, von der Pforte die Neutralität der Feld Spitäler, Ambulanzen und Aerzte zu erwirken. Frankreich. Versailles, 1. August. Die Deputirten-Kammer bewilligte einstimmig den von dem Kriegsminister beanspruchten Nachtrags— Credit von 32 Millionen, nachdem der Minister das von der Budget-Commission aufgestellte Princip angenommen hatte, daß keine Ausgabe- Verpflichtung ohne vorgängige Genehmigung der Kammer ein- gegangen werden dürfe. Die Linke hat ein Wachsamkeits⸗ Comite an Stelle der früheren Permanenz⸗Commission für ein Dauer der Ferien eingesetzt. — 2. Aug. erster Lesung den Gesetzentwurf, betreffend die Be- schränkung der Ausprägung von Fünf- Franken Stücken, an. Guyot befragte den Finanzminister Leon Say über die Instructionen, welche man dem Vertreter Frankreichs im Auslande Angesichte des Münz Congresses ertheilen werde. Leon Say erklärte, es sei inopportun, diese Frage sofort zu beantworten, und ersuchte Guyot, bis October zu warten, da der Congreß erst im Jahre 1877 stattfinden soll. Spanien. Madrid. Der spanische Bot⸗ schafter, Marquis v. Molins, ist, nachdem er die Königin Isabella bis Santanter geleitet, von dort nach Frankreich zurückgekehrt und hat sich direct auf das Schloß Randau in der Auvergne zum Herzog von Montpensier begeben. Man bringt diese Reise mit dem mehrfach erwähnten Project einer Vermählung des Königs Alphons mit seiner Cousine, Donna Mercedes, in Zusammenhang. Türkei. Constantinopel. Die„Köln. Ztg.“ theilt mit, jedoch unter allem Vorbehalt, sie habe von einem ihrer Pariser Berichterstatter, „aẽs gewöhnlich gut unterrichteter Quelle“, ver; nommen, daß Murad am 28. Juli gestorben sei, daß das Großvezirat aufgehoben, und statt dessen das Amt eines Präsidenten des Minister-Rathes geschaffen werden, daß das Kriegs-Ministerium und das Ministerium des Auswärtigen andere In— haber erhalten, daß alle ottomanischen Botschaften aufgehoben und durch Geschäftsträger ersetzt werden sollen; ferner, daß die Pforte die Vermittlung Eng⸗ lands angenommen habe unter der Bedingung freien Spielraums für die türkischen Truppen während der Unter handlungen.— Der Peraer Correspondent der„Allg. Ztg.“ dementirt in einem Briefe vom 28. Juli aus unmittelbarer Quelle Formellste die über den Zustand des Sultans verbreiteten Gerüchte und sagt: Dank einer sehr zweckmäßigen Behandlung seines Arztes hat der leidende Zustand des Sultans schon seit mehreren Wochen aufgehört. Er besucht die Moschee, be⸗ faßt sich mit Staats-⸗Geschäften, liest die ihm zur Unterschrift vorgelegten Documente, liest Zeitungen, ja er spielt schon wieder auf seinem Piano, gebraucht Seebäder, macht Spaziergänge und Excursionen auf dem Bosporus; kurz, von seiner ganzen Krankheit ist in diesem Augenblicke nichts weiter übrig, als eine gewisse physische und mo; ralische Schwäche, die sich aber bei zweckmäßiger Behandlung spätestens binnen einem Monat ganz verlieren wird. Von einer Gehirn-Erweichung ist keine Rede, noch viel weniger kann von einer Regentschaft oder wohl gar von einem abermaligen Thronwechsel mittelst Abdankung zu Gunsten des Prinzen Hamid die Rede sein.— Nach einer weiteren Notiz soll sogar ein Courier der türkischen Bot schaft in Berlin ein eigenhändiges Schreiben Murad's V. zugestellt haben, worin derselbe den Königen von Bayern, Sachsen, Württemberg und den anderen deutschen Bundesfürsten seine Thron— besteigung anzeigt. — 1. Aug. Mukhtar Pascha ist leicht ver- wundet und hat sich von Bilek nach Trebinje zurückgezogen, wo er die Ankunst von 1000 Baschi⸗ Bozuks erwartet. Die Montenegriner haben Bilek gestern angegriffen, weßhalb Mukhtar Pascha mit allen Truppen neuerdings dorthin abgerückt ist. Der Kampf bei Bilek ist noch unentschieden und dauerte noch heute Vormittag an. In Trebinje sind auf Befehl der Behörden sämmtliche Kauf— läden geschlossen. Man scheint dort auf das Aeußerste gefaßt zu sein. — 1. August. Eine Meldung der„Agence Havas“ aus Ragusa von heute bestätigt, daß Mukhtar Pascha, nachdem er neue Truppen an sich gezogen, nach Bilek marschirt ist, wo er einen Angriff der Montenegriner erwartet. Die Türken haben in Majdam(Bosnien) mehrere Hundert Christen ermordet und die umliegenden Ortschaften verbrannt. 5000 Türken griffen Kamengrad an. Nach dreistündigem Kampfe unterlagen die In- surgenten. Die Türken zündeten das Dorf Trubar an. Die Einwohner flüchteten auf österreichisches Gebiet. — 1. Aug. Ejub Pascha's stieß gestern, während es im Vor— rücken auf Gurgussowatsch begriffen war, auf ein serbisches Corps. Nach einem mehrstündigen Kampfe waren die serbischen Positionen von den Türken genommen. Suleiman Pascha hat seine Verbin— dung mit Ejub Pascha auf serbischem Boden be— werkstelligt. Die serbische Armee unter Tschernajeff soll bei Gurgussowatsch stehen. Eine Schlacht ist bevorstehend. — 2. Aug. Der Regierung sind vom Kriegs- schauplatze folgende Meldungen zugegangen: Mukh⸗ tar Pascha ist, nachdem er die Insurgenten aus aus der Umgegend von Nevesinje zerstreut hatte, in Bilek eingetroffen. Als er am Morgen seiner Ankunft erfuhr, daß der Feind sich auf den An- höhen bei Bilek contentrire, sandte er ein Corps zur Recognoscirung vor; dasselbe rückte unverzüg⸗ lich ab und traf auf so beträchtliche Massen Mon- tenegriner, daß es nach Bilek zurückgehen mußte. Die Avankgarde des Corps, die zu weit vorge— gangen war, erlitt bei der numerischen Ueberlegen⸗ heit des Feindes einige Verluste und büßte drei Kanonen ein. Zwei höhere Offiziere sind gefallen. — Die Pforte beschloß, dem hier gefangen gehaltenen Sohn Bibdoda's, eines Häuptlings der Miriditen, den Titel„Mihulimira“ und den Rang eines Brigade-Generals zu verleihen, damit die Miriditen die Montenegriner bekämpfen. — Rumänien fordert von der Pforte bestimmten Termin für die Erledigung seiner Note.— Mukhtar Pascha ist mit 9 Bataillonen in Trebinje cernirt. Montenegro. Cettinje. Der von Fürst Nikita gefangen genommene Osman Pascha, ein Mukhtar Pascha 200 Mann; aber keinen höheren Offizier. Die Türken verloren: Selim Pascha, Kurschid⸗Bey, Hussein⸗Aga und Hadjenecurt⸗ Aga. Sie vermissen 2 Oberstlieutenants und 3 Majore, Serbien. Belgrad, 2. Aug. General Fadejeff ist hier eingetroffen und hat Audienz bei der Fürstin genommen; er ist angeblich in serbischen Dienst getreten. — 2. Aug. Officiell wird aus dem Haupt⸗ quartier Deligrad von heute mitgetheilt: Die Türken sind, indem sie sich unsere ausgedehnte Vertheidigungslinie zu Nutze machten, über Gra— made in mehrere Ortschaften des Departements Kujagewatz eingedrungen und richten dort uner⸗ hörte Verwüstungen an. So z. B. bombaroiren sie die Kirchen; die Tscherkessen sind in Banden von je vier Bewaffneten organisirt, denen einer mit zwei Flaschen Petroleum folgt, um die Dörfer niederzubrennen. Rumänien. Bukarest, 3. Aug. Der neue russische Agent Stuart hat dem Fürsten heute seine Creditive überreicht.— Holland hat den Wunsch ausgedrückt, eine Handels Convention mit Rumänien abzuschließen. Griechenland. Athen. Der König kehrt am 1. September hierher zurück.— Das Mini⸗ sterium sandte dem Könige das Deeret zur Eröff— nung der Kammern am 19. September nach Petersburg zur Unterschrift. Aegypten. Cairo. Der Bericht Villet's über die ägyptischen Finanzen constatirt, daß die Gesammt-Einnahmen 10,953,000 L. erreichen und die Ausgaben 9,986,000 L. betragen sollen. Amerika Washington, 1. Augufl. Der ehemalige Kriegsminister Belknap ist freige- sprochen. 35 Senatoren erklärten ihn schuldig, 25 unschuldig; es fehlte somit die für die Ver⸗ urtheilung ersorderliche Zweidrittel- Mehrheit.— Die Staatsschuld hat sich im Monat Juli um 1,139,000 Doll. vermindert. befinden sich 59 843,000 Doll. in Gold und 12,590,000 Doll. in Papiergeld. — 2. Aug. Präsident Grant hat eine Procla- mation erlassen, laut deren das Territorium Colo⸗ rado als Staat in die Union aufgenommen wird. Präsident Grant zeigt dem Senate an, daß er in 1 Renegat, der eigentlich Farcas(Wolf) heißt, ist einem Schreiben an den Gouverneur von Süd- Carolina die Nievermetzelung von schwarzen Milizen b. Der Regierung ist folgende im Hamburg(District Edgefield) gemißbilligt und Die Deputirtenkammer nahm in Depesche aus Nisch zugegangen: Das Armeecorps den Gouverneur zur Ergreifung ernstester Maß⸗ regeln behufs Bestrafung der Schuldigen aufge⸗ fordert, auch demselben jeden Schutz zugesagt habe. Nach einer Mittheilung der„Newyork Tribune“ sind wegen der Ermordung der schwarzen Milizen in Hamburg 53 Weiße in Anklagestand versetzt worden, Aus Stadt und Land. Bad⸗Nauheim, 1. August. Gestern Abend wurde von dem um 7 Uhr von hier nach Butzbach abgehenden Zuge kurz binter dem Viaducte ein Mann in mittleren Jahren überfahren. Derselbe scheint den Tod gesucht zu haben, denn man fand nur ein Messer und einen Strick bei ihm vor, sonst weder Gegenstände von Werth noch Papiere. Man vermuthet in ihm einen gewissen Lehr von Fauerbach v. d. H. e Mainz, 3. Aug. Der Besuch des Fesiplatzes dürste gestern seinen Höhepunkt u erreicht haben. 7500 Tageskarten wurden allein genommen; hierzu kommen circa 500 Abonnements-Karten. Der mittelrheinische Schützentag wählte Mainz als Vorort. Vom Verbandstage wurde Karlsruhe als nächsijähriger Festort gewählt, nachdem Mannheim von der Concurrenz zurückgetreten. Allerlei. Berlin. Der Vorstand des Vereins der Berliner Buchdrucker und Schriftgießer erläßt einen Aufruf an alle Arbeiter Deuischlands, den 1000 strikenden Buchdruckern Berlins, unter welchen sich 500 verbeirathete befinden, zu Hülfe zu kommen. Von den Strikenden, welche bereits in der vierten Woche ohne Arbeit sind, müssen noch 750 unterstützt werden. Es ist daher erklärlich, daß die Ver⸗ eins⸗Casse erschöpft ist, und Hülse von auswärts angerufen wird. Auf eine von der Commission der Berliner Buch⸗ druckerei⸗Besitzer ergangene Aufforderung zur Anmeldung von noch bestehenden Lücken in den Officinen haben nur 11 Firmen im Ganzen 27 Setzer verlangt, ein Beweis, daß keine wesentliche Nachfrage nach Setzern mebr stattsindel. Hammelburg, 29. Juli. Heute sind bei heftigem Winde 17 Häuser sammt Nebengebäuden ein Raub der mit 30 gefangenen Nizams in Cetlinje angelangt. Flammen und meist unbemiltelte Leute in die traurigste auf dae Die Montenegriner verloren in der Schlacht gegen Lage versetzt worden. Verdächtig der Brandstiftung und Im Staats-⸗Schatze Dur nehmen bie Ste schäfligt, Resulial bas ge auf diese ung in zedeulete Daß man die geltender und Ger unvethä ben Feb kann ge Gesetz schaften simmu sst nich von d worde Sbeue Lande bericht geht o Ab Shpaah Beschl incl. dame! die Ef achtlic Regier eingehe wenn Synod kann et sbuverä Slaat chen 0 veklang! duf den efellt; enen ü tsteulic zu verde Nor in dor 13 2572 em eine kniehen 1 11 1 — e — 9 Eribal, in Hammeldurg wobnbaft, welche Tags vorder durch verschiedene Aeußerungen, wie:„Der Teusel soll die Hütte bolen, ich dekomme doch noch ein schönes Haus. und wenn das üder mie zusammenbreunt!“ den Verdacht auf sich lenk ie. Tborn. Ein grauenbaftes Unglück. Am N. Juli Nachmittags kurz nach 3 Ubr, brach in dem Einwohner⸗ ö dause des Müßlenbesitzers Hildert in Maciejewo diesseitigen 1 Kreises Feuer aus, und wurde dasselde durch den Brand lotal zerstört. Arbeiter Jobann Parlikowski batte in dem Hause zwei In dem Hause wohnten 4 Familien. Der Kinder im Alter von drei und sechs Jahren, der Arbeiter Michael Schmeida, ein Kind von zwei Jahren und die Witwe Rulkowska zwei Kinder von drei und sechd Jabren 1 zurückgelassen, und die fünf Kinder fanden in den Flam⸗ men einen grauenbasten Tod. Die Eltern der Kinder waren auf dem Felde zur Arbeit und ballen die dilflosen Wesen obne Aussicht zurückgelassen, und durch diese wird das Feuer wobl auch entstanden sein. Paris. Der alte Thiers bat von dem König von Siam einen prächtigen weißen Elephanten geschenkt und Zeschickt dekommen und hat ihn sogleich dem Pariser Pflanzengarten üderwiesen. Allerlei über die Kirchensteuer. Nr. 7. Durch die Zeitungen geht folgende Notiz: Dem Ver⸗ nehmen nach sind die Großh. Obersteuerdirection und die Steuercommissariate zur Zeit mit Erbedungen be— schäftigt, die darauf gerichtet sind, zu ermitteln, welche Resultale die Veranlagung der Kirchensteuer auf das ganze Einkommensteuer⸗Capital und nur uf dieses liefern würde. Die Nothwendigkeit einer Aender⸗ ung in der Veranlagung der Kirchensteuer in der an- dedeuteten Richtung wird allgemein anerkann!.“ Daß ein gewaltiger Febler begangen wurde, indem man die Kirchensteuer nach den für die Communalsteuer Zeltenden Grundsätzen veranlagte, wodurch das Grund— und Gewerbsteuercapital gegen das Einkommensteuercapital unverhälinißmäßig belastet wurde, ist gewiß. Wer hat den Febler gemacht? Die Synode, beißt es. Die Synode ann gar nichts dazu. Sie war und ist völlig an das Gesetz über das Besteuerungsrecht der Religionsgemein⸗ chaften vom 23. April 1875 gebunden, welches jene Be⸗ ummung entbält. Dieses Gesetz aber, als ein staatliches, st nicht vom Kirchenregiment und der Synode, sondern don der Staatsregierung und den Landständen erlassen vorden. Gerade jene Bestimmung über den Modus des Steuerausschlags fand bei der Berathung des Gesetzes im Dandtag nicht die geringste Beanstandung. Der Ausschuß— Zericht der 2. Kammer(Berichterstatter Abg. Dr. Schröder) neht ohne ein Wort zu sagen darübec hinaus. Aber die Synode hätte verlangen müssen, daß das Staalsgesetz abgeändert werde, ehe sie auf Grund desselben Beschlüsse saßte.— Als im Jabre 1873 die Kirchengesetze incl. Besteuerungsgesetz)! in Sicht waren, wurde in der damals versammelten Vorsynode der Antrag gestellt, daß die Entwürfe der fraglichen Gesetze der Synode zur gut üchtlicen Aeußerung vorgelegt werden möchten. Die kegierung erklärte entschieden, auf diesen Antrag nicht ingehen zu können. Was wäre die Antwort gewesen, wenn jetzt, nachdem die Gesetze fertig vorliegen, von der Synode eines derselben gefordert worden wäre? Man ann es an den Fingern abzählen: Das Staatsgesetz ist wuverän, die Kirche hat sich ihm zu unterwerfen; der Staat verhandelt nicht darüber, so- wenig mit der evange— ischen Synode wie mit dem Bischof von Mainz, sondern erlangt Geborsam. Nun gut, die Synode hat sich loyal zuf den Standpunkt der Anerkennung des Staalsgesetzes nestellt; sie kann also auch die Verantwortlichkeit dafür enen überlassen, die es gemacht haben. Uebrigens ist es Asteulich, daß man darauf denkt, den gemachten Febler u verbessern. A eingezogen ist eine Frau, gebürtig aus Unter⸗ Besoldungsverzeichnisse betreffend. In der Gemeinde G. in der Wetterau extcägt das Pfarrbesoldungs⸗ gut infolge der jüngsten Verpachtung 400 Gulden weniger, als in dem Besoldungsverzeichniß augenommen ist. Wiegt das nicht 20—30 Fälle auf, wo vielleicht einzelne Ansäsze etwas zu niedrig gegrissen waren? Uebrigens hieße es den Kirchenvorständen und Decanatsausschüssen, welche jene Verzeichnisse aufzustellen und zu revidiren baben, denn doch gar zu wenig Urtheilssäbigkeit und Gewissenhaftigkeit zutrauen, wenn man glauben sollte, daß dergleichen Fälle so häufig und in solchem Umfange vorkommen könnten, wie man es von gewisser Seite darstellen möchte. Drucksebler. Die Gemeinde in Oesterreich, von der in Nr. 6 die Rede war, hat nicht 7800, sondern nur 780 Seelen. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Fegen der Feuerröhren bei Locomodilen und Dampfkesseln. Hierzu empfieblt R. Weinling in den Mittheilungen des Magdeburger Vereins für Dampfkesselbetrieb eine Vorrichtung, welche einfach in einem etwa 5 Millimeter weiten, etwas zugespitzten Kupfer rohr bestebt, das an einem Holzgriff besestigt und von einem beliebigen Punkte des Dampfraums duch ein Gummirohr den Dampf in die Röhren laätet. Das Gummirobr wird an das Kupferrohr unter Einschaltung eines kleinen Habhnes befestigt und beim jedesmaligen Fegen der Röhren auf ein kleines Endchen Rohr gestülpt, welches an dem auf dem Kessel befindlichen Dampfhahn besestigt ist. Man nimmt den etwa 1 Meter langen Holzgriff unter den rechien Arm und führt das Kupferrohr, welches so lange sein muß, daß es durch die Feuer büchse oder die Rauchkiste reicht, etwa 20 Millimeter weit in das zu fegende Rohr. Hierauf öffnet man den unteren Hahn und bewegt das äußere Rohr an der Peripherie des Feuer rohres einmal herum. Der aussirömende Dampf fegte das Rohr vollständig rein und zwar in sehr kurzer Zeit und in der allerbequemsten Weise, odne den Betrieb des Kessels zu stören und ohne Belästigung des Heizers durch Rauch, Schmutz oder Hitze. Mist und phosphorsaurer Kalk. Es ist viel⸗ sach darauf aufmerksam gemacht worden, daß das Bestreuen des Mistes mit Gyps keinem verständigen Landwirthe er lassen werden kann, zumal viele Versuche vorliegen, welche beweisen, daß der Mist, dessen flüchtige Theile durch das Bestreuen mit Gyps erhalten werden, größere Erträge liefert, als der nicht so behandelte Mist. Während nun Tausende von Landwirthen von diesem unzweiselhasten Forischritte noch keinen Gebrauch machen, sind manche andere schon wieder einen Schritt weiter gegangen und wenden slatt des Gypses saueren phospborsauren Kalk an. Derselbe ist zwar viel tbeurer als Gype; allein er bat auch nicht nur die Eigenschaft, die flüchtigen Substanzen zurückzubalten, sondern er ist zugleich eines der vorzüg⸗ lichsten Pflanzenernährungsmittel. Es liegen mehrere Versuche vor, welche beweisen, daß der mit saurem phos— pborsaurem Kalke bebandelte Mist per Klftr.(½¼ Hectare) einen um 30 Mark höheren Ertrag brachte, als der mit Gyps behandelte und einen um 42 Mark böberen Ertrag als der pure Mist auf dem nämlichen Felde und zu der nämlichen Fruchtart. Es darf mit gutem Gewissen jedem Landwirthe angerathen werden, stets sauren phosphor— sauten Kalk vorräthig zu halten und nach jedem Misten solchen aufzustreuen. Handel und Verkehr. Frankfurt, 2. Aug. Der heutige Heu- und Strob— markt war ziemlich befahren. Heu kostete per Ceniner je nach Qualität M. 3.50— 4.50. Strob per Centner M. 3.50, Butter im Großhandel das Pfund 1. Qual. 97 Pf., 2. Qual. 91 Pf, im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.10, 2. Qual. M. 1.06. Eier das Hundert M. 5.15. Mainz, 3. Aug. Produclen⸗Markt. Watzen per Nor. 20.40. Roggen per Nov. 15.35. Haser per Nov. 15.70. Rüböt per October 35.—. Verlängerung det Einlösungsftist für thüringisches Papiergeld. Eine Betanntmachung des berzoglich mei⸗ ningischen Staatsministertums vertängert die Einlösungsftist der Ein- und Zehnthaler⸗Kassenanweisungen von 1849 und 1855 bis zum 30. September 1876. In gleicher Weise wird die Einlösungsseist für die Schwarzdurgischen Kassen⸗ anweisungen bis einschließlich 30. Dzemder d. J. ver⸗ längert. Die sässtlich Reiß Plauischen(Altere Linie) Kassenanweisungen aber werden wie die Meiningischen dis zum 30. September d. J. eingelöst. Verloosungen. Augsburger 7 fl.⸗Loose vom Jahre 1864. Ziebung am 1. August. Gezogene Serien: Nr. 137 189 492 984 1517 1562 1776 1981. Die Prämien⸗Ziehung findet am 1. Sepiember ud. J. stalt. Köln Mindener Eisendahn 100 Tblr.⸗Loose vom Jahre 1870. Ziehung am 1. August. Aus⸗ zahlung am 1. October. Hauptpreise: Nr. 177787 60.000 Thaler, N.. 64806 8000 Thaler, Nr. 64815 4000 Tölt. Nr. 64847 2000 Thlr., Nr. 444 64807 64832 je 1000 Tolr., Nr. 443 177754 je 500 Tol., Nr. 403 408 419 431 64822 129967 129973 177762 177766 177779 78780 je 200 Tylr. Braunschweiger 20 Tylr.⸗Loose vom Jabre 1868. Ziebung am 1. August. Gezogene Serien: Nr. 432 561 622 1092 1469 1589 1704 1759 1767 2207 2688 2718 3008 3068 sB3209 4077 4202 4387 4454 4855 4893 4994 5087 5346 6051 6154 6309 6393 6587 6698 6946 7139 7230 7997 8026 8318 8463 8658 8797 8932 8988 9317 9358 9371 9670. Die Prämien⸗ Ziehung findet am 30. Seplember d. J. stau. D. Frankfurt a. M., 3. August. Wir baben beute über eine ausnehmend stille Börse zu berichten. Die Ume sätze sowobl am Speculationsmarkt als auch auf den Nebengebieten waren so geringfügig, daß von einer eigent⸗ lichen Tendenzentwicklung keine Rede sein konnte, Als Ursache dieser äußerst auffälligen Zurückhaltung der Specu⸗ lation sind jedenfalls die politischen Verhältnisse zu ver— zeichnen, welche anstalt sich zu entwirren, täglich undurch⸗ sichiger werden und zu deren Klärung die bio jetzt stazt— gehablen Kämpfe nicht beigetragen baben. Specu⸗ lalionspapiere verkehrten eiwa auf den Positionen von gestern Abend, mit Ausnahme von Lombarden, welche, durch auswärtige mattere Course gedrückt, sich niedriger stellten. Creditactien blieben nahe 115, Staatsbahnactlien nabe 223½, und Lombarden schlossen nach 88¾ mit 59. Oesterreichtsche Bahnen sind wenig verändert. Galizier und Elisadeth je 1 fl. döher. Nordwest matter. Deulsche Bahnen fest. Von Staatosonds 3% Sächsische, 4% Neue Bayern, 4% Neue Württemberger anzietend. Oesterreichische [Renten und Ungarische Schatzbons II. Emission boͤber. Prioritäten und Loose still. 5% Staatsbahnprioritäten ½% böber. Von Banken Darmflädter und Oeslerreichische Nanonalbank etwas besser. Von Wechseln Wien 80 Pf. beurer. Geld⸗Cours. Frankfurt am 3. August 1876. 16 65 G. Die Holländische fl. 10⸗ Stucke Mk. Ducaten. 1 8 3 9 54—59 Dualen al ares 5 9 54—09 20»Frankenstücke„ 16 19—23 Englische Sovereigns 3„ 20 3742 RNussische Imperiales..„ 16 69—74 Dollars in Gold. 1 416 19 für Erwachsene und Kinder billigst bei K. Friedrich. Strümpfe 3510 Zur Einmachszeit empfehle f Weinessig, roth und weiß, Spiritus, Nordhäuser Fruchtbranntwein in vorzüglichen Qualitäten. Wilhelm Fertsch. 572 Eine freundliche Dachstockwohnung en eine kleine Familie zu vermiethen und auch gleich zu leziehen bei Chr. Valentin, Vorstadt. Reisetaschen, 288 sowie Ledertaschen für Damen billigst bei Geschwister Schloß Einen halben Morgen Waizen 4585(am Bock) hat auf dem Halm zu verkaufen Christian Werner. Reinen Bienenhonig, in Glaͤsern von elrea 2 Pfund, empfiehlt Wilh. Berubeck. 2608 Großes Lager 2217 in Herrenhemden, Kragen und Manschetten billigst. L. Wetterhahn, Kaiserstraße. Fl*„1 1 g Fliegenfäuger 2009 per Stück 40 Pfennig, Wiederverkäufern Rabatt- bei Wilhelm Fertsch. Traubenbrustsyrup im it Hen chelhonig in frischer Füllung die Flasche à 1 und 1½ Mark zu haben bei IJ. A. Windecker, Hoflieferant in Friedberg Ph. J. Weiss in Bad-Nauhelm. 1677 Bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad— Nauheim ist vorräthig: Daheim Kalender. Zu vermiethen eine Wohnung bei 2005 G. Gröninger. d Fommerhandschuhe 1938 zu sehr billigen Preisen bet K. Friedrich. würfel V äwürfelbecher, Schach und sonstige Gesellschaftsspiele bei 2878 Jos. Hoffmann. Prima Strohsackleinen 2599(Rein leinen) ist vor einigen Tagen ein großes Quantum bei mir eingetroffen und erlaube mir hlermlt — bevorstehender Einquartierung wegen empfehlen. Steinfurth bei Pad Nauhelm den 5. August 1876, Georg Eichelmann. dasselbe zu Roth-⸗Buchene-Bohlen 1728 in trockener Waare und verschledenen Dimenstonen auf Lager bei Betz 8 Freundlieb. Achtung. 2577 Mehrere Schelbenbüchsen in bestem Zustande zu verkaufen. Wo? sagt die Exped, d. Anz. Neues Kurhaus zu Bad⸗Nauheim. 2589 Samstag-Abend den 5. d. Mts. Illumination der Terrasse, bengalische Beleuchtung des großen Rasenplatzes vor dem Kurhause, lebende Bilder im Freien. Freier Eintritt. Concert von 7 bis 10 Uhr. Kröll. 524 1 Philippi's Felsenkeller. 2578 Sonntag den 6. August, Nachmittags 3 Uhr, findet das Stechen auf die Hauptpreise bei Harmonie⸗ und Tanzmusik statt. NB. Exportbier wird verzapft. Bei Carl Bindernagel in Friedberg und 5 5 J 7 Bad⸗Nauheim ist vorräthig: f„* N 11600 0 0 88D 1 ö 1 Hauptschießen in Friedrichsdorf Kriegskarte der ürkei 2 22 von Handtke. 0 bei Homburg v. d. Höhe, bre work 11 2534 Sonntag den 6. und Montag den 7. August findet in meinem Garten das 86s Das Neueste in a 3 ber di diesjährige Hauptschießen statt, wozu ich alle Freunde des. Schießens und der geselligen 4 4 N N d ˖ n nußle Unterhaltung höflichst einlade. Für alles Erforderliche werde ich bestens 5 tragen. 1 d= U 6 U E ungen Albert Foucar, Wittwe, bei J. Koob, J „Zum weißen Thurm.“ Hut⸗ und Kappenlager. 1 als 0 2 2579 Der Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein zu Ober⸗ 2 bolo 1 kl Garten II rank urt I Mörlen(eingetragene Genossenschaft) gewährt Darlehen S4 * 0 gegen hypothekarische Sicherheit, Bürgschaft oder Depot sah, Eingang vor dem Hanauer Bahnhof von Werthpapleren bel mäßiger Zinsberechnung. ann S 3 8 mi i i ˖ 2596 ⸗Weisel. Wiederum verbreitet sich hier Lade Sonntag den 6. August l. J., Vormittags von 6 bis 12 Uhr, ist der 7g 2 a eee Pillar chlgef Wee dran Eintrittspreis à Person 5 1 irgend welche List an, um„frei“ zu werden.— Sollten gut b auf 20 Pfennig wirklich unsere jungen Leute so schlecht sein, daß sie Gnd ermäßigt. durch irgend welche 1 85905 5 zu e 75 Aurt. 7 zr i i i— Das Gerücht mag wohl dadurch entstanden sein, da eee 3 geen die 2 25 msert Gemeinde ba N 1 4 au 15 0 0 1 f Militärdienst tauglich sind; aber wer kann das ändern 61 Von 12 bis 1 Uhr bleibt der Garten für Jedermann geschlossen. vielleicht sind spter; wenn die jetzige Generation aus⸗ In 2581 Der Verwaltungsrath. gestorben ist, mehr Taugliche hier?! Läden 8 880 Die narcser 5 Gebrannter Kaffee. 2 Mod Ee I N D am en 7 Regenmäntel 2586 1 175 Sem ch frisch ohne Surrogate gebrannten abu . vorzüglichen Sorten: als u f f f 7 1 8 ü J d. M. 115 68 Pf. und für die kommende Saison sind eingetroffen bei J. rsch. grun Java per Pf g 155 15 Mayer J. Hirsch feinst gelb Java per Pfd. M. 1. 80 Pf. bun 2— 5 halte bestens empfohlen. einm 5 5— Wilhelm Fertsch. nur 5 2 5 1 Corsetten neuster 91 15 ie J 9 Jos. Ho 5 0 2603 bei J. L. Rappolt. a„ grö . 5 IJ. eee, Eine gebrauchte Drehbank A Ee p 7 E 1 2 M IL 0 1 Ee n, e n e e e Saalde 5 zum Eisendrehen, in sehr gutem Zustande, hat zu verkaufen um ne, n* B We Karl Reuß,. 2502 Ph. Mayfarth 4 Co., Frankfurt d. M., Baumweg Nr. 2520 Eisengießerei und mechanische Werkstätte. 90 5 5 7* 7 6 M cg* 2* re 0 8 el Ein tüchtiger Maschineuführer[in Carl Bindernagel 8 2550 erhält 90 95 sofort Anstellung. Lan 2 6 1 242 Ludwig Seibert 8 Cie. 2 unoncen-Erpedition. Gebrannen Java⸗Kaffee, 2528 vorzüglichster Qualität, a2 M.. 70 Pf. per Pfd., 2587 Bekanntmachungen aller 1 80 1 800 bei Ph. Dan. Kümmich. Foy Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren-Empfehlungen, Versteigerungen ö 2 10 werden an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung Neue holl. Vollhäringe dach Die Annoncen⸗Aufgeber sparen also Briesschreiben, Zeit und Porto. 2597 bei Wilh. Berubeck. 115 f. 81 Aser* Steinerne Töpfe 10 * 5 10 L ch pfe und Fulterschnei 5 mast men. Einma gläser,„ von ½ͤbis 20 Liter Inhalt, für Gelee, sowie zum Eln⸗ Atbei 555 f weiß und braun, sowie Gelsegläser in allen Größen machen von Bohnen und Gurken besonders geeignet, vor d 247 in 10 verschiedenen Größen, für deren Güte 2313 bei Georg Groß. empfiehlt 5 Friedr Hilbrecht Wittwe 5 Lazar garantirt wird(Probezeit 14 Tage), sind vorräthig in„gig N 1 7 5 2 Ansch V Bohnenschneidnaschinen. ätte von 4 0 6 7 22 N in bekannter Güte, welche durch sauberes Schneiden ꝛc., 1 7 F* K. Häuser. soltde e die fabrikmäßig N Maschinen Todes 75 Anzeige.— 0 bedeutend abenteessen e awoffeht f 258f Allen Bekannten hiermtt die traurige Mit⸗ Herrenhemden e Ph: Diener. theilung, daß 10 0 eee a N 1 N 1 Margaretha Borgmann 501 2212 in weiß und farbig, d⸗Einsätze, K N 8 g U im Alter von 4 Jahren, 2 Monaten heute nach U Nonschelten, ee e e Halsbinden in grßeh camiuro re, sien N schwerem Leiden 0 Herrn b 7 ein! Auswahl und billigen Preisen bei 2 2 I ei f chlafen ist. 1 noch E. Boes:(, cee, Ba de f., e Bes““ Bev enge g en. 2 legt* 70 7 empfehlen billig Die trauernden Eltern. 9 Neue Vollhäringe— 2488 bei 5 Fertsch Arbeiter, Kirchliche An 5 fiir Tri dh N 5 5 5 5 7 2551 welche in Erdfarben Fabriken gearbeitet haben l 1 zeigen für Flic erg N Eine vollständige Wohnung erhalten Beschäftigung. Ludwig Seibert& Cie. Evangelische Gemeinde. m unteren Stock meines Hauses bestehend in amm 5 8 Der r eee 968 landwirthschaftlichen 8. Sonntag nach Trinit. 2000 Laden, 5 Zimmern, Küche, Keller, habe zu vermsethen. e, eee Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. 1 solen 2527 e nstein, kan und ist nun baldigen Bestellungen gewärtig. G We 10% Nee 1 9 5 te 5 r 9 1 4 28 Alle Arten gute und schöne 1 Abendmahl. 5 1 * ö 3 ittags 1½ Uhr: Herr Candidat Schmidt. N 2561 liefere meinen Kunden auch dieses Jahr wieder. Schuhmacherarbeit G o 111 81 i e 1 st i 1 85 7 8 0 0 3 ch e: Erndtebrück(Westphalen). Georg Plett und Frau. Anmeldungen beliebe man bei Wirth Walz an der Eisenbahn zu machen. sind in großer Auswahl und zu möglichst billigen Preisen stets fertig zu haben bei Friedberg. Jakob Muth, Vormittags 9 Uhr: Herr Candidat Widmann. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. . Schuhmachermeister, Usastraße. (Hierzu Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Unterhaltungsblatt Nr. 32 und eine Beilage.) Kaffee. Snegatt gebt 65 Pf K* N 1 80. da Fertsc. — teh bank e senfübre Zribert S Cit. —— A Kaffee, 70 Pi. per If Dan Kümnit. — häͤringe 11010 f t“ * 5 V 6e f 9010 f 92. berhessischer Anzeiger. dieselben als deutsche Laternen und versicherte mir Zwackerei nicht mehr möglich, zahlen sie, anstatt bereitwilligst, er beziehe sie aus einer süddeutschen mit baarem Gelde, mit einem erst in drei oder Mehrfach haben wir schon darauf hingewiesen, Stadt, deren Namen mir entfallen. Als ich kurz mehr Monaten fälligen Wechsel. Man muß froh wie schwer unsere unglücklichen Creditverhältnisse nach dem letzten Kriege mich in Berlin befand, sein, wenn man im deutschen Geschäft das Be⸗ auf Handel und Industrie lasten. Mehr als die sollte ich mich dort ebenfalls nach diesen Laternen triebskapital zweimal im Jahre umschlägt. Um theoretische Erörterung thut aber bier das anschau- umsehen. Ich fand dieselben auch genau so, wie für 500,000 M. Geschäfte zu machen, bedarf liche Beispiel. In der„Voss. Zig.“ erzählt Jemand, die in Paris gekauften, nur forderte man von man daher mindestens 150,000 bis 200,000 M. der die Pariser Verhältnisse kennt: Vor Jahren mir 2.5 M. für das Stück oder 0.25 M. mehr Capital, wogegen wir bei demselben Absatz in mußle ich einmal ein Ehepaar au seinen Wander- als in Parie. Trotz allet geäußerten Verwun- Frankreich mit 50,000 M. auskommen und weniger ungen durch die Weltstadt geleiten. In einem derung über diesen Preisunterschied versicherten in Verlegenheit oder Unannehmlichkeit gerathen. Modewaarenlager fand die Dame, welche nebenbei mir alle Berliner Händler auf Ehre und Gewissen, Da aber ein Fabrikant ein Capital von 200,000 M. als tüchtige Kennerin galt, alle Artikel ganz be- den Artikel ohne Verlust nicht billiger abgeben zu selten voll besitzt, muß er den größten Theil fort- sonders preiswürdig. Darunter befand sich auch können. Diese beiden kleinen Erlebnisse fielen mir dauernd durch Wechsel beschaffen oder von Capi⸗ Sammt, der dem Crefelder so durchaus ähnlich ein, als dieser Tage einer meiner Verwandten, talisten, meist zu Wucherzinsen bis zu 15 und sah, wie ein Ei dem anderen.„Aber so billig Reisender für eine große Elberfelder Fabrik, mich“ 20 pCt., entnehmen. Dadurch geht der ganze Kurzer Credit. kann ich den Sammt ja nicht in einem deutschen in Paris besuchte und mir auf meine Frage sofort Laden kaufen,“ sagte sie verwundert zu uns;„die versicherte, an dem Absatz in Frankreich hätten sie Franzosen müssen doch das Geschäft außerordentlich trotz billigster Preise den besten Gewinn. „Wir gut verstehen, daß sie so billig arbeiten.“— baben unser Geschäft(Posamentirwaaren, Besatz⸗ „Gnädige Frau erlauben,“ fiel nun der Handlungs- artikel) hauptsächlich auf französische Kundschaft Gewinn oft drauf und man hat Jahr aus Jahr ein seine liebe Noth. Die deutschen Detail- und selbst Großhändler glauben durch diese Kniffe und Zwackereien ein gutes Geschäft zu machen, zahlen aber in der That theuerer als jeder Andere. Hier diener ein, der uns verstanden,„Ihnen zu ver- eingerichtet,“ erzählte er,„denn es geht dabei am in Paris kann man dies bei jedem Commissionär sichern, daß die gnädige Frau sich nicht getäuscht. glattesten und vortheilhaftesten zu. Wenn nach erfahren. In allen Pariser Geschäftshäusern wer- Es ist wirklich Crefelder Sammt, und wir verkaufen den Bedingungen gefragt wird, antwortete ich den den deutschen Käufern um 10— 15 pCt, höhere ihn trotz hohem Eingangszoll billiger, als die regelmäßig: Nun, die gewöhnliche Zahlung erfolgt Preise gestellt, als den Amerikanern und Englän— Läden ir Köln und Berlin.“—„Aber wie ist dreißig Tage nach dem Datum der Factura, wie dern, einfach weil man aus Erfahrung alle die das möglich?“—„Sehr einfach. Wir kaufen es in Frankreich üblich. Die Franzosen zablen bezeichneten Kunstgriffe kennt, wemit dieselben nach- nur gegen baar und deshalb stellen uns alle pünktlich und in gutem Gelde. Deshalb, beson-träglich abzwacken wollen, und weil man ihnen Fabrikanten die genauesten Preise, um so mehr, ders aber wegen der kurzen Zahlungsfrist, welche längeren Credit geben muß. Der Commissionär, als unser Geschäft eines der größten in Paris ist fast der Baarzahlung gleichkommt, können wir der ja immer ein Landsmann ist, macht es nicht und deshalb immer sehr bedeutende Bestellungen, ihnen auch die möglichst billigsten Preise stellen. besser; denn hier in Frankreich muß er in kurzer von Hunderten und Tausenden von Stücken auf Wenn wir ihnen um 10— 15 pCt. niedrigere Frist, oft sogar baar bezahlen, während der einmal, geben kann. Wir verkaufen natürlich auch Preise zugestehen, als unseren deutschen Kunden, Empfänger, dem er die Waare besorgt, ihn oft nur gegen baar, schlagen deshalb unser Geld un- machen wir trotzdem ein viel besseres Geschäft Monate lang über die Zeit gängelt oder direct zählige Male um in einem Jabre, und haben dabei. Die deutschen Kaufleute beanspruchen in an dem fest eingegangenen Kaufspreise sich ver⸗ trotz unserer gewiß außerordentlich billigen Preise greift. Dagegen ist es eine wahre Lust, zu sehen, größeren Gewinn, als die meisten anderen Hand lungshäuser. Die Fabrikanten aber bewerben sich um die Wette um unsere Bestellungen, liefern uns nur tadellose Waare und steben sich trotzdem sehr gut dabei.“ Einige Monate später kaufte ich in Paris mehrere Reiselaternen für einige an der nicht fälligen Coupons, der Regel sechs Monate Credit von uns und drücken sich dann noch beim Ziele, indem sie statt mit vollwichtigen, landesüblichen Münzen, mit österreichischen oder holländischen Silbergulden, wilden Thalerscheinen, nicht vollwichtigen, aber trotzdem zum böchsten Course angesetzten Goldstücken bezahlen, an denen wie die Pariser großen Geschäftshäuser, namentlich die Mode⸗Waarenlager und Ellen⸗Waarenhändler, arbeiten. Sie kaufen nur gegen baar oder auf dreißig Tage Ziel, verkaufen seibstverständlich auch ausschließlich gegen baar, gehen in keiner Weise von dem festgesetzten Preise ab und machen dabei 2236 damaligen deutsch- französischen Grenze auf dem wir immer ein oder einige Procente verlieren, trotz billiger Preise einen guten Gewinn. Lande wohnende Freunde. Der Händler bezeichnete Seitdem durch die Reichswährung dergleichen Tapeten. 1025 Mein reich assortirtes Lager bietet die größte Auswahl zu billigsten Preisen. Friedberg. Louis Weis. Frühkartoffel! in allen Farben, kaufe in kleinen und großen Parthien. Feist Strauß, Eierhandlung, am neuen Markt Frankfurt a. M. Submissionsverhandlung 2587 Mit Genehmigung königl. Intendantur 11. Armee⸗ Corps sollen Donnerstag den 10. d. Mts., Vormittags 10% Uhr, in der Dragonerkaserne dahier für 596 Mark Dachdeckerarbeiten mitteist öffentlicher Submission zur Ausführung verdungen werden.— Lusttragende Unter⸗ nehmer beleben ihre Submissionen, in welchen die Auf⸗ resp. Abgebote in Procenten anzugeben sind, versiegelt und mit der Aufschrift:„Submission auf Dachdecker⸗ Arbeiten in der Dragonerkaserne zu Butzbach“ versehen, vor dem Termine in dem Geschäftszimmer des Garnison— Lazareths dahier(Zimmer Nr. 2), woseldst auch Kosten⸗ Anschlag und Bedingungen zur Einficht offen liegen, ein⸗ zureichen. Butzbach den 2. August 1876. Großherzogliche Garnison-Verwaltung. Immobiliar-Versteigerung. 2601 Dienstag den 15. August d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die Hofraithe und ein Grabgarten auf Antrag der Johannes Binz Erben nochmals öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Bei entsprechenden Geboten nehmigung stattfinden. Friedberg den 2. August 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fo u ea r. Schafpferch⸗Versteigerung. 2600 Dienstag den 8. August d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus 10 bis 15 Schafpferche öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 3. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fou car. Fliegen-Fang-Flaschen mit Glasstöpsel, das Stück 40 Pfennig, bei Georg Groß. 2538 mit patentirten Eisenrahmen und Gebälk aus der rühmlichst bekannten Fabrik von Robey& Comp, Lincoln, England sind die neuesten und besten Dampf-Dresch— Maschinen der Jetztzeit, werden an allen Orten, wo sie bere ts eingeführt, andern vorgezogen. Preise bedeutend ermäßigt, Zeichnungen, Beschreibungen, Atteste über gelieferte Maschinen auf Wunsch franco und gratis 94 Dampf. Dresch-Maschinen unter weitgehendster Garantie 1 232 Vorräthig in der und mit Stägigem Probedrusch, schinen Aussteuung von Ph. Mayfarth& Comp. in Frankfurt a. M., Baumweg Nr 2371 7 N in ganz weißem Glase mit Stopfen, von 40 Pfennig an, Fliegenfallen Einmachflaschen, Ansetzflaschen, Geléegläser, Bier und Aepfelweingläser, alle Sorten Porzellan und Steingut billigst bei Friedr. Schaub, Porzellan- und Glaswaaren⸗ Handlung, Frankfurt a M., Weißadlergasse 3. soll die sofortige Ge— permanenten Ma⸗ (UH. 61652.) Hamburg-Amerikanische Packrtsahrt-Attien-Gesellschast. Directe Postdampsschissfahrt zwischen Abfahrten jeden Mistoch früh. Prtise: I. Cajüte M. 500., II. Cajüte M. 300., Jwischendech M. 120. Näheres bei: F. J. Bothof in Mainz, alleiniger General- Agent für das Großherzogthum Hessen, und allein dessen Agent: Fr. Hecht in Friedberg und W. Göbel in Firma Göbel& Kraft in Butzbach. 50, 60, 75 und 80 Pfennig. Ein Weinproducent hat uns den Verkauf seiner Weine übertragen und offeriren dieselben, als: 7Ar Wachenheimet per Flasche ohne Glas 50 Pfennig, „ Deidesheimer 5 5 1 0 5 „ Niersteiner 1 5 75 5 5 77 Bordeaux Medoc 7 77 77 5 80 77 Bei Abnahme von 100 Liter entsprechend billiger. Nur zu haben bei C. Leonhard, Essigfabrikant. 2240 C. F. Walz. FEC * Grabdenkmäler in Marmor, Sandstein ꝛc., von den einfachsien bis zu den reichsten, in großer Auswahl stets vorräthig. Renovation von Grabdenkmälern, Grabeinfassungen in Stein, Guß und Schmied 2 en Ferd. Hofmeister in Frankfurt a. M., O. 4143.) Eckenheimer Landstraße, dem Friedhof gegenüber. Vaterländ. Feuerverfi cherungs-Actien-Gesellschaft in Elberfeld. Gegründet im Jahre 1823. Der Geschäftsstand am 1. Januar 1875 war folgender: Die laufende Versicherungssumme 2, 185,138,728 Mark. Die Prͤmien- und Zinsen-Einnahme 4,00 1,478„ Die Kapital- und Prämien-Reserve E Das Grund⸗-Kapital der Gesellschaft 6,000,000„ Die Gesellschaft übernimmt Versicherungen gegen Feuersgefahr auf Mobilien, Früchte, Vieh u. zu billigen und festen Prämien. Die unterzeichneten Agenten ertheilen gerne nähere Arskunft und nehmen Versicherungs⸗ Anträge entgegen, welche stets schnellste Erledigung finden werden. Nathan Strauß in Butzbach. Joh. Werner II. in Ober-Mörlen. Jos. Müller in Bönstad t. J. Weitzel in Stammheim. C. Löschhorn in Griedel. L. Mackowsky in Vilbel. Phil. Reimer in Gambach. Simon Löb in Wohnbach. 806 Dresch-Maschinen für Hand, Göpel- und Dampfbetrieb, mit und ohne Strohschüttler, auch mit Putzvorrichtung, G 5 8 1 ch Putz htung 2 4 fla 1 und 2 Zugthiere, stotionär und fahrbar, Saatfruchtreinigungs-Maschinen und Windmühlen, Häckselschneidmaschinen, Rübenschneider und Quetschmühlen, Patent⸗Kartoffel⸗Ausgrabe-Maschinen, sowie alle noch zur Landwirthschaft gehörenden Maschinen und Geräthe liefert unter Garantie zu bllligsten Preisen die Maschinenfabrik von Franz Brozler in Kaiserslautern. (Prospekte gratis.) Arbeits-Versteigerun 0 its st e i i 6 g. Arbeits⸗Versteigerung. 2593 Dienstag den 8. d. M., Nachmittags 5 Uhr, sollen 2594 Donnerstag den 10. d. m Uhr, auf dem Gemeindehaus zu Vilbel nachbenannte Arbeiten sollen auf dem Gemeindehaus zu Ober-Erlenbach 2582 öffentlich in 1 gegeben werden: M. Pf. nachbenannte Arbeiten öffentlich in Aeeord gegeben werden: elend ei 5 et zu 199 78 Pflastererarbeit, veranschlagt zu 720 Mark 1 ei 555 33 Lieferung von Pflastersteinen(Basaltsteine) 1575 d e 52— Lieferung von Sand 245 Vilbel am 3. August 1876 Vilbel am 3. August 1876. 5 1 8 Der e 2590 Bei der heute dahter stattgefundenen Verloosung hiesiger Partial⸗ Obligationen ist Nr. 28 mit 100 fl. = 171 M. 43 Pf. rückzahlbar geworden, was dem Inhaber derselben mit dem Anfügen mitgetheilt wird, daß der Betrag bis zum 1. September l. J. gegen Rückgabe 1—ůů———ĩ—ĩĩĩůĩůĩ jj. h Geda e nee 5 Zinscoupons bei hiesiger Gemeindekasse in Empfang zu nehmen ist, da eine weitere Verzinsung von jenem Tage an nicht mehr stattfindet. b Immobiliar-Persteigerung. 2602 Dienstag den 15. August d. J., Vormittags 11½ Uhr, sollen in hiesigem Rathhause dle Immobilien der Johannes Walz II. Erben einer nochmaligen Ver⸗ 2584 * A N 8 U 8 C K N E 5* 0 R K steigerung ausgesetzt werden. — * die Genehmigung alsbald ertheilt werden soll. Hlerbel bemerken wir, daß bei annehmbaren Geboten Friedberg den 2. August 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fo ue a r. Obligations Verloosung. Ossenheim den 3. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ossenheim. M a ul. Holz-⸗Versteigerung. 2591 Freitag den 11. d. M., Vormittags 10 Uhr an⸗ fangend, werden in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Mühlkopf, Backhauskopf und Haasenberg, nachfolgende Holzsortimente öffentlich versteigert: 92 Raummeter Nadel Prügelholz, 100 Nadelwellen. Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz. 52 Stück Nadelstammholz, 36„ Nadelstangenholz. Die Zusammenkunft ist in loco Maibach. Es wird noch bemerkt, daß das Holz gegen vorschriftsmäßige Bürg⸗ scheine bis Martini l. J. geborgt wird. Malbach den 2. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Maibach. Philippi. Arbeits-Versteigerung. 2592 Freitag den 11. d. M., Nachmittags 6 Uhr, sollen auf dem Gemeindehaus zu Rendel nachbenannte Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden: M. Pf. Pflastererarbeit, veranschlagt zu 261 80. Lieferung von Pflastersteinen 135— Fuhrlohn 240— Lieferung von Sand 63— Vilbel am 3. August 1876. Der Bezirksbauaufseher Ber o d. Baumstützen, 2000 Stück, sollen Donnerstag den 10. I. Mts., Vor⸗ mittags) Uhr, in dem Niedere Erlenbacher Gemeinde⸗ wald versteigert werden. Die Zusammenkunft ist ober⸗ halb Dillingen am Eingang des Waldes. Nieder⸗Erlen bach den 2. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Erlenbach. 2595 Wetzell. Arbeits-Versteigerung. 2604 Montag den 7. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dem Büreau des Unterzeichneten die zur Her⸗ siellung von Aquaducten, Schleußen, Kanälen, sowie Bach⸗ und Grabenregulirung erforderlichen Arbeiten und Liefer⸗ ungen vergeben werden. Dieselben sind veranschlagt M. Pf. wie folgt: 8 Maurerarbeit 165— Lieferung von 4250 Stück hartgebrannten Russensteinen 127 50 Desgl. 8,5 Cubikmeter Mauersand 23 80 „ 20,4 Hectoliter gebrannter Kalk 44 88 „ 3 Tonnen Portkand⸗Cement 51— „ 9 Meter Mauersteine 46 80 Bachregulirungs- und Grabenarbeiten 235 94 Ober⸗Mörlen am 4. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. J wicksenl. 369 Unterzeichneter empfiehlt sich im Reinigen von Bettfedern, sowie Waschen der Bettzenge unter Zusicherung reeller und prompter Bedienung— fernt und die ältesten Betten wieder wie neu hergestellt werden. A. Tuy in Vilbel. NB. Auch kann das Reinigen bei größeren Aufträgen im Hause des Autrafggebers geschehen. 2497 7 Aepfelwein, 15 bis 20 Ohm, werden abgegeben bei Ober⸗Wöllstadt. Wirth Müller. Der Bezirks bauaufseher Wollene Hemden, Ein großer Erndtewagen Unterjacken& Unterhosen. guter. 2569 steht zu verkaufen bei Schmied Vogt in Butzbach. 2035 in den schönsten Farben billigst bei K. Friedrich. Seidene Umknöpftücher& Foulards Bemerkt wird, daß durch das Reinigen der Federn Motten, Milben, sowie alle Krankheitsstoffe gründlich ent⸗ ber Ale Cor Gu