dealt n e e „ Ka 2 onie un 150 lil 7 Schneider. — nasan nasche b. D . 1 775 uler 6 S Freundlied 2 gineufühte sbert F Ci. —ů . 7 — fell — Nc 1 Ant S dee. Tcibent? E. 1876. Donnerstag den 3. August. N. 91. Oberhessischer Anzeiger. wird mit 11 Pfennig berechnet. Die Petitzeile Kreisblatt für den Kreis Kriedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Aussicht über die Vicinalstraßen, hier die Aufnahme des Verkehrs auf denselben. Friedberg am 27. Juli 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir übersenden Ihnen je ein Exemplar der von Großberzoglichem Ministerium des Innern in obigem Betreff am 12. laufenden Monats erlassenen Justruction, um sich damit vorläufig bekannt zu machen und einstweilen über die Persönlichkeiten, die als zuverlässige Zähler an: zunehmen sind, sich zu verlässigen ö Zugleich eröffnen wir Ihnen, daß wir bezüglich der von uns zu treffenden Anordnungen ꝛc. eine Besprechung mit Ihnen und den Bezirks- bauaufsehern des Kreises Termin auf Samstag den 12. Angust laufenden Jahres, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause in Friedberg anberaumt haben. Sie werden sich in diesem Termin ohne Ausnahme einfinden, eine Vertretung durch den Beigeordneten kann nur in ganz dringen den Fällen Ihr Nichterscheinen entschuldigen; unter allen Umständen muß jede Gemeinde vertreten sein. Ter a p p Bekanntmachung, die Ausführung des Berggesetzes vom 28. Januar l. J, Zur Beseitigung von Zweifeln bezüglich der slimmuugen im Art. 207 Absatz 2 des Berggesetzes vom dieses Jahres wird hierdurch Nachstehendes zur gebracht. Nach Absatz 2 des genannten Artikels findet eine Verlängerung solcher Muthscheine, welche nach den seitherigen Vorschriften ausgefertigt und am 1. Juli dieses Jahres noch in Kraft befindlich sind, nicht mehr statt. Dieselben begründen einen Anspruch auf Verleihung, ohne daß es dazu eines weiteren Aufschlusses oder einer Anzeige der Verleihungsfähigkeit, wie seither, bedarf. Die Verleibung kann daher erfolgen, sobald den in den Art. 27 bis 30 des Berggesetzes enthaltenen Vorschriften Genüge geleistet ist. Die Besitzer der Muthscheine haben jedoch vorher und längstens bis zu der in Anwendung der Be— 28. Januar allgemeinen Kenntniß insbesondere die Einreichung der Situationsrisse zu älteren Muthungen betreffend. Artikel 27 erwähnten Tagfahrt den vorgeschriebenen Situatsonsriß zum Zboecke der definitiven Begränzung des Grubenfeldes und der Ausfertigung der Verleihungsurkunde bei der Bergbehörde(dem Bergmeister) einzureichen. Auf antrag des Mutbers kann zwar die Tagfahrt verlegt werden, doch darf dadurch die Instruction anderer Muthungen nicht aufgehoben werden. Die Besitzer solcher Muthscheine sind daher gehalten, nach Ablauf der Gültigkeitsdauer derselben auf erfolgte Aufforderung der Bergbehörde längstens innerhalb einer Frist von drei Monaten den Situationsriß ein— zureichen. Eine Verlängerung dieser Frist findet nicht mehr statt. ö Darmstadt den 12. Juli 1876. Großherzogliches Ministersum des Innern. v. Star c. g Rautenbusch. Bekanntmachung, den Maßstab der Situationsrisse bei Muthungen betreffend. In Gemäßheit des Festsetzung der seither übliche Darmstadt den 18. Juli 1876. Art. 17. des Berggesetzes vom 28. Januar dieses Jahres wird bierdurch bestimmt, daß vorläufig bis auf anderweitige; Maßstab von ¼000 für die Situationsrisse auch ferner beizubehalten ist. Großberzogliche Ober-Bau-Direction. Aer n o ld. Klunk. Deutsches Reich. Berlin, 30. Juli. Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Preußen sind heute vom Haag nach der Schweiz abgereist. Bei der Ab- reise waren die Königin der Niederlande, die königlichen Prinzen, der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, sowie der deutsche und der eng- Bourke lische Gesandte anwesend. — 30. Juli. Fürst Bismarck ist heute mittag nach Varzin abgereist. Dresden, 31. Juli. Die gestern geschlossene zol General-Conferenz deutscher Eisenbahnen bat im gesetzt würden. Wesentlichen die auf vier S ecial-Tarifen basirende der Congreß den Vorlage des Harzburger Tarif Verbandes und beabsichtige. event. eine diese vier auf drei Special Tarife der Großvezier babe modifieirende Vorlage des preußischen Handels- daß die Absicht bestebe Ministeriums angenommen. München. Der Kronprinz Reiches trifft am 3. September in Regensburg ein und wird die beiden folgenden Tage die da selbst concentrirte Cavallerie-Division inspiciren. — 1. Aug. Der Kronprinz und die Kron 31. prinzessin des deutschen Reiches sind zum Besuche Stratheden die der Ausstellung heute Vormittags hier eingetroffen. de Regensburg, 28. Juli. Bei der gestern lischen Fratge vorgenommenen Urwahl, an der sich die patriotische Partei nicht betheiligte, wurden Stimmen mehr abgegeben, als das vorige Der Senat hat die für für 1875 genehmigt. Es sei des deutlschen Der Unter- Staats- richt von einem Juli. die Berathung des Kriegsbudgets eintreten. und des Unterrichts geforderten Nachtrags Credite Großbritannien. Im Unterbause erklärte der Unter— gegenüber dem Mitgliede Andersen: Regierung sei nicht officiel benachrichtigt über den Vor- Abschluß eines Handelsvertrags zwischen Frankreich und Nord-Amerika, durch welchen die Eingangs- zölle in Amerika für französische Waaren herab— Abschluß eines solchen Vertrages Forster gegenüber erklärte formell in barten Provinzen mit Tscherkessen zu Lowther erklärte, die Regierung habe keine Nach— beabsichtigten Hauptstadt von Dahomey Im Oberhause lenkte Lord Aufmerisamkeit die diplomatische Correspondenz in der orienta— und beantragt eine Resolution, in der das Haus sich bereit erklärt, 184 liberale rechthallung der Verträge von Mal. Maßregeln auf sich zu nehmen. klärt sich gegen den Antrag Stratheden, vertheidtgt — Kriegs und von der Möglichkeit abhängig, die Cooperation der übrigen Mächte zu erlangen. Die Regierung werde es ihrerseits an Anstrengungen nicht fehlen lassen, daß keine nicht durchaus notte wendige Veränderung eintrete, sich in Verpflicht- ungen für weitgehende Projecte nicht einlassen und die Ministerien des Kriegs London, 31. Juli. Staats ⸗Seecretär Die nur thun, was eine zufriedenstellende dauernde Lösung der gegenwärtigen Frage herbeiführen könne. Die odrientalische Frage überhaupt anzu- regen sei leicht, dieselbe abzuschließen aber schwer. Die Regierung wünsche nicht Gefahr zu laufen, wobei der europäische Friede ohne Noth gestört werden könne. Hierauf schlug Lord Stratbeden die Zurückziehung seines Antrages vor, der sodann mit Acclamation abgelehnt wurde. nicht wahrscheinlich, daß Bourke, Abrede gestellt, die Griechenland benach— Türkei. Constantinopel, 31. Juli. colonisiren. Der„Pester Lloyd“ meldet, daß in Constantinopel Secretär des Colonial Amts ungeheure Aufregung berrsche und ernstliche Un- ruhen stündlich befürchtet würden Italien wird Namens der Großmächte in Coustantinopel und Belgrad gleichzeitig die Einstellung des Krieges fordern. Die jetzige Reise der serbischen Minister ins Hauptquartier betrifft die neulichen Eröffnungen Englands — Da Freiwillige von Widdin N so die Angriff auf des Hauses auf Serben-Kinder alle zur Auf Fals Sclaven verkauft baben, hat der Groß— 1856 nothwen igen vezier angeordnet, daß künftighin die Urheber Lord Derby er- solcher Aete mit dem Tode bestraft werden sollen. Reuter's Bureau“ meldet aus Semlin Ausland. die Regierungs-Politik und weist die Beschuldigung vom 31 Juli: Gexüchtweise v rlautet, daß die * 1 7 1 1 N 1 5 1 1* N N 1* irn Wenn Frankreich. Versailles, 31. Juli. zurück, als beobachte die Regierung eine wohl Türken gegen Kujojewatsch vorma Wenn Die Kammer der Deputirten hat den ganzen wollende Neutralität für die Türkei. Die künftige 7 währ wäre, so wäre Saltschar und die Unterrichtsctat angenommen und wird Morgen in Politik der Regierung sei von den Ergebnissen des serbischen Positionen am Timok stark bedroht. 1 — 31. Juli. baben und in Serbien in der Richtung auf Gurgussowatz eingedrungen seien.— Widdiner Depeschen melden gleichfalls, daß die Türken die Offensive ergriffen. Aus Podgoritza wird gemeldet, daß die Montenegriner bei Antivari geschlagen seien. Montenegro. Cettinje, 28. Juli. Ein neues Telegramm des Fürsten von Montenegro aus Vrbica meldet: Mukthar Pascha ist vollkommen vernichtet Von seinen 16 Bataillonen retteten sich vier mühsam durch die Flucht. Wir haben außer Osman Pascha 300 Nizams gefangen, 5 Kanonen, eine große Anzahl Waffen, viel Munition, Fahnen und andere Gegenstände den Türken abgenommen. Uasere Verluste sind ver— hältnißmäßig gering. In den ersten Reihen fochten die nächsten Verwandten, von denen u. A. Philipp Petrovie schwer verwundet wurde. In unserem Heere herrscht großer Enthusiasmus. — 30. Juli. Der„Agence Havas“ wird aus Ragusa von heute gemeldet, daß die Montene— griner in einer Stärke von 2500 Mann einen neuen Angriff der Türken bei Rutschi abgeschlagen haben. — Die„Pol. Corr.“ veröffentlicht einen aus— führlichen Bericht über die Schlacht bei Vrbica, worin der Sieg der Montenegriner als eine Folge der leichtfertigen Operation Mukhtar Pascha's dargestellt und berichtet wird, daß Letzterer von seinem Corps acht Bataillone gerettet habe und in Bilek eingeschlossen und von den Montenegrinern blokirt sein soll. Serbien. Belgrad, 30. Juli.„Reuter's Bureau“ meldet von hier von gestern Abend: Tscholak Antisch, Commandeur der serbischen Cen— trums⸗Armee, belagert seit dem 27. Juli Sienitza, wo Mehemed Ali fest eingeschlossen ist. — Die„Pol. Corr.“ meldet: Der an der Beschießung des Donau-Dampfers„Tisza“ Schuld tragende Commandant der serbischen National- Miliz, Peter Jakovitsch, ist seiner Charge ent— hoben und entlassen worden. Rumänien. Bukarest, 31. Juli. An Stelle Fillipesco's wurde Jean Cantacuzeno zum diplomatischen Agenten in Petersburg ernannt. Der Finanz⸗Minister brachte in der Kammer eine Vorlage, welche die Umwandlung der Personal— Steuer in eine Vermögens Steuer beantragt. — 1. Aug. Kammer der Deputirten. Die Motion, die Minister des früheren Cabinetes in Anklagezustand zu versetzen, wurde nahezu ein- stimmig in Betracht gezogen. Ueber den Antrag Zonesku's versprach der Minister eine Vorlage der diplomatischen Correspondenz bezüglich der Neu- tralität. Die Regierung machte die Mittheilung, daß Rumänien mit Einwilligung der Türkei der rumänischen„Ambulanz der rothen Kreuzes“ den Uebertritt nach Serbien gestattet habe. Rußland. Petersburg. Die in öster— reichischen Blättern enthaltene Nachricht, daß unter den Muhamedanern des Kaukasus ein Auf— stand ausgebrochen sei, ist unbegründet; wohl aber ist constatirt, daß türkiksche Emissäre dort Unordnungen hervorzurufen versuchten. Aus Stadt und Land. —r. Bad⸗Nauheim. In einem Concerte, das der „Mainzer Domchor“, bestehend aus 30 Mitgliedern, nächsten Sonntag Nachmittag 4 Uhr im Kursaal dahier gibt, kommen Stücke klassischer Kirchenmusik des XVI. Jahr⸗ hunderts von Palestrina, Orlandus Lassus und anderen Meistern jener Zeit zur Aufführung. Selten bietet sich Gelegenheit, derartige Musik in so meisterhafter Ausführ⸗ ung, wie solches vom Mainzer Domchor bekannt ist, zu hören und machen wir alle Musikfreunde auf dieses Con— cert aufmerksam. Mainz, 30. Juli. Das Schützenfest wurde gestern unter colossaler Betheiligung von auswärtigen Schützen und sonstigen Gästen bei herrlichstem Weiter eröffnet und sind im Laufe des Tages 7500 Eintrittskarten gelöst wor— den. Innerhalb des Festplatzes wurden 4000 Flaschen Schützenwein und 73½ Hectoliter Bier consumirt. Mainz, 1. Aug. Der zweite Festiag verlief bei einer primären Vorgängen rasch ein solch' edles Organ Von Nach- vernichten können? Die primitive Zelle, welche tropischen Hitze in der herrlichsten Weise. mittags 4 Uhr ab wogte eine unabsehbare Menschenmasse auf dem Festplatz und in die umliegenden zahlreichen Wirthschaften. bis zum letzten Winkel besetzt. In Philppopel sind 400 ein- gekerkerte Bulgaren freigelassen worden.— De⸗ peschen aus Nisch melden, daß die türkischen Truppen die Offensive ergriffen, die Serben zurückgedrängt, sich ihrer Verschanzungen bei Dervent bemächtigt Schützenmeister Römhild von Karlsruhe auf das Central⸗ comite, der Schützenmeister von Speyer auf die Frauen und Jungfrauen, Hecht von Mainz dankte Namens der Frauen in gelungener Weise. Der von P. J. Burg in Mainz gelieferte Schützenwein mundete so seyr, daß von den angekauften sieben Stück gestern am zweiten Tage bereits fünf Stück getrunken waren. Allerlei. Köln, 31. Juli. Das heute veröffentlichte Urtheil in dem Processe gegen die Directoren und Verwaltungs— räthe der Rheinischen Effectenbank lautet auf dreijähriges Gefängniß für Horn, sechswöchentliches Gefängniß für Wendelstädt und Willemsen und dreimonatliches Gesängniß für Suren. Die übrigen Angeklagten sind freigesprochen. München, 28. Juli. Ueter ein gestern Nachmittag zwischen den Stationen Immenstabt und Oberndorf ein, getretenes Eisenbahn-Unglück erhält der„Nürnb. Corr.“ solgende Mittheilung: Der Kurier-Zug entgleiste im sog. Werthensteiner Moos, die der Lokomotive angehängten 11 Wagen geriethen aus den Schienen, muthmaßlich durch einen Achsen-Bruch an einem Personen-Wagen verursacht. Der Post⸗Wagen und ein Waggon wurden nach der Ent⸗ gleisung wiedet in das Geleise zurückgerissen, ohne daß die Insassen derselben Schaden erlitten. Die anderen Waggons glitten die Böschung hinab, von diesen über⸗ stürztien sich zwei derart, daß elf Reisende minder oder mehr Verletzungen erlitten. Zwei Damen trugen Bein- brüche, ein Knabe einen Armbruch davon. Die zwei Damen mußten zur Heilung in Immenstadt zurückbleiben. Die Personen⸗ Wagen sind fast alle zertrümmert, haupt sächlich der sächsische Waggon, in welchem die zwei Damen und ein Kind saßen. Die Zahl der stärker Beschädigten ist fünf. Schutz für die menschliche Lunge.) Von Dr. med. Michaelis in Freiburg i. Schl. Die hohe Sterblichkeitsziffer liefert allein schon den traurigsten Beweis, daß wir den Ansprüchen, welche die Menschheit an die Wissenschaft zu stellen glaubt, zur Zeit nur in sehr verschiedenem Maße gerecht werden können. Ein eigentlicher Aufschwung aus der früher rein empirischen Behandlungsweise datirt erst seit Einführung der physikalischen Unter- suchungsmethode und theilte sich der einmal ge— gebene Impuls rasch den verschiedenen anderen Gebieten der Mediein mit. Mit der genaueren Erkenntniß der Krankheit hielt aber die praktische Behandlung nicht gleichen Schritt. Die Diagnose wurde zwar exakter, aber die Resultate der Krank— heitsbehandlung blieben weit hinter den Anforder— ungen der Zeit zurück. Erst die beiden letzten Decennien haben einen wesentlichen Fortschritt und Vervollkommnung in den Behandlungsmethoden gebracht: ältere Theorien, die dem Aufkommen einer natürlichen und rationellen Anschauung hinderlich waren, wurden beseitigt, die Scheidung der beiden hauptsächlichsten Krankheitselemente genau charakterisirt, die soziale Basis der all- gemeineren Entstehungsursachen aufgedeckt, die kli— matischen Unterschiede und deren Heilanzeigen speziell aufgefaßt und allgemeiner verwerthet; vor Allem die öffentliche Gesundheitspflege, ein wichtiger Faktor in der Entwickelung unserer staat— lichen und gesellschaftlichen Verhältnisse, wurde ein immer dringenderes Bedürfniß der Gegenwart. Die Vernachlässigung der einfachsten und natür- lichsten Forderungen der Hygiene, die Gefahren, welche anscheinend simple Schädlichkeiten, vernach— lässigte Katarrhe, entzündliche Vorgänge und deren Folgen mit sich bringen, treten bei keinem andern Organ so sehr zum Nachtheil der mensch— lichen Gesundheit hervor, und ist namentlich der Einfluß konstitutioneller Erkrankung noch für spätere Generationen bemerkban.— Wenn man sieht, wie alljährlich Tausende von Menschen als Opfer einer unvernünftigen und unbedacht⸗thörichten Lebensweise dahin siechen, in sich jenen zerstörenden Krankheitskeim, der in seiner weiteren Entwicklung, Umwandlung und Rückwirkung fast unaufhaltsam zum Tode führt, und welch ein verschwindend kleiner Prozentsatz von Menschen es ist, denen der Stern der Genesung noch einmal leuchtet, so muß man sich fragen, welches sind denn die Schutzmittel der Wissenschaft gegen einen solchen Erbfeind des Menschengeschlechts und wie beschaffen sind jene Elementarstoffe, die unter so räthselhaften ̃ g) Aus dem binnen Kurzem in Elberfeld erscheinen⸗ Bis nach Mitternacht war die Festhalle den Werk des Verfassers Die Ra der Beim Banket toastirte Athmungsorgane nach ihren Folgen. zerstört wird, kennt man bis in ihte feinste Struktur und Funktion, aber der prinzipielle Vorgang, das vernichtende Prinzip bleibt ein ungelöstes Räthsel! gibt es doch überall, wo Leben und Gesundheit bedroht sind, mannigfachen Schutz gegen Krank- heits⸗ und Ansteckungsstoff, warum sollte man nicht im Stande sein, ein wenn auch langsam und verborgen schleichendes, in seinem ersten Ent. steben und primärer Entwickelung anscheinend un⸗ verdächtiges, späterhin erst nach erfolgter Um⸗ wandlung und Zerfall zur Geschwürsbildung intendirendes Krankheitsprodukt, durch allgemeine Kenntniß und Verbreitung gemeinnütziger, popu⸗ lärer Anschauungen so in seinem wahren Wesen und Charakter zu kennzeichnen, daß Jedermann an sich und in seinem nächsten Wirfungskreis das Eigenthümliche und Charakteristische desselben mit seinen weiteren Folgen und fast verhängnißvollen Rückwirkungen frühzeitig zu erkennen vermöchte! Und liegt nicht gerade hierin, in dem frühzeitigen Erkennen einer drohenden Gefahr, das beste Schutzmittel? In jener wohl bewußten Ueberzeugung, daß der als„sogenannter“ Tuberkel den eigentlichen späteren sekundären Schwindsuchtsherd bildende Krankheitskeim nur in äußerst seltenen Fällen von vornherein vorhanden, vererbt, oder übertragen wird, während die„Schwindsuchtsanlage“, be— stehend äußerlich in einem dürftigen, mangelhaft entwickelten Körperbau, mit flachem, schmalen und verengtem Brustkasten, wohl in den meisten Fällen von schwächlichen und kranken Eltern vererbt wird und die größte Gefahr für die Nachkommenschaft in sich schließt, obwohl gerade diese Krankheits- anlage durch geeignete Lebensweise und richtige Wahl des Berufs oder passenden Berufs wechsel, bei strenger Vermeidung alles dessen, was schäd⸗ liche Gewohnheit und unsinnige Modethorheit dem Körper unbewußt zuführen, auch in vielen Fällen wieder zu heben ist. Dieser persönliche Schutz, den Jeder für sich und die Gesundheit seiner Mitmenschen auszuüben im Stande ist, beruht zuvörderst auf der möglichst rechtzeitigen Erkennt⸗ niß jener rein entzündlichen Krankheitsprozesse der Lungen, deren charakteristische Folgen und Aus- gänge die eigentliche substanzielle Grundlage bilden für die später nachfolgende Zerstörung des be— treffenden Organgebiets. Die weitere Umwand- lung und Einwirkung dieses meist auf entzündlichem Boden wuchernden Prodrkts, sein allmäliger Zerfall und die Rückwirkung desselben auf das umgebende Lungengewebe umfassen eine länger oder kürzer dauernde Reihenfolge von Kranksein und Siech⸗ thum, die in ziemlich rasch auf einander folgenden Stadien das blühendste, oftmals auch reich begabte, für alles Edle und Schöne empfängliche Menschen⸗ leben zu vernichten und in seinen besten Hoffnungen zu zerstören im Stande sind. Nicht selten, obwohl nur schwer und bei mithelfender Willenskraft von Seiten des Kranken, gelingt es, den Verlauf der Krankheit zu unterbrechen, oder zum gänzlichen Stillstand zu bringen; die anfangs meist unbe⸗ achtete erste Entstehungsursache bildet oft, unter wiederholter Einwirkung, den eigentlichen Aus- gangspunkt der Krankheit und genügt wohl dieser Hinweis, um alle später eintretenden, oft so traurigen Folgen mit diesem meist unbeachdeten und häufig unterschätzten ersten Beginn in Ver bindung zu wissen. Vorwiegend ist es die bereits erwähnte, charakteristische Körperanlage, verdorben noch durch fehlerhaftes und anhaltendes Sitzen auf mangelhaft konstruirten Schulbänken, oder durch eine einseitige Haltung bei schlecht gewählter Profession oder durch tagelangen Aufenthalt in mit Gaslicht erleuchteten, nicht ventilirten Arbeits- sälen, mit staubiger, sauerstoffarmer Atmosphäre, wodurch die größte Gefahr bei einer noch hinzu- tretenden Entzündung für die ganze spätere Ent⸗ wickelung hervorgerufen wird. Kommi hierzu noch eine dürftige Ernährung, oder eine angeborene oder übertragene skrofulöse Entwickelung, hat ein Mensch mit solcher Körperanlage noch einen leiden- schaftlichen Hang zur Sinnlichkeit, zum Spiel, Tanz und all den andern hiermit meist in engster Beziehung stehenden sogenannten Vergnügungen in gas- und dunsterfüllten, mit feinen Staub— suchung Birnen, Gerste, Diese 6 wissen denn d die Gil gulen! selbs. entwick aber do volslaͤnt tine bt zersötl, Amos! sie bald llelen de Zuckerl Esst lanet bas Be von O flamme ung gef darin, 1 1 — 260 soll a Schla steiger. B. n dnmöchte! den frühe, 191 egen * das beste Eber rena Astägung, daß u elgenflichen Sberr 2 n dildendt tet Fallen von nett Adettragen Sttenlage“, b. mangelhaft malen um den „ 1 Arckengenschent diest Krankheitz. dcs, obwohl 5 5 Aut ꝛtallich N obl diet — 3 in Va 3 il 49 dit belt J verdorbt * Schicksal nicht. er schließlich sein ganzes Blutleben infizirt. guten Bedingungen tritt ein Moment ein, wo die Frucht selbst bei monatelanger Dauer, keine Kohlensäuce mehr aber das Innere ist tief verändert; die Zellen sind fast 2 Uhr, wird die Versteigerung der Marktplätze an Ort molekülen gesättigten Lokalen, so entgebt er seinem cht. Mil unerbittlicher Konsequenz, in langsamer, aber stetiger Aufeinanderfolge von Ursache, Wirkung und Rückwirkung, schreitet der einmal gesetzte elementare Krankheitsstoff zerstörend und zersetzend weiter, bis er den bisherigen Schwindsuchts Candidaten total vernichtet, indem Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Zuckergährung ohne Ferment in Früchten. Passteur, sowie Lechartier und F. Vellamy ballen früher die intetes— sante Beobachtung gemacht, daß Früchte, welche man bei Luftabschluß aufbewahrt, langsam Kohlensäure entwickelen, und sodann Alkohol enthalten, ohne daß man in denselben die geringste Spur eines organisirten Fermentes entdecken kann. Die beiden letzteren Forscher baben nun diese Unter— suchungen forigesetzt, und auf Früchte aller Art Aepfel, Birnen, Kirschen, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Feigen, Gerste, Kirschbaumblätter, Kartoffeln u. s. w. ausgedehnt. Diese Kohlensäuteentwickelung dauert während einer ge— wissen Zeit fort und hört zuletzt vollständig auf, es müßte denn der Versuch mißlungen sein, in welchem Falle man die Bildung organisirten Fermenies constatiren kann. Unter entwickelt. Die Früchte behalten ihr äußeres Ansehen bei; vollständig zerstört, und die ganze Frucht bildet im Innern eine breliige Masse. Der Keim der Frucht ist ebenfalls zerstött. Sobald man die Früchte aus der sauerstofffreien Athmosphäre heraus nimmt und der Luft s aussetzt, werden sie bald braun und zersetzen sich. Lechartier und Bellamy treten der Erklärung, welche Pasteur für diese eigenthümliche Zuckergäbrung obne Ferment gegeben bat, dollständig bei. Essigfabrikation mittels ozonisirter Luft. Der Ameri⸗ kaner Turner har einen Apparat erfunden, mittelst dessen das Verfahren von Oscar Löw zur billigen Erzeugung von Ozon(Leiten von Luft über blau brennende Gas, flammen) in der Essigsabrikation eine praktische Verwend ung gefunden hat. Das Wesentliche dieser Erfindung besteht darin, daß die in Essig zu verwandelnde Flüssigkeit in 81 von seinem Staubregen mit der ozonisirten Luft in erührung gebracht wird; so einfach dies auch scheint, so schwierig war die Aufgabe auszufübren. Turner schein! sie vollkommen gelöst zu baben. Die Mesbode soll auch dazu angewandt werden können, Branntwein(„Whisky“) und anderen alkoholischen Getränken die Eigenschaften zu ertbeilen, die sie sonst erst erlangen, wenn sie ein gewisses Alter erreicht haben, was leicht möglich ist, wenn man bedenkt, daß beim Lagern der Getränke auch eine Oxydalion, wenn auch eine sehr langsame, staufindet. Wein in mit Firniß überzogenen Fässern aufbewahrt braucht zum Altern eine sebr lange Zeit.— Zeichnungen nebst Beschreibung M. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 22. Noggenmehl%(Berliner Marke) M. 25., do. II.(Berliner Marke) M. 20., Weizen eff. bies. M. 23.—, fremder je nach Qualität M. 18—22, Roggen M. 16.—17., Gersie M. 17.—19., Hafer M. 19.50— 20., Koblsamen M. 32. Br., Erbien M. 21.—24., Wicken M. 21.—23., Linsen M. 21.—30., Rüböl M. 72. Die Preise ver⸗ stehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo. Marnz 31. Juli. Producten-Markt. Wanzen per Juli 19.70, per Nov. 20.40. Roggen per Juli 15.20, per Nov. 15.40. Hafer per Juli 18.90. Küböf per October 34.10. 6768 7222 7226 7288 7674 7941 8459 8492 8603 8671 8722 9615 10233 10335 10959 11055 11170 11444 11494 11531 11696 12119 12203 12260 12864 13258 13364 13556 13570 13684 13705 13743 13916 13956 14328 14362 14748 14818 14823 15010 15050 15062 15378 15851 16053 16072 16168 16365 16659 16741 17461 17611 18155 18820 18967 19226 19482 19754 19792. Handel und Verkehr. Friedberg, 25. Aug. Waizen M. 22.—. Koen M. 17.50. Gerste M. 17.—. Hafer M. 20.—. Alle Preise versteben sich auf 100 Kilo S 200 Zollpfund. Krankfurt, 24. Juli.(Viehmarkt.) Der beutige Markt war gut befahren. Angesrieben waren: 390 Ochsen, 260 Kühe und Rinder, 300 Kälber und 180 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 63—65, 2. Qual M. 58—60. Kübe und Rinder 1. Qual. M. 56—58, 2. Qual. M. 51—53. Kälber 1. Qual. M. 51—53, 2. Qual. M. 49—53. Hämmel 1. Qual. M. 53—55, 2. Qual. M. 50— 52. Schweine das Pfd. 67 Pfennig. Frankfurt, 31. Juli. Fruchibericht. Mehl Nr. 1 der Erfindung sind von Wirth u. Cie. in Frankfurt a. M. Geld ⸗Cours. erhältlich. Frankfurt am 1. August 1876. Verloosung. Holländssche f. 10- Stücke. Mt. ie 9 5. Wien, 1. August. Bei der heutigen Ziehung der ura e„ 1 f 1 österreichischen Loose von 1860 wurden folgende Serien nn te e 95 43 19—23 gegohen: 509 738 803 1781 1826 1849 1913 2004 Oe en oder ns e 2430 2171 2269 2276 2752 7707 3328 3902 4001 Kußasge Sad naß i 4749 4031 5133 5259 5332 5577 6103 6261 6657 Dosssche, Jrhestales n Für die Wasserbeschädigten in Rheinhessen (Oppenbeim, Dienbeim ꝛc. ꝛc.) gingen weiter ein: Von Decan Buchhold in Ossenheim 5 M., N. N. 4 M., Kammerrath Trümpert in Assenheim 3 M., Professor Dr. Diegel 4 M. Im Ganzen gingen bis jetzt 59 M, ein, welcher Betrag beute nach Oppenbeim an das Comiis abgesandt wurde. Um weilere Gaben bitte! Die Exped'tion des Oberbessischen Anzeigers. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jüllichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1,50, „ ½ Dutzend„„ 8* „ Dutzend„ Die Exped. d. Anz. Faselochs-Versteigerung. 2541 Freitag den 4. August 1876, Vormittags 11 Uhr, wird auf hiesigem Rathhaus ein der Gemeinde gehöriger, zum Schlachten geeigneter Faselochs öffentlich an den Meistbietenden versteigert. Assenheim den 29. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Assenheim. Be f Vilbeler Markt. 2559 Montag den 14. August d. J., Nachmittags und Stelle vorgenommen. Der Markt findet Sonntag den 20. und Montag den 21. August J. J. statt und werden Wirthe, sowie Besitzer von Schaubuden und Caroussels ꝛc. ꝛc. zugelassen. Vilbel den 29. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. S i nie l. Verkauf eines Bullen. 2560 Freitag den 4. August l. J., Nachmittags 4 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaus ein gut genährter, zum Schlachten geeigneter Bullen öffentlich meistbietend ver— steigert werden. Vilbel den 31. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. S iimte Arbeits-Vergebung. 2565 Freitag den 4. August, Nachmittags 2 Uhr, soll in der Gemeinde Staden das Brechen, Anfahren und Zerschlagen von 30 Kubikmeter Unterhaltungssteinen in Accord gegeben werden. Assenheim den J. August 1876. Wenck, Bezirksbauaufseher. Versteige rungs- Anzeige. 2571 Montag den 7. August d. J., Vormittags um 10 Uhr, soll ein noch tauglicher, für die Gemeinde ent⸗ behrlich gewordener, 1¼ Jahr alter Eber auf dem Ge— meindehause dahier versteigert werden. Groß⸗Karben den 31. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Groß Karben. B 4 Sleinkohlen bester Gualitä. Ia, mel, stückreiche Flammkohle per Ctr. Gesieb. Stückkohle per Ctr. A M. 1. 25 Nuß⸗ und Knabbelkohle per Ctr. A M. 1. 25 Gesieb. Schmiedekohle per Ctr. A M. 1.— Bei vorheriger Bestellung ab Bahnhof hier la, mel, stückreiche Flammkohle pr. Ctr. à M.— 95 offerirt M. 131277. 50 Vorschuß-& Credit-Verein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Ausweis pr. Juli 1876. 2575 Einnahme. Kasse⸗Bestand pr. 1. Juli 1876 M. 34202. 46 Wechsel„ 54708. 6 Depositen„ 20007.— Inkasso Wechsel 7 5691. 23 Conto Corrente 4„ 138075. 94 Conto⸗Correntie B.„ 26648. 20 Giro neee Spar⸗Einlagen„ 228865. 41 Stamm-Antheile, Monatsbeiträge„ 55. 45 Reservefond, Beitritte 5 18.— Utensilien, verkaufte Spareinlagebücher 1 e Wechsel⸗Zinsen 7 542. 45 Depositen-Zinsen 7 325. 80 Wechsel⸗Spesen 0 76. 15 Agio, Gewinn auf Sorten 1 43. 93 M. 518 9 Ausgabe. Wechsel M. 26324. 69 Depositen 1 ee Conto⸗Corrente A.„ 194838. 79 Conto⸗Corrente B. ie Auswärtige Correspondenten 4943. 88 Giro e eee e Spar⸗Einlagen eee Darlehen 118749. 10 Stamm⸗-⸗Antheile, 1 145. 30 Wechsel-Spesen* 14. 40 ö Unkosten 1065. 79 Kasse⸗Bestand pr. 1. August 1876 5 15519. 29 M. 513772. 98 Eingang. Ausgang. M. 99336. 45 Wechsel⸗Conto-Corrent K. M. 67737. 54 12155. 80 Wechsel-Conto-Corrent B.„ 975. 28 12556. 63 Wechsel-Giro„ 14872. 60 „ 8 08 Wechsel-Inkasso 2337.— M. 85922. 42 Feinster Dorsch- Leberthran 1557 fast geruch- und geschmacklos in Flaschen mit gestempeltem Metallverschluss à 60 Pig. und à 1 Mark echt zu haben bei J. A. Windecker, Hoflieferant in Friedberg. Ph. J. Weiss in Bad- Nauheim. General-Agenten 2491 für Hessen werden von einer der solldesten deutschen Lebens versicherungs-Gesellschaften unter günstigen Beding— Fried. Avenarius, Bad-Nauheim, Hauptstraße Nr. 3. 72 ungen angestellt. Offerten mit Angabe von Referenzen sub 8. 1545 an Rud. Mosse, Frankfurt a. 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Lahn 98 ink z 2574 Allen Denen, welche unserer geliebten Tochter Eu Pu 1 Steitz während ihrer Krankheit so herzliche Theiln ahn 0 0 bewiesen, sowie Denen, welche der Entschlafenen die letzt W ie sagen wir hiermit unsern tiefgefühlteseek“ e ank. 10 J Friedberg den 2. August 1876. 5 Eon Die trauernden Hinterbliebenen. 85 Idauan — If ititcher( zen Fried 18 und Ifraelitischer Gottesdienst in Triebe dun ö Beginn: 0 dane Freitag Abends 65¾ Uhr. Inch Samstag Morgens 8 Uhr Lac w. ů ů—» Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 1 f m 5. ö Druck und Verlag von Carl Bindernfgel. n 1 1