intages funde ö Assa Jamstag den 2. September. M. 104. berhessi „ cher Anzeiger. f Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiciren: Nr. 41. sub 1. Friedberg den 31. August 1876. Bekanntmachung, die Organisation der Steucrcommissaxiate. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. B. d e eich, Kreis⸗Assessor. Winter ⸗Ackerbauschule Gpeigng des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen betreffend. Der Unterricht an der Ackerbauschule zu Friedberg beginnt am schule erreichbaren Kenntnisse besitzen. 2. November dieses Jabres, in zwei Abtheilungen. streckt sich auf die Fortbildungsfächer, sowie besonders auf die ver— schiedenen Zweige der Naturkunde und Landwirthschaftslehre. Außer zwei ständigen Lehrern und dem Vereins⸗-Wiesenbau⸗ meister unterrichten noch mehrere Hülfslehrer, so daß jedes Fach ent— sprechend vertreten ist. Der Unterricht wird durch Besichtigung nabe gelegener Güter n., sowie durch zahlreiche Lehrmittel unterstützt.— Jeden Abend von 7—9 Uhr finden unter Aufsicht eines Lehrers Wiederholungs- und Arbeitsstunden statt, und wird das Verhalten der Schüler in und außerhalb der Schule strenge überwacht.— Aufnahmefähig sind junge Leute vom 14. Lebensjahre an, welche die in einer Volks- Derselbe er— Das Schulgeld zeichnete Curatorium kunft gerne bereit ist. Friedberg den Tera pp. in die untere Abtheilung ein, oder, besitzen— in die obere, welche von denjenigen Schülern gebildet wird, die im vorigen Jahre den unteren Cursus besucht haben. Geh. Regierungsrath. 9 — Die neu Aufzunehmenden treten wenn sie die nöthigen Vorkenntnisse beträgt für den oberen Cursus 35 Mark, für den unteren 45 Mark.— Anmeldungen nimmt das unter- entgegen, welches auch zu jeder weiteren Aus 1. September 1876. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. Klietsch. Kreis-Assessor. DF Dirigent der Anstalt. Deutsches Reich. Darmstadt. Die Mehrheit des Finanz— Ausschusses der zweiten Kammer macht gegen den Entwurf des Capital-Steuer-Gesetzes in erster Linie geltend, daß dadurch theilweise das Capital zur Anlage in's Ausland gedrängt und somit der Hypothekar⸗Credit empfindlich geschädigt werde, weist sodann auf das geringfügige Erträgniß(kaum ein Procent der gesammten directen Steuern), sowie die Unräthlichkeit, unserem ohnehin schon complicirten Steuer-System(Grund., Gewerb- und Einkommen: Steuer) noch ein weiteres hinzuzufügen, hin und kann sich nicht dazu entschließen, das Gebiet der Particular⸗Gesetzgebung für ein so kleines Land wie Hessen zu beschreiten. — Der im Wahlkreis Darmstadt Großgerau gewäblte Landtags⸗Abgeordnete Dr. Stüber bat sich in Folge seiner Ernennung zum ersten Hof⸗ gerichts⸗Director und Geheimerath einer Neuwahl zu unterziehen. Mainz. Bei dem am 27. Aug. hier abge- haltenen Delegirtentag der altkatholischen Gemein- den und Vereine des Großherzogthums Hessens und der Provinz Hessen- Nassau waren u. A. Mainz, Bensheim, Hanau, Heßloch, Oberursel, Offenbach und Wiesbaden vertreten. Es wurde beschlossen, einen Bezirke verband Hessen und Hessen— Nassau zu gründen und einen Abgeordneten zu dem Mitte Sept. in Breslau stattfindenden großen Alikatholiken Congreß zu senden. Berlin, 29. August. Die Untersuchungs⸗ Commission über das Patent⸗Wesen wurde heute unter dem Vorsitze des Ministerial Directors Jacobi eröffnet; ungefähr 18 Sachverständige und Vertreter der Industrie waren anwesend. Die erste Frage, ob überhaupt Patent- Schutz statt— finden solle, wurde von allen Stimmen bis auf eine bejaht. — Der„Prov.⸗Corr.“ zufolge sind die Pro— vinzial- Behörden angewiesen, die Vorbereitungen für die Landtags- Wahlen so zeitig treffen, daß die Abgrenzung der Urwahl- Bezirke, die Aufstellung und Auslegung der Urwähler- Listen sowie der Abtheilungs⸗Listen bis Mitte Oct. beendet sein kann. — Das Kriegs-Ministerium hat, wie das „B. Tgbl.“ berichtet, mehrere Offiziere, die als Lehrer an den Cadetten- Anstalten fungiren, nach wie sie in Baden geübt werde. Die aueschließ⸗ der französischen Schweiz entsandt, um sich im liche Leitung des Religions-Unterrichtes durch den Gebrauch der französischen Sprache zu vervoll⸗ kommnen. Diese Anordnung zur Fördernng der Kenntniß der französischen Sprache im deutschen Heere scheint keine nur vorübergehende zu sein, sondern dürfte alljährlich erneuert werden. — Die Belgrader Regierung schließt wiederum Waffen-Lieferungs-Verträge ab; unter Anderem geschah dies jüngst mit dem Berliner Hause Loh und dem Wiener Agenten Gutmann. Die Liefer- ungen werden prompt bezahlt. Heidelberg, 30. Aug. Prokestantentag zu Ehren, welcher unter äußerst zahlreicher Betheiligung eröffnet wurde, hat die Stadt Heidelberg sich mit Flaggen geschmückt. Bei der am 28. Abends von Senior Haase und am 29. früh von Professor Baumgarten(Rostock) gehaltenen Predigt waren die Kirchen stark be— sucht. Kiefer hielt einen Vortrag über Gemeinde Recht und Kirchen-Steuer. Bluntschli eröffnete die Verhandlungen in der Providenzkirche. Er erklärt die Wahl Heidelbergs zum Versammlungs- Ort als eine Ehre für das badische Land; der Prolestanten-Verein sei zu einer Zeit gestiftet, in welcher auf der einen Seite hierarchische Knechtung, auf der andern Auflösung der Kirche drohte; ber Verein wolle Fortbildung der Kirche mit gleicher Berücksichtigung freier Forschung und wahrer Re ligiosität. Neuerdings sei namentlich in Preußen Vieles erreicht, was der Verein erstrebt, aber noch blieben große Aufgaben zu lösen.(Beifall). Auf Antrag von Neßler(Berlin) erklärt die Versammlung ihr Einverständniß mit den auf Preußen bezüglichen Worten Bluntschli's. — 31. Aug.(10. Deutscher Protestantentag.) Der gestrige Vortrag Wendt's über den Religions- Unterricht in der öffentlichen Schule will die Ober- Aussicht über diesen Unterricht dem Staate, die Ertheilung desselben dem Lehrer übertragen wissen, ohne jedoch die Mitwirkung des Geistlichen aus- zuschließen. Die Methode der Behandlung des Dem 10. deutschen Religions-Unterrichtes soll die geschichtliche sein, wodurch dessen confessioneller Charakter von selbst seine Schärfe verliere. bie Ober-Aussicht des Kiefer(Mannheim) will Staates nur in der Art, deutsche Botschafter, Staate bringe die Gefahr einer Staats-Religion, die jedem Wechsel des Regimes unterliege. Die heutigen Verhandlungen über die Sonntagsfeier eröffnet Redacteur Lammers(Bremen), welcher die Nothwendigkeit der Sonntagsruhe vom sanität⸗ lichen und nationalökonomischen Gefichtapunkte aus beleuchtet, während Lic. Hoßbach(Berlin) die religibse Seite der Frage fern vom engberzigen Puritanismus beleuchtet. Auf Grund der Vorträge der Hannoveraner Klapp und Hergenhahn nimmt die Versammlung eine Resolution an, welche dem dortigen Protestanten-Vereine den Dank für sein Ausharren im Kampfe für Wahrheit und Freiheit ausspricht. Die Zustände in Hannover werden in einer besonderen Broschüre dargestellt werden. Um 2 Uhr schließt Bluntschli den 10. Protestantentag. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Salzburg, 29. Aug. Die Sectionen des bier versammelten deutschen Juristen-Tages haben beute ihre Arbeiten geschlossen. Die strafrechtliche Section sprach sich für die Heranziehung des Staates zur Leistung von Entschädigung an ohne ihr Verschulden in Uutersuchungs-Haft gewesene Person aus. — 30. Aug. In der heutigen zweiten Plenar- Sitzung des Juristentages trugen die Sections- Referenten die Beschlüsse der Sectionen vor. Gneist referirte über den Entwurf der Strafproceß Ordnung und hielt die Schluß Rede. Bei dem Fest-Bankette toastirte Gneist auf den Kaiser von Oesterreich, Ruttner auf den deutschen Kaiser, Jacques auf die Allianz zwischen Deutschland und Oesterreich. Schweiz. Bern. Die Consecration des schweizer altkatholischen Bischofs Herzog, durch den Bischof Dr. Reinkens wird am 10. September in Bonn stattfinden, da sich wegen Ueberlassung der Kirche in Solothurn für jenen Let Schwierigkeiten erhoben haben. Frankreich. Paris. Der Kriegsminster hat aus Budget-Rücksichten beschlossen, die schon vollständig eingerichteten Bruchtheile der Land- wehr auch dies Jahr nicht einzuberusen.—. Der Fürst Hohenlohe, tritt nächstens einen neuen vierwöchigen Urlaub an.— Die „Estafette“ läßt sich aus Ouchy vom 29. telegraphi⸗ ren, Thiers sei ernstlich unwohl.— Der Prinz Napoleon hat beseblossen, seine Besitzung Prangins am Genser See zu verkaufen. Die Subhastation ist auf den 1. September angesetzt. Großbritannien. London, 30. Aug. General Campbell hat der englischen Regierung einen überaus düsteren Bericht über den Zustand der türkischen Armee übersendet. Namentlich herrsche furchtbarer Proviant: Mangel, der geradezu auf— lösend wirke. Türkei. Constantinopel, 30. August. Die Regierung läßt die Zeitungs-Meldungen von einer Niederlage der türkischen Armee vor Alexinatz für erfunden erklären; vielmehr habe hisher die türkische Armee ununterbrochene Erfolge gehabt, die vor Alerinatz errichteten Verschanzungen eine nach der anderen genommen und ein serbisches Geschütz erbeutet. Die serbischen Streitkräfte seien in die sogenannten großen Befestigungen zurückge⸗ worfen, deren sich zu bemächtigen die türkische Armee gegenwärtig Vorbereitungen treffe. Die Diviston unter Ali Saib Pascha habe alle be— festigten Stellungen der Serben genommen und erleichtere dadurch die Herstellung der Vereinigung mit der Armee von Nisch. — 30. Aug. Djeladin Pascha ist mit sechs Batterien und mehreren Geschützen von Stolae in Trebinje eingetroffen. Verläßlicher Nachricht zu solge haben die Montenegriner Bilek beschossen; zum Entsatze desselben soll Mukhtar Pascha von Trebinje her sich in Marsch sitzen. Nach einer Meldung aus Cattaro wäre bei Podgoritza seit gestern eine Schlacht im Gange. — 30. August. Derwisch Pascha ist mit 4 Tabors Mohren, 3 Tabors Aegyptern, 4000 Baschi⸗Bozuks und 3000 Zeybeks in Podgoritza angekommen, so daß gegenwärtig 56 Tabors mit 54 Kanonen in und um Podgoritza vereinigt sind. Von den Kanonen wurden mehrere auf die Kulis zwischen Podgoritza und Spuz vertheilt.— Eine Abtheilung Montenegriner drang am 28. August bis in die Nähe von Podgoritza vor und ver— brannte 80 Häuser.— Am Donnerstag zersprang in Podgocitza eine Kanone, wodurch eine Quantität Munition mit in die Luft flog und 20 Türken getödtet und 40 verwundet wurden. Hierüber irritirt, massacrirten die Türken vor Podgoritza einen Geistlichen und einen Bürger. — 31. Aug. Die„Agence Havas“ meldet von heute: In einem Ministerrathe, an welchem die ersten Würdenträger des Reiches theilnahmen, ist Abdul Hamid an Stelle Murad's V. zum Sultan ausgerufen worden. Bestätigung bleibt abzuwarten. Montenegro. Cettinje. Die amtliche Zeitung„Glas-Cernagorza“ weist jede auswärtige Vermittlung zurück und erklärt: Serbien und Montenegro werden erst die Waffen niederlegen, wenn die slavischen Provinzen vom kürkischen Joche vollständig befreit sind. — 30. Aug. Vorliegenden Nachrichten zu— folge entschied sich das Gefecht bei Popovo zwischen den Türken und Montenegrinern zum Vortheil der ersteren. Gegenwärtig findet ein neuer blutiger Kampf bei Bilek statt, woran der Senator Vukotie mit 8000 Montenegrinern betheiligt ist.— Aus Constantinopel wird gemeldet, der Ministerrath werde heute den Mediations-Vorschlag berathen. — 30. August. Sicherem Vernehmen nach suchte Fürst Nikita schon vor vier Tagen die Vermittlung des russischen Cabinets Behufs Ein- leitung von Friedens Unterhandlungen nach. Serbien. Belgrad, 29. Aug.(Amtliche Meldung.) Nachdem der 27. Aug. ohne Kampf verlaufen war, ließ sich gestern auf der ganzen Linie Alexinatz-Nisch Gewehrfeuer vernehmen, Die Türken griffen unter Benutzung des Wald— Terrains Mittags den linken Flügel der Serben an. Der Kampf im Walde dauerte bis 5 Uhr. Die beständig geschlagenen Türken erneuerten ihre Angriffe mit großer Kraft; endlich wurden sie durch einen Bajonnet-Angriff deroutirt und ließen ihre sämmtlichen Todten, auch viel Munition und Waffen auf dem Schlachtfelde zurück. Namentlich erlitt die Cavalerie der Baschi-Bozuks und Tscher⸗ kessen große Verluste an Menschen und Waffen. — Ein Angriff der Türken gegen Klein-Zwornik wurde zurückgeschlagen. — 30. August.„Reuter's Büreau“ meldet: Man glaubt hier, daß die Pforte die Vorschläge zu einem Waffenstillstand nicht acceptiren werde. Die Stimmung der Bevölkerung ist andauernd eine kriegerische. Eine Montenegriner-Legion sei in der Bildung begriffen. — 30. Aug. Officiell wird gemeldet: Die Türken wurden auf allen Punkten des rechten Morawa Ufers, den Höhen von Prugoratsch, Stanzi, St. Stephan, Nezero geschlagen und, der Gefahr ausgesetzt, daß ihr rechter Flügel umgangen werde, befinden sie sich in voller Flucht, nachdem sie den letzten Angriffen unserer Truppen nicht hatten Stand halten können. Die von ihnen über die Morawa geschlagenen Brücken sind so eben zerstört worden. Die serbischen Truppen verfolgen den Feind und haben bereits die Höhen und Verschanzungen der Türken am rechten Ufer, von denen letztere vollständig, vertrieben sind, besetzt. Aus Stadt und Land. Friedberg. Das Wiener Kindertheater bewährt auch bei uns seine in anderen Städten erprobte Anzieh— ungskraft. Die meisterhafe eingeübten kleinen Künstler, zumeist Mädchen, von welchen auch Knabenrollen gegeben werden, finden in ihren Friedberger Altersgenossen ein höchst dankbares Publikum, das mit Beisallsspenden nicht kargt. Wenn auch manches Auge die bei der Aufführung von Kindernlärchen sonst übliche reichere decorative Ausstattung vermißt, so entschädigt dafür die einfach natürliche, kind— liche Darstellungsweise. Das Ganze geht so exact vor sich, daß unter Berücksichtigung der Verhäftnisse selbst die sirengere Kritik darauf verzichten dürfte, etwas Tadelnswerthes zu enidecken. Rendel, 29. Aug. Die hiesige Pfarrstelle ist, nachdem dieselbe längere Zei vicarirt worden, durch Pfarrer Fertsch von Grünberg seit dem 1. August wieder deftnitiv besetzt. Was das Urtheil über die Person und Qualification unseres neuen Geistlichen anlangt, so herrscht in unseren Dorse nur eine Stimme, welche heißt: Wir haben einen nach allen Seiten hin recht tüchligen Geist— lichen erhalten, möge er uns erhalten bleiben. Die Ge— meinde hat deßhalb gewiß allen Grund und Ursache, allen den Fakloren, welche einem solchen Manne unsere Pfarrstelle übertragen, öffentlich Dank zu sprechen. Möge das schöne Verhältniß, welches schon zur Zeit des früheren Geistlichen Landmann zwischen Gemeinde, Kirche und Schule gewaltet, auch in Zukunft nie zerstört werden, damit Herr Pfarter Fertsch jederzeit zum Segen der Ge— meinde wirken möge. Raunhaim, 24. Aug. Ein betrübender Unglücks fall ereignete sich bierselbst gestern gegen Mittag auf der Dampfdreschmaschine. Der 15jährige Sohn eines hiesigen Gutsbesitzers wollte nach Beginn der Arbeit, als die Maschine schon in Thäligkeit gesetzt war, über die Trommel springen; der Knabe muß indeß ausgeglitten sein; er gerieth mit einem Bein in die Maschine, welche das ganze Bein surchibar zerstümmelie. Die Amputation, welche sosort vorgenommen wurde, war jedoch vergebens, indem der Knabe nach Beendigung derselben in Folge des er— lütenen Blutverlustes verschied. Mainz. Die biesige Realschule zählte am Ende des Schuljahres 555 Schüler, darunter 190 auswärtige, wobei sich 11 Ausländer befinden. Die Realschule erster Orönung enthält 242 diejenige zweiter Ordnung 313 Schüler. Der größte Theil der abgehenden Schüler widmet sich dem Handelssach, nachdem er vorher das Zeugniß der wissen— schaftlichen Befähigung für den einjährig⸗ freiwilligen Dienst erlangt. Allerlei. Rüdesheim. Es ist erfreulich, mittheilen zu können, daß mit den Bauarbeiten zu dem Nationaldenkmal auf dem Niederwald alsbald an Ort und Sszelle begonnen werden wird. Bis jetzt wurde von Profsessor Schilling an den Gußmodellen für alle großen Erzfiguren gearbeitet. Es wird demnach die Zeit nicht mehr ferne sein, in welcher das vaterländische Unternehmen verwirklicht wird. Erlangen, 30. Aug. Der Tod räumt unter den berühmten Professoren auf; heute Morgen slarb hier Prosessor Rudolph Raumer. Bad⸗Gastein, 25. Aug. Seit heute früh ist hier ununterbrochener dichter Schneefall. Der Schnee liegt schuhhoch in den Straßen; Bäume sind unter der Schnee— last gebrochen. Der Schneefall dauert sort. Sidney. Von hier wird gemeldet, daß ein britisches Schiff, die„Dancing Fly“, von den kannibalischen Be— wohnern der Salomon-Inseln weggenommen, und die Mannschaft von ihnen aufgefressen wurde. Ein Mann entkam auf eine nahegelegene Insel und setzte den Capitän eines dort befindlichen Schiffes von dem Vorgesallenen in Kenniniß. Derselbe machte sich zur Verfolgung auf und sand die„Daneing Fly“ im Zustande einer wahren Schlachtbank. Die Mannschaft eines anderen Schiffes ist auf ähnliche Weise zu Grunde gegangen, doch ist darüber noch nichts Näheres bekannt. 0 Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Kohlen- und Eisenproduction der Well, Aus einem Berichte von Gruner über die Kohlen- und Eisenindustrie der Welt, welcher die Resultate der Wiener Weltausstellung im Jahre 1873 bespricht, entnehmen wit folgende Zablen: Die gesammte Kohlenproduction wird auf 250 000,000 Tons geschätzt und überwiegt der Werth der jährlich verbrauchten mineralischen Brenustoffe weit den der Erze, welche in demselben Zeitraume gefördert werden. In England betrug der Gesammiwerth der gewonnenen Kohle im Jahre 1871 in runder Summe 92,000,000 Pfd. Sterling, wäbrend der aller übrigen mineralischen Producte einschließlich Seesalz, Thon ꝛc. nicht über 62,000,000 Pfd. Sserling beirug. In Deutschland und Frankreich fand ein ähnliches Verhältniß start. In Bezug auf die englische Koblenproduction ergibt sich im Laufe der Jahre 1831 bis 1871 ein Auwachsen im Verhäliniß von 1 zu 6. Das gegenwärtig geförderte Kohlenquantum pro Arbeiter und Jahr ist ungesähr 229 Tons in England, 220 in Preußen, 159 in Frankreich und 157 in Belgien. Die Production von 250,000,000 Tous im Jahre 1872 vertheilt sich auf die einzelnen Länder wie folgt: Großbritannien 123,000,000; Vereinigte Slaaten 40,000,000; ODeutschland 40,000,000; Frankreich 15,900 000; Belgien 15,600,000; Oesterreich⸗ Ungarn 10,000,000; Spanien 1,000,000; Rußland 800,000; Englische Colonien, China, Cyilt und Japan 3,700,000. Der Werih der Eisenerze übertrifft den aller anderen Erze, mit Ausnahme des Goldes. Im Minimum belrägt dieser Werth 70,0 0,000 Pfd. Sterling oder 2 Pfd. Sterling pro Ton im Jahre 1872. Von den in diesem Jahre gewonnenen 35,000,000 Tons Erzen wurden 14 000,000 auf Gußeisen, 8,500,000 auf Walz- une Schmiedeeisen und 1,000,000 auf Stahl verarbeitet. In den sieben Jahren von 1865 bis 1872 wuchs die Produc non von Eisenerzen im Verhältniß von 9 zu 14, während die Kohlenproducllon nur im Verhältniß von 9 zu 12,5 an⸗ wuchs. Die Stahlproduction hal sich in diesem Zwischen⸗ raume verdreifacht. Unverbrennliche Schlacken wolle. Die seit Kurzem von der Mannheimer Firma M. Rose u. Cie. in den Haudel gebrachte, in den großen Krupp'schen Eisen⸗ werken durch Einblasang überhitzten Wasserdampfes in die glühende flüssige Hochhofenschlacke erzeugte unverbrennliche Schlackenwolle scheint geeignet zu sein, auch in der Land wirihschaft ihre Bedeutung zu erlangen. Bis jetzt wird die Schlackenwolle zu technischen Zwecken, zur Einhüllung für Dampf⸗ und Luftleitungen, als Stopfmaterial für Isolin⸗ wände, zum Filtriren verschiedener Flüssigkeiten verwendel. Von der Ansicht ausgehend, daß wir in der Schlacke eigentlich auch aufgespeicherte Sonnenwärme vor uns haben, hat Schreiber dieses die ibm von gedachter Firma bereitwillig zur Verfügung gestellien Proben benützt, um mit ver⸗ schiedenen Pflanzensamen Versuche anzustellen, die als voll⸗ kommen gelungen bezeichnet werden dürfen und rafsonelle Landwulhe vielleicht veranlassen, sie im Großen fortzu— setzen. Es wäre zu untersuchen, ob die durch den ange— deuteten Proceß ausgeschlossene Schlacke sich nicht mit gutem Erfolg als kieselhallige Substanz allein oder mu slicksioff- und phosphorhalligen Mineralien als Düngmittel verwenden ließe. Möglicherweise bietet sich in ihr eine willkommene Waffe gegen die Reblaus und den Colorado— Käfer dar. Es kommt kin der Geschichte der Erfindungen nicht selten vor, daß die Wissenschaft in derselben Stunde, in welcher die Menschheit von einem neuen Uebel, einer neuen Gefahr bedroht ist, die Mittel in die Hand giebt, ivnen zu begegnen. Die Schlackenwolle hat die Zahl der Gegenstände, welche lange Zen für unnütz oder gar als eine Beläsligung erachtet würden, bis sie plötzlich in die Sphäre des wirtbschaftlichen Kreislaufs gezogen sind, um einen eben so inleressanten, als nützlichen Körper vermehrt; vielleicht ist sie auch in der Landwirihschaft berufen, eine Rolle zu übernehmen. Mittel gegen den Kesselstein. Protzen theilte in einer Sitzung der Polytechn. Gesellschaft in Berlin mit, daß er Versuche über Verbinderung von Kesselstein durch Einlegen eines Stückes Zink in den Kessel angestellt babe. Während selbst das de Haen'sche Mittel(Kalk und Cblotbaryum) nicht im Stande war, den Kesselstein voll⸗ ständig zu beseitigen, sei der Erfolg bei der Anwendung des Zinks ein überraschender gewesen, indem sich seirdem keine Spur Kesselstein mebr abgesetzt habe. Die Wirkung des Zinks sei auf diese Weise zu erklären, daß dasselbe als elektroposislveres Metall durch den gebildeten galvanischen Strom oxydirt werde, dagegen das Eisen des Kessels vor Oxydation und Zerstörung schütze, und die Mineralbestand⸗ iheile des Wassers sich nicht in Form von Kesselstein auf der intakt gebliebenen Kesselwand ablagerten, sondern als feiner, leicht zu entsernender Schlamm abgeschieden würde. Handel und Verkehr. Frankfurt, 30. Aug. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war in Folge der Nässe schlecht befahren, jeder Wagen hatte ein Paar Centner Wasser. Heu kostete per Ceniner je nach Qualität M. 4.50— 5.50. Stroh per Centner M. 4.50—5.—. Butter im Großhandel 1. Qual. das Pfund M. 1.30. 2. Qual. M. 1.20., im Klein⸗ handel 1. Qual. M. 1.40., 2. Qual. M. 1.30. Eier das Hundert M. 5.15. Gurken das Hundert 1. Qual. M. 2.—., 2. Qual. M. 1.70. Mainz, 30. Aug. Producten⸗Markt. Waizen per Nov. 19.80. Roggen per Nov. 15.—. Hafer per Nov. 16.—. Rüböl per October 35.50. Das Ernteergebniß aus der Wetterau stellt sich nach Mittheilungen aus den landwirthschaftlichen Kreisen wie folgt: Korn kaum eine halbe Ernte, Weizen dreiviertel, Gerste volle Ernte, Hafer sehr gute Ernte, Kartoffeln lembe Schl Ar — e OO S D S S S ee gut, ebenso Hülsenfrüchte. Heu halbe Ernte, Grummet ganz schlecht, Klee halbe Ernte. Bei den Kartoffeln wurde bis jetzt keine Krankheit bemerkt. Jetzt sehen wir, in Folge großen Futtermangels, viel Vieh los gebunden, um es so rasch und so hoch als möglich noch bei den dermaligen Fleischpreisen zu verwerthen. Zu Anfang Winters werden wir billigeres Fleisch essen, um es das nächste Jahr um so theurer zu bezahlen. Telegraphischer Schiffsbericht. Mitgetbeilt von Cbr. Hecht in Friedberg. Das Hamburger Post⸗ dampfschiff Cimbria, Capt. Brandt, von der Linie der 1 Hamburg Amerikanischen Packeisahrt-Aetien-Gesellschaft, welches am 16. August von Hamburg via Havre abging, ist nach einer schnellen glücklichen Reise am 29. August wohlbehalten in New⸗Hork angekommen. Das Hamburger Postdampfschift Pommeran ia, Capt. Schwensen, von obiger Linie, trat am 30. Auguß wiederum eine Reise via Havre nach New Pork an. bereits an den Vortagen größtentheils erledigt, machte der D. Frankfurt a. M., 31. August. Trotzdem daß die Course der Hauptspekulationseffecten sich heute auf ein eiwas böheres Niveau hoben, kann die Tendenz nicht als sest bezeichnet werden. Das Hauptmerkmal des heutigen Verkehrs war eine strenge Zurückhaltung, die in dem überaus trägen und leblosen Geschäftsgange zum Ausdruck kam. Als Ursache derselben dürfen wohl die aus Belgrad gemeldeten serbischen Siege gelten, welche der Spekulation zu Gemüthe führten, daß die Dinge in der Politik noch nicht so liegen, daß ein Waffenstillstand oder gar Friedens- schluß sobald eintreten werde. Das Liquidationsgeschäft Börse am heutigen Ultimo wenig Sorgen. Creditactien waren übrig, dagegen Staatsbahnactien gesuchter, Geld für Prolongationen zu circa 3% leicht erhältlich. Credit— actien wurden zu 117¼— 117 und 117½½ mit einem Deport von circa 25 Pf., Staatsbahnactien zu 238— 239—238½ und 238% mit einem Deport von circa 50 Pf. bis 1½ M. gehandelt. Lombarden gingen zu 61½ um. Oesterr. Bahnen stellten sich fast durchweg höher, namentlich Elisabeth, Galizier und Nordwest. Prioritäten preishaltend. Loose behaupiet. 1864er besser. Von deutschen Staats- sonbs 30% Sächsische Rente gesucht. Von auslänbischen Fonds Ung. Ostbahnanleihe und Russische Werthe an⸗ ziehend, Ung. Schatzbons und Oesterr. Renten nachgebend. Banken zeigten sich unverändert. Oesterr. Nationalbank höher. Von Wechseln London, Wien und Amsterdam billiger. Paris und Brüssel tbeuerer. Geld Cours. Frankfurt am 31. August 1876. 20-Frankenstücke Mk. 16 21—25 Englische Sovereigns„ 20 39.—44 Russische Imperiales. n„ B16 69— 74 Holländische fl. 10-Stücke.„ 168630. Ducaten.. l 8 9 62—72 Ducaten al marco„ 9 59—64 Dollars in Gold. 5 4 16 19 3 3 S SSS A SFZ M A Großherzogliche Rea tember, Nachmittags ½3 Uhr im Saale des N 2827 Die dießjährige öffentliche Prüfung findet im Realschulgebäude Dienstag den 12. und Mittwoch den 13., von Vormittags 8 Uhr an, der Actus Freitag den 15. Sep— schule zu Friedberg. Hötel Trapp statt, wozu wir die Eltern der Schuler und Freunde der Schule hiermit ergebenst einladen. Die Ankündigung über die Aufnahme-Meldungen neuer Schüler für das mit dem 10. October beginnende neue Schuljahr erfolgt später. Großherzogliche Direction der Realschule. Dr. Möller. (Eingetragene Genossenschaft.) 2 ö Ausweis pr. August 18 76. 24 2852 Einnahme. 9 Kasse⸗Bestand pr. 1. August 1876 M. 15519. 29 1 Wechsel„ 68666. 52 5 en band Depositen 5 * Inkasso-Wechsel 82. 0 . Conto Corrente A.„ 158602. 92 * Conto-Corrente B.„ 35720.— enn Giro 5 1903. 9 a ene Auswärtige Correspondenten 5 763. 45 r Spar⸗Einlagen„ 79175. 28 * 4 Stamm-Antheile, Monatsbeiträge„ 163. 75 ei fx Reservefond, Beitritte* 2 12 K Effeeten 5 1131.— 1 2 Utensilien, verkaufte Spareinlagebücher„ 7. 80 3 Wechsel⸗Zinsen 5 917. 15 1 Depositen⸗Zinsen 7 74. 55 1 Effecten⸗Zinsen 5 143. 65 232 Wechsel⸗Spesen 5 28. 20 a Agio, Gewinn auf Sorten 5 16. 42 185 M. 393810. 90 0 5 Ausgabe. 1 57 Wechsel M. 35751. 45 a Depositen„ 16076. 43 188 Conto⸗Corrente A.„ 156451. 10 * 2 Conto⸗Corrente B.„ 18454. 05 1 ö Auswärtige Correspondenten 208 27 N Giro„ 10400.— Spar⸗Einlagen 78416. 15 f Diarlehen 6286. 87 — a Stamm ⸗Antheile, 5 120.— 5 Effecten„ 35900. 60 „ bal ö Effecten⸗Zinsen 1 264.7 45 bs Saur 5 Reparaturen 7 372. 83 been unkosten f 1098. 52 1 175 1 Mobilien und Utensilien 7 139. 48 n d n* f Wechsel⸗Spesen„ 8⁰ bee, FKasse⸗Bestand pr. J. September 1876. 31745. 99 „ee M. 303810. 50 1 * Eingang. Ausgang. 1 M. 82921. 5 Wechsel⸗Conto⸗Corrent A. M. 59874. 13 „ 22405. 62 Wechsel⸗Conto⸗Corrent B. 1649. 35 „11 Wechsel⸗Giro„ 6352. 13 5 5148. 70 Wechsel⸗Inkasso 1 941.— M. 100508. 92 M. 68816. 61 2698 Für Dreschmaschinen empfehle Feinst Maschinenöl, Rübölvorschlag, Feinst Schweineschmalz unter Garantie für Reinheit. Wilhelm Fertsch. Alte Oefen und Herde 2853 kauft J. Ehrlich, Friedberg. Dorschuß- X Credit-Verein zu Iriedberg. 84 1 2831 Ein lüchtiger Mein Lager in Hängelampen, Standlampen, Lampenschirmen, Cylindern, Lampendochten bringe in empfehlende Erinnerung. Wilhelm Fertsch. Preis-Kegel⸗Schieben. 1. Preis 1 Regulateur, 2 1 feine Cylinderuhr, 3. 77 1 Wecker, A 1 Talloiskette. Fortsetzung den 3. September bei Heinrich Möbs, 2849„Zur Rose“ in Nieder-Mörlen. Fenstergalerien in den verschiedensten Breiten, sowie die so sehr beliebten Rohrsessel und Blumentische verschiedenster Art sind zu den billigsten Preisen zu haben in dem Möbellager von J. 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Auch kann das Reinigen bei größeren Aufträgen im Hause des Autrafggebers geschehen. Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist räthig: Rede, gehalten zu Armsheim über die Kirchensteuer im Groß h. Hessen von G. Rechel, Dirkgent der hoheren Bürgerschule zu Oppenheim. Preis 30 Pf. Der Reinertrag ist für die Wasserbeschüdigten bestimmt. billigst bei 2743 vor⸗ Friedberger Fohlen-& Pferde-Markt am 23. und 24. October 1876. Bei rechtzeitiger Anmeldung unentgeltliche Unterbringung der Pferde, Futter und Streu zu ermäßigten Preisen. Verloosung am 24. October d. J von 24 Fohlen(welche auf dem Markte angekauft werden), mehreren Pferdegeschirren, sowie sonstigen werthvollen Gegenständen im Betrage von circa 11,000 Mark.— Kein Gewinn unter 10 Mark Werth. Loose zu beziehen à 1 Mark 50 Pfennig durch die Herren Ph. Billau, Ed. Hirsch und C. F. Schleuning in Friedberg.— Wiederverkäufer erhalten 10% Rabatt. Für das Pferdemarkt⸗Comité Friedberg: 2636 A. Steinhäußer, Beigeordneter. Freiwillige 8 U 2 Brauart) Bürger- Kukkwehl 2851 von 8 an auf Windeckers auge 55 eee Sah 11 D. II 8 d. Hauh Spritzenhaus. Das Commando. 2 Sedanfeier ane den 8. September 8.. zu Assenheim. zur Erinnerung an den Tag der Schlacht bei Sedan sein Stiftungsfest in 2817 Zur Feier des Sedantages findet folgender Weise: dahier Sonntag den 3. September Morgens 8½ Uhr Schmückung des Kriegerdenkmals auf dem Friedhof mit Choralmusik, ein Jugend⸗ und Volksfest statt, wozu „ 9„ Gemeinschaftlicher Kirchengang, hierdurch einladet Abends 7— 10„ Concert im Deutschen Hof, 0 Das C ité 8 10„ Ball im Deutschen Hof, Da omi; wozu alle Freunde und Gönner des Vereins hiermit freundl agel 0. g Bad ag heim im August 1876. ö reunplkebst geg Ife Bezugnehmend auf vorstehende Annonce Der Vorstand des Krieger-Vereins. beehre ich mich verehrlichen Festgästen an⸗ NB. Karten zum Concert à 20 Pf. sind nur Abends an der Kasse zu haben. 2815 zuzeigen, daß ich den Betrieb der Wirth⸗ schaft auf 15 Need übernommen babe. Kirchweihfest zu Wisselsheim„ele n ee e 2816 Suna den 3. und Montag den 4. September findet in meinem Saale gut befehte Tauzmusik statt. Sedan ⸗Ball. ür gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Zu recht lrei 5 ande Nächsten Sonntag den 3. September findet bet 5 9 5 f gesorg Zu rech zahlreichen Besuche lade ich Unterzeichnetem bei der Einweihung eines neuen Saales höflichst ein. Bathaser Amend. Ball statt. 8 l„Zum Löwen.“ 1 Obbornhofen. Heinrich Hahn III. 2820 Sonntag den 3. September 55 Theater in Friedberg. f findet zu Im Saale der ehemaligen drei Schwerter 5 E S Fe Sonntag den 3. September Pett r weil zur Sedansfeier F ein Krieger— Fest statt. des e 5 ieren unter Programm: Zu ersten Male: N Empfang der Vereine; Mittags 2 Uhr Festzug auf den Festplatz; We dann Musik und gesellige Unterhaltung. Königin Wunderhold Prinzessin Häßlich. 5 11 Pragialite Märchen in 5 Bildern nach einer Grimm⸗ f 1 5 3 ji 41 E gen! schen Erzählung. Für die Kinder-⸗Darstellung eingerichtet von C. A. Görner. Cassen⸗Eröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. ö ö 0 ö N 0 ö 2839 Einem hiesigen und e Publikum empfehle ich mein großes 0 Museum rei r Plätze: Es enthält in der ersten Abtheilung die interessantesten Ereignisse aller Welttheile. Zweite Ab. Erster 3 1 5 9775 8 Galerie 30 Pf. theilung Mineralien aller Art. Zum Schluß produeirt sich eine ächte lebende Rothhaut nach Sonntag III. Gastspiel. Die Direction. Landessitte und Eigenthümlichkeiten. Eintrittspreis 25 Pf. und jeder Besucher erhält dazu noch ˖ f ;. 55 IV. G wund Abschieds⸗V U D d einen annehmbaren Gebrauchsartikel als Präseut. Der Schauplatz ist in der dazu erbauten Bude 5. 8 1 5 en e 7 D„91 5 4 7 9 1 2 5 . Die Bude ist geöffnet den 2. und 3. c Zu Le Besuch ladet estrickte Kinderkleider Aae ale 4 G ickte nder⸗ 3. L e v 1. 44 schuhe und Gamaschen billigst 05. Friedrich. Lacal-Jerinderuug—— Sontag den 2. Sept. als am Sedansfeste Festgottesdienst in der Stadtkirche 2830 Unsere Fabrik und Comptoir besinden sich vom 1. September an Affensteinerweg Nr. 54. Bbrnittass 9 11 D. Fa Eur Frankfurter Holzscehuhfabrik. 9925 5 Mi 7 9 12. Sonntag nach Trinit. Heinr. Jessen Nach ö Pfaxramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Stadtkirche: N— 77 7 1 1 ö 9 1 0 Vormittags 10½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. 2838* 1 1 Er Ur 1 0 Nachmittags 1½ u Uhr: Herr Candidat Knodt. 12 5 i st i r Burgkirche: Gottesdienst in der Eröffnung: 4. September c. Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Schwabe NB. Unbemittelte werden berücksichtigt. J. eme ee ee ee ene JJ; Heß, Lehrer. Druck und Verlag von Carl Bindernagel, (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 36 und eine Beilage.) — 2 2 urkt heim. c dantages ide 3. Eeytember 1 1 J Uhr anfangend, sollen in dem Hause des verstorbenen 1 Fouc ar. wie 1 Mobiliar⸗Gegenstände, als: kofest zin au as Comité. 1870 org Haas. 1 dal. 1 Satt Weinrich Hahn U riedberg. drti Schottin Scptembet e * vaßlich. „ Kinder * ent Nl, ont ff ricobeld Arche mae, cht + 1111 N 1 N Aderhold“ n., Hberhessischer Anzeiger. M 104. Mobiliar⸗Versteigerung. 2754 Mittwoch den 6. September d. J., Vormittags Dreher Bernhard Otto in der Judengasse sämmtliche 2 Drehbänke, die eine mit, die andere ohne Werk— zeug, Bettwerk, Moͤbel, Weißzeug, Haus- und Küchen⸗ geräthschaften öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden N am 24. August 1876. roßherzogliches Ortsgericht Friedberg. Immobiliar-Versteigetung. 2755 Freitag den 8. September l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die zu dem Nachlasse der Bernhard Otto Wittwe gehörenden Immobilien, nämlich: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 2. 525. 7,2. Hofraithe in der Judengasse, 2. 525. 1,4. Hofraithe daselbst. Gemarkung Fauerbach b. Fr. Flur. Nr. Meter. 5. 56. 78/. Acker am Irrgang, 7. 220. 681. Acker rechter Hand der Görbel⸗ heimer Hohl, 7. 221. 694. Acker daselbst, 8. 363. 275. Acker über der Wehrbach, 9. 390. 369. Wiese am Bügel, öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 23. August 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fou car. Arbeits-Versteigerung. 2855 Montag den 4. September, Vormittags 10 Uhr, soll die Reinigung der Seebach(sog langer Weiher) in 3 Abtheilungen, sowie das Ausräumen des Riedgrabens in der Burggemarkung und Ausräumen der Usa beim sog. Königsstuhl auf Ort und Stelle an die Wenigst⸗ nehmenden in Accord gegeben werden. Zusammenkunft am Rathhaustreppchen beim See⸗ graben. Friedberg den 31. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fou ca r. Schafpferch-Versteigerung. 2854 Dienstag den 5. September d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause 10— 15 Schaf⸗ pferche öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 1. September 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fo uc ar. Immobiliar-Versteigerung. 2856 Freitag den 15. September l. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die nachbeschriebene Hofraithe des Schneidermeisters Konrad Wörner öffent⸗ lich meistbietend versteigert werden: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Kftr. 2. 691/10. 5. Hofraithe in der Stadt, 2 691. 46/0. Grabgarten daselbst. Friedberg den 31. August 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedbert. Jo u e a r. Mobiliar- Versteigerung. Bad⸗Nauhelm am 30. August 1876. Großherzogliches Ortsgericht Bad⸗Nauheim. Schult Grummetgras- Versteigerung. werden. Nieder ⸗Florstadt den 28. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterel Nieder-Florstadt. E. d. B.: 2835 Nächsten Mittwoch den 6. k. Mis, von Morgens 9 Uhr ab, werden die zum Nachlaß der Spengler Bern⸗ hard Steuernagel 1. Eheleute von hier in deren Behausung, Fahrstr. Nr. 303, gehörigen Mobilien und zwar: 1 Sopha, 1 Commode, 2 Kleiderschränke und 1 Küchenschrank, Bettstellen, Tische, Stühle und sonstiges Mobiliar, Bettwerk, Kleider und Leinengräthe, 3 Waaren⸗ gestelle, sowie sämmtliche Haus⸗ und Küchengeräthschaften öffentlich an den Meistbletenden gegen Baarzahlung Heinrich Phil. Dauernheim meistbietend versteigert 100 7 282 2819 Holzversteigerung Mittwoch den 6. und D 120—130 Eichenstämme von 15—47 Centim. 590 Fichtenstämme„ 15—42„ 6 Birkenstämme„ 18-35 3 1 Lindenstamm„ 1 1 18 Eichenstangen„ 10—14 7 265 Fichtenstangen„ 9—14 II. Brennholz. im Licher Stadtwald. Es kommen in den Distrikten Eichwald, Mönchköpfe, und Langenbuchen folgende Holz⸗Sortimente zur Versteigerung: I. Bau- und Werkholz. Freitag den 8. 80 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 0„ 2—20 5„ 8 LI* 7 15„ 6— 8 5„ 7-16 September d. J. Buchen-, Eichen-, Nadel-, und Weichholz-Prügel, Buchen-, Eichen- und Nadelholz⸗Stöcke, 7 4000 Buchen, Eichen und Nadelholz-Wellen. Der Anfang und die Zusammenkunft ist am H Gegen genügende Buͤrgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini 1877 gestattet. Lich den 28. August 1876. onnerstag den 7. September d. J. Durchmesser und 2— 16 Meter Länge. attenröder Vieinalweg im Eichwald, jedesmal Morgens 9 Uhr. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. h rien g. Grummetgras-Versteigerung. 2832 Das diesjährige Grummetgras von nachbeschriebenen entsprechenden Abtheilungen zur öffentlichen Versteigerung. Freiherrlich von Lö w'schen Wiesen kommt in Größe der Wiesen. Morgen. Viertel. Klftr. Versteigerungstermin. Ort der Zusammenkunft. 8 — Gemarkungen. 2 2 1 Nieder-Mockstadt 2 Bauernheim 3 Nieder-Florstadt 19 2 12 6 3 87 61— 29 Nieder⸗-Florstadt den 28. August 1876. Montag den 4. Sept. d. J., Vormittags 10 Uhr, Dienstag den 5. Sept. d. J. Vormittags 8 Uhr, An demselben Tage, Nachmittags 1 Uhr, bei Hrn. Gastwirth Nahrung! bei Herrn Gastwirth Höres. bei Herrn Gastwirth Dauern⸗ heim. Freiherrlich von Löw'sche Rentei Florstadt. Müller. 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August 1879. auch 12 Stück gußeiserne Pferdekrippen und(5 Sill a gn e Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Rosbach. große vierflügeliche Fenster mit vollständigem Beschlu 2828 Die Inhaber der Partial- Obligationen der Ge⸗ Blech er.. 1 geeignet, gegen gleich bac meinde Rockenberg werden hiermit aufgefordert, ihre 2 i ahlung öffentlich verkauft. Talons einzusenden, damit ihnen die 5 aden Ber 9 ebun 9 8 n Bau⸗ Ar beiten. Buß bach den 23. August 1876. Fon zugestellt werden können. 2847 Die zur Vergrößerung des Seeir-Zimmers im Großherzogliche Garnison⸗ Verwaltung Rockenberg den 31. August 1876. 0 Hospital zu Gießen erforderlichen Arbeiten, 5 G liche Bü 1 namlich: M. Pf.* 1155 roßherzog 508 1 Rockenberg eee e 163 8 ersteigerung. lin 8 i beit 56 8 Vergebung von Bauarbeiten 5 5— 2987 unterzeichneten laßt Donnerstag den 2 Serkan 9 9 J 2 J Schreinerarbeit 36 23 von Vormittags 10 Uhr ab, wegen Geschäfts⸗ Aufgabe g S 2846 Die zur Erbauung eines isolirten Stalles bei Schlosserarbeit 94 80 in seiner Behausung meistbietend versteigern:* der Veterinäranstalt zu Gießen erforderlichen Arbeiten, Glaserarbeit 11 10 Pferde, 2 Ponny nebst Wagen und Geschin nämlich: M. Pf. Weißbinderarbeit 113 25 2 Landauer Wagen, 1 Kalesche, 3 Paar zweispännige Maurerarbeit, veranschlagt zu 2677 43 ffollen auf dem Submisstonswege vergeben werd Di Chaise⸗Geschirre, 2 Paar einspännige Chaise⸗Geschin] Steinhauerarbeit 966 6 ö 9 e 0 3 Paar Post⸗Geschirre, 3 Paar Fahr- und Ac 5 472 61 Offerten sind mit entsprechender Aufschrift versehen, 1 g f e beit 415 56 siegelt und portofrei längstens bis zum Donnerstag den Geschirre. 21. 58 N S einerürbelt 171 92 7. September l. 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September, Nachmittags 4 Uhr, frankirter Zusendung des Betrages) zur Rück⸗Frankirun“ M „ sollen zur Herstellung eines eisernen Hofthors auf dem anzuschließen. vom Pläne, Voranschlag und Bedingnißheft zur Einsicht offen Oemeindehaus zu Okarben nachbenannte Arbeiten—. enen liegen. öffentlich vergeben werden: M. Pf. Mollene und seident de Gießen den 31. August 1876. e veranschlagt zu 2 7 57 1 f G 5 5 aurerarbeit— au eee Gießen. Weiß binderarbeit 11 55 R.: Reuling, Bau Aceessist. Der Grummetgras⸗Verkauf im Fürstlichen Grassee bei Hungen(56 Normalmorgen) findet Mittwoch den 6. September l. J., Vormittags 10 Uhr, statt. Hungen am 31. August 1876. 2845 Fürstliches Rentamt. Demme. Vilbel am 31. August 1876. Der Bezirksbauaufseher B r o d. Ein älterer Herr sucht zum 1. Oktober oder auch früher möblirte Wohnung, Anerbietungen in d. Exped. d. 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