1 1 f 28 1876 Donnerstag den 2. März. M. 27. Sberhessischer Anzeiger. ert dertsch 8 Die Petitzeile g 5 g f Erscheint jeden *— en wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag. n tu r 1 t Pferde. Seite 18.— Nr. 4. Amtlicher Theil. Seite 15. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden: Nr. 3. Gesetz, betreffend die weliere geschäftliche Behandlung der Justiz⸗Gesetzentwürse. Verordnung, betreffend dis Aufhebung des Verbots der Ausfuhr Oesetz, betreffend die Fefistellung eines Rachtrags zum Reichshaushalts-Elat für 1876. Seite 17. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Johannes Fischer III. und Martin Jung von Bönstadt wurden als Feldschützen der Gemarkung Bönstadt ernannt und verpflichtet. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regler geblatt Nr. 11 enthält: 1. Bekauntmachung, die Steuervergütung bei der Aus— von Bier betteffend. II. Gerzeichniß der Vorlesungen, welche auf der Uni⸗ stät zu Gießen im Sommethalbjahte 1876 gehalten d am 27. April ibren Anfang nehmen werden. III. Concurrenz- Eröffnung. Erledigt sind: die Schul le zu Haibach, Gehalt 685 M. 71 Pf.; die 4. Schul⸗ e zu Biblis, Gehalt 942 M. 86 Pf.; die 1. evang. ulstelle zu Bechtheim, Gehalt 857 M. 14 Pf. die Ich. Schulstelle zu Dalheim, Gebalt 685 M. 71 Pf.; * 0 2. evang. Pfarrsielle zu Babenbausen, Gehalt 2504 M.; 3. evang. Schulsielle zu Groß ⸗ Zimmern, Gehalt 14 M. 29 Pf.; die Schulstelle zu Klein-Gumpen, galt 685 M. 71 Pf.; dem Gtafen zu Etbach-Erbach t das Präseniationsrecht zuz die Schulstelle zu Hausen, galt 728 M. 57 Pf.; dem Fürsten zu Solms Lich 2 80 * Ul, ten das Präsentatlonsrecht zu; die 2. Schulstelle zu S del, Gehalt 771 M. 43 Pf. die 1. Schulslelle zu 1 Sadecken, Gebalt 857 M. 14 Pf.; die 2. Schulsielle zu I., Mag u Dosbach, Gehalt 685 M. 71. Friedr. Darmstadt. Militär-Nachricht. Mertens, S c.⸗-Lt. vom Feld⸗Artillerie-Regiement Nr. 20, len wer Versetzung zum Großh. Feld- Art. Regt. . 25, zum Pr. Lt. befördert. Koch Port.“ Iihnr. vom Großh. Feld Art. Regt. Nr. 25, I außeretatem. Sec.-Lt. befördert. Grodhaus, St. ⸗Lt. vom Großh. Feld Art. Regt. Nr. 25 usgeschieden und zu den Offizieren der Landw. Fld⸗Art. übergetreten. — Am 19. Febr. wurde dem Privatdocenten n ussistenten am chemischen Laboratorium zu lin ießen, Dr. Laubenheimer, der Charakter als I Aßerordentlicher Professor“ ertheilt. g Mainz. Mit Ostern laufenden Jahres müssen n bischöflichen Knaben Seminare zu Dieburg nud hier nach der Bestimmung des Art. 3 des setzes vom 23. April 1875 und dem aus- Mtenden Beschluß des Ministeriums geschlossen derden. Zu derselben Zeit wird hier ein mit en Gymnasium verbundenes staatliches Pensionat auswärtige Schüler errichtet, mit dessen Ver- tung und Ueberwachung der Professor der Aetur- Wissenschaften am Gymnafium beauftragt den ist. — 28. Febr. Nicol. Racke ist wegen der te, die er bei der Katholiken-Versammlung in gesbaden im Römer-Saal gehalten, von der haskammer daselbst zu drei Monaten Gefängniß Kurtheilt worden. Berlin, 28. Febr. Das Abgeordnetenhaus nach fünsstündiger Debatte die erste Lesung Gesetzentwurses über die evangelische Kirchen— lefassung beendigt und Verweisung desselben an lh Commission von 21 Mitgliedern beschlossen. dernage — *— 29. Febr. Das Abgeordnetenhaus erledigte * ue die zweite Berathung des Etats des Handels- 15 Ma be ssteriums. Die Position für die Dockanlagen der Insel Wangeroge wurde an die Budget— umission verwiesen. Der Etat des Finanzministers 1 zu der Position„Ueberschuß aus dem vor- gen kurhessischen Hausschatze“ wurde genehmigt; wegen Theilhaberschaft an dem Familiensideicommiß, sür welche Windhorst(Meppen) eintrat, beschloß das Haus, zut Tagesordnung überzugehen. — Der„Gerwania“ zufolge hat der Ober— präfident der Provinz Posen den Weihbischof Janiszewski aufgefordert, sein Amt niederzulegen. — Wie die„N. Preuß. Ztg.“ hört, ist nun- mehr die Ernennung des kaiserl. deutschen Ge- sandten am königl. italienischen Hofe, Geh. Lega tionsraths v. Keudell zum kaiserlichen Botschafter erfolgt. Magdeburg, 29. Febr. Der„Magdeb. Zeitung“ zufolge trifft die Kaiserin morgen hier ein, um das schwer heimgesuchte Schönebeck zu besuchen. Münster, 23. Febr. Der„Westf. Merk.“ schreibt:„Heute Morgen wurde unser verantwort— licher Redacteur Grochtmann, von dem Unter— suchungs-Richter über die abwehrende Erklärung vernommen, welche der Bischof von Mainz gegen Hrn. v. Kühlwetter in Nr. 20 unseres Blattes veröffentlicht hat.“ Oldenburg. Es ist ein Conflict zwischen der Regierung und dem Landtage ausgebrochen, in Folge dessen der letztere aufgelöst worden ist. Den Grund scheint die Weigerung des Landtags, eine neue Ordnung der Beamtengehalte zu be— willigen, abgegeben zu haben. Wiesbaden. In Folge des vielfach ver⸗ breiteten Gerüchts, daß sich der kotholische Pfarrer Locher zu Schlangenbad der altkatholischen Be— wegung angeschlossen habe, veröffentlicht derselbe in dem Mainzer„Katholischen Vollsblatt“ eine Erklärung, worin er dieses Gerücht als eine ehr— lose Verläumdung bezeichnet. Ausland. Oesterreich Ungarn. Wien. Der „N. Fr. Pr.“ wird von competenter Seite ver— sichert, daß zwischen den Vertretern der österreichisch— ungarischen und der italienischen Regierung über den Vertrag betreffs der Südbahn eine Einigung erzielt wurde. Danach wäre die Frage der Trennung der verschiedenen Netze, soweit es sich um die Zustimmung der drei Regierungen handelt, gelöst; der Vertrag würde nunmehr der am 28. Februar in Paris stattfindenden General— Versammlung der Actionäre der Südbahn vorge— legt, um, nachdem er von dieser genehmigt sei, noch der Zustimmung der gesetzgebenden Factoren in Wien, Pest und Rom unterbreitet zu werden. — 28. Febr. Das Abgeordnetenhaus hat die General- Debatte über den Handelsvertrag mit Rumänien beendigt, Der Antrag der Mino— rität des Ausschusses auf Vertagung wurde in namentlicher Abstimmung mit 167 gegen 83 wurde der Vertrag wit der italienischen Regierung ohne Discussion genehmigt; danach wird die italienische Regierung der Gesellschaft 613 Mill. in 92 Annuitäten, 119 Mill. in Renten-Titeln zahlen und am 1. Juli von den ihr verkauften Eisenbahnen Besitz ergreifen. — 29. Febr. Im Abgeordnetenbause inter- pelliren die Abgeordneten Paulinovit und Genossen den Minister des Innern, ob die Regierung mit der ungarischen Regierung sich bezüglich der Be⸗ handlung der bosnischen und herzegowinischen Flüchtlinge ins Einvernehmen gesetzt habe und wie die Regierung in dieser Hinsicht vorzugehen gedenke. Es wurde sodann die Cotirungs⸗Steuer angenommen und der mit Harvai abgeschlossene Handels-, Schifffahrts⸗ und Freundschafts⸗Vertrag genehmigt. Frankreich. Paris. Das„Journal officiel“ veröffentlicht das zwischen Frankreich, Belgien, Griechenland, Italien und der Schweiz, den Ländern der sogenannten Lateinischen Münz⸗ Union, zu Paris unter dem 3. Februar d. J. vereinbarte Pratokoll, in welchem die genannten Regierungen verabreden, im Jabre 1876 Fünf— Franken Stücke nur im Gesammt- Betrage von höchstens 120 Millionen Francs zu prägen, wo⸗ von auf Belgien 10,800,000, auf Frankreich 54 Millionen, auf Italien 36 Millionen, auf die Schweiz 7,200,000 und auf Griechenland(für dieses Jahr auenahmsweise behufs Einlösung älterer Münzen) 20 Mill. Francs entfallen sollen. — 28. Febr. Don Carlos ist, wie der „Moniteur“ meldet, heute früh 9 Uhr bei Arnegny nach Frankreich übergetreten, nachdem er vorher den an der Grenze commandirenden französischen General davon hatte benachrichtigen lassen, daß er durch die Nothwenkigkeit der Lage veranlaßt sei, die Gastfreundschaft Frankreichs in Anspruch zu nehmen. Don Carlos ist dann in Begleitung des Grafen Caserta Abends 7 Uhr in Mauleon angekommen und nach Pau weitergereist. Es ver— lautet, er werde sich nach England begeben. Holland. Haag. Nach einem hier ein- gegangenen Telegramm aus Atchin vom 21. d. haben die holländischen Truppen den Destrict Moekim von Neuem angegriffen. Der Radja Pedir hat seine Unterwerfung angeboten. Der Gesundbeitszustand der holländischen Truppen ist sehr befriedigend. Großbritannien. London. Die Königin reist am 25. März direet nach Baden Baden; bei ihrer Rückkehr trifft sie in Windsor mit dem Prinzen von Wales zusammen. Zum festlichen Empfange des Prinzen haben die Vorbereitungen schon begonnen. — 28. Febr. Im Unterbause erklärte der Stimmen abgelebnt und sodann dem Antrage der Majorität gemäß die Conventlon mit 145 gegen 73 Stimmen angenommen. — 28. Febr. In der beutigen Generalver- die Petitionen des Landgrafen von Hessen( sammlung der österreichischen Südbahn-Gesellschast(nehmigung der russischen Regierung aufgesorvert Unterstaats- Steretär Bourke auf eine Anfrage Gordon's, die Regierung habe auf bezügliche In— formation erfahren, daß der russische General Fadijeff von dem Khedive vorbehaltlich der Ge— 8 9— * 8 r die ägyptische Armte zu reorganisiren; worden sei, derselbe aber zum ägypptischen Kriegsminister sei nicht ernannt. Spanien. Madrid, 27. Febr. Könlg Alfons ist in Beasain(Guipuzeoa) angekommen, wird demnächst noch mehrere Städte besuchen, um die Truppen zu mustern, und sodann nach Madrid zurückkehren.— Don Carlos hat die französische Grenze überschritten und ein Manisest erlassen, worin er erklärt, daß er auf die Krone Spaniens großmüthig verzichte, da das Glück des spanischen Volkes sein einziger Wunsch sei. — 27. Februar. Die Deputirenkammer hat sich definitiv constituirt, indem sie Posada Herrera zum Präsidenten wählte; im Laufe der Sitzung protestirte Castelar gegen die Vereidigung der Deputirten, da dieselben sich durch die Annahme des Mandats bereits für die bestebende Regierung ausgesprochen bätten. Der Minister-Präsident Canovas del Castillo wies diesen Protest als inopportun zurück und die Deputirten stimmten Canovas unter deu Rufe:„Es lebe der König!“ zu. — König Alfons hat die Entscheidung der Frage binsichtlich der Rückkehr der Königin Isabella nach Spanien lediglich dem Ermessen des Minister⸗ ratbs anheimgestellt. Letzterer hat bisher noch keinen bestimmten Entschluß darüber gefaßt. Türkei. Konstantinopel. Hier ein⸗ laufende Nachrichten aus der Herzegowina lassen ein baldiges Aufhören der Insurection erwarten. Haidar und Wassa Effendi geben im Laufe der Woche auf ihre Posten ab, um das Irade be— züglich der den Ausgewanderten gewährten Er⸗ leichterungen zu überbringen.— Wie hier ver- sichert wird, habe der Fürst von Montenegro die an der Spitze des Aufstandes stehenden montene-⸗ grinischen Häuptlinge zurückberufen. Rumänien. Bukarest, 29. Febr. Der Finanzminister hat von der Deputirten-Kammer die Bewilligung einer Anleihe von 30 Millionen zur Deckung des Deficits und einer desgleichen von 50 Millionen zu Eisenbahn⸗Bauten gefordert. Es ist nicht wahrscheinlich, daß die Kammer diese Forderungen bewilligen werde. Der Präsident derselben, Fürst Ghika, hat bereits erklärt, er werde die Regierung ferner nicht mehr unterstützen, und seine Demission als Präsident gegeben, welche indeß von der Kammer nicht angenommen wurde. Aus Stadt und Land. Friedberg. Berlockt durch die milde Tempecatur sind in Wald und Flur unsere beftederten Sänger unter fröblichem Zwitschern bereits beschäftigt, sich ein geeignetes lrauliches Plätzchen zur Heimfsälte für die bevorstehende Brutzeit zu suchen. Es wird wohl nur dieser Anzeige vedürfen, um die vielen Freunde der Sängerwelt zu ver⸗ anlassen, für schleunige Instandsetzung der alten und An⸗ bringung neuer Niftkaften freundliche Sorge zu tragen. Es ist solches in diesem Jahre nöthig, als der harte Winker insbesondere die Zahl det nützlichen und singenden Bögel sehr gelichtet hal. Altenstadt, 29. Febr. Gestern kam der Postwagen, der zwischen Altenstadt und Büdingen fährt, in Lindheim ohne Postillon an; der Letztere batte sich unterwegs unter Mitnahme eines Packetes mit 3000 M. aus dem Slaube gemacht. Schon nach Verlauf von einer Stunde fand man aber den sauberen Patron in einem Steinbruche versteckt. Er halte noch nicht einmal Zeit gehabt, das gestohlene Packel zu öffnen, so rasch ereilte ibn die Nemests. Mainz, 28. Febr. Gestern Nachmittag wurde bei Gau⸗Algesheim ein Mann von dem Zuge, unter den er sich mit der offenbaren Absicht, den Tod zu finden, bei dessen Herannahen gelegt, überfahren, so daß der Kopf vom Rumpfe getrennt wurde. Oppenheim, 25. Febr. Die„Ldskr.“ berichtet von einer fast unglaublichen Ruchlosigkeit: Verflossene Nach! nämlich wurde zwischen dem Kornsand und Astheim der Haupidamm des Rheines an ciner Stelle zu durchstechen versucht. Glücklicherweise wurde der nichtswürdige Streich durch die Wasserwacht entdeckt und hierdurch großem Un⸗ heil vorgebeugt. Allerlei. Magdeburg, 28. Febr. Das Schleußenthor des Plauen'schen Canals bei Parey war trotz der Befestigungs— Arbeiten, womit Pionite unausgesetzt beschäfligt waren, sehr gefährdet. Von den beiden Dammbrüchen bei Glinde ist, der„Magdeb. Zig.“ zufolge, der eine acht Ruthen lang und bis zum Bau-Horizont vertieft, sonst aber nicht größer geworden, während der andere 40 Ruthen lang, eis Grünvruch erweitert ist. Das Petziner Schleußen— bauwerk ist stark untetwaschen und droht bei Fortdauer der Hochfluth einzustürzen. Die Arbeiten zum Schutze desselben werden ununterbrochen fortgesetzt. um so mehr dringend Schönebeck. Der Schaden an den Häusern, von denen noch viele einzustürzen drohen, wird auf 300,000 Thaler geschätzt. Das meiste Hausgeräth 4ist vernichtet. Von Magdeburg und der Nachbarschaft sind reichlich Lebens⸗ mittel gespendet worden, dagegen sehlt es noch sehr an Geld. Man meint, daß noch vierzehn Tage vergehen werden, bevor das Wasser völlig abgelausen ist. Obgleich dasselbe bereits 2½ Fuß gefallen ist, so ist der Beikehr in den Straßen dech nur vermittelst Kähnen möglich. Die Nachbardörfer von Schönebeck, Pömmelte und Glinde, sind von dem gleichen Unglücke heimgesucht, ebenso Barby. Die Veranlassung zu der Ueberschwemmung wird zum Theil in der trotz Anweisung zu spät erfolgten Heraus⸗ nahme der Schützen des großen Wehrs im neuen Umfluth⸗ Canal gefunden. Die Schönebecker Saline hat den Be⸗ trieb eingestellt und sind an 40,000 Cr. Salz vernichtet. München, 28 Febr. Zwischen Staltach und Sees⸗ haupt ist gestern Abend ein Eisenbahnzug eutgleist. Die Locomolive, der Tender und der Dienstwagen stürzten über die Böschung. Die Heizer Böhm und Greimer blieben todt, Locomotivführer Horn und Conducteur Hascher wurden verletzt, die Passagiere sind unversebrt. Berlin. Die Ausgrabungen in Olympia, welche den erfreulichsten Fortgang nehmen, werden Ende Mai eingestellt werden müssen, da um diese Zeit der Beginn des heißen, von Regen unterbrochenen Wetters den Aufenthalt in dem beutigen Olympia gesundheils gefährlich macht. Wie Prosessor Adler, der bekanntlich in Gemeinschaft mit Professor Curtius die Arbeiten von hier aus überwacht, berichtet, hofft man bis dabin die vollständige Freilegung des Zeustempels und seiner Umgebung bis auf eine Durch- schnittsdistanz von 30 Meiern zu erreichen. Nach Einstellung der Arbeiten in Olympia wird sich Dr. Hltschseld, der wissenschaftliche Leiter der Ausgrabungen, nach Pergamum in Kleinasien begeben, um dasclost die Vorbereitungen für Ausgrabungen zu treffen, welche der Sultan in liberalster Weise durch Erlaß eines Fermans gestaltet hat. Köln, 24. Febr. Der Bremser eines Güterzuges, det vorgestern Abend zwischen 6 und 7 Uhr von hier nach Mainz abging, wurde, als der Zug Kalkscheuren eben verlassen halte, auf ein Geräusch aufmerksam, welches von einem sogenannten Coulissenwagen herkam. Sosort gab er Haltesingnale und trat an den fraglichen Wagen heran. Die verschlossen gewesene Thür desselben stlaud offen, und in dem Augenblicke, als der Beamte sich dieser näherte, sprang ein Maun in Uniform aus dem Waggon dinab ins Feld; der Bremser eilte ihm zwar nach, ver⸗ mochte aber nicht ibn einzuholen. Bei näherer Besichtigung fand man nun, das aus dem offen stehenden Waggon, welcher unter Anderm auch einen zu 3000 Thlr. declarirten Ballen enthielt, mehrere Kisten hinaus neben den Bahn— körper geworfen waren und daß es also auf eine Be⸗ raubung des Güterzuges abgeseben war. g Posen, 28. Febr. Der Eisgang ist günstig verlaufen und bat bereits die Brücke passirt, so daß letztere für den Fußgänger⸗Verkehr wieder freigegeben ist. Das Wasser ist indeß noch fortwährend im Sieigen begriffen und steht gegenwärtig über 18 Fuß hoch; bei Neuftadt hat die Warthe die Chausse durchbrochen. Die Pflege der Zähne und des Mundes. (Fortsetzung.) Zucker ist in chemischer Hinsicht den Zähnen nur dann schädlich, wenn er so lange im Munde bleibt, bis er Milchsäure erzeugt. Die so häufige Verschlechterung der Zähne nach hitzigen Krankheiten erklärt sich zum Theil durch die Arzneien, zum größeren Theil aber durch den Krankheitsprozeß selbst und die in Folge desselben oft lange verhinderte Reinig⸗ ung. Tabakrauchen ist den Zähnen nicht schädlich. Es macht die Zähne zwar schwarz, jedoch nicht frank. Der sogenannte Weinstein— richtiger Speichelstein— ist ein Niederschlag der erdigen Bestandtheile des Speichels. Er setzt sich eben so, wie die Zähne selbst, aus basischen(alkalischen oder erdigen) Salzen zusammen, denen mehr oder weniger Schleim beigemengt ist. Auch in ihm findet man unter dem Mikroskop thierische und pflanzliche Schmarotzergewächse(Para- siten). Der Weinstein schadet den Zähnen hauptsächlich dadurch, daß er ein Zurückweichen des Zahnfleisches, veranlaßt und nach und nach lockert. Für das Losewerden der Zähne gibt es, außer dem Speichelstein, noch ver⸗ schiedene andere Ursachen. Bei einigen derselben vermag die Kunst so gut wie gar nichts gegen das Uebel. Der Weinstein soll nur durch Instru⸗ mente und nur durch Sachverständige, nie durch Anwendung von Säuren entfernt werden. Mittel, die den Weinstein auflösen, lösen auch selbst die Zähne auf. Der grüne Ansatz, den man so oft an der Außenseite der obern Johne bemerkt, ist kein Weinstein, indeß den Zähnen viel gefährlicher als dieser. Universalmittel gegen Zahnschmerzen— welche hochklingenden Namen ihre sogenannten Erfinder ihnen auch beilegen mögen— dienen vollständig, einer Behandlung unterworfen wird. ausgezogen lediglich der Spekulation auf den Geldbeutel eines leichtgläubigen Publikums. Die einzi vernünftige Behandlung von Zahnschmerzen 10 diejenige, welche auf die Ursachen derselben zurückgeht, denn eben so verschieden, wie diese, sind auch die Mittel und Wege, welche zur Beseitigung des Uebels angewandt werden müssen. Der Patient selbst(wer er immer sei!) kann nie mit Sicherheit angeben, von welchem Zahn der Schmerz ausgeht, da das Gefühl zu leicht täuscht. Demnach ist es pflicht des Zahnarztes, durch eigene Unter⸗ suchung zunächst den Sitz des Schmerzes zu ermitteln. Das sogenannte Nerventödten, wozu man früher das Glüheisen brauchte, geschieht jetzt allgemein durch eine Aezpaste, die indeß nur vom Zahnarzt, nie vom Patienten selbst eingelegt werden kann. Sie verursacht in D. 8 AFlesse 55 pmdarden. einzelnen Fällen vorübergehenden Schmerz, der ei von selbst schwindet, sobald das Mittel genügend gewirkt hat. Zuweilen ist, um den Erfolg zu sichern, wiederholte Anwendung nöthig. Fast in allen Fällen von sogenanntem nervösen Zahn⸗ oder Gesichtsschmerz, Zahnreißen, Ohrenreißen, 1 Kopfrheumatismus, und wie man immer das Uebel nennen mag, ist irgend ein kranker Zahn die Ursache des Leidens. Dies verschwindet sobald der Zahn ausgezogen oder in anderer, dem Befunde entsprechender Weise Hier ist jedesmal eine recht genaue Untersuchung der Zähne das erste Erforderniß. Die Angst vor dem Ausziehen der soge⸗ nannten Augenzähne,„weil das Auge dadurch beschädigt werden könnte“, ist durchaus unbe— gründet, da diese Zähne mit dem Auge in keiner näheren Verbindung stehen, als jeder andere Zahn. Die Bildung von Zahnfisteln, die ihren Ursprung nicht allein in den unteren, sondern auch in den oberen Zähnen haben, kann durch rechtzeitiges, kunstgerechtes Ein— schreiten ganz sicher verhütet werden, dagegen ist dauernde Heilung einer Zahnfistel durchaus unmöglich, so lange nicht der sie veranlassende Zahn(oder die Wurzel,„Stubben“ genannt), wenn auch bei noch bestehender Geschwulst, en wird. Einen Zahn, dessen Eut— fernung überhaupt geboten ist, beseitige man stets je eher, je lieber, mag sich Geschulst ein⸗ gestellt haben oder nicht. Um die Zähue gesund zu erhalten, sind erstens die vorbezeichneten prädisponirenden Ursachen soviel als thunlich zu vermeiden, man sorge stets für die gründlichste Reinlichkeit des Mundes und bediene sich zu diesem Zwecke solcher Mittel, welche Säuren unschädlich machen(Alkalien, z. B. gebrangte und präpa⸗ rirte Austernschaalen). Kinder gewöhne man schon früh an den Gebrauch der Zahnbürste, und soll das Bürsten nicht quer über die Zähne weg, sondern von oben nach unten geschehen, deßgleichen begnüge man sich nicht nur die Außenseite der Zähne zu reinigen; den Kau⸗ flächen und der inneren, dem Munde zugekehrten Seite der Zähne gebührt dieselbe Aufmerksamkeit. Ebenso wichtig wie die Procedur nach dem Aufstehen ist dieselbe vor dem Schlafengehen; auch nach der Mittags mahlzeit gebrauche man, wenn Zeit und Gelegenheit zum Bürsten fehlt, wenigstens den Zahnstocher und spüle den Mund gründlich aus. Als Zahnreinigungsmittel ist jede reine Seife zu empfehlen; z. B. die„medicinische Seife“, die jede Apotheke unter diesem Namen verkauft. Den verschiedenen, als Zahnseifen und Zahnpasten empfohlenen Präparaten sind zur Verbesserung des Geschmacks gewöhnlich ätherische Oele beigemischt, die indeß im Ueb⸗ rigen keinen Werth besitzen.(Schluß folgt) Handel und Verkehr. Friedberg, 29. Febr. Waizen M. 21.50.—70. Koi M. 18.—. Gerste M. 17.14. Hafer M. 16.20. Alle Preise werstehen sich auf 100 Kild= 200 Zollpfund. Frankfurt, 28. Februar.(Viehmarkt.) Der heutige Markt war seit einiger Zeit wieder einmal gut befahren. Angesrieben waren: 490 Ochsen, 300 Kühe, 380 Kälber — Im 30. Au Iauf von udn. 7 Nuhr. Die Fünftigsten Pottverbäl! go 1875 Die Zeich ö 525 In walddistr werden: 1 1 1 nassblet 8 d Ide g 1e * 2 tubes“ 17 nd 300 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 65.14, 2. Qual. M. 60.—, Kühe 1. Qual. F. 58.20, 2. Qual. M. 51.43, Kälber M. 56.5760, Mmmel 1. Qual. M. 56.57, 2. Qual. M. 49.71. Frankfurt, 28. Febr. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 309. Ni. 2 N. 35. Nr. 3 M. 31., Nr. 4 M. 27, „ 5 M. 21., Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 25, „ II.(Berliner Marke) M. 21., Waizenschalen M. 9. aizen M. 22.25. Korn M. 17—. Gersie M. 17-21. aer M. 17.—. Kohlsamen M. 33—35. Erbsen M. 21 24. Wicken M. 21.—. Linsen M. 21—30. Rüboöl „ 78.—. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. ollgewicht 100 Kuo. D. Frankfutt a. M., 29. Februar. Das Haupt⸗ letesse der Börse concentrirte sich heute wieder auf mbarden, welche unter dem ungünstigen Eindruck der eloungen aus der gestrigen General- Versammlung, gelche den Basler Vertrag genebmige, anfangs in nach⸗ sedender Tendenz verkehrten, später aber auf ihre höhere ondoner Notiz wieder Besserung ersuhren. Die bekaunt wordenen Verkaufsbedingungen bleiben unter denjenigen Kück, welche seicher verbreitet worden sind. Nach einer eldung der Wiener„Neuen freien Presse“ wird sich die Irrzinsung der Lombardenactien nach dem Verkaufsverttag uf ca. 2½ pi. stelen. Eredilactien und Staalsbahn⸗ clien blieben auf ihrem Cours niveau von gestern Abend ut debauptet. Die Ultimeliquidation balte einen leichten Zerlauf. Staatsbahnactien wurden meist glatt prelongirt. Ftedliatlien bedangen einen geringen Deport. Oeld eigte sich zu ca. 3½o% sebhr flüssig. Creduactien be⸗ pegten sich zwischen 154½—83¼ und 154½, ahnactien zwischen 249¾—/—¼ und 249¼, Lombar⸗ en zwischen 93½—92—93⅜ une 93. Oesterx. Bahnen ielten sich ziemlich fest. Albrecht, Böhmen, Buschttehrader und Franz⸗Josef böber, Galizeer, Alsöld und Nordwest matter. Von deuischen Bahnen Hess. Ludwigsbahn hözer. Banken sind wenig verändert. Renten und Ungar. Schatzvonds II. Em. besser, —— Freitag den 3. März bei dem Bankhause M. A. v. Rol ⸗ schiid& Söhne entgezen genommen. Der Subscriptions⸗ Cours beträgt 95½ pCt. Von Lossen 1860er besser. Von Wechseln Wien theurer. Verloosungen. Karlsruhe, 28. Febr. Bei der beuligen Setien⸗ ziehung der badischen 35 f. Loose von 1845 wurden solgende Serien gezogen: 7626 2830 7814 1056 6735 2418 1517 4190 524 4082 6170 4703 7260 2595 2037 641 2634 6000 7827 5815 5627 5523 2967 6644 102 7735 1154 5286 829 2093 4229 6526 4704 5514 7815 6398 264 466 2012 4170 5049 214 3857 3018 71 3653 1465 5825 7024 34892 4440 6369 5389 7536 5382 2686 147 879 2803 5857 873 1438 3278 1224 3639 3621 443 2736 5918 4725 5950 2781 5233 7629 3800 4650 5047 6545594 4312 1662 2648 6265 3815 1306 247 6191 4794 4108 6490 3710 1880 6502 5144 1515 1329 3593 2469 74 802. Köln⸗Mindener⸗Eisenbahn 100 Thlr.⸗Loose. Hamburg, 1. Februar. Gezogene Serien: Nr. 78 06 280 1182 1295 1484 1592 1655 1848 2108 2297 2671 2700 2707 2783 2874 2914 2919 3308 3795 3806 3821 3886. Gewinne: Nr. 5272 à 60,000 Thlr. Nr. 189711* 10,000 Thlr.— Nr. 134974 à 5000 Thlr. — Nr. 92399 à 2000 Thlr. Nr. 13983 92365 4 1000 Thlr. Nr. 59077 64734 33531 4 500 Thlr. Sldate⸗ Nr. 3898 13986 39061 64706 05364 105367 134978 139105 145688 190253 194291 à 200 Thlr. Alle übrigen zu den bezeichneten Serien gehörigen Nummern 2 110 Thlr. Zahlbar 1. April. Gewerbliches. N Um durchgehende Pferde rasch zum Still“ find von jeher die gz und die verschieden⸗ slehen bringen zu können, mannichfaltigsten Vorschläge gemacht sten Einrichtungen getroffen worden. Dech Staatsfonds sest. Otstert. sa praktisch zu sein, als die von M. Klosak neulich in Ungar. Wien ersundene und patenlirte Vorrichtung, welche in der scheint nichts Ziegen gefertigt. Zu dem Ende werben letztere, den Niemen⸗ breiten eniprechend, zu einem außerordentlich festen Ge⸗ webe verarbeitet und zum Schutz gegen Feuchtigkeit und nachtheilige Einflüsse mit einem äußeren Ueberzuge ver⸗ sehen. Solche Haartreibriemen sollen etfahrungs mäßig zwel⸗ bis dreimal flärker als Ledertreibriemen sein, bieg⸗ samer und geschmeidiger als diese, eine größere Zugkraft besitzen und bei den kleinsten Riemenscheiben angewendet werden können, ohne zu brechen; ferner von Säuren und anderen Substanzen, welche das Leder zerftessen, nicht an⸗ gegriffen werden und ebenso im Freien wie in feuchten oder heißen Räumen lausen, ohne an ihrer Haltbarkeit zu verlieren oder sonst zu leiden; endlich werden sie in be⸗ liebigen Längen geliefert, so daß Ansätze bel ihnen und damit verbundene Reparaturen wegfallen und stellen sich schließlich im Preise bescuted billiger als Doppelriemen aus Leder oder Gummi. Geld Cours. Frankfurt am 28. Feburar 1876. Tr Mt. 16 35 G. Holländische fl. 10⸗Stücke.„5 Ducaten. 4 e. 2 9 46—51 Ducaten al mare 3 9 55-60 20⸗Frankenstücke„„ 16 26—30 Englische Sovereigns 5„ 20 40—45 Russische Imperiales. 1„ 16 67—72 Dollars in Gold. 5 416 19 Tagesordnung für die Sitzung des Gemeinderaths zu Friedberg, Donnerstag den 2. März 1876, Nachmittags 5 Uhr. 1. Anzeige gegen Christian Ulrich II. dabier wegen enutzung städtischen Geländes am sogen. Haingraben. 3. Verkauf Errichtung 2. Verpachtung von flädtischen Grundstücken. 712 Massegrundstücken. 4. Eingabe wegen eines Röbrbrunnens in der Burg-Vorstadt. 5 Oftbahn⸗Obligalionen niedriger. Prioritäten preishaltend. Art eingerichtet it, daß die Blenden aus zwei Theilen be⸗„ 1— Die Cöln⸗Mudener Eisenbahn emmittirt den Restbetrag stehen, welche durch einen kleinen Riegel in ebener Lage Aecht kölni ches Wa er on 9 000,000 M. ibrer auf Grund des Privilegiums erhalten werden und welche, wenn der Riegel mit Hülfe* 7 0 om 31. Aug. 1874 aufgenommenen Anleihe im Gesammts⸗ einer Schnur zurückgezogen wird, vermöge einer Feder so N— 1 a g e. von J 2 7 selauf von 45,000,000 M. Dieselbe dient productiven aneinander ardrückt werden, daß die vorderen Theile der on Johann Maria Farina. wecken. Die Amortisations-Quste beträgt ½ pCt. per Blende die Augen der Pferde sofort bedecken. Daß aber Meine Niederlage davon auf der Expepition des Fihr. Die Cöln⸗ Mindener Eisenbahn zählt zu den am ein Pferd, so bald ihm die Augen geschlossen werden, stille Oberhessischen Anzeigers empfehle ich zu 13 Mark fünstigsten situirten; trotz der sehr unbefriedigenden Trans- ficht, ist bekannt. 80 Pf. per Dutzend, 6 Mark 90 Pf. per halbes Dutzend * gortverbältnisse wird nach Berichten aus Cöln die Dividende Maschinen⸗Treibriemen aus Haaren. Die und 1 Mark 30 Pf. per Glas wiederholt gehorsamst. dio 1875 einen kleinen Bruchtheil über SpCt. betragen. aus der Fabrik von C. H. Benecke in Hamburg seit. Köln. Johann Maria Farina, Die Zeichnungen werden bier Donnerstag den 2. und Zeit gelieferten Riemen sind aus den Haaren ausländischer Rheinstraße Nr. 23. 1 5 3 1 Arbeits-Versteigerung. Holzversteigerung. 25 Domanial 20 walddistriet„Kellerberg“, Schlag XIV., werden: In dem bei Ober-Rosbach gelegenen 65 a. Montag den 6. März a. or., Vormittags von 9 Uhr an, 2 Raummeter Kirschbaum-Rundscheitholz 1 8. Eichen⸗Scheitholz, f 19 g„ Prügelholz, i 1 0 Linden 5 3 12 3 Eichen⸗Stockholz, 1 7409 5 Birken⸗Eichen⸗Wellen, 259 5 Nadel⸗ und Weichlaubholz-⸗Wellen 28 Läste Allerleiholz(Hauspähne) und b. Dienstag den 7. März, g 1 Vormittags von 9 Uhr an: 157 Eichen-Stämme von 21—58 Centimeter Durch messer und 4—13 Meter Länge mit 80,79 Kubik meter Inhalt; 5 Nadelholz⸗Stämme von 15—24 Centimeter Durch⸗ messer und 8—13 Meter Länge mit 141 Kubik⸗ meter Inhalt; 13 Nadelholzstangen, von 11—13 Centimeter Durch messer und 5—7 meter Inhalt meistbietend verstelgert. Ober⸗Rosbach im Großherzogliche Februar 1876, Oberförsterei Ober⸗Ros bach, Sac. Versleigerungs Anzeige. XV. und XVI. Meter Länge mit 0,87 Kubik— 363 Freitag den 3. März l. J., Vormittags 9 Uhr 652 Freitag den 3. März Nachmittags um 3 Uhr soll die Arbeit zur Erbauung von neuen Stallungen in der Büdesheim, auf dem Gemeindehaus daselbst Gemeinde in Accord gegeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 282 18 Materialien: Mauersteine zu 102 40 1 Russensteine 300— 5 Kärber Sand 120— 5 Kalk von Roͤdigheim 105— Steinhauerarbeit 157— Schreiner- und Zimmerarbeit 709 40 Dachdeckerarbeit 249 80 Schlosserarbeit 71 80 Weißbinderarbeit 1 Vilbel am 26. Februar 1876. 8 JA. Großherzogliche Bürgermeisterei Büdesheim. Füischer, Bezirksbauaufseher. Holz⸗Versteigerung. „676 Freitag den 3. März d. J., Nachmittags 2 Uhr, soll in den städtischen Baumanlagen eine Parthie Aus⸗ putzholz und mehrere abgängige Obstbäume öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Rathhaustreppchen Friedberg den 29. Februar 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fl 672 Forderungen an Zöͤtlinge unserer Anstalt find, falls nan auf unsere Mitwirkung zur Berichtigung rechnet, vor dem 15. März l. J. der Rechnungen bei uns anzumelden. Friedberg am 1. Marz 1876. Großherzogliche Direktion des Schullehrer-Seminars Schäfer. durch Einsendung Holz-Versteigerung. Holzversteigerung. 664 In der Gräflich Stolberg'schen Oberforsterei Geder sollen nachstehende Holzsortimente versteigert werden: grund und Hammerwald, Reviers Usenborn: 262 Eichenstämme von 2— 14 Meter Länge, 35— 7 Inhalt. wald unweit der Hofmühle bei Hirzenhain. 2) Dienstag den 14. März d. J. in den Distrikte Kirchwald und Rühlswald, Reviers Ranstadt: end, werden die zum Nachlaß des Johann Balth. 46 Naummeter Eschen Scheitholz I. Klasse, 22 8 dahier fen Mobilien erbthellungshalber 57 Eichenstämme von 3—8 Meter Lange, 51—9 Iffentlich meistbietend versteigert: Centimeter Durchmesser mit, 100 Cubikmeter Inhal 1 vollständiger Kuhwagen, 2 Pflüge, 1 Egge, Gedern den 28. Februar 1876. 1 Schiebkarren, 1 Futtertrog, stroh, 10 Centner Futterstroh, e Dickwurz und sonstige Oeconomie, u schaften. Ferner eine Parthle Leinen, 0 und Kleidungsstücke, stellen, 1 Kleiderschrank, Säcke, 2 Malter Korn und sonstige Haus schaften. Dortelweil am 24. Februar 1876. N Oroßherzogliches Ortsgericht Dortelweil. M 10 Centner Heu, 1 Strobbank, Ketten und Kuhgeschirr, 15 Gentner Korn⸗— Spreu, 40 Centner Rund Ackergeräth⸗ Weißzeug 3 vollständige Betten, 3 Bett⸗ 1 Wagentuch, eine Parthie geräth⸗ Gräfliche Oberförsterei Gedern. Kirchner. 1) Freitag den 10. März d. J. in den Distrikten Krebs⸗ Centimeter Durchmesser mit 242,29 Kubikmeter Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Distrikt Hammer— 671 Im Nieder⸗Rosbacher Gemeindewald werden Mitt⸗ woch den 8. März, Vormittags 10 Uhr, in den Distrikten Wasserdoͤll und Rotherstoß versteigert: n 8,5 Raummeter Buchen Scheitholz, 14 Nadel⸗ 2 18 1 Buchen⸗Prügelholz, 26,5 8 Birken⸗ 5 4 3 N Gichen⸗ 1 34 8 Nadel⸗ 5 71 1 Buchen ⸗Stockholz, 9 8 Eichen- 8 19 5 Nadel⸗ 0 694 Buchen⸗, 332 Gichen⸗ und 782 Stück Nadel⸗ 1 Wellen, 16 Eichenstämme von 5—9 Meter Länge, 2 Buchenstämme von 5—6 Meter Länge, 13 Nadelstämme von 8— 12 Meter Länge, 2 Eichenstangen von 5—9 Meter Lange, 33 Nadelstangen von 10—14 Meter Lange Zusammenkunft im erstgenannten Schlag zunächst dem Steinbruch. 4 t. Hofraithe-Versteigerung. 677 Dienstag den 7. März d. I., Vormittags 11 Uh soll in hlefigem Rathhause die Hofralthe des Meßge den versteigert werden Friedberg den 29. Februar 1876 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. o h r. Hosenträger und Strumpfbänder billigst bei 21 Friedrich. meisters Heinrich Gerth nochmals an den Meistbleten— Nieder Rosbach am 28. Februar 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder Rosbach. Groh. Ein Faselochs, 656 Rothscheck, englischer und Berner Bastard, 22 Monate alt, steht zu verkaufen bei Pachter Müller, Loͤwenbof. r, 1. Fe a Ein gut erhaltenes Tafelelavier 8 Pfarrhause zu Nieder-Erlenbach, eht zu ve kaufen im 641 Ein Zimmer, mit oder ohne Moͤbel, bat zu vermiethen A Hanstein's Wittwe. r⸗ 661 er 665 Einladung des Volksbildungs⸗Vereins Friedberg zu dem Freitag den 3. März Abends 8 Uhr, im Rathhausfaale stattfindenden Vortrage des Herrn Meditinalrath Dr. Lorenz über„das leibliche Wohl des Schulkindes“ verbunden mit Diskussion. Um recht zahlreichen Besuch wird gebeten. f a Friedberg den 1. März 1876. Der Vorstand des Volks⸗Bildungs⸗ Vereins. Handels-Gewerbe- und Haushaltungsschule für erwachsene Töchter zu Worms a. Rh. Beginn des Sommerkursus am 1. Mai. Prospekte durch die Vorsteherinnen E.& L. Stohmann. Ausverkanf eines 7 7 „ N 7 ö Gardinen Fabrik- Lagers. Von einem Fabrikanten wurden uns sämmtliche Lager-Vorräthe zum Ausverkauf zu Fabri⸗ kationspreisen übergeben und verkaufen wir Gestickte Mull⸗Vorhänge, das Fenster von 6 Mark an, E üll⸗ 7.. N 7. 17 7. Heuer& Schoen, (H. 6511.) Frankfurt a. M., Kaiserstraße 14. Mustersendungen siehen auf Verlangen gern zu Diensten. Carl Bindernagel's Annoncen-Erpedition. Bekanntmachungen aller Art: Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren⸗Empfehlungen, Versteigerungen werden an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung Die Annoncen⸗Aufgeber sparen also Briesschreiben, Zeit und Porto. 678 670 680 Concert fang 7 Uhr. Neichelsheim. Es ladet freundlichst ein Das Quartett. 661 für die Herren Geistlichen werden nach Vorschrift angefertigt bei C. C. Weis, gegenüber dem Hötel Trapp. Photographien der verschiedensten Art und Größe werden bei jeder Witterung auf das Geschmackvollste angefertigt bei Ludwig Schmidt, Hof- Photograph, Schulstraß- 357 neben der Realschule in Friedberg. 668 In Nr. 20 des Oberh. Anzeigers, Inserat Nr. 469, findet sich folgende Erklärung: „Die gegen die Ehefrau des Franz Andreas Weil „von Rockenberg ausgestoßene Belesdigung nehme ich „hiermit zurück“. Elisabetha Landvogt VI. Eine Persönlichkeit dieses Namens ist mir nicht be— kannt, auch habe ich gegen eine solche keine Klage er⸗ hoben. Die Einsenderin obigen Inserats wird daher ersucht, ihren richtigen Namen und Wohnort zu nennen. Katharina, Ehefrau von Andreas Franz Weil zu Rockenberg, Sammt und Seide. 666 Eine große Parthie taffet, faille ꝛe., schwarz und farbig, garantirt gute Waare, wird von einer Crefelder Fabrik en detail zu äußersten Fabrikpreisen abgegeben. Mustersendungen franco auf gef. Bestellung sub„Sei⸗ denfrabrik“ an Haasenstein 8 Vogler, Köln. (H. 4433.) 679 Ich mache hiermit die Anzeige, daß ich ein voll⸗ ständiges Lager von allen Sorten Bürsten unterhalte und mit den billigsten Preisen dienen kann, indem ich die Bürsten aus Großh. Hess. Landeszuchthaus beziehe. Noch besonders mache ich aufmerksam auf meine guten und sehr billigen Kartätschen. Nockenberg den 29. Februar 1876. A. F. Weil. 67 Man sucht eine brave Judenfamilie, wenn möglich auf dem Lande, die sich bereit findet, gegen hohe Bezahlung ein Mädchen gleicher Confession, welches daselbst seine Entbindung abwarten will, aufzu⸗ nehmen. Es wird hauptsächlich auf eine liebevolle Be⸗ handlung gesehen. Offerten mit Angabe der Anzahl der Familienmitglieder, sowie deren Erwerbszweig, bittet man unter Chiffre O. 262 zu richten an die Annoncen⸗ Expedition von Rudolf Mosse in Stutt- Kart.(3463.) 674 Es wird ein junges Mädchen, israel. Confesston, aus anständiger Familie als Büffetdame gegen hohes Salair zum sofortigen Eintritt zu engagiren gesucht. Casé Goldschmidt Frankfurt a. M. Weiße leinene Caschentücher, 246 gestickt und glatt, farbige Taschentücher, Kragen Manschetten, Negligshauben, Tüllkrausen, weiße Unter⸗ röcke, Myrtenkränze, Ledertaschen für Damen, Porte⸗ monnaies, sowie Fücher zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. Waaren-Eliquettes in verschiedenen Größen, per Schachtel 12 kr., bei Carl Bindernagel. Danksagung. 667 Allen Freunden und Bekannten, sowie den Herren Lehrern und Schülern der Realschule sagen wir den herzlichsten Dank für die große Theilnahme, die sie bei der Bestattung unseres lieben Sohnes uns bewiesen haben. Friedberg den 29. Februar 1876. b Familie Sommerlad. Istaclitischer Gottesdienst in Friedberg. Begi 5 Freitag Abends 5 Uhr. Samstag Morgens 8½ Uhr. Vorschuß-& Credit Verein zu Friedberg Die ale„ (Eingetragene Genossenschaft.) gegen Verschleimung, Heiserkeit, Husten und katar— Ausweis pr. Februar 1876. rhalischen Affeetionen so beliebten i 1 Einnahme. Stollwerck'schen Zrust-Donbons Kasse⸗Bestand pr. 1. Februar 1876 M. 25455. 86 Wechsel„ 24489. 1 aus der Fabrik von Depositen 33214. 50 Franz Stollwerck, Inkasso⸗Wechsel„ 3000. 88 Hoflieferant, Köln, Hochstraße 9, Conto⸗Corrent⸗Conto A.„ 104033. 39 dehnen ihre, in ganz Europa bereits errungene Conto⸗Corrent⸗Conto B.„ 18980.— ausgedehnteste Verbreitung nunmehr auch auf Giro„ alle übrigen Welttheile aus. Per Paquet à Auswärtige Correspondenten 1 98.— 50 Pf., käuflich in Friedberg bei Wilhelm Spar⸗Einlagen„ 87835. 14 Fertsch, in Hungen bei A. Buch. 224 Stamm ⸗Antheile, Monatsbeiträge N 110.— Reservefond, Beitritt 5 18.— Effecten 11 8 n 7064. 45 7 Utensilien, verkaufte Spareinlagebücher„ 10. 40 8 bk 2 Wechsel⸗Zinsen„ 408. 75 Gra reuze Depofiten⸗Zinsen„ 6569, 90 Wechsel⸗Spesen 7 238. 619 in allen Größen mit ächter Vergoldung, mit und Agio 7 8. 92 ohne Porzellanplatten, empfehlen Unterzeichnete zu billigen Preisen zur geneigten Abnahme. . Echzell im Februar 1876. Ausgabe. G. F. Schwarz Söhne. Wechsel M. 20494. 93 Depositen 5 88 een. A. 7 5 77 Hals⸗ und Brustkranken, Conto⸗Corrent⸗Conto B.„ 35. 58 j N; Auswärtige Correspondenten„ 288883 e eee ee. 8. Giro„ 8000.— 2 Spar Einlagen„ 57749. 25 Fenchelhonig Darlehen 4 191. 25. Effecten„1 706 45 von L. W. Egers in Breslau Mobilien und Utensilien 5 5. 86 als Linderungsmittel Wechselspesen 1 6. 95 von großem Nutzen, wenn derselbe echt ist. Um nicht Unkosten 1833. 85 durch nachgepfuschte Machwerke betrogen zu werden, Kasse⸗Bestand pr. 1. März 1876 27419. 14 wolle man daher sorgfältig darauf achten, daß M. 314428. 8 jede Flasche des L. W. Egers'schen Fenchelhonigs Siegel, Etiquette, Faesimile, 275 seine im Glase eingang. ausgang. I ingtbrannte Pune von L. Egers in Breslau M. 103863. 51 Wechsel⸗Conto⸗Corrent A. M. 62597. 39 ane e eee eee 9 2576.85 Wechsel⸗Conto-⸗Corrent B.„ 3190. 33 J. 150 948 85 Wechsel⸗Giro N 2983. 86 „ 3029. 40 Wechsel⸗Inkasso„ 120,27 f 5 M. 88. 61 M. 69891. 85 Ein Zimmer Der Vorstand: 612 wird baldigst zu miethen gesucht. Angebote besorgt 673 Fr. Hecht. Ermus. die Exped. d. Anz. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Oruck und Verlag von Carl Bindernagel. Sonntatz den 5. März im Gasthaus„Zur Lilie“. An⸗ Copulations-, CTanf- und Sterbregister Assenbe Burg ⸗Grasent Hteß⸗ Karben Flein-Katber 1 leber⸗Möile Petressen Bead, dumspeck merkt, er unter, 108 an sch ch alsba n Elli