* Aretht. datzt Gerdtz. —— rei. 7 erruber, bend Ae ker„Dre b lung uit Taz . Getcins ditrmit ei⸗ 1874 det Votstand. llitür⸗ Bertin. Samstag den 31. October. M 129. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Amtlicher Theil. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Nr. 23. Nr. 1014. Verordnung, betressend die Einberufung des Reichstags. Vom 20. October 1874. Seite 121.— Nr. 1015. Bekanntmachung, betreffend die Ernennungen von Bevollmächtigten zum Bundesrathe. Vom 5. October 1874. Rreisblatt für den Kreis Friedberg. —— Für den Monat November kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags ⸗Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. Betreffend: Die Wahl der Vertreter der Forensen. Friedberg am 29. October 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nach Artikel 2 des Gesetzes vom 22. November 1872, die Mitwirkung der Forensen bei Feststellung des Gemeindevoranschlags betreffend, dat in Folge Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 31. August dieses Jahres zur Nr. 9,302 und 9,354 unmittelbar nach Beendigung der dermalen im Gange befindlichen Neuwahl der Ortsvorstände die Neuwahl der Vertreter der Forensen stattzufinden. Bei derselben sind die Bestimmungen der unter dem 26. November 1872 erlassenen Instructionen mit der Modification in Anwendung zu bringen, daß die Wahl unter Leitung der nach Artikel 19 der Landgemeinde Ordnung gebildeten Wahlcommission stattzufinden hat. Sobald die Liste der Stimmberechtigten nach§. 9 bis 16 der Anleitung auf- und festgestellt ist, werden Sie uns dies anzeigen. in einzelnen Gemeinden Forensen, welche nach obigem Gesetz stimmberechtigt wären, nicht vorkommen, so ist dies sofort anzuzeigen. oe. Sollten —— Betreffend: Die Schulversäumnisse vom 3. Quartal 1874 Friedberg am 24. October 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Schulvorstände des Kreises. Die rückständigen Zeugnisse resp. Verzeichnisse erwarten wir jetzt binnen 8 Tagen. Trapp. Zetreffend: Die Wahlen zum Kreistag von Seiten der Höchstbesteuerten.* Bekanntmachung. Zum Kreistag des Kreises Friedberg sind sechs Abgeordnete von den 50 im Kreise Höchbesteuerten zu wählen. Die von uns vorgenommene Ermittelung dieser Höchstbesteverten, wobei nur die Communalsteuercapitalien innerhalb des Kreises im Ansatz ind, hat ergeben, daß die in dem nachstehend abgedruckten Verzeichnisse namentlich Aufgeführten die 50 Höchstbesteuerten im Kreise sind und daher das Recht haben, sechs Kreistagsabgeordnete zum Kreistage zu wählen. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Anträge auf Berichtigung des nachstebend abgedruckten Verzeichnisses innen einer unerstrecklichen Frist von 4 Wochen, gerechnet vom Tage nach Ausgabe des Blattes, in welchem diese Veröffentlichung stattfindet, bei Meidung des Ausschlusses, bei dem unterzeichneten Kreis amte anzubringen sind. Friedberg am 26. October 1874. — Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Ded Verzeichniß der Höchstbesteuerten des Kreises Friedberg. 5 „ 4. Solms⸗Rödelheim, Max, Graf, Assen⸗ 14. Almosenkasten zu Frankfurt. 25. Bausch Heinrich I., Oeconom, Nieder- 38. Brückmann, Georg, Pachter, Ilben⸗ g beim. 15. Schönborn⸗Wiesentheid, Graf, Häusen⸗ Wöͤllstadt. stadt. 2. Braunfels, Fürst, zu Braunfels. stamm. 26. Vorbach, Georg, Müller, Okarben. 39. Buff, Erust, Pfarrer, Nieder⸗Wöllstadt. 3. Großherzoglicher Fiscus. 16. Schwenk, Wilhelm II., Nieder⸗Eschbach. 27. Stoll, Georg I., Wittwe, Nieder- 40. v. Nordeck zur Rabenau, Oberstlieute⸗ 4. v. Franckenstein, Reichs rath, zu Ullstadt. 17. Hespital, Frankfurt. Wöllstadt. nant, Darmstadt. 3. v. Walderndorf, Graf, zu Molsberg. 18. Hessen-Rumpenheim, Georg, Karl,[ 28. v. Nordeck zur Rabenau, General- 41. Rhode, Graf zu Heldenbergen. 8. v. Leonhardi, Ludwig, Freiherr, zu Prinz zu Rumpenheim. Lieutenant, VBarmstadt. 42. Pfarrei Nieder ⸗Wöllstadt. Darmstadt. 19. Bausch, Konrad, Heinrich, Nieder- 29. Wittich, Mathaus II., Rendel. 43. Salzmann, Heinrich III., Friedberg. J. v. Löw, August, Rittmeister, zu Bes⸗ Wöllstabt. 30. Diehl, Joseph II., Ober⸗Wöllfadt. 44. Löw, Ludwig, Freiherr, von und zu ungen. 20. Windecker, Philipp, Heinrich, Bier-[ 31. Stift Sondershausen, Frankfurt. Steinfurth, Wiesbaden. 38. Isenburg Wächtersbach, Graf, zu brauer, Friedberg. 32. Heldenbertzen, Pfarrei. 45. Löw, Philipp, do., Darmfladt. Wächtersbach. 21. v. Helmelt, Georg, Wittwe, Posistal⸗ 33. Stadikämmerei Frankfurt. 46. Schndt, Karl Martin, Dorheim. J. Bender, Daniel, Postmeister, Butzbach. meister, zu Friedberg. 34. Königlich Preußischer Fiscus. 47. Harth, Tobias, Oekonom, Kloppenheim. . Berna, Georg, Witwe, zu Büdesheim. 22. Fauerbach, Heinrich, Oekonom, Nieder- 35. Mai, Johannes II., Staden. 48. Ströͤdel, Andreas, Müller, Kleinkarben. lu. v. Wetzel, Freiherr, Ober⸗Mörlen, Wöͤllstadi. 36. Keller, Karl, Friedrich, Wilhelm, Ossen⸗ 49. Jakobi, Johannes VI., Bürgermeister te. Kugelbaussond zu Butzbach. 23. Kleeberger, Wilhelm, Guelsbesitzer, heim. Rodheim. 13. v». Lerener, Wilhelm, Rittmeißer, Södel. 37. Philippi, Georg, Bierbrauer, Fried- 50. Laupus, Georg I., Witiwe, Nieder- Nie der⸗Erlenbach. 24. v. Stein, Bernhard, Freiherr, Staden. berg. Eschbach. Die in vorstehendem Verzeichniß mit dem niedrigsten Steuerbetrag aufgenommene Georg Laupus Wittwe . von 1021 fl. Friedberg den 26. October 1874. aus Nieder ⸗Eschbach besitzt ein Großherzogliches Kreisamt Friedberg. ra p. Deutsches Reich. Institutionen des Reichs in Anspruch. Vier Ge- welcher Sie aufgefordert werden, die Einheit der Darmstadt. Am 26. October wurde der setzentwürfe: über die Verfassung der Gerichte, Gerichtsverfassung und des Verfahrens zum Ab- 5 20. d. Mts. durch die Stadtverordneten zu über das Civilverfahren, über das Strafverfahren schluß zu bringen, sind die ersten Schritte ge⸗— Mainz erfolgten Wahl des seitherigen Bürger- und über das Concursverfahren, von welchen die schehen, um die Einbeit des bürgerlichen Rechtes neisters Friedrich Carl Wallau zum Bürgermeister drei ersten bereits von dem Bundesrathe beratben herbeizuführen. Freilich werden Jahre vergehen, der Provinzialhauptstadt Mainz die Bestätigung sind, sollen die seit Jahrzehnten von den Recht- bis der letzte Schritt zur Herstellung dieser Einheit eitheilt. 5 suchenden als Bedürfniß erkannte und von den gethan werden kann, aber ich freue mich, gestützt Berlin, 29. Oct., Mittags 1 Uhr. Der Rechtskundigen erstrebte Einheit des Gerichtsver⸗ auf die gemachten Erfahrungen, schon heute die beichstag ist soeben durch den Kaiser mit folgen- fahrens verwirklichen und durch diese Einheit Ueberzeugung aussprechen zu dürsen, daß uns be— der Thronrede eröffnet worden: Geehrte Herren! unserem Vaterlande ein Gut gewähren, welches schieden sein wird, diesen letzten Schritt in nicht tum zweiten Male in diesem Jahre nehme ich andere Länder längst besitzen und welches wir nicht allzu ferner Zukunft thun zu können. Die gemein- Ihre Mitwirkung für die weitere Entwickelung der länger entbehren können. Zu derselben Zeit, in same Gesetzzebung über das Heerwesen, welche 14 . * 2 19 7 in Ihrer letzten Session berathene Gesetz ihrem Abschlusse nahe gebracht ist, soll durch drei Ihnen zugehende Gesetzentwürfe weiter vervollständigt werden. Zwei dieser Ent⸗ würfe, nämlich eines Gesetzes über den Landsturm und eines Gesetzes über die militärische Controle der Beurlaubten, sind bereits in dem Reichs ⸗ Militär ⸗Gesetz verheißen. Der dritte soll die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden gleichmäßig und in einer den veränderten Verhältnissen entsprechenden Weise regeln. Die Steigerung der Lebensmittelpreise stellt in Be⸗ ziehung auf die Verpflegung des Heeres, und die Fortschritte der militärischen Technik stellen in Be⸗ ziehung auf die Ausrüstung und die Uebung des Heeres Anforderungen an die Militärverwaltungen, welchen mit der bisher für die Armee bewilligten Mitteln nicht entsprochen werden kann. Ueber die Höhe des hierdurch begründeten Mehrbedarfs und der durch Befriedigung desselben erforderlichen Steigerung der Matrikular- Beiträge sind Ihnen bereits in Ihrer letzten Session vorläufige Mit- theilungen gemacht worden. Sie werden aus dem Ihnen vorzulegenden Reichshaushaltsetat pro 1875 rsehen, daß eine Steigerung der Matrikular-Bei⸗ träge, wie sie damals in Aussicht genommen war, genügen wird, um den Mehrbedarf für das Heer, sowie die bei den anderen Verwaltungszweigen nothwendig gewordenen Ausgabe- Vermehrungen zu bestreiten. Nachdem der Umlauf des Papiergeldes durch ein in Ibrer letzten Sesston zu Stande ge⸗ kommenes Gesetz geregelt ist, bedarf es zum Ab- schluß der Gesesgebung über den Geldumlauf in Deutschland noch der gesetzlichen Regelung des Umlaufs von Banknoten. Die verbündeten Re- gierungen sind bei dem Ihnen vorzulegenden Ge— setzentwurse über diese wichtige Frage von dem Gesichtspunkte ausgegangen, daß bestehende Rechte nur soweit zu beschränken seien, als es das mit der Aufrechthaltung der Metall- Circulation ver- bundene öffentliche Interesse erheischt, und daß gleichzeitig Vorsorge zu treffen sei, um einer späteren, auf die Erfahrung über die Gestaltung des Gold- umlaufs fußenden Gesetzgebung den Weg anzu— bahnen. Die zur endgültigen Regelung der ver- fassungsmäßigen Rechnungslegung über die Ein⸗ nahmen des Reichs erforderlichen Gesetzentwürfe über die Verwaltung der Einnahmen und Aus- gaben des Reichs und über die Einrichtung und die Befugnisse des Rechnungshofes, welche in Ihrer letzten Session nicht erledigt werden konnten, werden Ihnen wiederum vorgelegt werden. Die Rech⸗ nungen über den Haushalt der Jahre 1867 bis 1871 werden Ihnen zur Entlastung und die Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben des Reichs im Jahre 1873 wird Ihnen zur Bescklußfassung zugehen. Zum ersten Male wird Ihre Mitwirkung über die Feststellung des Haushaltsetats von Elsaß⸗ Lothringen in Anfpruch genommen werden. Der von Ihnen in Ihrer letzten Session gefaßte Be⸗ schluß übes den Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Beurkundung des Personenstandes und die Form der Eheschließung, hat dem Bundesrathe Veranlassung gegeben, die Aufstellung eines Gesetz⸗ entwurfs über die Einführung der obligatorischen Civilehe und die Beurkundung des Personenstandes anzuordnen. Die Reichs Postverwaltung ist von mir ermächtigt worden, eine Neugestaltung des internationalen Postverkehrs durch Verhandlungen mit allen auswärtigen Mächten anzustreben, und konnte nach kurzer Verhandlung in Bern ein Post⸗ vereinsvertrag unterzeichnet werden, welcher dem geistigen und dem geschäftlichen Verkehr der Völker untereinander eine bisher ungekannte Leichtigkeit und Ausdehnung verspricht. Unsere Beziehungen zu allen fremden Regierungen sind friedlich und wohlwollend, und in der bewährten Freundschaft, welche mich mit den Herrschern mächtiger Reiche verbindet, liegt eine Bürgschaft der Dauer des Friedens, für welche ich Ihr volles Vertrauen in Anspruch nehmen darf. Mir liegt jede Versuchung fern, die geeinte Macht des Reiches anders als zu dessen Verteidigung zu verwenden, vielmehr ist es gerade diese Macht, welche meine Regierung in den Stand setzt, ungerechten Verdächtigungen ihrer Politik gegenüber zu schweigen und gegen das durch das Reichs⸗Militär⸗ erer Uebelwollen oder die Partei-Leidenschaft, denen sie entspringen, erst dann Stellung zu nehmen, wenn dieselben zu Thaten übergehen sollten. Dann weiß ich, daß für die Rechte und die Ehre des Reiches jeder Zeit die gesammte Nation und ihre Fürsten mit mir einzutreten, bereit sein werden. Berlin, 28. Oct. Graf Arnim ist heute Mittag auf ärztliches Ansuchen aus der Haft mit der Beschränkung entlassen, daß er das deutsche Reich nicht verlassen dürfe. 28. Oct. Die Voruntersuchung gegen Arnim wurde gestern geschlossen. Eine Verdunkelung der Wahrheit ist für den Gang der Untersuchung demnach nicht mehr zu besorgen, weßhalb die Haftentlassung erfolgte. Dem Vernehmen nach beabsichligt Arnim zur Stärkung seiner Gesundheit nach Nizza zu gehen. Wie die Zeitungen melden, soll die von Arnim zu leistende Sicherheits- Caution 100,000 Thlr. betragen. — 29. Oct. Das Obertribunal hat heute das Erkenntniß der unteren Instanz, welches die Freilassung des Bischofs von Trier aus der Haft anordnete, cassirt und die Sache zur anderweiten Entscheidung an die Unter-Instanz zurück verwiesen. Der„Berliner Actionär“ meldet: Die Klagen des Handelsstandes haben das Reichs- Eisenbahn⸗Amt veranlaßt, von den Einzel⸗Regier⸗ ungen Bericht zu fordern, inwieweit die Bahnen von der Tarif-Erhöhung Gebrauch gemacht haben. Würzburg, 29. Octbr. Heute wurde der Prozeß Kullmann eröffnet(der Raum unseres Blattes gestattet uns leider nicht, die Verhand- lungen zu bringen. Wir werden das Endresultat jedoch mittheilen. Die Red) — Die unbefugte Mittheilung der Anklage“ schrift ist trotz der strengsten Geheimhaltung Seitens der betheiligten Behörden durch einen Subaltern⸗ Beamten erfolgt. Derselbe wurde sofort entlassen und ist gegen ihn die Untersuchung eingeleitet. Posen, 27. Oct. Der„Ognisko“ meldet: Graf Joseph Mielzynski auf Igno wurde wegen der Weigerung, die Kirchenbücher herauszugeben, durch den Bomster Landrath verhaftet und in das Schrodaer Gerichts-Gefängniß abgeführt. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Pest. Der Finanz minister Ghyezy wird demnächst eine Gesetzvorlage einbringen, welche einen Zuschlag von 5 Procent zu sämmtlichen Steuern beantragt. Frankreich. Paris, 26. Oct. Thiers ist gestern in Nizza eingetroffen und auf dem dortigen Bahnbof von einer nach Tausenden zählenden Menschen Menge mit den Rufen:„Es lebe Thiers! Es lebe die Republik! Es lebe Frankreich!“ begrüßt worden. Großbritannien. London, 28. Oct. Die Kohlengruben- Arbeiter im westlichen Theil der Grasschaft Norkshire haben sich bereit erklärt, bis zur Entscheidung der Lohn Frage durch ein Schiedsgericht die Arbeit wieder aufzunehmen. 28. Oct. Nena Sahib ist noch nicht indentificirt.— Der Strike der Tapisserie⸗Arbriter in Kidderminster ist als beendigt anzusehen. — 28. Oct. Gestern fand in der Paulskirche eine von mehreren hohen Geistlichen besuchte sym⸗ pathische Kirchen Feier sür die Altkatholiken statt. Meyrik von der Lincolnskirche empfahl die Wieder- Vereinigung der Anglikaner mit den von Döllinger vertretenen Altkatholiken, erklärte das Unfehlbar⸗ keits-Dogma für die größte moderne Irrlehre und forderte die Anwesenden auf, für den glücklichen Erfolg der altkatholischen Bewegung zu beten. Spanien. Madriv, 28. October. Die „Agence Havas“ meldet: Don Alphons ist über den Ebro zurückgegangen und in Seo d'Urgel angekommen. Die Militärbehörden von Barcelona verhaften zahlreiche Intransigenten, welche mit ge⸗ fangenen Carlisten und Mitgliedern der Inter- nationale nach den Philippinen eingeschifft werden sollen. Santander, 29. Oct. General, Laserna hat seine Demission gegeben und kehrt nach Madrid zurück. Der Nachfolger ist wahrschein⸗ lich General Moriones. Bei der Armee sind in der nächsten Zeit keine erheblichen Vorgänge zu erwarten. 9 Türkei. Constantinopel. Der Brüsselet „Nord“ bespricht die Vorgänge in Podgorleza und bemerkt dazu: Zur Bemeisterung der an der montenegrinischen Grenze herrschenden Aufregung und zur Vermeidung neuer Conflicte erscheine dringend geboten, daß die Türkei baldmöglichst dit Schuldigen bestrafe. Wie der„Nord“ erfahren haben will, wären die Vertreter mehrerer Groß⸗ mächte instruirt, bei der Pforte bezügliche Anträge zu stellen. Skutari, 28. Oct. Die türkische Com⸗ mission zur Untersuchung der Vorfälle in Pod⸗ goricza hat daselbst mehrere Verhaftungen vor⸗ genommen. Die Pforte hat eine Verstärkung der dort stehenden Truppen behufs Aufrechterhaltung der Ruhe angeordnet. Amerika. New⸗Nork, 29. Oct. Die Western⸗Brazil⸗Telegram⸗Company hat eine De⸗ pesche aus Montevideo erhalten, wonach die In⸗ surgenten das Kabel nach den Laplata⸗ Staaten zerslört haben. Bei dem Brande einer Baumwoll spinnerei in Over bei Winsford sind 9 Menschen umgekommen. 5 Aus Stadt und Land. Ostheim. In dem Hofe des Schreinermeister Wetimer hier fleht ein Birnbaum trotz des schon kalten Wetters in vollständiger zweiter Blüthe. Allerlei. Marburg, 28. Oklober. Bis zum heutigen sind bei der hiesigen Univerfität im Ganzen 59 Studitende inscribirt. Davon studiren Theologie 7, Jurisprudenz 14, Medicin 15, Philologie 14, Pharmacie und Chemie 4 Zahnheilkunde und zur Ausbildung 5. Mühlhausen, 28. Oet. Am tetzten Sonntag Abend hal der Zimmermann Edelmann auf dem von Belfort um 8 Uhr 15 Minuten hier eintreffenden Schnellzuge einen verwegenen Ritt gemacht. Derselbe konnte in Alikirch nicht mehr in den schon in Bewegung gesetzten Bahnzug aufgenommen werden, da besinnt er sich nicht lauge, springt auf einen der Puffer und macht so die Reise mit bis Mühlhausen. Uebrigens hat der kühne Mann von der Bahn verwaltung Strafe zu erwarten, daß er erstlich kein Billet gelöst hat, zweitens von einem unerlaubten Gegen⸗ stand Besitz ergriffen hat, der in keiner Weise zu Reiter⸗ diensten bestimmt ist. Wien, 26. October. Gestern, Schlag 10 Uhr Vor⸗ mittags, trat der Lieutenant der Honved⸗Husaren, Feodor v. Zubovits, der sich anheischig machte, binnen 14 Tagen. von Wien nach Paris auf demselben Pferde zu reiten, seinen Riit vom Hofe der Central⸗Cavallerieschule aus an. Der Ritt soll in 14 Tagen vollendet sein, und es wird Herr v. Zubovits die Roule über Enns, Schärding, Ulm, Paß Kulebis(Schwarzwald), Kehl„Straßburg, Nanch, Viny, Fontenay und Vincennes nach Paris nehmen, wo⸗ selbst er an der Barridte du Trone vom österreichischen Botschafter erwartet wird. Das Pferd, welches zu dieser nicht gewöhnlichen Leistung(192 ögferreichische Meilen) ausersehen wurde, ist Eigenthum des Gutsbesitzers Herrn v. Bäuerle;„Cadaroc“ ist ein 16 Faust hoher Braun im Alter von 9—10 Jahren, wahrscheinlich importirtes eng⸗ lisches Halbblut, schon etwas stark gegangen, vielleicht im Training überarbeiset. Es werden Zweifel laut, ob der Reiter mit diesem Pferde seine Aufgabe glücklich werde lösen können; doch war Zuversicht. Das Pferd halte Pritsche, Wischzaum mil. Martingal und war vorne mit dem neuartigen Eisen mi Gummiunlertage beschlagen. graue, mil Tuch beschlagene Reithose, Blouse, Dolman und den Säbel an der Seile; vorne war ein Palelot, hinten ein Mantelsack aufgeschnallt. umgehänglem Eisen vahntranspor t Wesen. Wie offieiös mils getheilt wird, ist im ö schweizerischen Regierung belteffs der einheitliche Regelung des Eisenbahntransport⸗Wesens mit Befriedigung entgegengenommen und die eidgenössische Regierung auß⸗ gefordert worden, die sormulirten Vorschläge nach Berlisn gelangen zu lassen. Volkswirihschaftliche Miltheilungen (zusammengestell! von dem Friedberger Handels verein). Packet⸗Porto⸗Tarif. Ueber die wünschenswerthes Erweiterungen deoselven hielt am 4. Sepk. d. J. in der General-Versammlung des Allgem. Mecklenburg, Handels vereins Herr Dr. F. dessen Wirken für die Herbeiführung durchgreifender Re; formen auf dem Gebiete des Post- und Eisenbahntrans“ port⸗Wesens große Anerkennung verdient, dem wir nach der Berliner-Volkszeitung werden kann, ist, daß Packete über 10 Pfund nach ganz anderen Tarifnormen geschätzt werden wie unter 10 Pfund. Es schien uns von großer Wichligkeit, einen Versuch zu machen, ob die Vortbeile des neuen Tarises nicht auch auf die Packete von 10—20 Pfund auszudebnen seiem, Zugleich schien es uns sast nur eine Frage der finanziellen Thunlichkeit zu sein, den in Wegfall zu bringen und für die wie für die Briefe, nur einen einzigen Satz anzuwenden. Wir stellien daher dem Herrn Packete, eben Generab, Herr Lieutenant Zudovils voll! Sein Reiter trug Mütze, am Saltell Auswärtigen Amte die Denkschrift der Perrot in Nostock einen Vortrag, Folgendes ent nehmen: Ein Uebelstand, der von keiner Seite verkannt 2. Enifernungs⸗Rayon, gan“ Entfernungs, 10 1, Felgen, d dau Zulun en in der tinbeit he 10 oder 2 besthenden! Dir err 0 iu Fortdil späler die sches Pick 1 20 Pfus — Der He allantischen höchachtbar ber Zahl, Wm. Fink welche mi am 6. Oc burg anlt vorzügliche aufmeifsar 3034 2 Pußa voll aus, und Hoser J aschlies Jil Jae bei 9199 in bermsethe Frie . 3197 6 schaft unter se L. 6307 von He — l W Hauen dump f beschw 5 del. t n dn; dere, dengict dene Nerger n e auen 3 eiu N 1 * 2 7 2 22 3 7 — 4 1 4 22 1 4 8 2 5 5 — i 6 5 8 9 dien 0 Sm Jene 1 Ait unnd l den Belsert due 3 1 1 2 Et — f * 2 4 1 zum Auslandstarife besördert wärden. 5 Poft⸗Director zur Erwägung, ob nicht, sobald dies finan⸗ ziell möglich, der 2. Enisernungs Rayon ganz aufzugeben sei, so daß auf alle Entfernungen die Packele bis zu 10 Pfund zu 2½ Sgr., die Packete von 10—20 Pfund etwa zu 5 Sgr. und die Packete über 20 Pfund eiwa wie bisher Hierauf hat Herr Generalpostbirector Stephan am 22. April d. J. einen zufimmenden Bescheid ertheilt, aus welchem ich folgen den bezüglichen Passus verlese:„Was Ihre Wünsche hin⸗ sichtlich des neuen Packet⸗Portotarises detrifft so ist das General⸗Postamt erfreut, in einem wichtigen Punkte eine Verwanbischaft mit seinen eigenen Anschauungen über die dereinstige Weiterentwickelung des Tarifes zu finden. Für jetzt war nicht mehr zu erreichen, wenn man bei dem Uebergange aus dem verwickelten in den einsachexen Zustand nicht eine gewalisame, die Interessen des Verkehrs emfind⸗ lich schädigende Lösung der Frage wählen wollte, denn es hätte ein hohes Durchschnitts⸗Porto eingeführt werden müssen, um den Einnabme-⸗Ausfall überhaupt noch in den Grenzen des Möglichen zu vallen. So aber hat das General⸗Postamt die Genugthuung schon jetzt aus den gabe der bezeichneten Dank Abresse, deren Wortlaut durch die Hamburger Tagespresse publicirt worden ist, würde an dieser Stelle zu weit führen, weshalb wir uns darauf beschränken müssen, im Interesse des seereisenden Publicums der Wahrheit gemäß auf die vermerkte Thatsache hinzu⸗ weisen und die Benutzung der herrlichen großen See— dampfer der Hamburger„Adler-Linie“ angelegent⸗ lichst zu empfehlen. Frankfurt, 28. Oct. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war gut besabren. Heu kostete per Cir. 2 fl. 12 kr. bis 3 fl. 20 kr. Stroh per Centner 1 fl. 20 kr. bis fl. 45 kr. Butter 1. Qual. 46 kr., 2. Qual. 44 kr., Eier das Hundert 3 fl. 48 kr. bis 4fl. Karioffeln per 200 Zollpfund 2 fl. 30 kr. Mainz, 29. Oct. Productenmarkt. Waizen per Nov, 11 fl. 40 kr., per März 19 M. 40., per Mai 19 M. 35. Korn per Nov. 9 fl. 55 kr., per März 15 M. 70., per Mai 15 M. 60. Hafer per Nov. 10 fl. 50 kr., per März 18 M. 55. per Mai 18 M. 50. Rüböl per Oct. 17 fl. 18 kr., per Mai 31 M. 30. Raps per April 29 M. 20. Wahrnehmungen im ganzen Reichs⸗Post⸗Gebiel zu erkennen, 5 5 1 D. Frankfurt a. M., 29. Oetober. daß die Packet⸗ Porto- Reform einen sehr wohlthätigen 8 ö 4 Die wärtigen Börsen sandten heute außerordentlich aus⸗ flaue Einfluß auf 5 Packeverkebr aueübt. daß die nn Notirungen; da denselben nicht das geringste Gegen— theiligen Befürchtungen sämmtlich unbegründet waren. gewicht entgegenstand, so vermochten sie namentlich in Der Zukunft bleibt es vorbehalten, ohne Ueberstürzung der ersten Börsenhälfte ihre volle Wirkung zu enthalten. den in der Resorm liegenden Keim, die Idee des Später befestigte sich die Tendenz etwas in Berlin. einbeitlichen Packet⸗Porto's für Sendungen bis Bei der heutigen Liquidatlon stellte sich wider Erwarten 10 oder 20 Pfund durch Verschmelzung der zu Zeit noch bestehenden beiden Zonen zu einer zu vollenden. Stephan.“ Der Herr Geueral-Postelrector hat also schon als Ziel für die Fortbildung des Packet Porto's in's Auge gefaßt, später die zweite Zone ganz zu reichen und ein einheit⸗ liches Packetporto in ganz Deutschland für die Packete bis zu 20 Pfund einzuführen. Handel und Verkehr. Der Hamburger Adler Linie“(Deutschen Trans— allantischen Dampfschifffabris⸗Gesellschast) ist von Seiten hochachtbarer Nordamerikanischer Cajüls⸗Passagiere, 32 an der Zahl, unter ihnen der Amerik. Consul in Cbent, Mr. Wm“ Finkler, 18 Herren und Damen aus New DHork 208, welche mit dem Dampfer„Lessing“ Capi än Toosbuy, am 6. October d. J., die Reise von New⸗Pork nach Ham burg anraten, neuerdings eine Anerkennung binsichtlich vorzüglicher Schiffs einrichtungen, guter Verpflegung und aufmerksamer Behandlung geworden. Die genaue Wieder— auch Stückemangel heraus, wodurch Deckungskäufe und in Folge deren eine kleine Reprise veranlaßt wurde. Creditactien 247— 47— 48 /. Staatsbahnengetien 317-16¼—17¾. Lombarden 138½. Von Neben⸗ papieren Banken ziemlich behauptet. Bahnen matt. Galizier 29 ¼ͤ—50. Nordwest flau zu 143—42—42½. Für die Hinterbliebenen des Johannes Marbach in Leidbecken sind bei der Exped. d. Anz. weiter eingegangen: Von Pfarrer Bornagius in Fauerbach b. Fr. 1 fl., A. Feiling 35 kt., d. E. v. einer Gesellschast i. d. Restauration Schenk in Naubeim 5 fl., F. W. in Bönstadt 1 fl. 45 kr., Director Dr. Maitbias 1 fl., Director Dr. Schwabe 1 fl. 45 kr., Ungenannt 1 fl., Karl Diehl 18 kr., J. R. in F. 1 fl. 45 ke., durch Herru Heinemann in Nieder-Weisel gesammelt in der dortigen israel. Gemeinde 3 fl. 58 ke., Frau Preßler in Nauheim 30 kr., aus dem Pfarrhause zu Ostheim 1 fl. 30 kr., Ungenannt 30 kr., G. Schulbof 1 fl., Hanau, Hosuhrmacher, 36 kr., S. Garde 18 ke., Trapp& Münch 3 fl. 30 kr., Ungenanns 30 kr., Pfarrer Blumhof in Wohnbach 1 fl., Schlosser Numpf 1 fl., Ungenannt 1 fl., Kasper Metzger, Pb. Reimer, und Schneider in Gambach 1 fl. 30 kr., Assessor Langermann 1 fl., Oberpoftsecretär Hennemann 1 fl. 30 kr., Land richtervicar Bramm 1 fl. 30 kr. J ür Meiningen zingen bei der Expedition des Oberhess. Anzeiger weiter ein: Von Frl. Theobald 3 fl., L. C. T. 1 fl. 45 kr. Aus dem Pfarrhause zu Ostheim 1 fl. 30 fl. Briefkasten. Unter dem Titel: Ein offenes Wort an die Friedberger Aussteller, geht uns ein Artikel mit dem Posistempel Naubeim zu, dem wir die Aufnahme gerne gewähren würden, wäre er uns nicht anonym zu⸗ gesandt. Laut mehrmaliger Erklärung werden ans⸗ nyme Zusendungen absolut nicht beachtet. Der geehrte Herr Einsender möge also seinen Namen der Unterzeich⸗ nelen nur nennen und unserer Discretion sich versichert hallen. Die Redaction. Geld⸗Cours. Frankfurt am 29. Oktober 1874. Piotr„fl. 9 40—42 Holländische fl. 10-Stücke.„ 9 49—51 Ducaten. e Ducaten al maro[„ 5 37-39 20-Frankenstücke„ 9 29½—30½ Englische Sovereigns„ 11 56—38 Russische Imperiales.„ 9 45—47 Dollars in Golde. 726 Akcht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Maria Farina in Cöln. 3034 Das Neueste in fertigen 5 Winterhüten. Putzarbeiten werden wo möglich rasch und geschmack⸗ ll ausgeführt bei f e Bertha Lang, Usagasse. 7 5: Geschwister Schloß in Friedberg 3191 empfehlen ihr Lager in wollenen Hemden, Jacken und Hosen, Filzschuhen und Stiefeln, gestrickten Tüchern, Baschliks und Kapuzen, sowie allen Sorten handschuhen zu den billigsten Preisen. Filz- und Seidenhüte . in 1 N g. Ein Zimmer, 3165 mit oder ohne Möbel, hat zu vermiethen A. Hansteins Wittwe. 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