1874. Dienstag den 30. Juni. N 76. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Erscheint jeden Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Ab Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. bemerkenswerthesten Tagesbegebenhei Notizen, au 12 Das Abonnement beträgt bei der Verlag jährlich 47 kr. mit Bringerlohn. —7 nen g g g brechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten i 2 Datel. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interess landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, ßerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Räthsel ꝛc. und in einem„Rathgeber“ monatliche praktische Winke für Haus- und Landwirthschaft. onnement auf den Oberhessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, antesten und n, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, geschästliche Nachrichten, Markt- und Cours Berichte, Verloosungen von Staatepapieren und locale Anekdoten, te 8. Expedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit A kr. berechnet, bei Tabellen- und Ziffersatz mit 5 kr. Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter— n hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das zweite Halblahr zusenden, wenn nicht aus— drücklich Abbestellung erfolgt. Die Expedition. -Uauhein. 1 Amtlicher Theil. ern u. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: et, U Nr. 18. Postvertrag mit Brasilien Seite 85.— Nr. 19. Uebereinkunft mit den Niederlanden wegen gegenseitiger Zulassung von Medtizinalpersonen zur Praxis 56 get in den Grenzgemeinden Seite 99. 118. Deutsches Reich. testantenvereins hat einen Aufruf krlassen, worin er die evangelischen Glaubens genossen auffordert, bei den Wahlen der Kirchengemeinde-Vertretung „Männer zu wählen, deren christlicher Wandel, 1 wie erprobte Gesinnung die Bürgschaft bieten, saß ste es ebensowenig an Entschiedenheit, wo es gilt, nothwendige Ergänzungen, Sicherstellungen 0 1 und Verbesserungen der Verfassung in's Werk zu Waschkit setzen, wie an friedsertigem, auch abweichende An— sichten achtendem Sinne feblen lassen werden.“ Friedberg f Berlin. Das Reichs eis nbahnamt hat auf e en dea, den 22. Juli Delegirte des deutschen Handels , standes und auf den 31. Juli Delegirte der 1 deutschen Eisenbahnen bebufs Anhörung über die —— Tarifreform berufen. — Die„Post“ schreibt, der Zusammentritt der Brüsscler Conferenz sei jetzt gesichert; die Be— bheiligung Frankreichs dabei sel noch ungewiß, England habe definitive Beschlüsse noch nicht ge— faßt, allem Anscheine nach wären aber die an— saͤnglichen, der principiellen Neutralitäts- Praktik Englands entsprungenen Bedenken geschwunden. ö 25. Juni. * polizeiprässdiums vom heutigen Tage zeigt die kurch Beschluß des Stadtgerichts vom 23. d. M. „ berfügte vorläufige Schließung des Allgemeinen n“ keutschen Arbeitervereins unter Hinzufügung der Strafbestimmungen an, welche wegen Betheiligung en auch nur vorläufig geschlossenen Vereinen ge— setzlich bestehen. Posen. Zur Aufnahme des Weihbischoss Zaniezewski, dessen Verhaftung in den nächsten Tagen bevorsteht, soll das Gefängniß in Kosch- zin ausersehen und demgemäß eingerichtet worden iin. Höxter. Kürzlich kam vor dem hiesigen Areisgerichte der Hirtenbtrief des Bischofs von Jaderborn zur Verhandlung. Die Geistlichen, welche denselben verlesen halten, wurden zu 8 Tagen Festungshaft verurtheilt, dem Bischof ward eine zwelmonatliche Festungshast zudeeretirt. Fulda, 25. Juni. Die Bischofs-Conferenz Urbandelte am heutigen zweiten Berathungs-Tage „sttem Vernehmen nach darüber, welche Kirchen— ysetze bedingt oder unbedingt angenommen werden unten. Ueber die getroffenen Beschlüsse ver— Darmstadt. Der Landesausschuß des Pro- — 26. Juni. Heute findet der Schluß der Bischofs⸗Conferenz statt, welchem ein gemeinsames Gebet der Bischöfe in der Gruft des heiligen Bonifacius folgen wird. Dem Vernehmen nach wird demnächst ein gemeinsamer Hirtenbrief der Bischöfe erlassen werden. Während der Anwesen— heit der Bischöfe sind keinerlei Demonstrationen Seitens der Klerikalen vorgekommen und ist augen— scheinlich das Verbalten des Publikums im Allge- meinen diesmal den Bischöfen gegenüber kühler wie früher. — 26. Juni. technikems verliest Dr. Freitag Namens des Patrio— tenclubs eine Erklärung, nicht für den Titel stim— men zu können, weil die Partei-Regierung des Cultusministers v. Lutz bei der Mehrheit der Be— völkerung peinliche Gefühle erwecke. Minister v. Lutz erklärt: Der persönliche Träger dieser Politik werde zu boch angeschlagen, jeder baper— ische Minister könnte jegt der Anfeindung gewisser Parteien nicht entgeben. Die Zeiiverhältnisse seien mächtiger als die Menschen. An dem Streit in der baperischen Staatskirche sei er(Lutz) nicht schuld. Wenn an seiner Stelle ein ultromontaner, ist angeblich die Redaction des zu erlassenden altkatholischer oder atheistischer Cultusminister stände, Hirtenbrieses übertragen. Die sonstigen Beschlüsse so würden die Gegensätze in der Politik der Staats— werden noch geheim gehalten. kirche auch vorhanden sein. Nichts sei ferner von — Wie man bört, wurde von den hier ver- ihm, als die Verantwortung für das von ihm sammelt gewesenen Bischöfen beschlossen, die 8 Werk Gesetzte abzulehnen, aber diesen Streit Conferenz im Herbst dahier abzuhalten. habe er nicht ins Land getragen. Wenn dem so — 27. Juni. Neuerdings verlautet, es sei wäre, so würde er den Platz räumen, aber er nicht der Bischof von Paderborn, sondern der stehe wie ein Posten im Kampf, darum werde er Bischof von Ermland mit der Redaction des ge- nicht früher weichen, bis derjenige, der ihn dahin⸗ meinschaftlich zu erlassenden Hirtenbriefes betraut gestellt, ihn abberufen werde. Im Uebrigen müsse worden. Man will daraus auf eine mehr ver- er es ablehnen, der allein maßgebende Factor der Dem Bischof von Paderborn söhnliche Richtung der Confserenzen schließen. Regierung zu sein. Seine Minister-Collegen seien Eine Bekanntmachung des Bischof Krementz verweilt noch hier und wird am keine Knaben, sondern Männer selbstständiger poli- Feiertage Peter und Paul am nächsten Montag tischer Ueberzeugung. die Fest- Predigt halten. Die anderen Bischöfe tag's und Genossen habe jetzt nur tbeoretischen sind abgereist. Werth, den practischen wolle er abwarten. Der Hanau, 23. Juni. Eine vorgestern veran- bei dem Zusammenbringen der Unterschristen zu staltete social-demokratische Versammlung wurde dieser Erklärung geübte Terrorismus werde jetzt durch Polizei-Commissär Franksurth, und zwar vielleicht seine Wirkung üben, sich später aber an aus dem Grunde aufgelöst, weil sie als eine der Partei rächen. geschlossene Mitglieder-Versammlung angemeldet— 26. Juni. worden war, sich jedoch auch andere nicht dem der Abgeordnetenkam biesigen Verein Angehörende eingefunden hatten. mit Willig wurde der ausgesprochenen Die Erklärung Dr. Frei- In der heutigen Abendsitzung mer waren sämmtliche Minister, al Ausnahme des beurlaubten Justizministers, ö 1 Auflösung zum Zeichen ihrer Solidarität anwesend. Nach Folge geleistet und der Saal geräumt. langer heftiger Debatte, in welcher Cultusminister Hannover. König Georg scheint ernstlich v. Lutz lediglich sachliche Gründe für die Biwillig— erkrankt zu sein, denn die welsfische„Deutsche ung der angegriffenen Etats Titel bervorhebt, Volks Ztg.“ schreibt:„Neuere Nachrichten über werden die drei ersten der durch den Mißtrauens- das Befinden Sr. Majesät des Königs Georg V. Antrag Freitag's gefährdeten Posttionen ange- lauten leider minder befriedigend. Hoffen und nommen. Die erste mit 77 gegen 76 Stimmen, bitten wir zu Gott, daß der erlauchte königliche die zweite ohne namentliche Abstimmung, die Herr recht bald der Genesung wieder zugeführt dritte mit 79 gegen 74 Stimmen. werden möge!“— 27. Juni. Bei der heute in der Abge- München, 26. Juni. In der Abgeordneten- ordnetenkammer fortgesetzten Berathung des Bau— kammer wurde der Etat des Cultusministeriums, Etate des Cultusministerxiums wurde die Industrie- betreffend Bauten, berathen. In der Speclal-schule mit 78 gegen 75 Stimmen genebmigt, die lautet nichts. discussson des Titels über Erweiterung des Poly. Erbauung einer Operationsballe für die Veterinär- schule, die letzte von dem Freitag'schen Mißtrauens⸗ ontrag bedrobte Position, mit 70 gegen 76 Stimmen verworfen. Die Position ist abgelehnt, das Miß trauensvotums wegen der Stimmengleichheit saktisch aber auch. Kissingen, 27. Junk. Graf Herbert v. Bis- marck, ältester Sohn des Fürsten Bismarck, ist hier angekommen und im„Hotel de Russte“ ab- gestiegen, um für den Reichskanzler Wohnung zu bestellen. Stuttgart, 26. Juni. Der König ist gestern in Friedrichshafen zum Sommer- Aufenthalt eingetroffen. Die Königin ist nach Baden-Baden zum Besuche der Großfürstin Marie gereist und geht von dort nach Jugenheim zum Besuche des russischen Kaiserpaars. Karleruhe, 25. Juni. Die erste Kammer beschloß, der Adresse der zweiten Kammer, welche den Großherzog um Vorlage eines Gesetzes wegen obligatorischer Einführung gemischter Schulen er— sucht, nicht beizutreten, sondern die betreffenden Petitionen der Regierung nur zur Kenntnißnahme zu überweisen.— Das Gesetzblatt publicirt das Altkatholiken-Gesetz. — Ueber die neuesten Versuche, den erz— bischöflichen Stuhl in Freiburg zu besetzen, be— richtet die„Augsb. Post- Ztg.“:„Es wurden bei der vertraulichen Anfrage in Karlszuhe, ob persona grata oder minus grata, zwölf Namen dem Mini— sterium genannt, von denen sieben als minus gratae gestrichen worden sind, darunter die Namen von Abt Maurus Wolter von Beuron, Decan Lender und Anderen. Nar folgende fünf Namen wurden nicht beanstandet: die Bischöfe Haneberg und Hefele, Dieringer, Behrle, Alzog. Das Dom— capitel hat nun eine Liste mit diesen fünf Namen dem Staats- Mintsterium vorgelegt. Eine Antwort ist noch nicht erfolgt.“ Ausland. Oesterreich-UUngarn. Wien. Nach Er⸗ kundigungen, die von competenter Seite eingegangen sind, ist dae Gerücht, wonach der in Hitzing ver- weilende Herzog von Braunschweig in Folge eines Schlaganfalls gestorben wäre, als durchaus un⸗ begründet zu bezeichnen. Der Herzog befindet sich vielmehr vollkommen wohl. 27. Juni. Der Großfürst Constantin Nikolajewitsch ist mit einer russischen Deputation zur Beglückwünschung des Kaisers von Oesterreich als 25jährigen Ritters des Georgs-Ordens hier eingetroffen. Derselbe wurde am Bahnhöfe vom Kaiser und den Erzherzogen Albrecht und Wil- helm herzlich begrüßt. Triest, 26. Juni. Einer amtlichen Meldung zufolge ist in Merdi im Gebiet Benghasi(Tripolis) die Pest mit Beulen ausgebrochen. Die See— behörden in Triest und Fiume haben sofort Sicher— heits⸗Maßregel alles f gegen Ankommende aus Tripolis und Tunis angeordnet. Schweiz. Bern. Die neue Bundesver- fassung hat wieder eine Bresche in die alten Boll— werke einer barbarischen Zeit gelegt. In Appen⸗ zell J. Rh. ist der Galgen und der Stock gefallen und der Scharfrichter seiner Functionen enthoben worden, weil die Bundesverfassung derartige Ein— richtungen und Beamte hinfort überflüssig macht. Frankreich. Paris, 25. Juni. Finanz⸗ minister Magne hat sich heute vor der Budget— Commission entschieden dafür ausgesprochen, daß die an die Bank von Frankreich zu zahlende jähr⸗ liche Amortisations-Quote von 200 Millionen nicht, wie beabsichtigt wird, reducirt werde, er— klärend, daß er die Bank auffordern werde, jede Reduction zurückzuziehen, sowie daß er von der Beibehaltung der bisherigen Ziffer sein Verbleiben im Cabinet abhängig machen werde. Großbritannien. Dublin. Hiesige Zeitungen versichern, der beabsichtigte Zusammen— tritt der katholischen Synode sei auf ein Jahr vertagt, um den Bischöfen zuvor Provinzial-Ver⸗ sammlungen zu ermöglichen. Spanien. Madrid, 26. Juni. 10,000 Carlisten unter Don Alphons sind bei Chelva wegen Wiedereröffnung der nach Frankreich führen⸗ den Eisenbahn geschlossen. — 27. Juni. Gestern hat die Armee des Generals Concha eine Umgehungs-Bewegung voll⸗ zogen und sich dabei der Ortschaften Villatuerta, Laca, Loeraz, Ailloz bei Estella bemächtigt. Die Einnahme von Estella selbst wird für morgen erwartet. — Marschall Serrano hat die Verfügungen über neue finanzielle Maßregeln unterzeichnet, wo— durch sich die Einnahmen um 2500 Millionen, Realen erhöhen dürften.— Dae Gros der repub— likanischen Armee befindet sich noch bei Lerin. Eine Entscheidungs⸗Schlacht steht bevor. Aus Stadt und Land. Friedberg, 27. Juni. Gestern wurde ein biesiger Bürger beim Vorbeigehen vor einem Metzgerhause von dem großen Metzgerhunde ohne jede Veranlassung angefallen und erheblich verletzt. Kann denn hier die Polizei nicht eine Lokalverordnung erlassen, daß die Metzgerhunde, diese Plage Friedbergs, entweder einen Maulkorb tragen oder auf der Straße gefübri werden müssen? Darmstadt. Die„Darmst. Ztg.“ schreibt: Wir sind in der Lage die vorläufige Mit heilung machen zu können, daß die Angelegenheit des dahier zu errichtenden Landes— Denkmals nunmehr in ein enischeidendes Stadium getreten ist. Die öffenttiche Ausstellung der in Folge des Con— curtenz-Ausschreibens eingelangten und noch läglich ein⸗ langenden Modelle wird wahrscheinlich 14 Tage lang vom 5.— 18. Juli d. J. in den Räumen des Saalbau's stattfinden, und die deßjallsige Bekanntmachung in Kürze zu erwarten sein. Hieran wird sich am 19. und 20. Juli die Begutachtung der Preisrichter und die Beschlußfassung des Central-Comile's anschließen. Es ist serner in Aus- sicht genommen, die Ausstellung und Prämiirung der Ent— würse durch ein großes Gartenfest mit Concert und Feuerwerk in dem Saalbau zu beschließen. Da der Zweck der Aus- siellung und der darauf folgenden Begutachtung darin bestebt, dasjenige Modell auszuwählen, welches dahier als Denkmal ausgeführt werden soll, so darf der Besuch der Ausstellung wohl angelegentlich empfohlen werden. Allerlei. München. Der von den Social⸗ Demokraten in Scene gesetzte Bier-Strike hat das Gute gehabt, baß sich bis jetzt 26 Wirthe bereit erklärt baben, keinen Preis⸗ Ausschlag des Bieres eintreten zu lassen. Ruhestörungen kamen bis jetzt nicht vor. Der social⸗demokralische„Zeit⸗ geist“ schätzt die Zahl der Bier ⸗Striker auf 15,000. München. Das„Bayerische Vaterland“ ist über die Noblesse, mit welcher die Kammer der Abgeordneten für die Herstellung eines neuen Kunst⸗Akademiegebäudes 2 Millionen bewilligt hat, sehr ungehalten:„Wir halten das Geld einsach für hinausgeworfen. Der Kunst sowohl, als der Wissenschaft hilst man durch die Paläste nicht auf die Beine; für Pinseleien, wie z. B. Kaulbach sie zuletzt geliefert, ihuls ein Säustall(ei! sauber! d. Setzer.) oder eine Schnapsbude auch.“ Rom. Zum großen Staunen und zur wahren Ent⸗ rüstung der Bevölkerung der Tiberstadt sieht man den berüchtigten Räuber und carlistischen Bandenführer Tristanz frei und ungehindert in den Straßen von Rom spazieren gehen. Zwei Guardia di pubblica ficurezza behalten ihn immer im Auge, aber nur, um ihn vorkommenden Falles vor dem Haß des Volles zu schützen. Er lebt wie ein Gentlemann, wohnt im Hotel d' Alemagna und dinirt bei Spillmann. Tristany stand bekanntlich vor einiger Zeit mit Borjos an der Spitze einiger Räuberbanden in den Abruzzen. Piemont. Der„Corriere della Marche“ berichtet, daß,-als am 14. d. Mis. gegen 11 Uhr Vormittags in dem Dorfe Cerreto d'Est ein Gewitter heraunahte, fünfzehn Personen nichts Eiligeres zu thun hatten, als den dortigen Kirchthurm zu ersteigen und mit allen Glocken zu läuten, in dem Glauben, auf diese Weise am besten den kommen⸗ den Blitz unschädlich zu machen. Indessen war das Ge⸗ witter ausgebrochen und die ersten Blitze, die lossuhren, waren gegen den Kirchthurm gerichtet, wo im Augenblick sämmtliche fünfzehn anwesende Personen bewußtlos zu Boden gestreckt wurden. Mau eille von allen Seiten zu Hülfe und erst nach vieler Mühe konnte man sie zur Be⸗ sinnung bringen; doch war es ihnen noch unmöglich, ein Wort zu sprechen, denn der elektrische Strahl hatte die Zungen Aller gelähmt. Die Meisten waren indeß bald wieder völlig hergestellt, nur 2 schweben noch in Lebens⸗ gefahr, da sie theils am Kopfe, theils am Rücken und am Bauche Brandwunden davontrugen. heuligel 2 ke.; 10 fl. (90 Kil. Linsen! 45 kr.; Fra Strobm, 40 kr. b bis 2 fl. 36 kt., Mai! Juni— 14½ fl. 50 kr., Hafer per Rübböl pe Raps per Häusliche Schularbeiten. Frankfurt. Wie wir vernehmen, sind zwei der- jenigen Individuen, welche mittelst gesälschten Creditbriefs! das Bankhaus v. Bethmann in einen Schaden von über 14,000 fl. gebracht, in Aachen und Köln verhaftet und hierher transportirt worden. Dieselben sollen Amerikaner sein und einer Gesellschaft von zehn Personen angehören, welche eigens über den Ocean gekommen, um die deulschen Banquiers heimzusuchen, was ihnen bereits auch in Mainz, Stuttgart und Mannheim getungen ist. ö K. Hanau. Näher und näher rückt das Fest eu nseres Mainthal⸗Sängerbundes, hier verkünden bereits an den Straßenecken angeschlagene Riesen-Plakale die Einzelheiten des Festes. Für unsere ferner herkommenden Gäste ibeilen wir daraus das mit, was sie zunächst und am meisten für die Einrichtung ihrer Herüberkunft angeht. Samstag den 4. Juli Abends ist hier am Festplatz bereits Vorfeier. Der Festplatz besindet sich im sog. Altstädter Schloß. Des Morgens von ½8 Uhr ab ist am 1. Fest⸗ den Sänger am Bahnbof, von wo in feierlichem Zuge die Angekommenen zum Frübstück auf den Fesiplatz geführt werden. Hier erfolgt 11 Uhr die Generalprobe, dann Aussuchen der Quartiere. Um 3 Uhr Nachmitags ist die Ausstellung des Festzuges auf dem Neustädter Markte und Festzug durch die Straßen der Stadt zum Concert auf dem Festplatze von 5 Uhr ab. Der Festplatz enthält einen offnen Raum zwischen Schloßgebäude und Reit⸗ geselligen Verkehr hergerichteten Räume der Reithalle und des Marstalls, welche vor Kurzem neu aufgeputzt und für ihren eigentlichen Zweck nicht benutzt, eine treffliche Unter kunft gewähren, hoch, hell, lüfug und geräumig. Hier findet nach dem Concert Restauration mit Militär⸗Concert statt. Am zweiten Festtage, Montag den 6. Juli, ist Morgen Ausflug nach dem Park Wilhelmsbad mit Frühstück daselbst. Die Preise für die Betheiligung an dem Feste sind sehr mäßig gehalten; die Festkarten für Zutriit zu allen Theilen des Festes kosten einzeln 1 fl. 12 kr., in balben Dutzenden 1 fl.(en gros- Preis); mit 36 kr. Aufschlag erhält man einen numerirten Platz zum Concert. Die Preise für einzelne Theile des Festes sind zum Concert 1 fl. 45 kr. für numeririè Plätze dann I fl.; 48 kr.; 24 kr. für die folgenden Plätze, 30 kr. für Ein⸗ tritt in die Generalprobe, 30 kr. für Zuttitt zur Restau— ration. Die Musik leisten das biesige Musik-Corps und die Capelle des 88. Infanterie Regiments; die Stücke des Concerts sind zwei Ouvertüren Oberon und Wilhelm Tell; [denn an Gesangstücken außer(Friedberg), der deutsche Sängerbund,(Aschaffenburg) Ossian,(Darmstadt) Kirch⸗ lein,(Offenbach) Wie hab' ich sie geliebt,(Hanau) Im Wald, wo der Fink schlägt und Cbor aus der Schöpfung für gemischien Chor— und von sämmtlichen Vereinen vorgetragen:„Meeresstille, glückliche Fahrt und das deutsche Schwert.“ Für gute Restauration und einen eigenen Sängerwein ist gesorgt; die Semmung für das 1 (Prov. Valencia) von 5000 Republikanern ge— schlagen worden. Zwischen General Concha und dem Carlisten-Chef Dorregaray ist ein Vertrag Fest erhöht sich mit jedem Tag; die Arbenen am Festplatze werden fast von Neugierigen überschwemmt. Die hessische Ludwigsbahn läßt am ersten Festtag, den 5., Abends einen Extrazug 11 Uhr nach Frankfurt ab. tage, den 5. Juli,(Sonntags) Empfang der ankommen⸗ halle ꝛc., hergerichtet zum Concert; daueben die für den Die Regierung zu Oppeln hat eine treffliche Verfügung über häusliche Arbeiten an böheren Mädchenschulen erlassen, die sehr gut auf viele andere höhere Schulen anzuwenden ist und darum in Nachstehendem mitgetheilt wird. „Aus den Berichten, welche über das Maß der häuslichen Schularbeiten in den Privat- mädchenschulen eingereicht worden sind, haben wir entnehmen müssen, daß nicht überall in diesen Schulen das Verhältniß der auf diese Arbeit zu verwendenden Zeit zu der Durchschnittskraft der Schülerinnen richtig erkannt und danach das zu⸗ lässige Maß bestimmt worden ist. Namentlich ist die Menge und die Schwierigkeit der häuslichen Arbeiten mehr nach der Kraft der befähigteren Schülerinnen, als nach der mittleren Begabung der Mehrzahl bemessen worden. Ebenso haben diese Arbeiten mehrfach den Unterricht in der Schule ergänzen sollen in einer Weise, welche den Hauptaccent auf den häuslichen Fleiß legt, während derselbe auf der unmittelbaren Inanspruchnahme der Schülerinnen im Unterricht selbst ruhen soll. Ueberall ist festzuhalten, daß es für den Zweck des Jugendunterrichts auf den geistigen Verkehr mit den Schülern und Schülerinnen in der Lehr- stunde selbst ankommt, um sie zu freudiger Selbst⸗ thätigkeit anzuregen. Sehr zu Unrecht werden die schriftlichen häuslichen Arbeiten vielfach für das Wichtigste im Schulunterricht gehalten und wird dabei ein leiblich und geistig abstumpfendes, mechanisches Verfahren befolgt. Die Zahl der von den Schülerinnen zu haltenden Hefte hat zu— genommen; neben den eingeführten Lehrbüchern werden noch allerlei unnöthige Ausarbeitungen, Abschriften, Reinschriften schon gefertigter Ar beiten ꝛc. verlangt, und was ausschließlich Sacht mündlicher Uebung sein sollte, wird in ungewöhn⸗ licher Ausdehnung zu schristlichen Hausarbeiten benutzt. In der Regel wird die verhältnißmäßige Zu nahme häuslicher Schularbeiten für ein Zeichen sgangesehen werden können, daß es den betreffenden Lehrkräften an Sinn und Geschick fehlt, die Lehr⸗ stunde ihrer Bestimmung gemäß zu benutzen und in vielen Fällen wird darin die Ursache ungenü⸗ gender Fortschritte der Schülerinnen zu suchen sein. ö Um darum den Nachtheilen, welche die Ueber bürdung der Schülerinnen mit häuslichen Schul La Det Es ist geschriebe wagen“ Sie kam gebrach bie Prox noch an o miltel ist bekanntlich großen Ge soffen, Fel von diesen dauungeläf samer wird us nicht z glächer Me Mmißig vort 3 N Be! 105 Mor solen die Assenheim unter den dingungen; werden? ) Nau 98. Sten einnahme seit Januar beziffert sich auf 13,904 fl. beuligen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 17 fl. 2 ke.; Korn(90 Kilo) 12 fl. 32 kr.; Gerste(80 Kilo) 10 fl. 36 kr.; Hafer(60 Kilo) 7 fl. 34 kr.; Molter (90 Kilo)— fl.— kr.; Erbsen(110 Kilo) 12 fl.— tr.; 36 kr., Eier das Hundert 2 fl. 42 kr. Juni— fl.— kr., per Juli 15 fl. 40 kr., per Nov. 14½ fl. Korn per Juni 11 fl.— kr., per Juli 10 fl. arbeiten für die leibliche Entwicklung und Gesund- erhaltung haben muß, vorzubeugen, ist überall darauf zu achten, daß für Lehrgebiete, welche es gestatten, gedruckte Leitfäden und Lehrbücher in Gebrauch genommen und alle schriftlichen Haus- arbeiten in diesen Gebieten untersagt werden. Ferner sind die Pensen für den häuslichen Fleiß in den fremden Sprachen sorgfältig zu überwachen, um nicht bei Präparationen zu Uebersetzungen den Schülerinnen unverhältnißmäßig viel Zeit und Kraftaufwand zuzumuthen. In Zukunft ist es als Maximum anzusehen, wenn die Schülerinnen der Unterstufe eine, die der Mittelstufe eine und eine halbe, die der Oberstufe zwei Stunden täglich zur Bewältigung der häus— lichen Schularbeiten in Anspruch genommen werden.“ Handel und Verkehr. (Oberhessische Eisenbabnen.) Die im Mai er— zielte Mehreinnahme beträgt 3981 fl. Die Totalmehr⸗ Grünberg, 27. Die Preise auf unserem Juni. Linsen(100 Kilo)— fl.— kr.; Samen(90 Kilo) 13 fl. 45 kr.; Kartoffeln(100 Kilo) 4 fl. 33 kr. Frankfurt, 27. Juni. Der beutige Heu- und Strobmarkt war gut befahren. Heu kosteie per Cir. 1 fl. 45 kr. bis 2 fl. 30 kr., Strob per Ceniner 1 fl. 45 kr bis 2 fl.— kr., Butter 1. Qualität 38 kr., 2. Ogalität Mainz, 27. Juni. Productenmarkt. Waizen per 50 kr., per Nov. 10 fl. 10 kr., per Dec.— fl.— kr. Hafer per Juli 11 fl. 42 kr., per Nov. 10 fl.— kr. Rüböl per Juni— fl.— kr., per Oc. 20 fl. 12 kr. Raps per Sept. 18 fl.— kr. reiten Landwirthschaftliches. d t 7 Der richtige Zeitpunkt der Heuwerbung. r ie , 1 Arth 1 1 1 00 1 een, . 00 4 5 1 e 17 n „ 0. 57 Es ist schon so oft und so viel über diesen Gegenstand geschrieben worden, daß es beinabe„Wasser in den See tragen“ heißt, wenn die Sache noch einmal berührt wird. Sie kann aber so lange als nicht genügend in Anregung gebracht angeseben werden, als sie noch nicht überall in die Praxis aufgenommen worden ist und das ist leider noch an vielen Orten der Fall. Der Werth unserer Futter- mittel ist(sonnige normale Beschaffenheit vorausgesetzt) bekanntlich größtentheils von dem mehr oder weniger großen Gehalte an Eiweiskörpern, flickstofffreien Extra— floffen, Fenn und Mineralsubstanzen abhängig. Je mehr von diesen Stoffen vorhanden und je leichter sie den Ver— dauungssäfien dee Thieres zugänglich sind, um so wirk— samer wird auch das Fulter sein. Nun sind aber durch— aus nicht zu jeder Zeit diese nährenden Bestandtheile in gleicher Menge oder in allen Theilen der Pflanze gleich— mäßig vorhanden; es findet vielmehr eine beständige Wanderung statt, so lange die Pflanze im Wachsthum begriffen ist. Von den Blättern aus, wo diese so wich ligen Stoffe aus der von der Pflanze theils durch die Wurzeln, theils durch die Blätter aufgenommenen Nahrung gebildet werden, nehmen sie ihren Weg zurück in den Halm und werden da theils zum Weiterbau der Pflanze verwendet, theils auch an bestimmten Stellen abgelagert. Sobald die Blüthe vorüber ist, wandern alle diese Substanzen dem Korne zu, um für das künftig daraus enistehende Pflänzchen einen möglichst reichen Nährstoffvorrath zu bilden; ja sogar die Wurzel muß einen Theil ihrer Be⸗ standiheile zur Erhaltung des neuen Sprößlings abgeben. Es ist deshalb leicht erklärlich, warum die Samen so außerordentlich reich an Nährstoffen sind, während die übrigen Theile nur noch verhältnißmäßig wenig enthalten; ebenso leicht begreiflich ist es auch, daß alle Pflanzentheile, mit Ausnahme der Körner, vor der Blüthe nahrhaster sein müssen, als nach derselben, so enthalten z. B. zur Zeit der Blüthe Hülsenfcüchte im Kraut 14—15% Pro⸗ teinstoffe, zur Zeit der Reife nur 7—8, dagegen in den Saamen 22— 24%, die Getreidearten zur Blüthezeit im Halme 78%, zur Zeit der Reife nur 2— 4%, da⸗ gegen in den Samen 12— 14%; ebenso verhält es sich auch mit dem zur Heubereitung bestimmten Grase, wenn dasselbe erst nach der Samenbildung gemäbt wird; hier gehen die Körner nun natürlich ganz ver⸗ loren. Ein weiterer Nachteil besteht bier aber noch darin, daß die Holzfaser sowobl an Menge wie an Härte fortwährend zuniamt, also auch die noch zurück⸗ gebliebenen Nährstoffe immer schwerer assimilirbar werden. Es müßte demnach das Gras um so größern Futterwerth haben, in einem je frühern Stadium es geschnitten worden ist, und es ist dies thalsächlich auch der Fall, denn während ganz junges Gras z. B. 24% Prolefnstoffe und 24% unlösliche Pflanzenfaser enthält, bat es zur Zeit der Blüthe nur noch 12% von erstern(it also nicht einmal mehr balb so viel werth), dagegen 300% von letzterer; bei völ⸗ liger Reise siellt sich das Verhältniß noch ungünstiger. Junges Gras ist demnach ein vollkommenes Kraftsutter⸗ mutel und in seinem Nährwerth den Körnern mindestens gleich, während ausgereiftes Gras nur als Magenfüllungs⸗ materal angesehen werden kann, das nicht mehr werth ist, als reifes Stroh. Bei zu frühem Mäben würde nun aller— dings die absolute Menge an Nährstoffen, die wir von einer bestimmten Fläche gewinnen können, zu gering aus— sallen und ist aus diesem Grunde das Stehenlassen des Grases, bis es einen elwas höhern Enwickelungsgrad er— reicht hal, notbwendig. Um nach beiden Seiten bin ge— recht zu werden, ist der geeignelste Zeitpunkt nun der, wenn die den Hauptbestand der Wiese aus machenden Gräser eben in Blüthe zu treten beginnen. In zweifel⸗ hasten Fällen, oder wo andere Umstände die Einhaltung der richtigen Mähezett nicht gestatten, wird man meistens besser ibun, lieber eiwas zu früh als zu spät zu mäben. Es wiegt hier namentlich auch der Umstand noch schwec, daß beim Reifen der Körner auch der Wurzelstock erschöpft wird und da der nachfolgende Graswuchs sich doch beinahe ausschließlich aus diesem heraus bildet, so ist klar, daß durch Reiswerdenlassen des Grases auch ein Theil der Grummeternte verloren gehen muß. Dagegen hat der ausgereifte und ausgefallene Unkrautsame binreichend Zeit und Raum, um sich auf's Kräftigste zu entwickeln. Die Ansicht, daß der ausgefallene Grassame,(Heublumen) zur Regenerauon unserer Grasnarden nothwendig sei, ic nur da richnig, wo eben die alte Narbe duich zu spätes Mähen erschöpft wird, im anbern Falle wird diese Meinung bin⸗ reichend durch den Zustand mancher unserer Grasgärten widerlegt, die oft alle 2—3 Wochen gemäbt werben(wobti von Samenbildung natürlich nicht die Rebe sein kann), ohne daß deßhalb der Grasbestand in irgend einer Weise nothleidet, sofern an Dünger nicht gespart wird,** Herzliche Bitte. Der hiesige Ortsbürger und Handarbeiter Heinrich Vogt betbeiligte sich in voriger Woche an den zur Herstellung des Mineralbrunnens hei Staden nöthigen Arbeiten behufs Erwerbung des täglichen Brodes für sich und seine Familie. Keine Gefahr fürchtend, stieg er in die Tiefe um den Brunnen zu reinigen und wurde von dort angk⸗ sammelter Stickluft schnell betäubt und getödtet, ohne daß er zum Leben hätte zurückgebracht werden können. Er binterläßt eine Wittwe nebst 3 Kin— dern, alle unter 8 Jabren alt, mit Erwartung des 4.— Die Wittwe ist ganz arm, da ihr sebr ge— ringes Eigenthum verschuldet und eben auf dem Zwangs wege veräußert ist. In dieser höchst trau— rigen und hülflosen Lage hat sie uns, die Unter- zeichneten, ersucht, uns bei barmherzigen Menschen— freunden um Mittheilung milder Gaben zu ande Milderung ibres schweren Schicksals zu verwendet. Indem wir dieser Bitte hiermit Folge geben und uns zur Empfangnahme der zu boffenden Gaben bereit erklären, fügen wir die Versicherung binzu, daß wir für zweckmäßige Verwendung der Gaben Sorge tragen werden.—„Selig sind die Barm— herzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ Nieder ⸗Florstadt am 18. Juni 1874. Görtz, Wagner, Kirchenrath. Bürgermeister. Auch die Exped. d. Anz. ist bereit, Gaben in Empfang zu nebmen und weiterzubeför dern. Bereits sind eingegangen: Von Pfarrer Bornagius in Fauerbach 1 fl., Pfarrer Decker in Hochweisel 1 fl., Frl. M. W. aus Nauheim 1 fl., N. N. v. St. 30 kr, [Gesammelt in der Wirthschaft des Jacob Sommer in Hochweisel 1 fl. 46 kr., Trapp& Münch 2 fl. 20 kr. Acht külnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle 10 zu 8 fl. per Dutzend, 1 fl. per halbes Dutzend U 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Maria Farina in Cöln. Vergebung von Bauarbeiten. 1954 Montag den 6. Juli d. J., Morgens 10 Uhr, ollen die zur Wiederherstellung der Hainamühle zu ssenheim nöthigen Bauarbeiten an Ort und Stelle nter den im Termin bekannt gemacht werdenden Be— ingungen öffentlich an die Wenigstfordernden versteigert werden? 1 1) Maurerararbeiten 533 314 2) Steinhauerarbeiten 2182 3) Zimmerarbeiten 134 28 4) Dachdeckerarbeiten 141 2 5) Schreinerarbeiten 252 47 6) Schlosserarbeiten 109 32 7) Glaserarbeiten 85 20 8) Weißbinderarbeiten 147 30 9) Pflastererarbeiten 197— 10) Chaussirarbeiten 70— 11) Mäͤhlenbauarbeiten 1200— 12) Handarbeiten 40— 13) Pumpenmacheraxbeiten 45— tenberg am 24. Juni 1874.. 1. Jun eu, Gemeindebaumeister. Arbeits- Versteigerung. . 119 f ll 1052 Donnerstag den 2. Juli, Vormittags 8 Uhr, sol ile Ansräumung des Flutheanals der Horloff, in der Gemarkung Nieder-Florstadt, an Ort und Stelle in Accord gegeben werden. g 8 Lusttragende für genannte Arbeiten wollen sich um die angegebene Zeit an der sog. Neuen Horloff- Brücke, der Gemarkung Nieder-Florstadt, einfinden. Auis an die Herren Lehrer. Der seither im Selbstverlage des Verfassers Hilfs erschienene 0 bogen 5 über die neuen Maße und Gewichte und das neue Geld— die neuen Münzen 5 im Vergleich zu dem Maß-, Gewichts- und Munz-System im Großherzogthum Hessen f von Fr. Schenk, ist in meinen Verlag übergegangen und soeben in Lehrer in Laubach, 2. vermehrter und verbesserter Auflage erschienen. Das Honorar fließt, wie bei der ersten Auflage, in die Kasse des Lebrerwaisenstifts für Hessen. Dadurch, daß das Heftchen stärker geworden ist, werden. Der Verkaufspreis beträgt jetzt 6 kr. Wegen der Bezugsbedingungen beliebe man Friedberg im Juni 1874. mußte auch der Preis entsprechend erhöht sich hierher zu wenden. Carl Bindernagel. Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 1840 Dienstag den 28. Juli J. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die Hofraithe nebst Güter⸗ stücken der Heinrich Müller II. Wittwe dahier öͤffent— lich meistbietend versteigert werden. Die Flurbuchsauszuͤge über die verkauft werdenden Parzellen liegen bei uns zur Einsicht offen. Friedberg den 13. Juni 1874. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. f den 25. Juni 1874. een Wenk, Bezirksbauaufseher. 1602 Ein reinliches braves * Mädchen, gelches noch nicht gedient zu haben braucht, wird für enen ruhigen Dienst zum 1. Jult gesucht. Näheres di ber Expedition d. Anz. Mom de x. 395 Gulden 1975 Kapital liegen in dex hiesigen Kirchenkasse zur ale baldigen Verauslelhung gegen fünfprozentige Ver— zinsung. Bekanntmasch unn g.— 1967 Durch die Chaussirung des Vieinalwegs Oppershofen nach Soͤdel kann der Weg durch den 2 berger und Oppersböfer Markwald vom 1. Juli lio g; an durch Fuhrwerke nicht mehr befahren werden und muß der Weg von dem Vieinalwege vor dem Markwalde nördlich ab durch die Rubstadt genommen werden. Oppershofen am 26. Juni 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppershofen. Schmidt. 90 1566 Die Graͤfliche Hofgärtuerei in Assenhbelste offerirt folgende Pflanzen; Pelargonium, Narlet., 12 Stück 1 fl., Heliotrop 12 Stück fl. Petunsen 12 Stück l fl., Georginen 12 Stück 1 fl., Bönstadt am 27. Juni 1874. Der Kirchen vorstand. Sommerflor Pflanzen 100 Stück 24 ke. Selleriepflanzen 100 24 kr. PPP — 8 . 1* N 1 7 1 ö a 5 145 „ 14 * 7 1 * 1777 Literaris che. Aus dem Leben des Pfarrers H. v. Maasdyk. An d. holland. von Iskraut Beck, Die christliche Liebeslehre. II. 2 6 Bremiker, Tafeln 4stelliger Logarithmen— Chronik, Allg. kirchliche, von Matthes. 1873 1 — des Volksschulwesens von Seyffarth. 1873— 54 Erk, Reiselieder für Männerstimmen. Heft. 1.— Hallier, Excursionsbuch für Phanerogamen U Hanschmann, System des Fröoͤbel'schen Kinder— gartens 1— 21 Hermann, Lehrbuch der griech. Antiquitäten. 5. Aufl. J. pro J. II. 5 2⁴ Hübner s statist. Tafel aller Länder d. Erde. 1874.— 18 Jäger, Illustr. Gartenbuch. 3. Aufl. Auf Wunsch erfolgen Einsichtssendungen mit Vergnügen. Ueuigkeiten. ff. ar. Löber, Zwei Festreden. 2. Aufl.— 18 Otto, Gesammeltes und Eigenes aus dem Tage⸗ buch eines Schulmanns.— 42 Piderit, Für junge Mütter. Vorschriften über Pflege der Kinder. 2. Aufl.— 21 Schrader, Die Hoͤllenfahrt der Istar. Baby⸗ lonisches Epos. 2 42 Stimming, Der Troubadur Jaufre Rudel. ae Strack, Aus dem deutschen Frauenleben. I. II. à 2 42 Wasserschleben, Die irische Kanonensamm— lung. 3 36 Wolff, Leitfaden zur Geschichte der deutschen Dichtung. I. II. Cursus à— 28 Carl Bindernagel. Regenschirme, 184 in Seide, Zanella und Alpaka, äußerst billig bei K. Friedrich, nelben der Post. Villigstes illustrirtes Familienblatt: N Wöchentlich 2 bis 2½ Bogen.— 1980 Das dritte Quartal bringt die Fortsetzung der mit so großem Beifall aufgenommenen Erzählung „Gesprengte Fesseln“ von E. Werner, welcher sich eine interessante Novelle: „Das Kapital“ von L. Schüching. Außerdem eine Reihe belehrender und unterhaltender Artikel von den bekannten tüchtigen Mitarbeitern. Die Verlagshandlung von Erunst Keil in Leipzig. Postämter nehmen Bestellungen à 56 kr. nur bis 1. Juli an, die Buchhandlung von Carl Bindernagel anschließt. in Friedberg zu jeder Zeit. Vierteljährlich 56 kr., mithin der N Bogen nur ca. 1½ kr. Mit vielen prachtvollen Illustrationen. Turnverein. 1970 Die Vorschule des hiesigen Turnvereins be⸗ ginnt Montag den 6. k. Mts., Abends 8 Uhr. An⸗ meldungen hierzu sind schriftlich bei dem Turnwarten Mahr einzureichen. . Der Wo r st a n d. Bescheudene Anfrage. 1971 Soll das zur rüchtügen Aa gemachte, übrügöns schon löngst dagöwösöne Falle seuner Verwürklüchung auch don Canal bewössern, auf döm gewüsse Leute ühr Schüfflein büs zu dom schönen Hafen dös Gemeunderaths und doͤr Vürger⸗ meustereu fahren lässen könnön? Man möͤrkt dü Absücht und üst v—orsüchtüg, üm Uebrügen zürt Bescheudenheut dön Mann. Dör bökannte Zwückauer. 1966 Bei unserer Abreise sagen wir Freunden und Bekannten, sprechen konnten, ein herzliches Lebewohl. Carl Friedrich Adam nebst Familie. 2 2 2 Ein Schildpatt⸗Fächer 1969 mit brauner Quaste wurde am 21. Juni in Bittong's Garten(alter Kursaal) in Nauheim ver⸗ loren. Dem redlichen Finder 10 Mark Belohnung. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. d. Anz. Klipper⸗Gras⸗Mühmaschinen, 1973 Heuwender und Heurechen sind fertig zu haben in der landwirthschaftlichen Maschinen- und Geräthe— werkstätte von 5 Fauerbach b. Fr. K. Häuser. Oberndörfer Dickwurzpflanzen 1977 per 100 Stück 6 kr. F. Dlouhy, Gartenhaus. RNömischkohlgemüse, 1978 Kernerbsen, Carotter, Zwiebeln billigst bei F. Dlouhky. Ein braver kräftiger Junge 1968 kann das Schmiedehandwerk erlernen bei Holzhausen v. d. H. G. Weinmann. Ein braver Junge 1972 kann unter guten Bedingungen in die Lehre treten Bad-Nauheim. bei Heinrich Knieriem. Herrenhemden, 1512 seine Einsätze, Vorhemden, weiße Unterröcke, Kragen, Manschetten, sowie Kragen und Manschettenknöpfe äußerst billig bei K. Friedrich. Schleifen 1698 in seidenem Bande und allen möglichen Farben, mit metallenen Abzeichen für Krieger-, Sänger- und Turnvereine in Collection von mehreren Hundert Mustern liefert schon von 1½ Sgr. das Stück an L. Meyer, Wiesbaden, Filiale der Bonner Fahnenfabrik. Hrodmehl und Kleie 1893 billigst bei M. D. Loeb. Eine vollständige Wohnung 824 von 5 Zimmern ist sofort im Ganzen oder getheilt zu vermiethen bei Jos. Hoffmann. 5 bis 700 Gulden 1899 liegen in der Ossenheimer Kirchenkasse zum Aus— leihen bereit. Keller, Kirchenrechner. Ein rothscheckiger Faselochse, 1976 17 Monate alt, reiner berner Race, steht zu verkaufen bet R. Isenburger, Frankfurt a. M. Nähere Auskunft ertheilt M. Isen burger, Friedberg. Gute Arbeiter 1979 sucht A. Koob, Herrenkleidermacher. f 8 2 e 5 8 — 22 2* 2 25 8 8 3 U elm. 5 85 25 2 2 2 82 8 8 — 888 8 8 2 Die soeben erschienene Nr. 39 enthält: Das grüne Thor. Roman von Ernst Wichert.(Fort- setzung.)— Ein Wort über die Verbrennung der Leichen. Von Prof. J. P. Lange.— Der Geburtstag der Refor— mation. Culturhistorische Novelle. Mit dem Bilde von Cornicelius: Luther, nachdem er die 95 Thesen an die Schloßkirche zu Wlttenberg angeschlagen.— Am Familien— lische: Kanthippe.— Alte Biernachrichten.— Kerguelen. Am Zaun. Zu dem Bilde von H. Kauffmann. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist vorräthig: Faulenzer für die neue deutsche Reichsmünze Mark und Pfennige in Gulden und streuzer, Thaler und Silbergroschen, Franes und Centimes, sowie umgekehrt nebst Wurftabelle der 20 Markstücke. Auszug aus dem deutschen Muͤnzgesetz und Werth der bekanntesten Gold- und Silbermünzen. 40. Auflage.— Preis nur 6 kr. Wiederverkäufer erhalten angemessenen 2 8 N Codes-Anzeige. Sonnabend am 27. Juni in der Nacht um halb elf Uhr ist meine theure unvergeßliche Ehegattin, Caroline Johannette Friderike Amalie Urich, 25 geb. Hofmann, in ihrem zwei und vierzigsten Lebensjahre zur ewigen Ruhe eingegangen. Wer die Entschlafene gekannt, wird ihr ein achtungsvolles Andenken schenken. Die Beerdigung findet d. y. Dienstag den 30. JI. M. Nachmittags um 5 Uhr statt. Beienheim. 1974 Wilhelm Urich, ev. luth. Pfarrer. Kircheubuchsauszug. Evangelische Gemeinde. Getraute: 21. Juni. Wetzlar, Sohn des Schuhmachers Jacob Lemp daselbst, Fabrikarbeiter dahier, und Margaretha Schneider, Tochter des verstorbenen Ortsbürgers und Leinenwebers Heinrich Schneider zu Burkhards. Getaufte: 21. Juni. Dem Bürger zu Glasgow in Schottland Jean Weber, Geschästsführer einer Portefeuille-Fabrik, eine Tochter, Anna Maria Elisabetha, geb. den 22. Mai. Beerdigte: 26. Juni. Katharina Krahl, Tochter der Barbara Krahl von Bobenhausen iu Kreise Nidda, alt 5 Jahre 11 Monate 17 Tage, 1 den 24. Junt. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Rabatt. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. asserleutungsprojökt Um die wir nicht persönlich Peter Lemp von Allenstädten im Kreise Betreff Un Grund raths, d sofort si. 8 woßhnent §. 7 bi als An.. dieses N Jihrts der Land hächsbeste babe des Zug auf ant lur solche senhligun inen, w meinde 9 blche Eint