1874. Dienstag den 29. Dezember. 153. 0 N 7 enden ia 5 5 2 18 1 9— 3 9* ö 8 17 8 6 D„ n e 5 Dindecker ö 1. i 8 Petitzeil a. 5 int ed N Bier wird mit n 8 Areisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, e Semßag. —— 5————— 5 e 38 Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Dongerstag und Samstag, ersche und bemerkenswerthesten Tagesbegebenhei Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗ Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel; sodann monatlich in dem praet. Rathgeber interessante und belehrende Notizen sür Haus- und Landwirthschaft. Das Abonnement beträgt bei der Verlags-Expedition ohne Bringerlohn von 1875 ab halbjährlich 2 Mark, durch die Post bezogen jedoch vierteljährlich 1 Mark 30 Pfg. Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 11 ö f— dDder Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatbot Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine inen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kur ten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, ze Uebersicht der interessantesten allgemein belehrende und unterhaltende und Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren Pfga⸗ berechnet, bei Tabellen und Ziffersatz mit 14 Pfg. en direct von uns bezogen werden. Aa, Unterbrechung eintritt. du Sachen, Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht aus — i drücklich Abbestellung erfolgt. Die Expedition. A. mu m Amtlicher Theil. * NKitiser 1—— 2 2— 22 Selen n dn Aus dem Großherzoglichen Negierungsblatt ist zu publieiren: r, seu u Nr. 80. Verordnung, die Einheilung cer Volksschulen in Klassen und Abtheilungen und den Lehrplan für die Volksschulen betreffend. en Friedberg am 24. December 1874. Groß berzegliches Kreisamt Friedberg. Tray p. At Betreffend: Die Aufstellung und Sinsendung der Gemeinde-Voranschläge für 1875. Das Großherzogliehe Kreisamt Friedberg an die Großherzogl Unter Bezugnahme auf unsere früheren Ausschreiben vom 4. August, 14. und 31. October, wir Sie hiermit an, alsbald, nachdem die Gemeindevertretung vollständig gewählt und die Gewählt die Wahlen der Vertreter der Forensen stattgefunden haben, Friedberg am 23. Dezember 1874. ichen Bürgermeistereien. 13. Novbr. und 2. Dezbr. dieses Jahres weisen en verpflichtet und in Dienst eingeführt find und die von Ihnen vorbereiteten Voranschläge zu berathen, nach stattgehabter Offenlegung chellsische Wilb. Fertsch. zen, abzuschließen und sofort einzusenden. Trap p. ac U Bekanntmachung. We Betreffend: Die Wahlen zum Kreistag von Seiten der Höchstbesteuerten. düld Berabeck Nachdem in Fol ge unserer Veröffentlichung vom 26. October die des Verzeichnisses der 50 ses Jahres, Kreisblatt Nr. 145, Reclamation erhoben und eine Berichtigung Höchstbesteuerten des Kreises nothwendig gewor den, so wird nunmehr das definitiv festgestellte Verzeichniß der 50 Höchst⸗ zustellen ist. verloren gegangene Anspruch durch Entschließung der Ersatz Behörden eifen besteuerten des Kreises, welche zur Wahl von sechs Kreistagsabgeordneten berufen find, n achstehend zur Kenntniß gebracht. n Friedberg am 26. December 1874. Croßherzogliches Kreisamt Friedberg. burger, 5 Trapp. a 4 Verzeichniß Vorhach. der 50 Höchstbesteuerten des Kreises, welche zur Wahl von 6 Kreistags abgeordneten berufen sind: ö 2 1) Solms⸗Nbödelheim, Max, Graf, Assen 14) v. Lersner, Wilhelm, Rittmeisler. 24) Kleeberger, Wilhelm, Qeconom, Södel. 38) Philipp, Georg, Bierbrauer, Friedberg. lertlißt 116 heim. Rieder⸗Erlenbach. 25) v. Stein, Bernhard, Freiherr, Staden. 39) v. Löw, Frhr., Erwin, Oberlieutenant, 1 derm 2) Scoßberzeglicher Fiscus. 15) Almosenkasten zu Frankfurt, 26) Bausch, Heinrich I., Oeconem, Nieder— Wiesbaden. * 3) v. Blaunfele, Fürst, Braunfels. 16) Schönborn, Wiesentheit, Graf, Heusen⸗ Wöllstadt. 40) Brückmann, Georg, Pacher, Ilbenstadt. Ber bach ö 4) v. Franckenstein, Reichsrath, Ullstadt. stamm. 27) Vorbach, Georg, Müller, Okarben. 41) Buff, Ernst, Pfarrer, Rieder ⸗Wöllstadt. ——ů 959) v. Waldernderf, Graf, Melsberg. 17) Schwenk, Wilhelm II., Nieder Eschbach.] 28) Stoll, Gg. I., Ww., Nieder⸗Wöllstadl.] 42) v. Nordeck zur Rabenau, Oberstlieute⸗ 7 gen 6) v. Lenhardt, Freiherr Ludwig, Darm- 18) Hospital Frankfurt. 29) v. Nordeck zur Rabenau, General- nan, Darmstadt. 70 Zuwel 5 stadt. 19) Hessen⸗Rumpenheim, Prinz Georg Karl,, lieutenant, Darmstadt. 43) Rhode, Graf, Heldenbergen. 3 beck. 7) Solms-Lich, Fürß, Lich. Rumpenheim. 30) Wittich, Matthäus II., Reudel. 44) Pfarrei Nieder⸗Wöllstadt. id Ber 39 v. Löw. Augufl, Rilimeister, Bessungen.] 20) Bausch Konrad Hch., Nieder⸗Wöllstadt. 31) Diehl, Joseph II., Ober-Wölstadt. 45) Salzmann, Heinrich III., Friedberg. — 5 9 Isenburg⸗Wäch lers bach, Graf, Waͤchters⸗ 21) Windecker, Philipp Heinrich, Bierbrauer 32) Stift Sondershausen, Frankfurt. 46) Schudt, Karl Marin, Dorheim. füt Fritobtig. ö bach. Frievberg. 33) Pfarrei Heldenbergen. 47) Harth, Tobias, Oeconom, Kloppenheim. ul! 10) Bender, Daniel, Pofimeister, Butzbach. 22) v. Helmolt, Georg, Wittwe, Posistall⸗“ 34) Stadikämmerei Frankfurt. 48) Ströbel, Andr., Müller, Klein-Karben. * 11) Berna, Geerg, Wittwe, Büdesheim. meifler, Friedberg. 35) Königlich Preußischer Fiscus. 49) Jakobi, Johannes VI., Bürgermeister, 2 1 12) v. Wetzel, Freiherr, Ober-Mörlen. 23) Fauerbach, Heinrich, Oeconom, Nieder 36) Mai, Johannes II., Staden. Rodheim. ts fe ö 13) Kugelhaussonds zu Butzbach. Wöllstadt. 37) Keller, Karl Friedrich Wilh., Ossenheim. 50) Laupus, Gg. I., Ww., Nieder⸗Eschbach 4 8— kirche i 5212 5 Bekanntmachung. N N Betreffend: Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen. tlie“ Diejenigen Militärpflichtigen, welche als einjäbrig Freiwillige dienen Außerdem ist mit dem Meldungsgesuch ein vitae curriculum zu g wollen und im Großherzogthum Hessen nach§. 20 der Militär Ersatz⸗ verbinden. i 1 Instruction vom 26. März 1868(Reg.-Blatt Nr. 21) gestellungepflichtig Bei Nichtbeobachtung der bestebenden Vorschristen, oder Einreichung iel c find, haben ihre Anmeldung schriftlich, unter Berücksichtigung der§§. 148, des Gesuchs nach dem angegebenen Termine, kann die Zulassung zu der As 149, 151, 152, 153, 154 und 155 der erwähnten Militär- Ersatz⸗ nächsten Prüfung nicht statifinden. Der Prüfungstermin, sowie das Local, a Instruction bis zum 1. Februar 1875 f worin dieselbe vorgenommen wird, kann erst später bekaunt gemacht werden; 66%„at: bei der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im eine speeielle Einladung erfolgt nicht. Die unterzeichnete Commission macht 87t%1 März k. J. stattsindenden Prüfung zu unterziehen beabsichtigen. außerdem auf folgende Bestimmungen ausdrücklich aufmerksam. 0 Der Meldung find beizulegen: Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht 1 a. ein Geburtezeugniß; vor dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß bei Verlust des Anrechts 0. b. eine beglaubigte Einwilligung des Vaters oder des Vormundes; spätestens bis zum 1. Februar des Kalenderjahres nachgesucht werden, in tete 6. ein Un beschollenheitszeugniß, welches sür Zöglinge von höheren] welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. 1 ee! Schulen(Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren. Mit. der Anmeldung um Zulassung zum einjäbrigen Militärdienst gte! Bürgerschulen) von dem Director bezw. Rector der betr. Lehranstalt, ist die Aufgabe des Rechts, an der Loosung Theil zu nehmen, verbunden. 7 2.— für alle übriçen jungen Leute aber von der Polizel-Obrigkeit aus- Ausnahmsweise kann der durch die versäͤumte rechtzeitige Anmeldung 121 1 — 11 2* aa A 2 S möge seiner Lobs⸗Nummer disponibel geblieben ist. Im letzteren Falle darf diese Verzünstigung treten, wenn der deßfallsige Antrag vor der zweiten Aushebung, bei welcher der betheiligte Militärpflichtige zu concurriren hat, 3. Instanz wieder verliehen werden, wenn der betheiligte Militärpflichtige noch nicht an einer Loosung Theil zu nehmen verpflichtet war, oder ver- ung verloren gegangenen Commission zu richten. indeß nur dann ein⸗ Darmstadt den formirt wird. Gesuche um Wiederverleihung der durch versälumte rechtzeitige Meld ⸗ Berechtigung sind an die zuständige Kreis ⸗Ersatz · 17. December 1874. Großherzogliche Prüfungs- Commission für einjährig Freiwillige. a b st. Strecker. An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir ersuchen Sie, diejenigen Ihrer Ortsangehörigen, unser Rechner, Herr Stadtrechner Vogt dahier di e Pflegegelder für ungen Montag den 4. Januar 1875 auszahlen wird. welchen Pfleglinge unserer Stiftung anvertraut sind, gefälligst zu benachrichtigen, daß das zweite Semester 1874 gegen Beibringung der vorschriftsmäßigen Bescheinig⸗ Für den Vorstand: Meyer. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großberzogliche Regier⸗ ungsblatt Nr. 61 enthält: Verordnung, die Eintheilung der Volksschulen in Klassen und Aptheilungen und den Lehrplan für die Volksschule betreffend. — Das Gr. Regierungsblatt Nr. 62 enthält: I. Verordnung, die Repertotiengebühren der Secreläre, Actuare und Gerichts vollzieher in der Provinz Rhein— hessen betreffend. II. Vitordnung, die Gebühren der Advocat⸗Anwälte in der Provinz Rheinhessen betreffend. III. Verordnung, die Gebühren der Notare in der Provinz Rheinbessen betreffend. IV. Vererdnung, die Fortfübruns der Grundbücher, insbesondere die dafür zu vergütenden Gebübren betreffend. V. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Erlassung einer neuen Arzneimitteltaxe für die Apotheken des Großberzogtbums Hessen betreffend. VI. Bekanntmachung Gr. Ministeriums der Finanzen, die Fortführung der Grundsseuerkataster betreffend. VII. Bekanntmachung desselben Ministeriums, den Stempel für Flurbuchsauszüge betreffend. VIII. Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Ausgabe neuen Stempelpapiers mit Stempelsätzen in Reichswährung betreffend. IX. Bekanntmachung Gr. Ministeriums der Justiz, betreffend die Umrechnung der Advokaturgebühren in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen in der Reichs⸗ markwährung. X. Bekanntmachung desselben Ministeriums, betreffend die Umrechnung der in der Stempel- und Taxordnung vom 27. August 1822 und den mit derselven im Zu⸗ sammenhang stehenden Geldsätze in die Reichsmarkrechnung. XI. Ermächtigungen zur Annahme und zum Traßen eines fremden Ordens. XII. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: 1) die evangelische Pfarrstelle zu Ginsheim, im Dekanat Groß⸗ Gerau, mit einem jährlichen Gebalt von 1054 fl. 21½ kr.; wird in kurzer Zeit eine Reise nach einem süd⸗ lichen Klima antreten; die Bestimmung seiner Aerzte darüber wird in einigen Tagen erfolgen. Die von ihm hinterlegte Caution von 100,000 Thalern wird ihm, unter Abzug der durch den Prozeß entstandenen Kosten, die sich auf ca. 3000 Thlr. belaufen sellen, in diesen Tagen zurückerstattet. — 23. Dez. Das deutsche Kanonenboot „Albatroß“ ist, von Santander kommend, in dem Hafen von Plymouth eingelaufen. — Die„Neue freie Presse“ in Wien meldet, daß die in dem Arnim Prozesse nur in geheimer Verhandlung verlesenen 13 kirchenpolitischen Er. lasse ausschließlich die Sedisvacanz des päpstlichen Stuhles betreffen und die Stellung zeichnen, welche das deutsche Reich bei dem Tode Pius IX. zur Wahl eines neuen Papstes zu nehmen gewillt sei. — Die durch das erstinstanzliche Erkenntniß im Prozeß Arnim brennend gewordene Frage be züglich der Verwaltung und Behandlung der Ge⸗ sandtschasts-Archtwe des deutschen Reiches ist Seitens des Reichekaͤnzler-Amtes der Lösung nahe gebracht worden. Wie mit Bestimmtheit verlautet, ist die betreffende Instruction bereits ausgearbeitet und und den Bundesregierungen zur Kenntnißnahme mitgetheilt worden. — Die„National-Zeitung“ bestätigt, daß die preußische Regierung den Besitzern preußischer Bank-⸗Antheile zu Neujahr 1876 deren Betheiligung gekündigt hat.— Dem„Reichs- Anzeiger“ zufolge hat der Kaiser dem Cultusminister Falk den Stern zum rothen Adler-Orden verliehen. f Essen. Am 15. d. M. sind auf der Guß⸗ 2) die evangelische Schulstelle zu Hergersderf, im Kreise Alsfeld, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl. Mainz. Bezüglich der biesigen Festungs⸗ bauten scheinen andere Dispositionen getroffen worden zu sein. Wie wir aus guter Quelle vernehmen, ist die Ausführung der großen deta⸗ chirten Außen Forts in weite Ferne gerückt und auch die Ausführung des ersten Forts von der Westfronte, für welches der außerordentliche Credit mit mehr als einer Million Gulden vom Reichs- tag bereits bewilligt ist, wird vorerst unterbleiben. Berlin. Der Justiz⸗Ausschuß des Bundes; rathes hat die Zustimmung des Bundesrathes zu dem aufgestellten Gesetzentwurfe über die Beur- kundung des Personenstandes und die Eheschließ⸗ ung beantragt. Der Entwurf enthält allgemein gültige Bestimmungen über die Erfordernisse der Eheschließung und begründet die ausschließliche Zuständigkeit der bürgerlichen Gerichte in streitigen Ehe⸗ und Verlöbnißsachen. Das Gesetz, welches sich im Uebrigen dem preußischen Gesetze auschließt, soll mit Neujahr 1876 in Kraft treten. — Der„Prov.⸗Corresp.“ zufolge wird der preußische Landtag vermuthlich auf den 14. Jan. einberufen werden und etwa noch 10 Tage gleich- zeitig mit dem Reichstage tagen. — Mehreren Blättern wird von hier gemeldet: „Glaubwürdigen Mittheilungen zufolge hat das Ver Fürsten Bismarck erklärt, es könne für seine persönliche Sicherheit von de nicht einstehen; er möge darauf verzichten, zu Fuß auszugehen und sich eines geschlossenen Wagens 1 l Motivirt ist diese Erklärung, in der unvollständig gelungen sei. Frankreich. Paris. Der zweite Secretär hiesigen deutschen Botschaft, Baron v. Holstein, Es ist in den hiesigen diplomatischen Kreisen hiesige Polizei-Präsidium dem bedienen. von einem Attentat, welchem die Polizei auf der Spur sei, nicht die Rede ist, mit dem Hinweis der auf die maßlose Agitation der Ultramontanen welche den Fürsten Bismarck für die neue„Ge waltthat“ gegen Majunke verantwortlich machten. — Im Wiederspruch mit anderen Mittheil ungen schreibt die Berl. e 1 7 sehr v. Holstein eine Audienz ertheilt hat, und man Graf Arnim sieht darin eine Genugthuung für die Anschuldig stahlfabrik von Friedrich Krupp wieder 4000 Mann gekündigt worden, da die Fabrik bis auf 8000 Mann reducirt werden soll, wo sonst, wie bekannt, 16,000 Mann beschäftigt waren. München. Einer Mittheilung der„Neuen freien Presse“ zufolge gedenkt der Papst der neu bekehrten Königin-Muttec von Bayern die goldene Tugendrose zu verleihen. Stuttgart, 23. Dez. Der Vorstand der Württembergischen Commissionsbank, Fr. Graf, sowie die Precuristen Kühne und Blum sind gestern verhaftet worden. Gleichzeitig wurden sämmiliche Papiere und Bücher des Justituts auf das Stadt- gericht verbracht. Der Grund der Verhaftung ist unbekannt. Die Beamten der Bank wurden heute gerichtlicherseits salarirt. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Die amt⸗ liche„Wiener Zeitung“ veröffentlicht das sanctio— irie Finanzgesetz für 1875, wonach die Deckung des Defic'ts von 8½¼ 0 Millionen durch Rente- verkauf zu erfolgen hat. Schweiz Berr. Die Dibcesan⸗Conferenz des Bisthums Basel beschloß die Aufhebung des Domcapitels in Solothurn und Liquidation des mögens des Bisthums. ö Holland. Haag. „ist aus Berlin wieder hier eingetroffen. - natürlich bemerkt der Kaiser Herr! daß worden, Der Regierung wurde r niederländischen Expebition auf der Insel Réunion telegraphirt, daß die Beobachtung des Venus⸗Durchganges wegen bewölkten Himmels nur ungen und Insinuationen, welche die Vertheidiger des Grasen v. Arnim gegen ihn gerichtet hatten. — In Folge einer Beschwerde des spanischen Botschafters Vega de Armijo hat die Parifer Polizei, wie der„Rappel“ vernimmt, bei ver schiedenen Buchhändlern lithographische Portraits des Don Carlos mit Beschlag belegt, welche die Unterschtift tragen:„D. C. R. D. E.“(Don Carlos, Rey de Espanna). Versallles, 24. Dez. Die Nationalver⸗ sammlung nahm den Gesetzentwurf betreffs der Pariser Stadt- Anleihe von 220 Millionen an und vertagte darauf ihre Sitzungen bis zum 5. Jan. Spanien Madrid. Der„Agence Havas“ wird aus Bayonne gemeldet, daß fich die Car- listen bereit erklärt hätten, das deutsche bei Zarang auf den Strand gelaufene Schiff„Gustav“ gegen Bezahlung der Douane⸗Kosten wieder freizugeben. — General Loma ist von seiner Verwundung wieder hergestellt. Rußland. Petersburg. Einer Dapesche von hier zufolge sind die Nachrichten über Fort⸗ setzung der Brüsseler Conferenz, namentlich über den Zeitpunkt sür die Eröffnung der Conferenz, unbegründet. Die russische Circular-Depesche ist noch nicht einmal von allen Regierungen beantwortet. — Ein kaiserlicher Ukas an den Haus minister spricht aus, daß der Großfürst Nikolaus Kon- stantinowitsch an einer Gemüthskrankheit leide, und stellt denselben unter die Curatel seines Vaters. Der Ukas stützt sich auf ein Gutachten, welches die Aerzte, darunter Zdeckauer und Balinski, nach längerer Beobachtung des Großfürsten erstatteten. Der Ükas wurde durch den Senat publicirt. Amerika. Lima. Nach einer der peruvianischen Gesandtschaft in Paris aus Lima zugegangenen Depesche vom 14. Dezember sind die dortigen Junsurgenten am 7. d. M. vollständig geschlagen worden, ihr Anführer Pierola nach Bolivia ge⸗ flüchtet und die Ordnung darauf wiederhergestellt. Pernambuco. Aus der Provinz Pernam⸗ buco sind die Jesuiten vertrieben worden. China Peking, 21. Dez. Die russische Regierung wollte von ihrer Grenzstation Kiachta nach Peking eine Telegraphen-Linie bauen, erhielt aber nicht die Genehmigung der diesseitigen Re⸗ gierung. Inzwischen erhielt die von der dänischen Regierung incorporirte Great⸗Northern⸗Telegraph⸗ Company vom Vicekönig zu Foochou die Concession zur Herstellung einer Leitung von Foochgu nach Muwy. Rußland verlangte nun ebenfalls die Concession. Die Regierung machte jedoch geltend, jene Concession sei irrthümlich ertheilt und verlangt die Niederlegung der fast fertigen Leitung. Däne⸗ mark intervenirt jedoch und wird darin von Ruß land unterstützt. Aus Stadt und Land. Bad⸗ Nauheim, N. Dezember. Der in nächßer Gemeinderathssitzung zur Abstimmung kommende Antrag Geberinger,— nämlich auf Grund des Art. 43 der neuen Landgemeinde Ordnung die Oeffentlichkeit der Sitzungen des Gemeinderalhs der Stadt Bad Nauheim zu beschließen— wird fortwährend in allen Schichten unserer Bevölkerung lebhaft diskulirt, und dürfte am Platze sein, auf die desfallsige Berathung der 2. Kammer der Stände hier kurz zurückzukommen.— Be⸗ kannilich nahm dieselbe in ihrer Sitzung am 3. Juli 1878 den Antrag Welcker mit 31 Stimmen an, anstatt des frag · lichen Artikels im Regierungsentwurf zu setzen:„Die Sitzungen des Gemeinderaths sind öffentlich. Für einzelne Gegenstände kann durch besonderen Beschluß, welcher in geheimer Sitzung gefaßt wird, die Oeffentlichkeit aus“ geschlossen werden.“ Die Regierung erklärte bei damaliger . „ Berathung, die Fassung des Artikels sei nicht aus Ab⸗ ponach k Oeffenllie unseret S Gevölketu Spannun schwächer und unte nag alle ein einzig hervorgin Cummun leibende oft zwei kreibenee lehleter 300 fl. nicht blo⸗ det Klug Gebeting welche fl verdtäng partheill gelegenhe wiegende Roe! auf Me habende dringlin die Fro drohten Als au ab und if berel ralf, schüler, einer 4 einem so dem Aut — Lon! der Obe Ein Expr den Can wahrsches viele Pa gruben Stufferd wodurch — 2 243 9 Friedberg hat und dohier zu wird Leh. Jahlunges dahlurg verden kö Frieb r eee r — neigung gegen die Oessentlickat, sondern mit Berück⸗ sichtigung der factischen Verhälinisse geschehen, indem nicht üderall die nöthigen Lokalitäten vorhanden seien. Allein die überwiegende Mehrheit der Kammer war dafür, die Oeffentlichkeit der Gemeinderathofitzungen im neuen Gesetz als Prinzip zu wahren. Abg. Welcker meinte, man solle den Weg der Freiheit gehen, und dazu gehöre auch die Oeffentlichkeit; genügend sei es, wenn nur Einzelne eintreten könnten, der ganze Ort brauche nicht zuzubören. In gleichem Sinn sprach sich Abg. Metz aus, der Anttag involvite nicht den Bau besonderer Lokalitäten, vielmehr hätten die Leule auch aus öffentlichen Sitzungen, falls kein Platz da wäte, einsach wegzubleiben, und Abg. Kuhl empfahl die Schulsäle als passende Lokalitäten zu den Gemeinderathssitzungen. Abg. Büchner erklärte sich für die Oeffentlichkeit, damit die Wähler ihre Vertreter beurtheilen könnten, und nicht Einige etwa binter Anderen sich verkriechen könnten; die Oeffentlichkeit befördere die oͤffentliche Sittlichkei.— Später stimmie die 1. Kammer der Stände dem Antrag Welcker nicht zu, und so erschien im Gesetz Artikel 43 in seiner ursprünglichen Fassung, wonach der Gemeinderath jeder einzelnen Gemeinde die Oeffentlichkeit seiner Sitzungen beschlteßen kann.— In unserer Stadt siebt namentlich die Bade⸗Industrie treibende Bevölkerung dem demnächsigen Gemeinderathsbeschluß mit Spannung entgegen. Jung Naubeim ist numerisch schwächer(ca. 250) wie die Parthei der Altbürger(ca. 545), und unterlag deshalb bei den letzten Gemeinderathwahlen nach allgemeinem Stimmrecht so vollsländig, daß nur ein einziger sog. Neusftädter oder Fremder aus der Wahlurne hervorging. Anders ist das Verhältniß allerdings beim Communalsteuer⸗Zahlen, da wirst die Bade-Industrie treibende Bevölkerung incl. Badeanstalt und Saline so ost zwei Gulden in die Gemeindekasse als die ackerbau⸗ treibende Bevölkerung einen Gulden, und während zu letzterer z. B. nur 5 gehören, deren Steuerkapital über 300 fl. deirägt, zählt erstere deren 19. Es wird deshalb nicht blos ein Akt der Billigkeit, sondern auch ein solcher Stuttgart. vorigen Jahre we Rothen berg⸗Capelle Obermann, der büßt, mit einem seiner bei Geri Gewing von 20,000 Thalern gemacht bat. Von hier wird berichtet, daß der im gen eines Einbruchs diebstabls in der zu neunjährigem Zuchthaus verurtheilte zur Zeit diese Strafe in Gotteszell ab- cht deponirten Loose einen Handel und Verkehr. Frankfurt, 23. Dec. markt war ziemlich befahren. bis 3 fl. 12 kr. Butter 1. Qual. 48 tr., 2. Qual. 46 kr. Hundert 4 fl. Karto bis 3 fl. Mainz, 23. Dec. Productenmarkt. März 19 M. 90., per Mai 19 M. 160 M. 15., per Mai 18 M. 80., per Mai — M.—. per Mai 31 M. 45. Raps per April—.— Marburg, 24. Dec. war gering besucht. Eier 1 Stück 16 M. 5. 10 Hlr., Käse 1 1 Stück 25—30 Sgr D. Frankfurt a. M., 24 Dezember. beginnenden Feiertage äußerten selbstverständlich heute ihren stärksten Einfluß und herrschte daher, nachdem der Verkehr sich schon wochenlang in den engsten Grenzen bewegt hatte, eine fast totale Geschäftslosigkeit. Ver⸗ hältnißmäßig fand heute sogar in Anlagepapieren mehr Umsatz als in Spekulationseffekten stalt, so daß die Coutse der letzteren eigentlich nur eine nominelle Be— deutung haben. Das Gleiche wurde auch von den aus— wärtigen Plätzen gemeldet. Creditaktien blieben nahe 241¼ Staatsbahn-Aktien nahe 323½ Lombarden 134¼. Von österr. Bahnen Elbthal fl. 3 höher. Banken lagen der Klugheit sein, wenn der Gemeinderath dem Antrag Gebetinger zustimmt, und damit sowohl der Partbei, welche sich aus dieser Koͤrperschaft durch die letzten Wahlen verdrängt sieht, Gelegenbeit verschafft, fich von der Un⸗ partheilichkeit der Beratbungen unserer städschen Au- gelegenheiten steis zu überzeugen, als auch der über⸗ wiegenden Mehrheit der öffentlichen Meinung Rechnung trägt. Rodheim v. d. H. In der Nacht vom Sonntag auf Montag, Abends um 11 Uhr, wurde bei einer wohl⸗ habenden Wiltwe dabier eingebrochen. Während der Ein dringling Kisten und Kasten nach Geld durchsuchte, erwachte die Fran. Nur mit genauer Noth gelang es der Be— drohten die Thüre zu erreichen und um Hülse zu rufen. Als auf ihr Geschrei Leute kamen, ließ der Dieb von iht ab und floh. Der Thäter, ein übelbeleumundetes Subject, ist bereits ergriffen. Am Dienstag wurde er in der Hef— raithe, in die er eingebrochen war, in einem Versteck auf gefunden und in Haft gebracht. Darmstadt. Ein vielversprechender biesiger Stadt— schüler, noch dazu Confirmand, überfiel dieser Tage einen seiner Mitschüler aus Rachsucht und versetzte ihm mit einem sog. Knickmesser zwei Sliche in den Hals und unter dem Auge. Allerlei. London, 25. Dee. Gestern hat bei Shipton auf der Ostbahn ein großer Eisenbahn Unfall stattgefunden. Ein Expreßzug entgleiste und stürzten mehrere Wagen in den Canal. Bis halb 10 Uhr waren 30 Tode gefunden, wahrscheinlich find aber noch mehr umgekommen und viele Passagiere verwundet worden.— In den Kohlen⸗ gruben von Cronell Hill, in der Grafschaft Nord Staffordshlre, hat eine Gas-Explosion stattgefunden, wodurch 20 Menschen getödtet wurden. Von Staatsfonds 4½ Bayern und 50% matt. Besser sind: Meininger 1½0%, Darmstädter fl. 1½, B üsssler ebenfalls höher. Handelsgesellschaft behauptet. Württemberger anziehend. Oesterr. Rensen besser. Ungarische Schatz⸗ bons fest. Russen von 1872 und 1873 matter. Ungarische Ostbahn⸗Prioritäten steigend. Von Loosen 1854er 1864er, Raab-Grazer und Ungarische höher. Wechsel still, Amsterdam etwas theurer. Telegraphie. Das Bestreben, eine gewisse Wort⸗ zahl telesrahischer Depeschen nicht zu überschreiten, verleitet oft zu Worizusammensetzungen, welche nicht allein sprach⸗ widrig, sondern öfters jede Zusammengehörigkeit der be— lceffenden, als ein Wort geeinigten Wörter ausschließen. Bündige Kürze ist angenehm, doch darf dieselbe nicht zu Mäißbräuchen führen, welche der Telegraphie Schwierig⸗ keiten beteiten. Die Kaiserlich deutsche obere Telegraphen⸗ Behörde hat deßhalb den Telegraphen-Stalionen die An⸗ nabme sprachwidriger Wortzusammensetzungen, wie z. B.; Roggennulleinssäcke, Noggenzweiersäcke, Julianfangverlad⸗ ung u. s. w. untersagt. Die am 1. Januar 1875 in Kraft tretende, vom Reichskanzler vom 18. December 1874 vollzogene, im gesammlen Reichspostdiensse maßgebende neue Postordnung, womit zugleich das bisherige Reglement vom 30. Novbr. 1871 feine Giltigkeit verliert, enthält die neuen, wesentlich veränderten Tarifbestimmungen und werden durch die neue Ordnung visher gebräuchliche posttechnische Bezeichnungen durch deulsche Benennungen ersetzt. Nicht allein müssen Postbeamten diese Ausdrücke im amilichen Verkehr ge— brauchen, sondern auch darauf hinwirken, daß das Publikum sich ihrer bediene.— Folgende Neuerungen sind besonders hervorzuheben; Rekommandirt heißt fortan„Einschreiben“ sendung“, Postmandat„Postauftrag“, Expreßbestellung, Expreßbote„Eilbestellung“,„Eilbote“, Brief- Couvert Der heutige Hen⸗ und Streb⸗ Heu kostete per Ctr. 2 fl. 30 Lc. Stroh per Centner 1 fl. 30—40 kr. Eier das ffeln 200 Zollpfund 2 fl. 50 kr. Waizen per 90. Korn per März Hafer per März 18 M. 65. Rüböl per Januar Der heutige Wochenmarkt Butter kostete 1 Pfd. 11½—13 Sgr., er 10—12 Hl., Hänse per Stück 1 Tolr. bis 1 Thlr. 20 Sgr., Hasen pr. Die morgen oder„eingeschrieben“, rekommandirte Sendung„Einschreib 5 0 e 0 hänge man eine Nuß, an welcher man an einer Seite ein Loch macht, an einer Kordel auf „Brie sumschlag“, poste restante„ postlagernb“, Passagier⸗ Billet„Fabrschein“. Dae Meistgewicht einer Drucksache ist auf 1 Kilogramm festgesetzt und dürfen zu einer Packet⸗ adresse nicht mehr als 5 Packete gebören, die Angabe des Werthes einer Sendung muß in Reichswährung geschehen. Einzahlungen bis 300 Mark zu ässig. Das Porto für Post⸗ karten beträgt 5 Pf., für Druck achen bis 50 Gramm 3 Pf., bis 250 Gramm 10 Pf., bis 500 Gramm 20 Pf., bis 1Kilo⸗ gramm 30 Pf.; für Waarenproben bis 250 Gramm 10 Pf.; die Gebühr für Postanweisungen bis 100 Mark 20 Pf., von 100 bis 200 Mark 30 Pf., von 200 bis 300 Mark 40 Pf.; Für Postaufträge bis höchstens 600 Mark 30 Pf. Für Send⸗ ungen an Einwohner im Orts- oder Landpostbezirke der Aufgabe⸗Postanstalt sind zu erheben: Für frankirte Send⸗ ungen und für unfrankirte Dienstbriese 5 Pf., für andere unfrankirte Briefe 10 Pf. Orts Bestellgebühren: für eine Postanweisung bis 300 Mark 5 Pf. für Werthöriefe bis 1500 Mark 5 Pf., bis 3000 Mark 10 Pf., für höheren Werth 20 Pf.; für gewöhnliche Packete bis 5 Kilogramm 10 Pf., für ein schwereres Packet 15 Pf. Gehören zwei oder mehrere Sendungen zu einer Begleitedresse, so ist für jedes Packet 5 Pf., jedoch mindestens 15 Pf. zu ent⸗ richten; für Wertbpackete je der hö ere Satz für Werth⸗ briefe oder gewöbnlicher Packete. Landbestellsätze für Send⸗ ungen mit oder ohne Wertb, Postanweisung 10 Pf. Für Eilbestellung von Briespoftsendungen werden im Orte 25 Pf., im Landbezirke für jedes Kilometer 10 Pf. als Minimum 50 Pf erhoben, während für Fahrpost⸗Gegen⸗ fände die doppelten Sätze eintreten. Für Zeitungsabtrag⸗ ungen wird jährlich erhoben bei wöchentlich einmaliger oder seltener Bestellung 60 Pf., 2—3 mal wöchentlich 1 Mark; tägliche Bestellung 1 Mark 60 Pf. bei läglich zweimaliger Bestellung 2 Mark. Freimarken und gestempelle Post⸗ karten werden nach dem Nennwertbe des Stempels verkauft, wozu bei gestempesten Briefumschlägen noch ein Aufschlag von 1 Pf. kommt, ungestempelte Postkarten, unbeklebie Formulare zu Postpacketadressen oder Postan⸗ weisungen oder Postauftrag sind zum Preise von 5 Pf. für je 10 Stück zu baben. Der Gießener Anzeiger brachte folgendes„Ein— gesandt:“ In Norwegen und Schweden herrscht ein schöner Weihnachtsbrauch, den wir auch hier befürworten möchten. Als einen Erweis seiner Dankbarkeit für die geleisteten Dienste stellt jeder- mann den Vögeln in den Feiertagen die besten Garben seiner Aernte aus, damit sie sich in den kalten, für sie so verderblichen Schneetagen einmal recht satt fressen können. Wir möchten darum die armen Vögel auch einer kleinen Weihnachtsbe— schrerung bei uns empfehlen und glauben, daß, wer einmal angefangen hat die zutraulichen Thier⸗ chen zu füktern, was an Fenstern, auf Dachrinnen und erhöhteren trockenen Plätzen in Höfen geschehen kann, diese dankbare Arbeit nicht wieder aufgeben wird. Was wäre unsere schöne Umgegend ohns die Vögel.(Ein Mitglied des Thierschutzvereins.) Unserer früheren Aufforderung zur Anlegung von Futterplätzen ist vielfach Folge gegeben worden. Wir bitten, nicht zu ermüden und immer neue Plätze anzulegen. Die Vögelchen gewöhnen sich sehr schnell und bringen täglich neue Gäste mit. Für die Sperlinge, Hänflinge, Buchfinken und Lerchen streue man Brodkrumen, die Amseln fressen am liebsten faule Aepfel, für die Meisen * „ nn t n ga chung. 3813 Nachdem die Ehefrau des Adolph Engel in Friedberg auf Sicherstellung ihrer Illaten angetragen hat und der Großherzogliche Hoftaxator Schwarz dahier zum provisorischen Masseeurator ernannt wurde, wird Letzteres mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß ahlungen für Adolph Engel bei Meidung doppelter Nablung nur gültig an Massecurator Schwarz gemacht werden können. Friedberg den 14. Dezember 1874. Großherzogliches Landgericht Friedberg. e.. Allwohn, Landgerichts-Assessor. em., 3823 Handelsmann Andreas Boch zu Hanau hat seine Jnsolvenz angezeigt und ist zur summarischen Schulden— liguivatlon und zum Güteversuch behufs Abwendung des förmlichen Concurses Termin auf den 22. Januar 1875, Vormittags 9—10 Uhr, in das Local des unterzeichneten Gerichts anberaumt worden. Hierzu werden die Gläubiger des Cridars unter dem Rechtsnatheil, daß die nicht erscheinenden als dem Beschhuß der Mehrheit beitretend angesehen werden und mit dem Bemerken, daß ein etwaiger Ver— „ nur durch Anschlag im Gerichtslocal ver— ffentlicht werden soll, eingeladen. Cöst er. „dt. Winkler 3708 bei f 20 C 1 40 kr. 7 Abnahme von mindestess 20 Centner 1 Hanau am 17. Dezember 1874. N N* Credit bis Ende August 1875 gegen Königl. Preuß. Amtsgericht, Abtheilung II. e 1 41 kr. per Gen the. Holz- Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 3838 Montag den 4. und Dieustag den 5. Januar sollen im Distrikt Kellersberg versteigert werden: 70 Raummeter Kiefern Rundscheitholz von 2½ Meter Länge, 116 Raummeter Kiefern⸗Stockholz, 2550 Wellen Kiefern-Reisholz, 544 Kiefern Stämme von 15—36 Centimeter Durch— messer bis zu 18 Meter Länge mit 286,84 Kubik⸗ Meter, 6 Eichen⸗-Stämme mit 0,84 Kubikmeter und 26 Kiefern-Stangen mit 3,39 Kubikmeter Inhalt. Das Klafter- und Reisholz kommt am Montag Vor— mittag, das Stamm- und Stangenholz am Montag von 12 Uhr an und am Dienstag zur Versteigerung. Zu sammenkunft jedesmal Morgens 10 Uhr auf, dem Garben⸗ teicher Vleinalweg, eirea ½ Stunde von hiesiger Eisen— bahnstatlon. 5 ch, 23. Dezember 1874. Wim men auer, Forstrath. Steinkohlen, 650 fl. leihen bereit. 8 0* 5⸗A N* Versteigerungs-Anzeige. 3803 Mittwoch den 6. Januar 1875, Vormittags 10 Uhr aufangend kommen bei Unterzeichnetem 1) MU drei Jahre altes Stutfohlen, 2)] ein Jahr altes Hengstfohlen, 3) eirea 50 Walter Probsteier Hafer, 4)„ 200 Centner Wiesenheu, ö unberegnet und 55 200 18 Kleeheu, von vorzüglicher 6„ 100 1 Krummet, 0 Qualtät, e. Waizenstroh, 8 6 Fuder Kornstroh zu Strohseil, 9 10„ Gerstenstroh, 10)„ 14„ Haferstroh, 11)„ 200 Koͤrbe Spreu, 12)„ 400 Walter Kartoffeln, 13)„ 500 Centner Dickwurz unter dem Anfügen zur öffentlichen Versteigerung, daß sämmtlich besonders verzeichnete Gegenstände zusammen, als auch von jeder G. voll abgegeben werden konnen, einladet Calbach bei Büdingen im Dezember 1874. Dre ler. für sich attung einzelne Wagen wozu Steigliebhaber 3779 In der katholischen Kirchenkasse zu Oppershofen (Kreis Friedberg) liezen vom 1. Januar 1875 an gegen hypothekarische Versicherung zum Aus— K. Friedrich blace- Handschuhe Ph. Dan. Kümmich. neben der Pet. — tetags-Gratulationskarten, Carl Bindernagel. Ueufah ernsten und komischen Inhaltes, in großer Auswahl bei Bekanntmachung. 3822 Bei der Mathildenstiftskasse zu Friedberg find vom 1. Januar 1875 an die Zahl⸗ tage wie folgt, festgesetzt worden: 1) für die Angehörigen des Friedberg, Mittwochs; 2) für die Angehörigen der Stadt Friedberg und der Landgerichtsbezirke Bad⸗Nauheim, Altenstadt und Hungen Samstags. Es wird erwartet, daß sich die Interessenten schon von Morgens 8 Uhr an, jedeu⸗ falls Vormittags, an der Kasse dahier einfinden, weil bei dem großen Andrang die Nachmittags Erscheinenden nicht mehr auf Abfertigung rechnen können. Die Abgabe der neuen Schuldscheine muß wie bisher, bis Dienstag Mittag geschehen. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen alsbald öffentlich bekannt machen zu lassen. Friedberg am 22. Dezember 1874. Der Director G. Trapp II. Der Fpar- und Vorschuß-Verein zu Steinfurth ist zu jeder Zeit geneigt, Güterkaufschillinge gegen billigen Nachlaß anzukaufen. Die hierauf Reflectirenden werden ersucht, sich dieserhalb direct an den unterzeichneten Vor- stand wenden zu wollen. Steinfurth den 24. November 1874. Spar- und Vorschuß- Verein zu Steinsurlh. (Eingetragene Genossenschaft) 5 Müller. Södt ler. Grenadin, Mull und Tüll Mayer J. Hirsch. Billigstes illustrirtes Familienblalt: Landgerichtsbezirks Friedberg, ausschließlich der Stadt 3834 in allen Farben, für Ballkleider empfiehlt Tarlatan 3839 ö Wöchentlich 2 bis 2½ Bogen.— Vierteljährlich 1 Mark 60 Pf. U(16 Sgr.), mithin der Bogen nur ca. 6 Pf. Mit vielen prachtvollen Illustrationen. 3835 Wit dem 1. Januar beginnt der 23. Jahrgang. Es gelangen in demselben zunächst folzende Erzählungen: „Das Capital“ von Lebin Schücking, 3„Eine namenlose Geschichte“ von E. Matlitt, 1 5 Ein kleines Bild“, Erzählung von Erust Wichert(Verfasser von„Schuster Lange“) 70. Von den demnächst erscheinenden belehrenden und unterhaltenden Artikeln heben wir vor 1a f 3 Am Grabe eines Märtyrers. Mit Abbildung.— Der Wüstenfuchs und das nächtliche Thierleben 9 er Oase. Von dem Afrikareisenden G. Schweinfurt. Mit Abbildung.— Räuber und Wegelagerer im flanzenreiche. Von Carus Sterne. Mit Abbildung.— Am Sterbebette eines Kaisers in ider Wiener Hofburg. Mit großer Illustration ꝛc. ꝛc. eee 5 Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Postämter nehmen Bestellungen 1 Mark 60 Pf.(16 Sgr.) nur bis 1. Januar an, die Buchhandlung von Carl Bindernagel in Friedberg zu jeder Zeit. Ein eleganter Schlitten Ausloosung. 3843 steht zu verkaufen bei 5 Unterm Heutigen wurden von den Aetien des 8. Heinrich Schmidt J., die Erbauung dessen Hauses Bad Nauheim Christian Wagner. betreffend, folgende Nummern zur Auszahlung gezogen: 3751 Im Institute in Friedrichs orf bei Homburg sind Nr. 25. 67. 22. 122. 12. 83. 56. 3. 87. 17. 59. sogleich zu verkaufen: 1 hochträchtiges Ackerpferd(240 50 1 zweipferd. Göpeldreschmaschine(7 Fuder per Tag), in Empfang genommen werden. Friedberg den 27. Dezember 1874. (Manne zu pachten gesucht. Der Betrag kann den 1. Januar bei Unterzeichnetem] pottwein Punsch, Arac⸗Punsch, Burgunder⸗Punsch in ganzen und halben Flaschen sowie Arace de Batavia, Num de Jamaica in vorzüglichster Qualität empfiehlt 3844 C. F. Walz. 3840 Heute frische Egmonder Schellsische bei Wilh. Fertsch. Orangen⸗& Vanille⸗Punschessenz 3842 zu billigen Preisen. C. Görtz. Ananas ⸗Arac⸗Punsch⸗Essenz, Rum ⸗Punsch⸗Essenz, Arac de Batavia, Kum de Jamaica Christian Werner, Kaiserstraße. Ein Kinderjäckchen, 3830 roth mit schwarzen Tupfen, ist bei der Christ⸗ bescheerunz der Kinderschule verloren gegangen; man bittet dasselbe in der Kinderschule abgeben zu wollen. Einen einspännigen Wagen 3836 mit sämmtlichem Zubehoͤr hat zu verkaufen Wohn bach. Johannes Mühl III. 3800 Unterzeichnete haben sich verständigt vom 1. Januar 1875 an für Rasiren 3 kr., Haarschneiden und Rasiren 6 kr., Haarschneiden allein 4 kr. zu nehmen. Rodheim». d. H. Jäger und Worret. 3809 Gesucht sogleich oder Peterstag ein braves Mädchen gegen guten Lohn in eine kleine Haus haltung. Näheres bei der Exped. d. Anz. Ein Kindermädchen 3832 gesucht auf Peterstag. Anzufrazen bei Carl Trapp, Firma Trapp& Münch. Ein Oeconomie⸗Gut, 9837 mittlerer Größe, wird von einem cautionsfähigen 3841 bei Offerten wolle man die Pachtverhältnisse und Oröße des Gutes beifügen und solche baldigst an die Annocen⸗ Expedition von GG. L. Daube 8 Co., Limburg a. d. L. unter Chiffre A. Nr. 612 einsenden.(D. 8717.) Universal⸗Reinigungs⸗Salz. 3272 Von allen Aerzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstoßen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwer⸗ den, in /, ½, ½ Original-Packelen mit Gebrauchs-An⸗ weisung 36, 18 und 9 kr. nur allein acht und direet bezogen von Wittwe J. A. Windecker. 8 . 3 95 N 8 5 S 25 75 8 aheim. — 0 38 8 9 22 — 8 85 87 Die soeben erschienene Nr. 13 enthält: Wetterwolken. Roman aus der vaterländischen Ge⸗ schichte von Georg Hiltl.(Fortsetzung.)— Die drama⸗ tische Stunde des Reichstags am 4. Dezember 1874. Aus persönlicher Anschauung geschildert von Haus Blum. — Die kleine Doktorin. Novellette von W. v. Dün⸗ heim.(Schluß.)— Wie die Markstücke geprägt werden. Von Th. Coßmann. Wit 6. Originalzeichnungen von Fritz Schulz.— Erlebnisse eines Carlisten⸗ Offiziers. V. VI.— Am Familientische: Ein ungarisches Reiter⸗ stücklein. Mit Originalzeichnung von J. Schönberg: Lieutenant v. Zubowits auf der Caradoe während seines Nittes in Frenkreich. Zu Bestelungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Verantw. Red.: Carl Bindervagel. 1 Dampf- Apparat zum Futterkochen(77 fl.), 1 Glas- wagen(200 fl.). Philipp Ritzel, Gerbermeister. Oruch und Verlag von Carl Bindernagel. Samstag den 2. k, M. 1 5 erscheint keine Rummer d. Bl. und müssen Inserate, welche in der Donnerstags-Nummer Auf— nahme finden sollen, längstens dis Mittwoch den 30. d., Vormittags 9 Uhr, bei uns eingelaufen sein. Die Expedition. Aneldot. bgogen K Beke ber d. Civilb. die Ze bestand Taggel der G geordn angestt leidet, von f. Veka die Re Ruhest des& Schuld oder E nechnun aus dei gelreten gültige in den Dunsor dieses Nenann Staats zogliche bis En