1874. Dienstag den 29. September. . 115. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Am 1. October — beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei den Posistellen vierteljährlich 38 kr., mit Bestellgeld 47 kr. Bei der Verlags⸗ Expedition kostet der Anzeiger für das kommende Quartal 30 kr. Auswärtige Abonnenten sind gebeten, ihre Bestellungen bei den Poststellen oder Post⸗ boten baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Anzeigers keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exemplare geliefert werden können. Die Expedition. Nr. 45. Friedberg am 25. September 1874. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt ist zu publieiren: sub. 3. Bekanntmachung, die Einführung der Reichsmatkrechnung detteffend. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Betreffend: Landwirthschaftliche Statistik. 10 iüer Ech b. u 10 Ur. vergeben werden. dieses Jahres an die betreffenden Gemeinden zu Butzbach, 25. September 1874. folgt, nachdem die betreffende Großherzogliche Oberförsterei den Samen für gut erkannt hat. Zur Submissionseinreichung für Lieferung der Bucheln und Eicheln bis zu einer Station der Main-Weserbahn von Butzbach bis Betreffend: Die Vornabme der Feuervisitation in 1874. Veröffentlichung. Betreffend: Die Anschaffung des Holzsamens für die Communalwaldungen des Kreises Friedberg für 1875. Die für die Communalwaldungen des Kreises Friedberg für 1875 erforderlichen Bucheln und Eicheln sollen mit zusammen 213 ½ͤ Hectoliter Bucheln und 660¾ Hectoliter Eicheln auf dem Wege der Submission Die Bucheln und Eicheln müssen vollständig gesund und ausgewachsen sein und die Lieferung hat spätestens am 15. November stattzufinden. geschehen. Zahlung er⸗ Einladung. Friedberg am 23. September 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 4 Es stehen noch Viele mit Rücksendung der Feuervisttationsprotokolle für 1874, mit Nachweis über die Herstellung der vorgefundenen Gebrechen zurück und erinnern wir darum hieran mit Frist von 3 Tagen bei Meidung unangenehmer Verfügung. T r A Friedberg den 25. September 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die rückständigen Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir erinnern wiederholt an die Erledigung der in rubricirter Angelegenheit erlassenen Verfügung mit Frist von 8 Tagen. Ter a pp. Vilbel werden Lusttragende eingeladen und hat dieselbe bis zum 12. kom- menden Monats mit der Aufschrift:„Submission für Bucheln und Eicheln für die Communalwaldungen des Kreises Friedberg“ verschlossen bei uns Am Dienstag den 13. October, Vormittags 10 Uhr, findet auf unserem Bureau Exöffnung der eingereichten Submissionen statt, wobei den Submitteten überlassen Friedberg am 23. September 1874. ist, anwesend zu sein. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. * Trapp. Die Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Butzbach und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf Samstag den 3. October, Nachmittogs 3 Uhr, zu einer Besprechung im Rathhaussaale hier ergebenst eingeladen. Unter Anderem wird Herr Dr. Heuser Vortrag über die Einrichtungen und Zwecke der Ackerbauschulen halten und Herr Oeconom Friedrich Wagner sich darüber aussprechen, in welcher Weise die Vertilgung des Hedderichs am wirksamsten vorzunehmen ist. Geer Deutsches Reich. Darmstadt. Am 14. d. Mts. wurde dem Oberforstrath bei der Oberforst- und Domänen- Direction, Heinrich Ludwig Bose, der Character als„Geheimer Oberforstrath“ verliehen und der Geometer J. Classe, Heinrich Sommer aus Mainz, wurde zum Obersteuercalculator I. Classe bei dem Katasteramt ernannt. Darmstadt.(Militär ⸗Dienstnachrichten.) Nach dem neuesten„Militär-Wochenblatt“ wurden befördert: zum Obersten Ob. ⸗Lt. v. Zglinitzki, Commandeur des Großh. Feld⸗Art.-Rgts. Nr. 25. Zu Oberst-Lts.: Major v. Bötticher vom 3. Gr. Inf.⸗Regt.(Leib-Regt.) Nr. 117, Major Schach von Wittenau beauftragt mit der Führung des 1. Großh. Drag.⸗Rgts.(Garde Drag. Ngts.) Nr. 23. Ferner wurden am 22. Sept. v. Netzer, Haupim. und Comp. Chef im 2. Großh. Hess. Inf.-Regt.(Großherzog) Nr. 116, unter Besör— derung zum Major in das Magd. Füs.⸗Regt. Nr. 36 aggregirt, Brentano, Hauptm. und Comp.“ Chef im 3. Großb. Hess. Ins.-Regt.(Leib-Rgt.) Nr. 117,— unter Besörderung zum überzähligen Major dem betreffenden Regiment aggregirt, Schön, Set.⸗Lt, vom 2. Großh.(Leib-) Drag.“ Rgt. Nr. 24 à la suite des Regts. gestellt. — Die zweite Kammer ist nunmehr, wie ver⸗ muthet, auf den 1. October einberufen. Auf 15 Tagesordnung stehen die Wahl-Prüfungen bezüglich der Abgeordneten Küchler, Handelskammer-Präsident Weber von Darmstadt, Advocat Weber von Offen- bach, die Wahl eines Seeretärs an Stelle des aus der Kammer ausgeschiedenen Abg. Greim und das Pensions-Gesetz. Die Berichte des Kirchengesetz-Ausschusses dürften morgen im Druck vollendet sein. Offenbach. Das Lager der Lassalleaner in Offenbach, worin sich wider Stürtz in der Person des„Bevollmächtigten“ A. Bleß ein Gegenpapst aufgethen hat, steht in hellen Flammen. Nach mehreren Entrüstungs Inseraten in der hiesigen Zeitung zu schließen, scheint eine ungenügende Abrechnung über in die social-demokratische Reichs- tagswahl-Casse geflossene Gelder bei diesem ganzen heftigen„Streit unter Brüdern“ auch wesentlich mitzuspielen. Die Finanzwirthschaft ist überhaupt einer der faulsten Flecken im Bereich Lassalleanischer Weltverbesserungs-Wirthschaft. Berlin, 25. Sept. Der deutsche Gesandte in Rom, Herr v. Keudell, welcher heute seine Rückreise angetreten hat, nimmt, wie die„D. R.“ C.“ hört, ein eigenhändiges Schreiben des Kaisers an den Kögig von Italien mit, in welchem unser Kaiser sein Bedauern ausspricht, daß er seinen Wunsch, in diesem Jahre ihn noch in Rom zu besuchen, aus Gesundheitsrücksichten und auf An— ordnung seiner Aerzte aufgeben muß. Paderborn. Das„Westphälische Volks- blatt“ veröffentlicht ein Schreiden des Bischofs Martin an den Oberpräsidenten der Provinz Westphalen vom 15. Sept., worin er die Tags zuvor ihm zugestellte Aufforderung zur Amts- Niederlegung auf's bestimmteste zurückweist. Usingen. Durch Beschluß der k. Regierung vom 11. d. ist dem Caplan Zimmer zu Haintgen „zur Verhinderung der unbefugten Ausübung von Kirchenämtern“ die Stadt Biedenkopf als Aufent- haltsort angewiesen worden. München. Wie man erzählt, wird ein Brigade General wegen mangelhafter Fübrung seiner Brigade beim letzten Manöver venstonirt werden. Würzburg, 26. Sept. Die Versammlung der deutschen Anwälte welche eben bier tagt, hat mit allen gegen eine Stimme eine Resolution be— schlossen, in welcher sie die Regelung der Ver— bältnisse der deutschen Anwälte durch eine vom Reiche zu erlassende Anwalte⸗ Ordnung fordert. .. PPP* 1 —.— ANN lich eine Mission seines Oheims, sondern nur die Absicht, als Unter-Lieutenant in die Dienste des Don Carlos zu treten. — Gegenüber den Anschuldigungen spanischer Journale weist der„Moniteur“ auf die in letzter Zeit an der Pyrenäengrenze stattgehabten Beschlag- nahmen von für die Carlisten bestimmtem Material hin, indem er constatirt, daß fast das gesammte carlistische Kriegsmaterial den Carlisten zur See zugeführt werde, während die Einführung zu Lande wegen der ihr entgegenstehenden Schwierigkeiten nur unbedeutend sei. — Der„Moniteur“ sagt in einem Artikel: Stuttgart, 24. Sept. Die Generalver⸗ sammlung des deutschen Gustav-Adolphs Vereins wurde beute geschlossen. Von derselben wurde die alljährlich zur Vertheilung gelangende Liebesgabe dem Dorfe Saccen bei Königsberg i. Pr. zuge⸗ sprochen. Die nächstjährige Versammlung wird in Potsdam stattfinden auf Einladung der dortigen Behörden und einem besonderen Wunsche des Kaisers folgend. Ausland. Oesterreich⸗UUngarn. Wien, 24. Sept. Die„Neue fr. Presse“ meldet: Der Abschluß des ungarischen Anleihegeschäftes zwischen dem Finanz. 5 N 1 5 dae den e e dure deen See ee be en beute erfolgt. De Emittirung der Anleihe 958 Frankreich feindliche; drei Madrider Blätter schienen folgt in Schatzbonds, die in 5 Jahren rückzahlbar A 1 sind. Der Uebernahmscours ist noch unbekannt es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, den öffent- 885 8 5„lichen Geist Spaniens mit der Idee einer fremden 0 Zeltpuntt 58 Enussion nach bevorftehen Intervention zu befreunden. Das Blatt glaubt, e seit er 755 7 0 98— Ber- daß die öffentliche Meinung Spaniens, wenn sie een inen den Slerteichlchen taats“ befragt gegen eine anti- nationale Ahenteurer— eisenbabngesellschaft und der rumänischen Eisenbahn⸗ Politik iber wüde, und sagt zum Schluß; gesellschaft sind heute zum Abschlusse gebracht worden. Die Macht der Tbalsachen prangt Spanien 15 Der rumänischen Eisenbabngesellschaft munen da“ Rückkehr zu einer constitutionellen Regierung, um din Fertigstelung. e e nothwendiges Element für den deuropäischen Bahnen erforderlichen Geldmittel vollständig zur Frieden zu werden CCC October ein Zusammentreffen mit der dann rück. 1875 955 e mit 40 Willtenen Ausgaben kehrenden Kaiserin Elisabeth in Baden-Baden bei över 10 Millionen mehr ale kü Jab 1874, 0 al in? i 9 g 8 5 5 52 pen de ien ee ar mit 103 Millionen Einnahmen festgestellt ist. Abend in Wien eingetroffen. Stundenlang vor- Das bestehende Deficit mit 7¼ Millionen bofft ber waren sämmtliche zur Nordbahn führende der Minister ohne Erhöhung der Steuern durch ; die Ueberschüsse der indischen Finanzverwaltung Straßen von einer ungeheuren Menschenmenge be- 8 2 4 5 0 sch 9 und das Mehrerträgniß dee ordentlichen Steuern zu decken. Alle Bedürfnisse, selbst die Fortsetzung des Aischinesenktieges, seien vorgesehen, ohne daß setzt. sowie der Bürgermeister an der Spitze des Ge meinderaths empfingen die Ankommenden. Das Publikum brach in einen unbeschreiblichen Jubel aus. Unter fortwährendem Hochrufen und Hüte— schwenken bestiegen die Nordpolfahrer die Wagen, welche durch die wogende, begeisterte Volksmasse nur schrittweise vorwärts fahren konnten. Die am Bahnhofe erschienenen zahlreichen Deputationen von Corporationen Oesterreich-Ungarns schlossen sich dem Zuge an. Von dem glänzenden, groß- artigen Empfange gerührt, dankten die Führer der Expedition der unaufhörlich zurufenden Volks menge. Morgen Abend findet der Empfang in der Geo- graphischen Gesellschaft statt, welchem der Protector derselben, Kronprinz Rudolph, beiwohnt. — 26. Sept. Der Ministerpräsident, Fürst Auersperg, und die übrigen in Wien anwesenden Minister sind heute Vormittag bei den Führern der Nordpolexpedition vorgefahren, um ihneu ihren Besuch abzustatten und sie zu der glücklichen Rück. kehr nach Bewältigung der im Dienste der Wissen⸗ schaft durchgemachten Mühsale und Gefahren zu beglückwünschen. — 26. Sept. Fürst Milan von Serbien ist hier eingetroffen.— Die feierliche Sitzung der Geographischen Gesellschaft, in welcher Payer und Weyprecht über die Nordpolexpedition berichten werden, ist bis zum 30, d. M. vertagt worden. Schweiz. Bern, 24. Sept. Der Post⸗ Congreß beschloß die Errichtung eines internatio- nalen Post⸗Büreaus ähnlich dem internationalen Telegraphen⸗Büreau, dessen Organisation Gegen- stand späteren Beschlusses sein wird. — 25: Sept. Der internationale Postcongreß beendigte die erste Lesung des Postvertragsentwurfs und wählte Paris einstimmig als Congreßort für das Jahr 1877, wofür der Vertreter Frankreichs dankte. Den sofortigen Beitritt zu dem Unions- vertrage ließ derselbe noch zweifelhaft. Frankreich. Paris. Bei seiner Durch- reise durch Sizille bei Grenoble wurden Thiers Seitens der Bevölkerung Ovationen dargebracht. Thiers hielt eine Ansprache, worin er die Hoff— nung auf eine dauernde Befestigung der Republik als Regierungsform des Landes ausdrückte. Wie man der legitimistischen„Etoile d' Angers“ von hier meldet, ist Graf Bardi, der Neffe des Grafen Chambord, dessen Ankunft hier vor einigen Tagen gemeldet wurde, nach Spanien abgereist. Dieser junge Prinz hätte nicht eigent⸗ Vice⸗ Admiral Poeckh an der Spitze zabl⸗ reicher Marine- Offiziere, Generale und Offiziere, außerordentliche Mittel nothwendig würden. Großbritannien. London. Der„Stan- dard“ enthält ein Telegramm aus Dublin, des Inhalts, daß der Amnestie-Association die Mit— theilung zugegangen sei, Disraeli werde Irland besuchen und der Königin die allgemeine Begna— digung der senischen Gefangenen anempfehlen. — Dem„Globe“ zufolge fand zwischen Eng⸗ land und Spanien eine Correspondenz über eine von spanischen Küsten- Offizieren auf englischen Kauffahrern vorgenommene Durchsuchung statt. England habe keine Satisfaction gefordert, sondern nur die Erwartung ausgesprochen, daß in der Folge umsichtiger verfahren werden würde. — Die Delegirten der Berg Arbeiter von Staffordshire und Woreestershire find geneigt, eine Lohn⸗Herabsetzung anzunehmen. Spanien. Madrid, 24. Sept. General Moriones bat 4 carlistische Bataillone bei Pambe- luna geschlagen.— Die Carlisten haben Andorra angegriffen, das sich weigerte, die Waffen und die übergetretenen entwaffneten Mannschaften aus- zuliefern. Italien. Rom. Der König uaterzeichnete am 20. d. in Turin ein Decret, durch welches die Auflösung der Kammer ausgesprochen wird; dasselbe soll nach Minghetti's Rückkehr hierher veröffentlicht werden. Mailand. Der„Pungolo“ meldet: Die zwischen der Schweiz und Italien bestehende Grenz⸗ Differenz ist am 23. d. durch den amerikanischen Gesandten Marsy schiedsrichterlich entschieden. Der Anspruch Italiens wird danach für begründet er— kannt und Italien ein Gebietszuwachs von 800 Hektaren zugewiesen. Amerika. New⸗Nork. Die Baumwollen⸗ Fabrikanten von Neu-England haben vorgeschlagen, die Production der Fabriken um ein Drittel herabzusetzen. Aus Stadt und Land. Friedberg. Es ist erfreulich constaliren zu können, daß bei den Bürgermeisterwahlen in Butzbach, Lan genhain, Maibach, Massenheim, Münster, Oppershofen, Rodheim und Staden die seitherigen Bürgermeister sämmtlich fast einstimmig wieder gewählt worden sind, einmal weil da⸗ durch constatirt, welche brauchbaren Kräfte seither diesem Amie vorstanden, und dann, weil es wohlthuend ist, daß die Bürger der betreffenden Orte deren Verdienste auch die gebührende Anerkennung durch die Wiederwahl zu Theil haben werden lassen. Friedberg. In ber am 21. September zu Offenbach abgehaltenen Generalversammlung bes Landesgewerbvereins, erwähnte dessen Präsident auch die beiden lokalen Aus⸗ stellungen zu Mainz und Friedberg. In Bezug auf letztere wurde wörtlich gesagt:„Auch in Friedberg bildete sich ein Comité von Gewerbtreidenden und Freunden des gewerb⸗ lichen Forischrittes, um daselbst eine Ausstellung von In⸗ dustrie⸗ und landwirthschaftlichen Erzeugnissen der Wetterau zu veranstalten. Diese Ausstellung hat die ge⸗ hegten Erwartungen übertroffen und ein er⸗ sreuliches Bild der Leistungs fähigkeit der dortigen Industrie gegeben.“ Dieser erfreulichen Mittheilung können wir noch eine andere anfügen, die nämlich, daß die Diplome für die Wetterauer Ausstellung nunmehr bald den Auszuzeichnenden zukommen werden, nachdem jüngst die Zahl der vom Gewerbverein zu ver- leihenden Medaillen ihre Feststellung gefunden hat. Friedberg. Wir machen darauf aufmerksam, daß der Organist an unserer Stadtkirche, Herr Taubstummen⸗ Lehrer Schneider, am 11. d. Mts. ein Orgelconcert in Gemeinschaft mit andern bewährten musikalischen Kräften zum Besten der Meininger Abgebrannten geben wird und dürfen wohl die Hoffnung aussprechen, daß die Bewohner unserer Stadt und Umgegend ihr Interesse an diesem Concert um seiner selbst willen, sowie auch der Verwendung des materiellen Ertrags wegen bethätigen werden. Friedberg.(Ein zweiter Frühling). Nach heißem, trockenem Sommer brachte uns der August einen frühen kalten Herbst. Die Früchte sind schnell gereift; viele Bäume schon blätterlos. Da bringt uns ber Sep⸗ tember einen zweiten Frühling. Tags August⸗Hitze und Nachts die Milde des Maies. Bereils zeigt sich die Wirkung der neuen Jahreszeit. Am Schillers Platz sind mehrere Kastanien⸗Baͤume milk ftischem grünen Laub ge⸗ schmückt. An einem sprossen die rothen Leuchter-Blüthen empor. Ju einem Garten am Mainzer Thor blühen zum zweitenmal die Trauben. Junge Früchte sind bereits aus⸗ gebildel. f Schwalheim. Am 256. d. fand die Bürgermeister⸗ wahl dayier statt und es wurde der seitherige Bürgermeister Hensel mit allen abgegebenen Stimmen wieder gewählt. Dieses Wahlresultat ehrt sowohl die Gemeinde Schwalheim wie ihren Bürgermeister. Durch zehnjährige tüchtige Amts⸗ führung, sowie durch ein stetes Berellsein, Arm wie Reich mit Rath und That zu dienen, hat sich Bürgermeister Hensel das Vertrauen seiner Gemeinde allgemein erworben. r- Nockenberg. Bei der gestern dahier statigehabten Bürgermeisterwahl wurde von 117 Abstimmenden der seit⸗ herige Bürgermeister Krämer mi 59 Stimmen wieder gewähll. Von ultramontaner Seite wurde alles Mögliche zur Erreichung der Summenmajorität für Gaswirth Landvogt aufgeboten. Letzterer erhielt jedoch nur 35 Summen. Mit dazu, daß Krämer wieder gewählt wurde, hat insbesondere beigetragen, daß derselbe, weil als partheilos bekannt, fast alle Stimmen der im der Strafanstalt Marien⸗ schloß Angestellten(Evangelischen) erhieli. Büdingen. Die von Herrn Seminarlehrer Wahl zu Friedberg bei hiesiger Odst⸗, Blumen- und Gemüse⸗ Ausstellung nach geschehener Aufforderung ausgestellien Modelle der Obstbäume-Veredlung haben auch hier allge⸗ meinen Beifall gefunden und die Preisrichter haben ein⸗ stimmig dem Aussteller„ehrende Anerkennung“ zu Theil werden lassen und der Freude Ausdruck gegeben, daß den Seminaristen zu Friedberg in solch anschaulicher Weise Anregung, Interesse und Kenniniß sur; spätere Betreibung eines wichtigen Zweiges der Landwirlhschaft gegeben wird. Maibach, 23. Sept. Bei der heule dahier stattge⸗ habten Bürgermeisterwahl wurde der seuberige Bürger⸗ meister, Herr Konrad Philippi II. von den 34 anwesenden Wahlberechtigten einstimmig wiedergewählt. Mit dieser Wahl gibt sich die Gemeinde ein ehrendes Zeugnch, indem sie die Verdienste ihres seit 1836 ununterbrochen im Amte befindlichen Bürgermeisters zu würoigen weiß, dem auch schon vor 3 Jahren von Seiten Hoher Regierung eine ebrende Auszeichnung zu Theil wurde, welche ihn für seine lange und treue Wuksamkeit mit der Verdienst⸗ medaille„Für langjährige treue Dienste“ decorirte. Darmstadt, 25. Sept. Seine Königliche Hoheit der Großherzog desuchte gestern Nachmittag von bier aus das Elisabethen-Waisenhaus in Nieder Ramstadt. Auf der Rückfahrt gerieih Se. Königl. Hoheit in eine große Gefahr, indem in der Nähe des Bessunger Telegraphen⸗ Bureaus der Großherzoglichen Equpage der Wagen eines Traisaer Mannes, dessen Pferd scheu geworden war, in Carriere enigegenranie. Ein Ausweichen der deiden Ge⸗ fährte war nicht mehr möglich, doch wurde die Wucht des unvermeidlichen Anpralls dadurch gemildert, daß die Pferde der Equipage sofort zum Stehen gebracht waren, worauf der Großh. Kutscher und der dienstihuende Lakai das scheue Pferd, welches sich in die Geschirre der Großherzog⸗ lichen Pferde verwickelt hatte, rasch vom Wagen lösten, so daß Seine Königliche Hoheit alsbald, ohne den Wagen verlassen zu haben, die Fahrt forisetzen konnte. Allerlei. Fulda, 23. Sept. Gestern Nachmittag entstand im Staatswalde der Oberförsterei Giesel zwischen den Dörfern Istergiesel und Giesel ein nicht unerheblicher Waldbrand, welcher einige dreißig Morgen junger Tannenschläge innere halb dreier Stunden in Asche legte. Meiningen, 24. Sept. In dem eine Stunde von hier enifernren Orte Obermaßfeld hat eine Feuersbrunst 10 bis 15 Häuser und 10 Scheunen verzehrt. Der Her⸗ zog und der Erbprinz eilten sofort zur Brandstelle. Meiningen, 24. Sept. Die zur Zeit hier einge: gangenen Unterstützungsgelder belaufen sich auf ewa 240,000 fl. Die reichlich fließenden Liebesgaben erleichtern 1 den baslel fit in ban oller,. fach Span! hallen Feendigung glerbings — Verf pn Fr 9 Ubr anf Gben der dem Haufe, dn Mobil Gold, Stüble, Bettstell perl K. sonstig Affentlich ar Fjuzerk wer Friedl — 2 228 8 .——... Dang s u u n en es Verte 160 9 D Fasers 10 Arbeit, 0 9. Okto von dre werden . Fri 0 In eee 5 sollen i biegen gnachver blietend 7 dFDlur W 2. N 1 2. 5 5 „0 N. 9 1 2. 8 . 8 3. NL d. 1 8— G N N 9 1 N pole F 0 hiest lich 0 n Fl N A é Eur 0 U U 77 — Al 1 1 . 0 1 1 5 — 1 2 2 1 2 99 4— 1 3„ 5 5 2 rug ðͤ— ö 2 1 2 5 k 11 1 7 1* 71 7** 1 4* g„ 3 14„ ö 3 6575 84 4 n t b * 50 U * . * 15 1 1. den rastlos schaffenden Hilfscomitees ihre mühevolle Thätig⸗ keit in dankenswertbester Weise. Die Aufgabe des Wohn- ungscomites ist natürlich die schwierigste, doch haben auch bier die Verhältnisse in letzter Zeit sich günstiger gestaltet. Der Bau von 3 Baracken zu je 9 Wohnungen ist bereits sest vergeben, ein auswärts gezimmertes Haus ist käuf⸗ lich erworben worden, und der Erwerb eines größeren Vergnügungslocals in Aussicht genommen. Man hofft, es werde gelingen, eine Mehrzahl von kleineren Arbeiter- wohnungen bis zum Winter herzustellen, und endlich sind die bier vielfach vorhandenen Gartenhäuser heizbar ge— macht worden. Kehl. In den letzten Tagen haben sich mehrere junge Elsässer, welche hier in Arbeit standen, verleiten lassen, nach Spanien zu Don Carlos zu gehen. Die Leute er— halten 600 Fr. Handgeld und das Versprechen, daß nach Beendigung des Krieges weitere 2400 Fr. gezahlt werden, allerdings eine ziemlich unsichere Verheißung. Breslau, 23. Sept. Die„Schl. Ztg.“ meldet: Die erste Leichen⸗-Verbrennung wu de heute Nachmittag in der städtischen Gasanstalt im Beisein des k. Polizei- Präsidenten Frhrn. v. Uslar⸗ Gleichen sowie mehrerer Aerzte und Naturforscher ausgeführt. Die Leiche einer alten, im Hospital verstorbenen Frau, welche keine Ange⸗ hörigen binkerläßt, war zu diesem Behufe von der Hospital⸗ Verwaltung überwiesen worden. Elwa eine Stunde, nach— dem der entseelte Körper in den Gasofen eingeführt worden war, zeigte sich das Werk der Auflösung als vollzogen. Handel und Verkehr. Grünberg, 26. September. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 12 fl. 50 kr.; Korn(90 Kilo) 9 fl. 30 kr.; Gerste(80 Kilo) 8 fl. 20 kr.; Hafer(60 Kilo) 5 fl. 35 kr.; Molter (90 Kilo) 8 fl. 20 kr.; Erbsen(110 Kilo) 11 fl. 22 kr.; Linsen(100 Kilo)— fl.— kr.; Samen(90 Kilo) 13 fl. 14 kr.; Kartoffeln(100 Kilo)— fl.— kt. Frankfurt, 26. Sept. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war besser als der Mittwochsmarkt befahren. Heu kostete per Ctr. 2 fl.— kr. bis 2 fl. 50 kr. Stroh per Centner 1 fl. 12 kr. bis 1 fl. 20 kr. Butter 1. Qual 44 kr., 2. Qual. 42 kr., 3. Qual. 38— 40 kr. Eier das Hundert 3 fl. 6 kr. Kartoffeln per 200 Zollpfund 2st 12 kr. bie 2 fl. Mainz, 26. Sept. Productenmarkt. Waizen per Nov. 12 fl. 15 kr., per März 12½ fl., per Mai 12½ fl. Korn per Nov. 9 fl. 50 kr., per März 9 fl. 40 kr., per Mai 95 fl. Hafer per Nov. 10 fl. 30 kr., per März 10 fl. 40 kr., per Mai— fl.— kr. Rüböl per Oct. 17 fl. 27 kr., per Mai 18 fl. 54 kr. Raps per Sept. 16 fl. 40 kr. Versteigerungsanzeige. 2827 Freitag den 2. Oetober d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen auf freiwilligen Antrag der Erben der verstorbenen Bürgermeister Fritz Wittwe, in dem Hause des Bäckermeisters Wilhelm Rumpf verschie— dene Mobiliargegenstände ꝛc. zc., als: Gold, Silber, Stand- und Taschen-Uhren Tische, Stühle, Commode, 1 Schreibseeretär, 2 Sopha's, Bettstellen, Portraits, Kleiderschränke, Weißzeug, Bett— werk. Kleider, Spiegel, Glas und Porzellan, sowie sonstig Haus und Küchengeräthschaften öffentlich an den Meistbietenden gegen Baarzahlung ver⸗ steigert werden. 5 Friedberg den 19. September 1874. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. reer. Proc lam. 2894 Schneidermeister Nicolaus Kiefer dahier hat seine Ueberschuldung bei Gericht angezeigt und ist Termin zur summarischen Schulden⸗ Liquidation und zum Güte— versuch auf den Oktober d. J., anher anberaumt. erden bierzu unter dem Rechtsnachtheil eingeladen, daß die Nichterscheinenden als dem Beschluß der Mehrheit bei— tretend angesehen werden. Etwaiger Vergleichsbescheid wird schlag im Gerichtslolal veröffentlicht. Hanau am 22. September 1874. Königl. Preuß. Amtsgericht, Abtheilung II. C ö st er. »dt. Winkler. Vormittags 9— 10 Uhr, lediglich durch An— Versteigerung von Pflasterarbeiten.“ 79 Die zur Herstellung eines Banquett⸗ und Chaussee pflasters im Eingang zu Ober⸗Rosbach erforderliche Arbeit, veranschlagt zu 154 fl. 15 kr., soll Montag den 5. Oktober d. J., Morgens 10 Uhr, im Wirthslocal von Frau Ruppel zu Ober⸗Rosbach öffentlich vergeben werden: Friedberg den 26. September 1874. Großherzogliches Kreisbauam: Friedberg. Rei gt. Immobiliar-Versteigerung. 2900 Montag den 5. Oktober l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag des hiesigen Bügers und Bäckermeisters Karl Stelz die nachverzeichneten Immobilien öffentlich an den Meist— bietenden versteigert werden: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 2. 541. 31. Hofraithe in der Stadt, 2. 275. 13. Eisenmagazin(Scheuer) daselbst, 2. 70,3. 40. Grabgarten, Liebfrauengaͤrten, e ee 40. daselbst, 2. 75. 22. daselbst, 4. 187. 39. Grabgarten im Ohrloch, 55 273. Acker auf dem Bock, 13. 23. 164. Acker, Großgalgenfeld. Friedberg den 26. September 1874 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Jou a r. Immobiliar⸗Versteigerung. 2890 Montag den 5. Oktober l. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachbeschriebenen Immo— bilien ouf freiwilligen Antrag der Erben des verstorbenen hiesigen Bürgers Johannes Philipp Engel J. öffent⸗ lich an den Meistbietenden versteigert werden. n d deer g.: Flur. Nr. Klftr. 15 26. 142,7. Grabgarten in der Stadt, 1. 25. 137. Grasgarten daselbst, 5. 113. 141. Grabgarten am Mainzerthor. Friedberg den 23. September 1874. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. I ue d r. Kartoffeln 2649 kauft Friedberg. A. Stahl Wittwe. Die Gläubiger des ze. Kiefer werden 5 F Das vierte Quartal bringt außer den Schlußeapiteln der spannenden Novelle von E. Werner:„Ge— ö 3* Wöchentlich 2 bis 2½ Bogen.— 2 1 Bogen nur ea. 1½ kr. sprengte Fesseln“, Erzählungen von Villigstes illustrirtes Familienblatt: Vierteljährlich 56 kr., mithin der nit vielen prachtvollen Illustrationen. ö Herman Schmid:„Die Geschichte vom Spötterl“. E. Werber, Verfasser von„Eine Leide pol-Expedition. in Friedberg zu jeder Zeit. Postämter nehmen Bestellungen à 56 kr. nur bis 1. Aus den bayrischen Bergen. nschaft“(Jahrgang 1872):„Ein Mettor“. Aus der großen Reihe der belehrenden und unterhaltend-instruetiven Artikel heben wir heror!„Der letzte Sonnensohn“. Historische Skisze von Johannes Scherr.— Der Dichter von„Mein Leopolv“. Von Julius Stettenheim. Mit Illustratlon.— Fritz Reuter's„Louising“. Mit Illustration.— Die österreichische Nord⸗ Die Verlags handlung von Ernst Keil in Leipzig. Oetober an, die Buchhandlung von Carl Bindernagel 1— 7 5 2 2 A* Versteigerungs-Anzeige. 2899 Dienstag den 6. Oktober d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in der Behausung der Kinder des verstorbenen Georg Schäfer(der Post gegenüber) auf freiwilligen Antrag verschiedene Mobiliargegenstände, als: 3 goldene Uhren, 2 Sophas, 3 Commoden, 4 Kleiderschränke, 8 vollständige Betten, mehrere ö Nußbaum ⸗Tische, 3 Nachttische, Weißzeug, 1 Parthie, Zinn, Wirthschafts- und Meggereigegenstände, 1 Hundewagen, sowie sonstige Haus; und Küchen⸗ geräthschaften öffentlich an den Meistbietenden ver— ö steigert werden. Friedberg den 26. September 1874. ö Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. ne Aepfel-GVersteigerung. 200 7 Donnerstag den 1. Oetober, Mittags um 12 Uhr anfangend, sollen die hiesigen Gemeinde- Aepfel, eirea 70 Malter, in Abtheilungen meistbietend versteigert werden. Fauerbach v. d. H. den 28. September 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach v. d. H. Philipps. 2— 22 Ein Schäfer 2898 für die Gemeinde Fauerbach b. Fr. wird gesucht und wollen sich Lusttragende sofort bei unterzeichneter Bürgermeisteret melden. ö Fauerbach b. Fr. den 28. September 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. Hbf vi ch. 1 „% ́( 2893 Freitag den 9. Oktober er, Vormittags 11 Uhr, wird hier ein ausrangirter 6sitziger Personenwagen in öffentlicher Auetion zum Verkauf gestellt. Die Verkaufs- bedingungen werden bei der Versteigerung bekannt ge— macht. Der Wagen, welcher sich zum Privatgebrauch noch sehr gut verwenden läßt, kann täglich eingesehen werden. Friedberg den 25. September 1874. Kaiserliches Postamt. ö J. D. Hennemann. Windhund, ein junger, mittelgroßer, mit rother Halsbinde, hat sich verlaufen. 2877 der auf den Namen Mineo geht, Dem Wiederbringer eine Belohnung. Friedberg. Franz Megerle Ein Schneidergeselle 2857 und ein Kappenmacher können sofort in Arbeit treten bei Melbach. K. Wedemann 8 Sohn. 2830 IIlustrirte Frauen-Zeitung. Ausgabe der„Modenwelt“ mit Unterhaltungsblatt. Gesammt-Auflage allein in Deutschland 180,000. ö Erscheint wöchentlich. Pro Quartal 1 fl. 30 kr. Jährlich: 24 Nummern mit Moden und Handarbeiten, gegen 2000 Abbildungen enthaltend. 12 Beilagen mit etwa 200 Schnittmustern für alle Gegen- stände der Toilette und etwa 400 Musterzeichnungem für Weissstiekerei, Soutache eto. 12 Grosse colorirte Modenkupfer. 24 IJlustrirte Unterhaltungs-Nummern. Grosse Ausgabe. Pro Quartal 2 fl. 30 kr. Jährlich, ausser Obigem: noch 36 grosse eolorirte Modenkupfer, darunter 12 Blätter mit etwa 150 histo- rischen und Volkstrachten. Die Modenwelt. jährlieh: 24 Nummern mit Moden und Handarbeiten sowie 12 Sehnittmuster-Beilagen(wie bei der Frauen- Leitung), ö kodtet pro Quartal unt 45 kr. ö Abonnements werden sederzeit angenommen Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in 1 Friedberg. PPP —.—˙ð p A7 ö Ä. n Zur Gemeinderathswahl. 2891 Zu den bereits in diesem Blatte angeführten Eigenschaften, die ein Gemeinderathsmitglied haben und nicht haben soll, haben wir hinzuzufügen, daß vor Allem Bildung, Intelligenz und Wabrung der Manneswürde vorausgesetzt werden muß, wenn Jemand unter die Vorgeschlagenen zum Gemeinderath gesetzt werden soll. Wir halten dafür, daß diese Mannes würde nicht in öffent⸗ lichen Veranlassungen verletzt wird und erwarten außerdem, daß ein Gemeinderathsmitglied die Fähigkeit besitzt, die Beschlüsse des Stadtvorstandes, welche gar oft in öffentlichen Localen zur Be; sprechung gelangen, in würdiger, durchaus angemessener, nicht gar zu bemerklicher Weise zu vertreten weiß. Jur Gemeinderaths-Wahl. Viel Namen sind bereits Euch hergezählet„Wählt nicht den Mann, der Euch vom„runden Tische“ Fürwahr, recht schwer wird Euch die Wahl gemacht,„Ohn' Euer Zuthun, wird aufoetroirt, D'rum seid recht gründlich, Wen Ihr wählet,„Ihr gleichet sonst zu sehr dem dummen Fische, Und nehmt auf Alles fein Bedacht.„Vor dessen Nam'„Stock“ figurirt.“ Wenn Ihr erlaubt, soll Euch ein Rath hier werden: „Wählt nicht den greisen, lebensmüden Mann, „Wählt auch den Jüngling nicht, der kaum auf Erden, „Sich dünket schon zu sein ein Mann.“ „Wählt nur den Mann auch nicht von jener Clique, „Die unberufen und nur um den Namen „Eingreifen in's Gewerbs Geschicke, „Mit Kohlen, Wein und Kaffee kramen.“ „Wählt die Männer, die wir fußend vorgeschlagen, „Von Vielen sind's die Besten ausgezählt. „Auch der Parthei ist Rechnung getragen: „Auf denn Ihr Wähler kommt und wählt.“ Salomon Schloß. Kaufmann Häberle. August Trapp. Advocat Trapp II. Apotheker Görtz. C. F. Schleuning. „Wählt Männer, die im Vollgenuß der Kräfte „Erfahrung, Urtheil sich zu gut gemacht, „Bleibt fern unreifen Jugendsäften,— „Sie haben selten etwas wohl bedacht.“ W. Gärtner. Mehlhändler Rausch. Carl Scriba. Advocat Send. Ad. Steinhäußer. Georg Philippi. 2912 P. 8. Unsere Mitbärger, die sich für die Wabl vorstehend genannter Männer interessiren, werden zu einer letzten Besprechung auf heute Abend 8 Uhr in das„Steinerne Haus“ eingeladen. GH. 2874 Samstag den 8. Oetober e. im Saale des Hotel Trapp. Das Comite. Wetterauer Industtie-Ausstellungs-Lotterie. 2905 Die noch übrigen Gewinne können in dieser Woche, jedesmal von 1— 3 Uhr Nach- mittags, im Seitenbau des Burgkasernenhefes gegen Abgabe der betreffenden Loose abgeholt werden. Nicht abgeholte Gewinne werden nach dem 20. October zu Gunsten der Ausstellung verwendet. Auswärtige Besitzer von Gewinn-Nummern erbalten gegen Einsendung der betreffenden Loose unter Nachnahme der Verpackungs- und Portokosten die Gegenstände zugesendet. Friedberg den 28. September 1874. Das Verloosungs-Comité. Vorschuß- und Credit-Verein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Nach F. 83 laden wir zu der am Samstaa, den 3. October l. J., Abends 8 Uhr im Saale des Gasthauses„Zu den drei Schwertern“ dahier stattfindenden dritten außerordentlichen Generalversammlung 2895 ein. Tagesordnung: Ankauf eines eigenen Locales. Friedberg am 29. Sepfember 1874. Für den Ausschuß: Der I. Vorsitzende Carl Seriba. 2 können in Folge einer neuerdings vergrößerten Einrichtung zur Fabrikation von monatlich 1800 Maschinen und Göpeln jetzt wieder sofort geliefert werden; es werden auch wieder . neue Agenten angenommen, wo noch keine Vertretung vorhanden ist. Illustrirte Preislisten 2 2 5 werden auf Ansragen franco zugesendet— 2 2 Fabrik landwirthschaftlicher Maschinen& Eisengiesserei 5 EFTCCCCCCCCCCCCCCCCCCTCTCTCTCTCTCTTbTTbTbTPTGTGTGTGTGTGTGTbTbTbTbTbbTbbTbbbb Einladung zum Abonnement auf den Darmstädter Täglichen Anzeiger. 13. Jahrgang. Der„Darmstädter Tägliche Anzeiger“ erscheint wöchenflich 6mal und kost 4 e 5 5 5 200 0 0 ostet vierteljährlich durch die Post bezogen Cunschließlich Bestellgelb) nur 45 Kreuzer, monatlich 13 Kreuzer. 1 0 150 . Den Inhalt lden Pollische Rundschau, interessante Erzählungen und Novellen, lokale und sonstige Mit⸗ theuungen, Fruchtpreise, Räuvsel, Thralerzettel, Verloosungen, Cours u. s. w. in reichhaltiger Abwechslung. Inserate(die vierspallige Garmondzeile 3 kr.) finden in dem Blatte selbst, und da sie zugleich als Straßen⸗ Anzeiger erscheinen, eine so erfolgreiche Verbreslung, daß sowohl die Großh. Behö N ö 195 00 1 0 5 Anf„Behörden wie Private diesem Organe ihrr volle Berücksichtigung angedeihen lassen. a 0 59 0 55 2 Heinrich Lanz in Mannheim. 2 2906 Zu der nächsten Donnerstag stattfindenden Ge⸗ meinderathswahl schlagen wir folgende Männer vor, von welchen wir überzeugt sind, daß sie für Städte⸗ Ordnung sind. 1. Carl Scriba, Buchhändler 2. Jacob Pfeffer, Schreinermeister. 3. Dr. Ang. Trapp, Fabrikant. 4. Ludwig Seyd, Hofgerichts⸗Advocat. 5. Georg Hieronimus, Hofzimmermaler. 6. Carl Heidt, Rechner. 7. Salomon Schloß, Kaufmann. 8. Jac. Morschel, Maurermeister. 9. Wilh. Curtman, Hofgerichts⸗Advoecat. 10. Wilh. Kreuter II, Metzger. 11. Chr. Ulrich II., Russensteinfabrikant. 12. Joh. Bechstein II, Lederhändler. Mehrere Bürger. rklarung. 2908 Ein Herr St., entschiedener Gegner der Städte⸗ ordnung, scheint das Gerücht verbreiten zu wollen, daß Gemeinderath J. Falck bei einer Wiederwahl in den Stadtvorstand diese nicht annehmen werde, was eine Verläumdung ist. eine goldene Vorstecksnadel. Der red⸗ Verloren liche Finder wird gebeten, dieselbe gegen eine gute Belohnung in der Exp. d. Anz. abzugeben. 2902 7 2 9 22 2 Dlouhy'sche Gärtnerei (Verkaufslokal Usagasse) 2909 empfiehlt blühende Topfgewächse, Blattpflanzen ꝛc. Bouquets werden auf estellung jederzeit geliefert. Um größere Parthien Topfgewächse auszuwählen, beliebe man sich ins Gartenhaus zu begeben. 3 Zimmer nebst Küche ꝛc. ꝛc. 2203 zu vermiethen. Jos. Hoffmann. 9 0 A lwein! Aepfelwein! 2858 Eine größere Parthie weingrüue Halbstückfaß, sowie eirea 8½ Stück frisch entleerte Orhoft werden billig abgegeben von Zinßer& Schmidt, Weinhandlung, Gießen. Friedrich Arnold in Friedberg 2889 empfiehlt sein Fuhrwerk einem geehrten Publikum. Braunkohlenklötze zu jeder Zeit. 2892 Diejenigen jungen Mädchen in Bad⸗ Nauheim, welche Willens sind Blatt-Stickerei, Gebild-Muster⸗ stopferei, sowie sonstige feine Arbeiten zu erlernen, können sich Anfangs Oktober in meiner Wohnung melden. Bad⸗Nauheim. Ko ch. 2881 Ein einfaches, solides La deu mädchen, welches lägere Zeit in einer Schweinemetzgerei oder ähnlichem Geschäfte eonditionirte, wird gegen hohes Salair gesucht. Offerten belieke man an die Adresse C. Hartmann, große Eschenheimergasse Nr. 25 in Frank⸗ furt a. M. zu richten. Preiswürdig zu verkaufen. 2910 Eine 1 Jahr benutzte unb noch in gutem Zu⸗ stande erhaltene Aepfelmühle nebst Kelter. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 2901 Um das Gedächtniß zu stärken und Alles, was man hört und liest, leichter behalten zu können: Die Kunst, ein vorzügliches 8 7 5 Gedächtniß zu erhalten, auf Wahrheit, Erfahrung und Vernunft be⸗ gründet. Herausgegeben von Dr. E. Hartenbach. Achte verb. Aufl. Preis 36 kr. Tausende von Menschen haben durch den Gebrauch dieses Buches ein geschärftes Gedächtniß erhalten. R CTodes-Anzeige und Danksagung. 2903 Freitag den 25. d. M., Abends 8 Uhr, ist unser liebes Kind „Mathilde“ nach furchtbarem Kamp'e an der schreck lichen Krankheit, welche eben so viele Eltern in Angst und Schrecken erhält, verschieden. Wir sagen Allen unsern herzlichsten Dank für die Theilnahme und Hülfe, die sie uns in den für uns so schrecklichen Tagen in so reichem Maße geleistet haben Chr. Heß, Frau und Kinder. CC e ———ů—-—V— 2——ñꝛ— Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. deltefsend Na Es le Jewaltung! langt we Dann altieb unse Staate bei die Urkunde sch— ben — nähert Mon staluennaß Auiises Ir Zur l) Rech 9 Eisie wah J) Fest Der 2 geitönte auf den