18 5 1 ts fagis ies Pferd, K an Erie adle — Donnerstag den 29. Januar. 13. sischer Anzeiger. Die Petitzeile 1 wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Sanmstag. *—— Für die Monate Februar und März kann auf den„Oberhessischen Anzeiget“ bei der Verlags⸗Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnitt werden. — Detreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Friedbe Amtlicher Theil. rg für 1874. Friedberg am 27. Januar 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Die Ibnen zukommenden, revidirten und abgeschlossenen Original-Exemplare der Voranschläge für 1874 mit den dazu gehörigen Actenstücken haben Sie, nachdem die bei Ihnen zurückgebliebenen Exemplare denselben gleichgestellt worden sind, den Gemeinde Einnehmern nach Vorschrift des F. 17 der Instruction für die Aufstellung und Revision der Voranschläge der Gemeinden vom 25. November 1872 sofort zuzustellen und, daß dies geschehen, dinnen 8 Tagen nach Empfang der Vor anschläge uns anzuzeigen. Zetreffend: Die Vertilgung der Raupenntster. N Friedberg am 26. Januar 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien, Großh. Polizeiberwaltung Bad⸗Nauheim und Großh. Polizei-Commissär zu Wickstadt. Wir fordern Sie auf, die zur Vertilgung der Raupennester erforderlichen Maßregeln nach den bestthenden Vorschriften zu treffen und diese ffentlich unter dem Anfügen bekannt machen zu lassen, Deldstrafe bis daß nach§. 368 pos. 2 des Reichsstrafgese zu 20 Thaler oder mit Haft bis zu 14 Tagen bedrobt it. gbuches das Unterlaßsen der Bertilgung mit einer Zugleich werden Sie dit Feloschützen anweisen, genau zu überwachen, daß Ihren Anordnungen Folge geleistet wird und die Säumigen zur Anzeige zu bringen. ende Februar dieses Jahres einzuberichten. Sollten die Feldschügzen hierin nachlässig sein, hoben solche Disciplinarstrasen sich zu gewärtigen. Der Be- und Erfolg ist bis Tr a p y 5 8 bursche zetreffere; Die Bezahlung det Braunkoblengelber an die Bergkasse zu Friedberg(vom Melbacher Bergwerk). Jtan Huber. 2 41 Setten u. „Friedrich Men i ef. — 1 1 Pilact. u Puget 1 kit l a 1 N Lirche des Großherzo Friedberg am 28. Januar 1874. 15 die Herren Bürgermeister der jenigen Orte des Kreises Friedberg, welche vom Melbacher Werk Kohlen beziehen. 1 8 Im Juteresse der Kohtengeldschuldner ersuche ich Ste, oͤffentlich bekannt machen zu lassen, daß bei Bezahlung der crebitirten Braunkehlen end, wenn die Restanten bereits Mahnzettel erhalten haben. selder, die auf dem Bergwerk bürgscheinweise ausgestellten und fortgeführten Controlzettel(Gegen- und Abfuhrscheine genannt) auch dann mitzubringen Der Großberzogliche Bergrentmeister. Ne bhu th. Deutsches Reich. Darmstadt. ungsblatt Nr. 2 enthält: I. Allextzöchstes Edict, die Verfassung der evangelischen 6 II. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche oheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: lementatschule zu. Münzenberg, Isaak Jacob Fürtb auf In Nachsuchen,— den Steuetaufseher Heinrich Eckhardt Mainz, unter Anerkennung feiner mehr als 50 jährigen lugeleiseten Diensse,— den Steuctausseber Jobann f. dbillipp Haas in Groß ⸗ Gerau, mit Wirkung vom Seite zeige, N ind J uar 1874 ab, am 27. December den Steuerausseber diesert Umstand eine baldige Abnützung des schönstenfsteht in nächster Aussicht. x 1874 1 Jan zohann Kaiser zu Lollar mit Wirkung vom 1. Janua und am 31. December den Districis⸗Einnehmer der Listricis-Einnehmetei Birkenau, Georg Ballhasar Habich, E den Ruhessand zu versetzen. III. Concurtenz⸗Er bffnungen. Erledigt sinb: die erste b angelische Mädchenschule zu Michelstadt, im Kreise Erbach, nit einem jährlichen Gebalt von 800 fl.; dem Herrn 1(ralen von Ecbach⸗Fürstenau fleht das Präsentationsrecht 5 dieser Stelle zu; die dritte evangelische Schulstelle zu zierstein, im Kieise Oppenheim, mit einem jährlichen Lehalte von 550 fl.; die erße evangelische Schulstelle zu uflabt, im Kreise Neustadt, mit einem jährlichen Ge— zn von 450 fl.; dem Herrn Fürsten zu Löwensteln⸗ Teriheim⸗Rosenberg und dem Herrn Grafen zu Erbach Schönberg fleht das Präsentaliensrecht zu dieser Stelle 1 die brite evangelische Schulstelle zu Echzell, im Kreis, Webda, mit einem jährlichen Gebalt von 400 fl.; die weile evangelische Schulsielle zu Lützel⸗Wiebelebach, im Freise Neusiabt, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl.; en Herrn Fürsten zu Löwenstein Wertheim ⸗Rosenberg 4 dem Heirn Grasen zu Erbach⸗Schönberg steht das 4 Asenlafionsrecht zu dieser Sulle zu z die drilte evangelische chhulstelle zu Nidda, im Kreise Nidda, mit einem jähr- soen Gehalt von 500 fl. und gesetzlicher Wohnunge⸗ Kogütung. Darmstadt. Die in den Zeitungen ent⸗ seltene Nachricht, daß die Beamten-Besoldungen nnächst monatlich ausbezahlt werden würden, et sich bestätigt, indem die Besoldungen für Uunuar zur Auszahlung gelangt sind. Mancher *. Beamten, namentlich der niederen Categorien, githums betreffend. 3 0 am J. December 1873 den Schullehrer an der dernelitischen ist dadurch aus einer peinlichen Lage befrelt worden, für die Staatsbeamten vorlegen. Das Großherzogliche Regiet⸗ indem bei den höberen Behörden ganze Päcke Ein- nicht nur die unwiderruflich, sondern auch die gaben wegen erbetener Abschlags-Zahlungen c. widerruflich angestellten Beamten begreifen. vorhanden sein sollen. Viele Beamte hatten mit Sicherheit auf die beantragte Besoldungs-Erhöhung schon zu Ende vorigen Jahres gerechnet.— Bei den Besoldungs-Geldern finden sich diesmal dle ersten Zwanzig Pfennig Stücke. Das hiesige „Tag-Blatt“ macht darauf aufmerksam, daß die Prägung eine kleine Wölbung auf der Wappen- S die höher als der Rand sei, und daß Theiles der Prägung befürchten lasse. Die Noliz mag der genauesten Prüfung an maßgebender Stelle empfohlen werden. — Schon bald nach Eröffnung des gegen: wärtigen Landtags stellte ein Abgeordneter den Antrag, unter Aufhebung der bestehenden Ober- Medicinal Direction im Wege der Gesetzgebung eine neue Medieinal-Ordnung einzuführen. Ge⸗ legentlich der Berathungen des Finanz⸗Ausschusses mit den Ministerien über die neuen Beamtenetats und die damit zusammenbängenden Organisations- Aenderungen kam natürlich auch jene Frage zur Sprache, und wie wir jetzt aus sicherer Quelle erfahren, ist die Aufhebung der genannten Be- hörde Seitens der Regierung zugestanden worden. Die Functionen derselben sollen in Zukunft von einem Referenten im Ministerium wahrgenommen werden, in besonders dazu geeigneten Fällen unter Zuziehung von Vertrauens Personen aus dem Stande der Aerzte. Namentlich soll auch schon die neue Medieinal-Ordnung mit solchen berathen und festgestellt werden. Diese Nachricht wird von den Aerzten unseres Landes mit Freuden be- grüßt werden. — Sicherem Vernehmen nach wird die Re- gierung in der nächsten Zeit ein Penstonsgesetz Dasfelbe wird Da ein Penstonsgesetz ein dringendes Bebürfniß ist— auf dem letzten Landtage wurde zwar ein solches vorgelegt, es kam aber nicht zu Stande— so wird jene Vorlage namentlich von den Beamten freudig begrüßt werden, deren Penstoneptthält⸗ nisse mit Rücksicht auf gemachte Vorbehalte der Regulirung harten.— Auch die Vorlage der seit längerer Zeit zugesagten Kirchengesetze für Hessen — Die Berathungen des Justizministeriums über die Civilehegesetzgebung in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen haben nach der„D. Ztg.“ zu Ende der verflossenen Woche ihren An⸗ fang genommen. Mainz, 26. Jan. Die Standbilder Guten⸗ berg's und Sqiller's waren gestern wegen der Wahl Moufang's frühe mit Flor verhüllt. Die Polizei entfernte denselben. Vom Lande her werden Großthaten aller Art berichtet. Von vielen einst⸗ weilen folgende. In Oppenbeim waren von dier aus jugendliche Sendlinge aus dem„Frankfurter Hofe“ erschienen, um durch Straßen- Agitation die dort geringen Chancen der„katbolischen Volks- partei“ heben zu helfen. Am Nachmittag wurden die Anlässe vom Zaune gebrochen, und die mit versteckten Prügeln während des ganzen Tages be⸗ waffneten Krakehler sollten die Pläne ausführen. Der Tumult vor dem Ratbbaus entwickelte sich gleichzeitig auf verschiedenen Punkten. Man wurde indessen des Gesindels bald Herr, nicht ohne daß es selbst gewaltige Prügel empfangen bätte. Selbst die Gendarmerie wurde von dem fanatisirten Pöbel angegriffen, mußte von der Waffe Gebrauch machen und theilte scharse Hiebe aus. Diese von bier aus geschürte Haltung war so drodend, daß in ä —— PFF —— — ö 7 15 1 109 ö 8 15 1 N Worms auf Requisition des Oppenheimer Kreis- ratbs eine Compagnie des 116. Regiments marsch⸗ bereit gemacht war. Indessen endeten die Exkesse mit der Verhaftung einer ziemlichen Anzahl übel zugerichteter Glaubens- Helden. In Dienbeim bei Oppenheim fiel der Aufregung sogar ein Menschen⸗ leben zum Opfer. Der Vorgang soll sich als förmlicher Mord qualiftciren. Berlin. Auf Veranlassung des Großen Generalstabes finden, den„D. Nachr.“ zufolge, Seitens des Ingenikurcorps seit einiger Zeit Ver- suche statt, die Luftschifffahrt für militärische Zwecke, insbesondere Recognoscirungen, verwendbar zu machen. Man hat sich die Aufgabe gestellt einen Apparat zu construiren, welcher feldmäßlg bequem transportabel ist und überall die Füllung des Ballons gestattet. Der letztere selbst soll so ein⸗ gerichtet sein, daß er von einem Seil gehalten, in jede beliebige Höhe gebracht werden kann. Die Versuche sind, wie verlautet, bis jetzt zu- friedenstellend ausgefallen. — Der Bundesrath bat ein Verbot der An- nahme der holländischen halben Gulden und der österreichischen, sowie ungarischen Viertel ⸗Gulden bei öffentlichen Kassen erlassen. i Leipzig, 22. Jan. Das Schwurgericht hat beute nach mehrtägiger Verhandlung 20 wegen Betheiligung an den August⸗Tumulten in Anklage⸗ stand versetzte Personen wegen Aufruhrs oder Land · friedenbruches zu je 8 Monaten Gefängniß bis 4 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Gotha. Eine Mittheilung des deutschen Reisenden Brenner an Dr. Petermann aus Zanzi. bar bestätigt, daß Livingstone am 15. Aug. 1873 in der Nähe von Unyanpembe gestorben ist. Kiel, 26. Januar. In heutiger Stichwahl wurde Hänel(fortschrittlich) mit 11,812 Stimmen gegen Hartman(Soc.- Dem.) gewählt. Legzterer erhielt 9539 Stimmen. München, 26. Jan. Justizminister Fäustle reist heute nach Berlin, um im Bundes rath per- sönlich an der Berathung des Preß-Gesetzes theil⸗ zunehmen. Freiburg. Am letztvergangenen Samstag wurde der hiesige Bisthums-Verweser wegen Nicht- zahlung der Strafe in Betreff der Anstellung des fr. Stopper in Bärenthal gepfändet. Die Pfändungs- Commission fand Geld und hat das- selbe, unte Protest des Bisthums-Verwesers, weg · genommen. Müblbausen i. E. Eine zahlreich besuchte Arbeiter⸗Versammlung hat den Social⸗Demokraten Liebknecht als Reichstags ⸗Candidaten aufgestellt Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 26. Jan. Das Abgeordnetenhaus hat die confesstonellen Regierungs- Vorlagen an einen Ausschuß von 24 Mitgliedern verwiesen und das Verlangen Kopps, für seinen Antrag betreffs der Regelung der con⸗ fessionellen Verbältnisse einen Special-Ausschuß einzusetzen, abgelehnt und den Antrag, einem Vor- schlag Perger's gemäß, an den Vierundzwanziger⸗ Ausschuß verwiesen. Schweiz. Bern, 25. Jan. Zufolge der neuesten Meldung aus dem Jura organisiren die geflüchteten Geistlichen auf französischem Boden einen Gottesdienst und setzen außerdem durch Ver⸗ breitung von Manifesten ihre Wüblereien fort. Die Verbaftung des Decans Hornstein geschah wegen Fehlens der werthvollen Kirchengeräthe auf die Anklage des Kirchenraths. — 26. Jan. Der Ständerath begann heute die zweite Berathung der Bundesrevision und stimmte den Artikeln 1—57 mit sämmtlichen Be- schlüssen des Nationalraths, einige unwesentliche Punkte ausgenommen, bei. — 27. Jan. 33 Nationalräthe interpelliren den Bundesrath, ob er von den Umtrieben, die letzthin zu Gunsten einer fremden Intervention in der Schweiz bekannt wurden, Kenntniß habe, und welche Maßregeln er eventuell gegen dieselben zu treffen gesonnen sei. — 27. Jan. Der Ständerath hat die zweite Berathung der Bundesrevision beendigt. Derselbe beschloß, entgegen dem Nationalrath, die Bei— behaltung der Todesstrase und beharrte dabei, daß statt 50,000 nur 30,000 stimmfäbige Bürger für das Referendum nothwendig sein sollen. Der Nationalrath ratificirte die Handelsverträge mit Persien. Holland Haag. Der holländische Consul in Penang meldet, daß die Holländer den Kraton eingenommen haben; ihr Verlust sei unbedeutend. — Eine officielle Depesche aus Penang vom 26. d. bestätigt die Einnahme des Kraton am 24., nachdem die Landverbindung abgeschnitten war. Der Kraton wurde von Wesien angegriffen und verlassen gefunden. Großbritannien. London. Einem Tele gramme aus Aden zufolge ist der Afrika-Reisende Dr. Livingstone in Unvanpembe der Dissenterie zu reisen. Sein Leichnam wird einbalsamirt und über Zanzibar nach England gebracht werden. — Die amtliche Zeitung veröffentlicht eine Proclamation der Königin vom 26. d., durch welche die Auflösung des Parlaments ausgesprochen, die Vornahme von Neuwahlen angeordnet und das neue Parlament auf den 5. März einberufen wird. — Sir Bartle Frere und Consul Kirk aus Zanzibar bezeichnen die Nachricht von Living stone's Tod als unglaubwürdig. Kirk erkennt in der betreffenden Mittheilung das Gerücht wieder, welches bei seiner Abreise in Zanzibar umlief. Spanien. Madrid, 24. Januar. Die amtliche„Madrider Zeitung“ veröffentlicht ein Decret, laut welches Admiral Topete mit unbe⸗ schränkter Regferungs Vollmacht nach Cartagena entsandt wird, um sich mit allem auf die Insur⸗ rettion Bezütlichen im Allgemeinen, sowie mit den darin verwickelten Personen im Besonderen zu beschäftigen. Zabala ist inzwischen mit der interimistischen Leitung des spanischen Marine— Ministeriums betraut worden. In Cartagena find die Fregatten„Carmen“,„Vitoria“ und„Nu⸗- mancia“ mit den Verhafteten an Bord einge— troffen, in der Stadt werden zahlreiche Verhaf— tungen vorgenommen. Santander. Portugalete hat sich am 22. d. auf Gnade und Ungnade den Carlisten übergeben. Dieselben haben zahlreiche Gefangene gemacht und viele Flinten und zwei Kanonen erbeutet. Rußland. St. Peters burg, 27. Jan. Gutem Vernehmen nach beabsichtigt die russische Regierung an Stelle des verstorbenen Berg einen Statthalter von Polen nicht wieder zu ernennen, General Koötzebue ist nur zum General- Gouverneur von Warschau und Commandirenden des dortigen Militär-Bezicks ernannt. Aus Stadt und Land. Friedberg. Im„Neuen Mainzer Anzeiger“ lesen wir folgende Warnung an das Publikum: Wie srüzer volländische und österreichische Gulden durch bekannie Ger schäftsleuie hier imporurt wurden, so geht es jetzt mit dem amerikanischen Gelde. Die Silberdollars lauchen in der letzten Zeit zu Tansenden hier auf und 6s kann leicht erkannt werden, von welcher Seite dies Geschäft betrieben wird. Die Silber-Dollars werden zu 2 fl. 24 kr. ver⸗ ausgabt, während sie nach dem Course thatsächlich nur 2 fl. 10 ke. stehen. Ebenso sind halbe Dollars nur zu 1 fl. 5 kr. anzunehmen. Das Publikum möge sich vorsehen. Offenbach. In letzterer Zen kamen sowohl im allen wie auch im neuen Bahnhof nicht unbedeutende Stein kohlen⸗Diebfähle vor und hielt ges schwer, den Dieben auf die Spur zu kommen. Enelich ist es aber der Polizei gelungen, einen der Hauplthäter zu ermitteln, der die ge oylenen Kohlen seiner Zuhälterin und deren Verwandten zukommen ließ. Bei einer Visttatlon in den Wohnungen bieser sollen circa 8 Centner vorgefunden und in Beschlag genommen worden sein. Auch dem unter dem milden Ausdruck bekannten„Steinkohlenstrenzen“ durch Buben in den Bahnhöfen wird jetzt ein Ende gemacht werden. Die Polizei bat nicht wenkger als 20 solcher Jungen, die im Auftrage oder wenigstens mit Billigung ihrer Eltern die „Kohlenstrenzerei“ zum Vortheil der Letzteren betrieben, ermittelt und werden Letztere der wohl verdienten Strafe nicht entgehen. Abermals gelang es der hiesigen Polizei, in der Person eines arbeitsscheuen Frauenzimmers die Thäterin verschiedener, seuher hier vorgekommener Kleider— Diepstähle zu entdecken. Dieselbe ergriff zwar die Flucht, wird jedoch dem Arme der Gerechtigkeit ebensowenig ent⸗ gehen, wie ihre Complicin, bei welcher man eine große Quantität gestohlener Gegenstände vorgefunden und con— fiscict hat. Mainz, 23. Jan. Diese Nacht legte sich der Kellner Beit und schlief ein. Später durch heftige Schmerzen erlegen, als er im Begriffe war, nach Bemheset. aufgeweckt, sah er, geben mußte. Das Beit hatte durch die noch brennende Cigarre Feuer gefangen. Mainz, 24. Jan. Heute Mittag zwischen 12 und 1 uhr erschoß fich in der Studenten ⸗ Allee ein noch sehr junger Mensch.— Vorgestern Nacht erhängte sich im Arreste der Citadelle ein Unterofficier des 117. Insanterle⸗ Regiments. Allerlei. Frankfurt. Angeregt von hier aus, hat sich auch in Aschaffendurg ein Frauen⸗Verband gebildet, und im Laufe dieser Woche sollen auch in Mainz, Mannheim und Als⸗ jeld dergleichen Verbände in's Leben gerusen werden. Wiesbaden, 25. Jan. Leony von Langsdorf hat statt Zuchthaus 1½½ Jahr Gesängniß erhalten und wird morgen oder übermorgen zu ihrer Mutter und Schwester nach Coblenz abgeführt werden. Berlin. Die Tribüne“ schreibt:„Todes⸗Anzeigen sind an sich eine so traurige Sache, und diejenigen Per⸗ sonen, von denen sie ausgehen, unter allen Umständen berzlicher Theilnahme auch Fremder so werth, daß man sie eigentlich nicht zum Gegenstande der Betrachiung machen sollie. Wir können es uns aber doch nicht ver⸗ sagen, folgende Anzeige der„Spen. Zig.“ zu entnehmen: „In einer schon schwer geprüften Zeit(1. Petri 4. 17-19) rief der HErr unser vierjähriges ftommes Cläuschen heute früh um halb 10 Uhr von uns in Sein Himmelreich. Mehringen, den 16. Januar 1874. Der Pastor W. Buch⸗ rucker und Angehörige.“ Die Bibelverse, die der schwer geprüfte Vater citirt, lauten:„Denn es ist Zeit, daß an⸗ fange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns: was will es für ein Ende werden mit Denen, die dem Evangelio Gottes nicht glauben? Und so der Gerechte kaum erhallen wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen 7 ꝛc.“ Was in aller Welt hat das mit dem Tode des vierjährigen, noch dazu frommen Cläuschens zu thun? Dresden. Wie die„Dr. Pr.“ mittheilt, hat sich am 20. d. M. Morgens im Kammergebäude des Infan⸗ terie- Regiments Nr. 100 ein von seinen Kameraden sehr geachteter Sergeant erschossen. Derselbe halte die Feld⸗ züge von 1866 und 1870—71 mitgemacht und war erst in letzter Zeit noch mit einer Auezeichnung bedacht wor⸗ den. Als Motiv des Selbstmordes wird„verletztes Ehr⸗ gefühl“ angenommen. Am gleichen Tage Nachmittags erhängte sich ein Rekrut desselben Regiments in der Kaserne. Wien. Die„N. Fr. Pr.“ schreibt:„Daß ganze Eisenbahnzüge durch Schneeverwehungen, große Stürme und andere Elementar-Ereignisse aufgehalten werden, ist in den Annalen des Eisenbaynverkebrs längst nichts Neues mehr: daß aber eine kleine, des menschlichen be⸗ lebenden Hauches entbehrende Trompete die Störung eines Zuges bewirken könne, wird doch wohl selten vor⸗ kommen sein. Der Bummelzug der Staatsbahn, der zwischen Prag und Trübau verkehrt, blieb vor wenigen Tagen zwischen den Stationen Hobemauth und Chotzen auf freiem Felde plötzlich steben. Einige Passagiete, die in dieser für Eisendahnunglücke so verschwenderisch reichen Zeit Schlimmes befürchteten, wendeten sich an einen Conducteur um Erklärung des plötzlichen Einhaltens. Doch dieser erklärte beschwichtigend:„Fürchten's Ihnen nicht, dem Ober-Conducteur ist nur sein Trumpeil berxab⸗ gefallen, und er hat anhalten lassen, um es zu suchen.“ Es ist freilich komisch, wenn aus solcher Ursache der Zug plötzlich hält; allein da der Conducteur die Trompete als Signal ⸗Instrument unumgänglich benzthigt, so fällt dem Zugführer keine Versäummiß zur Last.“ Temesvar. Vor zehn Jahren wanderte ein junger Mensch von hier, seines Zeichens ein Tischler, in die Fremde und war seitdem für seine Familie verschollen. Dieser Tage langte nun von demselben ein Brief ein, in welchem derselbe mittheilte, daß er sich in Sudan nieder⸗ gelassen und daselbst eine schwarze Prinzessin geheirathet habe. Da die Eltern derselben gelorden sind und dieselbe so viel Goldstaub besitze, daß er in Europa als reicher Mann leben kann, so beabsichtigt er mit seiner Frau wieder nach Temesvar zu kommen und sich daselbst nieder⸗ zulassen. Paris. In den letzten Monaten waren die Um⸗ gebungen von Ramponillet, namentlich die Gemeinden Limours, Vaufrigneuse, Angervilliers u. a., der Schauplag i zahlreicher Raub-Morde, deren Urhebern weder die Nach- sorschungen der Behörden, noch jene der zahlreichen, von der Paelser Sensations-Presse ausgesandien Reporter auf die Spur kommen konnten. Erst der Selbstmord eines der Miilschuldigen oder doch der Mitwisser sollte die Namen der Thäter enthüllen. Am Dienftag sand man in einem Walde in der Nähe von Limours den dortigen Briefträger Désirs an einem Baume erhängt und in seiner Tasche ein Schreiben folgenden Inhalis:„Ich sterbe unschuldig, aber ich kann die Urheber der Mordthaten angeben. Sie heißen: Leboeuf, früher Fleischerknecht in Aiton, jetzt in Paris, wo er in dem Schlachthofe der Peiite Villette arbeitet; Gigard aus Limours, sein Schwiegervater; Guillemard, genannt der Feldwächter von Beis Dardod, Neffe der Mutter Vivance; Froquet von Angervilliers und der Schänkwirih desselben Oris, im Ganzen fünf Männer!“ Die Bezeichneten wurden sämmtlich verhaftet und dem Strafgerichte von Rambouillet eingeliefert, Leboeuf wird als ein neuer Troppmann und als Haupl⸗ eines hiesigen Hotels mit der brennenden Cigarre in's thäter der theilweise mit raffinirter Grausamkeit ausge⸗ führten acht bis zehn Morde angesehen. London. Das„Athenäum“ erzählt, daß in einem an Sir John Lubbock gerichteten Briese Herr Galvert daß der eine Arm stark verbrannt war, so daß er sich noch während der Nacht in'? Hospltal be- Inne b 10 Juuleg oll in hies nachstehen 90 dotbenen 641 ban de der vrrden sol. Friedbert r He J Ju ee Zappenau, se d. Februar b. 60 Eicher 810 Länge 200 Fichte 1 messer ie Zusar der euch do hang 9 Ubr 2 9 Der bbs Naur 1 85 A .— 6800 Bucher 5 Die gusan; lire lunächt um had 5 Ui Lich den 2 messer und 3— 10 Meter Länge= 50 Festmeter, 1 N N Trosa gemachten Fund von goldenen Obringen] bank, Röeinische Crebitbank und Darmsiädter höher. 1 W len i Gtwicht von 10, 200 Unzen] Staatsfonds sch. Slüberrente gesucht. 6% Ungarische Marktberichte. * 1 wähnt die Acchtbeit derselben gar nicht in Zweifel] Schatanweisungen zu 87% gefragt. Neueste Russen sest Friedberg, 28. Jan. Walzen 16 fl. 40 b.; Kern Den feht. Die Schmuckgegenstände sollen den von Dr. Schlie⸗ zu 93. Russische Pfandbriese zu 83 ¼ gehandelt. Von 14 fl.— fr.; Gerste 12 fl. 40 fr.; Hafer 9 fl. 30 kr. 8 nn aun aufgefundenen ähnlich sein. Looseeffecten sind 1864er, Ctedüloose, Braunschweiger und Alle Preise verste hen sich per 100 Kilo. n fr. 9 Meininger böber. 1860er und Ungarische maller. Von Frankfurt, 26. Jan, Walzen effectev bies. 17½ K. Wund. D. Frankfurt a. M., 27. Jmuat 1874. Die] amerikanischen Priortiäten Rocklord besser. Am Montan] Korn 12½ 13% fl., Gerte 13¼—14½ fl., Hat 10 — wiberige Geschäftostille, welche gestern ducch einen eiwas] markt zeigt sich seit der Vorwoche mehr Leben. Hibernia bis 10½ fl., Kehllamen 16½ fl., Erben 1214 1. 1 öbafteren Veikebr, namentlich am Speculationsmarkle] welche eine bedeutende Owidende zahlen, und nur in] Wicken 10 fl., Linsen 12—17 fl., Nüvöt 30 fl. Aue Preche interbrochen war, trat beute, nachdem die Berliner] Folge von Zwangeverkäusen für ein sallues rbeinischesversieben sich auf 100 Kilo. Anu. becungekäuse veendigt erscheinen, wieder stark bevor und Haus matter waren, boben sich auf 100. Konig ben W* bunten desbalb auch die im gestrigen Abendvetkebr er 47 Wechsel unbelebt. Sorten größtentheils um ½ Das Dampfsch ff„Herder“, Gipuän Fischer, von *— 1 1. 1 2— 1 3 1 155— der Abler⸗Linie ist am 24. Janugt wohlbehalten in 1 derten. e mattete die Tendenz 1 e de e 1 New⸗Holk angekommen. An! 9 Alles wobl. mne etzugeweise für Staatsbabnactien, welche 1 fl. verloren Geld Cours. Doe ii 1 Ber 2* en e end von 347 ½¼ bis 348 ½ betabgingen. Auch Lomdarden Frankfurt am 27. Januar 1874. e, ae vaten matt und schlossen nach 165% mit 165 ¼. Credit-—— a Etien bingegen blieben ziemtich debauptet und bewegten] Preußlsche Friedrichsd'or fl. 9 57—58 k 0 Il 48 l El N 2 zwischen 349¼ und 1 f ae Bahnen Pistolen„ 9 38—40 4 ein een een eln sich im Allgemeinen sest, bel stillem Geschäft. Holländische fl. 10-Stücke„ 9 52—54 5 a a a Aas Flisabeid matt. Die abwärtsgehende Bewegung für] Ducaten.. 5 31—38* Johann Marta Farina. een een lziche Bahnen is etwas in Stillstand gerathen, indem] Dueaten al mares„ 5 32—34 Meine Niederlage davon im Comp telt des Ober⸗ zute Nordbahn und Berbachet sich zu ihrem gestrigen] 20 Frankenstücke 1„ 9 20%—24½ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich dwurs behaupteten, Maxbahn jedoch verloren 1½%. Für] Englische Sovereigns Ni zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dußend und nanken war die Tendenz eine seste, die Umsäßg⸗ an diesenRussische Imperiales. 0. 40 45 kr. per Glas gehorsamst.. f. 2 Berthen waren aber äußerst gering. Deuische Effecten⸗] Dollars in Gold.„ 22% 2½, Johann Maria Farina in Cöln. da dent be Immobiliar-Versteigerung. — t 3 Freitag den 30. Januar d. J., Vormittags 11 Uhr, 8 9 3 1 1485 l in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag das 53 le N a seri Je tiftung r 8 nachstchend beschriebene Grundstück, den Erben des ver⸗ 2 2 70 m mu srbenen Carl Fritz dahier gehörend, nämlich: 7 H O. p it a 1 1„ Demarkung Friedberg. für Augenkranke, Krebs- und Knochenfraßleidende 14 Tur. Nr. Kilt. wurde den 3. Januar 1874 eröffnet Seu 1 5. 21. 406. Acker, die Ackergärten, id kö 1 3 Unbemittelte, nach 9 0 tent At dem Anfügen öffentlich meistbietend versteigert wer— und können von dieser Zeit an Kranke aufgenommen werden. Unbemittelte, nach vorher 8 un daß dem Meistbietenden der Zuschlag sofort ertheilt gegangener Anmeldung, unentgeltlich. * Wen e ie erden soll. 13 N 5 ee t 96 1874. Giessen, Wilhelmstraße. Rn n e 8 Friedberg. Ad mini strator: Ar zt: d 0 N 1 1 K. Dornseiff. Dr. Winther. n bed den Holz⸗Versteigerung. enen en 2 Im Licher Stadtwald, Distrikt Mönchköpfe und—— 3— en eee ee lappenau, soll Mittwoch den 4. und Donnerstag den Nanni e 1 Februar d. J. nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 2 n 8 J. Ban- und Werkholz.. S. Eisenmann, Frankfurt 6. M. „a 5 90 5 8 5 5 g 1 10 4 1 1 mittwoch den 4. Febenar: 284 empfiehlt sich zum An- und Verkauf von Staatetffecten, besorgt die Einziebung der bab beer, f 190 Eichen⸗Stämme von 15— 26 Centimeter Durch⸗ fälligen 20% auf Stolzenburger Actien und kaust Anmeldescheine der Sächsischen Hypotheken- dabel alter Stamm von 2,07 Festmeter, S Fichten⸗Stämme von 15—22 Centimeter Durch⸗ messer und 12— 18 Meter Länge, 20 Birken⸗ und Weichholz⸗ Stämme von 16— 30 7 W Centimeter Durchmesser und 4—8 Meter Länge, N„ 560 Eichen-, Buchen⸗ und Birken Wagnerstangen von *——* 8—14 Centimeter Durchmesser und 4— 10 Meter —** 3 3 Länge, n 200 Fichten⸗ Stangen von 7—14 Centimeter Durch— 4 messer und 10— 18 Meter Länge, Die Zusammenkuaft ist am Distrikt Zappenau nächst „önt Nn 3 von Lich nach Gießen um halb 9 Uhr, An⸗ * n Drs 2 scang 9 Uhr Morgens. EF* II. Brennholz. l eee Donnerstag den 5. Februar: K a e t er 656 Raummeter Buchen⸗Scheit⸗ und Prügelholz, * 20'086 2„ Stockholz, erte de ire 2²¹⁰ 5 Eichen- und Weich⸗Prügelbolz, — en, u. 32¹ 7*„ Wceichholz⸗Stöcke, * in, 36800 Buchen-, Eichen⸗ und Weichholz⸗Wellen. 1 1, Die Zusammenkunft ist zwischen Zappenau und Moͤnch⸗ u bee wei bee zunächst dem fürstlichen Häuschen im Graudorn — n halb 9 Uhr, Anfang 9 Uhr. 4 bat Lich den 26. Januar 1874 *— 4% wich Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. 8 11 den Ihring X. l ee* 7* 5 2 1 „ Holzversteigerung —*— der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 1 en* Im Distriet Fuchsstrauch soll nachverzeichnetes e ee balz versteigert werden: .— 1 1. Montag den 2. Februar: ren ent ee Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. 1„ ie R.⸗Mir. R.⸗Mtr. R.⸗Mtr. Wellen. 1*„ een Fichen 10 104 75 2050 eee ichen 66 168 208 2410 „ ee elholz— 8 10 300 0 2 2. Dienstag den 3. Februar: 3, dee Eichenstämme von 15 bis 75 Centimeter Durchmesser, 1 bis zu 13 Meter Länge, mit 116,49 Kubikmeter; 10„Buchenstaͤmme mit 13,95 Kubikmeter; . Riefern⸗ und Fichtenstämme mit 3,63 Kubikmeter; 9 SEichenstangen mit 14,58; K len 7 Kehlankangeg mit 11,41 Kubikmeter Inhalt; 5 n Raummeter Hainbuchen-Rundscheitholz. 0 71 Zusammenkunft jedesmal Morgens 10 Uhr im Fuchs— e Puch an der Sattelwiese, unweit vom Dorfgiller Weg, * e% Stunde von hiesiger Elsenbahnstation. n e e e Lich am 25. Januar 1874. eee 4 1 Wimmenauer, 1 1 Forstrath. 7 1 1 1 1 Schlag Nr. 15, bank zu Leipzig bestmöglichst. Güter- Verpachtung. 323 Montag den 2. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in hiesigem Rathhause, auf fretwilligen Antrag der Frau Philipp Sieckes Winwe dahier, die derselben gehörenden in hiesiger Gemarkung im Groß und Klein Galgenfeld, Wartfeld und Lachenfeld gelegenen Güterstücke— neun Jahre öffentlich an den Meistbie⸗ tenden verpachtet werden. Friedberg den 24. Januar 1874. Oroßherzogliches Ortsgericht Friedberg. Feucar. Holz- Verstel gerung. 311 Freitag den 30. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in dem Nieder⸗Moönler Gemeindewald, 7630 Birken⸗, Eichen⸗Durchfortungswellen und 300 desgleichen Aspen⸗Wellen an den Meistbietenden versteigert. Die Versteigerunz beginnt im Schlag selbst auf dem Wege, welcher vom Forsthaus Wintetstein nach Ockstadt führt. Nieder⸗-Mörlen den 24. Januar 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder ⸗Moͤrlen MS bs. No st 51* Versteigerung. 309 Mittwoch den 4. Februar 1874, Vormittags 9 Uhr, sollen die dem Christian Jughard III. zu Gießen gehörigen 12 Arbeits⸗Pferde dahier an dessen Stallung vor dem Wallthor an der Marburger Straße öffentlich meistbletend gegen Baarzahlung versteigert werden. Wenn der Taxationsprets erzielt wird, wird mit dem Zuschlag die Genehmigung ertheilt. Gießen, 22. Januar 1874. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Wortmann. Holz- Versteigerung. 320 Dienstag den 3. Februar l. J., von Morgens 9 Uhr an, sollen in hiesigem Gemeindewald, Distrikt Auwald, 36 Raummeter Eichen Scheitholz, 22 Raum- meter Eichen⸗Prügelholz, 36 Raummeter EichensStockholz, 560 Eichen Wellen und 59 Eichen-Stämme von 2— 17 Meter Länge und 27—28 Centimeter Durchmesser oͤffent— lich meistbietend versteigert werden. Assenheim am 26. Januar 1874. Großherzogliche Bürgermeisterel Assenheim. 1 Versteigerungs⸗ Anzeige. 310 Dienstag den J. Februar d. J., Morgens 9 Uhr anfangend, soll weiter aus dem Nachlasse der Wilhelm Nicolay III. Ebeleute dabier unter den dei der Ver⸗ teigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen ver⸗ steigert werden: Söämmtliches Schiff und Geschirt, bestehend in 2 vollständigen Wagen, Pflügen, Eggen Bütten, Zübern, Eimern, Ketten, 1 neuen Häckselmaschine, 1 Strobbank, 1 Aus drückskelter mit 2 eisernen Schrauben, Mahltrog mit Stein, Fruchtfegmühle, Pfublfaß, Leierfaß, sämmtlichem Pferdegeschirr, ver⸗ schledene Faͤsser, 1 Faß mit Brann wein, 1 Faß mit Kraut, 1 Faß mit Bobnen, 2 Faß mit Essig. 3 Krügen mit Oel, blechernem Geschirr, 50 Pfund Salz, etwas dürrem Fleisch, 2 Topfen Käs, 15 Töpfen Honig, etwas dürten Zwetschen, Steigleitern, 1 neuen, Walten Wagenrädern, 3 Nußbaum, 1 Birnbaum stamm, verschiedenen Bohlen, Latten und Brettern, einer Quantität Backwellen, einer Parthie Flachs⸗ pfählen und altem Holz, walten Schnitzbank, Breche, Schwingstock und sonst allerlei Zeug, alten Mistgabeln, Misthaken, Hacken, Kärsten und Rodhacke, Axt, Beil, Sägen und Dechseln, 2 Srab⸗ und 2 Fegschippen, O grauen Körben, 20 Pfund Wolle, 15 Pfund ge⸗r hecheltem Flechs, 0 Pfund Werg, 20 bis 30 Ger. bund Flachs, sowie fämmtlichem Futtervorrath, de stehend in 80 Centner Heu, 60 Centner Grummet, 300 Centner Dickwurz, 15 Centner weißen Rüden, 60 Molter Kartoffeln, etwas gelben Nüben, 178.8 bis 200 Koͤrben Spreu, 6 bis 8 Fuder Kornstyglet 18 bis 20 Fuder Walzenstroh, 8 Fuder Gersten de 8 Fuder Haferstroßh und 3 Fuder Erbse- ertrage Wickenstroh. ieder mit Mit Heu und Steoh wird der Anfang ben steigerung gemacht. u Blofeld den dei Januar 1874. Mallinck⸗ montanen Oroßherzogliches Ortsgericht Blofet, in KR o nr ad. isation 2 b n a preu⸗ Bekanntmachung. er- 312 Die am 22. d. M. abgehaltene Holzversteigerunlen in dem Langenhainer Gemeindewald hat die Genehmigung gunge. erhalten und ist bei trockener Witterung der erste Ab⸗ fahrtag auf Freitag den 30. d. M. bestimmt. m Zlegenberg am. Januar 1874 U 1 Großherzogliche Bürgermeisterei Langenhain. Rumpf vurschuß⸗ und Credit Verein zu Friedberg. Eingetragene Genossenschaft.) 318 Ausgelooste hessische fl. 50. Lobse werden an unserer Kasse ohne jeden Abzug bezahlt. Ziebungsliste liegt bei uns offen. Der Vorstand: F. echt. Ermus. „ Klkisucterinärarzt Landwirthe der Wetlerau werden zu ein interessirten. 8 Uhr präcis, in 1874, Nachmittags 2½ dringend eingeladen. Die bei der Wiederbesetzung der erledigten stelle; er Besprechun die Brauerei des U Friedberg g auf Sonntag den 1. Februar Herrn Burck zu Friedberg Mehrere Landwirthe. Ordentliche Gene ral⸗Versammlung des landwirthschaftlichen Consumvereins Friedberg. (Eingetragene Geunossenschaft.) 305 Die statutenmäßige ordentliche Generalversammlun Sonntag den 1. Februar 1874, . oll Nachmittags 2½ Uhr, in dem Locale des Herrn Burck zu Friedberg stattfinden. Tages 1) Erstattung des Rechenschaftsberichts übe 2) Vorlage der Rechnungen und der Generalbilanz, 3) Neuwahl des Ausschusses und des Vorstand 4) Geschäftliche Angelenbeiten. Die verehrlichen Vereinsmitglieder werden Friedberg, 25. Januar 1874 or dnun r das Geschäftsjahr 1873 durch den Vorstand. — Prüfung derselben und Decharche⸗Ertheilung. es. zu recht zahlreichem Erscheinen eingeladen. Der Ausschuß: Weit h, Vorsitzender. Illustririe Frauen Zeüung 321 Als eine„Ausgabe der Modenwelt mit Unterhalt Zeitung in järlich 48 Nummern. Bekanntlich ist die„M und in elf Sprachen unter allen bestehenden Moden Zeit allen Kreisen ein kaum noch entbehrlicher Rathgeber geworden. dlatt gesellte, dem es gelang, unter unseren Schriftstell winnen, so gestaltete sich daraus ein Journal, mehr als der Preis ein verhältnissmässig niedriger ist Neben der„Illustrirten Frauen- Zeitung“ erschei Weise fort. Indem wir zum Abonnement auf die eine ungsblatt“ erscheint vom 1. Januar 1874 ab die obige oden welt“, die am 1. October 1865 begründet wurde ungen die grösste Verbreitung se unden hat, längst in Wenn steh neu zu derselben ein Unterhaltungs- ern und Künstlern die hervorragendsten Kräfte zu ge- das von vornhetein des allgemeinsten Beifalls sicher war, um 80 ut im Vebrigen die„Modenwelt“ nach ihret bisherigen der andere Zeitung hiermit einladen, verweisen Wir zu- gleich auf nachstehende kurze Inhalts-Cebersicht. Illustrirte Frauen-Zeitung. Ausgabe der„Modenwelt mit Unterhaltungs- Blatt Erscheint wöchentlich. ö 1 1 0 Kleine Ausgabe. Pro Quartal 1 fl. 30 kr. Jährlich: 24 Nummern mit Moden und wie bei der„Modenwelt“. 12 Beilagen mit Sebnittmustern ete., wie bei der„Modenwelt“. 12 Grosse colorirte Modenkupfer. 24 IIlustrirte Unterhaltungs- Nummern. Handarbeiten, Grosse Ausgabe. Pro Quartal 2 fl. 33 kr. Jährlich, ausser Obigem: noch 36 grosse colorirte Modenkupfer, darunter 12 Blätter mit 150 historischen und Volkstrachten, wie bei der„Modenwelt“. Die Buchhandlung von Carl Bindern ei b Im Jahre 1869 oder 70 soll in hiesiger D a. D. gestorben sein. Auskunft darüber bittet geben zu wollen. Die Modenwelt. Inustrirte Zeitung für Toilette und Handarbeiten. Erscheint alls 14 Tage. Ausgabe ohne Modenkupfer. Pro Ouartal 45 kr. Jährlich: 21 Nummern mit Moden und Handarbeiten, gegen 2000 Abbildungen entbaltend 12 Beilagen mit etwa 200 Sehnittmustern für alle Gegenstände der Toilette und etwa 400 Muster- zeichnungen für, Weissstickerei, Soutache ete. Ausgabe mit MHodekupfern. Pro Quartal 2 fl. 6 kr. Jähirlicb, ausser Obigem; colorirte Modenkupfer, 48 grosse darunter 12 Blätter mit etwa 150 historischen und Volks- Trachten. agel nimmt jederzeit Bestellungen an. Gegend Moritz Reinhard, Russischer General man gütigst an die Expedition dieses Anzeigers 297 wegen 0% e 205 5 1 n a dan esche Repßkuchen 279 e man schlüssen pfiehlt in bester Quallität Jim billigsten Prelse Punkte Ph. Dan Kümmich. den WMBeübte Modellschreiner letzth' finden Beschäftigung auf der Eisengießerei von Julius Wurmbach in Vockenheim. zu miethen. Adressen beltebe man bei der Expedition d. Anz. abgeben zu wollen. Ein Hausbursche 291 wird auf Peterstag gesucht. Jean Huber. in un(Ei 0 2 Ein Faselochse Bi 5 zu 5 315 Rothscheck, 2 lt, reine B ö eee n Ven vun,, ienenhonig 1 Pachter Müller 326 offerire à 18 kr. per Pfund. zu Löwenhof. Ph. Dan. Kümmich. 7 Große Uarrensitzung für Herren el 9 317 Sonntag den J. Februar in den Raͤumen des neuen Kurhauses, wozu alle Freungg der Narrhelt freundlichst eingeladen werden. N Anfang präels 7 Uhr 11 Minuten. Kappen und Lieder an der Kasse. 1 Ausstellung Wetterauer Industrie⸗ Erzeugnisse zu Friedberg. 316 Freitag den 30. Januar, Abends 8 Uhr, Comits Sitzung. 5 Spal- X Vorschußverein zu Steinfurth. (Eingetragene Genossenschaft.) 5 313 Wir sind jeder Zeit bereit Güterkaufschlllinge gegen billigen Nachlaß anzukaufen. Steinfurth den 27. Januar 1874. Der Vorstand: Müller. Södler. 319 Der verehrliche Stadtvorstand hat nach vielen dringenden Anforderungen ens lich beschloffen, die Bad⸗ gasse beleuchten zu lassen, was von den daselbst wohnen den steuerzahlenden Bürgern freudig begrüßt wurde. In den letzten Tagen wurde mit der Anlage be⸗ gonnen und das große Werk vollendet. Man nahm nämlich die seit Jahren be⸗ wunderte einzige Laterne in diesem Stadt⸗ theile an der Postscheuer weg und wies der⸗ selben, brillant ausgestattet, einen anderen Platz an, wodurch ihr wirklich magisches Licht sogar außer der Badgasse noch drei ebenso dunkle an⸗ grenzende Straßen beleuchten könnte, wenn sie wollte. Allen Bewohnern derselben wird es gewiß viel Ver gnügen machen, wenn die hohere Behoͤrde und ihre Mit⸗ bürger sich von dem so schönen Gelingen überzeugen würden. 7 Herrlicher und höchst sparsamer Gedanke Ist denn dieser nicht auch in den anderen Theilen der Stadt zu Gunsten der Communal⸗Steuern anwendbar? * 324 Dienstag den 3. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, läßt die Unterzeichnete in ihrer Wohnung bei Schreinermeister Chr. Valentin am Mainzerthor, öffentlich an den Meistbietenden versteigern: 1 braune Stute(8 Jahre alt), 2 Wallachpferde(sämmtlich zugeritten und gefahren), 1 Chaise(Halbverdeck), 1 offenes Wägelchen, 1 neuen Schlitten, 2 Paar vollständige Pferdegeschirre, 1 Reitsattel mit Zubehör, circa 10 Centner Kornstroh, eirca 15 Centner Klee und Wiesenheu, 1 Sopha, 1 Kleiderschrank, 1 Tisch, und sonstige Hausgeräthschaften. Friedberg den 28. Januar 1874. Dr. Born's Wittwe. 88 2 E f 85 0 C 2 8 — 28 2. aheim. 82 N* .— S 82 82 88 82 Die soeben erschienene Nr. 17 enthält:: Der Drossart von Zeyst. Roman aus der Zeit von hundert Jahren. Von George Hesekiel.(Fortsetzung, — Eine Wasserrose der Adria. Von J. von Sydow, Mit 2 Bildern von H. Richter: Piccola und Piecolo, — Jugenderinnerungen. Von einem füddeutschen Freund des Daheim.(Fortsetzung.)— Deutsche Kaiserstätte Von Oscar Schwebel.— VI. Rheinfrankenzeit. M Originalzeichnung von Karl Sprosse: Der Dom 3 Speyer.— Am Familientische: Die Isolirhaft.— Utan svafel og fosfor. Von Otto Dammer.— Bazaine“ Gefängniß.— Ein Werk aus der Reformationszeit Mit 2 Abbildungen. Zu Bestellungen empfiehlt sich 8 Earl Bindernagel in Friedberg. Isratlitischer Gotlesdienst in Friedberg, Beginn: a Freitag Abends 4½ Uhr.* Samstag Morgens 8 ½ Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. ö Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Adam geb Acht! Versteigerungs-Anzeige. 1 4 1 1 1 betteffen“ Das Gt 00 ungtben — H.-J. Vürttenb Noten len don Wan sesge Stan er Dirttlis chtditlen pähnten zwichen orstellung, Handels, Aan das Pr. in Berlin Iwar, welche st für eint aburch ente 1 Fracht zu Vertin oder nige, vel Pahn nicht die Antwort lausen. Si 19. Nopenbe aß die 5 bahn ba Fribeng d Auneisung, I ue E witdtr in dusolgt die Ulegerg i. ustragt:* Varta. Und Naß Cmiditen