9 2 4 — — — 2 7 „5 1 1* — 4 N— — ———— — — — — — — — * E 2 2 E Dienstag den 28. Juli. 88. berhessischer Anzeig Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. 5 Für die Monate August und September kann auf den„Obechessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnikt werden. Deutsches Reich. Darmstadt, 23. Juli. In der heutigen Sitzung der ersten Kammer kamen abermals eine ganze Reibe von Angelegenbeiten, im Ganzen dreizehn, zur Verhandlung. Das Plenum beschloß überall nach den Ausschußanträgen. — 22. Juli. Die Berathung über das neue Be— amtenpensionsgesetz, welches diesmal beiden Kam— mern gleichzeitig zur Behandlung übergeben worden, wird in jeder Hinsicht beschleunigt. Schon nächsten Samstag werden die Ausschüsse beider Kammern zusammentreten, um die gesetzlich vorgeschriebene gemeinschaftliche Sitzung abzuhalten. Kammer ist auch diesesmal der Abg. Dumont als Berichterstatter bestellt. Seitens der ersten Kammer wurden heute zur Ergänzung des Gesetzgebungs— Ausschusses zwei weitere Mitglieder in der Person des Hofgerichts-Prasidenten Buff und des Geh. Justizraths Wasserschleben, beide von Gießen, gewählt. Kassel, 24. Juli. An Stelle des Dechanten Engel in Hünfeld soll der Seminar- Lehrer Sermond in Fulda mit der Ober⸗Schul-Inspection für Hünfeld ꝛc. betraut werden. Durch ditse Maßnahme wird einer der Heißblütigsten unter dem jesuitischen Klerus der Diöcese Fulda von dem Gebiete des Schulwesens entfernt. Berlin. Der Oberconsistorialrath Dr. Wichern, eine der Hauptsäulen des protestantischen Mucker- thums, hat in Folge seiner erschütterfen Gesund— heit seinen Abschied aus dem preußischen Staats— dienst erbeten. Er, der bekannte Gründer des „Rauhen Hauses“ bei Hamburg, war im Jahre 1856 nach Berlin berufen worden, vorzugsweise, um bei der Einführung der Isolirhaft in den preußischen Gefängnissen eine consultirende Stellung in der Gefängniß verwaltung einzunehmen. Außer— dem wurde ihm Sitz und Stimme im Ober- Kirchenrath eingeräumt. — 25. Juli. Die„Bank- und Handels- Zig.“ meldet: Dem deutschen Delegirten für den Brüsseler Congreß, General v. Voigts⸗Rhetz, wurde ein bayerischer General, ein sachsischer Major und der Prosessor Bluntschli aus Heidelberg zur Assistenz beigegeben. Der General v. Voigts-Rhetz reist morgen nach Brüssel ab. Posen. Der Domherr Korytkowski in Gnesen wurde wegen unbefugter Ausübung der Functionen des Officials zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilt. Danzig. Der Bischof v. d. Marwitz hat bereits Aufforderung erhalten, bis zum 28. d. M. sich, falls er es nicht vorziehe, die Geldstrafen zu bezahlen, in dem hiesigen Criminalgefängnisse zu gestellen, widrigenfalls seine Verhaftung erfolgen werde. Im hiesigen Gerichtsgefängniß ist zur Aufnahme des Bischofs jetzt Alles bereit gestellt. Kiel. Die Befestigung des Kieler Hafens soll, wie die„Kieler Zeitung“ meldet, noch um 2 Batterien, Korügen und Oberjägersberg, ver— slärkt werden. Die Baukosten sind auf bezw. 470,000 Thlr. und 480,000 Thlr. veranschlagt, und die Bauzeit ist auf drei Jahre berechnet. Dortmund, 23. Juli. Heute wurde auf Antrag des Staatsanwalts die Schließung der ocial-demokratischen Vereine von Dortmund und pörte auf Grund des Vereinsgesetzes ausgesprochen. In zweiter 80 5 5 l in Baden eingeführt wird.— Die deutsche Kaiserin versammlung wird mit 369 gegen 340 Stimmen München. Vom Lechfelde wird berichtet, Wir erwarten von Ihnen ein Gesetz, welches die daß dort unter den Soldaten des 3. Feldartillerie- erste Kammer errichtet, das Recht der Auflösung regiments einige bedenkliche Fälle von Insubordi- und und das Wablgesetz. Die General-Discussion nation vorgekommen sind, was die Inhaftnahme der wird geschlossen. Wallon bringt ein Amendement Betheiligten zur Folge hatte. auf Regelung der Gewalten des Prösidenten der — Nach der„Pf. Ztg.“ stehen der beabsich- Revublik ein. Dasselbe wird mit 637 gegen 33 tigten Abhaltung der General-Versammlung der Stimmen abgelehnt. Darauf wird über den An— katholischen Vereine in München zu Anfang August trag Perier abgestimmt und derselbe mit 374 Hindernisse entgegen; es ist daher fraglich, ob gegen 333 Stimmen verworfen. Der Deputirte jene Versammlung bier stattfindet. Mallville bringt sodann einen von 300 Deputirten Karlsrube, 25. Juli. Das heutige„Ge- unterzeichneten Antrag auf Auflösung der National- setzblatt“ publicirt eine Verordnung, durch welche versammlung ein. Die Dringlichkeit für den An- die Reichsmark-Rechnung mit dem 1. Jan. 1875 trag Malleville's wegen Auflösung der National- ist heute Nachmittag auf Schloß Mainau an- abgelehnt, Worauf die Sitzung aufgehoben wird. gekommen.— 24. Juli. Die Nationalversammlung sprach die Vertagung der Discussion der constitutionellen Ausland. Entwürfe aue, nachdem die Regierung sich damit Oesterreich-Ungarn. Wien. Graf einverstanden erklärt hatte. Schönborn und Fürst Windischgrätz baben ein— 25. Juli. Parteiprogramm ausgearbeitet behufs Bildung wurde heute das Marine-Budget beratbhen. Der einer kaͤtholischen Centrumspartei, unabhängig von Marineminister sagt: So weit die durch das Tschechen, Polen und Föderalisten. Sede gewährten Mittel es erlaubten, werde die — Wie die„Nordd. Allgem. Zig.“ erfährt, Regierung dafür sorgen, daß die Marine auf der wird die von Wiener Blättern verbreitete Nach- Höhe ihrer Mission bleibe.„Wenn die Armee richt, daß die Kaiserin von Oesterreich bei der der rechte Arm Frankreichs ist, so ist die Marine der linke Arm Frankreichs und Frankreich bedarf Kaiserin Augusta für die Herbsisaison in Baden f ihren Besuch angekündigt habe, officiell nicht be-(seiner beiden Arme.“ Mehrere Artikel des Marine- Budgets werden genehmigt. stätigt.— Das vom Kaiser Franz Joseph an 0 g den Fürsten Bismarck gesandte Glückwunsch Tele- Holland. Haag. Die Ratifications-Ur- kunden über den holländischen Vertrag mit dem gramm lautete:„Lieber Fürst! Ich danke Gott für seine Gnade, mit der er Sie so sichtbarlich deutschen Reiche wegen Auslieferung von Ver— beschützt hat. Empfangen Sie meine Glückwünsche brechern wurden am 21. d. M. ausgetauscht. und die Versicherung meiner Freundschaft! Franz Norwegen. Christiania, 24. Juli. In der Nationalversammlung Joseph.“ Prinz Friedrich Karl von Preußen ist beute Mittag Frankreich. Versailles, 23. Juli. über Kongsberg und Drammen hier eingetroffen, nachdem er von Skien aus bereits Tellemarken besucht batte. Der Aufenthalt hier ist auf 2 Tage festgesetzt. Großbritannien. London, 25. Juli. In Beantwortung einer Interpellation Russel's erklärt Lord Derby im Oberhause, Spanien habe bisher keine Intervention Englands bei Frankreich wegen angeblich den Carlisten von Frankreich ge— leisteter Unterstützungen verlangt: die britische Re— gierung babe darum bei der französischen Regierung dieserhalb keine Vorstellungen machen können. Be— züglich der Anerkennung der gegenwärtigen Re— gierung Spaniens sei es die Ansicht des Ministeriums, dieselbe müsse durch gemeinsames Vorgehen sämmt— licher Großmächte herbeigeführt werden, jedoch erst, wenn die spanische Regierung sich dauernd be— festigt hat. Spanien. Madrid, 24. Juli. Eine Abtheilung Carlisten in der Stärke von 1800 Mann wurde in der Provinz Tarragona von den Re— gierungstruppen geschlagen. Letztere machten viele Gefangene, erschossen aber keinen derselben. — Eine Depesche von carlistischer Seite aus Bayeune meldet, daß 12 neue Geschütze und 200 Kisten mit Munition für die Carlisten aus- geschifft worden sind. Rußland. Petersburg. Der Cbef der Gensdarmerie, Graf Schuwalow, ist zum Bot- schafter in London ernannt und wird durch General- lieutenant Potapow ersetzt. Der ehemalige General- gouverneur der baltischen Provinzen, Generallteut. Nationalversammlung. Die Tribünen sind über— füllt, die Diplomaten-Loge dicht besetzt. Lambert St. Croix vom rechten Centrum begründet seinen Antrag zu den constitutionellen Vorlagen; derselbe will die jetzige Regierung organisiren unter der Bedingung, daß diese ihren conservativen Charakter ferner behalte. Hierauf begründet Perier vom linken Centrum seinen Antrag, indem er ausführt, daß die principielle Natur der Regierung auf einem festbestimmten, nicht discutirbaren Prinelpe beruhe, und erklärt, daß die Monarchisten, weil die Herstellung der Monarchie unmöglich sei, in die allein mögliche Regierungs- Form voll Resig— nation sich fügen müßten. Broglie sagt, die Proclamirung der Republik sei unnütz und inop— portun; dieselbe würde Anstoß erregen, verschaffe bei der Mannichfaltigkeit und der leicht wider— ruflichen Natur ihrer Institutionen dem Lande keine Sicherheit und gebe keine Gewähr gegen den Bonapartismus. Der Fehler der Republik sei, daß sie das Staats-Oberhaupt mit den Par— teien in Berührung bringe. Mac Mahon sei ein loyaler Soldat; ein Staatsstreich sei von ihm nicht zu befürchten. Nachdem noch Dufaure ge— sprochen, verliest General Cissey im Namen der Regierung eine Erklärung, wonach diese den An— trag Perier ablehnt und sagt: die Annahme dieses Antrags würde so angesehen werden, als hätte sie leinen anderen Zweck als die Proclamirung der definitiven Republik. Das Land verlange die Organisation der Gewalten Mac Mahons. Albet instp, gebt an Stelle Potapow's nach Wilna. Admiral Possiet ist zum Verkehrsminister ernannt. — In diplomatischen Kreisen verlautet, Baron Brunnow, bisher russischer Botschafter in London, werde Präsident des Minister-Ausschusses; der seit⸗ herige Präsident desselben, General- Adjutant v. Ignatieff, Vater, wurde penstonirt. Der rus⸗ sische Verkebrsminister Bobrinsky erhielt wegen Unziemlichkeiten bei Concessionirung der Warschau- Breslauer Eisenbahn seine Entlassung. Griechenland. Kreta, 25. Juli. Con- sulats berichte aus Kreta signalisiren die Absendung einer Sturmpetition der griechischen Bevölkerung an den Sulkan, worin unter der Drohung mit Aufstand die Verlegung der Hauptstadt, griechische Gerichtsvorsitzer und Kaimakams und die Ein ⸗ ziehung der Kupsermünzen verlangt werde. Amerika. Wasdington. Die Unions Regierung bat die gemeinschaftliche Submissions- Offerte der Bankhäuser Rothschild und Seligmann auf die neue zur Zeichnung gelangende consoli- dirte proc. Anleihe angenommen. Aus Stadt und Land. Hungen, 24. Juli. Ein empörendes Verbrechen ist in unserer Umgegend verübt worden. Die zwei Kinder angesehener Oeconomen aus Bellersbeim, ein Knabe von etwa 10 und ein Mädchen von 12 Jahren, waren in dem benachbarten Muschenheim bei Verwandten gewesen. Auf dem Heimwege wurden sie im Felde von zwei Strolchen aus biesiger Gegend überfallen. Der eine warf sich auf den Knaden und wollte ihm ein Taschentuch in den Mund siecken, damit er nicht schreien könne. Der andere schleppie das Mädchen in einen Kornacker, um ihm die schandbarste Gewalt anzuthun. Aber der Knabe, ein tapferer, unverzagter Junge, wehrte sich mit Händen, Füßen und Zähnen und besteite sich glücktich aus den Händen des Nich'snutzes. Dann eilte er seiner Gespielin muthig zu Hilfe. Inzwischen war auch ein Mann durch das Jammergeschtei der Kinder herbeigezogen worden und nun ergriffen die beiden Hallunken die Flucht, sind aber doch entdeckt worden und werden hoffentlich von dem Assisen— hof die härteste Strafe empfangen. Offenbach. Bei dem bier am Dienstag Mittag statt⸗ gehabten Gewüter schlug der Blitz in einen Schornstein der Schäfer'schen Wachstuchfabrik, jedoch ohne zu zünden. Das Maurerwerk des Schornsteins bekam einen Riß und drei an der Feuerung unier demselden mit Kaffeekochen veschäfligte Arbeiter kamen mit einem tüchtigen Schrecken und durch den heruntergefallenen Ruß geschwärzten Ge— sichtern davon. Darmstadt, 23. Juli. Se. Majestät der Kaiser von Rußland haben 1000 fl. für nachstehende Anstalten allergnädigst bewilligt: C. Barmherzige Schwestern 250 fl. Rettungshaus Hähnlein.. 150 fl. Kleinkinderschule Jugenheim 150 fl. Alice-Frauen⸗Vecein. 100 fl. 200 fl Idioten Anstalt... 100 fl. 5 Summe. 1000 fl. Großzimmern, 23. Juli. Gestern Mittag wurde in der Gersprenz, in der Nähe der Bauersmüßhle, die Leiche eines jungen Menschen aufgefunden. Derselde hatte Vor⸗ mittags noch eine Last Holz im Walde geholt und man vermuthet, daß er im erhitzten Zustande sich gebadet und dadurch das Leben verloren habe. Groß⸗Umstadt. Eine wahre Plage sind gegen— wärtig die massenhaft hier auftrelenden Rheinschnaken. Früher kannte man dieses unangenehme Insect in unserer Gegend gar nicht, während nun auch von umliegenden Orten der Einzug der ungebetenen Gäste gemeldet wird. Die Stiche, welche man von ihnen davon trägt, verursachen unter Geschwulst ein empfindliches Beißen, das in der Regel tagelang anhält. Amoniakaufsttich soll von wohl— thäliger Wirkung dagegen sein. Groß⸗Umstadt. Wegen des kürzlich gemeldeten Falles in Semd ist eine gerichtliche Unlersuchung eröffnet worden, welche über die Sache Licht verbreiten wird. Allerlei. Frankfurt. Demnächst sieht ein roher Fuhrknecht seiner Bestrasung entgegen. Derselbe hat in seiner Bos heil, weil das Pferd trotz Peitscheus nicht anziehen wollte, sein Messer gezogen und demselben mehrere Zoll lange Schnitte in die Haut beigebracht. Frankfurt. Die Vorarbeiten zu dem Central-Bahn⸗ hofs⸗Project sind nun so weit vorangeschritten, daß der Grund⸗Plan des Haupt Personen-Bahnhofs festgestellt ist. Derselbe wird an Stelle der seitherigen Stations-Gebäude (jedoch weiter rückwärts) angelegt und aus einem Haupl⸗ bau mit zwei Flügeln bestehen. Die verschiedenen Bahnen erhalten selbstständige Geleise und Perrons, und zwar in nachstehender Reihenfolge: 1) Bebra- Frankfurter Bahn, 2) Nassauer(Taunus-) Bahn, 3) Main-Weser-Bahn, 4) Homburger Bahn, 5) Main⸗Neckar⸗Bahn, 6) Hessische Ludwigsbahn und 7) Rhein⸗Lahn-Bahn. Ueber die Lage des Güter-Bahnhofes soll ein definitiver Beschluß noch nicht gefaßt sein, jedoch wird derselbe in ziemlicher Entfernung von dem Personen⸗Bahnhofe seinen Platz finden. Bevor die Detail-Pläne nicht ausgeführt, läßt sich über den Kosten⸗ Punkt nichts Genaues sagen; man glaubt jedoch, daß 6 Millionen Thaler nicht übecschritten werden. Bingerbrück, 23. Juli. Unlängst wurde auf der Fahrt zwischen Metz und hier aus einem kaiserlichen Post⸗ wagen ein recommandirter Brief entwendet, der mit Brilanten zum Werthe von 50000 Franken beschwert war. Der Juhalt war auf der Abdresse nicht angegeben. Nachdem umfangreiche Recherchen angestellt, auch eine hoht Belohnung auf die Habhaftwerdung der Brillanten aus— gesetzt worden, liefen die letzteren, in ein Brief⸗Couvert eingeschlossen, bei der kais. Postdirection in Metz vor etwa 4 Wochen ein. Der Brief war vollständig frankirt in den Briefschalter zu Bingen geworfen worden. Die Hand⸗ schrift der Adresse hat indessen, wie die„K. Ztg.“ erfährt, die Ermittelung des Absenders herbeigeführt. Derselbe ist gestern verhaftet und dem betr. Untersuchungsamte zu Simmern vorgeführt worden. Wittgenstein, 22. Juli. Seit 1 Uhr Nachts steht unsere Unterstadt Berleburg in Flammen. Häuser, Stal⸗ lungen, Scheunen jenseits des Flüßchens Odeborn sind mit wenigen Ausnahmen vertilgt. Hoffentlich verbreitet sich das Feuer nicht nach der rechten Seile des Flüßchens weiter. Die ganze Heuernte, fast gänzlich unversichert, ist vertilgt; die sogenannte„Gasse“, etwa 15 Häuser auf beiden Seiten, mit wenigen Ausnahmen, liegt an der Erde. Schnelle Hülse ist doppelte Hülfe!(Wir verweisen auf untenstehenden Hülferuf. Die Red.) Magdeburg. In den Dörfern Gratzungen, Blied? ungen, Trebra, Etzelsroda, Pützlingen, Groß⸗Wechsungen, Forsthaus, Königsthal und in der Stadt Nordhausen (Reg.⸗Bez. Erfurt) sind, wie die„D. R.⸗C.“ meldet, in Folge des Genusses von rohem Schweinefleisch eine größere Anzahl von Personen, in Nordhausen allein nicht weniger als 43, an der Trichinose erk tankt. München. Die Nachanmeldungen zur Theilnahme am zweiten deutschen Sängerbundesfeste häufen sich in ganz unerwarteter Weise, so daß die Zahl der angemeldeten Sänger nunmehr über 5600 beträgt. Außer den Gesang⸗ vereinen in Smaßdurg sind auch Betheiligungen von For— bach und von Metz angemeldet worden. Oeynhausen. Der Bahnhofs-In'pector Mertens hat einen Ukas erlassen, wonach Niemand den hiesigen Perron betreten darf. Das kann nun freilich nicht All' und Jeder wissen und so war es gekommen, schreibt die „M. Z.“, daß in der Nacht vom Dienstag zu Mittwoch drei Herren, welche den Nachtzug benutzen wollten, und welche den Aufenthalt im Freien dem im heißen Wartsaal vorzogen, sich vor die ossene Thüre setzten. Da erschien der Herr Inspector und augenblicklich erscholl das Com— mando, den Platz von den Frevlern zu räumen. Doch die Herren fragten nichls nach des Inspectors Befehl und blieben sitzen. Da aber hatten sie es mit dem Unrechten zu thun.„Wissen Sie, wer ich bin?“ Das imponirte den dreien gewallig. Sie erhoben sich blitzschnell, und sich artig verbeugend, antwortete der älteste von ihnen: „Dann erlauben Sie wohl, daß ich mich Ihnen ebenfalls vorstelle: ich bin Graf Eulenburg, Oberpräsident von Hannover und eiese beiden Heeren sind Gardeoffiziere!“ Diese Höflichkeit soll die Wirkung eines Sturzbades her— vorgebracht und das Gesicht eines gewissen Jemand erheb— lich verlängert haben. Seeberg im Ermlande. Unter den mannigfachen Methoden des Selbstmordes ist die Selbstverbrennung jedenfalls eine der am seltensten angewandten. Diecser Tage wurde dieselbe jedoch von einem hiesigen Ackerbürger in der Weise ausgeführt, daß derselbe sich in seiner Scheune einschloß, dieselde sodaun anzündele und demnächst in den Flammen umkam. Bern, 17. Juli. Gestern Mittag hat man in einem Roggenacker ganz in der Nähe der Stadt den Leichnam eines bis aus's Hemd entkleideten 30jährigen Frauenzimmers aufgefunden, welches, wie es scheint, erst gemißbraucht, und dann mit einem Messerstich in die Brust und durch Würgen ermordet wurde. Name und Herkunft des Opsers ist noch nicht ermittelt. Wien. Der Astronom Rudolph Falb veröffentlicht in der„N. Fr. Pr.“(inen Artikel, worin er nachweist, daß die Erde am 21. Juli durch den Schweif des Coggia'“⸗ schen Kometen hindurchgegangen sei. Auf jeden Fall mußte der Schweif zu dieser Zeil ngegen die Erde gerichtet sein, und es fragt sich nur, ob er lang genug war, diese zu erreichen. Bei seiner Berechnung am 18. Juli fand Falb, daß an diesem Tage die Länge des Schweifes 8,344,500 geographische Meilen betrug. Paris. Als Motiv aines jüngst in Paris eingeleiteten Scheidungsgesuches macht ein unglücklicher Gatte geltend, daß ihm seine Frau in ihrem unbezähmbaren Jähzorn die Kinder an den Kopf zu werfen pflege. Mailand. Von hier wird geschrieben: An einem einzigen Tage der vorigen Woche wurden in Privat- und öffentlichen Anstalten über zwanzig Personen aufgenommen, welche in Folge der außerordentlichen Hitze wahnsinnig geworben sind. Handel und Verkehr. Grünberg, 25. Juli. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 15 fl 47 kr.; Korn(90 Kilo) 11 fl. 6 kr.; Gerste(80 Kilo) 8 fl. 52 kr.; Hafer(60 Kilo) 7 fl. 25 kr.; Molter (90 Kilo)— fl.— kr.; Erbpsen(110 Kilo) 13 fl. 5 kr.; Linsen(100 Kilo)— fl.— kr.; Samen(90 Kilo) 13 fl. 40 kr.; Kartoffeln(100 Kilo) 4 fl. 44 kr. Mainz, 25. Juli. Productenmarkl. Waizen per Juli 13 fl. 48 kr., per Nov. 13 fl. 6 kr. Korn per Juli 10 fl. 35 kr., per Nov. 9 fl. 52 kr. Hafer per Juli fl. Rüböl per Oct. 19 fl. 12 fl. 10 kr., per Nov. 103 1 150 a Raps per Sept. 17 fl. 5 kr., per Mai 19 fl. 45 kr. 4 kr. Das der Deuischen Transatlantischen Dampfschifffahrts⸗ Gesellschaft(Adler⸗Linie) in Hamburg gehörende Poftdampf⸗ schiff„Göthe“, Capitän Wilson, welches am 9. Jult von hier abgegangen, ist nach einer sehr schnellen Reise von 11 Tagen 7 Stunden(von der Elbe abgerechnet) am 20. Juli, 7 Uhr Abends, wohlbehalten in New⸗Pork an⸗ gekommen. Das der Deutschen Trausatlantischen Dampfschifffahrts⸗ Gesellschaft(Adler-Linie im Hamburg gehörende Postbampf⸗ schiff„Lessung“, Capitän Toosbuy, trat am 23. Juli seine zweite diesjährige Reise mit 45 Cajüts⸗ und 196 ZwischendecksPassagieren, sowie Post und Ladung von Hamburg direct ohne Zwischenhäfen anzulaufen nach New⸗ Vork an. Ueber die Eier und ihre Verwendung. Das Ei ist eben so gut wie die Milch ein Modellernährungsmittel, da es alle die zur Blut- bildung und Wärmeerzeugung nöthigen Substanzen, Fett, Proteinstoffe und Salze, und zwar in einer ziemlich bedeutenden Concentration enthält. Ein gesunder kräftiger Mensch vermag mit ein Paar Eiern täglich sein Leben zu fristen, und es ist dabei eine alte Regel, daß dieselben im hart ge— kochten Zustande länger vorhalten, d. h. schwieriger verdaut werden, dem Magen länger Beschäftigung gewähren, als im rohen Zustande. Soll aber einer sehr schwachen Verdauung unter die Arme gegriffen werden, so ist es durchaus nöthig, die Eier im rohen Zustande anzuwenden, indem das lösliche Eiweiß, das emulsions artige Fett natür⸗ lich leichter und besser assimilirt werden. Sehr schwach? Kinder, die selbst Milch nicht vertragen können, lassen sich oftmals noch durch die An— wendung von Eierwasser erhalten. Hierbei will ich gleich erwähnen, daß die vermeintliche Schwie⸗ rigkeit, Eier nach Belieben weich und hart, kutz im richtigen Grade der Consistenz zu sieden, nach neueren Untersuchungen nicht mehr existirt. Unsere Köchinnen werfen die Eier in siedendes Wasser und lassen sie, je nach dem gewünschten Grade der Consistenz, kürzere oder längere Zeit darin. Man hat dazu bestimmte Regeln; man soll von dem Moment des Einthuens an ein Vaterunser beten, bis 100 zählen, man soll 2 Minuten warten, man hat sogar sebr niedliche Sanduhren dazu, ohne doch durch diese Zeitbeobachtungen ganz seinen Zweck zu erreichen. Viel besser und rationeller st die Beobachtung mit dem Thermo- meter. Legt man die Eier in Wasser von 600 G. und läßt die Temperatur dann auf 700 C. steigen, so fängt das Eiweiß an zu coaguliren. Bei 730 C. ist das Eiweiß hart, der Dotter aber noch weich, der Zustand, wo die Eier am beliebtesten sind. Bei 760 C. ist auch das Eigelb coagulirt, die Eier daher hart gekocht. Die einzelnen Be— standtheile des Eies spielen in unserer Kochkunst eine wichtige Rolle. Das Eiweiß verleibt den Mehlspeisen Lockerheit und Consistenz zugleich, das Eigelb llefert ihnen Fett und zugleich die schöne bochgelbe Farbe. Das Eiweiß, als zähe klebrige Flüssigkeit, nimmt leicht Luft auf und läßt sich durch Schlagen in einen leichten Schaum verwan- deln, der ein bedeutend vergrößertes Volumen zeigt. Mengt man nun Milch, Zucker, Mehl, Butter bei und erhitzt die Masse, so gerinnt das Eiweiß und schließt in seinen Zellen Luft und die angewendeten Zusätze ein und man erhält vadurch die Lockerung der Mehlspeise. Das Eigelb dient zum Schmalzen, als Fettzugabe, wie die Butler. Ein zu großer Zusatz von Eiern kann die Mehl speisen zu schwer, dicht und unverdaulich machen, weil die Theilchen von coagulirtem Albumin und Cieröl sich zu dicht aneinander legen. Neben dieser Verwendung in der Küche läuft eine massen⸗ hafte Benützung der Eier in der Industrie, die sich theilweise erst in der Neuzeit entwickelt hal, Das Eiweiß dient zur Befestigung des Ultra: marins, des Schweinfurter Grüns und anderer schön gefärbter pulveriger Farbstoffe auf den damit bedruckten Zeugen. Die aufs feinste geriebenen Farben werden mit Eiweiß und Gummi zu einer dicklichen Masse angemacht und so mittelst der Druckformen auf die Gewebe aufgebracht. Um dieselben darauf zu befestigen, genügt ees, die Zeuge der Einwirkung eines Dampfstromes auszasetzen, Ma 26 Gs f. anschlagten risserungs⸗ licher Subn sind portofte „Sumi „Canale bis zum Su mittags 11 spektion zu Bedingungen anschlag ei in Empfan⸗ Frank . 255 Geg Herbert vol Gläublgern gement, def zeichneten G kannte Glä Erscheinens wendungen schlossen wer werden wird Friedb —— Be N60 Die Jwerghege, und der erst worden. Dad⸗N Oro Dor 10 Uhr, f sorbenen detes Viel 10 6 gb 40) eine Iffentlich Versteigert rie Wg ritt: and. Sol i kuttt dir Am cent nötig, ul nta, udn du t geit nat derten Sch e dict derten tbderch die pierbti Schr * 7 5 1 * r tlitbteen e? coagulirt, 265 1 1 5 41 4 28=* 9 —'* 0* 8 —. vodurch das Eiweiß coagulirt und den Farbstoff Berbindung desselben mit Kalk dem Hühnereiweiß f ratur(t. 400 C.) und gutem Luftzuge auf flachen 2 tt ercemgurg aba N auf der Faser festkittet. Obwohl man vielfach ersucht hat, den Eiweißstoff des Blutserums, eine Auflösung des Caseins in Ammoniak oder eine u subslitutren, so sind diese Versuche doch nur beilweise gelungen. Nur selten werden sich die twähnten Fabriken der frischen Eier zu dem ge“ dachten Zwecke bedienen, eben weil sie keine Ver⸗ dendung für das gleichzeitig in großen Massen gewonnene Eigelb haben. Das gewöhnlich ange wendete Eiweiß kommt im getrockneten Zustande in den Handel und wird größtentheils in und um Annonav in Frankreich gewonnen, indem hier eben einer sehr stuchtbaren kornreichen Gegend zuch noch der Sitz einer blühenden Fabrikation zon Glacshandschuhleder ist. Zum Geschmeidig- nachen dieses Leders bedienen sich die Lederfabri⸗ anten einer sogenannten Nahrung, d. h. einer Mischung von Eigelb mit feinem Waizenmehl, die an die Häute eingerieben und durch Klopfen und Walken denselben einverleibt wird. Das hierbei abfallende Eiweiß wird von den Eiweißfabrikanten gesammelt und bei nur wenig erdöhter Tempe Schaalen eingetrocknet, gepulvert und in den Handel gebracht. Bei dem Kaufe desselben hat man sich desonders vorzusehen, daß dasselbe ziem⸗ lich vollstaͤndig in Wasser löslich ist, und daß es ferner, nachdem durch Kochen das Eiweiß coagulirt und abgeschieden, keine fremden Substanzen, z. B. Stärkegummi enthält, der sich, falls er vorhanden, durch die weinrothe Färbung mit Jod, sowie durch die Trübung bei Zusatz von Alkobol verräth. Auch die Imprägnation der ganzen Baumwollen⸗ faser mit Eiweiß ist von Broquette vorgeschlagen worden. Nachdem das Eiweiß durch Erhitzen auf den Fasern befestigt, soll diese sogenannte animalisirte Faser sich in Beziehung auf die dircte Aufnahme von Farbstoffen ganz wie Wolle und Seide verhalten. Verloosungen. Großherzoglich Sächsische Staats- Obli⸗ gationen von 1842 und 1848. Ziehung vom 20. Juni 1874.— Heimzahlung am 2. Januar 1875. Anleihe vom 1. Juli 1842. Serie I. Nr. 76 123 33 68 277 430 31 67 590 660 713 849 91 918 29 31 1036 97 114 40 51 427 48 54 652 843 922 93 95 2059 100 26 49 54 210 85 à Thlr. 200.— Serie II. Nr. 26 31 40 02 63 127 340 422 54 508 72 609 816 933 74 80 à Thlr. 100. Kammer-Anleihe vom 1. Jauuar 1848. Serie I. Nr. 131 52 222 310 426 48 4 Thlr. 200.— Serie Il. Nr. 13 89 114 24 79 353 74 97 857 65 91% 1000 111 26 93 237 533 58 70 62 40 à Thlr. 100. Lübecker Staats-Anleihe von 1850. Ziehun vom 1. Juli 1874.— Heimzablung am 2. Januar 1875. Lit. A. Nr. 30 173 365 401 746 851.— B. Nr. 529 694 780 967 1133 306 62 419 99 635 2214 63 489 515.— C. Nr. 40 179 398 492 705 13 36 1017 315 87 616 735 62 2137 504 72 800.— D. Nr. 83 101 3 24 209 21 36. Anleihe der Stabt Brüssel vom Jahre 1875. Ziehung am 20. Juli. Auszablung am 1. Mai 1875. Hauptpreise: Nr. 315291 25,000 Fr., Nr. 423399 3000 Fr., Nr. 150799 556189 je 1000 F., Nr. 19614 48973 130010 202017 437100 488887 501170 509116 je 500 Fr., Nr. 86395 117431 133708 175190 182211 3 264135 292431 547993 579078 700957 je 250 Fr. Aecht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich u 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsomst. a 5 5 Johann Matia Farina in Cölu. Main⸗Weser-Bahn. 2236 Es sollen die sämmtlichen zu 6400 Thaler ver— anschlagten Bauarbeiten, zur Herstellung eines Ent⸗ wässerungs⸗Canals auf Station Gießen, im Wege öffent⸗ licher Submissionen vergeben werden. Die Offerten ind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Herstellung eines En twässerungs⸗ „Canals auf Station Gießen“, dis zum Submissionstermin am 4. August d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Betriebs-In— spektion zu Frankfurt a. M. einzureichen, woselbst die Bedingungen, sowie die Zeichnung und der Kosten⸗ onschlag eingesehen und die Submissions- Formulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M. den 21. Juli 1874. Königliche Betriebs-Inspektion. Heyl. 1 Großes Bad Nauheim. Sonntag den 2. August 1874. Concert zum Benesiz der Kur Kapelle unter Leitung des Königlichen Musikdirectors Herrn F. Rosenkranz und unter gefälliger Mitwirkung des Ober-Stabstrompeters Herrn Sachse aus Hannover. Aufforderung. 2255 Gegen das in dem Schuldenwesen des Balthaser Herbert von Dorn ⸗Assenheim zwischen diesem und den Hläubigern am 25. November 1873 abgeschlossene Arran⸗ zement, dessen Einsicht auf der Registratur des unter⸗ zeichneten Gerichts genommen werden kann haben unbe— kannte Gläubiger binnen 83 Wochen, vom Tage des Irscheinens in der Oeffentlichkeit an gerechnet, Ein⸗ wendungen vorzubringen, als sie sonst damit ausge— schlossen werden und das Arrangement in Vollzug gesetzt werden wird. 2 Friedberg der 23. Juli 1874. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Bramm, Allwohn, Landrichter⸗Vicar. Landgerichts ⸗Assessor. Bekanntmachung. Die gestern in hiesigem Stadtwalde, Distrikt abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt 25. d. M. bestimmt 2260 Zwergheege, und der erste Abfuhrtag auf den vorden. Bad⸗Nauheim den 24. Juli 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad⸗Nauheim. Schutt. Bekanntmachung. 2252 Donnerstag den 30. Juli l. J., Vormittags um 0 Uhr, soll zu Griedel in der Behausung des ver— korbenen Bürgermeisters Fenchel nachstehend verzeich— tetes Vieh: 1) 6 Köhe, 2) 8 Rinder, 3) 2 Kälber, 4) 1 junger Faselochs, 5) 3 Pferde, 6) 12 Stück Hämmel 7) 5 Schafe und Lämmer, 8) M trächtiges Mutterschwein, 9) 4 Springer zum Einlegen, 10) eine Anzahl Huͤhner und Gänse ffentlich gegen baare Zahlung erbvertheilungshalber versteigert werden. Griedel den 22. Juli 1874. In Auftrag der Erben: Julius Fenchel. Bel Carl Bindernagel in Friedberg ist vorräthig: Die Landgemeinde-Ordnung, Die Städte⸗Ordnung, Die Verwaltungsgesetze, Das Volksschulgesetz. frage noch sofort geliefert. Cataloge werden franeo zugesendet. lichen Leistungen und Solidität anerkannt, Fabrik landwirthschastlicher Maschinen und Eisengießerei i Heinrich Lanz 2242 Anfang 4 Uhr.— Alles Nähere die Programme. 5— Lanz'sche Dresehmaschinen 2195 für Hand- und Göpelbetrieb, wegen ibres leichten Ganges, ihrer vorzüg⸗ können ungeachtet der großen Nach- Monatliche Versendung von 1300 Maschinen. — in Mannheim. Maͤh Maschinen sind jetzt Erndte rechtzeitig geliefert werden. Ph. Mayfarth& Comp., Frankfurt a. M., Baumweg Nr. 7. noch vorräthig und können zur diesjährigen 2259 * „ Dampf⸗Dresech⸗Maschinen werden in allen Größen sofort geliefert von der 5 5 8 B 25 2 1 7 88 5 22 uaheim 25 22 5 4 2 5 N 28 82 8 2* 2 8 85 3 Die soeben erschienene Nr. 43 enthält: Das grüne Thor. Roman von Ernst Wichert.(Fort⸗ setzung.)— Schlesische Städte. 1. Breslau und sein Rathhaus. Von Th. Oelsner. Mit Orig inalzeichnung von B. Mannfeld.— Die verbannten Kommuntsten auf Neucaledonien.— Hat ihn! Nach dem Bilde von Hiddemann.— Am Familientische: Naturwissenschaftl. Umschau. Von Dr. Otto Dammer. XI.— Erschossen auf fremder Erde. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg Glace-Handschule„ Setchre⸗ Blumenthal'schen Maschinenfabrik in Darmstadt. Maäschinenol, 2166 feinste Qualität, billigst bei b Wilh. Fertsch. Zwei schöne Zimmer 2262 sind auf der breiten Straße zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Anz. ** Ein junger Mann kann in meinem Geschaͤfte als Lehrling eintreten. A. Stahl Wittwe, Farben⸗ und Lack⸗ Fabrik. 2264 Friedberg. ö 0 2254 Unter sehr günstigen Bedingungen wird ein tüchtiges Laden mädchen zu engaglren gesucht G. Priors Papierhandlung, (255 vn) Hanau a. M. Einen halben Morgen Hafer 2218 bat zu verkaufen K. Fauft. 2264 Zu der Wahl in die Kirchengemeinde⸗ Vertretung werden noch weiter in Vorschlag gebracht und bisonders empsohlen: Allwohn, Assessor. Bitsch, Lehrer. Bieler, Johannes. Billau, Philipp. Damm, Ferdinand. Engel, Johannes. Falk, Georg. Haustädt, Gustav. Ruths, Eduard. Schleuning, Carl Fr. Schott, Jakob. Thurn, Professor. Trapp II., Advokat. Volk, Lehrer. Werner, Lehrer. Jäger, Oberstlieutenant. Klein, Reallehrer. Langermann, Assessor. Dr. Möller, Director. Müller, Emmerich. Neisel, Hermann. Noll, Friedrich. Pfeffer, Jacob. Winheim. Ramspek, Lehrer. Hestauration Weihl in Friedberg. Eröffnung des neuen Restaurationslocals und der Terrasse. Bad ⸗Nauheim. Im großen Saale des Kurhauses. Dienstag den 28. Juli 1874, Abends 7½ Uhr. Grande Soirée Musicale. Zweiter Theil. 2228 2 Erster Theil. 1. Sonate op 96 G-dur 2. v. Beethoven. 5. Arie aus der Oper„Margarethe“. Gounod. Herr Pianist Georg Leitert un Frau Dr. Emmy Schmidt⸗ Zimmermann. Herr Concertmeister Hermann Franke. 6. a) Melodie op. 3. EQRubinstein. 2. Arie aus der Oper„Fidelio“ L. v. Beethoven. d) Etude d'après Paganini. Liszt. Frau Dr. Emmy Schmidt-Zimmer⸗ Herr Georg Leitert. Fe see Wieniawski. mann, kgl. sächs. Hofopernsängerin.. B Herr Herrmann Franke. 3. Fantaisie Hongroise. Ernst. Herr Hermann Franke. 8. Lieder. a) Romanze op. 44 Nr. 1 Rubinstein. Frau Dr. Emmy Schmidt- Zimmermann. d) Fantasie für die linke Hand allein Coenen. Billets à 3, 2, 1 fl. verkauft die Buchhandlung des Herrn Carl Bindernagel daselbst. Im alten Kurgarten. Mittwoch den 29. Juli 1874 großes Militär- Concert, ausgeführt vom Musik-Corps des 2. Nassauischen Inf. Regiments Nr. 88. Kapellmeister Herr Baunack. Anfang 4 Ubr.— Entrée 18 kr. 2256 Der zur bleibenden Erinnerung an die denkwürdiger Kriege jahre 1870/71 gegründete und unter der hohen Protection des verehrten Prinzen Ludwig von Hessen stehende Hessische vetetuntn.& Militär-(Krieger-) Verein (Hassia) Sonntag den 2. August 11 Uhr in Friedberg in dem Gasthofe des Herrn Simon„Zu den drei Schwertern“ seine Generalversammlung. Außer mehreren anderen Gegenständen werden hauptsächlich zur Berathung kommen: 1) Eintheilung des Vereins„Hassia“ nach Bezirken und Wahl der Bezirksvorsteher und eines Präsidiums; 2) Auschluß des Vereins„Hassia“ an den deutschen Kriegerbund oder das Kartellbündniß; 3) Leistung der Beiträge zur Gründung einer Hauptkasse; 4) Vereinsorgan, Siegel und Zeichen; Da voraussichtlich viele auswärtige Krieger-Vereine und zwar aus den Provinzen Starkenburg und Oberhessen sich durch Delegirte vertreten lassen um an den oben angegebenen Berathungen Theil zu nehmen, so wäre es sehr wünschenswertb, wenn die Stadt Friedberg diesen Tag damit verschönern hilft, daß die Bewohner derselben sich durch Beslaggen ihrer Hͤuser der Theilnahme dieses Festes günstig zeigten. Der unterzeichnete Vorstand erlaubt sich daher, alle Freunde und Gönner unseres Kriegervereins hierzu aufzufordern und zu bitten, nach Möglichkeit dahin zu wirken, daß die Stadt an oben genanntem Tage ein festliches Gewand trägt. Der Vorstand des Veteranen⸗ und Militär-(Krieger) Vereins Friedberg. Carl Bindernagee's Annoncen-Erpedition. Bekanntmachungen aller Art: Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren⸗Empfehlungen, Versteigerungen werden an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung. hält dieses Jahr Bei Carl Bindernagel in Fricdberg und Bad⸗ Nauheim ist zu haben: Bismarck Nummer der illustr. Zeitung, enthaltend das Kissinger Attentat. Preis 18 kr. Wetterauer Industrie⸗Ausstellung. 2257 Mittwoch den 29. Juli außerordentliche Comitesitzung Für Stotternde. Heilcursus. Friedberg. Spracharzt Gerdts. J. Forte Brod 20 kt., a 16 . IL Bäckerei Strauß. 3 Zimmer nebst Küche ꝛc. ꝛc. 2203 zu vermiethen. Jos. Hoffmann. Steinerne Rahmtöpfe, Krüge und Töpfe 2189 in allen Größen vorräthig bei Friedr. Hilbrecht Wittwe. Vorzügliche Flammhkohlen 2265 offerire für diesen Monat franeo Bahnhof Fried⸗ berg à fl. 118. per 200 Centner.. Ph. Dan Kümmich. 2253 Ein nachweislich sehr gutes Metzger ⸗Geschäft in Frankfurt a. M. ist preiswürdig zu verkaufen. Franco-Offerten sad W. 62129 befördert die Annoncen⸗ Expedition von Haasenstein 8 Vogler in Frank⸗ furt a M. Korbwaaren 219 in schöner Auswahl und zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich neben der Post. Kirchenbuchsauszug. Evangelische Gemeinde. Getraute: 19. Juli. Heinrich Fischer, Ortsbürger zu Bingen⸗ heim, im Kr. Büdingen, Weißbinder dabier, Sohn des verstorbenen Ortsbürgers und Drehers Joh. Heinrich Fischer II. zu Bingenheim und Susanna Schütz, Tochter des Bürgers und Schuhmachermeisters Heinrich Schütz III. 22. Juli. Dr. phil. Karl Nies, Lehrer an der Großh. Realschule dahier, Sohn des Güterinspeetors bei den Oberhessischen Eisenbahnen Christoph Nies und Friedericke Auguste Pfeiffer, Tochter des Großh. Oberstabsarztes in Pension Dr. Kaspar Pfeiffer. Gelaufte: 19. Juli. Dem hies. Bürger und Schreinermeister Ludwig Hoffmann ein Sohn Heinrich, geb. den 5. Juni. 19. Juli. Dem Ortsbürger zu Merlau, im Krelse Gießen und Taglöhner dahier, Johannes Brenning ein Sohn Heinrich, geb. den 3. Juli 19. Juli. Dem hies. Bürger und Schreiner Joh. Heinrich Rausch ein Sohn Georg Friedrich Konrad, geb. den 20. Juni. 19. Juli. Dem Bürger zu Melbach, im Kreise Fried⸗ berg und Schneidermeister dahier Philipp Ludwig Töpp ein Sohn Emil, geb. den 1. Juni. 19. Juli. Dem Bürger zu Altenstadt im Kr. Bud ingen und Schuhmachermeister dahier, Johannes Rau eine Tochter an Pauline Agnes, geb. den 27. Juni. 19. Juli. em Großh. Hofgerichts-Advokaten Her⸗ mann Jockel eine Tochter Emilie Auguste Jeanette Louise, geb. den 7. Juni. Bee 13. Juli.(Zu Stammheim im Kanton Zürich.) Karl Lang von Friedberg, alt 30 Jahre, starb den 10. 5 25. Juli. N. N. Bichmann, todtgeborene Tochter di Regierungs-⸗Accesisten Karl Bichmann, geb. den 24. Juls. Astatlitischer Goltesdienst in Friedberg. Beginn: Freitag Abends 7 Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Die Annoncen⸗Aufgebet sparen also Briesschreiben, Zeit und Porto. 8 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 2258 Am ersten August beginnt ein neuer! getreffend Es sermit in Er 5. 5t. an 25, d. N staglen Comi ttat der taz Ordnung dei den) Die Veischi dastun, la: Ssdbyy⸗ Or Oforung 5 9. Sit, Noz Naolzthober Lengneinde Ap II. Diba dreh Hann der dleberg be bucher wüund die auc sichhalt daß auc nr Arznei