Inis . 3 2 eee dene e zen 7 det gen, 16.1 1 Belrntin, r.. iusen ————ů—ßv—ßrð—ÜjNꝑ— H 1874. N Donnerstag den 28. Mai. M 62. „ berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Für den Monat Juni kann auf den g Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. „Oberhessischen Anzeiger“ bei der —— Amtlicher Theil. Betreffend: Rückvergütung von Porto für dienstliche Correspondenz. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und katholischen Kirchenvorstände der nachstehenden Gemeinden. Indem wir Sie in Folge Verfügung Großherzoglichen Minister 5254 benachrichtigen, daß die in dem nachstehenden Verzeichniß bemerkt tragen wir Ihnen auf, Einnahmedekretur und Controlirung eintreten zu lassen. erlassene Verfügung nachstehend in Abdruck unter Bezug auf unser Ausschreiben vom Sr pe Friedberg am 23. Mai 1874. iums des Innern vom 18. Mai dieses Jahres zu Nr. M. d. J. 5217 und en Beträge zur Auszahlung auf die Hauptstaatekasse angewiesen worden sind, Zugleich theilen wir Ihnen die von Großherzoglichem Ministerium 25. April 1871, Kreisblatt Nr. 50, zur Nachachtung mit. Das Großherzogliche Ministerium des Innern an Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Auf den Bericht vom 7. laufenden Monats erhalten Sie nach stehenden Auszug zur Nachricht. Bürgermeistereien in Nordhessen bei Sendungen in Staatsdienstangelegenheiten, sowtit solche sich auf Gemeindeangelegenheiten den Bestimmungen des Ausschreibens vom 20. April 1871 zu Nr. M. d. J. 4 der Bezeichnung:„portopflichtige Dienstsache“ zu versehen. un Starch Uebrigens haben die Großberzoglichen beziehen, genau nach 463 zu verfahren, also die Sendung nicht zu frankiren, sondern mit Sie wollen darauf achten, daß hiernach in Zukunft verfahren wird. Verzeichniß der von einzelnen Gemeinden und Fonds gemachten und reclamitten Portovorlagen in den Jahren 1872 und 1873, 1) Gemeinde Assenheim 1873 2 fl. 38 kr.— 2) Gemeinde Bruchenbrücken 1873 10 kr. 4) Katholischer Kirchensond zu Friedberg 1873 1 fl. 30 kr.— 5) Gemein 1873 3 fl. 47 kr.— 7) Kirchenfond zu Ober-Mörlen 1872 2 fl. 29 kr., Wöllstadt 1873 3 fl. 49 kr.— 9) Kirchensond zu Ockstadt 1873 1 fl. 11) Gemeinde Reichelsheim 1873 2 fl. 4 kr.— 12) Kirchenfond zu Rockenberg 1873 3 fl. 11 kr. Veröffentlichung. de Münzenberg 1873 1 fl. 33 kr. 1873 1 fl. 49 kr., zusammen 4 fl. 18 kr.— 8) Kirchenfond zu Ober⸗ 45 kr.— 10) Kirchenfond zu Oppershofen 1873 4 fl. 17 fr.— — 13) Kirchenfond zu Wickstadt 1873 2 fl. 59 kr. — 3) Gemeinde Butzbach 1873 5 fl. 10 kr.— — 6) Kirchenfond zu Nieder⸗Mörlen Der Lehrer an der Ackerbauschule dahier, Herr Dr. Heuser, wird die Wanderlehre in Besprechungen landwirthschaftlicher Gegenstände Sonntag den 31. Mai laufenden Jahres nach beendigtem Nachmittagsgottesdienste in Nieder⸗Wöllstadt forisetzen, es werden daher die Mitglieder des landw. Vereins wie sonsfige Freunde der Landwirthschaft daselbst wie der Ungegend um recht zahlreiche Theilnahme ersucht. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg. Friedberg den 26. Mai 1874. a p Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Kaspar Jung von Beyenheim wurde zum Feldschützen für diese Gemarkung bestellt und in Pflichten genommen. Deutsches Reich. Darmstadt, 23. Mai. S. K. Hobeit der Großherzog sind heute Vormittag zu kürzerem Sommer⸗ Aufenthalt nach Mainz abgereist. 24. Mai. Die Prinzessin Ludwig ist heute Vormittag 11½ Uhr von einer Tochter entbunden worden. — Der Finanzausschuß der zweiten Kammer beantragte das Ersuchen an Großherzogl. Regier— ung zu richten, den Personaletat der Salinen und Bergwerke soweit irgend thunlich, und zwar ent- weder durch anderweite Verwendung des über- flüssigen Personals oder, falls sich dazu in der nächsten Zeit keine Gelegenheit gibt, durch zeit weise Pensionirung zu vermindern. — Im 1. Quartal v. J. beliefen sich die Einnahmen aus Neichszöllen auf 12,174,349 Thlt., während sie in der gleichen Periode dieses Jahree nur 8,386,154 Thlr. betrugen. Der Ertrag des Wechselstempele fiel von 665,865 auf 615,627 Tolr., derjenige der Telegraphie von 902,256 auf 841,134 Thlr. ö Oppenheim. Die Hauptversammlung des Gustav- Adolf. Vereins wird in diesem Jahre in hiesiger Stadt abgehalten. Als Hauptfesttag ist der 8. Juli in Auesicht genommen. Tags zuvor, Dienstag den 7. Juli, findet Vorversammlung statt. Dieser Tage wird sich ein Comjite bilden, dae die Vorbereitungen zu dem würdigen Empfang der Festgäste treffen wird. Berlin, 21. Mai. In der gemeinschastlichen Sitzung beider Hauser des Landtages waren sämmt⸗ liche Minister, ausgenommen der Ministerpräsident Fürst Bismark, anwesend. Der Präsident des Hertenhauses, Graf Stolberg, eröffnete auf Grund der getroffenen Vereinbarung mit dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses, anschließend an frühere Vorgänge, die Sitzung. Der Vicepräsident des Staatsministeriums, Camphausen, verliest die könig— liche Botschaft, datirt Wiesbaden den 20. Mai, welche die Session für geschlossen erklärt. Die Mitglieder hören die Botschaft stehend an und stimmen in das vom Präsidenten Graf Stolberg ausgrachte Hoch auf den König enthustastisch ein. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bemerkt, bezüg- lich der Andeutungen rheinischer Blätter, daß die ultramontane Agitationspartei damit umgehe, nach Ausweisung der renitenten Geistlichen ein Haupt— quartier der klerikalen Umtriebe an der luxem- burgischen Grenze zu errichten, wozu namentlich Echternach ausersehen sei, es würden sich geeignete Mittel finden einem solchen Unternehmen entsprechend entgegenzutreten. — Die auch telegraphisch mitgetheilte Meldung des Londoner„Standard“, daß die Königin von England den Besuch des Kaisers von Rußland im Die Königin ist heute Abend 9 Uhr hier eingetroffen und August erwidern werde, ist richtig. Victoria wird bei dieser Gelegenheit auch einige Tage in Berlin verweilen, und es ist deshalb die nommen, ältesten Sohnes des Kronprinzen, die ursprünglich am 18. Oct. stattfinden sollte, auf diesen früheren Termin verlegt worden. — Die„Post“ schreibt: Wie wir hören, ist die Ernennung v. Werther's zum deutschen Bot schafter in Konstantinopel nunmehr durch kaiserliche Ordre erfolgt. — Der Bundesrath hat beschlossen, daß außer den früher bezeichneten Münzen nunmehr auch Fünsmarkstücke in Silber geprägt werden sollenz über den in solchen Fünsmarkstücken auszuprägen⸗ den Betrag wird indeß die Beschlußfassung vorerst noch ausgesetzt, bis über die Aufnahme dieser Münzen im Verkehr ausreichende Erfahrungen vorliegen. Die dermalige Ausprägung von Ein- markstücken wird entsprechend eingeschränkt. Fulda. Da die Regierung den Entschluß gefaßt hat, das Internat in den Schullehrer— Seminarien zu beseitigen, so ist der Neubau des neuen Lehrer- Seminars dahier vorerst sistirt worden. — Wie der„Fuld. Anzeiger“ vernimmt, sind wegen der den Herren Domcaplan Weber und Pfarrer Helfrich gebrachten, viel besprochenen Ovationen nicht weniger als einige 60 Anklagen erhoben worden. Ems, 22. Mai. Der Kaiser von Rußland hat im Hotel„Vier Thürme“ Wohnung ge— Zu seinem Empfang war die Stadt Confirmation des Prinzen Friedrich Wilhelm, des festlich geschmückt und illuminirt. N 0 5 — —— — 25. Mai. Heute Vormittag traf Kaiser Wilbelm hier ein und wurde auf dem Bahnhofe von dem Kaiser Alexander empfangen. Die beiden Kaiser begaben sich durch die festlich geschmückten Straßen nach dem Hotel zu den„Vier Thürmen“, wo die Königin von Württemberg sie erwartete. Dresden. Der Ausschuß des Journalisten⸗ tages beschloß in Folge einer Einladung de Magistrats von Baden-Baden, den neunten Jour- nalistentag in Baden-Baden vom 25. bis 28. Juli d. J. abzuhalten. Kiel. Ende nächsten Monats wird die Dampf- Corvette„Gazelle“ unter dem Commando des Capitäns zur See v. Schleinitz von Kiel aus die eine der fünf deutschen Expeditionen zur Be⸗ obachtung des Vorüberganges der Venus vor der Sonnenscheibe am 8. Dezember 1874 nach ibrem Bestimmungsorte, den Kerguelen-Inseln im süd⸗ lichen indischen Ocean, bringen. Nach Beendigung der dort anzustellenden Beobachtungen und Arbeiten soll die„Gazelle“ die Astronomen der Venus- Expedition nach Mauritius bringen und von dort eine größere wissenschaftliche Forschungsreise durch den indischen, stillen und atlantischen Ocean unternehmen. Straßburg. Wie der„Niederrh. K.“ hört, ist der Reichstags Abgeordnete Lauth entschlossen, über sein Verhalten während der Reichstags⸗Session ein Schreiben an seine Wähler zu versenden. — 23. Mai. Das„Elsässer Journal“ ver- öffentlicht eine don 80 der angesebendsten Alt- straßburger Bürgern und Handelsfirmen unterzeich— nete Petition an den Reichskanzler um beschleunigte Erweiterung der Stadt. Der Eingang der Adresse weist auf die Haltung Lauth's hin, wodurch die Stadt der Vertretung im Reichstage entbebre und darum sich vertrauensvoll an den Reichskanzler, den beredtesten und unermüdlichsten Vertreter der Wünsche und Beschwerden des Landes, wende. — Die kleine Festung Marsal, welche als solche eingeht, wird, der„K. Zeitung“ zufolge, in diesem Jahre der Schauplatz einer größeren Mineur- Uebung sein, zu welcher die Mineur. Compagnien des hessischen, des badischen und des 15. preußischen Pionnier⸗Bataillons herangezogen werden sollen. Bei dieser Uebung sollen die ein ⸗ zelnen Fronten der alten Befestigung mit Pulver auf verschiedene Weise gesprengt werden, während man die kleineren detachirten Forts Harraucourt und Orleans mit Dynamit- und Nitroglycerin— Präparaten zerstören will. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 24. Mai. Das„Correspondenz- Bureau“ meldet, in Kon- stantinopel habe ein Mordanfall auf den Director des öslerreichischen Lloyd, Nikolitsch, stattgefunden, wobei derselbe durch einen Pistolenschuß schwer verwundet wurde. Pest, 22. Mai. Nachdem zwischen den Be— schlüssen beider Delegationen vollkommene Ver- ständigung erzielt worden ist, erfolgte heute Abend die Schluß ⸗Session, wobei Graf Andrassy den Dank und die Anerkennung des Kaisers aus— sprach. Der Präsident v. Rechbauer betonte in seiner Schlußrede den Wunsch, es möge der Fieberparoxismus, welcher ganz Europa in die Rüstung stürzt, aufhören und die Völker dem friedlichen Culturkampf wiedergeben. Schweiz. Bern, 23. Mai. Zur Auf⸗ nahme in das neue katholische Ministerium des Cantons Bern haben sich bis jetzt 16 Priester gemeldet. Bern, 25. Mai. Der in Winterthur tagende Congreß schweizer Arbeiter beschloß die Ausschließung des deutschen Arbeitervereins in Zürich und die Annahme der täglichen Zehn- stunden⸗Arbeit. Frankreich. Paris. Der Oberst Stoffel hat gestern die dreimonatliche Gefängnißstrafe an— gelreten, welche ihm wegen Beleidigung des An- klägers im Processe Bazaine, General Pourcet, zuerkannt worden ist. Stande sei, irgend einem Ministertium eine feste Majorität zu geben, könne sie nicht weiter regieren; er hoffe, sie werde die Nothwendigkeit begreifen, das Land als souveränen Schiedsrichter über die Meinungsverschiedenheiten in der Versammlung aufzurufen. Versailles, 22. Mai. Das Ministerium ist folgendermaßen konstituirt: Cissey, Krieg und Bite Präsidentschaft des Ministerraths, Decaz's, Auswärtiges, Fourtou, Inneres, Magne, Finan- zen, Caillaux, öffentliche Arbeiten, Grivart, Han⸗ del, Cumont, Unterricht, Tailhaud, Justiz, Montaignac, Marine. Spanien. Santander, 24. Mai. General Concha wird nach Eintreffen von 20,000 Mann Verstärkungen die Operationen auf der Linie Vittoria-Miranda wieder aufnehmen. Die Carlisten- Armee hat sich in kleinen Abtheilungen über die Baskischen Provinzen, Navarra und Aragonien verbreitet. Die Einwohner von Biscava und Navarra flüchten, um dem carlistischen Massen⸗ Aufgebot zu entgehen. Barcelona, 26. Mai. Don Alphons und die Gemahlin des Don Carlos organisiren in Sochona Truppenabtheilungen. Der General- lapitän von Catalonien hat 4000 Mann Ver- stärkungen verkangt, widrigenfalls er seint De⸗ mission geben werde. Italien. Rom, 21. Mai. In der Sitzung der Abgeordnetenkammer vertheidigte Mingbetti den Gesetzentwurf in Betreff der Ungültigkeit der un- registrirten Acte und stellte bezüglich des Ueber- gangs zur artikelweisen Berathung die Cabinets- frage. Die Abstimmung wird über den Antrag des Ausschusses, welcher auf Nichteingehen in die Specialberathung lautet, stattfinden.— Die Deputirtenkammer hat den Antrag der Commission, in die Specialdebatte des Gesetzes, betreffend die Annullirung nichtregistrirter Acte, nicht einzugehen, mit 190 gegen 179 Stimmen verworfen. Rom, 24. Mai. Der gestrige Empfang im Vatikan ist eingestellt worden, da der Papst in Folge einer leichten Erkältung einen Fieberanfall hatte, der jedoch, der„Agenzia Stefani“ zufolge, durchaus unbedenklich ist.— 25. Mai. Das Unwohlsein des Papstes dauert fort, doch hat derselbe gestern einige Stunden außerhalb des Bettes zugebracht. Die Zuziehung anderer Aerzte neben seinen Leibärzten dat der Papst abgelehnt. Rom, 25. Mai. In der Deputirtenkammer machte Minghetti die Mittheilung, das Mini— sterium babe in Folge des gestrigen Kammer Votums seine Demission gegeben, der König sie aber nicht angenommen, sondern das Cabinet er— sucht, im Amte zu verbleiben. Das Ministerium behalte sich vor, an Stelle des abgelehnten Ge- setzentwurfs andere Finanzvorlagen einzubringen und bitte die Kammer, die Berathung über das definitive Budget pro 1874 fortzusetzen und andere nothwendige administrative Vorlagen zu verhan⸗ deln. Die Kammer beginnt mit der Berathung des Marine- Budgets. Amerika. Washington, 21. Mai. Das Repräsentantenhaus hat ein Gesetz, betreffend die Aufnahme des Territoriums Neu Mexico als eines selbstständigen Staates in die Union, genehmigt. Newyork. Rochefort ist in San Francisco angekommen.— Gerüchtweise verlautet, daß drei englische Kriegsschiffe gescheitert seien, zwei bei Palermo(in Maine) und eins bei den Ber⸗ mudasinseln. — Dem„Standard“ wird unter dem 9. d. von hier geschrieben: Die Indianer im Dacota- Territorium haben ihre Raubzüge wieder aufge— nommen. Am 23. April überraschten sie in der Nähe des Forts Lincoln eine Anfiedelung und fährten etliche 80 Maulthiere und anderes Eigen- thum mit sich fort; sie wurden verfolgt, auseinander gejagt und die Beute ihnen abgenommen. Einige Tage später feuerten die Sivux⸗ Indianer auf die Vorposten des Forts Felterman im Wyoning: Territorium. Die Comanches feuerten in das am Red River liegende Lager Augur(Texae). Paris, 25. Mai. Bei dem Empfang der Delegirten des Departements Gironde äußerte Thiers: Da die Nationalversammlung außer zeichen eines nahenden Sturmes. Feindseligkeiten wird im Laufe des Sommers entgegengesehen. Diese kleinen Neckereien sind gewöhnlich ein An⸗ 1 Rewyork, 25. Mai. verlautet, soll Gonzales, der seitherige Platzkom⸗ mandant von San Jose de Guatemala, der dem amerikanischen Vicekonsul Magee 200 Stockstreiche ertheilen ließ und wegen seines Verhaltens dann von dem Befehlshaber einer dorthin gesendeten Truppenabtheilung verhaftet wurde, zunächst aus- gepeitscht und dann erschossen werden. Aus Stadt und Land. Offenbach. Hier trug sich am Samstag ein bedauer⸗ liches Unglück zu. Ein junger Mann fuhr mit 2 Pferden einen Wagen in den Main, wie er es gewöhnlich Abends zu thun pflegte. Kaum war das Gespann aber im Fluß, als es in ein Loch gerieth, so daß der Wagen sammi dem Fuhrmann fortgerissen wurde. Ein Knecht wollte retten und büßte sein Leben ebenso wie sein junger Herr ein. Die Leiche des Ersteren ist gefunden worden, die des Letzteren wird noch vermißt. Allerlei. Frankfurt. Am 14. Mai Morgens wurde ganz nahe bei Eschersheim ein gut gekleidetes Mädchen, welches sich auf die Eisenbahnschienen gelegt hatte, mit zer⸗ schmeitertem Kopfe im Graben todt aufgefunden. Dem Vernehmen nach soll dasselbe von Bockenheim sein, an seinem Hemde befinden sich die Buchstaben K. W. ge⸗ zeichnet. Eine Flasche Branntwein, welche man eben⸗ salls vorgefunden, läßt annehmen, daß sich die Unglückliche vor ihrem verzweifelten Entschlusse betäuben woll te. Fulda. Ein Bahnwärter im Dorse Kerzell, welchen der Himmel vor einigen Tagen mit dem achten Knaben beschenkle, hatte sich mit der Bitle an den Kaiser gewand, die Pathenstelle bei demselben zu übernehmen. Der gütige Monarch bat nun bereitwillig zugesagt und ihn auch mit einem beträchtlichen Geldgeschenke überrascht. Würzburg, 2. Mal. In Folge einer Ministerial⸗ Enischließung wurden zwei Studenten⸗Verbindungen der hiesigen Hochschule, das Corps„Nassovia“ und die Lands⸗ mannschaft„Macaria“, wegen eines im vergangenen Jahre in einer hiesigen Gartenwirthschaft veranlaßten argen Rauf⸗ Excesses auf ein Jahr suspendirt. München. Die letzte gropartige Zeichnung Kaulbach's: „Der deulsche heilige Michel, gewidmet dem tapferen deutschen Volke“— wie es die eigenhändige Unterschrift des Künstlers besagt— ist soeben in der Kunsthandlung von Fr. Hansstängel in München in einer vortrefflichen photographischen Nachbildung, in verschiedenen Formaten, erschienen. Das Bild ist die künstlerische Vecherrlichung der Kämpfe, die wir in der Gegenwart bestanden, der Siege, die wir errungen haben. Der deulsche Michel, zum gewaltigen Erzengel Michael geworden, bricht sich mit flammendem Schwert durch Nebel, Dunst und Wolken siegreich Bahn. Darnieder geworfen zu seinen Füßen liegen die Erbfeinde des deulschen Volkes, französischer Uebermuth und römischer Jesuitismus. Mit seinem Syllabus flieht der Papst; dem gallischen Imperator, dem die Krone enlfallen ist, stemmt der Sieger den Fuß auf den Nacken: kaum, daß der Besiegte mit dem Arme sein Kind zu schützen vermag. Paris, 22. Mai. Das Duell zwischen dem Wrafen von Montebello und dem Fürsten Metternich fand gestern auf Degen bei Saint-Cloud statt. Graf von Monlebello wurde leicht am Arm verwundet. London. Die außerordentliche Leiftungs fähigkeit und Schnelligkeit der Londoner Post wird oft gerühmt; mit welchem Recht, das beweist ein„Eingesandt“ der„Times.“ Ein Herr verössentlicht nämlich die Thatsache, er habe, um sich von der Tüchligkeit der Postbeamten zu überzeugen, eine Postkarte und einen Brief mit stenographischen Adressen in einen Brieskasten geworfen, und deide seien mit der nächsten Post, innerhalb drei Stunden, an die richtige Adresse gelangt, in dem einen Falle sei die Adresse mit rother Tinte in die gewöhnliche Schrift übertragen gewesen, in dem anderen Falle wäre auch diese Uebersetzung nicht einmal nöthig gewesen, ein Beweis, daß sowohl Sortirer wie Briefträger in hohem Grade der Erfüllung ihrer Pflichten gewachsen seien. Die Niederlassungsgesetzgebung und ein Aufenthaltsnahme⸗Formülar. (Fortsetzung.) Ferner steht der Aufnahme- oder Naturali— sations⸗Urkunde eine amtliche Bestallung gleich (9 des Gesetzes vom 1. Juni 1870), wohin⸗ gegen diese Urkunde überhaupt nach Ablauf von 10 Jahren werthlos sein kann, da durch zehnjährigen ununterbrochenen Aufenthalt im Auslande die Bundesangehörigkeit Jemandes ohne Weiteres verloren geht und folglich eine über zehn Jahre zurückreichende Urkunde ihre Beweisfähigkeit bereits eingebüßt haben kann. Weil nun der Regel nach der Besitz des Heimathsrechts oder des Unterstützungswohn— sitzes in einem bestimmten Orte die Staats- oder Bundesaugehörigkeit desselben ohne Weiteres ver aussetzt, in jedem Falle aber es jeder An— zugsgemeinde gleichgültig sein kann, uber die Staats-Angehörigkeit eines Neuanziehenden Wie gerüchtweise Verla desjen schaft bring D nicht durch dern Unsel den! „Gen Im U setzesv 1 nur a zu w 2 nicht der A werden 9 Heime in all unsel Anzu zum weise Vate 8 zuverläßige Kenntniß zu haben, wenn sse weiß, wo derselbe orts angehöͤrig oder heimaths— berechtigt, so faßt also unser Formular insge— sammt die zweite Bedingung, die Jemand bei verlangter Aufenthaltsnahme in einem Orte zu erfüllen habe, kurz in den Worten zusammen, der Neuanziehende habe den Nachweis zu führen, „daß er die Bundesangehörigkeit besitzt, bezieh— ungsweise, falls er Ausländer, welchem fremden Staate er angehöre, und sei dieser Nachweis entweder durch Beibringung einer bundes— ländischen amtlichen Bestallungsurkunde, oder einer nicht über 10 Jahre hinausreichenden Aufnahme- oder Naturalisationsurkunde, oder eines örtlichen Heimathsscheines, oder einer den Inhalt der letztgedachten Nachweise be⸗ urkundenden Legitimation(Paß) zu führen.“ III. Die dritte für das Recht zur Aufent— haltsnahme zu erfüllende Bedingung besteht mach dem Wortlaut gleichsfalls des 8 2 des Freizügigkeitsgesetzes darin, daß jeder Neuan— ziehende, welcher„unselbstständig“ ist,„auf Verlangen den Nachweis der Genehmigung desjenigen, unter dessen(väterlicher, vormund— schaftlicher, ehelicher) Gewalt er steht, zu er⸗ bringen hat.“ Daß bei dem Begriffe durch Lohnarbeit, Gesindedienst u. s. w., son— dern nur an die allgemeine privatrechtliche Unselbstständigkeit gedacht ist, ergibt sich aus den im Wortlaute des Gesetzes vor dem Worte „Gewalt“ in Klammer eingefügten drei Worten Im Uebrigen wird aus der vorgedachten Ge— setzesvorschrift zu folgern sein: f 1) daß der Nachweis der Selbstständigkeit nur auf Verlangen und nicht freiwillig geführt zu werden braucht; 2) daß, im Falle der verlangte Nachweis nicht geführt werden kann, dem Neuenziehenden der Aufenthalt in der Anzugsgemeinde versagt werden darf; 1 3) daß die Aufenthalts- beziehungsweise Heimathsgemeinde oder deren Gerichtsbehörde in allen denjenigen Fällen, auf Verlangen eines unselbstständigen Abziehenden oder der neuen Anzugsgemeinde desselben, die Genehmigung zum Umzuge selbst zu bescheinigen, beziehungs— weise zu ergänzen haben, wenn die bezuͤglichen Väter, Vormünder, oder Ehemänner die ver⸗ langte Bescheinigung zwar ausstellen wollen, aber nicht ausstellen können, oder wenn bei „unselbstständig“ nicht an eine wirthschaftliche Un selbstständigkeit ehelichen Verhältnissen der Ehemann dieselbe aus— stellen zu dürfen oder zu können überhaupt nicht mehr thatsächlich oder rechtlich in der Lage ist. Unser Formular eröffnet daher kurz den bezüglichen Neuanziehenden, daß, sofern sie unselbstständig sind, sie die schriftliche und be— hördlich beglaubigte Genehmigung desjenigen beizubringen haben, unter dessen Gewalt sie stehen, also des Vaters, Vormundes, Ehe— mannes, beziehungsweise die Bescheinigung der Polizei- oder Gerichtsbehörde des letzteren, falls eine böswillige Verlassung, Haft des Ehegatten oder befugte Trennung von demselben vorliegt. IV. Die vierte für das Recht zur Aufents— nahme zu erfuͤllende Bedingung schreibt der § 3 des Freizugigkeitsgesetzes vor, indem er bestimmt, daß„bestraften Personen, welche nach den Landesgesetzen Aufenthaltsbeschränk— ungen durch die Polizeibehörde in einem Bundes— staate unterliegen, oder welche in einem Bundes— staate innerhalb der letzten zwölf Monate wegen wiederholten Bettelns oder wegen wiederholter Landstreicherei bestraft worden sind, der Auf— enthalt in jedem anderen Bundesstaate von der Landespolizeibehörde verweigert werden kann“, d. h. also, im Falle die betreffende Orts polizeibehörde darauf anträgt, da die Landespolizeibehörde, ohne eine ihr gegebene be— sondere Veranlassung, schwerlich oder äußerst selten selbstständig zu einer Aufenthaltsverweig— erung an einem bestimmten Orte schreiten wird. Was demnach die Personen betrifft, welchen auf Grund dieser Bestimmung die Aufenthalts— nahme in einer Gemeinde verweigert werden kann, so ergibt sich aus dem Gesetze zweifel— los, daß dieselben bestraft sein müssen. Da ferner wärtig in allen Bundesstaaten Reichsstrafgesetzbuches vom 15. Mai 1871 „das Bundes- und Landesstrafrecht, insoweit dasselbe Materien betrifft, welche Gegenstand sind, außer Kraft tritt“ und das Straf— gesetzbuch in seinen§§ 38 und 39 ausdrücklich Bestimmungen über„Aufenthaltsbeschränkungen die landesgesetzlichen Vorschriften über Aufent— haltsbeschränkungen nunmehr insgesammt auf— gehoben, und wird der Anfangssatz des§ 3 des Freizügigkeitsgesetzes daher jetzt gelesen werden müssen:„Insoweit bestrafte Personen nach dem Strafgesetzbuche für das deutsche Reich zufolge gegen sie erkannter Stellung unter Polizeiaufsicht Aufenthaltsbeschränkungen durch die Polizeibehörde unterworfen werden können, behält es dabei sein Bewenden.“ (Fortsetzung folgt.) Handel und Verkehr. Darmstadt, 22. Mai. Die Gesammteinnahme der Hessischen Ludwigsbahn im April betrug auf den alten Strecken 501,713 fl. gegen 542,713 fl. im Vorjahr, auf den neuen Linien 63,546 fl. gegen 57,369 fl. im Jahre 1873. Friedberg, 27. Mai. Waizen 16 fl. 50 kr.; Korn 13 f. 45 kr.; Gerste 13 fl. 10 kr.; Hafer 9 fl. 30 kr. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo. Frankfurt, 23. Mai. Der heutige Heu⸗ und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete per Etr. 1 fl. 45 kr. bis 2 fl. 36 kr., Stroh per Centner 1 fl. 45 kr. bis 2 fl.— kr., Butter 1. Qualität 42 kr., 2. Qualität 40 kr., Eier das Hundert 3 fl. 24 kr. Mainz, 23. Mai. Productenmarkt. Waizen per nach Einführung des gegen- geltenden des Strafgesetzbuches für das deutsche Reich durch die Polizeibehörde“ trifft, so sind auch Mai 16 fl. 30 kr., per Juli 15 fl., per Nov. 14/8 fl. Korn per Mai 11 fl. 24 kr., per Juni 11 fl. 3 kr., per Juli 10 fl. 54 kr., per Nov. 10 fl. 30 kr. Hafer per Mai 11 fl. 30 kr., per Juli 11 fl. 33 kr. Rübzl per Ma 18 fl. 20 kr., per Oct. 19 fl. 50 kr. D. Frankfurt a. M., 26. Mai. Unter dem Einfluß matter auswärtiger Course verkehrte die Börse heute, nach den Feiertagen, in lustloser Tendenz bei trägem, wenig belebtem Geschäft. Besonders verstimmend wukte der von Wien berichtete starke Rückgang der Union-Bankactien, welcher neue finanzielle Kalamitäten an dem schon so schwer heimgesuchten Platze befürchten läßt. Außerdem liefen von Berlin wieder matte Babhnencourse, namentlich für die Rheinische und die Köln-Mindener-Bahn, ein. Ferner war gerüchtsweise die Nachricht im Umlauf, der Krankßbeitszustand des Fürsten Bismarck habe sich neuer⸗ dings verschlimmert, was den Poliikern der Bötse Ursache zu manchem Bedenken gab und nicht zur Besserung der Tendenz beitragen konnte. In Folge des schleppenden Verkehrs blieben die Course der Speculationseffecten indeß ziemlich stabil. Creditactien eröffneten mit 230% und schlossen mit 230. Staatsbahnactien bewegten sich nahe 230¼, Lombarden nahe 146. In ͤsterr. Bahnen war wenig Geschäft: Nordwest höver. Buschtiehrader offerirt. Galizier ca. 2 fl. matter, Priorisäten sest. In Banken ging bei ziemlich unveränderten Coursen wenig um. Silberrente behauptet. Loose still. Von Wechseln Wien und Lodon böher, Brüssel schwächer. Verloosungen. Freiburger 15 Free. Loose. Freiburg, 15. Mai. Hauptpreise: Serie 3627 Nr. 29 à 25,000 Fr. S. 3443 Ne. 37 à 2000 Fr. S. 3443 Nr. 44 à 1000 Fr. S. 376 Nr. 49, S. 513 Nr. 36, S. 869 Nr. 45, S. 2616 Nr. 50, S. 3946 Nr. 25, S. 4924 Nr. 20 à 250 Fr. S. 376 Nr. 35, S. 657 Nr. 17 45, S. 721 Nr 22, S. 1031 Nr. 22, S. 1757 Nr. 19, S. 2402 Nr. 37, S. 2584 Nr. 49, S. 2629 Nr. 6 25, S. 2684 Nr. 45, S. 3915 Nr. 13, S. 5504 Nr. 50, S. 6112 Nr. 24, S. 6781 Nr. 48, S. 7924 Nr. 19 à 125 Fr.— Aus⸗ zahlung am 15. August. ö Kaiserin Elisabelthbahyn. Wien, 1. Mai. Neumarkt Braunauer Silber⸗Odligation. [Serie Nr. 922. Rückzahlbar 2. November. Main⸗Weser⸗Bahn. 1612 Es sollen die sämmtlichen Bauarbeiten, einschließ⸗ lich Lieferung aller Materialien, zur Vergrößerung des Güterschuppens auf Station Butzbach im Wege öffentlicher Submission verdungen werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift „Submission auf Ausführung von Bauarbeiten zur Ver⸗ größerung des Güterschuppens auf Station Butzbach“ bis Submissionstermin am 1. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Betriebs-Juspektion zu Frank⸗ furt a. M. einzureichen. Ebendaselbst können auch die Zeichnungen, Kosten-Anschläge und Bedingungen ein⸗ gesehen und die Submissions-Formulare in Empfang genommen werden. Frankfurt den 21. Mai 1874. b Königliche Betriebs-Inspektion II. Heyl. Bekanntmachung. 1632 Donnerstag am 4. Juni I. J., Vormittags 10 Uhr, soll bei Gastwirth Winter zu Bingenheim die diesjährige Grasnutzung an den Böschungen und in den Gräben der Straßen im Bezirke des Großh. Bauauf— sehers Herrn Arodt zu Bingenheim und Freitag am b. Juni l. J., Nachmittags 3 Uhr, im Gasthaus zum Löwen zu Hungen dergleichen im Bezirke des Großh. Bauaufsehers Pfaffenroth zu Berstadt öffentlich meistbietend loosweise versteigert werden. Nidda am 22. Mai 1874. i Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. W̃ —̃— rt n Ein braver Junge 1580 kann unter günstigen Bevingungen bei mir in die gehre treten. 1 Friebberg. Carl Reuß, Mechaniker. Bekanntmachung. 1634 Durch Gesellschaftsvertrag vom 19. Januar l. J. hat sich unter der Firma Dorheimer Darlehenskassen Verein, eingetragene Genossenschaft, mit dem Sitz zu Dorheim eine Genossenschaft zu dem Zweck, ihren Mitgliedern die zu ihrem Geschäfts- oder Wirthschaftsbetrieb nöthigen Geldmittel unter gemein— schaftlicher Garantie in verzinslichen Darlehen zu be— schaffen, auf unbestimmte Zeit gegründet. Die Vereins— mittel werden durch Anlehen, Provisionen und Zins— überschüsse aufgebracht. Der Verein besteht dermelen aus 66 Mitgliedern und kann das Verzeichniß dieser Genossenschafter jeder— zeit bei dem unterzeichneten Gerichte eingesehen werden. Die Genossenschafter haften nach dem Genossenschafts— vertrage für alle Verbindlichkeiten des Vereins dritten gegenüber solidarisch und mit ihrem ganzen Vermögen. [Die zeitigen Vorstandsmitglieder sind: 1) August Breidenbach, Vereins vorsteher, 2) Georg Eisner, Stellvertreter des Vorigen, 3) Gottfried Heinrich Reuß, 4) Georg Marloff und 5) Christian Bingel II., sämmtlich zu Dorheim wohnhaft. Die Zeichnung für den Verein erfolgt, indem der Firma die Unterschrlften der Zeichnenden hinzugefügt werden, dieselbe hat aber nur dann verbindliche Kraft, wenn sie vom Vorsteher oder dessen Stellvertreter und mindestens 2 Beisitzern erfolgt ist. Alle öffentlichen Bekanntmachungen sind durch den Vereinsvorsteher zu unterzeichnen und in dem Oberh. Anzeiger bekannt zu machen. Vad-Nauheim den 15. Mal 1874. Großherzogliches Landgericht Bad-RNauheim. Ulrich, Schnittspahn, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Drei Viertel Klee zu verkaufen bel 1645 C. Walther Wittwe. Bekanntmachung 1641 Montag den 1. Juni J. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Gemeindebrauhaus versteigert werden: 1 kupferner Braukessel, eirea 7 Ohm haltend, 2 Bütten und sonstiges Geräthe, 7 alte Fenster und Malte Schnellwaage. Gettenau den 23. Mai 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Gettenau. Muth. Bekanntmachung. 1635 Die Holzversteigerung vom 20., 21. und 22. d. M. ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können von Freitag dem 5. Juni an bei Großh. Rentamte Nidda in Empfang genommen werden. Die Ueberweisung des Holzes sindet Montag den 8. Juni statt und ist hierzu Zusammenkunft wie bei der Versteigerung. Ortenberg am 23. Mai 1874 Großherzogliche Oberförsterei Ortenb al erg. Arbeits-Versteigerung. 1639 Montag den 1. Juni, Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Melbach nachstehende Arbeiten einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden: 1) Schreinerarbeit, lt. Kostenüberschlag 78 fl. 2) Schlosserarbeit 11 3) Weißbinderarbeit 40 4) Tapezierarbeit 5 Melbach am 23. Mai 187. Großherzogliche Bürgermeisterei Melbach. FJ. C. d. B. Hahn, Beigeordneter Brodmehl und Prima⸗Vorschußmehl bei M. D. Loeb. 1491 Stimmzettel zur Wahl der kirchlichen Gemeindevertretung sind bei Unterzeichnetem zu haben. zum 4. Juni unter Angabe der Anzahl der Die Herren Geistlichen werden gebeten ihre Bestellungen bis zu wählenden Personen einzusenden. Carl Bindernagel. Lesezimmer des Volksbildungs⸗Vereins (im Hause des Herrn Glasermeister Weckerling) täglich geöffnet von 11 Uhr Vormittags bis 10 Uhr Abends. 1604 Freier Eintritt für Jedermann. Hofgut-Verpachtung. 1498 Das Fürstlich Solms-Braunfelsische Hofgut zu Birklar, 430 Großh. Hess. Normal-Morgen groß, wird am 22. Februar 1875 leihfällig und ist Termin zur Neuverpachtung auf den 15. Juni c., Vormittags 11 Uhr, auf dem Büreau des unterzeichneten Rentamts anberaumt. In sehr fruchtbarer Gegend der Wetterau gelegen, befindet sich das Hofgut ungefähr in der Mitte der Station Lich, der Gießen-Gelnhäuser und der Station Butzbach der Main⸗Weser⸗Bahn. Wohnhaus und sämmt⸗ liche Hofgebäͤude sind massiv von Bruchsteinen erbaut, der Viehstall ist überwölbt. Für Pachtliebhaber liegen die Pachtbedingungen vom 1. Juni e. ab im Rentamts-Büreau zur Einsicht offen. Griedel bei Butzbach den 6. Mai 1874. Fürstliches Rentamt. Düringer. Heidenselder Creppentritte, 1508 Sockelplatten und Wassersteine sind stets vorräthig Friedberg. bei Melchior Boll, Grabsteingeschäft. Anzeige& Cupfehlung. 1603 Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich dahier ein Schuh⸗ Waaren⸗Lager, von den feinsten bis zu den geringsten Artikeln, eröffnet habe. Herren-Zug⸗ und Schaftenstiefel, Damen-Zug und Knopfstiefel, Schnürstiefe!, Pantoffel, sowie alle in dieses Fach einschlagende Arbeiten werden unter Zusicherung reeller und prompter Bedienung angefertigt. Um geneigten Zuspruch bittet Friedberg. A. Flohr, Schuhmacher, Mainzerthor Nr. 22. 753 Das Fabriklager Feuer- und Diebesfester Cassaschrünke (neuester Construktion), Vale⸗System von Stern& Schneider in Bockenheim befindet sich großer Kornmarkt Nr. 8, Frankfurt a. M. 104/111. Sgr. 8 8 2 22 5 8 85 25 5 2 0 8 2 2 2 5 5 28 2 7 22 1— 82 15 22 2 Die soeben erschienene Nr. 34 enthält: Das grüne Thor. Roman von Ernst Wichert. (Fortsetzung.)— Jugenderinnerungen. Von einem süd⸗ deutschen Freunde des Daheim. II. Buch. Die Knaben— zeit.(Fortsetzung.)— Erinnerungen an Wilhelm Kaul⸗ bach. Von Karl Stieler.— Die socialistischen Parteien der Gegenwart. Y. Die schwarze Internationale. Von Rudolph Meyer. 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(Eingetragene Genossenschaft.) 1638 Das Büreau und Lager des Vereins befindet sich in Friedberg in der Behausunz des Gastwirths Wind am Bahnhöfe. Daselbst können Bestellungen gemacht werden und ist jegliche Auskunft zu erhalten. Strohhüt 564 in schöner Auswahl und zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich. Stotternde heilt A. E. Gerdts, Spracharzt, in Friedberg in der Burg. 1447 Für Stotternde. 1642 Herr Spracharzt Gerdts hat meinen Sohn Julius nach einer vierwöchentlichen Kur von dem Uebel des Stotterns gründlich geheilt. Indem ich Herrn Gerdts hierfür noch meinen ganz besonderen Dank ausspreche, kann ich ihn dem interessirten Publikum auf's Angelegentlichste empfehlen. Friedberg den 26. Mai 1874. H. Lang, Reallehrer. 1644 Im Ossenheimer Wäldchen ist ein schwarzer Filzhut vertauscht worden. Um Umtausch wird gebeten. Jo ck el. Eine vollständige Wohnun 824 von 5 Zimmern ist sofort im Ganzen oder getheilt zu vermiethen bei Jos. Hoffmann. Runkelrüben, ächte Oberndorfer in starken Pflanzen offerirt Die Gräfliche Hofgärtnerei Assenheim. 1557 Auf ein Gut in der Wetterau wird eine ältere kräftige und zuverlässige Person gesucht, die einen kleineren Oekonomiehaushalt allein und selbstständig besorgen kann. Das Nähere zu erfragen bei der Expedition des Oberh. Anzeigers. 1640 Todes Anzeige. 1636 Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unser lieber Vater, Schwieger⸗ vater und Großvater Johann Philipp Engel J. am 22. d. M. nach nur achttägigem Krankenlager sanft dem Herrn entschlafen ist. Zugleich sagen für die vielen Beweise innigster Theilnahme, sowie Denen, welche ihm die letzte Ehre erwiesen haben, ihren herzlichsten Dank Friedberg den 24. Mai 1874. Die trauernden Hinterbliebenen. Astatlitischer Gottesdienst in Friedberg. Sia 7% Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. — 1 Deulsc Frankt Schwi⸗ die Ke da di keine erhebli Veranl zu emp auswa; der Le D Rental der Ch M. de heim, unsere Prad, gericht gestern teltts versch durch der lassen feines traurif 2. A0 dente plötzh Joha er war eine Ein sei. Mitgl der d sollen Die Tage