8 ,. Nircheubesut kr. kommt und so lange diese dauert, Erlaubniß zur Abhaltung von Tanzmusik nicht gestattet wird. Bindernagel igt Unter Bezugnahme auf das im Abdruck nachfolgende Ministerialausschreiben fordern wir Sie auf, über die, in Ihren Gemeinden etwa K zriebric ne Kapfel entat Häuser 47 1 phie Nöhr. Oberhessisch Donnerstag den 27. August. M101. er Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Betreffend: Die Ertheilung von Tanz-Erlaubniß. die Tanzmusik zu halten gesonnen sind, bedeuten. Amtlicher Theil. Friedberg am 25. August 1874. Das Großherzogliche Kreisanit Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir eroͤffnen Ihnen, daß zur Vermeidung von Unzuträglichkeiten während der Manöver in den Orten, wo Einquartierung hin zu liegen Sie wollen sich hiernach bemessen und die Wirthe, Trapp. Betreffend: Gesetzentwürse über die gewerblichen Hülfskassen und wegen Abänderung des Titel VIII. der Gewerbe-Ordnung. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Friedberg am 24. August 1874. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. bestehenden Hülfskassen eine Tabelle nach unten folgendem Schema zu fertigen und mit erläuterndem Bericht einzusenden. Sind derartige Kassen nicht vorhanden, so ist dies anzuzeigen. Beschleunigung ist Ihnen empfohlen. A Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter. Aus Anlaß von Verhandlungen, welche eine gesetzliche Regelung der Verhältnisse der gewerblichen Hülfskassen(namentlich insoweit solche die gegenseitige Unterstützung für den Fall der Krankheit oder des Todes be— zwecken), sowie die Erledigung des im§. 141 der Gewerbe- Ordnung beruhenden Vorbehaltes zum Gegenstand baben, wünscht das Reichskanzler- Amt Mittheilung der seit dem Jahr 1869 eingegangenen statistischen Nach- richten über die bestehenden gewerblichen Hülfskassen zu erhalten. Unter Bezugnahme auf die von Ihnen in Folge unseres Ausschreibens vom 22. Juni 1869 zu Nr. M. d. J. 6364 erstatteten Berichte, deren An— : Aussellung iertit-, — 1 wister Echloß, —— —— zeige. uß er eine für alle Confessionen anwendbare agen rem. s. hier beigeschlossen sind, fordern wir Sie daher auf, über den dermaligen Stand, der in Ibrem Kreise bestehenden Hülfskassen für ö Darmstadt am 13. August 1874. ihrer Mitglieder, über die Höbe der im Jahr 1873 gezahlten Beiträge der Arbeitgeber und der Arbeiter, über die in demselben Jabre gezahlten Unterstützungsgelder und Verwaltungskosten und über den Vermögens sland am Schluß des Jahres 1873, Erkundigungen einzuziehen, deren Ergebniß in eine Uebersicht zusammenzustellen und solche mit den betreffenden Acten an uns einzusenden. In Rücksicht auf den von dem Reichskanzler- Amt deßfalls ausge- sprochenen Wunsch empfehlen wir Ihnen, die Erledigung dieses Auftrags thunsichst zu beschleunigen. v. Starck. Zewerbliche Arbeiten namentlich über die Zahl dieser Kassen, über die Zahl Rauten busch. Gemeinde 5 1 1 255 Deiträge—[ Gesammtsumme Ver⸗ Gr A1 Name der Kasse. 1 der Arbeits-] der Arbeiter der gez. waltungs⸗[ Ende 1873 Mitglieder. geber Unterstützung.] kosten.—— E fl. kr. fl. kr. ä Zeiteffend: Die Vergütung der Vorspannleistungen an durchpassisende Truppen in Friedberg. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Sie werden an sofortige Erledigung unserer Verfügung vom 6. dieses Monats, Kreisblatt Nr. 94, erinnert. Friedberg am 25. August 1874. an die Großherzolichen Bürger meistereien. Trapp. Sefßn n Mit Bezugnahme auf F. 11 der Gesetzesvorlage vom 4. April dieses Jahres resp. des Passus F. der Ausführungsbestimmungen vom 9. Mai seses Jahres wird hiermit nochmals darauf hingewiesen, daß den bereits nerkannten, aus dem Kriege von 1870/71 herstammenden Invaliden vom April cr. ab der Anspruch auf die Anstellungsentschädigung und bis um 22. October cr. das Recht zusteht, in Stelle der letzteren den Civil nersorgungsschein zu erbitten. Die Anstellungsentschädigung ist hiernach denjenigen Invaliden der nor gedachten Categorie, welchen der Civilversorgungsschein verwilligt worden, venn sie denselben, ohne bisher auf Grund desselben angestellt gewesen zu ü machung. sein, zurückgaben, vom 1. April dieses Jahres ab zu gewähren. Erklären sie sich demnächst bis zum 22. October cr. nicht weiter, so bleiben sie im dauernden Genuß der Anstellungsentschädigung, verlieren aber eo ipso für alle Zeiten den Civilversorgungsschein. Wählen sie dagegen bis zum 22. October cr. letzteren, so wird ihnen der Schein gegen Sistirung der Anstellungsentschaͤdigung wieder eingehändigt. Friedberg den 23. August 1874. Großberzogliches Landwehr Bezirks- Commando Friedberg. Nen Oberstlieutenant und Bezirks- Commandeur. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Finanz- Ausschuß der zeiten Kammer, welcher sich nach den Sitzungen 1 tem 17. und 18. d. M. auf kurze Zeit vertagt batte, wird am 26. seine Arbeiten wieder auf— u hmen, um zunächst die inzwischen erstatteten berichte festzustellen und weitere Angelegenheiten Bexrathung zu nehmen. Berlin. Der Entwurf einer deutschen Civil— dceß- Ordnung weist auch den Fortschritt auf, Blättern liest man von des- Formel ausslellt. Er bestimmt, daß der e mit den Worten:„Ich schwöre zu Gott dem Franz Joseph, ebenfalls Bietor Emanuel zu be— suchen. Möglich, daß der italienische König Ge- erspart bleiben; wenn jedoch von verschiedenen Allmächtigen und Allwissenden“, beginnt und mit] legenheit erhält, seine kaiserlichen Freunde gleich- den Worten:„So wahr mir Gott helfe“, schließt, ze itig zu bewirthen. dem Schwörenden aber gestattet ist, diesen Worten eine seinem Glaubens- Bekenntnisse entsprechende weitere Bekräftigung beizufügen. — In officiösen Correspondenzen wird von einem Besuche gesprochen, welchen Kaiser Wilhelm dem König von Italien zu machen gedenkt. Eine keiner Weise beaustragt worden, dem Flüchtling definitive Entscheidung soll erst nach Beendigung der September- Manöver erfolgen. — Der Gegenbesuch, welchen der Gouverneur von Köln, General- Lieutenant v. Kummer, Bazaine abgestattet, hat, dem„B. B.- C.“ zufolge, in biesigen politischen Kreisen böses Blut gemacht. General-Lieutenant v. Kummer ist nämlich in ein solches Entgegenkommen zu zeigen; daß er es gethan, ist aus rein persönlichem Antriebe geschehen. Eine Rüge in irgend einer milden Form wird dem Gouverneur von Köln wahrscheinlich nicht In Wiener der Absicht des Kaisers Seiten verlautet, es stehe seine Abberufung bevor, so schießt dies wohl bei Weitem über das Ziel binaus. Trotz der in den maßgebenden Kreisen berrschenden Verstimmung mißt man doch dem Verhalten v. Kummers gegenüber dem Flüchtling von St. Margueritte keine andere Bedeutung als die einer politischen Taetlosigkeit bei. — Eine Reise des Großherzogs von Olden- burg nach Berlin wird viel besprochen. Man bringt sie mit einer Affaire in Zusammenhang, welche dem auf der Leipziger Univerfität studiren- den Erbprinzen im Dresdener Bahnhof(der Erb- prinz gerieth mit dem Buffetwirth und dem diesem beistehenden Publikum in thätliche Confliete— es fielen auf beiden Seiten Ohrfeigen) zugestoßen ist. Die Reise des Großberzogs soll den Zweck gehabt haben, dem Erbprinzen das Verbleiben in der Armee zu ermöglichen. Leipzig Die hier zu einem allgemeinen deutschen Kriegertag versammelten Vertreter der deutschen Krieger Vereine beschlossen die Vereinig— ung aller deutschen Krieger Verbände zu einer deutschen Kameradschaft. Eine Commission wurde mit Ausarbeitung der Statuten beauftragt. Kassel, 24. Aug. Gestern Abend wurde eine gemüthliche Abendunterhaltung der hiesigen Social Demokraten polizeilich aufgelöst und mehrere Ver- haftungen vorgenommen. — Am 3. k. M. findet in Wablershausen bei Kassel die Jahresversammlung der evangelisch— lutherischen Conferenz für Hessen statt. Fulda. Einer Anordnung des Kultusmini— steriums zufolge soll vom 1. October d. J. an die Hälfte der Seminaristen aus dem dasigen Schullehrerseminar externirt werden. Die Semi— nariumskasse dagegen hat für die, den sich in der Stadt einlogirenden Schülern zu gewährleistenden Unterstützungen Sorge zu tragen. Gutem Ver— nehmen nach soll man übrigens mit dem Gedanken umgehen, das ganze Institat von hier zu verlegen und es mit demjenigen von Montabaur zu vereinigen. Homburg s v. d. H. Gegen die in Kirderf und hier bestehenden kirchlich-politischen Vereine wird nun auch vorgegangen. Wie der„Taunus- Bote“ vernimmt, sind zuerst in Kirdorf und dann hier die bestehenben Zweig-Vereine des„Mainzer Katholiten⸗Vereins“ und die beiden„Lese-Vereine“ in Bezug auf ihre Mitglieder, ihre Leitung und ihre Wirksamkeit in Untersuchung gezogen worden. Friedrichshafen, 21. Aug. Nachdem der König und die Königin mit der Herzogin Eugen von Württemberg am letzten Mittwoch der Kaiserin Eugenie auf Schloß Arenenberg einen Besuch gemacht, ist Letztere, wie der„W. St— Anz.“ schreibt, mit dem kaiserlichen Prinzen heute zum Gegenbesuch hier eingetroffen und Abends wieder nach Arenenberg zurückgekehrt. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 23. Aug. Die„Presse“ sagt, die Anerkennung der Regierung Serrano's durch Oesterreich-Ungarn und Deutsch⸗ Gleichzeitig ver- öffentlicht die„Presse“ Telegramme aus Madrid, am 21. August dem Minister Ulloa officiell angezeigt habe, daß das Wiener Cabinet die Regierung des Marschalls Serrano anerkenne und wonach die gleiche Mittheilung von Seiten deg, deutschen land ist seit heute Thatsache. wonach der österreichische Geschäftsträger Geschäftsträgers erfolgt ist. — Ein Wiener Telegramm des„Dresdner Journals“ bestätigt die Anerkennung der Mad- Seitens Oesterreich-Ungarns. rider Regierung und brachte auch seinen heutigen Geburtstag in Versailles zu. Mittwoch beabsichtigt der König mit dem deutschen Botschafter, Fürsten Hohenlohe, Fontainebleau zu besuchen. Donnerstag soll die Rückreise angetreten werden. — Der Ingenieur Bazaine, welcher von Spaa wieder in Paris eingetroffen ist, hatte den Hut und das Beinkleid, welche sein Bruder, der Ex— Marschall, bei der Flucht von St. Margueritte getragen, als Andenken mitgebracht. Die Polizei, welche davon erfuhr, beeilte sich, diese Gegenstände, die für die eingeleitete Untersuchung interessant sein könnten, mit Beschlag zu belegen. — 25. Aug. Der Kaiser von Oesterreich hat heute Nacht auf der Reise nach der Insel Wight, von Straßburg kommend, incognito Paris passirt. Der kaiserliche Separat-Zug hielt um 3 Uhr 50 Minuten Morgens auf dem kleinen Bahnhof der Vorstadt La Villette an und setzte dann mittelst Gürtelbahn über den West-Bahnhof die Fahrt nach Havre fort. — Dem„Rappel“ zufolge erließ der Minister des Innern eine Special-Instruction an die Prä— fecten zur Verhinderung des Waffen-Verkaufs an die Carlisten. — Die„Union“ muß mit blutendem Herzen constatiren, daß seit der Ankunft des neuen deut— schen Consuls, Richard Lindau in Bayonne, die dortigen Behörden einen viel größeren Eifer in der Ueberwachung der Carlisten und ihrer Freunde entwickeln. So habe die Polizei bei des Carlis— mus verdächtigen Einwobnern Haussuchungen ge— halten, Portraits des Don Carlos aus den öffent— lichen Auslagen entfernt u. s. w.„Der Abge— sandte des Fürsten Bismarck— seufzt die„Union“ — wird in Bayonne nicht sowohl für einen Con- sul, als vielmehr für einen von dem Berliner Cabinet bestellten Controleur angesehen, welcher Alles und Jedes überwachen soll.“ Dänemark. Kopenhagen, 23. Aug. Der König, Prinz Waldemar und die Prinzessin von Wales sind heute Mittag hier eingetroffen. Dieselben wurden von der königlichen Familie, von sämmtlichen Ministern und einer zahlreichen Volksmenge auf's heczlichste empfangen. Eine große Anzahl von Dampfschiffen war der könig— lichen Fregatte entgegengefahren und begleitete dieselbe an die festlich geschmückte Stadt. Schweden. Stockholm. Amtlich wird gemeldet: Die schwedisch-norwegische Regierung hat die spanische Regierung anerkannt und be- schlossen, noch diese Woche die neuen Creditive für ihren Vertreter in Madrid auszufertigen. Großbritannien. London, 24. Aug. Das deutsche Kronpeinzen-Paar nebst Kindern ist nach Amsterdam abgereist. Spanien. Madrid, 24. Aug. General Pavia hat sein Hauptquartier nach Teruel verlegt. — 25. Aug. Puyeerda fährt fort, sich energisch gegen die Carlisten zu vertheidigen. Die Reerutir— ung zu der neuen Aushebung schreitet in den Provinzen in der größten Ordnung fort. Santander, 24. Aug. Die deutschen Kriegsschiffe„Albatros“ und„Nautilus“ sind hier angekommen. Bilbao. Der hiesige britische Consul meldet telegraphisch nach London, daß die Callisten mehrere Leuchtfeuer zwischen Bilbao und San Sebastian ausgelöscht hätten. Italien. Rom. Das Studium unserer Alpen⸗Uebergänge durch französische Genie-Offiziere in voller Uniform hat so böses Blut gemacht, daß unser auswärtiges Ministerium Herrn Nigra Paris zur Sprache unzufrieden sei. Feier bervorhebenden Ansprache des Vorsitzenden des Ver⸗ beauftragt hat, die Sache in zu bringen. Mac Mahon hat sich auf dieses hin veranlaßt gesehen, der italienischen Regierung voll— ständige Beruhigung und die Versicherung zu geben, dergleichen werde in Zukunft nicht mehr vorkommen. Aber trotzdem bleibt es schwer, zu glauben, daß die französischen Genie Offiziere die fraglichen Studien zu ihrem Privat-Vergnügen gemacht. Rußland. Petersburg. Wie authen⸗ Graf Ludolf wird als Gesandter bei der durch Serano präsidirten Executiv-Gewalt beglaubigt. Schweiz. Bern. Der Berner Regierungs- rath ernannte für den Jura weitere zehn katho— lische Pfarrer, und zwar drei Italiener, vier Franzosen, zwei Oesterreicher und einen Badenser. Frankreich. Paris, 23. August. Der deuische Gefchäftsträger in Madrid, Graf Hatz— feld, ist hier eingetroffen und begibt sich wieder auf seinen Posten. tisch verlautet, weigert Rußland sich nicht prin- — 25. Aug. Der König von Bagern reiste cipiell, Serrano anzuerkennen, verschiebt jedoch mit dem Grafen Holstein gestern abermals nach die Creditire- Uebersendung, bis die Cortes Ser- Versailles, übernachtete im„Hotel des Reservoirs“ rano's Hewalten sanctionirt haben. Japau. Nangasaki. Die sogenannte Freundschaft zwischen Japan und China hatte zum Resultat, daß beide Regierungen große Pulver- vorräthe einkaufen. Von Seiten Japans wäre dies noch erklärlich, aber nicht von der Chinas. China bereitet sich ganz bestimmt vor, drohend zu werden; seine Truppen auf Formosa übertreffen[ Sch schon heute an Zahl die, welche Japan dort hat, und die Proclamatlon, die dessen Regierung an die Fremden erlassen hat, nicht in japanktsische Kriegsdienste zu treten, ist bedeutsam genug. Vor einigen Tagen sind hier in Nangasaki Befehle. aus Neddo(Tokio) eingelaufen, schleunigst noch 1 1000 Mann als Verstärkung nach Formosa ab zusenden.“ ö Amerika. New Nork. Betreffs der Forderungen der Verein. Staaten an Spanien verlautet, daß die Regierung der ersteren die Zu: 1 lässigkeit der von Spanien für die amerikanischen 1 Flibustier Expeditionen nach Cuba erhobenen Gegenforderungen bestreite, auch mit dem lang⸗ samen Gauge der Verhandlungen bei der Oerech⸗ nung der Entschädigung für den„Virginius“ Bebufs Regelung der übrigen Schaden-Ansprüche dürfte der Zusammentritt eines Schieds-Gerichtes erfolgen. Aus Stadt und Land. f Friedberg, 25. Aug. Herr Kreisassessor Haas ist laut allertöchster Ordre als Vorstand mit dem Titel Polizei⸗ rath an das neu creirte Polizeiamt nach Darmstadt versetzt und wird uns schon am 1. Sept. verlassen. Im Anfange seiner hiesigen Thätigkeit vielfach angeseinder, hat er es jehr bald verstanden durch gewissenhafte Pflichterfüllung und durch Schaffung von gemeinnützigen Unternehmungen und Vereinen sich die Bürger von Stadt und Land zu Freunden zu machen und Jeder sieht ihn ungern von hier scheiden. Möge es ihm in seinem neuen Wirkungekreise wohlergehen. 5 s. Friedberg. Unser hiesiger Veierauen- und Mili⸗ lärverein feierte Sonntag den 23. d. M. zur Erinnerung an die Schlacht von Gravelotte sein Jahresfest auf eine mit allseiiigem Beifall aufgenomme Art und Weise. Nach⸗ dem der Verein Morgens auf dem Friedhofe unter Choral⸗ musik und Böllerschüssen nach einer die Bedeutung der eins, Reallehrers Dr. Carl Nies, das Kriegerdenkmal mit Kränzen und Blumen geschmückt und sodann gemeinsam am Gottesdienste Theil genommen hatte, bewegte sich Nachmittags im festlichen Zuge unter den Klängen der Capelle Schellhaas der Verein unter Theilnahme des Kriegervereins zu Assenheim und einer Anzahl von Ehren mitgliedern durch die in festlichem Schmucke prangende Stadt nach dem prachwoll decorirten Windecker schen Felsenkeller. Die Festrede, gehalten von dem Vorsitzenden, sowie Ansprachen der Herren Ehrenmitglieder Seminare jehrer Wahl und Hofgerichtsadvocat Curtman, Toasie auf Kaiser und Reich, auf den Verein, auf den Landesherrn und den Prinzen Ludwig von Hessen als Protector der bess. Kriegervereine trugen sehr zur Erhöhung der Fest⸗ stimmung bei, ebenso die Leistungen der Musikcapelle, so daß bis in die späte Nacht vinein eine außerordentlich zahlreiche Menschenmenge in dem Festlocale sich bewegte. Das Fest, in jeder Beziehung gelungen, zeigte wieder recht deutlich, daß der Veteranen: und Militärverein die Sympathien unserer Bürgerschaft sich zu erwerben und zu bewahren verstanden hat und wird allen Theilnehmern als ein schönes Volksfest in wahrem Sinne des Worts in Erinnerung bleiben. 5 ö Friedberg, 25. Aug. Die Frage der Regulirung der Nidda steht bekanntlich schon lange auf der Tages⸗ ordnung und ist sicher als eine brennende zu bezeichnen, wenn man bedenkt, daß die im Jahre 1871 stattgehabte Ueberschwemmung der an der Nidda liegenden Gemark⸗ ungen in Folge des gänzlichen Mangels genügender Schutzvorrichtungen gegen die Hochfluthen, allein den Orten Staden, Ober- und Nieder-Florstadt, Wickstadt, Assenheim, Bönstadt, Ilbenstadt und Nieder- Wöllstadt nach amtlicher Aufnahme an der Crescenz einen, Schaden im Werth von 75,000 fl. verursacht hat und keine OGe⸗ währ dafür vorhanden ist, daß bei dem dermaligen Zu⸗ stand nicht jährlich wiederkehrend ähnliche Beschädigungen eintreten. Die Grundbesitzer der genannten Gemeinden und auch derjenigen in den abwärts gelegenen Orten bi zur Landesgrenze werden daher mit großer Genugthunng vernehmen, daß sicherer Nachricht zufolge, die auf Ver anlassung Großherzoglichen Kreisamts Friedberg durch die Bezirksbaubehörde im Jahre 1872 begonnenen, 5 arbeiten für eine durchgreifende Regulirung der Nidda und ihrer Seitenflüßchen ihrer Vollendung nabe sind und ehestens die Ausführungsarbeiten beginnen können. da Laufe der letzten Jahre wurde manches unverständg Wort über diese Sache gesprochen und öfter in Zweife gezogen, daß die Regulirung wirklich ernstlich in Al 5 genommen sei, weil alles zu ruhen scheine. Die Einsch vollen müssen sich aber sagen, daß eine so außerordent 0 umfängliche Arbeit, wie die Ausarbeitung der Project mit Plänen und Ueberschlägen, insbesondere die Bere 4 nung der Erdm ssenbewegung eine sehr geraume Zeit 5 forderten. An den betreffenden Gemeinden wird es 1 N sein, das nützliche Werk nach Kräften zu fördern un wurde bier bt signal gefüllte S e velsicherl w. leider die Ern Darm ft lobten n. vulden 8 ausnahmslos Cundibaten. Bessun: pensionirlet 7 er annahm, einen scharfen sptang und Neider traf die Bunsbeim gel und ist sein wurde am O Mainz, die Slurmgl brannte ein reien det B wehr konnte gelöscht werd. Mainz, am Samstag halte, war ge abermals in gehen, als Worm wurde in e junget Man et diesem e mittelst eine Gesichte ver Dürgerdoepf verdaset. ganze Nase ——— Fried! Feier des e ung begehe. Auf dem 9 an den glo Eteignissen werben, dess licher Entwu luube“ zu 2 größte Theil Jeder am febem Ole Ouffe l bag, daß Lungenbain Gi undbul gaben bese 2 9 1 namentlich die erforderlichen Geldmittel ohne Weigerung u bewilligen. Die Kosten werden allerdings nicht ge— einge sein, doch sind wir überzeugt, daß der Staat, even— nell Provinz und Kreis auch ihrerseits die Sache peeuniär unterstützen werden, da dieselbe nicht localer Natur ist, ondern die Regulirung im Interesse der Landeswohlfahrt iegt. Jedenfalls stehen aber die Kosten außer Verhältniß u den zu erhoffenden Vortheilen. Denn der Werth des Schadens einer Ueberschwemmung entspricht fast den zu rwartenden Regulirungskosten. Buß bach. Bei der am 21. d. Mts. stattgehabten Jemeinderathswahl haben von 393 Slimmberechtigten 276 abgestimmt. Als höchst Bestimmte erscheinen: Konrad Jagemann 174 Stimmen, Chr. Häuser 150 St. Moritz Tuhl 134 S.., Bernh. Küchel III. 173 St., Adam Melchior 54 St., Jacob Weber 136 St., Adam Weidmann 123 St., Wilbelm Wießler 191 St., Johs. Windecker 126 St. Darmstadt, 22. Aug. Heute Nachmittag um 4 Uhr wurde hier ein anscheinend bedeutendes Feuer in Weiter— tadt signalisirt. Zwei nebeneinander stehende mit Frucht zefüllte Scheunen sind abgebrannt, wovon nur die eine versichert war. In der nicht versicherten befanden sich ider die Ernte⸗Erträgnisse von nicht weniger als 6 Wilwen. Darmstadt, 25. Aug. Bei der gesiern bier stati— zehabien Wahl der evangelischen Kirchengemeinde-Vertretung wurden 863 Stimmen abgegeben. Dieselben fielen fast rusnahmslos den vom Protestanten-Verein vorgeschlagenen Sandidaten zu. Nur wenige Stimmen zersplitterten sich. Bessungen, 25. Aug. Heute Morgen feuerte ein vensionirter Trompeter gegen 2 Artilleristen, von welchen r annahm, daß sie idm Kartoffeln entwenden wollten, inen scharfen Pistoleuschuß ab, wobei ihm die Waffe zer— prang und ibn nicht unerheblich an der Hand verletzte. Leider traf die Ladung die beiden Soldaten. Dem einen aus Zensheim gebürtigen, drang ein Schrotkorn in die Lunge und ist sein Zustand ein sehr bedenklicher, der andere wurde am Obetschenkel verwundet. Mainz, 24. Aug. Heute srüh 3½ Uhr verkündeten ie Sturmglocken eine Feuersbrunst; im Hopfengarten rannte ein Hinterhaus und nur durch das rasche Ein— reifen der Bedienung des Rochus⸗Spitals und der Feuer— vehr konnte das Feuer auf das Haus beschränkt und bald elöscht werden. Mainz, 24. Aug. Ein im Samstag ein Verbrechen gegen die Sittlichkeit begangen itte, war gestern an der Eisenbahnbrücke im Begriff, sich bermals in abscheulicher Weise an einem Kinde zu ver ehen, als er von dem Hafegwächter M. arretirt wurde. Worms, 24. Aug. Vorgestern Abend gegen 10 Uhr durde in einer hiesigen Wirtbschaft ein solider geachteter inger Mann von einem rauflustigen Burschen, ohne daß diesem eigentliche Veranlassung hierzu gegeben hätte, mittelst eines großen Messers derart am Kopfe und im Zesichte verwundet, daß er die Nacht noch in das hiesige zürgerbospital gebracht werden mußte. Der Thäter wurde arhaftet. Dem Vernehmen nach soll dem Verletzten die unze Nase entzwei geschnitten sein. Allerlei. Friedberg. Die„Hess. Morgenztg.“ schreibt: Eine eier des Sedautages, die Jeder ohne weitere Vorbereit— ing begehen kann, möchten wir ferner noch vorschlagen. uf dem Niederwald bei Rüdesheim soll zum Gedächtniß n den glorteichen Krieg von 1870/71 ein den großen reignissen entsprechend großartiges Denkmal errichtet verden, dessen vom Bildhauer Schilling gearbeiteter herr cher Entwurf durch eine der letzten Nummern der„Garten⸗ Abe“ zu Aller Kenniniß gebracht wurde. Noch fehlt der Tößte Theil zur Ausführung dieses Denkmals; wie! wenn eder am Sedanfeste eine Gabe dazu beitrüge, wenn an dem Orte, wo das Fest begangen wird, es sich Einer Bildhauer, welcher schon angelegen lassen sein wollte, diese Gaben zu sammeln, die wir gern ans Comité in Berlin befördern werden? Wir fordern also dringend auf, überall eine solche Sammlung ausdrücklich oder slillschweigend in das Festprogramm mit aufzunehmen. Und wenn alle Blätter, denen diese Zeilen zu Gesicht kommen, für eine allgemeine Verbreitung dieses unseres Vorschlages wirken, so wird dessen Ausführung gewiß einen namhaften Beitrag für das Nationaldenkmal am Niederwald liefern. Frankfurt, 23. August. Der junge strebsame Verein für Bienenzucht in Frankfurt und der Umgegend hat in den Gartenlocalitäten des Cass„Zum Thurm“ vor dem Eschenheimer Thor eine recht nette, wenn auch nicht große Ausstellung von bevölkerten und leeren Bienenwohnungen, Geräthschaften aller Art, Honig und Wachs veranstaltet, welche gestern von Seutlen des Publicums recht fleißig besucht wurde. Frankfurt, 23. August. Gestern Morgen wurde auf dem Rangirgeleise der Verbindungsbabn am Grindbrunnen ein Rangirer, welcher durch eigene Unachtsamkeit zwischen die Puffer eines von seinen Collegen herbeigeschobenen Wagens gerathen war, auf der Stelle todt gedrückt. Frankfurt. Am Freitag und Samstag wurden die Fuhrwerke, welche die neue Brücke an der Neuen Mainzer— raße passirten, gezählt. Die Zählung ergab: am Freitag von Morgens 8 vis Abends 8 Uhr circa 2000, am Sams: lag circa 2290.— Herdelberg, 18. August. Gestern wurde hier in einer terrassensörmig angelegten und mit Stacketen umgebenen Besitzung einer vermögenden Familie am Thore nach Neckar— gmünd zu, in einem Durchlaß ein todter Mann gefunden. Derselbe stack mit dem Kopfe und dem einen Arm in diesem Durchlaß, während der andere Theil des Körpets im Freien lag. Der Kopf und die Finger des Leichnams waren ganz schwarz Wie es scheint, mag der Todte den besseren Stän— den angehört haben. Ein schweres Verbrechen scheint hier vorzuliegen. München. Von hier schreibt man: König Ludwig ist seit längerer Zeit ein Anbeler des Rococostyls geworden, welcher in den alten Schlössern Ludwig's XIV. zu Versailles, Trianon ꝛc. zur Darstellung gekommen ist. Auch Ludwig von Bayern möchte sein kleines Versailles haben, und er begab sich deshalb in Persen nach Paris, um die nöthigen Studien zu machen. Der von ibm projectirte Bau soll auf der Insel Chiemsee errichtet werden. Dorthin will Ludwig die Copie des Versailler Schlosses nebst dem Ver— sailler Park verpflanzen. Berlin. Wie sehr der Handel mit Menschenfleisch gegenwärtig in Blüthe steht, beweist folgende commerciell gemüthliche Anzeige eines Heirathsvermittlers:„Seit 14 Tagen habe ich einen Ueberschuß von 200 Herten auf Lager, darunter gut situirte Kaufleute, Rentiers, Lehrer, Inspectoren, Doctoren, Professoren, höhere Staatsbeamten, Gutsbesitzer, Rittergutsbesitzer, Barone, Grafen und Prinzen. Wollen sich keine Bräute finden? Kann jeden Alters von 17 Jahren bis noch zu 52 Jabren gebrauchen.“ Schwerin. Von einem Meklenburgischen Rennen wird folgende Ancedote berichtet: Für Dienstag den 28. Juli stand das Rennen der Landleute auf der Tagesordnung. Hierbei wurden die Preise von der Gemahlin des Landesfürsten per— sönlich den Siegern ausgehändigt. Einer der Sieger, der 10 Thaler erobert hatte, schien ein ungläubiger Thomas zu sein. Als er die Rolle mit den 10 Thalerstücken erhielt, löste er vor seinem Monarchen die Hülse, zählte sich die zehn Gelsstücke langsam aus der einen Hand in die andere und sprach mit grinsendem Lächeln:„Dat stimmt!“ steckte das Geld ein, machte seinen Kratzsuß, stieg zu Pferde und ritt ab. Alles lachte. Andermatt. Während bes fürchterlichen Unwetters, das am 14. d. M. Nachmittags am Vierwaldstättersee sich sammelte und dann in die weitesten Dimensionen sich erstreckte, wurde in Andermatt die Post aus Ilalien schon durch mehrere Stunden fruchtlos erwartet. Ein reitender Bote wurde ibr enigegengesandr; doch auf halbem Wege rafle ein Windstoß aus einer Schlucht des Gotthard heraus und stürzte Roß und Reiter in einen liefen Abgrund hingb. Beide blieben todt. Handel und Verkehr. Friedberg, 26. Aug. Waizen 12 fl. 15 kr.; Korn 10 fl. 50 kr.; Gerste 11 fl. 15 kr.; Hafer 9 fl. 30 kr. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo. Frankfurt, 24. Aug. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren: 360 Ochsen. 230 Kübe, 212 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 40—41 fl., 2. Qual. 38 fl., Kühe 1. Qual. 38 fl., 2. Qual. 36 fl., Kälber 36—37 fl., Hämmel 37 fl. per Cir. Frankfurt, 24. Aug. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 25 fl., Nr. 2 23½ fl., Nr. 3 20½ fl., Nr. 4 7 Nr. 5 15½¼ fl., Roggenmehl ¼(Berliner Marke) 17 fl., do. II.(Berliner Marke) 12½ fl. Waizen effectiv biesiger 13—12/ fl., Korn 11 5. 9. 1. Gersie 11½—12¼ I. Hafer 12½ fl., Kohlsamen 16 fl., Erbsen 13— 17 fl., Wicken 11½ fl., Linsen 17—21 fl., Rüböl 37 fl. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo. Mainz, 25. August. Productenmarkt. Waizen per August— fl.— kt., per Nov. 11 fl. 54 kr. Korn per August— fl.— kr., per Nov. 9 fl. 15 kr. Hafer per August— fl.— kr., per Nov. 10 fl.— kr. Rüböl per Oct. 17 fl. 40 kr., per Mai 18 fl. 42 kr. Raps per Sept. 16 fl. 20 kr. 5 Das der Deutschen Transtalantischen Damfschifffahrts⸗ Gesellschaft(Adler-Linie) in Hamburg gehörende Post⸗ Dampfschiff„Schiller“, Capt. Thomas, trat am 20. Aug. seine dritte Reise mit voll besetzten Cajüten- und 594 Zwischendecks-Passagieren, sowie Post und voller Ladung, von Hamburg direct obne Zwischenhäfen anzulaufen nach Newyork an. Das der Deutschen Transatlantischen Dampfschiff⸗ fahrts⸗-Gesellschaft(Adler-Linie! in Hamburg gehörende Postdampfschiff„Herder“, Capt. Fischer, welches am 6. d. Mets. von hier abgegangen, ist am 20. d. 9 Uhr Morgens in Newyork angekommen. N Geld⸗ Cours. 0 Franksurt am 25. August 1874. Pistolen„„„ e eg Holländische fl. 10⸗ Stücke„ 9 4850 Ducaten- [Ducaten al ma reo 5 35—37 20⸗Frankenstücke 9 30½.—31½ Englische Sovereignhnss[„ 11 56—58 RNussische Imperiales.„ 9 50-52 Dollars in Gold„ 2 26 N Die soehen erschienene Nr. 6 vom„Datterich“ ziebt viele Uebelstände der Residenz Darmstadt, sowie die poli— tischen Begebenheiten in ebenso schlichter, wie humoristischer Weise in Erwägung, reizt die Lachmuskeln des Lesers durch schnuurrige Erzaͤblungen und gibt an Illustrationen— unter Anderem— das ganz vortrefflich gelungene Portrait des jüngst verstorbenen darmstädtischen Bummlers par excellence Peler Küchler, genannt:„Der schwazz Peta“, — Auch die seither vergriffen gewesene Nr. 2 ist im Neu⸗ druck erschienen.— Jede Nr. kann gegen Einsendung von 6 Kreuzern(in Briefmarken) von E. W. Leske in Darmstadt bezogen werden. Oeffentliche Dekanntmachung und Aufforderung. 303 Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß ge— bracht, daß das neu errichtete Grundbuch der Gemarkung sungenhain mit den dazu gehörigen Parzellenkarten im diemeindehause zu Langenhain ossen gelegt worden ist. Die vetheiligten sind befugt, dasselbe während der Zeit der ffenlegung in diesem Lokale einzusehen, auch gegen die Gebühr von dem Ortsgexrichtsvorsteher dieser Gemeinde (irundbuchs-Auszüge(Geschosse) zu verlangen. Auch werden sie durch letzteren auf die, von den Feloge— syworenen entbeckt werdenden, sie betreffenden Fehler aus— r eerksam gemacht werden. Allen Denjenigen, welche sich mit den Angaben des Grundbuchs rücksichtlich des Besitzes und der Größenau— saben beschwert erachten, sieht es frei, binnen einer imerstrecklichen Frist von 6 Monaten ihre An— fünde auf gütlichem Wege bei dem Onrtsgerichtsvorsteher bir Gemeinde, vor welchen sie ihren etwaigen Gegner vor liben lassen können, zu beseiligen und, sosern dies nicht den Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem, für, Besitzstreite wländigen Gerichte geltend zu machen. Ist dieses Gericht en anderes, als das unterzeichnete, so haben sie davon, 8005 letzteres geschehen, binnen eben dieser Frist die Anzeige 11 machen. Dieselbe Anzeige liegt ibnen binnen gleicher ist alsdann ob, wenn sie vor Offenlegung des Grund— bachs gegen den daselbst eingetragenen Besitzer eine Be- slnrsklage angestell! haben. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Frundbuch angibt, in Bezug auf die Personen der Be Aar und die Größenangaben in allen Fällen für richtig ä———— angenommen, in deuen weder eine gütliche Beseitigung beim Octsgerichtsvorsteher zu Protokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deßhalb erhoben und erforderlichen Falls beim unterzeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht ist. Zugleich werden Diejenigen, welche die, in Gemäßheit art 30 des Gesetzes vom 21. Febr. 1852, betreffend die Erwerbung des Grundeigenthums ꝛc. beigefügten Erwerb— titel berichügt zu sehen wünschen, aufgefordert, binnen der— selben Frist die ersorderlichen Anträge beim zuständigen Gericht zu stellen und wenn dieses ein anderes, als das Unterzeichnete ist, bei diesem Anzeige zu machen. »Die unerstreckliche Frist von 6 Monaten geht mit dem 31. Dezember l. J. zu Ende. Butzbach den 17. Juni 1874. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gilmer, Römbeld, Landrichter. Landg.⸗Assessor. Lieferung für das Landeszuchthaus. 2488 Montag den 31. August d. J., Vormittags 10 Uhr, werden dahier eirea 35 Fuder Roggenstroh unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werden— den Bedingungen zur Lieferung oͤffentlich vergeben, wobei bemerkt wird, daß hierbei auch mit der Maschine ge— droschenes Stroh zur Annahme gelangt. Maxienschloß den 19. August 1874. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direktion. Serib a. 8 0 1 Gesucht 232 ein ordentliches, reinliches Mädchen, das alle Hausarbeit versteht und kochen kann Näheres: Bockenheim, Schöne Aussicht 13, 2. Stock. Oeffentliche Aufforderung. 2450 Alle Diejenigen, welche noch Forderungen an [Georg Konrad Grill von Ober ⸗Nosbach, zuletzt wohn— haft in Koͤppern, zu bilden haben, werden aufgefordert, dieselben binnen 14 Tagen bei unterzeichnetem Gericht geltend zu machen, als sonst sie bei Vertheilung des Rests des Erloͤses der zwangsweise veräußerten Im- mobilien nicht berücksichtigt werden konnten. Friedberg den 11. August 1874. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Bramm, Langermann, Landrichtervicar. Landgerichts-Assessor. Stammholz-Verkauf. 2465 Aus den Fürstlich Solmsischen Waldungen der Oberföorsterei Lich sind sofort aus der Hand im Ganzen oder in großeren Parthien abzugeben: 125 Eichen-Staͤmme mit 108,67 Kubikmeter Inhalt, 2 Buchen 5 1 1.81 5 1 Tannen⸗Stamm„ 1,20— Eichenprügel, zehnfüßig, mit 12 Raummeter Inhalt. Näheres ist bei der Fürstlichen Rentei zu Lich zu erfragen. Faselochs-Versteigerung 2516 Donnerstag den 27. d. M., Nachmittags halb 2 Uhr, soll ein der Gemeinde gehoͤriger Faselochs, zur * Zucht untauglich, aber zum Schlachten sehr gneignet, auf dem Bürgermeisterel-Büreau gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden. Ober⸗Florstadt am 22. August 1874. Großherzogliche Bürgermetsterei Ober Florstadt. ö Dauern heim. Wetterauer Industrie-Ausstellung. 2530 Sonntag den 30. d. Mts. oncert. Anfang 2½ Uhr Nachmittags.— Entrée für Ausstellung und Coneert 18 kr. Schwalheimer Brunnen. 2529 Sonntag den 30. und Montag den 31. August Kirchweihfest mit Harmonie- und Tanzmusik, wozu ergebenst einladet 5 l Georg Bailly. Annoncen aus Friedberg selbst, sowie aus allen Orten des Kreises werden direet an uns, ohne Vermittlung Dritter, erbeten. Die Erped. des Oberh. Anzeigers. Dampf⸗Dreseh⸗Masehinen» werden in allen Größen sofort geliefert von der Blumenthal'schen Maschinenfabrik in Darmstadt. erde- und Fohlen-Markt zu Frankfurt a. M. am 28., 29. und 30. September 1874. 2527 Die vollständig für 400 Pferde hergerichteten neuen prachtvollen Stallungen, umgeben mit schönsten Muster— plätzen, welche noch durch eine große bedeckte Reitbahn vermehrt wurden, sind zur Aufstellung feinerer Pferde bestimmt. 2 + 28. S b b il i i zer d Prämiirung 5 ee re von Ehrenpreisen an die Besitzer der Verloosung am 30. September öffentlich vor Notar und Zeugen von 60 der schönsten Reit⸗ und Wagenpferde, 10 vollständigen vier-, zwei⸗ und einspännigen Egnipagen, nebst completen Geschirren, sowie sonstigen Reit⸗ und Fahr⸗Requisiten im Werth von circa fl. 70,000., wenn 40,000 Loose vergriffen sind 2 Anfragen und Bestellungen auf Stallungen, sowie auf Loose, Letztere à Thlr. 1.(fl. 1. 45 kr.) per Stück, beliebe man franeo an den Seeretär des unterzeichneten Vereins, Herrn C. Kappel, zu richten, wo auch Uebernehmer einer größeren Anzahl von Loosen die näheren Bedingungen erfahren können. Den Aufträgen für Loose ist der Betrag franeo mit deutlicher Angabe der genauen Adresse beizufügen. Falls die Zusendung franco und recommandirt gewünscht wird, sind die erforderlichen Marken einzusenden. Auswärtige Theilnehmer, deren Adressen dem Seeretär bekannt sind, werden, falls ihnen ein großer Gewinn zufällt, davon— soweit thunlich— mittelst Telegramm in Kenntniß gesetzt. Der Vorsitzende des landwirthschaftlichen Vereins: Dr Georg Haag. Aepfel⸗Veesteigerung.. 2523 Freitag den 28. Aug. d. J., Nachmittags 4 Uhr, 2 Nb 5 en Achiser dan sollen 8 Bäume Frühäpfel öffentlich meistbietend ver- seine 26. Prophezeihung steigert werden. für die J 7 . ahre 1875 und 1876. A kr kunft 8 8 1 erzerentunft um Wasßhaugtrerpden am Seegraben ö Auch in dieser 26. Prophezeihung verkündet uns der Friedberg den 25. August 1874. 5 g ; Ni ö a alte Schäfer Thomas bewegte Zeit, Revolutton, Krie , Bürgermeisteret Friedberg. Erdbeben, Ueberschwemmung de.. 9, ee ee, Nur diese 26. ist die echte. Bekanntmachung. Zu haben bei Carl Bindernagel in Friedberg 2522 Freitag den 28. d. M., Mittags 1 Uhr, wird und Bad Nauh em. das der Gemeinde Ober-Rosbach zustehende Grummet— gras in Abtheilungen auf dem Rathhaus daselbst öffent— lich meistbietend versteigert. (1 62237.) Im Verlags-Bureau in Altona erschien: D . Deutscher Reichsbote. Kalender für Stadt und Land 1875. Ober⸗Rosbach am 24. August 1874. Mit einem brillanten Oeldruckbilde: Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Rosbach. Wilhelm J. Kaiser von Deutschland. Blecher. Für W. Peis nur 3 Groschen. 5 ür Wiederverkäufer, Händler, Kaufleute u. Hausirer Grummetgras⸗ Verstei gerung. auf dem Lande ein leicht verkänflicher und lohnender 2521 Das diesjährige Grummetgras von 55 Normal⸗ 2517 Artikel. morgen herrschaftlicher Wiesen— der Grassee bei Vorräthig in allen Buchhandlungen. Verlag von Hungen— kommt Dienstag den 1. September l. J.,] Velhagen& Klasing in Bielefeld u. Leipzig.(H. 33995.) Vormittags 10 Uhr, zur öffentlichen Versteigerung. ö Hungen am 24. August 1874. 2526 Es werden Alterthümer und zwar: Steinerne Dem me, Kammerrath. Krüge mit erhabenen Wappen obe Wi te nee Wen 3 1 Glas mit geschliffenen oder erhabenen Figuren, Möbel Grummet gras⸗ Ver stei gerung. mit Figuren oder eingelegt, Messing oder Kupfer, auf 2515 Donnerstag den 7. d. M., Vormittags 10 Uhr, welchen Verzierungen eingeprägt sind, Waffen, Bronze, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Grummetgras Uhren mit Bronzeverzierungen, sowie sonstige alte Gegen auf dem Saale des Gastwirth Senzel dahier öffent- stände zu den höchsten Preisen angekauft und nimmt lich versteigert werden. Offerten schriftlich und mündlich entgegen Louis Löb Ober⸗Florstadt am 22. August 1874. in Bad-Nauheim Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Florstadt. Entlaufen. ger n he i m. Ein braves Mädchen, 2524 Ein 1 Jahr altes Schwein ist Samstag den 2532 welches etwas kochen kann und von der Gärtnerei] 22, d. Mts. entlaufen. Im Falle dasselbe eingefangen ein wenig versteht, wird in eine stille Haushaltung ge- worden ist, wird um gefällige Anzeige auf der Bürger sucht. Wo? sagt die Exped. d. Anz. meiste rei Oppershofen gebeten. Diegel, über den Werth des Kirthenbesuchs, Preis 14 kr., f bringe ich in empfehlende Erinnerung. 5 2531 verkauft W. Kreuter, Ein Ueberrock 2525 ist bei mir hängen geblieben und kann derselbt nommen werden. Conrad Heß. 2415 In Folge der dahier haben wir für die Herbstsaison schon jetzt unsn Wollwaaren, Strickereien ꝛc. ꝛc. reichhaltig assortirt und geben zu den billigsten Preisen ab. Wir hoffen auf geneigten Zuspruch. Geschwister Schloß, U sagasse. 2510 für Damen, Portemonnaies, Fächer, Kragen⸗ und Manschettenknöpfe billigst bei K. Friedrich. Flaschen⸗Weine 2520 empfieblt à 24, 30, 36, 42, 48 kr. per Flasche mit Glas. Leere Flaschen werden 3 6 kr. zurück ge⸗ nommen. Pb. Dan. Kümmich⸗ Einige Gebrau Träber 2519 können woͤchentlich abgegeben werden. G. Philippi, Brauerei„Zum steinernen Haus“ 2518 Ein wohlerzogener Junge aus achtbarer Familie mit den nöthigen Schu kenntnissen versehen, findet unter: günstigen Bedingungen Aufnahme in meinem Manufatur⸗ waaren⸗Geschäft. Eintritt sofort. Hungen im August 1874. A. Heß. Land- Gesuch. 2528 75— 100 Ares besten, tiefgründigen, wasser⸗ freies Lehm- resp. Waizenboden sofort zu pachten, bezw. auch zu kaufen gesucht. Offerten nebst äußerster Preisangabe bef. unter J. V. 208 die Annoncen⸗ Expedition von G. L. Daube 8 Comp. in Frankfurt a. M.(5686.) 2533 Auf der Hainamühle zu Assenheim soll Mittwoch den 1. September d. J., Morgens 10 Uhr, 5 eine complete Mühlen-Einrichtung, bestehend aus mehreren Gängen mit allem Zubehör, wegen Umbau der Mühle, an die Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Ortenberg am 25. August 1874. Ju nick e Gemelnde-Baumeister. Kalender pro 1875. Daheimkalender 31 kr. Familienkalender 18„ Nieritz Volkskalender 36„ Spinnstube 43„ Friedberg und Bad-Nauheim. Carl Bindernagel, Korbwaaren 219 in schoͤner Auswahl und zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich neben der Post. Istatlitischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: Freitag Abends 6½ Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel Carl Bindernagel. 1 — m Kalbfleisch à Pfund 16 kr. gegen Erstattung der Inseratgebühren in Empfang ge Wetterauer Industrie⸗Ausstellung Lager, namentlich in angefangenen und fertigen Stickereien, Moireschätzen, Ledertaͤschchen — 1 Selressen ii, aufnehr Dab hüchsen vor — U Hetressen 1 geborenen — e „unzeiger welchem d det Sta dargestell nur dazt nisse zu 5 stehen eb gegenüber treten, di die Stad mit auf Ersparunt balten hä lagen ge 1 allerding,