1874. Oberhessischer Anzeiger. Dienstag den 27. Januar. M12. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Erscheint jeden Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnertag und Samftag. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. betreffend: Die Heranziehung der Ersatz-⸗Reservisten erster Classe zum Classiftcations-Geschäft. Friedberg den 23. Januar 1874. Durch einen Ministerial- Erlaß ist bestimmt worden, daß die Ersatz-Reservisten erster Classe an dem für die Reservisten und Landwehr Leute orgeschriebenen, im Anschluß an das Kreis-Ersatz-Geschäft jährlich stattfindenden Classifcations-Verfahren Theil nehmen dürfen. Zu demselben ürfen auch diejenigen Militärpflichtigen zugelassen werden, welche den Ersatz-Reserve- Schein erster Classe zwar noch nicht erhalten haben, aber von Broßberzoglicher Departements-Ersatz-Commisston bereits für die Ersatz-Reserve erster Classe designirt worden sind, sowie diejenigen im dritten Con- urenzjahr befindlichen Militärpflichtigen, welche nach zweimaliger Zurückstellung von Seiten der Kreis-Ersatz Commission zur Ueberweisung zur Ersatz⸗ Feserve erster Classe demnächst in Vorschlag gebracht werden. Die Ersatz⸗Neservisten und die in Vorstehendem bezeichneten Militarpflichtigen, welche uf Grund ihrer häuslichen Verhältnisse, auf Zurückstellung für den Fall einer Mobilmachung Anspruch machen zu können glauben, haben ihre Gesuche Asbald bei dem Gemeinde- Vorstand anzubringen, welch Letzterer nach§. 4 der Beilage 3 zur Verordnung, betreffend die Organisation der Landwehr⸗ Jehörden zu verfahren hat. Die Großherzogliche Kreis-Ersatz-Commission. Der Militär-Vorsitzende. Der Civil-Vorfttzende. n Trapp. Edietal ladung. Wilhelm, Georg, Ludwig, Karl Schneider des I. Großherzoglich Hessischen Infanterie-(Leibgarde) Re⸗ ments Nr. 115, aus Pohl⸗Gönse Kreis Friedberg gebürtig, der Desertionsproteß eröffnet ist, wird derselbe hiermit aufgefordert, zu seinem ruppentheile zurückzukehren, spaͤtestens aber in dem auf: Mittwoch, den 15. April 1874, Vormittags 9 Uhr, 8 Nachdem wider den Rekruten garn br dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termin sich zu gestellen, widrigenfalls die wider ihn eingeleitete Untersuchung geschlossen, er in con- b maciam für einen Deserteur erklärt und in eine Geldbuße von 50 bis 1000 Thaler verurtheilt werden würde. der Echloß Darmstadt den 19. Januar 1874. Großherzogliches Divisionsgcricht. K 1 8 5 Logis Edietal ladung. an 1* Nachdem wider den Rekruten Karl, Theodor Holder des I. Großherzoglich Hessischen Dragoner(Leibgarde) Regiments Nr. 23 aus 1 5 42 Kreis Friedberg gebürtig, der Desertionsproceß eröffnet ist, wird derselbe hiermit aufgefordert zu seinem Truppentheil zurückzukehren, * hatestens aber in dem auf: eee ee, Mittwoch den 15. April 1874, Vormittags 9 Uhr, 2— r dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termin sich zu gestellen, widrigenfalls die wider ihn eingeltitete Untersuchung geschlossen, er in contumaciam dean bat t einen Deserteur erklärt und in eine Geldbuße von 50 bis 1000 Thaler verurtheilt werden würde. 1 32 10 f . 5 ünzenb ebrjungen. ee ett Darmstadt den 19. Januar 1874. Großherzogliches Divisionsgericht. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Heinrich Conrad Ohly von Nieder-Roßbach wurde als Todtengräber für diese Gemeinde ernannt— Konrad Jung IV. von erg wurde zum Polizeidiener für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet. Bekanntmachung ct, bebe. Die Forst- und Felbstrasen von der VI. Periode 1873 können an den bestimmten Zahltagen Oienstag und Donnerstag Morgens von 8 bis 12 und Mittags von * 1 bis 5 Uhr an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden.— Als besonderen Erbebungstag für den Landgetichtsbezirk Butzbbach destimmen wir D Zulltu lives den 4. Februar diesee Jahres, Morgens von 8 bis 10 Uhr, im Gasthaus zum Stern zu Butzbach.— 3 8 1 n die Großh. Bürgermeisterclen dieses im Interesse Ihrer Ortsangehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach dem 15. Februar 1874 g 1 öriebberg den 22. Januar 1874. Großberzogliches Rentamt Friedberg. 4 Lin deck. heim. 1 11 1 Deutsches Reich. Bischof! Ich danke Ihnen für die herzlichen Glück—— Kaiser Wilhelm bat, wie das„Tageblatt“ Cuscht 21 Darmstadt. Mit der demnächst zu erwar- wünsche, welche Sie Mir aus Anlaß des Jahres- wissen will, einen Arzt und eine andere hohe 7 8 unden Publikation der evangelischen Kirchenver- wechsels ausgesprochen haben. Möge Gottes Segen Persönlichkeit vom Hofe, nach Italien geschickt, *— sissung, türste, wie glaubwürdig verlautet, zu- das in Seinem Namen von Ihnen begonnene welche in Neapel abstiegen und von dort Portici , K. lich die Ernennung eines geistlichen Oberkirchen] Werk auch im zeuen Jahre fördern! Möge die und Sorrent besuchten, um zu constatiren, welcher — zuitobetß saths erfolgen. Als solcher wird wenigstens von Ihnen getheilte, unzweifelhaft richtige Ueber von beiden Orten der deste sei zu einem mehr- u waits jetzt Habicht, Pfarrer in Rüsselsheim, zeugung in immer weitere Kreise dringen, daß in wöchentlichen Aufenthalt für den Kaiser. 1517 geichnet. Meinen Staaten die Achtung vor dem Gesetz mit— Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt offfcibs: 1 4744“ 1 Mainz, 24. Jan. Bei der heutigen Stich-der Religions-Uebung einer jeden Gemeinschaft] Die Discusston über das Buch Lamarmora's in Di 0 ahl erhielt in Mainz Domcapitular Moufang wohl vereinbar ist, welche keine irdischen Zwecke, dem Abgeordnetenhause habe zur Prüfung jenes a 2170 4 424 Stimmen, Obergerichts-Ratb Görz 3043 sondern nur den einen versolgt: des Menschen Buches Anlaß gegeben. Dabei sei constatirt, daß 1110 3* Summen. Zu dieser Maforität von 881 Stimmen Frieden zu suchen mit Gott. Berlin, 17. Jan. 1874. die von Lamarmora mitgetheilten Depeschen Go⸗ 5171 neben die bis jetzt bekennten Resultate der Ab-(gez.) Wilhelm.“ vone's von Anfang bis Ende gefälscht oder gar % mung in den Landgemeinden weitere 2 bis— 23. Jan. Die 7. Deputation des Stadt- völlig erfunden seien. In Folge dessen sei an die ee 00 Stimmen. Moufang ist also gewählt. gerichts verurtheilte heute den Redacteur der italienische Regierung die Anfrage gerichtet, ob g Berlin. Nach einer hiesigen Quelle öster-(„Germania“, Majunke, wegen Majestäts-Belei- die fraglichen Depeschen sich in deren Besitz be- 19 f uischischer Blätter hat der Kronprinz von Däne- digung und Beleidigung des Reichskanzlers, des finden und ob sie an der Hand der Originale — 1* mark lelegraphisch die Bitte an das deutsche Kron- Staatsministeriums und der Redaction des„Staats- dag Maaß der Fälschungen in dem Lamarmo— 7. 167 nzen- Paar gerichtet, die Reise nach Petersburg Anzeigers“ als öffentlicher Behörde zu einjährigem ra'schen Buche constatiren wolle. 9 ut demselben gemeinsam machen zu können, und Gefängniß und 200 Thlr. Geldbuße. Es lagen— Die Nachrichten über das Befinden des * 3 lol oß sich alsbald demselben in Wirballen an. 11 einzelne Anklagefälle vor. Der Staatsanwalt Kalsers lauten andauernd günstig. Wie die„N. * 0— Der Kaiser hat an den Bischof Reinkens hatte dreijähriges Gefängniß, 500 Thlr. Geld- Pr. Ztg.“ bört, macht die Wiedergenesung kegel. n Schreiben gerichtet:„Hochwürdiger Herr!] buße und Verlust des Reichetage-Mandats beantragt. mäßige Fortschrütte. Seit mehreren Tagen hat = 220 , Mittags Doch der Kaiser wieder Uniform angelegt. finden in der Regel Spaziersahrten statt. werden, zumal bei dem ungünstigen Wetter, noch sortdauernd Schonungsrücksichten empfohlen. — Die„Nordd. Allgem. Ztg.“ tritt den irrigen Aufsassungen der Presse entgegen, als habe die französische Regierung bei den letzten Maß⸗ nahmen einen Druck von Außen nachgegeben. Keine dieser Maßregeln, so sagt das Blatt weiter, sei Gegenstand eines Verlangens Seitens Deutsch⸗ lands gewesen; das französische Ministerium habe sich lediglich von dem Gefühl seiner Würde leiten lassen und in Erwägung der französischen In- teressen vollkommen freiwillig gehandelt. Die deutsche Regierung hatte sich vorbehalten, nach Maßgabe der französischen Gesetze gegen die fran ⸗ zösischen Bischöfe wegen Majestäts⸗ Beleidigung einzuschreiten. Abzuwarten bleibe, ob die Genug thuung ausreichend sein werde, um solcher Schritte nicht zu benöthigen. Elberfeld, 22. Januar. Bei der heutigen Stichwahl zwischen Hasselmann(Social⸗Demokrat) und Justizrath Stader(nat.- lib.) erhielt Hassel⸗ mann 12,947, Stader 12,566 Stimmen. 97 Stimmen waren ungültig. Hasselmann ist somit gewählt. Landsberg a. W., 19. Jan. Gestern ist der hiesige katholische Pfarrer Klein(ungesetzlich angestellt vom Breslauer Fürst⸗Bischof), nachdem die im Dezember v. J. wegen widerrechtlich aus- geführter Amtshandlungen über ihn verhängte Geldstrafe per Execution nicht einzutreiben ge⸗ wesen, er selbst aber während der offen gelassenen Frist sich nicht gestellt hatte, verhaftet und auf eine Woche in das Gefängniß gesteckt worden. Hannover, 24. Jan. Bei der heutigen Stichwahl wurde der frühere Reichstags⸗Abgeord⸗ nete Ewald(nat.-lib.) gewählt. Die Arbeiter- partei stimmte für denselben. Die amtliche Fest⸗ stellung des Stimmverhältnisses ist noch nicht erfolgt. München. Die Stimmenzahl, welche die gesammten ultramontanen Candidaten in Bayern, die siegenden sowohl als die besiegten, auf fich vereinigten, beträgt in runder Summe 476,000, die der national- liberalen Candidaten 288,000, so daß die ultramontane Partei im Ganzen ein Mehr von 100,000 Stimmen gegen ihre liberalen Gegner aufzuweisen vermag. Straßburg. Advokat⸗Anwalt Schneegans, die don der elsässischen Partei ihm angebotene Reichstags ⸗Candidatur annchmend, erklärt, Berg- mann's Programm sei das seinige. In weiterer Ausführung tritt derselbe„der zum Untergange führenden Politik des reinen Grolles und jener rückwärts schreitenden Partei“ entgegen,„die eine ewige Feindin des Fortschritts, unsere Sehnsucht und unser Bedauern für ihre eigenen Interessen ausbeuten will.“ Metz, 22. Jan. Heute leisteten weitere vier stands ⸗Register 16. in Uebereinstimmung mit dem Ständerath, ebenso mit einigen unwesentlichen Abänderungen die noch übrigen Artikel des ersten Abschnitts der Bundes-⸗Verfassung. Pruntrut, 23. Jan. Der Decan Horn⸗ stein ist beute festgenommen worden. Holland Haag, 22. Januar. Offitiell wird aus Penang gemeldet: Die Atschinesen griffen die holländische Hauptposition an, wurden indeß zurückgeschlagen. Die Atschinesen hatten 44 Todte, die Holländer 6. Die Holländer verstärkten ihre Hauptposition und ließen während dieser Arbeit dem Feinde Ruhe. Zur Wegnahme des Kraton ist eine vollständige Einschließung nothwendig, deß⸗ halb wird die zweite Reserve⸗Hälste von Padang berbeibeordert. Die Atschinesen bestehen auf der Fortsetzung des Kampfes. Der Sultan ist machtlos. Großbritannien. London. Die Hungers⸗ noth in Bengalen steigt; die Regierung beginnt die Bevölkerung eifrig zu unterstützen.— Aus Cape Coast Castle, 3. Jan,, wird gemeldet: Die eben gelandeten Truppen rücken vor und werden den Prah am 15. überschreiten. Die bereits vor- marschirten Truppen erfreuen sich guten Gesund⸗ heitszustandes. Capitän Glover rückt nach den Weisungen des Generals Wolseley vor. — 24. Jan. Die Königin beschloß auf den Rath Gladstone's die Auflösung des Parlaments, die sofertige Anberaumung von Neuwahlen und die Einberufung eines neuen Parlaments auf den 5. März. In einem Schreiben an die Wähler don Greenwich motivirt Gladstone die Auflösung durch die unausreichende Unterstützung der Regie- rung im Unterbause, sowie durch die letzten Wahl- Erfolge durch die Conservativen. Das Schreiben verheißt ferner die sofortige Vorlegung des Bud⸗ gets, welches einen Ueberschuß von 5 Millionen nachweise, wodurch eine Herabsetzung der Local- steuern, die Abschaffung der Einkommensteuer und der Steuern auf mehrere Verbrauchsartikel er möglicht sei. — Von Seiten des biesigen dominikanischen Consuls wird die Nachricht von der Vertreibung des Präsidenten Baez für unbegründet erklärt. Spanien. Madrid. Der Hafen von Cartagena ist für die Schifffahrt wieder geöffnet; die Douane und das Quarantäne Bureau sind von Porman wieder nach Cartagena übergesiedelt. Rußland. Petersburg, 23. Jen. Die Vermählungsfeier des Herzogs v. Edinburgh und der Großfürstin Maria von Rußland hat dem ausgegebenen Programme gemäß im Winterpalais stattgefunden. Während der Feierlichkeit wurden 101 Kanonenschüsse gelöst. Um 5 Uhr fand das Diner im Nitolai-Saale statt. Bei demselben wurden Toaste auf den Kaiser und die Kaiserin, begleitet von 51 Kanonenschüssen, auf die Königin Victoria und auf die Nruvermählten und auf die Mitglieder des Bezirkstags den Eid. Von 34 Mit- begleitet von je 31 Kano gliedern haben jetzt 27 den Eid geleistet. — 24. Jan. Heute wurde von der französisch und klerikal gesinnten Partei definitiv der hiesige Bischof Dupont als Reichstagscandidat proklamirt. Ausland. Schweiz. Bern. Die Antwort des gewesenen päpstlichen Geschäftsträgers, Agnozzi, an den Bundes⸗ rath wird die Aufhebung der Nuntiatur nicht rück⸗ gängig machen. Geradezu falsch ist darin die Angabe, der Nationalrath habe in der Sitzung vom 27. Nov. die Aufrechterhaltung der Nuntiatur in der Eidgenossenschaft beschlossen. Dies ist nicht geschehen, sondern man hat einfach diesen Punkt aus der Verfassung weggelassen, da der Abbruch viplomatischer Beziehungen der politische Act einer souveränen Regierung ist, zu dem jeder Zeit nach Umständen gegriffen werden kann. — 23. Jan. Der AltBundesrath Fornerod wurde in Paris in der bekannten Betrugs Affaire zu 3 Jahren Zwangs-Arbeit verurtheilt.— Der Bundesrath hat, ohne auf die Protest-Note des Nuntius einzugehen, demselben seine Pässe zugestellt. — 23. Jan. Der Nationalrath erledigte die übrigen confessionellen Artikel, betreffend die Auf. hohen Gäste, die Geistlichkeit und die Unterthanen, nenschüssen, ausgebracht. Abends war die Stadt glänzend illuminirt, be⸗ sonders das Hotel des englischen Botschafters. Abends fand Ball im Winterpalais slatt. — Der„Regierungs- Anzeiger“ veröffentlicht die Ernennung des General Gouverneurs von Neurußland und General- Adjutanten v. Kotzebue zum General-Gouverneur von Warschau und zum Commandirenden des dortigen Militär Bezirks, sowie die Ernennung des General- Adjutanten Lemjaka zum Militär- Chef des Odessa Bezirkes. — Unter den Deuischen in St. Petersburg herrscht über den Besuch des deutschen Kronprinzen die freudigste Erregung, die sich in einer ähnlichen Huldigung wie bei der Anwesenheit des deutschen Kaisers kund geben wird. Eine Generalversammlung, zu der sämmtliche in Petersburg lebende Deutsche geladen waren, hatte eine Deprtation von 30 Mit: gliedern erwählt, welche dem Kronprinzen eine höchst kostbar und kunstvoll ausgestattete Adresse überreichen wird. Es wird in derselben den patriotischen Gefühlen von der Zugehörigkeit zum allen Vaterlande, der Freude über die Genesung des Kaisers und der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß das deutsche Reich, welches die äußeren Feinde so erfolgreich bekämpft habe, auch den hebung der geistlichen Gerichtsbarkeit, der Civil⸗ Wiverstand der inneren Gegner brechen werde. * 1 Aus Stadt und Land. Södel. Am verflossenen Freitag Abend wurde durch den hiesigen Polizeidiener und einige von der Arbeit heim⸗ kehrende Männer ein aus dem Zuchthaus zu Rockenberg enisprungener Sträfling auf dem Felde zwischen hier und Melbach fesigebhalten und am Samstag Morgen wieder nach Marienschloß abgeführt. In einem der Nachbarorte, vermulhlich Wohn bach, hatte er sich durch Einbruch für einige Kleidungsstücke gesorgt. Beim Durchsuchen seiner Taschen fand man ein sehr scharses Messer und hatte man es, den leichtsinnigen Aeußerungen desselben nach zu schließen, mit einem recht heruntergekommenen, frechen Bösewicht zu thun. Groß Zimmern, 19. Jan. Heute hat man aus der Gersprenz die Leiche eines circa 19 jährigen Mädchens herausgezogen, welche als von Groß Umstadt recognoscirt worden ist. Als Motiv zu dem Selbstmorde wird Liebes⸗ kummer angegeben. Allerlei. n 86 Frankfurt, 22. Jan. Gestern Minag stürzte eine ö schaf, 22 Putzfrau, welche im Begriffe war in dem Hause Nr. 36 iche* in der Schnurgasse im zweiten Stock Fenster zu putzen, abe auf die Straße und blieb auf der Stelle todt. vagen. Frankfurt, 23. Jan. Gestern Nachmittag 3 Uhr 1 1— stürzle sich eine schon betagte verwittwete Frau aus einem Fenster ihrer im 4. Stocke eines Hauses der Schnurgasse Friede delegenen Wohnung auf das Straßenpflaster herab. Die tant biestrnft selbe soll in jüngster Zeit bereits Spuren von Geistes⸗ ben nihenn sörung gezeigt haben ünd ist durch einen Streit, den sie mit Hauseinwohnern hatte wahrscheinlich so aufgeregt viel gechizen worden, daß diese Geistesstörung zum völligen Durchbruche gi gekommen ist und sie zum Selbstmord getrieben hat. Der vat um Dan Sturz hatte sosort den Tod herbeigeführi.. Eptuchee. Frankfurt, 23. Jan. Gestern Nacht wurde wieder id Ange in eine Wirihschaft in der großen Fischergasse eingebrochen. vat am Abet Die Diebe hoden einen Fensterladen nach der Straße hin lj bie 80h aus, drückten ein Fenster ein und verschafften sich so Ein⸗ it an ber gang in das Innere. In der von ihnen erbrochenen Casse Sunnben fanden sie kein Geld, dagegen räumten sie unter den vor⸗ gecün, vrte handenen Cigarren, Aepfelwein, Schnaps und Brod tüchtig mem n 80 auf. Hoffentlich gelingt es bald, dieser Strolche habhaft n Nl zu werden. Es fiel selbst der Polizei auf, daß in letzter aße sede& Zeit gerade die Wirihschaften mit diesen ungebetenen enn nächtlichen Besuchen heimgesucht wurden und erließ sie ein lamüdlich Circular an die Inhaber, worin diese zur Vorsicht ge Bek 9 0 mahnt werden. 0 zu durch jagen Frankfurt.„Die weltberühmte Firma Gebrüder[ Seine Um Stollwerck in Cöln a. Rh., welche in neuester Zeit eine 8 „ Filiale dahier errichtet hat, ist durch Cabinlesschreiben, d. d. Wien, 22. Dec. 1873, zu Hoflieferanten Ihrer 9 Majestäten des Kaisers und Kaiserin von Oesterreich, unter N Anerkennung der Vorzüglichkeit ihrer Erzeugnisse, ernannt 5 Cn worden.— Der Umstand, daß die Chocoladen dieser]“ dies unn Firma Seitens der Jury der Weltausstellung als die vor-] Schwachfer züglichsten bezeichnet wurden, hatte ihr die Lieferung der] des Pbslier Desserte zu den Fesilichkeiten im Kaiser⸗Pavillon der besdellt werd Ausstellung eingetragen, woran sich oben erwähnte Aus⸗ Nechtge zeichnung knüpfte. Diese Auszeichnung ist um so werth⸗ ersteren nur voller, als sie die einzize ist, welche auf das Ausland werden. omm!.“(Wer von unseren Lesern nach Frankfurt kommt, Bad- versäume nicht sich den prachtvollen Laden der Gebrüder“ 0 Stollwerck auf dem Götheplatz anzusehen. D. Red.) ö Frankfurt. In der Nacht vom 20. d. Mis. wurbee n mitttelst Einsteigens in die Villa eines hiesigen Juweliers 1 eine werthvolle Uhr und eine Unzahl Silberzeug gestohlen. Den Recherchen der Polizei ist ges nunmehr gelungen, den! 5 Ewan; Thäier zu ermitteln und zur Haft zu bringen. des Dbantes Bonn. In der Nacht vom 19. bis 20. Januar 1 Jem— 1 auf Schloß Corvey Hoffmann von Fallersleben, der viel- dabei gen, geprüfte Dichter der„Unpolitischen Lieder“, welche ihn in dessen lun, der Blüthezeit der preußischen Reaclion(1840 bis 1848) haben besch. im Jahre 1843 in die Verbannung trieben, ohne jedweden* Todeskampf sanft verschieden. Ein zweiter Schlaganfal dahin auzun machte dem Leven des geistesfrischen Greises ein Ende, uud du zun Man schreibt uns von Schloß Corvey:„Hoffmann glaubte“ auge, und wir glaubten es mit ihm, caß er sich bald wieder von Dduß ee seinem Krankenlager würde erheben können; ihn beschlich 5 keine Ahnung des kommenden Todes, und er schied um halb zwölf Uhr aus dem irdischen Leben ruhig, schmerzlos und des Endes unbewußt.“ Wie er mit seinem ganzen— Sein dem deulschen Volke angehört, so wird auch daß Inne deuische Volk ihm für immer ein ehrendes Gedächtnis ee bewahren. fel druit, Köln. Die milde Witterung war für den, Fortbaus[ in hieß des Domes so günstig, daß die Arbeiten in fast 2 Jahre me ö nicht unterbrochen wurden, woraus resultirt, daß die Fort oben g schrülte an dem Kiesenbau sehr erhebliche sein müssen, und das find sie in der That! In den nähsten Monaten Flur. zr wird das neue Baugerüst aufgeschlagen, um die vis jet 5. viereckigen Thürme im Achteck weiter zu bauen. Da dieselven mit den schon die halbe Höhe erreicht haben und jetzt rasch spißeh den, daß auslaufen, so steht ein merklich rascheres Steigen in ichen] Sderden seg Aussicht. Die Verbindung der beiden Tyurmkolosse ift ff Fried vollendet. Essen. Hier, wo von den Ultramontanen der Obe tribunalsrath Foteade de Biairx gewählt wurde, batte 1. einige Schelme von der Gegenpartei Zettel mit der Auf 21 schrist Fromage de Brie drucken lassen und diese den 08 5 Küster von der St. Simplicius⸗Gemeinde zur Vertheiln die 9 Iuitag übergeben. Die Folge davon war, daß über 50 ungü schl, leer tige Stimmzettel mit dem pikanten Namen aus der Urn Stent fr hervorgingen, die auch dei der Erklärung des Küsters, d 1. küche Obertribunalsrath gemeint zu haben, keine Güldigkeh don 5 erlangen konnten. uphet Weimet, Cs i biesigen Orte der Versuch gemacht] Hauswesens, seines Wohlwollens wegen galt er jeder d m i d orden, das System der Tbeilnehmerschaft der Arbeiter] Fam'lie als Hausfreund. Daßer die allgemeine Trauer: Marktbericht. ...* Gewerbs Anternebmungen einzubürgern, ein Bersuch, es war Jedem ein Freunb gestorben!— Born batte sich Grünberg, 24. Januar. Die Pieise auf unserem 1—— jedenfalls als ein interessantes Experiment aus soclalem] durch rasilose Thäligkel! aus bescheidenen VBerbältnissen] beugen Fruchtmarkie besragen: Walzen(100 Kilo) 16 fl. W ebiet bezeichnet werden darf. Man schreibt der„Weim. empor gearbeitet. Er war am 3. März 1825 zu Fränkisch⸗55 ke.; Korn(90 Kilo) 13 fl. 17 ke,; Gersie(80 Kilo) in n g.“ darüder:„Das bier bestehende, unter der Firma] Krumbach im Odenwald geboren. In Wien und Gießen 9 fl. 30 kr.; Hafer(60 Kile) 5 fl. 42 kr.; Molter dars— Uner und Comp. rübmlichst bekannte photolithographische studirte er die Thier- Heilkunde. Seine practische Thälig⸗(90 Kilo) 10 fl. 30 kr. Erbsen(110 Kilo) 11 H. 36 kr.; Dan udkartengeschäft ist dieser Tage durch Kauf in die Hände keit begann er in Rockenberg. Von dort kam er im Linsen(100 Kilo)— fl.— kr.; Saamen(90 Kilo) * cer Genossenschast übergegangen, die aus den Beamten Jahr 1865 als Kreisveterinät-Arzt nach Friedberg. Hier 14 fl. 10 kr.; Kartoffeln(100 Kilo)— fl.— ke. d Arbeitern desselben bestebt, und eine glückliche Loͤsung 5 so lebhaft entbrannten Streites zwischen Arbeitgeber d Ardbeitnebmer erstrebt. Als Besitzer des Geschäfts unen die Arbeiter in der Generalversammlung frei hlen und stimmen, als Arbeiter haben sie sich freiwillig ter selbst erwäblie Oberleiter gestellt. Sie genießen als stere verhälinißmäßigen Antbeil am Reingewinne, als biete höberen Lohn und eine Arbeitszeit, die es ihnen möglicht, auch ihren Familien sich widmen zu können. ußerdem versichert die Genossenschaft ibre Mitglieder mit ret beweglichen Hade gegen Feuersgefahr, und kauft sie it 500 Thirn., zahlbar drei Monate nach ihrem Tod, die Lebensversicherung ein. Gelingt es der Genossen— Haft, ibre schwierige Aufgabe erfolgreich durchzuführen, so Atrste sie dann leicht ein Vorbild werden für so viele erführte Arbeiter, ihren Frieden mit der Gesellschaft zu tachen.“ r Dr. Born. Friedberg, 23. Januar. Ocute hatten wir bier ine tiefernste Feier. Ueber 500 Männer aus Friedberg, en näberen und ferneren Orten der Wetterau bis zum Fogelsberg und dem Mainthal waren gekommen, einem ziel geschätzten Manne die letzte Ehre zu erweisen— dem unglücklichen Kreis Tbicrarzt Dr. Born. Der Geschiedene var am Dienstag Morgen zur Erwirkung eines Schieds⸗ Spruches in einem Thier⸗Proceß nach Rommelshausen el Altenstadt, 4—5 St. von Friedberg, gefahren und var am Abend nicht wiedergekebrt. Am Mittwoch Morgen bef die Schreckenskunde durch die Wetterau: Dr. Born 2 an der Kreuzung der Straße von Altenstadt und Stammbeim gefunden worden. Sein Wagen war um⸗ estürzt, zerbrochen; er selber lag entseelt unter den Trüm⸗ nern. An der zerbrochenen Deichsel standen noch die auf en Wink ihres Führers barrenden Pferde. Enisetzen aßte jedes Gemüth: Frauen jammerten, bätlige Männer weinten— so lief halte die Kunde Alle erschüttett. Un⸗ rmüdlich war der Geschiedene in seinem Beruf; einen Sezirk von 6—8 Stunden Durchmesser batte er täglich wirkte er nicht blos in seinem speciellen Beruf; ex war auch bei der Gründung vieler das Gemein-⸗Wohl fördernden Anstalten und Vereine thänig. Das landwirthschaftliche Casino, der Thierschutz Verein, der ärztliche Verein, die Ackerbauschule, der Consum-Verein u. a. sind theils durch ion veranlaßt, theils unter seiner Mitwirkung ge gründet worden. In der Ackerbauschule wirkte er als Lehrer; in dem landwirthschastlichen Casino und den übrigen Ver⸗ einen hörte man gern seine Ansicht über die Fragen seines Faches. Einfachbeit und Klarheit zeichnete seine Vorträge aus: Energie, Cyaraklerstärke bewies er in der Durch⸗ fübrung der das Gemein-Wobl fördernden Aufgaben. Heiter⸗ keit, sprudelnde Laune in fröhlicher Gesellschaft ließen ihn als liebenswürdigen Menschen erscheinen. Die Trauer der Vielen bewies, daß die Wetterau einen„rechten“ Mann verloren batte. Daß die Trauer eine tiese und ernsthafte war, zeigt der am Trauertag entstandene Beschluß der Leid tragenden. Man erklärte sich sofort bereit, dem Geschie denen ein Andenken zu weihen. Ein Comite ward dafür er⸗ nannt; ein Gedenkste in soll sein Gedächniß sesten. H. B. „Das der Deulschen Transatlantischen Dampf⸗ schifffabris-Gesellschaft(Adler⸗Linic) in Ham⸗ burg gehörende Dampfschiff„Gölhe“, Capitän Wilson, trat am 22. Januar seine erste diesjährige Reise mit Passagieren und Ladung don Hamdurg direch ohne Zwischen bäsen anzulausen nach Newyork an.“ 8 Liste derjenigen 10,000 Partialschuld- scheine, welche bei der in Folge des bekannt ge— machten Plans über das bei Hrn. M. A. v. Roth⸗ schild K Söhne zu Frankfurt unterm 15. August 1825 eröffnete Anlehen von 6½ Millionen Gulden der Großherzogl. Hess. Staateschulden-Tilgungskasse in Darmstadt am 2— 9. Januar 1874 öffentlich gehal- tenen Acht und dreißigsten Verloosung mit Bemerkung der gezogenen Preise herausgekommen Mainz, 23. Januar. Zu notiren it: Waizen ruhig, per März 17 fl.— ke., ver Mai 17 fl r.; Korn maler, pet Jan. 12 fl. 36 kt., per März 12 fl. 24 ke. pet Mai 14 fl. 24 ke.; Hafer unver. per März 10 fl. 27 kt., per Mai 10 fl. 35 kr. Rübsl unver., per Mai 19 fl. 30 kr., per Oct. 20 fl. 9 kr. Allkatholische Gemeinde. Die in diesem Blatte erlassene Einladung zur Bildung einer altkatholischen Gemeinde in unserer Gegend hat bereits einige Anmeldungen zur Folge gehabt, aber auch wie aus verschiedenen einge laufenen Schreiben hervorgeht, zu irrigen Auf⸗ fassungen Anlaß gegeben. Um diesen zu begegnen, bitten wir alle die⸗ jenigen katholischen Mitbürger, welche gesonnen sind, sich bei der Bildung einer eigenen oder bei dem Anschluß an eine bereits bestehende altkatho⸗ lische Gemeinde zu betbeiligen, sich bei Herrn E. Ermus in Friedberg schristlich oder münd⸗ lich anzumelden, worauf dann eine gemeinschaft⸗ Die nach der Nummernsolge geordnete liche Besprechrug und Berathung veranlaßt werden wird. Accht Hölnisches Wasfer von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. ver Dutzend, 4 fl. per halbes Dußend und 45 kr. per Glas gehorsamst. zu durchjagen, den Rufen der Landwirthe zu genügen. Mobiliar-Versteigerung. Bekanntmachung. 300 Mittwoch den 4. Februar d J., Vormittags 10 Uhr 295 Nächsten Donnerstag den 29. d. M., Vormittags anfangen d, soll in hiesigem Nathhause der Nachlaß der 11 Uhr, soll ein der biesigen Gemeinde gehöriger, 4 Jahre verstorbenen Musiker Aloys Kümmerl Wittwe dahter, alter, schwarzscheckiger Faselochse, sowie 3 Pappelstämmt bestehend in Mobilien als: 0 von 25—45 Centimeter Durchmesser und 10 Meter Länge 1 nußbaumene Commode, 2 Bettstellen, 1 Kleider- auf biesigem Nathhause öͤͤffentlich meistbietend versteigert schrank, Tische. Stühle, Spiegel, Portraits, 1 Wand⸗ werden. uhr, Bettwerk. Welßzeug, worunter Frauenhemden, Dorn ⸗Assenbeim den 24. Januar 1874. Betttücher, Kleidungsstücke, sowie Küchengeräth⸗ Großherzogliche Bürgermeisterei Dorn-Assenbeim. schaften und sonstige Haushaltungsgegenstande Na ck. 2. öffentl. bietend Baarzahlung versteigert werden. vabier anzumelden, als sonst die Anerkennung angenommen r 8—.— 19 en 7 a 0 e 1 0 ch 8. V er st e 1 gerung Aud die zum Eintrage ines Grundbuch nöthigen Urkunden Großb lies Ortsgerl e 3 öherzogliches Ortsgericht Friedberg. 269 Donnerstag den 29. Januar d. J., Nachmittags 1 uhr, soll auf dem Rathhause dahier ein der Gemeinde zusgestelli werden. Butzbach den 19. Januar 1874. 1. K 5 Großberzogliches Landgericht Butzbach. Slein- Karben gebörender, zur Nachzucht noch tauglicher Dr. Gilmer, Fresenius, igen D. Race, 74 13 33 1 alt, dundrich 0 ichts⸗Af an die Meistbietenden oͤffentlich versteigert werden Lnorlichter. Lang.. Klein⸗Karben am 21. Januar 1874. Großberzogliche Bürgermeisterel Klein Karben. Schneider. 2228 Seiner Umsicht, seiner Rathschläge in allen Dingen des find, liegt bei der Expedition zur Einsicht offen. Johann Maria Farina in Cöln. * ö * 1 1 Bekanntmachung.— ppc 7˖7%«ð ¹0d — 285 Christian Schäfer I. dahier ist durch Verfügung 9. a The 0 8* 0 — es untergelcbneten Gerichts vom 10. v. Mis. wegen 290 Für die große Theilnahme an dem rasch erfolgten Tode unseres lieben Gatten, Vaters 170 W n unter Curatel gestellt und in der Person und Schwiegervaters u de hilipp Becker II. von hier ein Curator für ihn 2 1 213 8 eee. Kreisveterinärarzt J. P. Born, 27 Nechtsgeschäfte jeder Art können daher von dem I sowie allen Denen, die ihn zu seiner letzten Rubestatte begleitet haben, sagen den inni en rr iat 9 a f. 0 sag ö innigsen 1— nur mit Bewilligung des Letzteren abgeschlossen Dank Die trauernden Hinterbliebenen. — 5 Bad⸗Nauheim den 13. Januar 1874. 1 . Oroßberzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim. 1 ulrich. 1* Tl Edictalien. 288 Etwaige Einwendungen betreffend der in Nr. 11 des Oberhessischen Anzeigers unter Nr. 270 verzeichneten Items— Maibacher Gemarkung— für welche die dabei genannten Eigenthümer sich urkundlich nicht aus veisen können, solche aber durch Ersitzung erworben zu zaben bescheinigten, sind binnen 4 Wochen 2 Güter ⸗ Verpachtung. 302 Montag den 1. Februar l. J, Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in hiesigem Rathhause, auf freiwilligen Antrag der Frau Philipp Steck's Witlwe dahler, die Immobiliar-Versteigerung. g derselben gehörenden in hiesiger Gemarkung gelegenen 303 Freitag den 30. Januar d. J., Vormittags 11 Uhr, Güterstücke auf neun Jahre öffentlich an den Melstbte—— soll in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag das tenden verpachtet werden. D* 7 4 zem nachstehend beschriebene Grundstück, den Erben des der Friedberg den 24. Januar 1874. N en EL pro N 0 0 11 storbenen Carl Fritz dahier gehoͤrend, nämlich: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg.* A + 2 Gemarkung Friedberg. Fou car. dre N K Is kr. 4 11 f Flur. Nr. Klktr. ee 5 Bilderkalender 9 2 8 406.. Acker, die Ackergarten, Arbeits- Verstei gerung. 1 4(gestempelt) 12 0 mit dem Anfügen öffentlich meistbietend versteigert wer- 299 Freitag den 30. d. Mts., Morgens 10 Uhr, sollen dkalende durchschossen) 65 0 * de den, daß dem Melstbietenden der Zuschlag sofort ertheilts an Ort und Stelle in der Gemarkung Münster nach— Lan 25 5 7 len—* g werden soll. stehende Arbeiten in Accord gegeben werden 0 Gustav- Adolf. alender S„ g 3 Friedberg den 24. Januar 1874. D 9 0 dus[Hefsischer Hausfreund— 1 1 Großer üches Ortsgert 5 Die Zusammenkunft ist am vorderen Ende des Orts essischer 5 1 50 N: herzogliches Ortsgericht Friedberg. am Weg nach Fauerbach. vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg. 6 5 e Planirarbeit, laut Kostenüberschlag 353 fl.— N 4 1 4 Ste re 40 — Arbeits-Versteigerung. e 1 an Gegen hohen Lohn 2 298 Freitag den 30. d Mts., Nachmittags 3 Uhr, sok. Bußbach den 5. Januar 1874. 287 werden auf Petritag tüchtige Magde gesucht. i die Lieferung von Schichtpflastersteinen, laut Kostenüber— Meßger, Bezirksbauaufseher. Zu 2 der CIP. d. A*.—— 2* ö Sa, 1 270 fl. 8 6 oder Mörler 8 8 286 Ein junger, zur Zucht tauglicher 7 Steinbrüchen öffentlich auf dem Gemeindehause zu Ostheim g II bei 8 5* ö„ ee hause zu Of Geübte Modellschreiner Faselochs, 1 e Buß bach den. Januar 1874. 296 finden Beschaͤftigung auf der Elsengleßerel von Berner Race, Rothscheck, steht zu verkaufen bet 7** Mebger, Bezirksbauaufseher. Julius Wurmbach en Veckenheim— Jost Franck in Verstadt. 1 1 5 ——— — De * —— e — —————— —— Vorläusige Concert⸗Anzeige. 306 Dienstag den 3. Februar, halb 8 Uhr Abends, beabsichtigt Fräulein Elisabeth Bindernagel unter gütiger Mitwirkung einiger geehrten Künstler und Dilettanten im Saale der drei Schwerter ein Concert zu geben. Die nächste Nummer des Anzeigers, sowie die in Circulation ge- setzt werdende Liste werden das Nähere bringen. Verein für Volksbildung. 307 Mittwoch den 28. Januar, Abends 8 Uhr, öffentliche Versammlung im Lokale des Herrn Henn zur Reichskrone. Referent: Herr Seminarlehrer Kirchner über. die Verwälschung und die Gefahren des Uälschthums. Die bei der Wiederbesetzung der erledigten Kreisbeterinärarztstelle zu Friedberg interessirten Landwirthe def Wetterau werden zu einer Besprechung auf Sonntag den 1. Februar 1874, Nachmittags 2½ Uhr präcis, in die Brauerei des Herrn Burck zu Friedberg dringend eingeladen. Mehrere Landwirthe. 304 Handelsverein. 272 General⸗Versammlung in der Reichs krone Samstag 31. Januar präcis 8 Uhr Abends. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes über seine Rechnungsablage des Kassiers. Neuwahl des Vorstandes. Wir laden die Mitglieder und Freunde des Handels vereins zu zahlreichem Erscheinen ein. 2* Vor st an d. Club- Maskenball Bad ⸗ Nauheim. 283 des neuen Kurhauses ein Maskenball statt. Die Liste zur Einzeichnung eireulirt bis zum 10. Februar; auch konnen Einzeichnungen in der Buch⸗ handlung von Carl Bindernagel bis dahin statt⸗ finden.— Entrée für Herren fl. 1., für Damen 30 kr. Der Vor st an de Linsen, Etbsen und Bohnen 174 in bester Qualität bei M. D. Loeb. Vorschuß- und Credit-Vetein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) An- und Verkauf von Wechseln des In- und Auslandes. An- und Verkauf von Staatspapieren, CEisenbahn-Actien und Prio- ritäten, Loosen de gegen billige Provision. Einlösung von Coupons jeder Art. Ordentliche General⸗Versammlung des landwirthschaftlichen Consumvereins Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 305 Die statutenmäßige ordentliche Generalversammlung soll Sonntag den 1. Februar 1874, Nachmittags 2½ Uhr, in dem Locale des Herrn Burck zu Friedberg stattfinden. Tagesordnung: 1) Erstattung des Rechenschaftsberichts über das Geschäftsjabr 1873 durch den Vorstand. 2) Vorlage der Rechnungen und der Generalbilanz, Prüfung derselben und Decharche-Ertheilung. 3) Neuwahl des Avsschusses und des Vorstandes. 4) Geschäftliche Angelenbeiten. Die verehrlichen Vereinsmitglieder werden zu recht zahlreichem Erscheinen eingeladen. Friedberg, 25. Januar 1874 231 Der Ausschuß: Wei nb, Vorsitzender. . Die Balseriseche Stiftung f„Sospital“ für Augenkranke, Krebs- und Knochenfraßleidende wurde den 3. Januar 1874 eröffnet und können von dieser Zeit an Kranke aufgenommen werden. gegangener Anmeldung, unentgeltlich. Giessen, Wilhelmstraße. Ad ministrator: K. Dornuseiff. Unbemittelte, nach vorher— Arzt: Dr. Winther. Im Jahre 1869 oder 70 soll in hiesiger Gegend Moritz Reinhard, a. D. gestorben sein. f geben zu wollen. J i N Russischer General Auskunft darüber bittet man gütigst an die Expedition dieses Anzeigers 297 — l —.————.—— S. Eisenmann, Frankfurt a. M. 284 empfiehlt sich zum An- und Verkauf von Staatseffecten, besorgt die Einziehung der fälligen 20% auf Stolzenburger Actien und kauft Anmeldescheine der Sachsischen bee bank zu Leipzig bestmöglichst. —. ˙Ü— 4——ͤ 8 b 293 Den Gewinn vom Küchenschrank traf die Nr. 63. bei K eee ei K. 7 ö J. Staubi. Gläcé-MHandschule, Fe cn Ein freundliches Logis 279 von 5 bis 6 Zimmern nebst Zubehör sucht man zu miethen. Adressen beliebe man bei der Expedition d. Anz. abgeben zu wollen. 292 Für 1. April wird eine Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern, Küche und Zubehör zu miethen gesucht. Nähere Auskunft ertheilt Herr Kaufmann Huber zu Friedberg. überzählig, billig zu verkaufen wird auf Peterstag gesucht. be K. Friedrich t 4 jede Frage nach Ü iehen Bescheid. Auf len Harten, Tafeln und Beilagen. 2— Ein hellbraunes Pferd, 289 zum leichten Zug und zum Fahren geeignet, ist als Dickmühle bei Rodheim. Ein Hausbursche Jean Huber. Hettenkra en und Manschetten ꝛc. 0 neben der Post. i einem Bande Auctunft über Gegenstand der menschlichen Hegrit, Hremdioort, Ereig- nis, Datum, einer Zalil oder IRatsadchie 1 IH fel. Oetabsetiten uber 82,0% Artikel, 7 2 1% r., in sehnem Ledereinb.& Mr. DHH, ͤl. Justitut in Hidburghattsen. 291 MEN reden 7 AAN cn ,,jꝭj̃ðͤ Namen, Vorräthig bei Carl Bindernagel. Danksagung. unseren innigen Dank Friedberg den 25. Januar 1873. Amalie Pilger. Charlotte Pilger. Louise Keim, geb Pilger. Kircheubuchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Bee die und Setlermeister, 87 J., 25 T. alt, t den 16. Januar. 21. Jan. Charlotte Kritter, ledige Tochter des f hies. Großh. Hofrathes und Physikatsarztes Dr. med. Jobann Friedrich Kriiter, alt 71 J., 6 M. 5 T., 7 den 19. Januar, 23. Jan. Der hies. Großh. Krelsvetecinärarzt Johann Peter Born, alt 48 J. 10 M. 17 T., 1 den 20. Januar, 23. Jan. Der Großh. Hosrath Dr. med. Friedrich 1 den 21. Januar. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Thätigkeit im abgelaufenen Jahre.“ Montag den 16. Februar findet in den Räumen 1 N öfentlich un Su, rache Justructien binnen d Brite fen! 4 ö f ae g 3 294 Für die zahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung 1 unsres theuren Bruders Hofrath Ur. Pilger, sagen wir 18. Jan. Philipp Konrad Söllner, hiesiger Bürger etttgffese An die h 308 gelder, dir fund, wenn — Darn ungsblatt 6 I. Alertz dicche bes. „H. dec Ludwig Christoph Pilger dahier, alt 76 J., 11 M. 13 T,