— uch, Getvint. 1874. Dienstag den 25. August. M100. an 4 Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt ist zu publieiren: Nr. 40. sub 1. Verordnung, die Aufhebung der Ober-Studien-Dircction und Bildung einer Ministerlalabtheilung für Schulangelegenbeiten. i Friedberg am 22. August 1874. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Jobannes Simon von Pohl-Göns wurde zum Feldschützen für diese Gemarkung ernannt und verpflichtet. Deutsches Reich. die Sedan Feier betreffend, worin ausgeführt München, 21. Aug. Der König von Bayern . Friedberg.) Das„Eingesandt“ in wird, daß und warum die katholische Kirche an besuchte gestern Mittag in Starnberg den Kaiser Nr. 99 d. Anz. ist lediglich durch seine Unklarheit der Feier sich nicht betheiligen könne. Sie könne und den Kroaprinzen von Oesterreich und führte classisch. Soll nämlich damit eine Vertheidigung dies vornehmlich deshalb nicht, weil die Feier dieselben mit seinem Daupfschiff nach Schloß der seitherigen Stadtverwaltung unternommen sein, nicht vom gesammten deutschen Volke, sondern Berg, wo zedoch nur ein halbstündiger Aufent- so war die Sache überflüssig, da kein vernünftiger hauptsächlich von einer Partei ausgebe, von einer halt stattfand. Der König begleitete dann den Mensch daran denkt, Mißstände, die allein in den Partei, welche sich fälschlich als die Vertreterin Kaiser nach Pessenhefen und kehrte alsbald nach Verhältnissen lagen, dem Gemeinderathe zur Last des deutschen Volkes geberde und in der Gegen- Berg zurück. zu legen. Soll aber mit beliebig berausgegriffenen wart an der Spine des Kampfes gegen das 7 Ziffern irgend welcher Beweis geführt, ein Urtheil Christenthum und die katholische Kirche stehe. Sie Ausland. über die seitherige Verwaltung begründet werden, könne überdies nicht an gemeinsamen Festen An Oesterreich-Ungarn. Wien. Gutem so ist das Unternehmen offensichtlich verfehlt. Und theil nehmen, nachdem man soeben das katholssche Vernehmen zufolge ist jetzt die Entscheidung des wenn am Schlusse gesagt wird, man müsse mit Deutschland für das Attentat eines verkommenen russischen Cabincts bezüglich der Anerkennung der tealen Verhältnissen rechnen, so hätte es der Weis- Menschen mit verantwortlich gemacht. Da aber spanischen Regierung eingetroffen. Ueber den In⸗ heit des Artikelschreibers nicht bedurft, um unsere das Gebet für das deutsche Vaterland immer die halt verlautet verläßlich, daß Rußland sich vor⸗ n gegen Annadme der Städte-Ordnung erhoben, bezw. machgewiesen werden, daß in 16 Jahren viel Geld werde, um Gottes Gnade und Segen über Deutsch⸗ Bürgerschaft über diesen Gemeinplatz zu belehren. Pflicht der Geistlichkeit sei, so gestattet der Bischof, Soll aber endlich damit ein verblümter Fand nntage ein Gebet oder ein Bittamt gehalten am Tage der Feier oder dem folgenden gebraucht worden und unsere Stadt nicht reich land zu erflehen und namentlich um Gott zu ssei, so hätte man das Letztere auch ohne die Ver- bitten, daß er uns die innere Einheit wiedergebe, leerer f 2 5 Permanenz Commission erklärte der Minister des Aeußeren, Herzog v. Decazes, auf eine Inter- sicherung des Einsenders geglaubt. Ob darin aher ein genügender Grund gelegen ist zur Land- gemeinde-Ordnung zu greifen, ob man nicht auch die Kehrseite der Medaille, d. h. die Vortheile der Städte- Ordnung ins Auge fassen muß, wenn man unpartheiisch urtheilen will, bleibt der vernünftigen Erwägung unserer Bürger überlassen. Darmstadt. Am 21. August wurde dem zwang. Pfarrer zu Wieseck, Dr. Chr. Jochem, die Pfarrstelle zu Stockstadt, dem 2. evang. Pfarrer zu Alsfeld C. Müller die 1. Pfarrstelle daselbst, Zem evang. Pfarrer zu Holzhausen J. R. Kromm die Pfarrstelle zu Bechtheim und' dem evang. Pfarramts Candibaten B. Franz von Gießen die Pfarrstelle zu Queckborn übertragen. — 23. Aug. Der jetzt im Druck erschienene - Bericht des Finanz- Ausschusses der zweiten Kammer über die Rechenschafts⸗Ablage über die großh. 9 Lessische Militär⸗Verwaltung für 1868 beantragt, owohl die auf das für die ordentlichen Bedürf— nisse der Militär-Verwaltung für 1868 verwilligte 1 pausch Quantum erfolgte 3,057,567 fl., als auch die für außerordentliche Bedürfnisse der Militärverwaltung für 1868 er- yolgten Verausgabungen im Gesammtbetrag von 633,935 fl. für gerechtfertigt zu erklären. Der Zericht des Finanzausschusses über die Regierungs- orlage gleichen Betreffs für 1869 ist unter der Presse. Die Rechenschaftsablagen für 1870 und 871— mit welchen sodann die einschlägige pecifisch hessische Rechenschafts angelegenheit ihren udlichen Abschluß gefunden haben wird— haben bborerst noch an die Stände zu gelangen. Mainz. Das„Mainzer Journal“ veröffent- cht ein Ausschreiben des Bischofs v. Ketteler, ) Einem weiteren Artikel, der uns in dieser Ange— Ißgenbeit zukam, mußten wir die Aufnahme versagen, da t uns anonym zugesandt wurde und wir laut mehr- waliget Erklärung niemals anonyme Zusendungen beachten. f Die Redaction. Verwendung von ohne welche die äußere Einheit nur ein Schein sei. Berlin, 20. Aug. Die deutsche wissen⸗ schaftliche Expedition zur Beobachtung des Venus- Durchganges, die aus den Mitgliedern Dr. Valen— tiner, Adolf Reimann, Kardaetz, Eschke Deichmüller besteht, hat heute den Hafen von Southampton verlassen. Probe-Exemplate des silbernen Fünf-Mark-Stücks von der einschlägigen Behörde genehmigt worden sind, und daß man dahier bereits mit der Präg— 1„ 75 ung beginnt. Ebenso hört man von anderen Münzstätten, daß man dort mit den einschlägigen Vorbereitungen beschäftigt sei, und die Ausprägung mit Rücksicht auf die in Kürze eintretende Ein— führung der Mark Währung sehr beschleunigt werden solle. — 21. Aug. Graf Raczinski, der Eigen— thümer der bekannten Kunst- Gallerie, ist heute Morgen gestorben. Neuwied. Der durch seinen berharrlichen Widerstand gegen die Staatsgesetze und bei seinen polizeilichen Transporten oft genannte gesperrte Pfarrer Wehn von Niederberg, welcher nach Ver— büßung seiner vierwöchigen Haft in diesen Tagen aus dem hiesigen Kreisgerichtsgefängnisse entlassen werden wird, ist durch Beschluß der Regierung zu Coblenz nach Wetzlar internirt worden, von wo er sich ohne vorher eingeholte Erlaubniß nicht entfernen darf, widrigenfalls er verhaftet und mit Gewalt an seinen Internirungs-Ort zurückgebracht werden wird. Fulda. Das hiesige Archiv, in welchem sich bekanntlich die ältesten Urkunden Deutschlands be— finden, soll nach einer vom 28. v. M. datirten Verfügung des Königlichen Oberpräsidenten nach Marburg verlegt und mit dem dortigen Staats— archive vereinigt werden. läufig zur Anerkennung noch nicht enischlossen habe. Schweiz. Bern, 21. Aug. Morgen findet in Pruntrut eine General-Versammlung der libe⸗ ralen Katholiken behufs definitiver Constituirung einer altkatholischen Gemeinde statt. Frankreich. Paris, 20. Aug. In der pellation wegen der Anerkennung der spanischen Regierung: Frankreich nimmt nicht die Initiative, sondern folgt dem Beispiele anderer Mächte, um und nicht isolirt zu bleiben. Auf die Larochethulons, daß Don Carlos, falls er auf f den Thron stiege, sein Rachegefühl empfinden lassen — Man erfährt, daß vor wenigen Tagen Aeußerung möchte, erwiederte der Minister: man constatirt ein Factum und anerkennt weder ein Recht noch ein Prineip. — 20. Aug. Marschall Mace Mahon traf heute Nachmittag in St. Brieut ein und wurde von den Behörden und der Geistlichkeit empfangen. Der Bischof hielt eine Anrede zur Begrüßung des Marschalls und sprach seine Befriedigung über das Septenat aus. Nach einem Besuche des Gottesdienstes in der Kathedrale reiste der Mar- schall nach Brest weiter, wo er Mitternacht eintraf. — 21. August. Heute Abend traff der König von Bayern unter dem Incognito eines Grafen v. Berg hier ein und stieg im Hotel der deutschen Botschaft ab. Der Besuch, welcher auf etwa acht Tage bemessen ist, bat einen streng privaten Charak- ter, und die französischen Autoritäten sind ersucht worden, in jedem Betacht diesen privaten Charakter freundlichst zu respecetiren. König Ludwig II., welcher sich in hohem Grade för die Kunst der späteren Renaissance und des Zeitalters Ludwigs des XIV. interessirt, wünscht namentlich das Schloß in Versailles genau zu besichtigen, wofür der gegenwärtige Augenblick, da die Nationalversamm— lung auf Ferien gegangen, besonders günstig ist. Fürst Hohenlohe, welcher eben seinen Urlaub antreten wollte, hat im Hinblick auf diesen hoben Besuch natürlich seine Abreise vertagt. — 21. August. Nach kurzem Aufenthalt in Guingamp und Landerncau ist der Marschall Mac Mahon heute in Brest eingetroffen, wo er von f ö 9 1 5 1 N * 25 1 4 1 1 15 1 5 N 75 —— dem Marineminister Montaignac, dem General Lallemond, dem Seepräfecten und der Behörde er- wartet wurde und sich durch die festlich beleuchtete Stadt nach der Präfeetur begab. — 22. August. Der König von Bayern hat sich heute Nachmittag 2 Uhr in Begleitung des Grafen Holnstein nach Versailles begeben, um die dortigen Kunssschätze zu besichtigen. Der König verweilte daselbst den Nachmittag im strengsten Incognito. Belgien. Theur de Muilandt, Chef des Brüssel, 21. August. Graf Minister-Conseils und Minister ohne Portefeuille, ist heute früh gestorben. Spanien. Madrid, 21. August. Der „Iberia“ zufolge hätte Marschall Serrano gestern die Creditive des spanischen Gesandten in Paris unterzeichnet.— Tristang forderte Puygeerda gestern zur Uebergabe auf und begann, da dieselbe abge lehnt wurde, heute die Beschließung.— Wie ver- lautet, hätte Frankreich der spanischen Regierung den Vorschlag gemacht, einen französischen und einen spanischen Dampfer in die Bidassoa zu schicken, um so gemeinschaftlich die Ueberwachung gegen die Zufuhren der Carlisten auszuüben. Amerika. New⸗Nork. Die Nachricht von Feindseligkeiten der Indianer in Dacotah be— stätigt sich nicht. Philadelphia. Die Versammlung der republikanischen Partei von Pennsylvanien ver- warf mit großer Majorität eine dritte Präsident- schafts-Candidatur des General Grant und stellte den Gouverntur Hartranft als republikanischen Candidaten auf. Aus Stadt und Land. Friedberg, 23. August. Unsere Aussteller befanden sich gestern gewiß alle in gelinder Aufregung, denn die Herren Preisrichter waren gekommen, um ihr Ehrenamt auszuüben. Ueßer das Resuftat konnten wir noch Nichts erfahren. Die Prämiirten werden erst am Schlusse der Ausstellung ihre Diplome erhalten. Abends vereinigte eine gemeinschaftliche Tafel im Hotel Trapp Preisrichter, Comité und die hiesigen Aussteller. Friedberg. Die in letzter Nummer gebrachte Notiz aus dem Marburger Tageblatt, die hier vielfach ange⸗ zweifelt wurde, findet jetzt ihre Bestätigung in Darmstädter Blättern. In den Volksblättern liest man: Den Schluß der zwischen Marburg und Friedberg demnächst stattfinden⸗ den Manövern des ganzen 11. Armee-Corps bildet dem Vernehmen nach die Erstürmung der Stadt und Burg Friedberg; ein jedenfalls großartiges Schauspiel, dem, so weit bis jetzt verlautet, auch Se. Kgl. Hob. der Groß— herzog und staiser Wilbelm beiwohnen werden. Darmstadt. Dieser Tage ftarb zu Fürth im Oden⸗ wald der dortige Bürgermeister Keil, der wiederholt Mit⸗ Allerlei. Weinheim. Am letzten Sonntag bewegten sich etwa 300 Viernheimer Pilger in feierlicher Prozession über Großsachsen nach Leutershausen. Wie der biesige Anzeiger hört, sind vom Gr. Landescommissär Schritte geschehen, um im Einverständniß mit der hessischen Regierung die Wiederholung solcher Wallfahrten durch gemischte Gemein⸗ den„im Inkeresse des consessionellen Friedens und der öffentlichen Ordnung für die Zukunft unmöglich zu machen.“ Oberndorf, 20. Aug. Diesen Nachmittag nach 2 Ubr brach in der voriges Jahr neuerbaulen Waffen⸗ Fabrik der Gebrüder Mauser Feuer aus, welches dieselbe größtentheils zerstörte. Das Feuer enistand an der Ost⸗ seite des Gebäudes unterm Dach und wurde. durch heftigen Ostwind angefacht, in unglaublich rascher Weise gerade durch die ganze Länge des Gebäudes hindurch getrieben. Der Dachstuhl ist ganz zerstört, das obere Stockwerk fast ebenso, das Parterre, bedeutend beschädigt, brennt noch jetzt Abends 6 Uhr, trotz sortgesetzter Thätigkeit der Feuer⸗ wehr und fremder Lösch-Mannschaften. Der Schaden ist sehr groß. Handel und Verkehr. Grünberg, 22. August. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 12 fl. 4 kr.; Korn(90 Kilo) 8 fl. 20 kr.; Gerste(80 Kilo) 8 fl. 17 kr.; Hafer(60 Kilo) 6 fl. 8 kr.; Molter (90 Kilo) 8 fl. 5 kr.; Erbsen(110 Kilo)— fl.— kr.; Linsen(100 Kilo)— fl.— kr.; Samen(90 Kilo) 13 fl. 10 kr.; Kartoffeln(100 Kilo)— fl.— kr. Frankfurt, 22. August. Der heutige Heu⸗ und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostele per Cir. I fl. 30 kr. bis 2 fl. 30 kr. Stroh per Centner 1 fl. 12 kr. bis 1 fl. 20 kr. Butter 1. Qual. 4850 kr., 2. Qual. 46 kr., Eier das Hundert 3 fl. 18 kr. Mainz, 21. August. Productenmarkt. Waizen per August— fl.— kr., per Nov. 11 fl. 55 kr. Korn per August— fl.— kr., per Nov. 9 fl.— kr. Hafer per August— fl.— kr., per Nov. 10 fl. 5 kr. Rüböl per Oct. 17 fl. 45 kr., per Mai 18 fl. 45 kr. Raps per Sept. 16 fl. 30 l. Anerkennung des Hamburger Dampfers „Schiller“ von der Adler⸗Linie. Der sehr geachtete „Newyorker Social⸗Demokcat“ theilt in seiner Nr. 158 mit, daß der Dampfer Schiller, Capt. J. G. Thomas, einer der schönsten sei, die den Occan kreuzen und lobt namentlich die vortreffliche Bedienung und vortreffliche Kost an Bord des Schiffes. Eine höchst werthvolle Empfehlung hat die Adler⸗Linie soeben vom General-⸗Postamt in New⸗Y er⸗ hallen. Der„Newyork Herald“ vom 24. Juli beingt wörtlich solgenden Passus:„Die europäische Post, durch den Adler⸗Dampfer Goethe überbracht, wurde gestern vom Postamt empfangen. Die Chefs der Newporker Post erklärten, daß dies die kürzeste Zeit und die schnellste Reise sei, welche die Post je zwischen den beiden Häfen durch laufen hat. Ueber Vuleane und Erdbeben. (Fortsetzung.) (Zunahme der Erdwärme mit der Tiefe.— Der andere Factor der Erscheinung.— Die Vulcane als Sicherbeits⸗ glied der 2. Kammer wan. Darmstadt. Bei der in voriger Woche vollzogenen Wahl zur Vertreinng der hies. protestantischen Kirchen Gemeinde smmten von etwa 3000 Slimmberechtigten nur 170 ab, und zwar vereinigten sich die sämmtlichen abgegebenen Stimmen auf die 70 von dem hiesigen Prote⸗ stanten⸗Verein vorgeschlagenen Namen. Mainz, 20. August. In einer biesigen Familie spielte gestern Abend ein beklagenswerther Vorfall, der geeignet ist, demnächst auch vor Gericht ein trauriges Familien- Bild zu entrollen. J. S. von bier ist ver⸗ heirathet und Vater größerer und kleinerer Kinder. Die Frau und die erwachsenen Töchter erscheinen in sittlicher Hinsicht in nachtheiligem Lichte; sie leben auf eigene Faust Und gehen einem verwerflichen Erwerbe nach; es sorgt die Mutter ebensowenig, wie die erwachsenen Töchter, für den Hausbalt; Mutter und Töchter sind den ganzen Tag ab⸗ wesend und der Vater, wie die kleineren Kinder, entbehren der nothwendigsien Pflege. Nach vielen vergeblichen Ver⸗ suchen der Besserung ging nun gestern Abend dem Manne die Geduld aus und, nachdem er vorher schon, wie uns von Ohrenzeugen mitgetheilt wird, äußerte, daß er seine Frau unschädlich machen werde, schoß er sie gestern Abend, als sie wie gewöhnlich sehr spät nach Hause kam, in die Sbtirngegend. Die Wunde stellte sich als eine solche dar, wie sie ein Pfropfenschuß erzeugt; sie ist unter solchen Verhältnissen natürlich auch nicht tödtlich. Die Unter⸗ suchung wird das Weitere ergeben. S. S. ist selbstver⸗ sländlich verhaftet. Mainz, 21. Aug. Ein 6jähriges Kind spielte vor- gestern Nachmitiag an dem steil abfallenden Rhein-Quai zu Castel, wobei es einen Fehltritt tbat und in den dort 8 Fuß liefen Strom stürzte. A. Sünder, ein Flößer im Alter von 56 Jahren, welcher in einiger Entfernung davon auf einem Bocke saß, besann sich keinen Augenblick und stürzte sich in den St om, es gelang auch seinem wackeren Bemühen, das Kind dicht an den Badhäusern, wo es un⸗ rettbar verloren gewesen, dem nassen Elemente zu ent⸗ reißen. Wie wir vernehmen, bat der wackere Mann schon mehrere Menschenleben gerettet, ohne bis jetzt eine öffent⸗ liche Anerkennung erhalten zu haben. ventile.— Kraterbildung.— Eigenschasten und Wirk⸗ ungen der Lava.) Epochen. Vergangenheit in derhand. Gehen wir jetzt den auf den Grund und sehen wir zu, wodurch der Wissenschaft die Bru— ihre Entstehung bedingt ist. Daß es um so wärmer wird, je tiefer wir in die Rinde bekannte Sache. Es ist bekannt, welche Wärme in tiefen Bohrlöchern herrscht, bekannt, wie viel die Bergleute von der Hitze zu leiden haben(um so mehr, je tiefer das Bergwerk hinabreicht), bekannt endlich, wie viele Quellen es gibt, welche von Natur warm, ja heiß fließen, weil sie aus bedeutender Tiefe hervor— kommen. Im Allgemeinen steigt die Temperatur um je einen Grad R. mit jeden hundert Fuß, die wir tiefer hinabsteigen. Dies ist durch die Erfahrung sschergestellt, und man kann daraus entnehmen, welch' enorme Hltze bereits in einer Tiefe herrschen muß, welche im Ver— hältniß zum Durchmesser der Erde immer noch sehr gering sein kann! Dazu kommt, daß die Temperatur um so constanter wird, je tiefer die Erdschichte ist, denn dort findet fast gar keine Schwankung, gar keine Abkühlung mehr statt. Begreiflicher Weise herrscht in Folge dessen schon in wenigen Meilen Tiefe eine Gluth, welcher kein Metall, kein Gestein Widerstand leisten kann, welche Alles schmilzt und viele Stoffe zu Gas verflüchtigt. Und schon aus diesem Grunde wäre man berechtigt, das Innere unseres Erdballs als eine feuerflüssige Masse zu bezeichnen, selbst wenn nicht hun dert andere Gründe darauf hindeuteten, welche in der Geologie und in der Entstehungs— geschichte der Erde wurzeln. Aber Wärme allein gibt noch keine Explo— sionen. Es muß noch etwas vorhanden sein, was durch die Wärme so sehr ausgedehnt wird, daß es alle einschließenden Wände sprengt. Wir brauchen nicht lange zu suchen. Fort⸗ während sickern und fließen bedeutende Men— gen Wasser in die Klüfte und Spalten der Erde, und wenn dieses auch nur ein Bruch- theil des Wassers ist(der größte Theil ist in steter Bewegung auf der Erd-Oberfläche: er kommt als Quell aus dem Gebirg, geht dem Flusse und mit diesem dem Meere zu, ver dunstet auf diesem, ballt sich als Dunst zu Wolken, schlägt sich als Regen nieder und wird so wieder zum Quell), so ist dieser dem Noch weit wichtigere und geradezu uner— setzliche Aufschlüsse verdankt die Alterthums⸗ wissenschaft dem Vesuv: das Unglück der armen Pompejaner ist das Glück späterer Generationen. Die Lava, die das Leben er— stickt und Alles in einem Augenblicke lähmt, die alles so fixirt, wie sie es antrifft,— sie hat jene alten Städte treu unserer Einsicht aufbewahrt, sie hat sie gleichsam für uns ein- balsamirt erhalten, damit sie nicht verwesen und zu Grunde gehen. Was wäre unsere Kenntniß vom Alterthum, von seiner Kunst, seinem socialen Leben, seiner gewerblichen Ent— wickelung, seinen öffentlichen Einrichtungen? Was wäre sie ohne jene zerstörten römischen Städte? Was ohne den Vesuv? So erblüht noch nach Jahrhunderten aus altem Leben in jedem Sinne neues und frisches. So wandelt selbst ihre Schäden Mutter Natur in Segen um. Dank der einsichtsvollen Maßnahmen der jetzigen römisch-italienischen Regierung. Dank ihrer energischen Umsicht werden diese schlum— mernden Schätze jetzt immer mehr an's Tages⸗ licht gefördert, und je mehr dies geschieht, um so bedeutender tritt ihr Umfang und ihr Werth hervor. Schon ist die feste, steinharte Lava⸗ decke zum größten Theile entfernt, und man wandelt in wohlgebauten Straßen, welche die Kunst weitentlegener Jahrhunderte erbaut hat, und der Hammer des forschenden Arbeiters erklingt in den Werken längstvergangener Kreislauf des Wassers auf der Erd⸗Oberfläche entzogene Bruchtheil immerhin doch groß genug, um, wenn er in gewissen Tiefen ins Kochen geräth und in Dampf verwandelt wird, eins enorme Expansivkraft zu besitzen. Je größen die Hitze, um so gespannter die Dämpfe, um so größer ihre Expansivkraft. Wo der Zu⸗ tritt von Wasser besonders begünstigt ist, be⸗ sonders leicht erfolgt, da werden die Dämpfe reichlicher entwickelt werden und um so mehn gegen die- deckende Erdwand andrängen. Vielleicht ist hierauf die Thatsache zurüch, zuführen, daß alle thätigen Vulcane in großen Nähe vom Meere oder von Binnenseen liegen, daß sie dem Abfall der Küsten zu folgeu pflegen, das sie sehr häufig auf Inseln vorkommen, welche mitten im Ocean isolirt liegen, hingegen ni mals im Innern großer Continente. Wasser und Feuer neben einander haben! wir in der Tiefe des Erdbodens,— wat Wunder, daß sie zusammen wie im Dampf, kessel wirken und in der That hat man ein Zeit lang mit Alexander v. Humboldt aug nommen, die vulcanischen Eruptionen seien de Oeffnung der Sicherheitsventile unserer Dampf, maschinen zu vergleichen, die Sicherheitsventile. Wo sie in Thätigkeit seies, da könnten die überhitzten Dämpfe inan und hätten freien Abzug, Vulcane seie!“ So reichen sich Gegenwart und Vulcanen etwas näher unseres Erdkörpers hinuntersteigen, ist eine all- wo sie fehlten ode!“ verschlossen seien, da brächen sich die 6 neue Bahnen und es käme zu weitverbreitete Dämpfe“ — Erbeben oder zur Aufwerfung neuer Kratel — Schlamn Lösungen servoirs dehnen, die Erdo —— Gtu 000 M soll das d gras, eit der Beha heim mei Nied Gre —— Gr! 01 Di soll das bei Gastu Bau Gri 800 J 11 Uhr, Grumme Br cltea 50 verstelger Stal en Naft 0 In der That zeigte sich ein merkwürdiger les entsteht ein Riß in ihr, und unwiderstehlich Geld ⸗ Cours. a* Znsammenhang zwischen Erdbeben und Vul- dringt die gepreßte Masse hervor. Der Spalt Frankfurt am 22. August 1874. nen cat 4 canen: bei Eintrit der Erdbeben entstanden kann sich wieder schließen oder er kann sich— * u, debe neue Vulcane während alte erloschen; und wo offen erhalten, kann ein bleibender Schlot, Pistole n.„ fl. 1 A% Erdbeben immer gehaust hatten, blieben siesein— Krater werden, aus dem sich die Dämpfe San fl. 10⸗Stucke 5 34—36 *in die z nach Eruption eines neuen Kraters fort, wo sofort entleeren. g„ Dueaten al maro„ 5 35—37 den, ig 2 umgekehrt Vulcane plötzlich erloschen, stellten Aber jene hervordringende Masse, was ist 20 ⸗Frankenstücke„„„ 9 2930 u, welche Nr sich Erdbeben ein. Trotzdem ist die Auffassungssie? Die glühende Lava, also ein Gemisch von Englische Sovereigns„ II 56—58 u, badann + der Vulcane als Sicherheitsventile nicht mehr geschmolzenenem Gestein, von Schutt, Schlamm, Hufe 3 1 55 Hitz zu lan recht haltbar; wenigstens kann man sie höch-[Wasser und Asche. Mit ihr wird oft feinver— a 5 K t e, stens local als solche gelten lassen, d. h. für stheilter Bimsstein ausgeworfen, auch Fische Die die Gegend, in welcher sie sich befinden. Das siedende und überhitzte Wasser in der Tiefe hat aber noch eine andere Wirkung: es saugt die löslichen Substanzen aus den Ge— steinen aus und es verwittert und zerstört die unlöslichen Gesteine der Gebirgsmassen. durch sammeln sich unterirdisch immer größere, immer weiterschreitende Reservoirs an, welche eine flüssige, glühend heiße Masse von Wasser, Schlamm, Schutt, Schwefel- uad anderen Lösungen enthalten. Endlich finden die Re— servoirs keine Möglichkeit, sich weiter auszu— Da⸗ kaltet so langsam, will man in der hervorstürzenden Masse ge— funden haben, welche letztere natürlich mit dem Wasser in die Tiefen gekommen sein müßten. Die ungeheure Verwüstung und Zerstörung, welche die Lava überall, wo sie hingelangt, verbreitet, ist durch ihre enorme Hitze bedingt, es wird alles organische Leben vernichtet, Alles versenkt und verkohlt. Der Lavastrom schmilzt Eisen, Silber, sogar Feuersteine, und er er— daß hineingestecktes Holz noch nach Jahren brennt, ja in Mexiko soll man in einem Falle noch an Lava, die vor Accht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober— hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Maria Farina in Cöln. Einquartierungs-Jillete dehnen, es ist unter der Erde kein Platz mehr, 21 Jahren ausgeflossen war, Cigarren ange- sind zu haben bei die Erdoberfläche wird gehoben und erschüttert, zündet haben(“).(Schluß folgt.) Carl Bindernagel. Friedberg. Grummetgras-Versteigerung. 2500 Mittwoch den 26. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll das der Gemeinde Nieder-Florstadt gehörige Grummet⸗ gras, eirca 140 Morgen, in einzelnen Abtheilungen in der Behausung des Gastwirths Heinrich Philipp Dauern- heim meistbietend versteigert werden. Nieder⸗Florstadt am 20. August 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder Florstadt. Wagner. Carl Bindernagel's Annoncen-Erpedition. 0 f Bekanntmachungen aller Art: Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren-Empfehlungen, Versteigerungen — werden an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung. Grummetgras-Versteigerung. Die Annoncen-Aufgeber sparen also Briesschreiben, Zeit und Porto. 5 2501 Donnerstag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, 7 7 2 Piquet⸗Spielkarten soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Grummetgras, bei Gastwirth Höres dahier, öffentlich versteigert werden. von 1 fl. bis 1 fl. 48 kr. mit Stempel per Dutzend emepfiehlt P. Ganß in Vilbel. Bauernheim den 21. August 1874. Das Neueste in Großherzogliche Bürgermeisterei Bauernheim. Balsbinden Väth. 217 und Sphlips ꝛc. in schöͤner Auswahl, sowie Foulards, seidene Umknöpftücher und schwarze seidene Halstücher bei K. Friedrich, neben der Vost. 3 Zimmer nebst Küche ꝛc. ꝛc. 2203 zu vermiethen. Jos. Hoffmann. 1 1 Grummetgras-Versteigerung. 2506 Mittwoch den 26. August l. J., Vormittags 11 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Grummetgras öffentlich meistbietend versteigert werden. Bruchenbrücken am 22. August 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Bruchenbrücken. Wagner. 2383 Nachdem mir die königl. Intendantur zu Cassel die Lieferung für Fourage und Bivouaks-Bedürfnisse der 22. Division während der Herbstmanöver übertragen hat, bin ich Käufer für Hafer, Heu, Stroh, sowie Tannen— Scheitholz und ersuche Diejenigen, welche erwähnte Gegenstände abzugeben haben, mir ihre Offerten alsbald zugehen zu lassen. Gießen den 9. August 1874. Grummetgras-Versteigerung. 2505 Donnerstag den 27. d. M., Vormittags 9 Uhr, soll das der Gemeinde Staden zustehende Grummetgras, elrca 50 Morgen, auf hiesigem Rathhaus meistbietend versteigert werden. l Staden den 23. August 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Staden. Da uch. * Hoftaithe- Versteigerung etlt wird, in Butzbach. g 2499 Dienstag den 25. August d. J., Vormittags 11 Uhr, werden die Unterzeichneten die ihnen gehörende Hofraithe einer abermaligen, vierten und letzten frei⸗ willigen Versteigerung auf hiesigem Rathhause aussetzen lassen. Es wird bemerkt, daß die Zahlungsbedingungen äußerst günstig, und daß bei einem einigermaßen annehm⸗ baren Gebote der Zuschlag ertheilt wird. Buß bach, 20. August 1874. Karl Flach I. Kinder. n NB. Die betreffende Hofraithe eignet sich vortheil— 10 haft zu jedem Geschäftsbetriebe und liegt in günstiger Lage, unweit der Dragoner-Caserne, am Ende der Katz. Tafelglas en gros, in allen Dimensionen, zu Fabrikpreisen Jacob Christ in Mainz. Preis⸗Courante gratis.(D. F. 4223) 2502 bei 2439 Im Verlags-Bureau in Altona erschien: Its alten Schäfer Thomas seine 266. Prophezeihung für die Jahre 1875 und 1876. A kr. Auch in dieser 26. Prophezeihung verkündet uns der alte Schäfer Thomas bewegte Zeit, Revolutton, Krieg, Erdbeben, Ueberschwemmung de. Nur diese 26. ist die echte. Zu haben bei Carl Binderuagel in Friedberg und Bad⸗Nauh erm. auvaqpng zur un 0 U Die Annoncen⸗Expedition von Haasenstein& Vogler, N domieilirt in Frankfurt a. M., Hamburg, Dasel, Berlin, Bern, Premen, FPreslau, Chemnitz, Dresden, Erfurt, Kribourg, St. Gallen, Genf, Halle, Hannover, Köln, b usgstzg nf biuppach en 2 — Die soeben erschienene Nr. 47 enthält: Schuldbewußt. Erzählung von Alice Kurs.(Fort⸗ setzung.)— Zum Andenken Fritz Reuter's. Von Dr. Otto Grievbelerstraße und Schloßgasse, mit zwei langen Fronten 4 80 N45 e e 770 1 Härtel 8 nach beiden Straßen, erstere ist Hauptverkehrsstraße. Die 6 1 0 in 501 in 8 20 1 Zilla zu Hofraithe bildet ein arrondirtes Ganze von bedeutendem isenach. Ein g es Kaisers Küche. Mit * N 7 .. Flächeninhalte und enthält an Gebäuden: 1) ein drei⸗. Ortginalleichnungen von Jriz Schulz.— Herenver⸗ stöckiges Wohnhaus mit vollständiger Ladeneinrichtung für Manufaktur⸗ und Colontalartikel; 2) ein zweistöckiges Wohnhaus an Ersteres angebaut, nebst 4 verschiedenen Anbauten an beiden Wohnhäusern; 3) eine große ge- räumige Scheune mit Stallung für 12 Pferde; 4) einen Holzschuppen mit 4 Schweinställen unter demselben.“ Ferner an freien Plätzen: 1) ein Gärtchen nach der Schloßgasse; 2) ein desgleichen nach der Griedelerstraße und 3) einen geräumigen Hofraum. Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist vorräthig: Anleitung zu der auf Grund der Städte⸗ Ordnung vorzu- uchmenden Wahl der Stadtverordneten. Preis 5 kr. brennungen in Mexleo im Jahre 1874.— Am Familien- tische: Die Schaffung eines großen Sees in Afrika. Mit Kärtchen. 1 Lausanne, Leipzig, Lubech, Magdeburg, annheim, Metz, München, Uenschatel, üͤrnberg, Pest, Prag, Straßburg, Stuttgart, Zu Bestellungen empfiehlt sich Wien, Dͤrich, Carl Bindernagel in Friedberg. Kalender pro 1875. deren ausschließlicher Geschäftsbetrieb in der Vermittelung von Annoncen und Reclamen besteht, empfiehlt sich zur prompten und billigsten Ausführung von Aufträgen Keine Nebenkosten. Original-⸗Preise. Daheimkalender 5A kr. Na e 18„*—— Nieritz Volkskalender 36„ Na! Lon gabe„ Pfälzer Weine Friedberg und Bad⸗Nauheim. 2511 Carl Bindernagel. empfiehlt d fl. 52., fl. 60., fl. 68. fl. S0. ver Ohm Pb. Dan Kümmich. Annoncen aus Friedberg selbst, sowie aus allen Orten des Kreises werden direet an uns, ohne Vermittlung Dritter, erbeten. Die Erped. des Oberh. Anzeigers. Feier des 2. September 1874. Wiederum stebet der Tag bevor, an dem vor 4 Jahren jenes große Ereigniß stattfand, welches den Geschicken Deutschlands eine neue Wendung gab. Im vorigen Jahre haben wir diesen Tag in einer Weise festlich begangen, daß er wohl noch lange den Bewohnern unserer Stadt in erhebender Erinnerung sein wird. Das unterzeichnete Comité hofft, auch in diesem Jahre eine Festfeier ver— anstalten zu können, welche der vorigen nicht nachstehen wird, und rechnet dabei auf den Patriotismus seiner Mitbürger. Die Feier wird wiederum in dreifacher Weise bewerkstelligt werden: am Vor— mittag wird eine kirchliche Feier, am Nachmittag ein Jugendfest und am Abend in herkömmlicher Weise ein Banket stattfinden. Ebenso hoffen wir, daß die freiwilligen Beiträge, welche durch die Kinder unserer Mitbürger erhoben werden, nicht minder reichlich, ja wohl reichlicher fließen werden, als im vorigen Jahre, nachdem man erfahren, welchen schönen Bestandtheil des Festes die Jugend— feier dabei gebildet hatte. NB. Gaben können auch außerdem in den beiden Buchhandlungen niedergelegt werden. Friedberg am 22. August 1874. Das Comité: Baur, Pfarrer. Billasch, Taubstummenlehrer. Blickhahn, Reallebrer. Brentano, Postdirektor. Curtman, Hofgerichts-Advokat. Foucar, Bürgermeister. Grödel, Beigeordneter. Dr. Heid, Seminarlehrer. G. Hieronimus, Hofmaler. Jäger, Oberstlieutenant. Jöckel, Hofgerichts⸗ Advokat. Kempf, Lehrer. Dr. Köhler, Professor. Lang, Reallebrer. Dr. Möller, Realschuldirektor. Meyer, Pfarrer. Nebhuth, Bergrentmeister. Schäfer, Seminardirektor. Schäfer, Blindendirektor. Schneider, Taubstummenlehrer. Scriba, Gemeinderath. Seyd, Hofgerichts Advokat. Steinhäußer, Beigeordneter. A. Steinhäußer, Gemeinderath. Störger, Musterlehrer. Supp, Privatier. Trapp II., Hofgerichts- Advokat. K. Trapp, Kaufmann. Volk, Musterlehrer. Wahl, Seminarlebrer. Ludwig Weis, Kaufmann— Werner, Musterlehrer. 2493 Lundwirthschastlicher Consumberein Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Einladung zur Generalversammlung. Die heute dahier abgehaltene Generalversammlung war über pos. 1 der Tagesordnung nicht beschlußfähig, weil ¼ der Mitglieder nicht erschienen war. Es wird daher eine weitere General— Versammlung auf Samstag den 29. d. M., Nachmittasgs 3½ Uhr, in das Local der Hof-Brauerei von J. Burck dahier einberufen und werden die Mit— glieder zum Erscheinen dringend eingeladen. d ee e 1) Berathung und Beschlußfassung über Annahme des vom Verband der hess. landwirthschaftlichen Consumvereine empfohlenen Normalstatuts(. Nr. 4 des Verbandsorgans„Fortschritt“). 2) Neuwahlen für Vorstand und Verwaltungsrath. 3) Geschäftliche Mittheilungen. f Friedberg, 23. August 1874. Der Ausschuß: Der Vorstand: 2507 ß. Weith, Vorsitzender. Haas, Lang, Rückert. 2508 von heut an 21 kr. per Pfund, Rindfleisch 16 kr. per Pfund bei Raphael Reichenberg. Dampf⸗Dresch⸗Maschinen werden in allen Größen sofort geliefert von der Blumenthal'schen Maschinenfabrik in Darmstadt. Abonnement auf Zeitschriften. er Unterzeichnete empfiehlt sich zur Besorgung aller Journale und AZeitschriflan wis senschaftlichen und populären Inhaltes, deren 1 usendung moglichst rasch und regelmässig erfolgt. die Wochenummern Gartenlaube und Daheim werden jedesmal Sonntags Vormittags ausgegeben. Alle neuen Erscheinungen der Literatur stehen auf Wunsch zur Ansicht au Diensten. Zu gel. Aufträgen halte ich mich auch ferner bestens empfohlen. 2⁴¹⁰5 Carl Bindernagel. Wetterauer Industrie⸗Ausstellun 2514 Mittwoch den 26. August, Nachmittags, werd die verschiedenen Pianinos gespielt werden. 5 Wetterauer Industrie⸗Ausstellung 2513 Comitesitzung Dienstag den 25. d. M., Abendz 7 bis 8 Uhr, im Ausstellungslocal. Tagesordnung: Sehr wichtige Gegenstände. Die Comitemitglieder werden zu erscheinen dringen gebeten. Verloren 2504 von der Usagasse bis an die Ausstellung eh goldenes Armband. Der redliche Finder wolle dassell⸗ gegen eine gute Belohnung bei der Exped. d. Anz. al⸗ geben. Vor Ankauf wird gewarnt. Diegel, über den Werth des Kirchenbesuche, Preis 14 fr., bringe ich in empfehlende Erinnerung. Carl Bindernagel. MWoireschürzen, Ledertäschchen 2510 für Damen, Portemonnaies, Fächer, Kragen⸗ und Manschettenknöpfe billigst bei K. Friedrich. Eine messingene Kapsel 2509 von einer Chaisen Achse wurde zwischen Friedben und Fauerbach verloren. Dem Wiederbringer wird ein Belohnung von fl. zugesichert. Fauerbach b. Fr. 9 Konrad Häuser. Im Flicken außer dem Hause empfiehlt sich Sophie Röhr. Zu erfragen bei Wittwe Rausch, Schuhmachergasse Nr. 336. In Folge der Wetterauer Industrie⸗Ausstellung dahier haben wir für die Herbstsaison schon jetzt unsat Lager, namentlich in angefangenen und fertigen Stickereien, Wollwaaren, Strickereien ꝛc. ꝛc. reichhaltig assortirt und geben zu den billigsten Preisen ab. Wir hoffen auf geneigten Zuspruch. Geschwister Schloß, Usagasse. 2512 Todes⸗ Anzeige. 2503 Allen Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß es dem Herrn über Leben und Tod gefallen hat, auch unser zweites Kind, unser Töchterchen Henriette, nach einem acht— tägigen Krankenlager in einem Alter von etwes über vier Monaten am 22. August zu sich zu nehmen. ö Um stille Theilnahme bitten die tiefbetrübten Eltern Bad⸗Nauheim am 22. August 1874. J. Schaub, geb. Bitsch. B. Schaub, Schulinspeetor. ieee eee ee eee eee Kirchenbuchsauszug. Evangelische Gemeinde. Getraute: 16. August. Heinrich Friedrich Ickler, Ortsbürger zu: Bruchenbrücken und Schreinermeister dahier, Sohn dei Ortsbürgers zu Bruchenbrücken und Schäfers zu Steinfun onrad Ickler und Margarethe Junghen, Tochter det Ortsbürgers und Ackermanns Konrad Junghen zu Staden, Getaufte: f 16. August. Dem Ortsbürger zu Birklar und Flik arbeiter dahter Ludwig Ankmann ein Sohn Anton Chrlsioph Ludwig, geb. den 31. Juli. 16. August. Dem hies. Bürger und Kammfabrikanten Friedrich Gerhard May eine Tochter Louise Wilhelmine, geb. den 21. Juli. 16. August. Dem hies. Bürger und Oeconomen Christian Ulrich ein Sohn Friedrich Wilhelm, geb. den 19. Juli. Beerdigte: 18. Aug. Lina Elisabetha Schneider, Adoptie⸗Tochter des hiesigen Bürgers und Hofdachdeckers Karl Schneider/ alt 18 Jahre, 5 Monate und 7 Tage, fm den 16. Aug. — Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel 187 — — Belteff. sommt U die Tanz Belteffe bestehende Au Verhälini degenseilig wecken), beruhende Amt Mitt richten ü Bezugnal 22. Jun lagen ren den derm, dewerblich Deltesse