* 2 2 2 4 senheim, 1874. Samstag den 25. April. * 49. Oberhessischer Anzeige 9 Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Betreffend: Die Versicherung der Gebäude gegen Feuersgefahr und die Vergütung 5 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß die Bestimmungen vember 1816, resp. in dem Artikel 22 des Gesetzes vom 6. Juni 1853, Brandschäden betreffend, wonach das neu zu erbauende Gebäude auf dem- selben Platz, an welchem das abgebrannte stand, erbaut werden und in seiner wisentlichen Bestimmung mit dem beschädigten oder abgebrannten Gebäude übereinstimmen muß, im Publikum nicht genügend bekannt sind. S. 34. Die Brandentschädigungsgelder dürfen zu keinem andern . dert er 1 2 reizte se Heidt, 7 tes 4 Henan. cbemurt, ticdendetg. re, ö 12* 1 — 1 . . * Zweck, als zur Wiederaufdauung oder gänzlichen Herstellung der abge⸗ brannten oder brandbeschädigten Gebäude verwendet werden, und sie werden, nur dann obne deßfallsige besondere Cautionsleistung an den Brandbe— schädigten unmittelbar ausbezahlt, wenn der Beamte in seinem Bericht bizeugt, daß eine solcht vorschriftsmäßige Verwendung von dem Brand— beschädigten zu erwarten sri. Im entgegengesetzten Falle muß entweder der Brandbeschädigte für die verordnungemäßige Verwendung der Eatschädigungsgelder eine besondere Sicherheit leisten, oder es werden solche an einen, zu diesem Zweck zu ernennenden Curator abgegeben, oder wenn etwa der augenblicklichen Ver— wendung Hinderniße entgegenstehen sollten, werden solche bei der ein— schlägigen Gerichtsstelle deponirt. in den§§. 34 und 35 der Brandversicherungsordnung vom 18. No- die Versicherung der Gebäude gegen Feuersgesahr und die Vergütung der Amtlicher Theil. der Brandschäden. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Friedberg am 21. April 1874. In Folge Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 10. d. M. zur Nr. M. d. J. 3693 lassen wir nachstehend die be⸗ merkten, gesetzlichen Bestimmungen in Abdruck mit dem Auftrage folgen, dieselben zur Keuntniß des Publikums zu bringen, wobei wir ausdrücklich bemerken, daß Gesuche um Abweichungen von diesen Bestimmungen im Allgemeinen abschlägig beschieden werden müssen und nur in ganz be⸗ sonderen Ausnahmsfällen irgend welche Berücksichtigung zu er⸗ warten haben. Trapp. §. 35. Wenn ein Gebäude gänzlich abgebrannt ist, so muß das aus den Brandentschädigungsgeldern zu erbauende neue Gebäude, der Regel nach, auf denselben Platz erbaut werden, auf welchem das abgebrannte Gebäude gestanden hat. Ausnahmen von dieser Regel können nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Provinzial- Regierung Statt finden. Es steht übrigens dem Brandbeschädigten frei, die Brandstätte mit dem guthabenden Brandentschädigungsgeld zu verkaufen, und es geht als⸗ dann die Verbindlichkeit zur verordnungsmäßigen Verwendung der Brand— entschädigungsgelder auf den Käufer über. Art. 22. Die Verwendung der Brandentschädigungsgelder darf nur in der Art geschehen, daß das wiederhergestellte Gebäude in sciner wesent— lichen Bestimmung mit dem beschädigten oder abgebrannten übereinstimmt, insofern nicht in besonderen Fällen eine Abweichung gestattet wird. Bekanntmachung. Setresfend: Das Umherziehen von Kindern Italienischer Staatsangehörigen im Ausland. Um dem in einigen Theilen Italiens bestehenden Mißbrauch thunlichst Schranken zu setzen, wonach Kinder dasiger Einwohner häufig dazu verwendet werden, im Ausland ihren Eltern oder sonstigen Dienstgebern im Umber— ziehen durch Musiciren, Singen, Vorzeigen von Thieren, Gaukeleien, Betteln u. dgl. Verdienst zu verschaffen, ist von der Königlich Italienischen Regierung unterm 21. Dezember vorigen Jahres ein Gesetz erlassen worden, welches eine derartige Verwendung von Kindern überhaupt verbietet, Eltern und Dienstgeber, die sich derselben schuldig machen, mit den schwersten Strafen bedroht und dieselben verpflichtet, für die alsbaldige Rückkehr solcher Kinder in ihre Heimath zu sorgen. Das Königlich Italienische General-Consulat in Frankfurt hat nun, um den ihm in dieser Beziehung ertheilten Weisungen nachzukommen, das Ersuchen an Großherzogliches Ministerium des Innern gerichtet, den Inhalt tes nachstehenden, mit einer Uebersetzung in das Deutsche begleiteten Artikel 10 jenes Gesetzes zur Kenntniz der im Großherzogthum sich auf haltenden Italienischen Staatsangehörigen bringen und ihm eine genaue A b s ch Legge sul divieto dell' impiego di fan ciulli in prosessioni girovaghe 21. Dicembre 1873. Art. 10. Colore, che tengonopresso diese nel Regno o all' estero dividui nazionali minori di onni diciotto, impiegati nell'esercizio di profession! girovaglie, dovranno sotto pena di multa da cento 4 ein- quecento lire, entro quattro mesi della pubblicazione della presente Legge, notisicare o denunziare(al Sindacodel Comune ove hanno domicilio o dimora), od al Rappresentante diplomatico o consolare det kegno d'Italia, se si trocano att'estero, gl'individai minori di anni dieiotto che tengono impiegati nelb'esercizio delle dette professioni girovaghe. Les dovranno nello stesso tempo restituirti alle loro famiglie, se si trovano nell Regno, o forli, a loro spese, rimpatriare, se si trovano all estero. e, non potendo cio direttamenre adempiere, dovranno nel detto termine presentarti al Ri- Rappresentanti diplomatic o consolari, che brovvederanno per Ota restituzione alla famiglia o pel rimpatrio dei detti winori jn modo che la spesa occorente, se manchiogni altro mezzo u . ronta disposizione dei detti Ri- Rappresentanti, verra anticipata dallo 13 Stato, salvo il rimborso u carico solidale dei genitori o tutori, deten— ei o padroni. 3 Liste der Italienischen Kinder, welche das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und zu Dienstleistungen im Umherziehen verwendet werden zukommen zu lassen, in welcher bezüglich jeden Kindes, dessen Name, sowie der Name seiner Eltern und deren Heimathsort, und der Name und Heimathsort Desjenigen, in dessen Dienst sich das Kind befindet, an— gegeben ist. Den Inhalt der nachstehenden Bestimmungen bringen wir deshalb zur Kenntniß der im Kreise Friedberg sich aufhaltenden Italienischen Staatsangehöreigen und beauftragen die Großherzoglichen Bürgermeistereien, soweit irgend thunlich zu ermitteln, ob sich Kinder der bezeichneten Art in Ihren resp. Gemeinden befinden und eintretenden Falles ein Verzeichniß derselben mit dea bemerkten Angaben an uns zum Behuf der Weiter— beförderung einzusenden. Friedberg am 18. April 1874. Großberzozliches Kreisamt Friedberg. Tra r. . Gesetz über das Verbot der Verwendung von Kindern zu vagirenden Professionen vom 21. Dezember 1873. Art. 10. Jene, welche im Königreich oder im Ausland Nationale unter 18 Jahren mit sich führen und bei vagtrenden Professtonen ver— wenden, sind bei Strafe von Ein- bis Fünfhundert Lire verpflichtet, dinnen 4 Monaten nach Publikation des dieses Gesetzes beim diplomatischen oder Consular-Agenten des Königreichs Italien die Individuen unter 18 Jahren anzuzeigen, welche bei ihnen zur Ausübung vagtrender Professionen be— dienstet sind. Selbe sind verpflichtet, diese Kinder innerhalb des obigen Zeitraums, auf ihre eigenen Kosten, nach ihrer Heimath zu senden— falls sie nicht direct dieser Verpflichtung nachkommen könnten, diese Kinder bei den diplomatischen oder Consular- Agenten vorzustellen, welche sodann für deren Zuröckgabe an ihre Familien oder für deren Rückdeförderung nach ihrer Heimath Sorge tragen werden. Die Reise- und Verpflegs- kosten werden vom Staat vorgeschossen und haften die Eltern oder Vormunaschaften, Hehler oder Dienstgeber solidarisch für Rückzahlung dieser Kosten. Beurlaubung von Soldaten. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nach einer Mittheilung Großberzoglichen Ministeriums des Innern vom 16. dieses Monats zur Nr. M. d. J. 4225 laufen bei der Groß⸗ berzoglichen(25.) Division Gesuche um Beurlaubungen zur Disposition des Truppentheils, resp. Entlassung zur Disposttion der Etsatzbehörden mit Uebergehung des gesetzlich vorgeschriebenen Weges, und theilweise sogar von den betreffenden Bürgermeistereien beglaubigt, in so großer die Division derartige Gesuche für die Zukunft unbeantwortet lassen muß. Wir nehmen daraus Veranlassung, unser Amtsblatt Nr. 6 von 1872 in den Inhalt desselben wiederholt zur Kenntniß der Interessenten zu bringen, insbesondere Sie darauf binzuweisen, daß nur die auf vorgeschriebenem Wege eingereichten Gesuche Berücksichtigung finden, andere Gesuche von jetzt ab unbeantworte Erinnerung zu bringen, und Sie zu beauftragen, bleiben werden. Betreffend: Gesuche um Eutlassung von Soldaten vor beendeter Diensizeit sowie Gesuche um zeilweise Friedberg am 23. April 1874. ahl ein, daß xa p p- Ausland. Frankreich. Paris. Graf Simeon, Senator des Kaiserreichs und der Enkel eines der Verfasser des Code civil, ist heute Nacht im Alter von 70 Jahren plötzlich gestorben. Er hinterläßt einen Sohn, welcher Botschaftssekretär in Bern ist. Graf Siméon war erst vor wenigen Tagen mit einer Uebersetzung des Horaz hervor- getreten, welche das Werk seines halben Lebens war und der übrigens viel Gutes nachgesagt wird. — Mac Mahon empfing das diplomatische Corps an seiner Tafel. Einige Staatsmänner, unter ihnen Graf Arnim, hatten sich entschul⸗ digen lassen. — Nachrichten von der spanischen Grenze zufolge hat der carlistische Commandant von Guipuzcoa die Städte San Sebastian, Renteria und Irun in Blokade-Zustand erklart und Jeden, welcher Lebensmittel dahin führe, mit Todesstrafe bedroht. Spanien. Somorrostro. Concha ver- weilt in Laredo, um ein neues Truppencorps zu organisiren; derselbe trifft nächstens in Santander ein. Der Angriff auf die carlistischen Stellungen wird wahrscheinlich auf Sonnabend verschoben. Mehrere Regierungsdampfer mit Kranken sind am 21. d. in Santander eingetroffen. Amerika. New Jork. Die Demo— kraten und Republikaner in Arkansas geriethen in ein Handgemenge, wobei einer getödtet und mehrere Menschen verwundet wurden. Unionstruppen brach— ten die Kämpfenden auseinander. Aus Stadt und Land. Gießen. Im letzten theologischen Facultäls⸗Examen wurden nur 3 Canditaten geprüft, die auch bestanden. Dem Vernehmen nach ist für einige der folgenden Semester leider kaum eine Auosicht vorhanden, daß sich Candidaten dazu melden werden, da die so erstaunlich verringerte Zahl der Theologie Studirenden aus den letzten Jahren Prüfungs— fähige nicht aufzuweisen haben wird. Darmstadt. Bei den Ausgrabungen, die zum Zwecke der Herstellung des neuen bolanischen Gartens gemacht wurden, sind römische Alterthümer gefunden worden. Dieselben bestehen aus zwei Tellern von terra sigillata und mit römischen Töpferstempeln, einem erhaltenen und einem beschädigten, und Thränenkrügen. Die Thatsache ist von besonderem Interesse, da die unmittelbare Um⸗ gebung von Darmstadt bis jetzt keine Fundstätte von römischen Alterthümern war. Die Objecte befinden sich in dem Gr. Museum. Mainz. Ein erfreuliches Zeichen der hiesigen geschäft— lichen Zustände ist es, daß die diesjährige Mainzer Ge⸗ werbe⸗Ausstellung aller Voraussicht nach auf's Glänzenoste ausfallen wird. Schon jetzt haben einzelne Industriezweige in dem von ihnen beanspruchten Raume reducirt werden müssen, und die allgemeine Theilnahme ist noch fort⸗ während im Wachsen begriffen. Zur Vermeidung von Mißverständnissen sei bemerkt, daß durchaus nur Producle der Mainzer Industrie, d. h. in Mainz ansässiger Firmen, zugelassen werden sollen. Zur Eröffnung der Ausstellung ist der 1. August in Aussicht genommen. Hoffentlich wird bis bahin auch die Flaue einem frischeren Geschäfts⸗ gange Platz gemacht haben. Allerlei. Usingen. Die alte Lea zu Cleeberg, deren Alter auf 107 Jahre geschätzt wird, ist zur Stunde wohlauf. Sie hat voriges Jahr zum ersten Male in ihrem langen Leben einen Arzi gebraucht. Sie hält noch ihren„langen Tag“ besucht die Synagoge, ja geht selbst zeiiweise nach dem ½ St. von Cleeberg entfernten Oberkleen. Ihr Gehör hat zwar nachgelassen, ihr Gesicht aber ißt gut und ihre Fassungsgabe süc ihr Aller erstaunlich. Wer sie sich votstellen will, denke sich eine zu der Größe eines 14jährigen Kindes zusammengeschrumpfte, vertrocknele jedoch nicht gerade abstoßende Mume. Seitdem sie„durch Gott und gute Leute“ ihrer früher so drückend gewesenen Nahrungs- sorgen enthoben ward, ist sie zusehends wieder aufgelebt. Nunmehr ist der von Herrn Pfr. Weygandt in Eschbach, früher in Cleeberg verwaltete Unterstützungsfonds, so weit er auf der Creditkesse in Oberkleen deponirt war, erschöpft, worauf wir die vielen Gönner der Lea in der Nähe und Ferne hiermit aufmerksam machen. Es waren, wie eine von Herrn Pfarrer Weigandt in Eschbach aufgestellte und von Herrn Amtmann v. Hugo dahier revidirte Rechnung ergibt, am 25. März nur noch Tolr. 8. 15. 10. verhanden. Frankfurt, 23. April. Die heute Vormittag zur Eröffnung gelangende Vogel-Ausstellung in der Lederhalle hat einen größeren Reichthum an Thieren als alle Vor— gängerinnen. Ausgestellt sind: 150 Stämme prachtvoller Hühner, 400 Paar Tauben, 300 Stück ausgezeichnete Ziervögel, verschiedene Stämme Gänse und Enten, darunter Locken: Gänse. Als Novität befindet sich daselbst eine Collection Riesenhasen im Gewicht von 18 bis 22 Pfund. Frankfurt. Kürzlich stürzte sich ein sehe schönes Mädchen aus Soden bei der Ausladestelle an der Wind mühle in den Main. Ein durch seine Wohlbeleibtheit bekannter Bornheimer Bürger vollzog den Act der Rettung. Das Motiv zur That war, daß die Herrschaft des Mäd chens ein Rendezvous demselben zerstörte, den unberufenen Gast polizeilich abfassen ließ und mit Anzeige bei ihren Eltern drohte. Frankfurt. Kürzlich wurde bei Erdarbeiten in hiesiger Stadt von einem Arbeiter ein ziemlich großer Klumpen Metall, der über und über mit Grünspan de— deckt war, gesunden. Ein Vorübergehender kaufte dem Manne die Masse ab, ließ sie von einem Chemiket unter— suchen und reinigen, wobei sich Goldmünzen mit dem Gepräge von Karl V., Pius II., eine Anzahl spanischer Silbermünzen und einige höchst seltene goldene deutsche Städtemünzen vorfanden. Frankfurt. Ein hiesiger Metzger ließ in einer Wirtbschaft einen Hundertguldenschein wechseln, was den Wirth merkwürdiger Weise veranlaßte, Anzeige hierüber bei der Polizei zu machen, obschon jener sehr oft bei ihm als Gast veikebrie. Metzger D. wurde wuͤklich in den Clesern-Hof bestellt und darüber befragt, woher er den Hundertguldenschein habe? Der Mann, höchlich über die Frage erstaunt, erwiderte der Wahrheit gemäß dem In— quirenten, daß er sein Haus verkauft, daran 8000 fl. ge— wonnen habe und daß jener Hundertguldenschein von der Anzahlung herrühre. Selbstverständlich wurde unser Mit⸗ bürger darauf entlassen. Frankfurt. Kürzlich wurde ein Auerhahn in der Gegend von Aschaffenburg gefangen und befindet sich nun im zoologischen Garten dahier. Der schön gefiederte männ— liche Vopel scheint sich gut man seine jetzigen Verhältnisse gewöhnt zu haben; da aber diese Thiere im Allgemeinen die Gefangenschaft nur schwer ertragen, sollte Niemand versäumen, den neuen Ankömmling baldigst zu besuchen. Auf der Storchwiese im Garten bietet sich läglich ein interessantes Schauspiel dar, indem die daselbst befindlichen Störche Besuch von in der Freiheit lebenden Collegen er— halten. Dieselben klappern sich gegenseilig eiwas vor; die gefangenen Slörche schlagen auch zeitweilig mit den Flügeln, gleichsam als wollten sie sich, von ihren Brüdern verleitet, mit in die Freiheit begeben; dies gelingt ihnen jedoch nicht, die Verführer fiegen dann wieder davon. Braunschweig. Hier muß ein Todier aus eigen— tbümlichen Umständen wieder ausgegraben werden. Der Erbe kann die Erbschaft nicht antreten, weil das vorhandene Testament verloren gegangen ist und man annimmt, daß es durch einen Zufall in den Sarg gekommen sei. Berlin. In der Roseuthalerstraße erblickte dieser Tage ein normales Mädchen mit dem„Kopfe einer Katze“ das Licht der Well. Der Kopf saß sast ohne jeden Hals an dem Körper, die Ohren hingen lang wie Lappen herunter. Das Kind lebte nur 5 Minuten nach der Geburt. Der Körper ist der Klinik des Herrn Prosessor Dr. Martin übergeben worden. Berlin. Dem Papa Wrangel hat der Berliner„Ulk“ zum 90. Geburtstag sebr lustig gratulirt, nämlich so: „So viel Schlachten Du geschlagen,— So viel Orden Du getragen,— So viel Pferde Du geritten,— So viel Hurrahs Du erlitten,— So viel Schwerter Du geschliffen,— So viel Backen Du gekniffen,— So viel Toaste Du gered't e hast, So viel Worte Du verdreht bast, — So viel Kinder Du geküßt hast,— So viel Damens Du gegrüßt hast,— So viel Bibeln Du verschenkt hast, — So viel Dativs Du gekränkt hast,— Mich gebrauchend anstatt mir,— So viel Grüße send' ich Dir. Stetten(Röhn). Küizlich ereignete sich dahier ein sehr bedauernswerther Vorfall: Eine Mutter suchte sich vor dem Schlafengehen zu überzeugen ob ibr Kind ordent— lich gebettet sei, und beleuchtete dessen Lager mit der Petroleumlampe. Da Alles in Ordnung war, schraubte sie die Lampe zurück und blies in den Cylinder. Im selben Momente erfolgte die Explosion der Lampe, und das brennende Oel ward über das Kind und dessen Belt geschleudert, welches soforr in Flammen gerielh. Die Mutter, welche das Feuer zu löschen suchte, hat sich derart verbrannt, daß sie bedenklich darnieder liegt, während das Kind unter schrecklichen Kämpfen am andern Morgen seinen Brandwunden erlag. Wien. Eine 70jährige Dame dahier will, wenn sie lobt ist, durchaus verbrannt werden. Sie ist eine so be⸗ geisterte Anhängerin des Verbrennens, daß sie einstweilen 30,000 Gulden zur ersten Einrichtung geschenkt hat. Der selige(und seit zehn Jahren auch heilige) Atbues, die Torqumadas und andere Ketzerrichter drehen sich vor Freude im Grabe um, daß das Verbrennen wieder auf kommt. Sie haben es im Großen getrieben und nur ihre Methode war eine etwas andere als die neueste; denn sie haben bekanntlich die Leute bei lebendigem Leibe verbrannt und vorher, um ihnen etwas mehr Lust zu machen, gekitzelt. Pest. Dahier ist dem Leichtsinne der Männer, welche brennende Cigarren oder Zündhölzchen den Spaziergängern unter die Füße werfen, eine junge Dame von 18 Jahren zum Opfer gefallen. Das Fräulein erging sich mit ihrem Vetter auf dem Josephsplatz, als plötzlich ihre seidenen Kleider in bellen Flammen standen. Von Entsetzen und Todesangst ergriffen, eilte sie in schnellem Laufe dahin und vermehrte dadurch noch das Feuer. Ein Spazier- gänger warf sie zu Boden, wälzte sie hin und her und dämpfte das Feuer, man kam mit Wassereimern und üder⸗ goß sie, das Feuer wurde endlich gelöscht, die Dame in ein denachbarties Haus gebracht und in ein Oelbad gesetzt. Nach drei Tagen aber ist sie unter den größten Schmerzen gestorben. 0 Handel und Verkehr. Frankfurt, 22. April. Der heutige Heu⸗ und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete per Cir. 1 fl. 36 kr. bis 2 fl. 24 kr., Stroh per Centner 1 fl. 36 kr. bis 1 fl. 52 kr., Butter 1. Qualität 42 kr., 2. Qualität 40 kr., Eier das Hundert 2 fl. 48 kr. Frankfurt, 22. April. Fruchibericht. Mehl Nr. 1 27 fl., Nr. 2 25½ fl., Nr. 3 22½ fl., Nr. 4 18 ½ bis 19 fl., Nr. 5 16¾—17 fl., Roggenmehl/(Berliner Marke) 19 fl., do II.(Berliner Marke) 13½ fl. Waizen effected hies. 17½ fl., Korn 12½— 13/ fl., Gerste 13½ dis 13 fl., Hafer 11¼—11¼ fl., Kohlsamen 16 ½ fl., Erbsen 12— 14 fl., Wicken 10 fl., Linsen 12— 17 fl., Rüböl 38 fl. Alle Preise versteben sich auf 100 Kilo. Mainz, 23. April. Productenmarkt. Waizen per Mai 16 fl. 24 kr., per Juli 15 fl. 57 kr., per Nov. 14 fl. 24 kr. Roggen per April 11 fl. 30 kr., per Mai 11 fl. 33 kr., per Juli 10 fl. 3 kr., per Nov. 10 fl. 12 kr. Hafer per Mai 11 fl. 15 kr., per Juli 11 fl. 20 kr. Rüböl per Mai 17 fl. 20 kr., per Ocl. 18 fl. 48 kt. D. Frankfurt a. M., 23. April. Nach kurzer Unter⸗ brechung im gestrigen Abendverkehr, wo namentlich Credit⸗ actien maiter lagen, gestaltete sich die Tendenz der Börse heute wieder zu einer sehr günstigen. Von den aus⸗ wärtigen Plätzen, Berlin und Wien, liefern höhere Course ein, welche auf Contreminedeckungen anläßlich des Ultimo zurückgeführt werden. Für alle drei Speculationseffecten en wickelte sich in Folge guter Kaufordres gleichmäßig ein lebhaftes Geschäft. Creditactien hielten sich sest auf 330 und blieben zu diesem Course, nachdem sie noch bis 330¾ gegangen waren. Staatsbahn erhoben sich über ihren gestrigen Abendcours und verkehrten zwischen 336 und 335½. Lombarden zeigten sich ebenfalls besser und wurden zwischen 148½½ und 147½ gehandelt. Oesterr. Bahnen waren größientheils behauptet. Buschtiehrader 2½ fl. höher. Galizier waren auf Grund ihrer sehr beftriedigen⸗ den Mehreinnahme zu 257½ gesucht. Pon Prioritäten wurden besonders wieder Livorneser und Toskaner lebhaft gehandelt. Ungarische Ostbahn beliebt. 3% Lombarden und Ungarisch-Galizische matter. Staaisfonds fest. Silber⸗ rente steigend. Papierrente anziehend. Banken iheil weise gefragt. Deutsche Effectenbank /0%, Rheinische Credit⸗ bank 18/%, Rheinische Effeclendank 1/% höher. Von Loosen 1860 und 1864er bisser. Raab⸗Grazer offerirt. S:. Louis und South Eastern zu 33 notirt. In Berg⸗ werken war der Verkehr recht ammirt. König Wilhelm sind 2, Neu-DOeger und Harzer je 1% besser. Von Wechseln Wien matter. Verloosung. DOeslexreichische 1864er Logse. Wien, 15, Apel Gezogene Serien: Nr. 166 322 748 1520 1694 1903 1 2549 3392. Gewinne: Serie 1963 Nr. 5 à 220,000 fl. S. 1963 Nr. 36 à 15,000 fl. S. 2549 Nr. 33 à 10 000 fl. S. 322 Nr. 51 53, S. 748 Nr. 76 à 5000 fl., S. 166 Nr. 73, S. 1520 Nr. 82, S. 2549 Nr. 83 à 2000 fl. S. 1520 Nr. 28 90, S. 1903 Nr. 32. S. 2549 Nr. 65, S. 3392 Nr. 10 95 2 1000 fl. S. 166 Nr. 7 8 85, S. 748 Nr. 81, S. 1520 Nr 29, S. 1694 Nr. 6 30 96, S. 2549 Nr. 3 6 60 89, S. 3392 Nr. 2 29 53 3 500 fl. S. 166 Nr. 37 S. 322 Nr. 5 30 48 68, S. 748 Nr. 20 64, S. 1520 Nr. 7 68 89 98, S. 1694 Nr. 16 37 43 67, S. 1963 Nr. 40, S. 2549 Nr. 42 48 49, S. 3392 Nr. 7 25 26 32 34 61 79 82 93 98 100 à 400 fl. Alle übrigen in den obenangeführten Serien enthaltenen Nummern 3 180 fl. österr. Währ. 2 eee eee De r 18 bier e en in ben Cute an bank len . iu Spazie — NN U 88 n ——— kehr. ert 5 Cu. 11 an L 4 1 Oaalus ese . 28 128 —— * * 2 32 1 W * 7 .—ͤ— Ein wirksames Mittel gegen Tiphbtheritis soll ein ein⸗ sacher Arbeitsmann in Adelbaide Süd⸗Australien, Namens Greathead, entdeckt baben. Für Erwachsene verschrieb er, dem„Hamilton Spectator zufolge, vier Tropfen Schwefel ure, die in einem Glase Wasser aufgelöst wurden. Kinder genügt eine kleinere Dosis. Die Wirkung dieser Behandlung soll augenblicklich sein, indem die Säure sosort die Parasiten zerstört und der Patient die Verstopfung ausbustet. Kinder, die vorber sich in einem sast sterbenden Zustande befanden, sollen zehn Minuten nach dem Genusse — Mittels Appetit und Neigung zum Spielen bekundet vaben. Für] Pistole Geld Cours. 1 fi 0 Gl seist Frankfurt am 23. April 1874. urchne lige heerin kl el 29 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Haut e 11 empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10, 12. 18 kr. Holländische f. 10. Sage.„AN Wilb. Fertsch Daten ek. NN 1 er— 7 ucaten al marco„ 5 32— 0 2 ˖. 20⸗Frankenstücke 5— rohhü e Englische Sovereign„ 11 50—5 Russische Imperiales 8 1102 in großer Auswahl und neuester Mode billigst Dollars 25 i.„ 225—26 bei Heinrich Diehl, Usagasse. Holz⸗Versteigerung. 1311 Mittwoch den 29. d. M., Morgens 9 Uhr an⸗ fangend, sollen in hiesigem Gemeindewalde, Distrikt Reserveschlag, nachbezeichnete Holzsortimente versteigert werden: 33,56 Naummeter Nadel⸗Scheitholz. Prügelholz, Stockholz, 1 „* 36** 8887 Nadel⸗Wellen, 65 Nadelholz⸗Stämme, 14,89 Kubikmeter, 31 1 Stangen 206 Zahlungstermin Martini 1874. Ober⸗ Mörlen am 23. April 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. * ck 61. D N 9885 3 2 1 N Nerd r 8 8 3 5 I 5 0 8 e 11 4 Unabhängigkeit 55555 0 EC sind die leitenden Prinzipien des Finanzwocheu- 8 8 blattes 5 2 Der Kapitalist! 22 E usleich Allgemeiner Verloosungs- Anzeiger, 5 don demsosben ein neues Quartal beginut.** * Preis pro Ouartal mur /, Thaler. 8 Man abennire bei der nächsten Buch- 6 handlung oder Postanstalt. Probe- 2 LFiummern Fratis! 1302 2 b von Eduard Hallberger in Stuttgart. 5 2 3 N 9 NN 2 SSS 2 Neue Kaffee ⸗Preise. 505 Guatemala, per Pfund 44 kr., Westindischer Java,„ 5 Blauer Java 50 Hochgelber Java 5 1 8 7 Hochfein Ceylon Veb- Nauheim. G. P. e Frische Leinkuchen 1294 sind eingetroffen. Ph. Dan. Kümmich. Wagen-Verkauf. 1299 Mehrere neue Milord's, sowie auch kindlicher gebrauchter Ansicht bei elegante Landauer, Cabtriolet⸗ ein in sehr gutem Zustande be— Landauer stehen zur gefälligen J. W. Kruck, We- fah ttt, Allerheiligenstraße 22, Frankfurt a. M. 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April im Saale zu den„Drei Schwertern“: Noch eine Vorstellung der indischen Magie, Physik und Chemie, componirt und gegeben in einer besonderen Art von Ludwig Massa, Professor der Magie aus München. Preise der Plätze: Reservirter Platz 30 kr., Saalbillet 18 kr., Gallerie 9 kr. Kassenöffnung 7 Uhr, Anfang ½8 Uhr.— Programme an der Kasse. S diese Vorstellung findet mit neuen Abwechselungen statt. Landesversammlung der hessischen Wirthe X Brauer. 1300 Zur Berathung der Schritte wegen der Beschränkung der Schankgefäße laden wir alle Wirthe, Brauer und Zäpfer des Großherzogtbums zu einer Versammlung auf Donnerstag den 30. April, Vormittags 10 Uhr, in das Gasthaus„Zum Landsberg“ zu Frankfurt a. M. biermit ein. Bei der principiellen Wichtigkeit der Sache erwarten wir zahlreichen Besuch. Darmstadt, Mainz, Worms, Offenbach und Gießen. Das provisorische Comité. in neuester Auflage und guten Einbänden stets vorräthig. Garteneröffnung 1327 bei günstiger Witterung Sonntag den 26. d. Henn 8 Jam in. Bad Nauheim. 1319 Zur Eröffnung der Gartenwirthschaft Sonntag den 26. April Coneert, ausgeführt vom Nauheimer Musikverein.— Entrée 6 ir., Mitglieder frei. Ergebenst ladet ein H. Aletter, zur Waldlust. 1324 Für bevorstehende Saison bringe mein Putz- und Modegeschäft in empfehlende Erinnerung und halte gleichzeitig eine schöne Auswahl Strohhüte& Sonnen⸗ schirme zu den billigsten Preisen bestens empfohlen. 1 H. S ch mi d t, Friedberg. vormals Fr. Hecht. Künstliche Dünger. Knochenmehl für Kartoffeln pr. Ctr. fl. 5. Superphosphat für Körnerfrüchte aller Art pr. Ctr. fl. 2. 30. Wiesendünger pr. Ctr. 35 kr. Kali⸗Salze von fl. 1. 45 bis fl. 4. 30. Chemische Fabrik Friedberg Ludwig Seibert. J. Maumheimer vormals C. Hir sc 0 nächst der Burg. f Zur Saison empfehle ich: Reichhaltige Auswahl in Strohhüten, sowie Pariser Modelle. Sonnenschirme von 48 kr. an. 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Das Neueste in Halsbinden 217 und Shlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Foulards, seidene Umknöpftücher und schwarze seidene Halstücher bel K. Friedrich, neben der Post. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Sonntag Jubilate. Pfarramtswoche Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Diegel. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdieust in der Burgkirche:; Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Sonntag den 3. Mai Abendmahl in der Burgkirche. Katholische Gemeinde. 3. Sonntag nach Oftern. Vormittags ½9 Uhr: Hochamt und Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Vom heutigen Sonntage an beginnt der Gottes— dienst um ½9 Uhr. Während der Woche beginnt der Gottesdienst um 7 Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 9255— ä glied hat sich den Beschlüssen der heutigen Versammlung Diejenigen, die ihren Pflichten nicht nachs“ ö Daum, 1 II ee, Dunz ut . eum. in een be past pat II. kama bah iu Sten. Nutten zu Ill. Ueber nan jut Jil Ne Ill. dee FComnmaltten des Kalte Or 1 der Hußder zog den Nuten din Gallier Halba Heerg! dekzölker“ zu I. Versetz Hehe det 4, Mitz de schule zu Aut an N. Ma zu Bech tei 31. Marz on ld, Grorg vom J. April Inspector bei Fuehrich Mül seuu mett alt Ruland zu II. Coucu Ag. Schulte A einem 1a r deburg⸗ 8 Ack zu; die . Sollen, bang. 8 u mem jägtt alete zu bon 400 fl. Aigen, im 00 f. und tine . denswozn Derne er.. 9 ice Proposin In Enichtun; Wil- Haupt N 49. * 11 Sei berhessischer Anzeiger 3 Beilage. 1 de;. D 8—— *. l N 7 4 7244 1 N 5 7 * 1 Deutsches Reich. Einmal hat durchaus keine definitive Ablehnung Riedel hervor, daß Bayern noch kein Gesetz über die E Darmstadt. Das Großherzogliche Regiet- der Vorschläge der Referenten des Finanzausschusses Amtsentsetzung von Geistlichen besite, die Vorlage ungeblalt Nr. 21 enthält: stattgefunden, sondern die Regierung hat sich nur sei ein Zusatz zu dem Indigenatsgesetz, bei der Zu- Ust 1. Bekann machung Großberzoglichen Ministeriums des dahin ausgesprochen, daß sie zur Zeit, wo die stimmung Baperns zu der Vorlage sei kein bayrisches adt hen def en von Slstungen und Vermächt⸗]Organisation der Behörden selbst mit Bezug auf] Sondergesetz in 12 gekommen. er * aba f iger di Verwaltungsgesetze im Verwaltungssach, Dr. Krüger weist auf die vom Papste selbst im d. Mt 8„die neuen Verwaltungsgesetz g„D. ö 5 5 s nne im Justizfach mit Bezug auf die bevorstebenden Kirchenstaote angewendete Internirung und Aus- Wade del Groß⸗Karben in das Familien- Fideicommiß der Freie[Reichsproceßgesetze und im Finanzfach wegen der weisung von Geistlichen hin, deren seit 1859 til 5 dein v. Leonbardi. 0 f 80 von den Ständen selbst geltend gemachten Wünsche ca. 15,000 vorgekommen seien, Windthocst babe f Ander* n e* in Kürze umfassenderen Beränderungen unterworfen ssich betreffs des Jacobinismus solcher Maßregeln Kumm; dessen— dem Abnigreic. 5——.— werden sollen, eine so durchgreifende Umgestaltung mit der Curie abzufinden. Wenn Windthorst den 2 f ddes Besoldungswesens nicht für opportun halte, deutschen Regierungen über ihre Politik Vorschriften Deltänken delreffend. IV. Bekanntmachung Großberzoglichen Kreisamts Darmsiadt, die Erbebung einer Umlage zur Bestreitung der Gemeindebedürfnisse in der Haupt- und Residenzstad! Darmstadt für 1874 betreffend. V. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Mainz, die Umlagen det israelitischen Religionsgemeinde Bretzen⸗ zeim mit Finthen für 1873 beirefsend. VI. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Offen— — dach, den Steuctausschlag zur Bezahlung des Gehalts des —— Rabdinen zu Offenbach für das Jahr 1874 bettessend. klei VII. ÜUcbersicht det für das Jahr 1874 genehmigten elder Imlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse der 4 scaeltlischen Religionsgemeinden des Kreises Büdingen. a danen VIII. Uebersicht der Umlagen zur Bestreitung der Tommunaldedürfnisse der istaelitischen Religionsgemeinden bea ves Kreises Oppenheim pro 1874. IX. Chatacter⸗Exiheilungen. Seine Königliche Hoheit ver Großherzog baben allergnädigst geruht: am 16. März en Tünchern Kaspar und Heinrich Nover zu Darmstas! ven Cparakier als„Hoftüncher“, am 30. März dem Ver- war; Scbet, Jeet dolder Georg Zaun zu Darmstadt den Charakter als„Hof— Salbrꝛtint, vetgolder“ 3 N 22 X. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche L Backes. dohelt der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 1 Eb. März den Schullehrer an der istaeliuschen Elementar sellen cdule zu Auerbach, Abraham Koschland, auf sein Nachsuchen, verhandelt. unt Lehn u—— Mäcz den Schullehrer an der 2. evang. Schule 1 1 u Bechtheim, Coyristoph Goll, auf sein Nachsuchen, am iero mn 1. März den Rentamtedienet bei dem Rentamte Linden irme . cboerdeck, Inspectot bei dem Odetappellations-⸗ und Cassationsgericht, Ftiedrich Müller, auf sein Nachsuchen, in Anerkennung iner meht als 50 jährigen iccu gelcisteten Dienste in den dubestand zu versetzen. vang. Schulstelle zu Geinsheim, im Kr. Groß-Gerau, e Ahe t mt einem jährlichen Gehalt von 500 fl.; dem Fürsten Wet n u Jsenburg⸗Birstein steht das Präsentatlonsrecht zu dieser Stelle zu; die cvang. Schulstelle zu Gontetskirchen, im 1 Hauser. Er. Schotten, mu einem jäbrlichen Gehalt von 400 fl.; —— n 2. evang. Schulsielle zu Klein⸗Karben, im Kr. Vilbel, 1 nit einem jährlichen Gehalt von 450 fl.; die 2. evang. lacricht. Schulstelle zu Brandau, im Kr. Dievurg, mit einem Ge— 1 9 von 400 fl. jäyrlich; eine Schulstelle der Gemeinde ile ee kthbeilgen, im Kr. Darmstadt, mit einem Gehalt von n Sen 00 fl. und einer Wohnungsvergütung von 100 fl., falls „ babe, W ine Dienstwohnung nicht gegeben werden sollte. ae abe 5 25 1* Darmstadt. Mit Allerhöchster Genebmigung — Sr. K. H. des Großherzogs ist den Ständen * ne Proposition, die Erwerbung eines Bauplatzes * ur Errichtung eines Justizgebäudes in der Pro- tinzial⸗Hauptstadt Gießen betreffend, zugegangen. en— Am 15. d. wurden der Superintendent e der Superintendentur Rheindessen, Prälat Dr. Karl N Feorg Friedrich Schmitt uoter Belassung seines Wehnsitzes zu Mainz, zum geistlichen Mitglied und Rath bei dem Ober-Consistorium sowie in 7 nieser Eigenschaft zugleich zum Superintendenten I Fricobccl der Superintendentur Mainz, und der Rath bei * dem Ober⸗Consistorium und evangelischen Pfarrer i ih Nauheim, im Dekanate Groß Gerau, Karl Unß unter Enthebung von der von ihm beklei— tits“ nan Pfarrstelle und mit Anweisung seines Wobn— 1 sszes zu Darmstadt, in seiner Eigenschaft als 11 istlichee Mitglied des Ober-Consistoriums zugleich 16117 um Superintendenten der Superintendentur Darm: 16. sadt, ernannt; an demselben Tage wurde der e greisrath des Kreises Lindenfels, Ernst Laute— scläger, auf sein Nachsuchen bis zur Wiederher— * sullung seiner Gesundheit, in den Ruhestand versetzt. 0— Die neucren Auslassungen der Presse über eln die Stellung unserer Regierung zu den Bestreb⸗ eee, ungen des Finanzausschusses der zweiten Kammer iet Landstände auf eine neue Regulirung der Heamtengehalte, entbehren in ihrem Tenor nach el Richtungen hin der Begründung, wie wir eine Anschauung der man auch in dem, im Finaz- machen wolle, se erinnere er daran, daß Der⸗ ausschuß erstatteten Referat selbst schon begegnet. jenige, der an der Politik eines Staates Theil Ebensowenig liegen innere oder äußere Gründe genommen, die zum Untergange jenes Staates dafür vor, anzunehmen, daß die Regierung nach füdrte, Ursache habe, vorsichtig und zurückhaltend dem Tode dee Fübrers der Kammermajorität ihre zu sein mit Vorschtiften, wie die deutsche Re- Haltung dieser gegenüber ändern werde. Unseres gierung ihre Politik einrichten selle. Windtborst jetzige Regierung ist in ihren Hauptzielen einig werde nach seinen bisherigen Erfolgen begreifen, mit der Majorität der zweiten Kammer der Land- daß die deutsche Regierung wenig geneigt sei, stände, Differenzen in untergeordneten Dingen seine Recepte anzunehmen. eis, Georg Seeger, auf sein Nachsuchen und mit Wirkung au zom 1. April l. J. an, und am 4. April den Canzlei⸗ rücksichti werden stete ihre Ausgleichung finden und dürfen nicht zu hoch angeschlagen werden. Regierung und Stände müssen sich den vielen alten und neuen Feinden gegenüber gegenseitige Stütze sein und ihre Freunde sollten nicht durch unzeitiges Miß— traven, wenn auch nur unbewußt, der gemeinsamen Arbeit schaden. Friedberg. Eine von hier ausgegangene, von den Abgg. Dr. Oncken und Dr. Schröder übergebene und befürwortete Commission wurde in der Petitionscommission des Reichstags am 20. d. Dieselbe forderte die Einführung der Fabrilsteuer an Stelle der geltenden Raumsteuer bei Bereitung von Branntwein und befürwortete für die kleinen Brenner besondere Be— gung(Ab- und Einschätzung.) Die beiden zur Sache bestellten Referenten sprachen sich denn auch für die Fabrikatsteuer aus, es offen lassend, ob ver Steuerfiscus etwa künftig veranlaßt werden ßerdem XI. Concurtenzeröffnungen. Erledigt sind: die ersiefsoll, die kostspieligen Meßapparate den Brennern u liefern. Der kaiserl. Regierungs-Commissär rklärte, daß gach den neuesten Untersuchungen die Proben, der Siemens-Halsk'sche Meßapparat sich als zutreffend und bewährt befunden habe(bis auf ½ Grad), daß somit der Mangel eines zu— verlässigen Controlapparats, welcher seither der Einführung der Fabrikatsteuer entgegenstand, be— seitigt wäre. Nur für den Melassen- Branntwein reiche der Apparat noch nicht aus. Sobald auch dies beseitigt wäre, und die Fabrikanten beschäf— tigen sich eben damit, werde man der Fabrikat— steuer näher treten.— Voraussichtlich geschieht solches aber doch erst im Jahre 1875. Dann ist es auch nicht ausgeschlossen, daß der Fiscus unter Umständen die Zustellung der werthvollen Meß— apparate gegen Caution übernimmt. Ob die in Aussicht genommene Fabrikatsteuer aber nicht leicht etwas höher gegriffen werden soll als die bestehende Maischraumsteuer, das ist eine offene und eine— andere Frage. Berlin. Wenn die Münzreform in Kraft tritt, werden die Post-Freima ken vom niedrigsten Nennwerthe, 3 und 4 preußische Pfennige, den Groschen zu 12 Pfennige gerechnet, eine nicht zu unterschützende Schwierigkeit bereiten. Die Ange— legenheit bedarf einer baldigen Erledigung. Er— höht darf das Porto nicht werden, ohne daß ein Reichsgesetz voraufgegangen wäre, und doch läßt sich weder der eine noch der andere Satz mit den neuen Pfennigen herstellen, da vier der letzteren vier und vier Fünftheile der jetzigen preußischen enthalten. Gerade die jetzigen Vierpfennigmarken kommen aber, wegen des durch sie auszugleichen— den Kreuzband- und ähnlichen Portoe ganz be— deutend in Betracht, weshalb es wünschenswerth wäre, daß bald die Angelegenheit klar gestellt würde, — 23. April. Reichstags Sitzung. Zweite Lesung des Kirchendtener-Gesetzes. Windthorst be— kämpft die Vorlage und sämmtliche Anträge. Ihm 5 e h burchaus zuverlässiger Quelle versichern können. gegenüber hebt der baperische Bundes- Commissar — Ueber den Schluß des Reichstages ver- lautet aus Rtichstagskreisen, daß der Kaiser wünsche, den Reichstag persönlich zu schließen. Sollte sich dieser Wunsch rtalisiren lassen, würde der Schluß am Sonntag im Weißen Saale des Schlosses, andernfalls durch Delbrück am Sonn- abend im Reichstagssaale ersolgen. — Unser Kaiser erf. eut sich jetzt einer stetig fortschreitenden Stärkung seines Gesammtbefindens und konnte am letzten Sonntage bereits wieder nach alter Gewohnheit dem Gottes dienste im Dome beiwohnen. Der Monarch wird jedenfalls bis gegen Mitte Mai in Berlin und Babelsberg verweilen. Das. Besinden des Reichskanzlers Fürsten Bismarck hat im Laufe der letzten Woche eine sichtlich sortschreitende Besserung erfahren; eine Betheiligung des Fürsten an den laufenden Geschäften ist jedoch auch jetzt noch ausgeschlossen. Bonn. Zum Schul- Inspector für den Land⸗ kreis Bonn ist der Gymnastallehrer Dr. Jos. Reinkens aus Düsseldorf in Aussicht genommen worden. Derselbe wird binnen Kuczem seinen Wirkungskreis antreten. Dicse Ernennung ist um so erfreulicher, als der Genannte Altkatholik und die Elementarschulen des diestigen Kreises unter der Aegide unfeblbarer Fanatiker bisber stark litten. Hoffentlich tritt jetzt ein Umschwung zum Besseren ein. Zum Bischof Reinkens steht Dr. J. Reinkens übrigens nur in namensvetterlichem Verhältniß. Fulda. Wie nothwendig für die Rentabilität der oberbessischen Bahnen directe Fortsetzungen nach Osten und Süd Osten sind, bedeisen die Betriebs-Ergebnisse für 1873. Während auf den meisten rentabeln Bahnen der Ertrag aus dem Verbands- und Durchgangs Verkehr den größeren Theil der Einnabmen repräsentirt, kommt derselbe bei den oberhessischen Badnen den Einnahmen aus dem Localverkehre dei Weitem nicht gleich. Bieberich. Gegen den Pfarrer der katho- lischen Gemeinde dahier, Herrn Küppers-Deutsch— mann, ist wegen Umgebung des vorgeschriebenen Kaiser-Gebetes und Majestäts Beleidigung auf Grund des bekannten Kanzel Paragraphen eine Untersuchung anhängig gemacht worden. Frankentbal. Die Pfalz erbält jetzt einen dritten altkatholischen Geistlichen. Hier wird am 26. d. der erste altkatholische Gottesdienst abge— balten, wozu eine protestantische Kirche bereit— willigst eingeräumt wurde und bei welchem Prof. Friedrich aus München die Predigt balten wird. Accht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ch zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 40 kr. per Glas gehorsamst. 0 1 pp Ape Johann Maria Katina in Cola. 8 NN 8 Gras⸗Versteigerung. Die Benutzung des Grases in den Gräben und an ae der zum Baubezink Friedberg gehörenden Staalsstraßen,— in. Terminen an die istbietenden versteigert werden. a enleg den 27. April l. J., Vormittags 10 Uhr, zu Butzbach im Gambrinus, von der Straße Gießen— Frankfurt Abtpeilung 76 bis 90 und von der Straße Hessendrückerhammer— Buß bach Abiheil. 233 bis 276. 2 Dienstag den 28. April 1. J., Vormittags 9 Uhr, zu Bad⸗ Nauheim im Deulschen Hof, von der Straße Gießen—Franksurt Abtheilung 90 bis 129 und von der Straße Nieder⸗Mörlen—Usingen Abtheilung 104 bis 138,38. 0 f 3) Mittwoch den 29. April l. J, Vormittags 9 ÜUbr, zu Melbach bei Herrn Gastwirth Philippb, von, der Straße Bersiadt— Friedberg Abtheilung 122 bis 167.5. 4) Donnerstag den 30. April l. J., Vormittags 10 Uhr, zu Ober⸗Rosbach in der Wirihschaft von Frau Ruppel, von der Straße Friedberg— Homburg Abtheilung 137 bis 168,82. 5) Freitag den 1. Mai l. J. Vormittags 10 Uhr, zu Ober⸗Wöllsiadt bei Herrn Gastwirlb Müller, von der Straße Gießen— Frankfurt Abtbeilung 136 bis 166. 6) Denselben Tag 2 Uhr Mittags, von derselben Straße, zu Okarben bei Herrn Gastwirih Stößel, Abtheilung 166 bis 222.33. 5 7) Montag den 4. Mai l. J., Vormittags 11 Ubr, zu Ober⸗Eschbach ine Brüsseler Hof, von der Straße Bonames— Homburg Abtheilung 0 bis 16,7 und von der Straße Höchst— Homburg Abibeilung 0 bis 10,45. 8) Dienstiag den 5. Mai l. J., Vormittags 9 Ubr, zu Ilbenstadt in den drei Haasen, von der Straße Nieder⸗Wöllstadt— Hanau Abtheilung 161 vis 206,48 und von der Straße Ilbenstadt— Reichelsheim Ab- tbeilung 167,68 bis 190. E 9) Denselben Tag Mitlags 3 Uhr, zu Reichelsbeim in der Post, von der Straße Ilbenstadt— Reichelsheim Abtheilung 190 bis 1143 und von der Straße Bingenheim— Reichelsheim Abtheilung 146,77 bis 151 80. 10) Donnersiag den 7. Mai l. J. Vormittags 10 Uhr, auf dem Chausszehaus oberhalb Vönstadt, von der Straße Ilbenstad!— Büches Abibeilung 175,16 bis 204, desgleichen von der Straße Schwalbeimerbof— Nonnenstümpfen Abtheilung 162 bis 183,52 und von der Snaße Ranstadt— Staden Abiheilung 206 bis 214,54. 11) Freitag den 8. Mai l. J., Morgens 9 Uhr, zu Lind⸗ beim im Stern, von der Straße Ilbdenstadt—Büches, Abtheilung 104 bis 185,16 und von der Straße Hersfeld— Hanau Abtheilung 328,29 bis 385,7. 12) Samstag den 9. Mai l. J., Vormittags 9 Ubr, zu Büdingen im Gan haus zum Stern von der Straße Gießen— Gelnbausen Abibeilung 225 bis 283,75. Friedberg den 21. April 1874. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Neu ß. 7 1* Holzversteigerung. 1288 Montag den 27. April d. J. kommen in dem Domanialwald Burgwald, Schlag XIV, von Morgens 10 Uhr an zur Versteigerung: 750 Stück Buchen⸗Wellen, 13389„ Eichen 4 400„ Nadelholz⸗ und Dorn-Wellen. Ober⸗ Rosbach den 21. April 1874. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Stra ck Versteigerungs-Anzeige gerungs⸗Anzeige. 1219 Dienstag den 5. Mai, Morgens 9 Uhr, lassen die Erben des verlebten Fräuleins Kritter dahier Mobilien aller Art— Schränke, Betten, Spiegel, Küchen- und sonstige Geräthschaften, insbesondere auch 1 Weißzeug schrank und 1 Waschbütte— in ihrer Wohnung, im Hause des Herrn Schlossermeisters Diener öffentlich versteigern. Friedberg den 13. April 1874. J.. Sich waer z, Gr oßh. Hoftaxator. Holz-Versteigerung. 1301 Montag den 27. d. M., von Morgens 8 Uhr ab werden im hiesigen Stadtwalde, Distrikt Reut: 8620 Wellen Eichen-Reisholz, 3 Nadelholz⸗Stämme von 29—31 Centimeter Durch⸗ messer und 0,92— 1,20 Kubikineter Länge, und i Distrikt Bauwald: 1430 Weichholz⸗Wellen öffentlich an den Meistbietenden versteigert. Bad⸗ Nauheim am 21. April 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim. Schutt. Heu, guter Qualität kaufen 12²⁵ Gesangbücher von den gewöbnlichen bis zu den feinsten Sorten in Sammt mit Silber und Elfen bein zu Confirmationsgeschenken empfiehlt Carl Bindernagel. Wirthschafts- Eröffnung. 1216 Freunden, Bekannten, sowie einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß wir mit dem 25. d. M. das Café Frankfurt verbunden mit Restauration(in Frankfurt, Schiller⸗ platz 9) eröffnen werden Es wird unser Streben sein durch gute Speisen und Getränke unsere verehrten Gäste zufrieden zu stellen. Achtungs voll Assenbeim. J.& H. Haas. Vorschuß⸗& Ereditverein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 1001 auf 10 Prozent festgesetzt: Dieselbe kann nach§. 74 und 75 der Statuten: §. 74. Der Reingewinn wird an die Mitglieder nach Höhe der von jedem auf seinen Geschäfts⸗ antheil gemachten Einzahlungen und zugeschrieberen Gewinnantheile am Jahresschluß als Dividende gewährt, ausgezahlt oder dem Geschäftsantheile, bis derselbe die Höhe von 70 Gulden erreicht hat, zugeschrieben. Bei dieser Berechnung wird der Geschäftsantheil bei jedem Einzelnen nur insoweit berücsichtigt, als er volle Gulden beträgt und nicht erst währen des Rechnungsjahres um dessen Gewinnüberschüsse es sich handelt, entstanden ist; so daß also die während eines Jahres auf die Geschäftsantheile geleisteten Zahlungen erst bei Berechnung der Dividende des nächstfolgenden Jahres mit in Ansatz kommen, vom 1. April l. J. an an unserer Kasse gegen Vorzeigung der Contobücher in Empfang genommen werden. Friedberg, 30. März 1874. §. 75. Der Vorstand: Fr. Hecht. Ermus. Jur gef. Beachtung. 1228 Eine große Parthie Herren-Anzüge, um schnell dam't zu räumen, empfehle zu außer⸗ gewöbulich billigen Preisen; ebenso einige 100 Paar einzelne Buckskinhosen, neuster Schnitt, von fl. 4. ab. H. Grünbaum, Bad⸗Naubeim. Die Dampffürberei, Druckerei, chemische Kunstwascherei von J. C. Böhler in Frankfurt a. M. 591 empfiehlt sich im Färben und Waschen der Herren- und Damen- Garderobe, sowie auch Teppiche, Peluche, Sammtt, Damast, Federn u. s. u. Besonders mache auf meine chemische, nach Pariser Methode eingerichtete Kunstwascherei aufmerksam, wonach wertbvolle Gegenstände, wie seidene und wollene Kleider mit allen möglichen Verzierungen unzertrennt gereinigt werden, ohne an Farbe und Fagon etwas zu verlieren. Herrenkleider werden unzertrennt in allen Farben gefärbt unter Garantie der Farbe. Aufträge werden prompt besorgt durch Ph. J. Weiß in Bad- Nauheim. 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E Venpach 1311 Non sollen in bie für dus J werden. Fried! 7 1315 Die Uhr, soll Malter Ha der Stadt gegeben wei Friedl 1316 Mor soll in hies Georg Sch schon seit Ja ist und sich an den Weiß Friedb. auf dem stehende A. werden: 4. Die hen Brecht neler Pfasan Mutnials fahnen deinen Sand Erdarbel artet Cunsaun Senn brenn Vußtinde U Mang, einbaut Aba losanz eantel erer ante —— 1 Sertcnerg ker —* che, nach seident bit= Fenk 2 — 47 eum“! g . 1 ef* 28 10 2„en eettes Sr K — eie sinsen 12) 18 2 Eichen⸗ 1 83) 23.5. Buchen Stockholz, 4 9 1250 Stück Buchen-Wellen, 200„ Eichen⸗„ 6001 bis Ende Oktober l. J. gestattet. f G * Verfügung. 293 In der Rechtssache des Gardekorporals Johann dam Ahl von Darmstadt, Imploranten gegen den — Sergeanten Louis Schöͤnhals von Nidda, ermalen unbekannt wo? sich aufhaltend, Imploraten, Beschlagnahme von Einstandsgeld betr., ist zur Sicher⸗ ung einer Forderung von 70 fl. mit Zinsen zu 6% vom „Juli 1872 an und der Prozeßkosten ein Ausstand des Beklagten bis zum Betrage von 100 fl. bei Groß⸗ erzoglicher Ober⸗Einnehmerei Romrod provisorisch mit Trrest bestrickt und das Arrestgesuch im Termin den 5. d. M. gerechtfertigt worden. Da der Aufenthalt es zu diesem Termin nicht erschienenen Beklagten unbe⸗ unnt ist, so wird derselbe hiermit öffentlich geladen Donnerstag den 21. Mai l. J., Vormittags 8 Uhr, e unterzeichnetem Gericht zu erscheinen und das ge⸗ eellte Arrestgesuch anzufechten, als im Falle seines Aus: leibens unterstellt werde, daß er die zur Begründung es Arrestgesuchs angeführten Thatsachen zugestanden und die vorgelegten Bescheinigungsmittel anerkannt habe. Alsfeld den 20. Anxil 1874. Großherzogliches Landgericht Alsfeld. — Verpachtung der städtischen Begrasungen. 314 Montag den 7. April l. J, Vormittags 9 Uhr, ollen in hiesigem Rathhause die städtischen Begrasungen ur das Jahr 1874 öffentlich meistbietend verpachtet nerden. Friedberg den 23. April 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fouc ar. Hafer⸗ und Heu⸗-Lieferung. 315 Dienstag den 28. Avril d. J., Vormittags 11 hr, soll in hiesigem Rathhause die Lieferung von 10 Nalter Hafer und 20 Centner Heu für den Faselstall er Stadt Friedberg an den Wenigstfordernden in Accord geben werden. Friedberg den 23. April 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Dole 1. N—**—* 5 Hofraitheversteigerung. 316 Montag den 8. Juni l. J., Vormittags 11 Uhr, ll in hiesigem Rathhause die Hofraithe des verstorbenen keorg Schäfer dabier, der Post gegenüber, in welcher Don seit Jahren ein frequentes Geschäft betrieben worden und sich zu jedem Geschäftsbetrieb eignet, öffentlich en den Meistbietenven versteigert werden. Friedberg den 23. April 1874. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. — Fouc ar. Arbeits-Versteigerung, 313 Dienstag den 28. April, Vormittags 9 Uhr, sehen alf dem Gemeindehaus zu Nieder Florstadt nach⸗ tehende Arbeiten und Lieferungen in Accord gegeben nerden: A. Gemeinde Nieder-Florstadt. Die Handarbeiten an den Vieinalwegen, sowie das Brechen, Anfahren und Zerschlagen von 140 Kubik meter Unterhaltungssteinen; ferner N. K. Pflasterarbeit, veranschlagt zu 84 Materiallieferung, als: Brechen und An— fahren von noch erforderlichen Schichten⸗ steinen, sowie Graben und Anfahren von Sand ze. 149 50 Erdarbeiten 32— Maurerarbeiten 50 14 Steinhauerarbeit 14 40 Zimmerarbeit 55 24 Schreinerarbeit 7 30 Weißbinderarbeit 57 44 B. Kirche Nieder⸗Florstadt. Maurerarbeiten 14 59 Steinhauerarbeit 12 58 Weißbinderarbeit 100 50 Schlosserarbeit 38 53 Pflasterarbeit 4— Schreinerarbeit 16— Assenheim den 23. April 1874. Wenck, Bezirks-Bauaufseher. Holz⸗Versteigerung. 22 Dienstag den 28. April l. J., Vormittags um uhr, sollen im Gemeindewald Ockstadt, Distrikte Junger— nuld und Schlag Nr. 4 und 5, folgende Holzsortimente Ibentlich meistbietend versteigert werden: 1) 36 Raummeter Buchen-Prügelholz, 1 Eichen Birken-Wellen, N 75 4213 Gebund Pfriemer(Ginsterng. Die Zusammenkunft ist im Distrikt Jungerwald. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird Zahlungs- Ockstadt den 23. April 1874. Großherzogliche Nürgermeisterei Ockstadt. nns. Frankfurter Landwirthschaftlicher Verein. Maschinen, Zucht.& Mast-vich bon am 14., 15., 16., 17. und 18. Mai 1874, verbunden mit einer Verloosung von 400 Gewinnen, bestehend in Zucht- und Mast⸗Vieh, landwirthschaftlichen Maschinen, Haus⸗ und Garten⸗Geräthschaften, insofern 30,000 Loose vergriffen sind. Die Verloosung der nur auf der Ausstellung anzukaufenden Gegenstände findet öffentlich vor Notar und Zeugen am 18. Mai 1874 statt. Uebernehmer einer größeren Anzahl Loose erhalten entsprechenden Rabatt.— Programme, Prämienlisten, allgemeine Bestimmungen und Aumeldungs-Formulare zu den Ausstellungen, sowie Loose(bei Letzteren unter Anfügung des Betrages von 36 Kreuzer per Stück) werden auf franco einlaufende Bestellungen verabfolgt durch das Secretariat des landwirthschaftlichen Vereins, kleine Friedbergerstraße 2 in Frankfurt a. M.(H. 6373.) 439 Die Ausstellungs⸗-Commission. Beseitigung des Hustens und Kräftigung des Körpers. Walpershofen den 6. Februar 1874. „Geehrter Herr Zickenheimer. Ihr Trauben-Brust⸗Honig hat mich vor 2 Jahren von einem „lästigen Husten so vollständig befreit, daß ich mich wie ein junger Mann gestärkt fühlte. Da ich mir „durch eine neue Erkältung wieder Husten zugezogen, so bitte(folgt Bestellung). „Hochachtungsvoll J. Krauß, Lehrer zu Walpershofen, Poststation Heusweiler, Kreis Saarbrücken.“ Seit einer Reihe von Jahren bestätigt sich die Erscheinung, daß diejenigen Leildenden, welche den „Trauben-Brust⸗Honig“ längere Zeit gebrauchen, auffallend an Körperfülle zunehmen, was begreiflich ist, wenn man bedenkt, daß dieses Haus- und Nährmittel die wesentlichsten Bestandtheile der Weintraube ent— hält. Als Nahrungs-, Genuß„ Vorbeugungs⸗ und Hausmittel für Gesunde sowohl als für Leidende, Geschwächte, Reconvalescenten und kränkliche schwächliche Kinder steht der genannte segensreiche Saft, diese Eisenschaften in sich vereinigend, einzig da.— Verkaufsstelle in 3 Flaschenfüllungen in Friedberg bei Wilh. Sturmfels, Hofapotheker, in Butzbach bei A. Gimbel * Jede Flasche ist mit der gesetzlich deponirten Schußmarke versehen, sowie mit einer Gebrauche⸗ Anweisung, in welcher die Verpackung und der Preis der einzelnen Flaschen genau angegeben sind. Attestprospekte ebenfalls gratis. Die Flaschen sind mit Metallkapseln verschlossen, welche den Firma⸗ stempel der Fabrik tragen. 1325 Kölnische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft. Gegründet im Jahre 1853. —***„— Pegebenes Hrundsapilal Drei JMilsionen Thaler. Die Reserven betragen 266,313 Thlr. 6 Sgr. 4 Pf. 1292 Die Gesellschaft, indem dieselbe auf ihren vorbemerkten Vermögensstand und auf ihre nunmehr zwanzigjährige Geschäftsthätigkeit Bezug nimmt, ladet zur Versicherungsnahme zu sesten Prämien, wobei jede Nachschuß⸗Verpflichtung ausgeschlossen ist, ergebenst ein. Die Unterzeichneten geben auf Verlangen weitere Auskunft und erbieten sich zur Aufnahme der Versichecungs-Anträge. Domaine-Pfandmeister Schuchard in Friedberg. Renteiverwaller Stahl in Kloppenbeim. C. Löffler in Gambach Carl Jockel jun. in Hungen. Durch 24 Jahre erprobt! Anatherin- Mundwasser von Dr. J. G. Popp, k. k. Hof⸗Zahnarzt in Wien, 111 genießt seiner vortrefflichen Eigenschaften wegen einen europäischen Ruf und eine Probe damit wird Jedermann zu dessen regelmäßiger Anwendung bestimmen, wie es denn auch von zahlreichen Aerzten bei Zahnübel angerathen wird. Preis per Flasche 20 Sgr. und Thlr. 1. Dr. Popp's Anatherin-Zahnpasta. Feine Jahnseife zur Pflege der Zähne und dem Verderben derselben vorzubeugen. Jeder— mann sehr zu empfehlen. Preis per Dose 20 Sgr. Vegetabilisches Zahnpulver. Es reinigt die Zähne entfernt den so lästigen Zahnstein und die Glasur der Zaͤhne nimmt an Weiße und Zartheit immer zu. Preis per Schachtel 10 Sgr. Dr. Popp's Zahnplombe zum Selbstausfüllen hohler Zähne. Preis per Schachtel 1 Thlr. 15 Sgr. 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April, des Vormittags um Gemeindestube versteigert werden. Friedberg. B. Grödel, Vorsteber. Futterschneid-Maschinel * 1296 empfieblt in drei verschiedenen Gattun en zu den billigsten Preisen Ph. Dau. Kümmich. 1 bis 2 brave Mädchen 1297 aus hiesiger Stadt, Nauhelm oder Umgegend konnen das Kleidermachen erlernen bei Geschwister Berg. 5 abermals herabzusetzen und empfehle ich mein Großes Mannsacturwaaren Lager. 1000 Stück/ breite ächtfarbige Cattune, lila, rosa, gelb und braun, für Kleider und Ueberzüge, Glanz ⸗Cattune und Catiune mit Borden für Vorhänge zu 8, 9 und 10 kr. 200 Stück feinste Pique⸗Cattune in allen Farben z 12 kr. 200 Stück feinste französische Jaconets zu Kleider à 10 kr. 500 Stück/ breites schweres ächtfarbiges Bettzeug, meistens türkischrotbh, J 15 kr. 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