1874. n 5 K 1** 2** Samstag den 24. October. M126. T— 22 15 9 N Nan 5 rpersonal Die Petitzeile Erscheint jeden — 2 sn wird mit 4 Kreuzern berechnet. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag. 1— Wan i An s l f un Für den Monat November kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der eee Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. uuns n Pet, 5 1 a Amtlicher Theil. N Betreffend: Die Ausleizung verzinslicher Kapilalien aus Kirchen-, Schul⸗ und Stiftungefonds. Juho An die Kirchen-, Schul- und Stiftungs-Vorstände des Kreises. 1 Da die Vorschriften bezüglich des obigen Gegenstandes, die in dem Ministerial⸗Ausschreiben vom 30. November 1863, Nr. 14 des Ministerial- M. Scheibel Amtsblatts, wovon Sie seiner Zeit Abdrücke erhalten baben— Nr. 100 des Friedberger Intelligenzblattes von 1863 und Nr. 102 des Anzeigeblattes —— ür den Kreis Vilbel von 1863— enthalten 8 Friedberg am 20. October 1874. 9 6 5 2 178 —— 41352 — 2 „— * versicherungs⸗ und Brandentschädigungs- SBerster als Stellvertreter für den Butzbach auf Widerruf ernannt MNerie Berg m po lwpine Setg. Friedberg am 20. October 1874. Seiwächter für die Geueinde Holzhausen ernannt 1 Wir bringen biermit zur öffentlichen Kenntniß, Be kan nt ma ch un g daß Zimmermeister Arnold Oelschläge und verpflichtet worden. ö 5 sind, nicht immer genau befolgt, namentlich Ibre deßfallsigen Berichte nicht durch das betreffende Decanat sondern direct an uns befördert werden, so empfehlen wir Ihnen, die erwähnte Vorschrift pünktlichst zu befolgen. Großberzogliches Kreisamt Friedberg. r a pep l aus Butzbach zum ständigen Experten in Brand- Angelegenheiten, wie als Feuergeschworner für den Bezirk Butzbach, Heinrich Füller II. und Heinrich Bezirk Friedberg, Bezirksbauaufseher Metzger und Heinr und eidlich verpflichtet worden sind. Die betreffenden Großberzoglichen Bürgermeistereien wollen dies ortsüblich publiciren. ich Rockemer als Stellvertreter für den Bezirk Großherzogliches Kreis amt Friedberg. S Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Heinrich Kunz III. und Heinrich Wink II. von Holzhausen sind als Feldgeschworene, Georg Köppel von Holzhausen als Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier⸗ ingsblatt Nr. 50 enthält: 3 Bekanntmachung Großherzoglichen Gesammtministe— Kune ums, die Erbauung einer stehenden Brücke über den Diehl.—— Fein bei Germersheim betreffend. 3 ö II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des L 14 lt. 0 zunern, die Bestäligung von Stiftungen und Vermächt— r N ssen betreffend. III. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Bingen, die 0 erhebung nachträglicher Umlagen in den israel. Religions⸗ meinden zu Gau⸗Algesbeim und Ockenheim betreffend. IVV. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen nes fremden Ordens. V. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: die 3. evang. Schulstelle zu Rodheim v. d. H. mit einem jährlichen gehalle von 450 fl.; die 2. kath. Schulstelle zu Heusen⸗ umm mit einem jährlichen Gehalte von 550 fl.; da dem cafen zu Schönborn⸗Wiesentheid das Präsentationsrech! dberselben nicht mehr zusteht, so wird die Concurrenz— kröffnung in Nr. 45 zurückgezogen. Darmstadt. Die Regierung hat sich dahin ütschieden, daß bei Aufstellung des nächsten Bud⸗ ats für die Finanzperiode 1876— 78 eine den Iuverhältnissen entsprechende Aufbesserung der Jtlefel 1len Stoßen 128 Aberdal schlaag ita! ich J 1 Eisenbahnamtes Haibach und Ministerial-Directer Jacobi. Das Präsidium bilden Commerzienrath Delbrück(Berlin), Frommel(Augsburg) und Meckel(Elberfeld). Die Sitzungen dauern bis Samstag. Breslau. Das Reichs- Oberhandelsgericht hat die Coneessionäre der Rumänischen Eisenbahn— Actien-Gesellschaft, Herzog von Ratibor, Herzog von Ujest, Graf Lehndorf und Dr. Strousberg, in dem Prozeß der hiesigen Actionäre solidarisch zur Zahlung von 7½ pCt. Zinsen auf die alten Actien verurtheilt. Fulda. Neuerdings hat das hiesige bischöf— liche Domcapitel wieder die Frage bezüglich der Neuwahl eines Bischofs für die Diöcese Fulda erörtert, und zwar, wie man uns mittheilt, aus Anlaß eines bezüglichen Schreibens aus dem Vatikan. Man kam jedoch zu dem Schlusse, daß unter den obwaltenden Umständen von der Aufstellung einer zweiten Candidatenliste am besten abzusehen sei, da das gegenwärtige Interregnum volle Bürgschaft für bie Erhaltung des Friedens innerhalb der Diöcese biete. Hierzu ist zu bemerken, daß die Majorität des Copitels(Hahne, Dr. Labrenz und Dr. Malkmus) antijesuitisch gesinnt ist. Limburg. Unser Bischof hat seit einiger Zeit einen Caplan, Namens Harth, an der Lieb— frauenkirche in Frankfurt a. M. ohne die Ge— nehmigung des Oberpräsidenten angestellt und wird sich dieserhalb vor dem Staatsanwalt zu verant— worten haben. Weimar, 19. October. Die Landessynode hat nach Erledigung der Vorlage über die Pen- sionsanstalt für die Geistlichen und deren Witiwen und Waisen sich mit einigen auch für weitere Kreise interessanten Anträgen beschäftigt. Zunächst handelte es sich darum, daß die Trauung solcher Nussonäre vorgesehen werden soll. 1e! 6 Berlin. Die„Prov.⸗Corresp.“ meldet die — g.oelgte Einberufung des Reichstags zum 20. d., „ iiisen Eröffnungsfeier der Kaiser selbst abhalten ure. Als Aufgaben des Reichstages werden f ic namentlich die Fessstellung des Reichs- Etats, die cell Mrathung der großen Justizgesetze und des Bank— . e be, gsetzes bezeichnet. i „ bee,— Dem Vernehmen nach wird der Reichs ⸗ eee, n zler Fürst Bismarck gegen den 25. oder 26. d. ie z kurzem Aufenthalte hier erwartet. Derselbe nmt sodann noch einen Herbst- Aufenthalt in edrichsruhe. L 22. October. Der sechste deutsche Han— düstag wurde heute Vormittag 10 Uhr im ud Argetsaale des Rathhauses eröffnet, und zun 11 K uin Handelsminister, dem Ober ⸗Bürgermeister soprecht und dem Vorsitzenden des Aeltesten- 1 35 * zn — e. * 9 0 Collegiums der hiesigen Kaufmannschaft begrüßt. Regierungskommissär den Standpunkt des Kirchen- Awesend waren auch der Präsident des Reichs- raths dargelegt, wurde der Antrag der Regierung gemischten Paare, von denen der eine Theil zu den Dissidenten gehöre, ebenfalls von evangelischen Geistlichen vollzogen werden könne. Nachdem der zur Erwägung überwiesen; ebenso verfuhr die Synode mit dem Antrage, daß bei ehelichen Auf— geboten die herkömmlichen Ehren⸗Prädicate„Jung- geselle“ und„Jungfrau“ in Wegfall kommen sollten. Diese Ueberreste mittelalterlicher Kirchen— zucht zu beseitigen, schien die Synode geneigt, doch bat man den Weg gewählt, daß zunächst die Kirchen- Regierung die Frage in Erwägung ziehen möge. — 21. Oct. Heute fand die Schließung der ersten evangelischen Landes- Synode durch den Chef des Cultus departements, als landesfürstlichen Commissär, statt. Meiningen. Der Landtag des Herzogthuas ist auf den 9. Nov. einberufen. Außer den sehr umfänglichen, nach der Mark-Rechnung umgerech- neten Etats für 1875/78 wird das Gemeindegesetz und Volksschulgesetz, sowie eine Reibe kleinerer Gesetze zur Berathung kommen, darunter auch das Münzgesetz, welches die Einführung des Mark- Systems auf 1. Januar 1875 fesisetzt. Die Be- soltungen werden im Allgemeinen um etwa 20 Procent erhöht. Für die Lehrer ist ein neues Dienst⸗Einkommengesetz proponirt, welches durch— schnittlich 2733 Procent Erhöhung bringt. Coburg. Nach mehrwöchigen Berathungen im biesigen Landtag ist das neue Volksschulgesetz mit Fortbildungsschulen nach gegenseitigen Compro- missen zwischen der Regierung und Landesver— tretung angenommen worden. Straßburg. Sicherem Vernehmen nach wird der Straßburger Bürgermeisterei-Verwalter Back, indem von hier aus Schritte in dieser Richtung geschehen, auf seinem Posten verbleiben und nicht nach Köln gehen. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 20. Oct. Abgeordnetenhaus. Der Finanzwinister bringt das Budget pro 1875 ein und begleitet dasselde mit einem längeren Exposs, in welchem er belont, daß es das ernste Bestreben der Regierung gewesen sei, die Ansprüche aller Ressorts auf das noth- „ Oberheffischer Anzeiger. n — r wendigste Maß berabzusetzen. Das Gesammt Er⸗ forderniß pro 1875 beträgt 381,782,551 Gulden, oder um 1,482,762 und mit Hinzurechnung der bewilligten Nachtragscredite um 2,802, 762 Gulden weniger als im vorigen Jahre. Die präliminirten Einnahmen betragen 369,429,694 Gulden, sonach ergibt sich ein Deficit von 12,352,857, welches durch Heranziehung der nach dem Gesetz vom 24. Dez. 1873 verfügbaren Rentenreserve gedeckt wird. Der Finanzminister hält für das beste Mittel zur Herstellung des Gleichgewichts im Staatshausbalte die Durchführung der Steuer- Reform und bittet das Abgeordnetenhaus um be- schleunigte Berathung und Beschlußfassung über die vorliegenden diesbezüglichen Entwürfe. Das Bud; get wird dem Finanz⸗Ausschusse zugewitsen. Schweiz. Bern. Der Nationalrath be— schloß bei der Fortberathung der Militär Organi- sation die Eröffnung eines Lehrkurses für militär⸗ wissenschastliche Fächer am Züricher Polttechnikum. Frankreich. Paris. In politischen Kreisen ist von einem bevorstehenden Cabinets- Wechsel die Rede: nur der Herzog Decazes würde seinen Posten beibehalten, die andern Minister aber würden fämmtlich ersetzt werden. Dieses Gerücht, welches vor einigen Tagen officizs dementirt wurde, taucht mit erneuter Beharrlichkeit wieder auf. Großbritannien. London, 20 Ott. Der Großfürst⸗Thronsolger von Rußland und der russische Botschafter, Graf Schuwaloff, haben heute der Kaiserin Eugenie in Chislehurst einen Besuch abgestattet. — Die Koblengruben-Besitzer in Northumber— land haben beschlossen, die Entscheidung wegen der von ihnen brabsichtigten Lohnherabsetzung von 20 pCt. einem Schiedsgericht anheimzugeben. Spanien. Madrid. Nachrichten der Re- gierung zufolge bat sich die Zahl der Carlisten in der Provinz Murtia in Folge der Niederlage Lozano's auf hundert reducirt. Das Gerücht, wonach die Lage Pampelunas als eine prekäre bezeichnet wird, ist als unbegründet anzusehen. Italien. Rom. In Folge einer Beschlag⸗ nahme von Documenten bei den wegen carlisti- scher Auwerbungen verhafteten Individuen löste der Präfekt den Verein ehemaliger päpstlicher Combattanten auf. Türkei. Konstantinopel. An der persisch türkischen Grenze finden fortwährend Räubereien statt, welche persische Unterthanen auf türkischem Gebiete verüben. Da nun diese persische Re- gierung angeblich die zur Unterdrückung dieses Unwesens erforderlichen Schritte unterläßt, so hat jetzt die bebe Pforte den Commandeur des 4. kürkischen Armeecorps beauftragt, jeden persischen Räuber durch Soldaten auch dann noch verfolgen zu lassen, wenn derselbe sich auf persisches Gebiet geflüchtet haben sollte. — Oesterreich, Deutschland und Rußland ver— handeln andauernd mit der Pforte, um deren Ein⸗ willizung für den Abschluß von Handelsverträgen mit Rumänien zu erlangen. Jedoch sind keine Anzeichen vorhanden, daß diese Mächte sich über die Zustimmung der Pforte hinaussetzen würden. Amerika. New Jork. Nach Berichten aus Buenos-Ayres vom 19. October wurde die Congreß⸗Sitzung am 19. October geschlossen. Der neue Präsident Avellaneda empfing das diplomatische Corps. Der Insurgentenführer Rivas wurde ge schlagen. Von Montevideo ist ein Insurgenten- Dampfer mit Mannschaften und Kriegs⸗Vorräthen für die Insurgenten abgegangen. Australien. Melbourne, 21. Oct. Nach⸗ richten von den Samoa-Inseln melden, daß das deutsche Kriegsschiff„Arcona“ einen Hafen der Samoa-Inseln angelaufen und von der dortigen Re- gierung die Entrichtung der zuvor stipulirten Entschä⸗ digungssumme für die dort angesiedelten deutschen Staatsangehörigen verlangt hat. Zur Herbeiführung der Zahlung sei von den Deutschen ein Gebiets- theil in Pfandbesitz genommen worden, worauf die „Arcona“ den Hafen wieder verlassen habe. Aus Stadt und Land. Beienheim. Bei der am 14. October stattgehabten Hürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Huber mit 50 Stimmen wieder gewählt, sein Gegen⸗ candidat konnte trotz aller Anstrengung nur 39 Stimmen erlangen. Des Abends wurde dem wieder Neugewählten von den Wählern ein Ständchen gebracht und unter Musik richtete man den Ehrenbaum auf. Einer der Wähler hielt eine entsprechende Ansprache, die mit einem Hoch! auf den wieder Neugewählten endete, in das Alle mit großem Jubel einstimmten. Unter Musik und Gesang verlebte man hier einen schönen Abend. Darmstadt, 21. Oct. Herr Ohly hat die auf ihn gefallene Wahl als Bürgermeister unserer Residenz ange⸗ nommen und bereits gestern Vormittag mit Herrn Ministerial-Director v. Stark über diese Angelegenheit verhandelt. Darmstadt. Auf der internationalen Ausstellung für Hopfen. Bier und Brauerei⸗Gerälbe in Hagenau ha! (von 102 Ausstellern) Hr. Justus Hildebrand in Pfung⸗ adt für das beste Bier den Ehren-Pokal erhalten. Für Hopfen erhielt die goldene Medaille: die Szipio Herth'sche Guts⸗Verwallung Seehof; die bronzene: J. Bodenheber in Heppenheim und das Anerkennungs Diplon: V. Keller in Heppenheim. Für Bier erhielt C. Werger in Worms die filderne Medaille. Für Hopfen-Anlagen, Geräthe c. erhielt F. Flinsch in Offenbach die bronzene Medaille. Darmstadt. Aus guter Quelle wird den Hess. Volks. blättern die Mittheilung, daß in Folge des verminderten Verkehrs demnächst die Zahl der Odenwaldbahnzüge redu cirt werden soll. Mainz. In den hiesigen Schlachthäusern wurde eine neue Schlachimetbode probirt und zwar mit glänzen dem Erfolge. Die einfache Vorrichtung besteht in einer Lederkappe, welche dem Thiere über den Kopf gezogen wird und eine Stelle frei läßt, in welche eine Stahlspitze durch einen Schlag mit dem Hammer eingetrieben wird und so in das Gehirn eindringt. Mainz. Die hiesige Industrie Ausstellung schließ! nach Abzug aller Ausgaben mit einem Ueberschuß von über 16,000 fl. ab. Bingen. Hier wurde am 20. d. einem Rangirmeister von Mainz das Bein avgefabren. Der Unglückliche ist verheirathet und hat 9 Kinder. Allerlei. Frankfurt. Nach dem„Rh. Kur.“ hat die hiesig Handelskammer an die Regierung in Wiesbaden berichtet. daß zur Einlösung des in Frankfurt vorhandenen süd— deuischen Geldes 29½ Millionen Mark nöthig seien. Marburg, 20. Oct. Heute fand auf dem Rath⸗ hause die erste Civillrauung mit der dem wichtigen Akt enisprechenden Feierlichkeit statt. Die kirchliche Trauung des neuvermählten Paares folgte unmittelbar. Braunschweig, 20. Oct. In dem seit einigen Tagen verhandelten Processe gegen Brandes und die Wittwe Krebs, wegen Gifimordes, wurden beide Ange— schuldigte zum Tode verurtheilt. Paris. Oas hiesige Observatorium sagt einen frühen und sicengen Winter sammt häufigem Schneefall von 15. Nov. bis nach dem 15. Januar voraus. London, 21. October. Heute herrschte ein heflige! Sturm in England und Schottland. Viele Häuser und Telegraphen⸗Leitungen wurden beschädigt. Der Dampfer „Chusan“, von Glasgow nach Shanghai gebend, scheiterte an der schontischen Wesiküfte. Elf Maun der Besatzung sind umgekommen. Athen. Wie die hiesigen Blätter vom 14. melden, sind dor die deulschen Archäologen schon eingetroffen, welch beauftragt sind, die Ausgrabungen in Olympia au! Kosten des deutschen Reichs vorzunehmen. Die Arbeiten sollten im Laufe des Monats October beginnenz die griechisch⸗ Regierung wird eine eigene Com mission zur Beaussich lig⸗ ung der Ausgrabungen an Ort und Stelle schicken. Die letzten Tage Friedrichs des Großen (Schluß.) Es fehlt uns an Raum, besonders hervor stechende Züge aus der Zimmermann'schen Kranken- geschichte anzuführen. Einiges können wir doch nicht unerwähnt lassen. Der Arzt bewundert die weltberühmt gewordenen Augen,„so hat sie,“ sagt er,„Gott vielleicht nur diesem einzigen Königs kopf gegeben“ Er ist von der unbeschreiblichen Anmath der Stimme des Monarchen dingerissen. Weder das Eine noch das Andere hat die Krank— heit zu brechen vermocht. Auch die Gedanken des Kranken sind immer bei seinem erhabenen Beruf; er sreut sich, daß die Ernteberichte über Erwarten gut lauten; er erklärt,— gewiß ein frappantes Wort aus dem Munde eines so unumschränkten Herrschers—:„Ich liebe die republikanischen Verfassungen, aber unsere Zeiten sind dafür zu gefährlich!“— er hält im Gespräche mit seinem Arzte eine förmliche und mitunter sehr scharfe Fürstenrevue ab;— er warat— trotz aller Duld⸗ ung, aus der man so gern Kapital für den Ultra- montanismus schlagen möchte,—„vor dem allent⸗ halben im Finstern schleichenden Natterngezüch! der Jesuiten“; er freut sich und ist stolz auf die Be⸗ triebsomkeit seiner Unterthanen, die aus dem Sand fruchtbares Land und sogar prächtige Weingelände geschaffen;— er erklärte vor allem das Licht zu sagt er,„ich habe mich gefreut, sie durch den Fürstenbund wenigstens einigermaßen wiederherzu⸗ stellen;“ kurze Zeit vor seinem Tode setzt er eine Umgestaltung des ganzen preußischen Feldlazareth⸗ wesens in's Werk und beruft dazu auf die Empfehlung Zimmermann's den Dr. Fritze aus Halberstadt, Seitdem die Krankheit immer mächtiger und gefährlicher geworden war, ging der König einige Stunden früher als sonst an seine Arbeit.„Mein Leben ist auf der Neige“, sagte er,„ich muß die Zeit benutzen, sie gehört nicht mir, sondern dem Staate.“ Die Cabinetssecretäre mußten statt um 6 oder um 7 Uhr, schon um 4 Uhr Morgens bei ihm sein. Er besah alle während der Nacht ein⸗ gegangenen Berichte, Depeschen und Briefe, legte, was er selbst lesen wollte, auf die Seite, übergab das Andere den Seeretären und dtetirte dann die Resolutionen, Briefe und Befehle meist wörtlich. Der tödtlich Kranke regierte in 2 bis 3 Morgen- stunden ein ganzes Königreich und erledigte zu⸗ gleich seine auswärtigen Geschäfte durch ganz Europa. Nachmittags kam das Mundirte zur Unterschrist, und der König unterschrieb nicht, ohne es nochmals durchgelesen zu haben. Nach Erletigung der Morgengeschäfte kam der Küchen⸗ zettel des Tages zur definitiven Entscheidung; zu⸗ gleich mußten alle Producte aus den königlichen Gärten und Treibhäusern die Revue passiren. Die Hand hatte kaum Krast genug, einen Octav-⸗ band zu halten, aber er mochte sich die, Lectüre roch nicht versagen. Um 10 Uhr holte der Stadt⸗ commandant die Parole; dann wurden Audienzen ertheilt. Die Tischgesellschaft erschien nach 11 Uhr, fast immer dieselben Herren, zwar ein für allemal befohlen, aber doch täglich noch extra eingeladen. Die Tafel dauerte sonst 3 bis 5 Stunden, jetzt nur eine halbe. Der Lieblingswein des Königs war Bergerac. Nach der Tafel wurde, nie über ½ Stunde, ein Mittagsschläschen gehalten; in gefunden Tagen fiel auch das aus, und der König begab sich nach eingenommenem Kaffee auf die Terrasse ins Freie oder amüstete sich auf andere Weise. Um 3 Uhr kam der Arzt; eine halbe Stunde später fingen die Geschäfte wieder an. Die Abendgesellschafter(Marquis Lucchesini, General von Görtz, dann auch der Minister von Hertzberg und Graf Schwerin) kamen um 5½ Uhr. Die meist heitere und stets interessante Unterhaltung dauerte bis 8 Uhr. Dann zog sich der König zurück und ließ sich, bevor er einschlief, was ge⸗ wöhnlich um 10 Uhr geschah, von einem jungen Menschen aus Berlin aus dem Plutarch oder Cicero, manchmal aus Voltaire vorlesen. Man kann unter den beständigen Gefährten des Königs die Windspiele nicht vergessen, für die er seit einer langen Reihe von Jahren eine beinahe zärt⸗ liche Zuneigung hegte. Noch während der Anwesenheit des Dr. Zimmer⸗ mann, also wenige Wochen vor seinem Tode, schrieb Friedrich eigenhändig eine Instruction für einen seiner Gesandten an einem der mächtigsten Höfe; sie war, wie Sachkenner versichern, ein Meister⸗ stück der Politik„In einer aus wärtigen Angelegen⸗ heit,“ erzählt Zimmermann,„die in seinem poli- tischen System auf große Dinge der Zukunft zielte, nahm der schwerkranke König seine Entschlüsse und ließ dieselben am gehörigen Orte äußern, so rasch und kühn als in seinen besten Jahren.“ Noch am 14. August arbeitete und lebte der König wie gewöhnlich; er unterhielt sich mit seinen Gesellschaftern in gewohnter Lebhaftigkeit von den ausgezeichnetsten Personen des dreißigjährigen Krieges. Noch am 15, empfing er die Rapporte, sagte freilich:„es geht schwer; fügte aber hinzu: auch die letzten Augenblicke gehören dem Staate. Noch dictirte er, wie der Minister von Hertzberg mittheilt, diplomatische Depeschen und unterzeichnete sie am Abend desselben Tages, obwohl er kaum noch volle Besinnung hatte. Erst am 16. hatte er aufgehört zu regieren. Wohl erkannte er seine Umgebungen noch, aber— zum ersten und einzigen Mal in dem ganzen Verlauf seiner Regierung— er erinnerte sich der Geschäfte nicht mehr. Noch waren Bewußzisein und Gefühle und das gewohnt Feuer des Blickes nicht ganz verloren, er versuchte lieben;—„Deutschland ist eine Art von Republik, 1 afl 524 und endli. det 5 1 1. ein 9000 wit ales hat 4, nich darin seintt Ae großen N. Vorbild, blos sein empfand ö als durch Denkmale schwäbisch jetzt die — 111 markt war bis 3 fl. 1 fl. 40 k Eier das 8 Jolpsund El 180 0 3102 die 3142 Fu welcher z werk besc ung des in einem Oekononi Arm verl. ist im St ungen bit ur d N b meines Publikur ergebenst Nein Wende 31³³ (H. 620 — 3080 9 riemen, 60 Pfau und erle Fri ——— 1 5750 8 ch jede Buch beziehen. . u. ist bur Das Originalwert foste 9 d iung zu 10 han 2. S 7 S . 2 1 15 ug dale gp 98 gan Nati- e 5 1 Ant 91 * cet e Nc 0. 7 9 der Nice Gaine tert t In rdalkts; reer A5 eit die 2 ett auch aufzusteben und einige Schritte zu gehen. Dann beklagte er sich über Frost, über Athemnoth, und endlich um 2 Uhr 20 Minuten am Morgen des 17. August machte ein Stickfluß seinem Leben ein Ende. 5 Das Erdenwallen Friedrichs des Einzigen war wie alles irdische Leben ein begrenztes. Doch hat es,— wer möchte das Walten der Vorsehung nicht darin erkennen?— 74 Jahre und die Zeit seiner Regierung 46 gewährt. Den Tod des großen Regenten, der größer gewesen ist als sein Vorbild, der Kaiser Marc Aurel, beweinte nicht blos sein Volk, sondern die ganze civilisirte Welt empfand den Verlust. Was er ihr galt, mehr als durch alle Trauerhymnen, mehr als durch alle Denkmäler wird es durch das schlichte Wort eines Mainz, 21. Oct. Productenmarkt. Waizen per Nov. 12 fl.— kr., per März 20 fl. 20 kr., per Mai 20 fl. 25 kr. Korn per Nov. 9 fl., per März 16 fl. 20 kr., per Mai 16 fl. 20 kr. Hafer per Nov. 10 fl. 42 kr., per März 18 fl. 40 kr., per Mai 18 fl. 30 ke. Rüböl per Oct. 17 fl. 5 kr., per Mai 31 fl. 40 kr. Raps per April 29 fl. 50 kr. Das der Deutschen Trangatlantischen Dampfschifffabrts, Gesellschaft(Adler-Linie) in Hamburg gehörende Post dampfschiff„Herder“, Capitän Genzmer, welches am 1. October von hier abgegangen, ist nach einer Reise von 12 Tagen 12 Stunden(von der Elbe abgerechnet) am Dienstag, den 13. October, 12 Uhr Abends wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das der Deutlschen Transatlantischen Dampfschifffabrts⸗ Gesellschaft(Adler⸗Linie) in Hamburg gehörende Post— dampfschiff„Schiller“, Capitän Thomas, trat am 15. October seine vierte diesjährige Reise mit 496 Passa— gieren— worunter 53 CajütsPassagiere— sowie Post D. Frankfurt a. M., 22. Oct. In Folge von besseren Pariser Nolirungen war im gestrigen Abend verkebr eine Reprise eingetreten, welche fortzusetzen man in der heutigen Böͤrse eutschlossen schien, doch konnte dieser Neigung nicht so unbedingt Folge geleistet werden, da der bier herrschenden Strömung starke Berliner Blancoverkäuse gegenüberstanden; dieser Platz hält an seiner Contremine⸗ position fest, wie ja auch aus dem fest behaupteten Deport hervorgeht. Von den einzelnen Speculationseffecten waren wieder Staatsbahn am beliebtesten und bewegten sich zwischen 321% ñ— 20¾—21½— 21-21 ½. Creditactien 24846—47—47½, Lombarden 145½ 144%. Auf dem Eisenbahnmarkte herrschte eine beruhigtere Stimmung. Die meisten Werthe blieben behauptet, einzelne etwas höher, nur Nordwest find anhaltend ausgeboten. Elisa⸗ beih 201½, Franz Joseph 196½. Banken ziemlich preis⸗ haltend, ohne indessen nennenswerthe Variationen aufzu⸗ weisen. Oesterr. Nationalbank 1086. Deutsche Effectenbank 117¼. Bon Loosen 1860er sest. Wechsel etwas anziehend. schwäbischen Bauern bezeichnet:„Wer wird und volle Ladung von Hamburg direct ohne Zwischenhäsen Geld ⸗ Cours. jetzt die Welt regieren?“ anzulaufen nach Newo⸗Potk an. Frankfurt am 22. Oktober 1874. 8 CCCP Handel und Verkehr. Verloosung. Holländische l. 10 Stücke N 9 49—51 rankfurt, 21. Oct. Der heutige Heu⸗ und Strob⸗ Freiburger 15 Francs⸗Loose. Freiburg, Ducaten, IA.„ 5 36—38 markt war gut befahren. Heu kostete per Cir. 2 fl.] 15. Oct. Gezogene Serien: Nr. 248 734 749 945 1275 Ducaten al mareo„ 5 38—40 dis 3 fl. 10 kr. Stob per Centner 1 fl. 30 kr. bis 1295 1299 1490 1491 1681 1819 1839 1863 292 2520 20⸗Frankenstücke„ 9 29½—30½ 1 fl. 40 kr. Butter 1. Qual. 44 kr. 2. Qual. 42 kr., 2802 2940 3083 3113 3116 3199 3275 3394 3452 3556 Englische Sovereigns„ 11 5658 Eier das Hundert 3 fl. 48—54 kr. Kartoffeln per 2004221 4292 4332 4364 4444 4661 4752 4797 5246 5257] Russische Imperiales. 9 Zollpfund 2 fl. 24 kr. 5322 5916 6028 6061 608 1 6899 7964. Dollars in Gold. 22 26— ⸗Exöffuung det Ackerbauschule zu Friedberg am 2. November 187). 1874r Sardellen, Sardinen in Fäßchen à fl. 2., wöchentlich frische Schellfische, 3102 direkt aus der Nordsee, bei Wilh. Fertsch. 3142 Für einen Invaliden, Inhaber des eisernen Kreuzes, welcher zuletzt als Magazinverwalter auf einem Berg⸗ werk beschäftigt war, diese Stelle aber wegen Einschränk⸗ ung des Betriebes verloren hat, wird eine ähnliche Stelle in einem industriellen oder Handelsgeschäfte, einer Oekonomie oder dergl. gesucht. Derselbe hat den linken Arm verloren, schreibt übrigens gut und geläufig und ist im Stande günstige Zeugnisse vorzulegen. Anerbiet⸗ mungen bittet man an die Exped. d. Anz. zu richten. Du Verfügung des Königl. Kriegs-Ministeriums beim 2. Großh. Hessischen Dragoner-Regiment Nr. 24 als Roßarzt angestellt, empfehle ich mich bei meiner Versetzung nach Butzbach, an Stelle meines Collegen Herrn Hartbaum, dem geehrten Publikum Butzbachs und Umgegend als Thierarzt ganz tergebenst. 22 Meine Wohnung befindet sich bei Herrn Weinhändler Wendel in der Weiselerstraße. a 31²³ Friedrich Ewald, (H. 62994.) Thierarzt J. Classe. AVI s! 3080 Leichte Ackerkummete, Stallhalfter, breite Geschirr⸗ miemen, Zugstränge mit Seitenblättern, ein fast neues, 60 Pfund schweres Rollseil u. s. w. habe empfangen und erlasse sämmtliche Artikel preiswürdig. Frledberg. Eduard Grödel. Obstbaͤume 3015 zu haben in der Baumschule von 5 Lang& Weinel. 28 ehr 3 e Wichtig für Krankel 2 2 ee e e 22 2 Damit alle Kranken sich von der Vor⸗ 3 igalichkeit d. ilustr. Buches Dr. Airz's 3 3„ Naturheilmethode überzeugen können, f Ss wird von Richter's Verlags⸗Anstalt in 45 Leipzig ein 80 Seit. strt. 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Die trauernden Hinterbliebenen. ——— ̃— ———— —— — . —— 8 2—— 4 0 7 a Kirchen-Concert zum Besten der Meininger Brandbeschädigten in der Stadtkirche zu Friedberg. Sonntag den B. October, Nachmittags 5 Uhr, ausgeführt von dem hiesigen Organisten Herrn Taub stummenlehrer Schneider und Fräulein Pauline Bechthold aus Friedberg, unter gefälliger Mitwirkung des Herrn Goncertmeisters Rosenbecker aus Steinfurth, sowle einiger hlesiger bewährter Dilettanten. Programm. Nr. 1. Phantasie für die Orgel E. F. Richter. „ 2.„Höre Israel“, Arie aus„Elias“ für Sopran F. M. Bartholdy. „ 3. Romanze für Piston und Orgel nn neee E. Bach. „ 4.„Drum sing ich meinem Liede“, für Sopran und Tenor F. M. Bartholdy. „ 5.„Abendlied“, Violin⸗Solo mit Orgelbegleitung Schumonn. „ 6.„Abend⸗Elegie“ für Sopran. Violin und Orgel. F. Lachner „ 7. Adagio für Cello und Orgel Mozart. „ 8.„Präludium und Fuge“ A-moll für die Orgel J. S. Bach Beiträge werden in der Kirche entgegengenommen, jedoch dürfen diese nicht unter 6 Kreuzer betragen. AB. Um Druckkosten zu spareu, bittet man obiges Programm zu benutzen. Dilettauten-Capelle. 3180 Wir zeigen hiermit an, daß wir beabsichtigen, diesen Winter vorläufg zwei Concerte zu veranstalten und zwar am S. November und am 1. Januar. Französische Holzschuhe mit Leder und gefüttert, 3116 sowie alle Sorten Holzwaaren, besonders Wasserzüber in allen Größen, billigst, nur zu festen Preisen bei Adam Söllner II. Geschäfts-Verlegung. 3121 2999 Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine seit längeren Jahren dahier betriebene Cigarren handlung von heute an in mein eigenes Haus neben der Post, Kaiserstraße Nr. 76, verlegt habe, wovon gefällige Notiz zu nehmen bitte. Das mir bisher geschenkte Vertrauen ersuche mir auch für die Folge zu bewahren, stets werde bemüht sein, dasselbe wie seither durch beste Bedienung zu rechtfertigen. Friedberg den 7. Oktober 1874. Achtungs voll E. Oppenheimer, Cigarren bandlung neben der Po st. Geschäfts⸗Eröffnung. 3125 Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich unter Heutigem an hiesigem Platze im Hause der Herren Fürth& Nauheim ein Pelz⸗, Hut⸗ und Kappengeschäft eigener Fabrikation errichtet habe. Mein eifrigstes Bestreben wird es sein, meine geehrten Abnehmer auf das Sorg: fältigste zu den billigsten Preisen zu bedienen. Mit dieser Anzeige verbinde gleichzeitig die Mittheilung, daß ich fortwährend ein schön assortirtes Lager aller Sorten Pelzwaaren, als: Garnituren, Bettvorlagen, Jagd⸗ stauchen, Handschuhe, Vesatz für Damenmäntel, sowie Hüte aller Fagons in Filz, Seide und Stoff, Kappen in allen nur möglichen Sorten vorräthig habe, Bestellungen rasch zur Ausführung bringe und Reparaturen jeder Art zur Zufriedenheit herstelle. Achlungs voll C. Kalbfleisch, Kürschner und Kappenmachet. FVV FF 2 8 . 88 5 me berloosun 5 . 9. 425 88 8 85 125 3166 von einem Sessel mech. und einem Sessel mit Einrichtung, sr. Zt. in hiesiger Aus- 8 12 stellung, wird demnächst stattfinden.— 1 Beide Gegenstände, wohl nur aus vollständiger Unkenntniß der Polster⸗ 2 branche von den H. Preisrichtern übergangen, dürften immer noch in die Kategorie 25 2 von Polstermöbeln gestellt werden, indem das Ausstellungs-Comite solche als Lieferung 88 25 von Polstermbbeln bescheinigt hat. 5— 5 Friedberg den 22. Okrober 1874. E. von Göbel. 8 83 2 e v ze dan Naschliks, Kaputzen, 3012 Palatins, Seelenwärmern ꝛc. zu reellen Preisen bei K. Friedrich neben der Post. Geschwister Schloß in Friedberg 3 Ambose, 3191 empfehlen ihr Lager in wollenen Hemden, Jacken 3184 eine Parthie Spinnräder, neues und altes und Hosen, Filzschuhen und Stiefeln, gestrickten Tüchern, Ofenrohr, sewie einen schweren Stoßkarren hat zu Baschliks und Kaputzen, sowie allen Sorten Winter- verkaufen J. Ehrlich, handschuhen zu den billigsten Preisen. Judengasse in Friedberg. Nachkirchweihfest zu Fauerbach b. Fr. 3178 Sonntag den 25. Okktober findet bei mir gut besetzte Tanzmusik statt und lade hierzu höflichst ein. C. Holler. Nachkirchweihfest zu Dorheim. 3162 Sonntag den 25. d. M. findet in meinem Saale gut besetzte Tanzmusik staͤtt, wozu freundlichst ein⸗ ladet Konrad Bingel. 377 Wer waren die vernünftigsten Indu⸗ striellen der Wetterauer Industrie⸗Ausstellung? Ja uzqvg Inehebenv 2 pn„lat eee Gewerbschule. 3176 Mit dem 1. November beginnk in der hiestgen Gewerbschule ein neues Schuljahr. Eltern, welche ihre confirmirten Söhne in dieselbe eintreten lassen wollen, werden ersucht, dafür besorgt zu sein daß die Anmeld⸗ ungen an genanntem Tage oder am 25. d. M., zwischen 11 und 12 Uhr, im städtischen Schulhause um so gewisser erfolgen, als es nicht thunlich ist, später geschehende noch zu berücksichtigen. Friedberg den 21. Oktober 1874. Der Vor st and. r Hüte D 3019 neuester Fagon in großer Auswahl, sowie Filz⸗ schuhe und Stiefelsohlen Decken, Filtrirtrichter und Filzpantoffel, Mützen aller Art zu billigen Preisen empfiehlt die Hutfabrik von 9 Carl Schmidt II., dem Rathhaus gegenüber. Filz⸗ und Seidenhüte 3090 bei L. Backes in Friedberg. Saasele 3186 verkaufen. Sämmtliche Ochsenmetzger⸗ Friedberg. 3161 Von heute ab verkaufe. Pfund 14 kr., 0 Hammelfleisch A Ochsenfleisch A. 2 71 Kal bfleisch a e Joh. Hanstein III. Dörrfleisch, 3158 bester Qualität, das Pfund 24 kr., unter Garantie verkauft Wilhelm Reuß. Ochsenfleisch per Pfd. 20 kr. 3173 bei M. Rosenthal. H. Löb. Gebr. Nosenthal. Bad- Nauheim. Fahrgelegenheit auf den Orten⸗ berger Markt 3167 Dienstag den 27. Oktober, früh präeis 5 Uhr, geht mein Omnibus nach Ortenberg. Heinrich Waas. Ein Logie 3475 auf der Kaiserstraße für 1 oder 2 Personen ist sogleich beziehbar. Näheres bei der Exped. d. Bl. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. 21. Sonntag nach Trinitatis. Ernte⸗Dankffest. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Diegel. (Abendmahl.) Nachmittags: Herr Candidat Fritsch. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Sonntag den 1. November Reformationsfest und Abendmahl in der Stadtkirche. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagec. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 43 und eine Beilage.) werden. Gleichzeit Nenovation Tagen, fen Fülkdberg meindtangeb Fried b . Hofrat 314 Mo 11 Uhr, sol Immobilien defsen fteir steigert we . Flur. 973 0 Im u 3144 N Uhr, soll duden de willigen! bietenden Frie Beltdeck Die ung bek Fri * Adil — hule. Natter — n fen dich nen aßen wolln * deß die Armed rn zig * et t gewiß deitt gischehen: * egettet. denhüͤte . Backes b titdiet). . 3 Heilage. Hberhessischer Anzeiger. 9 2 126 Pfänder-Versteigerung. 17 Donnerstag den 5. November d. J., Vor⸗ züttags 9 Uhr anfangend, sollen in hiesigem Rathhause lle bis zu diesem Termin die Verfallzeit erreicht habenden, icht ausgelösten oder renovirten Pfänder der hiesigen fand und Leih-Anstalt, bestehend in Gold, Silber, upfer, Zinn, Weißzeug, Mannes- und Frauenkleidern, oldenen und silbernen Taschen-Uhren, sowie sonstige egenstände öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Gleichzeitig wird bemerkt, daß die Auslösung und Renovation der Pfänder nur an den hierzu bestimmten Tagen, Dienstag, Donnerstag und Samstag, stattfinden zu beendigter Versteigerung geschlossen bleibt. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises Friedberg werden ersucht, dies im Interesse ihrer Ge— meindeangebörigen ortsüblich bekannt machen zu lassen. F omnes r. Hofraithe⸗& Güter⸗Versteigerung. 3124 Montag den 26. Oktober d. J., Vormittags Immobilien des hiesigen Bürgers Georg Sellin auf dessen freiwilligen Antrag öffentlich meistbietend ver— steigert werden: nn rie d bers. Flur. Nr. Klftr. 2. 353, lf 0. 5. e e Hofraithe in der Stadt, Grabgarten am kleinen kautsgraben, Fauerbach b. Fr. Wild⸗ Gemarkung Flur. Nr.[Meter. 1 3. 136. 1056. Acker an der der Schlockergaß. F 3. 137. 1063. Acker daselbst, 2 525. Aaeker daselbst. Friedberg den 16. Oktober 1874. Oroßherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fenn Immobiliar⸗Versteigerung. 3144 Mittwoch den 28. Oetober d. J., Vormittags 10 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die Hofraithe nebst Güter— willigen Antrag zum drittenmal öffentlich an den Meist— bietenden versteigert werden, Friedberg den 20. October 1874. 5 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fo uk ar rd ng. 3128 Am Dienstag den 27. Oktober er., Vormittags 11 Uhr, soll hier ein vollständiges, noch gut erhaltenes Bett, bestehend in 1 Strohmatratze, 1 Roßhnarmatratze, 1 Waldhaar-Kopfpfuhl, 2 Feder-Kopfkissen, 1 Feder⸗ Bettdecke ꝛc. öffentlich meistbietend verkauft werden. Die Verkaufsbedingungen werden bei der Versteiger— ung bekannt gemacht. Friebberg den 17. Oktober 1874. Kaiserliches Postamt. 9 Hennemann. Bekanntmachung. Die Zusammenlegung der Grundstücke im Groß-Galgen⸗ feld betreffend: 14 3192 Der Plan über die neue Zutheilung der Grund— stücke in den Fluren 13 und 14 nebst den dazu gehörigen Geschossen, liegt noch bis zum 31. d. Mts, auf dem hiesigen Rathhause zu Jedermanns Einsicht offen; während dieser Zeit können die betheiligten Grundbesitzer solchen prüfen und Mittwoch den 28. Oetober, Nachmittags von 2—5 Uhr, von Mitgliedern der Commisston nähere Auskunft über die neue Zutheilung ihrer Grundstücke erhalten. Ueber etwaige Reclamationen wird indessen erst am Schlußtermin, den 31. Oetober von 9— 12 Uhr, ver⸗ handelt. 4 Friedberg den 22. October 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fou car. Immobiliar-Versteigerung. 3170 Donnerstag den 29. Oktober d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiefigem Rathhause die Hofralthe nebst Grunbstücken des verstorbenen Martin Klein auf Antrag der Erben einer zweiten und letzten Versteigerung aus⸗ geseßt werden und bei annehmbaren Geboten der so— fortige Zuschsag erfolgen. Friedberg den 19. Oktober 1874. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. ann und daß das Pfandhaus vom 3. November bis 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachbeschriebenen N stücken des Bäckermeisters Karl Stelz auf dessen frei L — Bad⸗Nauheim. Hof- Friseur. Großes Lager in allen fertigen und Zöpfe zu allen Preisen. Putz: und Modewaaren, Portefeuilles, Cravatten, franz. Parfümerien, Eau de Cologne von Johann Maria Farina, Kopf-, Kleider-, Zabn- und Nagelbürsten ꝛc. ꝛc. Putz- und Modewaaren-Geschäst W. Backes 3077 empfiehlt sein reichhaltiges Lager aller Sorten Wollen Waaren, Baschliks, Kaputzen, Seclen⸗ —— C Gr ö b en Alicenplatz. 2* Modewaarenhandlung. 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Cajüte Pr. Thlr. 165, II. Cajüte Pr. Thlr. 100, 5 5 Zwischendeck Pr. Thlr. 30. 2 8 N 92 Nähere Auskunft ertheilen die Agenten der Gesellschaft, sowie 5 8 Die Direetion in Hamburg, St. Annen 4, 7 7 und der von der Gesellschaft angestellte General-Agent W. Westenburger, Theilhaber der Firma 8 2 Carl Racké S Co. in Mainz, Carmellterstraße 8. 8 f. Briefe und Telegramme adressire man: Adler-Linie— Hamburg. 1 2 8 1 A- o- o--- ο-οοοονο h ανο νjõm--- ο-%-dαον-οοε e he. ao-o= OC ο οοο- 0* 1* 0* dt Vorschuß- und Credit-Vetein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 757 An- und Verkauf von Wechseln des In- und Auslandes. An- und Verkauf von Staatspapieren, Eisenbahn-Aetien und Prioritäten, Loosen ꝛc. gegen billige Provision. Einlösung von Coupons jeder Art. Wir machen noch besonders darauf aufmerksam, daß wir das Nachsehen aller verloosten und ge- kündigten Nummern von Anlehens-Loosen, Obligationen und Actien übernehmen. Ph. Schmitt' sche Musikschule und Pensions-Anstalt Darm stadt. 2414 In Pension werden junge Mädchen aufgenommen, die hiesige Schulen besuchen wollen und Damen, die auf gründliche Ausbildung auf einem Instrumente oder Gesang besonderen Werth den Eintritt jederzeit. Näheres besagt der Prospekt. Auf Wunsch ertheilt Herr Hofgerichts- Advokat Lindt in Darmstadt nähere Auskunft.(486%/.) 5 2 12 N* 8 n*— 8 1** —. * 1 Oeffentliche Aufforderung. 3181 Dem mit unbekanntem Aufenthaltsorte in Amerika abwesenden Karl Flemming, Sohge des verstorbenen Großh. Distriets-Einnehmers Konrad Flemming zu Batten⸗ berg, zuletzt in Butzbach, wird bekannt gegeben, daß er durch Testament der am 2. v. Mis, Rverstorbenen Actuar Daniel Flemming Wittwe dabler, d. d. 19. Sep⸗ tember 18506, nebst seinem Bruder Otto Flemming zum Erben deren nicht unbeträchtlichen Nachlasses eingesetzt worden sei und er auf Antrag seines genannten Miterben aufgefordert, sogewiß binnen 3 Monaten dahier Erklärung abzugeben ob er die ihm deferirte Erbschaft antretrn und das genannte Testament überall anerkennen wolle, andernfalls Verzicht auf sein Erbrecht unterstellt und seine Erbportion seinem genannten Miterben als Eigen- thum überwiesen würde, bezw. das Testament, im Falle Erbschaftsantritts, überall, soweit nicht angefochten, als rechtsbeständig gelten soll. Grünberg, 19. October 1874. Großherzogliches Landgericht Grünberg. Sellheim, Dr. Möbius, Landrichter Landgerichts-Assessor. Immobiliar⸗Versteigerung. 3193 Mittwoch den 28. Oetober l. J. Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachbeschriebenen Immobilien auf freiwilligen Antrag der Erben des ver⸗ storbenen hiesigen Bürgers Johann Philipp Engel 1. zum dritten und letzten Male öffentlich meistbietend ver⸗ steigert werden. Gemarkung Friedberg: Flur. Nr. Klafter. 1 26 14% Grabgrten in der Stadt, 1 25 137 Grabgarten daselbst, 5 113 Grabgarten am Mainzerthor. Friedberg den 22. Oetober 1874. Gros herzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou e a v. ö Mobiliar ⸗ Versteigerung. 3182 in Ziegenberg sollen Mittwoch den 28. d. M., Vormittag 10 Uhr anfangend, in deren Wohnung 1) 3 Kühe und ein Rind, ö 2) 8 Hämmel und mehrere Schase mit Lämmer, ö 3) Kartoffeln, Stroh, Futter ꝛc. und noch Oeconomie— geräthschaften, öffentlich versteigert werden. ö Ziegenberg am 22. Oetober 1874. Großherzogliches Ortsgericht Langenhain. Rump f. NH— ß—j—f—— :::. ĩͤ v TTT 1 Justiz und des Auswärtigen d. d. 1. August 1872, G.-Bl. 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