1874. Donnerstag den 23. Juli. M86. in 1 N us: 1 Die Petitzeile* 3 Kreis Friedb Erscheint jeden wird mit 4 Kreuzern berechnet. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag . JSernb att.— n Sanfag Amtlicher Theil. 1 Betreffend: Die nachträgliche Vergütung von Kriegsleistungen in Folge des Reichsgesetzes vom i: li geliten 23. Februar 1874. Fri: dberg den 20. Juli 1874. I Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg o alet Diitot, züche 2c. A % Degnant ———ů——ů— DI bvaldigst vorlegen. aich Betreffend Die Kirchenvoranschläge für 1875. Nr. 64, hiermit in Erinnerung. K Hauer. J. BK. Haas, Kreisassessor. S Haas, Kreisassessor. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bodenrod, Bruchenbrücken, Butzbach, Dorheim, Dortelweil, Fauerbach, Kirch⸗ Göns, Ilbenstadt, Melbach, Nieder-Wöllstadt, Pohl-Göns, Ober-Rosbach, Ober-Wöllstadt, Ockstadt und Vilbel. Sie haben seinerzeit bei uns Mundverpflegung für Großberzoglich bessische und Königl. preußische Truppen(auch Fuhrparks Colonnen) zur Liquidation gebracht und sind auf Grund des bezüglichen Reichsgesetzes berechtigt, Servis zu liquidiren. 8 Sie wollen deshalb eine Gemeinderathserklärung darüber veraulassen, ob dies geschehen oder auf Servis verzichtet werden soll und solche Friedberg am 19. Juli 1874. An die Kirchenvorstände des Kreises. Wir bringen die sofortige Einsendung der Kirchenvoranschläge, Ausschreiben vom 28. April, Kreisblatt Nr. 51 und 30. Mal, Kreieblatt cinen, Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Georg Wissig J. von Bodenrod wurde als Feldschütze für die Gemarkung Bodenrod ernannt und in Pflichten genommen. 9 0 6 1 Fertsch. Aethund Deutsches Reich. „ Dar mstad t. Nach den soeben ausgegebenen dein Berichten des Finanz-Ausschusses der ersten Kammer Hefürwortet dieser Ausschuß, im Einklang mit den folgende seltsame Notiz:„Dem Vernehmen nach 2 Beschlüssen der zweiten Kammer, die Regierunge- ist es Thatsache, daß Briefschaften, welche aus nister des Innern, irt f Vorlage wegen Erwerbung eines Bauplatzes für Kissingen unmittelbar nach dem Attentat im Auf- wieder von bier abgereist.. Fürst Bismarck unternahm gestern einen größeren Aueflug nach Klaushof, und en Grunge. ä—— 3 0 das zukünftige Justiz-Gebäude in Gießen, sowit 1000 den Gesetzentwurf wegen Erhöhung der Staats- * Hundesteuer und Gestattung der Erhebung einer 1 weiteren communalen Steuer auf Antrag der Ge— 3 bammich meinden. Auch die Propositionen wegen Be— * chaffung eines geeigneten und bleibenden Amts- g ine Vocals nebst Dienstwohnung für das Kreisamt 1 f 1 1 e Worms und wegen Errichtung einer Güterstation n Arheiligen und einer Güterballe in Zwingen- gindernagek derg werden nicht beanstandet. —— ö— 21. Juli. Die erste Kammer der Stände lletigte in ibrer heutigen(19.) Sitzung die * Regierungsvorlage über das Nachtragsbudget. nia 1 Im Allgemeinen wurden die einzelnen Positionen 0 bemäß den Beschlüssen der zweiten Kammer — Fbenebmigt. f ze Def— 21. Juli. S. Gr. Hoh. Prinz Ludwig 1 von Hessen ist gestern mit Familie zu etwa vier- N voöchigem Aufenthalt in das Bad Blankenberg —— ub gereist. Berlin. Am Samstag Abend haben auf rlegraphische Weisung aus Kissingen Haussuchungen ausdrücken lassen.“ — 20. Juli. Die„Post“ bringt heute Abend trage des Reichskanzlers hierher expedirt worden, in auffälliger Weise verspätet und das eine Schrei— ben mit verletztem Siegel bier eingegangen ist. Die in dieser Veranlassung eingeleitete Untersuch— ung ist im vollen Gange.“ Das freiconservative Blatt pflegt derartige Nachrichten aus gut unter- richteten Quellen zu schöpfen; die vorliegende ist aber so mysteribser Natur, daß wir sie vorläufig noch etwas in Zweifel ziehen möchten. — Das Telegramm, welches der deutsche Kaiser und der König Bayern an den Fürsten Bismarck richteten, schloß mit den Worten: „Mögen Sie Trost und Befriedigung finden im Rückblick auf eine ruhmvolle Vergangenheit, welche Ihnen, lieber Fürst, Buben zu Feinden, Männer zu Freunden gemacht hat.“ — 21. Juli. Das Polizei-Präsidium hat heute den katholischen Gesellen-Verein, den Boni— fazius Vereins mit sämmtlichen zugehörigen Ver— einen und den Pius-Verein, sämmtlich hier, unter Hinweis auf die Verordnung über den Mißbrauch des Vereinstechtes und auf die dort für Zuwider— Botschafter Fürsten Hohenlohe hat seinen Dankfreise von Gastetg abermals München berühren und von da ars dem König Ludwig in Berg resp. Hohenschwangau einen Besuch abstatten werde. Kissingen, 19. Juli. Der preußische Mi⸗ Graf Eulenburg, ist gestern wohnte heute mit seiner Familie dem protestantischen Gottesdienst bei.— Herzog Max Emanuel in Bayern i heute Mittag ein- getroffen. Schweinfurt. Die Entlassung des Pfarrers Hauthaler aus der Haft erfolgte auf Grund günstiger Zeugnisse seiner geistlichen Oberen, der ößerreichi— schen Behörden und seiner Heimaths-Gemeinde. Es ist übrigens durch eidliches Zeugniß von Augenzeugen sestgestellt worden, daß Hauthaler kurz vor dem Attentate mit Kullmann gesprochen bat. Stuttgart, 21. Juli. Der altkatholische Pfarrer Dilger aus Pforzheim hielt gestern Abend hier vor einer zahlreichen Versammlung einen Vor— trag, in welchem er sich zugleich bereit erklärte, die biesige altkatdolische Gemeinde von Pforzheim aus zu pastoriren. Zur Beitritts-Erklärung aus- gelegte Listen erhielten zahlreiche Unterschriften. Straßburg, 21. Juli. Heute Mittag ver- schied nach langem Leiden Professor Dr. Bruch, Nestor der hiesigen Universität und früber erster auszug ei dem Geschäftssührer des Mainzer Katholiken- bandlungen angedrohten Strafen vorläufig ge- Rector derselben. 11. reine, Legationsrath v. Kehler, in dessen Wobnung schlossen. Auch bei dem ehemaligen Feldprobst und in seinem Arbeitszimmer im Radziwill'schen Namsczanowski haben Haussuchungen stattgesunden.. Ausland. d Palais sowie bei dem Redacteur der„Germanja“, Königsberg. Die„Ostpr. Ztg.“ meldet: Frankreich. Paris, 20. Juli. Mathieu⸗ e Fremer, in Abwesenheit ver beiden Genannten Kurz vor dem Quednauer Tumult wurden fol-] Bodet ist zum Finanzminister ernannt worden. e fattgesunden. Bei Ersterem sind gegen 80 Schrift-[gende social-demokratische Schriften unter der Die Ernennung des Vicepräsidenten der National- „ fücke, bei Letzterem nur einige Piecen in Beschlog Landbevölkerung verbreitet: Ein Joh. Most unter- versammlung, Chabaud- Latour, zum Minister des ae, benommen. zeichneter, in Chemnitz gedruckter„Mahnruf an Innern gilt als wahrscheinlich.— Die Regierung 1.— Die„Nat.-Z1g.“ schreibt unterm 17. Juli: die Feldarbeiter“ und in Zürich gedruckte„social-ist damit einverstanden, daß die Discusston über 1„Die Sympathie Bezeigungen für den Fürsten demokratische Arbeiterlieder“. den Antrag Perier auf drei Tage verschoben werde. Vis march siad zu einer wahren Fluth angeschwollen. Hanau. Die in diesen Tagen dahler statt— Versailles, 20. Juli. Natlonalversamm— 5% Die Zahl der nach Kissingen gelangten Telegramme findende Jahresversammlung des bessischen Gustav- lung. Cissey, als Vice-Prastdent des Minister- 1213 107 reicht fest 1000. Darunter befinden sich auch Adolph-Vereins wird über die Verwendung von ratbes, zeigt die Ernennung Cbabaud-Latour's 1 selche vom Kalser und der Kaiserin von Rußland, etwa 3000 Thalern Liebesgaben Beschluß fassen. zum Minister des Innern und Mathieu-Bodets K bom Sultan, vom Khedive und vom Marschall München. Dem„Bapr. Courier“ zufolge zum Finanzminister an. Derselbe verlangt, da 4 Nac Mahon, welchem Fürst Bismarck durch den verlautet, daß der Kaiser Wilhelm auf der Rück.“ das Ministerium in seiner neuen Gestalt noch keine 0 1 Oberhessischer Anzeiger. 0 Zeit gehabt, sich betreffs der constitutionellen Fragen ins Einvernehmen zu setzen, daß die Discussion über den Antrag Perier bis Donnerstag vertagt werde. Nachdem Perier sich mit der gewünschten Vertagung einverstanden erklärt hat, wird dieselbe beschlossen. Belgien. Brüssel. Trotz der Derby'schen Protest⸗Depesche hat England seine Theilnahme an dem Kriegsrechts-Congresse angekündigt. Frank- reich ernannte den Baron Baude zu seinem diplomatischen, den General Chaurand zum mili⸗ tärischen Bevollmächtigten. Dänemark. Helsingborg, 19. Juli. Prinz Friedrich Karl von Preußen traf gestern mit der Corvette„Nymphe“ hier ein und stattete als⸗ bald dem in Sophiero weilenden Könige einen Besuch ab, welchen der König Abends erwiederte. Die Corveite ist heute früh nordwärts abgesegelt. Großbritannien. London, 20. Juli. Eine Botschaft der Königin fordert das Parlament auf, für den volljährig gewordenen Prinzen Leo pold eine Apanage zu bewilligen.— Das deutsche Kronprinzen⸗Paar ist heute nach der Insel Wight zurückgekehrt. — 20. Juli. Die Minenarbeiter aus dem nördlichen Theil der Grafschaft Staffordshire be- schlossen, in die Reduction der Arbeitslöhne um 10p C.. einzuwilligen. Spanien. Madrid, 19. Juli. Die Carlisten haben, laut officieller Mittheilung, Cuenca genommen. Die amtliche Zeitung veröffentlicht ein Decret, durch welches in ganz Spanien der Be— lagerungs⸗Zustand eingeführt wird, ein zweites, welches die Beschlagnahme carlistischer Besitzungen verfügt, um daraus die Familien der füsilirten Offiziere und Soldaten entschädigen zu können, ein drittes, welches eine außerordentliche Aus- hebung von 125,000 Mann bis zum 23. August anordnet. — Ein Decret der Regierung bestimmt, daß die Kriegsgerichte über Aufruhr, Verschwörung und Rebellion und in denjenigen Fällen das Ur- theil zu sprechen haben, wenn die Delinquenten in der Zahl von Dreien oder mehr betroffen werden. Dasselbe stellt die Todesstrafe auf Unter- brechung der Eisenbahnen und Zerstörung der Telegraphenlinien. Italien. Athen. Der Exminister Trikupis ist wegen Majestäts⸗ Beleidigung und durch einen Zeitungsartikel begangener Aufwiegelung verhaftet worden. Verhaftsbefehl ergangen. Rußland. Petersburg. Die autliche Zeituyg publicirt ein Gesetz über verbotene Vereine, welches die harten Bestimmungen, die in diesem Betreff bisher bestanden, aufhebt und die Ver⸗ gehen, deren die Theilnehmer an verbotenen Ver einen sich schuldig machen, genauer wie bisher feststellt. Aus Stadt und Land. Offenbach. Vor einigen Tagen Abends sprang ein Hutmacher mit der Absicht in den Main, sich zu ertränken, schrie aber um Hilse und wurde durch Badeanstalt-Besitzer Klein mit eigener Lebens⸗Gefahr gerettet. Er wurde an⸗ scheinend lebios in's Spilal verbracht, daselbst aber durch die bei solchen Gelegenheiten angewandten Mittel wieder in's Leben zurückgerufen. Darmstad t. Das Preisrichter ⸗Collegium für das Landes Denkmal empsiehlt einstimmig zur Ausführung den Entwurf von August Herzig in Dresden; den ersten Preis erhielt Hermann Schubert in Dresden; den zweiten Robert Diez in Dresden. Außerdem viele Belobungen. Darmstadt, 20. Juli. Gestern stürzte ein elwa vierjähriger Knabe aus dem 2. Stock eines am Marien⸗ Platz gelegenen Hauses und durchfiel bierbei das Glasdach einer Vorhalle. Glücklicherweise sind die Verletzungen des Kleinen nicht besonders erheblicher Natur. Darmstadt. Die Ueberfticht über die Production bei dem Betrieb der Bergwerke und Salinen im Groß— herzogthum Hessen für das Jahr 1872 zeigt, daß die Provinz Oberhessen in 8 Braunkoblenwerken 931,519 Cor. Braunkohlen im Werthe von 127,890 Tolr. mittelst 463 Arbeitern förderte.— Auf Ecze wurden 25 Bergwerke und zwar fast ausschließlich in Oberhessen betrieben, die an Eisenerz, Bleiecz, Kupfererz, Manganerz zusammen 2,566,511 Ctr. im Gesammtwerth von 472,754 Thlr. ergaben und eine Belegschast von zusammen 874 Per- sonen hatten.— Mit der Salzgewinnung aus wässeriger Lösung war in den brei Provinzen je eine Saline beschäftigt. Die Production betrug im Ganzen 308,409 Cir. Koch⸗ Auch gegen mehrere Redacteure ist ein salz im Werthe von 194,463 Thaler. Davon waren aus grabirter Soole dargestellt 83,554 Centner, aus nicht gradirter Soole 224.855 Centner, wozu im Ganzen 198 Arbeiter erforderlich waren. Mainz, 18. Juli. Als gestern Vormittag ein Be⸗ wohner Vretzenheims mit einem Landfuhrwerke die Pa⸗ riser Chaussee herabfubr, löste sich die Kelte des Wagens los; in der Absicht, dieselbe wieder einzuhängen, stieg der Mann vom Wagen und stürzte dabei herab und zwar mit dem Kopfe auf einen Stein, die Pferde gingen durch, den Abhang hinab und schleiften den Unglöcklichen eine Strecke Wegs; dann rannten die Thiere wider einen andern, von Marienborn nach Mainz fahrenden Wagen, so daß eine Frau von demselben berabstürzte und sich beschädigte. Der Lenker des ersteren Fuhrwerks wurde schwer verletzt nach Bretzenheim verbracht und zweifelt man an seinem Auf— kommen. Mainz. Wie das„Mainzer Tageblatt meldet, hat die Direction der Ludwigsbahn der Umführung der Hess. Ludwigsbahn um die Stadt im Princip zugestimmt. Die Umführung scheint demnach gesichert. Nieder⸗Ingelbheim. Im Laufe der letzten Tage sind vier Todesfälle tragischer Art vorgekommen. Zwei junge Leute verunglückten beim Baden und zwei Familien⸗ väler hatten Hand an sich gelegt. Heppenbeim. Dahier verstarb am 16. Juli ein Mädchen von 19. Jahren in Folge einer Pdosphorver— giflung. Es ist dies die alte Geschichte mit dem unvor— sichtigen Anstreichen der Streichhölzer. Worms, 20. Juli. Heute Morgen gegen 4 Uhr hat sich der Musketier Heinrich Sommer, 22 Jahre alt, gebürtigt von Alzey, welcher in der 7. Compagnie des dahier garnisonirenden 2. Bataillons Großb. 4. Infanterie⸗ Regiments Nr. 118 in Diensten stand, in der Domdechanei— caserne auf dem Gange vor seiner Stube mit seinem Gewehre unter Anwendung eines scharfen Geschosses, das er bei dem Scheibenschisßen sich vecschaffte, das Leben genommen. Die Kugel drang am Unterkecser ein, durch⸗ bohrte den ganzen Kopf, schleuderte das Gehirn einige Schritte weg und schlug dann noch ein Loch in die Decke. Molive, die den Unglücklichen zu dieser That bewogen, sind nicht bekannt. Allerlei. Frankjurt. Die neueste Nummer des im Verlage von Textor's Druckerci täglich erscheinenden„Zoologischen Garten-Anzeigers“ verzeichnet wiederum unter der Rubrik „Neu angekommene Thiere? zwanzig Schlangen ver— diedener Art, worunter einige giftige, wie die Klapper— ich unge und die Mokassin-Schlange. Ferner einige Schild— krken. Die Tyiere kommen sämmtlich aus Amerika und wurden im Staate Georgia gefangen; sie sind ein Ge— schenk des Hrn. Dr. A. Buik dahier. Dortmund. Eine Anzahl hesiger Bürger baben eine Prämie von Tausend Talern dem deulschen Sänger zusgesetzt,„welcher unsern Reichekanzler Fürsten Bismarck, den Einiger des deuischen Volkes, in einer musikalischen Schöpfung(mit oder ohne Woct) am Wütdigsten feiert. Kissingen, 8. Juli. Man schreibt der Fraukf. Presse von hier:„Gestern war ich zufälliger Weise Augen⸗ zeuge eines neuen Attentats auf den Fürsten Bismaick. Das Auf- und Abreiten eines bayerischen Gendarmen vor dem Bismarck'schen Hotel hatte auf eine bevorstehende Aus— fahrt des Fürsten aufmeiksam gemacht, und hatte dies zur Folge, daß sich ein Spalier junger Damen bildete, die, alle mit Rosen-Bouquets bewaffnet, den Fürsten bei der um 1½ñ Uhr erfolgten Abfahrt zur Saline förmlich darunter begruben. Unter dem Ausrufe: Schon wieder ein Attentar! grüßte er freundlichst und reichte sogar den— jenigen Jungfrauen, die sich bemühten, die über Bord gefallenen Bouqueis dem rasch davonrollenden Wagen nachzutragen und hineinzureichen, freundlichst dankend die linke Hand. Dies war das erste Bad nach der unglück⸗ lichen Affaire— also doch fünf Tage Waffenstillstand in der Cur. Sein rechter Arm ruht in der Binde. Polizei Prästdent v. Madai begleitete Bismarck bei dieser ersten Ausfahrt und soll der Fürst erst nach langem Bitten seiner Familie das Gefolge eines berittenen Gendarmen bewilligt haben.“ Widdin. In der Nacht vom 3. auf den 4. Juli versank die Orischaft Dejoin des Rumänischen Regierungs- bezirkes Romuien-Volcu in eine Tiefe von etwa drei Klaftern. Menschenleben fielen dieser Katastrophe nicht zum Opfer, denn die Bewohynerschaft hatte sich bereits Tags zuvor, ducch ein unheilverkündendes unterirdisches Getöse erschreckt, geflüchtet. Merkwürdig ist, daß die Häuser fast alle unversehrt aufrecht stehen bleiben. Lima. Von der 160 000 Einwobner zäblenden Haupt⸗ stadt Peru's wird unterm 4. Juli gemeldet:„Gestern Abends kurz nach 7 Uhr guff eint mehr als zwanzig Mann starke Räuberbande ein Haus an, welches inmitten einer der belevieren Suaßen der Hauptstadt gelegen ist und von einem der anzesehensten Bürger, Mr. Sciary Valdey, bewohnt wird. Sechs Räuber besetzien den Tlor⸗ weg, vier occupirten die Wohnzimmer und der Rest plüün⸗ derte das Haus. Sie bedrohten und mißhandelten die Damen, nahmen alle Wertb zegenstände, die sie fanden, weg und zerbrachen die Möbel. Als die Polizei ankam, entspann sich ein Kampf zwischen berselben und den Räubern, welche mit ihrer Beute eben den Rückzuß an⸗ treten wollten. Zwei Polizeileute wurden getödtet, Von den zahlreichen Juschauern wurde ein Mauter erschossen und ein Weib ernstlich verwundet. Vier Maun wurden verhaftet, unter dem Verbachte, die Gewaltthat unterstlltzt zu haben.“ Handel und Verkehr. Friebberg, 22. Juli. Waizen 16 fl. 10 fl.; Korn 12 fl. 15 kr.; Gerste 11 fl. 50 kr.; Hafer 10 fl.— kr. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo. Frankfurt, 20. Juli. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Die Anwesenheit vieler Metzner vom Rhein und den umliegenden Bädern wirkie nicht drückend, sondern erböhend auf die Preise. Angetrieben waren: 340 Ochsen, 200 Kübe, 212 Kälber und 300 Hämmel. stellten sich: Ochsen 1. Qual. 40—41 fl., 2. Qual. 38 fl., Kühe 1. Qual. 37 fl., 2. Qual. 35 fl., Kälber 36 bis 37 fl., Hämmel 37-38 fl. per Cir. Frankfurt, 20. Juli. Fruchibericht. Mehl Nr. 1 27 fl., Nr. 2 25½ fl., Nr. 3 22½ fl., Nr. 4 18½ bis 19 fl., Nr. 5 16/— 17 fl., Roggenmebl%(Berliner Marke) 18½ fl., do II.(Berliner Marke) 12¾ fl. Waizen effectiv hies. 17 fl., Korn 11 fl., Gerste 12½ fl. Hafer 12½—5¼ fl., Kohlsamen 17 fl., Erbsen 11½—12½ fl., Wicken 10½ fl., Linsen 10—14 fl. Rüböl 38 fl. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo. Mainz, 21. Juli. Productenmarkti. Waizen per Juli 13 fl. 45 kr., per Nov. 12 fl. 50 kr. Korn per Juli 10 fl. 35 kr., per Nov. 9 fl. 45 kr. Hafer per Juli 12 fl. 10 kt., per Nov. 10 fl. 20 kr. Rüböl per Ocl. 18 fl. 57 kr. per Mai 19 fl. 25 kr. Raps per Sept. 17 fl. 10 kr. Darmstadt, 20. Juli. Auf dem letzten Wochen⸗ markt wollien die Händler anfänglich den Preis der Butter auf 48 Kreuzer normiten, was aber dem Pub— kum doch zu stark war und deßpbalb ein kleiner Strike enistand in Folge dessen der Durchschnittspreis auf 36 Kreuzer sank. Wimpfen, 18. Juli. Pfund Kalofleisch bei einem Metzger, der nur schwere Kälber schlachtet, 10 Kreuzer. Hessische Bank. Nach einer uns aus Cassel zuge⸗ gangenen Nachricht sind sämmtliche auf Liquidation der Bank gerichtete Anträge in der abgehalienen Generalver⸗ sammlun! zurückgezogen. D. Frankfurt a. M., 21. Juli. Unter dem Ein; fluß günstiger Anfangscourse von Berlin und Wien und der Nachrichten aus Paris, welche die Vervollständigung des Ministeriums meldeten, eröffnete die Börse sehr fest. Später gaben, da die telegraphische Verbindung mit Berlin eine Zeit lang gestört war und Wien schwächere Notir⸗ ungen sandte, die Speculationswerihe etwas nach, ohne daß der Grundzug der Tendenz jedoch ein matter genannt werden darf. Das Geschäft war im Ganzen ohne Animo und bewegte sich in beschränkten Dimensionen. Credil⸗ actien gingen von 245/—244½, Staatsbahnactien von 339½¼—338¼ und schlossen 338½. Lombarden eröffneten, 2 fl. höher wie gestern, mit 146 in Folge von Contre⸗ minedeckungen und blieben 145/. Die letzte Minder⸗ einnahme der Bahn beläuft sich auf fl. 110,000. Oesterr. Bahnen zeigten sich tbeils behauptet, ibeils höher. Galtzier malter. Deuische Bahnen still. Von Prioritäten Ungarische Ost% matter. Die Subscription auf die 3. Serie 4½% Prioriläten der Hannover- Altenbekener Bahn bei dem Bankhause Rotbschild dabier batte einen so günstigen Erfolg, daß sie schon heute Mittag geschlossen wurde. Der Erscheinungstag der Stücke ist auf den 29. Juli fest⸗ gesetzt. Von Banken waren einzelne gut gefragt, nament⸗ lich Oesterr.⸗Deutsche und Oesterr. Nalionalbank. Matter blieben Wür!. Vereinsbank. Deutsche Effectenbank fest. Oesterr. Renten behauplet. Spanier etwas besser. 1885er Amerikaner gesucht. Bon Loosen Raab-Grazer in reger Nachfrage und, böber. Kl. Pappenbeimer und Vene tianer beliebt. Von Wechseln Wien ibeurer. Geld Cours. Frankfurt am 21. Juli 1874. Pistolen fl. 9 35—37 Holländische fl. 10⸗ Stücke.„ 9 45—47 Düc alen Ducaten al mareo„ 5 33—35 20⸗Frankenstücke„ 9 26¼—27½ Englische Sovereigns„ 11 5133 Russische Imperiales.„ 9 43—45 Dollars in Gold„ 225 20% Atcht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Maria Farina in Coln. Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist vorrätig! Faulenzer für die neue deutsche Reichsmünze Mark und Pfennige in Gulden und Kreuzer, Thaler und Silbergroschen, Franes und Centimes, sowie umgekehrt nebst Wurftabelle der 20 Markstücke. Auszug aus dem deutschen Münzgeseß und Werth der bekanntesten Gold- und Silbermünzen. 40. Auflage.— Preis nur 6 kr. N. 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Die Preise Seit heute kostet hier das . 107. 124 Nr. 15 89 Ir. 99. 140 30. 144, 35• m einer vo barten Wel elner Besche hofs vom ein von 8 Wittgensten Lehnbriefer der Wette! womit zun am 14. 9 zu Schwei des Art betr. die Aus Lehnverbo Unveräußer erfolgter S des allegirt beträge, ob glaubigte U geber die eren Lebns zu Schweine aufgetragen welche weg er u gewiß da lhe Vest der Eintrag genannten 9 gegebenen d Friedt 2 2 ul ker. . 1872 . * Bent lun — b. 874 7 Oeffentliche Aufforderung. 1923 Nachdem der Großherzogliche Hofgerichtsadvokat Dr. Gutfleisch in Gießen als Bevollmächtigter der nachbenannten Freiherren Schenk zu Schweinsberg, nämlich: 1) des Kammerherrn Joseph Alois Schenck zu Schweins— berg zu München, 2) des Kammerherrn Karl Schenck zu Schweinsberg zu Nieder⸗Ofleiden, 3) des Generalmajors Ludwig Schenck zu Schweins⸗ berg zu Cassel, 4) des Hermann Schenck zu Schweinsberg modo dessen Nachlaß, 5) des Generalmajors Karl Schenck zu Schweinsberg zu Cassel, 6) des Wilhelm Schenck zu Schweinsberg zu Fron— hausen, 7) des Ferdinand Schenck zu Schweinsberg zu Fron⸗ hausen, dei dem unterzeichneten Gerichte den Antrag gestellt hat, das in den Gemarkungen Ober ⸗Florstadt und Nieder— Florstadt gelegene, in den durch Deeret vom 16. Oktober legalisirten Grundbüchern dieser Gemeinden auf den Namen„v. Schenck, Freiherr zu Schweinsberg“ mit dem Erwerbtitel„Ersitzung“ unbeschränkt eingetragene Gelände, bestehend aus folgenden Parzellen: 1) Der Gemarkung Ober-Florstadt: Flur I. Nummer 360; Flur II. Num. 154. 177; Flur III. Num. 96. 163; Flur IV. Num. 183. 200. 270. 288. 341. 431; Flur V. Num. 91. 186. 442. 443. 562. 598; Flur VI. Num. 4. 64. 95. 200. 278; 2) der Gemarkung Nieder- Florstadt: Flur I. Num. Flur III. Nr. 35. 43. 53. 59. 66. 71. 78. 82. 169. 180. 242. 317. 325; Flur IV. Nr. 78. 283. 289. 2393. 413; Flur V. Nr. 9. 17. 78. 123. 136. 152. an. 527. 550. 565. 575. 329. 696; Flur VI. Nr. 162; Flur VII. Nr. 13. 56. 38. 107. 124. 190. 200. 219. 266. 324. 334; Flur VIII. Nr. 15 89. 151. 187. 236. 268. 298. 354; Flur IX. Ar. 99. 144. 188. 191. 389. 479; Flur X. Nr. 26. 30. 141, 354 in einer von seinen genannten Vollmachtgebern verein— Sarten Weise unter diese zu vertheilen, unter Vorlage einer Bescheiniguug des Großherzoglich Hessischen Lehn— vofs vom 15. Juli 1871, wonach dieses Gelände als ein von Seiner Durchlaucht dem Fürsten zu Sayn— Wittgenstein⸗Hohenstein relevirendes Lehen— in den Zehnbriefen bezeichnet als„halber Hof zu Florstadt in ver Wetterau mit allen seinen Inn- und Zubehörungen“, womit zum letztenmale durch Lehnbrief d. d. Wittgenstein um 14. März 1822 ber Freiherr Karl Ludwig Schenck u Schweinsberg sen beliehen worden— auf Grund ves Art. 17 pos. b. des Gesetzes vom 2. Mai 1849, vetr. die Aufhebung des Lehnsverbandes unentgeltlich vom Sehnverbonde befreit worden ist, vorbehältlich jedoch der Inveräußerlichkeit der früheren Lehnsobjecte bis nach erfolgter Sicherstellung der den Lehnserben nach Art. 6 es allegirten Lehnsgesetzes gebührenden Entschädigungs— seträge, obne jedoch durch öffentliche resp. gehörig be⸗ laubigte Urkunden nachzuweisen daß seine Vollmacht— leber die einzigen rechtmäßigen Nachkommen des als asten Lehnsträgers bezeichneten Kaspar Magnus Schenck u Schweinsberg sind, von welchem das fragliche Gut em 16. Juni 1592 dem Grafen Ludwig von Sayn, Zrafen zu Wittgenstein zu altem rechten Mannsleben zufgetragen worden sein soll, so werden alle Diejenigen, velche wegen der früheren Lehns qualität des Gutes oder rus irgend einem anderen rechtlichen Grunde Ansprüche un dasselbe resp. dessen einzelne Bestandtheile zu haben flauben, hiermit aufgefordert, diese ihre Ansprüche binnen Monaten, von dem ersten Erscheinen dieser öffentlichen kufforderung in der Darmstädter Zeitung an gerechnet, b gewiß dabier geltend zu machen, als sonst die gericht⸗ che Bestätigung des Theilungsvertrages erfolgen und er Eintrag in das Mutations⸗Verzeichniß auf die oben n Antragsteller nach Maßgabe der zu den Akten 4 segebenen Looszettelentwürfe verfügt werden wird. Friedberg den 20. Juni 1874. 8 Großherzogliches Landgericht Friedberg. . 2. dm n. Landgerichts-Assessor. Procl am. 1196 Bei angestellter Sachuntersuchung hat sich heraus⸗ testellt, daß das Vermögen des dahier verstorbenen Ldaufmanns August Platzer überschuldet ist. Zur bwendung des förmlichen Concurses ist Termin zum Jüterversuch auf den 18. August d. J., Vormittags 9— 10 Uhr, das Local des unterzeichneten Gerichts anberaumt und werden Diejenigen, welche Forderungen an die Masse haben, aufgefordert, solche im obigen Termen anzumelden und sich zum Güteversuch einzufinden unter ndrobung des Rechtsnachtheils, daß die Nichterscheinen— den als dem Beschluß der Mehrheit beitretend angesehen erden. Ein etwalger Vergleichsbescheld wird nur durch Anschlag im Gerich slocal veröffentlicht. Hanau am 15. Juli 1874. 5 Königliches Amtsgericht Abtheilung II. e dt. Winkler. Ein autes Zugpferd nebst einspännigem Wagen hat zu verkaufen f g Anton Simrock. 9 1465 Im Verlag von W. Kitzinger in Stuttgart ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen in Friedberg durch Carl Bindernagel: Arnd, Scriver, Fassenius, Spener, Ueumann, Arnold vielen andern Achtundzwanzigste Auflage. Preis fl. 1. 30 kr. Wenige Jahre sind seit dem ersten Erschein hat es sich in mehr als über alle Länder deutscher Zunge verbreitzt und ist Vielen — Es enthält eine mannichfache Auswahl ächt evangeli für jedes Alter und für alle Stände eignet.— Eleg. geb. ohne Goldschnitt Preis fl. 1. 24 kr. Alles mit Gott! Evangelisches Gebetbuch für alle Morgen und Abende der Woche in vierfacher Abwechslung, für die Fest⸗ und Fesertage, für Beichte und Communion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, von: cuther, Musculus, Haberman „ Frankt, Schmolz, Stark, Cersiergen, Storr, Moos un Gottesmännern. 416 Seiten. Oktav. Mit einem Stahlstiche. Eleg. geb. mit Goldschnitt und Goldverzierung Pracht⸗Ausgabe auf Velin in feinstem Kalbslederband fl. 3. en dieses vortrefflichen Buches verflossen. In dieser Zeit hunderttausend Exemplaren ein reicher, unerschöpflicher Quell wahren Trostes geworden. scher Kerngebete für jede Zeit und jedes Verhältniß, wie solche in keinem andern Gebetbuche vereinigt sind, so daß in demielben jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des Lebens finden wird.— Die Verlagshandlung war bemüht, Buches— dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend— berzustellen, und ist es ihr gelungen, der neuen Auflage eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich hauptsächlich auch zu„Fest- und Communiongeschenken“ auch das Aeußere dieses „ Dampf ⸗Dresch⸗Maschinen werden in allen Größen sofort geliefert von der Blumenthal'schen Maschinenfabrik in Darmstadt. von 1 fl. bis 1 fl. 48 kr. mit Piquet⸗Spielkarten Stempel per Dutzend emepfieblt P. Ganß in Vilbel. Immobiliar-Versteigerung. 2206 Freitag den 24. Juli d. J., Vormitttags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die nachbeschriebene Hofraithe nebst Grundstück, den Kindern des verstorbenen Georg Schäfer gehörend, nochmals und zwar zum Letztenmale öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.. Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 2. 343. 25,5. Hofraithe in der Stadt, 1463. 96. Acker am Pfaffenbrunnen. Friedberg den 18. Juli 1874. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. nun. Arbeits-Versteigerung. 2203 Samstag den 25. d. M, Nachmittags 4 Uhr, sollen auf dem Büreau Großherzoglicher Bürgermeisterei Ober⸗ Mörlen die zur Ausführung eines Wiesen— culturplans in der oberen Fauerbach erforderlichen Schleußenbau-, Graben- und Planirarbeiten: Maurerarbeiten, veranschlagt zu 46 fl. 14 kr. Zimmerarbeiten 100„ 40„ Schlosserarbeiten 67„— Bachregulirung-, Graben und Planir⸗ arbeiten 426 6 wenigstnehmend in Accord gegeben werden und sind Lusttragende hierzu eingeladen. Friedberg am 20. Juli 1874. Greb, Wiesenbaumeister. Jaselochs-Versteigerung 2197 Freitag den 24. Juli d. J., Nachmittags 4 Uhr, soll ein der Gemeinde Petterweil gehöriger, zum Schlachten geeigneter Faselochse auf hiesigem Rathhause öffentlich meistbietend versteigert werden. Petterweil am 16. Juli 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterwell. n Verfügung. Das Schuldenwesen des Ludwig Seibert von Fried— l berg betreffend. 2212 Das zwischen der Ehefrau des Christian Oster— mann von Utrecht und den Gläubigern des Ludwig Seibert von Friedberg abgeschlossene Arrangement wirb auf Grund beeidigten Inventars, stattgehabter öffentlicher Aufforderung und vorgenommener causse cognitlo hiermit gerichtlich bestätigt. Friedberg den 14. Juli 1874. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Bramm, Zimmermann, Landrichter Viear Landgerichts Assessor. Das Annoncen Bureau von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. ist für die Beförderung von Inseraten, wie Empfehlungs Anzeigen. Kauf- und Ver— kaufgesuche, Stellengesuche, Familiennachrichten u. s. w. 2 besonders zuvetlässig zu empfehlen ö Wollene und baumwollene Unterjacken e Uuterhosen ic zu billigen Prelsen bel K. Friedrich. Vergebung von Bau-Arbeiten. 2216 Die zur Herstellung der Reichelsheimer Wasser— stube erforderlichen Bauarbeiten, sowie Materialienliefer⸗ ung, veranschlagt zu 3 1) Maurerarbeit ohne Material 151— 2) Steinhauerarbeit mit Material 507— 3) Zimmerarbeit ohne Matertal 371— 4) Schlosserarbeit mit Material 188— 5) Maurermaterialien a Bruchsteinlieferung 35— d. Kalklieferung 41 24 e. Sandlieferung 20— d Portlandcementlieferung 105— sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Zu diesem Zweck ist Termin auf Mittwoch den 29. Juli I. J, Morgens 10 Uhr, auf unterzeichnetem Büreau ande⸗ raumt, woselbst auch Bedingungen und Pläne zur Ein⸗ sicht offen liegen. f Cautionsfähige Uebernehmer, welche sich über ihre Qualification genügend ausweisen konnen, wollen ihre Offerten, welche in Prozenten zu geschehen haben, ver— sehen mit der Aufschrift„Submission auf die Arbeit ꝛc. der Reichelsheimer Wasserstube“ bis zu obigem Termin bei uns einreichen Friedberg, 20. Juli 1874. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß. Kucht-Mähmaschinen, 2191 far deren Güte und Leistungen garantirt, sind zu haben bei Fauerbach b. Fr. K. Häuser. Ein gutes Zugpferd, 2172 9 Jahre alt, nebst Geschirr, sowie einen schweren und einen leichten Wagen hat zu verkaufen Bad Nauheim. E. Aletter Verzinnte Drahtwaaren, 2022 als: Gläserträger, Eierkocher, Briefhalter, Salatwaschkörbe ꝛc. bet ö Georg Groß. Bei Carl Bindernagel in Frledberg und Bad- Nauheim ist vorräthig: Neuster Caschen-Sahrpla — Daene Jommer- e Ns für die Mittel Rhein gegend, Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein-Preußen, g Preis 8 kr. l. Dienst — — VT7TSTTTTFTVTTVTVTTTTTTTTTT ä———,— P ———— Avis an die Herren Lehrer. Der seither im Selbstverlage des Verfassers erschienene Hilfsbogen über die neuen Maße und Gewichte und das neue Geld— die neuen Münzen— im Vergleich zu dem Maß-, Gewichts- und Münz-System im Großherzogthum Hessen von Fr. Schenk, Lehrer in Laubach, ist in meinen Verlag übergegangen und soeben in 2. vermehrter und verbesserter Auflage erschienen. Das Honorar fließt, wie bei der ersten Auflage, in die Kasse des Lehrerwaisenstifts für Hessen. Dadurch, daß das Heftchen stärker geworden ist, mußte auch der Preis entsprechend erhöht werden. Der Verkaufspreis beträgt jetzt 6 kr. Wegen der Bezugsbedingungen beliebe man sich hierher zu wenden. Friedberg im Juni 1874. Carl Bindernagel. Wahl der kirchlichen Gemeindeverkretung. 2208 Mittwoch den 29. Juli, von Vormittags 10 Ubr bis Nachmittags 2 Ubr, wird in der Burgkirche die Wahl der kirchlichen Gemeindevertretung für die hiesige evangelische Ge— meinde vollzogen werden. Die Stimmberechtigten Gemeindeglieder baben aus ihrer Mitte fünfzig Männer zur Ge⸗ meindevertretung zu wählen. Stimmberechtigt sind alle confirmirte, selbstständige Männer der Gemeinde, welche das 25. Lebensjahr zurückgelegt haben, in derselben wobnen, nicht vom Stimmrecht ausgeschlossen und in die Wablliste, welche 3 Tage offen gelegen, eingetragen find. Wählbar sind nur solche Männer von bewährtem kirchlichen Sinn und ehrbarem Lebenswandel, welche das 30. Lebensjahr überschritten haben. Die Abstimmenden geben ibre Abstimmung in Selbstperson mittelst Ueberreichung eines Stimmzettels ab, welcher in den Wahllokalen außerhalb desselben mit den Namen derjenigen, welche sie zu wäplen beabsichtigen, handschriftlich oder im Wege der Vervielfältigung ausgefüllt und so zusammengefaltet ist, daß die auf ihm verzeichneten Namen verdeckt sind. Stimmzettel zur handschriftlichen Ausfüllung außerhalb des Wahllokals find bei den Mit- gliedern des Kirchenvorstandes: Herren Jöckel, Schmidt, Störger und Wahl sowie bei dem Unterzeichneten an den beiden der Wahl vorausgebenden Tagen, den 27. und 28. d. Mts. in Empfang zu nehmen. Friedberg am 21. Juli. 1874. Für den evangel. Kirchenvorstand: IX. Mittelrheinisches Turnfest zu Gießen am 26. und 27. Juli 1874. 2210 Große, prachtvolle Festhalle mit 2500 Sitzplätzen und brillanter Gas beleuchtung. Schöner Fesiplatz mit diversen gedeckten Wirths hallen. Zwei Regimentsmusiken. Mäßige Eintrittepreise. (H. 62078.) 5 Der Fest- Aus schuß. Bad Nauheim. 2148 Samstag den 25. d., von Nachmittags 4 Uhr an, findet in meinem großen Saale Ball statt, wozu freundlichst einladet Lanz'sche Dresehmascehinen 2195 für Hand- und Göpelbetrieb, wegen ihres leichten Ganges, ihrer vorzüg⸗ lichen Leistungen und Solidität anerkannt, können ungeachtet der großen Nach- frage noch sofort geliefert. Monatliche Versendung von 1300 Maschinen. Cataloge werden franco zugesendet. Fabrik landwirthschaftlicher Maschinen und Eisengießerei 0 Heinrich Lanz in Mannheim. e, D. Fri tz. Raegenschirn 184 in Seide, Zanella und Alpaka, äußerst billig bei Annoncen⸗Expedition. „Scit dem 1. Juli habe ich dahier eine Annoncen Expedition errichtet, und empfehle dieselbe zur Vermittelung von Inseraten an andere Zeitungen auf's Angelegentlichste. Berechnet K. Friedrich, neben der Post. Wetterauer Judustrie⸗Ausstellung zu Friedberg. 2213 Comitesitzung den 24. d. M. 2222 Auf allgemeines Verlangen findet Samstag den 25. d. M. auf dem N 5 Selzerbrunnen f Harmonie und Tanzmusik statt, wozu freundlich, einladet P. Weitzel. 2173 Auf vielseitiges Verlangen findet Samstag den 25. Juli bei der Unterzeichneten 5 Ball für Israeliten statt, wozu freundlichst einladet Verstadt den 14. Juli 1874. Gastwirtb Vögler Wittwe. Local-Verein Reichelsheim. 2215 Sonntag den 26. d. M., Nachmittags 4 Uhr, Schmid. Wer ohne genügende Entschuldigung fehlt, wird nach §. 54 behandelt. Der Veo r Probe⸗Mähen. 2221 Freitag den 24. Juli, Nachmittags 3 Uhr, lasse ich eine Johnston'sche Frucht mähmaschine gehen, wozu ich Interessenten einlade. N Fauerbach b. Fr. Feinsten Aepfel- Gele 2220 und holländischen Syrup empfiehlt Wilh. Bernbeck. 2176 Hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich seit heute hier im Hotel Trapp wohne. Friedberg den 15. Juli 1874. Ge b b, Großh. Kreis-Veterinärarzt. st an d. K. Häuser. 2211 Ein rothes Kinderjäckchen wurde gefunden und kann gegen Erstattung der Inseratgebühren in Empfang genommen werden bei Stadtdiener Dietrich. 2209 Am Abende des 19. d. M. wurde auf der Fahr zwischen Homburg und Friedberg ein gelbseidener Sonnen⸗ schirm mir grünseidenem Futter verloren. Der Finder erhält eine Belohnung von 3 fl. 30 kr. Näheres in der Expedition d. Anz. — 7 Maschinen⸗-Dru 0* 75* 2214 Wegen den gesteigerten Geschäftsbetriebskosten finde ich mich veranlaßt den Herren Oeconomen anzu- zeigen, daß ich große Parthien mit Winterdrusch noch wie seither das Fuder zu ü fl.[5 und kleinere Quan⸗ tum, etwa von 50 Fuder an, abwärts zu 1 DE 0 J bis 1 fl. 45 kr., jedoch ohne Kostvergütung, berechne Die nöthigen Kohlen stelle ich wie seither, selbst. Petterweil Friedr. Pfeiffer. Prodmehl und Kleie 1893 billigst bei M. D. Loeb. Für Sattler. 2217 Fertige Häute zu Dreschflegeln, sowie eine Parthie weiß gare und Rindlederabschnitte preiswürdig bei duard Grödel. Maschinenöl, 2166 feinste Qualität, billigst bei Wilh. Fertsch. Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist vorräthig⸗ Die Landgemeinde Ordnung, Die Städte⸗Ordnung, Die Verwaltungsgesetze, Das Volk sschulgesetz. Isratlitischer Gottesdienst in Friedberg Fretten 7 Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. werden die Originalpreise der Zeitungen. Inserenten ersparen dadurch das Briefschreiben und das Porto. Carl Bindernagel. / — Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Veteranen⸗ und Militär⸗Verein. — 1 2 ulbewahle Generalversammlung im Local des Gastwirths G. Wilhelm f l leite, oh 9 9 Die un! bis 5 ö Ale Sum zu Bun W. It Darn ungsblatt! 1. Bilan Oroßderzo l det Polizei; Worms del II. B40 des Innern, III. S. soglicher Fun Die orden dit außcror be! alet Einnab Enichung ur 90., die ob außttorde ale Ausgat nuhme betrag blabi Kest 2 anten Ausf; an Kapital, Sglusse des dit Jahres nulden in 1 wut 362. ait in Be IV. Lehn