uon der Fric Ausflug Van Tielemans. e ne — N N e.. —.. 0 1 25 79 14 5 1 R 2 125. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. streisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Amtlicher Theil. Betreffend: Die Verlilgung der Feldmäuse. Nach eingelangten Berichten Großherzoglicher Bürgermeistereien zeigen sich wieder Feldmäuse in den Gemarkungen verschiedener Gemeinden des Kreises, wir fordern Sie daher auf, da, wo dies der Fall ist, sofort energisch mit Vertilgung derselben nach Maßgabe der bestehenden Vorschrift⸗ (Friedberger Kreisblatt Nr. 27 von 1873— Vilbeler Anzeiger Nr. 15 von 1873) vorzugehen. Bis jetzt dürfte die Vertilgung mittelst der von den Gemeinden ange- schafften Räucheröfen ausreichen, sollte die Verbre tung dieses Ungeziefers der Regel und im äu in die Mäuslöcher in Beginn des Unterrichts am 1. Dezember laufenden Jahres, Dauer 3 Monate. nahme der Sonntage und f Jauarbeiten. 0 1 11 liche ꝛc. ꝛc. 5. Ho ffma un. e ee ae 1 ** nasium zu Mainz und der Gymnasiallehramts-⸗ Rechnen, Geometrie, Ganzen 18 Gulden und wird bei Beginn des Cursus vorausbezahlt. Rheinstraße Nr. 14 in Darmstadt“ richten. solches nicht auffressen können, fehlen. .— Friedberg am 19. October 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. aber schon in größerem Maßstabe über einzelne Gemarkungen eingetreten sein, dann bleibt freilich nur die Vergiftung desselben als Ausnahme von ßersten Notbfall übrig, es darf dann aber nicht an der hierbei anzuwendenden Vorsicht, namentlich bei dem Legen des Giftes, und der nöthigen Beaussichtigung der Arbeiter durch Ortsvorstands— mitglieder, die ganz insbesonderk darüber wachen müssen, daß das Gift einer Weise gebracht wird, daß nützliche Thiere Trapp. Winterbauschule des Localgewerbvereins in Darmstadt. Unterrichtszeit täglich von 8— 12 und 1—5 Uhr, mit Aus Samstag⸗ Nachmittage.— Unterrichtsfächer: Bauzelchnen, Freibandzeichnen, darstellende Geometrie, Bauconstructionslebre, Anfertigung von Bauvoranschlägen, Materialienkunde, gewerbliche Buchführung und Mechanik.— Das Schulgeld beträgt im ö Aumeldurgen wolle man baldigst„an das Büreau des Landesgewerbvereins, Deutsches Reich. Andeutung, daß die obersten Behörden der evange⸗ Darmstadt. Am 9. d. Mts. wurden der lischen Landeskirche die in gewissen Kreisen sich Lehrer an der Realschule zu Offenbach, Dr. Carl vorbereitende Organisation des Ungehorsams schnell Germann, zum Lehrer an dem Gymnasium zu und energisch durchbrechen würden, babe dem Ver- Darmstadt, der Gymnastallehramtsaccessist Dr. Wil- nehmen nach bereits thatsächlich Bewährung gefun- helm Ohler aus Mainz, zum Lehrer an dem Gym⸗ den, resp. scheinen sie solche demnächst finden zu sollen. — 20. Oct. Dem Vernehmen nach wird Accessist Dr. Hermann Oeser aus Lindbeim, im morgen der Untersuchungsrichter in der Arnim'schen Kreise Büdingen, zum Lehrer an dem Gymnasium Sache, Stadtgerichtsrath Pescatore, mit einem zu Worms, am 13. d. der Lehrer an der Real- Protokollführer nach Paris abreisen, um bebufs schule zu Offenbach, Johann Christoph Kuhl, zom Beschleunigung des Prozesses die Vernehmung des Director an dieser Realschule ernannt; am 15. d. Pariser Botschaftspersonals zu bewirken. wurde der Privatdocent Dr. Theodor Eimer in— 20. Oet Das Herrenhaus mitglied Kron- Würzburg zum Inspector des Naturalien-Cabinets sondicus Prof. Homeyer ist beute, der Director irnannt, demselben auch die Nebenstelle eines Lehrers des statistischen Büreaus der Stadt Berlin, Prof. ter Zoologie an der polytechnischen Schule zu Dr. Schwabe, gestern Abend gestorben. Darmstadt, unter Verleihung des Characters als 1 Sicherem Vernehmen! nach ist die Meldung „Professor“ übertragen. auswärtiger Blätter, daß die spanische Regierung Mainz, 17. Oct. In der ersten Sitzung mit Berliner Bankiers wegen der Placirung einer der beute Vormittag zusammengetretenen Stadt. Anleihe unterhandle, vollständig unbegründet. Die derordneten bestimmten dieselben, daß die Stellen Anleihe wird wahrscheinlich in London placirt werden. des Bürgermeisters und des ersten Beigeordneten Coblenz. Die Kaiserin Augusta wird am besoldete sein sollen. Das Gehalt des Bürger- 28. d. von Baden bier eintreffen und mehrere meisters wurde auf 6000, dessen Remuneration Wochen im hiesigen Schlosse residiren. A tbenfalls auf 6000 Reichsmark fixirt. Die Stelle Köln. Das erzbischöfliche General- Vicariat wird nicht ausgeschrieben und nach Genehmigung veröffentlicht im„Kirchlichen Anzeiger“ eine in. des Gehaltsbeschlusses sofort zur Wahl des Bürger— teressante Instruction bezüglich der Civilehe. Die meisters geschritten werden. Nach einer Uebereinkunft Pfarrer werden darin aufgesordert, neukatholische zwischen den der Fortschrittspartei und der demokra- Brautleute, welche sich bloß mit der Civilehe be Iscen Partei angehörigen Mitgliedern ist hietzu der gnügen, durch kirchliche Strafen zur Umkehr zu stitherige Bürgermeister Wallau, als erster(besol- bewegen. Selbst die Kinder eines solchen gott⸗ beter) Beigeordneter Dr. Oechsner(Deuoklrat), vergessenen Paares verfal en dem geistlichen Henker— als zweiter Beigeordneter der seitherige erste Bei— beil. Das Vicariat spricht offen aus, daß purch geordnete H. Reinach(Fortschritt) auserseben. die Civilehe„vor Gott keine wahre Ehe“ ge— — 20. Oct. Bei der heutigen Wahl des 1 1 ae wee Brautleute daher auch Hürgermeisters wurde Bürgermeister Wallau mit keine Eheleute“ würden. a. 23 555 13 Stimmen der Hfronev tuen gewahlt.“ Baden Baden, 19. Oct. Kaiser Wilhelm Berlin. Die„Prod.-Corr.“ bestätigt, daß ist beute Nachmittag 5 Uhr mittelst rang nach dle spauische Regierung die an die französische Berlin abgereist, woselbst er morgen 60 87 Ubr Regierung gerichtete Note zugleich den Regierungen eintrifft. f Der Großherzog 00. Großberzogin von England, Oesterreich⸗Ungarn und Deutschland fuhren bis Karlsruhe mit. Am Bahnhofe waren ur Kenntniß gebracht habe.— Aus Kreisen, Prinz Alexander von Hessen, die Herzogin Ben welche mit dem Vatikan Fühlung haben, verlautet, Hamilton 0 1 Fürstlichkeiten zur Be— abe durch einen Kämmerer ein eigen- grüßung anwesend. ae 5 den Kalser Wilhelm nach Weimar, 17. Oct. Die Landessynode hat Haden-Baden geschickt. Es wird hinzugefügt, dieses gestern das Penstonsgesetz in seinen Hauptbe— chrelben plaidite für die Sache der verhafteten stimmungen nach der Reglerungs Vorlage ange- 17 77 Hiesige Offlciöse stellen indeß die Sache nommen; nur sollen die Anstalten für, Emeritirte i Abrete. und für Wittwen und Waisen der Geistlichen ge— lichen sollen künftig den pensionirten Staatsdienern gleichgehalten werden. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 18. Oct. Auf Requisition des Stadtgerichts Berlin wurden der Herausgeder und der Redacteur des hiesigen „Neuen Fremdenbl.“ zur Ablegung einer Zeugen- Aussage in der Strafsache des Grafen Arnim wegen Beseitigung amtlicher Schriftstücke für morgen vor das biesige Landesgericht geladen. — 19. Oct. Der„Times“ zufolge wird Rumänien den Handelsvertrag mit Oesterreich ohne zuvorige Zustimmung der Pforte abschließen. ö Agram, 19. Oet. eröffnete im Namen des Kaisers die neue croatische Universität und installirte deren Rector. Die zahl— reich anwesenden Vertreter in- und ausländischer Hochschulen hielten Begrüßungs-Reden in ver— schiedenen Sprachen. Abends ist Festbanket und Beleuchtung der Stadt. Frankreich. Paris. Die„Agence Havas“ erfährt, der Unterpräfect des Departements Bayonne habe dem dortigen spanischen Consul mitgetheilt, er sei befehligt, alle auf dem ihm unterstellten Ge⸗ biete befindlichen Carlisten zu interniren. — Das„Journal officiel“ veröffentlicht heute das Decret über die Modificationen in der Ab— grenzung der Diöcesen, welche durch die diplo— malischen Conventionen zwischen Deutschland und Frankreich nothwendig geworden sind. — Die„Agence Havas“ theilt mit, den Be— hörden des Departements Basses-Pyrénses seien vor Kurzem ältere Instructionen eingeschärft worden, die jedem Spanier, Carlisten oder Republikaner den Aufenthalt in den Grenzorten untersagen. Ferner sei einer Anzahl Carlisten, deren Inter- nirung der spanische Censul beantragte, der Aufent— halt in dem ganzen Grenzdepartement verboten. Toulon. Der dahier eingelaufene„Oréuoque“ soll während seiner langjährigen Station bei Civita— veechia fast verfault sein. Nicht nur, daß die Maschine in schlechtem Zustande ist, sondern auch der Kiel des Schiffes soll mit Seegras und Schlamm- Kräutern bedeckt sein. Hatte man den Dampfer nicht endlich beimbeordert, so wäre er vielleicht gar im Hafen Roms noch angewachsen. Baponne, 19. Oct. Der spanische Consul — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: ihre trennt gehalten werden. Die emeritirten Geist— 77 1 1 hat Kraft der Consularverträge zwischen Frankreich und Spanien, da der Capitän das Schiff ver- Der Banus von Croatien lassen bat, von der„Nidve“ Besitz ergriffen. Die „Nidve“ ist gestern nach Sparen abgegangen. Die Carlisten, deren Internirung der spanische Consul verlangt hat, werden nach Ortschaften jen- seits der Loire, deren Wahl ibnen freisteht, ge- bracht, falls sie den angewiesenen Aufenthaltsort verlassen und aus französischem Gebiet ausge⸗ wiesen werden. Belgien. Brüssel. Eine Ordre des Königs theilt Belgien in zwei Haupt⸗Militärbezirke. Der erstere umfaßt die Provinzen Antwerpen, Ost—⸗ flandern und Westflandern, der zweike Brabant, Hennegau, Limburg und Luxemburg. Jeden Be- zirk commandirt ein General-Lieutenant. Jede Provinz zerfällt in Militär⸗Districte. Großbritannien. London. Der britische Bevollmächtigte, Sir Robinson, meldet von den Fidji-Inseln vom 30. Sept., der König habe den Abtretungsvertrag an England ohne Vorbehalt unterzeichnet. Er(Robinson) sei im Begriff, sich nach den östlichen Inseln zu begeben, um die Zu— stimmung des Häuptlings Maafu und der anderen Häupilinge einzuholen.— In Sheffield hat eine zweite große Fabrik für Eisenbabhn⸗ Material in Folge der Concurrenz des Festlandes mehrere Hundert Arbeiter entlassen. Spanien. Madrid, 19. Oct. Nachrichten der Regierung zufolge haben die Carlisten mehrere Officiere wegen Insubordination erschossen.— Don Alphons hat den ian, den Ebro wieder zu über⸗ schreiten, aufgegeben.— Versuche der Carlisten, Lerin einzunehmen, wurden von den Regierungs- truppen zurückgewiesen. — 20. Oct. Nachrichten der Regierung zu- folge überfiel der Regierungs-General Daban die aus 800 Mann Infanterie und 200 Reitern be⸗ stehende Abtheilung des Carlisten-Chefs Lozano nach deren Einmarsch im Dorfe Bogarra und nahm nach längerem Kampfe 200 Mann, darunter 15 Officire, gefangru. Italien. Rom. Bei einem in Bioglio (Provinz Novara) stattgehabten Banket erklärte der frühere Finanzminister Sella, er werde das Ministerium unterstützen, um das Gleichgewicht im Budget herbeizuführen. Derselbe wies die Noth- wendigkeil nach, daß eine starke Majorität der Steuer Reform zustimme, und sprach sich dafür aus, daß die öffentliche Sicherheit einiger dies bezüglich gefährdeten Provinzen durch Ausnahme— Maßregeln verbürgt werde. Türkei. Konstantinopel. Levand Herald meldet, daß die Vertreter Oesterreichs, Deutschlands, und Rußlands Weisungen erhalten haben, die Pforte zu benachrichtigen, daß ihre Cabinette im Rechte zu sein glauben, Handelsverträge mit Rumänien und Serbien abzuschließen. Griechenland. Athen, 18. Oct. Der Finanzminister Papamichalopulos hat seine Demission gegeben, welche vom Könige angenommen wurde. Die Kammer beginnt morgen die Wahlprüfungsdebatten. Amerika. Montevideo, 18. Oct. Die Insurgenten Chefs Arredordo, Rivas und Borges suchen Verbindungen mit Mitre, der sich Buenos Ayres nähert. Mehrere Kriegsschiffe sind zu den Insurgenten übergegangen. Sarmiento befehligt die Vertheidigungs⸗Truppen der Hauptstadt. Sennor Diego Alvero ist zum bevollmächtigten Gesandten der argentinischen Republik in London und Rom ernannt. Buenos Ayres hat an Montevideo die Aufforderung gerichtet, die Ausfuhr von Waffen, Munition und Truppen⸗Aus hebungen zu verhindern. China. Pecking. Eine Verschwörung gegen die Ausländer soll entdeckt worden sein. Eine große Abtheilung von Soldaten Si Hung-Cheng's, an ihrer Spitze General Wang, hatte beschlossen, sich Tientsin's zu bemächtigen, die Stadt zu plündern und alle Ausländer zu tödten. Dreizehn der Rädelsführer wurden ergriffen, General Wang aber ist entflohen. Der englische, amerikanische und französische Vice-Consul verlangen Verstärkungen. Aus Stadt und Land. Friedberg. In dem Garten des Herin Bernbeck dahier befinden sich zum zweiten male in diesem Jahr reife Erdbeeren, sowie die zweiten Traubenscheine mit erbsen⸗ großen Beeren. Am 19. October fand die Bürger⸗ Zwel Partheien standen einander Ober-Mörlen. meister⸗Wahl stati. gegenüber und jede bot Alles auf, um ihren Candidaten durchzubringen. Es stimmten von 407 Wählern 331 ab, don welchen Stimmen Bürgermeister Peter Joseph Jekel 227 und Philipp König VI. 104 erhielt. Diese Wahl be⸗ kundet, daß der größte Theil der Einwohner mit dem schon lange Zeit im Dienste stehenden Bürgermeister zu⸗ frieden ist. Abends fand zu Ehren des Bürgermeisters eine Illumination mit Lampionszug und S!ändchen statt. Vilbel, 16. Oct. Gestern hielten die evang. Lehrer des früheren Kreises Vilbel in Kaichen eine Versammlung. deren Bedeutung wohl verdient öffentlich vernommen zu werden. Durch die neue Organisation des Schulwesens mußte auch unser Dekan Ferisch, der zugleich schon über 20 Jahre Mitglied der Kreis-Schulkommission war, als Kreis ⸗Schulcommissär zurücktreten. Dies war für alle evang. Lehrer des Kreises ein unangenehmes Vorkommniß. Alle bingen mit ganzer Seele an diesem Manne. Und dazu hatten sie vollkommene Ursache. Er war nicht allein ihr verordneter Vorgesetzter, er war zugleich Allen ein wahrer Freund und treuer Rathgeber. Lehrer Runk von Rendel eröffnete durch eine kurze sinnige Ansprache das Fest. Darauf gaben die Lehrer Hüfner von Rodheim und Backes von Ober⸗Eschbach in weiterem Rahmen umfassende Bilder der Vergangenheit und des Wirkens unseres leben Vorgesetzten. Jeder sprach nach seiner Weise, aber beide gut und— aus der Seele ibrer anwesenden Amtsbrüder. Als aber Herr Ferisch in bewegten, liebevollen Worten darauf erwiederte, waren Alle tief gerührt und konnten nur durch Aufstehen und einem stillen Händedruck ihren Gefüblen Ausdruck geben. Nach dem Essen übergaben die Lehrer dem Gefeierten ein Sopba, das nach den einleiten— den Worten des Lehrers Runk ein Sinnbild der Ruhe nach gethanener Arbeit und ein dauerndes Erinnerungs— zeichen der Dankbarkeit der Lehrer ihrem lieben opferwilligen Kreis⸗Schulcommissär sein sollte. Gießen. Hier steht die Bildung einer alikatholischen Gemeinde bevor. Die hiesigen Alikatholiken haben bereite bei dem Kreisamte die Erklärung abgegeben, daß sie sich in Rücksicht auf die neuen Kirchengesetze, welche von ihnen vollständig gebilligt werden, als nicht mehr zur„römisch“⸗ tatholischen Kirche gehörig betrachten. Ulrichstein, 18. Oct. Unsere Gemeinde wurde beute Nacht durch die Sturmglocken aus ihrem Schlafe geweckt. In wenigen Minuten standen 3 große Hoftalthen, dicht am Pfarrhause, in Feuer. In der erstecen konnte die arme Bewohnerin, die durch dieses Unglück ganz elend geworden ist, kaum ihre 5 Kinder retten; in der zweiten gelang es dem Gr. Distrietdeinnehmer nur mit Noth, Kasse und Kassebücher ins Pfarrhaus zu schaffen; in der drilten verbrannte ein reicher Erntesegen eines der wohl— habenderen hiesigen Bürger. Von Nachbargemeinden kam die ersie Feuerspritze aus Stumpertenrod(1½ Stunde e von Ulrichstein entlernt), die, bei Metz in Heidelberg gebaut, nimmt Montag den 2. November wieder sich durch ibre Leistungsfähigkeit auszeichnete. Der Brand dlieb bei günstigem Südwind auf diese 3 Hofraithen be- schränkt. Eine unserer Glocken zersprang beim Sturmläuten. Darmstadt, 19. October. verschwand dahier ein junger Mann,(M. aus Gicßen) standes. der im Einjährigen⸗Freiwilligen Examen wiedecholt durch⸗ derung der Vor etwa 7 Monaten Allerlei. Frauk furt. „Rheinischen Hof“ kehrten in dem ersten halben Jahre seit der Eröffnung 8540 Reisende ein, die zusammen 21,682 Nächte logirt wurden. Dabei sind die vielen Hunderte von Reisenden nicht gerechnet, die die Herberge besuchten und an demselben Tage wieder Frankfurt verließen. Dieser große Andrang wird leicht erklärlich, wenn man sieht, was in der Herberge geboten wird und wie rotz der Masse von Menschen Ordnung, Reinlichkeit und Ruhe in diesem Hause herrscht. Autoritäten auf diesem Gebiete versichern, daß die„Heimath“ in Franksurt in jeder Be⸗ ziehung die bedeutendste sei und den ersten Rang einnehme unter den Herbergen Deutschlands. Frankfurt. Ein hiesiger Bürger und Fuhrmann, dem schon öfters zu Ohren gekommen war, daß sein Knecht das ihm anvertraute Pferd mißhandelte, halte zu Anfang dieser Woche das Unglück zu einer solchen Thier mißhand⸗ lung zu kommen. Statt seines Zornes Hert zu werden, ergriff er einen Bindestock und prügelte damit den Knecht dermaßen durch, daß dieser ins Spital verbracht werden mußte. Frankfurt. 3000 Eier, über welche seit Februas ein Civilproceß schwebt, da fich weder Verkäufer noch Käufer als Besitzer erklären wollten, waren seither in gerichtlichen Verwahr genommen. Das Object wurde mit der Zeit so faul, daß das vorübergehehende Publikum Beschwerde führte, worauf endlich die Verfügung erging, das streilige Gut in den Main zu schülten. Leipzig. Der Erbgroßherzog von Oldenburg, der bekanntlich seither an unferer Universität studirte und in Folge des Vorgangs im Leipziger Bahnhof in Dresden Gegenstand allgemeinen Gespräches wurde, hat am 12. October eine längere Reise nach dem Orient ange⸗ treten. In seiner Begleitung befindet sich ein Hauptmaun vom großen Generalstabe und ein junger Gelehrter. Serlin. Dr. Nachugal, der deuische Aflika-Reisende, if. wie aus Chartum gemeldet wird, am 19. August d. J. wohlbehalten in El Oben)(Kordosan) eingetroffen und gedachte sich demnächst nach Charlum zu begeben. Steitin, 18. Oct. Die feierliche Enthüllung des Denkmals für den verstorbenen Dichter Prutz hat heute Minags unter großer Betheiligung verschiedener Vereine und der Freunde des Verstorbenen stallgesunden. Chester(Pennsylvanten). Hier ward eine Frau vor Gericht gebracht, die den Gottesoienst dadurch gestört hatte, daß sie sortwährend mit großem Geräusch Nüsse knackte. Sie war gebeten worden, dies zu unterlassen, hatie aber geantwortet, das Knacken von Nüssen gehöre zu den un⸗ veräußerlichen Menschenrechten freier Amerikanerinnen. Der Richter schien diese Ansicht zu tbeilen, denn er sprach sie frei. Die Ackerbauschule zu Friedberg ihren Anfang. Wie schon das Programm besagt, entspricht die Einrichtung dieser Anstalt dem Bildungsbedürfnisse des landwirthschaftlichen Mittel⸗ Aufgabe derselben ist die Weiterför⸗ Schüler in den Realfächern, sowie gefallen war, unter Umständen, die auf einen Selbstmord Einführung derselben in die Naturgeschichte und durch Cyankalium schließen ließen. Alle Nachforschungen über seinen Verbleib waren trotz der ausgesetzten Geld prämien vergeblich, bis endlich gestern die wenigen Ueber— reste des unglücklichen jungen Mannes in einem dichten Untergehölz der Griesheimer Tanne aufgefunden und hier— ber verbracht wurden. Die ersten Anhaltepunkie zu dieser Enideckung gaben die Aussagen zweier hier in Haft befind lichen liederlichen Dirnen und ist es als sicher zu betrachten, daß s. Z. die Leiche ihrer Uhr und Baarschaft beraubt worden war. Diese Ergebnisse der Untersuchung, welche mit Scharssinn und Umsicht geleitet wurde, sind Tank der Tyäligkeit unseres neuen Polizeicommissärs, Herrn Seim, rasch an den Tag gefördert worden und die Iden lität der Leiche, bei welcher man noch die Brieftasche vor— fand, durch die per Draht hierhergerufenen Ellern ane: kannt, Darmstadt, 19. Oct. Heute Abend um 5 Uhr sand die Wahl des Bürgermeisters der Residenz durch die Siadt⸗ verordneten stait. Es waren 35 Stadtveroronete erschienen, nicht anwesend Hofgerichte-Advocal Ohly. Es erhielt Hof⸗ gerichts-Advocal Ohly dahier 18 Summen, Kreisagssessor Emmerling von Dieburg 17 Stimmen, so daß ersterer als gewählt erscheint. Alsbald wurde eine Commission bestellt, bessehend aus den Herren Dr. Küchler, Holzapfel, Diehl I., Möser und Dr. Kritzler, um die näheren Be— dingungen bezüglich der Pensionsansprüche mit dem Ge— wählten zu vereinbaren. Darmstadt, 20 Oct. Die Polizei räumt dermalen unter dem vier sich herum treibenden Gesindel gewaltig auf. Gestern wurde ein ganzes Rudel solcher Persönlichkeiten, meist 16—20jährige Bueschen, aufgegriffen und eiustweilen in das Ar resthaus verbracht. Michelstadt. Capitän Karl Wepprecht's Familie wohnt nicht in König, wie von Erbach aus mitgetheilt wurde, sein Bruder Dr. med. Weyprecht wohnt hier, und bei diesem hält sich vorübergehend die Muiter, Kammer⸗ Direcsor Weyprechi's Witiwe, und eine ledige Schwester auf und wird nächstens eine bereits gemiethete Wohnung hier beziehen, Capitän Weyprecht wird also hierher kommen. Worms, 16. Oct. Vergangene Nacht sind aus dem hiesigen Arresilocale im Stadthause 5 Stromer, von welchen 3 durch die Gendarmerie eingebracht waren, ausgebrochen. Dieselben demolirten den Ofen, um Werkzeuge zu erlangen, brachen die Wand durch, gelangten dann auf den Speicher und ließen sich von dort drei Stockwerke hoch an zusammen— gebundenen Teppichen in den Hof herab, von wo sie über die Mauer in Freiheit gelangten. 1 Naturlehre in ihren Beziehungen zur Landwirth⸗ schaft. 5 Die erheblichen Opfer, welche von Seiten der verschiedenartigsten Corporationen(landwirth⸗ schaftlichen Verein für Oberhessen, Mathildenstift, Kreis und Stadt Friedberg) gebracht werden, um diese landwirthschaftliche Lehranstalt in jeglicher Hinsicht sowohl bezüglich des Lehrerpersonals als auch der Lehrmittel tüchtig auszustatten, lassen von Seiten der Landwirthe aus näheren und weiteren Kreisen auch eine entsprechende Betheiligung erwarten, umsomehr als der Besuch der Ackerbauschule keine erheblichen Kosten verursacht und der Unterricht in die Winterzeit fällt, in welcher die Feldarbeiten ruhen. Daß derartige Lehranstalten ein dringendes Bedürfniß für die Söhne unserer mittelbegüterten Landwirthe sind, wird bei richtiger Würdigunz der Sachlage Niemand zu vestreiten wagen. Die gewaltigen Umwälzungen, welche sich in den letzten Jahrzehnten auf socialem und volkswirthschaftlichem Gebiete vollzogen haben, sind nicht spurlos an unserer Landwirthschaft vorübergtgangen. Handel und Verkehr haben allmählich eine andere Richtung eingeschlagen und ungleich größere Dimenßonenen angenommen. Mit der Vergrößerung des Absetzgebietes hat die Con- currenz mindestens gleichen Schritt gehalten. In die letztere ist hinsichtlich derjenigen landw. Pro⸗ ducte, welche einen weiten Transport ertragen (Körnerfrüchte 1c.) sehr fühlbar und damit dit Productionsrichtung unserer Landwirthschaft zu wesentlichen Veränderungen gedrängt worden. Dazu haben sich die Arbeiterverhältnisse fur den Ackete⸗ baubetrieb sehr unvortheilhaft entwickelt; sie haben die Schwierigkeiten vermehren helfen, mit welchen der Landwirth zur Zeit zu kämpfen hat.— Gegen, In der Herberge„zur Heimath“ im gachnik im Gebrauch gal wechst chem Gebi aldhaar dülbecke zr. e Die Verka Be aa Leope hben da Fl unter d kü der El Ing, Procur. Eintrag ir sisilgt. Fried ben Be % Ludwi uudwig Seib aus Theilhat Monats an, unter der Weiter fort. Der erft unter Nr. Friedb ——— 9137 Freite en Badehaus Iuventargeg Afentlich mei Bad ⸗N 1 Be 196 D ont 1 Uhr, sol ffenlich an Friedb teicht bier nicht allein aus. —r— 1 e 7 Ihm bleibt nur die Wahl, entweder auf dem althergebrachten Standpunkte zu verharren und durch die Macht der Verhältnisse in seinem Wohlstande zurückge · drängt zu werden, oder die Bahn des wirthschaft⸗ lichen Fortschrittes zu betreten, welche allein ihn über die aus dem steten Wechsel der Verhältnisse erwachsenden Schwierigkeiten sicher herüber zu leiten vermag. Der gesunde Menschenverstand, so schätzenswerth derselbe auch sonß sein mag, Es gilt von den Erxrungenschaften der Naturwissen chaft und der Fechnik im landw. Betriebe den wöglichst besten Gebrauch zu machen und mit klarem Blicke den rasch wechselnden Vorgängen auf volkswirthschaft— lichem Gebiete zu folgen. Die jungen Landwirthe in ihrer allgemeinen Bildung zu heben und ihnen den Blick für die Fortschritte und Bedürfnisse der Zeit zu öffnen, das ist in wenigen Worten das Streben unserer Ackerbauschule. Möge sich die Einsicht von der Nothwendig— keit einer tüchtigen allgemeinen und sachlichen Ausbildung unter unseren Landwirthen immer mehr Bahn brechen, die Frequenz unserer landw. Lehranstalt immer mehr wachsen und zunehmen!(H.) Handel und Verkehr. Friedberg, 21. Oct. Waizen 12 fl. 30 k.; Korn 10 fl. 50 kr.; Gerste 11 fl. 15 kr.; Hafer 9 fl. 30 ke. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo. Frankfurt, 19. Oct. Der heutige Viehmarkt war gut befabren, doch ging das Geschäft bei wesentlich nied— rigeren Preisen flau. Viel Hornvieh blieb unverkauft. Angetrieben waren: 416 Ochsen, 212 Kühe, 250 Kälber und 600 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 3839 fl., 2. Qual. 34 fl., Kühe 1. Qual. 34 fl., 2. Qual. 30 fl., Kälber 32 fl., Hämmel 32 fl. per Cir. Schweine im Durchschnitt das Pfund 21 kr. Frankfurt, 19. Oct. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 24 fl., Nr. 2 23 fl., Nr. 3 19½ fl., Nr. 4 15½ fl., Nr. 5 14 fl., Roggenmehl/(Berliner Marke) 16 ½ fl., do. II.(Berliner Marke) 12 fl. Waizen effeclv hiesiger 13 fl., Korn 10—1¼ fl., Gerstt 11½—12 fl., Hafer 1110/8 fl., Kohlsamen 15/—16 fl., Erbsen 12 bis 17 fl., Wicken 11 ½ fl., Linsen 13—21 fl., Rüböl 38 fl. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo. Geld Cours. Franksurt am 20. Oktober 1874. o fl. 9 40—42 Holländische fl. 10-Stücke.„ 9 49—51 Dueaten%% f 164„ 5 36—38 Ducaten al marco ee 20-Frankenstücke 929⁰—30½ Englische Sovereigns fene. 11 56—58 Russische Imperigles. 5„ 9 45—47 Dollars in Gold. h e, Bekanntmachung. 3126 Am Dienstag den 27. Oktober er., Vormittags 11 Uhr, soll bier ein vollständiges, noch gut erhaltenes Bett, bestebend in 1 Strohmatratze, 1 Roßhgarmatratze, 1 Waldhaar⸗Kopfpfubl, 2 Feder⸗Kopfkissen, 1 Feder⸗ Bettdecke ꝛc. öffentlich meistbietend verkauft werben. Die Verkaufsbedingungen wer den bei der Versteiger⸗ ung bekannt gemacht. Friedberg den 17. Oktober 1874. Kaiserliches Postamt. . Hennemann. Bekanntmachung. 3149 Leopold Arnstein und Meier Arnstein zu Friedberg betreiben daselbst seit 1864 einen Handel mit Leder und Fellen unter der Firma„Gebrüder Arnstein“. Dieselben faben der Ehefrau des Ersteren Johanna, geborenen Bing, Procura ertheilt. Eintrag im Firmenregister ist heute unter Nr. 180 erfolgt. b Friedberg am 15. October 1874. Großberzogliches Landgericht Friedberg. Bramm, Landrichter⸗Vicar. Bekanntmachung. 150 Ludwig Seibert zu Friedberg, Inhaber der Firma ludwig Seibert, hat den Gustav Gohr von Darmstadt ils Theilhaber derselben, mit Wirkung vom 1. dieses Monats an, angenommen. Beide führen das Geschäft inter der Firma„Ludwig Seibert und Compagnie“ beiter fort. Der erforderliche Eintrag ist heute im Firmenregister inter Nr. 164 vollzogen worden. Friedberg am 16. October 874. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Bramm, Landrichter-Vicar. 3137 Freitag den 23. d. Mts., Vormittaas 9 Uhr sollen uin Badehause J. verschiedene abgängige Materialien und nventargegenstände, darunter Betten, Sessel, Sopha ꝛc. ed meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden. Bad⸗ Nauheim am 19. Oetober 1874. Großherzogliche Badedireetion Nauheim. Weiß Bekanntmachung. 1 Uhr, soll an hiesigem Rathhause eine trächtige Kuh ffentlich an den Meistbietenden verstei ert werden. Friedberg am 19. Oktober 1874. a Großbherzogliches Ortsgericht Friedberg. ar, Immobiliar⸗Versteigerun g. 544 Montag den 26. October d. J., Vormittags 10 Ur, soll in hiesigem Rathhause die Hofraithe nebst Güter⸗ cken des Bäckermeisters Karl Stelz auf dessen frei Alligen Antrag zum drittenmal öffentlich an den Met lsetenden versteigert werden, Friedberg den 20. October 1874. ö Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. u d. urch Verfügung des Königl. Kriegs-Ministeriums beim 2. Großh. Hessischen Dragoner Regiment Nr. 24 als Roßarzt angestellt, empfehle ich mich bei meiner Versetzung nach Butzbach, an Stelle ines Collegen Herrn Hartbaum, dem geehrten Jublttum Butzbachs und Umgegend als Thierarzt ganz mpebenst. N 2 2 Wohnung befindet sich bei Herrn Weinhändler Lendel in der Weiselerstraße.“. 123 Friedrich Ewald, . 62994.) Thierarzt J. Classe. 661 Meinen am Schützenrain gelegenen Garten bin ih gesonnen zu verpachten. Apotheker Werner Wittwe. ö 3146 Mtt dem 1. November d. J. treten folgende un— 3136 Donnerstag den 22. Oktober l. J., Vormittags, Wetterauer Industrie Ausstellung. 3130 Die in Folge der Wetterauer Industrie- Ausstellung erbauten beiden Hallen sollen auf den Abbruch versteigert werden und ist dazu Termin 11 Uhr, in der Burgkaserne anberaumt. Meistbietenden mitversteigert werden. ohne Umänderung aufgeschlagen werden können. Friedberg den 18. Oktober 1874. auf Freitag den 23. October l. J., Morgens Ebenso sollen noch mebrere Tische, Dielen ꝛc. an die Bezüglich derselben wird bemerkt, daß sie derart construirt und mit Schrauben zusammengesetzt sind, daß sie leicht abgenommen und irgendwo wieder bequem In Auftrag: Schnitzel, Bauaccesiisst. 3 i 5 Verlag von Julius Niedner in Wiesbaden. 7 3139 Soeben erschien und ist in allen Buchhandlungen vorräthig: Die Ipinnstube. Ein Volksbuch für das Jahr 1875. Begründet von W. O. von Horn(W. Oertel). Im Verein mit namhaften Volksschriftstellern fortgeführt von H. Oertel. Dreißigster Jahrgang. i. Mit einem Stabl Mit vollständigem Kalendarium, stich und vielen Holzschnetten. 5 Münz⸗, Maaß⸗ Gewichtstabellen, Feld- und Garten⸗ Kalender nebst Bauernregeln u. s. w. „ Preis 12½ Sgr. Die Spinnstube hat in allen Ländern, wo die deutsche Zunge klingt, die größte Aner— kennung gefunden und reichen Segen gestiftet. gelassene Erzählung von W. O. von Horn enth und wird eine willkommene Gabe für deutsches Dieser 30. Jabrgang, der auch eine nach- ält, ist an Inbalt und Ausstattung vorzüglich Gemüth und Familienleben sein.(H. 62990) Oberhessische Eisenbahnen. bedeutende Aenderungen unseres seitherigen Fahrplanes, welcher im übrigen ungeändert bleibt, in Kraft: 1. Auf der Linie Gießen- Fulda. Zug 3 wird statt 88s Vorm. um 887 Vorm. Gießen abfahren. 2. Auf der Linie Gießen-Gelnhansen. Zug 12 fährt statt 81e um 84 Vorm. von Gelnhausen. Zug(8 fährt statt 840 um 862 Nachm. von Gelnhausen und trifft stott 980 um 10 Uhr in Nidda ein. Exemplare des vollständigen Nahrplanes mit den Veränderungen können vom 25. d. Mts. ab bei unserer Drucksachenverwaltung, sowie durch sämmtliche Stationen und Haltestellen bezogen werden. Gießen den 1. October 1874. Die Direction. Obligations-Verloosung. 3135 Bet der stastgefundenen Verloosung der Partial-⸗ Obligationen der Gemeinde Fauerbach b. Fr. wurde die Nr. 8 3 200 fl. zur Rückzahlung gezogen. Der In⸗ haber derselben wird hiermit aufgefordert den Betrag hierfür nebst Zinsen bis zum 31. Dezember d. J. bei dem Gemeinde-Einnehmer von Fauerbach b. Fr. in Em pfang zu nehmen, indem von diesem Tage an weitere Zinsen nicht bezahlt werden. Fauerbach b. Fr. den 16. October 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr.: Helfrüch. Jagd- und Reit- Unterhosen, sowie wollene und baumwollene Unter— jacken bester Qualitäk empfehle billigst, Heinrich Diehl, Usagasse. von Zug 7 fährt statt 44s Nachm. um 450 Nachm. von Gießen und trifft statt 980 Nachm. um 935 in Fulda ein. Versteigerung. 3138 Donnerstag den 29. d. M., Vormittags 10 Uhr anfangend, läßt der Unterzeichnete nachfolgende Gegen— stände öffentlich versteigern: 1) 2 trächtige Fahrkühe, 2) trächtiges Rind 3) 2 fette Schweine, 4) 9 Stück Hübner, 5) 50 Centner Heu, 6) 25 5 Grummet, 7) 2 Malter Waizen, 8) 6 5 öin 90 8 Hafer, 10) 75 Kartoffeln, 11) 5 Fuder Kornstroh 12) 1½ Fuder Waizenstroh, 13) 3 Fuder Haferstroh, 14) 3 Stück Schafe. Maibach den 19. Oktober 1874. Johannes Wilhelm V. Zur Beglaubigung: Philippi, Bürgermeister. Kalender pro 1875. Daheimkalender 51 kr. Familienkalender 18„ Nieritz Volkskalender 36„ Spinnstube 418„ Illustrirter Hess. Volkskalender mit Stablstichprämie 24„ Einsiedler-Kalender 125 Der Leuchtthurm. Kath. Kalender. 9 2 Lahrer Hinkende Bote 10„ Friedberg. Carl Bindernagel. 3 —„„ -. r . 2 i Wetterauer Industrie Ausstellung. 3140 In Folge des für die Wetterauer Industrie⸗ Programms wurden für die verschiedenen Gruppen des der Beurtheilungs⸗Commission gewählt: A. I. Größere Geräthe, Maschinen und Baugegenstände: Draudt, Maschinenmeister in Gießen, Krauth, Chaisenfabrikant in Frankfurt a. M., 8 Dr. Weidenhammer, Generalseeretär der landwirthschaftlichen Vereine in Darmstadt. A. II. Kleinere Geräthe, Maschinen und Baugegenstände: Petri, Schlossermeister in Homburg, Lieberich, Mechanikus in Gießen, Knierim, Spenglermeister in Nauheim. B. Schule, Volksbildung und Wissenschaften: Schäfer, Direktor des Großherzoglichen Schullehrerseminars dahier, Steeg, Lehrer in Vilbel, Kolb, Lehrer in Holzhausen. C. Bergbau, Saline, Mineralbrunnen und chemische Fabrikate: Vogt, Apotheker in Butzbach, Dr. Buchner, Reallehrer in Gießen, Ludwig, Direktor in Darmstadt. D. Verwandlungsstoffe, Bekleidungsgegenstände, Manufakturen und Frauenarbeiten: Schomber, Schneidermeister in Gießen, Homberger, Fabrikant daselbst, Kemmler, Kaufmann in Darmstadt. Baron v. Fischer in Nauheim Emmrich, Schreinermeister in Homburg, Melior, Baurath in Büdingen. Ausstellung ausgegebenen und öffentlich bekannt gemachten Katalogs die nachstehend verzeichneten Herren als Mitglieder 31⁴⁵ E. Wohnungs⸗ und Kunstgegenstände: F. Landwirthschaftliche Produkte und Nahrungsmittel: Welle, Hofgärtner zu Assenheim, A. Rullmann in Stammheim, Dr. Weidenhammer in Darmstadt. Ferner für die später ausgestellten Produkte(Kartoffeln, Obst ꝛc. ꝛsc.): Rullmann), sowie G. Heyl in Wickstadt. Auf Grund der Urtheile des Preisri Lorenz Berg in Friedberg, beide erstere Herren(Welle und chter⸗Collegiums wurden zuerkannt: I. Für„vorzügliche Arbeiten und Leistungen“ Medaillen nebst Diplomen (von dem Gr. Gewerbeverein); Fr. W. Reitz in Friedberg, Beyring und Boing(Fabrik feuerfester Steine bei Ober⸗ Karl Rings hausen in Nidda, Mörlen), Philipp Diener in Friedberg, C. Fögen in Nauheim, G. Hieronimus in Friedberg, Karl Koch in Assenheim, Trapp und Munch in Friedberg, Dr. Uloth in Nauheim, Aug. Vorbach in Holzhausen, Jene Nömheld zu Friedrichshütte, an einem ausgestellten Landauer, nämlich: J. Falck, Friedr. Oberländer in Friedberg und seine Mitarbeiter Ernst Windecker in Friedberg. P. Falck, G. Hieronimus, Fr. Hanstein ꝛc., II. Für„lobenswerthe Arbeiten und Leistungen“ Diplomen(des Ausstellungs-Comité's): Friedr. Allendörfer in Friedberg, Karl Alles in Bönstadt, Philipp Billau in Friedberg, Karl Bindernagel in Friedberg, H. Blensdorf in Nauheim, Bönstädter Schule, Jac. Burck in Friedberg, Messerschmied Bollonier daselbst, F. G. Dietrich daselbst, Ludwig Ellenberger in Berstadt, Sattler Falck in Friedberg, Paul Falck daselbst, Frau R. Ferber in Vilbel, L. Ferber in Butzbach, Kammerrath Fresenius in Assenheim, C. Frick in Friedberg, Friedberger Ackerbauschnle, v. Leonhardische Verwaltung zu Groß-Karben, Mitprediger Luft in Butzbach, 12 G. Lieberich daselbst, G. Marguth daselbst, J Marguth und Sohn in Nauheim, Goltfr Mondigler in Friedberg, Martin Mondigler II. daselbst, H. Mondigler daselbst, Gottfried Mörschard daselbst, Johs. Müller daselbst, Megerle und Priester daselbst D. Nebhuth daselbst(für eine Muünzta belle), [Ober⸗Rosbacher Bergwerk, [Elias Puth in Okarben, Verwalter Reinicke in Pleder-Florstadt, Lehrer Rückert in Friedberg, H. Rumpf daselbst, 1 Blinden Anstalt, Friedr. Roßbach daselbst, 3 Mädchen⸗Institut der Geschwister Werner, Joh. Nothhardt in Butzbach, 5 Realschule, Leonhard Rahn II. in Ober Rosbach, 5 Stadtschule, C. Schmand 1. aus Watzenborn, welcher für Herrn 7 Schullehrerseminar, Billau in Friedberg arbeitet, Taubstummen⸗Anstalt, Conditor Fritz in Nauheim, Fdr. Grauer in Butzbach, W. A. Gröninger daselbst, B. Grödel in Friedberg, L. C. Glück daselbst, L. Hilbrecht daselbst, Heyl und Chelius in Wickstadt, C. Häuser in Fauerbach b. Fr. L. Schmidt(Photograph) in Friedberg, J. Scheurich in Kloppenheim, Philipp Schmit II. in Butzbach, Krd. Schneider in Ober-Widders heim, Adam Steinhͤußer in Friedberg, F. Sames in Rockenberg, J. Seibold in Nieder-Eschbach, Chr. Dietr. Steriko in Butzbach, Peter Steriko daselbst, Dr. Häuser dahier für Produkte vom Versuchsfeld der M Seligmann in Friedberg, Ackerbauschule A. Herbold in Bußbach, A. Heß in Friedberg, Fdr. Hartmann in Reichelsheim, Hilke in Assenheim, Joh. Küchel 11. in Butzbach, G. Kreß in Friedberg, M. Kuhl in Butzbach, J. Koob(Kirschner) in Friedberg, Lehrer Landau in Friedberg, M. Landau von hier, Joh. Suchsland daselbst, Södel, Schule, Ferdinand Teute in Nidda, Karl Wenzel in Butzbach, Jac. Weckford in Nieder-Eschbach, H. Würz in Dorn-Assenheim, L. Weis in Friedberg, Joh. Winter in Butzbach, Anton Weickhard daselbst, Emma Zimmermann in Friedberg, Theodor Zinßer in Nauheim. III. Den übrigen Ausstellern wurde die Anerkennung des Comité's ausgesprochen für ihr Streben in Fortschritt und Hebung der Industrie, welches dieselben vurch ihre Theilnahme an unserem Unternehmen bewiesen haben. Die Mittheilung über den Rechnungs-Abschluß der Ausstellung soll geschehen, sobald die finanziellen Nesultate festgestellt sind. Friedberg den 17. Oktober 1874. Für das Ausstellungs⸗ Comité: Jöckel. Nebhuth. Rückert. Lang. W. Schmidt. ö. Groedel, C. Philipp. Ph. Müller, 1 Casino. 3154 Mittwoch den 28. d. M., Abends 6— 7 Uhr, ist Wahl des Präsidenten, 7—8 Wahl des Vorstandes, ebenso die ordentliche General⸗Versammlung 7 Uhr Abends. 5 Rechenschaftsablage, Voran⸗ schl 1 Tagesordnung: ag. Friedberg den 21. Oktober 1874. Curt man. Das Comptoirpersonal 3144 der Herren Gebr. Groedel ruft bei seine Uebersiedelung nach Regensburg allen Freunden und Bekannten ein herzliches Lebewohl zu Ag. Grünewald. Hch. Roth. Wann's Dörrfleisch 24 kost, Retour von Offenbach, ö Von Homburg, do kimmt's aach per Post, 1 Do hot's gewiß de Krach. 3142 ö 1 Geldbeutel mit Inhalt liegen geblieben bei Friedberg, 19. Oktober 1874. 5 f M. Scheibel. Vergebung von Bauarbeiten. 3128 Die zur Erbauung eines Wohnhauses für die Unterzeichneten erforderlichen Bauarbeiten und Materiallen sollen an die Wenigstnehmenden veraccordirt werden. Diejenigen Bauhandwerker, welche sich zur Uebernahme von Bauarbeiten oder Lieferung von Materialien bereit erklären, wollen sich an Herrn Bauaccessist Schnitzel wenden, woselbst Pläne und Voranschläge eingesehen und die Offerten abzugeben sind. Friedberg den 18. Oktober 1874. Marie Berg und Philippine Berg. 3142 Für einen Invaliden, Inhaber des eisernen Kreuzes/ welcher zuletzt als Magazinverwalter auf einem Berg⸗ werk beschäfiigt war, diese Stelle aber wegen Einschränk⸗ ung des Betriebes verloren hat, wird eine ähnliche Stelle in einem industriellen oder Handelsgeschäfte, einer Oekonomie oder dergl. gesucht. Derselbe hat den linken Arm verloren, schreibt übrigens gut und geläufig und ist im Stande günstige Zeugnisse vorzulegen. Anerbiet⸗ ungen bittet man an die Exped. d. Anz. zu richten. 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