10 U 0. 0 1874. Samstag den 22. August. 99. u. — t 4 9 9 tell 4 — 5 n, Ur, u 0. 0 7 dene 2 N * 0 Laden 1 ö 8 12. N 5 eee Fomite f 1 1 J l * 4 D titzeil 5 3;; Erscheint jeden nnn. wird mit l Lerechvet. Kreisblatt für den Kreis Friedber Dienstag, Donnerstag und Samstag. ent: Amtlicher Theil. r ale 0 N etreffend: Den Thier-Schutz-Verein für das Großherzogthum Hessen. Thier ⸗Schutz⸗ Verein. ö Die diesjährige Generalversammlung wird Mittwoch am 9. September e., Nachmittags 2¼ Ubr, in dem Ratbhaussaal zu Friedberg in der abgehalten, wozu die verehrlichen Mitglieder des Vereins und alle Freunde und Freundinnen des Thierschutzes freundlichst eingeladen werden. „ 5) Berathung und Beschlußfassung der eingelaufenen Anträge und Wünsche. Bezüglich der Fristen über Einreichung der Anträge wird auf§. 14 der Statuten verwiesen. Darmstadt den 14. August 1874. Der Vorsitzende: Freiherr van der Capellen. 8 5 Dolle m udien 19) Vorlage des Verwaltungsberichts(§. 11 der Statuten). 2) Rechnungsablage pro 1873(§. 8 pos. 3 der Statuten). 3) Budgetvorlage für 1875. 4) Ausloosung und Neuwahl von ½ der Ausschußmitglieder(§. 7 pos. 3 der Statuten). Setterau Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf vorstehenden Erlaß des Herrn Vorsitzenden des Thier⸗Schutz⸗Vereins im Großherzogthum ersuchen wir die Mitglieder neten veses Vereins in den Gemeinden des Kreises Friedberg, wie alle Freunde und Freundinnen desselben, um recht zahlreiche Theilnahme. Anmeldungen neuer Mitglieder nehmen wir entgegen. Friedberg am 19. August 1874. n Kreisamt Friedberg. ra p p. Netreffend: Feier des 2. September in den öffentlichen Schulen des Großberzogthume. Friedberg am 19. August 1874. Die Großh. Kreis-Schulcommission an die Ortsschulvorstände. Großberzogliches Ministerium des Innern hat durch Verfügung vom 5. laufenden Monats, wie dies auch in früheren Jahren gescheben ist, de Abhaltung einer der Bedeutung dieses Tages entsprechenden Schulfeier am 2. September dieses Jahres genehmigt, bei welcher, unter Aussetzung der Eetionen, geschichtliche Erzahlungen oder Vorträge über den Anlaß und den Verlauf des jüngsten Krieges, das Singen vaterländischer Lieder und, venn thunlich, gemeinsame Ausflüge und Spiele im Freien die wesentlichsten Bestandtheile sein dürften, im. Uebrigen aber die Anordnung im Einzelnen denten Alkx.. tert AE unn Hrem Ermessen anheim gestellt bleibt und namentlich etwa die Verbindung mit einer kirchlichen Feier von der Vereinbarung mit der kirchlichen Behörde 8 ashängen wird. Trapp. —* Bekanntmachung *. Kaßt Wegen des Namensfestes Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs fällt Dienstag den 25. dieses Monats der Amtstag aus. 10 Friedberg am 20. August 1874. Großberzogliches Landgericht Friedberg. —— Bram m, Landrichter-Vikar. 1 Deutsches Reich. Demnach, ohne die lausenden Unterhaltungs— das Pflastergeld und das städtische Octroi 1 Friedberg.(Eingesandt.) Zur Uebersichtskosten, zusammen 78,325 fl., wozu noch die, aus aufgehoben worden, was einen Ausfall in dr Veränderungen, welche sich in der Finanzlage der Kirchenkasse(durch Perochialumlagen) bestrit⸗ den Einnahmen der Stadt ergibt von jährlich dr Stadt Friedberg und den damit zusammen- tenen Kosten für Herstellung des Kirchendaches 1600 bis 1800 fl. N n hengenden öffentlichen Verbältnissen seit 1858(inf kommen, mit ca. 4000 fi. N Indem diese Uebersicht dazu wird dienen können, u lchem Jahre zwar nicht eine vollständige, aber Da die lausenden Einnahmen incl. Communal- ein Urtheil über die bisherige Gemeindeverwaltung ech ziemlich umfassende Erneuerungswahl des steuern zur Bestreitung dieser bedeufenden Aus- zu bilden, dürste dieselbe auch geeignet erscheinen, 0 id Semeinderaths statigefunden hat) bis jetzt ergeben] gaben nicht ausreichten, so wurden: die allzukühnen Ideen und Pläne einzelner Heis Cl ben, und zur Klärung der hierüber sich entgegen- a) speciell zum Umbau der Realschule von sporne auf bescheidene Maaße zurückzuführen und „üchenden verschiedenen Meinungen ist das Nach- den Augustinerschul⸗Capitalien eingezogen dieselben daran zu erinnern, daß manbei Allem, — Hende zusammengestellt werden und wird hiermit 5,455 fl. und ein demselben gehöriges namentlich aber, wenn man berufen ist, über . de Oeffentlichkeit übergeben: Gut verkauftfür 5,377 fl.; beide Summen] anderer Leute Geldbeutel zu verfügen, mit den Abb l) Die Communalsteuer betrug 1858 incl. wurden zu besagtem Zwecke verwendet, realen Verhältulssen zu rechnen iich bestreben muß. Parochialsteuer 5750 fl.; dieselbe war bis zusammen mit 10,832 fl. Darmstadt. Den Hess. Volksblättern schreibt Ium Jahr 1873 gestiegen auf 16,560 fl. b) Außerdem wurden neue Anleihen aufge- man: Sie dürsen als einen nunmehr feststehenden And wird 1874 über 18,000 fl. betragen. nommen, also Schulden gemacht 38,000 fl., Regierungsbeschluß mittheilen, daß in dem Groß— „ 1) Im Jahre 1858 betrug der Besoldungsetat wobei das bei Anlage der Gasanstalt] herzogthum Hessen mit dem 1. Januar 1875 die der Stadt und des derselben gehörigen aufgenommene Anlehen von 25,000 fl., Reichswährung definitiv eingeführt wird. Höchst 40 Augustiner⸗Schulfonds zusammen 10,606 fl., da sich solches aus seinen eigenen Er- wahrscheinlich werden Bayern und Württemberg ch.— bis zu 1873 war derselbe gestiegen auf trägnissen amortisirt, ganz außer Rech- diesem Beispiele folgen. I 17,646 fl. und wird in 1874 eine weitere nung gelassen worden ist.— Ein Artikel der„Darm. Ztg.“ erläutert anz Seeigerung erfahren. 4) Außer dieser zu nützlichen Zwecken nöthigfs das von der Regierung erlassene Verbot der Be— „„ 9 Von 1858 bis 1873 wurden verausgabt, gewordenen Erhöhung der Gemeindeschulden] theiligung der Staats-Beamten an den katzbolischen 5 1. 7 für bleibende Zwecke: mußten aber zur Bestreitung der Ausgaben] Vereinen. Der Artikel führt aus, daß die bessische 5 5 ga) Für neue Straßenpflasterungen fl. 31,636 für Kriegsleistungen in 1866 und 1870 noch Regierung den katholischen Vereinen wegen ihrer 10 b) Für neue Wasserleitung und weitere Anlehen aufgenommen werden, und gegen die Staats-Gesetze gerichteten Umtriebe N , Brunnenanlagen 088 zwar zusammen 18,300 fl., wovon allerdings entgegenzutreten genöthigt sei. Insbesondere mit 85 0„ 60) Für Schulhäuser(Ankauf, Um- etwas wieder zurück vergütet werden, ders der Stellung eines Richters könne die Mitglied— 1 n. bau und Vergrößerungen)„26.210 größere Theil aber der Stadt als Schulden- schast dieser Vereine nicht vereinbar erscheinen, 1 * d) Für sonstige Gemeinde-Gebäude, 3,774 last verbleiben wird. und die Theilnabme an denselden sei mit der 7 1 7777 e) Weg- und Chausseeneubauten„ 1,939] 5) Neben diesen stetig und nach allen Richtungen Würde des Richtere-Standes unverträglich. 2 Le() Vergrößerung des Friedhofes, sich mehrenden Anforderungen und steigenden) Königsberg. Bekanntlich liegt es im Pro-. m Brunnenanlage daselbst„ 5,198 Ausgaben haben sich aber diel aufenden Ein- jecte, die Festung Königsberg mit einer Anzahl 7 1. g) Zwei neue Feuerspritzen, Umbau nahmen und Gefälle nicht vermehrt; im vorgeschobener Forts zu umgeben, welche wie die 1 0 der Brüdeauwaasß t.„ 1,600 Gegentheil, es ist in den letzten zehn Jahren Spitzen der Strablen eines Sternes gruppirt sind, 0 4 1— * 1 — ö dessen Kern Königsberg bilden würde. Künlich nun sind mehrere Offiziere des großen General- stabe in Königsberg gewesen und haben Ver- messungen angestellt. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beherrschung des Pregels gerichtet sein. Kiel. Die„Kieler Ztg.“ meldet, daß der Kaiser am 16. September in Kiel eintreffen werde, um dem Stapel-Lauf des Panzerschiffes„Friedrich der Große“ beizuwohnen. Erfurt. Wie vor Kurzem der Vorstand der Nordhausener, so hat jetzt auch der Vorstand der Erfurter Kreis-Synode ein sehr tolerantes Ausschreiben über die Civilehe erlassen. In dem selben wird dem Staate voll und ganz das Recht zugestanden, eine gültige Ehe abzuschließen. Als⸗ dann heißt es weiter:„Es würde nun einen Mangel an kirchlichem Sinne und eine Gering schätzung des kirchlichen Segens, der einer für die ganze Lebenszeit geschlossenen Verbindung in den Wechselfällen des Lebens nie fehlen kann und darf, verrathen, wenn die kirchliche Trauung nach Aufhebung des Zwanges von Seiten des Staates nicht nachgesucht würde. Es ergeht daher an unsere Glaubens-Genossen die herzliche Bitte und Ermahnung, die gute, von unsertn Vätern ererbte Sitte bewahren, die kirchliche Trauung beibehalten und in jedem Falle nachsuchen zu wollen.“ Köln, 18 Aug. Bazaine hat uns heute Mittag verlassen, um sich nach Spaa zu begeben, wo seine Gemahlin nebst seinen drei Kindern weilt. Crefeld, 18. Aug. Der volkswirthschaft⸗ Congreß überwies den Punkt II. der Tagesord- nung(Berechnung der Kosten des Eisenbahnbaues und Betriebes und ihres Verhältnisses zu einander) an eine Commission, sprach sich bei der Discussion der Eisenbabn-Tarif Frage für möglichste Freiheit der Tarlfirung aus und erklärte die gesetzliche Regelung der Frage, inwieweit Dritten die Mit- benutzung von Eisenbahn- Einrichtungen einzu— räumen sei, für wünschenswerth. — 19. Aug. Der volkswirthschaftliche Con- greß bielt heute seine letzte Sitzung. Zur Be— rathung standen die Banken und die Banknoten- Frage. Der Congriß sprach sich für Einschränk— ung der Banknoten-Emmission durch Contingen- tirung oder höhere Besteuerung der Banken aus, ferner für Errichtung einer Reichs- Centralbank und Beseitigung der Privatnoten⸗Banken. München, 19. Aug. Der Kaiser und der Kronprinz von Oesterreich sind heute Morgen) 5¼ Uhr zum Besuche der Prinzessin Leopold hier eingetroffen; der Aufenthalt des Kaisers und des Kronprinzen wird zwei Tage währen. — 20. Aug. Der Kaiser von Oesterreich hat sich heute Vormittag zum Besuche des Königs von Bayern nach Schloß Berg begeben. Carlsruhe. Die Vollziehung der bekannten neuesten Ministerial⸗ Verordnung hat schon be— gonnen; bereits ist gegen einige Neu-Priester Untersuchung eingeleitet; andere sollen polizeilich an der Ausübung kirchlicher Funktionen verhindert worden sein. Es wird berichtet, daß die Curie in einem Erlaß an dieselben sie angewiesen habe, nur der Gewalt zu weichen; jedenfalls ist sicher, daß die angehenden Seelsorger das„Martyrium“ der Unterwerfung vorziehen. Es verlautet auch, daß sie entschlossen seien, nach Oesterreich und Amerika auszuwandern, wenn sie in Baden ihren Beruf nicht realisiren könnten. Mannheim, 17. Aug. Im Amtslocal des großherzoglichen Schlosses dahier versammelten sich heute die Rhein⸗Schifffahrts⸗ Bevollmächtigten zur Eröffnung der diesjährigen ordentlichen Session; für Baden der Geh. Rath Muth, für Bayern der Staatsrath Weber, für-Elsaß⸗Lothringen der Regierunge-Rath Metz, für Hessen der Ministerial- Rath Dr. Neidhardt, für Niederland der Ministe⸗ rial⸗Rath Dr. Verkerk⸗Pistorius, für Preußen der Geh. Ober⸗Regierungs⸗-Rath Jebens. Wie man hört, werden auch die Strombau⸗Techniker einbe⸗ rufen werden, um die Pläne der vier neuen stehen⸗ den Brücken zu prüfen, welche auf dem Ober- Rhein, und zwar bei Germersheim, Neuburg, Breisach und Hüningen, und der beiden projec⸗ tirten Brücken, die bei Arnheim und Nymwegen * darnach, falls der Wasserstand günstig, die Strom ⸗ Befahrung von Basel bis in das Meer vornehmen. Kaiserslautern, 18. Aug. Bischof Rein- kens, welcher gestern in Heidelberg, heute in Mannheim die Firmung der altkatholischen Kinder vornahm, wird dem Vernehmen nach zu gleichem Zweck auch die Pfalz bereisen. Straßburg. In Klein⸗-Rossel hat unter den dortigen Grubenarbeitern ein Aufstand statt— gefunden. Am Montag stellten sie die Arbeit ein und Dienstag rückten sie tumultuirend vor das Direellons⸗Gebäude, warfen die Feuster ein und beschädigten in jeder Weise das Aeußere; die Grubenbeamten mußten flüchten. Gegen Abend war die Ruhe einigermaßen wieder hergestellt. Die Hauptanführer, sämmtlich ans Groß-Rossel, sind des Landfriedenebruchs angeklagt und werden vor das Kreisgericht in Straßburg gestellt. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Trotz telegraphischen Protestes des Prager Erzbischofs vorbot die Regierung auf Grund der Religions- Gesetze dem sächsischen Ablegaten Forwerk die Vornahme geistlicher Handlungen in Böhmen. — Die„Tages Presse“ bezeichnet die Meld- ung des„Pesti-Naplo“, daß Oesterreich die spanische Regierung bereits anerkannt habe, als verfrüht. Auch die„Presse“ bezweifelt die bereits erfolgte Anerkennung Seitens Oesterreichs, da die Verhandlungen der Mächte hierüber noch schweben. — 20. Aug. In Folge mehrtägigen hestigen Regens ist gestern der Wasserstand der Donau rapid gestiegen. Bis 12 Uhr Nachts stieg das Wasser fortwährend. In der Leopoldstadt wurden die Keller mit Wasser gefüllt. Seit Morgens 5 Uhr findet kein weiteres Steigen statt. Frankreich. Paris. General Laval hat die Untersuchung in der Angelegenheit der Ent— weichung Bazaine's beendet. Die„Agence Havas“ will wissen, daß die meisten Civil Wächter sich als Mitschuldige herausgestellt hätten und Bazaine das Gesängniß durch den gewöhnlichen Ausgang verlassen babe. Marseille. Die in den letzten Tagen wegen der September-Ereignisse von 1870 festgenommenen Versonen befinden sich in strengster geheimer Haft. Man läßt Niemanden zu ihnen, und die Lebens- mittel, welche Verwandte ihnen zusenden, werden genau durchsucht. Einer der Verhafteten, der Fabrikant Paulin Marin, ist wieder in Freiheit gesetzt worden, dagegen wurde eine andere Person, der ehemalige Polizei-Secretär Bardin, eingezogen. Laval, 18. Aug. Marschall Mac Mahon, gestern bier eingetroffen, hat beute die Sehens— würdigkeiten der Stadt in Augenschein genommen. Die Leinenweber haben ihm ein Bouquet offerirt. Der Marschall ließ die Garnison Revue passiren. Gestern Abend waren die öffentlichen Gebäude und die Quais illuminirt. Belgien. Brüssel. Der Berliner„Post“ zufolge haben die Delegirten bei der Brüsseler Conferenz das russische Programm aufgegeben und ihren respeetiven Regierungen das Resultat ihrer Berathungen betreffs der Erweiterung der Genfer Convention zur definitiven Ratisieation übermittelt. Holland. Haag. Der König genehmigte die am 28. Juli gemeldete Ministerliste. Die Publikation der Ernennungen erfolgt bei der am 26. August stattfindenden Rückkehr des Königs. Großbritannien. London. Die Kohlen- gruben⸗ Arbeiter der schottischen Grafschaften Fife und Clackmannan haben die ihnen proponirte Lohn— Herabsetzung von 15 Procent zurückgewiesen, die Entlassung der Arbeiter durch die Grubenbesitzer ist deßhalb wahrscheinlich. Spanien. Madrid. Die amtliche„Gaceta“ publicirt eine Verordnung über die Beschlagnahme carlistischer Güter.— Die Festung Urgel ist durch Verrath in Tristanys Hände gefallen. Asien. Hongkong. Von hier wird telegraphisch gemeldet: China hat Japan aufgefordert, die Insel Formosa binnen Frist von 3 Monaten zu räumen, und trifft für den Fall der Ablehnung umfassende Kriegs Vorbereitungen. Die chinefischen Zeitungen erbaut werden sollen. Die Hydrotechniker werden betrachten den Krieg als unvermeidlich. In Japan ist eine friedlichere Auffassung der Lage vorherrschend. Aus Stadt und Land. Friedberg. Das Marburger Tageblatt bringt folgende für uns Friedberger interessante Notiz: Die Divisions⸗ und Corps⸗ Manöver werden Anfangs k. M. in der Gegend zwischen Gießen und Friedberg abgehalten und mit einem Angriff auf letztgenannte Stadt und deren Erstürmung schließen. Friedberg. Am 14. August brannte es in Grünberg. Die letzte Nummer des dorligen Anzeigers bringt nun nachfolgendes„schöne“ Gedicht, das die Redaction des Blattes jedenfalls nur des gelungenen Versmaßes wegen brachte und das auch wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen: Der Brand am 14. August 1874. Was tönt' so klagenb durch die Lüfte? Was schreckie Grünberg's Bürger all: „Es ist das Sturmes Läuten, Es ist des Feuerrufes Schall!“ Feuer!— Furchtbar tönte auch der Ruf, Durch unsere Straßen, Gassen; Zur Brandstätte strömt das Volk Hin in dichtgedrängien Massen. Angstvoll sieht es hier das Element Ohne Fesseln sich bewegen, Nichts hemmt sein freies Wesen, Knisternd strömt es ihm entgegen. Doch hier auch zeigten Grünberg's Bürger Die allerschönste Nächstenlieb', Fremden Schmerz zu lindern, Verband ja all ein gleicher Trieb. Denn bald, durch Gottes gnäd'ge Führung War man des Feuermeeres Herr; Daß sich's würde weiter wälzen, Stand' jetzt nicht zu befürchten mehr. Dir, unser Gott, gehört der Dank, Ja Dir allein gebührt die Ehr'; Denn sauste der Sturm hinein, Wie Mancher ging betrübt einher! Darmstadt, 19. August. Vorgestern brannten in dem benachbarten Pfaffen⸗Beerfurth zwei gefüllte Scheunen nebst Nebengebäuden ab. Das Feuer soll durch mit Streichhölzer spielende Kinder enistanden sein. Mainz. Im letzten Jahre wurde die Schiffbrücke von 1,500,661 Personen— Militär nicht gerechnet— passirt. Diese einzige Zahl legt die Nothwendigkeit der Erbauung einer festen Brücke auf das Schlagendste dar. Allerlei. Friedberg. Unsere Leser kennen aus dem Aufrufe, den wir brachten, das entsetzliche Unglück, das den Wald⸗ arbeiter Dirion bei Saarburg traf, während derselbe im Walde arbeitete. Herr Obetfötster Eichhoff veröffentlicht nun die Mittheilung, daß der arme Dixion endlich durch den Tod von seinen Leiden erlöst worden ist. Frankfurt, 20. Aug. Gestern wurde von einem jungen Maurer aus Kelkheim in der Nähe der neuen Brücke ein Act scheußlicher Roheit verübt. Derselbe begegnete zwei Kindern im Alter von 5—6 Jahren, welche sogenanntes „Pferdches“ spielten. Im Vorübergehen packte er das eine Kind zuerst am Ohr und als sich dies sträubte, warf er es hin, zog es eine Strecke Wegs auf dem Pflaster fort, wodurch es im Gesicht und am Kopf, der voller Beulen war, beschädigt wurde. Das Publikum verfolgte den ausreißenden Bengel und übermittelte ihn zur Bestrasung der Polizei. Die betreffenden Eltern haben bereits den Strafantrag gestellt. Frankfurt. Unser zoologischer Garten hat durch die Fertigstellung des gegen 100 Fuß bohen Wasser⸗ und Aussichtsthurmes eine neue und wesentliche Zierde erhalten, denn derselbe verleiht dem Ausblick von der Terrasse über den Weiher erst einen würdigen imposanten Abschluß. Der Thierbestand wird fortwährend vermehrt und schon jetzt finden sich alle Behausungen auf das reichhalligste desetzt und die weiten Rasenplätze auf das mannichfaltigste mit Thieren aller Art belebt. In der letzten Zeit kamen ein Paar zierliche Zebu oder in dische Buckelochsen an, welche sich durch einen Höcker in der Gegend des Wiederrists auszeichnen. Auch eine Sammlung amerikanischer Schlangen ist eingetroffen und hal in Ermangelung eines Schlangenhauses einstweilen im Vogelhause Unterkunft gefunden. Der Teich, welcher außer seinen Schaaren von Schwimmvögeln Tausende von hier gezüchteten jungen Karpfen enthält, bietet stets einen äußerst unterhaltenden Anblick, besonders aber ziehen die beiden Seehunde, welche eine Abtheilung des Weihers bewohnen, durch ihr lebhaftes Schwimmen und Tauchen in dem stets strömenden Wasfer die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. München, 17. Aug. Am Samstag ist ein junger Chemiker, welcher sich damit abgab, in wissenschaftlichem Interesse die Wirkung von Giften und Gegengisten an sich zu erproben, an den Folgen eines derartigen waghalsigen Unternehmens gestorben. l Nürnberg. Von hier wird unterm 19. d. M. ge⸗ schrieben: Gestern Nachmittag ereignete sich in Starnberg ein gräßliches Unglück. Als der Zug 305, von Mühlihal kommend, um 5½ Uhr Nachmiliags im Begriffe stand die Münchener Ueberfahrt in Starnberg zu übersetzen, be⸗ merkte man ein auf dem Geleise laufendes, 4jähriges Kind. Obgleich der Zug nur noch wenige Schritte von dem Kinde entfernt war, stürzte die Wechselwärtersfrau Möfxtel dem Zug enigegen, um das Kind noch zu retten. Allein es war zu spät. Die Maschine erfaßte Beide— die arme Frau war alsbald, gräßlich perstümmelt, eine Leiche, das Kind erlag gesten Abend seinzn Wunden. 30 kr. bis 2 be 1. 2 abermaligen wleder in ke 1 schen, be, richlsertigt 46 kr. Eiet 1 299 Dier 11 Uhr, we Hofralthe ei willigen Ve lassen. Es, außerst günf baren Gebot Buß ba NB. Di haft zu jede Lage, unwe Griedelerstre nach beiden Hofraithe b Flächeninba stöckiges Wo Manufaktur Wohnhaus Anbauten a räumige Se Holzschuppe Ferner an Schloßgass und 3) ein 2415 In Welter dahier habe Lager, name Wollwaaren geben zu d geneigten 3 tic de für Herre — 2496 Hie. Balser in ö übergeben du unseren Artur; rar; 2 Schneidemühl, 10. August. Gestern Nachmitlag dassirten gegen 600 Mennoniten ⸗Familien den biesigen Bahnhof, welche mit Sack und Pack von Rußland nach Amerika auswandern. Ein Eisenbahn-Zug war lhalsächlich mit diesen Leuten vollgepfropft. Amsterdam, 15. Augustl. Gestern Abend hat ein Zusammenfloß zweier Personenzüge unweit Leyden statt— zefunden, wobei 4 Personen getödtet und 40—50 Personen bderwundel worden sind. Handel und Verkehr. Waͤbrend des Zeitraums vom 1. October 1872 bis October 1873 wurden aus dem Großherzogthum Hessen ach Nordamerika im Ganzen Waaren in declarirtem Derthe von 2379,16 fl. exportirt. Hauptgegenstände et Ausfuhr waren Leder(809,078), Wein Bier und Dranntwein(483 497), fertige Lederwaaren(233,128 fl.) Schmucksachen und Edeisteine(184668 fl.) Droguer ien und Chemikalien(164,839 fl.) Frankfurt, 19. August. Der heutige Heu⸗ und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete per Cir. I fl. 30 kr. bis 2 fl. 30 kr. Strob per Centner 1 fl. 12 kr. is 1 fl. 20 kr. Leider erfubr die Butter heute einen bermaligen Aufschlag, und dürften es an der Zeit sein, bieder in kräftiger Weise die Hebel dagegen in Bewegung u setzen, da die Höhe der Preise dermalen keineswegs ge⸗ iechtferigt ist. Butter 1. Qual. 48 kr., 2. Qual. 6 kr., Eier das Hundert 3 fl.— kr. Frankfurt, 20. Aug. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 25 fl., Nr. 2 24 fl., Nr. 3 21 fl., Nr. 4 17½ fl., Nr. 5 15% fl., Roggenmehl ¾(Berliner Marke) 18 fl., do. II.(Berliner Marke) 12 fl. Waizen effectiv hiesiger 14 fl., Korn 11½—9/ fl., Gerste 12½— ½ fl., Hafer 12½ bis ½ fl., Kohlsamen 16 fl., Erbsen 11—13 fl., Wicken 10½—11 fl., Linsen 12—15 fl., Rüböl 38 fl. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo. Mainz, 20. August. Productenmarkt. August— fl.— kr., per Nov. 12 fl.— kr. Korn per August— fl.— kr., per Nov. 9 fl. 5 kr. Hafer per August— fl.— kr., per Nov. 10 fl. 20 kr. Rüböl per Oct. 17 fl. 50 kr., per Mai 18 fl. 48 kr. Raps per Sept. 16 fl. 30 kr.. Waizen per Verloosungen. Sachsen⸗ Meiningen fl. 7,Loose vom Jahre 1870. Gewinn⸗Ziehung vom 1. Auaust 1874.— Heim⸗ zahlung v. 1. Novbr. 1874. S. 3126 Nr. 45 fl. 45,000. S. 5025 Nr. 2 fl. 3000. S. 4110 Nr. 32, S. 8619 Nr. 29 a fl. 300. S. 528 Nr. 20, S,. 1013 Nr. 31, S. 1951 Nr. 21, S. 2848 Nr. 49, S. 3032 Nr. 3 4, S. 313t Nr. 39, S. 3147 Nr. 4, S. 4110 Nr. 48, S. 4513 Nr. 11, S. 5987 Nr. 11, S. 6322 Nr. 29, S. 8343 Nr. 2 27, S. 8619 Nr. 27 2 fl. 100. S. 523 Nr. 35 41 49, S. 1943 Nr. 15 21 35. S. 1951 Nr. 3 46, S. 3032 Nr. 33 39, S. 3126 Nr. 34, S. 3131 Nr. S. 4110 Nr. 24, S. 4513 Nr. 33, S. 5025 Nr. 8, S. 5641 Nr. 1, S. 5987 Nr. 1 32, S. 6322 Nr. 38 30, 2 8343 Nr. 31 34, S. 8619 Nr. 15, S. 8710 Nr. 15, 22 4 fl. 20. Alle übrigen Nummern in den am 1. Juli 1874 gezogenen Serien 523 1943 1951 2848 3032 3126 3131 3147 3893 410 4513 5025 5641 5987 6322 7599 9 8619 8710 erhalten den geringsten Gewinn von fl. 8. 0 Geld ⸗Cours. Frankfurt am 20. August 1874. n ee en fl. 9 40—42 Holländische fl. 10⸗-Stücke„ 9 48—50 Ducaten. FVV Ducaten al mare es 537 20-Frankenstücke 2„ 9 28½—29½ Englische Sovereigns„ 11 55—57 Russische Imperiales.„„„ e 4850 Dollars in Golde. 2 2 26 27 * Für H. Vogt's Wittwe in Nieder-Florstadt gingen weiter ein: von Rendant Bitsch 1 fl., Lan dgerichts⸗Vicar Bramm 1 fl. Der Gesammtbetrag von 26 fl. 10½ kr. ging beute an den Ort seiner Bestimmung ab. 28 35 39, S. 3147 Nr. 32, S. 3893 Nr. 10 14 43, Friedberg, 20. August 1874. Die Expedition. Hofraithe-Versteigerung in Butzbach. 499 Dienstag den 25. August d. J., Vormittags 1 Uhr, werden die Unterzeichneten die ihnen gehörende Hofraithe einer abermaligen, vierten und letzten frei⸗ Zilligen Versteigerung auf hiesigem Rathhause aussetzen assen. Es wird bemerkt, daß die Zahlungsbedingungen ußerst günstig, und daß bei einem einigermaßen annehm⸗ aren Gebote der Zuschlag ertheilt wird. Butzbach, 20. August 1874. Karl Flach I. Kirder. NB. Die betreffende Hofraithe eignet sich vortheil- aft zu jedem Geschäftsbetriebe und liegt in günstiger age, unweit der Dragoner⸗Caserne, am Ende der Friedelerstraße und Schloßgasse, mit zwei langen Fronten ach beiden Straßen, erstere ist Hauptverkehrsstraße. Die Hofraithe bildet ein arrondirtes Ganze von bedeutendem zlächeninhalte und enthält an Gebäuden: 1) ein drei⸗ öckiges Wohnhaus mit vollständiger Ladeneinrichtung für Nanufaktur⸗ und Colonialartikel; 2) ein zweistöckiges Wohnhaus an Ersteres angebaut, nebst 4 verschiedenen Anbauten an beiden Wohnhäusern; 3) eine große ge— äumige Scheune mit Stallung für 12 Pferde; 4) einen Holzschuppen mit 4 Schweinställen unter demselben. ferner an freien Plätzen: 1) ein Gärtchen nach der Schloßgasse; 2) ein desgleichen nach der Griedelerstraße ind 3) einen geräumigen Hofraum. 415 In Folge der Wetterauer Industrie⸗Ausstellung ahier haben wir für die Herbstsaison schon jetzt unser gager, namentlich in angefangenen und fertigen Stickereien, Vollwaaren, Strickereien ꝛc. ꝛc. reichhaltig assortirt und ben zu den billigsten Preisen ab. Wir hoffen auf rneigten Zuspruch. 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Schöne Wasserzüber, 83 weiße und graue Mahnen, Hand- und Schließ— rbe empfiehlt 5 Franz Stadelmann, Seilermeister. 478 Diejenige Person, welche vor wenigen Wochen enf dem Wege von der Burg bis in die Schuhmacher— gasse eine Schleife gefunden hat, wird ersucht, dieselbe gigen eine Belohnung bei Wittwe Rohmann dahier 2489 2474 2. September geschlossen Friedberg. Mit Genehmigung des Ausschusses bleibt unsere Kasse am I. J.(Sedanfeier) Vorsehuß⸗ und Eredit⸗Verein. (Eingetragene Genossenschaft.] 2497 Ochsenfleisch à Pfund 22 Kreuzer bei Georg Schmidt, Friedrich Waas, Joh. Engel, H. Schäfer, G. Gröninger. Bad⸗Nauheim. Hof- Triseur. C. Aliecenplatz. Modewaarenhandlung. röben. Großes Lager in allen fertigen Haararbeiten, als: Perrücken, Toupets, Scheitel, Chignons und Zöpfe zu allen Preisen. Putz⸗ und Modewaaren, Portefeuilles, Cravatten, Handschuhe, Lingerie, engl. und franz. 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Die Flaschen sind mit Metallkapseln verschlossen, welche den Firmastempel der Fabrik tragen und zwar: ¼ Flasche(gold) à Mark 3., 1 Flasche(roth) à Mark 1½., ½ Flasche(weiß) à Mark 1. 5 Vorräthig in Friedberg bei Wilh. Sturmfels, Hofapotheker, in Butzbach bei A. Gimbel. ust ohne Erfolg leistet der seit Jahren an Asthma und Brustbeschwerden, die ihm „daß er in einem hoffnungslosen Zustande zubringen onsultirt ohne Hülfe zu finden. Durch Gebrauch des nesen, so daß er jetzt sein Geschäft von Neuem auf— Ihnen nicht genug Dank weiß ze. Ib. Admiraal, Colonialwaarenhändler. Attestprospecte eben— Halsb inden, Kragen, Manschetten für Herren und Damen, Krausen, Corsetten, Bandschleifen, Blumen zc. zc. zu sehr billigen Preisen bei Friedberg. L. Backes. ee Die Kaiserl. und Königl. Ilol-Chocoladen-Fabrik von Gebrüder Stollwerck in Cöln übergab den Verkauf ihrer vorzüglichen Fabrikate in Friedberg Herrn C. F. Walz, in Reichelsheim Herrn Chr. Langheinz. 1901 e ee Gesucht 2432 ein ordentliches, reinliches Madchen, das alle Hausarbeit versteht und kochen kann Näheres: Bockenheim, Schöne Aussicht 13, 2. Stock. Mainzer Industrie-Loose aezugeben. sind zu haben bei Carl Bindernagel in Friedberg. Anfang der Ausstellung Mitte August. f Bekanntmachung. Zeichnencursus für Lehrer. 2479 Der Verein für Verbreitung von Volksbildung wird in den bevorstehenden Herbstferien wieder einen Zeich— nencursus für Lehrer unter der Leitung des Herrn Prof. Kumpa veranstalten. Der Fursus wird am 14. Sep⸗ tember l. J. beginnen und 10 Tage dauern. Diejenigen Herren Lehrer, welche an dem Cursus Tbeil zu nehmen beabsichtigen, wollen sich bei Herrn Prof. Kumpa dahier schriftlich anmelden und dabei 1 15 Wünsche bezüglich etwaiger Subvention zu erkennen geben. Darmstadt den 15. August 1874. Der Vorstand des Volksbildungsvereins. Danksagung. 2495 Allen Freunden und Bekannten, welche uns bei dem Hinscheiden unserer unvergeßlichen Tochter und Schwester Lina Schneider so liebevolle Theilnahme gezeigt, sowie allen Denjenigen, welche dieselbe zu ihrer letzten Ruhestätte geleitet haben, sagen wir hiermit unsern herzlichsten Dank. Friedberg im August 1874. Die trauernde Familie. Der Veteranen- und Militär-Verein zu Friedberg i. d. W. feiert Sonntag den 23. Au g u st 1874 zur Erinnerung an die Schlacht von Gravelotte sein Jahresfest in folgender Weise: Ausstellung des Vereins am Henn'schen Losale. dem Friedhofe. Bekränzung der Denkmäler und Grabsteine der verstorbenen Vereinsmitglieder auf dem Friedhof. Cboralmusik und Böllerschüsse. Nachher Bekränzung der Gedenktafel in der Stadtkirche. Gemeinsamer Gottesdienst in der Stadtkirche. Aufstellung des Festzuges an der Blindenanstalt. Zug durch die Stadt, die Burg, über die neue Chaussee nach dem Windecker'schen Felsenkeller. Daselbst Concert, Ansprache und gesellige Zusammenkunft. Abends. Illumination und Feuerwerk. Der unterzeichnete Vorstand bittet alle Einwohner unserer Vaterstadt, durch Schmückung der Häuser, sowie durch zahlreiche Betheiligung zur Verherrlichung des Festes beitragen zu woll n. Die geehrten Herren Ehrenmitglieder, sowie die Angehörigen der benachbarten Krieger-Vereine erlauben wir uns ganz ergebenst zu unserem Feste einzuladen. Eintrittskarten für Nichtmitglieder à 9 kr. sind bei den Herren M. D. Loeb und L. Groß, sowie an der Kasse zu haben. 2417 Der Vorstand des Veteranen- und Militär⸗ Vereins. Feier des 2. September 1874. Wiederum stehet der Tag bevor, an dem vor 4 Jabren jenes große Ereigniß stattfand, welches den Geschicken Deutschlands eine neue Wendung gab. Im vorigen Jahre haben wir diesen Tag in einer Weise festlich begangen, daß er wohl noch lange den Bewohnern unserer Stadt in erhebender Erinnerung sein wird. Das unterzeichnete Comité hofft, auch in diesem Jahre cine Festfeier ver— anstalten zu können, welche der vorigen nicht nachstehen wird, und rechnet dabei auf den Patriotismus seiner Mitbürger. Die Feier wird wiederum in dreifacher Weise bewerkstelligt werden: am Vor- mittag wird eine kirchliche Feier, am Nachmittag ein Jugendfest und am Abend in herkömmlicher Weise ein Banket stattfinden. Ebenso hoffen wir, daß die freiwilligen Beiträge, welche durch die Kinder unserer Mitbürger erboben werden, nicht minder reichlich, ja wohl reichlicher fließen werden, als im vorigen Jahre, nachdem man erfahren, welchen schönen Bestandtheil des Festes die Jugend- feier dabei gebildet hatte. NB. Gaben können auch außerdem in den beiden Buchhandlungen niedergelegt werden. Friedberg am 22. August 1874. Das Comité: Baur, Pfarrer. Billasch, Taubstummenlebrer. Blickhahn, Reallebrer. Breutano, Postdirektor. Curtman, Hofgerichts- Advokat. Foucar, Bürgermeister. Grödel, Beigeordneter. Dr. Heid, Seminarlehrer. G. Hieronimus, Hofmaler. Jäger, Oberstlieutenant. Jöckel, Hofgerichts⸗ Vorm./ 8 Uhr. Zug durch die Stadt nach 8 Uhr. 9½ Uhr. Nachm. ½3 Uhr. 2s: Industrie- Ausstellung in Friedberg.. L. C. Trapp Nachfolger. Wiener Exportbier. Caf é un d i Speisen. Hötel Iburg. Bad-Uauheim. 2491 Zur Vorfeier des Namenstages Sr. K. Hoheit des Großherzogs findet Sonntag den 23. d. Mts. Tanzvergnügen statt, wozu ergebenst einladet C. Schwertzell. Kirchweihfest zu Rödgen. 2447 Sonntag den 23. und Montag den 24. August findet bei mir zur Feier der Kirchweihe gut besetzte Tanzmusik statt, wozu ich freundlich einlade. Bei dieser Gelegenheit wird auf meiner Kegelbahn ein Hammel ausgespielt. Georg Ktauch, Gastwirth. 2437 Sontag den 23. August findet zu Ehren des Tages von Gravelotte bei dem Unterzeichneten Harmo⸗ nie⸗ und Tanzmusik statt. Wohl dreimal hoch dem Vaterlande, Dem treues Heer den Sieg gebracht; Es bracht' dem Feinde Schimpf und Schande, Die er uns Deutschen zugedacht. Bei Gravelotte bekam er Schläge Von der tapfern, treuen Wacht; Auch die Hessen waren nicht träge, Kämpften wacker in der Schlacht. Hier bewährte sich die Treue Und deutsche Tapferkeit, O, wie zeigte sich auf's neue, Was vermag die Einigkeit. Laßt uns heut' den Tag der Freude Feiern untern diesen Linden; Denn beim Tanz ihr guten Leute Könnt guten Wein ihr finden 5 bei J. Möckel, Ziegenberg. Möbel-Lager. Advokat. Kempf, Lhrer. Dr. Köhler, Professor. Lang, Reallebrer. Dr. Möller, Realschuldirektor. Meyer, Pfarrer. Nebhuth, Bergrentmeister. Schäfer, Seminardirektor. Schäfer, Blindendtreklor. Schneider, Taub stummenlehrer. Scriba, Gemeinderath. Seyd, Hofgerichts Advokat. Steinhäußer, Beigeordneter. A. Steinhäußer, Gemeinderath. 2402 Alle Arten selbstverfertige Möbel, fuͤr deren Gute garantirt wird, sind in großer Auswahl zu haben bei J. Pfeffer, Hof- Möbelschreiner, ö in Friedberg nächst dem Bahnhof. Störger, Musterlehrer. Supp, Privatier. Trapp II., Hofgerichts Advokat. K. Trapp, Kaufmann. Volk, Musterlehrer. Wahl, Seminarlebhrer. Ludwig Weis, Kaufmann. Werner, Musterlehrer. 2493 Ossenheimer Wäldchen. 2442 Nächsten Sonntag als am 23. d. Mts. findet dahier bei Harmonie. und Tanzmusik das Erndtefest statt, wozu freundlich einladet G. F. Korudörfer. BGad- Nauheim— CTCeichhaus. 2463 Zur Vorfeier des Numenstages Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs findet Sonntag den 23. d. Mts. Großes Concert mit Ball statt, ausgesührt von der Kapelle des Hess. Jäger Bataillons Nr. 11, unter Leitung des Kapell⸗ meisters Aug. Noack.— Abends Feuerwerk. Freundlichst ladet ein Carl Kramm Neuer Zoologischer Garten in Frankfurt a. M. Eingang vor dem Hanauer Bahnhof. Sonntag den 23. August d. J., ist der Eintrittspreis den ganzen Tag über: für Erwachsene auf 18 Kreuzer für Kinder unter 10 Jahren auf 9„ ermäßigt. Nachmittags um 5 und Abends um 8 Uhr Concerte der Kapelle des 81. Infantetie-Regiments unter Leitung des Herrn Musikdirektors Waßmann. 2480 Der Verwaltungsrath. (Hierzu Ochsensleisch a Pfd. 2 kl. 2498(Prima-Qualität) verkauft 5 Joh. Hanstein III. Kuh- und Vindsleisch, Prima⸗Qualität, das Pfund zu 16 kr., 2470 verkaufe von heute an. K. Neuhof. Ausverkauf 2494 von Spiegeln in den verschiedensten Mustern und Größen, sowohl Gold, als braun. Paul Falck, Schreinermeister. 2413 Thermometer, Barometer, Operugucker, Fernröhre, Brillen, Pincenez in Gold, Silber und Stahl. Neue Gläser werden innerhalb 1 Stunde eingeschliffen. L. Hanau, Hof⸗Uhrmacher und Goldarbeiter. 5 2 8 7 77: Kirchliche Anzeigen für Friedberg, Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. 12. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst in der Stadtkirche Vormittags: Herr Pfarrer Baur. (Abendmahl.) Nachmittags: Herr Candidat Knodt. Gottesdienst in der Burg kirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Fritsch. Verantw. Red.: Carl Blindernagel. Druck und Verlag von Carl Vindernagel Unterhaltungs-Blatt Nr. 34 und eine Beilage.) AAcog BURC IL. Restaurateur der Wetterauer Feinste Weine aus der Weinhandlung von 1 Ni. 99 classicch. der seith so war Mensch Verhäͤlln zu legen. Ziffern i. über die so ist dat wenn ar realen V heit des Bürgerse Soll abe gegen An. ghachgewi gebrauch sei, so l sicherung aher ein gemeinde die Reh der Sta man un bernünfti Dar evang. 9 Marrsiel zu Alz dem eyg die Pfa Pfarrum Parrstel Bricht f über dit hesssche sowohl nisse der