hrer. W Munte 822 4 An bessen 1* R ktsch Ne Neckend trdeh, 1 legen 11 Dessen ——— kuagel. ationen Engel. en bey& Cem C op, 2 un: Nauschaen, * 28 riedrich edticd lalclc, 1 01n 1, d. 2 — ochse, nete —— * 77* 0 4— 1 3 1* . 7 0 1 6. 1 1 2 1 0 1874. Dienstag den 21. Juli. M 85. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Amtlicher Theil. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Nr. 20. Erlaß wegen Abänderung des Bezirksumfangs mehrerer Oberpostoirectionen, Seite 103. Bekanntmachung, betreffend die Geschäftsanweisung für die Ver⸗ waltung des Reichs⸗Invalidensonds, Seite 104. Nr. 21. Verordunng, betreffend die Cautionen verschiedener Reichsbeamten, Seite 109. Bekanntmachung, betreffend das Verbot des Umlaufs der niederländischen Halbgulden⸗ und der österreichischen und ungarischen Viertelguldenstücke, Seite 111. Bekanntmachung, betreffend die Außercourssetzung der säddeutschen Zweiguldenstücke, Seite 111. Betreffend: Die ärztliche Untersuchung der in den Vereinigten Staaten von Amerika, sowie in Rumänien lebenden militärpflichtigen Deutischen. Friedberg am 17. Juli 1874. Der Civil-Vorsitzende der Großh. Kreis-Ersatz-Commission an die Großh. Bürgermeistereien. Nach Mittheilung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 11. d. M. zur Nr. M. d. J. 7598 ist zufolge eines Beschlusses des Bundesraths vom 22. Juni l. J. dem Dr. Theodor Tellkampf in New-Nork sowie dem Dr. Glück in Bukarest die Befugniß ertheilt worden, denjenigen in den Vereinigten Staaten von Amerika, beziehungsweise in Rumänien wohnbaften Angehörigen des deutschen Reichs, welche wegen körperlicher Gebrechen ihre Entbindung von der Ableistung der Militärpflicht nachsuchen wollen, nach Maßgabe der für die militärärztlichen Atteste bestehenden Vorschriften gültige Zeugnisse über ihre Diensttauglichkeit auszustellen. Ich setze Sie hiervon zu Ihrem Bemessen in etwa vorkommenden Fällen in Kenntniß. N B. b. Haas, Kreis- Assessor. Deutsches Reich. Friedberg. Darmstädter Blätter bringen die für uns Friedberger hochwillkomme Nachricht, daß S. K. H. der Großberzog nächsten Donners. tag den 23. Juli sich zu längerem Aufenthalt nach Friedberg begeben wird. Darmstadt. Von angeblich unterrichteter Seite wird mitgetheilt, daß sich die Reichsregier⸗ ung lebhaft für das Zustandekommen der Bahn von Offenbach nach Darmstadt interessirt, da die— selbe im strategischen Interesse liege. Durch diese Bahn können nämlich die Pulver Transporte aus der Pulver⸗Fabrik bei Hanau direct, ohne Franksurt zu berühren, nach dem Schießplatz bei Griesheim und durch die Ried⸗Bahn weiter nach den west— lichen Reichs Grenz-Festungen befördert werden. Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bestätigt, daß der Justizministet wegen strenger Ueberwachung der ultramontanen Presse ein Rundschreiben an die Staatsanwaltschaften erlassen habe; in dem— selben sei ausdrücklich auf die Wahrnehmung Bezug genommen, daß gesetzwidrige Handlungen, selbst schwere Verbrechen wie das Kissinger Atten— tat, auf den verderblichen Einfluß der ultramontanen Agitation, namentlich in der Presse, zurückzuführen seien. Dasselbe Blatt hört von entschiedenen Weis— ungen, die auf Grund der stattgehabten Minister— Berathungen betreffs der Handhabung der Vereins- polizei gegenüber den Katholiken Vereinen in den letzten Tagen ergangen seien. Aachen. Die Heiligthums-Fahrt nimmt ihren ruhigen und ungestörten Fortgang. Nach einer oberflächlichen Zählung der Pilger, welche am Samstag Nachmittag von 1—8 Uhr ins Münster und an den Reliquien vorbeigezogen, betrug die Zahl derselben 23,000. Aus 25 Städten Rhein- lands und Westfahlens waren die Gesellenvereine hier eingekehrt, welche am Nachmittage in statt- lichem Zuge mit ihren zum Theil prächtigen Fahnen durch die Stadt zogen. An den Thoren der Stadt waren zur Zählung der Einkehrenden von den städtischen Behörden angestellte Männer anwesend. Mit Bezug darauf glaubt die„Ger- mania“ nicht zu hoch zu greifen, wenn sie die an diesem Tage in Aachen anwesenden Fremden auf 50 60,000 schätzt. Braunschweig. Nach einer amtlichen Ver— oronung wird die Rechnung nach Reichsmark für das Herzogthum Braunschweig vom 1. Januar 1875 ab eingeführt. Kissingen, 16. Juli. Der Attentäter verlautet, nichts Neues. Kullmann ist heute Nachmittag 2 Uhr von hier Gefängniß eskortirt worden. Pfarrer Hauthaler wurde Abends gleichfalls dahin eiygeliefert. — 17. Juli. Ueber das Befinden des Fürsten Bismarck wird gemeldet: Die Heilung der Ver— letzung schreitet fort und ist die Bewegung des Handgelenks abermals freier. Seit gestern konnten die Eisumschläge weggelassen werden. Die an— strengende mündliche unb schriftliche Beantwortung der in großer Zahl eingehenden Theilnahms-Be— zeugungen ist dem Fürsten ärztlich verboten. zeugung 3 — Das Gerücht von der bevorstehenden Abreise des Fürsten Bismarck ist unbegründet. Derselbe wird mit Beginn der nächsten Woche statt der beabsichtigt gewesenen Reit-Touren größere Spazierfahrten unternehmen. — Ueber den Verlauf der nun eingeleiteten gerichtlichen Untersuchung gegen den Attentäter Der inhaftirte Vicar Hauthalker stellt jede Mitschuld an dem Attentate entschieden in Abrede und behauptet, daß er, auf seiner jährlichen Ausflugsreise begriffen, einen Abstecher von Schweinfurt nach Kissingen machte, um den Fürsten Reichskanzler zu sehen. Wie die„Wien. Pr.“ erfährt, wurden bei dem in— haftirten Priester die namhafte Baarsumme von 5000 fl. und zwei Fläschchen mit einer eigen— thümlich riechenden Flüssigkeit— der Beschuldigte bezeichnet sie als geweihtes Margarethenöb— gefunden. Die Flüssigkeit wurde einem Chemiker zur Untersuchung übergeben. — 17. Juli. Fürst Biemarck fuhr in Be— gleitung des gestern hier angekommenen preußischen Ministers des Innern, Grafen Eulenburg, zum Bade auf die Saline und wurde von allen Seiten enthustastisch begrüßt. Schweinfurt, 18. Juli. Das hiesige „Tageblatt“ meldet, daß der von Kissingen in das Schweinfurter Bezirksgefängniß eingelieferte Pfarrer Hauthaler gestern Vormittag bereits wieder als völlig undetheiligt an dem Attentate gegen den Fürsten Bismarck freigelassen worden ist. Stuttgart, 17. Juli. Gestern Abend konstituirte sich hier ein Verein für Leichen-Ver— brennung mit mehr als 300 Mitgliedern, worunter viele Familien-Väter, unter dem Vorsitz des Ree— tors des Polytechnikums, Professors Zech, Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 15. Juli. Kaiser Franz Joseph soll, wie Privatbriese aus Ischl melden, die Nachricht vom Attentat gegen — nach Schweinfurt in das dortige Bezirksgerichts- Fürst Bismarck mit besonderer Theilnahme aufge- nommen und noch vor seiner Ankunft in Wien ein directes Glückwunsch⸗Telegramm an den Kanzler nach Kissingen gerichtet haben. Ischl, 16. Juli. Fürst Milan von Serbien hat beute Vormittag dem Kaiser Franz Joseph einen Besuch abgestattet. Morgen Vormittag reist der Fürst nach Salzburg ab. Bad⸗Gastein, 16. Juli. Kaiser Wilhelm ist im besten Wohlsein heute Abend 6½ Uhr hier angekommen, von den Honoratioren und den zahl— reich versammelten Kurgästen mit lebhaften Zurufen empfangen. Der Kaiser begrüßte im Salon die aufwartenden Behörden und angesebenen Kurgäste. Carlowitz, 16. Juli. Der serbische Kirchen- Congreß wählte den Bischof von Ofen, Stoikowies, mit 63 Stimmen zum Patriarchen. Sieben ent— hielten sich der Abstimmung. Die Sitzung wurde bis zur Entscheidung des Kaisers vertagt. Frankreich. Paris. Die„Agence Havas“ bestätigt, daß Fourtou in Folge der Meinungs- Verschiedenheiten innerhalb des Cabinets seine Demission gegeben habe; man hoffe indessen, daß derselbe sein Vorhaben nicht vor der Discussion am Montag ausführen werde. — 18. Juli. Die„Agence Havas“ meldet: Gerüchtweise verlautet, daß alle Minister ihre Demission gegeben haben. Es wird versichert, der Herzog v. Broglie sei mit der Bildung eines neuen Cabinets betraut. Andererseits sagt man, der Herzog v. Broglie habe die Neubildung des Cabinets zurückgewiesen, und wäre der Herzog v. Decazes damit beauftragt. In parlamentarischen Kreisen heißt es, daß Matthieu Bodet zum Finanz- minister ernannt sei. Wahrscheinlich wird der Antrag auf Vertagung der Discussion über die constitutionellen Vorlagen bis zum Winter einge- bracht werden. Versailles, 15. Juli. Nationalversamm⸗ lung. Das Amendement Wolowski wird mit 338 gegen 325 Stimmen angenommen. Collin be— antragt, daß jede Bestimmung, welche die Dauer der Amtsgewalt Mac-Mahon's in Frage stellen würde bei den Berathungen über den Entwurf der constitutionellen Commission ausgeschlossen werde. Die Dringlichkeit bierfür wird abgelehnt. Auf der Tagesordnung für die Sitzung am Montag steht die Diecussion über den Antrag Perier. Holland. Haag. Hcemskerk, Mitglied des Staatsrathes, ist vom König mit der Bildung eines neuen Cabinete beauftragt worden. dene Großbritannien. London, 17. Juli. Der deutsche Kronprinz und der Prinz von Wales nahmen gestern an den Truppen Manövern bei Aldersholt Theil. Das Pferd des Prinzen von Wales stürzte, doch blieb der Prinz unbeschädigt. Der Herzog von Edinburgh besuchte gestern das deutsche Kronprinzen⸗Paar, welches Abends einem Diner bei Lord Granville beiwohnte. — 17. Juli. Unterhaus. Der Unter⸗Staats- seeretär der Colonien, Lord Carnarvon, theilt mit, daß England bereit sei, die ihm angebotene Ab- tretung der Fidschi-Inseln anzunehmen, aber auf keinerlei Bedingungen eingehen könne. Die Be: dingungen, welche gestellt worden, seien für England unannehmbar. Der Gouverneur von Neusüdwales sei beauftragt, die Ansichten Englands den Be⸗ wohnern der Fisdschi-Inseln kundzutbun. Spanien. Madrid, 17. Juli. Regier⸗ ungsnachrichten melden die Niederlage einer Car- listen Abtheilung bei Marce Bello. Luenca ver⸗ theidigt sich energisch gegen die Carlisten. Morgen gehen Ersatztruppen dorthin ab. — 17. Juli. Es heißt, die Carlisten hätten 1600 Personen fortgeführt, in der Absicht, diese zu erschießen, wenn sie angegriffen würden. „Imparcial“ sagt, es sei die Rede von einer neuen Aushebung von 100,000 Mann, welche aus der Alters⸗Classe Derer, welche 23—35 Jahre zählen, genommen werden sollen. Aus Stadt und Land. Friebberg. Der Rechner des Volksbildungsvereins dabier erhielt am 18. d. durch die Herren Trapp und Münch von Herrn Ludwig Trapp in London„aus Dank⸗ darkeit für die Erhaltung des Lebens Bis marck's“ zwölf Gulden zur Kasse des Vereins, welche Gabe den Geber ebensosehr als Patriot, wie als Freund seiner Vaterstadt und deren Hebung ehrt. Auch im vorigen Jahre batten wir von demselben Manne eine ebensolche Gabe für den Volksbildungsverein zu verzeichnen. Wir drücken dem Landsmanne ob solch echter Gesinnung dankbar die Hand! Friedberg, 18. Juli. Wie wir vernebmen, wurde gestern in unserer Gegend auf Weisung von Franksurt nach vergrabenem Gelde gesucht und an der näher be— zeichneten Stelle auch 700 Thlr. gefunden. Wissels beim, 17. Juli. Heute Nachmittag 4 Uhr brach dahier auf dem Hose des Pachter Leonhardt Feuer aus, das in kurzer Zeit mehrere Stallungen einäscher te. Man vermuthet, daß das Feuer angelegt worden sei. Gießen. Seit Mittwoch Abend wird eine 68 Jahre alte Bauersfrau von Wismar, welche hier in der Stadt bei einem Arzte und Apotheker war und darauf nach Hause gehen wollte, vermißt und nimmt man an, daß der Frau ein Unglück zugestoßen ist. Gießen, 18. Juli. Gestern Nachmittag kam ein Bauernbursche von Hochelheim in ein hiesiges Eisenwaaren⸗ geschäft, um dort Einiges zu kaufen. Er legte während des Kaufs sein mit 7 Thlr. gefülltes Portemonnaje auf den Ladentisch und als er sich umwand te, war dasselbe verschwunden. Das Portemonnaie wurde später von dem Bauerndurschen bei einem hiesigen Einwohner wieder ab- geholt, dessen Frau dasselbe in dem Laden gefunden haben will. Gießen, 18. Juli. Der Schwurgerichtshof der Pro⸗ vinz Oberbessen vom III. Quartal l. J. hat in den nach⸗ bemerkten Anklagesachen weitererkannt: Den 13. Juli, gegen Georg Gruner von Heldenbergen wegen Urkunden⸗ sälschung, Gefängniß von 9 Monaten. Den 14. Juli, gegen Regina Rhein von Allendorf, Königlich Preußischen Kreises Kirchhain, wegen vorsätzlicher Kindestödtung, Zuchthaus von 4 Jahren. Den 15. Juli, gegen Georg Wilhelm Weil von Echzell, wegen Meineids, Gefängniß don 9 Monaten, unter Aufrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft sowie Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren. Denselben, gegen Adam von der Lehr von Bellmuth, wegen Ver⸗ brechens wider die Sittlichkeit, Gefängniß von 6 Monaten. Den 16. Juli, gegen Conrad Müller von Oberlemp, im Königreich Preußen, wegen unternommener Verleitung zur Begehung eines Meineids, Zuchthaus von 1 Jahr, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren und dauernde Unfähigkeit desselben als Zeuge oder Sachverständiger vernommen zu werden. Den 17. und 18. Juli, gegen Andreas Simon und Consorten von Lauterbach, wurde wegen der auf Meineids gerichteten Anklage, nachdem das Verdict der Geschworenen auf „Nichischuldig“ lautete, auf Freisprechung erkannt. In der dritten-Woche endlich, werden noch folgende Fälle verhandelt werden: Den 20. Juli, Vorm. 9 Uhr, gegen Johann Heinrich Jungkuhrt von Hausen, im König⸗ reich Preußen, wegen Brandstiftung; Vertheid.: Advokat Briel. Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Wilhelm Scheerer von Alt⸗Buseck, wegen Urkundensälschung; Verth.: Advokat Thorwart. Den 21. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Johann Conrad Silz und Ludwig Walther von Laubach, wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit; Verth.: die Advokaten Barth und Kraft. Den 22. Juli, Vorm. 8 Uhr, gegen Elisabetha Kleinschmidt von Leisewald, wegen Kindesmords; Vertheid.; Advokat Dr. Schwarz. Den 23. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Elisabetha Formhals von Allendorf a. d. Lumda, wegen Diebstahls und Be⸗ trugs; Vertheid. Advokat Kraft. Darmstadt, 18. Juli. In einer frequenten Wirth⸗ schaft wurde gestern Nachmittag ein Mann in polizeilichen Gewahrsam genommen, weil sich deutliche Symptome von Geisteskrankheit bei ihm gezeigt und er sogar Anstalten zum Selbstmord gemacht. Derselbe wird von der com⸗ petenten Behörde beobachtet. Griesheim, 17. Juli. Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr wurde in der Nähe der hiesigen Station ein Mann von dem Bahnzug überfahren. Wie man hört, ist der Verunglückte ein in Darmstabt arbeitender Bau— handwerker. Groß ⸗Umstadt, 15. Juli. Der„Oberwälder Bote“ schreibt: Soeben wird uns folgende wahrhaft haar⸗ sträubende Mittheilung: In dem benachbarten Semd, in der Dieters⸗Mühle, wollte gestern der hiesige Kaminfeger— gehülfe fegen. An Ort und Stelle angelangt, findet er, daß die Besitzer nicht zu Hause sind. Aus dem oberen Slock aber ruft ihm, sein ganz verwilder tes, gänzlich mit grauem langem Haar verwachsenes Haupt aus einer Fensteröffnung streckend, ein Greis zu, er möge sich doch um Gotteswillen seiner annehmen; seine Angehörigen bielten ihn schon drei Jahre lang in Gefangenschaft. Er, der Kaminfegergehülfe, sei dann in den oberen Stock in den, von außen verschlossen gewesenen, von erstickenden Dünsten angefüllten Raum getreten, und habe da einen Anblick gehabt, daß ihm die Haare zu Berge gestanden. Ein Greis sei ihm weinend entgegengetreten, ohne jegliche Bekleidung, ausgenommen eine kurze, schmutzige Jacke, welche kaum bis zur Brust gereicht, vom Ungeziefer zer⸗ fressen, in durchaus verwildertem Zustande. Das Lager, welches ein Bett vorstellen solle, sei von altem vermoderten Stroh bedeckt gewesen, welches offenbar seit Jahr und Tag nicht gewechselt worden, eine Axt„Katzenscherbe“ babe am Boden gestanden mit unkenntlichen Speiseresten und— die Feder sträubi sich es niederzuschreiben— in einer Ecke des Zimmers seien menschliche Excremente sichtbar gewesen, ein Beweis, daß sich dieses Menschenleben von dem eines Thieres kaum mehr unterscheide. Der Greis babe ihn gebeten, doch alle möglichen Schritte zu thun, daß er aus diesem Elende endlich erlöst werde. Der Kaminfegergehülfe erklärte sich bereit, diese Mittheilungen vor Gericht eidlich zu erhärten. Wir glauben nicht ver säumen zu dürfen, die Aufmerksamkeit der Behörden auf diesen Fall zu lenken. Mainz. Ein junger Mann, Namens Pilliet, sollte im Auftrag des Metzgermeisters Eitingshausen einen von diesem gekauften Ochsen in Nieder-Olm abholen. Das Tbier zeigte, als es aus dem Stalle gebracht werden sollte, eine große Wildheit und man hatte viel Mübe, ihm die nöthigen Fisseln anzulegen. In dem Augen- blicke, als dem widerspenstigen Thier ein Strick um die Hörner gelegt werden sollte, senkte es den Kopf, stieß nach dem vor ibm stehenden jungen Mann und riß ibm den Leib auf. Der Unglückliche wurde in das hiesige Spital verbracht. Worms, 16. Juli. Gestern kam ein fremder Hund in den Hof einer hiesigen Lederfabrik und biß dorten mehrere Hunde. Die Section des sosort getödteten Thieres stellte fesi, daß dasselbe von der Wutbkrankheit befallen war. Framersheim, 13. Juli. Heute Mitiag gegen 1 Uhr brach in dem mit Heu überfüllten Stalle des Jacob Armbrüster dahier Feuer aus und brannte der Stall zu⸗ sammen. Der schuell herbeigeeilten Hülfe ist es zu ver⸗ danken, daß der Brand auf seinem Herd beschränkt blieb. Allerlei. Frankfurt, 19. Juli. Heute Nacht um 11½ Uhr beach im„polel Westend-Hall“ Feuer aus, das binnen zwei Stunden den Dachstuhl des Gebäudes verzehrte, bis ihm durch energische Anstrengung der Lösch-Mannschaflen Einhalt geihan werden konnte. Eisenach, 16. Juli. Gestern Nachmitag 5 Uhr wurde Fritz Reuter bestattet. Eisenach batte alle seine Leute von Rang und Stellung zum letzten Gange des entschlafenen Dichters entboten. Ja, dem einst wegen Hochverrath zum Tode Verurtheilten folgte beuie in wür⸗ diger Tbeilnahme das gesammie Offtzierkorps und der Vertreter des Großherzogs; die Militärkapelle spielte ihm den Trauermarsch. Petersen aus Hamburg hielt im Trauerhause und am Grabe die Gedächtnißreden so ge— müthvoll und innig, wie Fritz Reuter dies verdiente. Die Burschenschaften hatten Deputationen und Lorbeer— kränze geschickt; ebenso die Stadt Stavenhagen; aus Wismar war Reuter's Verleger, aus Weimar General— lieutenant v. Loen gekommen. Vom Taauerhause bis zum Leichenwagen trugen die bier lebenden Dichter und Mitglieder des Gemeinderashes den Sarg; Reuter's Wiltwe geleitete den geschiedenen Gatten bis zur Gruft. Auch die obersten Klassen aller biesigen höheren Schulen waren dem Dichler auf dessen letztem Wege gefolgt. Chicago. Der durch die Feuelsbrunst hier an⸗ gerichtete Schaden wird auf 4 Millionen Doll. veran⸗ schlagt, wovon 2½ Millionen versichert sind. New⸗York. Am 16. Juni ist nach der„N.⸗M. St.⸗Z.“ ein Vergnügungszug, welcher von Polton nach Wilmington, N. C., fahren wollte, 800 Passagiere, Männer, Frauen und Kinder enthaltend, verunglückt. Vier Meilen von Milesville war in Folge anhaltenden Regens ein Durch⸗ laß eingestürzt und, ächt amerikanisch, davon keine Kunde gegeben worden. Ein Ruck, und Lokomotive, Tender, sowie sämmtliche Waggons mit den fröhlichen Passagieren stürzten aufeinander in die Lücke. Todte und Verwunderte gab es genug. Der kalte Trunk bei erhitztem Körper. Zu denjenigen medicinischen Erfahrungen, welche fast jeder Arzt hin und wieder macht, und über welche doch jeder, der sie noch nicht gemacht hat, mißtrauisch und zweiselnd sich äußert, gebört das plötzliche Auftreten gefährlicher Zufälle unmittelbar nach einem kalten Trunke bei erhitztem Körper(auf Bällen z. B.) oder die allmählige Entwickelung chronischer Leiden, welche die Betroffenen von einem solchen Trunke herleiten. Trotzdem halten viele Aerzte die Furcht vor einem unvorsichtigen kalten Trunke für sehr über- trieben, obgleich sie selbst für ihre eigene Person ihr unterliegen. Letzteres aber mit Recht, Ersteres mit Unrecht, wie wir gleich sehen werden. Bei plötzlicher Einführung einer erheblichen Menge kalter Flüssigkeiten in den Magen wirkt die Kälte durch die dünnen Magenwände hindurch nicht nur auf die feinen Magen Arterien selbst, sondern auch auf die zahlreichen Gefäße der dem Magen anliegenden Organe(Leber, Milz, Zwerch⸗ fell, Netz und vor allem der Darmschlingen) ver engend ein; durch diese umfangreiche Arterien-Ver⸗ engerung wird aber der arterielle Blutdruck plötz⸗ lich sehr bedeutend gesteigert, und eine solche plötz⸗ liche Steigerung kann wieder zu Zerreißungen, Zersprengungen von Gefäßen an deren schwachen Stellen führen, also zu Hirn-, Lungenblutungen 2e. Nun wird allerdings diese Wirkung durch eine gleichzeitige Veränderung der Athmung etwas modificirt. Es ist ja allgemein bekannt, wie tief man bei plötzlicher Benetzung der Haut mit kaltem Wasser einathmet, und zwar nicht blos beim Be⸗ spritzen des Körpers, sondern auch beim langsamen Einsteigen in ein kaltes Bad, also auch bei ver⸗ hältnißmäßig langsamer Benetzung größerer Haut- flächen. Dies erklärt sich eben dadurch, daß die Einwirkung der Kälte auf große Hautbezirke den arteriellen Blutdruck gleichfalls steigert, wie der kalte Trunk. In beiden Fällen scheinen, wie ge⸗ sagt, die tiefen Einathmungen ein compensatorisches Moment zu bilden, welches die Gefahren ver⸗ ringert, aber durchaus nicht ganz aufhebt. Da⸗ gegen werden die Gefahren erhöht: 1) wenn aus irgend welchen Gründen jene Veränderung der Athembewegung ausbleibt; 2) wenn durch Be⸗ schleunigung des Pulsschlages und gesteigerte Intensität des Herzschlages(z. B. nach heftigen Muskelanstrengungen, Gemüthsbewegung oder bei Herzhypertrophie oder entsprechendem Klappen⸗ fehler) der Blutdruck schon an und für sich hoch ist; 3) wenn im Gefäßsosteme irgend ein kranker Punkt selbst geringen Drucksteigerungen nicht mehr Widerstand zu leisten vermag; 4) wenn irgend welche pathologischen Prozesse, die selbst durch geringe Drucksteigerungen befördert werden, vor handen sind. Ob die sehr verbreitete Meinung, daß andere kalte Getränke als Wasser— alkoholhaltige Flüssig⸗ keiten— weniger gefährlich seien, auf einem Irr⸗ thum beruht oder nicht, ist noch nicht festgestellt worden. Landwirthschaftliches. Eicheln als Futtermittel. Mehrseinig werden die Eicheln als ein Futtermittel empfohlen, dem bei Weitem noch nicht diejenige Aufmerksamkeit geschenkt werde, welche es verdiene. Der Gehalt an Nährstoffen der geschälten Eicheln beträgt 5% Prodeinstoffe, 68,8% stickstofffreie Extrakistoffe und 4,3, Fett. Der Unter⸗ schied zwischen den geschälten und ungeschälten Eicheln besteht vorzugsweise darin, daß letztere einen größeren Gehalt an Holzfaser und außerdem in den Schalen einen Bestandtheil enthalten, der dem Geschmacke mancher Thiere, vesonders dem Rindvieh, nicht zusagt. 100 Pfund un: geschälte Eicheln geben ungefähr 82 Pfund Kerne und 18 Pfund Schalen. Bei Verfülterung an Schafe(pro Stück ca. 2 Pfund täglich) hat man auf die Dauer die besten Erfolge erzielt; nur bei trächtigen Thieren hält man die ausgedehnte Anwendung der Eicheln, ihres hohen Gerbstoffgehaltes wegen, für unstatthaft. Dagegen em⸗ pfiehlt man sie um so mehr bei Großvieh und zwar nicht allein bei Rindvieh, sondern auch bei Pferden. Fohlen z. B., denen mehrere Monate hindurch unter anderem Futter größere Porttonen gestoßener Eicheln gereicht wur den, gediehen vortrefflich dabei. Daß sie für die Schweine ein äußerst schätzenswerthes Mastmatexrial bilden, ist eine schon längst bekannte und durch die Praxis oft bewiesene Thatsache. Einen ebenso hohen Werth sollen die Eicheln aber auch als Futter für das Federvieh besitzen. Wenn nun auch dieses Futtermittel nicht überall leicht zugäng⸗ bevor es zu Unftu machen. fügen soll wendung de auch einfach iche mit 2 direct verw „r 2196 Bei gestellt, de Kaufmanns Abwendun Oüterverst den 18. in das und werf Masse be anzumeld, Androhun den als d werden Anschlag Hane vnn 220 D im Eingat 1) Mar 9 fla soll Mont des Hern verstelgert Frie! — Im u N00 8 soll in 0 nebst Gr Schäfer oͤffentlich U Flur. 2 4. drie ee dit train: dindug . rte stlbi * Auen nicht ncht 1 0 1 „ 6 1 1 2 14 e ö dit 1— 8 aentischieden nachtheilig auf die Gesundheit. ch ist, so ist es dagegen in gewissen Distrikten um so eichter zu erlangen und erfordert da weiter keinen Auf⸗ band als die Einsammlungskosten, da die Produktions⸗ kosten nicht gerechnet werden müssen. Vergiftung von Hausthieren durch be⸗ Fzallenen Weizen. Nicht selten kommt es vor, daß man Geireidekörner und Stroh, die mit Sporen von Steinbrand oder von Rost verunxeinigt sind dadurch am Sesten verwerthen zu können glaubt, daß man sie an die Hausthiere verfütlert. Nun wirken aber alle so befallenen Futtermittel, besonders, wenn sie in größerer Menge ge⸗ neicht werden und die Verunreinigung ziemlich stark ist, Auf einem größeren Gute enisland z. B. aus diesem Grunde eine Krankheit, die der Rinderpest in höchstem Grade ähnlich war, deren wahre Ursache aber noch rechtzeitig ermittelt wurde. Eines der Thiere wurde gelödtet, während die Andern bei guter Pflegung und guter Nahrung, natürlich unter Hinweglassung des schädlichen Futters, sich allmählig, wenn auch nur sehr langsam wieder erholten. Auch die Pferde, denen das oben erwähnte Futter gereicht worden war, erkrankten unter denselben Symptomen. Um ganz sicher zu gehen, wurde versuchsweise solcher Weizen und olche Spreu an Thiere eines andern Stalles verfüttert und auch hier traten nach verhältnißmäßig kurzer Zeit die gleichen Krankbeitserscheinungen auf. Es ist deßhalb in zeddem Falle geratthen, mit Rost oder Brand verunreinigtes HBetteide, erst einer gründlichen Reinigung zu unterwerfen, „ bevor es zur Verfüllerung kommt. Unfruchtbare Pfirsichbäume fruchtbar zu machen. Nach vielen in Frankreich ausgeführten Ver⸗ uchen soll das beste Mittel zu diesem Zwecke die An⸗ wendung von schwacher Pottaschenlauge sein, die man sich Zuch einfach in der Weise bereiten kann, daß man Holz⸗ asche mit Wasser auszieht. Diese letztere kann aber auch direct verwendet werden, indem man sie unter dem Baume ausstreut. In jedem Falle ist aber zu beachten, daß man nicht nur in der Nähe die Lösung aus gießt ober die Asche ausbreitet, sondern so weit die Wurzeln sich verbreiten, d. h. mindestens so weit die Krone reicht. Auch bei andern Obstbäumen wirkt eine solche Düngung außer⸗ ordentlich günstig auf den Fruchter trag. Handel und Verkehr. Grünberg, 18. Juli. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 16 fl. 20 kr.; Korn(90 Kilo) 11 fl. 17 kr.; Gerste(80 Kilo) 9 fl.— kr.; Hafer(60 Kilo) 7 fl. 45 kr.; Molter Linsen(100 Kilo)— fl.— kr.; Samen(90 Kilo) 13 fl. 26 kr.; Kartoffeln(100 Kilo) 4 fl. 14 kr. Frankfurt, 18. Juli. Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete per Ctr. 1 fl. 45 kr. bis 2 fl. 30 kr., Stroh per Centner 1 fl. 30 kr. bis 1 fl. 50 kr., Butter 1. Qualität 36 kr., 2. Qualität 34 kr., Eier das Hundert 2 fl. 42 kr. Mainz, 18. Juli. Productenmarkt. Waizen per Juli 14 fl. 15 kt., per Nov. 13 fl.— kr. Korn per Juli 10 fl. 42 kr., per Nov. 9 fl. 48 kr. Hafer per Juli 12 fl. 15 kr., per Nov. 10 fl. Rüböl per Oci. 19 fl.— ke., per Mai 19 fl. 45 kr. Raps per Sept.— fl.— kr. Verloosung. Braunschweigische Thlr. 20⸗-Loose von 1868. Gewinn-Ziehunz vom 30. Juni 1874.— Heim⸗ zahlung am 30. Septbr. 1874. Tolr. 20,000.— S. 6088 Nr. 33 Thlr. 5000.— S. 7217 Nr. 18 Thlr. 2000.— S. 1648 Nr. 23 Thlr. 600. — S. 1151 Nr. 50, S. 2267 Nr. 44, S. 3802 Nr. 32, S. 3982 Nr. 50, S. 4459 Nr. 34, S. 5039 Nr. 45, S. 5786 Nr. 20, S. 6423 N. 1, S. 8270 Nr. 20, S. (90 Kilo)— fl.— kr.; Erbsen(110 Kilo) 12 fl. 45 kr. Serie 8901 Nr. 35 9974 Nr. 32 1 Thlr. 100.— S. 1151 Nr. 8, S. 3202 Nr. 11, S. 4459 Nr. 20, S. 4843 Nr. 16, S. 6744 Nr. 33, S. 8270 Nr. 19 à Thlr. 70. Alle übrigen Nummern in den am 1. Mal 1874 gezogenen Serien erhalten den geringsten Gewinn von Thlr. 21. Die glorreichen Jahre deutschen Heils 1870 und 1871 sollen in die Herzen der Gegenwärtigen und Zukünftigen eingegraben werden und deßhalb bilden sich unter Deutschlands Patrioten so viele Vereine. Friedberg ist nicht zurückgeblieben, sein Veteranen- und Militär-Verein geben Zeugniß hiervon. Der ächte Deutsche schwört bei Deutsch⸗ lands Fahne, vereinigt sich unter der Fahne, lebt und stirbt für seine Fahne. Der Friedberger Militär⸗Verein hat noch keine solche Fahne, sehnt sich aber darnach. Einsender hofft, daß diese leise Anregung genügt um unsere patriotisch gesinnten Frauen und Jungfrauen zu veranlassen durch Verleihung einer Fahne sich ein bleibendes An- denken zu verschaffen. 8. Aecht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Maria Farina in Cöln. Proclbham. 2196 Bei angestellter Sachuntersuchung hat sich heraus⸗ gestellt, daß das Vermögen des dahier verstorbenen Kaufmanns August Platzer überschuldet ist. Zur Abwendung des förmlichen Conecurses ist Termin zum Güterversuch auf den 18. August d. J., Vormittags 9-10 Uhr, in das Local des unterzeichneten Gerichts anberaumt und werden Diejenigen, welche Forderungen an die Masse haben, aufgefordert, solche im obigen Termin unzumelden und sich zum Güteversuch einzufinden unter Androhung des Rechtsnachtheils, daß die Nichterscheinen-⸗ den als dem Beschluß der Mehrheit beitretend angesehen werden. Ein etwaiger Vergleichsbescheid wird nur durch Anschlag im Gerichtslocal veröffentlicht. Hanau am 15. Juli 1874. Königliches Amtsgericht Abtheilung II. Ce st er. vdt. Winkler. Wersteigerung von Maurer- und Pflaster- arbeit. 2204 Die Fertigung eines Kanals und Gossenpflasters im Eingang zu Södel 1) Maurerarbeislohn, veranschlagt zu e 2) Pflasterarbeitslohn eee e soll Montag den 27. Juli d. J. in der Wirthschaft des Herrn Dillenburger an die Wenignehmenden wersteigert werden. Friedberg den 18. Juli 1874. Großyerzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß. Immobiliar⸗Versteigerung. 2206 Freitag den 24. Juli d. J., Vormitttags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die nachbeschriebene Hofraithe mebst Grundstück, den Kindern des verstorbenen Georg Schäfer gehörend, nochmals und zwar zum Letztenmale öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.. Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 2. 343. 25,5. Hofraithe in der Stadt, 4. 163. 96. Acker am Pfaffenbrunnen. Friedberg den 18. Juli 1874. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fear. Heltenklagen Arbeits⸗Versteigerung. 2203 Samstag den 25. d. M., Nachmittags 4 Uhr, ollen auf dem Büreau Großherzoglicher Bürgermeisterei Sber⸗Mörlen die zur Ausführung eines Wiesen— ulturplans in der oberen Fauerbach erforderlichen Schleußenbau-, Graben- und Planirarbeiten: Maurerarbeiten, veranschlagt zu 46 fl. 14 kr Zimmerarbeiten„ e Schlosserarbelten 67„—, Bachregultrung-, Graben- und Planir⸗ arbeiten. wenigstnehmend in Accord gegeben werden und sind zusttragende hierzu eingeladen. Friedberg am 20. Juli 1874. Gere b, Wiesenbaumeister. und Manschetten ic. bel K. Friedrich neben der Post. Faselochs⸗Versteigerung. 2197 Freitag den 24. Juli d. J., Nachmittags 4 Uhr, soll ein der Gemeinde Petterweil gehöriger, zum Schlachten geeigneter Faselochse auf hiesigem Rathhause öffentlich meistbietend versteigert werden. Petterweil am 16. Juli 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. Lenhardt. für die gewöhnliche und feinere Küche. 19. Auflage. 1874. echnet nach neuem Maass u. Gewicht. Mit 1900 zuverlässigen und selbstge⸗ prüften Rezepten. Mit besonderer Berülck— sichtigung der Anfängerinnen und angehen— den Hausfrauen. Neunzehnte Auflage. 1874. Vorzüge des Davidis'schen Kochbuchs: Zuverkässiglleit, Genauigsteit, Reichhal⸗ tigseit, Sparsamsieit. Treffliches Braut-, Hochzeits- und Geburtstagsgeschenk. Preis broch. 1 Thlr., elegant gebunden 1 Thlr. 10 Sgr. Verlag von Velhagen& Klasing in Bielefeld und Feipzig, vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg. 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Neuer praktischer Universal-Vriefsteller für das Einladung. 2198 Der unterzeichnete Vorstand des Rodheimer 11.„ vereins der Gustav⸗Adolf⸗ Stiftung beehrt sich hiermst, die Mitglieder und Freunde unseres Vereins zu der am 26. Juli d. J. Nachmittags 2 Uhr, in der Kirche zu Dortelweil stattfindenden Jahresfeier ergebenst ein⸗ zuladen, unter dem Anfügen, daß Herr Pfarrer Peters von Nieder Eschbach die Festpredigt zu halten über⸗ nommen hat. geschäftliche und gesellige Leben. Ein Formular- und Muster-Guch zur Abfassung aller Gattungen von Briefen, Contraeten, Verträgen, Testamenten, Voll⸗ machten, Quittungen, Wechseln, Anweisungen und andern Geschäfts⸗ Aufsätzen. Mit genauen Regeln über Briefstyl überhaupt und jede einzelne Briefgattung insbesondere einer Anweisung zur Orthographie und Interpunction und einer möglichst vollständigen Zusammenstellung aller üblichen Titulaturen. Uebst einer Auswahl von Stammbuchsaufsatzen und einem e Bearbeitet von Dr. C. 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Hoffmann. 2176 Hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich seit heute hier im Hotel Trapp wohne. Friedberg den 15. Juli 1874. Ge b b, Großh. Kreis-Velerinärarzt. Kucht-Mähmaschinen, 2194 für deren Güte und Leistungen garantirt, sind zu haben bei 2 K. Häuser. Maschinenöl, 2166 feinste Qualität, billigst bei Wilh. Fertsch. Een grauer Pinscherhund 2199 ist zugelaufen und kann derselbe gegen Erstattung der Inseratgebühren und des Futtergeldes in Empfang enommen werden bei Ockstadt. Limburger Küse empfiehlt à 14 kr. per Pfund Ph. Dan. Kümmich. Ein Lehrling kann in meiner Druckerei eintreten. Carl Bindernagel. eee Fenchelhonia 1517 von L. W. Egers in Breslau ist allein ächt zu haben bei Jos. Hoffmann in Friedberg. Johannes Gröninger. 2205 0 Kirchenbuchsauszug. % Dampf⸗Dresch⸗Maschinen» werden in allen Größen sofort geliefert von der Blumenthal'schen Maschinenfabrik in Darmstadt. 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Dem Sergeanten bei der Stamm- Mann? 1874 — getreffen Ian die Gt N 2 Sl Liquidation baldigst vor Darn Brerichten befürworte Beschlüssen Vorlage das zukünf den G sete Hundeftu wilteren 40 mtinden. schafung 0 otals geh Worms un 1 Atteilig berg warde A. alnige i tgitrunge In Alen gemäß de genehmigt. — Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Bad⸗Nauheim. E. Aletter Georg Groß. Druck und Verlag von Carl Bindernagel.