* 2* Dienstag den 20. October. 4 124. den 00 ehe 8 5 7 9 9 * dent Nalg 8 A N * cu 1. Unt.. 1 Ste 8 a— 0 88 8a 2 5 1 4 Die Petitzeile 8 1 iedb Erscheint jeden tenz wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag zt Ettien 8 5—.— 2 1 * 40 Amtlicher Theil. 1 Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt ist zu publieiren: 1 4 1 54 Nr. 47. Instruktionen für die Kreisschulcommission, betr.— Nr. 48. sub 1. Instruktion für die Schulvorstände betr.— Nr. 49. sub J. Bekanntmachung, 3 7 den Verkehr zwischen dem Großherzogthum Hessen und den angrenzenden Vereinsstaaten mit steuerpflichtigen Getränken betr. 1 N 1 7 Friedberg, 17. Oktober 1874. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. . I. A. 2 2 p. Betreffend: Die Kostenverzeichnisse über die Beitreibung der Communal-Intraden vom III. Quartal 1874. Friedberg den 16. Oktober 1874. . Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die rückständigen Großherzoglichen Bürgermeistereien. seh dit Aung Wir Erinnern Sie an Einsendung der rubrizirten Verzeichnisse. Trapp. schtt N 5 Betreffend: Die Beitreibung der Gemeindeintra den.—— Friedberg am 17. Otiober 1874. 1 Das Großherzogliche Kreisamt. Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. e 5 Da bis jetzt sehr wenige Anträge auf Verfügung wegen Beitreibung von Gemeindeintraden bei uns gestellt worden, aber nach den vor gelegten Handbuchsauszügen die Communalgelder beinahe sämmklich als rückständig bezeichnet worden sind, auch vielfach über erschöpfte Gemeindekassen geklagt ist, so muß unterstellt werden, daß die Gemeinde ⸗Einnehmer in dieser Beziehung ibre Schuldigkeit nicht gethan haben und nicht thun. Sie wollen darum denselben eröffnen, daß wir Nachlässigkeiten in dieser Beziebung ahnden müßten und zugleich, daß dies geschehen und daß und in wie weit die Gemeinde ⸗Einnehmer in Betreff der Beitreibung ihre Schuldigkeit gethan haben, binnen 8 Tagen berichten.„ Freut et Cn * 11 Nenflber: 1c. Betreffend: Die Herbstmandver. Friedberg am 17. Oktober. 1 Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizeicommissär zu Wickstadt. Sie haben sofort die Quaxtierbescheinigung über Servis und gelieferte Fourage anher einzusenden und die Liquidationen über Fuhren mit den vorschriftsmäßigen Belegen beizuschließen, oder zu berichten, daß Leistungen fraglicher Art nicht statt hatten. Trapp. dana, * Geleerbeilet Lud Auen 8 Deutsches Reich.— Den Morgenblättern zufolge fand eine sein Entlassungsgesuch eingereicht habe. Die Nach— Berubeck. dar muad, 15. Oc. In der deungen Sißung ber Haussuchung in dem Palais der Gräfin Aenim- vicht dagegen, das Graf Hermann Arnim, ein 8 weiten Kammer wurde zunächst das Beragesetz nach Maß Boytzenburg, der Schwiegermutter des Grafen Bruder des Bezirkspräsidenten, ebenfalls den diplo⸗ 55 G N. N Arnim, statt, wobei, angeblich aus Unvorsichtigkeit matischen Dienst quittiren werde, wird als irrthüm⸗ . 9, 5 Lzus 2 elde 0 f 7 0 7 li ich ne zweite Lesung vorbehalten. Die Debatte wurde fast eines Beamten, ein Brand entstand,* jedoch ich N 9. heil ö en dueschlicßlich zwischen dem Verichtersiatter Buff und den keinen erheblichen Schaden anrichtete... Wie der„P. Ztg.“ mitgetheilt wird, ha „ ee, Vertretern der Regierung, Min ssterialdirector v. Slarck— Die„Times“ publicirt eine Correspondenz die Regierung bereits an mehr denn 20 Kirchen- imo Schleiermacher, geführt. Die Vorlage über die pole zwischen dem Fürsten Bismarck und Regnier, dem Gemeinden in der Provinz Posen die Aufforderung 3 r bekannten Unterhändler der Metzer Belagerung. gerichtet, ihre Erklärung abzugeben, ob sie bereit 3 90 0 9 0„ 5. 2 18 2* 0 2 3 Tie weütere Vorlage über die Sterbequaklafe der Civilbeamten Der vom 2. October datirte Brief des Fürsten seien, auf Grund der Maigesetze die bei ihnen Bird einstimmig angenommen und gleichzeitig der hierauf ge. Bismarck besagt: er glaube nicht, daß sein Zeugniß vacanten Pfarrstellen u. s. w. zu besetzen. üchtete Antrag Heinzerlings für erledigt eaklärt. Die Ber Regnier in Frankreich nützen könne, da die Fran⸗— Die Berufung des Reichstags, hinsichtlich e de e u n ihn verleumreten und ungerechterweise als deren die Annahme noch immer zwischen dem , Nes. 1872, ort Gehalte der Volteschullchter ber, einen Feind Frankreichs darstellien. Nichtedesto. 26. Oct. und 8. Nov. schwankt, wird, wie sich ind die hierauf bezüglichen Palitionen veranlaßten den weniger wiederhole er, daß er in Regnier's jetzt mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit übersehen duftimmigen Beschluß, die Regierung zu ersuchen, bald⸗ Schritten nur Beweise muthiger Ergebenheit gegen läßt, zu einem zwischen diesen beiden Tagen liegen⸗ wöglichst 1 Gesetzes vorlage an 2 149 Gisthes bessen Vaterland erblickt und die Pläne desselben den Termine erfolgen. e 0 0 8 2 K f 7 2 , e 472 gecee fl.. Abgg. begünstigt habe, weil er den Abschluß des Friedens Trier. Der„Trier. V.-Ztg.“ zufolge ist Abndmann und Schröder auf Vorlage eines Gesetzes öber dadurch zu beschleunigen geglaubt. Der Brief die Entlassung des hiesigen Bischofs aus dem Ge— de Pensionirung der widerruflich angestellten Beamten schließt mit der Erklärung, daß Regnier deutscher fängniß noch nicht erfolgt, so daß angenommen wird, da die Regierung in der allernächsten Zeit einen Jehezentwurf vorlegen würb, für erledigt erklärt Hierauf seits niemals persönliche Vortheile verlangt oder werden muß, das öffentliche Ministerium habe 1 orlege rd, edig ärt. ö D 8 2 7 * g a 5 gegen die Entscheidung der Appell Instanz das urlagte sich die K e i egen Ende dieses erhalten habe f gegen 8 Instanz di ende—„ 5 rp— Der deutsche Landsturm soll ins Leben ge- vorbehaltene Cassationsgesuch nachher wirklich ein é i 1 ö f K 8 9— Ueber die Vorlage der Regierung, beir. die 7 0 rufen werden, wie ein dem Bundesrath vorgelegter gereicht. Die Freilassung steht nunmehr auch kaum lagen für die Main⸗Neckarbahn-Beamten, hat der Aus.“ l N ia, Gesetzentwurf zeigt. Er wird sich an die Land- vor Austrag der Angelegenheit durch die höchste e e Kaum w. 6 l. 3. vchr(32 Jahre) anschließen uud auch den. Juen zu erwarten. fimmung bazu ertheilen, daß die Gehalte der diesseiligen die Landwehr bestehenden Gesetzen und der be- 8 Fam ten und Bediensielen bei der Main Neckar-Eisenbahn treffenden Disciplin unterworfen werden. gemischten Uebungsschule des Seminar-Direetors 1 3 Nor 1874 1005 0% e 15 ee— Die Entlassung Arnim's aus der Haft ö Schröter dahier 30— 40 Kinder, Protestanten und e ge ee ee deen dne ee dagen, 0 ec, Kabeln diaet wee Weben bu, eat für alle Gehalle ein Sechenel als Zulage be⸗ die Höhe der verwirkten Strafe nach den 99. 133 Hannover. Wie der„Germania“ geschrieben billigt wird, und somit weiter 25,395 fl. 30 kr. oder und 348 des Strafgesetzbuches gegenwärtig nicht wird, hat der hiesige Landes-Rabbiner Dr. Meper 33545 Reichomark jährlich aus den Betriebe Einnahmen ermeßbar ist; 2) weil za befürchten stebe, der An- in Bezug auf die am 1. October in Kraft ge⸗ 1. 475 wle Geblieben un ein geschuldigte werde die Freiheit zur Verdunkelung tretenen Gesetze in einem Ausschreiben kurz und 2155 5 Bemessang der Pensionen in Verücksichlgung der Wahrheit und Erschwerung der Unkersuchung bündig erklärt:„Der Jude, welcher zukünftig seine u ziehen, wenn Penstonirungen von Beamten und Be- mißbrauchen; 3) weil ärztliche Privatzeugnisse Knaben nicht beschneiden und sich nicht nach dem gensteten bei der Main- Neckarkahn vor Ing aun Muna ulcht hinreichend sind, die Entlassung aus Gesund- Gesetze und Ritual trauen läßt, hat keinen An- Le ae d be der 10 Ende b. beiterücgschter zu rachtfertigen. spruch, in die jüdischen Register eingetragen zu Zei 7¹ ee 0 Nr N Me, stall findenden Wieberzusammentreten der zweiten— Nach der„Magdeb. Zeitung“ soll Arnim werden und noch als Mitglied der Gemeinde zu 10 1ts 5. kommen. auf Landesverrath angeklagt sein. Die Mittheilung, gelten, denn er schließt sich factisch selbst aus.“ 8 1„Volks- Ztg.“ berichtet:„Der Graf Arnim. Boytzenburg, der Bezirkspräsident für Fulda. Nach der„Fuld. Ztg.“ sind zu der f 1 1 e nd. Nach den nunmehr eingelaufenen De a f imlich ch⸗Lothringen, werde seine Entlassung aus Resultaten der Landbe irke ist Berger mit erheb⸗ , Maf Arnim wird außerordentlich streng, nämlich Deuts 9 Lott b ö der zirke if ger e — 8 4. zu* zwei— zwei abwechselnd höhere dem Reichsdienst nehmen, wird jetzt nicht nur 1 Majorität zum Reichstags- Abgeordneten e Nilizeibeamie überwacht.“ stätigt, sondern dahin ergänzt, daß derselbe bereits wiedergewählt. 1 8 — ̃ ——— 2 8 ri 5 N 1 8 Eisenach. Der diesjährige Congreß der sog. Katbeder-Socialisten hat zwar äußerlich weniger 0 Staub aufgewirbelt, als die früheren Congresse, dürfte sich aber leicht in seinen Wirkungen tiefer und nachhaltiger wirksam erweisen. Was einen ernstlichen und bleibenden Werth für sich in An- spruch nehmen darf, das sind die socialen Gesichts · punkte, welche deutlicher als jemals vorher in den Vordergrund treten, und welche, insofern sie als maßgebend und nicht mehr bloß als nebensächlich zu gelten beanspruchten, eine neue Richtung in unserer socialen Entwickelung anbahnen. Daß dem Kleingewerbe durch schärfere Ausprägung des Lehr— lingswesens geholfen werden müsse; daß der unter einem Theile unferer Arbeiter eingerissenen Gesetz und Zuchtlosigkeit durch gesetzgeberische Maßregeln kräftig zu steuern sei, daß fernerhin die gesetzliche Regelung und Normirung des Hülfskassenwesens Spanien) angerichtet hat. Großbritannien. London. Die Kaiserin von Rußland ist am 15. d hier angekommen. Spanien. Aus Santander wird unterm 15. gemeldet, daß die Carlisten⸗ Expedition nach Castilien unter Mongroolsi durch die Regierungs- Generale Blanco und Sillegas zurückgeschlagen wurde. Madrid. Regierungsnachrichten zufolge er— schossen die Carlisten 4 Beamte der Südbahn.— Die Carlisten verloren bei Amposta 2 Kanonen und 1000 Tode und Verwundete.— Espartero ist erkrankt. — Der Abfall carlistischer Bataillone in Bis- caya wird von carlistischer Seite dementirt. — Es laufen täglich Berichte ein über das schreckliche Unglück, welches die Ueberschwemmung des Seegreflusses in Tarrega(Provinz Lerida in In Tarrega selbft nicht länger verschoben werden dürfe— das sind stürzten 250 Häuser ein und man fand bis jetzt Gedanken, welche im Großen und Ganzen allge— meine Zustimmung finden. Höhere und niedere Beamte aus Deutschland wie auch mebrere Russen und Holländer nahmen am Congresse Theil. Coburg. Landtag des Herzogthums Coburg vertagt, nach— dem er ein liberales Volksschulgesetz angenommen hatte. Ueber einen Punkt konnte er sich lange Zeit mit der Regierung nicht einigen, nämlich darüber, daß die Or tegeistlichen, wie die Regierung wollte, gesetzliche Mitglieder des Schulvorstandes sein sollten. Er gab jedoch schließlich nach, da sonst das Gesetz nicht sanctionirt worden wäre, wie Seitens der Regierung aufs Bestimmteste er— klärt worden war. Stuttgart. Glaubwürdigem Vernehmen zufolge ist die durch Mittheilungen der„Konst. Zeitung“ und der„N. fr. Presse“ hervorgerufene Untersuchung gegen den hiesigen Prälaten Kapff nunmebr abgeschlossen. Die von dem Präsidenten des Consistoriums, Staatsminister v. Golther, per- sönlich geleitete Untersuchung hat die völlige Schuld— losigkeit Kapffs ergeben. Ausland. Schweiz. Bern. Der Nationalrath beschloß bei der Fortberathung der neuen Militär⸗Organi⸗ sation die Eintheilung der Bundes- Armee in acht, statt der bisherigen neun Divisionen. Frankreich. Paris. Der„Soir“ will wissen, daß die italienische Regierung durch die Angriffe Thiers' gegen die französische Regierung empfindlich berührt worden sei und Thiers habe wissen lassen, sie fürchte, die Verlängerung seines Aufenthaltes in Italien werde die Harmonie zwischen letzterem und Frankreich stören.— Diese Nachricht des„Soir“ entbehrt der Begründung. — Das„Memorial diplomatique“ theilt mit, daß die französischen Behörden des Departements der Nieder-Pyrenäen das spanische Schiff„Nieve,“ welches mit Waffen für die Carlisten beladen von Antwerpen kam, in der Soccobai in Beschlag genommen und dem spanischen Consul in Bayonne übergeben haben. — Frau Bazaine ist seit dem 16. d. mit zwei ihrer Kinder in Paris, wo sie Vermögens⸗Ange⸗ legenheiten zu ordnen hat. — Der Unterrichtsminister wird der Absetzungen im höheren und mittleren Lehrerpersonal nicht müde. Nachdem er in der letzten Zeit seinen Eifer an Professoren der Facultäten und Unterrichtsanstalten im Norten und Süden zur großen Befriedigung aller Sacristeien bewährt hat, läßt Cumont seinen klerikalen Muth an Frau Pape ⸗Carpentier aus, der Vorsteherin zahlreich besuchter Lehr- Curse, in welchen Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen für die Kleinkinder-Bewahr-⸗Anstalten gebildet werden. Es sei ein wahres Glück, schreibt der„Monde“, daß eine Freidenkerin, wie Frau Pape Carpentier, verhindert werde, noch länger bösen Samen aus- zustreuen. Die„Freidenkerin“ geht mit ihren Kindern regelmäßig in die Messe und wurde stets für streng kirchlich gehalten; aber sie war nicht ultramontan und den Lehrschwestern ein Dorn im Auge, denen sie mit den tüchtigen Volkslehrerinnen, welche sie seit 25 Jahren herangebildet hat, in Am 14. d. wurde der Sonder- ganz Frankreich Concurrenz macht. bereits 150 Leichen. In Guimera gab es 33 Todte, worunter der Alcalde mit seinen zwei Töchtern, in Anglesola 28, in Velabonsa 13 und in Clare— vals 11 Todte. Die Gemeinde Tarres ist ganz verschwunden. Italien. Rom. Die Polizei verhaftete am 13. d. zwölf römische Bürger, welche in carlistischer Uniform aus Spanien hier eingetroffen waren, um für die Carlisten Waffen anzukaufen und Rekruten anzuwerben. Amerika. Philladelphila. Der„Times“ wird von hiergemeldet: Nach den vorliegenden Wahlergebnissen sind in den 63 pennsylvanischen Districten 35, Republikaner und 28 Demokraten gewählt. Die Republikaner haben neun Sitze verloren. Buenos Ayres. Avellaneda ist am 12. dieses Monats in die Präfidentschast eingeführt worden und hat ein Manifest erlassen, worin er erklärt, daß er die durch das Volk ihm verliehenen Rechte vertheidigen und die Politik seiner Vor— gänger befolgen werde. In das Ministerium sind Alsina als Kriegsminister, Frias als Minister des Auswärtigen, Coastines als Finanzminister jund Leguigawan als Unterrichtsminister eingetreten. Jordan hat Entre Rios besetzt. Mitre steht mit 10,000 Mann bei Buenos-Ayres. Man fürchtet, daß die Truppen sich erheben und Mitre an— schließen werden. New⸗Nork. Einem Telegramme des bisherigen Präsidenten Sarmiento an den Gesandten des argen— tinischen Republik Sennor Garcia aus Buenos Ayres vom 12. Oct. zufolge ist die revolutionäre Erhebung gänzlich mißglückt. 50,000 National- garden und Linientruppen, welche sämmtlich der Regierung treu geblieben sind, verfolgen die Auf— ständischen unter Arredmo, welcher nach Mendoza flüchtet. Auch Mitre ist nach Montevideo geflohen und ist im Begriff nach Hause zurückzukehren. Aus Stadt und Land. Friedberg. Seine Majestät der Kaiser trisst auf der Rückreise von Baden-Baden nach Berlin, Montag den 19. d. Mts., Abends 8 Uhr 45 Minuten, in Frankfurt ein. Ohne längeren Aufenthalt zu nehmen wird die Reise über Gießen nach Berlin fortgesetzt. Zwischen 9 und 10 Uhr berührt der Kaiser unsere Stadt. Friedberg, 16. Oet. Bei dem heutigen Fasel⸗ markte waren 26 Fasel aufgetrieben und wurden 10 davon verkauft. Nieder⸗Rosbach. Am 9. d. fand die hiesige Bür— germeisterwahl stalt. Der seitherige Bürgermeister, Herr Johannes Groh VI., wurde mit 64 gegen 7 Stimmen wieder gewählt, ein Beweis, daß derselbe während seiner vierjährigen Amtsthäiigkeit sich das Vertrauen der Ge— meinde in hohem Grade erworben hat. Stammheim. Bei der am 8. dieses Monats dahier stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde Konrad Becht von 111 Abstimmenden mit 62 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Gießen. Am 15. October gegen Abend stürzte sich ein Mädchen, welches zeuweilig an Irrsinn leiden soll, an der Schwarzlach in die Lahn. Eslgelang, dieselbe, zwar bewußilos, wieder herauszuziehen und wurde die Unglück⸗ liche nach der Klinik gebracht. i Offenbach. Es sieht nunmehr fest, daß der alt⸗ kalholische Bischof Dr. Reinkens, welcher auch von der Großberzoglich Hessischen Regierung staallich als Bischof der Alikatholiken anerkannt worden, am 7. November zur Spendung der Firmung in unserer Stadt eintrifft. Am 8. November bält der Bischof in der Schloßkerche, welche den Alikatheliken von der evangelischen Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde, einen Gottesdienst ab, mit welchem die Firmung verbunden wird. Die hiesige allkatholische Gemeinde, unseres Wissens die einzige im Großherzogthum Hessen, zäblt dermalen etwa 130 Familien mit ungefähr 550 Seelen. durch einen von unserer Regierung eigens an eine hiefige Bürgerschule versetzten altkatholischen Lehrer ertheilt wird, wird von 56 Kindern besucht. In der zu Ende der vorigen Woche staltgebabten Generalversammlung der hie⸗ sigen Altkatholiken wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, sofort die nöthigen Schritte zu thun, um in allernächstet Zeit für die hiesige Gemeinde, in welcher seither, wie auch in Wiesbaden, Mannheim und Heidelberg, Pfarrer Rieks von Heidelberg alle vier Wochen predigte, einen eigenen Geistlichen zu gewinnen. Darmstadt, 16. Oct. Unsere Polizei entwickelt in neuerer Zeit auch eine energische Thätigkeit gegen lüder⸗ liche Frauenspersonen. fangen und ins„Hotel Farnkopf“ eingeliefert. Leider sollen sich auch verheirathete Frauen darunter befinden und wirft diese Erscheinung ein trauriges Licht auf unsere socialen Zustände. Darmstadt. Als Ergebniß einer von Joh. Ronge einberufenen und geleiteten Versammlung circuliett eine Adresse, in welcher der zweiten Kammer für Volirung der Kirchengesetze Dank gesagt wird. Dieselbe wird eifrigst colportirt. Darmstadt. Die ungewöhnlichen Witterungsverhält⸗ nisse fördern dieses Jahr absonderliche Erscheinungen zu Tage. So sind z. B. blühende Erdbeeren keine Selten⸗ heiten. In dem Hausgarten Stiftstraße 63 finden sich zum zweitenmal blühende Reben. Griesheim. Reisebeschreibungen und Coopers Ro⸗ mane erzählen uns von der Entstehung neuer Städte im Westen. Der Colonist kommt, er fällt die Bäume, Block häuser und Baracken entstehen und ehe man es erwartet bat, ist eine kleine Anfiedlung entstanden und der erste Ge— schäftsmann, der sich hier niederläßt, ein unternehmender Schenkwirth. Pelzhändler, Handwerksleute folgen nach und zuletzt kommt Schulmeister und Pfarter. Dieses Werden einer Stadt kann man gegenwärtig auf dem neuen Schießplatz bei Griesheim beobachten. Chausseen sind an⸗ gelegt, Baracken gebaut oder in der Ausführung begriffen, und als der erste Pionier der Cultur hat sich Hr. Stamm dort eingesiedelt und eine Restauration erröffnet. Ein Herd ist bereits gesetzt, drei Kellner und ein Schenkmäd— chen in Thätigkeit und lägzlich findet Table d'höte statt. Gegenwärtig wird ein bis jetzt noch nicht vorhandener Salon für das bessere Publikum erbau, in welchem Herr Stamm auch Leclüre und zwar Milttärfachblätter des In⸗ und Auslandes und peciell artilleristische Zeitschriften auflegen will. Für nächten Sommer ist die Errichtung einer Gartenwirthschaft mit Sitzplätzen für tausend Per- sonen in Aussicht genommen. Dae Casernement auf dem neuen Schießplatze wird jedenfalls ein ungemein groß⸗ arliges. Bekanntlich ist vorläufig die Lieferung von 110 Belistellen für Mannschaften in Aussicht genommen; ein Gebäude für Stabsoffiziere, Offizierswohnungen, Offiziers⸗ casino und alles Zubehör werden erbaut, so daß für eine zahlreiche Militärbevölkerung alle Bedürfnisse vorgesehen sind. Es wird nicht lange dauern und kleine Handels— leute werden sich niederlassen und die vergnügungslustige Welt, die heute nach Traisa und der Fasanerie wandert, wird in dem neuen Camp de Chälons, das hier errichtet wird, ihre Zustreuung suchen. Freilich ist auch die Idylle der Tanne dann dahin geschwunden, und wer sich in alt⸗ gewohnter Weise hierher verirren sollte, um die Einsam⸗ keit zu suchen, den wird das weithin hörbare Gebrüll der Vierundzwanzigpfünder verscheuchen. König. In den nächsten Tagen trifft der Nordpol⸗ fahrer Weyprecht bei uns in seinem Heimathsort zu mehr⸗ wöchentlichem Besuche seiner Familie ein. Mainz. Bei der in unserer Nachbarstadt Castel statt⸗ gehabten Gemeinderathswahl wurde Herr Höfel von sämmt⸗ lichen Wählern, welcher Parteifarbe sie auch angehörten, wieder gewählt. Beinahe gerade so einstimmig war die Wahl des genannten Herrn zum Bürgern eister; die einzige Stimme, welche er nicht bekam, fiel auf— seine Frau. Ein galanter Wähler batte nicht versäumt durch Abgabe eines Zettels mit dem Namen der Gemablin des genannten Herrn ihr ein doppeltes Anrecht auf den Namen„Frau Bürgermeister“ zu geben. Worms. Mehrere Schreinergesellen in einer hiesigen Werkstätte machten den dummen Witz, die Tavakspfeife eines bei ihnen sich aufhaltenden Handarbeiters, während dieser schlief, mit Pulver zu stopfen und oden mit Tabak zu bestreuen. Als dieser nun andern Morgens sein Pfeif— chen zur Hand nahm und hocherfreut darüber war, daß ihm ein edler Gönner dasselbe gestopft halte, zündete er es an und blies die Rauchwo ken behaglich in die Luft. Es dauerte jedoch nicht lange, so xplodirte die Ladung und fuhr dem armen Burschen derart in das Gesicht, daß demselben die ganze linke Seite nebst dem Auge stark verbrannt und beschädigt wurde. Die Toäter sind in Haft genommen, und es wird ihnen Gelegenheit geboten werden, üder ibre alberne Handlung nachzudenken. Bingen. Der 1874er Wein wird wirklich ein Kometen⸗ wein und wahrscheinlich der beste in unserem Jahrhundert. Der Kochmonat September hat seine volle Schuldigkeit gethan, in vielen Lagen bat die Lese schon begonnen. Alles freut sich, nur die Wein-Verbesserer machen wie die Welt-⸗Verbesserer trübe Gefichter; denn Niemand will ionen ihr verbessertes Gebräu abnehmen. In manchen Orten wird der Schoppen„Verbesserter“ bereits zu 3 kr. aus⸗ gegeben. g Bingerbrück. Der am 12. d. Abends um 9 Uhr fällige Köln-Mainzer Courierzug enigleiste bei der hiesigen Station. Ein mit diesem Zuge gekommener Passagier schildert die Scene wie folgt. Theils schlafend, theils uns Die altkatholische Religionsstunde, welche Allabendlich werden solche einge- 0 4 Ober- udolpi v. ae Beschwel bi ber ron un in letzler i ber„Tau ch bekome. un pöpflic nin fene luneltgenbelte Berlin. aun Berlin* an subr ein 1 tm Cou Shifnet, daß bat dalle nac In ber Zug n Coupé u seimmend. 1 tinem Ra 1 kwa 30 abene Brille. sch jedet And detlin. u Deulschland uf der Wan fit Nerbreittut lähter⸗Slelle scan seit Jabt Fewerber ge fu mufellung ert it die Stelle Sisellschaft stat n ungewöhn! schtige junge un Wanderl. Absich, sich df lüngete Jen Annen. Ade egen die sich tlassen fa moch lange Werstehen die Kaschen hervo um Christen der ben Sch un wenigen! Arzl sich ei huschließen, Fetlangt. Berlin. Faospogew. ündig ausrei Jud un a rium anka Usschen Beh Aden werden. 8 ondon, Issenschasllich —.— unterhaltend, saßen wir im Coupé, plötzlich ertönte ein gellender Pfiff, und in demselben Augenblicke empfinden wir einen Stoß, Springen und Schwanken der Wagen, daß wir entsetzt aufsprangen und uns feftzuhalten suchten, doch dieses dauerte nicht lange und gleich darauf trat Ruhe ein. Schnell beraus, und was sahen wir, die Maschine batte sich mit ihren Rädern in den Boden ge⸗ wühlt, wäbrend der vordere Theil des Zuges aus den Schienen herausgekommen und zusammen gedrückt au dem Boden stand. Glücklicherweiie war Niemand verletzt Allerlei. Ober⸗Ursel. Der hiesige katholische Pfarrberr, Frhr · Rudolph v. Linde, ist bereits zwei Jahre in Rom, um eine Beschwerde gegen seinen Bischof(den von Limburg) bei der römischen Curie vorzubringen. Der Proceß ist nun in letzter Instanz beendet und entschieden. Linde bat, wie der„Taunusbote“ mittbeilt, nicht in allen Punkten d Recht bekommen; allein seine neulich erfolgte Ernennung zum päpfstlichen Ehren⸗ Kämmerer ist(wie das Blatt meint) jedenfalls das Zeichen höchster Anerkennung seiner Angelegenheiten. Berlin. Mit dem am 10. October, Morgens 6 Uhr dom Berlin⸗Anhaltischen Bahnhose nach Halle gehenden Zuge fuhr ein böchst anständig gekleideter Herr ganz allein in einem Coupé zweiter Classe. Derselbe bemerkie dem Schaffner, daß er— obwobl er bloß ein Billet bis Witten— derg batte nach Halle reisen wolle; in Wittenberg werde ibm Jemand ein Retourbillet bis Halle bringen. Auf dieser Station kam auch eine anständig gekleidete Frau an ein Coupé, brachte ihm desagtes Billet, unterhielt sich sehr lebhaft mit ibm und rief ihm beim Abgang des Zuges zu:„Ich werde beute den ganzen Tag an dich denken!“ Als der Zug in Bitterfeld anlangte, öffnete der Schaffner das Coupé und fand den Passagier in seinem Blute chwimmend. Derselde bafte sich die Hals- und Pulsadern mit einem Rafirmesser aufgeschniiten. Der Selbstmoͤrder war etwa 30 Jabre alt, sehr fein gekleidet und itug eine zoldene Brille. Ueber Person und Motive der That fehlt sgoch jeder Anhalt. 1 Berlin. Eine eigenthümliche Erscheinung ist ses, daß In Deutschland so wenig Neigung und Geschick für den Zeruf der Wanderlebrer vorbanden ist. Die„Gesellschaft ur Verbreittung von Volksbildung! hat eine Wander— ehter⸗Stelle füt ein verhältnißmäßig recht gutes Gehalt hon seit Jabr und Tag ausgeboten, ohne daß sich dazu Dewerber gefunden bätten, deren Eigenschaften eine feste Unstellung ermöglichten. Freilich würden sich vielleicht ic die Stelle ausgezeichnete Kräfte finden, wenn die Besellschaftstatt eines verbältnißmäßig recht guten Gehaltes n ungewöhnlich hohes bieten könnte, ein so hohes, daß lichtige junge Gelehrte sich entschlössen, auf einige Jahre ne Wanderlehrer- Stelle anzunehmen, lediglich in der ösicht, sich durch die Ersparnisse in den Stand zu setzen, lngere Zeit brodlose Lieblings-Studien betreiben zu nnen. Aber dazu reichen die Mittel der Gesellschaft, gegen die sich unsere gebildeten und woblhabenden Mittel— Sade 4 0 2 * ry—— neten, Westg e n e e der e deßg N 7 n ee bo * I dye 0. desaßt, 2* zödin din aug Wader Nietg 1 enen 5 5 17 7 U tube 3* 1 N 1 * 8 5 2 den ig 1* b 8 50 7 2* ** Akai, 1 5 8 pe N 2 23 2 1 N an U * 1 0 4 b 7. * Ema „ Verbre 1 00 „ 1. r 1 an ln res 7 1 4„* 1 1* 1 n„ . 19 2 Oel * +* 1 9 * 1* 4 11 2 1* U* n en tassen sast in allen Städten noch sehr kühl verhalten, toch lange nicht aus. Hunderttausende von Thalern Urstehen die Missions⸗Gesellschaften alljaorlich aus deutschen Iaschen hervorzulocken, Kaffern, Hotlentotten, und Cbinesen um Christentbume zu bekehren, aber für die Belehrung or den Schulen entwachsenen Deutschen hat man nur n wenigen Orten seviel Interesse, um in angemessener inzehl sich einer an sich vortrefflich organisirten Gesellschaft Azuschließen, die einen Jahres-Beitrag mindestens 2 Thlr. drlangt. Berlin. Der Schah von Persien hält die französischen Hassepoigewehre zu orientalischer Kriegsführung für voll⸗ endig ausreichend und hat durch seine Regierung 60,000 Stück um ein Billiges von dem deutschen Kriegsmini— rium ankaufen lassen, die jetzt mit Erlaubniß der üssischen Behörden, über Riga zollfrei nach Persien ver— aden werden. London. Ein merkwürdiges Exemplar der englischen ssenschaftlichen Zeitschrift„Quarterly Review“ befinden sich unter Glas und Rahmen im South-Kensington— Museum zu London. Dasgselbe ist aus dem Jahre 1819 datirt und enthält ein Urtheil über das damals neu auf⸗ getauchte Project, eine Eisenbahn mit Dampfbetrieb anzu⸗ legen, mit der man zweimal so schnell als mit der Post befördert werden könne. Dieses Urtheil lautet:„Wir find nicht die Befürworter phantaslischer Projecte, welche sich auf nützliche Institute beziehen. Wir verspotten die Idee einer Eisenbahn als practisch unausführbar! Gibt es etwas Lächerlicheres und Abfurderes, als das Project eines Dampswagens, welcher zweiwal so geschwind gehen soll als unsere Postwagen? Eber ließe fich erwarten, daß man sich im Artillerie-Laboratorium zu Woolwich mittelst einer Congreve'schen Rakete befördern läßt, als durch die Gnade einer doppelt so schnell als unsere Poftwagen laufenden Locomotive.“ So dachte man 1819 von Eisenbahnen. Handel und Verkehr. Grünberg, 17. October. Die Preise auf unserem beutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 12 fl. 40 kr.; Korn(90 Kilo) 9 fl. 23 kr.; Gerste(80 Kilo) 8 fl. 15 kr.; Hafer(60 Kilo) 6 fl. 23 kr.; Molter (90 Kilo) 9 fl.— kr.; Erbsen(110 Kilo) 12 fl. 10. Linsen(100 Kilo) 10 fl.— kr.; Samen(90 Kilo) 13 fl. 16 kr.; Kartoffeln(100 Kilo) 1 fl. 45 kr. Frankfurt, 17. Oct. Der heutige Heu- und Strob⸗ markt war ziemlich befahren. Heu kostele per Cir. 2 fl. bis 3 fl. 6 kr. Stroh per Centner 1 fl. 30 kr. bis 1 fl. 40 kr. Butter 1. Qual. 44 kr., 2. Qual. 42 ke. Eier das Hundert 3 fl. 30 kr. Kartoffeln per 200 Zoll— pfund 2 fl.— kr. ö Mainz, 17. Oct. Productenmarkt. Waizen per Nov. 12 fl.— kr., per März 20 f. 25 kr., per Mai 20 fl. 25 kr. Korn per Nov. 9 fl. 55 kr., per März 16 fl. 30 kr., per Mai 16 fl. 30 kr. Hafer per Nov. 10 fl. 40 kr., per März 18 fl. 35 kr., per Mai 18 fl. 30 kr. Rüböl per Oci. 17 fl. 15 kr., per Mai 32 fl. 5 kr. Raps per April 29 fl. 50 kr. Marburg, 17. Oet. Wochenmarkt. Butter koftete 1 Pfd. 12—13 Sgr. Eier 1 St. 8 Hlr. Käse pr. Stück 10— 13 Hir. Kartoffeln 2 Liter 12— 16 Hlr. Tauben das Paar 4—5 Sgr. Hahne 1 St. 6—8 Sgr. Hühner 1 St. 7—9 Sgr. Gänse 1 St. 20—40 Sgr. Hasen 1 St. 1 Thlr. bis 1 Thr. 5 Sgr. Verloosung. ö Anleihe der Stadt Brüssel vom Jahre 1872. Ziehung am 10. Oetober. Auszahlung am 1. April 1875, Hauptpreise: Nr. 324096 25,000 Frs., Nr. 258959 500 Frs., Nr. 1088 17956 29516 33666 41865 66070 72329 76812 94749 96006 115797 142401 145485 18064 199825 210935 214237 216370 216717 217809 219163 220992 265075 267660 278669 281912 289149 303620 312996 318018 323864 326867 332156 346181 je 250 Frs. Landwirthschaftliches. Bornagius in Fauerhach 1 fl.; Haltung der Hühner in fahrbaren Ställen. Es hat wohl jeder Landwirtb schon oft mit Bedauern den mehr oder weniger großen Ausfall an Körnern ꝛc. be— obachtet, det bei der Ernte fiattfindet und sich selbst bei der vorsichtigsten Arbeit nicht vermeiden läßt. Diese Körner müssen natürlich als verloren angesehen werden, und können manchmal nach ihrem Aufgehen äußerst lästig fallen. In England bat man sich da auf ganz rationelle Weise zu helfen gesucht, und die betreffenden Farmer sind mit den Erfelgen sebhr zufrieden. Man bringt nämlich die Hühner in fahrbaren Slsällen, die ca. 6 Fuß lang, 3-3 ½ breit und 4% boch sind, und deren Boden sich ca. 8 über der Erde befindet, auf das abgeerntete Feld und läßt die Thiere da laufen. Stall zurück können, muß die Thüre so angebracht sein, daß sie, herunter gelassen(also geöffnet), eine Art Treppe bildet. Auf diese Weise erzielt man nicht nur eine vor- 228441 228741 211117 232027 Pfarrer zu Bingendeim. falls bereit ö hessischen An ˖ 0 7 1 Damit sie leicht in 14 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 7 zügliche Verwerthung sonst nutzlos verloren gehender Körner, sondern es werden auch gleichzeitig zahlreiche Samen von Unkräutern und große Mengen àußerst schädlicher Insekten vertilgt, die nun, anstatt zu schaden, sich in werthvolle Produkte verwandeln. Das Salzen der Butter. Diese so empfehlens⸗ wertheste Arbeit, die nicht nur die Aufgabe hat, die Butter zu würzen, sondern auch in nicht geringem Grade zu Conservirung derselben beizutragen, ist in Sübddeutschland nur sehr wenig bekannt und noch weniger im Gebrauch. Auch die bestgewaschene Butter läßt sich nur wenige Tage srisch aufbewahren; die zurückgebliebenen Eiweißstoffe und phosphorsauren Salze bieten ganz die geeigneten Beding⸗ ungen zur Entwicklung von Fermenten, die auch das Butterselt in den Kreis ihrer Zersetzungen hereinziehen und dasselbe in Glycerin und übelriechende und übel⸗ schmeckende Fettsäuren umwandeln. Nach den Angaben Alex. Müller's zieht das Salz, wenn es der Butter eingeknetet wird, zunächst die Feuchtigkeit aus ber ein⸗ geschlossenen Buttetmilch an sich und vereinigt sie zu größeren Tropfen, die bei dem nachher erfolgende Kneten ausgepreßt werden können. Um feinen Zweck zu er⸗ füllen, muß das Salz aber richtig zerkleinert werden; es darf weder zu grob noch zu fein sein. Zu fenies Salz ist nicht im Stande, die Buttermilch zu größern, ausknet⸗ baren Tropfen zu vereinigen; zu grobes Salz vertheilt fich unvollständig und bewirkt die Bildung von Tropfen erst nach längerer Zeit. Ein anderes Mittel, die Buttermilch ganz zu entfernen oder unschädlich zu machen hat man bis jetzt uicht; sie ist so fein und innig mit der Butter gemengt, daß sie sich weder durch das fleißigste Kneten, noch durch den Druck speciell zu diesem Zweck construirter Butterpressen vollständig entfernen läßt, 8 Aufruf. Am 25. September wurde der Kubbirte zu Leidhecken Johannes Marbach IV. vom Gemeinde— ochsen dermaßen zerfleischt, daß er nach entsetzlichen Leiden 3 Tage darauf(37 Jahre alt) verschied. Er hinterläßt eine Frau mit 6 Kinderchen, von welchen das jüngste ½¼ Jahr alt ist, in tiefster Armuth und großer Bedrängniß. Unter- zeichneten richten an alle barmherzigen Menschen, welchen diese Zeilen zu Gesicht kommen, die in— ständige Bitte, den Unglücklichen eine Gabe zuzu— wenden, und erklären sich zu deren Empfangnahme und zweckmäßigen Verwendung bereit. Dr. Römheld, Selzam, Bürgermeister zu Leid! * Die eck N. Zur Empfangnahme von Gaben erklärt sich eben— Die Erped des Oberh. Anztigets. Bei der Expedition sind eingegangen: von Pfarrer A. Feiling 35 kr.; von einer Gesellschaft in der Restauration Schenk in Bad- Nauheim 5 fl.; von J. W. in Bönstadt 1 fl. 45 er.; von Director Dr. Matthias 1 fl.; von Director Dr. Schwabe I fl. 45 kr.; Ungenannt 1 fl. Aecht külnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ zeigers in Friedberg empfehle ich 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Maria Farina in Cöln. Hofraithe⸗& Güter⸗Versteigerung. 2124 Montag den 26. Oktober d. J., Vormittags Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachbeschriebenen Immobilien des hiesigen Bürgers Georg Sellin auf gefen freiwilligen Antrag öffentlich meistbietend ver— seigert werden: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 2. 453. 11½0. Hofraithe in der Stadt, 5. 39. 150. Grabgarten am kleinen Wild- kautsgraben, Gemarkung Fauerbach b. Fr. Flur. Nr.[Meter. 3. 136. 1056. Acker an der der Schlockergaß, 3. 137. 1063. Acker daselbst, 3 142. 525. Acker daselbst. Friedberg den 16. Oktober 1874. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fon eee x. 9½7 Die Bezahlung der am 1. September l. J. fällig gwesenen Holzgelder wird hiermit in Erinnerung ge— bracht. 2 Schloß Ilbensladt den 15. Oktober 1874. Gräflich Leiningen-Westerburgische Rentei. Wiens u. werden an alle Zeitungen vermittelt. Carl Bindernagel's Annoncen-Erpedition. Bekanntmachungen aller Art: Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren⸗Empfehlun Berechnet wird nur der Deiginaspreie der betreffenden Zeitung. Die Annoncen-Aufgeber sparen also Briesschreiben, Zeit und Porto. en, Versteigerungen Bekanntmachung. 1 3126 Am Dienstag den 27. Oktober er., Vormittags 11 Uhr, soll hier ein vollständiges, noch gut erhaltenes Bett, bestehend in 1 Strohmatratze, 1 Roßhzarmatratze, 1 Waldhaar⸗Kopfpfuhl, 2 Feder-Kopfkissen, 1 Feder⸗ Bettdecke ꝛc. öffentlich meistbietend verkauft werven. Die Verkaufsbedingungen werden bei der Weitazer 1 1 ung bekannt gemacht. Friebberg den 17. Oktober 1874. Koͤnigliches Postamt. J, N Hennemann. bel K. Friedrich neben der Post. Glace-Handschuhe Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei H. Hieronimus, Sattler und Tapezter. Diegel, 3114 über den Werth des Kircheubesuchs, Preis 14 kr., bringe ich in empfehlende Erinnerung. Carl Bindernagel. Nachdem meine jetzt aus 5000 Bänden bestehende Leihbibliothek sich nunmehr wieder hier in Friedberg befindet, lade ich zum Abonnement für das Wintersemester ein. Die Bibliothek ist bis auf die neuesten Werke in deutscher, französischer und englischer Sprache ergänzt und werde ich bei weiteren Anschaffungen den Wünschen der geehrten Leser gerne Rechnung tragen. Carl Bindernagel. Wetterauer Industrie⸗Ausstellung. 3130 Die in Folge der Wetterauer Industrie-Ausstellung erbauten beiden Hallen sollen auf den Abbruch versteigert werden und ist dazu Termin auf Freitag den 23. October l. J., Morgens 11 Uhr, in der Burgkaserne anberaumt. Ebenso sollen noch mehrere Tische, Dielen ꝛc. an die Meistbietenden mitversteigert werden. Bezüglich derselben wird bemerkt, daß sie derart construirt und mit Schrauben zusammengesetzt sind, daß sie leicht abgenommen und irgendwo wieder bequem ohne Umänderung aufgeschlagen werden können. Friedberg den 18. Oktober 1874. In Auftrag: Schnitzel, Bauaceessist. Geschäfts⸗Eröffnung. 3125 Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich unter Heutigem an hiesigem Platze im Hause der Herren Fürth& Nauheim ein 3 5. Pelz⸗, Hut⸗ und Kappengeschäft eigener Fabrikation errichtet habe. Mein eifrigstes Bestreben wird es sein, meine geehrten Abnehmer auf das Sorg⸗ fältigste zu den billigsten Preisen zu bedienen. Mit dieser Anzeige verbinde gleichzeitig die Mittheilung, daß ich sortwährend ein schön assortirtes Lager aller Sorten Pelzwaaren, als: Garnituren, Bettvorlagen, Jagd⸗ stauchen, Handschuhe, Besatz für Damenmäntel, sowie Hüte aller Fagons in Filz, Seide und Stoff, Kappen in allen nur möglichen Sorten vorräthig habe, Bestellungen rasch zur Ausführung bringe und Reparaturen jeder Art zur Zufriedenheit herstelle. Achtungsvoll C. Kalbfleisch, Kürschner und Kappenmacher. Geschäfts⸗ Eröffnung. Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich unter'm Heutigen eine Filiale meines Engros-Geschäfts in allen Sorten Strick⸗Garnen, sowie Mereerie- und Kurzwagren unter meiner Frankfurter Firma J. Fuld⸗Mai am hiesigen Platze: Kreuz, Mettenheimers Apotheke, eröffnet habe. Meine Firma, die sich in Frankfurt a. M. schon lange hindurch als reell, zuverlässig und leistungsfähig bewährt hat, wird auf das Eifrigste bestrebt sein, sich diesen soliden Ruf zu erhalten und die Zufeiedenbeit aller resp. Kunven zu erwerben. J. Fuld⸗ Mai. Gießen den 9. October 1874. Von heute an Hammelfleisch u Pfd. IAkr. 3129 bei Raphael Reichenberg. Di Verfügung des Königl. Kriegs-Ministeriums 3112 beim 2. Großh. Hessischen Dragoner-Negiment Nr. 24 als Roßarzt angestellt, empfehle ich mich bei meiner Versetzung nach Butzbach, an Stelle meines Collegen Herrn Hartbaum, dem geehrten Publikum Butzbachs und Umgegend als Thlerarzt ganz ergebenst. Beginn des neuen Jahrganges! Beste Zeit zum Abonnement. Daheim. Die soeben erschienene Nr. 3 enthält: Wetterwolken. Roman aus der vaterländischen Ge— schichte von Georg Hiltl.(Fortsetzung.)— Erinner⸗ ungen an Hans Conon von der Gabelenz. Von Karl Andree. Mit Portrait.— Die Darwinische Entwick— lungstheorie, ihre Anhänger und ihre Kritiker. Von Prof. Dr. Zöckler. III. Mit 5 Illustrationen.— Die deutschen Herbstmanöver. Von L. Herwarth von Bitten feld. J.— Am Familientische: Eine Familienfeier am deutschen Kaiserhofe. Mit Originalzeichnung von Fritz 15 Schulz: Die Confirmation des Prinzen Friedrich Wil⸗— 1 am 7 1 1— Zwei deutsche Kriegs⸗ 77 iffe in den spanischen Gewässern. Mit Original— g 5 zeichnung von H. Penner: a 150 Albatroß an glu und versilberte Waaren mit Neusilber- nicht der spanischen Küste kreuzend. Kupfer⸗ Unterlage unter Garantie. Zu Bestellungen empfiehlt sich L. Hanau, i Carl Bindernagel in Friedberg b e ee e eee 0 925 Ein Lehrling Herrenhemden, 5 1177 18 3 aun in meiner Den envei eintreten, 1512 feine Einsätze, Vorhemden, weiße Unterröcke, Kragen, 18 Sgr. 1 Nummer. desupzog aun ev pan; äbrlich 0 nds Wendel in der Weiselerstraße. 3123 Friedrich Ewald, (H. 62994.) Thierarzt J. Classe. Viertel Wöch 2 2 3132 Der Unterzeichnete empfiehlt für Glaser, Schreiner und Küfer sein Lager in Abfällen von Eichenholz in jeder beliebigen Länge, Breite und Dicke, von 2 bis 5 Jahr alt, zu annehmbaren Preisen. Vilbel, 18. Oktober 1874. Ph. Mittelstädter. Meine Wohnung befindet sich bei Herrn Weinhändler. Bekanntmachung. 3131 den 23. Oktober, Vormittags von 11 bis 12 Uhr, in der Burgkirche vollzogen werden. Zu 8 stimmberechtigte Männer von bewährtem kirchlichen Sinn und ehrbarem Lebenswandel, welche das 30. Lebens jahr zurückgelegt haben. Zur Wahl kann nur geschritten werden, wenn mehr als die Hälfte sämmtlicher Mlt⸗ glieder der Gemeindevertretung anwesend sind. Nur im Friedberg am 17. Oktober 1874. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung: A u. Nachruf. 3099 Heute feierte der hiesige Gesangverein den Ab— schied des israelitischen Lehrers Bärmann, wobei sich noch die Bürger der hiesigen evangelischen Gemeinde zahlreich betheiligten. Moͤge derselbe in seinem zu⸗ künftigen Wirkungskreise die freundliche Aufnahme finden, wie sie ihm hier zu Theil geworden ist. Rodheim am 8. Oktober 1874. An die Preis⸗Commission der Fried⸗ berger Industrie⸗Ausstellung. Was lange währt wird endlich gut, Doch gar zu lang' verdirbt den Muth; Drum, Jury, mach dich wacker dran, Fang endlich zu prämliren an! 3134 3133 Meinen verehrten Gönnern, Freunden und Be— kannten ein herzliches Lebewohl bei meinem Abzuge von hier nach Homburg. Jean Tielemans. Vergebung von Bauarbeiten. 3128 Die zur Erbauung eines Wohnhauses für die Unterzeichneten erforderlichen Bauarbeiten und Materialien sollen an die Wenigstnehmenden veraecordirt werden. Diejenigen Bauhandwerker, welche sich zur Uebernahme von Bauarbeiten oder Lieferung von Materialien bereit erklären, wollen sich an Herrn Vauaceessist Schnitzel wenden, woselbst Pläne und Voranschläge eingesehen und die Offerten abzugeben sind. Friedberg den 18. Oktober 1874. Marie Berg und Philippine Berg. 3 Zimmer nebst Küche ꝛc. ꝛc. 2203 zu vermiethen. Jos. Hoffmann. 3122 Um Meister in der Angelfischerei zu werden: Baron v. Ehrenkreutz, Das Ganze der Angelsischerei. 1) Fische aus der Ferne herbeizulocken. 2) Von der Laichzeit. 3) Von dem natürlichen und künstlichen Köder, Lockspeise, Witterung. 4) Angelgeräthschaften und Reusen. 5) Die verschiedenen Fischarten. 6) Der belustigende Krebsfang. ö ft. 30 ke Zehnte Auflage. Auflage gedruckt werden müssen. Vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg. Wegen seines praktischen Inhalts hat eine zehnte 7 5 r U . 5 Dau 0 K 0. Annoncen Expedition an alle Zeitungen des In- und Auslandes. Verlag der Allgemeinen Anzeigen zur Gartenlaube. Auflage eirca 30,000 Emxemplare. Prompte, discrete u. billigste Bedienung. Zeitungs⸗Catalog gratis.— Auf Wunsch Kostenvoranschlag. GCentralbureau: Frankfurt a. M., Schillerplatz 5. Kircheubuchsauszug. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 11. Oet. Dem Konrad Lohr, Monteur in einer hie⸗ sigen Fabrik, ein Sohn Kaspar Rudolf Albert, geboren den 21. September. Beerdiate: 13. Oct. Carl Hermann Haase, Füsilier und Zoͤg⸗ ling der Unteroffiziersschule zu Biebrich, alt 20 Jahre 8 Monate 19 Tage,„ den 11. October. 15. Oct. Balthasar Otto, pensionirter Unteradjutant dahier, alt 88 Jahre 1 Monat 25 Tage, F den 14, Oetober, Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 5 Manschetten, sowie Kragen⸗ und Man chettenknöpfe äußer Carl Bindernagel. billig bet l. Friedrich g Druck und Verlag von Carl Bindernagel. wählen sind Wohllocal ausgegebene Stimmzettel dür en benutzt werden. Die Wahl des evang. Kirchenporstandez 0 wird von der kirchlschen Gemeindevertretung Freitag Nach seh viedtt guts, u. ungisch m snetberg n 1878 lhme der Rachnen, Hazen 18 Rheinstraße 2. darm kahn an Human, Jumladt, eln Ohler Hossum zu Messist D Areise Bun zu Worm schule zu Director wurde de Würzburg ernannt, d der Zoole armstad „ Mofessor Majin der heute berordnelg des Bürg— biste messlers 1 sbensallz 0