12 l* Arcutet Il lbäunchen . —* 10 Wal. schlaag schuhe zriedrich. -Cinte adet nag“! mann 1874. Oberhessischer Donnerstag den 19. November. 2 137. Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Betreffend: Die Schulversäumnisse vom 3. Quartal Amtlicher Theil. 1874. ——ñ—— Friedberg den 17. November 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Schulvorstände zu Dorheim, Fauerbach b. Fr., Ilbenstadt und Schwalheim. Wir sehen der Erledigung unserer Auflage vom 24. vorigen Monats binnen 3 Tagen bei Meidung unangenehmer Verfügung entgegen. Tyra pp. Deutsches Reich. Darmstadt. Am 14. l. Mts. wurden die Landgerichts- Assessoren Eduard Siebert in Michel stadt, Hermann Schäser in Fürth und Carl Pückel in Homberg in dieser Reihenfolge und in gleicher Eigenschaft an die Landgerichte Fürth, Langen und Vilbel versetzt. — Am 10. l. M. wurde der Großb. Fiscal anwalt der Provinz Oberhessen, Justizrath Carl Trapp, in den Ruhcestand versetzt und demselben hierbei das Ritterkreuz 1. Classe des Verdienst— ordens Philipps des Großmützigen verlieben und am 15. l. Mts. der Tentralstelle für die Gewerbe und den Landes- gewerbverein Geheime Regierungsrath Franz Fink, zum Ministerialrath in dem Ministerium der Fi- nanzen ernannt. Offenbach, 15. Nov. Gestern erschien die erste Nummer einer neuen Zeitung unter dem Titel „Offenbacher Volksblatt“. Dieselbe erscheint vorerst wöchentlich nur einmal und wird von einem Porte- feuiller, Namens Leschmann, redigirt. Auch die Social-Demokraten getenken ihre„Arbeiter-Zeitung für Offenbach und Umgegend“, welche in Bocken- deim gedruckt wird, von Neujahr an hier erscheinen zu lassen. Berlin, 16. Nov. Reichstag. Nachdem ein Antrag des pieußischen Justizminiters wegen firafrechtlicher Ver— solgung des Advokalen Fischer in Hannover wegen Be⸗ Leidigung des Reichstages an die Geschäfts-Commission wetwiesen worden, folgt die erste Lesung des Bank-Gesetzes. Der Präfident des Reichskanzler Amtes, Staatsminister Delbrück, weist zunächst auf die früheren Anlnäge des Reichsiages hin, welche das Bankgesetz forderten, und geht sodann zur Beleuchlung ber Bedürfnißfrage Angesichts der Woldwährung und des neuen Münzgesetzes über. Die Haupiaufgabe der Regierung sei, für einen ftarken Vorrath an Goldmünzen, sowie für die nöthige Beschaffung kleiner Münzen in starkem Umfange zu sorgen. Die Summe des aue geprägten Goldes betrage 362 Millionen Thaler, wo⸗ von 40 Millionen im Kriegsschatz seien. Der Gesammt— wortalb beirug 289 Millionen, der retzelmäßige Durchschnitt des Goldmünzen ⸗Beftandes in den Banken 150. Millionen Thaler. Ven dem Resibestlande sei die Auslösung der cuculirenden Münzen mit 30,800,000 Thalern zu be— freuen. Nach allen Abzügen verbleibe eine Summe an Woldmünzen von 195 Millionen Thalern. Redner er⸗ Irtert die Nothwendigkeit der Erhaltung des Vorratbes an Gelemünzen und glaubte nicht an cine Beeinträchtigung desselden durch den Export. Betreffs der Noten-Ausgabe bezeichnet Delbrück es für wünschenswerth, daß die Re— gierungen schleunigst den Uebergang zu dem neuen Nolen- derkehr verbereuen, wie das Seiiens Preußens und einiger andert Regierungen geschehen sei. Dazu eine Handbabe zu bicten, sei die Aufgabe das jetzt vorgelegten Gesetzee, welche den vielbeklagten Uebelftänden abhelfen solle. Del⸗ drück betont das Verlangen der Handelsorgane nach einer Mescher ank. Demselben babe das Reichskanzleramt nicht anlipathisch gegenüber geftanden, babe jedoch die Schwierig⸗ teiten bei der hierdurch gebstenen Umwandlung der preuß chen Bank in eine Reicht bank micht lösen können. Nicht nur ber Enischädigung der woblerworbenen Rechte, sondern nuch den Gewobnheiten des Verkehrs wäre Rechnung zu ragen. Dies habe dahin geführt, daß das Gesetz, welches ür das nüchste Jahr erforderlich sei, von der Reichebank absah, obne sie principiell für die Zukunst zu verwerfen. Meoner erläutert sodann einzelne Theile der Vorlage. Die Nolensieuer werde ihr wohl die zahlreichsten Gegner zu— zühren, weil man darin eine Vertheucrung des Geldes erblicke, bieses sei jeboch ungegründel. Durch Papier sei Gencralsecretär bei der eine allgemeine Woblseilheit nicht erreichbar, nur durch Fleiß und Sparsamkeit. Die preußische Bank habe die Credit- Gewährung durch ihre Filialien erleichtert; das sei eine Stütze der Industrie. Schließlich bezeichne! Redner als Hauptpunkte des Entwurfs: Beseitigung der Hinder⸗ nisse, welche der freien Noten Circulauen entgegenstehen, Beschränkung der Gmissioen durch die Steuer und Vorbe⸗ reitung für die Staatsregierung, um freie Hand zu ge⸗ winnen zur gesetzlichen Umgestaltung des Bankwesens nach kurzer Frist durch Feseitigung der bestebenden Concesstonen. Ag. Bamberger plaidirt in anderthelbstündiger mit Beifall aufgenommentt Rede für Errichtung einer Reichsbank, die keine Gegner habe, aber weder im Entwurfse noch in den Moliven erwähnt werde. Er erklärt das Gesetz ohne Reichs⸗ bank für unannehmbar und eine Reichsbank zur Durch fübrung der Münzreform für unentbehrlich. Bundesbevoll⸗ mächtiger Minister Camphausen rechtfertigt die Vorlage, widerlegt die Einwände Bamberger's und theilt mit, daß der Geldvorrath der preußischen Bank sich auf 171 Mil⸗ lionen Thaler delaufe; das sei mehr als die englische Bank in ihrem Reservoir aussammle. Redner erklätt, daß er die Noten Einziehung stels für wichtiger als die Silber Ein⸗ ziehung gebalten habe. Preußen würbe sich nicht principiell gegen die Reichsbank erkläten, man müsse sich aber zuvor über die Bedingungen verständigen. Eine Monopolbank würde im Reiche schwerem Widerstand begegnen, Preußen würde am wenigsten Widerstand leisten. Wolle man eine Centralbank, hade man sie in der Preußischen Bank. Das Gelingen der Verbandlungen über die Reichsbank werde davon abhängen, wie weit man das Princip der indtitecten Contingentirung acceptire; die Conlingentirung schädige zwar das Bankgeschäft. Er(Rednet) sei aber nicht da⸗ gegen, weil das öffentliche Interesse concurrirce. Camp⸗ hausen wünscht vor Allem Vorschläge, wie die Reichsbank zu gründen sei, auf Grund deren würde Preußen unter⸗ handeln. Nedner schließt:„Vor Allem thun Sie Eins, sammeln Sie eine Majorität nicht um einen Namen, sondern um eine Sache.“ — 17. Nov. Reichs ag. Nachdem das Mankenschutz⸗ Gesetz in definitwer Schlußabstimmung angenommen ist wird die Debatte über das Bankzesetz wieder aufgenommen. Lasker spricht in zweistündiger Rede für Errichtung einer Reichsbank, die alle Reichskassen in sich vereinigen und, wie die Bank von England, alle Fonds umfassen müsse. Am Reichstage begegne die Errichtung einer Reichsbauk keinen Schwierigkeiten; ein Bankgesetz bedürse zwar bei dem Aufgehen der preußischen Bank in eine Reichsbank der Genehmigung des preußischen Landtags, in einer kurzen Nach- Session des Reichstags könne aber ein neues Bank⸗ gesetz perfect gemacht werden. Richter(Hagen) spricht für die Vorlage; derselbe weist die Behauptung Lasker's zurück, daß von ihm(Richter) aus pelitischen Gründen eine Ein— wirkung auf die Erbötzung des Bank-Disconts versucht worden sei; ein solcher Veisuch sei von ihm weder dei der französischen Kriegsconnibulion noch sonst jemals gemacht. Nachdem noch Schröder(Lippfsadt) für die Vorlage. Sonnemann für die Reichsbank gesprochen, wird die Weilerberatbhung des Gesetzes auf morgen vertagt. Berlin. Der Reichskanzler hat dem Bundes- rathe einen Gesetzentwurf vorgelegt betreffs Auf nahme einer Anleihe von 15,200,000 Mark für Elsaßz Lethringen, welche zur Erfüllung der durch die deutsch-französische Convention vom 11. De— zember 1871 begründeten Verpflichtungen zur Vollendung von Wasserbauten sowie zur Beschaffung eines Betriebefonds zur Verwaltung der Landes- kasse verwendet werden soll. — Lasker, unterstünt von sämmtlichen Frae— tionen, beantragt zum Bankgesetz: Der Reichstag wolle beschließen, das Bankgesetz an eine Com- mission zu verweisen mit dem Bemerken, daß zur Regulirung des Bankwesens nothwendig sei, die Bestimmungen des Gesetzes durch Bestimmungen über gleichzeitige Errichtung einer Centralbank zu ergänzen. — Die Verlobung der Prinzessin Marie, ältesten Tochter des Prinzen Friedrich Karl, mit dem Throusolger des Königreichs Württemberg, dem Neffen des regierenden, kinderlosen Königs von Württemberg, wird der„Trib.“ als nahe bevorstehend beztichnet. Der Prinz steht als Com- mand eur des Garde- Husaren-Regiments in Potsdam. Posen. Trotz allen Ableugnens Seitens der ultramontanen Presse steht es fest, daß ein nicht unbeträchtlicher Theil der katholischen Geistlichkeit in der Provinz Posen mit den königlichen Com“ missarien der erzbischöflichen Vermögensverwaltung in amtlichen Verkehr getreten ist, was den unver⸗ söhnlichen Leitern der römischen Opposition nicht geringe Besorgniß einflößt. Beweis bierfür sind die abmahnenden Artikel, die hin und wider im „Kuryer Poznanski“ erscheinen. Auch neuerdings enthält wieder das ultramontane Blatt eine solche Mittheilung, in welcher den Geistlichen, die mit Herrn v. Massenbach correspondiren, von Neuem dieserhalb Vorwürfe gemacht werden. Kassel. Das Landrathsamt zu Marburg bat einen Antrag auf Ausweisung des Ex-Pfarrers Schedtler in Dreihausen gestellt. Der Oberpräst⸗ dent hat demselben indessen nicht willfahrt, da er der Ansicht ist, daß die Bestimmungen der§§. 1 und 2 des titirten Gesetzes vom 4. Mai d. J. auf die protestantischen Geistlichen nicht anwendbar seien. Die Angelegenheit wird nunmehr Seitens des Consistoriums vor das Cultusministerium ge⸗ bracht werden. Fulda. Sicherem Vernehmen nach geht die Regierung mit der Absicht um, das katholische Priester- Seminar von Limburg mit demjenigen von Fulda zu vereinigen. Zwei Kasseler Regier- ungs- Räthe befinden sich deßbalb seit vorgestern in unserer Stadt, um mit dem Bisthumsverweser gegen gewisse Zugeständnisse die desfallsigen Ver- handlungen zu pflegen. Aus guter Quelle ver- nehmen wir nun, daß dieser und die beiden anderen reichsfreundlichen Dom⸗Capitulare keineswegs ab⸗ geneigt sind, den Anforderungen der Regierung Rechnung zu tragen, während die Uebrigen der entgegengesetzten Ansicht sind. — 16. Nov. Der Gendarmerie ist es gestern gelungen, den externirten Domcaplan Weber, welcher sich seither im Filialderse Dietersborn, welches nur eine Stunde wein von Fulda gelegen ist, zu ver— hasten und ibn über die Grenze zu spediren. Der andere Externirte, Pfarrer Helfrich von Dipperz, ist alsbald nach seiner Traneportirung über die Grenze des Kreises Fulda, in sein Pfarrdorf wieder zurückgekehrt und hält nach wie vor daselbst seinen öffentlichen Gottesdienst. Ausland. Oesterreich⸗UUngarn. Wien. Wie der „Tageab. aus Mähren“ meldet ist der Olmützer Erz- bischof mit der preußischen Regierung nun endlich in einen acuten Conflict gerathen. Der rührige 19 1 1 1 0 N 3 —4 — . l Kirchenfürst fuhr nämlich ohne Rücksicht auf die preußischen Maigesetze fort, in dem preußischen Antheil seiner Erzdiötese erledigte Pfründen zu besetzen, ohne die Anzeige an die Behörde zu erstalten. Er war deßbalb vor das k. Kreis⸗ gericht in Ratibor geladen, und da er, wie na⸗ türlich, nicht erschien, in contumaciam zu einigen Tausend Thalern Strafe, bezw. zu Kerker in der entsprechenden Dauer verurtheilt und die öster⸗ reichische Regierung um dessen Auslieferung er ⸗ sucht worden. Die letztere erkannte in dem Vor ⸗ gehen des Erzbischofs keine Gesetzes⸗Ubertretung und wies das Ansinnen zurück. Jetzt erließ das preußische Kreisgericht einen Steckbrief gegen den Kirchenfürsten und wies den Pächter des erz⸗ bischöflichen Gutes Stolzmütz an, den Pacht- Schilling nicht an den Erzbischof, sondern an das Kreisgericht in Ratibor abzuführen. Die dr bemerkt zu dieser Mittheilung:„Es ist sehr leicht möglich, daß die Angelegenheit sich noch weiter verwickelt. Die Einbringung des Erzbischofs nach Ratibor könnte gelegentlich, so vorsichtig der Kirchenfürst auch sein wird, doch erfolgen, und es dürfte sich in diesem Falle fragen, wie die öster⸗ reichische Regierung sich zu derselben verhalten würde.“ Großbritannien. London, 16. Nov. Die Regierung hat beschlossen, eine Polarexpedition, bestehend aus 2 Dampfern, deren einen der Com- mandeur Mackjam führen soll, im Mai nächsten Jahres abzusenden. Spanien Madrid, 16. Nov. Bazaine wird Donnerstag bier erwartet. Die neuerdings wieder auftretende Nachricht, daß er der spanischen Regierung seine Dienste angeboten habe, wird abermals von competenter Seite als unrichtig be— zeichne. Bazaine wird als einfacher Privatmann hier leben. Türkei. Konstantinopel. Nach einem Privatberichte mußte die zur Untersuchung des Blutbades in Podgoritza eingesetzte gemischte Com- mission von dem letztgenannten Orte nach Scutari übersiedeln, weil der Pascha von Scutari sich zu der Erklärung veranlaßt sah, er füble sich außer Stande, für die persönliche Sicherheit der Com- mission in Podgoritza einzustehen. Amerika. Washington. Der von dem Schatzmeister der Unionsstaaten vorgelegte Aus- weis gibt die Jahres-Einnahme der Union auf 762 Millionen Dollars an. Darunter befindet sich die neue Anleihe im Betrage von 439 Mill. Dollars. Die Ausgaben betragen 742 Mill. Dollars incl. der zur Schuldentilgung verwende— ten 531 Mill. Dollars. New⸗Aork, 16. Nov. Eine Depesche der Pariser„Liberté“ aus Montevideo meldet unter Reserve, daß dem Vernehmen nach zwischen dem Insurgenten-Führer Mitre und dem Präsidenten Avellaneda eine Vereinbarung getroffen sei, wonach Avellaneda die Präsidentschaft niederlegen werde und demnächst Neuwahlen erfolgen sollten. — 17. Nov. Hier eingetroffenen Nachrichten zufolge hat in Costa Rica ein Aufstand stattge funden, welcher den Zweck hatte, Joaquim Fer- nandez auf den Prästdentenstuhl zu bringen. Die Aufständischen bemächtigten sich des Hafenortes Puntas Arenas, wurden jedoch alsbald daraus vertrieben und zersprengt.— Aus Panama wird gemeldet, daß die spanischen Kanonenboote „Tornado“ und„Gerona“ den Hafen von Caracas, La Guayra, mit einem Bombardement bedroht haben. — Die Stadt San Geronimo auf Cuba ist von den Insurgenten genommen und niederge— brannt worden. Die Garnison, bestehend aus 200 Mann, wurde niedergemacht. Aus Stadt und Land. Mainz, 14. Nov. Man schreibt dem„M. Tagbl.“: Als Zeuge eines in der Oeffenilichkeit erwähnens werthen Falles theile ich Ihnen Folgendes mit. Vor der Portier⸗ Thüre der hess. Ludwigsbahn dahier say ich vorgestern, als ich 9 Uhr Morgens mein Billet genommen hatte, einen sweinbar recht armen, harmlosen und dabei keänklich aus chenden Menschen bitterlich weinend, der, wenn ich nicht irte, sich auf dem Wege nach München befand, um dort als Necrut einzutreten. Der Arme batte mit dem Reste seiner Bagrschaft sich das Billet bis München gelöst, was die beiden Portiers bezeugten, dasselbe aber verloren; ich hatte noch einige Minuten Zeit und wollte für diesen Armen Rath schasfen, wo möglich ihm durch die Verwaltung ein Ersatzbillet verschaffen. Die Umstehenden eiklärten jedoch alsbald, daß diese Schritte bereits geschehen, jedoch erfolglos geblieben seien.— Da plötzlich traten zwei schmucke Jäger ein. Der eine dieser Herren fragte nach dem Geschehenen und kaum hatte er gehört, um was es sich handele, als er sich nach dem Billetschalter zweiter Klasse wandte— ein Billet von Mainz nach München löste und es dem armen Teufel mit den Worten übergab: „Se Junge, hier ist Dein Billet.“— Der bochherzige Jäger und sein Begleiter waren Holländer, welche als Gäste eines Treibjagens in der Rheingegend verkebren. Allerlei. Leipzig. 15. Nov. Der Chef der Buchhandlung F. A. Brockhaus, Heinrich Brockhaus, ist gestern gesftorben. Paris. Die vielbeschäftigte französische Armee-In⸗ tendanz ist, wie zur Zeit der 1870er Mobilmachung, so auch jetzt wieder enischieden allzu sehr mit Arbeiten über⸗ häuft; denn sie weiß nicht einmal mehr, wo die Regimenter flecken. Vor einiger Zeit wurden Recruten zu einem Regiment nach Algier geschickt, welches seit 2 Monaten in Dijon steht. Heute erzählt das„Avenir militaire“ selbst daß die Einjährigen, welche dem zu Courbevoie(bei Paris) garnisonirenden 74. Linienregiment zugetheilt waren, am 5. Nov. nach dem Lager von St. Maur dirigirt wurden, wo die„aus der Provinz gekommenen jungen Leute natürlich ihr Regiment nicht fanden.“ Pour acquit. Wer mit dem bekannten„gebildeten Haus- knecht“ der Ansicht ist, daß„so ein bischen Französisch sich wunderschön macht“, wird es auch in Ordnung finden, wenn sich Viele unter uns, anstatt mit„empfangen“ oder„er— halten“ eine Rechnung zu quittiren, in solchem Falle des französischen„pour acquit“ bedienen. Fließt es leichter aus der Feder als das betreffende deutsche Wort, geschieht es aus Pietät gegen unsere Nachbarn, die Franzosen,(besonders seitdem wir 5 Milliarden von ihnen eingeheimst haben), daß die Rechnungen, welche wir bezahlen, als Em— pfangs-Bescheinigung wohl ebenso oft die Be— merkung„pour aàcquit“ als„empfangen“ tragen, oder schreiben wir pour acquit aus dem Grunde, um auszudrücken, daß wir mit Frankreich seit 1871 quitt sind. Solche und noch andere „kühne“ Motive können nur scherzweise als Er— klärung dienen; im richtigen Lichte betrachtet, haben wir es hier mit einer der vielen gewohnheits- mäßigen Gedankenlosigkeiten, auf welchen wir Deutsche uns bei dem Sprechen wie bei dem Schreiben unserer Sprache so oft ertappen, zu thun. Wie viele, die mit pour acquit cine Rechnung quittiren, wissen nicht einmal, was es heißt und schreiben es falsch! Haben sie wohl eine Ahnung davon, wie lächerlich sie sich dadurch machen? Glauben sie, es würde einem Franzosen oder Engländer jemals einfallen, in gleicher Weise zu verfahren? Wenn wir uns die Kenntniß anderer Sprachen aneignen, so sollen wir erst recht zu der Einsicht gelangen, daß es unsere Pflicht ist, unsere schöne Sprache von allem unnöthigen Fremdwörter Kram rein zu halten. Viele unter uns, besonders unter den sog. Gebildeten denken jedoch in dieser Hinsicht anders; erwählte feine Ausdruckweise verlangt hiernach fremde, nicht der eigenen Sprache entlehnte Worte. Ohne weitere Untersuchung, ob sie unserer Sprache wirk— lich fehlen, wird auf diesem Gebiete gegen den Geist, gegen die Entwickelung und Bereicherung unserer Sprache aus sich selbst heraus von Vielen gesündigt. Es ist einerseits ebenso un— möglich als lächerlich, Fremdwörter unbedingt nicht gebrauchen zu wollen, andererseits gereicht es uns weder zur Auszeichnung noch zur Ehre, Fremdwörter unnöthigerweise zu gebrauchen. Die Sprache, in der Lessing, Goethe, Schiller und so viele andere Lieblingsdichter unseres Volks Unver— gängliches geschrieben haben, hat es wohl verdient, nicht durch französische Worte und Redewendungen, wofür sie gute gleichbedeutende Ausdrücke besitzt, verunziert und entstellt zu werden. Wir fühlen uns jetzt wohl mehr als Deutsche wie früher, allein durch Beimischung fremder durchaus über⸗ flüssiger Elemente thun wir noch heute unserer Sprache, im Umgange, im Geschäftsverkehre so- wohl als auch in der Tagesliteratur, besonders den Zeitungen, vielfach einen Zwang an, der ihn uns gefallen lassen. Deutsche Schiffbrüchiger. Für Friedberg hat die Führung der Geschäfte obiger Gesellschaft, an Stelle seines Bruders, Herr Carl Trapp mit Zulimmung des Vorstande der Gesellschaft über⸗ nommen. Die Freunde dieses humanen Werks, welche dasselbe als Milglieder unterstützen wollen, werden ge⸗ beten, Genanntem ihre Namen aufzugeben. Ueber die am 23. Oct. stattgehabte Rettungssahrt des Retiungsbostes auf Borkum Westland ist uns, in Folge der zue Winter⸗ zeit mangelhaften Verbindung mit der Insel erst jetzt ein ausführlicher Bericht zugegangen, welchem wir das Nach⸗ folgende entnehmen:„Am 21. October sah man bei orkan⸗ ähnlichem Sturme unterhalb Borkum ein großes Schiff in Gefahr, doch konnte man wegen des furchtbaren Weller an Hülfeleistung nicht denken. Am 22. Morgens gewahrte man bei elwas hellerer Luft, daß das Schiff auf der Ranzelplate gestrandet sei, doch war bei dem fortdauern⸗ den gewaltigen Sturm auch jetzt noch Hülfe unmöglich. Gegen 3 Uhr Nachmittags holle man indeß das Rettungs⸗ boel herbei und ließ es zu Wasser. Amisvogt Abtmeyer beslieg es mit der Retttungsmannschaft, jedoch gelang es, bei einbrechender Nacht und zunehmenden Sturm, auch jetzt nicht, das Schiff zu erreichen, man mußte auf einem vor Anker liegenden Borkumer Schiff Unterkemmen für die Nacht suchen. Am folgenden Morgen, den 23., wurde die Rettung abermals versucht und gelang es, gegen 11 Uhr das Schiff zu erreichen, das alle Anker, sowie den Vordersteven und den größten Theil des Kiels verloren halte und bis unter Deck voll Wasser war. Der Capitän, dessen Frau, ein Looise und sechs Mann wurden glücklich in das Rettungsboot aufgenommen und gegen 1½ Uhr auf der Insel gelandet.— Das Schiff war die hollän⸗ dische Brigg„Alberdina“, Kapuän Wolkammer, mit Holz von Laurbig nach Emden bestimm!. Das erst kurz zuvor in Dienst gestellte neue Rettungs⸗ boot bewährte sich auf seiner ersten Fahrt ganz vorzüglich, sowobl durch die Geschwindigkeit und Leichtigkeit, womit es durch die heftigen Brandungen flog, wie durch die Leichtigkeit im Sieuern. Die Gesammizahl der in den jüngsten Octoberstürmen von den deulschen Rettungsstalionen an der Nordsee ge⸗ retteten Personen beträgt demnach 28. Landwirthschaftliches. Mehr Vieh zu hallen als reichlich ernährt werden kann ist einer der größten Febler in der Land⸗ wirihschaft: trotzdem ist derselde so allgemein verbreitet, wie selten ein anderer. Am meisten sind es die kleineren und milleten Landwirthe, die in diesen Fehler verfallen, aber auch in den Ställen großer Besitzer bin ich ihm schon begegnet. Kleinere Besitzer glauben nicht selten, sich durch Vermehrung ihres Viehstandes nach außentzin den Auschein größerer Wehlhabenheit zu geben, wie denn natürlich gar Manche auch meinen, da wo sich eine Kuh immer recht salt frißt, könnte auch noch eine andere leben, und so sei der Nutzen des Futters zu verdoppeln. Allein bietin liegt ein großer Irrthum; denn ein jedes Stück Vieh braucht von dem ihm gereicht werdenden Jutler einen Theil zur Unterballung seines Lebens und erst det Ueberschuß wird in Nutzstoffe(Milch, Fleisch Dünger) umgewandelt. Angenommen 2 Kühe bekämen läglich 58 Pfd. Grumet, und jede verbrauchte davon 14 Pfund zur Unterhaltung ihres Lebene; wenn nun zu diesen zwei Kühen noch eine Dritie gesielln würde, die mit den beiden ersten die 58 Pfund Grumet tiheilen müßte, so hätte diese natürlich auch 14 Pfund zu ibrer Lebensuner⸗ haltung nöthig. Die zwei ersten Kühe allein verbrauchten 2 mal 14= 28 Pfund zur Lebensunterhal tung, also blieben von den 58 Pfund Futter 30 Pfund für Milch, Fleisch und Mist; die drei Kühe aber verbrauchen 3 mal 14= 42 Pfund als Unterhaltungsfunter, und es bleiben demnach von den 58 Pfund nur 16 Pfund zur Nutze erzeugung.— Wer rechnen kann, der rechne! Handel und Verkehr. Friedberg, 18. Nov. Waizen 12 fl.— f.. Korn 10 fl. 40 kr.; Gerste 10 fl. 50 kr.; Hafer 9 fl. 30 kr. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo. Frankfurt, 16. Nov. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 24 fl. Nr. 2 22½ fl., Nr. 3 18 fl., Nr. 4 17 fl., Nr. 5 14 fl., Roggenmehl%(Berliner Marze) 17 fl, do. II.(Berliner Marke) 12½ fl. Waizen effectev hiesiget 12% fl., Korn 1011 ½ fl., Gerßte 10¼—11½ fl., Hafet 105— 11 fl., Kohlsamen 16 ½ fl., Erbsen 13 bis 16 fl., Wicken 10½ fl., Linsen 13—19 fl. Rüböl 37 fl. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo. Frankfurt, 16. Nov. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren: 460 Ochsen, 280 Kühe, 260 Kälber und 600 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 38 fl., 2. Qual. 34—35 fl., Kühe 1. Qual. 34 fl., 2. Qual. 30 fl., Kälber 33—54 fl., Hämmel 34—35 fl. per Eir. Schweine im Durchschnitt das Pfund— kr. Mainz, 17. Nov. Productenmarkt. Walzen per Nove 11 fl. 48 kr., per März 19 M. 60., per Mai 19 M. 60. Korn per Nov. 10 fl. 27 kr., per März 16 M.— per Mai 15 M. 90. Hafer per Nov. 10 fl. 35 kl., per März 18 M. 00. per Mai 18 M. 75. Rüböl per Nov.— fl. — kr., per Mai 31 M. 80. Raps per April 29 M.— durchaus verurtheilt werden muß. Keine andere Nation 1 dieser Vorwurf; wir Deutsche wüssen Gesellschaft zur Rettung — D — — — — 2 — — Betref eie Ute Itlosene Ver die Erfüllun Gbolotte Fr n Peter Sr u Ulecht, Ditsenigen, Aussrüche zu gen von Fringen und Arongement Osermanns Eintrag der auf deren? werden wirk Friedl 3107 Dien sonfangend, kweil, wegen Hände öffer eigern lass 3 Pfer 2 Rin Oeeono Zweisp⸗ 1 Schl Beetpf Rister, Eggen, 1 Häc 1 Pf verschl und 3 schirre, geräth. 10 Fr Fuder Grumr wurz 1 Pette 83440 Di HMsscenrten 11 9 det u Dent an e an — et tun 4**. ren 0 15 W— dr *. 7 tue ger S dtid regt Ab —* 8 8 Mau 1* 5 0 derten d gun lad 1 8 nit del 204— * 8 1 —— tliches Newer 4 5e 5 9 12 rkebt 4 1114 * 1 1 1 1 2 F 1 9 f 1 1 1. Die Kronberger Bahn wird namentlich Sonntags viel uu Ausflügen beuntzt. Angenehm ist es für die Besucher, laß die Verwaltung der Bahn regelmäßig an Sonntagen bei dem letzten Zuge Umschau halten läß!:, ob noch genug Lassagiere für einen Extrazug vorhanden sind, in welchem zalle sie einen solchen einlegt. D. Frankfurt a. M., 17. Nov. Die Börse hat seute wieder einmal bewiesen, daß vollendete Thatsachen wel weniger schwer von derselben empfunden werden als defürchtungen von Ereignissen, die noch beverstehen. der Dieconto wurde in London gestern um ein volles Frocent erhöht; während man nun vorher dieses Ereigniß 4 ein Flauheitsmotiv bezeichnet batte, bewegte sich der zerkehr, der an sich freilich geringfügig blieb, doch in fester faltung. Von Speculationswertben waren Credit 243¾ J 44½ und Staatsbahn à 319— 0 believter, Lom⸗ uarben dagegen à 144½—/— ½ wegen starker Minder⸗ einnahme matter. Bahnen fest. Galizier 256 ½, Ellsa⸗ 2122 beth 204½, Böhmen 211, Noerdwest 149. Banken be⸗ 4 1 Kölni N KE Wa kr bauptet. Oesterr. Nationalbank 108 ½¼½. Deulsche Eff'clen⸗ bank 117½, Württemb. Vereinsbank 136½/. Ungarische. l Schatzbonds sebr sest J 89¼. von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich N Geld Cours. 8 ud 0 Frankfurt am 17. November 1874. 15 5 e eee n, eee eee. 1 Johann Maria Farina in Cöln. Holländische fl. 10⸗Stücke„ 9 49—51 eee ee„ 5 34—36 2 2 Ducaten al mares 5 37-39 A b l d 20 ⸗Frankenstücke„ 8% b 3 le 0 U e r Englische Sovereigns ö Russische Imperiales. Dollars in Golde. ö Gum Aufkleben auf Möbel, Tassen, Glaser zt. . 220-27 lin größter Auswahl bei Carl Bindernagel. Deeret. Betreff: Das Schuldenwesen des Ludwig Seibert von Friedberg. 217 Unter Bezugnahme auf die in diesen Blättern blassene Verfügung vom 14. Juli d. J. und nachdem de Erfüllung des Arrangements Seitens der Frau barlotte Friedericke Theodore Jung, früher verehelicht m Peter Smits, jetzt Ehefrau des Christian Ostermann u Utrecht, glaubhaft nachgewiesen worden, werden alle Diejenigen, welche aus dem obigen Schuldenwesen noch Insprüche zu haben vermeinen, aufgefordert, solche so— gewiß von heute an binnen 6 Wochen dahier vorzu— ringen und zu begründen, als sonst in Gemäßheit des krrangements die gzesammte Masse der genannten Christian Ostermanns Ehefrau überwiesen und insbesondere der kintrag der zu der Concursmasse gehörigen Immobilien uf deren Namen in das Mutationsverzeichniß verfügt erden wird. Friedberg den 21. Oktober 1874. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Bram m, Landrichter⸗Vicar. *** Mobiliar-Versteigerung. 3107 Dienstag den 24. d. Mts., Vormittags 9 Uhr ufangend, will Frau Balth. Roth Wittwe zu Petter⸗ teil, wegen Aufgabe ihrer Oeconomie, folgende Gegen- nde öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung ver— tigern lassen: 3 Pferde, 1 Fohlen, zweijährig, 4 trächttge Kühe, 2 Rinder, wovon eines trächtig, 2 vollständige Oeconomiewagen, 1 Jagdwägelchen, zum Ein- und Zweispännigfahren, 1 kleines Oeconomiewägelchen, 1 Schlitten, 1 Schaufelpflug mit Vorderpflug, 1 Beetpflug mit Vorderpflug, 1 Spitzpflug mit eisernem Rister, 1 Hackpflug, 1 Kartoffelstreichpflug 2 eiserne Eggen, 1 Eggenschlitten, 1 zweispännige Ackerwalze, 1 Häckselmaschine, 1 Strohbank, 1 Fruchtfegemühle, 1 Pfuhlfaß, 6 Ohm halteud, 1 Kartoffelmühle, verschiedene Bütten und Fässer, 3 vollständige Wagen⸗ und 3 Ackerpferdegeschirre, 2 vollständige Chaisenge— schirre, verschiedene Ketten und kleineres Oeconomie— geräthe, 10 Fuder Kornstroh, 10 Fuder Wazzenstroh, 10 Fuder Gerstenstroh, 15 Fuder Haferstroh, 3 Fuder Erbsensiroh, 150 Ctr. Wiesenheu, 60 Etr. Grummet, 200 Malter Kartoffeln, 500 Ctr. Dick wurz und 150 Körbe Spreu. Petterweil am 14. November 1874. Großherzogliches Ortsgericht Petterweil. Nen hae d. 2* Fischerei⸗Verpachtung in der Oberförsterei Hoch-Weisel. 9.40 Die mit Ende d. J. leihfällig werdenden Domanial⸗ Fschereien in den Gemarkungen Hoch-Weisel, Münster, Fruerbach v. d. H., Maibach, Bodenrod und Ostheimer— wald sollen Montag den 23. d. M., Morgens 11 Uhr, in dem Gasthause„Zum Hessischen Hof“ dahier unter zn bei der Versteigerung bekannt zu machenden Be— diagungen in drei Loosen auf 12 Jahre anderweitig irpachtet werden. Buß bach den 16. November 1874. Großherzogliche Oberförsterei Hoch-Weisel. tar. Hofraithe-Bersteigerung. 386 Montag den 23. November d. I., Vormittags Uhr, soll in hiesigem Rathhause auf freiwilligen AEtrag des hiesigen Bürgers und Metzgermeisters bänrich Gerth dessen Hofralthe nochmals an den Meist— kü tenden versteigert werden. Friedberg den 16. November 1874. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Ein ou ec ar. 43 wird zu sofortigem Eintritt gesucht 1 Hausbursche 0 f. Wo? sagt 1484 Gebrauchte, gut erhaltene, leichte Kaffee-, chorien⸗, Tabak⸗ oder Farben ⸗Fässer kaufen Ludwig Seibert& Co. Bei Carl Bindernagel sind in neuester Auflage und guten Einbänden fee Schulbücher e Bekanntmachung. eingeführten 3437 Donnerstag am 26. November 1874, Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr wird die Wahl des Bürgermeisters der Gemeinde Friedberg vorgenommen werden. Die Wahl findet statt im Rathhanssaale. Alle Stimmberechtigten werden daher eingeladen, an dem gedachten Termin sich persönlich einzufinden und ihre Stimme abzugeben. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß Diejenigen, welche mit der Entrichtung ihrer direkten Staats- oder Communalsteuer bis zum 18. September im Rückstand waren, nur dann zur Abstimmung zugelassen werden können, wenn sie den Rüchstand noch bis zur Wahl abführen und daß solches geschehen, der Wahlcommission durch Vorzeigung ihrer Steuerquittung nachweisen.. Friedberg den 17. November 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fee Winterhandschuhe und Stauchen in schöner Auswahl bei K. Friedrich. Ge schäftsempfehlung. 3432 Meinen verehrten Kunden und Freunden halte ich mein reiches Lager in allen Arten Schuhen und Stiefeln in bekannter Güte und zu mäßigsten Preisen, namentlich in warm gefütterten Winterschuhen und Stiefeln, aufs Beste empfohlen und bitte das mir seitber geschenkte Wohlwollen auch in meinen neuen Locale Kaiserstraße 56, gegenüber dem Landgericht, 3086 zuwenden zu wollen. Achtungsvoll Louis Leopold. Specialität in durchaus wasserdichten Stiefeln für Metzger und Brauer. Bekanntmachung. E 3428 Freitag den 27. l. M., von Vormittags 10 Uhr 28 38 an, sollen in hiesiger Strafanstalt 3 9 50 alte Teppiche,— N 32 4„ Postenmäntel, N 5 4„Ressel,— 0 1 8 5„ Kroppen, 82 88 eine Parthie altes Eisen, Lumpen, altes Glas, alte Ss 2 Blechgefäße 2 2 gegen baare Zahlung öffentlich versteigert werden. Se 85 Marienschloß, 16. November 1874. 92 Die soeben erschienene Nr. 7 enthält: Welierwolken. Roman aus der vaterländischen Ge schichte von Georg Hilil.(Fortsetzung.)— Die Volksschule im klassischen Lande. Von W. Kaden. Mit Abbildung von Ludwig Passint: Italjenische Knabenschule.— Zur Kultur der Zimmerpflanzen. Ratbschläge für den naden⸗ den Winter. Von Dr. Otio Dammer,— Die On win'sche Enwickelungs theorie, ihre Anhänger und ihre Kritiker. Von Professor Dr. Zöckler. IV. Darwin's Kritiker. Mit Louis Agassiz' Porträt.— Am Familientische: Die Sprach⸗ grenze in Elsaß Lothringen neu untersucht.— Jui vembersturm. Gedicht von Karl Gerok f Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friebberg. Großherzogliche Landeszuchthauskasse. Sch ä f er. Die Kaiserl. und HKönigl. Hlol-Chocoladen-Fabrik von Gebrüder Stollwerck in Cöln übergab den Verkauf ihrer vorzüglichen Fabrikate in Friedberg Herrn C. F. Walz, in Reichelsheim Herrn Chr. Langheinz 3337 en 54 Steinspalter. Nosenstämmchen 3304 in allen Großen und in reicher Auswahl sind 3416 Die Fauerbacher Basalt⸗Bruch⸗Gesellschaft du haben bei Lebrer Falk sucht mehrere tüchtige Arbeiter. f in Nieder Wöͤllstadt No⸗ — ——ꝛ— —— 1 1 1 J 1 i Citerarische fl. 50 5 14 Albrecht, Das Parafin und die Mineralöle. Aus dem Leben einer deutschen Frau Fink, 1288 gleich⸗ und ähnlichlautende Wörter Folgerungen, Die letzten, aus den Zeitansichten und den heutigen Zuständen 112 Haselbach, Die Krankheiten der Kaninchen 8 und ihre Heilung— 2 Heinze, Theoretisch⸗ praktische damen. und Mufiklehre. 3. Aufl. 2 15 Holzweißig, Leitfaden zur Bibeltunde— 54 Krönig, Das Dasein Gottes um das Gluck der Menschen. 4 30 Kübel, Predigten und Schriftbetrachtungen 3— Neuigkeiten. Löber, Furchtlose Treue und vb. g Leben. Zwel Vorträge. Mesißer, Der deutsche Aufsatz. Il. Abth. un Auf Wunsch erfolgen Einsichtssendungen mit Vergnügen. Carl Bindernagel. 3426 Den geehrten Hausfrauen zur g bewährte, von den ersten Autoritäten der Chemie ef. Nachricht, daß der in so kurzer Zeit rühmlichst si sich auf seine Bestandtheile untersuchte Kaffee Extrakt, zucker ⸗, eisen-und pflanzenfett⸗haltig,/ Kilo gebrannt und gemahlen zu 18 kr. in nachstehenden Geschäften in Friedberg zu haben ist, bei: Ferdinand Damm. Friedrich Hilbrecht. Ph. D Kümmich. Louis Schaab. J. A. Windecker. Indem wir diesen Spar- und r empfehlen, zeichnet Hochachtungsvoll -Kaffte den geehrten Frauen auf's Wärmste an⸗ Die Gesellschaft. Local⸗ Veränderung. zt Mein Schuhwaaren-Lager befindet sich nunmehr Kaiser straße 56, gegenüber dem * 7 Landgericht. Louis Leopold. 3439 Wegen Aufgabe des Ladengeschäfts (UH. 63297.) Ausverkauf meines reichhaltigen Waaren-Lagers von circa 40,000 Stück Kinder⸗ spielwaaren aller Art zu bedeutend herabgesetzten Preisen. H. Söhlke, Frankfurt a M., Große Sandgasse 25. An die Großh. Buͤrgermeistereien. Formular zur Wahl der Forensen kann jetzt von mir bezogen werden. Friedberg. Carl Bindernagel. Versteigerungs⸗Anzeige. 3427 Mittwoch den 25. November d. J., Vormittags 9 Uhr, werden in der Behausung des Heinrich Leon⸗ hard in Okarben nachverzeichnete Gegenstände gegen Baarzahlung versteigert: 3 Kühe, 2 Rinder, 3 fette Schweine, 4 Hühner, 1 Hahn, 1 vollständiger Oekonomie⸗ wagen, 1 Schaufelpflug, 1 Spitzpftug, 1 Vorderpflug, 1 Strohbank, 1 Steigleiter, cirea 10 Centner Heu, 20 Centner Srummet, 60 Centner Stroh aller Art, 10 Malter Korn, 20 Malter Waizen, 15 Malter Gerste, 24 Malter Hafer, 30 Malter Kartoffeln, 70 Centner Dickwurz, eine Quantität Spreu, 1 Eichen⸗Stamm von 70 Kubikfuß, 7 Eichen⸗Stämme verschiedener Größe, 3 Eichen⸗Borden zu Pflug⸗Krönnel und sonstige Oeconomie⸗ und Hausgerätbschaften. Okarben den 15. November 1874. In Auftrag: e. Okarben. F a u e x Diechkasten, 3433 zur Aufbewahrung glühender Asche geeignet, sind preiswerth zu verkaufen. Ludwig Seibert& Co. M. Volk in Kriedberg 3206 empfiehlt das Neueste in Kaputzen, Baschliks, Seelenwärmern, gestrickten Shawls und Damenwesten, Kinderkleidern, Jacken und Käppchen. Ein Logis, bestehend in 3 Zimmern, Küche ö und sonstigem Aer, ist zu vermiethen. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 3438 Ein braves Mädchen,, n lc cen Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exp. d. Anz. 3392 3441 Von heute an verkauft Hammelfleisch Pfd. 11 kr., Kalbfleisch a 3 1 Hammelsfett 4 12 7 Wilhelm Kreuter II.. gegenüber den Apotheken. n Spielwerke von 4 bis 200 Stücke spielend; mit Expreffion, Mandoline, Trommel, Glockenspiel, Castagnetten, Himmelsstimmen dc. 22 Spieldosen von 2 bis 16 Stücke spielend, Necessaires, Cigarren⸗ ständer, Schweizerhäuschen, Photographiealbums, Schreibzeuge, Handschuhkasten, Briefbeschwerer, Cigarrenetuis, Tabaks- und Zündholzdosen, Ar— beitstische Flaschen, Biergläser, Portemonnaies, Stühle ꝛc., alles mit Musik. Stets das Neueste empfiehlt J. H. Heller, Bern. Preiscourante versende franco. Nur wer direkt bezieht, erhält Heller'sche Werke. Größtes Lager von e Prozeß Aullmann. Nach stenographischen Aufzeichnungen. Mit dem Portrait Kullmanns. Preis 9 kr. 9 Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Tabellen zur Umrechnung von süddeutscher Münze in Reicht „währung sind zu haben bei Carl Bindernagel. In Buchform 2 kr. Plakatform 3„ 7 die Oberschule 112 Q f 1 Pröpper, Praktisches Kanluchenkochbuch— 86 Schmerzensschrei und Hülferuf. Salzmann, Ameisenbüchlein. 3. Aufl.— 36 Sonst hieß ich Haag, jetzt heiß' ich Bahnhofstraße, Schmidlin, Blumenzucht im e 3. Aus- Im Sommer deckt mich Staub, nun Schmutz in gabe 9 36 reichstem Wraaße Ses, Der alte und der neue eiaube von Zulf Aschenbrödel, scheint's, hat man mich auserseh'n. Strauß.— 36 Hilf heiliger Vorschuß⸗ Verein! Laß mich nicht unker⸗ Tieftrunk, Die Gasbeleuchtung. 9 2 24 geh'n. Walchner, Die Nahrungsmittel des Wenschen Die Bahn⸗Ho fstraße, z. geis 170 dem Nachtwächter, und ihre Verfälschungen. Werner, Handbuch des Futterbaues 9 36 Einladung. 3425 Die hiesigen Herren Meister und Gewerbzehülfen werden hierdurch höflichst eingeladen sich bei dem am Sonntag den 22. November, Abends 7 Uhr, abzuhalten den Gewerbgehülfenball im Saale zu den„Drei Schwertern“ zahlreich zu betheiligen. Das Com it 4. Eintrittskarten für Gehülfen sind noch Abends an der Kasse zu haben. Verloren 3430 wurde am 15. November ein Notizbuch mit 65 Thalern in 4 Scheinen: à 25 und 20 und zwei 10 Thalerscheinen. Der redliche Finder wird gebeten 3 eine gute Belohnung dasselbe an den Unterzeich⸗ neten abzugeben. Philipp Diel III. Foulards, 190 seidene Umknöpftücher, schwarze seidene Halstücher und Halsbinden bei K. Friedrich neben der Post⸗ Dr. med. Carl Engelhardt, prakt. Arzt in Echzell. Wohnung bei Herrn Kann. Sprechstunde täglich vom 3351 8 bis 9 Uhr Morgens. Für Geschüftsleute und Hand⸗ werker 3429 empfiehlt sich der Unterzeichnete bei eventueller Durchreise mit gut eingerichteten Zimmern zum billigen Logiren. Hanau, (H. 63290.) Schützengasse 25. Michael Klug. Knochen 3435 werden gekauft. Chemische Fabrik Friedberg: Ludwig Seibert& Co. Einen Korb Aepfel, Winter⸗Süßäpfel(Tafelobst), hat zu verkaufen, wer g sagt die Exped. d. Anz. Ein Mädchen 3444 zu einem Kinde sosort gesucht. Expedition d. Anz. Kalender pro 1875. Wo? sagt die Daheimkalender 34 kr. i 18„ Nieritz Volkskalender 36„ Spinnstube 45„ Illustrirter Hess. Volkskalender mit Stahlstichprämie Einsiedler Kalender 14 1 Der Leuchtthurm. Kath. Kalender. 9„ Lahrer Hinkende Bote 10„ Hessischer Hausfreund 8„ Gustav⸗Adolf⸗Kalender 8„„ Landkalender 4„ 1 durchschossen 6„ Friedberg. Carl Bindernagel. Isratlitischer Gottesdienst in Friedberg. ginn: 0 Freitag 9 4½ Uhr. Samstag Morgens 80¼ Uhr. Von heute wohne ich Schuhmachergasse Ar. 315. 3406 J. Metz Vorantw. Red.: Carl Bindernagel. ö Druck und Verlag von Carl Binder neger. 1 a — 2 — 1 * Gesetz, bett — Dat Regitrunt lc im e getl! gaschdebalte Eulwurf, une Umw über W dim schwe pole, Kat beh Rich meht ber daß aus Reichs ug gangen machte L sich nur! Unruh be Camphau, wurfe vor serligt noc wurss un großen V zugleich Bankgesez mals zust auf das g. Camphau Siemene auf dem dank für Simens det Abdssi schästgor mouvirh misston zuweisen dernein, hate alt Antrag das Hau Prüstden dent v. * Sell de wird dun bejaht. gliedern, Tagegor daß er ker'schen cg. 0 nung ti ag babs 1 icgendwe