1874. Dienstag den 19. Mai. 59. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile Erscheint jeden wird mit 4 Kreuzern berechnet. Dienstag, Donnerstag und Samstag. Artisblatt für den Kreis Friedberg. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt ist zu publieiren: 2 2 70 3. Bekanntmachung, den Verkehr zwischen dem Großherzogthum Hessen und dem Königreich Bayern mit sieuerpflichtigen Getränken betreffend. Nr. 22. Nichts. Nr. 23. Nichts. Nr. 24. sub 1. Bekanntmachung, die Uebergangsabgabe von Bier betreffend.— sad 3. Bekanntmachung, die Aufbringung bes Bedürfnisses der Großherzoglichen Srandversicherungsanstalt für 1873 betreffend. Nr. 25. sub 1. Verordnung, die Wahlen der evangelischen Kirchengemeinde-Vertretungen und der evangelischen Kirchenvotstände betreffend.— sub 2. Verordnung, en Umlauf Zwanzig⸗ und Zebnkreuzerstücke betreffend. Friedberg, 16. Mai 1874. Kreisamt Friedberg. Großberzogliches Trapp. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatte des Deutschen Reichs publieirt worden: Nr. 12. Gesetz, wegen Abänderung des Art. 15 des Münzgesetzes. Seite 35.— Gesetz, über die Fesistellung eines Nachtrags zum Reichsbaushalts⸗Etat für 1874. Seite 36. Nr. 13. Gesetz, wegen eines Diensigebäudes für das Reichseisenbahn⸗Amt. Seste 39.— Gtsetz über Reichekassenscheine. Seite 40. Nr. 14. Gesetz, betreffend die Verhinderung der unbefugten Ausübung von Kirchenämtern. Seite 43. Zettreffend: Die offentlichen Schulprüfungen. Friedberg den 16. Mai 1874. An die Ortsschulvorstände. Ein großer Theil von Ihnen ist noch mit Erledigung der Verfügung vom 4. vorigen Monats(in Nr. 42 des Kreisblattes) im Rückstande, dir erinnern Sie daher, sosche baldigst eintreten zu lassen. Großherzogliche Kreis⸗Schul⸗Commission Friedberg. Ann Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf das im Abdruck nachfolgende Reichsgesetz vom 23. Februar dieses Jahres fordern wir diejenigen Gemeinden ind Privaten des Kreiscs, welche Ansprüche auf nachträgliche Vergütung der im§. 2 gedachten Gesetzes bezeichneten Kriegsleistungen(Vergütung är die Gewährung von Naturalquartier, für geleisteten Vorspann, für Stellung von Wegweisern, Boten und für die Hergabe von Räumlichkeiten für Wachen 1c.) erbeben zu können glauben, auf, diese Ansprüche innerhalb sechs Monaten, vom Tag der Ausgabe dieses Blattes an, bei uns enzumelden, widrigenfalls sie nach Ablauf dieser Frist von der nach jenem Gesetze nachträglich zu gewährenden Vergütung ausgeschlossen sind. Friedberg den 15. Mai 1874. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Gesetz, Ircußen ꝛc. verordnen im Namen des Deutschen Reichs, nach erfolgter betreffend die Gewährung von nachträglichen Vergütungen für Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Kriegsleistungen der Gemeinden. Vom 23. Februar 1874. von der oberen Verwaltungsbehörde als angemessen bescheinigt wird. Für die übrigen im§. 3 Nr. 3 des Gesetzes vom 11. Mai 1851 ** Zustimmung des Bundesraths und des Reichstags, was folgt: bezeichneten Leistungen erfolgt keine Vergütung. * 0§. 1. Für die innerhalb des Gebietes des vormaligen Norddeutschen§. 3. Die Ansprüche auf Vergütung werden von den oberen Ver— * dundes aus Anlaß des Krieges gegen Frankreich auf Grund des§. 3 waltungsbehörden, bei welchen dieselben zu liquidiren sind, nach dem Er— 7 es Gesetzes wegen der Kriegsltistungen und deren Vergütung vom gebnisse der stattgesundenen Ermittelungen festgestellt. 11. Mai 1851(Bundes-⸗Gesetzbl. von 1867 S. 125) ohne gesetzlichen§. 4. Die zur Vergütung erforderlichen Mittel sind aus dem Ge— ö* Anspruch auf Entschädigung erfolgten Kriegsleistungen der Gemeinden ist sammtantheile der Staaten des vormaligen Norddeutschen Bundes an der „ ee e en letzteren nach näherer Bestimmung des gegenwärtigen Gesetzes nach- französischen Kriegskosten-Entschadigung zu entnehmen und den einzelnen — 1 häglich Vergütung zu gewähren. Staaten in den von denselben nachzuweisenden Beträge zur Bewirkung der 4§. 2. Die Vergütung erfolgt: Vergütung zur Verfügung zu stellen. Soweit einzelne Staaten oder „ 1) für die Gewährung von Naturalquartier nach dem Servistarife, größere Kommunalverbände die den Gemeinden nach diesem Gesetze zu⸗ 4 60 8 4 welcher dem Bundesgesetze über die Quartierleistung für die bes stehenden Vergütungen bereits gewährt, oder die den Gemeinden obliegenden 79* waffnete Macht während des Friedenszustandes vom 25. Juni 1868 Leistungen an deren Stelle übernommen haben, fließen die entsprechenden „(Bundes-Gesetzbl. S. 523) beigefügt ist. Außerdem soll denjenigen[ Beträge diesen Staaten oder Kommunalverbänden zu. Den Gemeinden 41 17 Gemeinden, welche für Quartierleistungen mehr als das Doppelte der und größeren Kommunalverbänden ist die verfassungsmäßige Beschluß⸗ —* einfachen Servisvergütung baar aufgewendet haben, der Aufwand, fassung über die Verwendung der empfangenen Vergütungen zu überlassen. * welcher das Doppelte des Servises übersteigt— höchstens jedoch bis§. 5. Die zur Ausführung dieses Gesetzes erforderlich werdenden * zu dem Betrage der einfachen Servis vergütung— erstattet werden;[Anordnungen hat der Bundesrath zu erlassen. Derselbe dat im Beson— 4 2) für geleisteten Vorspann nach den für Friedenszeiten gesetzlich be deren auch die Präklustvfristen festzusetzen, welche bei dem öffentlichen Auf- 1 stehenden Vergütungssätzen; f rufe der auf Grund dieses Gesetzes zu erhebenden Ansprüche bekannt zu , 3) für die im F. 3 Nr. 2 des Gesetzes vom 11. Mai 1851 neben machen sind und mit deren Ablaufe die nicht angemeldeten Ansprüche erlöschen. 1 5 dem Vorspanne bezeichneten Dienste ꝛc. nach den am Orte der Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhaͤndigen Unterschrift und bei⸗ ir Leistung in gewöhnlichen Zeitverhältnissen üblichen Preisen; gedrucktem Kaiserlichen Insiegel. f 1 4) für die Hergabe von Räumlichkeiten zu Wachen, Handwerksstätten Gegeben Berlin den 23. Februar 1874. f und zur Unterbringung von Militäreffekten nach dem von den Ge—(L. S.) Wilbelm. meinden dafür nachweislich gemachten Baaraufwande, soweit derselbe Fürst v. Bismarck. Bekanntmachung. Wir bringen biermit zur öffentlichen Kenntniß, daß Seine Königliche Hoheit der Großberzog sich Allergnädigst bewogen gefunden baben, beim. 0 In · lil un Kreieveterinärarzt des Kreisveterinäramts Vilbel, Johs. Georg Gebb, zum Kreisveterinärarzt— e er Friedberg zu ernennen. 1 2 Friedberg den 17. Mai 1874. roßherzogliches Kreisamt Friedberg. r Tray p. 1 1 — — 1 ————————* ——— S — 47 * Deutsches Reich. Darmstadt, 14. Mai. Gestern hielt der Finanzausschuß zweiter Kammer mit dem Mini- sterium eine nabezu fünfstündige Sitzung, welche wesentlich dem Nachtragsbudget und der Vorlage wegen des Wiederaufbaues des Hoftheaters ge— widmet war. — 16. Mai. Dem Vernehmen nach sind die 18 Kreisschulinspectoren für die 18 noch ver- bleibenden Kreisämter bereits designirt. In dem evangelischen Theil des Großherzogthums sind hierfür außer einem Seminarlehrer und zwei Volksschullehrern lauter Theologen in Aussicht genommen. Berlin, 15. Mai. Das Abgeordnetenhaus nabm heute in dritter Lesung ohne Debatte die Vorlagen über die Grenz- Regulirung mit Mecklen-⸗ burg und Theilung des Communiongebietes am Unterbarz mit Braunschweig einstimmig an. Ferner wurde in zweiter Lesung das Gesetz über außer- ordentliche Staatsschulden Tilgung angenommen. Die Gesetzvorlagen über Erweiterung der Staats- Zins garantie für die Halle-Nordhausen-Kasseler Bahn und über die Vollendung der drei Bahnen Hanau Offenbach, Tilsit-Memel und Arnsdorff- Gassen wurden gleichfalls in zweiter Lesuag ge— nezmigt. Das Gesetz über eine Anleihe von 50 Millionen Thaler zur Erweiterung des Netzes der Staatsbahn wird in zweiter Berathung nach den Anträgen der Commission mit einem Antrage Richter's genehmigt, wonach der jährlich flüssig zu machende Betrag von dieser Summe im Etat vorzusehen und pro 1874 nur 5 Millionen zu verwenden sind. — 15. Mai. Herrenhaus. Vor dem Ein- tritt in die Tagesordnung nimmt Fürst Puttbus das Wort und protestirt sehr heftig gegen die Ausführungen Lasker's im Abgeordneten hause bei der Debatte über die Berliner Nordbahn. Der Fürst äußert:„Lasker hat schon einmal die Tribüne als Deckmantel frecher Lügen gegen mich benutzt.“ Hier wird der Redner vom Präsidenten wegen unparlamentarischen Ausdrucks reetifieirt, worauf derselbe fortfährt: er sehe das Haupt— motiv der Angriffe Lasker's in persönlicher Ran- cune. Vor und nach Lasker's Reden über derlei Dinge werde an der Börse viel speculirt. Solchen Manipulationen sei Lasker nicht fremd(Wider spruch); er lasse sich wenigstens von seinen Ge⸗ sinnungs-Genossen mißbrauchen, die aus dem Unglück Anderer Gewinn ziehen, das sei das Verbrechen oder die Mitschuld daran. — 16. Mai. Abgeordnetenhaus. Vor Ein— tritt in die Tagesordnung ergreift der Abg. Lasker das Wort zur Widerlegung der von dem Fürsten Putbus im Herrenhause gehaltenen Rede. Lasker behauptet in 16 Punkten die Unrichtigkeit der vom Fürsten Putbus gemachten Anführungen, und sagt dann u. A.: Fürst Putbus habe ihn als Fälscher, Lügner, als einen Mann dargestellt, der dem Strafgesetz verfallen sei. Diese gezen ihn erhobenen persönlichen Beleidigungen wolle er unberührt lassen, da dieselben bereits durch den Prästidenten des Herrenhausts gerügt seien. Die angeführten Paragraphen des Strafgesetz— buches seien allerdings ein thatsächliches Moment in der Rede des Fürsten Putbus. Gegen Be— leidigungen und Verleumdungen gebe es Strafen, doch untersuche der Richter den Thatbestand. Möge das Haus entschelden! Fürst Putbus beschuldige ihn persönlicher Rancune, dagegen müsse er er— klären, daß ihm der Fürst völlig unbekannt sei— Er beschuldige ihn ferner der Börsen⸗Speculation. (Lärm, Ruft: Pfui!) Der Feldmarschall Graf Roon habe einst, wie ein Ehrenmann thue, nach eingezogenen Erkundigungen ähnliche Verdachts äußerungen zurückgenommen. Er frage, ob er sich solcher Dinge schuldig machen konnte?(Nein! Nein!) Er hoffe, auch das Land werde mit Nein! antworten. Wer aus Anderer Unglück Vortheil ziehe, sei ein Verbrecher. Darin stimme er dem Fürsten zu. Solche Verbrecher geißle er vor dem Lande. Er, Redner, sei der Gegenstand in die Tagesordnung erllärt Prinz Biron, daß er gegen Lasker's Angriffe anläßlich der Debatte über die Berliner Nordbahn vorgehen werde, so⸗ bald der stenographische Bericht vorliege. Die Rechnungen der Ober Rechnungs-Kammer und der Bericht der Staatsschulden-Verwaltung werden durch einmalige Schlußberathung, die Gesetze über das hannover'sche Höfe Recht und über die Regel; ung der Wasserlauf⸗Abgaben im Reg.-Bez. Wies⸗ baden in erster Berathung erledigt. Das Kirchen- gemeinde⸗ und Synodal Ordnungs⸗Gesetz wurde nach längerer General- und Special Debatte, wobei der Cultusminister für die Fassung des Abgeordnetenhauses eintritt, in letzterer angenommen. München. Wie man in Abgeordneten⸗Kreisen vernimmt, wird den Kammern eine Regierungs Vorlage bezüglich Einführung der Civilehe nicht zugehen. Karlsruhe, 14. Mai. In der gestrigen Abend Sitzung der zweiten Kammer wurde die Special⸗Berathung des Altkatholiken-Gesetzes be— endet. Vor der Schluß-Abstimmung protestirte der Abgeordnete Lender Namens der Ultramon- tanen gegen das Grsetz, das wider die Verfassung und die völkerrechtlichen Verträge verstoße. Staats- mintster Jolly bezeichnete den Protest als be- deutungslos. Die Ultramontanen verließen den Sitzungs Saal und wurde darauf das Gesetz einstimmig angenommen. Offenburg. Der Ausschuß des freisinnigen Vereins hat sich mit den übrigen liberalen, be— ziebungsweise gemeinnützigen Vereinen des Landes in's Benehmen gesetzt, um gemeinschaftlich mit denselben bezuglich der obligatorischen Einführung der confessionslosen Volksschulen bei den gesetz— gebenden Factoren vorstellig zu werden. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Pest, 14. Mai. Im Oedenburger Casino verwundeten vor einiger Zeit Offiziere einen Civilisten, der die„Wacht am Rhein“ angestimmt batte, in erheblicher Weise. Der damals verwundete Geometer Dörflinger hat nun von der deutschen Botschaft in Wien ein Schreiben erhalten, aus welchem hervorgeht, daß die beiden wegen des beregten Vorfalls in Unter- suchung gezogenen Offiziere des Vergehens wider die körperliche Sicherheit nach§. 680, resp. 431 432, welche eine Kerkerstrafe von 6 Monaten bis zu einem Jahre festsetzen, militärgerichtlich für schuldig erkannt und auch zum Schadenersatze von 149 fl. ö. W. an den Kläger solidarisch ver- pflichtet worden sind. Dörflinger hat das Geld für Armenzwecke in Oedenburg bestimmt. Frankreich. Paris, 13. Mai. Die Regierung wird, wie die„Agenee Havas“ meldet, den Antrag stellen, daß die Nationalversammlung das Wahlgesetz zuerst berathe und diesen Antrag zur Cabinetsfrage machen. Das rechte Centrum und die gemäßigte Rechte haben einstimmig be⸗ schlossen, die Regierung zu unterstützen. In der heutigen Sttzung der Nationalversammlung wurde Buffet mit 360 von 387 abgegebenen Stimmen zum Präsidenten wiedergewählt. Die Linke ent. hielt sich der Abstimmung. Versailles, 15. Mai. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung brachte Broglie den Gesetzentwurf über die erste Kammer ein. Bei dem Verlesen des Berichts und der Motive klaschten die gemäßigte Rechte und das rechte Centrum Beifall, die äußerste Linke und Rechte verhielten sich schweigend. Wie man versichert, wird die Discussion über die Feststellung der Tagesordnung erst am Montag stattfinden. — 16. Mai, 5 Uhr Abends. Nationalver⸗ sammlung. Bei der Berathung über die Tages- ordnung für die vorliegenden Gesetzvorlagen wird die von der Regierung für das Wablgesetz ver— langte Priorität mit 381 gegen 317 Stimmen verworfen. Die Minister zichen sich zurück.— vielfacher Verleumdung und Verdächtigung während der Thätigkeit der Untersuchungs- Commission ge— westun. Er habe nie darauf geantwortet und keine 6 Ubr. Die Ministet kebren in den Sitzungs aal zurück. Ein Deputirter der Rechten erklärt, die Fraze betreffe nicht die Keststellung der Tages ⸗ gemacht.„Wenn man uns diese Dinge aufdrängt, die dann müssen wir darüber reden.“ — 16. Mai. Herrenhaus. Vor Eintritt Mittheilung über die Thätigkeit der Commission ordnung, sondern, ob die Nationalversammlung Gewalten Mac Mabons organisiren wolle. Rampont von der Linken bemerkt:„Wir haben gegen das Partei-⸗Ministerium gestimmt, gegen die Sitzung auf Montag. Die Minister haben ihre Demission gegeben, fahren vorüber ist. Die Unterhandlungen dürften morgen fortgesetzt werden. Versailles. Man meldet von hier, daß die Ministerkrisis leicht in eine Regierungkrists um⸗ spielen, welche ihm die Rechte aufcoctroyiren wolle. Vlissingen. Nach dem„Echo du Parlement“ ge- rieth die„Livadia“ an der Mündung der Schelde auf eine Sandbank und setzte erst nach Eintreten der Fluth die Reise fort. Großbritannien. London, 13. Mai. Der Kaiser ven Rußland ist in Windsor ange— kommen. Die Stadt ist reich beflaggt. Eine unge⸗ beure Menschenmasse begrüßte den Kaiser. Nach der Ankunft fand im Schloß Familientafel statt. — 16. Mai. Die„Times“ meldet: Kaiser Alexander, die Glückwünsche der Botschafter bei deren gestrigem Empfange beantwortend, habe erklärt: die Politik Rußlands sei darauf gerichtet, den Frieden auf dem Continent aufrechtzuhalten; mächte würden ihre Anstrengungen vereinigen, um dieses Resultat zu erzielen. Schweden. Stockholm, 12. Mai. Dem schwedischen Reichstage wurde am 9. d. M. der Commisstonsbericht über den vom Generalstab ausgearbeiteten Entwurf zu den Grundzügen einer neuen Heeres-Organisation unterbreitet. Nach dieser Vorlage soll die Armee aus Linie, Land- wehr und Landsturm bestehen. Linie und Land- wehr zusammen sollen 100,000 Mann betragen, incl. Train ic. Der Landsturm besteht nur aus Infanterie. Die Wehrpflicht für das active Heer dauert vom 21. bis zum 33., zum Landsturm gehört aber jeder Schwede vom 18. bis 40. Lebensjahre. Die Dienstzeit ist bei der Cavalerie auf 17, bei der Artillerie, den Genietruppen und der Garde auf 12, bei der Infanterie und beim Train auf 10½ Monat festgestellt. Die jähr- lichen Militär- Ausgaben bei dieser neuen Ein— richtung sind auf 28,150,000 Kronen veranschlagt. Vorläusig ist der Entwurf dem Reichstage jedoch nur zur Erwägung überliefert worden. Spanien. Bilbao, 14. Mai. General Concha verweilte die letzte Nacht in Valmaseda. Ein Armeccorps ist auf Leodia, eine Division gegen den Ebro vorgeschoben. In Bilbao wird eine neue Einschließung befürchtet. General Morales errichtet Verschanzungen auf dem rechten Ufer des Nervion. Auf dem linken Ufer finden täglich Scharmützel mit den Carlisten siatt. — 15. Mai. zwischen Biscaya und dem Thal von Amezqueta besetzen. Viele Bewohner von Bilbao verlassen die Stadt. seiner Armee in Zornoja. Santander, 15. Mai. sein Commando aus Gesundheitsrücksichten nieder⸗ gelegt. worden. Amerika. Washington, 14. Mai. Der Senat hat eine Bill angenommen, welche die Bankbeschränkungen aufhebt und einen Maximal- betrag von 382 Millionen Banknoten festsetzt. Sobald der Betrag der circulirenden Banknoten um je eine Million vermebrt wird, mussen je 250,000 Yecenbacks eingezogen werden. Ferner wird eine allgemeine Amottistrung der Greenbacks festgesttzt. Vom 1. August 1878 ab werden die Grtenvacks gegen 4½ proc., binnen ciner Friß Mac Mahon haben wir niemals stimmen wollen.“ 1 a Hierauf setzt die Versammlung die Feststellung der Tagesordnung auf Dienstag fest und vertagte Paris, 16. Mai, 11 ubr 30 Min. Abds. Goulard hatte eine Conferenz mit Mae Mahon. indeß fort, die Geschäfte zu führen, bis die Krisis schlagen könne. Mac Mahon habe wiederholt erklärt, lieber zurückzutreten, als die lächerliche Rolle zu Belgien. Brüssel, 13. Mal. Der Kaiser fe von Rußland verließ auf der Nacht„Livadia“ er hoffe, die Regierungen der europäischen Haupt. General Concha hat seinen e Vormarsch angetreten und will zunächst die Defileen Don Carlos steht mit dem Gros General Elio hat Dorregarey ist zum Ober-General ernannt bDitmpad! wm en uche ert zun die Offtt un ds este 2 an für de Air das vierle d c teppelle Anz Fueelsmann 1 Mallet aus un i machen, w. Ihloß. Mie erf Ferbeiholte, un Uerdeppeln in tim 16. Me olle, wurde ich ibm ade Henn füt das Sämmlliche 11,160,575 55 sich ker Hande Ver Bauer bef Eache wie ges Frankfurt ducht- und 8 Agünstigt vom Hublikums, er u nach de el, welche Hunderung e E bie Zucht Nainn bringe iht. Der ge A Schorttern u. gewicht i dusgefellt Em Bie her und len nur 34 Ang, darun! usmerlsamkeit 1 18 Naß u Schtinen 927 Keisa 29 Holz-Ver blen in dem Gräflich v. Rantzau'sch on zehn Jahren einlösbare Staatsschuldscheine agewechselt. Newpork, 14. Mai. Gonzales, Platz- mmandant in San Jose de Guatemala, ließ m Viceconsul Magee 200 Stockstreiche ertheilen. die Wiederholung der Execution wurde nur durch e Intervention von Regierungstruppen verhindert, enen Gonzales sogar die Erschießung Magee's fahl. Die Truppen weigerten sich und nahmen Bonzales, der zu entfliehen versuchte, nach beftigem VBiderstande gefangen. Das Vorgehen Gonzales ar durch persönliches Zerwürfniß mit dem Consul ranlaßt. — 14. Mai. Die Legislatur von Arkansas t Baxter als Gouverneur anerkannt und den räsidenten Grant gebeten, die Legislatur in nen Schutz zu nehmen. — 15. Mai. Grant bat eine Proclamation lassen, in welcher er Baxter als Gouverneur on Arkansas anerkennt und die dortigen bewaff— ten Parteigänger auffordert, sich zu zerstreuen. rooke indeß, wie gemeldet wird, ist entschlossen, n Kampf fortzusetzen. Aus Stadt und Land. J Darmstadt. Zur Zeit schwebt an einem hessischen undgericht ein interessanter Prozeß, worüber wir folgendes alsächliche erfahren: Ein Bauer machle einem Handels⸗ ann die Offerte, ihm 20 Maller Frucht zu verkaufen. ir das erste Malter brauche er ihm blos 1 Heller zu zahlen, für das zweite 2 Heller, für das dritte 4 Heller, t das vierte 8 Heller und so für jedes solgende Malter e doppelte Anzavl Heller wie für das vorhergehende. Der andelsmann rechnete sich den Betrag rasch bis zum zehnten Falter aus und glaubte Wunder ein wie gutes Geschäft 3 machen, wenn er rasch den Handel vor Zeugen ab— Kloß. Wie erstaunte aber der Mann, als man die Kreide örbeiholte, um den Preis auszurechnen, als sich beim erdoppeln immer größere Ziffern präsentirten. Schon bim 16. Malter, das er mii 36,768 Heller bezahlen te, wurde dem Manne sehr schwül, die Haare sträudten h ibm ader dei den nun folgenden Ziffern zu Berge, Jan für das 20. Malter sollte er 580.288 Heller zahlen. taämmtliche Zahlen addirt, ergeben die Summe von 160,575 Heller= 4368 ½ Gulden. Natürlich weigerte i der Handelsmann nun diese horrende Summe zu zablen, Bauer besteht aber auf seinem Schein und schwebdt die Fache wie gesagt jetzt am Gericht. Allerlei. Frankfurt, 14. Mai. Heute Mittag wurde die an und Fettvieh⸗Ausstellung nebst Maschinenmarktl, ünstigt vom Wetter unter zahlreicher Betheiligung des Jublikums, eröffnet. Der erste Gang der Besucher war meift nach der Abiheilung des Zucht- und Fettviehs ge⸗ tet, welche in ihrer Gesammtheit wie im Einzelnen wunderung erregte. Seit der letzten Ausstellung 1868 t die Zucht in edleren, für die Landwirthschaft mehr winn bringenden RNacen entschiedenen Forischritt ge⸗ cht. Der gewöhnliche Landschlag ist den Kreuzungen i Schorthorn, Simmerthaler, Holländer und Berner ce c. gewichen. Während 1868 nur 130 Stück Zucht⸗ b ausgestellt waren, füllten jetzt 296 Stück die Ställe, tunter 281 ebleret Race. Das Masl-Rindvieb hielt h ftüher und auch jetzt ziemlich die Waagschale; es Inden nur 34 Stück Pracht⸗ Exemplare in der Aus⸗ lung, darunter erregten einige Normänner die größte Aufmerksamkeit. Schafe sind 79 vorhanden und 21 Zucht⸗ b 58 Mast- Schase; 1868 waren deren nut 45. Zu un Schweinen war der Andrang besonders groß, denn i Sauen mit ibren Ferkeln, darunter eine mit 17 mun⸗ en Stücken, find in der That im höchsten Grade der wunde wer th. 5 Le Auf dem Schießscheibenstande Marburg, 14. Mai. 1 N bataillons ereignete si u b 4* de nämlich durch einen, enswerther Unfall.— Es wu 2 scheint, zu früh abgescuerten Schuß der zum Mar⸗ en an der Scheibe kommandirte Oberjä ger H. schwet M wunbet. Die Kugel soll in die Brufßt eingedrungen, Unnoch aber Hoffnung vorhauden sein, den Verwundeten peberherzuftellen.(Derselbe ift inzwischen gestorben). Paris, 10 Mai. Die„Corr. Havas“ berichtet: Seit drei Tagen sehen wir uns leider genöthigt, nichts als Hiobsposten einzuregistriren, welche uns aus Loth⸗ ringen, dem Herzogthum Bar, der Grasschaft Mömpelgard, der Ober⸗Champagne, Burgund und Aquitanien einlaufen. Unsere Grundbesitzer, Pächter und Landleute sind ganz untröͤstlich. Die Gegenden, welche bis jetzt verschont ge⸗ blieben, sind ebenfalls in tausend Aengsten, denn man befürchtet, daß das fatale Welter anhalten werde. In Central-Frankteich ist der Schaden ein ungeheurer, denn was nicht schon erfroren war, ist durch den starken Frost in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai vollständig zerstört worden.— Marseille. Ein wahrhaft grauenhafter Vorfall hat die Bevölkerung der Umgegend in Erregung und eine angesehene Familie in namenlose Trauer versetzt. Der „Patrie“ werden darüber solgende entsetzliche Einzelbeiten geschrieben:„Vor ungefähr zwei Jahren verbeirathete sich die kaum 16jährige Tochter der Eheleute X...... mit einem jungen Manne aus Salen. Nach ungefähr einem Jahre feierten die jungen Eheleute die Geburt eines Kindes. Die junge Mutter war schon fast ganz genesen, als sie eines Abends einen so befligen Blutsturz bekam, daß sie sofort die Besinnung verlor und der in der Eile herbei gerufene Arzt nur noch im Hause ankam, um den Tod der jungen Frau zu constatiren. Es war Mitte August, die Zeit in welcher im südlichen Frankreich der tropischen Hitze wegen, Leichen nicht lange stehen können. Der Arzt ordnete deßhalb schon sechs Stunden nach eingetretenem Tode die Beerdigung der Leiche an, und so wurde die Todte von der trauernden Familie zur letzten Ruhestätte geleitet. Als vor einigen Tagen der Wittwer die Absicht zu erkennen gegeben hatte, sich wieder verheirathen zu wollen, reclamirte die Schwiegermutter, Mad... 5 die Leiche ihrer Tochter zur Ueberfübrung nach Marseille. Die Mutter wollte selbst bei der Ausgrabung zugegen sein. Als jedoch der Stein von der Gruft abgehoben wurde, taumelte sie entsetzt vor dem schrecklichen Anblick, der sich ihren Augen darbol, zurück. Der Sargbeckel war aufge— brochen, die Leiche lag mitten in der Gruft, die Haare zertauft, die Kleider zerfetzt und die Finger halb abgenagt, Die Verzweiflung der schwergeprüften Mutter ist unbe⸗ schreiblich, sie ist dem Wahnsinne fast schon verfallen. Das Gericht bat sosort die Untersuchung gegen diejenigen eingeleitet, welche die übereilte Beerdigung der Scheintodten veranlaßt haben. New⸗-Pork, 16. Mai. In Goshen(Massachusetts) sind drei Wasser-Reservoirs zersprungen und durch die Wassermassen drei Ortschaften fast vollständig zerstört. Die Däuser mit ihren Bewohnern, Maschinen, Geräthen wurden zahlreich sorigeschwemmt. Die Zahl der getöͤdteten Per- sonen beträgt 60. Der angerichtete Schaden hat noch nicht geschätzt werden konnen. Volksbildungsverein. Der hiesige Volksbildungsverein wird in diesen Tagen, nachdem ihm zu den Beiträgen der Mit⸗ glieder von dem Mathildenstifte für den Kreis Friedberg und dem hiesigen Vorschuß- und Credit- Verein in anerkennens- und dankenswerther Weise namhafte Mittel für seine Zwecke zur Verfugung gestellt worden sind, ein öffentliches für jedermann zugängliches Lesezimmer eröffnen. Wir dürfen hoffen, daß diese, wie wir hören, mit Freuden begrüßte Einrichtung, die allerdings nur in einsacher und bescheidener Weise ihren Ein- zug in's Leben halten kann, sich bald die Gunst unserer Bevölkerung erwerben und von den segens— reichsten Folgen begleitet sein wird. Wenn auch der Anfang zunächst nur mit politischen, belehrenden und unterhaltenden Zeitschriften, die theils auf Kosten des Vereins angeschafft, theils in freund- lichster Weise aus dem Privatbesitz uns überlassen sind, gemacht werden muß, so wird sich doch bald gewiß eine wahrhafte Volksbibliothek daraus ent⸗ wickeln, wie sie einige unserer Nachbarstädte schon seit längerer Zeit besitzen. Um nun dieses Ziel, dessen hobe Bedeutung in jetziger Zeit wir wohl nicht des Weiteren aus- einander zu setzen brauchen, zu erreichen, wünschen wit nicht blos viele lesende Besucher unserts Zim- mers, sondern wir bedürfen noch weitere zablende Mitglieder und es ergeht darum an Alle, die sich für die edlen Zwecke der sich über ganz Deutsch⸗ land erstreckenden Gesellschaft zur Verbreitung von Volksbildung, von der unser Verein ein Zweig⸗ verein ist, interessiren und noch nicht Mitglieder sind, die dringende Bitte, durch Einzeichnung in unsere Mitgliederliste unseren Verein unterstützen zu wollen. Von den aufgelegten Zeitschriften nennen wir: Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung. Die Berliner Volkszeitung. Die Neue Frankfurter Presse. Die Neue Mülhauser Zeitung. Den Oberhessischen Anzeiger. Den Wetterauer Boten. Die Gartenlaube. Daheim. Die Landw. Zeitung für Das Hess. Gewerbeblatt. Die Genossenschaftsblätter. Concordia, Zeitschrift für die Arbeiterfrage. Den Bildungsverein, das offizielle Organ der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung. Außerdem finden sich eine Menge belehrender und unterhaltender Zeitschriften in der Lesemappe. So sei denn unser Unternebmen dem Wohl- wollen Aller und unser Lesezimmer tifriger Be— nutzung und die dort aufliegenden Zeitschriften schonender Behandlung bestens empfohlen. Handel und Verkehr. Grünberg, 16. Mai. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte detragen: Waizen(100 Kilo) 16 fl. 53 kr.; Korn(90 Kilo) 12 fl. 43 kr.; Gerste(80 Kilo) 10 fl. 32 kr.; Hafer(60 Kilo) 6 fl. 50 kr.; Molter (90 Kilo) 11 fl.— kr.; Erbsen(110 Kilo) 12 fl. 5 kr.; Liusen(100 Kilo)— fl.— kr.; Samen(90 Kilo) 13 fl. 20 kr.; Kartoffeln(100 Kilo) 3 fl. 2 ke. Frankfurt, 16. Mai. Der beulige Heu und Strobmarkt war gut befahren. Heu kostete per Tir. 1 fl. 36 kr. bis 2 fl. 20 kr., Siroh per Centner 1 fl. 30 kr. bis 1 fl. 50 kr., Butter 1. Qualität 45 kr., 2. Qualität 42 kr., Eier das Hundert 3 fl.— kr. Mainz, 16. Mai. Producteumarkt. Waizen per Mai 16 fl. 25 kr., per Juli 15 fl., per. Nov. 14 fl. 25 kr. Korn per Mai 11 fl. 18 kr., per Juni 11½ fl., per Juli 10⅝ fl., per Nov. 10 fl. 18 kr. Hafer per Mai 11 fl. 15 kr., per Juli 11⅝ fl. Rübsl per Mai 17 fl. 30 kr., per Ocl. 19 fl. 10 kr. das Großh. Hessen. Verloosung. Ansbach⸗Gunzenhausener 7⸗fl.⸗Loose. Zieb⸗ ung am 15. Mai. Gezogene Scrien; 1 25 75 255 468 470 477 810 903 909 939 1111 1597 1924 2133 2141 2228 2421 2520 2583 2626 2949 2970 3129 3234 3257 3752 3769 3803 4060 4158 4313 4652 4686 Das Dampfschiff„Herder“, Capitain Fischer, von der Adler⸗Linie, welches am 80. April von Hamburg abgegangen, ist am 13. Mai, 9 Uhr Morgens, wohlbe⸗ balten in New⸗Dork angekommen. An Bord Alles wohl. Das der Deutschen Transatlantischen Dampfschifffabris- Gesellschaft(Adler⸗Linic) in Hamburg gebörende Post— Dampfschiff„Goethe“, Capitain Wilson, trat am 14. Mai seine drute diesjährige Reise mit 35 Cajüts⸗ und 416 Zwischendecks-⸗Passagieren, sowie Post und Ladung von Hamburg direct ohne Zwischenhaͤsen anzulaufen nach New⸗York an. Aecht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Oder hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dußend und 40 kr. per Glas gehorsamst. 5 ohann Maria Farina in Cöln —— 2———— steigerung. 1 den 1. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr/ a 2 5 en Kirchwald dahier 1) 1000 Glchenschäl⸗Wellen, ) 8000 Mittelwald⸗ und Vackwellen 3) 1000 Gichen⸗ e dem Fruchts Ort und Stelle bei dem Teich, bei Regenwetter aber pescher versteigert werden. Mai 1874. Kirchner. Brodmehl und Prima-Vorschuß mehl bei Zilegenberg den 16. 191 r e 753 Das Fabriklager Feuer- und Dtlebesfester Cassaschränke (neuester Construktion), Vale-System von Stern& Schneider in Bockenheim befindet sich großer Kornmarkt Nr. 8, Frankfurt a. M. 104/111. Glycerin-Ausschußseife 957 ii kleinen und großen Stücken billigst. M. D. Loeb. 1555 Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist zu haben: Dreihundert sehr schöne Stammbuchsverse enthält: AKROSTIC IHA. oder Kränze der Liebe und Freundschaft um Frauen- und Männernamen gewunden. Von Franziska Rosenhalu. Preis 36 kr. Zwei Morgen Lurzerner Klee 1568 hat zu verpachten L. Schuchard. Eier⸗Gemüsenudeln Louis inbeim. 1573 empfiehlt Pb. Dan Kümmich. r R Y Volksbildungs⸗Verein. 1569 Wir bringen biermit zur öffentlichen Kenntniß, daß unser Lesezimmer im Hause des Herrn Glasermeister Weckerling auf der Freiheit täglich von 11 Uhr Vormittags bis Abends 10 Uhr zur allgemeinen Benutzung geöffnet sein wird. 1558 Bad 5 Nauheim. Hotel de PEurope, Gasthof I. Ranges, Eröffnung den 15. Mai. Table d'höte um fund 3 Uhr. Salons und schöne Zimmer zu allen Preisen. f Diners-à-part und Restauration à la carte zu jeder Zeit. Landwirthschaftlicher Consumverein Friedberg leingetragene Genossenschaft). Bilanz am 31. Dezember 1873. Activa. Passiva. fl. kr. fl. kr. 282 38 Kassenvorrath lt. Kassabuch S. 137 104 32 Inventarium(10% Abzug) 2170 32½ Waarenvorräthe 6760 51 Saldi der Debitoren 5 Reservefond 50 40 Saldi der Creditoren 8911. 53 ½ Gewinn(fließt in den Reservefonds) 356 9318 33½ 9318 33½ Nb gez. Nebhuth. Gesammteinnahme„ fl. 31988. 51 kr. Gesammtausgabte fl. 31706. 13 kr. Hierzu Kassenvorrat h.. fl. 282. 38 kr. fl. 31988. 51 kr. Mitgliederzahl am 1. Januar 1874. 200. Mitgliederzahl am 1. Mai 1874. 275. e F, 4. Friedberg im Mai 1874. Der Ausschuß. Der Vorstand. Kriedrich Karl Weith, Haas. Lang. Nächert. 1560 Vorsitzender. » War in Nr. 58 durch ein Versehen weggelassen worden. Bekanntmachung. 7 D 1563 Die Wittwe 3 Weißbinders Johannes Heinrich 72 rann en 1 ee Gemmecker von Nieder⸗Florstadt hat am 18. Dezem.* 155 ber v. J. mit den gerichtsbekannten Gläubigern ihres 1570 empfiehlt in vorzüglichster Qualität 8 Ph. Dan. Kümmich. Ehemanns ein Arrangement abgeschlossen. Unbekannte Creppenttitte, Gläubiger, denen die Einsichtsnahme der Akten gestattet 8 5 wird, werden aufgefordert, ihre Einwendungen gegen eiden elder dieses Arrangement binnen 4 Wochen, von heute an ge⸗ rechnet, sogewiß geltend zu machen, als sonst dasselbe 1508 lplatt d 2 f d stets vorräthig gerichtlich bestätigt und in Vollzug gesetzt werden wird. 3 1975 3 Wesser e elch tor Goll Friedberg am 13. Mai 1874. Grabsteingeschäft. Großherzogliches Landgericht Friedberg. E 5 8 in Gärtner . Zimmmermann, Landgerichts⸗Assessor. 1539 wird für das Bad Salzhausen zu engagiren gesucht. Bewerber wollen sich unter Vorlage von Zeug⸗ nissen persönlich anmelden bei dem Badecommissaͤr zu Salzhausen. 1566 Die Gräfliche Hofgärtnerei in Assenheim offerirt folgende Pflanzen: Pelargonium, Larlet., 12 Stück 1 fl., Heliotrop 12 Stück 1 fl., Petunien 12 Stück 1 fl., Georginen 12 Stück 1 fl., Sommerflor⸗Pflanzen 100 Stück 24 kr., Selleriepflanzen 100 24 kr. Ein Zughund 200 Körbe Spreu. 8 1559 ist zu verkaufen bei Heinrich Mack III. Kaichen am 16. Mai 3 5 Friedberg den 16. Mai 1874. n Auftrag 5 7— Großherzogliches Ortsgericht Kaichen. 1458 Eine große Parthie leere Wiß 78 Cigarren-Kisten werden billig abgegeben. Langermann, Langerichts-Assessor. Versteigerungs⸗ Anzeige. 1564 Mittwoch den 27. Mai l. J., Vormiktags 10 Uhr, will Philipp Väth Wittwe zu Kaichen, wegen Aufgabe ihrer Oekonomie, freiwillig folgende Gegenstände in ihrer Behausung gegen Credit bis J. September J. J. gegen Bürgschaft versteigern lassen: 1 gutes Oekonomiepferd, 1 zwei Jahre altes Fohlen, 4 Kühe, wovon 2 trächtig, 7 Rinder, wovon 3 trächtig, 1 vollständigen Oekonomiewagen, 2 vollständige Wagengeschirre für 2 Pferde, eine Parthie Walzen, Gersten- und Haferstroh, cirea 60 Centner, Arbeits- Versteigerung. 4562 Samstag den 23. d. M., Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem Gemeindehause zu Hoch-Weisel nach⸗ Louis Winheim. stehende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden: 2 3 Maurerarbeit, lt. Kostenüber.. E llstä 5 W 0 Chausstrarbeit a sehlaß 85 f 30. ine v0 U ink 0 nung Lieferung von Deckplatten aus den. 1824 von 5 Zimmern ist sofork im Ganzen oder gethellt Hoch⸗Weiseler Steinbrüchen 19„ 12„ iu vermiethen bei Jos. Hoffmann. Steinbrechen 412 48 Steinfahren 4035 3 7 Aufsetzen der Steine 81 0 48„ einge f. tene Eile Buß bach den 16. Mai 1874. 1 1571 in vorzüglichsten Qualitäten zu den billigsten Metz ger 5 Preisen bei Ph. Dan. Kümmich. Bezirks⸗Bauaufseher. In dritter Auflage erschlen: Chr. Pirkmeyer's Kräuter bu nebst Hausapotheke. Mit 96 feinen Pflanzen⸗ Abbildungen. 80 Preis 25 Sgr.— 1 fl. 30 kr. rhein. Die beifällige Aufnahme, welche Birkmeyer's Kräuterbuch beim Publikum gefunden, macht bereits eine dritte Auflage nothwendig. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen ö in Friedberg durch Carl Bindernagel. 141⁵ Karben, Harmonie⸗ und Tanzmusik statt, wozu freundlichst einladet g b P. Weitzel. lische Obergehr- Hese bester Qualität per Schoppen 12 kr. 1577 Henn& Jamin. Glacé- Handschuhe. t Dlouhy'sche Gärtnerei zu Friedberg 1574 empfiehlt in bekannter Güte Frankfurter Riesen⸗ Sellerie-Pflanzen, Wirsing, Kohlraben, Rothkraut zc., je 100 Stück 24 kr., Salatpflanzen, Sommerflor in den neuesten Neuheiten. Verkaufslocal Usagasse. Stotterude heilt A. E. Gerdts, Spracharzt, in Friedberg in der Burg. 1447 1303 Mein großes Lager in Fommerpantoffeln, Morgenschuhen in Lasting, Lastingstiefeln mit und ohne Zug empfehle wieder für diesen Sommer in großer Auswahl und zu äußerst billigen Preisen. Heinrich Diehl, usagasse 354. Ochsenfleisch 1576 per Pfund 25 kr. bei 5 Bab⸗Nauheim. Moses Rosenthal. Bruch ⸗Chocolade, 1459 vorzügliche Qualität, empfiehlt Louis Winheim. Früh- Wirsing und Kohlrabi 1565 bei Schuhmacher Rausch, Neuthorstraße. Ein junger kräftiger Bursche 1556 wird zu sofortigem Eintritt gesucht. 55 Mestauration Schenk Heps- und 1572 billigst bei Ph. Dan. Kümmich. 1557 Auf ein Gut in der Wetterau wird eine ältere kräftige und zuverlässige Person gesucht, die einen kleineren Oekonomiehaushalt allein und selbstständig besorgen kann. bei der Expedition des Oberh. Anzeigers. Danksagung. 1575 r die zahlreichen Beweise der Theilnahme bei der Bek e 8 1 mutter der Frau Meline Groß, geb. Wahl, sagen hiermit herzlichsten Dank Friedberg im Mai 1874. Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Caol Bindernagel. 0 Auf allgemeines Verlangen findet Freitag den 22. Mai auf dem Selzerbrunnen, Station Groß⸗ Kinkuchen Das Nähere zu erfragen igung unserer lieben Mutter und Schwieger n a bote, Hie pin 0 anmentriten. pudgtt vn d Hosthears inen füt d en die ue amn die B anger. poll um e! un dit K lags, soweil 1 verten. — Dit. du tines n t 175,000 gueschusses n Ancht ein Gebäude m berden kant Berli Fellation R nahme der mach dem Ifründe. rng roch Stlassenen A. ri. Er het Ind nicht Vosen in om Centru Iuterpelatie Fur Windthe ebe dae! blen Mallin enn in ahin beantn N en Staat 5 Ahn. per krerkannt ha u Kirchen entlichen 6 flignung f daun, o derden, sei 0 e ortet! isruge der Alnipin g 8