losscrpettzen 1874. Donnerstag den 19. März. M 34. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Areisblatt für den Artis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. d fu zum Se ien gen den Sogn des Christian Hecht, der die Agentur von seinem : Die Gesellschast zur Ueberwachung und Ver A Amtlicher Theil. Bekanntmachung. sicherung von Dampfkesseln in Mannheim. u Fd e 1 1 9. 9 Cbristien Hecht von bier, welcher als Unteragent zur Beförderung von Auswanderern für den Hauptagenten F. J. Bothof von Main nach Amerika und Australien concessionirt war, hat diese Agentur niedergelegt. Gemäß des Art. 8 der Verordnung vom 25. Januar 1851 wird die Niederlegung dieser Agentur zur offentlichen Kenntniß gebracht und Friedberg am 5. März 1874. 1 bemerkt, daß Ansprüche an die von Christian Hecht gestellte Caution innerbalb 6 Monaten, vom Tage der Bekanntmachung an gerechnet, bei der unter zzichneten Behörde mit einer Nachweisung, daß bei Gericht Klage erhoben worden ist, geltend zu machen find, als sonst diese Caution als für Vater übernommen hat, gestellt angesehen und behandelt wird. Großherzeglichts Kreisamt Friedberg. Trapp. Deutsches Reich. Gelegenheit zur Acußerung ihrer etwa nicht berück— der Bedürfnisse des katholischen Cultus und hebt Friedberg, 18. März. Wie den„Evangel. sichtigten Wünsche oder ihrer Bedenken gegen die namentlich hervor, daß die Lage des niederen zen Dättern“ berichtet wird, sollen sieben oberhessische Bestimmungen des Gesetzes zu bieten. Klerus verbessert werden solle, wozu der Episcopat de Oemeinden mit ihren Pfarrern entschlossen sein, Neisse. Am 3. d. haben vor dem Land- durch freiwillige Beisteuer bisher nichts Nennens⸗ ir neue Kirchen ⸗Verfassung nicht anzuerkennen 1nd em Separat. Kirche zu bilden. Aus anderen Ermeinden wird berichtet, daß die Majorität der rath 72 Männer ihren Austritt aus der römisch— katholtschen Kirche ihren Anschluß an die Altkatholiken erklart. und werthes geleistet habe. Nachdem der Minister des Junern auf die gestrige Rede Hohenwart's in gemäßigter Weise replicirt und dessen Idee einer „ ee Gtmeinde⸗Glieder die Absichten der betreffenden Magdeburg, 16. Marz. Bei der beutigen Art allgemeinen Verfassungs- Concordats als NMarrer auf Separation nicht billige und daß Ersatzwahl für den Reichstag wurde nach offi- politisches Ideal bezeichnet hatte, beschloß das e dbeshalb innere Kämpfe Levorstünden. cieller Meldung der Professor v. Spbel aus Bonn Haus mit allen gegen 38 Stimmen, in die 1. Darmstadt. Dermalen finden zwischen dem einstimmig gewählt. 1458. N Spetialdedatte einzutreten. 9 * Ministerium und dazu berufenen Fachleuten Con. München. In der Erzdibcese München.— 17. März. In der heutigen Sitzung des den ferenzen statt, welche die demnächslige Ausführung Freising bat der Peters Pfennig im 3. und Herrenbauses überreichten die sast vollzählig er⸗ 15 94. Quartal des Jabres 1873 12,832 fl. ergeben, schienenen Kirchenfürsten ein Schriftstück des In⸗ des Schulgesetzes zum Gegenstand haben. . Diouh), Berli 16. März. In befniliver Schluß⸗ während in den 2 ersten Quartalen des Jahres halts, daß sie an der im Jahr 1868 ausgesprochenen — abstimmung wird angenommen das Impfgesetz, 1873 nur 6448 fl. und im 3. und 4. Quartal des Ueberzeugung von dem Rechtsbestand des Con- ae, e Strandengsordnung, deßgleichen in dritter vorbergebenden Jahres 9103 fl. gesammelt wurden. cordates festbielten und an den Verbandlungen Jes Butzbach kesung der Gesetzentwurf über die Einschränkung,— Die 32 ultramontanen Reichstags- Abge. des Herrenbauses so lange(heünedmen würden, 5 stad der Gerichtsbarkeit der deutschen Consuln in Egypten. ordneten Bayerns haben, wie hiesigen klerikalen als 8 nicht in die Sprcialberathung über Darm Es folgt die zweite Lesung des Preßgesetzes. Ein Blättern gemeldet wird, an König Ludwig II. die consesstoncllen Gesetze einginge. Das Haus 1 Antrag von Hasselmann, alle Preßelnschränkungen die Bitte gerichtet, er möge die Vertreter Bayerns nahm das Schriftstück zur Kenntniß. In dem e aufzuheben und bloß die Verläumdung durch die im Bundesrathe anweisen, ihre Summen gegen Ausschusse für die Gesetze baben die Verfaßsungs Tens Resse auf den Antrag dadurch Geschädigter mit] das Gesetz über Internirung und Ausweisung treuen die Majorität. Der Papst batte bezüglich — einer Geldbuße bis zu 5000 Mark zu bestrafen renitenter Geistlichen abzugeben. der consesstonellen Vorlagen an den Kaiser ge— — Ggclehnn Windihorg bedauert im Laufe Freiburg. Bezüglich der Besetzung des schrieben und um Zurücknahme derselben gebeten. ngsstelle ter Debatte über§. 1, daß die Regierung sich erzbischöflichen Stuhles werden neuestens die Pest, 17. März.„Lloyd“ meldet nun, daß scweigend verhalte, worauf Delbrück erklärt, daß zu Bundestegierungen die Commissionsbeschlüsse nicht zum Gegenstande von Entschließungen machen Namen Dieringer, Abt Marcus, Wolter in Beuern und Bischof Haneberg in Speyer als solche ge— nannt, über welche zwischen dem Domcapitel und die confessionellen Gesetze nicht zum Gegenstande von Auseinandersetzungen bei der Curie gemacht werden sollen. Der Kaiser habe das Handschreiben 45 1. bunten, indeß regelmäßig ihre den Beschlüssen der Regierung Unterhandlungen stattgefunden] des Papstes dem Ministerium des Aeußern mit— ter zweiten Lesun f ende Stel- haben sollten. f getheilt. f g —. re doibemuͤber einzunehmende S. Ausland. Schweiz. Bern. Der große Rath des bis- Hierauf werden ang.„. 1 bis 5 nach längerer Debetie in der Fassung Oesterreich-Ungarn. Wien, 16. März. ber anhrepisionisischen Cantons Appenzell⸗Außer⸗ de Commisslon angenommen. Im Abgeordnetenhause brachten Prato und Ge— Weben erklärte sich einstimmig für die Annahme — 18. März. Fürst Bismarck, der seit einigen nossen einen Antrag auf Gewährung eines selbst- der Bundesreviston. a en, e,, agen erkrankt ist und dessen Leiden in einer sständigen Landtages für Südtprol ein. Die erste Frankreich. Paris. Das„Paps“ ver⸗ 4 Muralgie der Nerven des rechten Schenkels be- confessionelle Vorlage wurde darauf in dritter öͤffentlicht eine Correspondenz aus Chisleburst, feht, befindet sich auf dem Wege der Besserung.] Lesung unverändert angenommen und die General-[wonach zwischen der Kaiserin, dem kaiserlichen Die Miuthellung, daß der Fürst einen Vortrag debatte über die zweite confessionelle Vorlage, be- Prinzen und dem Prinzen Napoleon ein vollstän- „des Staatssecretärs des auswärtigen Ministeriume treffend die Regelung der Beiträge zum Religions. diger Bruch eingetreten sei, da Letzterer seine per- „gegen genommen habe, ist indeß unbegründet. fonds, eröffnet und nachdem von den 25, sammtlich soͤnliche Tbeilnahme an der Vollfahrigkeits Feier 2 Die Entgegennahme von Vorträgen, sowie die gegen das Gesetz vorgemerkten Rednern 7 gesprochen des tatserlichen Prinzen abgelehnt habe. 4 N Bitheiligung an den Geschäften ist durch den hatten, geschlossen.— 1s. März. Die Zahl der nach Cbislehutst benden Zustand des Fürsten ausgeschlossen.— 17. März. Das Abgeordnetenhaus setzte abgereisten Franzosen schagt man auf 2500; unter 115— Der Entwurf eines Reichseisenbahngesetzes[die Debatte über die confessionelle Vorlage fort.] denselben sind die Gemahlinnen der Generale g— bird in den nächsten Tagen der Oeffentlichkeit zu Cultueminister Dr. Stremayr entwickelte die Grund— Canrobert und Fleurv. Da diesen Offizieren die 5 sätze der Regierungs Vorlage betreffs Bedeckung! Reise untersagt worden, sandten sie ihre Frauen. den Iwecke übergeben werden, den Betheiligten Holland. Haag. Nachrichten aus Atchin zufolge hat der General van Swieten versucht. eine Proclamation unter die kleinen Radschahs an der Küste zu vertheilen, worin er die Unter- werfung der Atchinesen anzeigt und die der Rad- schahs verlangt, indem er Schutz ihres Handels und ihrer Religion verspricht. Die Radschabs weigern sich allgemein und setzen ihren Widerstand sort. Das Gerücht von dem Tode Panglima- polin's war erfunden. Starke Befestigungen sind in der Nähe des Kraton's angelegt. Dem Ver- nehmen nach sammeln die Atchinesen ihre Macht, um das holländische Centrum anzugreifen. Großbritannien. London, 17. März. Der Herzog und die Herzogin von Edinburg statteten heute der Kaiserin Eugenie in Cbislehurst einen Besuch ab. f Chisleburst, 16. März. Die Feier der Volljährigkeitserklärung des kaiserlichen Prinzen fand unter sehr zahlreicher Betheiligung statt. Allein an französischen Gästen waren zum Empfang in Camden⸗House mebrere Tausend Eintrittskarten ausgegeben. Auf die Beglückwünschungsrede des Herzogs von Padua dankte der Prinz demselben für das dem Kaiser bewahrte treue Andenken und bemerkte, daß trotz des durch die loyale Haltung des Marschall-⸗Präsidenten Mac Mahon hervorgerufenen Vertrauens, sich die öffentliche Meinung für eine Berufung an das Volk ausgesprochen habe, und erklärte sodann seine Bereitwilligkeit, sich den Ent⸗ scheidungen des Landes zu unterwerfen, möge sie der gegenwärtigen Regierung günstig sein oder der Name Napoleon wiederum, zum achten Male, aus der Wablurne hervorgehen. Spanien. Madrid, 16. März. Serrano verfügt dem Vernehmen nach über 34,000 Mann und 90 Geschütze. Die carlistischen Streitkräfte sollen 35,000 Mann betragen. Die Stärke der carlistischen Artillerie ist unbekannt. General Loma hat 8000 Mann bei Miranda concentrirt und beabsichtigt von der Rückseite einen Angriff auf die Carlisten. g — 16. März. Wie der„Agence Havas“ aus Figueras vom 15. d. gemeldet wird, bat der Carlistenführer Saballs eine Abtheilung republi- kanischer Trupven unter Führung des Generals Nouvilas, welche auf dem Marsche zur Unter stützung des Generals Olliot begriffen war, überfallen und dieselbe sowie ihren Führer gefangen genommen. Amerika. Washington. Im Westen der Vereinigten Staaten ist seit Kurzem eine Art jener„Geistes⸗ Epidemien“ ausgebrochen, welche in Zeiten politischer, namentlich aber religiöser Ueberreizung der Völker als äußere Erscheinung der Krankheit der Volks- Seele aufzutreten pflegen. leicht schmerzlich vermißt wurde. hehre Genuß von Aufführungen Meisterwerke zu Theil wird.— wehr zum erstenmal allarmirt. gewähltes Programm und fand die Aufführung der ein⸗ zelnen Stücke, von denen einige neu und zum ersten Male an diesem Abend in otchestraler Klangentfaltung zum Vortrag gelangten und die daher unser Interesse ganz besonders in Anspruch nahmen, allgemein den wärmsten Beifall und lebhafte Acclamation. Besonders anmuthig und lieblich wirkten die Klänge der Haydn'schen XI. Sym⸗ phonie, die durch den eigenartigen Characler und die wohl⸗ ihuende und angenehme Klangwirkung, welche überhaupt den Tondichtungen dieses Meisters vorzüglich eigen sind, die Zuhörer in gespanntester Aufmerksamkeit bis zum Schlusse gesesselt hielt. Das Stück war mit vielem Eifer und Geschick eingeübt und gebührt dem Verein für die rastlose und unermüdliche Thäligkeit und für die Aufführung dieses classischen Werkes allgemeines Lob und allge— meine Anerkennung. Die übrigen Nummern„Ouverturen zu Titus und Weibertreu von Mozart, Egmont v. Beet⸗ oven“ u. s. w. erntelen durchweg den lebhaften Beifall und hielten die Zuhörerschaft in heiterer und angenehmer Summung, wenngleich auch das nach dem Concert seit— ber übliche Tänzchen von der jüngeren Generation viel Wir glauben uns der Zustimmung vieler Musikfreunde versichert halten zu dürfen, wenn wir zum Schluß noch den Wunsch aussprechen, daß der Dilettanten-Vetein auch fernerhin auf dem betretenen Wege sorischreiten möge, so daß uns noch recht oft der größerer classischer Vilbel, 16. März. Vergangene Nacht kurz nach 11 Uhr wurde unsere erst im Entstehen begriffene Feuer⸗ Im zweiten Stock des früheren Gasthauses zum Engel hatte sich ein Balken in der Nähe eines alten Kamins entzündet, welches zum Glück noch rechtzeilig entdeckt wurde und so dulch rasches Eingreifen einiger Feuerwehrmänner die Bewohner des Hauses und die Nachbarschaft vor großem Unglück ke— wahrt wurden. Büdingen, 13. März. Heute Morgen um ½10 Uhr verschied nach längerem schweren Leiden die verwiltwele Fürstin Tyckla zu Yendurg und Büdingen, geb. Gräfin zu Erbach⸗Fürstenau, nach kürzlich vollendeten 50. Jayre. Darmstad t, 16. März. Im Jahre 1872 waren im Großherzogtbum 4167 Obstweinzäpfer und zwar in der Provinz Starkenburg 2007, in Oderbessen 1931 und in dem wenbauenden Rheinhessen 329. Kelterscheine wurden 7484 Stück gelöst. Hiervon entfallen auf Starkenburg 4343. Darmstadt. In dem Großherzoglichen Museum sind kürzlich zwei vollfändige Prunkrüftungen japanesischer Aoligen aufgestellt worden, die wohl geeignet sind, den eigenthümlichen Geschmack und das vobe technische Geschick dieses alien Culturvolkes zu bezeugen.— Sie sind ein Geschenk des Freiherrn Alix v. Siebold an das Museum. Darmstad. Die Frage der Leichenvervrennung wird eben in vielen Städten lebhaft discutict und haben sich vereus einige Leichenverbrennungsvereine constituirt. Wir erfabren, daß sich auch tu unserer Stadt eine Anzahl von Personen lebhaft für die Frage interessiet und man be— apsichligt, sich mit bereits bestehenden Vereinen in Ver— dindung zu setzen. Die Angelegenheit erscheint uns aus verschiedenen Gründen der allgemeinen Beachtung werth, wie sich denn auch bereits gesetzgebende Factoren mit der— selben ernstlich befaßt haben. Mainz, 13. März. Ein frecher Raubanfall ist in Schierstein im Rheingau verübt worden. Ein aus dem gessischen Odenwald gebürtigter Cigarrenarbeiter wollte sich am Dienstag Abend mit einer Weibsperson aus Birkenau(dei Weinheim) von Schierstein nach Biebrich begeben, als er von orci Individuen, mit denen seine weib— liche Begleiterin in der Schiersteiner Herberge zusammen Neuestens haben nämlich die Weiber in den Ver- einigten Staaten eine halb aus religiösen, balb aus socialen Ursachen bervorgegangene Vexrücktheit“! in Form eines Kreuz-Zuges gegen die geistigen““ Getränke erfaßt und seuchenartig— der Volks- Mund bat dafür bereits die treffende Bezeichnung „Bet⸗Seuche“ gefunden— sich von Ohio aus schon über einen großen Theil des Unions⸗Gebiets verbreitet. Eine sogenannte Temperanz⸗Bewegung gegen das Laster der Trunksucht war langst im Gange. Die Frauen zumal hassen den Wirths⸗ haus⸗Besuch der Männer, weil er die sonst über⸗ mäßig privilegirte Stellung des schönen Geschlechts zu gefährden droht. Echt weiblich ist es aber jedenfalls, daß Singen und Beten als Gegen— mittel angewendet werden. Newpork. Nachrichten aus Mexico zufolge sind dortselbst Ruhestörungen vorgekommen. Eine durch Priester aufgeregte Volksmenge tödtete einen amerskanischen Geistlichen und plünderte dessen Besitzthum. Mehrere Priester wurden verhaftet. Rio de Janeiro. Nach Lissaboner Nach— richten von hier vom 22. Februar ist der Bischof von Pernambuco wegen Ungehorsams gegen die Staatsgewalt vom höchsten Gerichtshofe zu 4 Jahren ogirt hatte, überfallen, zu Boden gerissen und unter ebensgesährlicher Bedrohung des Inhalts seines Berliners, eines Portemonnaies und seiner Ubr beraubt wurde. Der ine der Raubgesellen, ein Bäcker Namens Friedrich Frei— mann aus Herborn, sowie die mit ihnen im Complott handelnde Weibeperson sind bereits ermittelt und ver— haftet worden. Mainz, 15. März. Heute Nacht wüthete dahier eine heftige Feuersbrunst. Die Brandstätte umfaßt den von der Holzgasse, dem Graben, der Augustinergasse und der Zuchthaus gasse von drei Seiten eingeschlossenen Häuser— complex. Cine Reibe von Häusern in der Holzgasse und in der Augustinergasse sind des Dachstuhls beraubt und in den oberen Stockwerken ausgebrannt. Niedergedrannt ist die Dampfmühle in der Zuchthausgasse, wo das Feuer seinen Anfang nahm, und am ärgsten hat der Brand in dem Innern des Quadrats gewülbet, wo der Blick nur einen rauchenden Schutthaufen sieht. Man hört, daß Menschenleben zu beklagen seien, ein Diener und eine Magd sollen verunglückt sein. Bestäligung dieser Nachricht und det von bedeutenden Verletzungen erzählenden Gerüchte bleibt abzuwarten. Ein Mädchen retteie sich durch einen Sprung aus dem zweiten Stock auf einen untergebreiteten Mantel. Die Zahl der verbrannten Gebäude mag etwa 10 bis 15 bettagen. Ueber die Entstehungsursache ver— lautet nichts Bestimmtes. Seit langer Zeit war hier kein ähnlich starker Brand zu beklagen. Heute Abend standen die Brandtrümmer noch in Gluth und schlug hier und da eine Flamme auf. Bingen, 12. März. Am Abend des 11. d. legte sich Gefängniß verurtheilt worden. Aus Stadt und Land. -r. Friebberg, 17. März. Das am verflossenen Sonnlag Abend im Saale des Hötel Trapp staltge⸗ fundene Concert der hiesigen Dilettanten-Capelle bot ung diesmal in drei Abtheilungen ein äußerst reichhalliges und in der Nähe der alten Brücke ein Frauenzimmer auf die Schienen der Nahebahn und ihr Körper wurde von dem Schnellzuge in zwei Theile getrennt. Allerlei. Frankfurt, 14. März. Gestern Abend wurde der nen Völker, dessen Identizät nunmehr vollständig festgestellt ist, im hiesigen Gesängniß eingebracht. Leipzig, 10. März. Gestern verschied hier die Wittwe Robert Blum's, Eugenie, geb. Günther. Sie war ge⸗ boten am 13. Februar 1810 zu Penig in Sachsen bei⸗ rathete 1840 den damaligen Theater⸗Cassirer Robert Blum in Leipzig und ging, nach dem gewaltsamen Tode desselben, mit ihren Kindern nach Bern, kehrte 1865 nach Leipzig zurück und lebte hier, mit Ausnahme eines einjährigen Aufenthalts in Nord-Amerika, bis zu ihrem durch ein Lungenleiden und zunehmende Alters Schwäche herbei⸗ geführten Tod. Stuttgart, 15. März. In vorletzter Nacht ist von ruchlosen Händen das Schloß zum Eingang der Grab⸗ Kapelle der Königin auf Rothenberg gesprengt und die Kapelle ihrer Schätze im Werth von mehreren 100,000 fl. beraubt worden. Volkswirthschaftliche Mittheilungen aus dem Deutschen Handelsblatt, (Organ für die amtl. Nachrichten des Deutschen Handelstags) zusammengestellt von dem Friedberger Handels verein. III. Eisenbahn-Unfälle. Capitän Tyler's Bericht über die Unglücksfälle pro 1871 in Eng⸗ land gibt an, daß in diesem Jahre von 31,250,000 Passagieren einer getödtet sei; es waren im Ganzen 57 getödtet und 896 verletzt und zwar waren von diesen Unfällen 12 Tödtungen und 845 Verletzungen ohne eigenes Verschulden der Verunglückten vorgekommen. Auf den deutschen Bahnen sind im Jahre 1871 von Passagieren getödtet 32, verletzt 119 und zwar obne ihr eigenes Verschulden getödtet 26 und verletzt 108. Befördert wurden auf sämmt⸗ lichen deutschen Bahnen pro 1871 128,548,949 Passagiere, es kommt also im Ganzen ein Ge⸗ tödteter auf 4,017,154 und wenn man diejenigen nicht in Betracht zieht, welche durch eigene Schuld umgekommen sind, ein Getödteter auf 4,944,189 Passagiere. Von Beamten und Arbeitern wurden pro 1871 ohne ihr Verschulden verletzt 145, ge⸗ tödtet 40. Staatsfinanzen. Die Staatsschulden des Königreichs Sachsen betragen nach Ausweis des Budgets in Summa etwas über 101 ½ Million Thaler. Mag wohl auf den ersten Blick diese Schuldenlast für einen Staat wie Sachsen sehr hoch erscheinen, so muß sich diese Meinung ändern, sobald man erfährt, daß fast sämmtliche Schulden, mit Ausnahme eigentlich nur der 5% 12 Mil- lionen vom Jahre 1867(Kriegscontribution) zu fruchtbringenden Zwecken, meistens Eisenbahnbauten, aufgenommen worden sind. Frankreichs Staatseinnahmen während des verflossenen Jahres decken sich nach einer vor Kurzem von dem Finanzminister veröffentlichten Uebersicht in ihrem Totalergebnisse merkwürdig genau mit dem Voranschlage. Die Gesammtein⸗ nahmen waren auf 1,811, 350,000 Francs geschätzt worden, betrugen in Wirklichkeit 1,80 7,706,000 Francs. Es ist sehr bemerkenswerth, daß 2 Jahre nach einem verheerenden Kriege die Steuerpflich⸗ tigen ihre Abgaben mit solcher Pünktlichkeit zu zahlen im Stande sind, und daß selbst die in⸗ directen Steuern, bei denen doch viel von dem sreiwilligen Gebrauch abhängt, so stark zuge— nommen haben. Die Mehreinnahme gegen 1872 beträgt 178,542,000 Francs. Eisenbahnen. In der Badischen Kammer bemerkte der Präsident des Handelsministeriums üher die Erhöhung der Taxen für Per⸗ sonenbeförderung, daß aaf Seiten der inttots das ündele Klage allen dre hungs taz f 455 55 os An von 15 h. Nu. N c 1020 3 g 657 55 1005 669 7 0 471 65 636 N70 8 . 11431 9 398 4 104 1² 55 189 W0 7 903 542 19 4000 405 11. GU U 8. 67⁴ M. 7 . 2, S. 14 427 Nr. 78 N Nr. 88. 8 F. N, 54. 95, 5 1050 Nr.. . 9, 99, 8. 1418 Nr. 4 b. 31, 48, S — Aagchegenen 8 Athabloat goss bayerische 22—— Reichsverwaltung keine Neigung dazu vorhanden sei, daß es sich sehr frage, ob dadurch nicht der Verkehr leiden werde, und auch abzu- warten sei, was von Seiten benachbarter Ver— waltungen geschehe. Das badische Eisenbahnbau-Budget beziffert sich für die nächste Finanzperiode auf ca. 25 Millionen Gulden; im sächsischen Budget sind für den Neubau von Eisenbahnen, Erweiterung der Bahnhöfe 1c. für 1874 und 75 ca. 10½ Mil⸗ lionen Thaler ausgeworfen. Aus der Rechtssprechung des Reichs-Ober— handelsgerichts. Wie bedenklich es ist, einen Wechsel zu übernehmen, ohne die vorangehenden Firmen genau zu kennen, zeigte sich in folgendem Falle. Ein Wechsel war gezogen auf ein Handlungs- Nan. Ser 35 1047 134 1 less 169 1 2477 200 ü Nd 240 * N32 1775 Irüsseler Februar. 2000. deus mit einer sehr langen Firma(Internationales * n — 0 Auerunsts- und Commissions- Bureau von X u. . 8 unter Weglassung der Sacksirma und einziger 1. N Benennung der beiden Gesells chafter; in gleicher 22— Weise hatte der eine Gesellschafter acceptirt; und 5 8 5 als nun der andere, allein solvente Gesellschafter eee derklagt wurde, wendete dieser ein, der Wechsel se ungiltig, weil nicht die Firma gebraucht sti. Dieser Einrede wurde stattgegebenz die sormale Natur des Wechsels bringt es mit sich, daß wie der Familienname, so auch der Handels— neme(die Firma) richtig angegeben sein muß.— Aus nahmsweise hatte eine unselide Bank einen seliden Director, und dieser verweigerte seine 176161 Unterschrift für ein gewagtes Unternehmen. Der Senta—— wußte sich zu delfen, indem er tin Sallclist 5 ehen Actionär als außerordentlichen Bevollmäch— cartttin ten bestellte, der trotz der Protestation des . Directors das Geschäft vollzog. Die bierauf ge— ern gündete Klage gegen die Actiengesellschaft wurde bee allen drei Instanzen zurückgewiesen; der Ver— eee bastungsrath hat kein Recht zu einer Statuten— ern i Frletzung. 0 tit da* N Ureegn an Verloosungen. 1 Serschulte dessische Ludwigsbahn 4½ù proc. Priori⸗ len von 1856. Mainz, 30. Januar. Lit A. 3 1 uin 1871 175. Nr. 27 316 383 559 614 787 798 799 846 een e 4 1020 304 318 1614 740 825 835 2053 186 f 9 506 657 680 890 968 98 3026 3134 237 538 en grtökttt 2 735 753 757 766 4430 537 793 5058 87 ten 120 290 500 043 659 679 719 938 963 6457 293 7 a0 3 329 6498 531 591 765 7023 69 86 137 228 437 — 9, 526 540 7551 652 710 725 836 8026 337 374 Wasen e C 48 635 663 710 841 8888 901 931 9126 142 259 5 4301 471 690 825 862 920 10024 470 171 272 636 870 892 925 11137 303 34. Lit. B. à fl. 350. 11431 441 328 396 476 592 593 800 13179 287 938 104 122 387 433 571 671 672 720887 940 15015 189 280 747 794 825 938 16043 104 225 421 ttt eme i 503 542 665 692 706 764. Rückzahlbar 1. März. * 1, 4 7 fl.⸗Loose. Augsburg 2. Mäcz. Februar gezogene Serien: Nr. 68 422 335 674 1 55 Gewinne: Serie 2018 Nr. 91 à 7000 fl.— 6 674 Nr. 97 3 500 fl— S. 68 Nr. 94, S. 1070 . 24. S. 1418 Nr. 57, S. 1842 Nr. 20 à 100 fl. 62 Nr. 78, S. 535 Nr. 99, 674 Nr. 8. S 1 Nr. 68. S. 1281 Nr. 6, S. 14842 Nr. 90, S. 2018 2, 54. 95, S. 2041 Nr. 7 à 50 fl. S. 68 Nr. 35. 8 1050 Nr. 11, 27, 81, S. 1070 Nr. 82, S. 1227 N39, 90, S. 1281 Nr. 13, S. 1330 Nr. 66, 88, 93 5 1418 Nr. 43 45 56, S. 1505 Nr. 24, 99 S. 2018 31, 48, S. 2041 Nr. 83 à fl. 30. Alle übrigen in gezogenen Serien enthaltenen Anlehenescheine A 8 fl. Fichabldar sofort. Gayerische 4proc. 100 Tolr.⸗Loose. München März. Serien: Nr. 40 290 517 536 556 609 930 8 1047 1318 1382 1395 1442 1494 1497 1543 1628 1693 1740 1905 1928 1959 2065 2084 1 2127 2146 2187 2202 2256 2272 236 2350 2447 2468 2474 2499 2596 2626 2649 2670 2732 2779 2981 3003 3048 3081 3180. Brüsseler 100 Frs. Loose von 1867. Brüssel, Februar. Nr. 95256 Frs. 25000. Nr. 216642 2000. Nr. 39387 86433 Fro. 1000. Nr. 78283 240 Fre. 500. Nr. 105847 131739 163873 192083 250. Rückzahlbar 2. Juli. Handel und Verkehr. H. v. Friedberg. In Nr. 30 d. Bl. sprachen wir Ansicht aus, daß kein Grund vorliege, die ö ster⸗ teich ischen Vereinsthaler nicht auch ferner als ge— liches Zahlungsmittel zu betrachten. Bestäligt sich ba⸗ teen die in den letzten Tagen von verschiedenen Zeuungen achte Nachricht, so ist die Außercourssetzung der a ttwarten. Wie die Zeitungen berichten, gab .. Naih Meitzen in der Petitionekommission des Reichs— „ degs folgende Elklärung ab: f Die öflerr. Bereinsthaler gehören nicht zu den im ut 15 Nr. 10 das Münz⸗Gesetz vom 9. Juli 1873 er⸗ 459 502 905 12043 57 127 183 201 14041 455 1080 1070 1227 1281 1330 1418 1505 1842 2018 t. Vereinsthaler durch Beschluß des Bundesralbs sicher der Geh. wähnten Thalerstücken deutschen Gepräge, welche an Stelle der Reichsmünzen bei allen Zahlungen bis zu ihrer Außercourssetzung anzunehmen sind. Dieselben ver⸗ lieren also, sofsern der Bundesrath nicht einen früheren Zeitpunkt für ihre Auseinandersetz⸗ ung auf Grund des Art. 13 des Münzgesetzes befiimmt, jedenfalls mit Eintritt der Reichswährung von selbst ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel im Reichsgebiet. Ihre Eiulssung auf Rechnung des Reichs würde der gesetzlichen Grundlage entbehren auch dahin führen, daß die außerhalb des Reichs gebiets umlaufenden österr. Tyaler das Reichsgebiet aussuchen. Bezüglich der Preuß. Friedrichsd'or machen wir auf Folgendes aufmerksam: Preuß. sog. Mittel⸗Friedrichsd'or, mit den Jabhrz. 1735, 56, 57, 59, Münzz. A., unterscheiden sich von vollhaltigen derselben Jahrgänge durch größere Dicke, rothe Farbe, vor— züglich auf den abgeriebenen Stellen, haben aröberes Ge— präge und in der Umschrift Frederievs Borvssorvym Rex staft Y lauter U; sie werden bei der k. preuß. Münze, wenn vollwichtig, um den Goldwerth von 3 Thlt. 27 Sgr. 6 fl. 49 ke. südd.— eingelöst. Friedberg, 18. März. Walzen 16 fl. 40 k.; Korn 14 fl.— kr.; Gerste 12 fl. 40 kr.; Hafer 9 fl. 30 kr. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo. Frankfurt, 16. März. Waizen esfectiv hies. 17½ fl., Korn 12¾—13¾ fl., Gerste 12½— 14 ½ fl., Hafer 11½ bis 11½ fl., Kohlsamen 16½ fl., Erbsen 12—14 fl., Wicken 10 fl., Linsen 12—17 fl., Rüböl 38 fl. Alle Preise versteben sich auf 100 Kilo. Frankfurt, 16. März. Der beutige Viebmarkt war gut befahren. Angetrieben waten: 340 Ochsen 190 Kühe und Rinder, 230 Kälber und 210 daämmal. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 42—43 fl., 2. Qual. 40 fl. Kühe und Rinder 1. Qual. 37 fl., 2. Qual. 35 fl. Kälber 37 fl. Hämmel 37 fl. Mainz, 17. März. Productenmatkt. Waizen matter, pet März 16% fl., per Mai 16 fl. 24 kr., per Juli 15 fl. 33 kr. Roggen niedriger, per März 12 fl. 33 kt., per Mai 12 fl. 10 kr., per Juli 118 fl. Hafer lebbaft, per März 11 fl. 3 ke., per Mai 11½ fl., per Juli 11 fl. 12 ke. Rücköl weichend, per Mai 18 fl. 15 kr., per Oci. 19 K. 8 de. D. Frankfurt a. M., 17. März. Die Tendenz des beutigen Geschäfts war in 15 ge starker Geckaue lust eine üdetaus matte und lustlose und nur fü: Anlagepapiere zeigte sich noch eine feste Stimmung vorberrschend. Die Haupispeculationseffecten unterlagen lebhaften Schwank ungen und gingen gegen Gestern um mehrere Gulden niedriger aus dem Verkehr hervor. In Lomdarden war das Angebot besonders stark und zwar auf die Nachricht, daß der Maicoupon nur mit 7½, Frs. eingelöß werde, wähtend man nach den Einnahmen des Vorjahres auf einen böheten Betrag gerechnet hatte. Lombarden gingen bis 150½ zurück. Creditactien und Staatsbahnactien, welche anfangs noch ziemlich fest verkehrten, ermatteten ebenfalls auf spätete flaue Berliner Course. Creditactien wichen bis 235½, Staatebahnactien bis 336 ½. Von Ocstert. Bahnen verloren Alföld 4 fl., Buschtiehrader und Elisabeth 2 fl. Dniester höher. Deutsche Bahnen be⸗ baupiel. Banken waren meist nachgedend, vorzugsweise Prov.⸗Dieconto, welche auf 79½ berabsanken. Englische Wechsler bank zu 38½ gesucht. Staatofonds fest. Oestert. Renten beliebt. Russische Pfandbriefe zu 87 im Verkehr. Prioritäten preishaltend. Von Leosen 1860er billiger. Wechsel still, Wien matier. Geld⸗Cours. Frankfurt am 17. März 1874. Preußische Fan 2 lr. Pistolen 5 Holländische fl. 10. Stucke 0„en er Ducaten. 5. ln uni Ducaten al marco„ 5 83—33 20 ⸗Frankenstücke.„ Englische Sovereigns„ 11 49—51 Russische Imperlales. ng Dollars in Golde..„ 225—26 Eingesandt. Es ist in letzter Zeit vielfach in hiesigen Kreisen die Frage erörtert worden, welche Geldanlage die beste sei, sowohl in Beziehung der Sicherheit des Kapitals, als des richtigen Eingangs der Zinsen. Die Hypothek auf Grund⸗ besitz hat ohnstreittn in der ersteren Beziehung den Vorzug vor allen anderen Geldanlagen, aber mit dem Eingang der Zinsen sieh! es leider gar zu übel aus. Staalspapiere tcagen gar gerin ze Zinsen, und die Eisen⸗ bahnwertde stehen entweder zu hoch im Preise ober sie bieten keine genügende Sicherheit. Es bleibt für den Kapitalisten, der 5% Zinsen heben und doch ruhig schlasen will, nur noch eine Geldanlage übrig, das ist die in Pfaudbriefen und in Hypothekenantheilen. Diese unter⸗ scheiden sich wesentlich dadurch, daß diese auf den Namen des Besitzers eingeschrieben find, jene keine Namen tragen. Die leichtere Beweglichkeit der Pfandbriefe wäre ein Vorzug, wenn sie sich nicht gerade dadurch von der Achnlichkeit der eigentlichen Hypothek entfernten. In der That sind sie denselben Nache heilen ausgesetzt, welche die Staats⸗ papiere baben, indem Zinsen und oft noch Kapital ver⸗ loren gehen, wenn die Inbaber nicht bie jährlichen Ver⸗ loosungslisten nachsehen. Auch vor Diebstahl sind die Pfandbriese keineswegs gesichert. Der Hypotbeken⸗ Antheilschein aber bietet in dieser Hinsicht die vollkommen dankbarste Sicherheit. Es ist dies auch wohl der Grund, weshalb bas Großherzoglich Hessische Ministerium den 3% Antheilscheinen der„Land⸗ wirihschasilichen Creditbank“ die Genehmigung ertheilt hat, zur Anlage für öffentliche Gelter zu dienen, welche Vor⸗ züge andeten ähnlichen Papieren abgehen. „ 2 8 Hülferuf! Am 24. v. Mts. ereignete sich in unserem freundlichen Neckarthale ein erschütternder Un- glücksfall. Der Taglöhner Gottlieb Wagner zu Neckarhausen bei Neckar⸗Steinach(hess. Provinz Starkenburg), ein fleißiger braver Mann, der seine Familie redlich ernährte, wurde im dortigen Steinbruch durch einen herabfallenden Stein von ttwa 15 Ctr. Schwere erschlagen. Er hinterläßt eine Wittwe mit 5 unetwachsenen Kindern, von denen das älteste kaum 10, das jüngste noch nicht 2 Jahre alt ist. Bei dem gänzlichen Mangel jeglicher Hülfsmittel würde äußerste Noth und Elend das unvermeidliche Loos der Aermsten sein, wenn sich nicht theilnehmende Herzen ihrer er— barmten. Wir bitten daher alle Menschenfreunde um Unterstützung der Unglücklichen und um Linder⸗ ung ibrer Noth. Gütige Gaben bitten wir einzu— senden an die Expedition des Anzeigers oder an den unterzeichneten Pfarrverwalter. Neckar⸗Steinach im März 1874. Im Namen des Hülfs⸗Comites: Sommerlad, Pfarrverwalter. Dr. med. Langhainz. Kreisarzt Dr. med. Baur. Schreck, Bürgermeister. Groh, Post⸗Expeditor in Neckar⸗Steinach. Musik. Lanner⸗-Album. 20 Walzer für Piano zu zwei Händen. Pr. 54 kr. 8 Walzer für Piano zu vier Händen. Pr. 54 kr. 12 Walzer für Piano und Violine. Pr. 54 kr. 20 Walzer für Violine-Solo. Pr. 36 kr. Diese Sammlung der beliebtesten Walzer des berühmten Componisten, welche in Henry Litolss's Verlag in Braunschweig erschienen ist empfielt sich den Freunden und Freundinnen der Tanzmusik in vielfacher Hinsicht. Nicht allein, daß darin die vortrefflichste Auswahl unter den schönsten Tanzweisen des Wiener Walzerkoͤnigs ge— dolen wird, sondern sie bringt dieselben auch in sebr leichten Arrangements, ohne daß dadurch der Originalität der Composiion und der Harmonie der dekannte Reiz eniogen worden wäre und ist dabei die erste dillige Lanner⸗Ausgabe. Accht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Weine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dußend und * Sichere 10 kr. per Glas gehorsamst. g Johann Maria Farina in Coln, ö Eöpel. KHanddreschmaschinen, Fyutterschneid⸗Maschinen 4. dt hin 10 verschtedenen Größen, für deren Güte e de feantirt wird(Probezett 14 Tage), sind vorräthig in 2020 1 i land wirthschaftlichen Maschinen- und Geräthewerk⸗ n Me von 107* Fauerbach b. Fr. K. Häuser. „„Alle Sorten Oelfarben i 9 1 U 11g 0 zum Anstrich fertig, empfiehlt f Wilh. Bernbeck. Samen. 692 Zur bevorstehenden Aussaat bringe meine rein gehaltenen Feld⸗ und Blumensamen unter Garantie der Keimfähigkeit und Sorten in empfehlende Erinnerung. F. Dlouhy, Kunst- und Handelsgärtnerei zu Friedberg Meine Verkaufslecaltät befindet sich Usagasse im Hause des Herrn Meßgermeister Gerth. 835 Amerikanische frühe Nosen kartoffeln hat zu verkaufen Fauerbach b. Fr. Söllner. Für Confirmanden 711 empfehle eine schoͤne Auswahl weißer Taschentücher, gestickt und glatt, Kragen, Manschetten, Aermel, Tüll krausen, weiße Unterroͤcke Herrenhemden, feine Einsätze, Vorhemden, Corsetten und Crinolines, Halsbinden, alle Sorten Handschuhe, sowie Myrtenkränze zu sehr billigen Preisen. K. Friedrich neben der Vost —̃ů 1— 3 bis 4 Obm Aepfelwein 829 werden billig abgegeben. Das Naͤhere bei Herrn Jean Huber in Friedberg. Von Brockhaus Conversationslexicon, 11.(neuste) Auflage, 18 Bände Preis fl. 45, babe ich einige ganz neue, nicht aufgeschnittene Exemplare zu fl. 30 zu verkaufen. Ich elle dabei die günstigsten Zahlungsbedingungen. 0 5 Friedberg. Carl Bindernagel. Verein für Volksbildung. 880 Samstag den 21. d. Mts., Abends 8 Uhr, im Saale des Rathhauses: Vortrag von Dr. J. Schulze aus Mainz über a 8 5 volkewirthschaftliche Entwickelung Deutschlands. Der Zutritt ist Jedermann frei. Zu zahlreicher Betheiligung wird eingeladen. Die Bewohner Friedbergs und der Umgegend werden von unterzeichnetem Comits eingeladen, den 77. Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers am 22. März festlich zu begehen. 814 Zu diesem Zwecke wird des Nachmittags ½3 Uhr ein Festmabl im Simon“ schen Saale stattfinden. Anmeldungen zu demselben seitens auswärtiger Festgenossen sind spätestens den 20. März an Herrn Gastwirtb Simon zu richten; hiesige Theilnehmer, welche die Liste, die desfalls in der Stadt in Umlauf gesetzt werden wird, nicht erbalten sollten, wollen sich bis zum 19. März bei Herrn Simon einzeichnen. g Den Schluß des Festtages wird eine gesellige Vereinigung, abwechselnd mit An- sprachen, Gesängen, Musikvorträgen, in demselben Locale Abends 8 Uhr bilden. Zur Deckung der Kosten für die Ausschmückung des Saales u. s. w. wird am Eingang ein Beitrag von 12 Kreuzern als Minimum erhoben werden. Für den äußeren Schmuck der Stadt durch Fahnen werden unsere Mitbürger an diesem Tage gewiß gerne Sorge tragen. Für das Festcomité: 5 Jäger, Oberstlieutenant. Dr. Köhler, Professor. Karl Seriba. Dr. Möller, Director. 844 Ich beehre mich biermit ergebenst anzuzeigen, daß ich vom 1. März d. J. an mein auf hiesigem Platze betriebenes Kappen⸗, Hut⸗ und Pelzgeschäft Herrn J. Koob käuflich übergeben habe. Indem ich für das mir geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte ich das selbe auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Friedberg den 18. März 1874. Hochachtungsvoll „ einn Bezugnehmend auf Obiges empfehle ich mich einem geehrten Publikum bestens unter Zusicher⸗ ung reellster Bedienung. J. Koob, vormals G. A. Velte. Aufforderung. 834 Am Begräbnißtage des verstorbenen Herrn Kreisveterinärarztes Born einigte sich eine größere Anzahl von Freunden desselben zu dem Beschluß, das Andenken und die Verdienste des Verblichenen durch ein äußeres Zeichen zu ehren, indem zugleich die Unterzeichneten mit den zur Ausführung erforderlichen Vorbereitungen betraut wurden. In Gemäßheit dessen erlaubt sich das Comité bierdurch alle diejenigen, welche dem Verstor- benen näher gestanden haben, mit dem Anfügen zur Zeichnung eines Beitrags zu bitten, daß von verschiedenen Seiten bereits die Errichtung eines Denksteins, sowie im Falle eines besonders günstigen Ergebnisses der Sammlung eine Born-Stiftung für einen milden Zweck vorgeschlagen wurde, die definitive Beschlußfassung über die Verwendung der Gaben jedoch einer demnächst zu berufenden Versammlung aller Betheiligten vorbehalten bleibt. Es circuliren in allen Gemeinden Listen, und bitten wir diejenigen, welche aus Versehen etwa über— gangen werden sollten, ihre Gaben an eines der unterzeichneten Comité-Mitglieder einsenden zu wollen. Friedberg den 15. März 1874. Das Comité: Breidenbach, Dorheim. Draudt, Büdesheim. Dr. Gebb, Vilbel. Haas, Friedberg (Vorsitzender). Heil, Wickstadt. Dr. Heuser, Friedberg(Schriftführer). Hill, Fauerbach. Koch, Hasselhecke. Lindeck, Friedberg(Kassier). Gustav Preußer, Friedberg. Reitz, Södel. Reuß, Kreisbaumeister, Friedberg. Rückert, Friedberg. Rullmann, Stammheim. Väßht, Bauernheim. Das Neueste in Goldschmuck und Goldwaaren in großer Auswahl offerire zu den billigsten Preisen. 765⁵ H. Stadelmann, Uhrmacher und Goldarbeiter neben dem Hötel Trapp. Ein Muttersehwein K 843 mit 10 Ferkeln hat zu verkaufen leesamen H. Hieronimus, 655(bester Qualität) empfiehlt Frledberg. Wilh. Bernbeck. ———— 1 Wann. 8 n 6 2 1841 Heute Mittwoch den 18. März findet im Saale des Herrn Simona auf Verlangen noch ein(letztes) Euphonisches Concert des Tonkünstlers Ringe statt.— Entrée 18 kr.— Fauille von 3 Personen 36 kr. Galerie 9 kr. Anfang 8 Uhr. Versammlung des Localgewerbocreins O 847 den 21. März, Abends 8 Uhr, in der— ö von Henn& Jamin. Tagesordnung: 1) Rechnungsabhör und Aufstellung der Voranschläge. 2) Wahl des Gesammtvorstandes. Der Vorsitzende: Re u ß.— Zwiebeln 818 verkauft C. F. Walz. Kleesamen, Erbsen& Wicken 1 732 billigst bei M. D. Loeb.„ Anfrage! 1 828 Kann Jemand, der selbst nie eine öffentliche Prüfung destanden und der keine Zeile ohne orkhoe„%1 graphische Fehler schreiben kann, Unterricht in Schul⸗ fächern oder in Technik ertheilen? Ich glaube nicht! Heinemann, Nieder-Weisel. 0— treffend: 1 842 Sämmtliche Frühjahrs-Arbeiten in Privatgärten werden bestens ausgeführt durch F. Dlouhy. * ö Gartenhaus. U die Groß 99 821 Alle Diejenigen, welche noch Zahlungen an mich zu machen haben, ersuche ich höflichst ihren Verbindlichkeiten innerhalb 14 Tagen nachzukommen, da ich vom 1. April meine Ausstände einem Anwalte zur Beitreibung übergeben werde. J. P. Born's Wittwe. Die Iessend: 4 — Wir Kutetung be Regenschirme. 67 in Seide, Zanella und Alpaka zu sehr billigen Preisegg H-. g: bei K. Friedrich, neben der Post. I Verstend 5 A das Mint Repskuchen, Kleien, Schaalen v 733 in bester Qualilät bei M D. Loeb. hubeim gert 7 belt worden find: Die dischen Fei beßda zog m Herrn g Frier berg n 26. 5. ergung dee hheichn aten 8 — 18 Sgr. Nummer, 1 Daheim. Die soeben erschienene Nr. 24 enthält: Das grüne Thor. Roman von Ernst Wichert.(Fort e f setzung.)— Der deutsche Kronprinz auf der Auerochse iu jagd. Mit Abbildung.— Der Drossart von Zen. me und d Roman aus der Zeit vor hundert Jahren. Von Georg Rußeim für nagt uf zemppoc en u, bnnlauvawng an o, — — Wiertelfäbultch Wöchentlich Hesekiel.(Fortseßung.)— Deutsche Bischöfe. III. Dr u Finan Heinrich Foͤrster, Fürsibischof in Breslau. Mit Portralt. lum ken — Am Familientische: Vom Metall unserer neuen u 2 ju ent Groschen. Mit Abbildung eines Nickelgroschens. f 6 en Rand Zu Bestellungen empfiehlt sich J 1 anheim 9 Earl Bindernagel in Friedberg. 1 dit Ann — Mellkun 0 Kirchenbuchsauszüge. shalrn dan Evangelische Gemeinde. Me rernge Getaufte: 1 unter d 8. März. Dem hies. Bürger und Maurermeistes me lörg 5 Friedrich Karl Berg eine Tochter Anna Katharina, geh, ichn“ den 24 Februar. el. 8. Maͤrz. Dem Bahnhofsarbeiter bei hiesiger Statloh 1 g der Main-Weser⸗Bahn Georg Schmidt, heimath berech ig mige in zu Schwalheim, eine Tochter Magdalena, geb. den 23. Febr, Beerdigte: Saag, 12. März. Heinrich Mulch, ehel Söhnchen des bah n Bürgers und Oekonomen Karl August Mulch, alt Nast Monate 10 Tage, 1 den 10. März. dals* bt 8 2 5 5 5 bat o. taff Israclitischer Gottesdienst in Friedberg, h Va Vegün n u g. aus Freitag Abends 5½ Uhr. su ata. Samstag Morgens 8¼ Uhr. 6 werden Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 2 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. „ N 4 (Hierzu eine Beilage.)