N 4d dens n „ u. Weber Weber. m ag b. me. 5 dert * e: Er- en Ab- 1 . —— 3— Friedtiq r Fel. soseer uon * 1874. Donnerstag den 18. Juni. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Setreffend: Abgabe von„Thierschutzgebote“ für die Schullokale. des Kreisblattes von 1873 wiederholt auf diese wohl ch für den Beitritt weiterer Mitglieder zu bemüben. —— N Friedberg den 15. Juni 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Sie erhalten in diesen Tagen die für die Schullokale des Kreises von dem Thier⸗Schutz⸗Verein unentgeldlich abgegebenen sogenannten Thier— chutzgebote, um zu veranlassen, daß solche in passender Weise in diesen Lokalen aufgehängt werden. Bei dieser Gelegenheit sind wir veranlaßt, Sie unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 5. September vorigen Jahres(in Nr. 104 tätige und humane Sache aufmerksam zu machen und Ihr Interesse dafür anzuregen, namentlich Der jährliche Beitrag ist ja ein sehr geringer. Tn * 5 den betreffenden Invaliden davon sofort Kerntniß zu geben. A0 9 §. 11. Ganzinvaliden, deren Invalidität dur“ eine im Krieg 1870/71 slittene Dienstbeschädigung herbeigeführt worden zuf den Civilversorgungsschein haden, wird nach ihrer Wahl an Stelle zes Civilversorgungsscheins eine Pensionszulage von 2 Thaler monatlich ttwährt(Anstellungsentschädigung). Das Recht zur Wahl erlischt für die bereits anerkannten Berechtigten nnerhalb sechs Monaten nach Eintritt der verbindlichen Kraft des Gesetzes, er die etwa noch später anzuerkennenden Berechtigten innerhalb sechs Nonaten nach der erfolgten Anerkennung der Invalidität, beziehungsweise turch Annahme des Civilversorgungsscheins vor Ablauf dieser Frist. §. 12. An Stelle der nach§. 76 des Gesetzes vom 27. Juni 1871 e eee für Nichtbenutzung des Civilversorgungs— eins tritt eine Pensionszulage von 3 Tbalern monatlich, welche den uvaliden allet Penstonsklassen gewährt werden kann. Ganzinvaliden, von mindestens achtjähriger activer Dienstzeit bedürfen Em Erwerbe dieser Pensionszulage des Nachweises erlittener Diensibeschä— r A, gung nicht. Die Anstebungsentschädigung und die vorerwähnte Pensionszulage nnen nicht nebeneinander bezogen werden. In dem Fall des§. 74 jede ditser Pensionszulagen für sich neben einer dem gesammten Dienst⸗ takommen gleichkommenden Pension zahlbar. §. 13. Für die Versorgungsansprüche der nachweislich durch den Krieg invalide gewordenen, aus dem activen Militärdienst ausgeschiedenen Iteroffiziere und Mannschaften gelten innerhalb der dem betreffenden Friedensschlusse folgenden 3 Jahre die Bestimmungen der§ F. 65 bis 80 * 2 0 1 1. 7 shrungsbestimmungen zu den 59. 1 bis 13(11 bis 13) zur Kenntniß ur Armee gebracht. A. Das Gesetz hat auf Grund das Artikels 2 der Verfassung des Mutschen Reiches am 22. April 1874 verbindliche Kraft erlangt. 5 F. ad§. 11. Die Anstellungsentschädigung können nur Jnveliden s dem Kriege 2870/71 erhalten, welche ihrer Gebrechen wegen nicht fähig sind im Civildieust verwendet zu werden, und hiervon: f 1) diejenigen Ganzinvaliden, welche sich im Besitze des Civilver- segungsscheins und im Genusse der Pensivaszulage des§. 71 des Gesetzes um 27. Juni 1871 befinden. 15 f Die Bewilligung der Anstellungsentschädigung an diese Juvaliden ist atbängig von dem Nachweise, daß der Besitz des Civilversorgungsscheins nicht nich gerichtliches Erkenntniß erwirkt ist(Führungsattest der Ortsbehörde). Die Zahlung der Pensions zulage beginnt für diese Ganzinvaliden nit dem 1. April 1874 und erlischt deren Wahlrecht am 22. Oetober 1874. 2) Diejenigen Individuen, welche durch§. 13, sowie a 3) diejenigen, welche erst nach Eintritt der verbindlichen Klaft dieses busetzes ein Anrecht auf den Civilversorgungsschein und auf die Pensions— Wage des§. 71 des Gesetzes vom 27. Juni 1871 erwerben. 1 G. ad F. 12. Die Pensionszulage für Nichtbenutzung des Civil ⸗ basorgungsscheins ist denjenigen— zu diesem Schein berechtigten— Aciviruen zu bewilligen, welche f 1) nach mindestens achljähriger activer Dienstzeit 1 2) durch Dienstbeschädigung a % ginvalide und(Friedensinvaliden— beim Ausscheiden aus dem activen Ienst) ihrer Gebrechen wegen zu einer Verwendung im Civildienste nicht es zlich find. 1 und welche Anspruch Vorstehendes Gesetz wird hierdurch mit den nachfolgenden Aus- Friedberg am 15. Juni 1874. Das Großherzogliche Krei amt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Auf Ersuchen Großberzoglichen Landwehrbezirkecommandos dahier, tbeilen wir Ihnen den nachstehend abgedruckten Auszug mit dem Auftrag Trapp. Hug aus dem Gesetz betreffend einige Abänderungen und Ergaͤnzungen des Gesetzes bom 27. Inni 1871 über die Pensionirung und Versorgung der Militär-Personen etc. vom 4. April 1873. des Gesetzes vom 27. Juni 1871 mit den durch gegenwärtiges Gesctz festgestellten Abänderungen(§§. 81 bis 85). Für die Versorgungsansprüche der nachweislich durch den Krieg 1870/71 indalide gewordenen, aus dem activen Militärdienst ausgeschiedenen Unteroffiziere und Mannschaften wird dieser Termin auf 4 Jahre verlängert. Sämmtliche Temporär Invaliden bleiben versorgungsbercchtigt bis zur Rückkehr der Felddienstfähigkeit. §. 16. Die Vorschriften im§. 107 Absatz 1 und 2 des Gesetzes vom 27. Juni 1871 finden nur auf die Fälle Anwendung, in welchen bei Feststellung der Civilpension die früher zurückgelegte Militärdienstzeit als pensionsfähige Dienstzeit mit in Anrechnung gebracht wird. 2 — In allen anderen Fällen greifen die Vorschrlsten des§. 108 a. a. O. Platz. §. 20. Die Vorschriften in den H§. 11, 12 und 13 finden auch auf diejenigen ehemaligen Militärpersonen Anwendung, über deren Ver— sorgungsansprüche unter Zugrundelegung der Bestimmungen des Gesetzes vom 27. Juni 1871 bereits entschieden ist, beziehungsweise zu entscheiden war. Aus den angeführten Paragraphen können Ansprüche auf Nach⸗ zahlungen für eine vor Eintritt der verbindlichen Kraft dieses Gesetzes liegenden Zeit nicht adgeleitet werden. Die Zahlung der nach den§§. 11 und 12 eintretenden Bewillig⸗ ungen für die bereits anerkannten, im Besitze des Civilversorgungsscheins, beziehungsweise im Genusse der Pensionserhöhung für Nichtbenutzung des Civilversorgungsscheins befindlichen Invaliden, hebt mit demjenigen Monat an, in welchem gegenwärtiges Gesetz Geltung erlangt. Berlin den 9. Mai 1874. Von den nach dem Gesetze vom 27. Juni 1871 versorgten, dem activen Dienststande nicht mehr angehörenden, überhaupt berechtigten Indi- viduen ist die Pensionszulage für Nichtbenutzung des Civiloersorgungs- scheins nachttäglich denen zu gewähren, welche den Besitz des Civilver⸗ sorgungsscheins nicht durch gerichtliches Erkenntniß verwirkt haben(Führungs- attest der Orts behörde). H. ad§. 13. Alinea 1 sichert auch den bereits entlassenen Indi- viduen, welche in einem Kriege eine Dienstbeschädigung erlitten haben, für den Fall eintretender Invalidität resp. erhöhter Invalidität auf 3 Jahre nach dem betreffenden Friedensschlusse die dem activen Dienststande zuständige Versorgungsberechtigung und setzt Alineg 2 außerdem für die auf den Krieg 1870/71 zu begründenden Ansprüche die Anmeldefrist bis zum 20. Mai 185 fest. Vorstehender Auszug des Gesetzes betreffend einige Abänderungen und Ergänzungen des Gesetzts vom 27. Juni 1871 über die Pensionirung und Versorgung der Militärpersonen ꝛc. vom 4. April 1874 wird biermit mit dem Bemerken bekannt gegeben, daß alle Diejenigen, denen hiernach ein Recht zur Neu- resp. Umanerkennung zur Seite steht, sich sofort bei dem betreffenden Bezirksfeldwebel zu melden haben. Ausgenommen hiervon sind die auf Grund dieses Gesetzes kürzlich von den Bezirksfeldwebeln bezüglich Ablieferung des Civilversorgungs— scheins Vernommenen, für welche das Erforderliche von diesseits veranlaßt werden wird, sowie diejenigen Invaliden, welche bei der diesjährigen Superrevision bereits untersocht wurden. 5 Friedberg den 14. Juni 1874. Großherzogliches Bezirks-Commando Friedberg. 1 Oberstlieutenant und 9. zürks» Comm. eur. Betreffend: Das Mathildenstift, hier die Vertheilung resp. Verwendung der für die Industrlieschulen für 1873 verwilligten Summen. An die Ortsschulv noch nicht erstattet haben, wollen dies baldigst thun. orstände des Kreises Friedberg. Diejenigen von Ihnen, welche die vorgeschriebenen Berichte(vergleiche Ausschreiben vom 27. Mai 1868 in Nr. U Friedberg den 16. Juni 1874. 64 des Intelligenzblattes) Tr a p p. Veröffentlichung. Betreffend: Die Regulirung der Einkommensteuer für 1875. Es wird hiermit zur Kenntniß der Kreis- Angehörigen, gebracht, daß in der Sitzung des Bezirksraths des Kreises Friedberg am 30. vorigen Monats zu Mitgliedern und Ersatzmännern der Einschätzungscommission J. Abtbeilung erwählt worden sind: Für den Steuercommissariatsbezirk Butzbach. Als Mitglieder: Bürgermeister Küchel zu Butzbach, Bürgermeister Reitz zu Sbdel, Bürgermeister Möbs zu Nieder-Mörlen, Jakob Wißler zu Butzbach, Oekonom Kammer zu Gambach. Als Ersatzmänner: Louis Vogt zu Butzbach, ˖ Friedrich Keil zu Melbach. Für den Steuercommissariatsbezirk Friedberg. Als Mitglieder: 0 Hürgermeister Schmidt zu Reichelsheim, Naufmann Winheim zu Friedberg, Peter Stoll II. zu Bad- Nauheim. Als Ersatzmänner: Bürgermeister Geibel zu Bönstadt. Po ilipp Best I. zu Bruchenbrücken. Für den Steuercommissariatsbezirk Büdingen. Als Mitglied: Johannes Mai zu Staden. Friedberg am 13. Juni 1874. Broßherzogliches Kreisamt Friedberg. . Bekanntmachung. Betreffend: Anmeldung und Prüfung der Einjährig⸗ Freiwilligen. Diejenigen Militärpflichtigen, welche als Einjährig-⸗ Freiwillige dienen eine specielle Einladung ersolgt nicht. Die unterzeichnete Commission zu ec bach beibt N 1 0 butt Gießt! Main, Weil Grand und das Gebrüll 0 Flammen f0 bonn. Dos ñdach temen in wan ne — Frank sich am 6 Nöbe befin miltelbar n lichen hinge 5 5 34 Ce w 1 5 das nel Mörlen mit Pectsgerichts gelegt wor ee Die Beit der Offenles die Gebühr chet det 6 wollen und im Großberzogthum Hessen nach§. 20 der Militär- Ersatz-[wacht außerdem auf feu gende Bestimmungen ausdrücklich aufmerksam. Geschosse) Instruction vom 26. März 1868(Reg.⸗Blatt Nr. 21) gestellungspflichtig Die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst darf nicht een sind, haben ibre Anmeldung schriftlich, unter Berücksichligung der§§. 148, vor dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß bei Verlust des Anrechts N 149, 15 152, 153, 154 und 155 der erwähnten Militär-Ersatz- In- spätestens bis zum 1.§ebruar des Kalenderjahres nachgesucht werden, in] Geundbucz struction bis eee welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. 1 we f zum 1. August d. J. Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Militärdienst] une bei der unterzeichneten Commission e falls sie sich der im ist die Aufgabe des Rec. 5 an. 8 0 5 hu, ve n September d. J. stattfinden Prüfung zu unterzieben beabsichtigen. Ausnahmsweise kann der durch die versäumte rechtzeitige Anmeldung ane voll . Der Meldung sind beizulegen: verloren gegangene Anspuich durch Entschließung der Ersatz- Behörden 1855 nich a. ein Geburtszeugniß; 3. Instanz wieder verlieben werden, wenn der betheiligte Militärpflichtige Iven b. eine beglaubigte Einwilligung des Vaters oder des Vormundes; noch nicht an einer Loosung Theil zu nehmen verpflichtet war, oder ver— ö Ne 6 ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höberen Schulen möge seiner Loosnummer disponibel geblieben ist. 0 ag d (Gomnasien, Realschulen, Progymnasien und böheren Bürgerschulen) Im letzteren Falle darf diese Vergünstigung indeß nur dann ein: nen da von dem Director bezw. Rector der betr. Lehranstalt, für alle übrigen treten, wenn der desfallsige Antrag vor der zweiten Ausbebung, bei welcher“ ligung bet jungen Leute aber von der Polizei- Obrigkeit auszustellen ist. der betheiligte Militärpflichtige zu coneurriren hat, formirt wird. 17 1 f Außerdem ist mit dem Meldungsgesuch ein vitae curriculum zu Gesuche um Wiederverleihung der durch versäumte rechtzeitige Meldung U verbinden. verloren gegangenen Berechtigung sind an die zuständige Kreis- Ersatz⸗] id de e Bei Nichlbeobachtung der bestebenden Vorschriften, oder Einreichung Commission zu richten. angenomm des Gesuchs nach dem angegebenen Termine, kann die Zulassung zu der Darmstadt den 15. Juni 1874. a nächsten Prüfung nicht stattfinden. Der Prüfungstermin, sowie das Lokal, Großherzogliche Prüfungs-Commission für Einjährig- Freiwillige. abe worin dieselbe vorgenommen wird, kann erst später bekannt gemacht werden; 0 Pa b st. Sir worden i, 1 ugleid Bekanntmachung. 5A e ee ee eee Gefälle, als Holzgeld I. Termin, Beitrag zu den Lohrinden-Versteigerungskosten, Kosten des für die Gemeinde? Tae n f 0 önne ö i W 80 von 8 ie 12 und Mittags— 2 bis 5 Ut, an. 508 e eee daga n 7)J7SCFTFTFTTrTcTĩ. 9 lien N dicste e e Bürgermeistereien dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach dem 15. Juli un 25 Friedberg den 16. Juni 1874. Großherzogliches Rentamt Friedberg. 3 Lin deck. i 90. 9 9 a0 N Ausland. noch 6½ Millionen kosten; es sind indeß noch Spanien. Madrid, 13. Juni. De. 5 Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Wie zuver⸗ 20 Millionen disponibel.„Imparcial“ meldet, daß General Concha den lässig verlautet, ist Baron Kuhn auf seine wieder Frankreich. Versaille, 15. Juni, Von Angriff auf Estella, der wegen des Regenwetters 88 holte Bitte von dem bisher innegehabten Posten] Larochefoucauld-Bisaccia wurde heute ein Antrag aufgeschoben worden war, nunmehr ernstlich vor⸗ I 4 als Reichskriegsminister enthoben und der Statt-[auf Wiederherstellung der Monarchie mit Mac. bereite. Die carlistischen Bataillone von Gul 14 wn halter und General der Cavalerie, Baron Koller Mahon als General- Statthalter des Königreichs kuzeog sollen Don Carlos den Gehorsam verweigern. Alen— zum Reiche kriegs minister ernannt worden.(lieutenant- général) eingebracht. Die National- Das„Diario espanol“ versichert, Don Carlos] Tanin auf Schweiz. Bern, 14. Juni. Die heutige] versammlung lehnte es indeß ab, den Antrag dem habe 18 Unteroffiziere, welche zur Rebellion gegen Ju. Jur sehr zahlreich beschickte Versammlung von Dele⸗ Dreißiger-Ausschusse zu über weisen. ihn aufgereizt hatten, füsiliren lassen. I Ar. 3 girten der liberalen Katholiken hat den vom Pfarrer— 15. Juni, Abends. Sitzung der National—— 14. Juni. Die Armee hat ihre Opera“ aten 42 Herzog ausgearbeiteten Kirchenorganisationsentwurff versammlung. Der bereits erwähnte Antrag Perier's tionen wieder aufgenommen. Marschall Couch 0 dem angenommen. vom linken Centrum wird mit 345 gegen 341 Stim- hat seine Truppen bei Tafalla concentrirt. n. — 15. Juni. Nachdem die neue Bundes- men als dringlich dem constitutionellen Dreißiger⸗ Italien. Rom, 15. Jani. In einen diner Verfassung das Terrain für die Bestrebungen der Ausschusse überwiesen. Ebenso wird diesem Aus heute stattgehabten Consistorium der Cardinäle f freisinnigen Katholiken der Schweiz geebnet, wird schusse der Antrag Lambert's de Ste. Croix ernannte der Papst mehrere Bischöfe. Der Ge. nun zur Gründung einer National-Kirche geschritten. überwiesen, welcher die Gewaltenverlängerung des sundheitszustand des Papstes ist gut.* 1 Die Delegirten sämmtlicher Sectionen des schweize-[ Marschallpräsidenten ausdrücklich bestätigt, zwei Türkei. Konstantinopel. Es bestätigt; 5 rischen Vereius freisinniger Katholiken versammelten] Kammern errichtet und dem Präsidenten der Repu⸗ sich, daß die Pforte den von Sadyk-Pascha ab dn sich gestern in der Bundesstadt, um den Entwurf blk und der ersten Kammer das Recht der Kammer- schlossenen Anleihevertrag zu ratiffeiren verweig N 4 einer Verfassung der katholischen Kirche der Schweiz] Auflösung übertragen will und endlich festsetzt, hat.— Gerüchtweise verlautet, es sei von einen 1 zu berathen. daß beim Erlöschen der Gewalten des Präsidenten großen Pariser Baquier eine neue Combination 4 Holland. Haag. Der Finanzbericht der der Republik die beiden Kammern, als Congreß vorgelegt worden.— Die Regierung erklärt die a Regierung an die zweite Kammer besagt: Das vereinigt, einen Nachfolger Mace Mahon's er- nothwendigen Fonds zu besitzen, um allen Juli 25 N hollänvische Desicit pro 1874 beträgt 3½ Mil- nennen oder die Verfassung revidiren sollen. verpflichtungen nachzukommen. Nur die fälligen 0 lionen; dasselbe soll durch Emittirung von Schatz Dänemark. Kopenhagen, 15. Juni. Wechsel werden prolongirt. Nene scheinen gedeckt werden. Was das Colonialbudget[ Das Gesammtministerium bat seine Demission ge- Aegypten. Cairo. Die Nachrichten von 18ʃ 80 anbetrifft, so hat der atschinesische Krieg bereits geben, der König hat dieselbe aber noch nicht an Rüstungen des Vicekönige von Aegypten sind als Du 75 gegen 13 Millionen gekostet und wird wahrscheinlich genommen. unbegründet zu bezeichnen. 15 5 0 udingen. 5 Aus Stadt und Land. Friedberg, 16. Juni. Heute Nachmittag verun⸗ nückte dahier ein Mann aus Lauterbach. Derselbe kam u dem morgigen Markte, als ihm am Usaberge die Iserde durchgingen. Er gerieth unter den Wagen und tach beide Beine. Gießen, 15. Juni. Gestern Abend gerieth auf dem Nain-Weser⸗Bahnbof ein Waggon mit 10 Stück Vieb in Irand und wurde vollständig zerstört. Schauderhaft soll is Gebrüll der armen Thiere gewesen sein, welche in den Flammen standen und denen keine Rettung gebracht werden onnte. Das Vieh war mi noch anderem zur Ausstellung ach Bremen bestimmt. Ueber die Enistehung des Feuers man nech im Dunkeln. Allerlei. Frankfurt, 15. Juni. Heute Morgen 4 Uhr erschoß ch am Grindbrunnen ein junger Mann. Ein in der zäbe befindlich gewesener Eisenbahnbediensteter war un miltelbar nachdem der Schuß gefallen, nach dem Unglück— chen hingeeilt, traf ihn aber bereits vollig leblos auf dem Boden liegend. Der durch die Schläfe gedrungene Schuß hatte ihn sofort getödtet. Frankfurt, 15. Juni. Gestern erhängte sich auf der Constabler⸗Wache ein Arrestant, welcher unter der Anklage stand, ein Verbrechen gegen die Sittlichkeit begangen zu haben. Straßburg, 15. Juni. Gestern Abend befand sich der Trödler Bender als Gast in der Brauerei zum Rothen Löwen, woselbst seine 16 Jahre alte Tochter, Rosa Bender, als Kellnerin dient. Um 11 Uhr zog Bender einen sechs— läufigen, geladenen Revolver hervor und feuerte einen Schuß auf seine Tochter ab. Er traf dieselbe in die linke Seite. Bender wollte sich hierauf selbst erschießen, wurde aber von den anwesenden Gästen hieran verhindert und alsbald in Haft genommen. Die tödtlich verwundete Tochter brachte man nach dem Spital. Der Grund dieser That soll nur der sein, daß Bender mit dem Dienst— verbältniß seiner Tochter unzufrieden gewesen sei. Handel und Verkehr. Friedberg, 17. Juni. Waizen 17 fl. 15 kr.; Korn 13 fl. 5 kr.; Gerste 13 fl.— kr.; Hafer 10 fl. 45 kr. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo. Frankfurt, 15. Juni. Der heutige Viehmarkl war in jeder Beziehung gut befahren. Preise schwankend. An⸗ getrieben waren: 360 Ochsen, 200 Kühe, 300 Kälber und 350 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 39—42 fl., 2. Qual. 37—38 fl., Kühe 1. Qual. 34 bis 36 fl., 2. Oual. 33 fl., Kälber 37—40 fl., Hämmel 38 fl. per Etr. Frankfurt, 15. Juni. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 f Nr. 2 25½ fl., r, 3 18½ fl., Nr. 5 16¾— 17 fl., Roggenmebl ¼(Berliner Marke) 18½ fl., do II.(Berliner Marke) 12 fl. Waizen effectiv hies. 17/0 fl., Korn 11½ 13 fl., Gerste 13½ bis 14½ fl., Hafer 12½¼— ½ fl., Kohlsamen 16½—17 fl., Erbsen 12— 14 fl., Wicken 10 fl., Linsen 12— 17 fl., Rüböl 38 fl. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo. Mainz, 16. Juni. Probuctenmarkt. Waizen per Juni— fl.— kr., per Juli 15 fl. 25 kr., per Nov. 14 fl. kr. Korn per Junt 10 fl. 54 kr., per Juli 10 fl. 42 kr., per Nov. 10 fl. 3 kr. Hafer per Juli 10 fl. 50 kr., per Nov. 9 fl. 48 kr. Rüdöl per Juni— fl kr., per Oct. 19 fl. 57 kr. Raps per Sept. 17 fl. ke. 35 — t Bekanntmachung. 34 Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, laß das neu errichtete Grundbuch der Gemarkung Nieder- Noörlen mit den dazu gehörigen Parzellenkarten auf dem Irtsgerichtsbureau zu Nieder-Mörlen zur Einsicht offen gelegt worden ist. Die Beibeiligten sind befugt, dasselbe während der Zeit * Offenlegung in diesem Locale einzuseben, auch gegen e Gebühr von dem Großherzoglichen Ortsgerichts-Vor— eber der Gemeinde Nieder-Mörlen Geundbuchs-Auszüge geschosse) zu verlangen. Auch werden sie duech Letzteren uf die von den Feldgeschwotenen entdeckt werdenden, sie eiteffenden Fehler aufmerksam gemacht werden. 1 1 1 1 Allen Denjenigen, welche sich bei den Angaben des tundbuchs rücksichtlich des Besitzstandes und der Größen- igabe für beschwert erachten, steht kes frei, binnen einer anerstrecklichen Frist von sechs Monaten g chis⸗Vorsteher der Gemeinde, vor welchen sie ihre etwaigen ihre ustände entweder auf gütlichem Wege bei dem Ortsge- Begner vocladen lassen können, zu beseitigen und, insoferne teses nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem für Lesitzstreiigkeiten zuständigen Gerichte gellend zu machen. In dieses Gericht ein anderes, als das unterzeichnete, so Uben sie davon, daß Letzteres gescheben, binnen eben dieser frist die Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen nnen derselben Frist alsdann ob, wenn sie vor Offen⸗ ung des Grundbuchs gegen den daselbst eingetragenen Lisitzer eine Besitzkla ge angestellt hauen. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das 1 ö 1851 Heugras-Versteigerungen. Das 1874er Heugras von den Großherzoglichen Domanial-Wiesen des Rentamts Nidda kommt unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen in folgenden Terminen zur öffentlichen Versteigerung. Größe der Wiesen in 9 a Gemarkung. Ordn.-Nr. 0 Hectareu. Morgen Versteigerungstermine. Die Versteigerung beginnt 1874. bei Berstadt Echzell Bisses u. Echzeller Mark Echzell ö Heuchelheim Lißberg Nidda N Ranstadt 413 (Hof Finkenloch) Bobenhausen ᷓ7ꝛ Echzell 24 3 14 119 9 89 87 0 1 1 8 8 1e— Zu Nidda werden nach beendi Jahr verpachtet. Dornerstag den 18. Juni, Nachm. 3 Uhr, Freitag den 19. Juni, Nachmittags 2 Uhr, Freitag den 19. Juni, Nachmittags 3 Uhr, Freitag den 19 Juni, Nachmittags 5 Uhr, Samstag den 20. Juni, Vormittags 10 Uhr, Montag den 22. Juni, Bormittags 9 Uhr, Dienstag den 23. Juni, Vormittags 10 Uhr, % Dienstag den 23. Juni, Vorm. ½ 12 Uhr, Mittwoch den 24. Juni, der der Oberweidwiese. Kindswiese. der Wehrwiese. der Riedbrücke. Wirth Mann in Lißberg. der Seewiese. Hof Finkenloch an der Ran⸗ städtet Grenze. Wiese im Heikkohl. dem Echzeller Teich. Vormittags 10 Uhr, gter Grasversteigerung vier Abtheilungen der Johannitter-Scheuer auf ein Solche, welche noch mit Grasgeld aus dem Jahr 1873 zurückstehen, werden zum Mitbieten nicht zugelassen. 5 0 8 d zugelaf Bei Bescheinigungen, die nach dem mehr bezahlt werden. 1. Oetober d. J. bei uns eintreffen, kann keine Bekanntmachungsgebühr tundpuch angibt, in Bezug auf die Personen der Besitzer g g 2 3 3 g * e Id die Größenangaben 150 allen den Fällen für richtig Bingenheim den 1. Juni 1874. R Ar- Nidda. „ angenommen, in welchen weder eine gülliche Wiseingung 9 N. idem Ortsgerichis-Vorsteber zu Protocoll gegeben, woch 7 5—** f g 5 zue gerichtliche Klage desbalb 3 und erforderlichen Main— Weser 2 Bahn 8 Ve 1. e bu ug von B a* arb 211 e n. nile falls bei dem unterzeichneten Gericht zur Anzeige gebracht 5 5 415 Die zur Herstellung des hinteren Theils am 9. ktorden ist.. 1839 Die Ausführung der sämmtlichen Arbeiten inel Landgerichts gebäude zu Friedberg erforderliche 2 kr. Zugleich werden Diejenigen, welche die in Gemäßbeit Material Lieferung bei Erbauung eines Retiradengebäudes Maurerarbeit, veranschlagt zu 229 16 —ů Ac. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, die auf ver Station Gießen soll in öffentlicher Submission ruchsteinlieferung 31 30 krwerbung des Grundeigenthums betr. beigefügten Er- verdungen werden. J Russensteinlieferung 150— Inti zerbüitel verichligt zu seben wünschen, aufgefordert, die Die Zeichnung, der Kostenanschlag und die Ueber⸗ Kalklieferung 18—— een Jötbigen Anträge binnen der fesigesetzten Frist von sechs nahmebedingungen sind auf dem Büreau der unterzeichneten e e—* ee Ronaten bei dem zuständigen Gerichte zu stellen und Betriebs⸗Inspektion zur Einsicht oufgelegt und können Stein r eit 60 42 166 zenn dieses ein anderes, als das unterzeichnete ist, bei die Submissions-Formulare daselbst in Empfang ge— Jmmerarbeit 5 27 1** gesem die Anzeige zu machen. nommen werden. Die Offerten sind portofrei und ver— Schreinerarbeit 70 30 1 Die unersireckliche Frist von sechs Monaten geht mit siegelt mit der Aufschrift,„Submission auf das Retiraden— Schlosserarbeit 85 54 4 1 Im 31. Juli l. J. zu Ende. gebäude auf Station Gießen“ bis spätestens zu dem auf eee 6 22 2 f 1 Bab⸗Naubelm am 15. Januar 1874. i Samstag den 27. Juni er., Vormittags 11 Uhr, im 1 Jr eit 3 5 126 2 — Großberzogliches Landgericht Bab⸗Nauheim. bezeichneten Büreau anberaumten Termin einzusenden. sollen 8 1 vergeben 1 Die Sub⸗ * N 11 mbc Aff e Mengc— 98.8 en de Seen— 3— 2 f enn öni 4— 5 0 1 0 Vora lag c S 5 1 end Landrichter. Landgerichte-Assessor. 25 nigliche* Inspeetion. mission der Arbeit zur Herstellung des Land⸗ 5 Atgtagds 4399 Georg Lottig zu Niederissigheim hat seine 5 gerichtsgebäudes zu Friedberg“ bis längstens den 22. Juni, 44 beberschuldung bei Gericht angezeigt Heugras-Versteigerun g. Vormittags 9 Uhr, portofrei an unterzeichnete Stelle 1 7 9— Es wird deshalb zur summarischen Schuldenliqui— Mtion und zum Versuch einer gütlichen Uebereinkunft einzusenden, woselbst Zeichnungen, Voranschlag und Be— 1838 4088 dingungen offen liegen. Freitag den 19. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Heugras in kermin auf den N* g Friedberg, 12. Juni 1874. 2 U 5 einzelnen Abtheilungen auf hiesigem Rathhause versteigert n 3 4. 26 e e C ubiger mit dem Be— Fauerbach b. Fr. den 16. Juni 1874. f— 5 a— * Ferken——— N daß die Nichterscheinenden Großherzogliche W Fauerbach b. Fr. Heu gras- Ver steigerung. 20 Oi dem Beschluß der Mehrheit beitretend angesehen Nef 2 1847 Samstag den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, e ee erden. N l soll das der hiesigen Gemeinde zustehende diesjährige Ken 0 Hanau am 28. Mai 1874. 15 9 gas Ve r st e 1 N 9˙ Heugras in einzelnen Abtheilungen bei Gastwirth Höres i Königl. Preuß. Amtsgericht, Abtheilung II. 1852 Montag den N. Juni d. J., Mittags 1 Uhr dahier öffentiich meistbletend versteigert werden. „ d Ak C ö stee r. anfangend, soll das diesjährige Heugras von den Ge- Bauernheim am 15. Juni 1874. 2 g»dt. Stoerckel. meindewiesen auf der Weid, Blechwiese, in der Weld⸗ Großherzogliche Bürgermeisterei Vauernheim. g e 1 wiese, Hantsch, kleine Hohenau und in der Auwiese, un- 938 Väth. l o lz⸗Versteigerung. gefähr 92 Morgen haltend und groͤßtentheils an der. l— 8 25— 92 19. l 4. 9 Uhr an- von Schotten nach Nidda führenden Staatsstraße ge⸗ Heu gra s-» Ver st elgerun g. 18 ts Fr 15 5 Hospitalstrauch folgendes Holz messt⸗ legen, öffentlich meistbtetend, in einzelnen Abtheilungen 1850 Freitag den 19. d. M., Vormittags 9 Uhr, soll n n Herden N unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden das der Gemeinde Rodheim gehöoͤrige Heu- und Grummet⸗ 7 86 n 9 5 1 1 1 N 0 om: 1 . 55 r 757 4 Raummeter Nadel⸗Scheltholz, Bedingungen versteigert werden. gras von eirea 50 Morgen Wiesen in einzelnen Ab— ene 21 Birken⸗ und Nadel-Prügelholz, Elchels dorf am 12. Juni 1874. thellungen auf hiesigem Gemeindehaus versteigert werden. . 14 24 Buchen, Eichen- und Nadel-Stock— G huene ann Gichelsdorf. Rodheim den 13. Juni 1874. 1 1 abe, 7 4 holz und 3 A m. a Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim. 1 7. 1 7 1 2 5 o bi — in 5 3275* c Eichen-, Nadel- und Birken He ugras-Versteigerun g. Ja cd b.. 1 9 0 olz, 1 1 855 N 5 0 1 0 0 a 75 21 4 12 151 Saint Eichen- und Nadel-Bau-, Werk- und 1859 Freitag den 19. Juni J. J., Vormittags 10 Uhr, Arbeits-Ver st e(gerung 4 1 Nutzbolz und soll das hiesige Gemeinde-Heugras in Abtheilungen 1854 Freitag den 19. Juni, Vormittags 9 Ubr, soll n 5 181 Stuck Eichen- und Nadel⸗Stangen. oͤffentlich meistbietend versteigert werden. in der Gemeinde Fauerbach für 30 fl. 9 kr. ver⸗ 1 Buß bach den 13. Jun! 1874. Bru chenbrücken am 16. Juni 1874. anschlagte Weißbinderarbeit in Accord gegeben werden. 455 17 0 Großherzogliche Bürgermeisterel Butzbach. Großherzogliche Bürgermeisteret Bruchenbrücken. Assenheim den 15. Juni 1874. F ee Küche l. agen er. 0 Wen ck, Bezirksbauaufseher, n 1 1861 zu 16 kr. S( e Ochsenfleisch, 1800 settere Stücke, als: Flehme, Brustspitze u. s. w., das Pfund 22 kr. verkaufen N Friedberg. Emmerich Hanstein. H. Schäfer. Ausgelassenes Nieren⸗ und Sackfett, für dessen Güte garantirt wird, vorzüglich zum Schmelzen, empfehlen den Hausfrauen als Unausgelassenes Nierenfett bei Abnahme von mehreren Pfunden Ersparniß das Pfund zu 20 kr. Friedberg. Sämmtliche Ochsenmetzger 1% unkündbare Pfandbriefe * Uheinischen Hpotheken- Pank zu Mannheim. Nach Erlaß des Ministeriums des Großh. Hauses, der Justiz und des Auswärtigen d. d. 1. August 1872, G.⸗Bl. Nr. XXXII. S. 308, sind die Pfandbriefe für die Anlegung von Mündelgeldern geeignet. ö Die Pfandbriefe können zum Course von 96% von der Vank und ihren Vertriebs- stellen bezogen werden. Die Pfandbriefe zerfallen in Stücke von Thlr. 100 0., Thlr. 500., Thlr. 200., Thlr. 100. Sie sind bis zum 1. Oktober 1876 unkündbar. Vom 1. Oktober 1876 an werden die Pfandbriefe innerhalb 36 Jahren durch Verloosung amortisirt. Die Pfandbriefe sind mit halbjährlichen am 1. Apeil und 1. Oktober zahlbaren Zins- Coupons versehen. Die Zahlung der Zinsen und der verloosten Pfandbriefe erfolgt bei insbesondere aber in Mannheim, Karlsruhe, Freiburg i. B., Constanz, furt a. M, Stuttgart und Basel(zum Tagescourse der Gulden). Zur Betriebsstelle haben wir den Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein Friedberg ernannt. Rheinische Hypotheken- Bank. 8 3 0 7 Industrie-Ausstellung zu Stiedberg. Veerngebung von Bauarbeiten. 1855 Für die im August l. J. zu Friedberg statt⸗ findende Wetterauer Industrie-Ausstellung sollen 2 Hallen zur Unterbringung von Geräthen errichtet werden. Die dazu erforderlichen Arbeiten sollen auf dem Submissions— weg an den Wenigstfordernden vergeben werden, wozu Termin auf Mittwoch den 24. l. M., Morgens 10 Uhr, in dem Dienstlocal Großherzoglichen Kreisbauamts Fried— allen Vertriebsstellen, Frank⸗ 1737 Gras-Versteigerung. 1848 Freitag den 19. d. M., von Vormittags 9 Uhr an, soll das der hiesigen Gemeinde gehörige Heugras in Abtheilungen auf Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Bönstadt den 14. Juni 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Boͤnstadt. Geibel. Sommertheater in philippi's Garten in Frirdberg. 1856 Dem hochgeebrten Publikum diene zur Nachricht, daß im Laufe dieser Woche das erste Gesammtgastsplel der Mitglieder des Mannheimer Vaudeville Theater beginnt. Alles Naͤhere besagen die Theaterzettel. Bee tz, Direktor. Bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad— Nauheim ist vorräthig: Toasthüchlein, oder 300 der ansprechendsten Trinksprüche zum Ausbringen bei Familienfesten und Gesell⸗ schaftlichen Mahlen. Gesammelt von Alvensleben. Zweite Auflage. Preis 36 kr. Durch Ausbringung eines gut gewählten Toastes erhält jedes Gastmahl eine besondere Annehmlichkeit; in diesem Buche findet man dreihundert auf alle Fälle be⸗ rechnete Toaste. 1853 Limburger Käse, 1708 per Pfund 15 kr., aue D. Loeb. Annonce. 1863 Ich wohne von heute an bei Herrn Joseph Hoffmann, Posamentier. Friedberg, 17. Juni 1874. Heinrich Präfried, Buchbinder. Stotternde heilt A. E. Gerdts, Spracharzt, in Friedberg in der Burg. Eine Scheune von Eichenholz 1828 steht zum Abbruch zu verkaufen bei Friedrich Ritzel, Schmtermeister. Ein Lehrling 1823 kann gegen Lohn die Bäckeret erlernen bei Ch. Weißenbach. Lortschritts-Medaille, berg anberaumt wird, wo auch bis dahin Voranschlag Wiener Weltausfellung 1873. und Pläne offen liegen. Nähere Auskunft ertheilt gern Herr Bauaccessist Schnitzel zu Friedberg, sowie der Unterzeichnete.— Die Angebote auf die einzelnen Arbeiten haben in Prozenten zu geschehen und sind versiegelt mit der Auf— schrift„Zimmerarbeit. für die Industrie-Aus-⸗ stellung zu Friedberg“ auf dem Büreau Großherzoglichen 5 Kreisbauamts bis zu obigem Termin einzureichen. Die einzelnen Arbeiten sind veranschlagt 1) Zimmerarbeit zu 643 fl. 32 kr. 2) Dachpappearbeit zu 287„ 1 3) Schlosserarbeit zu 65„—„ Friedberg den 16. Juni 1874. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. ö 1 Die vorzüglichen Chocoladen aus der Fabrik von 15 Franz Stollwerck, Hoflieferant, Köln, Hochstraße 9, g bewähren ihren gesicherten und in steter Zunahme F begriffenen Weltruf ducch die Bereitung aus feiner Cacao und Zucker, ohne jedwede fernere Beimischung.! Verkaufsstellen: Friedberg bei Wilh. Fertsch, Hofapotheker Wilh. Sturmfels. 914 0 Zahlreiche frühere Prämiirungen und Aus— Re u ß. zeichnungen. Vergebung von Pflasterarbeiten. 5 i 11 e der Fahrbahn in der Kreis— adt Vilbel erforderlichen Arbeiten, sowie auch die 4566 zräfli ir rei i ss i Liefzrung und Anfuhr der Materialien, als 14 t 10 5 e Hofgärtnerei in Mssenheim 1) Pflasterarbeitslohn, veranschlagt zu 928 fl. 45 k. r Mee 1 hn, ve e e e e Pesargonium, Xarlet., 12 Stück 1 fl 2) Lieferung von circa 266 Kubikmeter Heliotrop 12 Stück fl 7 Pflastersteinen, veranschlagt mit Jene 11 Sa!. i 7 Setzer⸗ und Behauerlohn Georginen 12 Stück 1 fl., 0 Auferung wen eirea 260 Cubik⸗ ö Sommerflor-Pflanzen 100 Stück 24 kr., meter Kies, veronschlagt zu 624 fl.— kr. Selleriepflanzen 100 24 kr. sollen Mittwoch den 24. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, in dem Gemeindehaus zu Vilbel an den Wenigstnehmenden ein zuverlässiger Mann, gelernter öffentlich unter den daselbst bekannt gemacht werdenden Bedingungen vergeben werden. Voranschläge und Be— Schneider, als Portier und Sackflicker bei F. Wiemer in Bonames. dingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist vorräthig: zur Einsicht offen Friedberg den 14. 1 75 1874. Großherzogliches Kreisbauamt Fried berg. Re u ß. 0 Faulenzer Abtheilungen versteigert werden. Die Großherzoglichen für die neue deutsche Reichs münze Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden Mark und Pfennige ersucht, dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen be⸗ in Gulden und Kreuzer, Thaler und Silbergroschen kannt machen zu lassen. Gegen genügende Bürgsckaft Franes und Centimes, sowie umgekehrt nebst Wurftabelle wurd Zablungsfrist bis zum 1. Oktober d. J. gestattel. bor 20 Markstücke. Auszug aus dem deutschen Münzgesetz Inheiden am 14. Junt 1874. j und Werth der bekanntesten Gold- und Silbermünzen. Großherzogliche Vürgermeisterci Inheiden— 40. Auflage.— Preis nur 6 kr. Ko ch, Ae Wiederveikäufer erhalten angemessenen Rabatt, 3431 fl.— kr. 1794 Heugras ⸗Versteigerung. 1849 Freitag den 25. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, soll das diesjährige Heugras von den hiesigen Gemeinde- wiesen, eirea 200 Morgen haltend, meistbietend in einzelnen Limburger Kaͤse 1816 offerire à 14 kr. per Pfund, bei Abnahme mehrerer Kisten bedeutend billiger. Ph. Dan. Kümmich. 1692 Ein reinliches braves Mädchen, welches noch nicht gedient zu haben braucht, wird für einen ruhigen Dienst zum 1. Jull gesucht. Näheres bei der Expedition d. Anz. 85 Ein Mutteresel, 1844 4 Jahre alt, ist zu verkaufen bei ö ö Justus Schmidt, in Unterschmitten bei Nidda. Ein Junge, welcher Pfingsten d. J. confirmirt worden ist, Nähere Auskunft 1845 f wsünscht als Schreiber einzutreten. ertheilt die Expedition d. Anz. Danksagung. g 1846 Für die mir bei dem Hinscheiden meiner Cousine so vielfach erwiesene Theilnahme, insbesondere ihre Be⸗ gleitung zur letzten Ruhstätte, meinen innigsten Dank. Bad⸗Nauheim am 15. Juni 1874. 5 Ullrich, Landrichter. 9 e 8 1 N— 5 1862 Für die zahlreichen und wohlthuenden Beweist danken herzlich die tiefgebeugten Eltern a C. Görtz und Frau. een 7 Aratlitischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: 4 Freitag Abends 7% Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. Berantw. Neb.: Carl Vindernagel. Zruck und Nerlag von Carl Bindernagel (Hierzu eine Beilage). Heil 0 Darn N 0 blatt Ne 4. Bekannt lalssend de uur Vefceülune inden des iI. Otde IV. Erne mder Orben v. Namen II. Cre VII. Dien roßberzeg be In Newtons, Sber⸗Rechnung (heilung ber ernennen; inter zu Bu gelbac, von angelichen Pf sein Nachsus tigen Dien Abenllichen Pit In Mitzliede . Verwallung . wwanzelischen A vangeliche stunten Mich U an de u P. April d Sale zu Nack A hm übertta Aim zu endet Sgulfelle zu d Ichter an det Fön ad Hahn, Muheim, und die Büdeshei Fuckenderg, zu Ariranten Ft und Schiffbau dennen, dem Schule zu Ge ole siebente er dem Schulamt wach, die zwe Ubertragenz ischen Schu 0 ed der Theilnahme bei dem Tod unserer beiden Kinden Aibernahme e ulstelle zu ano denselben i bemselben! Nirs an ber its präsentitt 10 Engert a. ten Haupt 1 Leise a Iwaller Johan len die Aller ich der diese von dem r füt neue ut erstet Munichweig, Alchule zu O 0 und am 9 senniramleg f kmarntzt d. 0 nen; dem 8 alben, d. zu über etode⸗ Ven ö sleater, Gar Mai dem hemmend Schulen U du d 7 * Beilage. Oberhessischer Anzeiger. M 71. — de* 1 Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großberzogliche Regiet- agsblatt Nr. 27 enthält: 1. Bekanntmachung Großherzogl. Kreisamts Worms, keffend die Erhebung einer Umlage von den zum sedhof-Verbande zu Dalsbeim gehörigen Israeliten. II. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium s Innern für das Jahr 1874 genehmigten Umlagen 8 Bestreitung von Communalbedürsnissen in den Ge— inden des Kteises Büdingen. III. Ordensverleihungen. IV. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen mder Orden. Y. Nameneveränderungen. VI. Ertbeilung von Erfindungspatenten. VII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der oßberzog haden allergnädigst geruht: am 13. März Revisionsgehülsen August Reitberg aus Mainz zum der ⸗Rechnungsprobator zweiter Klasfe bei der zweiten theilung der Justiftcatar der Ober ⸗Nechnungskammer ernennen; am 17. April den zweiten evangelischen ter zu Butzbach, im Dekanate Friedberg, Georg gelbach, von Uebernahme der ihm übertragenen ersten ingelischen Pfarrstelle zu Alsfeld, im Dekanate Alsfeld, sein Nachsuchen zu entbeben und auf seiner gegen— tigen Diensistelle zu belassen; am 25. April den entlichen Prosessor, Hofrath Dr. Etienne Laspeyres, m Mitgliede der Prüfungs⸗Commission für das Justiz⸗ Verwaltungssach zu bestellen, dem Schullehrer an evangelischen Schule zu Ober⸗Gleen, Reinhard Dietz, evangelische Schulstelle zu Melbach, dem Schulamts⸗ itanten Michael Storck aus Alzey, die erste Knaben; de schelstelle an der Gemeindeschule daselbst zu übertragen; F 28. April den Schullehrer an der ersten katholischen Sdule zu Nackenheim, Simon Seib, von Uebernahme ihm übertragenen katholischen Schulstelle zu Bechtols⸗ zu entheben und demselben die erste katholische wulstelle zu Ober⸗Ingelheim; am 30. April dem Schul⸗ Acer an der zweiten evangelischen Schule zu Sddel, mad Hahn, die fünfte evangelische Schulslelle zu Bad— Lichten N Miheim, und dem Schulamtsaspiranten Kaspar Kunz 5 n Büdesbeim, die zweite katbolische Schulstelle zu tenberg, zu übertragen; am 2. Mal den Brückenwärter— Miranten Friedrich Petry von Mainz zum Brückenwärer n Schiffbauer bei der Schiffbrücke zu Worms zu er⸗ ünrien, dem Schullehrer an der zweiten evangelischen 1 Saule zu Groß⸗Karben, Johann Daniel August Müller, de siebente evangeliche Schulstelle zu Bad⸗Nauheim, und In Schulamtsaspiranten Johannes Körbel aus Schlier— die., die zweite evangelische Schulstelle zu Walldorf zu 9 metragen; am 4. Mai den Schullehrer an ger evan— zischen Schule zu Hainchen, Philipp Strob, von der Mernahme der ihm übertragenen vierten evanzelischen Stulstelle zu Eberstadt, auf sein Nachsuchen zu entheden ö 2 „ Uaübkisdtr. J — f enen ien ui denselben auf seiner gegenwärtigen Stelle zu belassen; in demselben Tage dem zur Stelle eines ersten Haupt fur mich ehers an der Volkeschule zu Kürnbach, Gr. Badischer s präsentirten und nominirten Schulverwalter Georg r Engert aus Guttenbach und dem zu: Stelle eines ten Hauptlehrers an der Volksschule zu Kürnbach, 1 Badischer Seite präsentirten und nominirten Schul⸗ 1* alter Johann Adam Wenger aus Fliesbach für diese um— len die Allexhöchste Mitherrschaftliche Bestätigung unter „ et ß der diesseinngen Prüfung zu ertheilen; 5 Mal von dem Fürsten zu Isenburg-Birstein präsenürten — er für neuere Sprachen an der landwirthlichen Lehr⸗ sel, mit erster Ordnung zu Helmstädt, im Herzogthum unschweig, Carl Wilhelm Prosch, zum Lehrer an der ⁊hnit/ schule zu Offenbach, mit Wirkung vom 1. April d. J. * 28 und am 9. Mai den Kreisveterinäkarzt des Kreis— 1 8 0 — märamies Vilbel, Johannes Georg Gebb, zum Kreis— 1 h märarzt des Kreisveterinäramies Friedberg zu er⸗ f.„n eh en; dem Schulamtsaspiranten Peter Schneider aus een, Itolsheim, die dritte evangelische Schulstelle zu Büttel— g eh, zu übertragen; und die provisorische Hofthealer— erobe⸗Verwalterin Margarethe Hieb definitiv zur „ 3 e Verwalterin zu ernennen; am J Mai dem Schulamtsaspiranten Georg Lorz aus eennenbach, im Kreise Lindenfels, die evangelische ug. be ginstelle zu Helmhof, im Kreise Wimpfen zu übertragen; 4 n 1 60 n 1. Mat den Lehrer an der Stadtmäsdchenschule zu enn en ata, Georg Heck, zum Lehrer an der städlischen i lelschule zu Darmstadt zu ernennen, dem Schulamts 1 401. 0 einten Valentin Trember aus Seieenbuch die kaigg. .„ Scqulsielle zu Haßloch zu übertragen; den Leib. g een Joannes Heintich Rausch zum Kanzleidiener bel e Oberft Hosmatschall Amte, den Hoflakaien Johannes — ate zum Letblakaien und den Hossaalwärter Philipp 2 kur, Int zum Hoflakaten, zu ernennen; am 29. Mai dem 0 1 4 Aehrer an der israelitischen Schule zu Gunletsblum, * ö mann Sgteinberger, die, Iraelitische Elementar Schul; i n er zu Anger), mit Wükung vom 1. Juli 1874 an, 1 N ertragen. Am 4. April wurde dem Pfarrverwaller . Klein die katholische Pfarrstelle zu Groß⸗Unmstadt, u Pfartverwalter Anton Ochs die katholische Pfarrstell leler⸗Schönmaltenwag, und am 20. April dem Pfarr⸗ ter Franz Bangert die katholische Pfarrstelle zu Eich magen. um 27. April ist dem Pfarrverwalter Franz Voile katholische Pfarrstelle zu Mombach, und dem — ewerwalter Bernhard Wiedemann die katholische Pfarr⸗ 4 7 24 f 1 1—— stelle zu Bretzenheim übertragen worden. Am 29. Mai wurde dem Peter Lahr aus Gumbsheim für den Kreis Darmstadt und dem Ludwig Bergauer aus Butzbach für den Kreis Friedberg das Patent als Geometer der zweiten Klasse ertheilt. VIII. Cbarakter⸗Ertheilungen. Seine Königl. Hoheil der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Mai dem Hofmusiker Peter Dern den Charakter als„Kammer- musiker“, am 15. Mai dem Rentamtman des Rentamts Friedberg, Stephan Lindeck, den Charakter als„Domänen— zath“ und am 18. Mai dem Kreisbaumeister des Kreis— bauamis Bensheim, Christian Horst, den Charakter als „Baurath“ zu verleihen. IX. Versetzungen in den Rubestand. Seine Königl. Hoheit der Großberzog haben allergnädigst gerubt: am 25. April die Lehrerin an der Mädchenschule zu Oppen beim, Clara Glaubrecht, auf ihr Nachsuchen, am 29 April den ersten Registrator bei dem Mintisterium des Innern, Geheimen Regierungsrath Philipp Jäger, auf sein Nach suchen, den Bauaufseher Johannes Philipp Alker auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung feiner langjährigen lreuen Dienstleistungen, am 13. Mat den Forstmeister des Forstamis Mainz, Friedrich Hoffmann, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner mehr als sünszigjährigen lteu geleisteten Dienste, und am 15. Mai den Schullehrer an der Gemeindeschule zu Uffvofen, Wilhelm Sauer, am 18. Mai den Districtseinnehmer zu Wald-Michelbach, Ferdinand Heß, auf sein Nachsuchen, am 21. Mai den Stadigerichtodiener in Darmstadt, Johannes Darmstadt, auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Ge— sundheit, und den Oberst Hofmarschall-Amts⸗Kanzleidiener Georg Martin wegen geschwächter Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen. X. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die zweite evang. Pfacrstelle zu Reichelsheim, im Dekanate Erbach, mit einem jährlichen Gehalt von 638 fl. 51 kr.; dem Grafen zu Erbach⸗Erbach steht das Präsentationsrecht zu dieser Sielle zu; die zweite cvangelische Schulstelle zu Flonheim, im Kreise Alzey, mit einem jährlichen Gehalt von 500 fl.; zwei mit akademisch gebildeten und geprüften Lehrern zu besetzende Rectorstellen an der städischen Mittel— schule zu Darmstadt(und zwar eine an der Mittelschule für Knaben und eine an der Mitlelschule für Mädchen) mit Gehalten von je 1300 bis zu 1700 fl. jährlich, aus- schließlich der Wohnungsvergütung; drei Elementarlehrer— stellen an det slädtischen Mittelschule(für Knaben) zu Darmstadt mit Gehalten von je 800 dis zu 1200 fl. jährlich, ausschließlich der Wohnungsvergütung. XI. Sierbfälle. Gestorben sind: am 26. März der pensionirte Ober⸗Einnehmer Wendel Moser zu Mainz; am 28, März der Oberst i. P. Friedrich Chrisuuan Wolff zu Darmstadt; am 31. März der Oberst i. P. Wilhelm Isaak Lauer zu Darmstadt; am 9. April der Aufseher auf der Grube Ludwigs-Hoffnung bei Melbach, Johannes Major zu Beienheim; am 10. Apeil der Schullehrer August Heßler zu Wölfersheim; am 12. April der pensionirte FJorstwart Kaspar Laub zu Nieder-Ohmen; am 17. April der Schullehrer Peter Joseph Metz zu Klein Steinheim; am 1. Mai der Riitmeister i. P. Heinrich Adam Schmidl zu Darmstadt; am 3. Mai der Kreiswundarzt Johannes Blücher zu Wimpfen;z am 6. Mal der pensioninte Schul— lehrer Andreas Jost zu Betzenrod; am 7. Mai der pen— sionirte Forstwart, Förster Alexander v. Murall zu Rein— hardshain; an demselben Tage der pensionirte Gradirer Peter Surerus zu Kreuznach; am 9. Mai der pensionirte Forstwart, Förster Haberkorn zu Felsberg; am 15. Mal der Schullehrer an der ersten evangelischen Schulstelle zu Dienheim, Daniel Heinrich; am 22. Mal der pensionixie Förster Fresenius zu Meiches; am 26. Mai der Kreisbau— ausseher Leopold Schönseld zu Bensheim; am 27. Mai der Hofgerichtsadvocat Dr. Carl Jobann Hoffmann zu Darmstadt; am 29. Mai der evang. Pfarrer Georg Becker zu Leidhecken. — Das Gr. Regierungsblatt Nr. 28 enthält: I. Allet höchste Verordnung, die Eintheilung des Groß— herzogthums in Kreise beireffend. Wir entnehmen der— selben heute, daß die Kreise Lindenfels, Neustadt, Wimpfen, Grünberg, Nidda und Vilvel aufgelöst werden. Die Kreise der Provinz Rheinbessen bleiben unverändert.— Die vere änderte Bezükseintheilung in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen tritt mit dem 1. Juli 1874 in Wirklamkeit. II. Bekanntmachung Großherzogl. Provinzialdirecnton Rhbeinhessen, die Wahl der Geschwocenen in der Provinz Rheinhessen für 1875 betreffend. Darmstadt, 16. Juni. Die heute zur Aus- gabe gelangten Nr. 29, 30, 31 und 32 des Gr. Regierungsblatts publiciren: 1) das Gesetz, betr. die neue Verwaltung der Kreise und Provinzen d. d. Mainz 12. Juni 1874.(Nr. 29), 2) das Ge— setz, betreffend die Städte Ordnung für das Groß— herzogthum Hessen d. d. Mainz, 13. Juni 1874. (Nr. 30), 3) das Gesetz, betreffend die Land— gemeinde-Ordnung für das Großberzogthum Hessen d. d. Darmstadt, 15. Juni 1874.(Nr. 31), 4) das Gesetz, betreffend das Volksschulwesen im Großherzogthum d. d. Darmstadt, 16. Juni 1874 (Nr. 32). Darmstadt. Am 3. Juni wurde der ordentliche Professor der Staats- und Cameral— Wissenschaften in der philosophischen Falcultaͤt der Landes- Universität, Dr. Etienne Laspepres, zum Mitgliede der Centralstelle für die Landes ⸗Statistik ernannt. — 15. Juni. In der beutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde die Berathung des Nach— tragsbudgets fortgesetzt und, von einigen darauf bezüglichen Petitionen und Anträgen abgesehen, zur Erledigung gebracht. Im Ganzen gelangten die Budgetausatze nach den Ausschußanträgen zur Annahme. Aus den Debatten heben wir hervor: Bei dem„Justizministerium“ beantragte Schaum, die Bewilligung des Sechstels nur für die der— maligen Inhaber auezusprechen, was aber beinahe einstimmig abgelehnt ward. Bei den„Bezirks- strafgerichten“ sagte Justizministerialdirector Kempff auf eine Bemerkung Heinzerling's, daß bei dem Gießener Bezirksstrafgericht unter drei Richtern zwei in die erste Gehalsklasse gesetzt seien, bei dem hiesigen Bezirlsstrafgericht dagegen unter fünf nur einer, Abbülfe bei dem nächsten Budget zu. Bei den„Landgerichten“ ward ein Antrag Franck's, bezüglich der Assessoren, wie bei den Oberförstern, eine höhere vierte Besoldungsklasse von 2216 fl. 40 kr. zu schaffen, obgleich die materielle Be— gründung an sich anerkannt wird, abgelehnt. Im Ressort des„Ministeriums der Finanzen“ bot die Verhandlung über die„Ober-Forst- und Domänen— Direction und Dependenzen“ das Haupt-Interesse. Der Antag Schaum's, die Zulage bei dieser Behörde nur für die Inhaber der Stellen zu be⸗ willigen, ward, nachdem Ministerialdtrector Schleier⸗ macher im Wesentlichen nichts gegen diesen Modus der Bewilligung erinnert batte, angenommen. Ein Antrag Schröder's, bei allen Forstmeisterstellen ohne Ausnahme die Zulagt nur für die Inhaber der Stellen zu bewilligen, wird ebenso abgelehnt, wie der Antrag Schaum's, bei zwölf Oberförstet— stellen die Zulage nur für die Inhaber der Stellen zu bewilligen. Bei der letzteren Debatte trat namentlich Ministerialrath Meisenzahl gegenüber Dernburg für die bis dahin bestandene Organi- sation der Oberförstereien ein. Bei der Regier— ungsforderung für die„Steuer- Commissare“ zog der Finanzausschuß seinen Antrag auf Abstrich zurück und jene ward darauf angenommen. — 14. Juni. Personalveränderungen. In Ruhestand— unter Verleihung des Characters als Geheimer Regierungerath— wurden versetzt: Regierungsrath Pfannebecker zu Worms; Regier— ungsrath Fröhlich zu Alsfeld, Regierungsrath Rautenbusch zu Nidda und Regierungstath Fube zu Wimpfen; ferner— unter Verleihung des Characters als Regierungsrath— die Kreisassessoren Wilkens zu Nidda und Mayer zu Bensheim. Er— nannt wurden: Ministertalsecretär Lotdeißen zum Kreierath des Kreises Worms, Ministertalproto- collist Roßler zum Kreisassessor am Kreisamt Schotien. Den Character als Regierungsratb erbielten: Kreisassessor Dr. Jraden zu Mainz und der Kreisrathsvicar des Kreises Schotten, Kreio— Assessor Hoffmann, letzterer unter gleichzeitiger Ber— setzung an das Kreisamt Gießen. Versetzt wurden: Kreisrath Hoffmann in Neustadt als Kreisrath nach Alsseld, Kreisrath Diegzsch von Grünberg als Kreisrath nach Schotten, Kreisassessor Schönfeld von Grünberg als Kreisassessor nach Büdingen, Kreisossessor Gros von Gießen ale Kreisassessor nach Bensheim und Kreisassessor Jost von Linden— fels als Kreisassessor nach Heppenheim. — 15. Juni. Ministerialrath Finger hat sech, nach der„Darmst. Ztg.“, zum Zweck der Theil— nahme an den Berathungen des Bundesrathes über die Gesetzentwürfe in Betreff der Gerichts- Organisation ic. nach Berlin begeben.— Das Ministertum der Justiz bat an die zweite Kammer einen Gesetzentwuef, betreffend die Beweiskraft von Schuldscheinen, Quittangen und anderen ein Em- Ipfangsbelenntniß enthaltenden Urkunden für die . „„ ——ů———ů— Provinzen Starkenburg und Oberbessen nebst Motiven gelangen lassen. a 8 Jugenheim, 14. Juni. Die Kaiserin von Rußland ist heute Nachmittag 1 Uhr bier einge- troffen. Morgen Nachmittag wird der Besuch der Kaiserin Augusta aus Baden-Baden erwartet. Berlin. Der Handelsminister hat am s. M. den Eisenbahnverwaltungen zur Kenntniß ge⸗— bracht, daß die Erhöhung der Tarife um 20 pCt. definitiv am 1. August d. J. eintritt. — Der Justiz- Ausschuß des Bundesrathes dat die Wahl einer Commission von 11 Mit gliedern zur Ausarbeitung eines deutschen Civil⸗ gesetzbuches beantragt. Die im Reichstage angeregte Reviston der Gesetzgebung über das Actienwesen soll bis zur allgemeinen Revision des Handels. gesetzbuches verschoben und mit diesem verbunden werden.— Der von dem bayerischen Bevollmäch⸗ tigten beim Bundesrath gestellte Antrag, die Ent— würfe zu den Reichsgesetzen nach vorhergegangener Vernehmung der verbündeten Regierungen im Reichskanzleramt oder auf dessen Veranlassung zu fertigen, in wichtigen Fällen aber die Möglichkeit offen zu halten, schon in den Stadien der Vorbe- reitung solcher Gesetze an deren Abfassung mitzu wirken, wird, den Blättern zufolge, lebhaft erörtert und dürfte zur Errichtung des Reichsjustiz⸗ Amtes führen. — 15. Juni. Wie man hört, wird der Oberpräsident in Posen mit der Verwaltung der Erzdiöcese Posen betraut werden. Zum definitiven Verwalter des Vermögens der Erzbisthümer Gnesen und Posen ist der Regierungs Vicepräsident in Posen ernannt. Demselben ist ein Steuerrath als landwirtbschaftlicher Verwalter beigegeben. — Nach den vorläufigen Ergebnissen der bei den Haussuchungen bei biesigen social-democtatischen Agitatoren gefundenen Acten, Bücher und Papiere, die gegenwärtig der Staals-Anwaltschaft vorliegen, wird nicht allein gegen den„Allgemeinen deutschen Arbeiter⸗Verein“, sondern auch gegen die Führer der Eisenacher Social⸗Democraten Anklage wegen Verletzung des Vereins ⸗Gesetzes vom 11. März 1850 erhoben werden. Die Eisenacher social— democratische Partei hat zwar wiederholt erklärt, daß sie weder Vereine bilde, noch Statuten besäße. Nach den dei der jüngsten Haussuchung vorge— fundenen Schriftstücken glaubt jedoch die Staats- Auwaltschaft auch gegen diese Partei wegen Ver letzung des Vereins Gesetzes vorgehen zu können. Posen. Das mit Beschlag belegte Vermögen des Erzbisthums beträgt eine halbe Million, davon 123,000 Thaler baar und in Werrhpapieren, 100,000 Thlr. Hypotheken, der Rest in unbeweg— lichem Vermögen. Paderborn. Wie gemeldet, ist das hiesige Kreisgericht durch Verfügung des hiesigen Appel— lationsgerichts angewiesen worden, das Verfahren gegen den Bischof Martin zu sistiren, also von der Verhaftung Abstand zu nehmen. Wie das „Westf. Volsbl.“ erfährt, ist aus der Diöcese ein Gnadengesuch eingereicht, das dem hiesigen Appel— lationsgericht von Berlin aus zur Berichterstattung überwiesen sst. So lange ist das Zwangsver— fahren gegen den Bischof eingestellt. Nach der „Germania“ ist das Gnadengesuch von adligen Damen ausgegangen. Ems, 15. Juni. Kaiser Wilhelm ist heute Vormittag hier eingetroffen und auf dem Bahn- hofe von dem Kaiser von Rußland in herzlicher Weise empfangen worden. Die Begrüßung Seitens der Einwohner und der zahlreich veesammelten Kur— gäste war eine enthustastische. Beide Kaiser begaben sich von dem Bahnhofe nach den„Vier Thürmen“. Ems, 16. Juni. Zum Besuche der beiden hier weilenden Kaiser ist die Kaiserin Augusta hier eingetroffen. Der Herzog und die Herzogin von Edinburg begeben sich am 23. von England über Köln nach Jugenheim, woselbst sie am 25. ankommen. Ulm Gegenwärtig befindet sich hier eine Commission behufs Regelung der hiesigen Festungs⸗ Verbältnisse, bestehend aus preußischen, bayerischen und württembergischen Offizieren und Militär⸗ Beamten. Freiburg i. B., 12. Juni. Gestern Mittag thums verwesers Dr. Kübel versteigert. Die An⸗ wesenden, auch die Israeliten, enthielten sich eines Mitgebotes, und so wurden die Gegenstände der Reihe nach um 589 fl. dem Rechtsanwalt Merbe zugeschlagen. Sodann wurden dieselben in die Wohnung des Bischofs zurückgebracht, woselbst sich bereits ein Notar eingefunden halte, um über die „leihweise Ueberlassung“ derselben an den Bis- thumsverweser einen öffentlichen Act aufzunehmen. Karlsruhe, 15. Juni. Die zweite Kammer genehmigte heute die Staatsverträge betreffs der Eisenbahn-Vecbindungen mit Elsaß Lothringen, Württemberg und Hessen. Aus Stadt und Land. * Bad-Nauheim. Am vergangenen Sonntag, As am 2. Sonntag nach Trinitatis, wurde hier ein schönes kirchliches Fest gefeiert; der Wetterauer Zweigverein des Gustav-Adolphvereins feierte nämlich in hiesiger Kirche sein Jahressesd. Prof. Köhler von Friedberg hielt über Matth. 10, 34 die Festrede, worin er in treffenden Worten die Bedeutung und Aufgabe des Vereins klar slellte. Ausgehend von dem Wiederaufbau des Tempels und der Stadimauern zu Jerusalem durch die aus der Hefangenschaft zurückgekehrten Juden und von dem Kampfe, den dieselben mit ihren benachbarten Feinden zu bestehen halten, also, daß sie in der einen Hand das Schwert und in der andern die Kelle führen mußten, zeigte er, daß auch der Gustav-Adolphverein ein Bauverein sei, der seit seinem Bestehen bemüht gewesen, die theilweise zerfallenen Mauern unserer evang. Kirche in brüderlicher Liebe und Eintracht wieder aufzusauen; aber auch ein Kriegerverein, der den ihm von inneren und äußeren Feinden, namentlich don den Ultramontanen aufgedrungenen Kampf nicht scheue, sondern ihn muthig mit dem Schwert des Glau⸗ bens aufnehme. Nicht unseren katholischen Brüdern gelle der Kampf, wohl aber den Ultramontanen; mit ihnen sei kein Friede zu halten, denn das wäre ein fauler, falscher Friede; hier passe das Wort des Herrn: ich bin nicht gekommen Frieden zu senden, sondern das Schwert. Nach der Predigt hielt der Secretär des Vereins, Diakonus Meyer aus Friedberg eine Ansprache, worin er in be⸗ tedten Worten ebenfalls auf die Bedeutung und Wichtig keit des Vereins hinwies, und am Schlusse eine Ueber⸗ sicht der Ein- und Aus gabe des Vereins im letzten Jahre vrelas. Am Schlusse des Goltesdienstes wurde eine Collecte erhoben, welche sich mit der später auf dem Teich⸗ haus erhobenen auf etwa 35 fl. belief; sie wurde für die arme aber opferfreudige evang. Gemeinde Herspitz in Mähren bestimmt. Nach beendigtem Goltesdienst fand im Saal des Teichhauses eine nochmalige Versammlung statt, worin verschiedene Ansprachen gehalten wurden, unter andern von dem Präsidenten des Vereins, Oirckter Schwabe, von dem Secrelär des Hauptvereins, Mil prediger Ritsert aus Darmstadt, und vom Advocalen Curtman, in denen besonders die freudige Opferwilligkeit und Weilherzigkeit des Vereins betont wurde, wolch' letziere namentlich es mö lich gemacht habe, daß der Verein aus einem kleinen unscheinbaren Anfange vor eiwa 42 Jahren jetzt zu einem solch großen Umfang herangewachsen, zu einer protestantischen Macht geworden sei, und welche auch zu der Hoffnung berechtige, daß durch den Gustav-Adolph⸗ verein früher oder späler eine deutsch evang. National- kirche angebahnt werde. Das Fest nahm von Anfang bis Ende einen schönen erfreulichen Verlauf. Möge es auf alle Anwesende und Theilnehmer recht anregend gewirkt und auch Solche für die Sache des Vereins gewonnen haben, die ihm feither“ gleichgültig oder gar feindlich gegenüber gestanden; möge es namentlich unter den Be⸗ wohnern unserer Stadt ein recht lebhaftes Inleresse für den Verein erwecken, denn„wer ihm dient“, sagie ganz treffend einer der Redner,„dient seiner evang. Kirche, und wer feiner evang. Kirche dient, dient ihrem Herin“!. Cleeberg bei Butzbach, 15. Juni. Heute Nach⸗ mitiag brach dahier Feue« aus, das rasch 2 Häuser und 3 Scheuern einäscherte. Die meisten Leute waren auf dem Felde, als das Unglück geschah. Die Spritze wurde durch den Pfarrer, den Schullehrer und den Förster auf den Branbplatz gezogen. Da sie in schlechliem Zustande war, so konnte sie zur Hülje gar nicht gebraucht werden. Namentlich die Lanogemeinden sollten da doch ein wenig mehr Augenmerk darauf haben, daß die Löschgeräthschaften immer in gusem Stande gehallen werden, une nicht erst der Stall zugemacht wird, wenn die Kuy fort ist. Neustad i i. O., 14. Juni. Heule Mittag gegen 4 Uor schlug der Blitz in die Kuppel des bohen Thurmes auf dem Breuberg und entzündete die Balken. Durch die sofortige Hülfe der Neustädter Feuerwehr wurde das Feuer alsbald gelöscht. Schaden unbedeutend. Nachstehender Artikel kommt uns von sehr schätzenswerther Seite zu; wir geben denselben unverkürzt wieder und hoffen, daß er den er⸗ wünschten Erfolg haben möge. Die Redaction. Ein Brief Virchow's. Im Hinblick auf den größten, öffent: lichen, gesundheits gefährlichen Miß; stand, welchen Friedberg besitzt, die See- graben⸗Cloake, deren jetziger Zustand ge— radezu seandalös genannt werden muß, theile 2 Uhr wurde das gepfändete Eigenthum des Bis- ich Ihnen in Nachslehenden einen Bries des be— rühmten Berliner Professors Dr. Virchow, welch derselbe an die„Vossische Zeitung“ gerichtet hah mit. Von der lokalen Färbung abgesehen könn das Schreiben ebensogut an unsern Staͤdtvorstand adressirt sein. Dasselbe lautet: „Berlin, 5. Juni 1874. Hochgeehrter Hen Redacteur! Die bösen Zustände unserer Stroh läufe sind gegenwärtig noch mehr, als in frühere Jahren geeignet, die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Der niedrige Wasserstand, die Folg⸗ eines fast schneelosen Winters, läßt die unglaublich Verunreinigung der Spree und der Kanäle in eine, schon für den Geruch fast unerträglichen Weise her vortreten und erregt zugleich die größten Bedenke in Bezug auf die Folgen für die össentliche Gi sundheit. Was soll im Juli oder August werde, wenn schon im Mai die heutige Zersetzung ein solche Höhe erreichte? Von einer ausgiebigerg Spülung kann kaum die Rede sein. Soll wir nun warten, bis im Laufe von Jahr die Kanalisation der Stadt so weit vorgerückt seh wird, daß sie die Stromläufe wieder in(relate reine Wasserstraßen verwandelt? Meiner Mei ung nach ist nur dadurch zu helfen, daß die aus den Häusern den Stromläufeß zufließenden Abwässer wenigstens ein germaßen desinfizirt werden. Seiten der Behörden kann eine solche allgemeine Desis, fektion nicht ausgeführt werden. Aber wohl kan sie ausgeführt werden durch die einzelnen Haut besitzer und Miether, welche das unreine Wassa aus den Häusern liefern. Wenn jeder Haus besitzer und Miether, der Wasserklosett benutzt, oder sonstige Unreinigkeiten in größerer Menge erzeugt, zugleich eine mäßige Menge von Desinfektionsstoffes in die Abtritte und Ausgüsse einschütten will, so wird uns voraussichtlich schos sehr wesentlich geholfen sein. Am meisten eignen sich dazu die jetzt in so großer Menge zu⸗ gänglichen Präparate von Karbolsäure, wie sie bei den Apothekern und Kaufleuten fast überall vorhanden sind; nächsidem Auflösungen von Eisen⸗ vitciol. Sollte es nicht möglich sein, die Mehr- zahl der Bürger dahin zu bestimmen, sich an diesem Werke der Reinigung der Stadt zu bi; theiligen? Sollte nicht Jeder, der sic schuldig füblt, zu der allgemeines Kalamftät beizutragen, sich auch vet⸗ pflichtet fühlen, an seinem Theile mil zuwirken, daß das Uebel wenigstenz ermäßigt wirkt? Ich habe früher zu wiede holten Malen meine Anstrengungen darauf ge richtet, das k. Polizeipräsidium zum Erlaß eine Polizeiverordnung in diesem Sinne zu veranlassen es ist vergeblich gewesen, und ich kann nicht vei⸗ kennen, daß sich manche gegründete Bedenken di⸗ gegen erheben lassen. Aber was heißt dit Selbstverwaltung, wenn die ZBurgeg nicht auch ohne Zwang zu nützlichen Unternehmungen sich vereinigen wol⸗ len? Jeder stinkende Rinnstein zeug gegen diese Bürger. Ich bitte Sie, hoche geehrter Herr, diesen Zeilen eine geneigte Auf⸗ nahme in Ihr geschätztes Blatt gewähren un Ihren großen Einfluß für dessen Ziel einsetze zu wollen. Mit vorzüglicher Hochachtung R. Virchow.“ Werden die Friedberger Haus besitzer wu Miether, aus deren Häusern der Seegraben uf unreinem Wasser„gespeist“ wird, die Nutza wendung von dem Gesagten machen? Werde uberhaupt die längs des Seegraben Wohnendei sich auch ferner die vom Seegraben ausgehen Luft⸗Verpestung ruhig gesallen lassen? N. bei uns die Gleichgültigkeit in öffentlichen Dingen, selbst da, wo die Gesundheit darunter Noth ladet kann, größer, als die Armuth unsers Stadtsäckelen dem es immerhin noch nicht an Mitteln gebricht schreiende Mißstände zu überkleistern anstalh wie es das öffentliche Wohl erheischt, dau gründlich aufzuräumen?? Diese und andere Fragen, welche die Eu wicklung unserer Stadt betreffen, fänden am Bestih eine Besprechuyg in einer öffentlichen Versammlung Hoffentlich geben diese Zeilen den Anlaß hier Herbstübung geführten 0 nden wird. liegt, wenn sonstige Räu Auppenthe! 1 Escaf Regime 1 Abth 1 schwe an den M die Mundr und Stelle Ort. 2 . Meder Vallstadt. Ader 96 Veisel. — 1 ber Merlen. dreden Outg Lußbach. 0