aume, 1e t uu Ed und Essig beln . Sc. u Natelf Noße * 17 Ber 6 5 an. a eg e nd, 7 U 1 4 1 —* a 1 ** — — — des Grobberzogthums ver pfle gien 1874. Samstag den 17. Januar. * . Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Artis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach dem Ergebnisse der Wahl im II. Wahlkreise, Herr Dr. jur. Bernhard Schröder von Worms als Abgeordneter für diesen Kreis in den Reichstag gewählt worden ist Friedberg am 14. Januar 1874. Der Wahlcommissär Tra poap, Regierungsrath. 5 Deutsches Reich. g [Großherzog haben allergnädigsng Friedberg. Am 14. d. M. wurde auf dem biesigen Ratbbause das Ergebniß der Reichstags- wahl im 2. Danach fielen auf Dr. B. Schröder in Worms 11,946 Stimmen, auf Oberrechnungs Rath Ba de in Darmstadt 2074. Von 3 Orten waren die Wahlakten noch nicht eingelaufen, dieselben dürften noch an 100 Stimmen zu Gunsten Schröders ergeben. Miten hezu 10,000 Stimmen Majorität ist Dr. Schröder vom 2. Oberbessischen Wahl- kreise in den Reichstag gewahlt worden. Nur tine verhältnißmäßig kleine Zahl von Abgeordneten wird auf ein gleich siattliches Plus hinweisen können. Die Wabhlbetheiligung war sehr stark, sic ber trug circa 82% von 17,233 Wählern. N Folgende Abstimmungen tragen wir noch nach. Für Schröder stimmten: aus Altwidermus 55, Aulend iebach 42, Bindsachsen 87, Bodenrod 43, Buches 39, Büdingen 354, Calbach 51, Diebach 53, Dudenrod 25, Dorielweil 101, Eckarts- gausen 125, Fauer bach v. d. H. 136, Gambach 264% Glauberg 107, Griedel 158, Halnchen 85, Hausen 21, Heegherm 45, Hoch- Weiscl 167, Himbach 83, Hochst a. N. 56, Ilnhausen 32, Kefenrod 84, Kirch Göns 101, Lorbach 59, Langenbergbeim 126, Merkenftitz 45, Michelau 27, Mittelgründau 116, Münster 63, Münzen⸗ berg 103, Nieder-Mockstadt 140, Niede.-Esch bach 114, Nieder ⸗Weisel 250, Oberau 30, Ober- Mockstadt 117, Ober- Erlenbach 1, Ober-Eschbach 128, Osiheim 86, Orleshausen 55, Pohl-Goas 42, Rinderbügen 41, Rendel 140, Rockenberg 21, Rodenbach 53, Röt gen 36, Rohrbach 81, Ram- melshausen 27, Schwalheim 82, Stammheim 93, Steinbach 65, Staden 83, Stockheim 98, Trais- Münzenberg 46, Vonhausen 90, Wenings 146, Wolff 53. Für Backe stimmten: aus Büdingen 1, Haar— heim 125, Höchst a. N. 9, Oberau 5, Ober- Erlenbach 184, Oppershosen 123, Rockenberg 144, Rammelshausen 1, Stammheim 5, Staden 2. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie— rungs blatt Nr. 1 enthält: f f I. Allerhöchues Gbicl für das Jabr 1874 beiresfe II. Bekanntmachung des Großherzoglichen 0 ünderungen des Pest⸗ belressend. III. Betanntu achun Imanzen, den Verkehr die Mitglieder des Staatstathe nd. Großherzoglichen Ministexiums auses und des Acußern. Ab Reglements vom 30. Novbr. 1871 9 Groß herzogl. Ministexiume der zwischen dem Großherzogthum Hassen und den angrenzenden eren dase it steuer pflichligen Gegenständen beitessend. 1 1. Bikannimachung Großberzoglicher für Vest- Angelegen beiten, die Einrichtung einer Agemur zu Bessungen beltessend. V. Uetersicht der im Jabte 1873 in den Irrenanstalien Kranken. Im Groß herzoglichen Laneses-Hospital war die Gesammisumme Oder Pfleglinge in 1873 221 Männer, 207 Frauen, Summa 428, des Pefand der Pfleglinge am Schlusse des Jahres 1073: 186 Männer, 165 Frauen, Summa 351. In der Wroßherzeglichen Landes Irtenanstalt war die Gesammmsumme in 1873: 188 Männer, 183 Frauen, Summa 371, der Befland am Schluß 1873: Männer Commission Post⸗ 0 109, Frauen 132, Summa 241. VI. A wen enser klärung. Oberhessischen Wahlkreise verkündet. Lehrerinnen VII. 2 Seine Königliche Hoheit der ruht: am 23. Tec. 1873 Vetlet aus Dromersbeim ulzheim, am 27. Dec. dem 1 le zu Lehnbeim, uncl lensinachrichten. dem Schulamtsaspitanten Joh. die katholische Schulstelle zu S Schullehrer cvangelischen Sch an der Heinrich Ludwig Nikolaus, die evangclische Schulstelle zu Bermuthshain zu übertragen und den von dem Herten Fücsten zu Deen und Büsingen auf die evangelische Schulstelle zu den präsentitten Schulamteaspiranten Oeintich Jäger aus Staden für diese Selle zu bestät am 27. December die S aspiranten Konta g aus Offenthal, Heinrich Flath aus Hassenrolb, Pyuipp Bender aus Klein Karden, Heinrich Bausch aus Klein⸗ Umstadt, zu Lehrern an der höheren Töchterschule zu Offenbach, die Schulamteaspi aus Dublin und Em an 6 zu ernennen; am Metzler aus Gemeindesch unnen Bardata Scriba ach aus Friedberg zu chule zu Offenbach, dem Schulamteaspitanten im Kleise Du die tlenbach der niich ulstelle zu Ni im Krei am 31. Dec. dem Schr Valentin Wagner aus Kellenheim, die dritte ee che Schulstelle zu Groß⸗Buseck, zu übertragen. VIII. Coaraktetertbeilungen. Seine Königl er Großherzog haben allergnäe zetuht: a 1873 dem Tapezier Ludwig 31 Charakier als„Hof⸗Tapezier“ zu verleihen. IX. Concurtenzeröffnungen. Erledigt ne: eie etsie ang. Schulstelle zu Jugenheim, im Kreise Bingen, mu einem jährlichen Gehalt von 450 fl.; die zweite katholisch Schulstelle zu Rockenberg, im Kreise Fri g, mit 18 en Geh von 400 fl.; die ische Schulstelle zu lobach, im Kreise Lindenfele, einem jährlichen Ge pal von 400 fl., die evangelische Schulstelle zu Götzen im Kreise Schollen, mit einem jahr on 100 fl.; die zweile evangelische S orf im Kreise Groß Gerau, mit einem jährl. Gebalt von 400 Darmstadt, 13. Jan. Gestern fand eine mehrstundige Sitzung des Gesetzgebungs-Ausschusses der zweiten Kammer mit dem Ministerium statt, in weicher namentlich über die Rückäußerungen der ersten Kammer Betreffs der Verwaltungs- Grsetze und des Volksschul-Gesetzets verhandelt wurde. Acußerem Vernehmen nach werden die betreffenden der Referenten in der Kürze in Druck gehen.— Die zweite Kammer wird nicht, wie fruher in Aussicht stand, schon am 19. d., sondern etst zu Ende dieses oder Anfangs des naächsten Monats zusammentreten, bis zu welchem Zeitpunkt noch weiteres Material für das Plenum vorbe- reitet sein wird — Postpersonalnachrichten. Angenommen wurde Berichte der Realschul-Abiturient Keil zum Post Eleven in Grünberg, der Großh. Bürgermeister Dengler zum Post- Agenten in Lindheim. Angestellt sind die Postarits-Assistenten Nanz in Lauterbach und Zeisberg in Bingen. Ernannt wurden die Postge— hülsen Freund und Frank ein Darmstadt zu Postamts- Assistenten. Versetzt wurden der Ober-Postotrectious Secretär Wetzel von Darmstadt nach Bremen, die Host⸗Secretäre Bitsch von Mainz nach Castel bei Mainz, Jungmann von Mainz nach Darmstadt, Post- Expediteure Gesser don Büdingen nach Fürth i. O., Kurz von Castel bei Mainz nach Büdingen und Postschaffner Oger von Mainz nach Gießen. Der Postagent König in Lind heim ist sretwillig aus dem Postdieust schieden Der Briefträger Kneipp in Gießen ist mit Pension in den Ruhestand getreten und der Post- Director Zeller in Offen bach sowie der Postverwalter Bitsch in Fürth sind gestorben. Ge 1 Der vor Kurzem im„Fr. J.“ enthaltenen Nachricht, daß in dem Ministerium der Justiz ein Gesetz über die Einführung der obligatorischen Civilebe und der Civilstands⸗ Buchführung auch in den rechtsrheinischen Provinzen vorbereitet werde, kann die weitere Notiz beigefügt werden, daß die betreffende Vorlage schon in der Kürze der zweiten Kammer zur Berathung vorgelegt werden wird und im Wesentlichen sich an das im preußischen Abgeordnetenhause berathene Gesetz gleichen Be⸗— tres anschließt. Die Regierung bat dem Gesetz⸗ gebungs- Ausschuß der zweiten Kammer hierauf dezügliche Mittheilungen gemacht. Alsfeld. Im Wablkreis Alssele-Fauterbach⸗ Schotten wurden gewählt: Profeser Dr. Oncken (Gießen) wma 8143 gegen Graf Laubach mit 1361 Stimmen. 67 Stimmen auf Diverse. Offenbach, 14. Januar. Im Wahlkreis Offenbach-Dieburg wurde Dernburg mit 11,233 Stimmen gewählt gegen Racke mit und Stürtz mit 4126 Stimmen. Berlin. Nach einer telegraphischen Meldung aus Rom scheint die päpstlich officiödse„Voce della Verita“ au der Aechtheit der von der„Köln. Zig.“ veröffentlichten Constitution über die Papst⸗ wahl nicht im Mindesten zu zweifeln. Sie plaidirt nur, wie schon die„Germania“, für mildernde Umstände, und betont, daß die Zweidrittelmajorität im Conclave allein wesentlich für eine legitime Papstwahl sei. Damit sind denn die übrigen Ab- anderungen zugestanden. Es liegt indessen auf der Hand, daß die Bestimmung, derzufolge der Candidat zwei Drittel der im Conclave vertre- tenen Stimmen auf sich vereinigen muß, gänzlich illusorisch wird, sobald die in Monaco oder Adignon oder Malta unmittelbar nach dem Tode Pius IX. zusammentretenden Cardinäle die für das Ein- treffen der übrigen erforderliche Frist nicht einzu- halten genötzigt sind. — Die paäpstliche Bulle über die Papstwahl wird seit derte von keiner Seite mehr ernstlich in Zweifel gestellt: der Text der„Köln. Ztg.“ ist der richtige, und es bleibt dabei, daß die römische Curie hinter einer neuen unerhörten Thocbeit steht. Die„Nordd. Allg. Zig.“, das Verhältniß Deutschlands zu Frankreich besprechend, hält das selbe davon abhängig, wie die französische Re⸗ gierung sich zum Ultramontantismus stellt. Wenn sich Frankreich die Unabhängigkeit von der Priester⸗ partei behaupte, so werde der Friede mit Deutsch⸗ land an Aussicht gewinnen, derselbe verliere an Aussicht nur dadurch, daß die französische Politik den weltlichen Zwecken des Papstthums sich dienstbar mache. Eine Divergenz der rein französischen und deutschen politischen Interessen sei nicht dorbanden. Posen, 14. Jan. Erzbischof Ledochowekt halte dem Vernehmen nach dem Kreisgerichte an— gezeigt, er werde der Vorladung auf beute nicht folgen und ist zu dem heutigen Termine zur Ver— nehmung vor dem Untersuchungstichter des kirch⸗ lichen Gerichtshofes wirklich nicht erschienen. Köln, 14. Jan. Die„Köln. Ztg.“ ver⸗ sichert aus guter Quelle, daß die Angaben der „Germania“ über die päpstliche Bulle unrichtig seien. Die Aechtheit des von der„Köln. Ztg.“ veröffentlichten Textes sei nicht zu bezweifeln. Fulda. Gewählt wurde in dem Wahlkreis Schlüchtern- Fulda der Gutsbesitzer Herrlein mit zwei Drittel der abgegebenen Stimmen(Centrum). Gegencandidat war Fabrikant Müller aus Fulda (nat.-lib.). Stadt- und Landkreis Schlüchtern gaben ihre Stimmen fast durchschnittlich für Müller ab. Homburg, 14. Jan. Das definitive Er- gebniß im ersten. Nassauischen Wahlkreis ist: 11,949 Stimmen für Dr. Brüning, 7,357 Stimmen für Craf Walderdorf, 56 Stimmen für Schmidt. Wiesbaden, 14. Jan. Im dritten Nass. Wahlkreise St. Goarshausen-Nassau ist der bis · berige Abgeordnete Lieber(ultramontan) mit 9539 gegen den Justizrath Hilf mit 8678 Stimmen gewählt worden. Hanau. Nach officieller Feststellung: Zahl der Wahlberechtigten 23347, Zahl der abgegebenen Stimmen 14987. Hiervon 303 ungültig. 8775 für Dr. Herm. Weigel zu Kassel(national- liberal), 3908 für E. A. B. Richter zu Hannover(Socia- lit), 1996 für Professor Glaser zu Marburg (Centrum), 9 zersplittert. Creuznach. Wahl: v. Treitschke 12,833, v. Fürth 6888 Stimmen. München, 12. Jan. Der königl. sächsische Kammerherr, Graf v. Gersdorf, weicher seit dem 6. d. bier weilte, um unserem König die Thron— besteigung des Königs Albert von Sachsen ofsiciell anzuzeigen, ist, ohne sich seines Auftrags entledigt zu haben, wieder abgereist. Er hatte sich nach Hohenschwangau begeben wollen, um sich von König Ludwig II. eine Audienz ertheilen zu lassen, ver- schob aber seine Abreise dorthin, weil ihm von dort telegraphisch gemeldet wurde, daß der König einen Ausflug nach Reute in Tyrol unternommen habe. Zufolgt einer auf telegraphische Anfrage bei König Albert erhaltenen Weisung kehrte nun Graf Gersdorf gestern Abend wieder nach Dresden zurück. Bei seiner Abreise war wegen der ihm von König Ludwig II. zu ertbeilenden Audienz noch keine Entscheidung eingetroffen. — 12. Jan. Aus bester Quelle kann die „Allgem. Zig.“ mittheilen, daß der König seit dem 3. d. M. an einer heftigen Entzündung der Zahnkieferbeinhaut leidet und in Hobenschwangau das Zimmer nicht verlassen kann. Die von der Hofmann'schen Correspondenz verbreitete Nachricht, daß der König in Reute weile, ist eine tenden⸗ ziöse Erfindung. Aschaffenburg. In dem unterfränkischen Wahlbezirk Schweinsurt-Ebern ist Bauch(Cen- trum) mit großer Majorität der Landberölkerung gewäblt worden. Hiernach berichtigt sich die frühere Meldung, wonach Wülsert(lib.) gewäblt sein sollte. — 13. Jan. Die eingelaufenen Nachrichten aus Oberbapern, Niederbayern, Oberpfalz und Unterfranken, lassen kaum einen Zweifel, daß dort in sämumtlichen 25 Wahlkreisen, ausgenommen der erste Münchener, die ultramontanen Candi- daten gesiegt haben. Straßburg. Die biesige Elsässer Partei erklärt durch das„Els. Journ.“, sie werde austatt Bergmann's keinen Candidaten mehr aufstellen, sondern sich der Wahl enthalten, da sie den Sieg Lauth's für gesichert ansehe. Ihr Programm will sie gleichzeitig fester als zuvor aufcecht erhalten; ihm gehöre die Zukunft. Der Wahlsieg der ein— fachen Protestpartei werde die Klärung der Lage beschleunigen. Mülhausen. Der hies. Reichstags⸗Candidat, Fabrikant Häffely, erklärt in seinem Programm, Elsaß-Lothringen müsse über die Annexion befragt werden, die heiligsten Principien des Rechts und der modernen Civilisation seien verletzt, er werde aufs Entschiedenste gegen die Annexion protestiren. Das„Fraukf. Journal“ macht hierzu die Be— werkung: Häffely, Lauth und einige Andere scheinen im Reichstag die Rolle der Aryger und Ahlmann übernehmen zu wollen. Ausland. Oesterreich⸗ Ungarn. Wien. Das „Telegraphen-Correspondenz- Bureau“ meldet Ge⸗ genüber den Nachrichten von gemeinsamen Schritten der katholischen Mächte bei der Curie wegen der neuen, die Papstwahl betreffenden Bulle können wir bekräftigen, daß das Wiener Cabinet bereits vor längerer Zeit im Vactian gegen jede Aender⸗ ung der bisher gültigen Constitution über die Papstwahl die eindringlichsten Vorstellungen gemacht und im Quirinal auf die Unerläßlichkeit der vollsten Unabhängigkeit eines eventuellen Conclaves hinge- wiesen hat. Schweiz. Bern, 14. Jan. Der große Rath hat mit 156 gegen 5 Stimmen die von der jurassischen Regierung getroffenen militärischen Maßregeln genehmigt und mit 143 gegen 7 Stimmen Vollmacht zu weiteren Maßnahmen ertheilt. — 14. Jan. Der Bundesrath hat sämmt- liche Recurse gegen die Amtsentsetzung des Bischofs Lachat und die seitherigen Beschlüsse der Cantonal- regierungen principiell abgewiesen. Frankreich. Paris, 13. Jan. In der constitutionellen Commission erklärte sich der Mi— nister des Innern, Herzog v. Broglie, heute über das Wahlgesetz. Er sprach sich für das Alter von 25 Jahren und ein Domicil von 3 Jahren, Aufstellung der Wählerlisten auf Grundlage der Steuerlisten und Abschaffung des Listen-Scrutiniums aus und schlug ferner die Ernennung des Senats durch die Regierung und die Generalräthe vor. — Die„Agence Havas“ dementirt die heutigen Börsen-Gerüchte von Mißbhelligkeiten mit Italien. Versailles, 13. Jan. Die Nationalver- sammlung beginnt die Diseussion des Maires- Gesetzes. Louis Blane und Christophle sprechen gegen, Valsons für die Vorlage. Morgen wird die Diecussion fortgesetzt. — 14. Januar. Nationalversammlung. Nach einer Rede Pascal Duprat's(von der Linken) wird die Generaldebatte über das Maires-Gesetz geschlossen und mit 378 gegen 316 Stimmen der Beschluß gefaßt, zu der Discussion der einzelnen Artikel überzugehen. Zur Berathung gelangt noch ein Antrag Pressensé's, dahin lautend, daß die Decentralisations-Commission in Frist von zwei Monaten ein organisches Maires-Gesetz ausarbeiten und vorlegen solle, und bis dahin die Dinge in dem bisherigen Zustand gelassen werden möchten. Der Antrag wird in geheimer Abstimmung mit Namens- Aufruf, wie sie die Linke verlangt hatte, mit 356 gegen 292 Stimmen verworfen. Großbritannien. London. Nach hier am 13. Januar eingetroffenen Meldungen aus Cape Coast-Castle vom 27. December v. J. be⸗ absichtigte General Wolseley am 16. Januar d. J. den Prah- Fluß zu überschreiten. Spanien. Madrid. General Pavia hat die Provinzen Madrid, Avila, Cuenca, Cindad— Real, Guadalhara. Segovia und Toledo in Be— lagerungszustand erklärt. — Nach einer Depesche von St. Jean de Luz vom 13. d. hat sich General Moriones jetzt von Ampuero aus in Bewegung gesetzt, um durch einen Flankenmarsch in südöstlicher Richtung, über Balmaseda, die Carlisten in ihren Stellungen bei Bilbao zu umgehen. Mit ihm sind 13,000 Mann und 18 Geschütze. Die Nachricht, Portugalete sei in die Hände der Carlisten gefallen, bestätigt sich nicht. Der Platz leistet noch Widerstand. — Einem Gerüchte zufolge hätte sich Don Carlos durch den Jesuiten- General Beckrx und andere Priester, so wie durch seine von diesen beeinflußte Mutter dazu bestimmen lassen, seine Kron-Ansprüche auf das Königreich Navarra und die baskischen Provinzen zu beschränken. Es soll ihn hierzu auch die militärische Rücksicht bestimmen, daß die Basken nicht gern außerhalb ihrer heimath— lichen Berge kämpfen mögen. Der Vatican soll dieser Lösung der Thron Frage günstig gestimmt sein, weil er darin die Möglichkeit einer Ver— ständigung der Alfonsisten und der Carlisten zu finden meint, — 13. Jan. Nach Berichten von Oran hat die spanische Insargenten-Fregatte„Numancia“, mit ungefähr 2500 Flüchtlingen an Bord, heute früh 8 Uhr in den Gewässern von Kebbeer Anker geworfen. Dieselbe hat die Blokade von fünf Fregatten vor dem Hafen von Cartagena durch- brochen. Die Garnison von Oran ist in Bereit- schaft gestellt und erwartet die Befehle der fran⸗ zösischen Behörden. — 13. Jan. Die Mannschaft der Fregatte „Numancia“ und die Flüchtlinge haben sich in Mers el Kebir ausgeschifft und den französischen Behörden ergeben. Unter ihnen befinden sich Contreras, Salvez, die Junta von Cartagena und andere hervorragende Persönlichkeiten. — 14. Januar. Die Insurgenten- Fregatte „Numancig“ ist den französischen Behörden in Oran übergeben worden und führt jetzt die französische Flagge. Eine spanische Fregatte, gefolgt von einer französischen, ist im hiesigen Hafen angekommen. — 14. Januar. Die spanischen Fregatten „Carmen“ und„Vittoria“ unter Führung des Admirals Chicarro sind in Oran angekommen. Letzterer und der spanische Consul reclamirten wegen der„Numancia“ und der Flüchtlinge aus Cartagena. — 15. Januar. Man schreibt von Paris, daß die„Numancia“ und die auf ihr mitentwichenen Sträflinge aus Cartagena noch heute den spanischen Behörden ausgeliefert, die anderen Flüchtlinge aber in Algerien internirt werden würden. Cartagena, 14. Jan. General Dominguez ist mit seinem Stabe heute dahier eingerückt. Ein Theil der Belagerungstruppen ist bereits gegen die Carlisten nach den Provinzen Valencia und Aragonien abmarschirt. — Die Uebergabe der Stadt erfolgte ohne Blutvergießen. Die spanische Flottille hat den Insurgenten- Dampfer„Darro“ mit vielen Flücht⸗ lingen genommen. — Der britische Dampfer„Ellen Constance“, welcher am 7. d. mit Eisenerz beladen aus dem Hafen von Cartagena ausgelaufen war, wurde von dem spanischen Flaggenschiff beschossen, ob- wohl er, dem Signal gehorchend, herankam. Das Flaggenschiff rannte darauf in den Dampfer und bohrte ihn in den Grund, wobei drei Seeleute ertranken. Es ist eine Untersuchung eingeleitet worden. Italien. Rom. Die„Vote della Verita“ sagt über die Publikation des vaticanischen Acten⸗ stückes in der„Köln. Zeitung“: Das geheim ge⸗ haltene Actenstück könnten Agenten des Reichs kanzlers sich wohl angeeignet haben. Der Papst werde wesentliche Aenderungen betreffs der Papst-⸗ wahl schwerlich vorgenommen haben, wenn er auch in Nebenpunkten zeitgemäße Modifikationen einge- führt hätte. Wesentlich für die legitime Papstwahl wäre nichts weiter, als die Zwei⸗Drittel⸗Mehrheit der Cardinalsstimmen. — 15. Jan. Ein Telegramm der„Augsb. Allgm. Ztg.“ von hier vom gestrigen Tage meldet, daß der Cardinal Antonelli in Folge eines hef⸗— tigen Gichtanfalls lebensgefährlich erkrankt sei und die Sterbesacramente empfangen habe. Im Vatican herrsche große Beunruhigung. Rußland Petersburg, 14. Jan. Die amtliche Zeitung veröffentlicht ein kaiserl. Manifest über die allgemeine Dienstpflicht, worin der Kaiser sich an die Hingebung der Nation wendet, um die Reform durchzuführen, und die Fortsetzung der von seiner Regierung befolgten friedlichen Politik verheißt. Amerika. Washington, 14. Jan. Präst⸗ dent Grant hat die Ernennung Caleb Cushing's zum Oberrichter des höchsten Gerichtshofes zurück⸗ genommen, da Umstände offenbar geworden sind, welche beweisen, daß Cushing mit den Südstaaten sympathisire. Panama, 13. Januar. Man meldet „Reuters Büreau“ von hier, daß die politische Agitation im Zunehmen begriffen sei. Der Ver- treter Frankreichs habe erklärt, die Abtretung Panama's an die Vereinigten Staaten begünstigen zu wollen, obgleich die Regierung von Neu-Gra- nada vorgeschlagen habe, Panama an Frankreich zu cediren. Es heißt, die Regierung von Neu- Granada werde zunächst keine entscheidenden Schritte in der Angelegenheit thun. ä 1 2 1 erden“ beglliltlen* 1 band 47 vob 100 Datu, 40 dnn bel f 6 rt elle benen U beithungewe und blicb en ssch in deln Flasfakeu ia Ott seh ein dran in irrt pen ber Atde geschlossen und die Leicht keine AMainz,! Aubefugter Se Dichsenn r ihn beleibigent einen Schlag auf einen hat! Angreijer noc Frankf verthtlichten! Aähnger me Oeaufrört daß worden. Ebingen, wurde heut Von bier enter ledige Rearzt Nuluer ein ger unmittelbar, deimgelehrt we der Schär. Tag schen e vurbe, f due Dresben Dit erabten den em m ec bela bett, ven w angehrechm 1 derten gegen 1 Baltecit nd 39* * vrun Flicht⸗ 1 Sttltalt irt werten. n „ 7 nr dat · Del gehen ge N Aichs · n Der det ett der Pept⸗ n elt 220 dente atge⸗ 6 11 patreh Tru- Kchthen 1 At! * Banca 141, Aus Stadt und Land. Odfadt. Seit Weihnachten erfreut sich die Gemeinde Ockfladt eines neuen, melodischen, volltönenden Geläutes, gefertigt vom Gießer der wohlgeratbenen Kaiserglocke Meistet Hamm in Frankenthal. Es ist rühmend anzuer⸗ kennen, daß die Gemeinde hierfür die Ausgabe ven circa 4000 fl. nicht scheute. Bei Ausgaben für Kirche und Schule, überbaupt für alle öffentlichen wohlihätigen Zwecke sollte man auch niemals geizen. Nicht unerwäbnt bleibe, daß zur Bestreitung obiger Kosten Herr Dekan Keller dabier einen Beitrag von 500 fl. und Herr Reichsrath von Franckenstein einen solchen von 250 fl. leistete.— Die schwerste der 3 Glocken wiegt 17½ Centner und gibt den Ton 2 an, die zweite und dritte wiegen je 10½ und 8½ C. und lassen die Töne g und ma vernehmen.— Schließlich noch der aufrichtige Wunsch, daß„die Ockstädter Glöckli“ mit ihrem„schönen Geläut“ immer mehrt den Frieden, der „ihr er Geläute“ war, indem sie den Engelsgesang: „Ehre sei Goit in der Höhe, Frieden den Menschen auf Erden!“ so feierlich, so tief ergreifend am Weibnachtsfest begleiteten, den Frieden sage ich, in der Gemeinde Ockstadt woblthuend umtönen möchten!—— Darmsadt. 15. Januar. Wie wir soeben verneh— men, bat sich in der Strobpapiersabrik zu Eberstadt e gestern ein fürchterlicher Unglücksfall zugetragen. Einer der dort denußzten Papin'schen Töpfe(zur Bereitung der Masse, beziehungsweise zum Erweichen der Faser dienend) sprang und blied ein Arbeiter sofort todt, ein anderer befindet lich in Folge der Verbrühung der Haut mit siedender Flüssigkeit im Hospital. Bessungen, 13. Januar. Gestern Abend erhängte sich eine in der Weindergsiraße wohnende verbeirathete Frau in ihrer Wohnung. Als der Mann derselben Abends won der Arbeit nach Hause kam, fand et die Wobnung Zeschlossen und nach deren Eröffnung durch den Schlosser die Leiche seiner Frau. Mainz, 12. Januar. Der Sädel bat schon wieder Anbesugter Weise eine Rolle gespielt. Gegen einen alten Büchsenmacher zog dieset Tage ein Lieutenant wegen einer on beleidigenden Antwort blank und versetzte dem Manne inen Schlag auf den Kopf. Glücklicher Weise kam derselbe auf einen harten Kopf, denn der Getroffene konnte den Allerlei. Von der Kaiserin Augusta ist der un⸗ Frankfurt. verehelichten Kunigunde Trost in Anerkennung länger als hat man ihn nicht sesinebmen beläbriger treuer Dienste im Hause des Rentiers C W. Beaufrere dahier ein großes goldenes Kreuz verliehen vorden. Edingen, 11. Januar. Ein schrecklicher Depeelmord surde bene Vormitiag 10½ Uhr in dem 1½ Sunden zen bier entfernten Volkttsbeim verübt. Der 29läbrige ige Kenurat Selg, welcher mit seinet 70 Jahre alten 1 utter ein gemeinschaftliches Hauswesen fübrie, erschlug mittelbar, als er vom Goltesdienst in Kirchbitlingen eimgekehrt war, seine Muttet und seine Schwester mit er Schtitaxt. Der Mörder, an welchem seit Jahr und Tag schon einige Male Geistesstßtung wahrgenommen vurbe, ist flüchtig. Dresden. Die„Dresdener Nachrichten“ berichten: Dit erfabten erst jetzt, daß der König kürzlich in den ersten Nachmittagsstunden im Großen Gatten, ier bekanntlich um jene Zeit oft zu promeniten Ast, von einem geisteskranken hicsigen Schirmmacher Agtsprochen und durch die Frage behelligt worden ist, wsbalb er nicht ablasse, ihn zu verfolgen. Der Geistes⸗ danke, welcher von der fixen Idee geplagt wird, daß der zönig ihn hasse, verfolge und an seiner Selbstständig Zachung hinderlich sei, it am anderen Tage auf Anor⸗ zung der Polizei ärztlich explorirt und vorläufig im bie⸗ een Kraufenbause untergebracht worden. Es ist derselbe Nensch, ber bereits im März 1868 einmal ebenfalls n Stoßen Garten eine Art Attentat auf den König, mals noch Kronprinz, dadurch sich schuldig ge— nacht haben soll, daß er eine nur mit Pulver geladene Ucstele von Weitem mehrmals auf den Prinzen gerichtet due. Auch damals irat seine geistige Gestörtheit bereits 1 lat zu Tage und wurde et deshalb einige Jahre auf um Sennenflein untergebracht. Wien. Der österreichische Hofkalender weist auf u. A.: n Edelknaben, 59 Munoschenke und Vorschneider, 61 Leib⸗ Akaien, 33 Saal ihürbüter, 18 Hofköche; die Stelle einer destöchin ist zur Zeit„unbesctzl“. Unter den übrigen —— —— baden.“ eine der drei Ehen, als im Civilwege eingegangen, giltig Angreifer noch entwaffnen. 1 Bersonalveränderungen dürfte die Beförberung bes„Ab⸗ waschweibes“ bet der Hosapotheken⸗Direction zum„Extra- weib“ zu erwäbnen sein. Wien. In einer wiener Freiwilligenprüfung wird an den Examinanden die Frage gestellt:„Welche nd die berühmtesten Männer der Geschichte?“ Der„Einjährige“ antwortete mit vollster Sicherbeit:„Aus dem Militär Napoleon I., aus dem Civil Christus.“ Genf. Der Erzbischof, welcher letzten Sonntag in St. Germain Messe las, ist ein Italiener und heißt Panelli. Er wobnt gegenwärtig bet Pater Hpazintb und wird in einigen Tagen seinen an die Kurie gerichteten Absagebrief veröffentlichen. Paris, 13. Jan. Nachdem nun in der Nacht vom Sonntag der zehnte Mord im Canton Simouts begangen wurde, kommt der Corr. Havas die Nachricht einer neuen Unthat zu. Die Mörder versuchten das Dorf Vaugrigneuse anzuzünden. Zwei n gefüllte Scheunen sind den Flammen zum Opfer gefallen. Seit acht Tagen sind die geschicktesten Polizei Agenten von ganz Paris unter Auführung des bekannten Cloude in die dortige Gegend abgegangen und trotzdem setzen die Mörder ihte scheußlichen Thaten fort. Auf den Staatsawalt beim Teibunale Le Mans wurde ein Attentat gemacht. ö Mailand. Vor dem biesigen Strafgerichte war jüngst ein seit längerer Zeit in Lyon domicilirender Handlungs⸗ reisender, ein gewisser Antonio Sartotio aus Mailand, der Bigamie angeklagt. Bei der bezüglichen gerichtlichen Untersuchung stellte sich indessen heraus, daß der brave Antonio nicht dlos zwei, sondern sogar drei Frauen ge— beirathet batte, und zwar eine in Mailand, eine in Florenz und die dritte in Nrapel.„Und dafür“, so sagt sich jetz! wohl der Leser,„wird er eine angemessene Strafe bekommen Nicht im gerinasten, und dies desvalb, weil nut war, die beiden andeten aber, weil nur kirchlich geschlossen, in Folge der bestehenden italtenischen Ebevotschtiften nich! die gringste Giluikeit baben. Das Urtbeil des Tribunals lautete denn auch dahin, daß kein Grund zu einem gericht⸗ lichen Einschreiten vorhanden sei, und Hert Sartorio ist somit vollkommen ungesiraft nach wie vor dreifacher Ehe⸗ mann und doch nur einmal verheiratet. Rom. In Calleposte in der Provinz Aquila hat ein im Collegium Germanicum in Rom ausgebildeter junger 2 jädriger Kaplan von herkulischem Körperbau ein 16jäbtiges schönes Mädchen am bellen Tage geraubt, sie auf ein Maultbier gesetzt und ist mit idr davon geritten. Noch können. Verloosungen. Badische fl. 35 fl. Loose vom Jahre 1845. Gewinn⸗Ziehung vom 30. December 1873.— Heim zahlung am 1. April 1874. Nr. 26609 96826 104972 113281 120286 141131 155417 189464 189498 328062 à fl. 1000. Nr. 15855 856 858 859 861 863 864 867 870 872-874 880 882 883 886 888 889 891-893 897 899 20851 855—557 860 862— 866 868 869 872 873 877 881 882 885 888 891 892 894 895 898 899 26602 604 606 607 610 612— 615 618 619 622 624 626 628 629 633-635 637-646 648 649 650 40604 606 607 609 615 616 619 622 623 625 627—630 637 —639 641-645 649 80202— 204 206 208—210 212 —216 218 221 224 226 229 231 282 237 239 243 245 248 250 96801-8805 807 809 810 812 813 818 819 821—823 825 828 830 832—835 837 840—843 847849 104854 957 960 964 966 967 969 971 974 976 980 983 985 987 989 991 995 996 105000 113252 —254 257—259 262—266 268 270 273 275 276 27 280 282 284 290 293 295 298 300 120254 257 260— 263 265 268—270 272 273 277 280 284 285 288 291 295—297 299 141102— 104 108 110—113 115 118 121 124—127 129 130 135 137 139—141 143 146 149 150 155405—407 409 410 412 416 419 420 423426 430 432—435 437 435 440 443 444 447 450 189452 453 456 458 460 463 465 466 477—479 481—484 488 492 494 500 215402 406 413—4ʃ5 419 422 424 426 427 479 434 436 439 44 447 274601 603 605 612 613 615—617 623 625 627 633 639—643 645 250 280802 803 805 808 810 812 814 865 819 820 825 830 832 834 836 8 842 844—846 848—850 289253 255 257 259 261 263—265 268 270—277 280 281 285 287 289—291 295 297—299 316552 558 559 562 564 566—569 573 574 576—578 580 583 584 589 590 592 596 597 599 328651653 658 659 661 2 0 670—674 679—685 689 691 694 697—700 33390. 902 904—906 908 911 917—919 92—923 927 920 932—935 937 940 941 943 945 946 948 348202 203 205 207—209 212 24 216—219 222 223 225230 238 241 246 249 250 4 fl. 70. Alle übrigen Nummern in den am 20. November 1879 gezogenen Serien: 318 418 533 813 1605 1937 2100 2266 2406 2823 3109 3790 4309 5493 5617 5786 6332 6574 6719 6965 er halten à fl. 55. 4pCt Oesterr. fl. 250⸗Loose von 1854. Serien⸗ Ziehung vom 2. Januar 1874. Nr 31 129 321 367 673 818 1178 1244 1481 1757 1915 2120 2133 2174 2176 219 2370 2492 2622 2660 2708 2816 2875 3083 3512 3672 3685 3754 3776 3802. Die Gewinn⸗ Ziebung findet am 1. April 1874 statt. D. Frankfurt a. M., 15. Januar 1874. Die Börse eröffnete in recht fester Haltung und schien für Creditactien wieder die Position von vorgestern behaupten zu wollen. Allein die matten Berliner Course, welche im Laufe dee Geschäfts einliefen, hoben die günstige Wirkung der anfänglichen Deckungskäufe wieder auf und es trat successive eine Abschwächung der Tendenz ein. Die Liquidation wickelte sich ohne Schwierigkeiten ab. Geld war flüssig und stellten sich Prolongationszinsen auf ca 4/%. Für Creditactien zeigte sich Stückmangel. Staatsbahn bedangen einen kleinen Report. Nach Mel⸗ dungen von Berlin ist die dortige Börse vorzugsweise durch die zum Theil starken Rückgänge am preußischen Bahnenmarkte verstimmt. Creditactien bewegten sich zwischen 250—51 und 49½. Staatsbahnactien waren ziemlich matt und gingen von 319% bis 348. Lombar⸗ den schlossen 169. In österr. Bahnen ging wenig um. Alföld und Siebenbürger matter, Elisabeth höher Prioritäten anziehend. Banken blieben unbelebt. Oesterr. Nationalbank 4 fl. höher. Anlagefonds fest. Neue 60% Ungarische Schaßanweisungen wurden lebhaft zu 87¼ gehandelt, Neueste Russen zu 92½ im Verkehr Von Loosceffecten Ungarloose, 860er und 1864er höber. Creditloose und Bayrische Loose nachgebend. Von Wechseln Wien angeboten. Geld Cours. Frankfurt am 15. Januar 1874. Preußlsche Friedrichsd or fl. 9 57½%—58½½, F* 941-43 Holländische fl. 10⸗Stücke„ 9 52—54 G„ 5 32—34 Ducaten al mates„ 5 33—35 20 Frankenstücke.„ 9 20½—24½ Englische Sovereigns„ 11 48—50 Kussische Impertales„ 912—44 Dollars in Gold„ 224½½— 3 Das der Deutschen Transatlantischen Dampfschiffsabrts⸗ Gesellschaft(Adler Linie) in Hamburg gebötende Dampf⸗ schiff„Herder“, Caplian Fischer, tral am 8. Jauuat seine erste Reise mit Passagieren und Ladung von Ham- ducg direct obne Zwischenbaͤsen anzulausen nach Newpork an. 218 Bei der jehigen oft rauben und ungesunden Witterung we Erkältungen an der Tagesordnung sind, machen wir vornehmlich sorgsame Mütter darauf aufmerksam, wie leicht dei Kindern aus einem anfänglich undedeutenden Hüsieln der qualvolle Keuchbusten oder die gesäbrliche Bräune cnisteben kann und wie wichtig es ist, gegen diese und äßnliche Erkältungsleiden oder zur Vorbeugung der- lelben, eis ein gutes Mittel bei der Hand zu baden. Wir glauben deßbalb auf ein Präparat binweisen zu müssen, dessen außerordentliche Nützlichkeit als Schutz und Hausmittel sich auf das Eklatanteste heraus gestellt bat. Es ist dies der in der W. H. Zickenheimer'schen Fabrik in Mainz beteitete rbeinische Trau dendtrust⸗ bonig— ein aus Weinttauden⸗Extract, feinstem Rohr⸗ zucker und Kräuterdecoct zusammengesetzter, böchst angenehm schmeckender Saft.— Auch von medicinischer Seite wird cet genannte Traubenbrusthenig immer mebr anerkannt! und verordnet und von nahmbasten Autoritäten als ein ganz vorzügliches, jeder Familie unentbehrliches Hausmittel empfohlen. Am besten dürfte für den bohen Wertd des selden die große Anzahl Atteste von glaubwürdigen Per sonen aller Stände gelten, sowie daß die größten und vornehmsten Apotheken und Handlungen denselden führen. Man deachie dieserbald die Annonce in diesem Blatte. Ein braver Junge kaun in die Lehre treten bei Friedberg. A. 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Wo sagt Anz Für ein Spezerel, und Eisengeschäft wird ein mit Lehrling Offerten sub Chitrre 239 befördert die An General Agentur von Nudolr Mosse B. Heidingsfelder) in Greß en sucht. — * Gänzlicher Ausverkauf. 208 Wegen Aufgabe des Geschaftes verkaufe meinen sämmtlichen Vorrath in Porzellan- und Glaswaaren unter dem Fabrikpreise. Alle Gegenstände eignen sich sehr zu Geschenken und mache insbesondere auf eine große Parthie Tassen mit Namen ausmerksam. Louis Simon Wittwe, vis-A-vis der Post. An⸗ und Verkauf von Staatspapieren, Friedberg. Actien, Loosen, Coupons ꝛc. unter Zusicherung billiger Bedienung. N . A. Nauheim. 192 urtheilsfteie Fachmänner Honigs bald eingeseben Holland den Trauben⸗Brust⸗Honig führen. höchste Anerkennung. schließlich Anerkennung zollt. Depot übernebmen. Darmstadt, 21. December 1873. in Butzbach bei A. Gimbel. 2 Sar f Ein 7jähriger Kampf gegen Vorurtheile vat dem theinischen Trauben-Brust-Honig nach und nach zum Siege verholfen, indem die außerordentlich segens reichen Eigenschaften dieses vorzüglichen Haus- und Genußmittels bei allen Erkällungsleiden, wie Katarrh, Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Enbrüstigkeit, Hals-, Brust- und Lungenleiden, nament⸗ lich auch bei Keuch⸗ und Stickhusten der Kinder immer mehr zur Auerkennung gelangen. wie Aerzte und Apotheker, den außerordentlichen Werth des Trauben-Brust⸗ gebt daraus bervor, daß derselbe seit lange von vielen Aerzten empfohlen wird und daß circa 500 der größten und vornehnisten Apotheken in Deutschland, Oesterreich, Ungarn, Schweiz, Belgien Auch von Seiten der Bebörden findet der genannte Saft Herr W. H. Zickenheimer in Mainz. Haben Sie die Güte und senden Sie mir, aanz nach Ihrem Belieben, eine Quantität Trauden-Brust⸗ Honig, an dem ich ganz besonders deßhalb Gefallen gefunden habe, weil unsere Behörde ihm Wenn es mit Ihrem Geschäftsprincip vereinbar ist, würde ich ein Haupt— Verkaufsstelle in Flaschen z 1 1½ und 3 Mark in Friedberg bei Wilhelm Sturmfels, Hofapotheker; Daß alle vor- K. Calmberg, Apotheker. — ũ b ˙'é-'i..'.''.: ðiö..':öö:«::—ĩcd w 1 Zu jeder Flasche eine genaue Gebrauchsanweisung. 1 Die Leipziger Feuer-Versicherungs-Anstalt — gegründet im Jahre 1819— empfiehlt zum Abschluß von Versicherungen gegen Brand, Blitzschlag, nothwendiges Ausräumen ꝛc. auf Mobiliar, Waaren, Maschinen, Vieh, Ernteerzeugnisse 1c. zu billigen festen Sätzen unter ihren anerkannt vortheilhaft liberalen Bedingungen. 209 J. Rothschild Wittwe, Agent für Ostheim und Umgegend. Verkauf ader Verpachtung. 108 Mein in der vorzüglichen Lage auf der breiten Straße hier, dem Landgerichtsgebäude gegenüber, ge⸗ legenes Haus, geräumig, vor wenigen Jahren bestens hergestellt und eingerichtet, nebst daran stoßendem, neu und solid aufgeführtem Backhaus, Magazin, Stallung und sonstigen Nebengebäuden, soll von mir aus freier Hand verkauft oder auf eine Reihe von Jahren ver⸗ pachtet werden und auch jetzt noch ununterbrochen fortgesetzt eine Bäckerei, verbunden mit einem sehr ausgedehnten Mehl— geschäft mit dem besten Erfolg betrieben und nur mein in Kürze bevorstehender Wegzug von bier veranlaßt mich über die fraglichen Objeete auf viese Weise zu verfügen. Lusttragende Reflectanten, deren Thätigkeit und Um⸗ sicht sich hier auf's Vortheilhafteste verwerthen ließen, wollen alsbald mit mir in Verhandlung treten, deren Abschluß von meiner Seite durch die loyalsten Be⸗ dingungen erleichtert werden wird Friedberg den 15. Januar 1874. 2. H. Strauß. Stotternden, 64 welche gründlich geheilt werden wollen, empfehle ich den Spracharzt Herrn Gerdts hier. Herr Gerdts hat meinen Sohn Friedrich im v. J. vollständig geheilt und spricht mein Sohn heute, als ab er nie gestottert hätte, Gießen, 2. Januar 1874. Walther, Districts-Einnehmer. Für Stotternde. Ich spreche hiermit heute dem Spracharzt Herrn Gerdts meinen Dank aus, daß er mich im August v. J. vom Stottern vollständig geheilt hat, und spreche ich heute wie jeder gesunde Mensch Gießen, 4. Januar 1874. Heinv. Bloß, im Hause des Herrn W. Wallenfels. Jeder Stotternde, der beim Singen nicht anstößt, wird geheilt, und erhält eine gute, nafürliche Sprache. Bis zum 20. Januar werden noch Patienten angenommen. Gießen. A. E. Gerdts, Spracharzt. In demselben wird seit mehreren Jahren ö Eine Wohnung 142 zu vermiethen bet Jos. Hoffmann Casino. Sonntag den 18. Januar Damen ⸗Casino. Generalversammlung des Arbeiter- Bildungs Vereins 200 Samstag den 17. Januar, Abends 8 ½ Uhr. Tagesordnung: Innere Vereins angelegenheiten.“ Mitgliederkarten sind mitzubringen. 1 Der Vio r st an d. Einlad inladung. 104 Sonnlag den 18. d. M. findet in der Brauerel en Joseph Klein ein Gesellschafts- Ball statt, wozr alle Freunde des geselligen Vergnügens hiermlt eingeladen werden.— Anfang 7 Uhr. Ilbenstadt am 10. Januar 1874. Deer Veo rx st a n d. 201 ö Rum ge 4 = un Jamaica! rrrae de Batavia und feinste Punsch-Essenzen 31 bei Wilh. Fertsch. Der 2. Stock meines Hauses 1 Wen ehen und kann bis Mitte März be⸗ 17 Emmrich Müller II., Bierbrauer. Für Metzger. 2 ö 15 Mittel⸗, Kranz und Buttdärme bei Eduard Grödel. E ueue türk. Zwetschen 33 in feiner delieater Waare bei Wilb. Fertch. Ein junger Mensch 85 mit schöner Handschrift sucht als Seribent ständige ö — Bettes! Bo Misonsden Naum gibt, stin solltes, ju machen. gettesfts!? 228 Da legung der N denjenigen nördlich ven nach Friebe Gemarkung III. und di. Freitag! Ralbhaust Jubi bringen, daß die Nummer 5 Beschäftigung. Näheres bei der Exped. d. Anz. 2 bis 3 junge Mädchen 162 finden zur Ausbildung in allen Zweigen des Haus⸗ haltes liebevolle Aufnahme. Penstonspreis 150 Thlr. Wetzlar. Witlwe Belgard. & Calloisketten 207(große Auswahl) angekommen. L. Hanau, Hofuhrmacher und Goldarbeiter. Ziegelkohlen. 214 Meinen Abnehmern die Mittheilung, daß mit den seitherigen Zechen die Lieferungsverträge für das laufende Jahr erneuert habe und in der Lage bin Prima ⸗Waare zu verhältaißmäßig billigem Preise zu liefern. der Lieferzeit Ende März d. J. E. Freundlieb, Steinkohlenhandlung. Pariser Weckt Beginn Die Tafel- und Dessert- Chocoladen der Kaiserl. und Königl. Hof-Chocoladen-Fabrik von Gebrüder Stollwerk in Cöln, wurden als die vorzüglichsten auf der jüngsten Weltausstellung in Wien mit der höchsten Aus- zeichnung, der Fortschritts-Medaille, prämiirt. Dieselben sind in allen namhaften Conditoreien und Delicatessengeschäften zu haben 195 154 Gut kochende Erbsen, Bohnen und Linsen bei Wilh. Bernbeck. Eine Grube Mist 293 hat zu verkaufen K. Fritz. (Hierzu Unterhaltungs⸗Blatt Nr. 3, Praktischer Rathgeber Nr. 1 und zwei Beilagen.) . Große Salzgurken Dar uf doffitiellen E. baben im G * 1 15½ U ihn Wah 103 empfiehlt Wilh. Berubeck. 1 vir uur i 1 üblen, die 7 7 N I Wen TLinsen, Erbsen und Bohnen 17T in bester Qualität bei 16 8 N 2 ber M. D. Loeb. d 6849 5 202 Ein Theil meines neu erbauten Magazins ist zu sindlichen de vermiethen K. Fritz. 4 7 h0t. dn Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist vor 16 räthig: 1 Sichen 7 U 5 1 Aid I Anhebung de Das suspensine Veto it dusbiing der hessischen Landesstände. Eine rechtsgeschichtliche Darlegung der Entstehung Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. 2. Sonntag nach Epiph. Gottesdienst in der Stadtkirche: Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Knodt. ö Abends 5 Uhr: Herr Missionsprediger Strobel.“ Katholische Gemeinde. 5 Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 2. Sonntag nach Epiphanie. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Beginn des Gottesdienstes Morgens 7¼½ Uhr. Verantw. Red.: Carl VBindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. an den Wochentagen — 1 Nachmittags: ½ 2 Uhr Christenlehre und Andacht. 1 f dugeen