1874. Dienstag den 16. Juni. M 70. berhess 9 1 scher Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Betreffend: Die Vornahme der Feuervistiation für 1874. Ueber den aus dem Gro inter Couvert mit der Weis Zetteffend: Die Anschaffung des Holzsamens pro 187 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg. in die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Wald besitzenden Gemeinden und die Markvorstände. bh. Holzsamen-Magazin für 1874 für Ihre Waldungen bezogenen Holzsamen gehen Ihnen die Auszüge gleichzeitig ung zu, sofort für die Auszahlung der Beträge zu sorgen. Amtlicher Theil. ap p 4— nun die Berechnung der Preise für denselben. Friedberg am 11. Juni 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir sehen der Rücksendung der Feuervisitationsprotokolle mit Nachweis über den Befolg der Herstellung binnen 8 Tagen entgegen. Friedberg am 11. Juni 1874. T r a Deutsches Reich. Darmstadt, 11. Juni. ichten. Düdelsheim als Postagenten, sowie Karl Konrath II. 1 Nieder Olm als Landbriefträger. Angestellt sonderer Begründung durch Welcker, ersucht, die Zurden: der Militär-Invalide Stöpler in Bens— eim als Postpacketträger und der Privat- Post; imterbramte Riddel in Nidda als Landbriefträger. rnannt wurde: Der Postsecretär Hofmann in Darmstadt zum Ober- Post- Directions Secretär und der Postsecretär Bitsch in Castel bei Mainz zum Postmeister. Versetzt sind: die Postamts- 2 sistenten Kosters und Bingel von Mainz nach Cöln. Freiwillig sind ausgeschieden: die Post- enten Avemarie in Arheilgen und Albrecht in Düdelsheim. — 11. Juni. In der heutigen Sitzung trat de zweite Kammer in die Berathung der einzelnen für ein zweites Kind derselben Eltern auf drei gosten des Nachtrags- Budgets ein. Nachdem durch die gestrige Abstimmung die vom Finanz— usschuß im Allgemeinen adoptirten Principien billigt worden, handelt es sich wesentlich nur och um die von dem genannten Ausschuß befür— dorteten einzelnen Abstriche. Es gelangen zur krledigung(abgesehen von der vom Haupt- Budget ker wenig abweichenden„Einnahme“) die Ausgabe— fosten zu: Lasten und Abgänge, Verzinsung und Dlgung der Staats schuld, Landstände, Minister, Staatsrath und Cabinets- Direction, Ministerium zes großh. Hauses und des Aeußern und zu einem Feil der Geschäftszweige des Ministeriums des nern. Aus den Verhandlungen heben wir uementlich hervor, daß die Abstriche, welche der FInanz-Ausschuß zu den„technischen Räthen für des Schulwesen“, ferner zu dem„Repräsentations— hehalt des Provinzial-Directors in Mainz“ und u den„Schreib- Vergütungen bei Provinzial— Derectionen und Kreisämtern“ vorgeschlagen hatte, zach ausführlicher Darlegung der Nothwendigkeit e geforderten Summen durch den Minister. Präsi— leuten Hofmann und Ministerial-Director von Sarck, sowie einer Reihe von Abgeordneten, ins- londere Küchler, Goldmann, Dumont, Görz, Ochsner 1c. ꝛc., und nachdem der Finanz-Ausschuß fest, theils in seiner Gesammtheit, theils in sürer Majorität auf Grund des Vorgetragenen süre Anträge zurückgezogen hatte, die Billigung en Kammer nicht fanden. Im Uebrigen wurden dir Anträge des Ausschusses genehmigt. — 12. Juni. In der heutigen Sitzung der Waten Kammer wurde in der Berathung des Jachtragsbur gete, beim„Ministerium des Innern,“ gefabren. Bei dem„Administrativ-, Justiz- u Lehn Hof“ hat die Regierung, ebenso wie Post-Personalnach⸗ 1875 überhaupt nichts mehr gefordert, indem sie Angenommen wurden: Friedrich Seibert davon ausging, daß die Bebörden, welche an n Osthofen und Theodor Mantz in Oppenheim Stelle jener Collegien treten sollen, bis zum Ende als Postgehölfen, der Drehermeister Valentin Lücker vorigen Jahres in Thätigkeit getreten sein würden. u Arbeilgen und der Gr. Bürgermeister Koch in Bei der„Ober Rechnungs- Kammer-Justificatur bei der„Ober-Studien-Direction“ für 1874 und zweite Abtheilung“ wird die Regierung, nach be— beiden Abtheilungen baldigst zu einer Behörde zu vereinigen. Bei der„Landes-Universität“ und bei dem„Polylechnikum“ wird nach längerer, ge- pflogenen Debatte, einem Antrag Dernburg's gemäß das Princip angenommen, daß bei allen Besoldungen bis zum Betrag von 2000 fl. das Sechstel Zulage erfolgen, das sich für die üb'rschießenden Beträge ergebende Plus aber zur Aufbesserung der geringer bezahlten älteren Pro— fessoren verwendet werden soll. Bei„Gymnasien“ und„Nealschulen“ wird die Regierung auf An- trag des Abg. Heinzerling ersucht, das Schulgeld Viertel, für ein drittes und jedes folgende Kind auf die Hälfte herabzusetzen. Bei der Realschule in Offenbach werden, en'gegen dem Antrag des Finanz- Ausschusses, auf Befürwortung von Mi- nisterialrath Knorr und der Abgg. Greim und Franck, 175 fl. für katholischen Religions-Unter— sricht bewilligt. Die übrigen Verhandlungen bieten weniger allgemeines Interesse. — Am 9. Mai wurde der Privatdocent und Prosector des pathologisch-anatomischen Instituts an der Universität Königsberg, Dr. Max Perls, zum ordentlichen Professor in der medieinischen Facultät der Landes-Universität, insbesondere für das Fach der pathologischen Anatomie und all— gemeinen Pathologie ernannt und in der gedachten Eigenschaft berufen. Berlin. Der Bundesrath beschloß auf den Antrag des Justiz- Ausschusses, dem vom Reichs- lage beschlossenen Civilehe-Gesetz nicht zuzustimmen, sondern den Reichskanzler um Aufstellung eines Heset-Entwurss über die Einführung der obliga— leren Civilehe und Beurkundung des Personen— standes unter Betheiligung der Bundesregierungen und dessen demnächstigen Vorlegung zu ersuchen. Der Bundesrath stimmte serner Ausschuß-Anträgen zu, betreffs Erhöhung der Eisenbabn Tarife und Einführung eines einheitlichen, dem Colli- und Wagenraum-Spstem sich nähernden Tarif- System bis spätestens 1. Januar 1875. — 13. Juni. Der ebemalige Handels- und Finanz⸗Minister v. d. Hepdt ist heute nach 6 Uhr am Herzschlage gestorben. Düsseldorf. 12. Juni. Die Delegirten— Versammlung des deutschen Handelstages beschloß, [Erwägung gestellt worden. der Eisenbahn-Tarife vom Bundesrath nicht ge— würdigt wurden, und ermächtigte den ständigen Ausschuß zur Stellung mehrerer Anträge bezüg- lich der Tarif- Erhöhunngs⸗Frage beim Bundes rath. Paderborn. Das„Westfälische Volksbl.“ meldet: Das hiesige Kreisgericht ist durch das Appellationsgericht angewiesen worden, das Ver— sahren gegen den Bischof Martin zu sistiren und von der Verhaftung einstweilen abzusehen. Wie verlautet, ist aus der hiesigen Diöcese ein Gnaden— gesuch eingerticht worden, welches dem Appellations⸗ gericht von Berlin aus zur Berichterstattung über- wiesen worden ist. Bis zum Abgange des Berichts und bis zur Entscheidung in Berlin ist das Zwangsverfahren eing stellt worden. Ems. Hier eingegangener Benachrichtigung zufolge wird der König der Niederlande am 18. d. M. zum Besuche des Kaisers von Ruß- land hier eintreffen. — Nach officiellen Nachrichten verläßt der Kaiser die Wildpark- Station bei Potsdam am 14. d. Abende 11 Uhr und trifft hierselbst am 15. Morgens 10 Uhr ein. Wiesbaden. Der geschäftsfübrende Aus- schuß des deutschen Protestanten-Vereins hat den 8. deutschen Protestanten-Tag auf den 28. bis 30. September d. J. nach Wiesbaden ausgeschrieben und als Hauptgegenstände der dreitägigen Verhand— lungen auf die Tagesordnung gestellt:„1) Religion und Naturwissenschaft; 2) die sociale Frage, und 3) der Theologenmangel.“ Gotha. Der Landtag hat 5000 Thaler zur Unterstützung armer Schul-Gemeinden und 2000 Thaler für Lehrer, die sich in bedrängter Lage befinden, verwilligt. Auch die Errichtung einer Landes⸗Schulkasse ist der Regierung zur Bremen, 13. Juni. Die internationale landwirthschaftliche Ausstellung wurde beute ohne besondere Feierlichkeit dem Programme gemäß eröffget. Die Preisrichter beendigen erst heute Abend ihre Arbeiten. München. Der Beschwerde-Ausschuß der Kammer der Reichsräthe hat das Referat über die Beschwerde des Jesuiten Grafen Fugger dem Frhrn. v. Frankenstein übertragen. Letzterer, Mitglied des deutschen Reichstags für den Wahl— kreis Lohr, gehört im Reichstage dem Centrum an.— Die Socialdemokraten halten dahier Ver— sammlungen ab, in welchen über die Höde des Bier-Preises Klage geführt und zum Bier. Strite aufgefordert wird. Der Strike sol demnächst in Scene gesetzt werden. Passau. Bei der jüngsten Frobnleichnams⸗ procession in Passau dat das katholische Casino ihr lebhaftes Bedauern auszusprechen, daß die Bedenken des Handeletages gegen die Erhoͤhung durch seine Abwesenbeit geglänzt. Diese merk würdige Enthaltsamkeit ist auf die ossene Feind⸗ welche der Bischof Heinrich Zeit gegen alle katholischen „Wiribsbausvereine“ bezeigt. Um sich derartige Vereine entbehrlich zu machen, hatte Bischof Heinrich heuer zu dem Aushülfsmittel gegriffen, Franziskaner zu requiriren, obwohl der Bischof auch den Ordensleuten nicht grün ist, wie er bei- spielsweise die Redemptoristen aus seiner Diöcese ohne Sang und Klang abzieben ließ. Mülbausen. Das Mädchen⸗-Pensionat im Kloster zu Lutterbach ist dieser Tage polizeilich geschlossen worden, nachdem die den Nonnen be⸗ willigte achttägige Frist zum Heimschicken der Zög⸗ linge abgelaufen war. Als Grund der Aufhebung des Pensionats wird angegeben, daß die Anstalt in jesuitischem Geiste geleitet und zu einer Brut— stätte für kirchlichen Fanatismus gemacht worden sei. Ausland. Frankreich. Paris, 11. Juni. Aus Anlaß der Rede Gambetta's vom 9. d. M fand heute auf dem Bahnbofe der nach Versailles fahrenden Eisenbahn vor der Abfahrt der Depu⸗ tirten eine Kundgebung statt. Als Gambe sta erschien, erschallten aus der versammelten Menge Hochrufe auf die Republick und als Antwort hi⸗-rauf Pfeifen. Auch gab es einigen Wortwechsel und unbedeutende Thätlichkeiten. Ein radikaler Deputirter wurde für einen Augenblick arrelirt. Bei der Rückkehr der Deputirten von Versailles nach Paris kam es wiederum zu einem Auftritt. — 11. Juni. Nationalversammlung. Der Quästor Baze befragt den Minister des Innern über den am Bahnhof Saint Lazare vorgekom menen Zwischenfall. Der Minister antwortet, er habe bisher nur sich widersprechende Berichte erhalten, das einzige officiell constatirte Factum sei die Verhaftung eines Deputirten, dessen Frei- lassung aber wieder erfolgt sei. Die Regierung werde die Untersuchung einleiten. Der Minister fügt hinzu, zwei Sachen seien bierbei zu bedauern, einerseits der Mißbrauch der öffentlichen Gewalt, andererseits die Auflehnung gegen die braven Leute, die mit der Aufrechterbaltung der öffent- lichen Ordnung betraut seien. Baze erklärt sich mit der Erklärung des Ministers zufriedengestellt und wird die Sitzung aufgehoben. — 12. Juni. Außer dem Grafen v. Saint⸗ Croix, der Gambetta thätlich angriff, sind noch andere Personen wegen Lärmens polizeilich ver— haftet worden. Der Graf v. Saint Croix er- kärte bei seiner Vernehmung, er sei mit der be— stimmten Absicht auf den Bahnhof gegangen, um Gambetta zu provociren und zu züchtigen. Saint Croix selbst diente früher bei den Zuaven der Kaisergarde. — 12. Juni. Heute Nachmittag wurden feener etwa 10 Individuen wegen lärmender Manifestationen und einzelner Zänkereien auf dem Bahnhof Saint⸗Lazare verhaftet, vier derselben aber wieder freigelassen, nachdem ihre Persönlich— keit festgestellt worden war. Zahlreiche Abtheil— ungen Polizeiagenten und mehrere Compagnien Truppen haben den Bahnhof besetzt, um weiteren Störungen der Ordnung vorzubeugen.— Der Ministerrath hat in einem heute Vormittag statt⸗ gehabten Conseil beschlossen,„Pays“,„Rappel“ und„XIX. Siecle“ auf 14 Tage zu suspendiren. 13. Juni. Auf dem Bahnhofe von Saint Lazare haben heute keine weiteren Rubestörungen stattgefunden.— Der Graf von Saint-Croix, Angreifer Gambetta's, wurde zu 6 Monaten Gefängniß und in die Kosten zu 200 Fes. ver— urtheilt. Er lehnte die Vertheidigung durch einen Anhalt ab. Die andern zur Haft gebrachten Individuen wurden in Freiheitsstrafen von 8 Tagen bis zu einem Monat verurtheilt. — 13. Juni. Die„Agence Havas“ meldet: Das linke Centrum wird Montag einen Antrag auf Proclamirung der Republik mit der steben— jährigen Präsidentschaft Mat Mahons einbringen. Der Antrag läßt eine gänzliche oder theilweise Revision der republikanischen Verfassung zu. Das linke Centrum wird die dringliche Berathung schaft zurückzufüdren, von Passau seit langer sie hat nicht zu dem erwünschen Ziel geführt, und man muß, um im Osten nicht Alles auf's Spiel zu setzen, sich zu den Opfern versteben, welche eine dritte Expedition fordern wird. ö Spanien. Madrid.„Imparcial“ will wissen, die spanische Regierung beabsichtige beim Ableben des Papstes das Einspruchs-Recht der früheren spanischen Könige gegen die Papstwahl zu beanspruchen. Bilbao. Zahlreiche baskische Banden haben sich unter dem Rufe„es leben die Fueros und der Friede“ gegen Don Carlos erhoben. Don Carlos befahl, die Auffländischen, wo man sie gefangen nehme, zu süsiliren. Italien. Venedig, 12. Juni. Der bier tagende Katholiken Congreß, zu welchem etwa 500 Theilnehmer, darunter 3 Bischöfe, erschienen sind, bat den Herzog Salviat! zum Präsidenten gewählt. Der frühere Deputirte Dondes aus Reggio sprach gegen den Katbolicismus. ö — 13. Juni. Der katbolische Congreß nahm die Anträge an, betreffs Betheiligung an den Wohlthätigkeits-Instituten und Erwirkung des christlichen Unterrichts an den Muniecipalschulen, sowie betreffs Betheiligung an den administrativen Wahlen und der Commissionswahl wegen Gründ⸗ ung einer Universität. g Rußland. Petersburg. Die Mit- tbeilungen der Augsburger„Allg. Zeitung“ vom 6. d. über eine Verständigung Rußlands und Oesterreichs unter- Zustimmung Frankreichs über die orientalische Frage, wonach die Errichtung einer österreichischen Secundo Genitur in Bosnien und einer russischen Sceundo Genitur in Bulgarien, sowie die Abtretung des östlichen Galiziens au Rußland beabsichtegt würde, entbehren, wie von gutunterrichteter Seite versichert wird, jeder Be— gründung. Aus Stadt und Land. Gießen. Der„Gießer Anzeiger“ schreibt: Es ist gut, daß wir heute Samstag haben und die Woche zu Ende gebt, denn wenn es mit den Selestmorden so fortgehen sollte, wie in dieser Woche, so kommen wir über Paris und Petersburg, wo sich bekanntlich in neuerer Zeit die Selbstmorde in erschreckender Weise vermehrt haben. Gestern berichteten wir über den Selbstmordversuch eines jungen Mannes, der heute hoffaungslos darniederliegt. Gestern Mütag um 11 Uhr zog man aus der Lahn, oberhalb der Peppler'schen Müble, die Leiche eines 17jäbrigen Mädchens aus hiesiger Stadt, das sich ert änkt. Gestern gegen Abend sand man am Rechen der Möser'schen Mühle eine wellere weibliche Leiche, deren Identität bis jetzt noch nicht festge— siellt ist.— Vier Selbstmorde in einer Woche ist ein bischen viel für Gießen und ist ein tcauriges Zeichen der Zeit. Darmstadt. Auf den 18. d. M. ist die so viel be⸗ sprochene Anklage-Sache gegen„Wachter“ abermals(jitzt zum fünftenmal) zur Verhandlung vor Großh. Appellvofe dabier fixert und sollen dießmal in der Toat nicht unbe⸗ gründete Hoffnungen vorhanden sein, daß der Ankläger, Graf Erbach, der ergangenen Ladung Folge leisten ge— neigt wäre. Man ist daher gespannt, ob den oder od der Herr Graf einen, sonst nicht mehr zu um— gehenden Vorfübrungsbefehl provocuen wird. Mainz, 11. Juni. Der Mörder Ringel, welcher Arresibause er hängt. Allerlei. Frankfurt, 13. Juni. Gestern wurde auf der Main ⸗Weserbabhn von eiwa 30 Passugieren, welche mit durchgehenden Billeten verschen waren, über die Trunus⸗ bahn Klage erhoben. Der von Mainz um 6 Uhr 40 Min. erwartete Zug war pünktlich eingetroffen, mußle aber weit vor dem Bahnhof halten bleiben. Endlich um 7 Uyr lam das Signal zum Einfahren. Als die Passagicxe auf die 6 Min. abgegangen Höchst, 10. Juni. schlug der Blitz in das Schulgebäude der biesigen Mädchen⸗ schule. Er nahm seinen Weg vom Dach, zeesplitterte das Gesimse, fubr durch die Giebelwand in den Schulsaal und vertbeilie sich dort, indem er in zwei Wände, nach der Decke und noch im Nachbarhause in einen Balken fuhr. In dem Schulzimmer waren schon acht Kinder anwesend, die mit dem Schrecken davon kamen, während dem Söhnchen des Lehrers der Sand in ein Auge flog Es war ein Glück, daß die Schule noch nicht mil Kindern angefüllt war. Der Blitzschlag zündete nicht. Seit dem Jahre 1814 hat es dort dreimal eingeschlagen. Cassel. Die„Hess. Blätter“ bringen eine Zusammen— stellung der Pfarreien, welche bioher mil sreuitenten Pfarren besetzt waren und nun neue Geistiiche erhalten haben. Es verlangen. Holland. Haag. Auch die zweite Expe⸗ sind dieses 11 Pfarreien: Waldkappel, Rengshausen, Hombressen, Asbach, Felsberg, Berge. Schemmern, Mel⸗ so sein wird, zum Tode verurtheilt ist, har sich heute Nachmittag im Main⸗Weserbahn kamen, war der Schnellzug bereits seil Heute Mittig kurz vor 1 Uhr 1 1 0 f Sechs Candidaten haben sich und 16 Lehrer. Gotha, 10. Juni. Heute erschien vor den Geschworenen ein„frommer“ Schwindler, Namens Georg Schmehl aus Darmstadt. Derselbe hat u. A. in Frankfurt g. M., Merseburg Erfurt und hier Abnehmer für fromme Schriften, mochten diese cxistiren oder nicht(der Name„NMisstons⸗ harfe“ scheint ihm für seine Zwecke besonders geeignet ge— wesen zu sein), zu gewinnen gesucht, sich aber mit dem Finkassiren der Subscripionsbeträge begnügt, ohne je an die Effectuirung der übernommenen Aufträge zu denken. Am 16. Februar l. J. wurde er hier festgenommen. 9 berübter Betrügereien und eines Versuchs dazu für schuldig befunden, wurde Georg Schmehl zu 2 Jibren Zuchthaus und eben so langem Ehrverlust, sowie zu 90 Thaler Geld— buße event. noch 2 Monaten Zuchthaus verurheilt. Mil- dernde Umstände wurden ausgeschlossen, da Angeklagter den Eindruck der personiftcirten Unwürdigkeit machte. Constanz. Folgendes Curiosum ist dem„Gewerbe— blatt aus Württemberg“, jedenfalls von Einem, der viel Zeit übrig bat, von Heilbronn eingesandt:„Eine deutsche Meile hat 25,856 württembergische Fuß; eine Quadrat- meile bat 668 ½ Millionen Quadratfuß. Der Bodensee ohne den Untersee hat 8½ Quadratmeilen ober 5682 Mil⸗ lionen Quadratsuß; es hätten somit sämmiliche Bewohner des Erdvalls, 1430 Millionen auf dem Bodensee Platz, indem fär jeden 3,974 oder rund 4 Quadratsuß Raum bliebe“ Der See müßte natürlich überfroren sein, und zwar dick genug. Würde die Eisdecke einbrechen und die ganze Menschheit verschwinden, so würde der Wasserspiegel zaum um einen halben Fuß sich heben. Um die ganze Menschheit einzupökeln, brauchte man also nur ein Faß, das halb so viel Wasser hält, als nothwendig ist, um den i Boden see um einen Fuß steigen zu machen. Schwerin. Der Oberinspector H., welcher in Morn beim Ritietgulsbesitzer Pflug functiomirt, war am 6. d. Mts. mit dem zweilen Inspectotr und dem dortigen Föester Nach mittags 5 Ur zwischen dem Dorse und dem Vorwerk in den Warthedamm von der Jagd zurückgekehrt, wo sie ihre Gewehre ablegten. Der 36 Jahre alie Hirt weidete hier die Gänse und Puten der Herrschaft. H. greift nach einem Gewehr in der Meinung, dasselbe sei nicht geladen, und drückte es auf den nur wenige Schritte entfernten Hirten los. Der Schuß mit Rehposten fuhr im durchs Kreuz und kam auf der Brust wieder beraus. Man schaffle den Schwerverwundelen sosort in seine Wohnung, wo er um 11 Uhr starb. gleich Polizeiverwalter ist, reiste sofort nach Landsberg a. d. W. wo er sich dem Gerichte stellte. Oberinspector H., welcher zu⸗ New-MYork. Bei der Hocdzeit des Präsidenten Grant waren die strengsten Vorkehrungen getroffen worden, um den Zutritt von Zeitungsberichterstattern zu verhindern. Dem Reporter eines Newyorker Morgenblaties gelang es dennoch, sich einzuschmuggeln. Die Bedienung der Gäste lag einer Brigade von farbigen Bürgern ob; besagter Ne⸗ porter ließ sich, nachdem er sich Hände und Gesicht schwarz zejärbt batte, als Aufwärter auwerben und wohnte als olcher der interessanten Ceremonie von Anfang bis Schluß bei New-York. Das Blatt„Golden Globe“ in Colorade mußte sein Erscheinen„wegen Verschwinden seines Redac⸗ leurs“ einstellen. Diese Ursache wurde von einem Collegen in folgender Form wiedergegeben:„Man sah den Redac⸗ teur zuletzt unter einem Baume steen und mehrere Männer an einem Seile ziehen.“ Handel und Verkehr. Grünberg, 13. Juni. Die Preise auf unserem beutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 17 fl. 5 kr.; Korn(90 Kilo) 12 fl. 26 kr. Gerste(80 Kilo) 10 fl. 15 kr.; Hafer(60 Kilo) 7 (90 Kilo) 11 fl. 15 kr.; Erosen(110 Kito) 12 fl. 12 kr.; Linsen(100 Kels)— fl.— kel; Leinsamen(90 Klo) 13 fl. 57 kr.; Kartoffeln(100 Kilo) 3 fl. 40 kr. Frankfurt, 13. Juni. Der heutige Heu- und Strobmarkt war gut befahren. Heu kostete per Cir. 1 fl. 36 kr. vis 2 fl. 12 kr. Stroh per Centner 1 fl. 30 kr. bis 1 fl. 45 kl., Butter 1. Qual. 40—38 kr., 2. Qual. 36 kr., Eier das Hundert 2 fl. 42 kr. 0 Mainz, 13. Juni. Productenmarkt. Waizen per Juni— fl.— kr., per Juli 15 fl. 30 kt., per Nov. 14½ fl. Rorn per Jun! 10 fl. 50 kr., per Juli 10 fl. 45 kr., per Nov. 10 fl. 5 kr. Hafer per Juli 12 fl.— ke. per Nov. 9 fl. 48 kr. Rüböl per Juni— fl.— kr. per Oc. 19 fl. 57 kr. Raps per Sept. 17 fl. 30 kr. Verloosung. HOiesterreichtsche 1864er Loose. Wien, 1. Juns. Serien: Nr. 21 173 300 1302 1395 1518 179111982 988 2014 2126 2246 2245 3002 3343. Gewinne: S. 1578 Nr. 94 à 200,000 fl.— S. 2226 Nr. 47 a 20,000 fl.— S. 2226 Nr. 16 à 15,000 fl.— Serie 1302 Nr. 12 a 10,000 fl. S. 1300 Nr. 28, S. 1518 Nr. 15 a 5000 fl. S. 21 Nr. 25, S. 178 Nr. 28 43 a 2000 fl. S. 21 Nr. 84, S. 1300 N. 32, S. 2014. Nr. 33 67, S. 2126 N. 45, S 2245 N. 33 à 1000 fl. S. 21 N. 20 31 77 92, S. 178 Nr. 39 80 S. 1300 Nr. 27 68 78, S. 1518 Nr. 71 84, S. 1791 Nr. 52, S. 2126 Nr. 94, S. 2226 Nr. 63 93 a 500 fl. S. 21 Nr. 12, S. 1395 Nr. 24 34 78, S. 1791 Nr. 32 5 1988 Nr. 86. S. 20/4 Nr. 12, S. 2226 Nr. 2 8 35, S. 2245 Nr. 40 69 72 88, S. 3002 Nr. 18 44 68, S. 3343 Nr. 71 89 4 400 fl. Alle 4. g übrigen nicht aufgeführten Nummern obiger Serien 2 dition nach Atschin ist als mißlungen zu betrachten; sungen, Frielingen, Oberrieden und Kerspenhausen. Die 185 fl. österr. Whg.⸗ 5 5 G. 1982 Nr. 35, S. brigen Stellen der Renitenten sind noch nicht besetzt. bisher als renitent erklärt 1 fl. 22 kr.; Molle? 1 4 — verstelgert. Assen, 0 — Ma 1839 Die Makerial Lie auf ber Ste berdungen Die Zei nahmebedins Belrlebs⸗J die Submit nommen we siegelt mit d gebäude auf Samstag de bezeichneten Frankf * 5 Hofrait 1810 Die sollen in stücken der lich messtb Die 8 Parzellen Fried dt! 1838 Fre soll das d Ainzelnen A werden. Fauer Grof 5 181 Die Helzversteige leinfurth onnerstag nden. Steinf — Ard i Mit ollen in 9 Utbelen in a. Zimme b. Schrei e. Weißbi d. Schlof * Verschi benrag 1 Heugras⸗Versteigerung. 1806 Dienstag den 23. d. Mts., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll das der Gemeinde Nieder-Mörlen zu⸗ stehende Heugras, eirea 100 Normalmorgen S 25 Hectare, an Ort und Stelle meiftbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist an der Nauheimer Grenze und ist das Ganze jetzt in Verkaufsloose durch einen Geometer eingetheilt. Der Bestand, ist gut. Nieder⸗ Mörlen den 13. Juni 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Moͤrlen. ö Mö bs. Gras- Versteigerung. 1802 Donnerstag den 8. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, wird im Wirthschaftslokal des Georg Bechkold zu Nieder Woͤllstadt das diesjährige Heu- und Grummet— gras von eirea 90 Morgen Gräflichen Wiesen in Ge markung Nieder- Wöͤllstadt in einzelnen, meist 2 Morgen Ortsmaaß haltenden Abtheilungen öffentlich meistbietend versteigert. Assenheim den 10. Juni 1874. Gräflich Solms Roͤdelbeim'sche Rentkammer. Main⸗Weser⸗Bahn. 1839 Die Ausführung der sämmtlichen Arbeiten inel. Material Lieferung bei Erbauung eines Retiradengebäude auf der Station Gießen soll in öffentlicher Submission“ verdungen werden. Die Zeichnung, der Kostenanschlag und nahmebedingungen sind auf dem Büreau der unterzeichr Betriebs- Inspektion zur Einsicht aufgelegt und können die Submissions-Formulare daselbst in Empfang ge- nommen werden. Die Offerten sind portofrei und ver- siegelt mit der Aufschrift„Submission auf das Retiraden— gebäude auf Station Gießen? bis spätestens zu dem auf Samstag den 27. Juni er., Vormittags 11 Uhr, im bezeichneten Büreau anberaumten Termin einzusenden. Frankfurt a. M. den 12. Juni 1874. Königliche Betriebs-Inspeetion. e. 8 5 1 3 Hofraithe- und Güter-Versteigetung. 810 Dienstag den 28. Juli l. J. Vormittags 11 Uhr, ollen in hiesigem Nathhause die Hofraithe nebst Güter tücken der Heinrich Müller 11. Wittwe dahier öffent— Friedberg den 13. Juni 1874.. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. 3 .— Heugras⸗Versteigerung 838 Freitag den 19. Juni l.„Vormittags 10 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Heugras in nzelnen Abtheilungen auf hiesigem Rathhause versteigert perden. 8 Fauerbach b. Fr. den 16. Juni 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. dich Bekanntmachung. 831 Die auf Mittwoch den 17. Juni anberaumte Folzversteigerung im Freiherrlich v. Löw schen Wald zu Steinfurth soll eingetretener Hindernisse wegen erst Donnerstag den 18. Juni, Vormittags 10 Uhr, statt 1 2 furth den 13. Juni. 1874 nfurth den 13. Juni. 1874. 8 Der Freiherrlich v. Löw'sche Oberförster Weigand. Arbeits- BVersteigerung. e . J 134 Mittwoch den 17. Juni, Vormittags 9 Uhr, sllen in dem Rathhause zu Bönstadt nachstehende Arbeiten in Accord gegeben werden: i fl.* a. Zimmerarbeit, veranschlagt zu 57 12 b. Schreinerarbeit 58 30 c. Weißbinderarbeit 18 3 d. Schlosserarbeit 6— B. Gemeinde. Verschtedene Maurerarbeiten im Gesammt⸗ betrag von 90 2 b Zimmerarbeit 8 20 e. Schreinerarbeit 0 2 8 d Weißbinderarbeit* Assenheim den 14. Juni 1874. i Wensck, Baezirks⸗Bauaufseher. — 7 7 2 57 51* Holz- Versteigerung. 633 Freit ig den 19. Juli I. J., von Vormit⸗ gs 9 Uhr an, werden in dem Gräflichen Revier Aainharbs, Distrikt Unterwald, versteigert: 2 Naummeter Eichen-Schälprügelholz, 7000 Wellen Eichen⸗Schälreisholz, n 1400 5 Durchforstungsreisholz, 126 Stück Eichen⸗Vaumstützen. b Zusammenkunft am Forsthaus Balnhards. Widstadt den 12. Junt 1874. 8 Gräfliche Oberförsteret Assenheim, Schal las. zu heimer anfangend, Bel Carl Bindernagel sind alle in den hiesigen Lehranstalten eingeführten in neuester Auflage und guten Einbaͤnden stets vorräthig. Bekanntmachung. 1832 Nächsten Samstag den 20. Juni, Vormittags um 9 Uhr anfangend, wird das Gras von circa 150 Morgen gemeinheitlichen Wiesen in einzelnen Abtheilungen au hiesigem Rathhause versteigert. Nieder⸗Wöllstadt den 15. Juni 187. Großherzogliche Bürgermeisterel Nieder-Wöͤllstadt. J. E. d. B.: Buf f, Beigeordneter. N Heugras-Versteigerung. 1829 Das diesjährige Heugras von den hiesigen, eirca 80 Morgen haltenden Gemeindewiesen, soll Montag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr anfangend, an Ort und Stelle versteigert werden. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der um- liegenden Gemeinden werden ersucht, Vorstehendes im Interesse ihrer Ortsangehörigen öffentlich bekannt machen lassen mit deim Bemerken, daß gegen vorschrifts- mäßige Bürgschaft Credit bis Martini d. J. bewillig: wird. 1 1 ö Urphe den 14. Juni 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Utphe FW anger N* 4 4 Bekanntmachung. 1827 Die unterm Heutigen in dem Gräflichen Ossen⸗ Wäldchen abgehaltene Holzversteigerung ist ge⸗ nehmigt. Der erste Fahrtag ist auf Donnerstag den und das Ende des Abfuhrtermins auf den 7. festgesetzt. Wickstadt den 12. Juni 1874. Gräfliche Oberförsterei Assenheim. Schal las. 18. l 3918 ö Mobiliar-Versteigerung. 1843 Donnerstag den 18. d. Mts., Vormittags 9 Uhr wollen die Vormünder über 1) 2 Pferde, 1 trächtige Kuh, 1 Mutterschwein, 5 kleine Springer, 5) 2 Schaafe mit Lämmern, 3 Gänse und 2 Enten 14 Hühner, vollständigen Wagen, 2 Pflüge, 2 schaften, Tische Stühle, Schränke, g Haus- und Küchengerät ) Bettung, Kleider und Weißzeug, 1 Doppelflinte und 1 einfache ꝛc. Nieder Florstadt am 15. Juni 1874. Großherzogliches Ortsgericht Nieder-Florstadt. Wagner Eggen und sonstige Oeconomiegeräth— Kommoden und sonstige 4000 Gulden 1755 M konnen in nächster Zeit aus der Stiftung von Schrautenbach im Ganzen eder getrennt gegen genügende Sicherheit verliehen werden. Derr Vorstan d. Das Heugras 773 von etwa 14 Morgen Pfarrwiesen zu Münster bei Butzbach ist auf dem Stand zu verkaufen. Zur Aufbewahrung kann die Pfarrscheune abgegeben werden Daheim. Die soeben erschienene Nr. 37 enthalt: Das grüne Thor. Roman von Ernst Wichert.“ (Fortsetzung.)— Jugenderinnerungen. Von einem süd⸗ deutschen Freunde des Daheim. II. Buch. Die Knaben zeit.(Fortsezung.)— Der Vorübergang des Planeten Venus vor der Sonne am 8. Dezember dieses Jahres und seine Bedeutung. Von Dr Hermann J. Klein.— Drei Tage auf der hohen Rhön. Von C. Vogel.— Eine Ehrenschuld des deutschen Volkes gegen das deutsche Heer Am Familientische: Madchen und Lerche. Zu dem Bilde von Robert Beyschlag. Eine neugeöͤffnete Schatzkammer. Von Ur. Bunz. Coneurrenz auf der Mäusejagd. Mit Originalzeichnung von F. Flinzer. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Sgr. n Nummer 1 „zg nt anmuppog vbunjauvgtyng 2p ing Blerteljäbelich Urne Wöchentlich 1692 Ein reinliches braves Mädchen, f welches noch nicht gedient zu haben braucht, wird für einen ruhigen Dienst zum 1. Juli gesucht. Näheres bei der Expedition d. Anz W Gesucht ein zuverlässiger Mann, gelernter Schneider, als Portier und Sackflicker bei F. Wiemer in Bonames. Limburger Käse, 1708 per Pfund 15 kr., empfiehlt 1 N. D. Loeb. 2 iF Schleifen 1698 in seidenem Bande und allen möglichen Farben, mit metallenen Abzei krieger⸗, änger⸗- und Turnvereine in Collection von mehreren Hundert Mustern liefert schon von 1½ Sgr. das Stück an 8 27 L. Meyer, Wiesbaden, der Bonner Fahnenfabrik. 1792 von E. Schieß in Düsseldorf, vor 4 Jahren erbaut, 210 Mm. enhöhe, 3120 Mm. Banklänge, complet und n m Schraubenschneiden nach Scala, mit gekröpftem Bett, eirea 30 Ctr. Gewicht, billig abzugeben! Frankfurt a. M. C. Witworth's f. Geübte Arbeiter 1760 sucht Buß bach. Christoph Köberer, Schneidermeister. Dickwurzpflanzen, 1808 1000 Stück 30 kr. Hofgärtnerei Assenheim „Bei Carl Bindernagel in Friedberg und Nauheim ist vorräthig: Neuster Taschen-FJahrplan. verkauft die Gräfliche Bad⸗ — 1 7 Jommer- Dient Mittel⸗Rheingegend, Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein-Preußen. Preis 6 kr. Brobpreise vom 16. bis 30. Juni. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim u. Butzbach unverändert. Fleisch e ꝛc Preise vom 6. bis. 30. Juni. Nach eigener Angabe der Meßger. Für Friedberg und Butzbach unverändert. Für Bad-Nauh eim: Pr. ½ Kilo. Ochsenfleisch 0 kr. Schweinefleisch 20 k. Kuhfleisch, gem. 22„Leber- u. Blutwurst 24* ungem.„ Bratwurst 30 7 Hammelfleisch 24„„ Schwartenmagen 28 1 Keil und Carre— Cervelatwurst 48 1 Kalbfleisch 20„ Fleischwurst 28 a Keil und Carre 24„ Gerärcherter Speck 36 1 Nlerenfett 20„ Doͤrxrfleisch 36* Hammelsfett 20 Schinken 34 Schaaffleisch— Solperfleisch 28 1 Schmalz, ausgelassen, 32 kr. unausgelassen 30 ke. Ausnahmspreis. Bei Hirsch Loeb Kube oder Rind fleisch 20 kr.— Bei H Klinkerfuß Fleischwurst 30 kr.. Bel H. Aletter und H. Langsdorf Cervelatwurst 1 fl.— Bei H. Aletter Bratwurst 28 kr. Auis an die Berren Lehrer. Der seither im Selbstgerlage des Verfassers erschienene Hilfsbogen über die neuen Maße und Gewichte und das neue Geld— die neuen Muͤnzen— im Vergleich zu dem Maß-, Gewichts- und Münz-System im Großherzogthum Hessen von Fr. Schenk, Lehrer in Laubach, ist in meinen Verlag übergegangen und soeben in 2. vermehrter und verbesserter Auflage erschienen. Das Honorar fließt, wie bei der ersten Auflage, in die Kasse des Lehrerwaisenstifts für Hessen. Dadurch, daß das Heftchen stärker geworden ist, mußte auch der Preis entsprechend erhöht werden. Der Verkaufspreis beträgt jetzt 6 kr. Wegen der Bezugsbedingungen beliebe man sich hierher zu wenden. Friedberg im Juni 1874. Carl Bindernagel. Einladung zum Abonnement auf die von dem 1. Juli l. J. täglich erscheinende Zeitung Neue Hessische Volksblätter. Die„Neuen Hessischen Volsblärter“ werden zur Beseitigung einer Reihe von äußeren Mißständen, unter welchen die seuh rigen„Hessischen Volksblätter“ zu leiden halten, von Freunden und Mitarbeitern derselben ins Leben gerufen, wie denn das seitherige Redactions-, Expeditions- und technische Personal fast unverändert das⸗ selde bleibt. Die„Neuen hessischen Volksblätter“ werden kein exclusides Parteiorgan sein, sondern unabhängig nach oben und unten, wahrbaft und enischieden freisinnig, sern von Zelotismus nach der einen oder andern Scite hin, auf politischem wie religiösem Gebiete jede ehrliche Ueberzeugung achtend, mit ebenso großer Gerechligkeit als Consequenz ihrer Aufgabe: der Förderung des Volks- und Gemeindewoble unter ibunlichster Festhalsung des Princips der Seldstverwaltung zu ensprechen bemüht sein Die„Neuen hessischen Volksblätter“ werden das berechtigte Interesse sowohl unserer Bürger und Landwirthe, als auch des Beamtenstandes mit gleicher Uaparteilichkeit berücksichtigen und biernach ein allen unbefangenen Stimmen offen stebendes Organ für Jedermann aus dem Volke sein. Dem böheren und niederen Schulwesen werden wir stets die erforeerliche ernste Beachtung widmen und haben uns zur Besprechung aller dahin einschlagenden Frogen die Mitarbeitung erprobter Fachmänner gesicherf. Der politische Theil der„Neuen Hessischen Volkedläuler“ bietet deren Lesern eine umfassende politische Uebersicht; über die wichtigsten Tagesereignisse bringen dieselben entsprechende Leitartikel, so daß der Leser steis rasche und umfassende Kenntniß von allen bemerkens— werthen Vorgängen des öffentlichen Lebens erhält. Für Berichte über Handel und Verkehr, Landwiribschaft, über— baupt für die materiellen Interessen des Publikums sind gediegene sachverständige Kräfte gleichfalls gewonnen worden. Wir richten hierbei, wie in jeder anderen Beziebung, auf die localen und provinziellen Angelegenheiten besonderes Augenmerk und werden in allen Tyeilen des Landes Correspondenten für uns thätig sein. Das Feuilleton findet die sorgfältigste Berücksichtigung. Vom 1. Juli ab bringen wir darin die spannende, dem modernsten Leben enmommene größere Originalnovelle„Auch ein Gründer“ aus der Feder des beliebten Schriftstellers Max Ring. Außerdem liefert das Feuilleton regelmäßige Mistheilungen über Theater, Concerte, Mißcellen, literarische Notizen ꝛc. ꝛc. Inserate finden unter allen Umständen eine große Verbreitung und wind die einspaltige Petitzeile mit 3 kr. be— rechnel. Ber wiederholter Annoncirung wird ein erbeblicher Rabat bewilligt.— Der Abonnementepreis für das Blatt berägt trotz der erhöhten Herstellungskosten nur 1 fl. pro Quartal(obne Postprovision). Alle Postanstallien nehmen Bestellungen an. Zu zahlreichem Abonnement auf die„Neuen Hess. Volksblätter“ erlaubt sich die unterzeichnete Expedition ecgebenst einzuladen. Darmstadt im Juni 1874. Die Expedition. (Buchdruckerei von Rudolf Fendt.) NB. Bestellungen bitten wir zeitig bei der betreffenden Postanstalt machen zu wollen, damit vollständige Exemplare geliefert werben können. (H. 61671.) Geschäfts⸗Eröffnung. Lederhandlung en gros& en detail. Mein Lager in allen Sorten Schuhmacher- und Sattler-Leder bestens empfehlend, sichere bei guter Waare reelle und billigste Bedienung zu. Ferdinand Körber, Frankfurt a. M., Töngesgasse 24(nachst der Hasengasse). Wollene und baumwollene ö Fein sten Uutetjacken e Unterhosen türk. Zwetschenlatwerg, 418 zu billigen Preisen bei K. Friedrich. ächt holl. Zucker⸗Syrup 1788 Am unterzeichneten Orte soll die Stelle eines 0 i 5 st wi Fürstlichen Brunneumeisters neu besetzt werden. gar an eee Qualität wre empfangen. Alle, welche auf diese Stelle refleetiren und die zu ihrer Friedr. Hilbrecht Wittwe. Besorgung nöthigen Kenntnisse zu haben glauben, wollen 7075 sich innerhalb 4 Wochen bei dem Untzeichneten melden. Ein Lehrling Büdingen den 6. Juni 874. kann gegen Lohn die Bäckerei erlernen bei Klingelhöffer, ler! Ch. Weißenbach. 1823 Fürstl. Baurath. Eine vollständige Wohnung 824 von 5 Zimmern ist sofort im Ganzen oder getheilt zu vermiethen bei Jos. Hoffmann. Malzkeime, 1830 bester Qualität, empfiehlt billigst L. H. Strauß. Wegen Geschäftsaufgabe 1826 eine gut erhaltene phot. Einrichtung billig zu verkaufen. Franco⸗Offerten sub Chiare E. 100 31 bef. die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M.(ept. 49/ VI.) Ein goldenes Medaillon 1841 ist verloren gegangen auf dem Wege von Nauheim nach Friedberg. Der redliche Finder wird gebeten, das⸗ selbe gegen gute Belohnung an die Expedition d. Anz. abzugeben. Eine Scheune von Eichenholz 1828 steht zum Abbruch zu verkaufen bei Friedrich Ritzel, Schmiedmeister. Bad ⸗ Nauheim. Möbel-, Spiegel- und Capelen-Lager, 38 größte Auswahl in Rouleaux und Vorhangleisten. Sommerjalousten in allen Großen empfiehlt H. Blensdorf, Hof ⸗Tapezier. Bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad Nauheim ist zu haben: Neustes vollständiges Fremdwörterbuch f über 14,000 fremde Wörter und Redens- arten, welche in Zeitungen, Büchern und in der Umgangssprache vorkommen. Ein Buch für Zeitungsleser, Kaufleute, Künstler und Gewerbetreibende. Von Friedr. Weber. Sechste verbesserte Auflage. Preis 36 kr. Dieses Buch gibt über jedes, in Zeitungen, Büchern und Schriften vorkommende Fremdwort vollständige Er- klärung; es sind davon mehr als 18,000 Exemplare ab- gesetzt. f 1835 Ludwig⸗ und Alicenstiftung. 1837 Die Mitglieder der Agentur Friedberg werden hierdurch freundlichst ersucht, sich Mittwoch den 17. Juni, Nachmittags 2 Uhr, auf Windecker's Felsenkeller ein⸗ zufinden. 1825 Sonntag den 21. d. M., Namittags um 2 Uhr, soll die Generalversammlung der Mitglieder des hiestgen Spar⸗ und Vorschußvereins in dem Saale der Frau Rosenbecker dahier abgehalten werden, wozu hiermit Einladung ergeht. Rechnungsablage und Bestimmung der Dividende sind die vorzüglichsten Gegenstände, welche auf der Tages⸗ ordnung stehen. Steinfurth, 13. Juni 1874. 6 Spar- und Vorschuß-Vercin zu Steinfurth. (Eingetragene Genossenschaft.) 1703 Für eine Spezereiwaaren-Handlung in Hanau eine mit dieser Branche vertraute Verkäuferin gesucht— Nähere Auskunft ertheilt d. Exped. d. Anz. Stotternde 1447 heilt A. E. Gerdts, Spracharzt, in Friedberg in der Burg. Helreukragen, e Haasenstein& Vogler Annoncen⸗Expedition in Lraukfurt a. M. etc. befördert Inserate jeder Art sn alle Zeitungen, Fach⸗ zeitschriften, Coursbücher, Kalender zc. zu Original⸗ preisen. Rathertheilungen, Kostenvoranschläge u. Zeit⸗ ungsverzeichnisse mit Insertionstarif gratis u. franeo. Todesanzeige. 1842 Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unser lieber Enkel, Neffe und Vetter Wilhelm Kramme am 11. d. Mts. nach langem schwerem Kranken— lager sanft dem Herrn entschlafen istt. Zugleich sagen für die vielen Beweise innigster Theilnahme, sowie Denen, welche ihm die letzte Ehre erwiesen haben, ihren herzlichsten Dank Assenheim den 15. Juni 1874. Die trauernden Hinterbli und Manschetten ꝛc. bei K. Friedrich (eren. chsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getaufte: Dem dahier wohnhaften aus Mühlhausen 7. Juni. in Thüringen gebürtigen Gerber Friedrich August Schneider ein Sohn Heinrich Konrad, geb. 19. März. Beerdigte:. 8. Juni. Joseph Appel, Buͤrger zu Londorf im Kreise Grünberg und Taglöhner 6. Juni. 10. Juni. Friedrich Wilhelm Theodor Görtz, Söhnchen des hiesigen Bürgers und Großh. Hof Apothekers Wilhelm Carl Görtz, alt 3 Jahre 5 Monate 18 Tage, F am 8d. Juni. 10. Juni. Konrad Philipp Wilhelm Netz, Sohn des verst. hies. Bürgers nod Drehermeisters Philipp Wilhelm Netz, 39 Jahre 8 Monate 20 Tage alt, 1 9. Juni. 11. Juni. Maria Henriette Louise Trapp, Tochter des verst. hies. Bürgers und Apothekers Ambros Konrad Trapp, alt 74 Jahre 8 Monate 29 Tage, fam 9. Juni. dahier, alt 38 Jahre, F am Berantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. — b utzgebote, autsch des Krrieb! scch für den * 2 A Imi, den be Zusgag 10 5.1 Urlittene D auf den 6 des Cipild gewährt Da innerhalb für die Monaten durch An K 10 bewilligt eins tri Invaliden Gan; 2 Erwer Agung nich Die brnen nich 1 jide dies Ankommen K Tieg inval eon tdensschl Vorst ihrungebest er Armee A. D geulschen N