21 ler 8 edi G agdbund Aerrung t . 8 b Heß Obige ald. Fertsc. * * * —— R Det 0 1* 1874. Donnerstag den 15. October. 4 122. Ober! ssischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. elle zu Köngstädten zu übertragenz am 21. Seplember s g a e f nt Stötel. Aberuagen. Am 15. Seplember wurde dem kath. Pfarrer Hreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag auf Freitag abgehaltene Amtstag als Anruftag wegfällt, Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur Kenntniß der Gerichtsangehörigen des unterzeichneten Landgerichts gebracht, daß vom 15. dieses Monats an der seither l so daß für die Folge nunmehr Dienstag und Donnerstag und zwar Vormittags von 8 bis 12 Ubr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr von allen Angehörigen des Bezirks in anhängigen Rechtesachen Anträge gestellt und neue Rechtssachen — maunbängig gemacht werden können. An den übrigen Tagen— Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag— werden außer den speciell auf diese 9 angesetzten Verhandlungen nur wirklich eilende Sachen angenommen und haben is sich die an diesen Tagen erscheinenden Rechtssuchenden selbst uzuschreiben, wenn sie mit nicht eilenden Anträge Friedberg am 1. October 1874. n zurückgewiesen werden. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Ber a mn m, Landrichter⸗Vikar. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großberzogliche Regiet⸗ ungsblatt Nr. 48 enthält: I. Instruction für die Schulvorstände. II. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Seine Rönigliche Hoheit der Großherzog haben mütelst Aller⸗ böchfter Entischlußung vom 28. August d. J. Alleignädigst geruhl, dem Garcisten Georg Köhler von der 5. Compagnie m 1. Infsanterie⸗(Leibgarde) Regiment Nr. 115 aus Bessungen für die von ihm mit Muth und eigener Lebens desant vollbrachte Erteitung des Polytechnikers Julius Müller aus Euiswil in der Schweiz von dem Tode des Ertrinkens das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrist: „Für Reltung von Menschenleben“ zu verleihen. III. Orcensverleibung. Seine Königliche Hoheit der Sroßterzog haben allergnädigst geruyt: am 31. August dem Oberstlieutenant z. D. und Bezuks-Commandeur zu Mainz von Wachter das Ritterkreuz 1. Klasse des Philipps⸗ Ordens mit Schwertern zu verleihen. IV. Namensveräudet ungen. Vi. Diensinachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog baben Allergnädigst gerubt: am 18. Sept. lem Lehrer an der 1. kath. Schule zu Hainstadt, Wilheim Schulmetich, die 5. kath. Schulstelle zu Bürstadt, dem lehrer an der 1. evang. Schule zu Reichenbach, Wilhelm 9. Sepiember dem Lehrer an der 2. evang. Schule zu Bräfenhausen, Johannes Friedmann, die 2. evang. Schul⸗ bi Schulamis⸗Aspirauten Frietrich August Freund aus ickendach die 3. evang. Schulstelle zu Biebesheim zu zehann Weber die kath. Pfarrstelle zu Gundersheim, im ckanate Worms, und am 17. September dem Grafen Mox von Galen die kath. Pfarrstelle zu St. Christoph un Mainz, im Dekanate Mainz, übertragen. VI. Charakter Ertheilungen. 1 VII. Versetzungen in den Ruhestand. Seine König— che Hoheit der Greßberzog baden Allergnädigst geruht: am 21. August den Kammermusiker Ernst Boose, unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen treu geleisteten Dienste, in den Ruhestand zu versetzen. Albert, die evang. Schulstelle zu Balkhausen und am mission der von Schrautenbach'schen Stiftung in Friedberg, stellte Berichterstatter Heinzerling einen Antrag auf Erlaß — Am 2. l. M. wurde der Großh. Land- einer allgemeinen, für ganz Hessen geltenden Bau ⸗Ord⸗ rschter zu syriedberg, Philipp Reitz, unter Aner- nung. wie eine solche z. B. in Württemberg bestebht, in Aussicht, um Beschwerden wie die vorliegende vorzubeugen. und Hülten-Besitzer wird nach kurzer, zwischen den Antrag— stellern, dem Berichterstatter Theobald und dem Ministerial— von der Regierung abgegebene Erklärung, daß eine Holz— britannien) und genommen sei, für erledigt erklärt. Schließlich wird in hier eingetcoffen. die Berathung des Berg-Gesetzes eingetreten. An der General⸗Debalte betheiligten sich nur Berichterstatter Buff erklärte sich mit den Ausschuß-Anträgen überall einver— standen, soweit sie nicht bei einigen wenigen Artikeln Ein⸗ — 13. Oct. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde eine Reihe von Petitionen gegen die Kicchengesetze angezeigt und einige neue Berichte erstattet, Tagesordnung ist eine Vorstellung der Verwaltlungs-Com⸗ und Abg. Heidenreich. Die Berathung der einzelnen bezüglich des Gesundheitszustandes Arlikel bietet wenig allgemeines Interesse. Die Regierung] Arnim ab gegebene Gutachten melden die Morgen— blätter übereinstimmend, daß eine Veränderung der sprache erhebe, und sobaun gelangten die Artikel 1 dis Haft-Lotalität für nothwendig erklärt wird, da 120 zur Annahme unter jeweiliger Berücksichtigung der Graf Arnim der frischen Luft und Bewegung be— Ausschuß-Anträge. dürfe. Cdentuell soll das Maison de Santé im benachbarten Schöneberg in Aussicht genommen sein. — Eine inspirirte Correspondenz schreibt: Wir die als dringlich erachtet worden, und demnächst zur Be- hören, daß dem Kaiser täglich nach Baden-Baden rathung gestellt werden sollen. Der erste Gegenstand der über den Verlauf der Angelegenheit Bericht er⸗ stattet wird, da der hohe Herr die Entwickelung kennung seiner lanp jährigen, mit Treue, Gewissen— Der Antrag der Abgg. Pfannftiel und Wadsack wegen der haftigkeit und Fleit geleisteten Dienste, auf sein Holz⸗Abgabe aus Domanial Waldungen an Eisenbammer, Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. — Prinz Christian von Schleswig-Holstein Ralh Meisenzahl geführten Debatte, mit Rücksicht auf die mit seinet Gemahlin(Prinzessin Helene von Groß⸗ den Prinzen abgabe im fraglichen Sinne vorerst nicht mehr in Aussich:Christian und Albert, ist zu fünftägigem Besuche Berlin. Ueber das von den Gerichts-Aerzten des Grafen über den Entzug tesiomentarisch vermachter Slüpendien. der Sache mit großem Interesse verfolgt, um so Diese von der Frau von Schrautenbach der Burg Fried- mehr, als die dovon betroffene Person nicht nur berg und deren Gebiet vermachten ausdrücklich für evan- zu dem höchsten Adel der Monarchie gehört, sowie gelische Studirende bestimmten Süpendien wurden, nach— dem die Burg Friedberg bessisch geworden war, 1819, eine der höchsten Staatsstellen begleitete, sondern durch das Ministerium mit der Stipendienkasse zu Gießen auch bisher stets zu den bei Hofe gern gesedenen vereinigt und von da an durch die dortige Slipendien- Personen gehörte. Wenn übrigens kürzlich be⸗ Commission an beliebige Bewerber, sogar an kalbolische hauptet worden ist, das Vorgehen des auswärtigen Theologen vergeben. Die Verwaltungs-Commission in Amtes sei ohne Wissen des Kaisers geschehen, so 1 U Friedberg führt gegen diese Beeinträchtigung der Berech— ügten Beschwerde und beantragt der von dem Abg. Stüder können wir dem auf Grund guter Information erstatleie Ausschußbericht, der Verwaltungs⸗Commission in sentschieden widersprechen. Friedberg wieder die statutarische Mitwirkung bei der Ver— bat der Kaiser ausdrücklich leihung der Süpendien zu gestatten, unter den Bewerbern den Angebörigen der früheren Burg mit Annexen und der Sladt Friedberg den Vorzug einzuräumen, die Stipen⸗ VIII. Concurtenzerössnungen. Erledigt ist: die evang. Pfarrstelle zu Wieseck, im Dek. Gießen, mit einem Gehalt —— Fee sieht das Präseniauonstecht zu dieser Slelle zu. Darmstadt, 12. Oct. In der beutigen Sitzung der j veiten Kammer wurde zunächst der Antrag des Abg. 17 wegen der Verpflichtung der in den Jahren 72, 1873 und 1874 aus ber Volksschule entlassenen hännlichen Jugend zum Besuche der Foribildungsschule nuch dem Ausschuß⸗Antrag für erledigt erklärt. Aus Ver⸗ Mlassung dee Antrags der Abgg. Dumont, Oechsner und Fbüchner auf Erhöbung der Enischädigung für Quartier— Histung und Verpflegung der Truppen wird nach Bemerk⸗ ungen der Abgg. Goldmann, Oechsner und Büchner die Aegierung ersucht, 1) bei den Berathungen des Bundes- the dahin zu wirken, daß die proponirten Verpflegungs- lte dahin erhöhl werden, daß eine Reichsmark für den tag und Mann als Regel fesigesetzt, und nach diesem atze größere oder geringere Leistungen bemessen werden; bei den Verhandlungen über die Revision des Servis— rises bahln zu wirken, daß die Vergütungen für Natural⸗ lartiere den geforderten Leistungen enisprechend festgestellt —— diaten dieser Stiftung nicht t Verpflichtungen zu be— Schaub erörtert mit wenigen Worten die Verhältnisse und Nach unseren Quellen zwei Tage vor der Inswerksetzung der Maßregel seine Zustimmung zu dem eingeschlaͤgenen Verfahren ertheilt. 8— Das amtliche Journal der Pariser Bot— don 846 fl.; die 3. Elementarschulstelle zu Büdingen, im(asten, welche in der Sütung nicht begründet seien. schaft, welches bei der hiesigen Gerichtsstelle einge- dreis Büengen, mil einem Gehalte von 500 fl. und 0 a n a f 5 70 e e 8 100 fl. Wobnungsvergülung; dem Herrn Fürsten zu fragt, ob die Süpendiaten auch auf anderen Universitäten troffen, soll von Arnim's eigener Hand die Nummern ihr Stipendium verwenden dürften, worauf der Referent und Eintragungen derjenigen Actenstücke enthalten, erwiederte, es sei kein darauf gerichteter Antrag gestellt welche Arnim jetzt als Privat-Correspondenz und und daher diese Frage nicht in Betracht gezogen worden. persönliches Eigenthum angesehen wissen will. Der Ausschußantrag, der Beschwerde Folge zu geben, wird darauf einstimmig angenommen. Da der Ausschußbericht! — Graf Arnim kommt nicht nach der Maison über das Berggesetz noch nicht vollsändig gedruckt ist, wird de Santé in Schöneberg, obwohl dort Alles be— die Sitzung wegen Mangels an Malerial geschlossen. reits für ihn eingerichtet war. Darmstadt, 11. Oct. Mit Allerh. Ge— g Schöneberg liegt im Teltower Kreise, und dort darf die Berliner nehmigung St. K. H. des Großherzogs hat das Polizei nicht fungiren, also wird wohl eine andere Großh. Ministerium der Finanzen heute an die Heil Anstalt ausfindig gemacht werden müssen. Stände des Großherzogthums, zunächst an die Graf Arnim soll sehr krank sein; zu seinen alten 2. Kammer der Stände, wegen Errichtung eines Leiden kommt die ungeheure Aufregung. Maschinenhauses im hiesigen Bahnhof der Main- — Die Ueberführung des Grafen Arnim nach Neckarbahn, wegen Erbauung eines dreistöckigen dem Charite-Krankenhause ist erfolgt. Gebäudes mit Materialmagazin und Dienstwohnung — Der Prozeß Kullmann verläuft allem Ver— daselbst und wegen Ausführung einer Wasserleitunz muthen nach im Sande. Wir werden eine ein— in dem hiesigen Main Neckarbabnhof die Propo- fache Mordgeschichte zu bören bekommen, der nichts Wroen; 3) sobald es die gegenwärtig noch schwebenden Matoattonen ermöglichen, einen Gesetz-Entwurf über Aus⸗ eichung det Kriege kosten von 1870/71 aus Landesmülteln in Ständen vorzulegen. Gelegenlich der von der Kam- r einsummig abgelebnten Beschwerde des Gafiwirths under von Darmsiadt wegen verweigerter Bau⸗Erlaubniß sition gerichtet, die Zustimmung dazu zu erklären, weniger anbaftet, als ein politischer Hintergrund. daß zu diesen baulichen Herstellungen ein Betrag Von„intellectuellen Urbebern “keine Spur. Des- von 175,002 fl. 42 kr. aus disponiblen Mitteln balb werden sich wohl Alle berubigen können, der Hauptstaatskasse verwendet und dem diesseitigen denen es uicht gelingt, im Würzburger Schwur— Baukapital der Main-Neckarbahn zugerechnet wird. gerichtssaal ein Plätzchen zu finden. Die Sache A 3 —— K Go ² 8 5 8 8 —— —— 2 N 8 3 e eee eee ä — neee * A 9—— ist so ordinärer Art, daß es kaum nöthig werden dürfte, dem Reichskanzler die weite Reise zuzumuthen. Fulda. Der Redacteur der„Fuld. Ztg.“ ist wegen Beleidigung Bismarck's zu einem Monat Gesängniß verurtheilt worden. Dresden, 12. Oct. Die gestrige Versamm⸗ lung des hiesigen Fortschritts-Vereins war von etwa 700 Personen, darunter sächsische Abgeord⸗ nete aller Parteien, besucht. Abg. Eugen Richter aus Berlin hielt einen zweistündigen, sehr beifällig aufgenommenen Vortrag über die Stellung der Fortschrittspartei. Er betonte die Nothwendigkeit einer selbsiständigen Organisation der Fortschritts- partei in Sachsen, auch den National-Liberalen gegenüber. Eisenach, 11. Oct. Die Versammlung des Vereins für Socialpolitik wurde heute eröffnet, Professor Hasse zum Präsidenten, Roggenbach, Sybel und Hildebrandt zu Vice-Präsidenten ge: wählt Die Versammlung berieth über die erimi— nelle Bestrafung des Contractbruchs durch Arbeiter. Die Versammlung nahm die Anträge Dannen— bergs für die Bestrafung mit 33 gegen 30 Stimmen mit einem Zusatzantrage Brentano's an, wonach den Vereinen, die für die Centractbrüche ibrer Mitglieder haften, Corporationsrichte zu verleihen sind. Die auch von Social Politikern zahlreich besuchte Versammlung berieth serner über die Ein- führung der Reichs⸗Einkommensteuer. Schauß aus München präsidirt“, Hiesch gab eine übersichtliche Darstellung der Stcuersysteme in den Einzelstaaten des deutschen Reichs und beantragte eine Reso— lution, welche ausspricht, daß als nächstes Ziel der Steuer- Reform im Reiche die Ersetzung der Matrikularbeiträge durch eine allgemeine Ein- kommensteuer zu ersetzen sei, die mit den Zöllen und Verbrauchssteuern derartig zu einem System verbunden werde, daß jeder Deutsche möglichst nach Maßgabe seiner wirthschaftlichen Fähigkeit zu den Reichslasten beitrage Die Resolution wurde angenommen und ein Ausschuß zur Vorbereitung einer weiteren Versammlung gewählt. München. Der Attentäter Kullmann konnte bisher noch keinen Vertheidiger finden; es baben mehrere Rechts⸗Anwälte, unter denselben auch hie— sige, welche ersucht wurden, die Vertheidigung zu übernehmen, abgelehnt. Dem Vernehmen nach ist die Schwur⸗ gerichtsverhandlung gegen den auf Merdversuch angeklagten Kullmann nunmehr auf den 29. Oct. anberaumt. f — Der„Bayr. Kurier“ meldet positiv, daß die Königin- Mutter ihren Entschluß zur be— schleunigten Ausführung gebracht und am 12. d. in der Pfarrkirche zu Waltenhofen, wohin Hohen- schwangau gehört, das katholische„Glaubensbe— kenntniß“ abgelegt babe. — Eine Anzahl katholischer Tyroler Vereine beabsichtigt, nach Hohenschwangau zu wallfahren, um der Königin⸗ Mutter für ihren Uebertritt zur katholischen Confession ihre Huldigung auszusprechen. Der hiesige katholische Volksverein beschloß, sich am 11. d. unter Mitführung seiner Fahne an die Spitze dieser Vereine zu stellen. Würzburg. Als Official⸗Vertheidiger Kull. mann's ist von dem diesigen Gerichtshofe der Rechtsanwalt Gerhard hierselbst aufgestellt worden. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Für den Reichsrath wird ein Gesetzentwurf betreffs Wieder- einfübrung der suspendirten Bankacten vorbereitet. Schweiz. Bern, 13. Oct. Der National- rath begann heute die Berathung der neuen Militär Organisation mit Feststellung der Lehrpflicht vom 20. bis 44. Altersjahre. Frankreich. Paris. Der„Moniteur“ bestätigt, daß der spanische Gesandte dem Minister des Auswärtigen Herzog v. Decazes ein Memo- rapdum überreicht habe über die angebliche Nach- sicht, welche die Carlisten in Frankreich fänden. Das Memorandum sucht zu beweisen, daß die Pyrenäen genügend niemals bewacht worden seien, und spricht dieselbe Beschuldigung gegen alle früheren sranzösischen Regierungen aus. kannt; dieselben sind zur einen Hälfte zu Gunsten der Conservativen, zur andern zu Gunsten der Republikaner ausgefallen. — Die Journale sind vertraulich aufgefordert worden, sich jeder feindseligen Sprache gegen die spanische Regierung zu enthalten. Dänemark. Kopenhagen. Ein Tele⸗ gramm der großen nordischen Telegraphengesell schaft aus Shangbai bestätigt, daß der Krieg zwischen Ching und Japan nicht erklärt ist, im Gegentheil dauern die Verhandlungen zwischen den Unterhändlern Okubo und Tsunglipamen fort und steht dem Anscheine nach eine friedliche Lösung bevor. Spanien. Madrit. Oberst Trajillo schlug am 11. d. bei Tortuno den Carlistenführer Lozano und erbeutete 8 Munitionswagen mit Bespannung. Die geschlagenen Carlisten sind dieselben, welche kürzlich vielfach Eisenbahnen zerstörten. Amerika. Newyork. In Paterson fand ein großes republikanisches Meeting statt, bei dem auch der Marinesecretär Robeson als Redner auf; trat. Derselbe constatirte, daß die gegenwärtige Regierung die republikanische Partei repräsentire, und erklärte, daß weder die Regierung noch ihr Oberbaupt dem Interesse und den Traditionen des Landes zuwiderbaadeln würde. Grant beabsichtige übrigens nicht, die Präsidentschaft zum dritten Male zu übernehmen. — Dem„Herald“ zufolge ist die Lage in Louistana eine äußerst bedenkliche und der Wieder- Ausbruch der Feindseligkeiten bevorstebend. Der Zuzug der Niger dauert fort, die Zahl der neu Eingewanderten wird auf 15,000 angeschlagen. Montevideo. Den Nachrichten aus Buenos Ayres zufolge hat General Mitre den Oberbefehl über die Aufständischen übernommen. In einem Manifeste erklärt derselbe, er strebe nicht nach der Regierungsgewalt, werde sich vielmehr nach glück · licher Beendigung des Krieges ins Privatleben zurückziehen. Hiesige Anhänger Mitri's haben drei Dampfer und Waffen für Mitre angekaust, auch Truppen für ihn angeworben. In der Nähe von Buenos Abres haben unbedeutende Scharmützel zwischen den Truppen der Regierung und den Aufsländischen stattgefunden, ebenso ist ee im Norden zu einem Zusammenstoß gekommen. Der Ausgang derselben ist hiet noch nicht bekannt. Aus Stadt und Land. Melhach. Bei der dahier staltgehabten Bürgermeister⸗ wahl wurden 55 Stimmen abgegeben, wovon 53 Sum men auf den seitherigen Bürgermeisterei-Verwalter, Bei geordneten Philipp Hahn IV. fielen. 1 Stimme erhielt Kaspar Weiffert und 1 Friedrich Keil. Diese Wahl be⸗ weist zur Genüge, daß Beigeordnetler Hahn sich in der beinahe zweijährigen Verwaltung der Bürgermeisterei Achtung und Vertrauen seiner Mitbürger in vollstem Maaße erworben hat. Obver⸗Wöllstadt. Unsere Gemeinde ist in voller Aufregung. Heute am 12. Oct. fand die Bürgermeister⸗ wahl statt. Zwei Candidaten Kanden gegenüber und jede Paltbei bot Alles auf, ihren Caudidaten dulchzubringen, Es slimmten von 140 Wählern 117 ab, von welchen Summen Bürgermeister Feuerbach 70 und Beigeordneter Rosconi 45 erbielt. 2 Suma gingen verloren. Auch diese Wahl bekundet, daß der größte Theil der Ein⸗ wohner mit dem schon lange Zeit im Dienste stehenden Bürgermeister zufrieden ist und haben ihm durch Wieder⸗ wahl ihr Vertrauen erwiesen. Aus Oberhessen. Vor einiger Zeit kam in unserer Provinz der Fall vor, daß ein(Herr) Haas ein(Fräu⸗ lein) Schaaf heirathete und ein(Geistlicher Namens) Woff kopulirte. Darmstadt. In dem Vessunger Wald, etwa eine Stunde zstlich von hier, finden sich zahlreiche Grabhügel. Man war stets darüber im Streit, ob solche römischen oder alemannischen Ursprungs seien. Gestern von Mit⸗ gliedern der Turner Feuerwehr ausgeführte ziemlich um⸗ fassende Nachgrabungen förderten eine Anzahl Urnen, leider fast sämmtlich zerbrochen, sowte zwei noch wohl⸗ erhaltene Schwerter zu Tage, welche Gegenstände auf den ersten Blick erkennen ließen, daß sie nicht römische, sondern alemannische sind. Darmstadt. Monsieur de Grammont, s. Z. fran⸗ zösischer Kriegsgefangener dahier, überraschte dieser Tage eine hiesige Familie, die sich seiner während der Gefangen⸗ schaft in liberaler Weife angenommen, mit einem Fasse des edelsten Rothweins aus dem französischen Süden, im Werthe von mindestens 300 Mark. Der Begleitbrief bewegte sich in den wärmsten Ausdrücken der innigsten Dankbarkeit, verbunden mit den besten Wünschen ihres — 12. Oct. Von den gestern stattgehabten engeren Generalrathewahlen sind bis jetzt 80 be— Allerlei. Bockenheim. beklagenswerther Unglücksfall. Zwei eben dem Knaben⸗ alter eniwachsene junge Bursche fanden in einem Gewächs⸗ hause eine geladene Flinte. Der Jüngere der Beiden, in der Meinung, sie sei ungeladen, ergriff spielend dieselbe, spannte den Hahn, drückte ab, und tödtlich im Unterleib getroffen, stürzt der Aeltete zusammen und war in kurzer Zeit eine Leiche. Rödelheim. Am 11. d. fand die Einweihung des Hospitals der J. und H. Map'schen Sliftung für arme Kranke aller Confesstonen statt. Ein Festzug, an welchem der Turnverein, die Rödelheimer und Vilbeler Feuerwehr, letztere mit Musik, die Gesang⸗Vereine, der Gemeinderat, die Geistlichkeit ꝛc. theilnahmen bewegte sich vom Rath hause nach dem Hospital, woselbst der Act der Weihe und Uebergabe vollzogen wurde. Die drei Geistlichen der jüdischen, prolestantischen und katholischen Consession biel ten die Weihereden. Hierauf überreichte Bürgermeistet Müller im Namen des Gemeinderaihs den beiden Sliftern, Herren Gebrüder May(geborene Rödelheimer) das Diplom als Ehrenbürger der Stadt Rödelheim. Tief ergriffen sprachen dieselben ihren Dank aus. Der zu dieser Feierlichkeit ge. ladene Poliz e i-Präsident Hergenbahn brachte bierauf ein Hoch auf den Kaiser und Landrath Rath von Wiesbaden auf die königl. Regierung aus. Nach Beendigung der Feier war der freie Zugang zur Besichligung aller Räum: lichteilen des Hospitals gestaliet, wovon die Bevölkerung sehr lebhaften Gebrauch machte. Am nächsten Tage erfolgte bereils die Aufnahme der ersten Kranken, eines 80jährigen Mütierchens. Hannover. Eine artige Manöbvergeschichte, welche sich bei Gelegenheit der großen Uebungen zu Hannover zulrug, erzählt ein Berichterstatter des„Hann. Cour.“ wie folgt: Ich hielt hart hinter einer Gruppe fremder Officiere, von denen besonders der lürkische General Redjid-Pascha meine Aufmerklamkeil sesselte. Plötzlich sprengie ein Stabs: officier, der persönliche Adjutant eines Prinzen, an ihn heran, stellt sich ihm in etwas dürstigem Französisch als Major v. P. vor, der die angenehme Ordre erhalten habe, Sr. Excellenz die Paradetruppen zu nennen. Der Türke hörte den Herrn erst ruhig an, und antwortete dann in gebrochenem Deulsch; der entzückte Major Kolpert immer munter weiter à la franpais. Da plötzlich gibi der Pascha seinem kleinen Schimmel die Sporen, prescht hart an den erstaunien Major heran und ruft:„Na, Pr., alter Junge, nun laß endlich die dummen Redensarten, kennst Du Streckern nicht mehr?“„Herr Gott, Strecker, Du, ist's mözlich, als Pascha von fünf Roßschweisen?“ ruft der Major, und von den Pferden herab umarmen sich die alten Studiengenossen von der Axlütlerieschule auf's Herz⸗ lichte. Noch zwei alte Bekannle von damals, ein In⸗ genieur⸗ und ein Artillerie-Major werden berbeigerufen, und die Freude des Wiedersehens ist groß. Redfid Pascha trat vor 16 Jahren als preußischer Artillericofficier in den Dienst der hohen Pforte, und ist jetzt dort General der Artillerie; er ist Christ geblieben und hält sich keinen Harem; auch trinkt er, wie ich zu sehen Gelegenheit hatte, seinen Wein und auch Sherty scheint ihm, dem colossalen Zuge nach, den er aus der Feldflasche des Majors nahm, nicht unbekannt zu sein. München. Die Erbprinzeß Helene von Thurn und Taxis, die bekanntlich das Privileg besitzt, sich einen Jesuiten, den letzten in Deutschland, zu unterhallen, hat ihren beiden ältesten Knaben im Valican die Firmung ertheilen lassen. Als Aequivalent für den Segen gelobte die fromme Mutter dem heiligen Vater, einen verirrten Sohn zu bekehren, und zwar keinen schlechteren als den Reichsrath und Stistspropst Dr. v. Döllinger. Es war im Heumonat dieses Jahres, da hielt die Eguipage der Erbprinzeß vor Nr. 11 in der Von der Tannstraße in München. Von Döllinger empfangen, erklärte sie ihm, sie käme, wie der Hert Reichstath wohl wisse, direct von Rom, wo sie dem hl. Vater gelobt have, einen letzten Bekehrungsversuch mit ihm zu wagen Das könne sie nun, ein ungelehrles Weib, nicht mit wissenschaftlichen Disputationen. Die seien übrigens auch gar nicht nothwendig, denn der eigentliche Grund seiner Auflehnung gegen den Statthalter Gostes sei der Hochmuth; den zu verscheuchen möge nur die Demulb, und diese wolle sie ihm lebren. Sie, die Fürstin aus königlichem Geblüt, werde sich jetzt vor dem ebemalig bürgerlichen Hern. v. Döllinger durch einen Fußfall ver⸗ demütbigen. Wie ein Taschenmesser knickte sie zusammen, die fromme Witlib und erwartete das Wunder, weil der Hert auch in den Schwachen mächtig ist.„Bitte, siehen Sie auf, gnädige Frau!“ klang es auf ein nal von Döllinger's lächelndem Munde. Und sie stand auf und rauschle seuszend aus der Ketzerklause. Bern. Fräulein Simonowitsch, die erst in Zütrich⸗ späler in Bern Medicin studirte, hat hier summa eum laude promovirt. Sie ist die erste Dame, welche in Bern den Doctorgras erworben. Die Georgia Augusta in Göuingen bat unlängst auch einer Dame die Doctor würde ertiheilt. Handel und Verkehr. Friedberg, 14. Oct. Waizen 12 fl. 40 kr.; Korn 10 fl. 50 kr.; Gerste 11 fl. 15 kr.; Hafer 9 fl. 30 ke. Alle Preise verstiehen sich per 100 Kilo. Frankfurt, 12. Oct. Der heulige Viehmarkt war in jeder Hinsicht gut befahren. Ochsen gingen im Preise boch, Kälber und Hämmel billiger. Angetrieben waren! 350 Ochsen, 300 Kühe 300 Kälber und 700 Hämmel. ferneren Wohlergehens für die brave Familie, welche die Gastfreundschaft so wacker übte. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 42 fl., 2. Qual. 38 fl., Kühe 1. Qual. 36 fl., 2. Qual. 34 fl., Kälber Am 11. d. ereignete sich hier ein 1 6s w Hacht, daß de Fuerbach b arten auf de affen gelegt w Die Bethe Fnzellenkarte dem erwähnte bn dem O (geschosse) zu se auf die vo see betreffende Allen Den Grundbuchs r angaben für iner unerstre fände entwed seher Großh bor welches kännen, zu b. st, ihre An ständigen Ge kin anderes. daß Leßtere Anzeige zu derselben di des Grundl kine Besitzk Frist wird In Bezug a zängaben in iin welchen n eber Groß! Neben, noch Aorderlich neige gebr. Zugleich I Artikel 3 Erwerbung d Awerbtitel ö i6 erforderli in sechs Mo * wenn die diesem die Die uners u Ende. driedbe 9 8* 0 4 d Seetdabn dun; be 5 1 r ö gerung bekannt gegeben. Marienschloß den 12. Oktober 1874. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direktion. S f 2. 1 Preise verstehen sich per 100 Kilo. 253 kr., per Mai 16 fl. 20 kr. Fauerbach b. Fr. nebst den dazu gehörigen Parzellen offen gelegt worden ist. Parzellenkarten während der Zeit ie auf die von den Feldgeschwornen entdeckt werdenden, Orundbuchs rücksichtlich des Besitzstandes und der Größen- N angaben für beschwert erachten, t iner unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre An⸗ ände entweder auf gütlichem Wege oder bei dem Vor— t, ihre Ansprüche bei dem für Besitzstreitigkeiten zu⸗ in anderes, als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß Letzteres geschehen, Anzeige zu machen. zerselben Frist alsdann ob, irforderlichen Falls bei dem unterzeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ist es Artikel 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, die kErwerbtitel berichtigt zu sehen wünschen, aufgefordert, ie erforderlichen Anträge binnen der festgesetzten Frist Jon sechs Monaten bei dem zuständigen Gerichte zu stellen, 3573 Mittwoch den 21. Oktober d. J., Vormittags 4500 Stück Weißkraut, brunnen tiefer machen kann, um hinreichendes. che 32 fl., Hämmel 30—32 fl. per ir. Schweine im Durch⸗ schnitt das Pfund 22 kr. Frankfurt. 12. Oct. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 24 fl., Nr. 2 22½ fl., Nr. 3 19½ fl., Nr. 4 16 fl., Nr. 5 14% fl., Roggenmebl%(Berliner Marke) 16½ fl., do. II.(Berliner Marke) 12 fl. Waizen effecl'v hiesiger 13½ fl. Korn 10%—11½ fl., Gerte 11—12½ fl., Hafer 11-10% fl., Koblsamen 15½ fl., Erbsen 13—17 fl., Wicken 11½ fl., Linsen 17—21 fl., Rüdöl 38 fl. Alle Mainz, 13. Oct. Productenmarkt. Waizen per Nov. 11 fl. 54 kr. per März 20 fl. 10 kr., per Mai 20 fl. 10 kr. Korn per Nov. 9 fl. 33 kr., per März 16 fl. Hafer per Nov. 10 fl 33 kr., per März 19 fl. 25 kr. per Mai 19 fl. 20 kr. Rüböl per Ocz. 17 fl. 15 kr., per Mai 32 fl. 20 kr. Raps per April 29 fl. 50 kr. Am 12. Oct. ließen fünf Bockenheimer Metzger aus⸗ schellen, daß bei ihnen Prima⸗Rindfleisch das Pfund 14 kr. und Hammelfleisch 12 kr. koste. auf die Preise der alten Weine sehr gewirkt. Rother 187 fer, den man noch vor sechs Wochen mit 100 fl. die badische Ohm bezahlen wollte, wurde jetzt für 70 fl. verkauft. Mainz. In Folge der eingetretenen kalten Witter⸗ ung wird die allgemeine Traubenlese mit Anfang der nächsten Woche beginnen; in einzelnen Gemeinden hat man schon in diesen Tagen den Anfang damit gemacht. Die Erwartungen der Winzer werden allenthalben über⸗ troffen und Freude strahlt auf allen Gesichtern. Die Qualität kommt der von 1868 völlig gleich, übertrtfft solche in manchen Lagen. Das Pfund rothe und weiße Trauben wird mit 18— 24 Pfg. bezahlt; der Most, welcher schon an einigen Orten verzapft wird, stellt sich rother die Fünf⸗Achtel⸗ Quart auf 10 Sgr., weißer auf 6—8 Sgr.— Nicht minder gut ist die Kartoffel-Ernte ausgefallen; auch in diesem für die Armen unentbehrlichen Lebens Artikel ist die Ernte eine volle und die Frucht eine mehlreiche. Der Preis steht jedoch zu der Menge in keinem Verhältniß; während an der Mosel und auf dem Hundsrück der Centner zu 15— 18 Sgr. verkauft wird, gilt derselbe hier am Rhein 25—28 Sgr. Dieser Preis wird sich indeß trotz aller Zähigkeit nicht lange hessischen Anzeigers in An der Nergstraße haben die schönen Herbstaussichten behaupten können, da die Kartoffeln in fast allen Gegen- zu 8 fl. per Dutzend, Von einer Krankheit derselben 1 den gut gerathen sind. bört man bis jetzt noch nichts. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 13. Oktober 1874. Akcht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ Friedberg empfehle ich 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Maria Farina in Cöln. Oeffentliche Aufforderung. Betreffend: Die Offenlegung des Grundbuchs und der Parzellenkarten der Gemark— ung Fauerbach b. Fr. 2391 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß ge⸗ bracht, daß das neu errichtete Grundbuch der Gemarkung karten auf dem Gemeindehause zu Fauerbach b. Fr. Die Betheiligten sind befugt, das Grudbuch und die der Offenlegung in dem erwähnten Locale einzusehen, auch gegen die Gebühr on dem Ortsgerichts-Vorsteher Grundbuchsauszüge Geschosse) zu verlangen. Durch den Letzteren werden ste detreffenden Fehler aufmerksam gemacht werden. Allen Denjenigen, welche sich bet den Angaben des steht es frei, binnen eher Großherzoglichen Ortsgerichts Fauerbach b. Fr., or welches sie ihren etwaigen Gegner vorladen lassen önnen, zu beseitigen und insofern dies nicht von Erfolg rändigen Gerichte geltend zu machen. Ist dieses Gericht innerhalb jener Frist davon Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen wenn sie vor Offenlegung es Grundbuchs gegen den daselbst eingetragenen Besitzer ine Besitzklage angestellt haben. Nach Ablauf obiger Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch angibt, u Bezug auf die Person der Besitzer und die Größen— ingaben in allen den Fällen für richtig angenommen, n welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Vor⸗ eher Großherzoglichen Ortsgerichts zu Protokoll ge— eben, noch eine gerichtliche Klage deßhalb erhoben und Zugleich werden Diejenigen, welche die in Gemäßheit Erwerbung des Grundeigenthums betreffend, beigefügten Oeffentliche Aufforderung. 3081 Die verlebte Anna Maria Rauch aus Friedberg — zuletzt wohnhaft in Ascheffenburg— hat inhaltlich eines bei dem Königlich Bayerischen Stadt- und Land— gericht Aschaffenburg vom 23. Juni 1873 errichteten Testaments dem Glaser Karl Milius aus Friedberg, zuletzt in Cineinati, nun unbekannt wo? in Amerika abwesend, ein Legat von dreitausend Gulden ausgesetzt und dabei bestimmt, daß, wenn dieses Legat innerhalb zehn Jahren von Karl Milius oder dessen Nachkommen nicht erhoben werde, es als erloschen zu betrachten sei. Karl Milius resp. dessen Nachkommen werden hiernach aufgefordert, sich, unter Beibringung der nötbigen Legiti- mationspapiere, wegen Empfangsnahme des Legats bei dem unterzeichneten Gericht oder bei dem ꝛc. Stadt- und Landgericht Aschaffenburg anzumelden.— Es wird den Interessenten weiter eröffnet, daß ihnen in der Person des Herrn Stadtrechners Vogt dahier einstweilen ein Curator bestellt worden sei. Friedberg den 9. Oktober 1874. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Bramm, Langermann, Landrichtervicar. Landgerichts-Assessor. . 4 Versteigerung. 3047 Freitag den 16. Oktober, Morgens 9 Uhr, lassen die Gebrüder Grödel wegzugshalber nachstehende Gegen- stände unter den vorher bekannt gegebenen Bedingungen öffentlich meistbietend versteigern: 1 neuen zweispännigen schweren Wagen, gußeisernen Kessel, alte 1 transportablen Herd, eine 1 alten Eisenbahnschinenstücke, große Parthie altes nd wenn dieses ein anderes als das unterzeichnete ist, ei diesem die Anzeige zu machen. a ö Die unerstreckliche Frist geht mit dem 1. März 1875 b 11 Ende. riedberg am 22. Juli 1874. 5 8 Großherzogliches Landgericht Friedberg. g Bramm, Allwohn, 0 Landrichter Vicar. Landgerichts ⸗Assessor. Lieferung für das Landeszuchthaus. Uhr, werden dahier zur Lieferung öffentlich versteigert: 300„ Wirsing, i 3) circa 60 Centner Ochsenfleisch, „ 22 5 Schweinefleisch, 18 Kalbfleisch, 20 Schweineschmalz und 7) 80 Centner Sauerkraut. Die Bedingungen werden vor dem Anfang der Ver— 9% d Für Bergleute und Brunnen macher. 54 Es wird ein sachverständiger Mann gesucht, llcher einen seit 3 Jahren neu gemachten, 43 Fuß tiefen Näheres recht bald zu erfragen bei E. B. uu schaffen. 8 Fäberet Berstadt, Burg. Darwin's Portrait und 7 Illustrationen.— Am Familien— tische: Aus der Trümmerstadt an der Werra. Mit 2 Originalzeichnungen von H. Heubner.— Die neueste Veränderung der Landkarte Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Spe zialarzt Dr. Kirchhoffer in Straßburg(Elsaß) 255 heilt Impotenz, nächtliches Bettnässen, Pollutionen.(1—32—0.) Fleisch⸗ Ausnahmspreise. Brodpreise vom 16. bis 31. October Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butz bach unverändert. zc. Preise vom 16. bis 31. Oet. Nach eigener Angabe der Metzger. für Friedberg: Pr. ½ Kilo. Ochsenfleisch 22 kr. Schweinefleisch 20 Kuhfleisch, gem. 16„ Kamamstück 2— Rindfleisch, gem. 16„ Leber- u. Bautwurst 24 Hammelfleisch 16„ Bratwurst 8 7 Keil und Carre—„ Schwartenmagen 28 1 Kalbfleisch 18„ Geräucherter Speck 32 8 Keil und Carre—„ Doͤrrfleisch 28 2 Nierenfett 20„Schinken 28* Hammelsfett 16„Schmalz, ausgel. 32 5 Schmalz, unausgl. 8 Ausnahmspreise. Bei W. Kreuter 11 Nierenfett 16 kr. — Bei K. Friedrich Schmalz, ausgel., 26 kr.— Bei Johs. Hanstein II. und R. Reichenberg Ochsenfleisch 21 kr.— Bei A. Vogt's Erben Bratwurst 30 kr.— Bei A. Engel und E. Engel Schwartenmagen 30 kr.— Bei N. Engel, Ludwig Kreuter, J. Wind's Wittwe und Ph. Windecker Schwartenmagen 32 kr.— Bei A. Engel, E. Engel, L. Kreuter und J. Wind's Wittwe Schinken 30 kr.— Bei Engel und H. Gerth Schmalz. ausgel., 30 kr.— Bei H. u. G. Schäfer Ochsenfleisch 20 kr. Für Bad⸗Nauheim: Eisen und Röhren,! Kelterschlüssel, 1 Schnitzbank, 8 8 Pr. ½ Kilo. 5 1 Stoßkarren und zwei Rader, 2 ee Ochsenfleisch 22 kr. Schweinefleisch 20 1 großes Regenfaß und sonstige Fässer und Bütten, Kuhfleisch, gem. 18„Leber- u. Blutwurst 28 5 1 Parthie Sandsteinplatten, 1 Parthie eichene 5 Aungem.„Bratwurst 30„ Stollen,! Parthie Taunen⸗Brenn und Nutzholz, Hammelfleisch 24„ Schwartenmagen 28 Bretter, Sparren, Latten ꝛc., mehrere rohrgeflochtene Keil und Carre— Cervelatwurst 8 Banksitze, 1 Hundehütte, 1 große Parthie Militär- Kalbfleisch 20„Fleischwurst 25 32 0 Bettstellen mehrere Schubladenregale, 1 Parthie„Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 36„ Krüge und Flaschen u. s. w Nierenfett 20 2 Dörrfleisch 36 5 Friedberg. In Auftrag: Hammelsfett 20 1 Schinken 1 34 5 Jos. Buß bach, Auctionator. Schaaffleisch—. Solperfleisch 23 5 Schmalz, ausgelassen, 32 kr., unausgelassen 30 kr. Ausuahmspreis. Bei H. Aletter und H. Langsderf . 7 Cervelatwurst 1 fl.— Bei Samuel Lob Nierenfett 16 kr. 8 2 Beginn 055 neuen Jahrganges! 3 5— Bei S. Löb Nierenfett 16 kr.— Bei W. Bieler i Beste Zeit zum Abonnement. 8 Leber und Blutwurst 24 kr.— Bei Gebr. RNosentbal 2 5 0 und Moses Rosenthal Hammelfleisch 18 kr.— Bei 8 77 50 8 J. Rosenthal Kuhfleisch 16 kr. Vahein.: e 8 82 pr. ½ Kilo. Ss Ochsenfleisch 8 Schweinefleisch 20 38 Kuhfleisch, gem. 19„ Leber- u. Blutwurst 24 8 N ö 0 3 Rindfleisch, gem. 19„ Bratwurst 8 Die soeben erschienene Nr. 2 enthält: Hammelfleisch 22 0 Taschen 33 Wetterwolken. Roman aus der vaterländischen Ge⸗ Keil und Carre— Schwartenmagen 30 5 schichte von Georg Hiltl.(Fortsetzung.)— Luthers Kalbfleisch 16„ Geräucherter Speck 36„ Einzug in Worms. Kulturhistorische Novelle.(Schluß.) Schaaffleisch„ Doͤrrsteisch 8 — Die Darwin'sche Entwickelungstheorle, ihre Anhänger Nierenfett 24„ Schinken 30 5 und ihre Kritiker. Von Prof. Dr. Zoͤckler. II. Mit Hammelsfett 18„Schmalz, ausgel. 34 — Schmalz, unausgel 32 Bei Jacob Kobelt Hammelfleisch 24 kr.— Bei H. Kobelt und G. C. Fischer Hammel⸗ fleisch 18 kr.— Bei Moriz Winter II., Konrad Gruner, Heinrich Winter Kuhfleisch 21 kr., Rindfleisch 21 kr., Nierenfett 22 kr.— Bei G. C. Fischer, Wilh. Fischen, N. Rübsamen Ochsenfleisch 22 kr., Roastbeef und Lenden 24 kr. Zwei Zimmer 3040 auf der Kaiserstraße sind zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Anz. Ein auch zwei Acherbauschüler 3050 finden Logis bei Verwalter Sommerlad in der Neue Erbsen, Bohnen und Linsen 3088 empfiehlt Wilh. Bernbeck. — Dor fl. 9 40—42 Holländische fl. 10-Stücke„ 9 49—51 Deen„ Ducaten al marco, 5 20-Frankenstücke„„„„, 9 2% Englische Sovereighns„ 11 56-58 Russische Imperia les.„ 9 46-48 Dollars in Gold. 2 — —ü— p 7§7¼ͤc:f 7. * 3 *—. 7⏑«ß;—rs ————— —— Friedberg im Saale der drei Schwerter. Sonntag den 18. Ok tober Concert, ausgeführt von der Kapelle Schellhaas. Anfang präcis balb 8 Uhr. Entrée: Herren 12 kr., Damen 6 kr. Nach beendigtem Concert Tan z. Putz- und Nlodewaaren-Geschäst WL. Backes 3077 empfiehlt sein reichhaltiges Lager aller Sorten Wollen Waaren, Baschliks, Kaputzen, Seelen— wärmer, Tüchern, Handschuhen ꝛc. — Paus Arbeiten stets vorräthig und werden solche auch nach Bestellung angefertigt. Nachdem meine jetzt aus 5000 Bänden bestebende Leihbibliothen sich nunmehr wieder bier in Friedberg befindet, lade ich zum Abonnement für das Wintersemester ein. Die Bibliothek ist bis auf die neuesten Werke in deutscher, französischer und englischer Sprache ergänzt und werde ich bei weiteren Anschaffungen den Wünschen der geehrten Leser gerne Rechnung tragen. Carl Bindernagel. Wetterauer Industrie-Ausstellungs-Lotterie. 2983 gen Abholung der noch übrigen Gewinne gegen Abgabe der betreffenden Gewinn- Num- mern nende man sich noch bis zum 20. ds. an Herrn Peter Tönges in der Kirchgasse dabhier. Nach diesem Termine verfallen die nicht abgeholten Gewinne zu Gunsten unserer Kasse. Gegen Nachnahme der Verpackungs- und Portokosten wird die Versendung nach Autzen über— nommen und wolle man etwaige Gewinn-Nummern an Herrn Peter Tönges einsenden. Das Verloosunascomité. Lauwirthschastliche Centralkasse für Hessen. (Eingetragene Geuossenschaft.) 3074 Nachdem die Generolversammlung der landwirthschaftlichen Centralkasse für Hessen(einge- tragene Genessenschast) die Unterzeichneten zum Direktorium gewählt hat, beehren sich dieselben hiermit anzuzeigen, daß die Geschäftsführung nun cröffget ist und des Burcau sich Hügelstraße Nr. 29 befindet. mstadt am 9. Oktober 1874, Dr. v. Wedekind, L. Kolbe, Direktor. Controleur. ae da Vaschliks, Kaputzen, 3012 Palatins, Seelenwärmern ꝛc. zu reellen Preisen bei K. Friedrich nebes der Post. Carl Bindernagel's Annoncen-Erpedition. Bekanntmachungen aller Art: Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren⸗Eupfehlungen, werden an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird nur der Ori Die Aunoncen-Aufgeber sparen also Briefschreiben, Zeit und Steinspalter. 2969 Die Fauerbacher Basalt⸗Bruch⸗Gesellschaft sucht einige tüchtige, gewissenhafte Arbeiter. AVIS! 3080 Leichte Ackerkummete, Stallhalfter, breite Geschirr— riemen, Zugstränge mit Seitenblättern, ein fast neues, 3075 2 Dar — 2 C. Gaulé, Rendant. l Versteigerungen b ginalpreis der betreffenden Zeitung. Porto. b Ein schwarzer Jagdhund 3 49 mit brauner Brust, auf den Namen Heetor hörend, ö ist vor 12 Tagen entlaufen. Dem Wiederbringer sehr gute Belohnung. f Butzbach, 10. Oktober 1874. ö A. Jon tz. 3072 Ein junger Mann, der eine coulante Hand⸗ sohrift hat und mit Führung der Bücher und Corre⸗ 6⁰ Pfund schweres Rollsell u. s. w. habe empfangen spendenz vertraut ist, sucht für einige Stunden des und erlasse sämmtliche Artikel preiswürdig.(tages, passende Veschäftigung. Gef. Offerten Friebberg. Eduard Grödel. 8 202 abzugeben bei der Exped. d. Anz. Dr. med. Schott Eine gesunde Amme 069 sucht Stelle. Näheres bei der Exped. d. Anz. zu Bad⸗Nauheim esser 3 3070 Das von Herrn Posisceretar Gresser bewohnte könnten. ungen solcher Ausstände Bekanntmachung nicht schon an mich abgetreten waren. Diejenigen, welche also vorher schon von der Cession⸗ untere 1 3071 Zur Erklärung von vorkommenden Fremdwörtern; Neuestes vollständiges Ftendwörterbuch ö zur Erklärung und Rechtschreibung von 14,000 Fremb⸗ wörtern, welche in Zeitungen, Büchern und in der Un⸗ gangssprache vorkommen. Ein für Jedermann nüß⸗ liches Buch. Von Fr. Weber. Neunte Aufl.— 36 kr. 8 Zimmer nebst Küche ꝛc. ꝛc. 2203 zu vermiethen. Jos. Hoffmann. Marinirte Häringe 3084 bei Wilh. Bernbeck. 3082 Es wurde ein goldner Ring gefunden. Der Eigenthümer kann denselben gegen Erstattung der Inse⸗ ratgebühren bei Postschaffner Werner in Empfang nehmen. Der obere Stock meines Hauses 3065 ist zu vermiethen Carl Neuß. Eine zweispännige Kalesche 3022 ist wegen Mangel an Platz billig zu verkaufen, Stelzengasse Nr. 1 in Frankfurt a. M. euer Obstgelee 2970(in vorzüglichster Qualität) bei ilh. Fertsch. Das Logis, 3068 welches Herr Hauptmann Hoffmann bewohnz hat, ist zu vermiethen. 0 ö ö Frau Fillmar, Wittwe. Zur Beachtung. 3076 Das Großh. Landgericht Friedberg hat in der Bekanntmachung vom 8. d. Mts. ausgesprochen, daß Zahlungen an den Hofapotheker Wilhelm Sturmfels dahier gültig nur an Philipp Iflanb geleistet werden Selbstverständlich können hiermit nur Zahl- gemeint sein, die vor der an mich brieflich Keuntniß erhalten, können rechts- gültig nur an mich Zahlung leisten und haben sich andernfalls demnächst gerichtlicher Klageführung von meiner Seite zu gewärtigen. 1 Friedberg. J. P. Müller. **—. 2 Avis für Schmiede! 3079 Die Sendung schwerer Hufeisen ist eingetroffen und erlasse dieselben per Centner billigst. Friedberg. Eduard Grödel. Kalender pro 875. Daheimkalender 34 kr. Familien kalender 18„ Nieritz Volkskalender 86„ Spinnstube 45„ Illustrirter Hess. Volkskalender f mit Stablstichprämie 24„ Einsiedler Kalender 12„ Der Leuchtthurm. Kath. Kalender. 9„ Lahrer Hinkende Bote 10„ Friedberg. i Carl Bindernagel. CCC ² AAA 3085 Heute Morgen 4 Uhr starb nach längerem Lelden unser geliebter Vater, Schwiegervater und Großvater, der pensionirte 8 Oberfeldwebel Otto in seinem 89. Lebensjahre. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch Mittheilung machend, bemerken wir zugleich, daß Donnerstaß den 15. d., Nachmittags 4 Uhr, die Beerdigung stattfindet. Friedberg den 14. Oktober 1874. Die trauernden Hinterbliebenen. Isra clitischer Gottesdienst in Friedberg Begi: Freitag Abends 5 Uhr. Samstag Morgens 8½ Uhr. bei Herrn Maurermeister B. Schäfer, Fürsten⸗ Sprechstunde Morgens 8—9 Uhr. 3048 1 Logis ist zu vermiethen und Anfang November zu enstraße. beziehen. Ph. Hieronimus Wittwe. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernag el. 1167 1 geteffend Wit halfther otra Helteffen“: Nach 1 fi 1875 bet nen zur B Ountindewall int Umtechn: detteffen d:! Nach de Jr. 43) wird Minen Verkeh In Fol len Finanzt Agierungsbla seustaden Jol en Reicher Hauplstagtefaf Gunthmercien Wie d Aldenstücke, du begonne bestimmt por als Aseßlicher vel den porh des tülschen ür und — 0 Darn Arpeblatt Nr. J. Bekanuln Sadlücerie Nrsörsterti Me