liede! 1874. Dienstag den 15. September. 109. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile 4 1 5 wird mit 4. berechne Kreisblatt für den Kreis Friedberg. —— Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag und in zu beauftragen, den Bew lichen Empfang und die ihm erwiesene Aufmerksamkeit Se. Majestät der deutsche Kaiser haben allergnädigst geruht den Unterzeichneten nach Schluß der am 11. Abends stattgehabten Serenade zu sich bescheiden zu lassen ohnern der Stadt Friedberg seinen allerhöchsten Dank auszusprechen für den ihm gewordenen freund— Der Unterzeichnete bringt diesen unsere Stadt so sehr ehrenden allerhöchsten Auftrag hiermit zur Kenntniß der hiesigen Ein— wohner und spricht letzteren zugleich Namens des Stadtvorstandes den verbindlichsten Dank für ihre freudige Mitwirkung beim Empfang unseres hohen Gastes aus. J 1 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. . Steinhäußer, Beigeordneter Lekanntmachung. Se. Königliche Hoheit der Großherzog haben zu befehlen geruht, daß die Ludwigsstraße vom 11. d. Mts. an zu Chren des deutschen Kaisers den Namen„Kaiseistraße“ und die Haagkstraße den Namen„Bahnhofstraße“ führen sollen. Friedberg den 14. September 1874 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. J. B...: Steinhäußer, Beigeordneter. Amtlicher Theil. net in Betreffend: Die im Jahre 187 ttfindender n hier Abschätz dabei vor⸗ a S— 5 8— e e een Friedberg am 11. September 1874. 82. ö Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und Gr. Polizei-Commissär zu Wickstadt. a 1 Unter Bezugnahme auf unsere Verfügungen vom 16. Juli Nr. 84 und 7. d. Mts. Nr. 107 des Kreisblatts tragen wir Ihnen auf, zu est beröffentlichen, daß alle Flurbeschädigungen, für welche Enlschädigung beansprucht werden kann und wird, sofort bei Ihnen anzumelden seien und daß auf spätere Anmeldungen Vergütung nicht zu erwarten sei. Alle bei Ihnen angesprochen werdende Vergütung haben Sie nach Maßgabe der Ihnen Hurt 4. R., don dem früber bestellt gewesenen Commissät Großberzoglichen Kreisassessor jetzigen Polizeiradth Haas unterm 16. Juli d. J. zugegangenen Mit- Sete heilung zusammen gestellt längstens bis zum 17. d. Mts. Morgens nöthigenfalls durch expresse Boten bei dem jetzigen Commissär Großherzog — lichen Kreisassessor Klietsch dahier auf unserem Bureau abzugeben, da auf spätere Ansprüche Vergütung nicht zu erwarten ist. Trapp. 27 meeschirrt Deutsches Reich. höchsten und allerh. Herrschaften bei dem Großherzoge denn dadurch, daß sie den Kaiser ehrte, ehrte 3 Friedberg, 13. Sept. Vorgestern-Abend den Thee. Um 8 Uhr bewegte sich ein imposanter sie sich selbst. Sto del b Uhr 35 traf Kaiser Wilhelm mit großem Gefolge Lapionzug, bestehend aus der Kapelle Schellhaas, Mainz. Das„Mainzer Journal“ leitartikelt — lahier ein. Unser Großherzog, der Kronprinz, dem Stadtvorstande, dem Kriegerverein, den beiden in einer Sprache, die an Dreistigkeit und Deut— der Prinz von Wales, die Prinzen Ludwig und Feuerwehren und den beiden Gesangvereinen nach lichkeit nichts zu wünschen übrig läßt, gegen die 10„ Wilhelm von Hessen, der Erbgroßherzog und Prinz dem Schloßbofe, woselbst dem Kaiser ein Ständchen hessischen Kirchengesetze. Der Artikel, dem der r bermann von Sachsen-Weimar, General v. Bose, gebracht wurde. Der Kaiser ließ den ersten Bei- streitbare Herr v. Ketteler schwerlich ferne steht, in Nai ter Stadtvorstand, die Spitzen der Behörden und geordneten, der des erkrankten Bürgermeisters Stelle zu dessen Veröffentlichung er jedenfalls seine 122 ine unabsehbare Menschenmenge hatten sich zum vertrat, zu sich bescheiden und sprach demselben 128 — 22 — — — Empfange desselben im Bahnhofe eingefunden. seinen Dank für den festlichen, Empfang aus. Nach kurzer Begrüßung Seitens der Fürstlichkeiten Gestern Morgen begaben sich die höchsten Herr— id dee Stadtvorstandes fuhr der Kaiser im schasten sodann zu den Manövern, die auf der offenen Wagen mit dem Großherzog unter dem Oberwöllstädter Höhe, dem Wartfeld und Galgen- 1 Geläute aller Glocken und begrüßt mit endlosen feld ihren Abschluß um 1 Uhr fanden. Nach auf enthusiastischen Hochrusen der überall Spalier bil- der Warte eingenommenem Frühstück fand der denden Bevölkerung durch die Straßen der Stadt. Vorbeimarsch vor dem Kaiser, dem Großherzoge In der Burg angelangt fuhr der Wagen im und den hohen Herrschaften statt und nahm der⸗ Schritt durch die Reihe der Festjungfrauen, die selbe bei der ungeheuren Truppenmasse nabezu zen hohen Gast mit einem Blumenregen über- 2 Stunden in Anspruch. Um 5 Uhr fand große scütteten bis zum Eingänge des Schlossts. Hier Hofstasel bei dem Großherzoge statt und Abends angelangt verließen der Kaiser und der Großherzog. 9 Uhr brachte eine der hier liegenden Militär- bischöfliche Sanction ertheilt hat, gipfelt in dem Satze:„Solchen Gesetzen werden wir uns niemals unterwerfen, weil wir uns ihnen nicht unterwerfen können und nicht unterwerfen dürfen!“ Berlin. Der„Reichs- Anzeiger“ veröffentlicht einen Dankerkaß des Kaisers füt die im Laufe des Sommers, namentlich anläßlich des deutschen Festes, der Sedanfeier, durch Telegramme und Zuruse entgegengebrachten Ausmerksamkeiten. Der Erlaß betont besonders die wohlthuende Empfin— dung, welche die in den Adressen ausgesprochene, sestgegründete Befriedigung über die an die Waffen⸗ thaten des vereinten deutschen Heeres sich knüpfen— un Wagen und mußten sich zunächst wahrhaft kapellen dem Kaiser ein Ständchen, während die den nattonalen Errungenschaften in dem Kaiser 5 Hahn brechen durch die sie freudig umdrängende, ganze Stadt auf das Prachtvolsste illuminirt hatte erweckt und demselben besonders den 2. September er aufgestellte Schuljugend und das anwesende und unzählige Menschen in gehobenster Stimmung zu einem so freudig weihevollen Tage gestaltet Publikum, immer aufs Neue von Hochrufen be- durch die Straßen sich bewegten. Heute Morgen habe. Der Kaiser beauftragt den Reichskanzler, güßt. Der Kaiser nahm dann die Parade der 9 Uhr 30 reiste der Kaiser, zum Bahnhofe be⸗ Hibcompagnie des 115. Regiments ab, an deren gleitet von dem Großherzoge und den höchsten den Erlaß zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. — Die preußische Regierung hat sich, wie ucht lügel sämmtliche Stabsoffiziere der 21., Herrschaften, wieder ab. Der Kaiser, sah sebr hiesige Blätter erfahren, bis ect noch nicht über 5 25. 1 12 15 denen der wohl aus und fiel allgemein die Elasticität und die Frage wegen dauernder Verlegung des Etats- Kelser alle einzeln die Hand gab und an deren binden dankte. Um halb acht Uhr nahmen die jet in noch erhöhterem Maaße der Fall sein, die stramme Haltung des verehrten Gastes 1 schlüssig gemacht. Dieselde erstrebt, daß je f se richtete, worauf er Die Friedberger aber werden noch lange an dlese eine erlegung des Etatsjahres in Preußen mit 14 2 3 Schloß hoses mittler- Ehrentage zurückdenken, und galt Friedberg bisher einem gleichmäßigen Arrangement im Reiche Hand .. Festjungstauen für die Blumen- schon als eine patriotische Stadt, so wird dies in Hand gehen müsse. Sie will zunächst Gewiß⸗ heit darüber haben, ob sich gegen eine Einberufung — des Reichstages im Herbst und des Landtages zu Anfang des Jahres, wie sie für die bevorstehenden Sessionen in Aussicht genommen worden, erhebliche Bedenken ergeben. Kassel, 12. Sept. Die deutsche Kron- prinzessin ist heute Nachmittag bier angekommen und im Palais abgestiegen. Ihre beiden Söhne, welche Morgens eintrafen, waren am Bahnhofe anwesend. Wohlau. Das hiesige Kreisgericht ver- urtheilte gestern den Appellationsgerichts-Präsi⸗ denten v. Gerlach wegen einer Druckschrift wider die Civilehe nach§. 131 des Strafgesetzbuches in contumaciam zu 200 Thlr. Geldbuße, event. 6 Wochen Haft, und erkannte auf Vernichtung der vorhandenen Exemplare der incriminirten Druckschrift. Eisenach. Die weimarische Landessynode beginnt ihre Berathungen am 27. September.— Auf Befehl des Kaisers sind drei Compagnien Zweiunddreißiger, vom Manöver für Meiningen beurlaubt, hier angekommen. Homburg v. d. H. Der Bischof von Cork (nicht Jork) ist nach beendigter Kur freiwillig ab- gereist. Die Nachricht von seiner Ausweisung ist gärzlich erfunden und böswillig verbreitet worden. Fulda. In der Helfrich'schen Affaire hat endlich der Bürgermeister von Dipperz vor den Schranken des Amtsgerichls sein hartnäckiges Schweigen aufgegeben und eidlich erhärtet, daß der ausgewiesene Pfarrer bis jetzt fortwährend Vorgehen abgeratben, daß es gänzlich aufgegeben den prächtigsten Farben auszumalen. tesdienstliche Handlungen verrichtet habe. wurde und nichts übrig blieb, als daß die Königin Helgoland auch Manches zu Wasser wird, ist gerade daselbst go: Und selbst heute noch hält sich der widerspennstige Priester in dem unmittelbar bei Dipperz gelegenen Orte Kühlos auf. Lille, 12. Sept. Mae Mahon hat hier- selbst eine Revue abgehalten und die Hüttenwerke der Umgegend besucht, wo er von den Arbeitern sympathisch empfangen wurde. Morgen erfolgt die Abreise. Die Reise nach Lyon ist aufgegeben. Belgien. Brüssel. Der Sohn der Ex⸗ Königin Isabella foll die belgische Militärschule besuchen. Der Episkopat bereitet für den 4. October bei Brüssel eine Kirchen-Demonstration zu Gunsten des Papst-Königs vor. Holland. Haag. Der bisherige Com- mandant der Atschin Expedition, General Van— swieten, ist hier eingetroffen. Dänemark. Kopenhagen. Die„Nor- dische Telegraphen-Gesellschaft“ meldet aus Shang⸗ bai vom 10. d.: Der japanesische Gesandte Okuba ist in Peking eingetroffen, wie verlautet, mit Vor- schlägen, betreffs Erledigung der Formosa Ange- legenheit durch ein Schiedsgericht. Es heißt, Amerika oder Italien würde zum Schiedespruche aufgefordert werden. ö Großbritannien. London. Die Königin bat, wie„The World“ erfährt, die Zahlung der Schulden des Prinzen von Wales übernommen. Vor einiger Zeit wurde an Gladstone die Auf⸗ forderung gerichtet, das Parlament um Tilgung der Schulden des Thronfolgers anzugehen, und der liberale Premier war nicht abgeneigt, diesen Schritt zu thun. Aber ein sebr einflußreiches Parlaments Mitglied bat so entschieden von diesem die Zahlung übernahm. Spanien. Madrid. Der„Imparcial“ 3 a 5 erwähnt eines Gerüchtes, wonach der Flecken Zarauz — Die beabsichtigte Schließung des hiesigen in Guipuzcoa von den deutschen Kanonen-Booten manente Genüsse, sich auch ein Bäuerlein mit heran, welches denselben mit den Worten:„Guten Tag, Herr Kronprinz“ begrüßte und hinzusetzte, daß er sieben Stunden von Lauterecken bis hierher gelaufen sei, um ibn zu sehen; der Kronprinz dankie freundlich und bemerkle ihm, warum er denn nicht lieber mit der Eisenbahn gefahren sei.„Das ist es eben“, er wiederte unser Landmann tteuberzig,„warum ich Ihne bitle möcht', es hat uns bis jetzt Alles nicht geholf' und da hab' ich gedenkt, mer wende uns emol an Sie, daß mer endlich e Eisenbahn kriege.“ Der Kronprinz börte lächelnd zu und sagte dann zu dem in der Nähe stehenden Bezirksamtmann:„Haben Sie's nun gehört, jetzt sorgen Sie dafür, daß der Mann eine Bahn nach Lauterecken bekommt.“ London, 11. Sep. Gestern Abend fand bei Thorpe, unweit Norrich, ein Zusammenstoß von Eisenbahnzügen statt, wobei 15 Personen getödiet und 30 verwundet wurden. Helgoländer Badeleben. Von einer Landratte. (Schluß) Die Westspitze Helgolands ist gewöhnlich an Abenden, die einen schönen Sonnenuntergang er⸗ warten lassen, das Rendezvous eines großen Theils der Bade-Gesellschaft. In der dahin führenden Kartoffel-Allee wird es dann so lebhaft, wie zu keiner andern Zeit des Tages. Leider wurde die Hoffnung der Freunde dieses schönen Naturschau⸗ spiels im August auf Helgoland selten in befrie⸗ digender Weise erfüllt, indem gewöhnlich mit dem Sonnenuntergang ein theilweiser oder vollständiger Wolkenübergang verbunden war, was meine Phan— tasie insofern beschäftigte, als er es mir ganz überließ, einen Sonnenuntergang obne Wolken in Daß auf hier mehr als selbstverständlich; weßhalb sollte der Sonnenuntergang hiervon ausgenommen sein? Das Oberland bietet jedoch auch reelle, per— welche dem zehrenden Einflusse bischöslichen Priesterseminars unterbleibt auf per- bombardirt worden sei, weil die Carlisten zweif der Seeluft bisher glänzend, siegreich widerstanden sönliche Verwendung des Bisthumsverwesers Hahne deutsche Seeleute auf einem Boote getödtet hätten. haben. bei der preußischen Regierung. Homburg(Pfalz). Auf Burg Sickingen, wo der deutsche Kronprinz neben der Kaiser-Eiche eine„Friedrichs⸗Tanne“ gepflanzt hat, erwiederte derselbe eine Ansprache des Pfarrers Laurier mit einem Hoch auf den König von Bayern, den Fürsten, welcher zur Wiederaufrichtung des deutschen Kaiserreichs die erste Anregung gegeben. Ausland. Schweiz. Bern. Zwischen dem deutschen Reichskanzleramte und dem hiesigen Bundesrath ist für die in dem deutsch⸗-schweizerischen Aus- lieferungs⸗ Vertrage vorgesehene gegenseitige Mit- theilung von Strafurtheils-Auszügen die Annahme der gegenüber Italien gebräuchlichen Formen ver— einbart worden. Frankreich. Paris, 11. Sept. Der Marschall⸗Präsident Mac Mahon empfing beute Nachmittag halb 2 Uhr den spanischen Gesandten Vega de Armijo. Letzterer gab der Befriedigung Ausdruck, daß die offiziellen Beziehungen zwischen den beiden Ländern wiederhergestellt seien und sprach die Hoffnung aus, daß dieses Einverständ⸗ niß dazu beitragen werde, den Krieg zu beendigen, welcher die an Frankreich grenzenden spanischen Provinzen verwüste. Er werde stets erfreut sein, zwischen Frankreich und Spanien dauernde und gute Beziehungen zu entwickeln und zu befestigen. Mac Mahon erwiederte: Sie können von meinem lebhaften Wunsch überzeugt sein, die guten Be— ziehungen, welche die beiden Länder vereinigen müssen, sich btfestigen zu sehen. Ich habe nicht aufgehört, die Wünsche für das Wohlergehen Spaniens zu hegen, welche alle europäischen Mächte, besonders aber Frankreich, haben. Seien Sie versichert, Sie werden zur Erfüllung Ihrer Mission bei mir stets die wohlwollendste Unter- stützung finden. — 11. Sept. Nach dem Empfange durch den Präsidenten der Republik stattete der spanische Gesandte dem Minister des Aeußeren einen Besuch ab.— Mac Mahon ist Abends 6 Uhr nach Lille, Arras, Bethune, Amiens und St. Quentin abgereist, um den Manövern der von den Gene— ralen Clinchant und Montaudon befehligten Armee— — Ueber die Niederlage der Carlisten in Cata- lonien durch die Puyeerda zu Hülfe gekommenen Colonnen des Generals Lopez Dominguez werden jetzt Details bekannt. Am Sonntag den 6. ds. batten sich 6000 Carlisten zu la Pobla(Jwölf Stunden von Puycerda) concentrirt. Am Mon- tag wurden sie von den Republikanern angegriffen waren ganz von Nebel umhüllt. griffen und erlitten erhebliche Verluste. Die aus: einander gesprengten Curlisten sind nachher wieder zu Ripoll, unter Saballs, zusammengezogen, nach- dem sie ihre Artillerie verloren batten. Der Ver- lust der republikanischen Truppen beträgt 12 Todte und ungefähr 100 Verwundete. Auf dem Schlacht- selde wurden 76 todte Carlisten gefunden. Amerika. New Nork. Die demokratische Convention von Messachussets und die liberale Convention ron New-Nork haben Resolutionen angenommen, die sich gegen die Vorgänge in Louistana und für die Wiedereinführung der Metallwährung aussprechen. — Die Verüchte über die Ausbreitungen des gelben Fiebers in den Südstaaten sind, ausge— nommen die Städte Galveston und New-Orleans, als übertrieben zu bezeichnen. Aus Stadt und Land. Bad⸗Nauheim, 11. Sept. Heute cxplodirten eine größere Menge Feuerwerkekörper in der hiesigen Apotheke. Leider wurden dem Besitzer dabei Gesicht und Hände ver⸗ brannt, größeres Unglück durch Brand jedoch durch die rasch verbeigeeilte Feuerwehr glücklicherweise verhindert. Ostheim, 9. Sept. Gestern brannte dahier eine Scheuer, in welcher das Feuer zum Ausbruch kam, und ein Stall ab. Die Ursache über die Enistehung des Feuers konnte noch nicht ermittelt werden. Der Eigenthümer hatte die Gebäude nicht versichert. Allerlei. Frankfurt, 11. Sept. Gestern Nachmittag saß ein Dienstmädchen in der Aligasse beim Kartoffelschälen, als es plötzlich seine Arbeit siehen ließ, auf den Boden in seine Kammer ging, diese verriegelie und sich aus dem Gaubloch auf die Straße stürzte. Augenblicklicher Tod erfolgte. Es hätte nicht viel gefehlt, so wäre der sallende Körper auf einen vorübergehenden Mann gestürzt. Landstuhl. Auf dem hiesigen Bahnhof kam, wie die „Kaisersl. Zeitung“ erzähll, während der Anwesenheit des Unter den prosaischen Namen Mayer, Janßen, Geschwister Brodersen zum„ländlichen Verkehr“ stellen sich uns wahre Freunde des hungerigen und durstigen Bade- und Nichtbade⸗ Publikums vor, welche in praktischer Lösung der so wichtigen„Magenfrage“ Anerkennenswerthes leisten. Hamburger und baierisch Bier wird bei Janßen und Brodersen im Glas verzapft, hierzu und aus allen Stellungen verdrängt. Beide Armeen einen Häring mit„Pellkartoffeln“ und(last not Die Schaaren Saballs' wurden von verschiedenen Seiten ange- schaft, so baben Sie ein lebendes Bild, welches mich eben so oft mit größerem Behagen an das least) eine kleine gemüthliche anregende Gesell⸗ Oberland erinnern wird als die hinter Coulissen untergehende Sonne. Doch auch hier bleibt uns Sterblichen, welche gern gutes Bier zu mäßigem Preise trinken, zu wünschen übrig: für die be⸗ scheidenen Raumverhältnisse eines Seidels Ham⸗ burger Actien- oder Marienthaler Biers verlangt die Helgoländer Kellnerin 3 Sgr., für Baierisch 4½ Sgr. Einerseits Verlangen, andererseits Zahlen und dabei Durst„auf alle Fälle“, wer sollte da nicht Mitleid haben, wenigstens zugeben, daß in Helgoland Bier gerade nicht zu den billigsten Lebensgenüssen gehört? Zu den Localen, welche im Oberlande Ver⸗ gnügungen anderer Art bieten, gehören der „Sonnenuntergang“ und„Im grünen Wasser“, 2 Plätze, worin Helgolands Jugend sich im munteren Tanze bewegt. In dem einen Locale wird das Orchester durch eine große, vom Zahn der Zeit bereits stark mitgenommene Drehorgel ersetzt,„Im grünen Wasser“ hörte ich die rühren. den, Mark und Bein erschütternden Accorde der Helgoländer Dilettanten-Kapelle. Der Helgoländer, so langsam er sonst sein mag, liebt bei dem Tanze ein möglichst rasches Tempo, kein Wunder daher, daß verschiedene Badegäste mit ibm bei den Walzer, welcher im Galoptempo vor sich ging, nicht concurriren konnten. Für die Fremden aus“ schließlich ist jeden Mittwoch und Sonntag im Conversationshause Gelegenheit zu tanzen geboten, Nur einmal habe ich hiervon als Zuschader Ge— brauch gemacht; bier mußte ich zum ersten Male in Helgoland Staub schlucken und eine Luft athmen, welche so gar nichts mit der köstlichen Seelust gemein hatte. Uebrigens wurde flott getanzt, ein Beweis, daß der Mensch, wenn er einmal tanzen Corps beizuwohnen. Derselbe kehrt nächsten Frei- Kronprinzen folgendes interessante Intermezzo vor: Als tag hierher zurück. sich der Kronprinz mit dem Publikum untechielt, drängte will, auch in Helgoland Hitze und Staub mit in den Kauf nimmt. spetiellet Luft yon U Sielle alu Frage, daß. Meer umfloss fung her aug anderen Luft, Beimischungtl Wie Wit din einen weliget bring o liegt in d in nur Lun Und vom M Wie, daß u Ouuß der sta rd; Abktr id v ein sein w hp werden diß nan auf dim uütllsten einen begründe r Obi 80 08 Bal de bosung wurden 10 fl. von de Eber⸗Erlen bach Acer Obligati Mikgabe dersel Ne Beträge bi Hemeindekasse Auge an die Ve Ober⸗Erl Großhet Raheilungen 86 Die Juso e Jusamn 1 Seimischungen Anker liegt, nur den Seewind kennt, so Ueber die Leistungen des Theaters, worin omische Opern, Dramen, Sing- und Lustspiele on den Mitgliedern der Dessauer Hofbühne auf- 0 efübrt werden, kann ich nicht urtheilen, da ich s nicht besuchte; als„Landratte“ zog ich Zer— reuungen, Schauspiele in der Natur, welche das Festland nicht kennt, besonders den Aufenthalt im reien der Seeluft balber vor. Zum Schlusse ieser Epistel erlaube ich mir zu Nutz und Frommen erer, welchen der Besuch eines Seebades beson⸗ 5 ers wegen der Luft empfoblen wird, aus der roschüre:„Die sanitären Zustände Helgolands mit detieller Berücksichtigung des Ozongehalts der zuft von Dr. Zimmermann in Helgoland“ folgende Stelle anzuführen: Frage, daß die kleine rothe Felseninsel weit vom Neer umflossen, zu keiner Zeit, von welcher Rich— Ang her auch der Wind stehen mag, von einer anderen Laft, als von der reinsten, von fremden freien Seeluft beherrscht werden Wie das Schiff, das auf hoher See vor ist es enau mit Helgoland. Es gleicht einem großen zor Anker liegenden Schiffe. Ich betone vor llem die Richtung des Windes. Wir wollen leich seben, warum? Nehmen wir an, wir haben Ost-, Süd- Ost⸗ oder Südwind und wir befinden us dabei auf Föhr, in Cuxhafen, in Norderney der in irgend einem anderen Nordseebade. Für en einen Ort mehr, für anderen etwas dzniger bringen die genannten Winde Landluft. es liegt in der Natur der Sache, daß wir dann Hen nur Landluft genießen. Weht dagegen der Dind vom Meere her, so bestereite ich in keiner Diise, daß man in den genannten Orten einen Genuß der stärkenden, belebenden Seeluft haber bird; aber ich bezweifele, ob derselbe auch dann 5 rein sein wird wie auf Helgoland. Es dürfte sywer werden gegen das Gewicht der Thatsache, daß man auf der kleinen Felseuinsel beständig in tem ftellsten Genusse der reinen Seeluft schwelgt, enen begründeten Einwand zu erheben. inn. 1 en Landwirthschaftliches. Fülterung von Palmkuchen. neuerer Zeit aufgenommenen und mit Erfolg verwendeten Futtermitteln geböcen wohl in erster Linie die Palmkuchen. Wo man das Oel nicht ducch Pressen, sondern durch Extraction mit Schwefelkohlenstoff gewinnt, kommt das sog. Palmmehl in den Handel. Von ersteren unterscheidet sich dieses dadurch, daß es viel weniger Felt(1½ gegen 15%), dagegen mehr Proternstoffe(20 gegen 15% enthält. Da die Palmkuchen bis jetzt in ihrem Preise meistens bedeutend billiger waren, als ähnliche im Nahrungswerthe gleichstehende Futtermütel, so verdienen sie wohl dieß be— sondere Aufmerksamkeit des Landwirth's. Nach überein— stimmenden Berichten haben sie sich sowohl bei Milch- als auch bei Mastvieh sehr gut bewährt. Bei ersterem ist man pro Tag und Kopf bis auf 4 Pund und noch weiter gegangen; 2 bis 4 Pfund ääglich, je nach der Art des man sie, nach sorgfältiger Zerkleinerung, in Form von Tränke,(die man auch der Milchsäuerung unterwerfen kann) odec aber trocken, allein oder mit anderem Kraft— sutter vermischt. Außer der Quantität ist es nun ganz besonders die Qualität der Milch, welche durch dieses Futtermittel ganz bedeutend erhöht wird. Beinahe überall hat man eine Vermehrung der Buttermenge um 7— 75 beobachtet und außerdem war sie schöner und wohlschmecken— der. Beü stark stickstoffhalligem Funer, wie z. B. Boynen⸗ oder Wickenschrot, haben die Palmkuchen bei Milch⸗ und Mastvieh eine weit größere Wirkung gezeigt, als eine gleiche Gewichtsmenge Schrot oder Kleie. Sonst setzt man sie im Werthe ungefähr den Repskuchen gleich. ö Um gelbe gewordene Obstbäume wieder grün zu macheu, wurde vom Pomologischen Congreß in Wien die Anwendung von Eisenvitriollösung empfohlen. Wie ein anwesender Pomologe mittheilte, war es ihm gelungen, schon ganz gelb gewordenen Bäumen durch dieses Mittel wieder aufzuhelfen, so daß sie nach Verlauf von 8 Tagen ihre srische grüne Farbe wieder erlangt hatten. Selbst⸗ verständlich darf die Lösung nicht zu concenttirt sein; Sprozentige hat mas als hinreichend stark vefunden, also 5 Kilogr. Eisenvitriol auf 95 oder auch 100 Liter Wasser. Sclost bei dieser Verdünnung aber wird man da, wo zartere, flacher wurzelnde Pflanzen sich unter den Bäumen befinden, vorsichtig sein müssen, da Eisenvitriollösungen deu feinen Pflanzenwurzeln äußerst nachtbeilig sind. Handel und Verkehr. Grünberg, 12. September. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 12 fl. 13 ke.; Korn(90 Kilo) 9 fl.— kr.; Gerste(80 Kilo) 7 fl. 54 kr.; Hafer(60 Kilo) 5 fl. 20 kr.; Molter (90 Kilo)— fl.— kr.; Erbsen(110 Kilo) 11 fl.— kr.; Zu den erst in „Es unterliegt wohl keiner üdrigen Futters, dürsten jedoch genügen. Entweder gibt Linsen(100 Kilo)— fl.— kr.; Samen(90 Kilo) 12 fl. 48 kr.; Kartoffeln(100 Kilo)— fl.— kr. Frankfurt, 12. Sept, Der heutige Heu- und Strob⸗ markt war ziemlich gut befahren. Heu kostete per Ctr. 2 fl. — kr. bis 2 fl. 50 kr., Stroh per Centner 1 fl. 24 kr. bis 1 fl. 36 kr. Butter 1. Qual. 42—46 kr., 2. Qual. 38 kr. Eier das Hundert 3 fl. 12 kr. Kartoffeln per 200 Zoll⸗ pfund 2 fl. 18-24 kr. Marnz, 12. Sep. Productenmarkt. Waizen per Nov. 11 fl. 50 kr., per März 11 fl. 48 kr., per Mai II üfl. 48 kr. Korn per Nov. 9 fl. 20 kr., per März 9 fl. 20 kr., per Mai 9 fl. 20 kr. Hafer per Nov. 9 fl. 57 kr., per März 10 fl. 12 kr., per Mai— fl.— kr. Rüböl per Oct. 17½ fl., per Mai 18 fl. 12 kr. Raps per Sept. 16 fl. 30 kr. Washington, 12. Sept. Der Bericht des land⸗ wirthschaftlichen Departements für Sept. constatirt, daß die Aussichten auf die Baumwollenernte in Folge der Trockenheit und Hitze sehr verringert und um 20 Prozent schlechter als im August sind. Die Ernie werde höchstens zwei Drittel einer Mittelernte betragen. Geld⸗Cours. Frankfurt am 12. September 1874. Pistolen.„ fl. 9 40—42 Holländische fl. 10⸗Stücke..„ 9 4850 Düeggeenn 8„ 5 37—39 Ducaten al marco„, 5 394 20-⸗Frankenstücke F Englische Sovereigns„„„ Russische Imperiales.*„ 9 48—50 Dollars in Gold. 1, 2 26½%½ 27 Für die Hinterbliebenen des Raimond Dirion in Alberschweiler gingen ein: von Frau Bittong, Nauheim, 1 fl. von N. N. 35 kr., von Candidat Friisch 1 fl., von Adolf und Hans 2 fl., von Frau Aschrott in Nauheim 1 fl. 45 kr. Der Betrag von fl. 6. 20 ke. wurde unterm Heu⸗ tigen an Herrn Obersörster Eichhoff in Saarburg i. L. abgesandt.— Friedberg am 9. Sepiember 1874. Die Expedition. Accht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober— hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Maria Farina in Cöln. Obligations-⸗Verloosung. 20 Bei der heute stattgehabten Obligations-Ver— osung wurden die Nr. 51 zu 200 fl. und Nr. 94 zu 10 fl. von den Partial- Obligationen der Gemeinde Tber⸗Erlenbach zur Rückzahlung gezogen. Die Jahaber eser Obligationen werden hiermit aufgefordert, gegen Juckgabe derselben und der nicht fälligen Zinscoupons e Beträge bis zum 1. November 1874 bei hiesiger emeindekasse in Empfang zu nehmen, indem von diesem ge an die Verzinsung aufhört. Ober⸗Erlenbach am 30. Juli 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Erlenbach. Möglich. Aepfel ⸗Versteigerung. 715 Freitag den 18. d. M., des Vormittags um Apfel, circa 80 bis 90 Malter, sowie einige Malter Irnen an Ort und Stelle, malterweis in mehreren Utheilungen öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in loco Ostheim. Ostheim den 12. September 1874. n Großherzogliche Bürgermeisterei Ostheim. J. V. d 5 Gaßert Gemeinderathsmitglied. Bekanntmachung. Den Inhabern der Partial⸗Obligationen der Ge— tende Eichloch diene hiermit zur Nachricht, daß dieselben siumtlich zur Rückzahlung berufen sind. ung nicht mehr besorgt, so kann der Betrag der L—. als auch der am 1. Januar 1875 ligen Zinscoupons im Monat Dezember l. J. bei Gemeinde⸗Einnehmerei Eichloch in Empfang genommen ben. Auf Verlangen wird, bei deutlicher Namensunter⸗ lift und portofreier Einsendung der Obligationen, nebst noch nicht fälligen Zinsabschnitten, den Inhabern der Merag auch portofrei übersandt werden. Vom 1. Januar 175 ab bort die Verzinsung der Obligationen auf und wen bei der einen oder anderen noch nicht fällige Zins— enpons fehlen, so wird bei Uebersendung des Betrags elbe um so viel gekürzt, als die fehlenden Coupons machen. f 7 1.(Post Wörrstadt) den 11. Sept. 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Eichloch. e Uhr anfangend, sollen die der Gemeinde zustehenden Da daß Handlungshaus Lindheimer die Ein⸗ Ni e ee er ng 2660 Mittwoch den 16. September d. J., Vormittags 10 Uhr, werden dahier zur alsbaldigen Lieferung öffent— lich versteigert: 1) 750 Malter Kartoffeln und 2) 8 Eentner Zwiebeln; sodann werden Mittwoch den 23. September d. J., Vormittags 10 Uhr, für 1875 zur Lieferung im Sou— missionswege vergeben: 1) circa 60 Centner Bohnen, 0 Linen, 5„ Erbsen, 33 0 dle 5)„ 50 Hectolitre Petroleum, 6)„ 16 Centiner Kernseife, weiche, J. Qualität, (sind Proben einzusenden), 1 2 Centner Schmierseife, 8 1 Hectolitre Leinöl, 9„ 1 0 Rüböl, 13 1 5 Hellthran, 11)„ 12 Centner Kaffee, n n F geschälte Gerste, eee„ Nudeln, D„—gedörrte Zwetschen, 16)„ 10 Heectolitre Essig. ö Die unter pos. 1, 2, 3, 4 und 5 auffgeführten andere Gegenstände. Gegenstände werden einzeln, diejenigen unter 6 und 7, unter 8, 9 und 10 und unter 11 bis 16 aber zusammen vergeben. Bedingungen und Proben sind täglich von 8 bis 12 Uhr Vormittags und 2 bis 6 Uhr Nachmittags auf dem Büreau der unterzeichneten Direkton einzusehen und müssen die Soumessionen bis zum 23. d. M., Vormittags 10 Uhr, in den vor diesem Büreau aufgehängten Soumisstonskasten verschlossen eingelegt werden. Marienschloß den 7. September 1874. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direktion. A e DN. Fri bel. Ein braver Junge 2652 kann unter günstigen Bedingungen das Schuh— macher-Haͤndwerk erlernen bei (U. 62599.) Gustav Aderhold, . Arbeits-Versteigerung. 2720 Freitag den 18. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Melbach die bei Aus- führung der Felddrainirung in den Fluren 1. und II., Gemarkung Melbach, vorkommenden Arbeiten, bestehend in Anfertigung der projeetirten Grabenarbeit, dem Röhrenlegen und Wiederzufüllen der Draingräben, ver— anschlagt zu 773 fl. 44 kr., an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden und sind Lusttragende hierzu eingeladen. Friedberg am 14. September 1874. Greb, Wiesenbaumeister. Bekanntmachung. 2713 Auf der Hainamühle bei Assenheim kommen Montag den 21. d. M., Morgens 10 Uhr nachfolgende Gegenstände zur Versteigerung: 3 noch brauchbare Wasser— wellen in Längen von 5,25 4,80 und 7,50 Meter, 3 Eisenstege,! Wasserrad, eirea 5 Meter hoch, vollkommener Cylinder mit Schnecke, Ueberzug und Trieb, 2 noch gut erhaltene Kammräder, 1 vollständiger Beutelkasten, ver— schiedene Kasten, Trichter mit Trichtergestell, Zargen zc., 2 runde und( glattes Muͤhleisen, verschiedene Mühl⸗ steine, darunter auch französische Champagner, Oelgeschirr mit Presse und den dazu gehoͤrigen Rädern, Stirn und Seitenräder, 2 Oehlmühlsteine mit Herd und verschiedene Ortenberg am 10. September 1874. Inncker, Gemeindebaumeister Arbeits- Versteigerung. 2712 Donnerstag den 17. d. M., Mittags um 1 Uhr, sollen in der Wissischen Wirthschaft zu Bodenrod nachstehende An beiten in Accord gegeben werden: Pflasterarbeit, lt. Kostenüberschlag 23 fl. 20 kr. Steinhauerarbeit 18—„ Liefern von Pflastersteinen 5„ Liefern von Kies 9„— Butzbach den 8. September 1874 Metzger, Bezirks-Bauaufseher. Wollene und baumwollene Unterjacken e Unterhosen Neue Rothhofstraße 18, Frankfurt a. M. 418 zu billigen Preisen bein K. Friedrich. Briesconverte in großer Auswahl bei Carl Binderuagel. —— —— n— — 4 — — Carl Bindernagel's Annoncen-Erpedition. Bekanntmachungen aller Art: Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren Empfehlungen, Versteigerungen werden an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung. Die Annoncen-Aufgeber sparen also Briesschreiben, Zeit und Porto. Regenschirme, 184 in Seide, Zanella und Alpaka, äußerst billi g bei K. Friedrich, neben der Post. n in⸗Weser⸗Bal Main⸗Weser⸗Bahn. 709 Zur Herstellung eines Polygonal-Locomotiv— schuppens und eines Werkstättengebäudes auf Station Marburg sollen die erforderlichen 1) Erde⸗, Maurer-, Steinhauer- und Weißbinder⸗ Arbeiten, 2 Zimmerarbeiten, 3) Dachdecker- und Klempner-Arbeiten, 4) Tischler⸗, Schlosser⸗, Schmiede-, Glaser- und Anstreicher⸗Arbeiten, einschließlich der Anlieferung sämmtlicher Materialien, die einzelnen Arbeiten in vorbezeichneter Weise getrennt, im Wege der Submission verdungen werden. Termin hierzu ist auf Donnerstag den 24. September d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, in dem Geschäftslocal der unterzeichneten Direktion an— beraumt. Die bezüglichen Offerten, welche versiegelt und frankirt mit der Aufschrift:„Offerte auf Herstellung der zc. ꝛc. Arbeiten für den Polygonal Locomotivschuppen und das Werkstättengebäude auf Bahnhof Marburg“ versehen! vor dem oben bezeichneten Termine an uns einzureichen sind, werden zu der bestimmten Stunde in Gegenwart der etwa persönlich erschienenen Submittenten eröffnet. Bedingungen, Zeichnungen, sowie Massen- und Preis⸗ verzeichnisse liegen in unserem technischen Büreau dahier als auch im Büreau unserer Betriebs-Inspektion zu Frankfurt a. M. zur Einsicht offen und können gegen Erstattung der Umdruckkosten von den genannten Dienst— stellen bezogen werden. N Kassel den 4. Septempter 1874. Königliche Direktion der Main-Weser⸗Bahn. Bekanntmachung. 723 Am 19. September d. J., Vormi tags 10 Uhr, sollen im hiesigen Bahnhofe 188 Centner Steinkohlen unter den an Ort und Stelle bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg am 14. September 1874. Königliche Güterexpedition. e. Arbeits-Versteigerung. 2711 Donnerstag den 17. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Hausen bei Butzbach die zur Herstellung einer Wasserleitung nöthigen guß⸗ eisernen Auslaufstöcke, Krümmlinge ꝛc. ꝛc., veranschlagt zu 113 fl, öffentlich in Accord gegeben werden. Butzbach den 8. September 1874. Metzger, Bezirks⸗Bauaufseher. Fässer 2696 von 3 bis 4 Ohm Inhalt, zu Aepfelwein-Fässern geeignet, sind billigst abzugeben von Engel& Krause, Groß-Linden. Kalender pro 1875. Daheimkalender 54 kr. amilienkalender 18„ tieritz Volkskalender 36„ Spinnstube 45„ Illustrirter Hess. Volkskalender mit Stahlstichprämie 9 Friedberg und Bad⸗Nauheim. e Carl Bindernagel. Holländische Blumenzwiebeln 2644 in großer Auswahl empfiehlt die Samenhandlung von Jacob Herrmann, vis-à-vis dem Hötel Trapp. Kartoffein 2649 kauft Friedberg. A. Stahl Wittwe. „. 22 2 Eine Hühnerhündin, 2680 ½¼,ũ Jahr alt, von Farbe gelb, mit schwarzer Schnauze, auf den Namen Olga höͤrend, ist mir am Sonntag entlaufen. Indem vor dem Ankauf derselben gewarnt wird, sichere ich jedem Wiederbringer eine Ve— lohnung zu. Nieder⸗Wöllstadt den 7. September 1874. Heinrich Weith. Ein junger Verwalter(Academiker) sucht als solcher Stellung auf einem Gute. Näheres in der Exp. d. Anz. 2636 lauer Vitriol 2691(feinste Qualität) billigst bei Wilh. Fertch. 5 Fenchelhonig 2 5 bn ven L. W. Egers in Breslau if. 65 allein ächt zu haben bei Jos. Hoffmann in Friedberg. 75 0 2 2 kann in meiner Druckerei eintreten. Carl Bindernagel. Won eine Annonce hier oder auswärts veröffentlichen und Zeit resp. Geld sparen will, der beauftrage damit die Annoncen⸗Expedition von Haasen- stein& Vogler in Frankfurt a. M., deren ausschließliches Geschäft es ist, Anzeigen in alle Zeitungen der Welt billigst zu vermittteln. Brodpreise vom 16. bis 30. Sept. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: 2/3 Waizen, ½ Korn./ Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 2 Kilo 20 kr. Zweite Sorte 2Kilo 18 kr. 1 * 1„„„ 77 7 9 77 1 7 1742* 5* 17 7 57.* 457„ Für Bad⸗ Nauheim: Kasseler Brod 2 Kilo 21 kr. ** 1 7 10* 85* 57e* 57 U Erste Sorte 2 Kilo 20 kr. e Sorte 2 Kilo 18 kr. 77 7 1 L 10„ 5 77 1 77 9 1 5 1 77* 1% M 0 7 1 õ— 55 4. Für Butz bach: Erste Sorte 2 Kilo 20 kr. Zweite Sorte 2 Kilo 17 kr. * 10 7 5 77 1„ 87„ 9* „ 7e„ 5„ 7„ 7e„ 474„J Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. bis. 30. Sept. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg und Butzbach unverändert. Für Bad⸗ Nauheim: Schweinefleisch 22 kr. börufönön süch sölbst Börnföndön. Gut goͤbrüllt Lowe! Böscheudenbeut zürt dön Mann! Was eun Höckchön wördön wüll, Das krümmöt süch beu Zeutön; Wüllst Du ün's Stadteollög hüneun, So mußt Du Manchös meudön. Röden üst Sülber, Schweugen üst Gold! Eunes Mannes Röde üst keune Röde, So dachtest Du, meun Freund, Du büst gerad nücht blöde! Wasser thut's freulich nücht, unböruföne Wort aber auch nücht! 7216 Dor Uehnön soͤhr wohl affzetionürtös Zwückauö, Lehrer-Conferenz. Sektion Friedberg. 2721 Die auf den 16. d. M. anberaumte Versamm⸗ lung kann nicht abgehalten werden. Lehrerconferenz. Section Ockstadt. 2719 Donnerstag den 17. September zwei Mittheilungen 2722 Bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad⸗ Nauheim ist vorräthig: Die einfachste Buchführung für den Kleinhandel. Für Alle, welche ein kaufmännisches Geschäft begründen, und Journal, Cassabuch, Hauptbuch auf die ein⸗ fachste Weise führen wollen. Mit 38 kaufmännischen Klugheitsmaßregeln. Von Hensell. Preis 36 Kr. 3 Zimmer nebst Küche ꝛc. ꝛc. 2203 zu vermiethen. Jos. Hoffmann. — 1 das und kr. Hammelfleisch ae 2717 Wilhelm Kreuter. Ein Dienstmädchen& eine Monatsfran 2718 werden gegen hohen Lohn sofort gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 2710 Eine sehr große, von Holz erbaute Halle, welch früher eine Militär⸗Speisehalle gewesen, und sich zu jedem Zwecke eignet, ist billigst zu verkaufen. Näheres be Commissionär J. Blitz in Gießen.(H. 62629.) ee Aepfelmühle d mit Messingmuttern preiswürdig zu verkaufen zur goldenen Rose in Homburg v. d. Höhe. 2706 Ein schwarzer Schäferhund mit halber Ruthe, einem hängenden und einem aufrecht stehenden Ohr, welcher auf den Namen Mohr hört, it entlaufen. Der Wiederbringer erhält eine gute Belohnung, Reichelsheim. Heinrich Mörschel. 2707 Ein schwar Andenken) a 1 Opernglas Wü bei dem Manöver am 12. d. M. bei Friedberg verloren, Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine gute Belohnung bei der Exped. d. Anz. abgeben. Tabellen In Buchform 2 kr. „ Plakatform 3„ Kirchenbuchsauszug. Evangelische Gemeinde. Gelaufte: 6. Sept. Dem hiesigen Bürger und Gartenschüßen Georg Briel eine Tochter Anna Maria, geb. den 14. August⸗ Beerdigte: 8. Sept. August Schortmann, Söhnchen des Kunst⸗ gärtners Karl August Schortmann aus Frankfurt a. M., 2 Jahre 1 Monat 24 Tage alt, den 7. September. 9. Sept. Johann Hartmann Mogk, hies. Burger und Schuhmachermeister, 57 Jahre 9 Monate 23 Tag alt, T den 8. September. — Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Stammbuchblütter für eunem Un 87⁴ 2 — — — Betreffend Das G Wi Großherzog! — Ftiedb über die wit tie„D. Zig ö gif, der von heschligten di er dem Ce bars der 2 chenden mar ande Ober⸗ gnechen Ri (wa 20 Mi nil Schügeng füt hatte. gf und de vahrend auf un Richtung nülle, um Düͤlnschlag Ju schern. ale Cavalet Fabereiten scht Gefecht eingel surückgedrang guf der po füsteten sich Halgenberge. gleich schön Schachloront Fipähnten 5 Aer Erstürm der beiden 3 bstion am tuf der sogen eu der hart bidelle sich ic alk drei id welches dohe endigte e der am e Desadter N ur Jalerie. Angr onen gleich 208 Die A: i date alten 0 5 9