* N *(0 an Gel tee, Lentner Ter N helzer N 0 8 9 1 9 S 8 Atusilber: ut letinseise! Slet: da dan 9 il Jertsch — tung 7274 thcubcsuk 2 n a Bindernas 4 runksuc. — 3 * — 1 Dienstag den 13. October. berhessischer! i Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Amtlicher Theil. Betreffend: Das Mathildenstift, hier die Vertheilung der für die Industrieschulen verwilligten 0 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des früheren Kreises Friedberg, in welchen sich Industrieschulen befinden. Summen für 1874. Nach Beschluß der Generalversammlung des Mat Außerdem können Lehrerinnen suchen besondere Gratificationen zu Theil werden. Weise wie seither vertheilt. Friedberg den 8. October 1874. hildenstifts werden auch in diesem Jahre wieder 1250 fl. für Industrieschulen in gleicher „in deren Schulen Außerordentliches geleistet wird, jedoch nur alle drei Jahre, auf Nach⸗ 1 Bei dieser Vertheilung erträgt es Ihren Gemeinden die in nachstehendem Abdruck bemerkten Beträge, welche Sie dem Gemeinde- Einnebmer unter Ord.-Nr. 22 des Voranschlags in Einnahme dekretiren und controliren lassen wollen. Die Verwendung erfolgt nach Maßgabe unserer Verfügung vom 26. Februar 1855 an die Schulvorstände(Intelligenz-Blatt Nr. 17 ron 1855), sowie vom 27. Mai 1868 in Nr. 64 des Oberhessischen Anzeigers. Assenbtim 25 fl. 41 kr. Bad⸗Naubeim 77 E*. Beienheim 12 fl. 19 kr. Bönstadt 18 fl. 30 kr. 80 fl. 48 kr. 18 fl. 41 ke. Fauerbach b. Fr. 16 fl. 27 kr. 42 fl. 27 kr. Griedel 24 fl. 47 kr. Ilbenstadt 26 fl. 46 kr. Kirch-Göns 18 fl. 56 kr. 7 fl. 21 kr. Melbach 15 fl. 37 ke. Nieder- Florstadt 40 fl. 53 kr. 5 Bruchenbrücken 18 fl. 4 kr. Dotheim 22 fl. Dorn ⸗Assenheim 20 fl. 8 kr. Langenhain 15 fl. 59 kr. Maibach 51 kt. Münster 9 fl. 4 kr. Nieder-Mörlen 23 fl. 5 kr. Nieder-Rosbach 16 fl. Es sollen erhalten: Bauernheim 6 fl. 31 kr. J 25 kr. Butzbach Gambach Ostheim 14 fl. 54 kr. Hoch⸗Weisel 21 fl. 19 ke. berg 37 fl. 39 kr. Münzenberg 27 fl. 47 kr. 35 kr. Betreffend: Das Mathildenstift, hier die Vertheilung der für die Industrieschulen verwilligten Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Schulvorstände derjenigen Gemeinden, welche Industrieschulen errichtet haben. Summen für 1874. 3 Indem wir Ihnen von vorstehender Verfügung an die bezüglich der Verwendung der verwilligten Beträge auf unsere Verfüg in Nr. 64 des Oberhessischen Anzeigers, und sehen Ihren Berichten wie vorgeschrieben entgegen. Betreffend: Landwirthschaftliche Staustik. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an Nieder⸗Weisel 40 fl. 47 kr. 7 fl. 26 kr. Ober⸗Mörlen 57 fl. 45 ke. Ober⸗Rosbach 39 fl. 56 kr. Ober⸗Wöllstad: Fauerbach v. d. H. 23 fl. 1 kr. Ockstabi 34 fl. Friedberg 133 fl. 33 kr. Hausen 3 fl. 32 kr. Pohl⸗Göns 17 fl. 16 kr. Rödgen 6 fl. 21 kr. Steinsurth 28 fl. 43 kr. Wisselsheim 6 fl. 58 kr. r A p p Nieder- Wöllstadt 29 fl. 35 kr. Ober⸗Florstadt 2 kr. Oppershofen 18 fl. 11 kr. Ossenheim 9 fl. 10 kr. Reichelsheim 26 fl. 53 kr. Rocken⸗ Schwalheim 15 fl. 42 kr. Södel 20 fl. Trais⸗Münzenberg 6 fl. 58 kr. Weckesheim 12 fl. Wohn bach 19 fl. 30 kr. Wölfersheim 26 fl. 1 kr. Friedberg den 8. October 1874. betreffenden Großherzoglichen Bürgermeistereien Kenntniß geben, verweisen wir ung vom 26. Februar 1855, Intelligenz-Blatt Nr. 17, sowie vom 27. Mal 1868 Tera p p Friedberg den 9. October 1874. die rückständigen Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir erinnern Sie nochmals an die sofortige Erledigung der in rubritirter Angelegenheit erlassenen Verfügung. a p p Deutsches Reich. Darmstadt, 7. Oct. In der heutigen Sitzung der deuten Kammer wurde zunächst das Gesetz über den Miß⸗ Kauch der geiülichen Amtsgewalt von Akt. 18 bis zum ende wesenllich in der Fassung der Regierungsvorlage git den von der Regierung gebilligten Anträgen des Aus⸗ busses angenommen. Längere Debatten veranlaßten nur de Axt. 21 und 24. Der erstere Artikel wird vom Abg. Franck insofern beanstandet, als er die zutünßstige Absich: us Beschuldigien, den Gesetzen zuwider zu handeln, in den Tha lbe aud aufneyme, wogegen Abg. Heinzetrling aus hrt, daß die Regierung diese Bestimmung gerade im uteresse des Beschuldigten aufgenommen habe, indem er Aue dieses Requisit nicht solle vom Amte entsetzt werden zunen. Bei Art. 24 wird ein Antrag Dumont's, das gen Verhinderung des Erscheinens zuzulassen, nach Kechismittel des Einspruchs im Nicht⸗Erscheinungs⸗ Falle auf welchem Wege der entfernte Geistliche ersetzt werden solle. Der gewählte Geistliche könne sich zuvor die missio verschaffen ꝛc. Dieser und die übrigen Artikel 12— 14 werden nach den Ausschuß-Anträgen angenommen. — 8. Oct. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer kamen die zwei letzten Kirchengesetze zur An⸗ nahme. Zu Art. 1 des Gesetzes über die Orden und ordene ähnlichen Congregationen, wo die Orden im Allge⸗ meinen auf den Aussterbeetat gesetzt worden, wird die hierin liegende Aushebung der Orden ꝛc. vom Abg. Franck bekämpft, wogegen Berichlerstauter Heinzerling die Re— gierungsvorlage, unter Bezug auf den weit radikaleren Beschluß der zweiten Kammer von 1862, wegen des den Orden obliegenden unbedingten Gehorsams gegenüber den Oberen und bei der dermaligen feindlichen Stellung der römisch kathelischen Kirche gegenüber dem Staat, befür— woriel. Der Arlikel wird gegen 3 Stimmen angenommen. lurzer Deballle zwischen Abg. Franck, Ministerpräsident Bei Art. 2, der die Orden, welche sich ausschließlich dem bomann und Abg. Dernburg und nach Befürwortung lüch den Berichterftatter Heinzerking angenommen. Ben ler Berathung des folgenden Gesetzentwurfs, die Vorbildung in Geistlichen, wied zu Art. 1 ein Amendement Gold zunn's angenommen, wonach der Geistliche, welchem ein . Archenami übertragen wird, verbunden sein soll, den Ver— Asungs⸗ Eid abzulegen, sofern er es noch nicht gethan. Ag. Franck wird bezüglich seiner Behauptung, als solle At die Regierung die katholischen Geistlichen anstellen, bherlegt vom Ministerialdirector v. Starck und Abg. Aüchler. Art. 2 wird nach längerer Debanle angenommen. de Art. 3 unterwirft Abg. Landmann die Erziehung der Eeminaristen in Mainz nach dem berüchtigten Lehrbuche den Guy und bas letztere Buch selbst u einer vernichtenden Aaltit unter Citirung der betreffenden Stellen, so weit der Auland die Miitheilung erlaubt. Die Abgg. Franck und Bolz versuchen, das Buch in Schutz zu nehmen. Art. 4 10 werden in der Fassung des Entwurfs, bezw. nach don Aus schußanträgen angenommen. Bei Ar. 11 bemerke . Franck, daß betselbe einen Eingriff in die Rechte der all olischen Kirche enthalte; die Gemeinden sollten das Recht lten, ihren Pfarrer zu ernennen, und man könne den Leuten cht verargen, wenn sie sagten, man wolle sie protestantisch men. Ministerpräsibent Hofmann bemerkt, es solle hier einem Nothfiand abgeholsen werden; Jeder, der es der Gemeinde wohl wolle, sollie sich dafür interessiren, Unterricht widmen, in den bisherigen Grenzen aufrecht eehält, erhebt sich eine längere Debatte, die zwischen den Abgg. Franck, Wolz, Matiy, v. Wedekind(Hiltersklingen), Ministerialonector v. Starck, Schaub, Dumont und dein Berichterstatter Heinzerling geführt wird, und mit An— nahme des Artikels gegen 3 Stimmen endigt. Eine Reihe von Abgeordneten stimmen dem Artikel nur deshalb zu, um das Zustandekommen der Gesetze nicht zu gefährden. Zu Art. 3 will Abg. Goldmann den Orden, welche sich ausschließlich der Krankenpflege widmen, nicht blos die Aufnahme neuer Mitglieder, sondern auch neue Nieder— lassungen ohne und selbst gegen den Willen der Regierung gestatten, was Dumont befürwortet, aber nach Bemerk— ungen der Abgg. Schröder, Stüber, Welcker, Küchler, v. Wedekind(H.) und. des Ministerial directors v. Starck und nachdem der Berichterstaster Heinzerling den auf Ge— nehmigung der Regierungsvorlage gehenden Ausschuß— antrag näher begründet hat, abgelehnt wird mit allen gegen 5 Stimmen. Art. 4 wird angenommen, ebenso ein Zusatzartikel 4a, welcher einen Normal-Termin(1. Oc⸗ tober d. J.) setzt, wonach die Bestände der Orden ze. ꝛc. zu bemessen sind, nach einer Erwiderung des Abg. Heinzer— ling gegenüber dem Abg. Franck, welcher letztere eine solche dem Gesetze gegebene Rückwirkung für unzulässig hält. Art. 5 wird ohne Debatte angenommen. Das Gesetz über das Besteuerungsrecht der Kirchen und Religions- Gesellschaften wird nach kurzer Debatte in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen. Auch bier stimmen die drei Ultramontanen gegen die einzelnen Artikel. — 9. Oct. Die heutige Sitzung der zweiten Kammer wurde in der Hauptsache von der vielbesprochenen Vorlage der Regierung über den Wiederaufbau des hiesigen Hof⸗ theaters in Anspruch genommen. Der Finanzausschuß hat beantragt: 1) die Vorlage der Regierung zwar abzulehnen, 2) dagegen die Bereitwilligkeit auszusprechen, sobald die Regierung den Ständen durch Vorlage eines in den nach⸗ stehend angegebenen Grenzen sich bewegenden, detaillicten Bauplans und Voranschlags ermöglicht haben werde, die Höhe der erforderlichen Summen zu bestimmen: A. zum Wiederaufbau des Theaters in den Grenzen des Umfanges und des Bestandes, den es hatte, die nach Verwendung der Brandentschädigungssumme nötbig bleibenden Baukosten aus Siaatsmitteln zu verwilligen; B) sodann beizustimmen, daß a) zur Ausfübrung der in dem Gutachten der Sach— verständigen vom 30. Dezember 1873 projeclirien Ver⸗ besserungen, d) zum Neubau eines Decorationsmagazins die nöthigen Mittel aus den Fonds zur Ergänzung des großherzogl. Familien⸗Fideicommisses entnommen werden. Gegenüber diesem Antrag beantragt Abg. Goldmann: 1) Ablehnung der Regierungsvorlage; 2) dagegen für den Wiederaufbau des Theaters in den Grenzen des Umfangs und Bestandes, den es halte, jedoch mit Ausfübrung der in dem Gutachten der Sachverständigen vom 30. Oez. 1873 projectirten Verbesserungen, die Summe von boͤchstens 975,000 fl. unter Aufrechnung der Brandentschädigungs— summe aus Staalsmiiteln zu dewilligen; 3) sodann bei— zustimmen, daß zum Neubau eines Decoralionsmagazins die nötbigen Mitiet aus dem Fonds zur Ergänzung des Familien⸗Fideicommisses entnommen werden. Abgeordneter d. Rabenau beantragt: Die Vorlage der Regierung abzu— lehnen und erst dann auf den Gegenstand zurückzukommen, wenn der Nachweis geliefert wird, daß bei einer Ver— gebung des Wiederaufbaues in den Grenzen und dem Bestande des früheren Umsangs an den Wenigsinebmenden die Brandentschädigungogelder im Betrage von 471,000 fl. nicht austeichen. Schröder will unter Ablebnung der Re— glerungsvorlage 2) die Bereitwilligkeit ausgesprochen baben, der Regierung nach Vorlage eines delaillerten Bauplanes und Voranschlags eine der Finanzlage des Landes en st— sprechende Pauschsumme ein für allemal zu bewilligen, „ womit, unter Hinzunahme der ausstehenden Brandent: schädigung etwa auf dem Wege der Submission das Theater in seinen alten Grenzen und seinem früheren Be— flande wieder aufgebant werden kann: dagegen 3) die Berwilligung der Mittel zum Neubau eines Decorations- magazins abgelehnt wissen. Nach beinahe vierstündiger Debatte wird die Regierungs vorlage einstimmig, der An- trag Goldmann gegen 2 Stimmen abgelehnt; sodann der Antrag des Ausschusses mit dem Zusatze bei 2:„ohne die Rechtsfrage zu präjudiciren“, mit 39 gegen 10 und bezw. 38 gegen 11 Stimmen angenommen, womit die Anträge Schröder und Rabenau erledigt sind. Für die von dem Ministerpräsidenten in erster Linie aufrecht erhaltene Re⸗ gierungsvorlage erhob sich keine Simme; für den Antrag Goldmann nur die des Antragstellers und des Abg. Stüber; für den Annag des Finanzeusschusses sprachen Weber (Darmstadt), Königer, Buff, Becker, Welcker und schließlich Dernvdurg als Berschterstauer. Für den Antlag Schröder traten außer dem Antrage Schaum und List ein. Der Antrag v. Rabenau ward nur vom Antragsteller unter nützt. Abg. Frauck wollte die Rechtsfrage dahin ent scheiden, daß nur der Familien- Fideicommiß Fonds ver⸗ bunden erachtet werden könne, und desbalb die Regierungs— vorlage vorerst und dis dahin abgelehnt wissen, daß die Regierung eine Vorlage macht, wonach der Aufbau aus jenem Fonds erfolgen soll. Er erklärt zugleich, daß er den Theateraufbau allerdings wolle und bei der neuen Vorlage sich Prüfung vorbehalte, ob Billigkeits-Gründe für einen Zuschuß aus Staatsmitteln wegen zu großer Belastung des Fonds sprechen. Er und seine zwei Ge— nossen stimmten gegen den Antrag des Finanzausschusses. Darmstadt. Die Regierung hat die Ermäch— ligung nachgesucht, den hessischen Beamten und Be— diensteten der Main⸗Neckar⸗Eisenbabn für 1874 und, für den Fall, daß bis dahin die Verhand- lungen mit Preußen und Baden wegen einer gleichen Besoldungs Norm noch nicht zum Ziele geführt haben, auch für 1875 eine provisorische Zulage von ein Sechstel ihres Gehaltes, wie den übrigen Civil-Staatsdienern, zu gewäbren. — Am 16. Sept. wurde dem Brigadier zu Pferd, Johannes Thomas Felsing, das silberne Kreuz des Philipps Oldens; am 4. Oct. dem Director der Feuerwehr in Mainz, Mathias Weiser, das Ritterkreuz 2. Classe des Ludewigs- Ordens; den Brandmeistern bei der Feuerwehr in Mainz, Heinrich Johannes Reiff, Philipp Ernst Schmitt, Heinrich Vögler II., Carl Heininger, Joseph v. Zabern und Johannes Friedrich Hock, das Ritterkreuz 2. Classe des Philipps Ordens; den Spritzenmeistern bei der Feuerwehr in Mainz, Joseph Bambach, Caspar Gruber, Johannes Sautier und Jacob Knoob, dem Sapeur Joseph Vorschmitt und dem Schlauchführer Johannes Dinges, das allgemeine Ehrenzeichen mit der In— schrift:„Für Verdienste“ verliehen. — Post-⸗Personalnachricht. Der Postsecretär Wernicke in Mainz wurde nach Forst i. L. ver; setzt. Angestellt wurden: der Militär- Anwärter Christian Metzger als Stadt-Postbote in Mainz und der Militär⸗Anwärter Caspar Lamp als Post— Packetträger in Darmstadt. — Die großh. Regierung hat den Dircetionen der Gerichte und Sparkassen die oberhessischen Eisenbahn⸗ Aktien als nicht pupillarisch(zur Au- legung von Mündelgeldern ungeeignet) sicher be— zeichnet. Berlin. Graf Arnim ist auf seinen auf Krankheit gestützten Entlassungsantrag von den beiden gerichtlichen Physikern ärztlich untersucht worden. Das Resultat ist noch nicht feststehend. — Graf Arnim hat sich darauf gefaßt zu machen, daß sein Unterschlagungs-Proceß eine für ihn höchst unliebsame Erweiterung erfährt. Man wird ihm vorwerfen, er habe Staats-Geheimnisse verrathen. Der Reichskanzler Fürst Bismarck würde nie und nimmer mit so schwerem Geschütz gegen den Ex-Botschafter vorgegangen sein, wenn er nicht genau wüßte, daß der Criminal- Richter ihm Recht und dem Grafen Unrecht geben muß. Was ihm zur Last gelegt wird, rechtlich nicht fraglich sein, es müssen Thatsachen vorliegen, welche Arnims Schuld unzweifelhaft erscheinen lassen. — Wie die„Spen. Zeitung“ hört, soll auch das Kammergericht den Antrag des Grafen Arnim auf Entlassung aus der Haft zurückgewiesen haben. — Staatssecretär v. Bülow ist am 9. dieses hier eingetroffen und hat die Geschäfte des aus— wärtigen Amtes wieder übergommen. Ueber die Rückkehr des Fürsten Bismarck sieht zur Zeit noch nichts fest. Köln. Am 9. d. ist unser Erzbischof nach mehr ale neunmonatlicher Haft wieder in Freiheit gesetzt worden. Die ganze Straf- Summe betrug 10,000 Thaler zu deren Deckung 9000 Thaler Gehalt, die Versteigerung seines Mobiliars und die Gefängnißhaft ausreichten. Trier. Gegen das die Freilassung des Bischofs Eberhard verordnende Urtheil des hiesigen Zuchtpolizeigerichts ist von Seiten der Staatsbe— hörde die Appellation angemeldet worden, so daß die Ausführung des Urtheils für jetzt unterbleibt. Dresden. Beide Kammern des Landtages hielten ihre Schlußsitzungen. Am 10. d. erfolgte der feierliche Schluß des Landtages durch den König in dem hiesigen Schloß. Eisenach. Zu den Verhandlungen der Social-Politiker sind zahlreiche Theilnehmer einge troffen, darunter die Professoren Nasse, Held, Sybel(Bonn), Wagner(Berlin) und Frhr. v. Roggenbach. München. Die„Neuesten Nachrichten“ schreiben: Glaubwürdigen Nachrichten zufolge ist die Mittheilung, daß der Uebertritt der Königin— Mutter bereits stattgehabt habe, nicht begründet. Auch der früher als Termin dieses Ereignisses angegebene 15. October soll, wie es heißt, nicht eingehalten werden, sondern die Conversion soll erst in der letzten Woche des October stattfinden. Seit vorgestern befindet sich die ältere Schwester der Königin-Mutter, die Prinzessin Marie Elisabeth von Hessen, eine treue Anhängerin des protestan— tischen Glaubens, in Hohenschwangau. Briefe des deutschen Kaisers an den König von Bayern und die Königin-Mutter dürften Vorstellungen gegen den Conftssionewechsel derselben enthalten. Ausland. Schweiz. Bern. An 9. d. ist die Unterzeich nung des Postunionsvertrages erfolgt. Nachmitlags faud noch eine Schlußsitzung statt, in welcher zunächst Bundesroth Borel in einer Ansprache die Bedeutung des vollendeten Werkes hervorhob, die der Ausdauer der Mitglieder zu verdanken sei. Sodann nahmen noch der englische Delegirte, der deutsche General Postmeister Stephan und die Delegirten von Amerika und Spanien das Wort. — 10. Oct. Ein Schlußprotokoll des Welt postcongresses erklärt den unterzeichneten Unions vertrag für obligatorisch, auch für den Fall, daß Frankreich nicht beitritt. Frankreich Paris. Die Convention, betreffend die Abgrenzung der elsaß lothringischen Bischofs⸗Diöcesen, ist im Ministerium der aus- wärtigen Angelegenheiten durch die französischen und deutschen Commissäre unterzeichnet worden Großbritannien. London. Der„Globe“ enthält eine Depesche aus Shanghai, wonach der Krieg zwischen China und Japan erklärt ist. Anderweite Bestätigung fehlt noch. — In dem Meeting der Grubenarbeiter- Association am 9. dieses wurde beschlossen, den Grubenarbestern von Vigan die Annahme der Lohnreduetion um 10 Procent und die Wieder— aufnahme der Arbeit zu empfehlen, andernfalls denselben eine Unterstützung zu versagen. Die Grubenbesitzer Wakefield haben 6000 Arbeiter entlassen, welche eine Herahsetzung der Löhne um 20 Procent ablehnten. Weitere Entlassungen stehen noch bevor. Beiderseits wurde die Ent, scheidung eines Schiedsgerichts abgelehnt. Glasgow. Ueber das Protestanten-Meeting ist am 7. d., Folgendes zu melden: Die erste Resolntion wurde von Begg begründet. Derselbe hob hervor, daß die Durchführung des ultramon⸗ tanen Princips alle politischen Interessen der römischen Kirche unterordnen, die Zerstörung aller politischen Freiheiten herbeiführen und die Errungen— schaften der Reformation in Frage stellen würde. Der Krieg von 1870 habe unzweifelhaft auf die Erdrückung des Protestantismus in Deutschland und seiner stärksten continentalen Veste abgezielt. Nach dem Siege Deutschlands beabsichtige der Vatican jetzt die Wieberherstellung seiner Macht- stellung und werde die Wieder aufrichtung der päpstlichen Souveränetät darch Waffengewalt ver⸗ suchen, sobald die Monarchie in Frankreich und vielleicht in Spanien errichtet sei. Die voraus⸗ sichtliche Bekämpfung des Versuchs durch Deutsch⸗ land und Italien würde einen europäischen Krieg herbeiführen. Redner schloß mit der Aufforderung, die Schotten und Engländer möchten vereint der römischen Invaston entgegentreten. Newdegate, die zweite Resolutian begründend, sprach seine Bewunderung für die Weisheit des deutschen Kaisers und die Talente Bismarck's und Moltke's (des„Fürsten der Strategen“) aus und forderte die Schotten und Engländer auf, das Parlament im Interesse der britischen Unabhängigkeit zum praktischen Ausdruck der Sympathie mit Deutsch⸗ land gegenüber dem Ultramontanismus zu ver⸗ anlassen, Einhelligkeit in die Politik der beiden großen Reiche zu bringen.(Beifallssturm.) Die übrigen Redner sprachen in ähnlichem Sinne. Spanien. Madrid. Die Regierungs⸗ Truppen unter Befehl des Generals Laserna haben am 8. d. die Bewegungen gegen La Guardia am Ebro, wo sich die Carlisten concentrirt haben, be⸗ gonnen.— Es bestätigt sich, daß der spanische Gesandte in Paris neuerdings eine Beschwerde— Note wegen der Begünstigung der Carlisten an der französischen Grenze überreicht hat. Amerika. Washington. Gegen die Liga der Weißen sind gerichtliche Verfolgungen vor dem Zuchtpolizeigericht angeordnet. Eben so soll gegen die Mormonen wegen Polygamie nach dem Gesetz der letzten Congreß-Session vorgegangen werden. N Aus Stadt und Land. Friedberg. Das Beispiel des kaiserlich deutschen Kronprinzen, der seine beiden Söhne auf das Gymnasium nach Kassel geschickt, hat in hohen Kreisen Nachahmung gefunden. Der Erbprinz von Reuß j. L. ist in Leipzig, um am Nicolai Gymnasium daselbst seine weitere Aus— bildung zu empfangen. Ein Sohn des Prinzen Alexander von Hessen wird, wie bereils gemeldet, vom nächsten Semester an das Kasseler Gymnasium besuchen. Ockstadt. Am 10. d. M. war dahier Wahlschlacht; zwar. „Ahnungsgrauend, sodesmuthig „Traten wir den Wahltag an;“ doch nach„vielem Getrommel wenig Soldaten!“— Der seitherige Herr Bürgermeister Gröninger, der sein Amt schon 22 Jahre verwaltete, ward mii Sieg gekrönt. Während für seine Person sich 100 Stimmen summirten, erhielt der eine der beiden Gegencandidaten 17, der andere trotz den Empfehlungsplacaten, die mit„Viele Wähler!!!“ unter⸗ zeichnet waren, nur 15 Stimmen. Nafürlich ermangelte es nicht der üblichen Ovationen: 3 Ehrentannen, Vocal⸗ und Instrumentalmusik, Toaste ꝛc. trugen ihr Möglichstes dazu bei. Hoffentlich wird der Wunsch des Herrn Bürger⸗ meisters und der„meisten Wähler“, dahingehend, daß zwischen Bürgermeister, Gemeinderath und der ganzen Gemeinde ersprießliche Einhelligkeit herrschen möchte, sich realisiren. Nicht unerwähnt bleibe, daß das Verhalten sämmtlicher Wähler vor und an dem Wahltage ein mußerhaftes war. Dorheim, 11. Oct. Bei der gestern dahier stattge⸗ habten Bürgermeisterwahl wurde Christian Martin Zerb, Candidat der Fortschrittspartei, mit großer Majorität zum Bürgermeister gewählt. Abends fand zu Ehren des neuen Bürgermeisters ein Lampionszug mit Illumination und Ständchen statt. Darmstadt. Der erste Präsident der 1. Kammer Graf zu Erbach-Fürstenau hat insolge seiner Erkrankung das Präsidium der ersten Kammer vorläufig dem Grafen Görtz, dem 2. Präsidenten, übertragen. Darmstadt. In der Versammlung der Stadtver⸗ ordneten beschloß man einstimmig Concurrenzausschreiben bezüglich der mit 8000 Mark dotirten Bürgermeisterstelle, der Endtermin der Anmeldung soll der 15. October sein. Darmstadt. Während des Jahres 1873 waren im Großherzogthum 387 Bierbrauereien im Betrieb gegen 439 im Jahre 1872, so daß also 52 Brauereien den Betrieb einstellten. Die Gesammteinnahme von Bier(im Inlande gebrautem und eingeführtem) betrug im Jahre 1873: 248,908 Thlr. 19 Sgr. gegen 285,029 Thlr. 15 Sgr. im Vorjahre, so daß sich ein Minus von 36,120 Thlr. 26 Sgr. ergibt. Darmstadt. Am Schlusse des vorigen Jahres waren im Großherzogthum im Ganzen 1018 Branntwein⸗ brennereien vorhanden, nämlich 208 in Städten und 810 auf dem Lande. Davon waren 444 im Betrieb gegen 414 im Jahre 1872. Die Branntwein⸗Einkommensteuer betrug im Ganzen 125,350 Thlr. 19 Sgr. gegen 10,876 Thlr. 4 Sgr. im Vorjahre, also ein Plus von 23,474 Thlr. 14 Sgr.— Die Rückvergütungen betrugen 13,094 Thlr. 21 Sgr., so daß 112,225 Thlr. 27 Sgr. bleiben, zu welchen noch an Uebergangsabgaben und an Eingangszoll für eingeführten Branntwein 13,965 Thlr. 3 Sgr. kommen, so daß die Gesammteinnahme vom Branntwein 126,221 Thlr. 2 Sgr.(19,776 Thaler 13 Sgr. mehr wie im Jahre 1872) betrug. Heppenheim. Am 9. d. erschoß sich ein junger Mann in einem Wingert in der Nähe unserer Stadt nach⸗ dem er sich zuvor schon 3 Messerstiche beigebracht hatte. Aachen. Nin, deen in kl 1 lnamontane 462 Haren in pe immlen. Anal Libere Pofandes fin! wählt. Crefelb. Augwößnlich e. tis J vollstand Athelt aus gel Ton einem Fels A% bl Mallet dem Dulchwache Ungewöhnlich e Tea Stiten Papendu kilet harten P eitung“ reid lich:„Heut schwarze Kaf gur Ehe über gehangen werde Leipzig. solgende(buch Jusgestellt:„a t. N. Jsache 8 Bei d wosung wu 100 f Ober⸗Erl. sieser Ob Mauü gad Tage an die Ober⸗E Groß Verste 601 Dienste uhr, sollen bhler nachfe Reistbietend Jerden: Roßgan, — 90 leber das Motiv erfährt man, daß derselbe ein Verhältniß 1 mit einem jungen Mädchen gehabt habe, der Vater des dur de„%— aber eine Verbindung Beider nicht habe zugeben vertim der 0 ö 0* N Nundd Zwingenberg. Der diesjährige Most findet raschen * galt, Absatz und stellt sich dermalen der durchf i i 6 e fun e 436 fl. der durchschnittliche Preis 5 Offenbach. Man einigte sich in der ersten öffent⸗ ung eines Magistrats abzusehen. meisters wurde auf 7200 Mark fixirt Stelle öffentlich auszuschreiben. Offenbach. Am 7. d. fand Altkatholiken unter Assistenz eines Mainz. Das Resultat der Wahl ieten ist folgendes: Nationalliberale sind Ultramontane 14, Demokraten 4. gewählt lümmten. 8 lichen Sitzung der Stadtverordneten dabin, von der Bild— Der Gehalt des Bürger— und beschlossen die bier das Begräbniß eines evang. Geistlichen statt. der Stadtverord— le 19, Stimmberechtigt waren 152, biervon gebindert an der Wahl durch Steuer- Rück⸗ ständigkei: ungefähr die Hälfte, von welcher 1224 ab⸗ Die absolute Majorilät liegt auf Seite der National-Liberalen; 12 Miiglieder des seitherigen Stadt— merkwürdigen orthographischen und stilistischen Räthsels wird nun zwar der scharfsinnige Leser ohne große Mübe finden, doch sei dieselbe der Vervollständigung wegen gleich mit beigefügt. Der weise Dorf-Solon wollte einfach sagen: „Ich altestire, daß der Gensdarm N. N. 3 Vagabonden eingebracht bat.“ Traurig an der spaßbaften Geschichte ist nur, daß dieselbe im Jahre 1874 passirt ist. Berlin. Der Militär-Etat für 1875 wird, soweit sich bis jetzt übersehen läßt, etwas über 109,000,000 Thlr. verlangen. Berlin. Die aufmerksamsten Zuschauer bei den Herbst⸗ Manövern der deutschen Truppen waren die französischen Offiziere. Mit klugem, sachverständigem Auge sind sie der neuen Tactik in Folge der Kriegserfahrungen gefolgt und haben sich von der vollen Schlagfertigkeit und Tüchlig— der Deuischen überzeugt und in diesem Sinne daheim berichtet. Die Franzosen haben daraus die Moral ge— zogen, daß die Zeit der Revanche vertagt werden muß. Berlin. Das„Berliner Fremdenblaut“ hatte den heimkehrenden Nordpolfahrern einen Berichlerstalter ent— gegengeschickt. Als dieser mit der Mannschaft des„Tegel— 1 Ocrselgungen st, 61 Malter schöne, meblige, von der Krankheit oder r Iden so em Durchwachs nicht die Spur zeigende rothe Kartoffeln. Aaemit 18 Ungewöhnlich reiche Erträge werden auch von verschiedenen ana nderen Seiten mitgetheilt. orgegangen Papenburg in Hannover. Hier scheinen Ehelustige iner harten Prüfung entgegen zu gehen. Die ir Ehe übergehen wollen, in gesetzmäßiger Weise auf sehangen werden müssen, befestigt.“ Leipzig. Von einem Ortsrichter tt Aus⸗ zusgestellt:„Igad des Thiere das der Schand Aran f. N. Zsache Bund eingebracht bat.“ on einem Felde, welches einen preußischen Morgen groß Ems⸗ „ kitung“ schreibt nämlich in ihrer neuesten Nummer wört— ich:„Heute wurde am biesigen Magistraisgebäude der pwarze Kasten, worin künftighin die Verlobten, welche in der Nähe ward pigende(buchstäblich wiedergegebene) amtliche Bescheinigung Darm! vor dem Kriege. Die Lösung dieses speciellen Hotels, wo sie nicht allein deutsch sprechen können, Borstandes sind(auf national liberaler Seite) wieder— hoff“ sich unterhielt und a. A. einen zu dieser gehörigen gewählt. Tyroler fragte, welchen Eindruck denn die arklische Zone mit ihren Wundern und Schrecknissen auf ihn gemacht Allerlei. babe, faßte der brave Sohn der Berge den gehabten Ge⸗ 8 2 5 ammteinoruck seiner zweijähri Erlebnisse in die schöne Crefeld. Daß die diesjährige Kartoffelärndte Aue 7755 e e ee 1 95 50 f Anwort zusammen:„Im Eismeer ischt's wüscht.“ ungewöhnlich ergiebige, die fruchtbaren Jahre von 1840 1 18 0 85 is 44 vollständig erreichen de, wenn nicht eübertreffende ist, 5 rhellt aus Folgendem: Ein biesiger Oeconom erzielte Berlin. Man schreibt dem Berliner„Börsen-Courier'“, aus Paris:„In den meisten größern französischen Orten sondern auch deutsche Küche erhalten und nach deulscher Art bedient werden.“ Paris. Wie die jüngst abgehaltene Volkszählung dargethan, haben von den überhaupt 1,85 1,790 Bewobnern der sranzösischen Haupistadt nur 642 718, also nur wenig über ein Dritttheil, in der Riesenstadt selbst, fast zwei Drittel aber außerhalb derselben das Licht der Welt er— blickt. Unter den, etwa ein Zwölftel der Gesammtzahl ausmachenden Fremden, d. b. Nichtfranzosen, nehmen dem Reichthum nach zwar die Engländer, der Anzahl und der Intelligenz nach aber die Deuischen die erste Stelle ein. Allein von Angehörigen des Deutschen Reiches(also obne die Deutsch⸗Oesterreicher, Deulsch-Ungarn und deutsch reden⸗ den Schweizer) haben 47,354 in Paris ibren Wohnsitz; d. i. nahezu wieder die gleiche Anzahl, wie vor der Aus- treibung im August 1870. Die Sehnsucht dieser„Deut- schen“ nach den Fleischlöpsen der Seinestadt muß doch sehr groß, und bei nicht Wenigen von ihnen jedenfalls größer als ihre Ehrliebe sein, wenn sie nach den jene Austreibung begleitenden Schmachscenen freiwillig wieder zum Schau⸗ platze jener Insulten zurückkehren! Sollten diese„Söhne Germaniens“ denn nicht innerhalb ihres Vaterlandes Ge— legenheit zu fruchtbringender Verwendung ihrer Geschick⸗ lichkeit und Kenntnisse finden? Handel und Verkehr. Grünberg, 10. October. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 12 fl. 39 kr.; Korn(90 Kilo) 9 fl. 18 kr.; Gerste(80 Kilo) kann man wieder deutsch sprechen und wird deulsch ge— sprochen. Leute der gebildeten Klasse, die sich jetzt so sehr dem Studium der deutschen Sprache hingeben, verlangen sogar sebr oft, wenn sie mit Personen, die einen deutschen Accent haben, zusammenkommen, sie möchten doch deulsch spieten. In den öffentlichen Concerten des Tuiserien und Palais Royn⸗Gartens, des Parcede Monceaux, in welchem sogar ein Punkt seitens der Habitués„Le coin des Allemands“ gelauft ist, bört man sehr viele Personen deutsch sprechen. Die großen Magazine haben wieder ihr„Man spricht deuisch“ ö angebracht. Ja selbst das bekannte Magazin„Zum großen Preußenkönig Friedrich“, Faubourg Saint Honoré, hat wieder sein altes Rococoschild angeheftet. Deutische Schneider, Schuhmacher, Mösoelschreiner sind wieder in! Masse installirt und deutsches Bier mundet ebenso gut wie Die Deutschen haben seit Jahren ihre 8 fl. 37 kr.; Hafer(60 Kilo) 6 fl. 5 kr.; Molter (90 Kilo) 8 fl. 30 kr.; Erbsen(10 Kilo) 12 fl. 15 E; Linsen(100 Kilo)— fl.— kr.; Samen(90 Kuo) 13 fl. — kr.; Kartoffeln(100 Kilo) 1 fl. 45 kr. Frankfurt, 10. Oct. Der heutige Heu- und Strob⸗ markt war gut befahren. Heu kostete per Cir. 2 fl. 12 kr. bis 3 fl. Sitoh per Centner 1 fl. 30 kr. bis 1 fl. 40 kr. Butter 1. Qual. 46 kr., 2. Qual. 42 kr., Eier das Hundert 3 fl.— kr. Kartoffeln per 200 Zoll⸗ pfund 2 fl.— kr. Marnz, 10. Oct. Productenmarkt. Waizen per Nov. 11 fl. 45 kr., per März 20 fl. 10 kr., per Mai 20 fl. 10 kr. Korn per Nov. 9 fl. 33 kr., per März 16 fl. 35 kr., per Mai 16 fl. 30 kr. Hafer per Nov. 10 fl. 33 kr., per März 18 fl. 35 kr., per Mai 18 fl. 35 kr. Rüböl per Oc. 7 fl. 15 kr., per Mai 32 fl. 15 kr. Raps per April 29 fl. 45 kr. 41 Obligations-Verloosung. 308 Bei der heute stattgehabten Obligations ⸗Ver⸗ 3060 Zum Erlaß vom 8. d. N hosung wurden die Nr. 51 zu 200 fl. und Nr. 94 zu dem ernannten Massecurator Iflan 100 fl. von den Partial⸗Obligationen der Ober⸗Erlenbach zur Rückzahlung gezogen. de Beträge bis zum 1. Jemeindekasse in Empfang zu nehmen, indem von diesem Tage an die Verzinsung aufhört. Ober⸗Erlenbach am 30. Juli 1874. Möglich. 5 8 9 g Versteigerungs⸗Anzeige. 4 Dienstag den 13. Oktober d. J., Nachmittags Uhr, sollen in der Wohnung der Th. Lotz Wittwe Mhier nachfolgende Gegenstände erbtheilungshalber neistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden: 7 Roßgang, 2 dunkelbraune ostfriesländische Stuten, 5 Jahre alt, fehlerfrei, zugfest ein- und zweispännig gefahren, 1 Victoriawagen, 1 Schlitten, mehrere Oeconomiewagen, Wagengeschirre, l. Oekonomiegeräthschaften und sonstiges verschiedenes Hausgeräthe, sowie eine Anzahl Pfauen, Hühner und Tauben. Gießen den 6. Oktober 1874. f. Großherzogliches Ortsgericht Gleßen. Lüdeking. 8 6 1 Immobiliar-Versteigerung. 0 Mittwoch den 14. Oetober d. J., Vormittags Chaisengeschirre und 1 Ak 1 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause auf freiwilligen trag die Hofraithe und Scheuer nebst Güterstücken ie Bäckermeisters Carl Stelz nochmals öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 8. Oktober 1874. d f Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Gefunden. Auf der Chaussee zwischen Bad Nauheim und Friedberg 1 ein Sack mit Aepfeln. Der Eigenthümer kann sich dahier melden. Babd⸗ Nauheim den 9. Oetober 1874. 1. Großherzogliche Polizei- Verwaltung. 81 6 Gleim. 25 Ter obere Stock meines Hauses Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Erlenbach. Bekanntmachung. M. wird bemerkt, Geld ⸗Ausleihung. 0 d nur die Verwalt⸗ 2974 Ende 1874 können verliehen werden: Gemeinde ung des kaufmännischen Theils der Apotheke zusteht, n. Die Jababer während die übrige Verwaltung vor wie nach unter deser Obligationen werden hiermit aufgefordert, gegen Verantwortlichkeit FJückgabe derselben und der nicht fälligen Zinscoupons fortbesteht. November 1874 bei hiesiger a) aus der evang. Kirchenkasse zu Holzbausen v. d. H⸗ 2550 fl., des Hofapothekers Sturmfels] d) aus dem evang. Freischulfonds daselbst 1280 fl. [Holzhausen den 2. Oktober 1874. ae 2. 1 7 55 1874. ö Kolb, Kirchen- und Schulrechner. Hroßherzogliches Landgericht Friedberg./ W= T dT J. U. d. PFE Allwohn, Landgerichts-Assessor. 12 8 2 2 8 N 1 1 Mert 129 9 cl. Immobiliar-Versteigerung. 15 Fen de Onig 2 3063 Montag den 19. October l. J., Vormittags 1100 181 5 8 5* 1517 von L. W. Egers in Breslau ist 8 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf freiwilligen An- Philipp Engel I. die nachgenannten Immobilten noch— mals an den Meistbietenden versteigert werden. Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 1. 26. 142,7. Grabgarten in der Stadt, 1. 25. 137. Grasgarten daselbst, 5. 113. 141. Grabgarten am Mainzerthor. Friedberg den 12. October 1874. trag der Erben des verstorbenen hiesigen Bürgers Johann& allein ächt zu haben bei Jos. Hoffmann 2 in Friedberg. 8 Ver 3047 Freitag den 16. Oktober, Morgens 9 Uhr, lassen Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. o ear. Versteigerung. Donnerstag den 15. Oktober, Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Gartenhaus des Herrn Dlouhy in der Vorstadt zum Garten nachverzeichnete Gegenstände gegen gleich baare Zahlung meistbletend versteigert werden: f e ist zu vermiethen Carl Reuß. C N N N Mehrere hundert Topfpflanzen, 1 Mirnbaum⸗Stamm, 2 Meter lang und 75 Centi— meter Durchmesser, 1Heichener Eckschrank mit Pult, 1 Ambosklotz, 1 Marktstand, 18 Stück neue Mistbe t-Fenster, 1 Deeimalwaage, 1 Centner Tragkraft, Packkisten, Einmachfässer, 2 steinerne Trög, noch gutes Clavier, 1 Tafelwaage und sonstige Gartengeräthschaften. Friedberg den 8. Oktober 1874. In Auftrag: Schwarz, Hoftaxator. Für Bergleute und * Brunnenmacher. 3054 Es wird ein sachverständiger Mann gesucht, welcher einen seit 3 Jahren neu gemachten, 43 Fuß liefen Brunnen tiefer machen kann, um hinreichendes Wasser zu schaffen. Näheres recht bald zu erfragen bei C. B. 3052 die Gebrüder Grödel wegzugshalber nachstehende Gegen— stände unter den vorher bekannt gegebenen Bedingungen öffentlich meistbietend versteigern: f 1 neuen zweispännigen schweren Wagen, gußeisernen Kessel, alte Eisenbahnschinenstücke, transportablen Herd, eine große Parthie altes Eisen und Rohren,] Kelterschlussel, 1 Schnitzbank, 1 Stoßkarren und zwei Räder, 2 Schwungrader, 1 großes Regenfaß und sonstige Faͤsser und Bütten, 1 Parthie Sandsteinplatten, 1 Parthie eichene Stollen, 1 Parthie Taunen-Brenn- und Nußzholz, Bretter, Sparren, Latten ꝛc., mehrere rohrgeflochtene Banksitze, 1 Hundehütte, 1 große Parthie Militär— Bettstellen mehrere Schubladenregale, 1 Parthte Krüge und Flaschen u. s. w Friedberg. 1 alten In Auftrag: Jos. Butz bach, Auetionator. Fuhrmann. 2966 Die Fauerbacher Basalt-Bruch-Gesellschaft sucht einen tüchtigen Mann, der die Fuhren im Steinbruch und zur Eisenbahn besorgen und in den Pausen im Steinbruch arbeiten kann. Eine zweispännige Kalesche 3022 ist wegen Mangel an Platz billig zu verkaufen. Stelzengasse Nr. 1 in Frankfurt a. M. Ein auch zwei Ackerbauschuͤcer 3050 Eichelmann, Fäberei Berstadt. finden Logis bei Verwalter Sommerlad in der Burg. P K 3 — ͤů— Kirchen-Concert zum Besten der Meininger Brandbeschädigten in der Stadtkirche zu Friedberg. Sonntag den 25. October, Nachmittags 3½ Uhr, ausgeführt von dem hiesigen Organisten Herrn Taub⸗ stummenlehrer Schneider und Fräulein Pauline Bechthold aus Friedberg, unter gefälliger Mitwirkung des Herrn Musiklehrers Fritsch aus Darmsladt, sowie einiger hiesiger bewährter Dilettanten. Programm. ee far die Orgel E. F. Richter. „ 2.„Hoͤre Israel“, Arle aus„Elias“ für Sopran F. M. Bartholdy. „ 3. Romanze für Piston und Orgel d „ 4.„Drum sing ich meinem Liede“, für Sopran und Tenor F. M. Bartholdy „ 5.„Abendlied“, Cello-Solo mit Orgelbegleitung. FF Schumann „ 6.„Abend⸗Elegie“ für Sopran, Violin und Orgel. F. Lachner „ 7.„Präludium und Fuge“ für die Orgeln. J. S. Bach Beiträge werden in der Kirche entgegengenommen, jedoch dürfen diese nicht unter 6 Kreuzer betragen. NB. Um Druckkosten zu sparen, bittet man obiges Programm zu benutzen. Vorläufige Anzeige. Sonntag den 18. October in dem Saale der„Dre Schwerte re, Concert der Kapelle Schellhaas. Nach beendigtem Concert 1 Tanz. 55 Louis Klaus. Geschäfts⸗Eröffnung. 3047 Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich unter Heutigem an hiesigem Platze im Hause der Herren Fürth& Nauheim ein Pelz⸗, Hut⸗ und Kappengeschäft eigener Fabrikation errichtet habe. Mein eisrigstes Bestreben wird es sein, meine geehrten Abnehmer auf das Sorg fältigste zu den billigsten Preisen zu bedienen. Mit dieser Anzeige verbinde gleichzeitig die Mittheilung, daß ich fortwährend ein schön assortirtes Lager aller Sorten Pelzwaaren, als: Garnituren, Bettvorlagen, Jagd⸗ stauchen, Handschuhe, Besatz für Damenmäntel, sowie Hüte aller Fagons in Filz, Seide und Stoff, Kappen in allen nur möglichen Sorten vorräthig habe, Bestellungen rasch zue Ausführung bringe und Reparaturen jeder Art zur Zufriedenheit herstelle. Achtungsvoll g C. Kalbfleisch, Kürschner und Kappenmacher. Gesehäfts⸗Eröffnung. Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich unter'm Heutigen eine Filiale meines Engros-Geschäfts in allen Sorten Strick Garnen, sowie Mercerie- und Kurzwaaren unter meiner Frankfurter Firma J. Fuld⸗Mai am hiesigen Platze: Kreuz, Mettenheimers Apotheke, eröffnet habe. Meine Firma, die sich in Frankfurt a. M. schon lange Jahre hindurch als reell, zuverlässig und leistungsfäbig bewährt bat, wird auf das Eifrigste bestrebt sein, sich diesen soliden Ruf zu erhalten und die Zufriedenheit aller resp. Kunden zu erwerben. J Fuld⸗Mai. 4˙%½% unkündbare Pfandbriefe Uheinischen Hypotheken-Bauk zu Mannheim. Nach Erlaß des Großherzoglich Badischen Ministeriums des Großherzoglichen Hauses, der Justiz und des Auswärtigen d. d. 1. August 1872, G.-Bl. Nr. XXXII. S. 308, sind die Pfandbriefe für die Anlegung von Mündelgeldern geeignet. 3057 3066 3051 Die Pfanvbriefe können von der Bank und ihren Vertriebsstellen bezogen werden. Die Pfandbriefe zerfallen in Stücke von Thlr. 1000., Thlr. 500., Thhr. 200., Thlr. 100. Sie sind bis zum 1. Oktober 1876 unkündbar. Vom 1. Oktober 1876 an werden die Pfandbriefe innerhalb 36 Jahren durch Verloosung amortisirt. 1 Die Pfandbriefe sind mit halbjährlichen am 1. April und 1. Oktober zahlbaren Zins-Coupons versehen. Die Zahlung der Zinsen und der verloosten Pfandbriefe erfolgt bei allen Vertriebsstellen, insbesondere aber in Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Freiburg i. B., Constanz, Frankfurt a. M., Stuttgart und Basel(zum Tagescourse der Gulden). Zur Vertriebsstelle haben wir den Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein Friedberg ernannt. Rheinische Hypotheken- Bank. 3053 Der Liederkranz 3061 beabsichtigt im Winter 1874— 75 seine Abend⸗ unterhaltungen ze. ꝛc. im Hötel Trapp abzuhalten und zwar: Am 15. November Abendunterhaltung, am 26. Dezember(2. Weihnachtstag) Tanzkränzchen, am 1. Februar 1875 Fastnachts-Abendunterhaltung. Friedberg. Der Vorstan d. Turnverein Friedberg. 3045 In der heutigen Generalversammlung wurden die alljährlich zur Rückzahlung kommenden 10 Aetien vorsschriftsmäßig herausgeloost, nämlich: 9. 19. 85. 117. 165. 197. 223. 239. 283. 376. Die Besitzer derselben wollen gegen Rückgabe der Actien die Beträge bei dem Rechner des Vereins, Herrn Karl Hilbrecht, erheben. Gleichzeitig machen wir die Besitzer der noch nicht zur Rückzahlung gekommenen Aetien aufmerksam, daß für die verzinslichen Aetien gegen Vorzeigung der⸗ selben die neuen Couponsbogen bei dem obengenannten Rechner in Empfang genommen werden können. Friedberg den 7. Oktober 1874. Der Vo st a n Ackerbauschüler 3044 finden Logis in der Kaiserstraße. Näheres sagt die Exped. d. Anz. Unterricht 3043 in französischer und italienischer Coversations⸗ sprache. Sefällige Offerten unter J. J. befördert die Exped. d. Anz. Einen Schueidergesellen sucht zu sofortigem Eintritt K. H. Friedrich. Dr. med. Schott zu Bad⸗ Nauheim 3048 bei Herrn Maurermeister B. Schäfer, Fürsten⸗ stenstraße. Sprechstunde Morgens 8—9 Uhr. Ein schwarzer Jagdhund 3049 mit brauner Brust, auf den Namen Hector hörend, ist vor 12 Tagen entlaufen. Dem Wiederbringer sehr gute Belohnung. Butzbach, 10. Oktober 1874. A. Jo u tz. Versteigerung. 3064 Freitag den 16. Oktober, Nachmittags 2 Uhr, lassen wir ein schönes, ausgezeichnetes Zugpferd, 15 bis, 16 Jahre alt, nebst zwei gebrauchten, sehr aut erhaltenen und einem neuen schweren zweispännigen Wagen öffent⸗ lich meistbietend versteigern. Die Bedingungen werden bei der Versteigerung be⸗ kannt gegeben. Friedberg. Gebrüder Grödel. 3067 In meinem Hause, Nr. 277 in der Hauptstraße, ist eine freundliche Wohnung mit Zubehör sogleich zu vermiethen. Bad-Nauheim im Oktober 1874. Jacob Heß Wittwe. euer Obstgelee 2970(in vorzüglichster Qualltät) bei Wilh. Fertsch. 3055 Am 12. September wurde am Bahnhof zu Fried⸗ berg ein schwarzes Opernglas gefunden. Der Eigen thümer kann dasselbe gegen Erstattung der bis fetzt entstandenen Kosten bei der Exped. d. Anz. in Empfang nehmen. Nr. 3062 3046 Für die uns so vielfach bewiesene Theilnahme bei dem Ableben und der Beerdigung unseres unver⸗ geßlichen Töchterchens Marie unseren tiefgefühltesten Dank. Bad-Nauheim den(0. Oktober 1874. F. Schnittspahn, Landgerichts Assessor. Marie Schnittspahn, geb. Landau 9755 5 Kirchenbuchsauszug. Evangelische Gemeinde. 5 Getraute: 8. Oetober. Friedrich August Conrad, Barbier und Heilgehülfe, heimathberechtigt in Osthofen und wohnhaft dahier, Sohn des dahier verstorbenen Bürgers zu Oft⸗ hofen Philipp Conrad, und Maria Feldhaus, geb Lerche Wittwe des als Thürmer und Stadtmusikus in Alsfeld verstorbenen Bürgers zu Gießen Adolf Feldhaus. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 46 uuf Freitag. 12 Uhr und anhängig ger Toe angeseß zuschreiben, Fri — Dar mst ungeblan N. I. Instuct II. Oefen. Königliche pol lähfer Enisch ruht, dem& im l. Insante Bessungen füt gesahr volldra Müller aus E Enrinkens dat „dür Reuung III. Oree Gloßterzog 9 dem Oberfslien Mainz von W Ordens mu s IV. Name V. Dun Gloßhergog dem Lehter e Schulmerich, Lehrer an de Albert, die 12. Sepumd Orfengausen lle zu Kön dem 5