ra . m— Nu d. 2 Aiken & Stiefe allen Gtizn dich! — Usagast. — Ager d Negulateutt t ent ö Tukcurwolt R Volk. — irken d Bernbeck. in Fricdben eben, Nein 5% ber Let 40 titel a 3. N R 9* e 1874. Dienslag den 10. November. M133. ae Oberhessischer Anzeiger. Die VPetitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Amtlicher Theil. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Nr. 24. Protokoll, betreffend die Festsetzung der Dißcesangrenzen zwischen Deutschland und Frankreich, Seite 123. Bekanntmachung, betreffend das Verbot des Umlaufs der finnischen Silbermünzen, Seite 126. Betreffend: Vorkehrungen gegen Beschädigungen junger Obsibäume durch Schase und Wild. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Wenn auch nach Art. 12 des Gesetzes vom 26. Juli 1848 die Gemeinden und Jagdpächter verpflichtet sind, für jeden an Bäumen entstehenden Wildschaden zu haften, den Baumbesitzern sonach Schaden— ersatz in Aussicht steht, was solche zum Theile veranlaßte, keine Vor- kebrungen gegen solche Schaben an Obstbäumen zu utreffen, so gebietet doch die Erhaltung des Obstsegens und die Förderung der Obstcultur, die durch Wildschaden Jahrelang zurückgesetzt und unterbrochen wird, in Zeiten die Obstbäume vor solchem Nachtheile zu schützen, sie deshalb in angemessener Weise, insbesondere mit Dornen oder Stroh(gewickelte Strohseile) zu umgeben und zu um binden. Wir beauftragen Sie daher, die Besitzer von Obstbäumen in an— gemessener Weise zu Vorkehrungen gegen Wildschaden an solchen zu ver— Friedberg den 7. November 1874. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. anlassen, sie bierüber geeignet zu belehren, namentlich sie auch zu über- zeugen, daß sie durch solche Vorkehrungen das Interesse der ganzen Gemeinde und hiermit auch wieder ihr eigenes Interesse fördern, weil, wenn die Jagdpächter öfter nicht unbedeutende Summen für Wildschaden zahlen müssen, dies bei Wiederverpachtung der Jagden auf die Größe der Pacht- gelder einen wesentlichen nachtheiligen Einfluß haben wird. Aus diesem Grunde geben wir Ihnen auch noch besonders auf, die den Gemeinden gehörigen Obstbäume jedenfalls sorgfältig in der bezeichneten Weise verwahren und vor Schaden sichern zu lassen, wie das auch in vielen Gemeinden, was wir hiermit lobend anerkennen, bereits schon geschehen ist. e Betreffend: Die Unterhaltung der Ortsstraßen und Vicinalwege. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Nach§ 15 der Instruction für die Ausfübrung des Vieinalweg⸗ baues vom 11. Juli 1838, Int⸗lligenzblatt Nr. 27 von 1838, muß für Hauptreparatur der chaussirten Ortsstraßen und Vicinalwege, sobald an haltend feuchtes Wetter eintritt, gesorgt werden. Es gehört dahin Reinig— ung und Ausheburg der während des Sommers mit Gras oder Unkraut (namentlich auch Disteln) verwachsenen Gräben, Eröffnung der etwa verschlämmten Mulden, Dohlen und Brücken, Herstellung der beschädigten Böschungen mit Entfernung der Distelpflanzen und der beschädigten Fuß— pfade, öfteres Abziehen des Kothes der Fahrbahn und endlich das Eindecken derselben mit nach Vorschrift verkleinerten Decksteinen, sowie Friedberg den 7. November 1874. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Zusammenziehen dieser Decksteine, bis sie sich selbst festgesetzt und ein- gefahren haben. Wir geben Ihnen auf, sofort den Vorschriften entsprechende Anord- nungen zu treffen, namentlich auch für ungesäumtes Herbeifahren der Deck⸗ steine und Verkleinern derselben, womit noch eine große Zahl von Ihnen im Rückstande ist, zu sorgen, damit das Eindecken zeitig erfolgen kann. Wir erwarten, daß Sie nichts zur Erfüllung Ihrer Obliegenheiten in fraglicher Beziehung versäumen, die Bezirksbauaufseher werden ange⸗ wiesen, Nachlässigkeiten hierin zu unserer Kenntniß zu bringen, und haben Sie sich die Folge davon selbst zuzuschreiben. 8 Betreffend: Die Einführung der Reichsmarkrechnung, hier amtliche Ausgabe von Reductionstabellen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Wir machen Sie zur geeigneten weiteren Veröffentlichung darauf Friedberg den 7. November 1874. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. aufmerksam, daß in der unter 2 unseres Ausschreibens vom 16. September laufenden Jahres, Kreisblatt Nr. 112, bezeichneten„Tabelle zur Umrechnung der süddeutschen Währung in Reichswährung“ in der Verticalspalte 7, vierte Zeile von oben, statt: 6 fl. 3 kr. S 10 Mark 47 Pf. zu lesen ist: 6 fl. 3 kr. 10 Mark 37 Pf. r a Betreffend: Den Gesetzentwurf über die Ablösung der auf Waldungen haftenden Berechtigungen. Friedberg den 6. November 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Wald besitzenden Gemeinden. Den Ständen des Großberzogthums ist vor Kurzem ein Gesetzentwurf mitgetheilt worden, nach welchem alle auf eine Dienstbarkeit oder eine Reallast sich gründenden, auf Waldboden haftenden Berechtigungen zur Weide, zur Mast, zum Bezug oder Mitbezug von Holz oder Streu mit Ausnahme der als Besoldung zu gewährenden Holzbezüge demnächst der Ablösung unterliegen sollen. Wir beauftragen Sie nun, um einer Auflage Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 29. vorigen Monats, zu Nr. M. d. J. 12255, zu entsprechen, uns binnen drei Tagen anzuzeigen, ob und welche derartige Berechtigungen etwa auf den Ihrer Gemeinde angehörigen Waldungen haften und welchen ungefähren Werth dieselben haben. 7 F d p Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier. sungsblatt Nr. 53 enthält: 1. Gesetz, die Witlwen- und Waisenkasse der Volks⸗ sschullehrer betreffend. lehrer Dr. Franz Preiser zu Worms zum Lehrer an der Realschule zu Mainz, den Bau-Accessisten Julius Lehr von Gießen zum ordentlichen Lehrer an der Realschule zu Alzey, den Reallehter Johannes Eduard Würth zu Bingen zum Lehrer an der Realschule zu Friedberg und den Gymnasiallehramts-Accessisten, Ur. Carl Nies aus 11. Bekanntmachung Proßh. Ministeriums des Innern, Gießen zum Lehrer an der Realschule zu Bingen— am bie Statuten des Gewerbvereins für das Großherzogthum Hessen beireffend. III. Ordens verleihungen. IV. Erchächtigungen zur Annahme und zum Tragen sstemder. Orden. V. Namens veränderungen. VI. Otensinachtichten. Seine Königliche Hoheit der Oroßberzog haben allergnädigst geruht: am 12. October 30. October den Gymnasiallehramis-Accessisten Ur. Theo⸗ dor Friedrich Schweisgur aus Busenborn, im Kreise Schotten, zum Lehrer an der Realschule zu Darmstadt, den Schulamts-Aspiranten Heinrich Völsing aus Dams hausen, im Königreich Preußen, zum Lehrer an der Realschule zu Darmstadt, unter Belassung in der Kategorie der Volksschullebrer zu ernennen. Am 14. October wurde dem Pfarrverwalter Jacob Blankenberger die kattolische den Inspector ber Slabischulen zu Offenbach, Dr. Fried- Pfarrstelle zu Dalsheim, im Decanate Worms, übertragen. VIII. Cbaraktereriheilungen. Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 2. Oet, dem Musiklehrer au der Landes ⸗Univerfltät, Adolph Felchner, den Character als„Musikdirectot“ und am 16. October dem evangelischen Diakenus Meyer zu Fried⸗ berg den Character als„Pfarrer? zu verleihen. IX. Versetzung in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großberzog baben allergnädigst geruht; am 20. October den Lehrer an der ersten evangelischen Schule zu Vielbrunn, Lorenz Küßner, auf sein Nachsuchen in den Rubestand zu versetzen. X. Concurrenzerössnung. Erledigt ist: die evangelische Schulstelle zu Liederbach, im Kreise Alsseld, mit einem jährlichen Gebalte von 400 fl. Darmstadt. Am 30. October wurden der nich Wilbelm Sommerlad, zum Director und ersten Lehrer Am 21. October wurde dem Geometer 2. Classe Hauck Gerichtsaceesist Dr. Friedrich Mayer aus Worms an ber höheren Töchterschule zu Ossenvach, am 14. Ocl. aus Schaaspeim das Palent als Gcometer 1. Classe sür zum Advokat-Anwalt bei dem Bezirksgericht Alzep, den Gymmasiallehrer Dr. Carl Ludwig, Schall, unter Ent-[den Kreis Dieburg und am 22. Oct. dem Bezirksbauauf— webung von ber ihm übertragenen Stelle eines Lehrers seher Wenck zu Assenheim un cem Eymnastum zu Gießen, Gymnasium zu Nainz,— am 16. Oct. den Gymnasial'“ VII. Dienstentlassung. zum Lehrer an dem 2. Classe für den Kreis Friedberg ertheilt. und am 3. Nov. die Landg.-A ledrich Hi 1 1 5 0 g.-Assessoren Friedrich Hirsch 5 0 Langen und Eduard Bogen in Vilbel zu Stadtg.“ Assessoren bei dem Stadtgericht Darmstadt ernannt. das Patent 1—— 754 — — 2 — — 4. Nov. Nach dem„R. A.“ wurde am 27. October Hoffmann, Pr. Lt., aggregirt dem 2. Groß b. Inf. Regt.(Großherzog) Nr. 116 und commandirt zur Dienstleistung bei einer Militär- Intendantur, unter Beförderung zum Hauptmann, zu den Offitieren a la suite der Armee versetzt. — Am 5. l. Mts. wurde der Director der Oberstudien-Direction i. P., Geheimerath Wilhelm Willich genannt von Pöllnitz, zum lebenslänglichen Mitgliede der ersten Kammer der Stände ernannt. Darmstadt, 5. Nov. Heute trat die zweite Kammer wieder zusammen, um eine Reihe von Angelegenheiten, welche bei der letzten Session noch nicht genügend vorbereitet waren, zu erledigen. Nach Verkündigung der neuen Einläufe, unter welchen wir das Pensions-Gesetz für die wider · ruflich angestellten Beamten, ferner eine Adresse von 131 katbolischen Bürgern von Bingen für die Kirchen-Gesetze und den Antrag des Abg. Heinzerling auf Erlaß einer allgemeinen, für das ganze Großherzogthum geltenden Bau- Ordnung hervorheben, wurde die zweite Lesung des Berg⸗ Gesetzes im Wesentlichen nach den vom Ausschuß mit der Regierung vereinbarten, vom Referenten Buff jeweilig erläuterten Verbesserungs- Anträgen, unter Berücksschtigung eines von Ministerial⸗Director Schleiermacher angeregten, von den Abgg. Heinzer⸗ ling, Goldmann und Gen. aufgenommenen Zu- satzes, erledigt. Die Regierungs Vorlage wegen der Erhöhung der Gebalte der Main- Neckar⸗Bahn Beamten für 1874 und bezw. 1875, wenn bis dahin zwischen Hessen, Preußen und Baden nicht ein neuer gleichheitlicher Etat vereinbart ist, wird obne Debatte genehmigt und gleichzeitig die Regier- ung ermächtigt, bei etwaigen Pensionirungen das Sechstel Erhöhung in Anrechnung zu bringen. Die Vorlage wegen baulicher Herrichtung ꝛ. im biesigen Main-Necker Bahnhof ward genehmigt, die betreffende Summe ist dem diesseitigen Bau- Capital zuzuschreiben. — 6. Nov. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde bezüglich des Antrags der Abgg. Matty und Schröder auf eine Vorlage wegen Pensionserhöhung, bezw. Theuerungs⸗Zulage für die Wintwen und Waisen der Volksschullebrer beschlossen, die Zustimmung dazu zu ertbeilen, daß die Pensionen aus der Schullehrer-Wittwencasse für 1874 aus den Mitteln dieser Casse um je ein Viertheil erhöht werden. Eine längere Debatte veranlaßte die Regierungs-Vorlage wegen Be⸗ willigung von 175,000 fl für den Neubau eines Gymnafiums in Gießen, einschlüssig einer Wohnung für den Director. Der Ausschuß hatte beantragt, die Regierungs Vorlage abzulebnen, jedoch die Bereitwilligkeit zu erklären, für Herstellung sämmt⸗ licher in der Vorlage speciell aufgeführter Anlagen und Gebäude eine Summe bis zu höchstens 150,000 fl. zu bewilligen, wenn vorher Pläne und detaillirte Ueberschläge vorgelegt werden. Dit Schluß Abstimmung ergab Ablehnung der Re— gierungs-Vorlage gegen 1 Stimme, Ablehnung des Antrags des Finanz⸗Ausschusses mit 21 gegen 18 Stimmen, Annahme des Weber⸗Edinger'schen Antrags mit 28 gegen 11 Stimmen vorläufig nur 115,000 fl. zu bewilligen. Die Vorlagen wegen einer Subvention für die Wandmalereien in Parten- heim, wegen Aufhebung der Beschränkungen der Frauen in Bezug auf Bürgschaften ꝛc., wegen Errichtung des Verwaltungs⸗Gerichtshofs und der dafür erforderlichen Mittel wurden beinahe ohne jede Debatte mit den von den Ausschüssen befür— worteten, von der Regierung nicht beanstanbeten Modificationen angenommen, bezw. genehmigt. Darauf vertagte sich die Kammer auf unbestimmte Zeit. Berlin, 6. Nov. Die elsässischen Abge— ordneten Schauenburg, Winter und Guerber sind heute in den Reichstag eingetreten. — Dem Justiz-Ausschusse des Bundesraths ist, wie die„Post“ mittheilt, nunmehr die Zu— sammenstellung der Abänderungs-Anträge zuge— gangen, welche die einzelnen Regierungen zu dem Civilehegesetz gestellt haben. Voraussichtlich wird die Aus arbeitung des Gesetzentwurfes einer Sub— Paderborn. Die dem k. Gerichtshofe für kirchliche Angelegenheiten einzureichende Anklage ⸗ schrist, mit welcher die Amtsentsetzung des Bischofs Conrad Martin beantragt werden soll, ist in der Vorbereitung begriffen. Bremen, 7. Nov. In den Docks von Bremerbaven haben gestern die Schiffszimmerleute und Tischler wegen Herabsetzung der Tageslöhne die Arbeit eingestellt. München, 7. Nov. Eine zahlreich besuchte Versammlung in der„Westendhalle“ hat einen „Verein liberaler Reichsfreunde“ constituirt. Land- tagsabgeordneter Wülsert begründete die Statuten. Zum ersten Vorsitzenden des Ausschusses wurde Vecchioni gewählt. Landtagsabgeordneter Hänle begründete eine Resolution für Beibehaltung der Schwurgerichte bei Preßvergehen, welche einstimmig angenommen wurde und an den Reichstagsabge⸗ ordneten Stauffenberg gesandt werden soll. Mannheim. Es liegt nun ein Spruch des biesigen Oberhofgerichts über die am 31. Jan. d. 8 geweihten katholischen Priester vor, wonach die— selben wegen allen nach dem 16. Aug. d. J. vor⸗ genommenen gottesdienstlichen Handlungen strafge— richtlich zu verfolgen sind. Damit ist den einzelnen Gerichtshöfen die Grundlage für ihr weiteres Ver- fahren gegeben. Freiburg. Das hiesige Amtsgericht hat die Voruntersuchung gegen Bischof Kübel beendigt. Dieselbe erfolgte, weil der Capitelsverweser die von ihm angestellten Neupriester auch nach Eröff- nung der Ministerialverordnung vom 4. Aug. d. Af kirchliche Functionen ausüben läßt. Die Raths— und Auklagekammer des Kreisgerichts Freiburg hat nun ihr Verweisungserkenntniß zu fällen.— Wessenbergfeiern fanden statt in Karlsruhe, Kon- stanz, Ueberlingen ic. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 7. Nor. Der Kaiser reiste beute Abend nach Böhmen ab. Er trifft mit der Kaiserin, welche von Gödöllö kommt, in Kladrub zusammen, wo die großen Hofjagden, aus welcher Czechen und Feudale politisches Kapital zu schlagen suchen, abgehalten werden sollen. — 7. Nov. Der Justizminister legte heute dem Abgeordnetenhause unter dem Beifall des Hauses den Entwurf eines neuen Strafgesetzbuches vor. Derselbe erklärte hierbei, daß die Grundlage und ein nicht geringer Theil der Bestimmungen des Entwurfes sich an das deutsche Reichestrafge⸗ setzbuch anschlössen, wodurch zunächst der Vortheil erreicht sei, daß die österreichische Gesetzgebung sich dem großen Zuge unmittelbar anschließe, welcher die Strafgesetzgebung Europas seit Beginn des Jahrhunderts in ganz unverkennbarer Weise beherrsche. Selbstverständlich sei der Entwurf nicht eine sclavische Nachahmung, vielmehr hätten die eigenthümlichen politischen Verhältnisse und manche werthvolle criminalistische Traditionen Oesterreichs darin eingehende Berücksichtigung gefunden. Schweiz. Bern. Der Ständerath hat das Militär-Gesetz zu Ende berathen und bei der Generalabstimmung mit 30 Stimmen angenommen. Frankreich. Paris. Der Minister des Innern hat an die Präfecten ein Circular ge— richtet, worin er dieselben belehrt, daß die Ein berufung der Revisions⸗Räthe der Territorial: Armee lediglich in Anwendung des im Jahre 1872 im Geiste des Friedens votirten Gesetzes geschehen sei, um das zur Aufrechterhaltung des Friedens und der Ordnung nothwendige Reorganisations- werk zu vollenden. Der Marschall Mac Mahon rechnet, heißt es in dem Circular, auf eine allge- meine ruhige Erwäguntz und auf die Unterstützung aller guten Bürger. Großbritannien. London. Die Arbeiter in den Schiefergruben des Lord Penchyr haben beschlossen, die Arbeit unter den ihnen gemachten Bedingungen wieder aufzunehmen. — Es wird hier die Bildung einer altkatho- lischen Congregation beabsichtigt, wozu die ein⸗ leitenden Schritte bereits gethan sind. Zu Grunde Commission des Justiz-Ausschusses übertragen werden. gelegt wird das Glaubensbekenntniß der ersten 1 sieben öcumenischen Coneilien, das heißt der 1 Die „Agence Havas“ meldet: Officlellen Nachrichten dauerte das Bombardement der Stadt den ganzen Tag Glaube an das ungetheilte Christenthym. Spanien. Madrid, 5. November. aus Jrun von Donnerstag Abend zufolge fort, ohne erheblichen Schaden zu verursachen. Die Carlisten sollten große Verluste erlitten haben, Derselben Quelle wird aus La Junquera gemeldet: Die Freiwilligen Colonne, welche von Figueres nach Castello marschirte, wurde von den Carlisten vollständig geschlagen und verlor ihre Artillerie. — 7. Nov. Nach dem unglücklichen Treffen bei Villafranca-del⸗Cid, worin die Carlisten 40 Todte und 260 Verwundete verloren, haben dieselben ihre Streitkräfte in Arragonien getheilt, Die Regierungstruppen zerstörten eine Patronen⸗ Fabrik und Telegraphenleitungen und erbeuteten 25,000 Remington-Patronen. Der Oberstlieute⸗ nant Navarro schlug bei Amposta eine Carlisten⸗ abtheilung, wobei letztere 68 Todte und 36 Ge⸗ fangene verlor. Santander, 6. Nov. Pariser Nachrichten aus Irun von heute zufolge benutzten die Carlisten bei der Beschießung mit Petroleum gefüllte Bomben. Die Forts erwiedern das Feuer der Angreifer lebhaft. Donaufürstenthümer. Bukarest, 6. Nov. Das Amtsblatt veröffentlicht ein fürst⸗ liches Deeret, durch welches die Kammer zu einer ordentlichen Session auf den 27. November ein: berufen wird. Belgrad, 6. Nov. Die Wahlen sind im ganzen Lande in größter Ordnung beendigt. Die Regierung wird muthmaßlich die Majorität für sich haben. Der Zusammentritt der Skuptschina soll am 20. November erfolgen. Rußland. Petersburg. Die„Répub⸗ lique frangaise“ meldet, Rußland erwarte nur die Antwort der Großmächte auf den ihnen mitge⸗ theilten Bericht über die Brüsseler Conferenz, um dann, wie beteits entschieden den neuen Congreß nach Petersburg einzuberufen. Amerika. New⸗Nork. Londoner Jour- nale melden aus Montevideo vom 4. d. Mis. Das Insurgentengeschwader ankert bei Buenos⸗ Ayres. Ein neuer Zusammenstoß zwischen Re- gie, ungstruppen und Insurgenten hat nicht statt⸗ gesunden. Die Regierung von Uruguah hat das Schiff„Montevideo“ mit Beschlag belegt, welches in den Gewässern Uruguay's ankert. Buenos Ayres, 3. Nov. Die Stadt ist ruhig. Der Belagerungs-Zustand dauert fort. Die Verbindungen mit Montevideo und dem Innern sind unterbrochen. Der Insurgenten- General Rivas hat sich nach dem Süden zurückgezogen und wird von den Regierungs-Truppen verfolgt, welche ihm eine Kanone abnahmen. Der Insur⸗ genten-Chef Arredondor marschirt auf Mendoza, wo eine Schlacht mit dem Regierungs- General Rocco bevorsteht. Aus Stadt und Land. Wölfersheim, 3. Nov. Bei der heutigen Bürger⸗ meisterwahl ging der seitherige Gemeinderath Herr Gast⸗ wirih Wilhelm Heyer als Bürzermeister aus der Wabl⸗ urne hervor. Von den 113 Abstimmenden erhielt derselbe 76 Stimmen; die übrigen 37 Stimmen dagegen vekam der bisherige Beigeordnete Herr Hoffmann. Nachdem man das Haus des neuen Bürgermeisters mit Fichtenbäumen geschmückt, ehrte ihn der hiesige Gesang⸗ und Turnverein Abends durch ein Ständchen. Gießen, 7. Nov. In gehabten Stadtverordnetensitzung wurde Herr Assessor Bramm in Friedberg einstimmig zum unserer Stadt gewählt. Offenbach, 3. Nov. Heute Nachmittag gegen 2 Uhr fand in der Mittelschule in der Herrnstraße eine Gasdexplosion statt, welche, da die Kinder bereits in den deiden betreffenden Klassenzimmern waren, sehr leicht großes Unglück im Gefolge hätte haben können. Schon gestern machte sich ein starker Gasgeruch bemerkbar, weshalb heute nach 1 Ubr ein Gasarbeiler die Gasleitung nachsah. Da der Gasometer aufgemacht wurde, so strömte das Gas sehr stark aus, sammelte sich an der Decke und entzündete sich durch die Hitze des Ofens in dem oberen Schutzimmes unter einem furchtbaren Knall, der zur Folge halte, daß im oberen Zimmer der Ofen zersprang und im un eren ein großes Stück der Decke herunterfiel. Glücklicher weise hal keines der Kinder Schaden genommen. Darmstadt, 6. Nov. Großes Aussehen erregt das Verschwinden eines hiesigen Bürgers. Derselbe machte der heute Nachmittag statt⸗ Landgerichts⸗ Bürgermeister Abends al vellblen! mürzung u Tichlergese ermordeten u Augs bu gesändig. eulen öͤfte tichlel wal zußerst ung Abends die Ahaungen Die bereile Über die te und die an stloen zu d sehli, die a Wien, Inftituls e dalutengen den nachst ragende! ungs⸗ und in se Relchsg als Grün Dr. Ma! für Blind Superin Freder! Volke Gusam: Ver meinen dauernden deulschen teichen Z. frühere der Gese ändniß im Pub Det dei 510 und 20 onen mi Fur 151 Def N00. 2 Rübl'schen Gesangvereins. 0 Abends an den Kämmerer'schen Briefträgers-Eheleuten verübten Doppelmordes, welcher ganz München in Be⸗ und die angedeuteten Umstände über das Verhältniß des— fehlt, die aufgeregten Gemüther zu beruhigen. Hofralthe nebst 2. vorgefsern Nachmittag seinen gewöhnlichen Spaziergong nach Traysg, welchen Ort er nach 5 Uhr verließ. Seit⸗ dem i die Spur verschollen. Polizellich vetanstallete Nachforschungen im Wald blieben ohne Erfolg.. Darmstadt, 6. November. Heule Morgen um 9 Uhr wurde die Leiche des seit vorgestern verschwundenen Bürgers Hen. Reniners Brückner, in einer Vertiefung im Tannenschlag nach der Klipsteinseiche zu, aufgefunden. Da äußere Verletzungen nicht vorhanden, auch von dessen Effecten, Uhr, Geld ꝛc. Nichts vermißt wird, scheint ein Schlaganfall denselben überrascht zu haben oder er ge— stürzt zu sein. Allerlei. Frankfurt, 5. Nov. In verflossener Nacht siarb im 58. Jahre seines Alters Musik-Director Fr. Wilh. Rühl, Begründer des in der beslen Blüthe siehenden München, 5. Nov. Der Urheber des vorgestern stürzung und Aufregung versetzt hat, ist der 24 Jahre alte Tischlergeselle Thomas Humer, ein Sohn des Bruders der ermordeten Frau. Derselbe ist in der vergangenen Nach! in Augsburg verhaftet worden und der Untbat bereits geständig. Der Verbrecher hatte den Kämmerer'schen Ehe⸗ leuten öfters Besuche, die auf Erlangung von Geld ge— richtet waren und namentlich von der Frau Kämmerer Außerst ungern gesehen wurden, erstatter, bis vorgestern Abends die Blulthat die Befürchtungen und unheimlichen Ahnungen derselben in so entsetzlicher Weise rechtfertigte. Die bereits heute Morgen durch die Stadt eilende Kunde über die tasche Entdeckung und Verhafiung des Verbrechers selben zu den Kämmerer'schen Eheleuten haben nicht ver— Wien, 2. Nov. Das Curatorium des isr. Blinden- Instiiuts auf der hoben Warte dei Wien von dem ihm falutengemäß zuftehenden Rechte Gebrauch machend, bat— den nachstehend Genannten wegen ihrer hervor⸗ ragenden Verdienste um das Blinden⸗Erzieh ungs⸗Wesen das Diplom eines Ehren-Mitglieds votirt und in sehr kunstvoller Ausferligung zugestellt: 1. dem Reichsgrafen Moritz Bertheim⸗Tecklen burg als Gründer des Blinden⸗Instituis in Würzburt, 2. dem Dr. Malthias in Friedberg, Redacteur des Organs für Blinden- und Taubstummen-Anstaltien und 3. dem Superintendenten des Blinden- Instituss zu Baltimore, Frederik D. Norisson. Volkswirthschaftliche Mittheilungen (zusammengestellt von dem Friedberger Handelsverein). Versicherungswesen. Trotz der ungünstigen allge⸗ meinen wirihschafilichen Verhälinisse und trotz der an. dauernden Theuerung aller Lebensbedürfnisse haben die 1 deutschen Lebens versicherungs⸗Gesellschaften 1873 einen so reichen Zugang von Versicherungen erzielt, wie in keinem früheren Jahre, ein Beweis für die energische Arbeit der Gesellschaften und zugleich für das wachsende Ver⸗ fländniß der wohlthäligen Folgen der Lebensversicherung im Publikum. 5 Der neue Zugang von Versicherungen belief sich 1873 dei 51 Gesellschaften(darumer sind 31 Actien Gesellschaften und 20 Gegenseitiakeils⸗Gesellschaften) auf 98.692 Per⸗ sonen mit Thlr. 104,052,295 versichertem Kapital. Für die eigentliche Lebensversicherung blieb Ende 1873 folgender Netto Versicherungs⸗Bestand: 645,989 Personen mit Thlr. 611,468,147 Kapital. Die beiden größten Gesellschaften bes deutschen Reichs (Gothaer Lebens- Versicherungs-Bank und Germania in Stettin) batten allein einen Versicherungs⸗Bestand von zu⸗ sammen 131,087 Personen mit Thlr. 141,574,516 Ver⸗ sicherungskapital. Von 1854/62 vermehrten sich die Ver⸗ sicherungs ⸗Gesellschasten um 14. die versicherten Personen um 144 799, das Versicherungskapital um Thlr. 142.053.091; dagegen sand in der Periode von 1864/73 eine Vermehrung der Gesellschaften um 24, der versicherten Personen um 451,171 und des Versicherungskapitals um Thlr. 408,16 1.386 statt. Diese Zahlen liefern den erfreulichen Beweis für die von Jahr zu Jahr wachsende Ausdebnung des deutschen Lebensversicherungswesens; dieses wichtigen Zweiges des wirihschaftlichen Lebens unseres Volks. D. H. Bl. Handel und Verkehr. Grünberg, 7. November. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 12 fl. 1 kr.; Korn(90 Kilo) 9 fl. 14 kr.; Gerste(80 Kilo) 7 fl. 41 kr.; Hafer(60 Kilo) 6 fl. 12 kr.; Molter (90 Kilo) 8 fl. 30 kr.; Erbsen(110 Kilo) 12 fl. 25 kr.; Linsen(100 Kilo) 12 fl.— kr.; Samen(90 Kilo) 13 fl. 28 kr.; Kartoffeln(100 Kilo)— fl.— kr. Frankfurt, 7. Nov. Der heutige Heu- und Streb⸗ markt war gut besahren. Heu kostete per Cir. 2 fl. 12 kr. bis 3 fl. 20 kr. Stroh per Ceuiner 1 fl. 30 kr. bis 1 fl. 40 kr. Butter 1. Qual. 44 kr., 2. Qual. 42 kr., Eier das Hundert 4 fl. 24 kr., Kartoffeln 2 fl. 20—36 k.. per 200 Zollpfund. Marnz, 7. Nov. Productenmarkt. Waizen per Nov. 11 fl. 45 kr., per März 19 M. 30., per Mai 19 M. 35. Korn per Nov. 10 fl. 3 kr., per März 16 M.—., per Mai 15 M. 75. Hafer per Nov. 10 fl. 50 kr., per März 18 M. 65, per Mai 18 M. 60. Rüböl per Nov.— fl. — kr., per Mai 31 M. 15. Raps per April 29 M. 15. Marburg, 7. Nov. Wochenmarkt. Butter koflete 1 Pfd. 12— 13 Sgr. Eier 1 St. 8—9 Hle. Käse pr. Stück 10— 12 Hlr. Kartoffeln 2 Liter 15— 16 Hlr. do. 170 Pfd. 25—32 Sgr. Tauben das Paar 4½ bis 5 Sgr. Hahne 1 St. 12— 15 Sgr. Hübner 1 St. 7— 10 Sgr. Gänse 1 St. 25—50 Sgr. Hasen 1 St. 20 Sgr. bis 1 Thr. 7½ Sgr. Ein herrliches Werk der Schiffsbaukunst liegt im Hamburger Hafen und verdient allseitigste Be— achtung, nämlich der fünfte Seedampfer der Adler-Linie (Transatlantischen Dampfschifffahris⸗Gesellschaft)„Klop⸗ stock“. Um 300 Tons größer als die meisten Dampfer der concurrireuden Linien hat der„Klopstock“ bei 375 Fuß engl. Länge, 40 do. Breite, 32 do. Raum Tiefe, 7 Fuß 4 Zoll do. Sparrdecks⸗ und 7 Fuß 7 Zoll do. Zwischendecks-Höhe, 3600 Tons wirklichen Gehalt und 3000 effective Pferdek aft. Die Einrichtungen der Kajüten sind in jeder Weise ausgezeichnet und das Zwischendeck trägt nicht minder allen berechtichten Anforderungen Rech— nung; ja, wir dürfen noch mehr sagen, nämlich verrathen, daß der„Klopstock“ noch bequemere Verbindungen zwischen dem Schiffsinnern und dem Verdeck, wie auch durch erhöhte Placirung der Schiffsböte ein freieres und geräumigeres Deck aufzuseisen hat, als selbst die eleganten Geschwisterschiffe, welche bereits allgemeinste Bewunderung ertegten. Das der Deutschen Transatlantischen Dampsschifffahrts⸗ Gesellschaft(Adler⸗Linie) in Hamburg gehörende Poßt⸗ dampfschiff„Schiller“, Capftän Thomas, welches am 15. October von hier abgegangen, ist nach einer Neise von 12 Tagen 14 Stunden(von der Elbe abgerechnet) am Mitiwoch den 28. October, 7 Uhr Morgens, wohl⸗ behalten in New⸗York angekommen. Das ber Deutschen Transatlantischen Dampfschifffahrts⸗ Gesellschaft(Abler⸗Linie) in Hamburg gehörende Pest⸗ dampfschiff„Goethe“, Capitän Wilson, trat am 29. Octo⸗ ber seine achte Reise mit 420 Passagieren— worunter 46 Cajüls⸗Passagiere— sowie Post und volle Labung von Bert a direct ohne Zwischenhäsen anzulaufen nach New⸗ ork an. Musik. Wir haben eine der schönsten und nützlichsten Gaben für unsere Kinderwelt kennen gelernt,,— ein Buch, welches in reizender Form der lieben Jugend am Clavier die eigene liebliche Kinderlust und Freude in Ton, Wor: und Bild vor die Seele fübrt. Für's Herzblättchen am Clavier. Kleine Kindergeschichten und Scenen von Louis Köhler(Op. 248).(Henry Litolff's Verlag in Braun⸗ schweig.— Preis elegant cartonnirt: 1 Thlr.) so beißt das hürsche Werk, welches uns zwölf der ausptechendsten Episoden aus dem Kinderleben, Kinderscenen und Familien⸗ ereignisse vorsührt, die im Gedächinisse eines Jeden un⸗ auelöschlich bleiben und an deren unschuldige Freuden wir noch im spälern Alter mit stiller Setzusucht zurückdenken. — Zu diesen poetischen Gebilden aber, welche eurch eben⸗ soviel naive, im rechten Kindestone gehaltene Erzählungen und enisprechende künstlerisch aus geführte Bilder ergänzt werden, gesellt sich nun noch ein drittes wichtiges Element: Herzblättchen sitzt am Clavier und macht unter der Auf⸗ sicht seiner lieben Mama den ersten Versuch des Clavier⸗ spiels. Von den anziehenden Stoffen in hohem Grade in teressirt, schreitet es von Scene zu Scene fort und dürfte, auf der letzten Seite angelangt, schon ganz leidlich spielen können.— Ein in seiner Art unübertreffliches Werk, das, wie kein Anderes dieser Gallung, das Schöne und Nütz⸗ liche in seiner eigenartigen dreisachen Form als Bilder⸗ buch, Erzählungsbuch und Clavierwerk vereint und das eine Zierde des Weihnachtslisches, ein Hochgenuß für unser Herzblällchen sein wird. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 7. November 1874. Visiclenten nde e fl. 9 40—42 Holländische fl. 10-Stücke.„ 9 49—51 Duchten. ö 5 5 34-36 Ducaten al mareo a5, 49 20 ⸗Frankenstücke b, 9 30½—31½ Englische Sovereigns i se Russische Imperiale es.„ 9 47-49 Dollars in Gold 220 27 Accht külnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober— hessischen Anzeigers in Friedberg empfeble ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Maria Farina in Cöln. Oeffentliche Aufforderung. 3270 Nachdew die gerichtsbekannten Gläubiger des Christian Schmiegel von Nieder⸗Florstadt ein Arran⸗ gement, dessen Einsicht in der Gerichtsretzistratur zu nehmen freisteht, abgeschlossen haben, werden etwaige unbekannte Gläubiger des Schmiegel aufgefordert, ihre Einwendungen gegen dasselbe so gewiß binnen 3 Wochen geltend zu machen, widrigenfalls das Arrangement ohne Rücksicht auf sie bestätigt und zum Vollzug gebracht werden wird. Friedberg den 27. Oktober 1874. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Bramm, Landrichter-Vear. Bekannimachun⸗g.- 3306 Am Mittwoch den 18. November er., Vormittags 11 Uhr, wird hier ein ausrangirter 6sitziger Personen⸗ Postwagen in öffentlicher Auction zum Verkauf gestellt. Die Verkaufs bedingungen werden bei der Versteigerung bekannt gemacht. Der. welcher zum Privatgebrauch noch sehr gut verwendbar ist, kann täglich eingesehen werden. Friedberg den 3. November 1874. Kaiserliches Postamt. e, Hennemann. Immobiliar-Versteigerung. 3332 Freitag den 13. November d. J., Vormittags 10 fr abe in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag des hiesigen Bürgers Georg Sellin dessen . Güterstücken nochmals und zwar zum Leßtenmale öffentlich an den Meistbietenden versteigert. Friedberg den 4. November 1874. f Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou ear. Abonnement auf Zeitschriften. er Unter zeichnete emptiehlt sich zur Besorgung aller Jouinate und Aeitschrislen populären wissenschaftlichen und rasch und regelmässig erfolgt. Inhaltes, deren isendung möglichst die Wochenummern Gartenlaube und Daheim werden jedesmal Sonntags Vormittags ausgegeben. Alle neuen Erscheinungen der Literatur stehen auf Wunsch zur Ansicht zu Diensten. Zu ges. Aufträgen halte ich mich auch ferner bestens empfohlen. Carl Bindernagel. Arbeits- Vergebung. 3318 In Folge der Erbauung eines zweiten evan— gelischen Pfarrhauses zu Friedberg soll die an dem Bauplatze in der Burg Friedberg sich befindliche alte Burgmauer abgebrochen und die Steine aufgesetzt werden. Lusttragende wollen ihre Offerten versiegelt und in Preis— einheiten pro Cubikmeter Mauer abzubrechen bis Mittwoch am 11. November l. J., Morgens 10 Uhr, auf unterzeichnetem Büreau abgeben, woselbst auch Vor— anschlag und Bedingungen eingesehen werden können. Friedberg am 5. November 1874. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. e eie S chen 1 Fel, Bauaccessist. In Knöpfen und Besatzartikeln 3289 das Neueste angekommen bei M. Volk. Wollene Hemden, wollene und baumwollene Uuterjacken e Uuterhosen 418 zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich. Reinschmeckenden Kaffee, 3284 à 42 kr., delieaten Java-Kaffee à 44 kr., feinen Speck Java J 46 und 48 kr., feinen Ceylon à 50, 52 und 54 kr., im Ballen wesentlich billiger, bei Wilh. Fertsch. 3 Zimmer nebst Küche ꝛc. ꝛc. 2203 zu vermiethen. Jos. Hoffmann. . Bei Carl Bindernagel sind alle in den hiesigen Lehranstalten eingeführten Schulbücher in neuester Auflage und guten Einbänden steis vorräthig. An die Großh. Bürgermeistereien. Formular zur Wahl der Forensen kann jetzt von mir bezogen werden. Friedberg. Carl Bindernagel. Oeffentliche Aufforderung. 3312 Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen durch Erkenntniß vom 29. Oktober 1874 über das Vermögen des Hofapothekers Wilhelm Sturm; sels in Friedberg, welches um 66,503 fl. 13 kr. über schuldet ist, den förmlichen Concursprozeß erkannt hat, so werden dessen Gläubiger zur Anmeldung ihrer Forder⸗ ungen und zur Geltendmachung etwaiger Vorzugsrechte bei Meidung stillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse auf Freitag den 15. Januar 1875, Morgens 9 Uhr an das unterzeichnete Gericht vorgeladen. Im Termin soll die Güte versucht, Beschlüsse über Veräußerung dis Massevermögens, Wahl des Gläubigerausschusses und über die Bestellung eines Massecurators gefaßt werden. In diesen Beziehungen werden die Gläubiger, welche nicht erscheinen und mit keinen genügenden Vollmachten versehen sind, als den Beschlüssen der Mehrheit der er⸗ schienenen und mit genügenden Vollmachten versehenen Gläubiger beitretend angesehen. Bemerkt wird hierbei, daß die Verwaltung der Apo⸗ theke unter fortbestehender Verantwortlichkeit des Rubri⸗ katen, dem provisorischen Massecurater Apothekergehülfen Iffland, übertragen worden ist. Friedberg den 4 November 1874. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Bramm, Allwohn, Landrichter⸗Vicar. Landgerichts Assessor. Mobiliar-Versteigerung. 331⁵ fangend, sollen in der Behausung der verstorbenen Heinrich Schmidts Eheleute dahier nachstehende Mobiliargegenstände, als: 2 Schweine(Läufer), 2 Ziegen, 3 Hühner, 1 Hahn, 1 Gans(Gaͤnser), eirea 2½ Fuder ungedroschene Frucht, als: Waizen, Gerste und Hafer, 20 bis 30 Freitag den 13. d. M., Vormittags 9 Uhr an- Vergebung von Bauarbeiten. 3330 Die zur Erbauung eines zweiten evangelischen Pfarrhauses zu Friedberg erforderlichen und unten auf⸗ geführten Bauarbeiten und Waterialienlieferungen sollen auf dem Submisflonswege an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Dieselben sind veranschlagt: f r 1) Maurerarbeit zu 2217 58 2) Steinhauerbeit 1754 11 3) Zimmerarbeit 2092 36 4) Dachdeckerarbeit 548 57 5) Schreinerarbeit 1175 41 6) Schlosserarbeit 779 22 7) Gußwarrenlieferung 280— 8) Glaserarbeit 546 44 9) Weißbinderarbeit 1198 33 10) Spenglerarbeit 120 50 11) Lieferung von 90,000 Russensteinen 1350— 12 1„ 25 Kubikm. Bruchsteinen 850— 13) 5 d 412 30 14) 5„ 120„ Schlackensand 252— 15) 6 Tonnen Cement 60— ö Qualificirte und cautionsfäbige Accordanten wollen ihre Offerten versiegelt mit der Aufschrift versehen„Sub— mission der. Arbeiten für die Erbauung eines zweiten evangelischen Pfarrhauses zu Friedberg“ bis längstens Montag den 16. l. M., Morgens 10 Uhr, auf unterzeichnetem Büxreau einreichen, woselbst Pläne, Voranschlag und Bedingungen zur Einsicht offen liegen. Friedberg, 5. November 1874. ö Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. ö Renu ß. Versttigerung tiner Scheuer nebst ZJau- platz für Wohugebaͤude. Malter Kartoffeln, etwas Heu und Grummet, 3334 Freitag den 13. November l. J., Vormittags 1 Fruchtfegemühle. 1 Pflug, 1 Egge, einige Schieb⸗ 11 Uhr, soll in hiefigem Rathhause in Auftrag des karren, 2 große Steigleitern, verschiedene Fässer, hiesigen Vorschuß⸗ und Creditvereins die demselben zu⸗ eine Parthie Mist und sonst verschiedene Oeconomie- stehende, von Großh. Hofgerichts-Advokaten Trapp IV. Geräthschaften, sodann Weißzeug, Bettwerk, Bett- erkaufte Scheuer nebst eirea 30 Klafter Garten, von der stellen, Schränke, Tische, Bänke, Stühle 1 Wond⸗ Scheuer im rechten Winkel nach der Färbergasse ziehend, uhr, 2 Handwagen, 2 Schrot⸗ und 1 Handsege, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Hacken, Kärste, Schippen u. dgl. m. Hierbei wird bemerkt, daß eine weitere Versteigerung öffentlich gegen gleich haare Zahlung versteigert werden. nicht beabsichtigt wird und dem Letztbietenden nach vor⸗ Ossenheim den 5. November 1874. heriger Zustimmung der Generalversammlung die Ge— In Auftrag 8 nehmigung ertheilt werden soll. Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Friedberg den 6. November 1874. Großherzogliches Ortsgericht Ossenbeim. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Mig u l. Fouc ar. Obligations ⸗Verloosung. 115 i 3527 Durch stattgehabte vertragsmäßige Aueloosung Immobiliar-Versteigerung. ist die 3333 Montag den 16. November l. J., Vormittags n Nr. 41 mit 100 fl. 5 2 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf freilligen der Partial⸗Obligationen der Gemeinde Kaichen auf den Autrag der Erben der verstorbenen Bürgermeister Daniel 31. Dezember d. J. rückzahlbar geworden. 6 Der Inbaber wolle deßhalb deren Betrag zur Ver⸗ an den Meistbietenden versteigert werden. fallzeit gegen Rückgabe der Schuldurkunde bei hiesiger Gedi i 15 Gemeinde erheben, indem von da an weitere Verzinsung irie 779 8 lur. Nr. Klftr. nicht stattfindet. 8 5 Kaichen am 3. November 1874. 25 35. 0. 5 0 1 1 an der Fauerbacher Großherzogliche Bürgermaisterei Kaschen. eee Grabgarten in der Usaer Vorstadt Wißme r. Friedberg den 6. November 1874. N— Oroßherzogliches Ortsgericht Friedberg. Kalender pro 1875. 55 0 5 Arbeits-Verstei Daheimkalender VV steg ger un Familienkalender 18 3336 Mittwoch den 11. d. M., Vormittags 9 Uhr, Rieritz? k„ ssoll auf dem Gemeindehause zu Ockstadt die Anlieferung ier itz Volkskalender 36„ von gußeisernen Brunnenstock, veranschlagt zu 110 fl. Spinnstube 45„ Steinhauerarbeit 5 Illustrirter Hess. Volkskalender 1 12 5 mit Stablstichprämie 24„ den ˖ 9 8 f 7 an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Einsiedler Kalender 12, Bad Nauheim den 7. November 1874. Der Leuchtthurm. Kath. Kalender. 9„ Der Bezirks⸗Bauaufseher Lahrer Hinkende Bote 10„ Brück el. Hessischer Hausfreund S„ 3323 Mein seither von Ur Lorenz bewohnte Logis Gustav⸗Adolf⸗Kalender 8„ 1 e zu vermiethen und bis Anfang Februar and kalender 5 eziehbar. 0 L 5 5 4 22 Auf Verlangen kann auch ein Pferdestall nebst Nemise . Ur abe 5„„ abgegeben werden. Friedberg. Carl Bindernagel. Kaiserstraße 554. Adolph Engel. 3302 Eine große Parthie große Glasscheiben, sehr brauchbar für Glaser, hat zu verkaufen Ein Pianino, 3325 sowie eine Parthie Mist ist zullverkaufen. Mel⸗ bach Nr. 65. ö Fritz Wittwe die nachverzeichneten Grundstücke öffentlich Konrad Wörner, Schneidermeister. 187⁴ Casino Zu Stiedberg 3331 Sonntag den 15. November im Saale zu den„Drei Schwertern“. 14 — Damen ⸗Gesellschaft Anfang 7 Uhr. Der Veo r st a n d. Brod, II. Sorte 15. kr., bei G. Witzel, ö 3326 Bad⸗Nauheim. 5 Das Färben 3255 von allen Arten Herrenkleidern(unzertrennt), sowse Darn allen sonstigen Stoffen besorgt bestens und rasch 1 in Stände A. Metzendorf, Schönfärber. it Spitta 3335 Die glückliche Entbindung meiner geliebten Frau 9 sthesentwu von einem gesunden Knaben beehre ich mich hiermit hoch: Kirchen u erfreut anzuzeigen. 9 ö Habertinfli Steinfurth den 7. November 1874. iu, Freiherr Gustav Löb, N fle von und zu Steinfurth. 4 dim Ju 8 1 an 9 k N 155 11 Artike Bekanntmachung. a 3292 Ich Unterzeichneter bin gesonnen mein auf der einstimmu Kaiserstraße belegenes Wohnhaus nebst Hintergebäudin jedoch di und Hausgärtchen wegzugshalber zu verkaufen. 1 sullen Joh. Wetzstein, Glasermeister. e Das Neueste in die Berg 9 der geit jalsbind 0 10 der Reg 217 und Shlips vc. in schö Lee l hlips ꝛc. in schöͤner Auswahl, sowie Foulardtz, seidene Umknöpftücher und schwarze seidene Halstücher bg Festungs K. Friedrich, neben der Post. Kammer 5 g diener, u Gesu cht kehorsom 3329 eine perfekte Köchin und ein gewandtes Haus ihtem Ar mädchen gegen hohen Lohn auf Weihnachten nach Kassel, 10 geger Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Anz. rage de 3)28 Ein schwarzer Hühnerhund ist mir an sachliche 31. October l. J. zugelaufen. Gegen Erstattung des geßfallsige Futtergeldes und der Inseratgebühren kann derselbe vom zer Ant rechtmäßigen Besitzer in Empfang genommen werden, berst 9 was längstens binnen 8 Tagen geschehen muß. 9 elsie 6 Staden am 4. November 1874. lirchliche Feldschütz Nau. Schlußa 2 20 gege Obst⸗ und Kastauienbüume hen 3299 können abgegeben werden in der Gemeinde-Bauni⸗ bildung schule zu Assenheim. viederun Assenheim den 5. November 1874. Inifteri Großherzogliche Bürgermeisterei Assenheim. 6 1 B e st. b Ges Verl 5* l wal g U Prozeß Kullmann. Nach stenographischen Aufzeichnungen. Mit dem ice Reyif Portrait Kullmanus. 5 Preis 9 kr. 0 Aut Wiederverkäufer erhalten Rabatt. 9 biin en u sehr billigen Preisen bei banken Corseten a 5 K. Friedrich. b n. Auchslag D wolli, 8 5 35 wude 4 8 3 Summen 8*— 0 25 8 28 1e Adfli 8 75 I E 1 3 behalte S 0 8 an ne 888 5 c —— 12 2 22 8 2 2 88 e *. Die soeben erschienene Nr. 6 enthält: da. Wetterwolken. Roman aus der vaterländischen Ge- Auen schichte von Georg Hiltl.(Fortsetzung.)— Der unechte Münld Rubens. Kulturhistorische Skizze von B. 2 Ml! Ne Illustration von E Stammel.— Die Nennen im wie Hoppegarten. Von W. von Dünheim. Mit 9 Original- 900 der zeichnungen von Fritz Schulz— Am Familientische 9 19 Wo uns der Schuh drückt. Mit 16 Abbildungen.— dl de Essenbahnfertschritt. mb g Zu Bestellungen empfiehlt sich dun Carl Bindernagel in Friedberg. dann — Nel Verantw. Red.: Carl Bindernagel.. 1 A d Druck und Verlag von Carl Bindernager⸗ des 8