1 f 1 3 f . imer 0 N Verfügung entgegen. II Donnerstag den 10. September. 107. 1 Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile Erscheint jeden wird mit 4 Kreuzern berechnet. Dienstag, Donnerstag und Samstag Kreisblatt für den Kreis Friedberg. — 2 Amtlicher Theil. Betreffend: Die Vergütung der Vorspannleistungen an durchpasstrende Truppen in Friedberg. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 3 an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bodenrod, Bönstadt, Burg-Gräfenrod, Butzbach, Dorn-Assenheim, Gambach, Harheim, Hausen, Heldenbergen, Hoch-Weisel, Ilbenstadt, Kaichen, Münster, Ober-Florstadt, Ober-Rosbach, Ostheim, Rockenberg, Staden, N Stammheim, Wisselesheim und den Polizeicommissär zu Wickstadt. Wir sehen der umgehenden Erledigung unserer Verfügung vom 6. vorigen Monats, Kreisblatt Nr. 94 und 101, bei 3 unangenehmer rap p. Friedberg am 8. September 1874. Betreffend: Die im Jahre 1874 stattfindenden Uebungen der Großherzoglichen(25.) Division, insbesondere Abschätzung der dabei vorkommenden Flurbeschaͤdigungen. Friedberg am 7. September 1874. a Wir benachrichtigen Sie hiermit, daß für den als Polizeirath an das Polizeiamt Darmstadt versetzten Grpßherzoglichen Kreisassessor Haas dahier der Großherzogliche Kreisassessor Klietsch dahier als Civilcommissär der Commission zur Abschätzung für die in der Zeit vom 8. bis 16. Sep- 0 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. tember laufenden Jahrs vorkommenden Feldbeschädigungen von Großherzoglichem Ministerium des Inncrn ernannt worden ist. wein E: Sie werden darum alle anzumeldenden Schadungsvergütungen genau und speziell statt bei Großberzoglichem Polizeirath Haas bei Groß— nn, berzoglichem Kreisassessor Klielsch dabier nach der Jönen gewordenen Anleitung sofort einreichen. Trapp. waschen Deutsches Reich. Vielfachen von Zehn abgerundet werden. Auf die— 7. September. In der beutigen zweiten 8 Friedberg, 9. Sept. Ueber die Ankunft in dem§. 1 des Finanzgesetzes vom 30. Nov. 1873 Delegirten Sitzung des Altkatholiken-Congresses AN et. 1 1 5. Schuftt. dung! in iin „ ne enserpateur „ der allerhöchsten Herrschaften erfahren wir noch ausgedrückten Geldsätze, sowie auf Geldbeträge wurde ein Central Comite für altkatholische weiter, daß Seine Majestät der Kaiser Freitag von 3 Kreuzern und weniger findet die vor- Mission und zur Organisirung von Vorträgen Abend 6 Uhr 35 per Extrazug eintreffen wird. stehende Bestimmung keine Anwendung.“ 5 gebildet, dessen Sitz in München ist. Sodann Ferner werden noch Gäste Sr. Königl. Hoheit Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ dementirt wurde eine Einladung des Protestantenvereins zum ——— Alice, sowie der Prinz von Wales sein. Der Kronprinz des deutschen Reiches traf heute in Bad- Nauheim ein. Mehrere hohe deutsche, rus— b N ich ke de. ö ische und englische Offiziere werden ebenfalls hier stellten Candidaturen seien in das Gebiet der Conjec⸗ und in Bad⸗Nauheim anwesend sein. Der Schluß turen zu verweisen.— Prinz Friedrich Karl reist am er Manbver wird in unserer nächsten Nähe stattfinden 9. d. zur Truppenbesichtigung nach Straßburg ab. ind sich auf der Ober- Wöllstädter Höhe und der. Posen, 7. Sept. Der Dekan Rzemiewski wirthschaftlichen Ministeriums. Soweit den amt. Gonzaga(Mantua) und Prof. Mayor(Cam- lichen Kreisen bekannt, sei von einer solchen Wieder- bridge) drücken die Sympathien ihrer Länder für besetzung augenblickiich keine Rede. Alle aufge- die altkatholische Reform aus. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Prag. Wie die -»» TTP ↄ VVT C——T—T—T—TPT——T—T——* 3— 1 des Großherzogs der Prinz und die Prinzessin das Gerücht über die Wiederbesetzung des land- Wiesbadener Protestantentage verlesen. Der Herzog Warte wohl am Besten übersehen lassen. Die zroße Parade findet Samstag Nachmittag statt. Darmstadt, 7. Sept. Steffen, Lieut. vom 2. Pomm. Feld-Art.-Regt. Nr. 17 in das Großh. Hess. Art.⸗Regt. Nr. 25, v. Lynker, Prem.⸗Lieut. in Großh. Hess. Art. Regt. Nr. 25 in das „Garde- Feld- Art.⸗Regt, versetzt. Mohr, Vice— Feldw. vom 1. Bat. Großh. Hess. Landw.⸗Regts. Nr. 115, Link, Vice Wachtmeister vom 2. Bat. 7. Großh. Land w.⸗Regte. Nr. 117 zu Sec.⸗Lieuts. ter Reserve des Großh. Hess. Feld- Art.⸗Regts. HBat.⸗Arzt des 2. Bat. 8. Ostpreuß. Inf.-Regts. r. 45, Hirsch, Assist.⸗Arzt 1. Cl. 1. Großh. Drag.⸗Regt. Nr. 23 zum Stabs- und Bat.⸗Arzt bes 2. Bat. 6. Pomm. Inf. ⸗Regts. Nr. 40, Dabenau, Assist.⸗ Arzt 1. 1 1 2. Bat. Hess. Inf. ⸗Regts. Nr. 116, Hetsch, kom Broßh. Art.⸗Regt. Nr. 25 zum Stabs- und Cl. vom 2. Großh. Drag.⸗Regt. Nr. 24 zum Stabs- und Bat.-Arzt Assist.- Arzt 2. Cl. vom 2. Nass. Inf. Regt. Ir. 88 unter gleichzeitiger Versetzung zum 2. Gr. bess. Drag.⸗ Regt. Nr. 24, Martin, Assist.- Arzt . Cl. vom 1. Großh. Inf. Regt. Nr. 115 zu Isist.-Aerzten 1. Cl. befördert. Klewitz, Stabs- ird Bat. Arzt vom 2. Bat. 2. Großh. Hess. zuf.⸗Regts. Nr. 116 mit Pension und der seit— rigen Uniform der Abschied bewilligt. 1 — Die Regierung hat den Ständen mit Rück- sot auf die durch Verordnung angeordnete Ein— rung der Markwährung folgenden Gesetzentwurf zorgelegt:„Einziger Artikel. Bei der Umrechnung, ü zufolge Einführung der Reichs⸗Mark- Rechnung de den gesetzlich festgestellten Geldsätzen nach dem Nichs⸗ Münz Gesetz vorzunehmen ist, können Kr. 25 befördert. Gilbert, Assist.- Arzt 1. Cl. hat gestern in der Kirche von Wloseiejewski bei Kions, Namens des apostolischen Delegaten die große Excommunication über den Probst Kubeczak ausgesprochen. München, 7. Sept. Der Botschafter des deutschen Reiches in Paris, Fürst Hohenlohe, welcher vorgestern hier angekommen ist, hat sich gestern auf seinen Besitz nach Aussee in Steiermark begeben. Kaiserslautern, 7. Sept. Der Kron⸗ prinz des deutschen Reiches fuhr gestern über Heidelberg kommend durch Neustadt und Kaisers— lautern nach Homburg, um den dort stattfindenden Manövern beizuwohnen. In Neustadt und Kaisers— lautern wurde derselbe von den städtischen Be— hörden und den Kriegervereinen, auf allen Sta— tionen von zahlreichen jubelnden Menschenmengen begrüßt. In Homburg traf der Kronprinz Abends 8 Uhr ein. Die Stadt war illuminirt und wurde dem Prinzen ein Fackelzug gebracht. Heute Vor— mittag findet das Brigade-Manöver bei Homburg statt, Nachmittags ist ein Besuch der Burg Sickingen bei Landstuhl, Eigenthum des Reichstags. Abgeord— neten Stumm von Neunkirchen, in Aussicht ge— nommen. Morgen soll Zweibrücken besucht werden, übermorgen findet da ein Divistons-Manöver statt. Freiburg i. B., 6. Sept. Die in der heutigen Sitzung der zum Altkatholikencongreß Delegirten angenommenen Resolutionen besagen im Wesentlichen: Die Altkatholiken beanspruchen An— theil am Kirchenvermögen, hoffen auf staatlichen Schutz und verlangen Theilung in der Benutzung der Kirchen und Pfründen unter Berücksichtigung der Seelenzahl beider Parteien, die durch Ab— stimmung über die vaticanischen Beschlüsse zu er— mitteln sind. Der Staat hat auf Antrag diese Abstimmung überall vornehmen lassen, wo die „Bohemia“ als zuverlassig meldet, wird Graf Andrassy am Dienstag mit den fremden Offizieren von Wien aus direct nach Brandeis sich begeben, um daselbst den Manövern beizuwohnen, ohne Prag zu berühren. — 7. Sept. Der Kaiser Franz Joseph ist heute Nachmittag 3% Uhr hier eingetroffen. Der⸗ selbe wurde auf allen Stationen, die er passirte, von einer zahlreichen Volksmenge begrüßt, am hie⸗ sigen Bahnhöfe von den Spftzen der Behörden empfangen. Auf die Begrüßungs-Anrede des Bürgermeisters Hulesch erwiederte der Kaiser in tschechischer und deutscher Sprache und begab sich, überall von endlosen„Slavas“ und jauchzenden Hochrufen begrüßt, zu Wagen nach der Hofburg. Daselbst waren die Geistlichkeit, die Behörden und der Landes⸗Ausschuß mit del Oberst⸗Landmarschall Carlos Auersperg versammelt. Heute Abend findet große Illuminatson statt. Schweiz. Bern. Der Bundesrath bean— tragt durch seine Gesandten in Berlin, Paris, Rom und Wien eine Vereinbarung betreffs Rege— lung des internationalen Frachtverkehrs. Frankreich. Paris. Unruhen in Mdze bej Montpellier waren bedenklicher, als man nach den ersten Meldungen annehmen durfte. Die Gendarmerie wurde, als sie auf dem Schauplatze erschien, mit Stöcken und Steinwürsen angegriffen und mußte nicht bloß blank ziehen, sondern auch von ihren Rerolvern Gebrauch machen; 19 Per- sonen wurden verwundetz eine von ihnen ist ihren Wunden erlegen. Die Gendarmen zogen sich in die Kaserne zurück, ihre Gefangenen mit sich schleppend. Der Pöbel drohte, die Kaserne anzu— zünden. Am anderen Morgen kamen 300 Mann Infanterie und eine Schwadron Cavallerie in bennigbeträge, welche nicht Vielfache der Zahl Jen find, bis höchstens zu dem nächst höheren Rechte der Altkatholiken verletzt werden. Meze an, und man schritt zu Verhaftungen. Eine Untersuchung ist im Gange. * . — N ere eee, ne eee eee a 1 5 2 Hendaye, 4. Sept. Die Carlisten haben in der Nähe von San Sebastian einen Matrosen don der preußischen Corvette„Albatros“ aufge- griffen. Sie überlieferten denselben den hiesigen französischen Behörden, welche ihn dem deutschen Consul in Bayonne zuschickten. Holland. Haag. Nach einer hier einge troffenen Depesche aus Atchin vom 3. d. hätten sich die Ortschaften Patti und Kloewang(Nord- westküste) den Holländern bereits unterworfen; auch an der Nordostküste werde wegen der Unter- werfung unterhandelt. Belgien. Brüssel, 6. Sept. Der König hat heute Nachmittag den spanischen Gesandten Tetuan zur Entgegennahme seiner Creditive empfangen. — 7. Sept. Die Gemeinde-Behörden von Verviers verweigerten die Erlaubniß zur Feier einer öffentlichen Messe bei Gelegenheit der für morgen von der Geistlichkeit ins Werk gesetzten großen Wallfahrt. Da die Internationalen gleichzeitig eine Gegendemonstration durch Arbeitergesellschaften mit Musik und Fahnen angekündigt haben, so ere wägt die Stadtbehörde, ob nicht beides, die Wall. fahrt und der Aufzug der Internationalisten, zu verbieten sei. Wilhelm in diesem Sinne persönlich an den König, bedauernd, daß ihn Gesundheitsrücksichten an dem Besuche verhindern. Amerika. New Nork. Die republi⸗ kanische Convention der südlichen Staaten der Union ist zur Berathung der Lage der Südstaaten zusammenberufen worden.— In der Gegend des oberen Missisippi erscheinen zahlreiche Haufen In— dianer, deren Auftreten feindlich ist. China. Shangai. Gerüchtweise verlautet, die Schwierigkeiten zwischen China und Japan wegen der Insel Formosa seien beigelegt. Aus Stadt und Land. Rodheim v. d. H., 8. Sept. Bei der heute dahier stattgefundenen Wahl eines Bürgermeisters wurden von 328 Stimmberechtigten 270 Stimmen abgegeben und fielen diese sämmtlich auf den seitherigen Bürgermeister Jacobi. Es verdient bies bei den dermaligen Ortsvor— standswahlen gewiß seltene Resultat auch auswärts bekann: zu werden, wie es auch den Bürgern Rodheim's das Zeugniß geben dürfte, daß sie die Männer zu schätzen wissen, die das wahre Wohl der Gemeinde nach allen Beziehungen zu vertreten bestrebt sind. Gießen. Der außerordentliche Professor für Mathe— matik, Dr. Paul Gordan, hat eine Berufung, nach Er⸗ langen angenommen. Gießen, 7. Sept. Gestern Nachmittag 3 Uhr sprang ein Lumpensammler aus der Gegend von Battenberg von französische Consul beförderte die Abenteurer nach London. London, 7. Sept. Der„Great Eastern“, welcher das fünfte Telegraphenkabel zwischen England und Amerika legt, ist bei den Skelliks-Inseln angekommen und tele⸗ vorhanden, heute die letzte Splissung vorzunehmen.“ Landwirthschaftliches. Ernte⸗Ergebnisse. Wenn auch eine definitive Bestimmung der Ernteresultate erst möglich ist, wenn die Druschergebnisse bekannt sind, so erlauben doch schon die vorliegenden Berichte über den Stand des Getreides bei der Ernte einen ziemlich sichern Schluß auf die künftigen Getteidemärkte. Sehr auffallend ist es, daß in den ein⸗ zelnen Ländern, mehr aber noch in den einzelnen Provinzen, die Crnte-Ergebnisse so außerordentlich verschieden sind, was seinen Grund vorzugsweise in den starken, oft mehr nur strichweise aufgetretenen Frühlingsfrösten und der in manchen Gegenden sehr nachtheiligen großen Trocken— heit hatte. Faßt man die aus den verschiedenen Ländern eingelaufenen Berichte zusammen, so kann man die Ernke im Allgemeinen nicht anders als eine sehr gute bezeichnen. die Erträge an Waizen beinahe überall gut; in Süsd⸗ rußland und den Donaufürstenthümern über Mittel; in Oesterreich-Ungarn ergab die Hälfte ber mit Waizen bebaulen Fläche einen Durschnittsertrag, ½ überstieg diesen Durchschnut bedeutend und nur circa ¼ blieb etwas hinter demselben zurück; im Ganzen hatte Ungarn eine bessere Ernte als Cisleithanien; Böhmen hofft dieses Jahr noch Waizen ausführen zu können. Norddeutschland, Sachsen und — 8. Sept. Der Congreß der separatistischen der Mauer der Lahnbrücke herunter in die Lahn. Glück. Thüringen hatten eine gute, Süddeutschland, besonders Internationalen ist gestern zusammengetreten. Die Betheiligung ist eine sehr geringe. Kaum 50 Theil— nehmer sind anwesend. Die zweite Versammlung findet heute Abend statt. N Großbritannien. London, 5. Sept. Seit langer Zeit hat kein Uebertritt zum Katholi— cismus in England so viel Aufsehen gemacht wie der des Marquis of Ripon, der heute bestimmt bekannt wird, nachdem er in den letzten Tagen schon gerüchtweise verlautete als Grund des plötz⸗ lichen Rücktrittes Lord Ripon's vom Großmeister— posten der englischen Freimaurer. Der Marquis of Ripon war einer der jüngsten Männer im Cabinet, welches Gladstone im Jahre 1868 bil⸗ dete, und hatte damals schon eine bedeutende Stellung in der liberalen Partei. Daß ein solcher Mann, einer der bedeutendsten liberalen Peers, ein Ritter des Hosenbandordens und Besitzer von 50,000 Lst. Jahreseinkommen, so ganz unerwartet zum Katholicismus übertritt, ist ein Ereigniß und wird auch als solches behandelt. Die„Times“ widmet dem Convertiten ihren ersten Leitartikel. Spanien. Madrid, 6. Sept. Die„Ga— zeta“ meldet, daß drei Angriffe der Carlisten auf Castro de Urdiales zurückgewitsen worden sind. — Die Gesandten Deutschlands und Oester— reichs, Graf Hatzfeld und Graf Ludolf, wurden auf der Reise hierher vielfach sympathisch begrüßt. In Valladolid und Avila wurden sie von den Präfecten und Corpsrationen empfangen und von den Behörden Bankette zu ihren Ehren gegeben. In Avila toastete Graf Hatzfeld auf das Gedeihen Spaniens, der Präfect auf Deutschland und Oester— reich. Eine von Serrano befehligte Armee von 60,000 Mann wird im Centrum aufgestellt, um die dorthin vorgedrungenen carlistischen Banden zurückzuwerfen. Die davon getrennte Nord-Armee operirt ganz selbständig. schwader erhält eine Verstärkung von zwei Schiffen. — Der spanische Gesandte in Wien erhielt fol- gende Depesche: Die zum Entsatz von Puygeerda abgeschickte Truppen haben die Carlisten geschlagen. Letztere haben die Belagerung aufgehoben. Puyg— cerda erhielt den Ehren-Titel„sempre invicta“. — 7. Sept. Graf Hatzfeld ist hier einge troffen.— Es heißt, Serrano werde den Ober— befehl über die Nord-Armee übernehmen. Santander, 7. Sept. Das Kanonen- Boot„Albatros“, unter Führung des Capitän— Zemtsch, wurde auf der Reise von San Sebastian nach Santander von den carlistischen, auf Guetaria feuernden Battrien mit Kanonenschüssen angegriffen. Dasselbe erwiderte den Angriff aus seinen Ge— schützen und erzielte einige Treffer, worauf es die Reise nach Santander fortsetzte Italien. Florenz. Die projectirte italienische Reise des deutschen Kaisers ist, wie mehrseitig be— stätigt wird, auf ärztlichen Rath definitiv aufgegeben. Der„Gazzetta d'Italia“ zufolge schrieb Kaiser Das Nordküsten-Ge⸗ licherweise wae das Wasser an dieser Stelle nicht tief genug, um daselbst ertrinken zu können. Ein Schreiner— geselle holte den 62jährigen angetrunkenen Mann mit großer Mütze mittelst eines Nachens aus dem Wasser heraus. Zerwürfniß mit seiner Frau soll dem Alten den Enischluß gegeben haben, seinem Leben ein Ende zu machen. Darmstadt, 7. Sept. Eine Trauerkunde durchfliegt unsere Stadt. Heute frühe 8 Uhr ist in Folge eines Schlagflusses der Großberzogliche Hofgerichts-Präsident Dr. Kraft plötzlich gestorben. Der Verblichene war seit kurzer Zeit leidend geworden und stand im Begriff, zu einer Badekur nach Kissingen abzureisen. Michelstadt, 5. Sept. Die altehrwürdige Kirche zu ö S leinbach, die ehemalige Basilika Einharts, welche zufolge der neuen kunstarchäologischen Untersuchungen eine solche Vedeuiung erlangt haf, ist jetzt durch die anerkennenswerthe Fürsorge des Grafen von Erbach im Innern, worin früher Magazine und Werkstätten mehrerer Miether waren, aus⸗ geräumt und so den Untersuchungen der Historiker und Archäologen zugänglicher gemacht worden. Allerlei. Frankfurt. Nach einer vom Herrn Dr. Spieß auf: gestellten Siatistik ergibt sich, daß seit 1. Junt, wo man hier vom Typhus sprach, zusammen 615 Menschen an dieser Krankgen erkrankten und etwa 80 starben. Derselbe erklärt die Epidemie für beendigt. Meiningen, 6. Sept. Zwei Fünftel unserer Stadt sind ein Raub der Flammen geworden, 220 Häuser und 100 Seiten- und Neben-Gebäude, darunter das Land— schafts- und Rathhaus, Gymnasium und Druckerei des „Tageblattes“; aus ersterem sind Casse und Acten gerettet. Ganz abgebrannt sind: die Schlundgasse, die nördliche Seite des Marktes, die drei Metzengassen, die Schuh-, kleine Benshäuser-, Büchsen-, Oel„ Salzmannsgasse und der Zwinger, dann die östliche Hälfte der unteren Lang— gasse, die größere Hälfte der Markistraße und die halbe Kaplaneigasse; wohl 500 Familien mit wenigstens 4000 Personen sind obdachlos und haben den größten Theil ihrer Habe verloren. Das Dach der Stadtkirche fing um 8 Uhr zu brennen an, die Hildburghäuser Feuerwehr löschie und deckte auch sofort wieder, so daß die obere Stadt gerettet wurde. Das Elend ist groß; der Herzog hat die öffentlichen Gebäude zu Wohnungen für Abge— brannte bestimmt. Köln. Zum Fortbau des Domes sind in diesem Jahre schon 150,000 Thaler verwendet worden. Nachdem das neue Bau-Gerüst aufgeschlagen und die Arbeiten an dem Octogon begonnen, ist der südliche Thurm schon über 15 Fuß höher geworden. Nunmehr haben die Arbeiten an dem Octogon des nördlichen Thurmes ihren Anfang genommen. London, 5. Sept. Herr Durnof, der mit seiner Frau vor einigen Tagen in einem Ballon aufgestiegen und mehrere Tage vermißt, vielleicht schon aufgegeben worden war, ist glücklich von einer Schmacke nach Grimsby gebracht worden. Er beschreibt heute ausführlich seine unangenehme Tour, wie er von 7 Uhr 55 Minuten Nach⸗ mittags bis 4 Uhr Morgens, d. h. die ganze Nacht hin⸗ durch sich in der Luft gehalten, nicht gewußt, wie weit er vom Lande entfernt war und versucht habe, auf ein Schiff sich niederzulassen. Das war nicht so leicht, zumal er außerordentlich durstig war und obendrein seine Frau, die beinahe ganz vor Kälte erstarrt war, zu balten hatte. Ohne die Bereiwilligkeit der Matrosen, die ihr Boot aus⸗ setzten, trotz der hochgehenden See, wäte die versuchte Landung schwerlich geglückt. Nach vielen Anstrengungen und nachdem das Gewicht des Ballons einmal das Boot beinahe in die Tiefe gesenkt hätte, kam oder vielmehr fiel das verwegene Luftschifferpaar in das Boot, wo ihnen die sorgsamste Pflege zu Theil wurde. In Grimsby wurde den Abronauten von der Schifferbevölkerung und andern einige Gegenden am Rhein und Niederbayern sehr gute Waizenernten; das Gleiche war in letztern auch bezüglich des übrigen Getreides der Fall. Auch von England berichtet man über den guten Ausfall der Waizeuernte. Dagegen lauten die Berichte über die Ergebnisse der Roggenernte im Allgemeinen weit weniger günstig. Der Roggen ist bekanntlich in der Blüthe gegen naßkalte Witterung äußerst empfindlich und gerade dieses Jahr hat sich diese Eigenthümlichkeit in unangenehmer Weise fühl⸗ bar gemacht, denn von vielen Seiten wird über lücken⸗ haften Körneransatz geklagt. Trotzdem scheint die Ernte nicht unter Mittel zu sein. In Oesterreich⸗Ungarn ergeben 2 der mit Roggen bebauten Fläche einen Durchschnstis⸗ ertrag: ¼ etwas mehr und ¼ dagegen etwas weniger. In Deutschland ist die Ernte eine mittlere zu nennen. [Am unzünstigsten ist die Gerstenernte ausgefallen, mit Ausnahme von Oesterreich-Ungarn, welches auch hier eine Ernte über Mittel erzielt hat, und zwar ergeben ¼ der mit Gerste bebauten Fläche einen Durchschnittsertrag, / blieb unter demselben, die übrigen 2/ ergeben dafür aber wieder mehr. In Deulschland, besonders dem süd⸗ lichen Theile und in Frankreich wird ein Durchschnitts⸗ ertrag weder quantitativ, noch qualitativ erreicht und auch England bleibt bedeutend hinter demselben zurück. Auch der Hafer scheint vielerorts den gehegten Erwartungen nicht ganz zu entsprechen. Aehnliche Unterschiede bezüg⸗ lich des Sommer und Wintergetreides berichtet man auch aus Nordamerika. Wenn auch im Ganzen dort die Ernte⸗ resultate als gute bezeichnet werden, so weit es die Quan⸗ lität betrifft, so wird dagegen bezüglich der Qualität con— stalirt, daß sie bei Winterfrucht 4% über, bei Sommer⸗ frucht 4% unter Mittel stehe. Je nach der Art dieser Ernleaussichten oder Ergebnisse macht sich auf dem Ge⸗ treidemarkte bei den einzelnen Fruchtsorten auch eine verschiedene Tendenz bemerkbar. Gerste und Hafer sind allgemein begehrt und stehen schon jetzt sehr hoch im Preise. Während von Ersterer der Verbrauch zu Bier sich alljährlich steigert, ein Ausfall in der Ernte sich also um so fühlbarer macht, ist es bei Letzterem besonders der dieses Jahr herrschende Futtermangel, der ihn in die Höhe treibt. Bei Wasizen und Roggen ist die Haltung auf allen eucopäischen Märkten bis jetzt eine flaue und wenn auch auf dem Pester internationalen Produktenmarkte die Preise von den Verkäufern ungewöhnlich hoch gehalten wurden, so geschah es nur deßvalb, weil sie eben die gewaltige Concurtenz Rußlands und der Union viel zu viel unterschätzten und noch heute der Meinung sind, daß Ungarn auch jetzt noch, wie früher, die einzige Korn⸗ kammer Westeuropas bilde. Die Folge davon war natütlich, daß von diesen Getraidearten beinahe keine abgesetzt wurden. Aus dem jetzigen Stand des Getraidemarktes aber zu schließen, daß dasselbe, wenn der Ausdrusch beendet und der Markt besser befahren sein wird, im Preise sinken werde, dürfte sich voraussichtlich als falsch erweisen; eher könnte noch das Gegentheil der Fall sein, da alte Vorräthe in nennenswerthem Umfange nirgends mehr vorhanden sind und in den letzten Jahren sich der Ankauf unmittelbar nach der Ernte am vortheilhaftesten bewährt hat, da von dieser Zeit an die Preise eine steigende Tendenz verfolglel Auch der beträchtliche Ausfall in der Futterernte macht ein Sinken der Preise höchst unwahrscheinlich. Wei weniger sicher läßt sich der Stand des Hopfens bestimmen⸗. Diese Culturpflanze ist einerseits so empfindlich, daß ver hältnißmäßig unbedeutende Einflüsse einen Strich durch die anscheinend sicherste Rechnung zu machen vermögen, anderseits besitzler aber auch wieder eine solche Vegetattons: kraft, daß sie die gesunkensten Hoffnungen wieder zu beleben vermag. Zu verwundern ist es deßhalb nicht, daß die Berichte über die Aussichten auf die Hopfenernte so sehe widersprechend sind. Allgemein wurde üver zu große Trockenheit geklagt. Jetzt i wohl Regen eingetroffen, aber etwas zu spät, um der Entwickelung der Blüthe und der ferneren Ausbildung den vollen Nutzen zu gewähren, den er früher gebracht hätte. Immerhin hat er aber do Zuschauern ein donnerndes Hoch entgegengebracht, und ber Was speciell die einzelnen Getreidearten anbetrifft, so sind U graphirt:„Das Kabel funclionirt und ist die Hoffnung 10 1 24 fl, Nr. 2 r. 0 14Æ1¹ fl. Je, u.(Balu 12½ 13 fl. 10 1010) n 1157 Helee verstebe Mainz,! Obo. 1 fl. 57 kr. Korn p — Cd Jes Eigenth I Gemarkun . 481, w I Kaufbriefs Fastlbst erkauf Fausschilling b Aber durch Zw Feng übergeg I sind binner Tözenfalls d Rundbuch g Behufs Eintra brd. Vilbel ga Jö Witte. 10 Uhr, werd lich versteger 1) 750 N 2) 8 Ce odann werd Bormittags! gisstonswege 1] tirea 6 1 0 9 5 hr, oumissongt. ariens Or. 2 e Hoffnungen bedeutend gehoben; als günstig können ie Aussichten im Ganzen aber keineswegs bezeichnet erden; in manchen Gegenden rechnet man auf ½, in ndern gar nur auf ¼ Ernte. In Teltnang, Ravens— urg dc. sollen auf den Regen hin sich wohl diejenigen f Hopfengärten gebessert haben, die von Schwarzbrand bedroht daren; die vom Rost und Kupferbrand befallenen aber angsam rückwärts schreiten. Englands Pflanzungen haben under letzten Zeit ebenfalls keine Fortschritte gemacht, die auf eine böhere Ernte schließen ließen. 0 Handel und Verkehr. Friedberg, 9. Sept. Waizen 12 fl. 30 f..; Korn 0 fl. 50 kr.; Gerste 11 fl. 15 kr.; Hafer 9 fl. 30 kr. klle Preise verstehen sich per 100 Kilo. Frankfurt, 7. Sept. Der heutige Viehmarkt war br gut befahren, wenn auch die Qualität in Ochsen nur eßhalb etwas zu wünschen übrig ließ, weil man bier euerersparnißhalber vorzugsweise fettes Vieh schlachtet. ngetrieben waren: 480 Ochsen, 290 Kühe, 300 Kälber nd 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 8 fl., 2. Qual. 34 fl., Kühe 1. Qual. 34 fl., 2. Qual. 2 fl., Kälber 3334 fl., Hämmel 34—35 fl. per Cir. Frankfurt, 7. Sept. Fruchtbericht. 4 fl., Nr. 2 22½ fl., Nr. 3 19½ fl., Nr. 4 16 fl., et. 5 14½ fl., Roggenmehl 0%(Berliner Marke) 16½ fl., o. II.(Berliner Marke) 12 fl. Waizen effecliv biesiger 2½—13 fl., Korn 11-9 ¼ fl., Gerste 11½—12½½¼ fl., dafet 10— 10 ¼ fl., Kohlsamen 15½ fl., Erbsen 13— 17 fl., Dicken 11 ½ fl., Linsen 17—21 fl., Rüböl 37 fl. Alle Steise verstehen sich auf 100 Kilo. Mainz, 8. Sepibr. Productenmarkt. Waizen per ov. 11 fl. 57 kr., per März 12 fl.— kr., per Mai 12 fl. — kr. Korn per Nov. 93¼ fl., per März 9 fl. 25 ke., per Mehl Nr. 1 * Mai 9 fl. 25 kr. Hafer per Nov. 9 fl. 55 kr., per März 10 fl. 15 kr., per Mai— fl.— kr. Rüböl per Oct. 17 fl. 18 kr., per Mai 18 fl. 25 kr. Raps per Sept. 16 fl. 20 kr. Geld Cours. Frankfurt am 8. September 1874. len fl. 9 40— 42 Holländische fl. 10-Stücke„ 9 48—50 Murten„ 5 37-39 Ducaten al marco.„ 5 39—41 20-Frankenstücke„ 9 30—31 Englische Sovereigns 11 56—58 Russische Imperiales. 9 49—51 Dollars in Gold.. 2 26— 27) Bitte um Hülfe. Am 13. Aug. d. J. wurde in Fauerbach v. d. H. der Maurermeister Konrad Winsel beerdigt. Er starb unter den größten Schmerzen in Folge einer tödtlichen Verletzung seines Kopfes und Rücken— marks, welche er beim Graben eines Brunnens in Butzbach durch das Herabstürzen eines centnerschweren Kübels in eine Tiefe von 25 Fuß erhalten hatte. Seine Familie, eine Frau mit 5 Kindern, von denen noch keines im Stande ist sich zu ernähren, befindet sich durch den Tod des Vaters in der drückendsten Armuth, zumal ihr kleines Besitzthum noch verschuldet ist. Wir richten darum an barm— 5 herzige Menschenfreunde die dringende Bitte, der armen Familie mit milden Gaben unter die Arme zu greifen; auch die kleinste Gabe ist willkommen und jeder der Unterzeichneten bereit, solche in Empfang zu nehmen. Münster b. B. und Fauerbach v. d. H. den 1. September 1874. Siebert, Pfarrer. Philipps, Bürgermeister. Verloosung. Badische 35 fl.⸗Loose. Karlsruhe, 31. August. Gezogene Serien: 134 192 248 253 297 346 385 407 728 772 853 860 1004 1296 1313 1416 1431 1462 1509 1722 1731 1916 2004 2104 2125 2154 2221 2543 3041 3144 3404 3488 3501 3542 3663 3700 3732 3747 2789 3967 4191 4231 4337 4416 4453 4515 4567 4632 4666 4897 4925 5320 5338 5376 5477 5566 5677 5946 6031 6207 6217 6262 6465 6494 6588 6648 6874 7147 7445 7491 7503 7576 7586 7648 7779 7826 7895 7974 7975. Aecht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober— hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Matia Farina in Cöln. Edictalla dung. 633 Eigenthums- oder sonstige Ansprüche an das in er Gemarkung Holzhausen belegene Grundstück, Flur II. Nr. 481, welches Heinrich Schmidts Eheleute daselbst, t. Kaufbriefs vom 19. Mai 1853 von Ludwig Müller jaselbst erkauft und an Georg Weisensee, welcher den Laufschilling bezahlt hat, weiter verkauft haben, sodann ber durch Zwangsverkauf an Löb Strauß I. zu Fried⸗ erg übergegangen und von diesem jetzt veräußert worden st, sind binnen vier Wochen dahier geltend zu machen, 1 der noch bestehende, beschränkte Eintrag im Brundbuch gelöscht und den neuen Erwerbern Urkunde behufs Eintrags ins Mutationsverzeichniß ertheilt werden Fird. Vilbel am 5 September 1874. Großherzogliches Landgericht Vilbel. 15. f 0 mierung, 1360 Mittwoch den 16. September d. J., Vormittags 4 0 Uhr, werden dahier zur alsbaldigen Lieferung öffent— 4 lch versteigert: 1) 750 Malter Kartoffeln und 2) 8 Centner Zwiebeln; 1 werden Mittwoch den 23. September d. J., ormittags 10 Uhr, für 1875 zur Lieferung im Sou— gissionswege vergeben: 1) circa 60 Centner Bohnen 1„ Linsen, .„ Erbsen, 10„ Salz, 5)„ 50 Hectolitre Petroleum, 6)„ 16 Centner Kernseife, weiche, J. Qualität, (sind Proben einzusenden), 4 2 Centner Schmierselfe, 8)„ I Hectolitre Leinöl, 1 Rüböl, 5 1 Hellthran, 11)„ 12 Centner Kaffee, Reis 12 30 7 geschälte Gerste, 8„ Die unter pos. 1, 2, 3, 4 und 5 auffgeführten Hegenstände werden einzeln, diejenigen unter 6 und 7, iter 8, 9 und 10 und unter 11 bis 16 aber zusammen ergeben. f T Stdingungen und Proben sind täglich von 8 bis 1 Uhr Vormittags und 2 bis 6 Uhr Nachmittags auf zen Bureau der unterzeichneten Direkton einzusehen und nussen die Soumissionen bis zum 23. d. M., Vormittags Uhr, in den vor diesem Büreau aufgzehängten Soumisstonskasten verschlossen eingelegt werden. Marienschloß den 7. September 1874. f Großherzogliche Landeszuchthaus-Direktion. d. D. Dr. Fri bel. die Spar-& Leihkasse zu Lich betreffend. 1 Zu der nach Veschluß der vorjährigen Hauptver⸗ senmlung zusammen zu berufenden weiteren Hauptyer⸗ simlung werden hiermit alle Mitglieder resp. Gläubiger auf: eitag den 25. September d. J., Morgens 10½ Uhr, * ben Rathhaussaal hiesiger Stadt mit dem Bemerken Ageladen, daß diese Hauptversammlung wahrscheinlich i letzte sein wird. 5 Lich ben 7. September 1874. 1 68„ Nudeln, a g 160„ 20 gedörrte Zwetschen, g 16)„ 10 Hectolitre Essig. ö Annoncen Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, werden an alle Zeitungen vermittelt. Carl Bindernagel's Erpedition. Bekanntmachungen aller Art: Waaren⸗ Empfehlungen, Versteigerungen lt. Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung. Die Annoncen-⸗Aufgeber sparen also Briesschreiben, Zeit und Porto. Deeret. Das Schuldwesen des Balthasar Herbert von Dorn⸗-⸗Assenheim betreffend. 2651 Das Arrangement vom 25. November 1873 wird gerichtlich bestätigt. Friedberg am 1. September 1874. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Bramm, Allwohn, Landrichtervicar. Landgerichts-Assessor. O bst⸗ Versteigerung. 2605 Montag den 14. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll das der Gemeinde Rodenbach zustehende Obst, als: Circa 120 Malter Aepfel, 1 30 7 Birnen, 8 30 55 Zwetschen öffentlich an die Meistbietenden versteigert werden. Rodenbach den 1. September 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodenbach. t agel. 3 Zimmer nebst Küche ꝛc. ꝛc. 2203 zu vermiethen. Jos. Hoffmann. Eine freundliche Wohnung, 2630 bestehend aus 2 Zimmern, Küche nebst Zubehoͤr ist zu vermiethen. Vorstadt Nr. 148. Neue Erfindung! 2628 Der von Herrn Dr. Simon aus der chemischen Fabrik„Altona“ zu Altona erfundene wasserdichte Universal⸗Leder⸗Conservateur besitzt die Eigenschaft, jede neue Ledersorte jahrelang in neuähnlichem Zustande zu erhalten, sowie altes, hartes, selbst schon für den Gebrauch verloren gegebenes, wieder weich und geschmeidig und zur ferneren Benutzung brauchbar zu machen. Faselochs-Versteigerung 2664 Mittwoch den 16. September, Morgens 10 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Leidhecken ein der Ge— meinde gehöriger, zum Schlachten geeigneter Faselochse versteigert werden. Leidhecken den 8. September 1874. é Großherzogliche Bürgermeisterei Leidhecken. e lz a m. Die Spar-& Leihkasse zu Lich betteffend. 2662 Die hiesige Spar- und Leihkasse beabsichtigt, in der Kürze sich aufzulösen, und werden deshalb alle un— bekannten Gläubiger der genannten Spar- und Leihkasse, oder solche, welche auf ihre Einlagen in den letzten Jahren eine theilweise Rückzahlung aus derselben nicht empfangen haben, hierdurch aufgefordert, ihre Ansprüche innerhalb 8 Wochen vom ersten Erscheinen in den oͤffent— lichen Blättern an, bei der Direction der Spar- und Leihkasse um so gewisser geltend zu machen, als sonst ihre Ansprüche bei Vertheilung des Vermögens nicht mehr berücksichtigt werden. Lich, 9. September 1874. Für die Direetion der Spar- und Leihkasse Lud w. Weber. Culmbacher, Kitzinger& Erlanger Export⸗Bier in Originalgebinden stets vorräthig bei . A. Herold in Hanau. Ein kleiner Steinkohlenofen mit Kochplatte ist zu verkaufen. Näheres in der Expe— 2025 Direectson der Spar- und Lelhasse zu Lich. 1 dition dieses Anzeigers. 2657 Alleinige Niederlage für Friedberg und Umgegend A d. Heß, Schuhlager. 2671 Für einen kleinen Haushalt zu Friedberg wird ein braves Dienstmädchen gegen bohen Lohn gesucht. 5 2 8 4. 2 S 0* 22 5* 2 8 5 175 82 8 5 28— S 3 Die soeben erschienene Nr. 49 enthalt: Schuldbewußt. Erzählung von Aliee Kurs.(Fort⸗ setzung.)— Zur Sedanfeier. Mit Abbildung.— Aus der Geschichte der Handel skrisen. Von Stephanus. I. — Altmeißner Porzellan. Mit Originalzeichnungen von B. Mannfeld. II. Vieux Saxe. Am Familientische: Ein Predigerbesuch in Potsdam im Jahre 1798. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Das Neueste in Halsbinden 217 und Shlips de. in schoͤner Auswahl, sowie Foulards, seidene Umknöpftücher und schwarze seidene Halstücher bei K. Friedrich, neben der Post. 3 7—— K ͤ K A 3„57—œ 8 — 1 . An unsere Mitbürger. 2663 Am 11. d. Mts. wird Seine Majestät der Deutsche Kaiser als Gast unseres allverehrten Großherzogs dahier eintreffen und wird unsere gesammte Einwohnerschaft die Ehre, die unserer Stadt durch diesen Besuch zu Theil wird, gewiß dadurch zu würdigen suchen, daß sie alles aufbietet um unserem Kaiser, dem glorreichen Schöpfer des Deutschen Reichs und Repräsentanten unserer Einbeit, einen würdigen Empfang zu bereiten. Es ist bereite in diesem Blatte ein Festprogramm veröffentlicht worden und erbitten wir uns zu dessen Durchführung die freundliche Mitwirkung aller unserer Mitbürger insbesondere durch Schmückung der Häuser am 11., 12. und 13. d. Mts., Betheiligung an der auf den Abend des 12. d. Mts. vorgesehenen Illumination, sowie durch Theilnahme an dem am 11. Abends stattfindenden Festzuge mit Lampions. Zugleich richten wir an die hiesigen Einwohner die Bitte dazu beizutragen, daß bei den fest⸗ lichen Veranstaltungen möglichste Ordnung stattfindet, insbesondere ersuchen wir darum, daß die Straßen nicht durch Fuhrwerk versperrt werden, daß bei der Durchfahrt der hohen Herrschasten Jedermann an einem bestimmten Platze stehen bleibt, damit nicht durch Vor- und Nachdrängen Hemmungen entstehen, insbesondere bitten wir die Eltern auf ihre Kinder ein wachsames Auge zu haben. Was unsere Stadt mit ihren bescheidenen Kräften dem hohen Gaste zu bieten vermag, ist einzig und allein ein herzlicher Empfang und ist es gewiß Jedermanns Wunsch und Streben, daß die dazu getroffenen Veranstaltungen gelingen und bitten wir deßhalb um geneigte Berücksichtigung der oben ausgesprochenen Wünsche. Friedberg den 8. September 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. de. Der Beigeordnete Steinhäußer. Veteranen⸗ und Militär⸗Verein. 2672 Donnerstag den 10. September 1874, Abends präcis 8 Uhr, Generalversammlung im Henn'schen Locale, wozu alle Mitglieder mit Bezug auf F. 54 der Statuten, sowie alle Ehren— mitglieder des Vereins ergebenst eingeladen werden. Da es sich um die Betheiligung unseres Vereins bei der Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser darzubringenden Ovation handelt, so wird allseitiges pünktliches Erscheinen erwartet. Der Vorstand: Dr. Carl Nies, Vorsitzender. Wetterauer Industrie-Ausstellung. Sonntag den 13. September, von 2½ Uhr an, Concert. Eintrittspreise: Vormittags 6 kr., Nachmittags 12 kr. Wetterauer Industrie-Ausstellungs- Lotterie. 2637 Die Ausloosung der 400 Gewinne findet öffentlich in Gegenwart zweier Urkundspersonen Dienstag den 13. September l. J. von Mittag 2 Uhr an im Saale des Hotel Trapp statt. Nach Beendigung Coneert der Kapelle Schellhaas. 2667 Das Verloosungscomite. Handelsschule mit Pensionat fal. 62597) in Miltenberg am Main. Beginn des Wintersemesters am 1. October d. J. 9 Vorbereitung für den kaufmännischen Beruf und zum eee 2670 Prospecte und nähere Auskunft durch H. Trotter, Director. Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein. (Eingetragene Genossenschaft.) 2654 Wegen der Anwesenheit f Se. Majestät des deutsehen Kaisers bleibt unsere Kasse am Samstag den 12. September geschlossen; dagegen ist solche für dringende Fälle am Sonntag den 13. September, des Vormittags von 11 bis 12 Uhr, offen. Friedberg. Der Vorstand: Fr. Hecht. Ermus. Ein gutes Pferd, sowie eine Parthie Mist hat zu verkaufen Friedberg. Emmerich Hanstein. Ein Zimmer 2653 mit oder ohne Möbel ist sofort zu vermiethen. 5 Wo? sagt die Exped. d. Anz. fort zu vermiethen.] 2655 1 een Bürger ⸗ Feuerwehr. 2668 Donnerstag den 10. Sept, Abends 9 Uhr, Versammlung im Henn'schen Locale. Freitag den 11. Sept., Abends präeis halb 6 Uhr, Ausrücken. Sammlung am Spritzenhaus. Der Commandenr. 2673 Donnerstag den 10. d. M., Abends 850 8 Uhr, Generalversammlung bei Herm N Georg Philippi. G. Falck. Wetterauer Judustrie⸗Ausstellung 2665 Freitag den 11. d., Abends 7 Uhr, Comitesitzung bei Burck. * ll 1 1 1 Papierlaternen dasz aug een fa Stocklaternen zur bevorstehenden Serenade vorräthig 2677 bei Jos. Hoffmann. Vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg: Coasthüchlein, oder 300 der ausprechendsten Trinksprüche zum Ausbringen bei Familienfesten und gesellschaft⸗ lichen Mahlen. Gesammelt von Alvensleben. Zweite Aufl. Preis 36 kr. 26690 I. Ochsenfleisch, 2676 per Pfund 20 kr., bei 8 Heinrich Schäfer und Georg Schäfer. Uoggen-& Waßenmehl 2659 Preisen empfiehlt in jeden Quantitäten zu den billigsten L. H. Strauß. Blauen Ditriol 2674 billigst bei Georg Groß. Graue Manen sind zu haben bei Georg Groß. SGi Thi it N bel Eine Parthie Mist. J S Ein Lehrling kann in meiner Druckerei eintreten. Carl Bindernagel. Blauen Vitriol, 2626 Prima-Qualität, empfiehlt hilligst Wilh. Bernbeck. Ein braver Junge 2652 kann unter günstigen Bedingungen das Schuh⸗ macher⸗Handwerk erlernen bei (A. 62599.) Gustav Aderhold, Neue Rothhofstraße 18, Frankfurt a. M. 2675 1965 ˖ 2 7 kann gegen ho en Lohn ö ee Bückergeselle e da zuverlässiger Arbeit erhalten bei Zadich Naumann in Bisses. 2601 Fehrmann's Patent-Pferdeschoner, elastischer Patent⸗Zug⸗Apparat für Lastfuhrwerke, bewirkt erleich⸗ terte Zugthätigkeit der Lastpferde um eirea 200“, Schon⸗ ung der Lastpferde und Geschirre um eirca 330, Zu beziehen zum Fabrikpreise von 20 Reichsmark per. Paar A. Buch in Hungen. durch die Handlung von Pferdeschoner 2666 können die Besucher der Wetterauer Industrik⸗ Ausstellung im Saale für Geräthe sehen. 5 Die Pferdeschoner sind ein sehr nützliches, nen r⸗ fundenes, von Sachverstündigen hochansgezeichnetes b rüthe, das nicht nur Pferde, sondern auch Geschite und Wagen schont. Istaclitischer Gottesdienst in Friedberg. Neu jahrsfest. a Beginn: Freitag Abends 6 Uhr. Samstag Morgens 5½ Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 1 N Gundbuchee 11 1 Anchnung be U 51 1 Beltessend 1 1 W J) Unive Coma 2) Unive König nit dem Ar Se Luds bei Rhein Nacht 1827, die Wir Uns be ö 9. 1. bre mit eir nach den 2 waffenpasse 2 des G b) die M eigentl. c) die mit welcher sonen, jedoch Jagpe auswer diener, e) die Best und bei die daht * S. ewehr 1) die 0 der Ste gegen 2