1 Das 1 20 rt et N hvi⸗ act, 1. — co * 5 w isset l. Blasct, Nichte 18. aer Jula, W. 91 4 2 * Ober 1874. a g den 10. Januar. Oie Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Rreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Mit dem 1. Januar begann ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger, Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten Dienslag, Donnerftag und Samstag, erscheinen wird. ———— welcher auch ferner wöchentlich detimal, und bemerkenswertbesten Tagesbegebenheiten, besonders wichtige Niuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belehrende und unterhaltende Aussätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittbeilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours- Berichte, Verloosungen von Staatspapitren und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bildecräthsel ic. Das Abonnement beträgt bein der Verlags-Expedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ jährlich 17 kr. mit Bringerlohn. Junseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 1 kr. berechnet, bei Tabellen und Ziffersag mit 8 kr. der Anzeiger kann nach auswärts guch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. brechung eintritt. 9 Abbestellung erfolgt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ nicht ausdrücklich Die Expedition. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt ist zu publiciren: Nr. 49. sad I. DBerordnung, die Abhaltung der Forstgerichte betreffend.— sub 3. Bekanntmachung, die zur Ausfertigung und zur Erledigung von Uebergange⸗ scheinen ermächtigten Stellen betreffend.— sub 4. Bekanntmachung, die Erhebung und Conttolirung der Uebergangsabgabe von Bier und die Steuetvergütung dei der Ausfuhr von inländischem Bier betreffend.— sub 5. Bekanntmachung dei der Ausfuhr von ausländischem Branntwein betreffend.— Nr. sub 1. ud 4. Bekanntmachung, die Verwaltung der inneren indirecten Abgaben betreffend. Beiträge zu den Kosten der Staatsstraßen für das Jahr 1874 beiteffend.— Friedberg am 8. Januar 1874. sub 2. die Ethebung und Controlirung der Uebergangsabgabe von Branntwein und die Steuervergütung Bekanntmachung, die Aufhebung der Stempelpflicht auswärtiger Kalender betreffend.— — Nr. Bekanntmachung, die Organisation der Steucrämtet dettesfend. 51. sub 1. Bekanntmachung, den Ausschlag der ditecten Steuern und der Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundes gesetzblatte des Deutschen Reichs publicirt worden: Nr. 33. Gesetz, wegen Abänderung der Maß- und Gewichtsordnung Scue 377.— Erlaß, betressend die Einrichtung einer Oberpesi⸗Dirkction in Bremen Sciic 370. — Nr. 34. Gesetz, betreffend die Abänderung der Nr. 13 des Art. 4 der Reicheverfassung Seite 379.— Beroronung, betr. die Wahlen zum Reichstag in Elsaß⸗Lotbtingen. Gttrefsend: Die Versorgung der Militärpersonen durch Uebertragung von Civilstellen. 22 Friedberg am 8. Januar 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unsere Verfügung vom 28. November v. J.— Amtsblatt ohne Nr.— bringen wir in Erinnerung. Trapp, 4 Betreffend: Die Beiträge der wohlficbenden latbolischen Kirchenfonds zu dem allgemeinen katholischen Kirchensond für kirchliche und geistliche Zwecke für 1874. Friedberg am 7. Januar 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die katholisehen Kirchenvorstände des Kreises. Nachstehend theilen wir Ihnen das Verzeichniß der in obigem Betreffe zu leistenden Beiträge mit dem Auftrag mit, Ausgabe- Decretur f 5 ertheilen und für Zablung zu sorgen. Etwa fehlender Credit wird hiermit ertheilt. K nn 1) Friedberg 2 fl.— 2) Nieder Mörlen 1 fl. 50 kr.— 3) Ober ⸗Moͤrlen 4 fl. 21 kr.— 4) Ober⸗Wöladt 20 fl. 59 kr.— 5) Ockstadt 6 fl. 58 kr.— ) Oppershofen 11 fl. 39 kr.— 7) Rockenberg 3 fl. 36 kr.— 8) Wickstadt 2 fl. 47 kr. Ilbenstadt 7 fl. 18 k. Bekanntmachung. Beiressend: Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen. Diejenigen Militärpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen eine specielle Einladung erfolgt nicht. Die unterzeichnete Commission wollen und im Großherzogthum Hessen nach§. 20 der Militär-Ersatz— Instruction vom 26. März 1868(Reg.⸗Blatt Nr. 21) gestellungspflichtig ind, haben ihre Anmeldung schriftlich, unter Berücksichtigung der§§. 148, 149, 151, 152, 153, 154 und 155 der erwähnten Militär- Ersatz In- sruction bis zum 1. Februar 1874 bei der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im März k. J. statifindenden Prüfung zu unterziehen beabfichtigen Der Meldung sind beizulegen: 4) ein Geburtszeugniß; b) eine beglaubigte Einwilligung des Vaters oder des Vormundes; J ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) von dem Director bezw. Rector der betreffenden Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute aber von der Polizei Obrigkeit auszußkellen ist. Außerdem ist mit dem Meldungsgesuche ein vitae curriculum zu verbinden.. 2 Bei Nichtbeobachtung der bestehenden Vorschriften, oder Einreichung des Gesuchs nach dem angegebenen Termine, kann die Zulassung zu der näͤchstien Prüfung nicht stattfinden. Der Prüfungstermin, sowie das Local, worin dieselbe vorgenommen wird, kann erst später bekannt gemacht werden; macht außerdem noch auf folgende Bestimmnugen ausdrücklich aufmerksam. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht vor dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß dei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. Februar des Kalenderjahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebens jahr vollendet wird. Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Militärdienst, ist die Aufgabe des Rechts, an ver Loosung theilzunehmen, verbunden. Aus nahmsweise kann der durch die versaͤumte rechtzeitige Anmeldung verloren gegangene Anspruch durch Entschließung der Ersatz-Behörden 3. Instanz wieder verlieden werden, wenn der beibetligte Militärpflichtige noch nicht an einer Loosung Theil zu nebmen verpflichtet war, oder ver— möge seiner Loosnummer disponibel geblieben ist. In letzterem Falle darf diese Vergünstigung indeß nur dann ein tetten, wenn der desfallsige Antrag vor der zweiten Ausdebung, dei welcher der betbeiligte Militärpflichtige zu concurriren dat, sormirt wird. Gesuche um Wiederverleihung der durch versäumte rechtzeitige Meld— ung verloren gegangenen Berechtigung sind an die zuständige Kreis-Ersag- Commission zu richten. Darmstadt den 16. December 2873. Großberzogliche Prüfungs- Cowmission für einjäbrig Kreiwillige, Pap st. Stre ce. hesssscher Anzeiger. Deutsches Reich. Darmstadt. Sicherem Vernehmen nach ist man im Ministerium der Justiz damit beschäftigt, einen Gesetzentwurf wegen Einführung der obli⸗ gatorischen Civilehe und der Civilstands Buch- führung behufs Vorlage an die Stände auszu- arbeiten. Diese Nachricht wird in den Kreisen, welche die Einführung der Civilehe namentlich gegenüber den Uebergriffen der ultramontanen OGeistlichkeit bei gemischten Ehen als unerläßlich bezeichneten und deßhalb so energisch auf Vorlage eines desfallsigen Gesezes drängten, mit Genug- tbuung entgegengenommen werden. Darmstadt. Bekanntlich hat die zweite Kammer vor nicht langer Zeit, aus Veranlassung eines Antrags des Abgeordneten Landmann, den Beschluß gefaßt, die Regierung zu ersuchen, eine Kevision der bestehenden Jagd Gesetzgebung ein ⸗ teten zu lassen und dabei die in den Verhand- lungen zur Sprache gebrachten Punkte geeignet zu berücksichtigen. In letzterer Hinsicht waren namentlich auch die Art der Vergebung der Jagden, der vielfach zu hohe Wildstand ic. betont worden. Es war beinahe vorauszusetzen, daß jener Be⸗ schluß bei der ersten Kammer auf einigen Wider- stand foßen würde, und in der That hat sich jetzt der vierte Ausschuß, wie der Bericht des⸗ selden ergibt, gegen jenen Antrag ausgesprochen. Er findet zu einer principiellen Aenderung der Jagd- Gesetzgebung keinerlei Veranlassung, indem dielmehr die vom linken Rhein- Ufer auf das dies ⸗ seitige Gebiet übernommene Jagd-Legislation eine 40 jährige Probe zur Satisfaction der Gemeinde bestanden habe. Sie fuße auf dem Grundsatze öffentlicher Verpachtung an den Meistbietenden und verordne eine mittlere Dauer der Pachtzeit.— Beides im Interesse der Intacthaltung des Jagd- rechts als werthvollen Vermögens- Objects der Gemeinde. Eine Aenderung dieser Principien er- scheine, wie eingehend nachzuweisen versucht wird. für die Gemeinde als solcher und die Angehörigen derselben nur nachtheilig. H.-V. Friedberg. Dem Berichte des nord- amerikanischen General-Consuls in Frankfurt a. M. äber die Ausfuhr aus dem Großherzogthum Hessen nach den vereinigten Staaten in dem Zeit raum October 1872 bis October 1873 entnehmen wir folgende Angaben:. Leder, Haute und Felle.. 809,078 32. Haare für Hutmachee e Juwelen und Edelsteine 184,668 40, Wein, Branntwein, Bier und Aepfelwein. 483 794 25, Leinene, wollene und baumwollene Waare. 7,488 4, Maschinen und Instrumente 15,196 40 Lederwaaren 8 233,128 48, Schmergel 19.275 24, Spielwaaten 2 4,160 52 I: 116,564 24, Vorzellan⸗ und Glaswaaren 5032 51, T— 149 21. Arzneien, Chemicalien und Farben 164.838 51, Eisen, Eisen⸗ und Metallwaaren 2,851 58, Schreibmaterialien, Papier, Bücher, Druck⸗ VCVVVVVVVVVVV se Mineralwasseer 65913—, Frankjurter Druckerschwärze 9 370 40 Parfürmerien und Seife 3 503 18, JJV 2412 Cigarrenformen und Holzwaaren 16911 58 Oel und Wachs tuch 826 3, Leere Flaschenmnm 2817 6, C 1652 7 Pflaumen, Obstsäfte und getrocknete Früchte 14.355 52 Quincailleriewaaren. 5 1,190 24, „ 300 12, diverse Waaren 7031 45 Der Gesammtexport delrug 775,77 Id. Die Ausfuhr Frankfurts nach der Union betrug in der gleichen Zit fl. 3,818,547. 21 kr. Berlin, 6. Jan. Die beutigen Abendblätter melden, daß der Beitritt Rußlands zu dem Welt⸗ Postcongreß nunmehr erfolgt sei.— Das„Miliär- wochenblatt“ meldet: Der Herzog von Ediaburg ist als Oberst der preußischen Armee à la suite des 95. coburg ⸗gothaischen Infanterieregiments angestellt worden. Berlin. Der General der Infanterie, Vogel v. Falckenstein, dessen Name besonders aus dem Berlin. Die„N. A. Z.“ Ichreibt: klerikalen Münchener Presse spukt daß Gerü Barzin sei eine Branntwein Brennisei e worden. Wenn Branntwein-Brennereien mf dem Christenthum unverträglich sind, dann m den Münchener„Volksfreund“ ersuchen, nächst an die infallibilistischen Brennertlen in Bayern und Umgegend zu halten. Varzin ist übrigens eines der wenigen größeren Güter, auf denen eine Branntwein Brennerei nicht besteht. Auch in Aussicht genommen ist eine solche dort keineswegs. Berlin, 7. Jan. Die Besserung in dem Befinden des Kaisers ist soweit vorgeschritten, daß er heute Mittag eine Ausfahrt unternehmen konnte. Posen. Der„Ostd. Ztg.“ zufolge ist in dem Verfahren wegen Amtsentsetzung des Erz- bischofs Ledochowski vor dem Gerichtshof für kirchliche Angelegenheiten der hiesige Kreisgerichts⸗ rath Gundrian zum Untersuchungsrichter, der Ober— Regierungsrath von der Gröben zum Staatsan- walts- Vertreter ernannt worden. Köln, 6. Jan. Der„Köln. Ztg.“ wird aus Bonn vom heatigen Tage gemeldet, daß der Pater Theiner der Aufforderung des Kardinals Antonelli nachgegeben hat und die Stelle eines Directors an der Oratianer-Bibliothek in Rom nicht annehmen wird. Kassel. Der demnächst im Abgeordneten hause zur Berathung kommende Antrag auf Be- seitigung der Stol-Gebühren und Entschädigung der Pfarrer aus Staatsmitteln beschäftigt gegen— wärtig auch die evangelische Geistlichkeit in Kur- bessen. Von hier aus ist zum Beitritte zu einer Zustimmungs-Adresse aufgefordert worden. Fulda. Von der Candidatenliste für den vacanten hiesigen bischöflichen Stuhl sollen nach dem„F. Anz.“ Dom⸗Capitular Hahne, Regens Dr. Komp und Assessor Dr. Braun als personae minus gratae gestrichen sein. Bestätigung bleibe jedoch abzuwarten. Trier. Wie die„Trier. Zig.“ meldet, ist am 1. Januar auch dem Bischof von Trier in Folge höherer Wessung von der dortigen Re- gierungshauptkasse die Auszahlung seines Staats- gehaltes pr. 1. Quartal(2000 Thaler) ver- weigert worden. München, 8. Jan. Dr. Anton Ruland, hervorragender ultramotaner Landtags- Abgeord- neter und Ober- Bibliothekar in Würzburg, ist heute Morgen an der Cholera hierselbst gestorben. — 8. Jan. Die Prinzessin Gisela, Gemahlin des Prinzen Leopold von Bayern, ist von einer Tochter entbunden worden. Heidelberg. Herr Prof. Erdmannsdörfer „in Breslau ist an die Stelle des nach Berlin ab- gehenden Herrn Prosessor von Treitschke berufen und hat den Ruf angenommen. Stuttgart, 7. Jan. In der Abgeord- netenkammer ist ein Gesetz-Entwurf über das Retablissement des württembergischen Armeecorps eingelaufen; die zu diesem Zweck geforderte Summe beziffert sich auf 11,600,000 Gulden. Die Kammer genehmigte das Verfassungsgesetz mi: 69 gegen 7 Stimmen. Von dem württembergischen Antheil der französischen Kriegsentschädigung(49,686,176 Gulden) ist gegenwärtig über 49,100,000 Gulden verfügt. Ausland. Oesterreich⸗ Ungarn. Wien, 8. Jan. Die österreichische Bodencreditanstalt ist in der Lage, dae Hypothekargeschäft wieder aufzunehmen. Das Bankgeschäft wird auf neuer Basis organisirt. Die Francobank soll zur selbstständigen Recon struirung die Mittel gesunden haben; ihre Wieder- annäherungsversuche an das Frankfurter Haus Erlanger sollen günstig ausgefallen sein. Schweiz. Bern, 6. Jan. Laut dem Lu zerner„Vaterland“ protestiren die schweizerischen Bischöfe beim Bundesrath gegen die Ausweisung des Nuntius. Frankreich. Paris. Die Prinzen der Main ⸗Feldzuge von 1866 her noch in frischer Familie von Orleans begleiten folgende provi⸗ ville, Admiral; der Herzog von Montpensler, Ar- tillerie-Oberst; der Herzog von Chartres, Lieutenant der Jäger zu Pferde; der Herzog von Penthlovre, Schiffslieutenant; der Herzog von Alengon, Ar- tilleriehauptmann. Der Herzog von Aumale ist officiell zum Divisions-General ernannt. Wenn die Nationalversammlung die anderen Prinzen in ihrem Range bestätigt, so wird die französische Armee 6 Offiziere mehr zählen. Paris. Die„Union“ meldet:„Der Bischof von Nimes hat aus Anlaß seines jüngsten Hirten“ briefe aus Genf zwei Visiten Karten erhalten. Auf der einen liest man:„Madame Hypacinthe Loyson“, auf der anderen:„Hyaeinthe Lopson, Pfarrer von Genf“, und dem letzteren Namen sind die Worte beigefügt:„Mit unserer christlichen Vergebung für die groben Beleidigungen, mit denen Sie uns in Ihrem jüngsten Hirtenbriefe überhäuft haben.“ Paris. Nach den neuesten Nachrichten aus Neu⸗Caledonien ist Henry Rochefort in Numbo untergebracht worden, einem freundlichen und sehr gesunden Thale auf der äoͤßersten Spitze der Halbinsel Ducos, wo die Verwaltung eine Anzahl von Baracken für die Deportirten hat anlegen lassen, die sich ungestört der Arbeit widmen wollen. Rochefort scheine sich resignirt in sein Schicksal zu finden und habe den Besuch des Feld-Almoseniers und des Schiffe⸗Lieutenants Ponzolz, welcher di⸗ Halbinsel Ducos befehligt, empfangen. Paris. Die Journale stimmey dem Rund- schreiren des Cultusnunisters an dse Bischöfe zu. Das„Journal des Débats“ weist auf die trotz der verbindlichen Fassung entschiedene Sprache des Regierungs-Erlasses hin. Die kirchlichen Jour⸗ nale äußern sich sehr gemäßigt. Die„Union“ betont, das Recht der Bischöse, gegen die Ver- folgung der Kirche zu protestiren, könne durch politische Rücksichtnahme keinen Abbruch erleiden, ihre Auslassungen die Verantwortlichkeit der Re- gierung nicht herbeiführen. Großbritannien. London. Aus Cap⸗ Coastcastle wird vom 18. Dec. gemeldet, daß die Engländer eine Brücke über den Prah⸗ Fluß ge⸗ schlagen haben. Spanien Madrid, 6. Jan. Die Der- treter det spauischen Regierung in Paris, Brüssel und Lissabon haben telegraphisch ihre Entlassung erbeten.— Dit General- Capitäne von Cuba, Portorico und den Philippinen sollen, wie per ⸗ lautet, Seitens der Regierung abberufen den. Nadrid. Casteler veröffentlicht folgenden an das Land gerichteten Protist:„Ich protestire mit der ganzen Energie meiner Seele gegen den gegen die constituirende Versammlung geführten brutalen Schlag. Mein Gewissen scheidet mich von der Demagogie. Mein Gewissen und meine Ehre scheiden mich von der Lage, welche durch die Gewalt der Bajonette soeben bereitet ist.“ Mehrere Deputirte der Majerität haben diesem Protest zugestimmt.— Die Entwaffnung wird ohne Schwitrigkeit fortgesetzt. Madrid ist an- haltend ruhig. Nadrid. Das Feuer der Insurgenten in Cartagena ist lebhafter geworden. Die Jnsur⸗ genten scheinen durch die Voraussetzung, daß die Stimmung der Provinzen eine der Regierung feindliche sei, ermuthigt. Madrid, 7. Jan. Von der Belagerungs⸗ Armee vor Cartagena wird gemeldet, daß eln Pulver- Magazin in dieser Statt durch eine Ex ⸗ plosion zerstört worden sei. Madrid. Die definitive Liste des Ministe⸗ riums Serrano hat gegen die erste telegraphische Meldung einige Abänderungen erfahren. Die amtliche„Mad. Zeitung“ veröffentlicht Deerete, durch welche Martes zum Justezminister, Eche⸗ garay zum Finanzminister, Mosquéra zum Handels- minister, Abaceda zum Civil Geuverneur von Madrid ernannt worden. Admiral Topete hat nach den Madrider Zeitungen die Uebernahme des Marine-Ministeriums abgelehnt. Madrid. Valencia ist in Belagerungezustand erklärt. Die Generale Ripoll und Hidalgo sind Erinnerung lebt, ist nunmehr seines Alters wegen sorische Stellen in der Armee: Der Herzog von verhaftet. Man versichert, Castelar habe Salmeron in den Ruhestand übergetreten. Nemours, Divisions-General; der Prinz von Join- und Figueras, die ihn aufforderten, mit ihnen die Ber! komm! obligalot amet, sosoruige drauuign Den mu denn sen fi Diellin hatte er schpein! Beile be schlaubtt! hinter en — föderalistische Partei zu reorganisiren, seine Bei— hülfe abgeschlagen. Italien. Rom. Die italienische Regierung bat zwei höhere Offiziere mit dem Auftrage nach Deutschland gesandt, sich über die dortigen Heeres- einrichtungen genau zu unterrichten. Dieselben nahmen vor einigen Tagen mit Erlaubniß des großen Generalstabs die Einrichtungen und das Material des Eisenbahnbataillons in Augenschein. Rom. Nach erfolgtem Wiederzusammentritte der Kammern wird der Justizminister dem Senate den Entwurf des neuen Strafgesetzbuches vorlegen. In demselben ist die Todesstrase nicht nur im Princip beibehalten, sondern auch auf zwei weitere Fälle ausgedebnt. Er stellt diesen Antrag auf Grund Gutachtens der Gerichte und überläßt es dem Parlamente, sich über eine so hochwichtige Frage endgültig auszusprechen. Venedig. Auf Befebl des italienischen Kriegs- Wild sich anschickte abzuziehen, ohne ihn weiter zu beachten bielt er es der Klugheit gemäß zu entschlüpfen. Kaum batte das Wildschwein ihn wiedet erblickt, als es über ihn hersiel, ihn auf den Boden warf und mit seinen Hauern ihn in der Seite und am Schenkel schwer ver— wundete. Doch behielt Dietlin seine Geistesgegenwart, es gelang ihn, seine linke Hand in das Maul des Schweines zu stecken und es an der Zunge zu packen; mit der rechten Hand, in der er das Beil bielt, bearbeitete er den Kopf des Thieres so tüchtig, daß es endlich betäubt wurde. Dann erhob er sich und tödtete das Wild, das sein Leben in Gefahr gesetzt hatte. Dietlin muß noch im Bette liegen, aber sein Zustand ist gar nicht beunruhigend. Das Wildschwein wog 90 Kilogramm. Beim Verhauen des⸗ selben erkannte man, daß es schou eine Kugel im Leibe hatte. Literarisches. B. Darmstadt, 5. Januar 1874.— Noch gerade recht für den Weihnachtslisch ist unlängst im Verlage der Winter'schen Universiidtsbuchhandlung zu Heidelberg eine poctische Erzählnng⸗ des früheren Reallehrers zu Friedberg und nunmehrigen Gymnastallehrers dahier, ministers wird in Venedig eine großartige Tor— pedofabrik errichtet werden. Der Director der Marinkartillerie Herr Tilling und der Ingenieur Rubini sind mit der Ausarbeitung der betreffen— den Pläne betraut worden. Asien. Penang. Die Holländer baben das Feuer auf den Kraton am 3. d. M. eröffnet. Die Cholera tritt dem Vernehmen nach sehr heftig in dem hollandischen Lager auf und herrscht eine große Sterblichkeit unter den eingeborenen Truppen. 1 Allerlei. Berlin. Ein etwas bedenklich älteres Frauenzimmer kommt zum Staatsbeamten:„Ist das bier, wo man die obligatorische Civil ⸗Ebe eingehen kann?“— Staatsbe- amtetr:„Allerdings.“— Dame:„Dann bitte ich Sie um sofortige Trauung.“— Staatsbeamter:„Wo ist denn ihr Oräutigam?“— Dame:„Bräutigam? Eklauben Sie mal! Den muß ich Doch bier geliefert bekommen, wozu wäre denn sonst die Ehe obligatorisch?“ Pfirt.(Elsaß.) Am 31. Occember batte sich Christian Dieltlin in den Wald begeben um Holz zu hauen. Kaum hatte ex seine Arbeit begonnen als er von einem Wild schwein üderfallen wurde. Er wollte das Wild mit seinem Beile begrüßen, aber er schlug fehl und das Schwein schleuderte ihn fünf Meier wein fort. Es gelang ihm sich binter einen Baum zu verstecken und als er sab, daß das! Dr. Ferdinand Bender, im Druck erschienen. Der talent⸗ volle Verfasser, welcher dieselbe nach ihrem Helden„Redlev“ betitelt bat, führt une in schwungvollen Jamben voll edeler Diklon die, mit seingewählten Gleichnissen und ties⸗ empfundenen Schildevnungen aus Natur und Seelenleben reich ausgeschmückte, zragisch endende Geschichte eines treu liebenden Paares aus dem kernigen Volke der nordischen Insulaner vor uud versteht es, obwohl die Handtung an sich von klassischer Einfachheit ist, auch in erzählerischer Hinsicht daueend zu fesseln. Das schöne und vielver— sprechende Werkchen ist deßhalb freudig zu begrüßen und sei hiermit allen Frrunden reiner und duftiger Poesi⸗ warm empfohlen. D. Frankfurt a. M. 8. Januar. Das Geschäft bat sich heute, haupisächlich am Speculationsmarkte, etwas lebhafter als an den vorhergehenden Tagen gestaltet und war auch die Tendenz eine günstigere. Von London wurde die Herabsetzung des Bankdiecontos als für Morgen be⸗ vorstebend gemeldet, welche Nachricht von animitender Wirkung wat. Creditactien bewegten sich in lebbaften Umsätzen von 247 bie 247%, Staate bahnactien von 352½ bis 353. Auch Lombarden wurden von der Speculation mehr beachtet und gingen bis 170¼, Oestert. Lapnen verkehrten größtentheils zu bobeten Coutsen. Galizier sind 2½¼ fl., Ungarische Nordost 4 fl. besser. Neue Staalababnpriorliäten sest zu 93. In Bauken war das Geschäft zwar still, aber die Tendenz eine recht fesie. Handelsgesellschaft zeigten sich zu 110% gesucht. Deulsche Vereinsbank besserten sich/ pCt., Meininger 1½ pt., Dresdener ½ pit. Silbertente sesl. Spanier höher, Von Loosteffecten, in welchen lebhafte Umsäße fattfanben Augsburger bis zu 9 fl. bezahlt. Finnländer und Schwebische 10-⸗Thlr.⸗Losse höher. Ungatische sest. Bar⸗ letia in gutem Begehr. Ven amerikinischen Wertben Oewego, Oregon und Stockton⸗Copporopelie je ½ pet. desser. Buffalo und deide Missourt ebenfalls böher. Von Wechseln Wien und Paris anziehend. Silberrenteceupon 23.3. Oesterr. Eisenbahncoupons 93½ Geld⸗Cours. Frankfurt am 8. Januar 1874. Preußlsche Friedrichsd or fl. 9 57½—58½ W 1„ 9 4—43 Holländische fl. 10 Stücke„ 8 52—54 Ducaten. g„„„% Ducaten al mare„ 5 33—35 20⸗Frankersstücke„ 9 20½—21½ Englische Sovereigns„ 11 48—50 Russische Imperiales.„ 0 42—44 Dollars in Gold. 1 224½—2½ ö Am 29. November d. J. ist der Fabrknecht Wiegand Agel von Steinfurth in seinem Dienste sauf det Straße plötzlich todt zusammengebrochen und bat eine schwache Wittwe mit drei kleinen Kindlein in größter Noth hinterlassen. Nachdem zur Unterstützung derselben in Steinfurth die Summe von 33 fl. 18 kr. gesammelt worden war, haben theilnehmende Bewohner von Bad-Nauheim die Witwe durch eine Weibnachtsgabe von 29 fl. 6 kr. hocherfreut. Vielleicht finde sich auch in Friedberg nock ein williges Herz und eine offene Hand für diesen guten Zweck. Den gütigen Gebern wird hierdurch der berzlichste Dank aus⸗ esprochen. Die Expedition d. Anzeigers ist gerne bereit Gaben in Empfang zu nehmen. 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Schröder in Cs spielt sich in unserem kleinen Kreise und Finsterniß ab. * LL 0 Hie Römisch! erschallt das Feldgeschrei auch bei uns. liberale Schröder dem römischen Backe gegenüber, sondern der deutsche Schröder! Auf denn! wer dentsch sein will, wer deutsch denkt und fühlt, Farbe bekennen! Wählen wir deßhalb den. a Herrn Dr. jur. B. Schröder in Reichstagswahl! Wer es mit Rom hält, wer Zersplitterung des ber deßhalb die zu der Partei sich zählenden Judifferentismus! Das wäre feig! Aber Vaterlandes will, wer es von zu den Deutschen zählt, wer sein Vaterland Worms. ein Stück des großen Culturkampfes der Gegenwart, des Kampfes zwischen Licht * Hie Deutsch! Wollen wir römisch sein?! Nein! und abermals nein! Es steht hier nicht der national⸗ Mann für Mann zur Wahlurne! hente gilt's deutscht Worms. Mehrere Conservative. Ein Wahl-Resumé. 123 Die Wahlschlacht steht bevor und wiederum sind es zwei Parteien, die sich wie bei den vor bergegangenen Reichstagswahlen schroff gegenüberstehen. Die eine Seite geführt von 17 katdolischen Geistlichen, welche ihrem eigenen Gewissen und ihrer Ueberzeugung nicht das Recht haben, Folge zu leissen, sondern der Disciplin ihres Vorgesetzten— eines Bischofs von Mainz, welcher wieder unter dem Commando und der Botmäßigkeit der Strömung, die schon seit langer Zeit und gegenwärtig insbesondere im Vatican zu Rom zum Unglück der Welt herrscht, steht und seinen eigenen Gedanken nicht folgen darf, sondern der Umgebung eines starrsinnigen Greises, vor dem der Bischof von Mainz mit vielen andern Bischöfen fußfällig geworden ist, um das Unbeil abzuwenden, das durch die Proclamation des Unseblbarkeits-Dogma zwischen die Confessionen und die Katholiken selbst geschleudert wurde und das die Bischöse voraus gesagt und nun eingetreten— haben Rechnungsrath Backe in Darmstadt, welcher in Rockenberg die Civilebe mit dem gebildeten Worte,„der Viehhandel“ beehrte, als Candidat zum Reichstage aufgestellt. Von der Wirksamkeit Backe's im öffentlichen Leben ist absolut nichts vortheilhaftes bekannt. Seine Befähigung als Abgeordneter ist nicht im Mindesten erwiesen, kein Wunder kann ee daher ertegen, wenn ihn seine eigene Partei bei den letzten Landtage wahlen im Bensbeimer Wahlbezirk im Stich gelassen hat. Würde Herr Backe mit außergewöhnlichen Befähigungen begabt sein, sicher würde er in Bensheim von seiner Partei zum Reichstags- Candidaten proklamirt worden sein. Wie steht es nun auf der andern Seite? Dr. Schröder in Worms ist von sämmtlichen Abgeordneten des Bezirks, von einer großen Anzahl unabhängiger sreisinniger Bürger, die ihrer eigenen Ueberzeugung, und die von keiner Seite beein— trächtigt werden kann, folgen, sowie von den höchsten Beamten des Kreises befürwortet. Schröders Wirksamkeit im öffentlichen Leben, als Vorstand vieler Corporationen in Worms, in der Provinz und im ganzen Lande, seine landesständ ische und synodale Thätigktit und seine Befähigung als Abgeordneter sind über jeden Zweifel sestgestelt. Wozu braucht es da ein Programm, wenn ein Candidat auf seine Vergangenheit hinweisen kann— ein Mann, der im öffentlichen Leben nicht bekannt, braucht zu seiner Empfehlung— Versicherungen uud Versprechungen, die er vielleicht halten wird, vielleicht auch nicht. Leute, die auf der Barrikade oder im Gefängniß für ihre Ueberzeugung gewesen, heben ther ein Aniecht, daß die Freiheit und Einheit die sie erstreben, nicht allein im Munde geführt, sondern auch im Herzen getragen wird. Für jeden vernünftig denkenden freisinnigen Katholiken, Protestanten und Israeliten kann daher kein Zweifel herrschen, wem er seine Stimme zu geben hat. Backe; wer für Gewissensfreiheit, Bildung, Fortschritt und Hebung der materiellen Güter des Volkes ist, gibt Dr. Schröder seine Stimme. 1—.— Stimmzettel 81 für Herrn Dr. jur. B. Schröder in Worms flint! zu beziehen bei der Buchhandlung von Carl Scriba in Friedberg. Den Wählern, 122 welchen aus Versehen ein Stimmzettel für Herrn Dr. jur. Sernhard Schröder in Worms nicht zugekommen sein sollte und die die Absicht haben demselben ihre Stimme zu geben, diene hiermit zur Nach⸗ richt, daß in der Buchhandlung von C. Seriba noch Stimmzettel in Empfang genommen werden können. Ferner machen wir die Wähler darauf aufmerksam, daß die gedruckten Stimmzettel so zusammengefaltet sein müssen, daß der Name des Candidaten nicht ersichtlich, und dieselben in dem Wahllocal abzugeben sind und durchaus nicht, wie vielfach die irrige Meinung besteht, der eigene Name darauf geschrieben werden darf. Das Central⸗Wahleomit é. Wetterauer Industrie⸗Ausstellung zu Friedberg in 1874. 105 Allgemeine öffentliche Versammlung: Sonntag den 11. Januar, Nachmittags 3 Uhr in der Brauerei des Herrn Burk zu Friedberg. Alle Freunde der Industrie, die sich für genannte Unternehmen interessiren, insbesondere alle Industriellen, welche ausstellen wollen, ladet zu dieser Versammlung ein Das Ausstellungs⸗Comits. Einladung. 104 Sonntag den 18. d. M. findet in der Brauerei von Joseph Klein ein Gesellschafts⸗Ball statt, Wer für Menschen⸗Verdummung, Verarmung und Knechtung des Volkes ist, wähle wozu alle Freunde des geselligen Vergnügens hiermst eingeladen werden.— Anfang 7 Uhr. Ilbenstadt am 10. Januar 1874. Vorst an d. Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist zu haben: 70 Allen meinen geehrten Kunden erlaube ich mir pur. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 2 2 mit anzuzeigen, daß ich das von mir bisher betriebene omplimentirbuch Buchbindergeschäft Herrn Friedrich Strackfuß über⸗ N 2 2 tragen habe und bitte das mir geschenkte Zutrauen auf Eine Anweisung, wie man sich in Gesellschaften, bei denselben zu übertragen. Festlichkeiten, sowie in allen Verhältnissen des Lebens Wilhelm Weis. zu betragen hat. g Inhalt: Anstandsregeln, Gratulationen, Anweisun N a a zum Briefschreiben, Anreden u. Complimente, lee en Unter Bezugnahme auf vorstehende Anzeige enpfeßle 139 1 Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. ö 1. Sonntag nach Epiph. Missionsfest. Gottesdienst in der Stadtkirche: Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: Belleids beze lterab ich mich in der Anfertigung aller in das Fach der Buch⸗ amen Keie Nodteral cee wiumen binderet einschlagenden Arbeiten und werde stets für prompte Bedienung besorgt sein. Friedberg den 5. Januar 1874. 5 Friedrich Streckfuß. Wohnung bei Schmledmeister Oberländer. sprache, Stammbuchsverse u. s. w. Preis 42 kr. Eine elegante Glas⸗Kalesche 129 steht zu verkaufen in der landwirthschaftlichen Maschinen⸗ und Geräthewerkstätte. Fauerbach b. Fir. K. Häu er. 2 Bohnen, Linsen und Erbsen 32 in neuer best kochender Qualität bei Ei. ee 128 Eine junge, große, frischmilchende 95. Kuh mit Kalb hat zu verlaufen Oaggad. G. Ewald IV. Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: Herr Candidat Ohl y. Brodmehl und Kleie 82 billigst bei M. D. Loeb. Füll-Beguliröfen 80 mit und ohne Kacheln empfiehlt in 10 verschiedenen Größen zum Preise von fl. 25. bis fl. 44. per Stück. Ph. Dan. Kümmich. (Hierzu Unterhaltungs⸗Blatt Rr. 2 und zwei Beilagen.) Abends 5 Uhr: Herr Candidat Sehrt. KAatholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 1. Sonntag nach Eviphanie. Jͤtest der heiligen drei Könige. Vormittags! 10 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr feierliche Vesper. Beginn des Gottesdienstes Morgens 7½ Uhr. Nächsten Freitag den Ilbenstadt gefeiert. 16. Januar wird in das Fest des heiligen Gottfried an den Wochentagen ö Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 1 zun seitdertste⸗ beilegen be!“ Jute* u unsertt 8s deingrube Ebenen un ubeilettn X; Uideit rst ihm ein Tee Ort bes Us delt vera! eurlätt, dera Anbeten. 1 r Hülfe. 5 Ball. ut tint et ggegen. 8 nung rette Nals; Ewect en Sit: Slee tn wel Unnt ri daste, enters em Degt lie em Sundt leuchtung dt m Gaunet Fran! kit jigt ves tacher Landf Sliche in be kopf und 8 Frank burde mint dirschgraten Did Nan ine Nicht bellerüdt, utter urn ag eme nadm: den ume Derne Tut taben r bm gr u ente us 1 n 1 1 Jen, * 9 * ad Arevreg betet. 1» 1 - Ausfcllung 11574 duna lang: 1 h rate „ rertrelea, Frturtg en ing. l Fretettl aste Bal tat 2. 1 rel 1 1 52 1 Fricdbeig. 11% r Et 1 cn 210 Wr 977371 IL 24010 1 Beilage. Bberhe —— — Aus Stadt und Land. tledberg, 7. Januar. Für die Leser des„Ober⸗ bessischen Anzeigers“ dürsie es vielleicht von Interesse sein, zu erfahren, daß dermalen über eintausend Cremplare unseres Blattes zur Post nach weiterhin ge— den. Unser„Anzeiger“ wird außerdem von 600 Abonnenten in Friedberg, von 500 in nächster Umgebung gehalien. t it somit das verbreiteste Blatt in Oberbessen. Nach Orten unseter Provinz geht der„Anzeiger“(vorzugs— weise durch die Post) in der Anzahl von 25 bis 200: nach Ockstadt(80), Fauerbach(35), Assenbeim G0), Bönstadt, Bußbach(160), Echzel(60), Reichels deim(85), Rodheim v. d. H.(30), Hungen(45), Güdel, Nieder⸗Wöllstadt(55). Florstadt(20), Ortenberg, Nauheim(200), Greoßkarden(40). Außerhalb unserer Provinz gebt derselde in mebreren oder einzelnen Exem⸗ plaren, wahrscheinlich an dort wohnende Friedberger, nach Bamberg, Battenberg, Berlin, Bingen, Braunsels Braunschweig, Bückeburg, Darmstadt, Erbach, Friederichs dorf, Gladenbach, Heppenbeim, Bockenheim, Weilburg, Offendach, Wetzlar, Usingen, Kempien, Mannbeim furt, Nürnberg, Brensvach, Villmar, Pforzheim, Stutt⸗ gart, Leipzig, Homburg v. d. O., Hanau und nach Amtetika. Es ist une diese Verbreitung und der stetige Zuwachs zugleich eine Aufmunterung, die Redaktion in der seilberigen Weise fortzuführen und werden wir jede Gelegenheit ergtreisen, das Blalt mehr und mehr zu heben. Inbeiden. Am verflossenen Montag ereignete sich in unserer nächsten Nähe, dei Hungen, auf einer Eisen— deingrude ein gräßlichee Unglück. Ein Vater mit zwei Sbonen und weiteten zwei Bergleuten(ebenfalls Brüder) arbeiteten Nachmitlags in dem Werk. Nach zweistündiger Arbeit gewahrt einer der Letzteren, der Jüngste, daß hinter ihm ein Theil der Grude eingestürzt ist; er geht dem Ort des Unglücke zu, findet seinen Bruder bis an den Hals verschültet une ist im Stande diesen, freilich schwe verletzt, betrauezuziehen. Nun galie der Reitung der dre Anderen. Kurz desonnen, rust er andere Bergarbeiter zur Hülfe. Beim raschen Aufräumen wird der oben ser wähnte Baler tobt(durch Erstickung), von dessen Söhnen det eine sehtr schwer, det andere leicht betaus gezogen. Für den Schwer verwundeten nung vorbanden seimn. Mainz, 7. Jan. Ein Mann, der gestern Abend in seine Wohnung im Gattenfelde zurückkehrte, wurde nicht weit vom Durchbruch am Heidelberger Faß von einem Subject angefallen. Det Angegrissene verstand abet Sache schlecht und traktirtic den Burschen, der feine ersassen wollte, mit tüchtigen Hieben, so daß detselbe Ummerlich schrie. Als der Wegelageter sein Theil gefaßt dalte, entfernte sich der Andere und ließ den Gezüchtigten am Wege liegen, von wo et sich aber dald wieder aus dem Staube machte. Bei der böchst mangelbaften Be⸗ leuchtung det beit. Passage wat ein längeres Suchen nach dem Gauner ein Ding der Unmdͤglichkeit. verletzt soll wenig Hoff⸗ pr s Allerlei Frankfurt. Ein Mann don Oberrad wurde von bie jetzt nech unermittelten sechs Burschen auf der Offen⸗ bacher Landftraße mißbandelt, wobti ner mehrere gefährliche Suche in den Rücken und sonstige kleine Verletzungen an Kopf und Sciie erhielt. Frankjurt. In der Nacht vom 3. zum 4. d. M. wurde mittelst Einßeigene die Buffetkasse einer am gr Hirschgraben belegenen Restaufalton bestoblen. Falls der Died Mangel an kleinem Gelde batte, so dürfte derselbe seine Rechnung wohl gefunden haben, da die Kasse 250 Hellernüce, sonst aber nur noch eine ve silberte Frank surler Biermarke enthielt. Ueber den getingen Gesammt erttag seines Unterneb mens bat det Dieb sich durch Mit⸗ nahme von noch hundert Stück Cigarren zu enischädigen gesucht. Hoffentlich gelingt eee, dem Gauner auf gie Spur zu kommen und ibn zur Strase zu zieben. Kalsetslautern, 3. Jan. Gestern Nachmittag 3 Uhr ereignete sich in der Parise straße ein räßliches Unglück. Die 2 Kinder des Taglöbners Joh. Schnitzer von Stein bei Annweiler, ein Mädchen von 5 Jahren und ein Knabe ven 3 Jahren, waren von ihren Eltern in der Wohnung allein gelassen worden. Dat Knab spielte mit Zündbölzjchen und zündete adurch Stroh an, welches seine Kleiber sofort in Brand setzte. Von feiner etschreckten Schwesier allein gelassen, warf sich 25 Knabe Bran 0 nun in das Beit, bessen Lumpen gleichfalls in rlethen und die ganze Lagerstälte burchbrannten, so daß der verkohlte Leichnam des Knaben unter den Trümmern des Belles auf dem Fußboden gefunden wurde. München. Am 2. Weibnachtelage brachen 5 Knaben im Aller von 11—15 Jahren in die verspertte Wohnung eines wohlhabenden Bürgers ein und entwendeten eine Baarsumme von beiläufig 700 fl. Das Unternehmen wurde unter Anleitung des 11jährigen Sohnes des Be fohlenen durchgeführt. In einem Siadel an der Baper⸗ kraße wurde inzwischen von der Gendarmerie der größte Theil des Geldes aufgefunden, sowie die Arretlrung der 3 jüngeren Miiglieder der Bande bewerlshelligt; der Al N teren Hallunken konnte man bis jetzt nicht babbast werden, da ie Tage nach dem Diebstahl mit Pferden, welche sie oll augenblicklich sein, indem die bel einem Pferde Betleiher, angeblich zu einem Spazier Frank- die ritte, entlehnten, davon ritten und noch heute wieder⸗ kommen sollen. Halberftadt. Hier waren im Juli v. J. mehrere Personen nach dem Genuß von Schweinefleisch an der Trichinose erkrankt und zwei sogar daran gestorben. Nach⸗ dem bie deßbalb eingeleitete Untersuchung ergeben, daß ein dortiger Metzger das Fleisch verkeuft hatte, bevor ihm das Resultat des Fleischbeschauers über seine Untersuchung des Fleisches bekannt geworden war, wurde der Metzger zu 1 Jahr 3 Monaten Gesängniß, so wie zu einer Geld⸗ buße an die Beschädigten von 435 Thaler verurtbellt. Kempten, 4. Januar. Der„Schw. M.“ meldet, daß heute Nacht der verantwortliche Redacteur der„Kemp⸗ lener Zeitung“ und Besier der Tob. Dannheimet'schen Buchhandlung in Kempien, Heinrich Dannbeimer, und sein Bruder, die mit einander, im gleichem Zimmer schliesen, durch Kohlendampf erstickt sind. Neu Ulm, 31. Dec. Im Werke Nr. 22 hat sich der Vicefeldwebel Johann Scheller von der Fuß- Arullerie mittelst eines Geschützes erschossen. Er bat das Geschütz [mit 1 Pfund Pulver, 4 Gewebrpatronen und 9 Büchsen⸗ kartäischen geladen. Unglückliche Liebe soll Scheller zu dem verzweifelten Schritte veranlaßt haben. Berlin. Die längst geplante Absicht, in Berlin Buchdtuckercien zu errichten, in welchen ausschlleßlich von Damen der Satz hergestellt wird, soll nun zur Berwirk chung gelangen. Unter dem Schutze und der Aussicht des Lelte⸗Vereins wird der„G.⸗Zig.“ zufolge vom ersten Januar 1874 ab ein von einem biesigen Buchdruckerei ⸗ Besitzer zur Verfügung gestellies tvpograpbisches Institut in Wuksamkeit sein, in welchem nur weibliche Setzer aus⸗ gebildet und nach dem Berliner Tarif beschäflgt werden. Ersordetlich für den Eintritt als Lehrling ist die Vor⸗ bildung der zweiten Classe einer böheren Töchterschule oder der ersten Classe einet Mittelschule. Berlin. Die„Neue Börsen⸗Zig.“ erzählt. daß ein japanesischer Prinz, der bis vor einem Jahre in Berlin studirte, sich mit einer Dame aus Breslau, welcht in einem dortigen Kurzwaaren⸗Geschäft fungirte, verlobt hatte. Die Braut, welche jetzt in Köln weilt, hatte den Japanesen vor 14 Tagen einen Brief erhielt, der sie„Angesichts dieses“ nach Jeddo cititt. Od sie gereist ist, weiß das Blatt nicht, wohl aber, daß sie die zur Besircitung der Reisekosten beigesandten Wechsel über 2000 Thaler auf ein Frankfurter Bankhaus zu Gelde ge⸗ macht bat. Berlin. Auf dem Berliner Weihnachtsmarkt trat der Kronprinz an den Spielzeugektam einet alten Ver⸗ käufetrin, wo er Einiges auesuchte und schließlich auch nach [dem Preise einer kleinen Gelenkschlange stogte. Die Alte welche keine Ahnung von ihrem bohen Kunden hafte, for⸗ derte 3 Sgr., worauf der Kronprinz lächelnd„2 gute“ bot.„Ach“, erwiederte jene,„Sie sind senn hübsches Herteken und wollen mir noch cenen Sechsetr ab knappfen dei die schlechten Zeiten, wo wir kerne Geschäfte machen, weil sie uns von'n Schloßplatz nach dem Lufigarten ver⸗ etzt haben.“ In dem Augenbdl ck trat die Frou Kronptin⸗ zessin heran und nahm den Arm ihres Manncoe, der, nachdem er der Alten 1 Thaler auf den Tisch gelegt und die gekauften Sachen an sich genommen, sich laut lachend mit seiner Frau enisernte. Als ein Nachbar der Alten zuries „Das war ja der Kronprinz!“ sagte diese;„Herr Jott ick jalle uf den Rücken; na man jut, det ick ihn anständig bercits vergessen, als sie behandelt babe.“ Berlin. Bei der Civilabtbeilung des Stadigctichte Berlin scheint die Proxis, das geschriebene Recht durch das Fauftrecht zu cortigiren, in immer weiteten Dimen- sionen um sich zu gieifen. Am Sonnabend slanden 2 Brüder vor der 3. Proceßdeputation, deten einer den andern wegen Rückgabe eines angeblichen geringfügigen [Darlehens verklagt batte. Der Beklagte bestritt, von dem Bruder jemals ein Darlehn erhalten zu daben, und et⸗ klärte sich bereit, diese Behauptung noͤthigenfalls zu de⸗ schwören; in demselden Augenblick erhielt er aber von dem llägerischen Bruder eine Ohrfeige, so kräsuig, daß er mit dem Kopfe gegen die Wand fiel. Der Richter verdängte zwar eine sofort zu vollftreckendt 6ßündige Haft gegen den Excebenten, begreisflicherweise aber ohne damit irgend welchen Eindruck auf denselben zu machen.„Für 6 Verurtheilte lachend bei seiner Abführung. Wien. Wie wir vernehmen, hat der äfteste Sohn des deutschen Kronprinzen dem Kronprinz Rudolph von Oesterreich als Weihnachtsangebinde, und gleichsam als Dank für die ihm erwiesene Gastfreundschaft, einige seine Umgebungen und die Ausstellung darstellend, gesandt und damit einige Auszüge aus dem Tagebuche verbunden, welches er während des Wiener Aufenthalts in diesem Sommer geführt. schrieb e er, dem„Hamilton Spectator“ zufolge, vier Tropfen slarke Schwefelsäure, die in einem zu drei Viersheilen ge füllten Glase Wasser aufgelöst wurden. Für Kinder ge nügt eine kleinere Dosis. Die Wirkung dieser Behandlung S Aure sosort die Para- silen zerftört und der Patient die Verstopfung aushustet. ser Anzeiger. Stunden baue ich ibm alle Tage eine runter“, äußerte der selbstverfertigte Federzeichnungen, Erinerungen an Wien, Adelaide. Ein einfacher Arbeitsmann in Abelaide, Südaustralien, Namens Greathend, bat ein wirksamee Mittel gegen Diphteritis entecckt. Für Erwachsene ver— Kinder, die vorher in einem sast flerbenten Zustanbe sich befanden, sollen zehn Minuten nach dem Genuß bes Mitiele Appetit und Neigung zum Spielen bekundet haben. Der Stapellauf der Panzer ⸗Fregatte „Borussia“. Am 22. November hat auf der Werft des „Vulkan“ zu Bredow der Stapellauf der Panzer- Frtgatte„Borussia“ stattgefunden. Der Kron⸗ prinz und die Kronprinzessin des deutschen Reichs wohnten der Feierlichkeit bei, und die Kron- prinzessin vollzog mit eigener Hand den Act der [Taufe, indem sie eine Flasche mit Wein am Bug des Schiffes zerschellte. Darauf wurden Keile unter den Schiffskörper getrieben, um ihn auf dit mit Talg und Seife beschmierten Schlitten zu heben. Hundertfünfzig Arbeiter schlugen mit mäch- tigen eisernen Hämmern gleichzeitig darauf los, und die kolossale 55,000 Centner schwere Last hob sich alsbald sichtbar. Nachdem die Stützen entfernt waren, gab der Erbauer des Schiffes, Schiffs⸗Baumeister Haack, den Besehl, das letzte Doppeltar, welches noch die„Borussia“ hielt, zu durchhauen, und sofort setzte sich der Koloß in Bewegung. Unter dem Jubelrufe von Tausenden eilte das Schiff erst langsam, dann immer schneller ins Wasser; die Ketten, welche zur Hemmung des Vorstoßes und zur Drehung des Schiffs dienen sollten, bewährten sich vollständig, der Ablauf fand obne den geringsten Unfall statt. Wenige Minuten nach 3 Uhr lag das Schiff seitlängs vor der Werft des„Vullan“ auf dem Strom, und die zahlreichen Dampfer, welche unterhalb der Werst auf der Oder dichtgefüllt mit Zu- schauern gelegen hatten, passirten, nach der Stadt fabrend, die„Borussia“ mit lautem Hurtah. Bei dem Bankett, das dem Stapellauf folgte, ergriff der Kronprinz nach dem Toast auf den Kaiser wiederholt das Wort zu einem Trinkspruch auf „die deutsche Marine und den deutschen Gewerbe fleiß“. Die„Borussia“, ein Panzer-Thurmschiff für den Kampf auf bober See, hat eine Länge von 309 Fuß bei 52 Fuß Breite und 34½ Fuß Tiese vom Oberdeck bis zum Kiel. Vollstandig ausgerüstet und armirt beträgt ihr Gewicht 6663 Tonnen oder 133,260 Cir. Der Tiefgang im scesertigen Zustande ist auf 23 Fuß im Miitel festgestellt. In der Mitte schließt eine gepanzerte Kassematte die beiden Thürme, welche 6 Fuß über dem Oberdeck vorstehen werden. Die Thürme werden jeder mit zwei 26 Ctm.- Schiffsgeschützen neutster Construction armirt. Außer den vier Geschützen in beiden Türmen wird je ein 17. Cim.- Geschütz in Back und Hock aufgesiellt. Die Pulder— Kammern können nöthigenfalls unter Wasser ge— setzt werden, ohne die darin befindliche Munition unbrauchbar zu machen. Der innere Naum ist in viele kleine wasserdichte Abtheilungen eingetbeilt, um grobe Sicherheit gegen die Gefahr des Sinkens zu haben. Unter den Panzerplatten befindet sich eine Unterlage aus Teakholz von 10 Zoll Dicke und stärker, je nach der Dicke der Platten. Die Panzerplatten werden im Bereiche der Wasserlinie 9 Zoll, unter detselben 7 Zoll und über Wasser 8 Zoll stark, welche Stärken nach hinten und vorn bis 4 Zoll abnebmen. Die Panzerplatten der Tdürme sind 8 Zoll— an den Steslen, wo Geschütz- Pforten durchgehen, 10 Zoll fark. Die Dampfmaschinen zur Fortbewegung der„ orussia“ sind drei Cplinder-Expansions-Maschinen von 5400 indicirten Pferdekräften mit sechs Kesseln von je 5 Feuerungen, also 30 Feuerungen. Die Steuerung des Schiffes und die Umsteuerung der Maschinen wird außerdem dusch besondere Dampf— maschinen bewirkt. Von der Massenbaftigkeit der verschiedenen zum Bau des Schiffes verwandten Materialien gibt ein Bild, daß schon bis fetzt 200 Cir. Farbe zum Grundiren gebraucht sind, und mindestens noch eben so viel Farbe gebraucht werden wird. 8 4 ——— 2——qqꝛmß 7— ——— ee ä— r ———— du States du Lic, 3 85 Versteigerung 03 Wittwoch den 14. Januar verzeichnete Holzsortimente 420 Naummeter Buchen- cheitholz, 44⁰ 1„ Prügelholz, 210 0„ Stockgolz, 4600 Wellen Buchen- Reis holz. Es befinden sich hierbei einige Naummeter Hain⸗ duchenbolz und 4 Naummeter Fichtenholz, zu Werkholz ut geeignet. g Die Zusammenkunft ist an der Zappenau in der Nähe der Straße von Lich nach Gießen Morgens halb 9 Ubr. Lich den 3. Januar 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Ihring. 3 Oeffentliche Aufforderung. Die Wittwe des Jakob Wien in Friedberg bat in einem am 3. August 1863 errichteten Testamente die einzige Tochter des viesigen Bürgers Gotifried Ewald mit Namen Marie Margarethe(Elisabethe), welche am 9. Auaust 1778 dabier geboren wurde und spater sich nach Pest oder in die Näbe von Pest verheirathet bat, — und resp. dei deren etwaigem Ableben deren Kinder als Miterben ihres Vermögens eingesetzt.. Es ist im Testamente werter bestimmt, daß, wenn die genannte Marie Mar gacetba(Elisabetde) Ewald odet deten Kinder durch Vermittelung der österreichischen Be · hörden nicht ausfindig gemacht werden könnten, für solche ein Curator besiellt und diesem die Verwaltung des Erb⸗ ibeils unter Aussicht des Gerichtes übertragen wer— den soll. Endlich wurde angeordnet, daß, der am 25. November 1863 verstorbenen Jakob Wien an, die curatotische Verwaltung zebn Jahre von dem Todestage jang forigeführt, alsdann durch Aufforderung in Zeitungen stälte von Fauerbach b. Fr. die Ermilielung der Marie Margare.he Ewald resp. deren Kinder versucht und im Fall dieselben nicht er⸗ mittelt werden sollien, den ibnen zugedachten Erbiheil mit tinem Drititheil der Armenfond der Stadt Fried⸗ berg, mit einem Deitubeil Heinrich und Jacob Hiero⸗ nimus, Kinder des Karl Hieronimus, und mit einem Driittheil die Kinder der Schuhmacher Schmid i's Frau in Friedderg erhalten sollen. i Da die erwähnte Ewald und deren Kinder durch Bermittelung der österreichischen Bebörden nicht ausfindig gemacht werden konnten und deren Crbiheil durch den gerichtlich bestellten Curator, Adam Feiling zu Friedberg zehn Jabre lang curatorisch verwaltet worden ist, so er⸗ gebt nunmehr öffentliche Aufforderung an die mebrgedachte, unbekannt wo? abwesende Marie Margaretbe(Elssabethe) Ewald und deten etwaige Kinder, ihren bier in Rede fehenden Erbiheil binnen drei Monaten dabier in Ein⸗ pfang zu nebmen, als sonst derselbe den erwähnten Per⸗ sonen, den testamentarischen Bestimmungen gemäß, über⸗ wiesen werden wird. Friedberg, am 23. December 1873. Großberzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Allwobhn, Landrichter. Landgerichis-Ass i ssor. 125 Bekanntmachung. 112 Wilbelm Kümmich zu Friedberg, seitheriger Inhaber der Firma Ph. Dan. Kümmich, bat seinen Sohn Carl Kümmich daselbst, als Theilhaber desselben angenommen, was im Firmen ⸗Register unter Nr. 101 eingetragen worden ist Friedberg am 5. Januar 1874. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Rei ß. Bekannimachung. 110 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß auf Antrag des Vorstandes der Klein Kinderschule und mit Genehmigung Großherzoglichen Kreisamts das Schulgeld von einem auf zwei Kreuzer täglich erhöht worden ist. Friedberg am 7. Januar 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Foucar. 74 des oͤffentliche Submisflon vergeben werden: Die Lieferung von eirea Die Uedbernahmslustigen haben ihre Submisstonen verstegelt bis längstens Montag den 12. d. M., Abends 8 Ubr, mit den Angeboten in Prozenten in meinem Geschäftslocale, Ludwigsstraße neben der Post, einzu⸗ reichen, woselbst Voranschlag und Bedingungen offen liegen. Friedberg Göpel- Handdres chmaschinen, 2 Witwe des garantirt wird(Probezeit 14 Tage), sind vorräthig in der 30 Nepskuchen! Zur Erbauung eines drestöckigen Wohngebäudes Unterzeichneten sollen nachstehende Arbeiten durch Maurerarbelt, veranschlagt zu 1255 fl. Steinhauerarbelt Ae Zimmerarbelt 3219„ Dachdeckerarbeit 200„ Schreinerarbelt 1358„ Schlosserarbelt 681„ Glaserarbeit 587„ Weißbinderarbeit 1050„ Spenglerarbeit 84„ Gußlieferung 260„ 60 Cubikmeter Bruchsteinen, 60,000 Russensteinen 27 Cubikmeter geloͤschten Kalk, 45 Cub kmeter reinen Sand, 37 Quadratmeter Sandsteinplatten und 4 Tonnen Cement. den 4. Januar 1874. Joh. Hanstein. Futterschneid⸗Maschinen in 10 verschiedenen Größen, für deren Güte und Geräthewerk⸗ K. Häuser. landwirtbschaftlichen Maschinen⸗ stets frisch von der Mühle bei Wilb. Fertsch. EVP Durch 24 Jahre erprobt! Anatherin-Mundwasser von Dr. J. G. Popp, k. l. Hof⸗Zahnarzt in Wien, 111 genießt seiner vortrefflichen Eigenschaften wegen einen europäischen Ruf und eine Probe damit wird Jedermann zu dessen regelmäßiger Anwendung bestimmen, wie es denn auch von zahlreichen Aerzten bei Zahnübel angerathen wird. Preis per Flasche 20 Sgr. und Thlr. 1. Dr. Popp's Anatherin-Zahnpasta. Feine Zahnseife zur Pflege der Zähne und dem Verderben derselben vorzubeugen. Jeder— mann sehr zu empfehlen Preis per Dose 20 Sgr. Vegetabilisches Zahnpulver. Es reinigt die Zähne, entfernt den so lästigen Zahnstein und die Glasur der Zähne nimmt an Weiße und Zartheit immer zu. Preis per Schachtel 10 Sgr. Dr. Popp's Zahnplombe — 5 + + 9 * 24 4 89 Den Stlmmberechtigten hiesiger Stadt diene hlernalt hun Nachricht, daß die Wahl zum Reichs ta n en 10. d. Mts., von Morgens 10 Ubr bis Abend 6 Uhr ununserbrochen stattfindet und daß die Bewohner der Häuser Nr. 1 bis incl. 289 ihre Stimmen im Rath⸗ haussaale, diejealgen von 290 bis Ende ibre Stimmen in der städtischen Musterschule abzugeben haben. Friedberg den 6. Januar 1874 Die Wahleommissien. Vorschuß. und Credit-Verein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 121 Das Spar⸗Einlage-Buch Nr. 1015 ven Herrn Johann Salzmann in Bad-Nauhelm it verloren worden und zeigen wir nach§. 9 der Sparkasse-Bedingungen an, daß etwaige Ansprüche an dasselbe binnen 3 Monaten, von heute an, auf unserem Büreau gemacht werden müssen. Friedberg, 22. November 1873. Der Vorstand: Fr. Hecht. Ermus. Vorzügliche Flammkohlen empfiehlt à 50 kr. per Centner Ph. Dan. Kümmich. Stotternden, 64 welche gründlich geheilt werden wollen, empfehle ich den Spracharzt Herrn Gerdts hier. Herr Gerdts hat meinen Sohn Friedrich im v. J. vollständig geheilt und spricht mein Sohn heute, als ab er nie gestottert hätte. Gießen, 2. Januar 1874. Walther, Districts-Ginnehmer. Für Stotternde. ö Ich spreche hiermit heute dem Spracharzt Herrn Gerdts meinen Dank aus, daß er mich im August v. J. vom Stottern vollständig geheilt hat, und spreche la heute wie jeder gesunde Mensch Gießen, 4. Januar 18174. Heinr. Bloß, im Hause des Herrn W. Wallenfels. Jeder Stotternde, der beim Singen nicht anstößt, wird geheilt, und erhält eine gute, natürliche Sprache. Bis zum 20. Januar werden noch Patienten angenommen. Gießen. A. E. Gerdts, Spracharzt. 79 zum Selbstausfüllen hohler Zähne. Preis per Schachtel 1 Thlr. 15 Sgr. Zu finden in den meisten Apotheken Deutsch⸗ lands, sowie bei dem Depot in Friedberg in den Apotheken; in Bad-Nauheim bei Apotheker Dr. W. Uloth. Faselochs-Versteigerung. 108 Dienstag den 13. d. M, Nachmittags 1 Uhr, soll ein der Gemeinde zugehöriger zum Schlachten geeigneter schwertr Faselochs auf dem Büreau des Unterzeichneten versteigert werden. a Nieder⸗Mörlen am 6. Januar 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder Mörlen. M ö b 8. Holz⸗Versteigetrung. 130 Im Ober-Ros vacher Gemeindewa d, Distrikt„Große Johanncshecke“, wird Montag den 12. d. Mis. folgendes Holz öffentlich meistbietend veisteigert: 10 5 Raummeter Nadel-Prügelholz, 2 2800 Wellen Eichen-Reiserholz, 3) 170 Nadel⸗* Zusammerkunft und Anfang der Versteigerung Mor⸗ gens 9 Uhr auf dem Hauptweg des genannten Schlags. Ober⸗Ros bach am 5. Januar 1874. f Großheizogliche Bürgermeisterei Ober⸗Nos bach. Blecher. 78 Feinsten Bienenhonig offerire ich 3 18 kr. per Pfund. Ph. Dan. Kümmich. Wurmpatronen das Stück zu 3 kr., Brustpastillen, 100 ärztlich empfohlen als bestes Mittel gegen Husten Heisertert, Hals u. Brustl iden, in Schachteln à 07 be,, zu haben bei Hof-Apotheker Sturmfels. 5 ö 5 40 8 8 8 8 2 8. 0 7 3 2 7 5 7— 2 0 C 4 3* U —— 2 8 3 2 2 ——++ 8 2 5 2—„ f 3 8& 25 3 — 5 5 8 78 ö M — 2 S. 35 1 V— 1 0. S 1— S r N 4— r— — ö—.— 32* I K 15 S . 2. 8 8 — 3 1 5 —— eee 0 Wollene Hemden, wollene und baumwollene und Unterhosen 144 zu verschiedenen Preisen bei K. Friedrich neben der Post in Frledbergz. 19 Mepskuchen frisch von der Mühle bei M. D. Loeb. Eine freundliche Wohnung, 58 bestehend aus 2 Zimmern, Kammer, Küche und Zubehör, wird zum 1. April d. J. zu miethen und zu beziehen gesucht. Offerten bitte in der Exped. d. Anz. abzugeben. Unter jacken 1 De nachtn, Ci am bit Nomi a Die 10 aus's Se Ind gege ——— ende, nd cin * it danstttte Mobile Ae Ertotrl⸗- 60 5% Hypotheken, 99 sowit Theilbeträge derselben werden unter unserer Garantie für Kapital und Zinsen abgegeben. Zinsen und Kapital sind an unserer Kaße zahlbar. Durch Reseript Großherzoglich Hessischen Ministeriums des Innern vom 31. Juli 1873 sind unsere Oyppotbekenscheine zur Anlage von Ge meinde, Kirchen- und Stiftungskapitalien verwendbar.— Für Friedberg und Umgegend haben wir Herrn Eduart Ole sch mit dem Verkaufe genannter Hypotheken bettaut.%% n Auf Obiges bezugnehmend empfeble ich die 5% Hypotheken- Antheilscheine der landwirthschaftlichen Creditbank zu Frankfurt a. M. den Herren Kapitalisten als eine besonders günstige, solide und mit Vorzügen begleitete Anlage; auch löse ich die Zinscoupons ein. Eduard Hirsch. 16 Per 2. Februar Eröffnung des 2. Winter- Cursus für schnell und praktisches Erlernen des Kleidermachens innerhalb 4 Wochen, als: Maaß⸗ nehmen, Schneiden, Richten und Aaprobiren. Frau Lehrer Heß,. Zur Aufklärung. Stimmzettel. 127 In dem von mehreren Demokraten unterschriebenen Artikel in voriger Nummer dieses Blattes 34 Alle Wäbler unseres Wabltrelses, die bit jetzt noch erscheinen die schwarz gefiederten Ultramontanen in einem rothen Kleld. Ihr fades Geschwätz keine Stimmzettel erhalten haben, wollen die Worte: beweist zur Genüge, daß sie den im Flugblatt enthaltenen Wahrheiten und auch der Behauptung des Ober⸗Rechuungsrath Backe in Darmstadt israelitischen Wahlers nichts zu entgegnen vermögen. Sie scheinen ihre moralische Schwäche zu füblen auf weißes Papier schreiben, dasselbe se zusammenlegen, und begeben sich geifernd auf Schleichwege, denn das unruhige Gewissen hat sie auf ihrer eigenen daß der Name unseres Candtdaten gar nicht sichtbar 1. Tbat ertappt und dann den Stimmzettel zur Wahlurne bringen. l N 3 1 4 a 5 1 Das Wahlcomité des 2. Oberbessischer Wenn es bei demnächstigen Wahlen nicht mehr heißen wird: Hie Deutschland! Hie Rom! Wahlbezirks dann werden nicht die confessionellen Wähler, sondern nur die politischen Geltung haben. o n 9* 4 4 4 133 Es wird biermit bekannt gemacht, daß in der Nähe 1 1 I 5 82 1 1 Run unserer poetischen und toleranten Stadt„Nei gels hein 0 bel Dorn⸗Assenheim“ ein werthvolles muflt⸗ g 2 J a 5 g N. kalisches Instrument nebst obligatem Zugehör: Bild, 4 Der Unterzeichnete erlaubt sich hiermit einem verehrlichen Publikum die ergebene Anzeige zu Lieder und Gedichte gefunden worden ist. Die Eigen⸗ machen, daß er vom 1. Januar 1874 an ein 8 desselben werden hierdurch aufgefordert, sich noch 2 5 2 vor Schluß der Reichstagswahl bei uns schriftlich, aber Colonial⸗, Farb⸗ und Lederwaaren⸗Geschäft eee e ge abe de 2 f* g 5 5 tel auszu sen, ansonsten dieses Instru t zur 17. am hiefigen Platze, Ecke der Burg- und Schuurstraße, eröffnet und bittet derselbe unter Zusicherung be W err 5 l serung der nationalliberalen Kasse und zur Unterstützung prompter und reeller Bedienung um geneigten Zuspruch. 8 Wuthkranken zur Versteigerung kommt. Bad⸗Nauheim den 30. Dezember 1873. Das 3 Jean Wörner jun. Ea F 5 U 2—* N— Die Dr. Steffanie Augenheilanstalt in Frankfurt a. M. Anfragen. 5 füt ational⸗liberalen Orgel 5 102(Krögerstraße 8 und Sachsenhausen, Dreikönigstraße) C die Melodie 15 4 Geb auf's Bequemsle eingerichtet mimmt jeder dert Augenkrank, auf. Undemtttelte zu ermäßtgtem Preise und unentgeltlich.„Der Pfaffe von Ohnewigz“ sptelen 7 — ͤ Sollen auf dem Woritbatbild nicht einige Stenen aus dem römischen Brigantenthum und aus dem Mord⸗ .* 3 2 d ierleb S spanischen Pfaffen Santa Cru . Die Balserische Stiftung. e e 2 5 wohl auch ein würdiger Gegenstand, oder wie wäre es 75 H O. p ia 10 mit Scenen aus der Pariser Blutbochzeit? Die schauer . 0 8 a lich gerfolgu Walden oͤnnten auch für Augenkranke, Krebs⸗ und Knochenfraßleidende ichen Verfolgungen der aldenser könnten auch Stoff 8 5 f zu Morithatbildern abgeben, wie wäre es, meine Herren wurde den 3. Januar 1874 eröffnet sog Demoeraten? Auch die Vertreibung der Salzburger, und können von dieser Zeit an Kranke aufgenommen werden. Unbemittelte, nach vorher- oder die neuesten Judenhetzen in Ungarn und in Beckum gegangener Anmeldung, unentgeltlich. N nicht übel. Auf Verlangen kann noch weiter 90 2— dient werden. Giessen, Wilhelmstraße. 115— Administrator: Arzt: K. Dornseiff. Dr. Winther. Bad ⸗Nauheim. Möbel-, Spiegel- und Capcten-Lager, Staa 8 un 6 em l nde⸗O lic a ion en rr 0 ts⸗ D 8 2 1 20 Jbl 0 ˖ H. Blensdorf, Hof⸗Tapezier. 26 werden angekauft und verkauft durch den Großherzog! e Agenten Jocob. Engel. Kalender pro 1874. 5 Familienkalender Is kr (e* Zahn ⸗Leidenden Katbol. Bilderkalender 0 7 und meinen werthen Patienten zur Nachricht, daß ich von jetzt ab Haasengasse A, Lahrer Bote(gestempelt) 12 3 I. Stock, Frankfurt a. M. wohne. Landkalander ducchschossen) 6 5 2 0—. 5 7 d H. 8. Sperber, Doceut der Zahntechnik. Gustav⸗ Adolf elender 8„ Hessischer Hausfreund 8„ Känstliche Zähne von 3 fl. an; ganze Gebisse von 45 fl. an; Uubemittelte werden vorrätdig bei Carl Bindernagel in Frledberg. elk Ein braver 3 Piquet-⸗Spielkarten„„ Ein braver Zunge f 0 RN. Sprengel, Bäckermeister, von 1 fl. bis 1 fl. 48 kr. mit Stempel per Dutzend emepsi blt Marktstraße 6, Darmstadt. beruckfichtigt.(55.) P. Ganß in Vilbel.(Dedlngunzen günslig) n 17 Erben, Lohnen, Linsen„ eu dür. Zwetschen Corfeten N(Crinolines Georg Grost. Wilh. Fertch. 13 biligg dei K. Friedeich ncben der Pot. ——— —————— —— — n ——— n — —— D u 11 Die scharfen Hiebe, f Wahltreiben des Backe'schen Comités betreffenden Herren, welche die 1 schriebenen Artikel loslassen, nicht erklären. Die beiden armseligen Machwerke sind heut N und die beißt:„Nieder mit Euren Lügen und Eurem Schwindel, hoch —.. 7˙.!— 70.]§—«—‚ * 4 8 he kan 11 ertheilt hat, müssen ungeheuer festsitzen. lebe Schröder, 8 e 4 welche das Centralwahlcomits in Friedberg mit 1095 Flugschrift dem Programm und dem jesuitischen uf andere dieselben in ibrem letzten Wahlaufruf und vermuthlich auch in dem, Weise läßt sich die schäumende Wuth der e eine Antwort nicht werth. Unsere Antwort soll am 10. Januar gegeben werden für Kaiser und Reich!“ Mehrere verfluchte Nationalliberale, welche nicht auf den Barrikaden gestanden haben und auch nicht ihre Mitbürger zur Rebellion gegen Kaiser und Reich aufhetzen. Wahlcomité des 2. Oberhessischen Wahlbezirks. Wablaufrufs vom 6. Januar ist noch viel zu zahm. Weßhalb halten Sie mit Ihren schwersten Geschützen immer noch hinter dem Berge, weßhalb geben Sie der sehn⸗ süchtig barrenden Menge nicht zu guter Letzt noch Gelegenheit, Sie, die Riesen der Freiheit, sämmilicher Fesseln ledig, in all der Grazie der Worte, womit Sie Ihre wahren Gedanken so unnachahmlich, ich möchte sagen so jesuitisch zu verbergen verstchen, zu bewundern. Ihre jungfräuliche Schüchternbeit, Ihre Zurückhaltung sind rührend, aber nicht am Ort; Sie haben ein- mal A gesagt und damit die Pflicht übernommen, Alles zu sagen, wovon Ihr Herz so voll ist. Lassen Sie es überlaufen, legen Sie los(auf eine Hand voll mehr oder weniger kommt es ja nicht an), zeigen Sie sich ganz in Ihrer bezaubernden Robust⸗ heit, greisen Sie nach Nr. 4. Seite 3 Ihres edlen Leiborgans, des„Bayerischen Vaterlands“ und erfüllen Sie die Luft mit den markerschütternden, sittlich⸗großen Worten: 4 5 „Beachte man insbesondere das giftige national⸗liberale Preßgewürme, wie es in ganz Deutschland wimmelt: Es sauft sich den Wanst und das Wänst⸗ lein aus dem eigens präparirten Reptilien Fond voll. Ja, selbst die Presse des Auslandes ist erkauft, um auf uns und unsere beilige Kirche zu schlagen, ——*. 2 zu kratzen und zu beißen und uns womöglich todt zu beißen. Ja, todtge⸗ bissen sollen wir Katholiken, soll unsere Kirch werden. Ein nach JIbrer gütigen Charakterifirung undeutscher, religionsfeindlicher Natio⸗ nal⸗Liberaler, der Ihnen gern in ähnlicher Weise wieder gefällig ist. Nachricht an die Waͤhler. 114 Das Wahlrecht besitzt jeder unbescholtene Deutsche, der 25 Jahre alt i st Die Stimmzettel können geschrieben oder gedruckt sein, sie dürfen nichts enthalten, als den Kamen des Candidaten, welchem der Wäbler seine Stimme geben will. Wir geben den Wählern An das klerikale 119 Die Sprache Ibres Geflügelte Worte zum Wahltage. Drum prüfe, wer an Rom sich bindet, 118 Den Syllabus von A bis Z; Ist geistig er noch nicht erblindet, Dann wählt er auch Herru Backe net. Verderblich ist des Papstes Macht, Drum bleib, Germania, auf der Wacht. Nacht muß es sein, wo Backe s Sterne strahlen. Wenn Rom von Recht und Freiheit spricht, Gedeiht die Wohlfahrt wahrlich nicht. (Siehe Spanlen.) Im Auslegen bin ich frisch und munter, Der Civilehe leg' ich den Viehhandel unter. Es soll der Klerus mit Herrn Backe geh'n; Herrn Ketteler sprach's und so ist es gescheh'n. „Treu und Glauben sind geschwunden“, „Frei kann der Betrug passiren“ „Und geknebelt ist die Freiheit“ Sagt Herr Backe unumwunden. Doch was Herrn Backe's Stimme spricht, Das täuscht den denkenden Wähler nicht. Ist dies schon Tolheit, hat es doch Methode. Alles in der Welt geht schließlich floͤten, Auch Herr Backe und seine Propheten. 12⁴ An den Reichstheater-Zettelschreiber. Seh' ich die deutschen Fortschrittsaffen, Die noch nie was Gutes geschaffen, den Rath nur gedruckte Stimmzettel, die so zusammenzufalten sind, daß der gedruckte Namen nicht sichtbar ist, zu verwenden und werden solche für Herrn Dr. B. Schröder hier von Haus u Haus und am Wahltage noch vor den Wabllocalen(Rathhaus und Schulbaus) ausgegeben. Das Central-Wahlcomité Zur Reichstagswahl! 117 Es ist hohe Zeit, daß der Wahltermin vor der Thüre steht, und damit der aufs Höchste perbitterte Wahlkampf zu Ende geht, dena derselbe ist in das Stadium des öffentlichen Scandals übergegangen, und muß man namentlich dem sogenannten Wahlcomite für den 2. Oberhessichen Wahlkreis zugestehen, daß es, was Schimpfen und unbegründete Vorwürfe und Verleumdungen anbelangt, in seinem letzten Aufrufe Alles bis jetzt dagewesene weit übertroffen hat. Es wäre zum Erschrecken, wenn es nicht gar zu lächerlich wäre, wenn man die Behauptung liest, die Vertreter der Parthei, welche die Candiratur des Herrn Dr. Schröder aufgestellt haben, hätten noch vor wenigen Jahren(wann und wo?) die rechtnäßige Autorität bekämpft, dle Fahne des Aufruhrs aufgepflanzt und hinter den Barrikaden gestanden.— Ist es nicht fürchterlich, sich zu denken, daß die Herren Geistlichen, welche den Wahlaufruf für Herrn Schröder unterschrieben haben, gewesene Barrikadenkämpfer sein sollen? Und nicht minder die fünf Landtags- Abgeordneten aus unserem Wahlkreise und ein Großherzoglicher Kreisrath und noch so viele andere in Amt und Würden stehende Männer—? And solche unverschämte Lügen werden unter das Volk geschleudert von Männern, die sich Diener Gottes und Priester der allein selig machenden Kirche nennen!— Pfui! Ueichstagswahl. 126 Der Wahlaufruf des hiesigen Central- Wahl- Comités hat das(katbolische) Wahl Comité des 2. oberhessischen Wahlbezirks außer Rand und Band gebracht, seine Wuth darüber, daß es entlarvt ist, daß ihm seine Lügen blos gelegt sind, hat den höchsten Grad erreicht. Wähler von Stadt und Land, der Hieb hat gesessen, darum unbeirrt auf dem richtigen Weg voran, bedenkt, daß jede Stimme, die auf den ultramontauen Ober⸗Rechnungsrath Backe fällt, für den rachedurstigen an e 8 daher sein gutes tbeures Deutschland liebt, dessen Frieden muß es für die erste und heiligste i g te(S Wahlurne nicht zu fehlen, sondern* nne 5 Herrn Dr. juris Schröder aus Worms zu wahlen. Kämpfen mit allen ihren Waffen Gegen Demoeraten und Pfaffen, ö Dann„wird mir von alle dem so dumm, Als ging mir ein Mühlrad im Kopf herum.“ ö Was faselst Du da von deutschem Geist! In Deinem Munde dies doch nur heißt: Alles für den zusammengeschweißt, ö Der stets bis in's Mark den Michel beißt. Was Heroen deutschen Geist's gesprochen, ö Hat, scheint's, Deine Nase nicht gerochen. Und nun mein Freund laß Dir noch rathen, Nur die Soeial-Demokraten Nicht mehr in Deinem Fett zu braten, Es könnt' am End Dir selber schaden; g Denn ein Kempf absolut provoeirt, Wird sicher dann auch zu Ende geführt. Ein socialistisch Gesinnter, von„mehrere Demokraten“ unter- 5 (Klerikaler Wahlaufruf vom 6. Jauuar.) * (Erinnerung an Nockenberg.) dessen Eigenthumsliebe so grenzenlos, daß er seine Zeit nicht für unnütze Wahl verschwendet und noch nicht zu der Kulturstufe gelangt ist, um eine allgemeine Menschen⸗ mörderei heilig zu sprechen und zu bejubeln. 120 Dem Verfasser des Artikels„Zur Aufklärung“ sagen wir für die darin entwickelten Grundsätze unsern Dank, es bedurfte jedoch dieser Aufklärung nicht, indem wir nicht untersuchen wollen, woher unsere Bedrückung kam, nur ist es unser Grundsatz, Religion mit Politik nie zu verwechseln. Ohne daß uns von anderer Sefte die Augen geöffnet werden, wählen wir nur einen freisinnien Can⸗ didaten, wessen Bekenntniß er auch sei. Den Wahl⸗ spruch für Fortschritt und für Recht werden wir stets hochhalten. Mehrere idr. Wähler. Durch eingetretene Hindernisse verspätet. Hum de Jamaica! Arrae de Batavia und feinste Punsch-Essenzen 31 bei Wilh. Fertsch. 25 Asphaltinastit« Dachpappe, 1870 zu Cassel prämlirt, liefert billig Leutze's Dachpappenfabrit in Einbeck, Provinz Hannover. u die Großt eiten in 187 t — bningt der lan in dem n * Kau Strigler: Abrnann per 35 Janna 1 8 9 1 banlion innert ige trheb nd behandelt 8= . 72 . S f 2 2 * 2