den nog aud ge. derne men 23353 2— 8 en. N 8 — 8 — 42 14 9 1 5 Netiaz A5 5 in 4 — heim. 5 rr I ——ů— ation Engel. 10 Vilbel cken, loffcll, Gstin zsticftlu 1 2 enn 19 chbl,—— Dienstag den 9. Juni. 67. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Rreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Zelreffend: Die Viebzählung vom 10. Januar 1873. nutzung bereit zu balten. Amtlicher Theil. Friedberg am 5. Juni 1874. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizeicommissär zu Wickstadt. Wir beauftragen Sie, die Ihnen unter Couvert zugehenden Haus- und Controllisten sicher aufzubewahren und dieselben zur weiteren Be— Ter a pp. die betreffenden Rentämter Sorge zu tragen. Betreffend: Die Anschaffung des von der Forstverwaltung für die Communalwaldungen zu verwendenden Formulatpapiers, insbesondere Ersatz der hier durch pro 1873 entstandenen Kosten. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 1 5 an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Waldbesitzenden Gemeinden und die Markvorstände des Kreises. Indem wir Ihnen nachstehend die Verzeichnisse der für Formularpapiere in obigem Betreffe zu ersetzenden Beträge mittheilen, Ihnen unter Hinweisung auf unser Ausschreiben vom 19. April 1872, Amtsblatt Nr. 3, auf, sofort Ausgabedecretur zu ertheilen und für die Zahlung Friedberg am 5. Juni 1874. tragen wir Tur a p p. N 5 der Beiträge, welche pro 1873 für zur Bewirthschaftung der Communalwaldungen verwendetes Formularpapier von den Waldeigenthümern zu erheben sind. Oberförsterei Münzenberg: 1) Gemeinde Gambach 2 fl 34 kr.; 2) Märkerschaft Griedel 1 fl. 31 kr.; 3) Ge— teinde Oppersbosen 3 kr.; 4) Mark Rockenderg und Oppersbofen 3 fl. 41 kr.; Gemeinde Södel 1 fl. 31 kr.; 6) Gemeinde Steinfurth 5 ke.; 7) Märkerschaft ktrais⸗ Münzenberg 27 kr.; 8) Gemeinde Wölfersheim 1 fl. 1 kr.; 9) Gemeinde Vohnbach 1 fl. 41 kr. Oberförsterei Hoch⸗Weisel: 53 kr.; 5) Gemeinde Ober-Mörlen 6 fl. 3 kr.; 6) Gemeinde Ober⸗Rosbach 4 fl. 40 kr.; 7) Gemeinde Ockstadt 2 fl. 14 kr. Oberförsterei Altenstadt: 1) Gemeinde Assenbeim 15 kr.; 2) Gemeinde Bönstadt 1 fl. 24 kr.; 3) Ge⸗ meinde Ilbenstadt 4 kr.; 4) Gemeinde Nieder- Florstadt 2 fl. 46 tr.; 5) Gemeinde Nieder⸗Wöllstadt 8 kr.; 6) Gemeinde Ober⸗Florstadt 36 kr. ewig resp. Prinzen Karl zum Zweck der üblichen 1) Gemeinde Bodenrod 1 fl. 8 kr.; 2) Gemeinde Fauerbach v. d. H. 3 fl. 4) Gemeinde Langenhain 2 fl. 17 kt.; 5) Gemeinde Maibach 2 fl. 6 kr.; 6) Gemeinde Münster 2 fl. 8 kr.; 7) Ge⸗ 1 kr.; 3) Gemeinde Hoch Weisel 5 fl. 17 28 teinde Ostheim 3 fl. 3 kr. l Oberförsterei Ober⸗Ros b 1 1) Friedberg, Burgvorstadt 6 kr. 2) c. 3 Gemeinde 3) Gemeinde Nieder⸗Mörlen 1 fl. 37 kr.; 4) Gemeinde Nieder-Rosbach 1 fl. 3) Gemeinde Weckesheim 1 a ch: Bad⸗Nauheim 1 fl. Ober försterei Bingenheim: 1) Gemeinde Beienbeim 33 kr.; 2) Gemeinde Reichelsheim 1 fl. 13 kr.; fl. 29 kr. g Oberförsterei Butzbach: 1) Gemeinde Butzbach 4 fl. 6 kr.; 2) Hospital St. Wendel zu Bußbach 17 kr.; ) Gemeinde Hausen 36 kr.; 4) Gemeinde Kirch-Gons 1 fl. 43 kr.; 3) Gemeinde Nieder⸗Weisel 8 fl. 14 ke.; 6) Gemeinde Pohl⸗Göns 1 fl. 45 kr. Deutsches Reich. Friedberg. Am 4. und 5. Juni war Se. großb. Hoheit, der Prinz Ludwig hier und Antrag. Bei der Abstimmung wurde der Küchler— sche Antrag mit sehr bedeutender Mehrheit ange— nommen. Die Regierung verhielt sich passiv. Die zachte von hier aus Abstecher nach Hungen und weiter zur Verhandlung gelangten Gegenstände tanau, um das für die Herbstmannöver bestimmte ichter vorbeben wollen wir nur, daß bei der Berathung Nach dem„Reichs- der Petition von Angehörigen der istaelitischen Lerrain zu inspiciren. Darmstadt, 4. Juni. zeiger“ wurden am 21. Mai Hartmann, Sec. Lt. m Großb. 2. Inf.-Regt.(Großherzog) Nr. 116, un Kummer, Sec-t. vom 3. Großh. Inf.-(Leib⸗) gegt. Nr. 117 zu Pr.-Lis. befördert, am 23. Mat un Ochsenstein I., Pr.⸗Lt. vom 4. Großh. Inf. Aegt.(Prinz Carl) Nr. 118 in das Inf.-Regt. Ar. 74 versetzt, am 28. Mai Naglo, Hauptmann ud Compagniechef vom Inf. Regt. Nr. 62 in e 4. Großh. Inf.-Regt.(Prinz Carl) Nr. 118 Arsetzt, am 21. Mai Kuhne, Müller, Vice-Feldw. bieten keinen Anlaß zu Berichterstattung. Her— Gemeinde zu Bodenbeim auf Einführung directer Vorstandswahlen ein Antrag des Abg. Küchler: die Regierung um Aufhebung resp. Revision der die isrartitischen Religionsgemeinde- Verhaltnisse ordnenden Verordnung von 1841 zu ersuchen, angenommen wurde. — Ueber die bevorstebende Anwesenbeit hoher Herrschaften in Jugenheim hört man Folgendes: Am 14. d. M. wird die Kaiserin von Rußland in Jugenheim eintreffen. Am 19. d. M. eben⸗ um 1. Bat. Großh. 2. Landw.⸗Regts. Nr. 116, Sec. Eis. d. Res. des Großh. 2. Inf.-Regts. (Broßherzog) befördert, am 21. Mai Maurer, bouptm. und Comp. ⸗ Chef vom 4. Großh. Inf. eng.(Prinz Carl) Nr. 118, mit Pension nebst Mesicht auf Anstellung im Civildienst und der dügts.⸗Unisorm, der Abschied bewilligt. — 5. Juni.(Verbandlungen der zweiten Kmmer der Stände. 60. Sitzung.) George telt mit, daß Görz zum Präsidenten der Kammer kihannt worden. Görz der alsbald in sein Amt kintrat, widmete dem Andenken seines Vorgängers, ah ie den Abgg. Metz und Gebhardt einen längeren Nachruf. Die Kammer beschloß sodann, das Bureau u ermächtigen, eine Deputation an den Prinzen Fratulatlon aus Anlaß der kürzlich stattgehabten beutt einer Prinzessin zu entsenden. Unter den en Einläufen befand sich auch die Vorlage igen der Gehaltsaufbesserung der Beamten der Han- Neckarbahn. Auf der Tagesordnung stand unichst der von den Abgg. Küchler und Genossen f Umwandlung der Realschule in Groß-Umstadt ner zu subventiontrenden Staatsanstalt gestellte falls der Kaiser. Der Herzog und die Herzogin von Edinburg werden sodann am 25. ankommen. Auch der Großherzog von Mecklenburg mit seiner Tochter, der Herzogin Marie, der Braut des Großfürsten Wladimir, wird während des Som— mers noch in Jugenheim eintreffen, Berlin. Von Neuem taucht das Gerücht auf von einer im Monat Juni bevorstehenden Entlassung der drei gefangenen Bischöfe von Köln, Posen und Trier, damit das neue Reichs-Gesetz wegen Verhinderung unbefugter Ausübung der geistlichen Gewalt gegen sie wirksam werden könne. Es würde dies eine vorher ergangene Begnadigung roraussetzen, welche indeß wenig wahrscheinlich ist. — Wie verschiedenen Blättern gemeldet wird, würde Prinz Friedrich Wilhelm, der älteste Sohn des Kronprinzen, welcher nach seiner auf den 1. September angesetzten Confirmation wie üblich seinen eigenen Hosstaat erhält, zu seiner weiteren Aue bildung, wie bis jetzt bestimmt, vermuthlich von Michaelis nächsten Jahres ab, die Univer— sitäten Bonn und Straßburg besuchen. Ale dritte Universität, auf welcher der Prinz seinen Studien obliegen soll, sei außerdem eventuell noch Göttingen in Aussicht genommen. Die Universitätszeit des jungen Prinzen wird sich mindestens auf die Dauer von zwei Jahren erstrecken. Paderborn. Für den Bischof Martin hat die Behörde bereits in der Königestraße(in dieser Straße befindet sich unser Arresthaus) ein paar Zimmer einrichten lassen, wo er die ihm zudic⸗ tirten Strafen, zunächst diejenige wegen vorschrifts- widriger Besetzung der Pfarrstelle zu Alme, abbüßen kann. Bis jetzt dat der Bischof wegen der gesetz⸗ widrigen Ernennung von sechs Pfarrern eine Strafe von 18,000 Tbalern zu zahlen, bezw. abzusitzen. Schwalbach. Gutem Vernehmen nach be absichtigt die Exkaiserin Eugenie unter dem Namen einer Gräfin von Theba einen mehrwöchigen Auf- enthalt dahier zu nehmen. München, 4. Juni. Der beutigen Frohn— leichnamsprocession wohnte der König mit großem Gefolge, die Minister, die Generaltät und die Spitzen der Behörden bei. — 5. Juni. Das officielle Decret, durch welches der Freiberr v. Werther zum Botschafter des deutschen Reiches bei der Pforte ernannt wird, ist gestern hier eingetroffen. Der Freiberr reist nächsten Dienstag nach Berlin und hat sich schon in den nächsten Wochen nach Kanstantinopel zu begeben. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien. Der Miniczer des Innern bat sammtliche liquidirende Banken und die dabei sungitenden Regierungs-Commissäre aufgefordert, sosort den Stand der Liquidations— masse auszuweisen, und die Commissäre veranlaßt, auf thunlichste Beschleunigung bei Abwickelung der Liquidationen hinzuwirken. Frankreich. Paris, 4. Juni. Das rechte Centrum hat ein Programm vereinbart, welches in seinen Hauptpunkten Folgendes besagt: Das rechte Centrum erkennt die Notbwendigkeit an, vie Regierung Mac Madon'e zu organistren. — f sicht, daß die Frage der definitiven e n der Ansich, 0 NN f. erwähnte Bremser befand sich zwischen zwei Wagen, wollte Regierungsform erst nach Ablauf der siebenjährigen Amtsgewalt Mac Mahon's zu entscheiden sei. Das rechte Centrum will, daß der dem Chef der Exe- cutivgewalt durch bestehende Gesetze gegebene Titel aufrechterhalten werde. Es wird jeden Antrag, durch welchen die Beratbung der constitutionellen Gesetze verzögert wird, zurückweisen. — Die mit den-Vereinigten Staaten verein- barte Postconvention wurde, nachdem der Minister des Auswärtigen, Herzog v. Detazes, die noth- wendigen Erklärungen abgegeben hatte, von der betreffenden Commission der Nationalversammlung angenommen. Der Minister erklärte zugleich, Frankreich werde bei dem Postcongreß in Bern vertreten sein. — 5. Juni. Das linke Centrum hat sich heute für die Annahme eines Programms ent— schieden, das kurz gefaßt lautet: Proclamirung der definitiven Republik oder Auflösung der Nationalversammlung. Dem Programm haben sich 110 Deputirte angeschlossen. Da das rechte Centrum sich nicht von der gemäßigten Rechten trennen will, so ist der Glaube und jede Hoff nung auf eine Verständigung der beiden Centren geschwunden. Versailles, 5. Juni. Viel bemerkt wurde auf der Diplomaten⸗Tridüne, daß Gambetta gestern, als Cissey das Project für die Befestigung der Ofigrenzen vorlegte, ausrief:„Das ist die wahre Versöhnung!“ und daß die Linke Beifall klatschte. Großbritannien. London. Cardinal Cullen ist von der Curie angewiesen worden, ein Contil der katholischen Kirche Irlands einzuberusen. Der Zeitpunkt des Zusammentritts des Concils ist dem Cardinal anheim gegeben. Das Concil wird sich mit dem Gesetze beschäftigen, welches päpftliche Bullen für ungesetzlich erklärt, mit den Beziehungen der Klöster zum Staate und mit dem Gesetze, be— treffend die Rechts verhältnisse der Jesuiten Irlands. Italien. Rom, 4 Juni. Das Befinden des Papstes war heute besser. Derselbe soll den Rath der Aerzte, nach Castel Gandolso zu gehen, ablehnen. — 4. Juni Im Senate verlangte Minister- präsident Minghetti die Feststellung der Tages; ordnung. Menabrea wünschte, daß die Vorlage über die Befestigungs- Arbeiten noch vor den Ferien zur Discussion komme. Cialdini verlangte die Suspendirung der Vorlage bis die noth— wendigen Geldmittel vorhanden stien, und bean- tragte eine Tagesordnung in diesem Sinne. Der Ministerpräsident setzte hierauf auseinander, wie die gegenwärtigen Steuern ergiebiger gemacht werden könnten, ohne daß man sie erhöhe oder neue einführe, und legte die Nothwendigkeit dar, das Gleichgewicht in den Finanzen herzustellen, sowie diejenigen Gesetzvorlagen, deren Annahme weitere Auslagen mit sich führen würde, zu sus— pendiren. Der Ministerpräsident versprach übrigens, keinerlei auf militärische oder öffentliche Arbeiten bezugnehmende Vorlage fallen zu lassen. Die Ver- sammlung genehmigte die Tagesordnung Cialdini's, nachdem die Regierung sich mit ihr einverstanden erklärt hatte, fast einstimmig. Die Deputirten- kammer hat sich vertagt. 5 — 5. Juni. Der Papst celebrirte gestern eine Messe. Heute ist der Papst sehr schwach, aber ohne Fieber. Derselbe empfing indeß noch heute in öffentlicher Audienz.— Der„Voce della Verita“ zufolge werden sich die Klerikalen an den politischen Wahlen nicht betheiligen. China. Peking. Ueber Kiachta(russisch⸗ chinesischer Grenzort) wird Petersburger Zeitungen von hier unterm 16. Mai gemeldet: In der fran— zösischen Niederlassung zu Shanghai brachen am 3. Mai ernsthafte Unruhen aus, welche durch einen Streit über den chinesischen Kirchhof her— vorgerusen waren. Mehrere Chinesen wurden ge— tödtet. Am 8. Mai war die Ruhe wieder herge— stellt. Deutsche sind nicht beschädigt worden. Aus Stadt und Land. Offenbach. Auf der neuen Bahn verunglückte am 3. Juni ein Bremser. Die Maschine des Zuges war vorgefahcen, um Wasser zu nehmen und fuhr dann so lark zurück, daß die Wagen einen äußerst starken Stoß erlitten und ein großes Stück Weges zurücksuhren. Der schnell aus dem Schienengeleise, wurde jedoch von dem rückwärts fahrenden Zuge erfaßt, wodurch ihm ein Bein abgefahren wurde. Der Unglückliche wurde in das slädtische Hospital gebracht. Mainz. 5. Juni. Der Werkführer der Biebricher Cementsabrik des Herrn D. suhr gestern Nachmittag mit dem Dampfboot„Lessing“ von hier zurück nach Biebrich und zwar mit seiner Tochter und deren Bräutigam. Die drei Personen standen an Bord und bei einem unglücklichen Bruche des Geländers stürzten sie gleichzeitig sämmtlich in den Strom. Sie waren sofort spurlos in den Wellen verschwunden und bis jetzt gelang es nicht, die Leichen aufzufinden. Mainz, 5. Juni. An den beiden letzten Tagen fanden Mehrere in den Fluthen des Rheins ihren Tod. Vorgestern war es ein Festungsarbeiter, der im offenen Rheine, und gestern Nachmittag ein Soldat, der an der städtischen Badestelle sich badete. Auch in Castel ertrank beim Baden ein preußischer Pionier, denselben suchten seine Kameraden zu retten, brachten ihn jedoch als Leiche an's Land. Reichelsheim im Odenwald. Am 1. Juni Abends halb 11 Ubr schlug während eines vierstündigen heftigen Gewitters der Blitz in den hiesigen Thurm und die Kirche. Guntersblum, 2. Juni. Heute Morgen ereignete sich dahier ein bedauerlicher Unglücksfall. Das 12jährige Mädchen des hiesigen Oeconomen L. ging heule Morgen durch die Waschküche ihres elterlichen Hauses, fing im Vorübergehen an dem Herd Feuer und lief, mit dem Gedanken, diese Hitze sei die Sonne, auf seinen Spielplatz in den dahinter liegenden Garten, woselbst ges auch sogieich förmlich in Flammen stand. Alle sofort angewandten ärztlichen Reitungsversuche waren jedoch vergeblich und etlag das Mädchen nach gräßlichen Schmerzen den erlittenen Brandwunden. Allerlei. Frankfurt. Nach dem seit dem 1. Juni in Kraft getretenenen Sommer-Fabrplan der bier einmündenden Eisenbahnen gehen läglich 93 Eisenbahnzüge von hier ab, davon sind 25 Schnellzüge; 96 Züge kommen an, darunter sind 28 Schnellzüge. Coburg, 5. Juni. Feldmarschall v. Roon ist gestern aus Italien hierher auf sein Gut Neuhof zurückgekehrt. Der Aufenthalt in Palermo während des Winters soll vom besten Erfolg für seine Gesundheit gewesen sein. Die dem Feldmarschall vom Kaiser verehrten französischen Kanonen werden nicht in Neuhof sondern auf dem v. Roon'schen Gute in Schlesien aufgestellt. Löwenberg, 1. Juni. Am 30. v. M. Abends 7 Uhr richtete ein Windhose, welche während des Auf⸗ steigens eines Gewitters in der Richtung von Südwest nach Nordost dahindrauste, in dem benachbarten Kessels⸗ dorf unermeßlichen Schaden an. Mehr als dreißig Wohn⸗ und Wirthschafts⸗ Gebäude, don denen die Hälfte duch stäblich total zertrümmert dastehen, ohne Fenster und Thüren, ohne Dach und Schornstein, hat die Windsbraut in wenigen Augenblicken zerstört. Dachsparren, Balken, Strohschauben, Holzvorräthe, Windmühlenflügel ꝛc. wurden bis 100 Schritte und darüber weit davon getragen und bedecken, ein wildes Chaos bildend, Felder, Wiesen und Gärten. Eine auf einer Anhöhe siehende Windmühle wurde fast zehn Minuten weit getragen und brach dann in sich selbst zusammen. London. Die„Times“ hat ein neues Correspondenz— system mit Paris eingeführt. Die Telegrapben Verwaltung hat näwlich dem Wellblatt einen besonderen Draht über- lassen, der bis ins Arbeuszimmer ibres Pariser Corre⸗ spondenten geht. Dort ist ein Telegraph ndeamtet angestellt, der die Telegramme empfängt und absendet. Diese Art der Correspondenz soll der„Times“ jährlich 800,000 Franken kosten. Handel und Verkehr. Grünberg, 6. Juni. Die Preise auf unserem heulen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 17 fl. 2 kr.; Korn(90 Kilo) 12 fl. 50 kr.; Gerste(80 Kilo) 10 fl. 27 kr.; Hafer(60 Kilo) 7 fl. 22 kr.; Molter (90 Kilo)— fl.— kr.; Erbsen(110 Kilo) 12 fl. 30 kr. Linsen(100 Kilo)— fl.— kr; Leinsamen(90 Kilo) 14 fl. 10 kr.; Kartoffeln(100 Kilo) 3 fl. 30 kr. Frankfurt, 6. Juni. Der heutige Heu⸗ und Strohmarkt war gut befahren. Heu kosteie per Ctr. 1 fl. 45 kr. bis 2 fl. 36 kr. Siroh per Centner 1 fl. 45 kr. bis 2 fl.— kr., Butter 1. Qualität 40 kr., 2. Qualität 38 kr., Eier das Hundert 2 fl. 42 kr. Mainz, 6. Juni. Productenmarkl. Waizen per Juni— fl.— kl., per Juli 155/½ fl., per Nov. 14½ fl. Rorn per Juni 10 fl. 57 kr., per Juli 10 fl. 45 kr., per Nov. 10 fl. 3 kr. Hafer per Juni— fl.— kr., per Juli 11 fl. 54 kr. Rüböl per Juni— fl.— 0 per Oct. 19 fl. 54 kr. Raps per Sept. 17 fl. 25 kr. Berlin. Eine beträchtliche Anzahl falscher preuß. Kassenanweisungen zu 5 Thlr., von der bekannten, blau- gerändersen Sorte von 1856, ist seit einiger Zeit in Circulation gekommen. Die Vorsicht bei Annahme von Fünfthalerscheinen muß um so größer sein, als die Falsi⸗ ficate so vorzüglich gelungen sind, daß man sie als solche bei oberflächlicher Betrachtung, ja selbst bei nicht ganz erschöpfender Untersuchung kaum zu erkennen vermag. Der einem Berliner Blaite vorliegende gefälschte Thalerschein trägt an Zissern; Serie IX., Fol. 178, Lit. B., Nr. 889641, und ist dies Fabrikit vesonders daran kenntlich, daß die Umschrift„TUENF THALER“, welche auf den ächten politischen Incidenzfällen irriürt zeigten, Scheinen hellblau gehalten ist, bei den Falsiftkaten bei der Durchsicht ganz schwarzblau erscheint; sodann zeigt sich der, zur Namensunterschrist des aussertigenden Beamten dienende, auf den ächten Exemplaren ganz fein gulllochirte Grund bei der Nachbildung, die nicht wie das Original durch Kupferstich, sondern durch Lithographie hergestellt ißt, wie ein grobes Gewebe, und endlich hal der zur Rechten befindliche Engel auf seinem großen Zehen bei den Falsi⸗ ficaten einen länglichen, bet den ächten Scheinen einen breiteren Nagel. D. Frankfurt a. M., 6. Juni.(Börsenwoche vom 30. Mai bis 5. Juni.) Trotz der seitherigen großen Ge⸗ schästsstille, welche auch diese Woche in Permanenz blieb und sonst eher der Baisseströmung Vorschub leistete, bat sich seit Montag an unserer Börse eine steigende Bewegung entwickel, die zwar gegen Schluß keine weileren Forischritte machte, indeß der Börse eine Festigkeit verlieh, welche einen grellen Gegensatz gegen die in letzter Woche vor⸗ herrschende deprimirte Sümmung bildete. Gerade von Berlin, wo die Verflauung des Bahnenmarktes allmälig einen starken Druck auch auf die übrigen Börsen ausgeübt hatte, ging auch wieder die Erholung des Marktes aus. Die Speculation scheint sich überzeugt zu haben, daß ein ktiükloses Werfen der Course gegenüber der unläugbar ge⸗ besserten Gesammisituation keine volle Berechligung mehr habe und die Contremine, der es nicht mehr gelingen wollte, das Gros der Vörsenbesucher zu weiteren Verkäufen zu verleiten, sah fich durch die plötzlich eingetretene festere Tendenz zu Deckungskäufen genöthigt, welche in Ver⸗ bindung mit der freilich nicht sehr stark auftretenden Kauf⸗ lust der Liebhaber der erwähnten Tendenz eine größere Dauer gaben. Nachdem am Mitwoch die Speculations- werthe ihren höchsten Wochenfand erreicht hatten, trat auf die Nachricht von einem angeblich serbisch-rumänischen Bündniß und einer ernsteren Erkrankung des Papstes eine Abschwächung der Summung ein, welche indeß, da nur die kleine Speculation zu Realisationen schritt, nicht von Belang war und bald wieder am Schluß der Woche, als eine Besserung im Befinden des Papstes gemeldet wurde und auch die deutschen Hauptbörsen sich nicht von diesen einer festeren Haltung Platz machte. Creditactien fanden wiederum die hervorragendsie Beachtung Seitens der Speculation. Am letzten Samslag 228 ½ vdoben sie sich bis Mitwoch auf 229 und schließen heute 228. Auch Siaatsbahnactien und Lombarden gewannen, trotz ihrer starken Wochendefecie durch die allgemein günstige Tendenz. Erstere eröffneten mit 329 und niegen bis 532½ und bleiben heute 331 ½, letztere gingen von 144 bis 148½. Oesterr. Bahnace ien gewannen in Folge der festen Tendenz gegen Schluß der Woche etwas mehr Animo, namentlich die garantirten Werthe und schließen dieselben zum Theil höher. Elbthal anfangs offerirt und niedriger, zogen wieder etwas an, als die Nichteinlösung des Julicoupons dementirt wurde. Buschtiehrader gingen auf die Nachrichten aus der General⸗ versammlung 10 fl. abwärts, hoben sich indez heute um 7½¼ fl. und bleiben deshalb schließlich nur 2½ fl. matter. Galizier avancirten, von Auswärts getrieben, um z fl. Deuische Bahnen waren preishaltend. Für Banken herrschie eine feste Tendenz vor und stellie sich für die solideren Papiere dieses Terrains einige Nachfrage ein. Deutsche Effectenbank sind ½%, Deutsche Vereinsbank 180%, Deuische Handelsgesellschaft 1% höher. Von den älteren Banken hoben sich österr. Nationalbank 7%, Darmstädter 5½ fl., Anlagepapiere wurden ziemlich lebhaft und theil⸗ weise zu anziehenden Coursen gehandelt. Die Subscription auf die neue 4½% fundirte finnländische Staatseisenvahn⸗ anleihe bei dem Hause Roihschild dahier, hatte einen durch⸗ greifenden Erfolg und wurde fark überzeichnet. Von Prioruäten gingen Franz Joseph 5⸗ und 3%. Staatsbahn und Ungarische Gattungen zu höheren Preisen um. Mährische Schlesische und Prag⸗Duxer brockelten stalk im Courst ab. Loose waren im geringeren Verkehr. Amerik. Prioritäten angeboten. Wechsel anziehend. Geld abundant. Zwölfter Verbandstag des hessischen Unterverbands der deut⸗ schen Erwerbs- und Wirthschafts⸗Ge⸗ nossenschaften. Der diesjährige Verbandstag der hessischen Vorschuß⸗ und Creditvereine fand zufolge Be⸗ schlusses des vorjährigen Verbandstages in Hersfeld statt, und war die Vorversammlung auf Montag den 25. Mai c., Abends 8 Uhr, die Hauptver⸗ sammlung auf Dienstag den 26. Mai e., Vor⸗ mittags 9 Ubr, anberaumt. Die Anwaltschaft war durch den Gründer des deutschen Genossenschaftswesens, Herrn Dr. Schulze⸗Delitzsch vertreten. Zur Versammlung hatten sich die Vertreter der Vereine Alsfeld, Cassel, Friedberg, Gießen, Groß almerode, Grünberg, Hersfeld, Lichtenau und Marburg eingefunden und nach Begrüßung derselben durch den Verbands- Director schritt man alsbald zur Bildung des Bureaus für die Hauptversammlung. Es wurden gewählt zum Vorsitzenden Verbands- Director Stück—Cassel, zum Stellvertreter des- selben Sun kel Hersfeld, und zum Schriftführer Diehls—Cassel. Dit 70 wit 0 fh Y Nec, 3 Geric 10 4 sclüse teme balrtff 0 Mitt Etiolt 9 Ueber scuße 0) Derich su di I) Ie lt vereins, liste, daß Vereinen berg, Ful Hersfeld, Nicht ven Dodenau Reichelsh waren Rosenbur, Beitritt z Der U eistatteie Ausgaben sind eing dagegen so daß e 6 Hlr. Die; Grünen alnerodt) Es fe dem alge den üben bei den J krllüe f in Consi mäßigen Die Tagesordnung für die Hauptbersammlung wurde wie folgt festgesetzt: 3 Aufstellung der Präsenzliste. 2) Rechnungs- Ablage des Verbandscassiters. 3) Bericht über den allgemeinen Verbandstag zu Constanz, insbesondere über die Be— schlüsse desselben, das übermäßige Angebot fremder Capitalien bei den Vorschußvereinen betreffend. 4) Mittheilungen aus den Vereinen über ihre Erfolge und Erfahrungen im Jabre 1873. 5) Ueber die Stellung des Aussichtsraths der Vor- schußvereine bei Bewilligung von Crediten. 6) Bericht über Pensions- und Wittwen-Kassen für die Vereinsbeamten. 7) Ueber den Giro Verband, das provisions- freie Incasso von Wechseln und die Ver— offentlichung des Maximalsatzes der zu er— hebenden Proviston. 8) Können Actien-Gesellschaften Mitglieder des allgemeinen Verbands werden. 9) Die Höhe des Minimalsatzes für die Jahres- schuß vereine hätten die Aufgabe, den Geldumlauf beiträge der Vereine zu den Kosten des all- gemeinen Verbands. 10) Wahl der Deputirten zu dem in Bremen stattfindenden allgemeinen Verbandstage. 11) Wahl des geschäftsführenden Vereins. 12) Wahl des nachstjährigen Versammlungsorts. Die Hauptversammlung wurde Dienstag den 6. Mai, Vormittags 9 Uhr, nach Begrüßung urch den Vorsitzenden des Hersfelder Vorschuß Sreins, Sunkel, eröffnet und ergab die Präsenz⸗ ste, daß von den zu dem Verbande gehörenden 1 die Kündigungsfristen verlaͤngert werden müßten, daß die Anlage überflüssiger Gelder in erster Linie in guten Wechseln zu geschehen babe und, wo diese nicht zu erlangen seien, nur die solidesten Werthoapiere angeschafft werden dürften. Der Gewinn aus solchen Papieren dürfe dagegen nicht als Dividende und Tantième vertheilt, müßte viel- mebr zur Bildung einer Spectalreserve verwandt werden, um zur Deckung bei etwaigen Coursrück— gängen der angekauften Papiere zu dienen. Bei Befolgung dieser Grundsätze würden die Verluste die im vorigen Jahre eingetreten und auch in diesem Jahre nicht ausbleiben würden, zum großen Theile vermieden werden, allein er fürchte, daß gar mancher Verein sich über diese Beschlüsse mit der Ausrede hinwegsetzen würde, sie paßten nicht für seine ganz besonderen Verhältnisse. Der Referent führte sodann weiter aus, daß es ein ungesundes Verhältniß sei, wenn ein Vorschuß⸗ verein mehr Gelder an sich ziehe, als er im regel mäßigen Geschäftskreis verwenden könne. Die Vor— in den kleineren Kreisen der Geschäftswelt zu regu— liren, das müßig liegende Geld aus den kleineren Kanälen herauszuziehen, um es den kleineren Ge— schaftskreisen wieder zugängig zu machen. Dieser Aufgabe würden sie ungetreu, wenn sie die auf diese Weise herangezogenen Gelder in Werthpapieren festlegten und dadurch dem Kleinverkehr entzögen. Es seien hauptsächlich die auf der ersten Stufe der Entwickelung stehen gebliebenen Vereine, welche an Geldüberfluß zu leiden hätten, und dieser Uebel— stand werde aur dann beseitigt oder doch ver— vor Verlusten, wie sie in so beklagenswertber Weise vorgekommen seien, bewahrt bleiben. Die Ein- führung des Contocorrentgeschäfts würde den Vor⸗ schußvereinen die Kundschaft des mittleren Ge— werbestandes zuführen, der Contocorrentverkehr sei sehr bequem für den Creditnehmer, aber sehr unbequem für den Creditgeber, da dieser stets bereit sein müßte die gewährten Credite auszu- zahlen, aber nicht wisse, wann die ausgeliehenen Gelder wieder eingehen würden. Das Conto- correntgeschäft erfordere desbalb großes Geschick bei den zu treffenden Dispositionen und nur da, wo ein bankmäßig geschalter Vorstand vorhanden oder zu gewinnen sei, könne er den Vereinen rathen, das Contocorrentgeschäst einzuführen. (Schluß folgt.) Landwirthschaftliches. Um das Kalben der Kühe bei Tage zu be⸗ wirken, soll in einigen Provinzen Hollands ein ganz einfaches Verfahren im Gebrauch sein. Dasselbe besteht darin, daß man die itächlige Kuh, wenn sie vor dem Kalben trocken sieben bleibt, nicht des Morgens oder Mit⸗ az zum letzten Male melken, sondern Abends und dann das Euter derselten nicht mehr berübrt, noch viel weniger So wenig der wahre Grund und die Erklärung dieser Erscheinung auch gefunden werden kann und so fabelbafl und ungloublich sie Manchem vorkommen mag, so soll sie doch nach einer früberen Mittheilung des ver⸗ storbenen Professors Numan zu Utrecht, eines anerkannt tüchtigen Vichzüchters, von vielen Viehhallern geprüft und gültig befunden worden sein. So soll z. B. einem er⸗ fahrenen Landwirthe, der das Mittel schon längere Zeit bei seinem sehr zahlreichen Viehstande in Anwendung dringt, erst 2mal der Fall vorgekommen sein, daß eine Kuh des Morgens um 6 Uhr die andere Abende um 9 Uhr ge⸗ kalbt habe, wäbrend alle übrigen sonst am Tage kalbten. melkei. * 1 2* 2 4 2 Vereinen vertreten waren: Alsfeld, Cassel, Fried- mindert werden, wenn solche Vorschußvereine in Da die Anwendung dieses Miltels eine außerordentlich erg, Fulda, Gießen, Großalmerode, Grünberg, zersfeld, Hünfeld, Lichtenau, Marburg, Melsungen. Licht vertreten waren bie Vereine: Allendorf, vodenau, Langgöns, Laubach, Niederwöllfadt, Leichelsheim, Schotten und Wetzlar. raren Vertreter der Vereine zu Gelnhausen und dotenburg erschienen, welche ihren demnächstigen Vorschußvereine anzueignen, um ihren Kunden alle Leitritt zu dem Unterverbande in Aussicht stellten. Der Verbantscassirer Rittersbausen—Cassel esstattete hierauf Bericht über die Einnahmen und zasgaben des Unterverbands im Jabre 1873. Es sud eingenommen worden Thlr. 275. 15 Sgr., dagegen ausgegeben Thlr 56. 26 Sgr. 6 Hlr., daß ein Kassenbestand von Thlr. 218. 18 Sgr., 6 Hlr. verbleibt. Die Prüfung der Rechnung wurde den Herren Crünewald(Alsfeld) und Herrmann(Groß— amerode) übertragen. Es folgte sodann der Bericht über die auf dun allgemeinen Verbandstag gefaßten Beschlüsse, din übermäßigen Zufluß von fremden Geldern bes den Vorschußvereinen betreffend. Der Referent lärte seine völlige Uebereinstimmung mit den 1 Constanz gefaßten Beschlässen, daß bei über- Aißigen Angebot der Zinsfuß herabgesetzt und ihrer Entwickelung weiter schritten, wenn sie zu wirklichen Volksbanken heranwüchsen. Der Referent betonte, daß er die Vorschußver— eine in keiner Weise veranlassen wolle, in den Be— Formen des Geschäftsverkehrs hätten sich die Vortheile des Bankveckehrs zuzuwenden. Dazu gehöre vor Allem die Einführung des Contocorrent— und Discontogeschäfts. Es sei hinzuwirken, daß ein jeder Vorschußverein ein ständiges Geschäftsbüreau einrichte, welches täglich, und sei es auch nur wenige Stunden, geöffnet sei, und daß an die Spitze der Vereine Männer gestellt würden, die mit dem Wesen und Formen des Bankverkehrs vollständig vertraut seien. Nur hierdurch würde es möglich sein, den Kundenkreis der Vorschußvereine zu erweitern, deren Wirken immer mehr segensreicher zu machen, und der ungesunde Zustand des Geldüberflusses würde ver— schwinden. Der Anwalt, welcher zun achst das Wort nahm, erläuterte nochmals in ausführlicher Rede die auf dem allgemeinen Verbandstag gefaßten Beschlüsse; bei strenger Befolgung derselben würden die Vereine daher datauf leichte ist und Nachtibeile auf keinen Fall zu befürchten sind, so kann es, selbst auf die Gesahr bin, daß es sich nicht bewähren sollte, doch zur Prüfung Jedem nur empfoblen werden. Dagegen reich der Groß Banken überzugreifen, allein deren Nachruf „ 757 Am 4. d. Mts. verschied nach nur einem sechs⸗ tägigen Krankenlager in Folge einer schweren Krankheit sunser lieber Kamerad Maximilian Morschel. Der unterzeichnete Vorstand, zu dem er gehörte, verliert in ihm einen treuen Mitarbeiter und betrauert der Vereina den Verlust eines braven, stete für die Sache einstehen⸗ den, rechtlich gefinnten Kameraden. Ihm ein stetes Andenkend bewahrend, wünscht, daß ihm die Erde leicht sein moge ö Friedberg im Juni 1874. Der Vorstan d des Veteranen- und Militär-(Krieger⸗) Vereins. Accht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober— hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Maria Farina in Cöln. 1 0 Nraunkohlen-Vertauf. 722 Mit Beginn der neuen Credit⸗Periode vom 1. Juni 84 wird der Preis der Kohlen auf den Fürstlichen üben Weckesheim, Wölfersheim und Dorn Assenheim folgt festgesetzt: Preßklötze, Holzkohlen, Schoppen— de 16 kr. und Klötze von Reihen und Haufen 15 kr. Centner. Bei Baarzahlungen wird 1 kr. Rabatt 7 Centner bewilligs 0 Grube Wölfersheim den 3. Juni 1874. Die Fürstliche Bergverwaltung. Main ⸗Weser-Bahn. 2 Die Herstellung von 10 Wärter-Wachtbuden, ein— stleßlich Lieferung aller erforderlichen Materialien, soll E Submissionswege vergeben werden und wird hierzu in im Hüreau der unterzeichneten Betriebs Inspectlon Af Donnerstag den 18. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, Ahraumt Der Kostenanschlag, die Zeichnung, sowie Ueber— Ane⸗Bebingungen sind auf genannsem Büreau zur g knicht aufgelegt und konnen Submissionsformulare „e bst in Empfang genommen werden. Die Offerten portofrei und versiegelt mit der Aufschrift„Sub— lalfon auf Wärterbuden“ ebendaselbst vor dem Sub⸗ „ eifons termin abzugeben. rankfurt a. M. den 4. Junt 1874. f Königliche Betriebs Inspection. Dey l. Oeffentliche Aufforderung. 1751 In Sachen der Jacob Dietrichs Ehefrau von Butzbach, Rosalie, geb. Martinet, jetzt in Frankfurt a. M. wohnhaft, Klägerin gegen ihren Ehemann, unbekannt wo? abwesend, Beklagten. Ehescheidung betr. Dem Beklagten wird eröffnet, daß ihn seine Ehefrau auf Grund böslicher Verlassung auf Trennung der Ehe vom Bande und Verurtheilung in die Prozeßkosten dahter verklagt hat und er wird hierdurch, indem ihm die Ein— sicht der Klage auf unserem Actuariate freigestellt wird, aufgefordert, sich so gewiß innerhalb 3 Monaten, von heute an, auf die Klage zu erklären, als er sonst ihres thatsächlichen Inhalts für geständig angesehen, mit Ein— reden ausgeschlossen und als sonst nach Lage der Sache erkannt wird, was Rechtens sei. Alle weiter in dieser Sache ergehenden Verfügungen werden für ihn an dem Gerichtsbrett angeschlagen und es wird so angesehen werden, als sei dadurch die Be— kanntmachung an ihn selbst erfolgt. Bußbach den 3. Juni 187, Großherzoglich Hessisches Landgericht Buhbach— Dr. Gilmer, Röꝓ&mheld, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Ein Lehrling kann in meiner Druckerei eintreten. Carl Bindernagel. „»stoi gor Holz-Versteigerung. 1756 Freitag den 12. Juni l. J., von Vormittags 9 Uhr an, werden in dem Gräflich Solms⸗Roͤdelheim'schen Ossenheimer Wäldchen versteigert: 26 Raummeter Eichen Schälprügelholz, 3600 Wellen Eichen⸗Schälreisholz. Zusammenkunft am Ossenheimer Jagdhaus Wickstadt den 6. Juni 1874. Großherzogliche Oberfoͤrsterei Assenbeim ch a lla 8. S Fußboden-Glanuzlack auf der Weltausstellung in Wien prämiirt 1677 empfiehlt in allen Farben die Lackfabrik von Wilh. Sturmfels in Friedberg. Im Bettfedernureinigen, sowohl in hiesiger Stadt als auch über Land, Katharina Nees. 1711 empfiehlt sich 1735 Zwei im besten Zustande befindliche complete Mehl Beutelkasten nebst Vorkasten habe billig zu verkaufen. Friedberg. Hosenträger 21 und Strumpfbänder dilligst bel K. Friedrich. H. Dietz, wrückenmüßhle. Bei Carl Bindernagel sind alle in den hiesigen Schulbücher in neuester Auflage Lehranstalten und guten Einbänden eingeführten steis vorräthig. 1754 7 Holz-Versteigerung in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Nidda. Es sollen versteigert werden: 1) Mittwoch den 17. Juni im Distriete Laiserstraße 5 Minuten von Michelnau: 238 Naummeter Buchen Scheitholz, 9⁴ 5 Aspen⸗ 3 382 5 Buchen⸗Prügelholz, 158 1 Eichen⸗ 8 60 7 Aspen„ 213 Buchen⸗Stockholz, 4 Eich en⸗ ꝛe.„ 778 0 Buchen Reisholz, 64 N Eichen⸗ 5 164 Aspen 1c.„ Zusammenkunft Morgens 8 Uhr im Holzschlage bei der Holznummer 542 am Michelnauer Feld. 2) Donnerstag den 18. Juni in den Distrieten Friedrichs⸗ berg und Schmitterhang: 716 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 90 5 Eichen⸗ 5 6„ Aspen⸗„ 53 7 Buchen ⸗Prügelholz, 38 5 Eichen⸗ 5 5 4 Aspen⸗„ 191 5 Buchen⸗Stockholz, 86 85 Eichen⸗ 1 124 5 Buchen⸗Reisholz, 34 5 Eichen⸗ 5 70* As pen⸗ 5 27 Eichen⸗Stammabschnitte von 22— 80 Centimeter mittlerem Durchmesser und 2— 13 Meter Länge, 34,54 Kubikmeter enthaltend, 2 Buchen⸗Stämme von 28 und 36 Centimeter Durch— messer, 10 und 4 Meter Länge, 2 Eichen⸗Stangen. 3— Zusammenkunft Morgens 8 Uhr im Distriet Friedrichsberg. 3) Freitag den 19. Juni im Distriet Lindenbusch: 30 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 18 N Kiefern⸗ 5 144 9 Aspen⸗ 1 22 55 Buchen⸗Prügelholz, 96* Eichen⸗ 5 20 1 Kiefern⸗„ 66„ Aspen⸗„ 7— Buchen Stockholz, 2 7 Eichen 5 6 5 Aspen⸗ 5 6 3 Buchen⸗Reisholz, 36 7 Eichen⸗ 5 246 Aspen ꝛc.„ 7 74 Eichen⸗Stämme zu geringem Bauholze und für Wagner geeignet, 2 Kiefern⸗Stämme von 24 und 28 Centimeler Durch⸗ messer und 9 und 10 Meter Länge, 68 Aspen⸗Stämme von 22— 53 Centimeter Durch— messer und 3— 12 Meter Länge, 39 Eichen⸗Stangen für Wagner ꝛc. geeignet und 9 Buchen⸗Stangen zu Lenkwieden geeignet. Zusammenkunft Morgens 8 Uhr im Holzschlage am Wege von Michelnau nach Ober-Lais. 4) Montag den 22. Juni in den Distrieten Buchkopf und Hainborn: 23 Raummeter Buchen-Prügelholz, 65 N Eichen⸗Schälprügelholz, 2 3 Nadel⸗Prügelholz, 6 1 Aspen⸗ 0 3 5 Eichen⸗Stockholz, 1238 5 Buchen⸗Stammreisholz, 760 7 Eichen⸗* 84 Nadel-Reisholz, * 18 Fichten⸗Stämme von 15—28 Centimeter Durch⸗ messer und bis zu 12 Meter Länge, 19 Fichten⸗Stangen von 7— 14 Centimeter Durch- messer und bis zu 12 Meter Länge. Zusammenkunft 8 Uhr am Pflanzgarten im Distriet Hainborn. Sämmtliches Holz lagert nicht über eine Stunde von der Eisenvahnstation Nidda. Nidda am 2. Juni 1874. Großherzogliche Oberförsterei Nidda. Ro h r. 1692 Ein reinliches braves Mädchen, welches noch nicht gedient zu haben braucht, wird für einen ruhigen Dienst zum 1. Juli gesucht. Näheres bei der Expedition d. Anz. Ein Lehrjunge kann gegen sofortigen Lohn die Bäckerei erlernen 1758 bei Christoph Weißenbach, Usagasse. 418 zu billigen Preisen bei Aufforderung. Betreffend: Die Errichtung eines Born-Denkmals. 1747 Diejenigen verehrlichen Großh. Büͤrgermeistereien, welche mit der Rücksendung der unter dem 15. März l. J. zugestellten Listen zur Einzeichnung von Beiträgen für die Errichtung eines Born⸗Denkmals und der Ein⸗ zahlung der eventuell eingegangenen Beträge noch im Rückstande sind, werden um baldgefällige Erledigung dieser Angelegenheit hoͤflichst gebeten.— Die einge⸗ gangenen Beiträge beliebe man an Herrn Domänenrath Lindeck dahier einzusenden. Friedberg den 6. Juni 1874. Im Auftrage des Comite's zur Errichtung eines Born⸗Denkmals Dir a ufer Schleifen 1698 in seidenem Bande und allen möglichen Farben, mit metallenen Abzeichen für Krieger-, Sänger- und Turnvereine in Collection von mehreren Hundert Mustern liefert schon von 1½ Sgr. das Stück an L. eher, Wiesbaden, Filiale der Bonner Fahnenfsabrik. Limburger Käse, ee ee e ee 1686 Auf eine hiesige Oekonomie wird eine tüchtige Küchenmagd zum sofortigen Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Anz. Bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad— Nauheim ist vorräthig: Neuster Caschen-Fahrplan. g Sommer- Dienst Mittel⸗Rheingegend, Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein-Preußen Preis G kr. 1748 In einen Geschäftshaushalt wird zur Mithülfe sofort eine nicht zu junge, redliche und zuverlässige Peron gesucht. Näheres in der Ezped. d. Anz. 4000 Gulden 1755 können in nächster Zeit aus der Stiftung von Schrautenbach im Ganzen oder getrennt gegen genügende Sicherheit verliehen werden. Der Vorstand. Manufacturwaaren⸗Geschäft r wird ein Lehrling gesucht; derselbe bekommt freie Kost und Logis. Zu erfragen(3718.) Frankfurt a. M., Garküchenplatz Nr. 4. Eine vollständige Wohnung 824 von 5 Zimmern ist sofort im Ganzen oder getheilt zu vermiethen bei Jos. Hoffmann. Wo eine Annonce hier oder auswärts veröffentlichen und Zeit resp. Geld sparen will, der beauftrage damit die Annoncen-Expedition von Hansen stein& Vogler in Frankfurt a. M., deren ausschließliches Geschäft es ist, Anzeigen in alle Zeitungen der Welt billigst zu vermittteln. Sbwei tüchtige Schneidergesellen 1746 finden dauernde Beschäftigung bei Bad Nauheim. Chr. Gürtler II. Wollene und baumwollene Unterjacken e Unterhosen K. Friedrich. Hochste tter, 1574. Das Kaninchen, ist wieder angekommen. 1 Carl Bindernagel. Freiwillige Bürger⸗ Feuerwehr. 1745 Mittwoch den 10. Juni, Abends 8 Uhr, Generalversammlung im Henn'schen Lokale. Das Commando. Stotternde heilt A. E. Gerdts, Spracharzt, in Friedberg in der Burg. iltefsend! 1447 Sie — det u ben d N satrungster Das Wellenbad 8 5 meiner Mühle ist wieder zum Gebrauche her⸗ gerichtet. Friedberg. H. Dietz Die Mineralwasser-Fabrik von Wilh. Sturmfels in rieb empfiehlt Soda⸗& Selterswasser in ustets frischer vorzüglicher Füllung. di Seel Iz. Bestellungen von 50 Flaschen an werden so⸗ der gif. Lr wohl in der Stadt als über Land franco ins Haus kirnehne. geliefert. 16% me, N ind Sind Tua eint in pn lutz 1753 Ein braves reinliches dallige E Mädchen, dan welches auch kochen kann, wird in einen Gasthof gesuchh scheint,! und kann sofort eintreten. Näheres bei der Expedition Filler b des Anzeigers. .. gierung eee nn 90 Danksagung. ate 1749 Für die vielen herzlichen Beweise der den Theilnahme während des kurzen, aber schweren Danang Leidens unseres geliebten, durch den Tod uns Tageson so früh entrissenen Sohnes und Bruders trags f Maximilian Morschel, Morga sowie für die ihm so zahlreich erwiesenen letzten gan Ehrenbezeugungen sagen wir hiermit unsern tief⸗ duwaltu gefühltesten Dank. nehnereit Friedberg den 6. Juni 1874. Rhenbes 8 1. Die trauernde Familie. uclung eee. de Ethel Kirchenbuchsauszü 4 irchenbuchsauszüge. nei Evangelische Gemeinde. ag Kön Getaufte: Ula, 31. Mai. Dem hies. Bürger und Kaufmann Georg mutwoch Ludwig Weis eine Tochter Louise Friedericke, geb. am Iseen t 18. April. 190 31. Mai. Dem Ortsbürger zu Nieder- Walgen, im bend ver Kreise Marburg, und Ackermann Heinrich Kaletsch, jetzt Uüber die Knecht dahier, elne Tochter Anna Katharina, geb. am. Magnage 15. Mai. 11 31. Mai. Dem Ortsbürger zu Bellmuth, im Kreilst b. Kam Nidda, Johannes Nies, jetzt Knecht dahier, ein Sohn Nai Heinrich, geb. am 5. Mai. 2. Juni. Dem Großh. Kreisassessor Karl Friedrich itgethens Wilhelm Haas eine Tochter Karoline Marie Victoria herha f Hermine, geb. am 27. März. N after 3. Juni. Dem Bürger zu Crainfeld, im Kreise melser hel, Lauterbach, und Oeconomieverwaltex dahier, Friedrich aft zu! Spamer, ein Sohn Karl Christian 5 am 17. Mai. Ot 4. Juni. Dem Bürger zu Dapfen, im Königreich nich e U Würtsemberg, und Kaufmann dahier, Karl Ernst Eugen lier a nh Schneider, eine Tochter Marie Margaretha Elisebeth. e Hin geb. am 14. April. ah 1 5 Beerdigte: r 90 10 5. Juni. Wilhelmine Iser, Toͤchterchen des gegen cen wärtig hier wohnenden Bürgers zu Sacramento in Cal 5 An fornien Konrad Iser, alt 6 Jahre 3 Monate 3 Tage; hen N + am 4. Juni. J fog 6. Juni. Thomas Becker II., hies. Bürger und 1 geb 1 Taglöhner alt 58 Jahre 2 Monate 10 Tage, 1 am, 1 lacht 4. Juni. ö 1 Alen ö aus; 241 7 7 2 100 Israclitischer Gottesdienst in Friedberg 1 Wann Dienstag den 9. Juni, am Geburtsfeste Seine! knantg Königl. Hohest des Großherzogs, Vormistags 9 Uhr T Zu Gottes dienst. 8 Lida eile U Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 5 wagen 1 n