1874. Dienstag den 8. September. . 106. 1 4 en dan f 9 7 an 8 ra 1436 echt N. — dent N n dung 8 2 Die Petitzeil s 3 Erscheint jed * Mk. wird mit N e W Areisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, e Samstag ee Sg 1 N e— . Amtlicher Theil. — 5 AN Zetreffend: Die Aufbewahrung feuerfangender und gefährlicher Gegenstände. Friedberg am 1. September 1874. ißt Beten, 8 8 2 7 7 N Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg am die Großherzoglichen Bürgermeistereien, die Großherzogliche Polizeiverwaltung Bad-Rauheim, den Großherzoglichen Polizeicommissär zu Wickstadt und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. n 5 Da, nach verschiedenen Wahrnehmungen die in obiger Beziehung bestehenden Vorschriften nicht überall beachtet werden, so folgen dieselben 11 Ablachstebend in Abdruck und weisen wir Sie an, solche in Ihren Bärgermeistereien wiederholt bei der Schelle veröffentlichen, auf deren pünktlichste * L. u. Handhabung durch das Polizeipersonal zu achten und Zuwiderhandlungen zur Anzeige bringen zu lassen. In gleicher Weise wird der Gensdarmerie zufgegeben, Ihr Augenmerk auf diesen Gegenstand zu richten und in eintretenden Fällen Anzeige zu erheben. 1 §. 367 sub 6 des Reichsstrafgesetzbuchs. Mit Geldstrafe bis zu fünfzig Thalern oder 10 4 bestraft: Wer Waaren, Materialen oder andere Vorräthe, welche sich leicht von selbst entzünden der leicht Feuer fangen, an Orten oder in Behältnissen aufbewahrt, wo ihre Ent— ündung gefährlich werden kann, oder, wer Stoffe, welche nicht ohne Gefahr einer ntzündung bei einander liegen, ohne Absonderung aufbewahrt. 1 Art. 147 des Polizeistrafgesetzbuchs. Stroh, unausgedroschenes Getreide, Heu, Grummet, dürrer unbereiteter Hanf ud Flachs, dürre Streumittel und dergleichen leicht entzündliche Gegenstände dürfen 1— freiem Himmel zum Zwecke längerer Aufbewahrung in größerer Menge, bei zermeidung einer Strafe von 1 bis 5 fl., nicht anders als in einer Entfernung von jundert Fuß von jedem nicht feuersicher gedeckten, fünfzig Fuß von jedem feuersicher 7 An 11 N AA ⸗ 1 5 8 1 4 8 f 1 0* edeckten und mit einer Feuerung versehenen, endlich dreißig Fuß von jedem anderen Ae, Leosen uersicher gedeckten Gebäude, aufgeschichtet werden. Di macben 11 Art. 152 des Polizeistrafgesetzbuchs. 4 1 f Wer den Verordnungen der Staatsregierung wegen der bei dem Verkehr mit inge treichfeuerzeugen(Zündhoͤlzchen) zu beobachtenden Vorsichtsmaß regeln“) zuwider⸗ Adetntbmen jandelt, soll mit einer Geldbuße von 1 bis 10 fl. bestraft werden. 7„) Vergl. Verordnung vom 4. April 1856(S. 109 des Regierungsbl.) und Fekanntmachung vom 27. Dezember 1843(S. 33 des Reggsbl.) wegen Versendung Ter a pep. §. 368 sub 5 des Reichs strafgesetzbuchs. Mit Geldstrafe bis zu zwanzig Thalern oder mit Haft bis zu vierzehn Tagen wird bestraft: Wer Scheunen, Ställe, Böden oder andere Raume, welche zur Auf⸗ bewahrung feuerfangender Sachen dienen, mit unverwahrtem Feuer oder Licht betritt, oder sich denselben mit unverwahrtem Feuer oder Licht nähert. Art. 167 des Polizeistrafgesetzbuchs. In den in dem vorhergehenden Artikel bezeichneten Orten, wo leicht feuer⸗ fangende Gegenstände sich befinden, bei der Zubereitung von Flachs und Hanf, sowie bei dem Auf und Abladen von Heu und Stroh innerhalb der Ortschaften darf, bei Vermeidung einer Strafe von 30 kr. bis 5 fl., nicht Tabak geraucht werden. Bei gleicher Strafe ist es verboten, an den bezeichneten Stellen und bei den erwähnten Arbeiten die noch glimmende Asche aus der Tabakspfeife auszuleeren oder die noch brennenden Cigarren auf die leicht feuerfangenden Gegenstände oder nahe an solche hinzuwerfen. chemischer Reibseuerzeuge und Zündhölzer auf dem Rhein und Art. 59 der Neckar⸗ schifffahrtsordnung vom 1. Juli 1842(S. 62 des Reggsbl. von 1843) wegen Ver⸗ sendung von Streichfeuerzeugen und Zündhölzern auf dem Neckar. (Siehe Anhang: Verordnung vom 4. April 1856.) 427 bre Deutsches Reich. „ Darmstadt. Das Großherzogliche Regier⸗ letter det üngsblatt Nr. 43 enthält: I. Gesetz, die für Ertheilung von Grundbuchsauszügen entrichtenden Gebühren betreffend. II. Gesetz, die Erhebung der directen Steuern betr. III. Allerböchste Verordnung, die Einführung det Jeichsmarkrechnung betreffend. Dieselbe lautet: Ludwig III. 1 un Goties Gnaden Großherzog von Hessen und bei N Jhein ꝛc. ꝛc. Wir haben Uns auf Grund der Bestimm⸗ ung im Artikel 1 Absatz 2 dee Reichsmünz⸗Gesetzes vom Juli 1873 bewogen gefunden zu verordnen und ver— adnen hiermit wie folgt:§. 1. Vom 1. Januar 1875 21* an wird für den Verkehr bei den öffentlichen Kassen und fir den allgemeinen Verkehr des Großherzogthums die geichsmarkrechnung eingeführt.§. 2. Die Umrechnung s dem Landesmünzfuß(Zwei und Fünfzig und ein ualb Guldenfuß) in die Reichswährung erfolgt nach dem Erhältnisse von sieben Gulden zu zwölf Mark. Bei ur Umrechnung werden Bruchtheile von Pfennigen der Reichswährung zu einem Pfennig berechnet, wenn sie chien halben Pfennig oder mehr betragen, Bruchtheile Mter einem halben Pfennig werden nicht berechnet. „ 3. Neben den Reichsmünzen bleiben bis zur Außer⸗ tturssetzung auch fernerhin die Münzen der süddeulschen Löhrung in der Weise in Geltung, daß bei Zahlungen nit denselben die Umrechnung in die Reichswährung nach Ain Bestimmungen im 6. 2 zu geschehen hal. Außerdem Alten bis auf Weiteres als gesetzliche Zahlungsmittel: i Vereins thaler deutschen und österreichischen Gepräges, pie die Thaler des Vierzehnthaler-Fußes zum Wertbe en 3 Mark— Pfennig, die Doppel-⸗Vereinsthaler deutschen ud österreichischen Gepräges zum Werthe von 6 Mar — Pfennig, die Drittelthalerstücke deulschen Gepräges zum Jerihe von 1 Mark— Pfennig, die Sechsiellbalerstücke 1 leutschen Gepräges zum Werthe von— Mark 50 Pfennig, Ahtere beiden Sorten(½ und ¼ Thaler) mit der Be⸗ 5 13 daß außer den Reichs- und Staatskassen Nic wind verpflichtet ist, Beträge von mehr als zwanzig Mark n den bezeichneten Münzen in Zahlung zu nehmen. Epblich werden dei allen öffentlichen Kassen an Stelle n Reichs⸗Nickel- und Kupfermünzen bis auf Welleres 18 die ½ Thalerslücke(2½ Silber Zahlung angenommen: die 712 1 9 gi schen) zu 25 Pfennig, die ½ Thaler ssiscke L N ur 2 Meugroschen) zu 20 Pfennig, die ½¼0 Thalerstücke u Suber⸗ oder 1 Neugroschen) zu 10 Pfennig, die % Tbolerstüce(½ Silber- ober ½¼ Neugreschen) zu 9 Bsennig, Tie ½ Groschenstücke(3 leichte Pfennig) zu „Pfennig, bie ¼ Groschenstücke(2 schwere Pfennig) mwechselung ie een eee Warunt gegen MinisterPräsidenten und den drer Vorständen . 8 gegen de bes Thalersußes wenden der Ministerial-Abtheilungen zu. Im Falle der ie dazu geeigneten öffentlichen Kassen schon vor dem 1 Glei 7. 2 N 1. Januar 1875 beauftragt werden. Der Termin, mit Stemmen-Gleichheit gibt die Stimme des Minister⸗ welchem diese Umwechselung beginnt, sowie die Kassen, Präsidenten den Ausschlag, es bleibt jedoch jedem 0.. n ee ee 9 5 8 Mitglied der Minderheit freigestellt, auf die Ent— Meinisteritum der Finanze 0 uin gema werden. le 1 1 8 1 Umwechselung findet nur in Beträgen von 3½ Kreuzer cdu des Regenten zu pronsciren. oder in dem Vielfachen dieses Betrages statt.§. 5. Unsere 3 Sept. So eben ist die Vorlage der Ministerien sind, jedes, soweit es seinen Geschästskreis sehniichst erwarteten Kirchen ⸗Gesetze erfolgt. Es betrifft, mit 2 191 7 W 1 Unlerer handelt sich dabei um fünf einzelne Gesetzentwürfe 3 marschrist und doigedrüchen Grosherzog⸗ über: 1) die rechtliche Stellung der Kirchen und ichen Siegels. Mainz den 31. August 1874. Reliai g E 9 3 U. 8 6 eligions-Gemeinschaften im Staate; 2) den Miß Hofmann. v. Starck. Kempf. In Verhinderung des brauch der geistlichen Amtsgewalt; 3) die Vor- Directors des Ministeriums der Finanzen: Meisenzahl. bildung und Anstellung der Geistlichen; 4 die Iv. Allerböchste Verordnung, die Jagdwaffenpässe betr. religiösen Orden und ordensähnlichen Congrega— V. Namensveränderung. tionen; 5) das Besteuerungsrecht der Kirchen und 155 a erung VI. Diensinachrichten. Selne Königliche Hoheit der Religions-Geĩmeinschaften. Jedem Entwurf sind Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 8. August besondere Motive beigegeben. Der erstere Entwurf dem Schullehrer zu Dalheim, Heinrich Bittmann, zur 5; N Zeit in Klein-Krotzenburg, die erste katholische Schulstelle bat 0 der zweite 25, der dritte 14, der vierte 5, zu Klein-Auheim, am 22. August den Canzleiwärter bei der letzte 1 Artikel. Die Entwürfe werden zu⸗ dem Ministerium des Großherzoglichen Hauses und des nächst in dem für die Kirchengesetze besonders ge— Aeußern, Conrad Weitzel zum Canzleldtener bei gedachtem wäbllen Ausschusse der zweiten Kammer berathen. inisterium zu ernennen. Am 21. August wurde dem Piet 6 555 1 Joseph Theodor* ᷓ 3 95 kalholische Dieser Aueschuß besteht aus den Abgg. Küchler, Pfarrstelle zu St. Stephan in Mainz übertragen. Landmann, Schröder, Heinzerling, Oechsner, VII. Characterertheilungen. Stüber, v. Wedekind(Darmstadt), und zwar ist Darmstadt. Durch die in den letzten Tagen Letzterer mit dem Vorsitze betraut. publieirte Verordnung über die Organisation des Bingen. Wie wir hören, ist gegen Pfarrer Gesammt⸗Ministeriums hat sich eine sehr wesent- Sulzbach wegen einer Predigt über die Sedan— liche Aenderung gegenüber dem bisberigen Zustand Feier eine Untersuchung eingeleitet. a volljogen. Während nämlich bislang die Vor— Berlin. Die spanischen Gesandten in Lon— stände der einzelnen Ministerial- Abtheilungen infdon und Brüssel haben den respectiven Ministern ihren bezüglichen Departements im Wesentlichens der auswärtigen Angelegenheiten ihre Credltive selbstständig zu beschließen hatten, ist jetzt der überreicht. Schwerponkt der Beschlußfassung in einer ganzen— Exkönig Georg ist auf ärztlichen Rath zum Reihe von wichtigen Angelegenheiten in das aus Gebrauche der Seebäder am 2. September von dem Minister-Präsidenten, den Vorständen der Hietzing nach Biarritz abgereist. drei Ministerial-Abtheilungen(Inneres, Justiz, Posen, 4. September. Die Polizeidirection Finanzen), den in den Ministerien angestellten eröffnete heute der Vorsteherin des biesigen Car- Räthen und aus einem besonders angestellten meliterinnen-Klosters, daß alle ausländischen Car- Rath bestehende Gesammt-Ministerium verlegt. meliterinnen binnen dreitägiger Frist das Land Die einschlägigen Angelegenheiten unterliegen der zu verlassen hätten. Die Vorsteberin meldete den collegialischen Beratbung, ein entscheidendes Votum-Recurs an den Minister an und erhielt in Folge bei der Beschlußfassung steht indissen nur dem dessen einen Ausschub bewilligt. 3 —— EF 1 1 1 N 0 Bremen. Die österreichische Polar Expedition ist gerettet. Dieselbe langte in Norwegen an. Lieutenant Payer meldet aus Vardoe, 3. Sept.: Land entdeckt 200 Meilen nördlich von Nowaja Semlja. Sachen für mich nach Christiania schicken. Coburg. Der Landtag des hiesigen Herzog thums wird sich zur Wieder⸗ Aufnahme seiner Be rathungen, besonders über das neue Volksschul— gesetz, Ende September wieder versammeln. Heilbronn, 3. Sept. Der Kronprinz des deutschen Reichs ist heute Nachmittag 3¼ Uhr mit Gefolge hier eingetroffen, von dem Prinzen Hermann von Sachsen⸗Weimar als Vertreter des Königs, dem Fürsten Hohenlohe-Langenburg und dem preußischen Gesandten v. Magnus von der Landesgrenze ab hierher begleitet. Am Bahnhof hakte sich die Generalität zum Empfang einge— funden. Der Prinz fuhr durch bie reich beflaggte und bekränzte Stadt unter ununterbrochenen ent— husiastischen Zurufen der sehr zahlreichen Menschen⸗ menge nach seinem Absteigequartier bet dem Staats— rath Goppelt. Heute Abend findet eine Serenade statt. — 4. Sept. Der König von Württemberg ist mittelst Extrazuges heute Nachmittag 1½ Uhr hier eingetroffen. Derselbe wurde am Bahahof 10 vom Kronvrinzen des deutschen Reiches, dem Her— 1 zog Eugen von Württemberg, dem Prinzen von 5 Weimar, dem preußischen Gesandten, der Gene— 15 ralität und den städtischen Behörden empfangen. Der König und der Kronprinz begrüßten sich sehr herzlich und fuhren in offenem Wagen nach dem Absteigequartier des Königs bei dem Director des Gerichtshoses, Huber, von dem sehr zahlreich ver— sammelten Pub sikum enthusiastisch begrüßt. in dem festlich geschmückten Rathhause statt. — 4. Sept. Ein gestern hier eingegangenes Telegramm des Schiffs-Lieutenant Weyprecht an seinen hier wohnenden Schwager bestätigt, daß die österreichische Nordpol-Expedition glücklich in 1785 Norwegen angelangt ist. Offiziere und Mann- 5 schaften seien wohlbehalten. 5— 5. Sept. Nach der heute erfolgten Be— endigung der Manöver, über deren Verlauf der deutsche Kronprinz seine Zufriedenheit aussprach, fuhr der König mit den gestern ebenfalls aus Stuttgart eingetroffenen sämmtlichen Ministern mittels Separatzuges nach 12 Uhr von der 65 Station Northeim ab, nachdem er sich vom Kron— 0 prinzen herzlich verabschiedet hatte. Der Kron— g prin fuhr halb 1 Uhr mittelst Extrazugs nach N Fürth ab, woselbst er dem Fürsten v. Hohenlohe— 45 Langenburg einen Besuch abstattet. Morgen reist 915 der Kronprinz über Heidelberg nach der Rhein- pfalz, woselbst er gleichfalls den Truppen⸗Manövern beiwohnen wird. München. Ein von der Staatsregierung verlangtes Gutachten der Verwaltung der Bayeri— schen Hypothek- und Wechselbank über den Bank— Gesetzentwurf spricht sich aufs Entschiedenste gegen die Annahme des Gesetzentwurfes aus. .— Auf den Oberstlieutenant v. Vallade vom 2. Jäger-Bataillon soll ein Attentats-Versuch ge— macht worden sein. Bei den bei Ingolstadt ab— gehaltenen Manövern sind scharfe Schüsse gefallen, und man muthmaßt, daß mit Steinen auf den nicht sonderlich beliebten Commandanten geschossen worden sei. Freiburg i. B, 5. Sept. Der Altkatholiken— Congreß scheint sehr zahlreich besucht zu werden. Von hervorragenden Mitgliedern sind bereits ein— getroffen: Bischof Reinkens, die Professoren Schulte, Reusch und Friedrich und der Reichstagsabgeord— nete Völk. Heute Abend findet eine gesellige Ver— einigung der eingetroffenen Mitglieder statt, Ausland. Oesterreich⸗ Ungarn. Wien. Fürst Milan von Serbien ersuchte durch Vermittelung des Fürsten Hohenlohe in Paris den Kaiser Wilhelm, er möge ihn im December in Berlin f empfangen, 7.4 fahrer Weyprecht und Payer aus Vardge vom 1 eingeschlossen, sodann norbwärts getrieben. 3. war das Schiff im Herbste 1872 im Packeise hauptet wurde, nur 6000 Mann stark. wurde ein ausgedehntes Gebirgsland, 200 Meilen nördlich von Nowaja- Semlja, entdeckt. Im October daselbst festgetrieben und überwintert, wurde 79 Grad 51 Minuten nöcdlicher Breite und 59 Grad östlicher Länge das Land bis über den 82. Grad hinaus erforscht. Die Hauptaus- dehnung des Landes erstreckt sich nach Norden und Westen. Im Mai 1874 wurde das unbalt- bare Schiff verlassen und nach einer Hötägigen Reise zu Schlitten und Bootfahrt der russische Schooner„Grensaland“ bei Nowaja-Semlja ge— troffen. Das Mitglied der Expedition, Krisch, ist an der Tuberculose gestorben, die anderen sind gesund. Es ist die Genehmigung des Kaisers er— beten worden, das entdeckte Land Franz Josephs⸗ Land zu nennen. Schweiz. Genf. Die Genfer-Regierung hat 19 katholische Geistliche, welche die Ablegung des verfassungsmäßigen Eides verweigerten, des Amtes entsetzt und den Kirchenrath beauftragt, für die Verwaltung der vacanten Stellen Sorge zu tragen. Frankreich. Paris. An Stelle des in Folge der Entweichung Rochefort's abgesetzten Herrn Gaultier de la Richerie ist der Schiffs- capitän von Pritzbuer zum Gouverneur von Neu- Caledonien ernannt worden. — Der Prozeß gegen die Mitschuldigen Ba- zeine's also in erster Reihe gegen den Oberst Vil— lette und den Hauptmann Doineau wird zwischen dem 10. und. 15. d. M., wahrscheinlich am 14. vor dem Zuchtpolizeigericht von Grasse eröffnet werden. Lachaud wird die Vertheidigung führen 0 ö Um und die Verhandlung wird eine öffentliche sein. 3 Uhr findet ein von der Stadt gegebenes Banket Die Anklage gegen die Gefaͤngenwärter lautet nicht auf Mitschuld, sondern nur auf Pflichtver— säumniß; Villette und Doineau sind angeklagt, an der Entweichung Bazaine's mitgewirkt, nicht aber, die Wärter bestochen zu haben. Neben ihnen wird noch August Barsay, der Kammer— diener des Exmarschalls auf der Anklagebank Platz nehmen. — Das„Journal officiel“ meldet die Er— nennung des Grafen Chaudordy zum Gesandten in Spanien. — Vor einigen Tagen ist für den in Civita— vecchia vor Anker liegenden„Orénoque“ in der Person eines Herrn Pélabon ein neuer Aussichts— Commissär auf ein Jahr ernannt worden, und man hat aus dieser Personal-Veränderung schließen wollen, daß das gedachte Schiff in Widerspruch mit neueren Meldungen auf unbestimmte Zeit in den römischen Gewässern verbleiben soll. Die „Opinion nationale“ spricht sich energisch da⸗ gegen aus. — Das carlistische Organ„Cuartel Real“ hatte vor einigen Tagen ein Schreiben des Grafen Chambord an Don Carlos, seinen Neffen, ver— öffentlicht. Die Aechtheit dieses Documents ist nicht über jeden Zweifel erhaben; die„Union“, welche sonst jede Silbe ihres Heinrich mit ge— sperrten Lettern abdruckt, hat es nicht wieder— gegeben, und auch Lemoinne vom„Journal des Debats“ trägt Bedenken, es für authentisch zu halten, andernfalls es nicht nur den Rohyalismus, sondern auch Frankreich blosstellen würde. — 5. Sept. Mae Mahon empfing heute den Besuch des Großfürsten Constantin von Rußland und erwiederte denselben sogleich. Der Großfürst reist morgen nach Biarritz zurück. Mae Mahon wird sich am 13. nach Bethune begeben, um den Mänövern des vom General Clinchant befehligten Armee⸗Corps beizuwohnen. Norwegen. Christiania, 4. Sepibr. Eine heute hier eingelangte Nachricht meldet die Ankunft der österreichischen Nordpol⸗Expedition in Vardoe. Das Schiff„Tegetthof“ ist zu Grunde gegangen. Die Mitglieder der Expedition wurden nach langen Schlittenreisen von ruffischen Schiffen aufgefunden. Spanien. Madrid. Die Banden unter Don Alfonso sind in voriger Woche in Vinaroz 145— Zusfolge von Telegrammen der Nordpol-(Provinz Valencia) eingerückt, in ziemlich kläg⸗ lichem Zustand und statt 10,000, wie bisher be— Von 1873 Vinaroz zogen sie nach Benicarlo und mußten 1 5 5 b von dort, verfolgt von einer republikanischen sion aus Teruel, einen schleunigen Rückzug antreten, — 4. Sept. Das Cabinet Zabala hat sei nal, Demission gegeben und ist das neue Ministerium 50 wie folgt zusammengesetzt: Sagasta Ministerpräst, J sebeh dent und Inneres, Ulloa Aeußeres, Colmenares“ 0 Justiz, Serrano Bedoyao Krieg, Camacho Fin anzen, Arias Marine, Navarro Rodrigo Handel und Romero Ortiz Colonien. N Santander, 3. Sept. Die Carlisten haben die Belagerung von Puycerda aufgegeben und sind. durch das Pyrenäenthal von Dalp abgezogen, Vor Pupeerda sind keine carlistischen Abtheilungen, mehr sichtbar. Die Thore von Puyeerda sind ge— öffnet, viele Einwohner sind in Bourg-Madame eingetroffen. 11 i den — 4. Sept. Die Kriegsschiffe„Albatros“] Ale 1 5 und„Nautilus“ haben die Rhede von Bilbaß 10 125 wieder verlassen. Die Carlisten haben in det Nähe von Bilbao Vertheidigungen errichtet. Die Bergwerks-Arbeiten sind eingestellt und die Berg⸗ Arbeiter entlassen. Amerika. New⸗ANork. Die republi— kanische Convention in Ohio hat sich für das republikanische Programm ausgesprochen, welches den Freihandel und die Wiederaufnahme der Baarzahlungen befürwortet. a — Anläßlich von Ruhestörungen in Cons hatta hat der Gouverneur von Louisiang eine Be— lohnung für die, Ermittelung der Urheber der Unruhen ausgesetzt, mit dem Hinweis, daß die selben einem Geheim-Bunde von Weißen, der sich 1 bel mut zur Beseitigung von Staatsbeamten verschworen J bude von babe, angehörten. Der General- Staatsanwalt J i en! der Unioa hat angeordnet, daß zur Unterdrückung 1 der Unruhen erforderlichen Falles mit Waffenge:-] darm fas walt einzuschreiten sei. Die Beamten werden be= naß des Ses. schuldigt, die Neger zur Erregung der Unruhen I jungen? 8 I zur Mündu veranlaßt zu haben. 15 1 Rio de Janeiro. Der ultramoniane De-. putirte Roma hat beantragt, den MinisterPräsi— im 9 Ubr ein, Verlhe werden nde, die ve Abends abgehe ur Verlooung Olfenbas le Ftau belt abesu mit o. a6 dem Sal Darm fad lltit⸗Rechen lung für B. 727 303 fl. N nclag we dDarmstad on Raunheim en der Brand Alchen det Vord denten Rio Branco und zwei andere Minister Haarhau wegen Hochverraths und Verschwörang gegen die ene un Religion und den Staat unter Anklage zu stellen. Ann N Der Antrag wurde einer Speeial- Commission überwiesen. Frantsu Proßen Bocken us böchsi la: Derselbe wiktt Frau, einem mann der E Huneigung se Arraschte gef am allerwe Aus Stadt und Land. Friedberg. Die Blätter enthalten aus allen Theilen unseres Landes Berichte über die Sedanfeier, welche alle zu reproduciren der Raum unseres Blattes verbietet, Ebenso enthalten die auswärtigen Zeitungen Berichte aus allen möglichen Städten und Dörfern Deutschlands, Ueberall der gleiche Enthusiasmus, überall der gleiche Patriotismus. s dem Sold, N. Friedberg. Am 5. Sept. wurde die Wetterauer— Industrie-Ausstellung durch einen Besuch Sc. Kgl. Hoheit 85 des Großherzogs hochgeehrt. Die Comitemitglieder, viele Leefel Aussteller und auch einige Ausstellerinnen waren anwesend,. 02 0 S. K. H. haben unser Unternehmen von Anfang an mit 1 Der u Wohlwollen ausgezeichnet, ja dasselbe möglich gemacht tohversteiger durch Ueberlassung' der sehr geeigneten Ausstellungsräume den und w lichkeiten, wofür Comite, Aussteller und alle Freunde unserer Bestrebungen nicht genug danken können. Auch bei dem Be⸗ suche der Ausstellung zeigte der hohe Herr das lebhafteste In⸗ teresse für das Ganze. Die Chaisen, Maschinen, Geräthe, die 1 auch mit d Zergwerle, Salinen, chemische Fabrikate, die landwirthschaft⸗ me zugelasf, lichen Produkte und Fabrikate, die Zeichnungen, Prode— atlense schriften, Lehrmütel der Schulen, die Manufacturwaaren 28. Gro Wohnungs- und Kunstgegenstände,— alles dieses wurde einer genauen Besichligung unterzogen, ost sogar mit einem 1 Eingehen ins Detail und mit Aussprüchen des Lobes und 8 der Aufmunterung für die Aussteller. Die wahrhaft 3 9 liebenswürdige Freundlichkeit unseres Landesfürsten machte 0 Die seith auf alle Anwesende den besten Eindruck. Uns Wetterauer ö aber ist dieser Besuch und die Art und Weise seiner Aus— 9 führung ein Beweis hoher Theilnahme für unser Ringen bestande und Kämpfen, die Industrie zu fordern, heimischer zu tber machen; und wie wollen uns dadurch um so mehr au im 8 gemuntert erachten, unsere Arbeit und Leistungen zu ver 90 Oeotg u. vielfältigen und zu heben, um weiteren Beifall zu verdiene seit de N und damit zugleich auch befähigter zu werden für die sie Nechnun immer mehr ausspitzende Concurrenz. So müssen de Fama Ausstellung und die dabei der Wetlerauet Industrie von ö allen Seilen gezollte Aufmerksamkeit segensreich sortwirken, 5 9 H. Dortelweil. In hlesiger Gemeinde wurde auch u ller heut dieses Jahr wieder die Sedanfeier begangen. Abends erfolgt zuvor wurde das Fest durch die Glocken eingeläutet, ebenso ad ⸗Nar der Festmorgen. Der Ort war beflaggt. Ein Festzug, Gros woran die Schuljugend mit ihrem Lehrer, Festjungfrauen, Nl die Krieger, der Geistliche, Gemeinde-, Kirchens und[ Schulvorstand, sowie viele Gemeindeglieder sich betheiligten, Ei 8 bewegte sich unter Glockengeläute durch die Straße vor le Hi das Dorf zur Friedenslinde. Hier hielt nach dem Fest?“ Wiidig U gesange Herr Pfarrer Kalbhenn von Klein-Karben in 18 05 ver 4 4 9 * f utzen kräftigen Worten eine Ansprache, worin er auf „e Bedeutung des Tages hinwies. Hiefauf begab sich ir Festzug, welcher immer größer wurde ins Gotteshaus. der oden erwähnte Geistliche hielt über die Worte: Samuelis 12, 24. 25. eine sehr schwunghafte zu Herzen dende Festrede, welche von allen Auwesenden höchst be— siedigt aufgenommen wurde. Nach dem Schlusse des Lottesdienstes wurden an die Schüler Kugelhopfen ver⸗ heilt. Abends vereinigte eine Gesellschaft fürs Vaterland geisterter Männer sich in der Gartenwirthschaft des teren Ph. Schneider bei einem dellenten Schoppen Dortel— tiler Aepfelwein. Der gesellige Abend wird jedem der nwesenden noch lange in Ekinnerung sein. Hoffen wir, Uß in Zukunft die Nachbargemeinden diesen denkwürdigen September von 1870 ebenso feierlich begehen mögen. Offenbach. Die vierte Herbstausstellung des Ver— ens für„Feld⸗ und Gartenbau“ dahier wird am Sonntag im 20. d., Vormittags 11 Uhr, eröffnet und am Dienstag m 22. d., Abends 9 Uhr, geschlossen. Die Ausstellung indet in den Räumen der deusschkatholischen Kirche statt. Je für die Ausstellung bestimmlen Gegenstände beliebe tan bis zum Samstag den 19. d. Abends, abgeichnittene Lumen und Boungquets spätestens bis Sonntag Morgen 4 9 Übr einzuschicken. Gegenstände von untergeordnetem erthe werden zur Ausstellung nicht zugelassen. Gegen— nde, die von den Ausstellern nicht bis zum 23. d. dends abgeholt sind, werden zu Gunsten des Vereins t Verloosung gebracht. Offenbach. In dem benachtbarten Bieber wurde Frau beim Füttern eines Faselochsen von diesem adezu mit den Hörnern durchbohrt, so daß dieselbe todt es dem Ssalle getragen wurde. Darmstladt. Im Jahr 1868 wurden nach ilitär⸗Rechenschaftsablage bei der hiesigen Militärver— iltung für Brodbedarf und Fourage-Rationen im Ganzen 727,303 fl. verausgabt, 220,043 fl. mehr als anfänglich ranschlagt war. Darmstadt. Der vor etwas länger als Jahresfrist n Raunheim flüchtig gewordene Pfarr- Vicar Basset, lcher bekanntlich den Kirchenkasten in Nieder-Modau um Tusende von Gulden bestohlen hatte, soll zur Zeit ein er beliebter Prediger in Philadelphia in Amerika sein. n den Antecedentien des Belteffenden scheint man dort krhl keine Ahnung zu haben. Darmstadt. In dem benachbarten Roßdorf ist aus laß des Sedantags ein Unglücksfall zu beklagen, indem wem jungen Mann, Namens Ewald, der sein Terzerol i zur Mündung vollgepropft hatte, das Schießeisen zer— 2 der Allerlei. Frankfuri, 4. Sept. Gestern Abend fand auf der 125 N Aldatteg f a 2 Dilde 2 1 1 1 In DSails Tu* 9 N 1 75 8 5 f a * — 5 * 3 1 —— aN Tand ext J 4 — zr ßen Bockendeimer⸗Gasse vor einem Hause, in welchem e böchst lärmend zuging, ein Menschen-Auflauf statt. Drfelbe würde durch drei Personen verursacht: von einer zazu, einem Soldaten mit blankem Säbel und dem Ebe⸗ munn der Ersteren. Letzterer hatte schon längst eine Iimeigung seiner Frau zu dem Soldaten bemerkt und A rraschte gestern Abend beide in einem Augenblick, wo ü am allerwenigsten darauf vorbereitet waren. Die Frau it dem Soldaten ermunternd zu:„Wilhelm schlag den Kerl todt!“, worauf dieser blank zos und zum Schlag ausholte, der aber mit einem kräftigen Prügel parirt wurde. Nun gab es ein Durcheinander, bis ein Schutz— mann des Wegs kam und die Idenlität des Kriegers, dem das Betreten des betreffenden Hauses schon längst durch seinen Compagnie-Chef untersagt worden, seststellle. Die Frau wurde auf das Revier in der Hochstraße abgeführt, Köln, 3. Sept. Die Sedanfeier hat hier unter zahl⸗ reicher Betheiligung aller Classen der Einwohner den glänzendsten Verlauf genommen. Die Straßen waren mit Fahnen und Kränzen geschmäckt. Die Feier wurde durch einen Festakt auf dem Gürzenich eingeleitet, wo vom Kölner Männergesangverein patriotische Lieder vorgetragen und darauf vom Director Oskar Jäger die Festrede ge— halten wurde. Daran schloß sich eine Festfahrt auf dem Rbein, an dessen Ufern eine zahlreiche Zuschauermenge ver— sammelt war. Die Vorüberfahrenden wurden von der— selben inn den lebhaftesten Acclamationen begrüßt. Laupheim(Oberschwaben), 2. Sept. Der„Frankf. Pr.“ schreibt man von hier: Wenn wir zum Berichte über die hiesige Sedanfeier Raum in diesen Spalten bean— spruchen, so könnte das erscheinen, als wollten wir„Eulen nach Athen tragen“; und doch ist die Thatsache werth in Markt in die betreffenden Häuser sich ihr Geld zu holen und es heißt dann, der Marktpreis ist der und der; man wundert sich über den hohen Preis und die Käufer sind lediglich selbst daran schuld. Also selbst auf den Markt gehen und dor! kaufen! Grünberg, 5. September. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 11 fl. 56 kr.; Korn(90 Kilo) 9 fl. 22 kr.; Gerste(80 Kilo) 8 fl. 19 kr.; Hafer(60 Kilo) 5 fl. 41 kt.; Molter (90 Kilo) 9 fl.— k.; Erbsen(110 Kilo) 10 fl.— kt.; Linsen(100 Kilo)— fl.— kr.; Samen(90 Klo) 13 fl. 20 kr.; Kartoffeln(100 Kilo)— fl.— kr. Frankfurt, 5. September. Der heutige Heu⸗ und Strohmarkt war gut und auch in Qualität besser als das vorige Mal besahren. Heu kostete per Cir. 2 fl.— kr. bis 2 fl. 40 kr., Stroh per Centner 1 fl. 24 kr. bis 1 fl. 36 kr. Butter 1. Qual. 44—45 kr., 2. Qual. 40 bio 42 kr. Eier das Hundert 3 fl.— kr. Karloffeln per 200 Zollpfo. 2 fl. 30-36 kr. Mainz, 5. Sepibr. Productenmarkt. Waizen pet Nov. 11 fl. 50 kr., per März 11 fl. 54 kt., pet Mui 11 fl. 54 kr. Korn per Nov. 9 fl. 20 kr, per März 9 fl. 25 kr., der Tagesgeschichte registrikrt zu werden. Wir wohnen in einem specifisch katholischen Bezirke, er zählt 25,000 Ein— wohner, davon 21,200 Katholische, 3/00 Evangelische und 800 Juden. Die„Lauph. Zeitung“ warnte in Sigl'scher Manier vor der Abhaltung einer Sedanfeier in hiesiger Stadt. Als Antwor! darauf beschlossen die hiesigen bürger⸗ lichen Collegien einstimmig die Sedanfeier kirchlich und bürgerlich zu begehen. Das Programm wickelte sich unter zahlreichster Betheiligung ab. Die deutsche Flagge wehte vom Thurme der katholischen Stadtpfarrkirche; an dem Festzuge zum Hochamte in derselben nahmen alle drei Confessionen Antheil. Gegen 600 Schüler verschiedenen Vekenninisses zogen in den Hof des städtischen Schulbauses, Sept. 16 fl. 20 kr. per Mai 9 fl. 25 kr. Hafer per Nov. 9 7¾ fl., per Närz 10 fl. 20 kr., per Mai— fl.— kr. Nüböl per Ocl. 17 fl. 20 kr., per Mai 18 fl. 25 kr. Raps per Marburg, 5. Sept. Der heutige Wochenmarkt war mittelmäßig besucht. Butter kosteie das Pfund 11—12 Sgr., Eier 8—9 Stück 4 Sar. Tauben das Paar 4½—5 Sat., junge Hahne per Stück 6—6½ Sgr., Hühner per Stück 8-10 Sgr., Hasen per Stück 23—25 Sgr. Verloosung. (Augsburger 7 fl.⸗Loosc.) Augsburg, 1. Sept. [Geige Seren 28 3 737 35 1302 17 ma Hepp 910 Stadischultheiß Hepperle be⸗ 2 1948 1993.. 7. 2 geisterte Ansprachen hielten. 47 5 2 r 9 2 350 Serie 130 Calais. Von hier unternahm am 30. August der EN 8 10 8—5 5 5 8 3 Lufischiffer Durnof mit seiner Frau eine Ballonkeise bei Nr. 80, Serie 1730 Nr. 49 Serie 737 Nr 7. 1035 starkem Südwestwind, um nach England zu fahren. Wie Jr, 19. Ser 651 Nr 21 e 284 Nr. 93 Sec 651 zu befürchten stand, ist derselbe weder auf der englischen Nr. 92 à 100 5 1. Küße, noch auf der dänischen oder der norwegischen ange-!. kommen, so daß sein Untergang gewiß erscheint. Leider ist der Verunglückte nur falschem Schamgefühl zum Opfer Geld⸗Cours. gefallen. Derselbe batte schon den Ermahnungen der Frankfurt am 5. September 1874. Behörden und vieler Zuschauer, die Auffahrt zu unterlassen,————— nachgegeben, und hatte den bereits gefüllten Ballon entleert. Pistolen.„ fl. 9 40—42 Fang und ihm drei Finger der rechten Hand wegriß. In seinem Hotel angelangt, wurde derselbe jedoch von Holländische fl. 10- Stücke„ 9 48—50 E der Brand auszubrechen drobte, mußte dem Unglück unvernünftigen Menschen so lange mit Spottreden ver- Ducaten.. 5 ben der Vorderarm amputirt werden. folgt, biß er heimlich den Ballon wieder füllen ließ, und Ducaten al mared„„ Haarhausen, 3. Seplember. Heute Nachmittag mit seiner Frau, die ihn freiwillig begleitete, die Auffahrt 20-⸗Frankenstücke 4 5 g„ 9 30—31 ischen 2 und 3 Uhr sind dahier zwei Scheunen mit unternahm. Englische Sovereigns a„ 11 56—58 en ganzen Inhalt abgebrannt. Russische Imperiales. a* 9 50—52 Handel und Verkehr. Dollars in Gold.„ 2% Friedberg. Warum müssen wir hier die Butter so theuer bezablen, oft theurer als in Frankfurt? Diese Frage hört man oft. Die Antwort ist die, daß unsere Hausfrauen selbst hieran die Schuld tragen. Würden Lieselben selbst auf den Markt gehen, so würde sich der Preis nach Angebot und Bedarf jedesmal reguliren. So aber gehen die„Butterweiber“ in die Häuser und ver— kaufen ibre Ware vorher. Wenn dann auf dem Markie Nachfrage nach Butter ist, so ist nur wenig Waare da und die Folge, daß dieselbe, weil dann mehr begehrt, in die Höhe geht. Die Verkäuferinnen gehen dann nach dem Aechl Hölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober— hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Maria Farina in Cöln. Lieferung von Lagerstroh. 302 Der unterm 31. August e. hier abgehaltenen Srohversteigerung ist die Genehmigung nicht ertheilt hüirden und werden deßhalb 3 Mittwoch den 9. d. Mts., a Aurmittags 10 Uhr, eirea 35 Fuder Roggenstroh wieder— ot dahier zur Lieferung versteigert. Bemerkt wird, ß auch mit der Maschine gedroschenes Stroh zur An— me zugelassen wird. * Beyring& Böing“ 1 bestandene Handelsgesellschaft ist durch gegenseitige Uebereinkunft aufgelöst und der deßfallsige Eintrag ist Grundbuch gelöscht und den neuen Erwerbern Urkunde D e. st ie ige e ing 2627 Donnerstag den 24. September d. Ii 2632 sollen im Landgerichtsloeal ungefähr 7 bis 8 Centner zur Vernichtung bestimmte Akten zum Einstampfen meist— bietend versteigert werden. Vilbel am 4. September 1874. Faselochs Versteigerung Donnerstag den 10. d. M., Mittags 1 Uhr soll ein der Gemeinde gehöriger Faselochs, zum Schlachten geeignet, auf dem Gemeindehaus gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden. 5 Wölfersheim den 5. September 1874. e Landgericht Vilbel. Großherzogliche Bürgermeisterei Woͤlfersheim— ie Heyer. % ö . f Obst⸗ Versteigerung len den 2. September 1874. 1 5 5 0 n 1 D 0 g. 1 ene gandeszuchthaus⸗Bnrcktion. 5 9 77 70 sense ee Donnerstag den 10. l. Mts., Mittags 1 uhr, 1 d. D.: 9 5 en Var 192 8 3 hel 8 elt werden die gemeinheitlichen Aepfel, eirea 20 Malter, und 2 rel. Ar. 481, welches 8 l 928 en 9 55 ost, 10 bis 12 Matter Zwetschen in Abtbeilungen an Ort 1 1 It. Kaufbriefs vom 19. Mai 1853 von Ludwig Müller und Stelle öffentlich meistbietend versteigert. 170 VDeklanntim a ch un g. daselbst erkauft und an Georg Weisensee, welcher 170 Nieder Rosbach am 5. September 1874. 1 a g e Kaufschilling bezahlt hat, weiter verkauft haben, sodann Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Rosbach. Die seither unter der Firma:„Jaber durch Zwangsverkauf an Löb Strauß 1. zu Fried⸗ 9. ü„Fabrik feuerfester Steine„Wetterau berg übergegangen und von diesem jetzt veräußert worden f. ö „sind binnen vier Wochen dahier geltend zu machen, gegenfalls der noch bestehende, beschränkte Eintrag im Wohnungsveränderung. 2634 . 5 en Ern n Meine Wohnung befindet sich von heute an im im Handelsregister unter Nr. 54 gelöscht worden, Behufs Eintrags ins Mutationsverzeichniß ertheilt werden früheren Wohnhause des Herrn Z. Grödel naͤchst dem 15 Georg August e zu 717 1 55 lange wird 2 ber 1874 Bahnhof, was ich dem geehrten Publikum hiermit seit dem 24. August l. J. daselbst für seine a ge Vilbel am 5. September 5 N anzeige. 4 n eine Fabrik feuerfester Steine unter der Großherzogliches Landgericht Vilbel. M. Rothschild, ma: 1 fest Steine„Wetterau“ Jäger. Mehl- und Fruchthandlung. „Fabrik feuerfester S 1 7 50.. 5 eng n enden une Eil tüchtiger Branntweinbrenner Bl auen Vitri 1 Ferüber heute der Eintrag im He 8* 2629 kann sofort gegen hohen Lohn dauernde Beschäf; N E 0 9 N 75 erfolgt ist 2 Sep 874. d⸗Nauheim den 1. September 1 5 * Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim. Ulrich, Schnittspahn, Lanbrichter. Landgerichts Assessor. 1 2⁴. englische Race, 1½ tigung finden. Näheres bei Gottfr. Mondigler. 2601 Fehrmann's Patent-Pferdeschoner, elastischer Patent-Zug-Apparat für Lastfuhrwerke, bewirkt erleich— terte Zugthätigkeit der Lastpferde um elrea 20%, Schon— ung der Lastpferde und Geschirre um eirea 33%. Zu 2626 Prima-Qualität, empfiehlt hilligst Wilh. Bernbeck. ündin, Jahr salt, ist preis— Bei wem? sagt die Expedition 2618 eue Hühuerh Au dig zu verkaufen. . Anzeigers. 11 die Handlung von 72 N Kartoffein beziehen zum Fabrikpreise von 20 Reichsmark per. Paar g N* 2649 kauft Friedberg. A. Buch in Hungen. A. Stahl Wittwe. programm der Feierlichkeiten beim Empfang und der Anwesenheit Feiner Majestät des Kaisers. 1) Bei der Ankunft und Einfahrt des Kaisers wird mit allen Glocken beider Kirchen geläutet. 2) Bei der Ankunft und zur Begrüßung des Kaisers findet sich der Stadtvorstand in corpore jim Bahnhof ein, in welchem ein Musikcorps aufgestellt wird. f 1 3) Die Straßen der Stadt werden mit Fahnen, Kränzen und Guirlanden festlich geschmückt. 4) Am Abend des 11. September bringen die beiden Gesangvereine, uater Vortritt einer Musik und geleitet von den mit Lampions versehenen beiden Feuerwehren und dem Kriegerverein, dem Kaiser ein Ständchen.“ 5) Am 12. September Abends findet eine allgemeine Illumination statt. Friedberg den 7. September 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Joucar. Die Jungfrauen Friedbergs, welche sich an den Festlichkeiten bei dem Empfang Seiner Majestät des Kaisers betheiligen wollen, werden eingeladen sich zu einer Besprechung am Dienstag-Nachmittag um 4 Uhr im städtischen Schulhause einzufinden. Friedberg den 8. September 1874.„ Der Beigeordnete 2645 Steinhäußet. Metterauer Industrie-Ausstellung. 2640 Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 4. Juli(Oberh. Anz. 87 ꝛc.) bitten wir die Herren Landwirthe Obst und andere Erzeugnisse des Ackerbaues, welche der Aus- stellung noch angereibt werden sollen, bis zum 11. September gefälligst einsenden zu wollen. Dienstag den 15. September geschieht die Lotterieziehung im Saale des Hötel Trapp mit angemessener Festlichkeit(Concert 2c), wozu jeder Besitzer von Lotterieloosen freien Zutritt hat. Vom 16. September an werden die Gewinne verabfolgt und die Ausstellungsgegenstände an die Aussteller zurückgegeben. Für die letzten Tage der ersten Wetterauer Industrie-Ausstellung(bis 15.) bitten wir noch um recht zahlreichen Besuch. Hierbei erinnern wir daran, daß Soldaten füt den Besuch der Ausstellung nur 6 kr. Eintrittsgeld zu zablen haben. Friedberg den 6. September 1874. Wetterauer Industrie-Ausstellungs⸗ otterie. 2637 Die Ausloosung der 400 Gewinne findet öffentlich in Gegenwart zweier Uikundspersonen Dienstag den 13. September l. J. von Mittag 2 Uhe an im Saale des Hotel Trapp statt. Nach Beendigung Concert der Kapelle Schellhaas. 2646 Das Ausstellungs-Cumité. Das Verloosungscomite. Großherzogliche Realschule zu Friedberg. 2599 Die dießjährige öffentliche Prüfung an der Realschule wind Mittwoch und Donners- tag den 16. und 17. September, Vormittags um 8 Uhr, Nachmittags um halb 3 Ühce, im Real- schulgebäude stattfinden. Der Actus fällt störender Verhältnisse halber dießmal aus. Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler, für die Vorschule mit dem 8., für die Realschule mit dem 10. Lebensjahre wolle man Samstag den 10. October, Vormittags von 9 bis 12 Uhr, in dem Realschulgebäude(Conferenzzimmer) unter Beibringung von Zeugnissen der bisherigen Lehrer bei der unterzeichneten Behörde vorbringen, worauf Montag den 12. October, Vormittags 8 Uhr, die Aufnahmsprüfung statthaben wird. Das neue Schuljahr beginnt mit Dienstag, dem 13. October. Wiederholt mahnen wir hiermit, die Schüler recht frühzeitig unsrer Anstalt zu übergeben, am wenigsten kurz vor oder gar erst nach der Confirmation. Großherzogliche Direction der Realschule. Dr. Möller. Dielen, Lulten N Stollen Culnbacher, Kitzinger K Erlanger 2642 empfiehlt zu den billigsten Preisen Export Bier Ph. Dan. Kümmich. 2625 in Originalgebinden stets vorräthig bei 5 5 J. A. Herold in Hanau. üllludishe Blunenzviebeln. Eine steundliche Wohnung, von Jacob Herrmann, vis-a-vis dem Hötel Trapp. Birnen. 2643 Einen Baum Zapfenbirnen hat zu verkaufen Friedberg. Konrad König. ist zu vermiethen. Vorstadt Nr. 148. 1 Illuminationslampchen 2639 sind zu haben bei Friedberg. Wilhelm Söllner, Spenglermeister. 2630 bestehend aus 2 Zimmern, Küche nebst Zubehör Geologisch⸗Zoologische Studien. 2648 Die Hochgebirge und ihre Entstehung, praeissh dargestellt in lebenden Bildern, aus dem Gebiete der höheren Thierquälerei, besonders interessant für Mitglie, der des Thierschutzvereins und solche, die es werden wollen, Schauplatz vor dem Userthor. Abschiedsessen für Herrn Polizei⸗Rath Haas, 2647 Herr Krels-Assessor Haas, seither dahier, ist be kanntlich als Polizeirath nach Darmstadt versetzt worden, Mit Rücksicht auf dessen im Kreise Friedberg wohlbe kanntes Wirken und seiner zahlreichen Freunde ist bis schlossen worden 4 Samstag den 19. September, Nachmittags 2½ Uhr, ein Abschiedsessen im Hötel Trapp abzuhalten(Couvelt 2 fl.), wozu Anmeldungen im genannken Hötel bis zun 18. Morgens aufzugeben sind. 1 Aechten Schweizerküse, 2641 sowie verschiedene Sorten Rahmkäse, Rum, Arrag, Cognac, Kirschwasser Vanille, Curagao ꝛc., Punsch⸗Essenzen, Limonaden und feine Flaschenbiere in ganzen und halben Flaschen empfiehlt C. N. Walz. 1 Verloren 1 2623 wurde am 2. d. Mts. von Friedberg bis Reichels- Zugketten. der Expedition des Anzeigers abgeben oder einer gericht lichen Anzeige entgegen sehen. 15 — 2570 sogleich gesucht. Mehrere O 7 „ A e p fe 1 w e 1 n bre Georg Raufenbarth in Pfaffenwiesbach. 2635 11 Ein Zimmer 167. . 1 5 Betreffer an die G I Verfügung heim ein Korb mit 8 Tafeln neuem Weißblech und zweße]—getreffen Der wohlbekannte Finder wolle denselben b W hahier der eember lauf 2 senzoglichem Im Chorröckewaschen 2638 empfiehlt sich Ockstadt. Katharina Steyer. Ein junger Verwalter(Academiker) sucht als solcher Stellung auf einem Gute. Näheres in der Exp. d. Anz. 2636 Eine Grube Dung Ls 8. Ser, Neue Erfindung! 2628 Der von Herrn Dr. Simon aus der chemischen Fabrit„Altona“ zu Altona erfundene wassekdichte Universal⸗Leder-Conservateur besitzt die Eigenschaft, jede neue Ledersorte jahrelang in neuähnlichem Zustande zu erhalten, sowie altes, hartes, selbst schon für den Gebrauch verloren gegebenes, wieder weich und geschmeidig und zur ferneren Benutzung brauchbar zu machen. 1 Alleinige Niederlage für Friedberg und Umgegend d. He ß, Schuhlager. Weiße leinene Taschentüchet, 238 gestickt und glatt, farbige Taschentücher, Kragen, Manschetten, Tüllkrausen, Aermel, weiße Unterröcke, weiße Herrenhemden, feine Einsätze für Herrenhemden, Vorhemden, Herrenkragen, Filetdecken, Kragen- und Manschettenknöpfe, Myrtenkränze, Kopftücher, Moire? schürzen ꝛc., Hosenträger, Strumpfbänder, Portemonnales sowie Fächer zu billigen Preisen bei Kirchenbuchsauszug. . e des verst. Bürgers und Schreinermeisters Louis Jäger zu Lauterbach und Katharine Elisabeth Klein, Tochten Getaufte: 3 30. Aug. Dem Bürger zu Londorf und Tagloöhser dahier Konrad Appel ein Sohn Georg Philipp, geb. am 23. August. 1 30. Aug. Dem Bürger zu Nieder ⸗Florstadt und Schuhmachermeister dahier Georg Ludwig Hübner ein Sohn Wilhelm Adolf, geb. am 27. Juli.. Beerdigte: 381 30. August. Margarethe Wilhelmine Mörschardt, Töchterchen des hies. Bürgers und Sattlermeisters Gott⸗ fried Mörschardt, alt 3 Jahre 7 Monate 20 Tage, 1 am 28. August. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 1 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 110 K. Friedrich neben der Post. 5 30. August. Konrad Löhr, Monteur in einer hiesigen 1 Fabrik, Sohn der Henriette Jäger, geb. Löhr, Witkwe 3 des hies. Bürgers und Webermeisters Sebastian Klein. Fried! der allerhöt weiter, daf Abend 6 U 0 Ferner wer dis Großh. Alite, sowi Kronprinz Bid⸗Nauh sische und Und in Ba der Manbo und sich ar arte wo große Pare Darm 2. Pomm. 9 he. Art., 9 im Großh. 1. Garde. z eldw. vom