N 10 * hrer. Nn Mer unzen 4 72 2 N tu tdum Hefe mute, e Asckienn i desn end erhöh er nagel. A nen NY Armnstadt Nunfal. u Ml Cinlag 6 aon ä Ergel — n n 5 bn 1874. Dienstag den 7. Juli. M 79. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Mit dem 1. Juli begann ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und bemerkenswerthesten Tagesbegebenheiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours-Berichte, Verloosungen von Staatepapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel ic. und in einem„Natbgeber“ monatliche praktische Winke für Haus- und Land wirthschaft. Dae Abonnement beträgt bei der Verlags-Expedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel jährlich 47 kr. mit Bringerlohn. Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit A kr. berechnet, bei Tabellen- und Ziffersatz mit 5 kr. Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ Amtlicher Theil. Betreffend: Den Abverdienst der unzahlbaren Feldstrafen. brechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch sür das zweite Halblahr zusenden, wenn nicht aus⸗ drücklich Abbestellung erfolgt. Die Expedition. ö Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bauernheim, Butzbach, Friedberg, Gambach, Griedel, Ilbenstadt, Melbach, Münzenberg, Nieder- Florstadt, Nieder-Mörlen, Nieder-Wöllstadt, Ober-Mörlen, Ober-Rosbach, Rockenberg, Staden, Wisselsheim und an den Großherzoglichen Polizei-Commissär in Wickstadt. Wir sehen der sofortigen Einsendung der Nachweise über den Abverdienst der überwiesenen unzahlbaren Feldstrafen entgegen. Friedberg am 4. Juli 1874. Trap p. Bekanntmachung. Betreffend: Die Audienztage bei Großherzoglichem Krelsamte Friedberg. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß Dienstag jeder Woche als Audienztag bei uns bestimmt und solcher von den Kreisangebörigen pünktlich einzuhalten ist. An anderen Tagen können sehr eilende und dringende Angelegenheiten zwar auch, aber nur von 11—12 Uhr Vormittags, vorgebracht werden und dann nur zur Verhandlung kommen, wenn Personal hierzu anwesend ist. In den meisten Fällen können solche durch Ver- mittelung der Graßherzoglichen Bürgermeistereien, der sonstigen Localbehörden und Bediensteten gepflogen und den Kreisangehörigen weite Wege und Kosten dadurch erspart werden, und wird deshalb diesen Behörden auf das Angelegentlichste empfohlen, im Interesse der Angehörigen der Gemeinden deren Anliegen auf schristlichem Wege zur Vorlage und Erledigung zu bringen. 5 Friedberg den 4. Juli 1874. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Br F en li eich en d. Durch das Reichsgesetz vom 4. April l. J.,§. 15, sind die im§. 103 des Gesetzes vom 27. Juni 1871 bezeichneten Diensteinkommens- sätze, bis zu deren Erfüllung den im Civildienst angesteslten oder beschäftigten Penstonären die Pension belassen werden kann a) für den Feldwebel ron Thlr. 200. auf Thle. 350., b) für den Sergeanten oder Unteroffizier von Thlr. 150. auf Thlr. 250., c) für den Gemeinen von Thlr. 100. auf Thlr. 130. erhöht worden, mit der weiteren Bestimmung, daß für Militärpersonen des Unteroffizierstandes, welche sich mindestens 12 Jahre im 1 * „ en, activen Militärdienst befunden haben, die Sätze zu a und b auf Thlr. 400. festzusetzen seien. Friedberg den 4. Juli 1874. anzumelden. Diejenigen Invaliden, deren Civildiensteinkommen diese Sätze nicht erreicht, haben ihre desfallsigen Ansprüche unter Vorlage ihrer Bestätigungs⸗ aus weise bei der Königlichen Regierung in Kassel Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Tor a pu p. Deutsches Reich. Darmstadt. Director des Hofgerichts der Provinz Oberhessen, Grundrenten⸗Scheine, welche nach früherer gesetz— Am 24. v. Mts. wurde dem licher Bestimmung verjährt waren, gleichwohl ein: Präsident Pape(Leipzig), zulösen, sofern sie noch vor dem 1. Januar 1876 baum II.(Berlin), Director Kübel(Stuttgart), Apellrath Plankh (Celle), Prosessor Roth(München), Ministerial⸗ August Völker, in Anerkennung seiner langjährigen, zur Zahlung präsentirt werden. Vom genannten ratb Schmidt(München), Prefeffor Windscheid treuen Dienste der Character als„Geheimerath“ Tag hört die Ermächtigung auf, und es verbleibt(Heidelberg). werliehen. — Am 27. Juni wurde der Ministerialsecretär dritter Klasse bei dem Ministerium des Innern, Maximilian Freiherrr v. Gagern, zum Ministerial— secretär zweiter Klasse bei diesem Ministerium er nannt. — 3. Juli. Die verwittwete Großherzogin bon Mecklenburg ist heute in Jugenheim an— gekommen. Der Großherzog von Mecklenburg reist morgen nach Coblenz ab. Die Abreise des Kaisers Alexander nach Petersburg erfolgt am 6. Juli, seine Gemahlin bleibt bis auf Weiteres in Jugenheim zurück. Die Königin Olga von Württemberg verläßt Jugenheim am 8. Juli. — Durch Bekanntmachung vom 27. v. M. st die großh. Staatsschulden-Tilgungskasse Seitens des Finanz- Ministeriums ermächtigt worden, r— — sodann bei der Bestimmung des früheren Gesetzes, Die fragliche Bekanntmachung beruht auf einem von beiden Kammern gelegentlich einer Petition an die Regierung gerichteten Ersuchens. Berlin, 2. Juli. Fürst Bismarck ist gestern Abend 6½½ Uhr hier eingetroffen. Er trug wie gewöhnlich Kürassier-Unisorm mit dem etsernen Kreuz und sah sehr wohl und rustig aus. Vom Bahnhof begab er sich mit seiner Gemahlin und Tochter, die ihn begleiteten, in offenem Wagen nach seiner Wohnung. Die Abreise nach Kissingen wird Ende dieser Woche erfolgen. — Der Bundesrath wählte zu Mitgliedern der Commission für die Vorberathung des Civil— gesetzbuches: Appellrath Berscheid(Colmar), Ministerialrath Gebhardt(Karlsruhe), Ober— tribunalrath Johow(Berlin), Justizrath Kurl- Die Wahl des Vorsitzenden der Commission steht dem Reichskanzler zu.— Der Bundesrath beschloß die Außercourssetzung der süddeutschen Zwei- Guldenstücke von Neujahr 1875 ab. — Der Chef des Generalstabes der Armee hat eine Verfügung erlassen, wonach alljährlich in den Sommermonaten höbere Officiere des General— stabes die sämmtlichen Bahystrecken und das vor— handene Material und Personal in Bezug auf Quantität und Qualität einer Prüsung zu unter⸗ ziehen haben. Die im vorigen Sommer vor— genommene Inspicirung hat ergeben, daß die deutschen Eisenbahnen bei einer regelmäßigen, nicht beschleunigten Mobilmachung Etisenbabn— Waggons dritter Klasse in genügender Anzahl besiten, um die Truppen in diesen, und nicht, wie bisher, tbeilweise in offenen, bezw. Gepäck⸗ wagen zu befördern. Ebeuso bat sich heraus- gestellt, daß ein ausreichendes Unterbeamten-Per-⸗ sonal an Schaffnern, Heizern ꝛc. vorhanden ist— so daß die bis jetzt alljährlich stattfindenden Com- mandirungen von Unteroffizieren zur Erlernung des Eisenbahn Dienstes in Zukunft fortfallen können. — Die Beschlüsse der Fuldaer Bischofs⸗Con⸗ ferenz bebufs Herbeiführung einer Verständigung zwischen Kurie und Reich sind, einem officiösen Telegramm der„W.-Z3.“ zufolge, erst nach er⸗ solgter Gutheißung Seitens des Papstes der Reichs⸗Regierung mitgetheilt worden. — Die„Nordd. Allgem. Ztg“ meldet als nunmehr feststehend, daß das Reichsmünz⸗Gesetz mit Beginn des nächsten Jahres in Preußen für alle öffentlichen Kassen und den allgemeinen Ver— kehr eingeführt werden soll. Wilhelmshafen. Am 24. Juni— so meldet die„O.-3.“— erschien auf Befehl des Reichskanzleramtes der deutsche Kriegsdampfer „Adler“ in den ostfriesischen Gewässern, setzte einige Boote aus und zwang die etwa 200 Fahrzeuge zählenden englischen Fischer, ihre Retze aufzunehmen und in See zu gehen. — Dem Vernehmen nach hat das aus den Panzer⸗Fregatten„Kronprinz“ und„Friedrich Karl“, der Corvette„Ariadne“ und dem Kanonen— boot„Albatroß“ bestehende deutsche Geschwader Befehl erhalten, sich durch die Corvette„Nymphe“ zu verstärken und dann unter Contre- Admiral Henk unverzüglich in die spanischen Gewässer abzugeben. Paderborn. Dem„Westf. Volksblatt!“ zu— solge hat ein biesiger Bürger die gegen den Bischof erkannte Geldstrafe von 400 Thlrn. vor dem Ablauf der zum Antritt der Haft gestellten Frist bezablt. Der Bischof protestirte gegen die wider sein Wissen und Willen erfolgte Bezahlung der Strafe. Das Kreisgericht hat bisher noch keine definitive Entschließung gefaßt und eine Vollstreckung der Haft bisher noch nicht vor— genommen. — 4. Juli Das Kreisgericht beschloß in seiner heutigen Plenarsitzung, die von einem hie— sigen Bürger eingezahlten 400 Thaler trotz des Protestes des Bischofs zu behalten und den Bischof von der Haft zu liberiren. Posen. Landrath v. Massenbach schloß am 1. Juli die Demeriten-Anstalt zu Storchnest und die dazu gehörige Reformatenkirche und erklärte dabei, daß er die durch den Erzbischof Ledo— chowski früher erfolgte Ueberweisung der Refor— matenkirche an die Philippiner in Grätz aufhöbe. Eisennach, 4. Juli. Nach einer gestrigen Haussuchung und Confiskation des Programms zu dem morgen abzuhaltenden Verbrüderungsfeste wurde heute der Schuhmacher Giffey, Führer der hiesigen Social-Demokraten, verhaftet. Saarbrücken. Das Zuchspolizeigericht ver— urtheilte den Frhrn. v. Los wegen der von dem- selben auf der Wander⸗Versammlung des Katho⸗ liken Vereins am 29. Juni v. J. zu Urbach gehaltenen Rede zu 100 Thlr. Geldbuße, event. 3 Wochen Gefängniß. Cassel. Am 17. d. M. feiert der Fürst zu Isenburg Wächtersbach mit seiner Gemahlin, der ältesten Tochter des Ex-Kurfürsten, das Fest der silbernen Hochzeit. Es ist dieß derselbe Fürst, welcher einst auf dem giesigen Friedrichs⸗Platze dem Minister Hassenpflug die Sympathien des Volkes für dessen Regierungs⸗System auf dem Rücken und der rechten Wange fühlbar machte. Dresden. Wie wir hören, hat Bebel in diesen Tagen seine zweite Strafhaft im Zwickauer Landesgefängniß angetreten. Die Hoff⸗ nung, daß in Folge k. Begnadigung ihm die nochmalige neunmonatliche Entfernung von der Familie erspart werden würde, hat sich nicht ver⸗ wirklicht. Liebknecht weilt jetzt für einige Wochen zu seiner Erholung in Laubegast an der Elbe. München, 2. Juli. Die Abgeordneten kammer erl digte in der heutigen Sitzung den Cultus⸗Etat vollständig nach den Anträgen des Aus schusses und genehmigte die Aufbesserung der gering dotirten katholischen Pfarreien. é— 3. Juli. Die Abgeordnetenkammer lehnte den Antrag Völks betreffs Bewilligung von 7500 Gulden zur Dotation von Geistlichen altkatholischer Gemeinden mit einer geringen Mehrheit ab, be- willigte aber 2,023,174 fl. zur Aufbesserung der Lehrer-Gehalte, sonach 848,550 fl. mehr als die Regierung gefordert hatte. Fürth, 3 Juli. Die Arbeiter geben vor, sie strebten nach Selbständigkeit und Selbstver— waltung. Die Arbeitgeber wollen glauben machen, sie seien auf Lösung der socialen Frage bedacht. Hier nur ein Beispiel, wie das praktisch ange— wendet wird. Der hiesige Magtstrat hat ein ge— werbliches Schiedsgericht ins Leben gerufen, dessen Beisitzer Fabrikanten, selbständige Gewerbtreibende und Arbeiter sein sollen. Von den Fabrikanten hat nicht Einer eine Stimme, von den Arbeitern haben nur 13 ihre Stimmen an der Wahlurne ab— gegeben. Die Gewerbtreibenden wählen erst heute. Kissingen, 4. Juli. Fürst Bismarck ist heute Vormittag mit Gemahlin und Tochter hier eingetroffen. Ausland. Frankreich. Paris. Die„Union“ läßt sich von einem Correspondenten aus Nizza melden, daß die italienischen Umtriebe in dieser Stadt sich immer ungescheuter hervorwagen und von den Behörden mit unbegreiflicher Nachsicht ge— duldet werden. Die Budget Commission beschloß, das Eennahme-Budget nicht früher zu disecutiren, als bis die Nationalversammlung über das Amendement Wolowski, wonach die jährlich an die Bank zu zahlende Amortisations-Summe reducirt werden soll, Beschluß gefaßt haben wird. — Das Journal„Union“ ist wegen Ver öffentlichung eines Manifestes des Grafen Cham— bord auf 14 Tage suspendirt worden. Mehrere Journale sagen, das Manifest Chambord's sei das Testament der Monarchie und meinen, dasselbe werde dem Antrage Périer neue Anhänger zuführen. Versailles, 4. Juli. In der National- versammlung richtet Lucien Brun an den Minister des Innern die Frage, ob die Suspension der „Union“ das Resultat der Publikation des Mani— festes des Grafen Chambord sei. Der Minister des Innern erwiedert, es habe doppelter Grund vorgelegen: erstens die fortgesetzten Angriffe auf die Gewalten des Marschalls Mae Mahon und zweitens die Veröffentlichung des Manifestes. Die Regierung habe diese Maßregel ungern ergriffen. Da sie sich aber über alle Parteien stelle, so glaubte sie ihre Pflicht zu erfüllen, wenn sie dem von der Nationalversammlung am 20. November votirten Gesetz Achtung verschafft. Der Minister fügt hinzu, der Präsident Mae Mahon werde stets nur den beiden Gefühlen gehorchen:„Gesetzlichkeit und Vaterland.“ Lucien Brun erklärte sich durch die Antwort des Ministers nicht fur befriedigt und brachte eine Interpellation ein, deren Discusion auf Dienstag festgesetzt wurde. Belgien. Brüssel, 3. Juli. Rochefort zeigt an, daß morgen die erste Nummer seiner „Laterne“ hier erscheinen, und daß dieselbe von nun an regelmäßig alle Samstage in Brüssel aus— gegeben werden wird. Rochefort schickt das Manu— seript aus England. Dänemark. Kopenhagen, 3. Juli. General Haffner erklärte gestern dem Könige, er vermöge nicht der ihm übertragenen Neubildung des Cabinets zu entsprechen. Großbritannien. London, 3. Juli. Das Unterhaus hat den Antrag Butt auf Er- richtung eines irischen Parlamentes, nachdem noch Disraeli dagegen gesprochen, mit 458 gegen 61 Stimmen abgelehnt. Spanien. Madrid, 3. Juli. General Morines hat das Commando der Division Martinez übernommen. An die Stelle des Generals Echague ist General Ceballos getreten. Eine vorgekommene Niedermetzelung der bei Abarzuza Verwunndeten war nicht durch Dorregaray angeordnet, sondern wurde durch einze ene Carlisten begangen. Santander. Eingegangene Nachrichten halten die Wiederaufnahme der Kriegs-Operationen durch die Regierungetruppen vor 14 Tagen für un⸗ wahrscheinlich. Die Garnison Bilbaos ist durch die Abgabe von Verstärkungen an die Nordarmee sehr geschwächt und hat die äußeren Positionen aufgegeben. Die Caxlisten haben in Folge dessen sofort das Thal Azua Monte Abril bis zum Nervion⸗ Fluß besetzt. Anderen Nachrichten zu⸗ folge sind nur einige huddert Carlisten gegen Bilbao unterwegs. Die Regierung hat angeblich beschlossen, einen neuen Theil der Reserve zu den Waffen zu rufen. Don Carlos und seine Ge⸗ mablin residiren in Tolosa. Barcelona.. Der General- Commandeur der Truppen in Catalonion, Tristany, ist von seinem Posten abberufen und durch Lizarraga er- setzt worden. Türkei. Konstantinopel. Der neu- ernannte deutsche Botschafter, Frhr. v. Werther, ist hier angekommen.— Kabuli Pascha ist zum Präfecten von Stambul, Raschid Pascha zum Botschafter in Wien ernannt. Amerika. Newyork. Der Gesandte der Vereinigten Staaten in Petersburg, Jewell, hat die Stelle des General-Postdirektors angenommen. Afrika. Corfu, 1. Juli. Gestern ist es hier zwischen der Garnison und de? Be— völkerung zu einem Conflict gekommen, bei wel⸗ chem von der Bevölkerung 25 Personen, darunter 1 italienischer, 4 türkische und 2 österreichische Unterthanen verwundet wurden. Es wurden mehrere Läden geplündert. Die Garnison ist in ihren Karsernen consignirt. China. Jokoham a. Aus China und Japan gingen mit der„Great Repudlie“ in San Francisco Nachrichten von Nokohama bis zum 23. Mai ein. Die Formosa-Expedition ging trotz den Gegenbefehlen der Regierung, die auf Nach- richten aus Peking warten wollte, nach Formosa ab und kam ohne Widerstand an.— Die Coreaner enthaupteten 28 schiffbrüchige Japanesen blos ihrer Nationalität wegen, bauten Befestigungen und rüsteten sich zur Vertheidigung. Die Eisenbahn zwischen Kobe und Osaka wurde am 21. Mai eröffnet.— In Shanghay griff ein Volkshaufen das französische Viertel an, miß⸗ handelte einen Herrn Perebois und dessen Familie und brannte dessen Haus nieder. Der fran- zösischen und englischen Polizei gelang es schließlich den Aufruhr, an dem 5000 Chinesen theilnahmen, zu unterdrücken. Aus Stadt und Land. Friedberg. Sicherem Vernehmen nach soll in den nächten Tagen das Mähen des Wieswachses von den stäbtischen Straßen und Plätzen, sowie das Ein⸗ fahten des gewonnen Heues an den Wenigsinehmenden vergeben werden. Friedberg, 3. Juli. Heute Nachmitiag, während eines starken Gewitters ertönte plötzlich die Sturmglocke. Der Blitz hatte in Nieder-Rosbach eingeschlagen und sosort gezündet. Es brannten 2 Scheuern nebst den Stallungen nieder. Auch wurde ein Stück Rindvieh vom Blitz erschlagen. Fauer bach v. d. H., 4. Juli. Heute brannte dahier ein Stall ab; wahrscheinlich liegt Branostiftung durch Kinder vor und ist ein Knabe bereits hinter Schloß und Riegel gebracht worden. Gießen, 2. Juli. Ein Schüler, der sich von hier heimlich entfernt: hatte, ist an der holländischen Grenze sesigehalten worden und ein heute früh abgereister Polizei⸗ officiant wird denselben dort in Emfang nehmen. Gleßen. Dem rechtzeitigen Einschreiten der Univer⸗ sitäts⸗Polizei gelang es vor einigen Tagen, ein Pistolen⸗ Duell zu verhindern. Eine Caramdole gelegentlich eines Balles war die Veranlassung der Forderung. Gießen, 4. Juli. Gestern versuchte sich ein Mann von hier am Nahrungsberg zu erschießen. Es wurde ihm noch zeitig das geladene Pistol abgenommen.— Heute Nachmittag wurden einem Brunnenarbeiter von Dudenhofen in einer hiesigen Wirihschaft von einer obscuren Gesellschaft 4 Thaler entwendet. Dem Bestohlenen, welcher im höchsten Grade angesäuselt war, wurde überdies noch gehörig der Kopf zerhauen. Gießen, 4. Juli. Das Schwurgericht vom III. Quartal l. J. wird seine Sitzungen Montag den 6. d. M., Vor⸗ mitiags 9 Uhr, eröffnen und werden in der ersten Woche nachbemerkte Anklagesachen zur Verhandlung bezw. Ab⸗ urtheilung kommen: Monzag den 6. Juli, Vormittags stahls; Veriheid.; Großherzogl. Hofgerichts-Advocat Thor wart. Oienstag den 7. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Wilhelm Schmiot von Nieder-Bessingen, wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit; Vertheid.: Großherzogl. Hofgerichts⸗ Advocat Weidig. Denselben Nachmittags 3 Uhr, gegen Franz Gräcmann von Nidda, wegen Diebstahls; Veriheid. 9 Uhr, gegen Georg Herbig bon Lauterbach, wegen Dieb⸗ welche feinen Asses Kasse Unic mill Gar Mar enz hatt mit 0 hauf grap Par ien Bezi in! vielf den tant 9 fiel! spiel arbt mit km Nelt zwei 4 ductet 0 tand 2 hafen beim Adst vom daß kong hier des — 0 0a Rotz! soller Nur g 1 dor emaga er. * tl, in abt aigtnonntt. n Leder if * in kt: Bt. an, ti del dn, derugltr Strrachischt N putta tassen ff id 1 Chins unt u bis zum 1 ig tie t dien Fanilit ran · 7 * veg. erichts⸗Advocat Steinberger. Mittwoch . Bal. mittags 8 Ubr, gegen Phillpp Berau — 8 wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit; Bertheid.; Großberzogl. Hofgerichts⸗Advocat Dr. Rosen⸗ berg II. Denselben, Nachmittag 3 Ubr, gegen Johann Heinrich Roth von Frischdorn, wegen Diebstahle und Ur Tundenfälschung; Veriheid.: Großberzogl. Hofgerichts-Ad⸗ dbocat Dr. Reatz. Donnersiag den 9. Juli, Vormittags 3 Uhr, gegen Heinrich Schäfer von Wieseck, wegen Haus⸗ stiedensbruchs, Körperverletzung und Diebstahls; Vertheid.; Großberzogl. Hofgerichts-Advocat Hirschhorn. Freitag den 10. Juli, Vormitiags 8 Ubr, gegen Heinrich Lipps Ehe⸗ frau und Heinrich Kaiser von Lindheim, wegen Diebstabls; Vertheid.: die Großherzogl. Hofgerichts⸗Advocaten Lauer und Baist. Sonnabend den 11. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Contad Freiensehner von Ullrichstein, wegen Dieb— ahls; Veribeid.: Großberzogl. Hofgerichis-Advocat Labroisse. Darmstadt. Herr Reinhard Roth aus Ortenberg welcher im Jahre 1867/68 bei biesiger Obersteuer⸗Direction jeinen Acceß machte unb später als Sccretär resp. als Assessor in Elsaß⸗Lothringen fungirte, ist seit Kurzem zum Kaiserl. Regierungsraih in Straßburg ernannt worden. Da gen. Herr noch nicht das 30. Lebensjahr erreicht hat, io darf dies sicher als eine glänzende Carrisre bezeichnet werden. Darmstadt, 4. Juli. Dieser Tage ereignete sich dahier ein Todesfall, der in seiner Veranlassung wohl als ein Unicum dasteben dürfte und den wir zugleich als Warnung mittbeilen. Das sechsjäbrige Töchterchen eines der hiesigen WGarnison angehörigen Haulboisten hatte das Unglück, ein Markstück zu verschlucken, worauf doppelseitige Lungen— entzündung einttatt, welche den Tod des Kindes zur Folge Hatte. Gewiß der erste Fall, in welchem das Spielen mit neuer Reichsmünze einen so traurigen Ausgang nahm. Dieburg. Gegen den kath. Pfarrer zu Epperts— Hausen ist wegen zwei Predigten auf Grund der Para— graphen 130 und 130a des Reichsstrafgesetzes(Kanzel— Paragraphen) Anklage erboben worden und wird die öffentliche Verhandlung bierüber am 28. Juli vor dem Bezicksstrafgericht zu Darmstadt staltfinden. Mainz. In Folge von eingetretenen Wolkenbrüchen in Württemberg sind der Neckar und dessen Nebenflüffe wielsach aus ihren Ufern getreten. Auch der Rhein ist in den letzten Tagen ziemlich gestiegen, doch ist der Wasser— mand wieder etwas gesunken. Mainz, 2. Juli. Gestern Vormittag gegen 10 Uhr fel ein etwa 9jähriger Knabe, der am Ufer des Rheins spielte, in den Strom. Ein Mann, welcher in ber Nähe arbeitete, sprang in das Wasser und reitete den Jungen mit eigener Lebensgefahr, da er selbst nicht schwimmen Tinn. Die That verdient die höchste Anerkennung. Dem Retter des Knaben gelang es auch vor mehreren Jahren, zwei Kinder, die in den Fluß gefallen waren, zu retten. Mainz, 2. Juli. Hier verunglückte beute ein Con⸗ Zucteur; beim Coupiren der Billete schlug die Thüre plötz— ich zu, während er mit dem Kopfe in der Thür öffnung and. Er hat erhebliche Verletzungen davongetragen. Worms, 2. Juli. Bei dem um 12 Uhr von Ludwigs⸗ Zafen hier ankommenden Zuge fiel beute zwischen Oggers— Zeim und Frankenthal bei voller Fabrgeschwindigkeit beim Abstempeln der Billets der hessische Conducteur Reinhard Dom Zuge; derselbe kam jedoch obne Verletzung davon, so daß er den Weg nach Frankenthal zu Fuß zurücklegen zonnte, von wo er dann mit dem Güterzug wohlbehalten Zier eintraf. Bingen, 2. Juli. Ein Antrag auf Einbringung does Gesuches um die Städteordnung für Bingen wurde 55 im Gemeinderalh mit 6 gegen 5 Stimmen— ab⸗ gelehnt. Bürstadt. Dieser Tage ereignete sich dahier der gewiß höchst seltene Fall, daß eine Kuh des Zimmermanns F. Schweickert Drillinge zur Welt gebracht. Die erstere sowie die Jungen sind von krästigster Gesundheit. Allerlei. Frankfurt, 3. Juli. Vorgestern wurde die Lesche eines Mannes an einem Baume in der Nähe des Kirch— bof Wegs gesundenz gestern eine eben solche an dem Röderspieß. Frankfurt, 4. Juli. Gestern Abend schoß der Steinkohlen-Händler Schenk aus Frankfurt, welcher in Oberrad seine Wirthschast„Zur schönen Aussicht“ an einen Hrn. Braun verpachtet hat, in den mit Menschen besetzten Garten, um die darin Befiudlichen zu bestimmen, nach Hause zu gehen. Ein Scpß des sechsläuftgen Revolvers drang der Tochter des Pächters in den Leib, drei andere Schüsse verletzten einen jungen Mann Namens Grimm lebensgefährlich. Das Publikum drang alsbald in die Wobnung des Thäters und übte einen Akt der Selbst⸗ justiz aus, der Verletzungen zur Folge hatte. Die beiden schwer verwundeten jungen Leute wurden ins Spital, der Thäler in Haft gebracht. München. Die Zahl der Wirthschaften, in welchen das Bier zu 8 kr. gegeben wird, ist auf 67 angewachsen. Verschiedene Wirthe, welche bereits zu 8 kr. gaben, ver⸗ langen auf die Drohung der Bräuer, ihnen kein Bier mebr zu liefern, wieder den erböhten Preis von 9 kt. Der Vorstand des Vereins der Wirihe bat an dessen Mitglieder ein Circular geschickt, in welchem sie aufgesordert werden, nicht nachzugeben, sondern in dem Kampfe aus— zuharren. Die gleiche Aufforderung zur Bebarrlichkeit ergeht auch von dem Strike Comité an die Arbeiter, die auf's Neue ermabnt werden, um den Widerstand der Bräuer und Wirthe gänzlich zu brechen, alle Wirthschaften und Bräupäuser zu meiden, in denen das Bier zun 9 kr. verkauft wud. Colmar, 3. Juli. Man ktelegraphirt der Frankf. Presse von hier: 11 Uhr Vorm.— Die ganze Stadt in Verwirrung.— Ungeheucer Brand. Die großen Heu⸗ magazine, die vor vier Jabren schon abgebrannt sind, sieben in Flammen. Reliung ist nicht möglich. Unermeßlicher Schaden. Der großen Hitze wegen können die Jeuerspritzen sich nicht nahen. Wis mat. An den deutschen Küsten sind bis jetzt 74„Reitungsostationen“ errichtet und in Thätigkeit gesetzt, und zwar für die Nordsee 32, für die Ostsee 42. Von diesen 74 Stationen sind 28 mit je 1 Boot und 1 Na ketenopparat und 5 mit je 2 Booten, 1 Raketen⸗ und 1 Mörserapparat auegetüstet, Berlin. Der kelegraphisch gemeldeten Verunglückung der Gemahlin des russischen Boischafters v. Oubril, einer geb. Fürstin Meäschereky, im Jungsern⸗See bei Potsdam liegt nach näheren Angaben der„Fiz.„Ztg.“ Selpstmord zu Grunde. N den Stripiulen der Frau v. Oubril ist auf einem Stück Papier, in großer Eile und mit undeutlichen Lettern geschrieben, das Testament derselben aufgefunden worden, welches das Datum des 28. Juni, also desjenigen Tages, an welchem sie verunglückt ist, trägt. Die Verstorbene litt in den letzten Jabren an einem schweren Unterleibs-Leiden, welches nach und nach eine Schwermuth herbeiführte, in der sie den letzten ver— zweifelten Schritt gethan zu haben scheint. Ragatz. Man schreibt ber„Schles. Pr.“ von bier: Auf dem biesigen Bahnhofe suchte ein Fremder, der die Bäder des Ortes zu besuchen kim, nach einer Fuhrgelegen⸗ deit, um nach einem Hotel zu gelangen. Es war ein bereits bejahrter Herr, schlicht, jr von ungewöhnlicher Einfachheit in seiner Kleidung. Ein Reiseplaid trug er über dem Arm, sein Gepäck war nicht übermäßig groß. Man hatte ihn nach dem Hotel:„Hof Ragatz“ gewfesen, doch war es Zerstreutheit, er stieg in den Omnibus des Hotels„Quellenhof“ und fuhr nach diesem. Der Portier musterte den Ankommenden mit Kengerblicken und man wies ihm dann eine Wohnung im dritten Stocke an. Nicht lange und der Zimmerkellner meldete sich beim Gaste, um ihm das Fremdenbuch vorzulegen. Der alte Herr zeichnete seinen Namen ein und gab darauf das Buch zurück. Der Kellner las, sah den Gast zuerst erstaunt, dann halb zweifelhaft an und kam darauf schleunigst mit dem Buche zu dem Director des Hotels. Kaum hatte dieser den Namen seines Gastes erblickt, so eilte er die Treppen empor, mit einer tiesen devoten Verbeugung trat er in das Zimmer, stammelte eine Entschuldigung, sprach von Ver⸗ wechselung und erklärte schließlich dem Gaste, die Salons des gesammten etrsten Stockes ständen zur Verfügung desselben.„Ich danke Ihnen, lieber Freund,“ enigegnete der Fremde.„Ich befinde mich hier ganz wohl nnd zudem wohne ich— billiger.“ Der Wirth ging. Der Angekom⸗ mene, der im dritten Stocke wohnen dlieb, war Niemand Geringeres als— Generel-Feldmarschall Graf Moltke. Handel und Verkehr. Grünberg, 4. Juli. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 17 fl. 20 kr.; Korn(90 Kilo) 12 fl. 25 kr.; Gerste(80 Kilo) 10 fl. 25 kr.; Hafer(60 Kilo) 7 fl. 37 kr.; Molter (90 Kilo)— fl.— kr.; Erbsen(110 Kilo) 12 fl. 12 fr.; Linsen(100 Kilo)— fl.— kr.; Samen(90 Kilo) 13 fl. 49 kr.; Kartoffeln(100 Kilo) 4 fl. 50 ke. Frankfurt, 1. Juli. Der heutige Heu⸗ und Strobmarkt war gut befahren. Heu kostete per Cir. 1 fl. 30 kr. bis 2 fl. 36 kr., Stroh per Centner 1 fl. 45 kr. bis 2 fl.— kr., Butter 1. Quatisät 36 kr., 2. Qualität 34 kr., Eier das Hundert 2 fl. 36 kr. Mainz, 4. Juli. Productenmarkt. Waizen per Juli 15 fl. 20 kt., per Nov. 13% fl. Korn per Juli 11 fl. kr., per Nov. 10 fl. d tr., per Dec.— fl.— kr. Hafer per Juli 11 fl. 45 ke., per Nov. 10 fl.— kr. Rübbl per Oct. 19 fl. 57 kr. Raps per Sept. 17 fl. 45 kr. Berlin, 3. Juli. Die Centralbank für Genossen⸗ schaften beschloß gestern mit 14.136 gegen 6366 Stimmen die Liquidation. Marburg. Das„Tagblatt“ schreibt?: Das am Freitag den 26. d. M. stattgefundene Concert der Königl. bayerischen Hosopernsängerin Fräulein Louise Hucke und der Kapelle des 2. Großh. Hess. Infanterie Regiments Nr. 116 war wohl mit Recht in allen Stücken ein böchst gelungenes zu nennen. Die künstlerischen Leistungen der Frl. Hucke verdienen alle Anerkennung; die Pagen-Arie aus den„Hugenotten“ ließ in Kolloratur und Vortrag nichts zu wünschen übrig, und durch die Gnaden- Arie aus„Robert“, welche den Schluß des Concerts bildete, erntete die jugendliche Künstlerin einen stürmischen Beifall. Vergebung von Bauarbeiten. 2042 Die zur inneren Herstellung der Kirche zu Nieder— Mosbach vorgesehenen nachstehend verzeichneten Arbeiten ollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Dieselben sind veranschlagt: Schreinerarbeit 24 fl. 54 kr. Schlosserarbeit N Glaserarbeit 29, 5 367„ Weißbinderarbeit 496„ 32 Voranschlag und Accordbedingungen liegen auf unter⸗ zeichnetem Kreisbauamt zur Einsicht offen. welche die Gebote nach Procenten der Voranschlagssumme unthelten müssen, sind spätestens bis Montag den 13. Juli „. J., Vormittags 10 Uhr, daselbst verschlossen und mit zer Aufschrift„Submission zur Uebernahme der Arbeiten in der Kirche zu Nieder-Rosbach“ abzugeben. Friedberg am 3. Juli 1874. Goßherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re i ß. Holz ⸗Versteigerung 040 Donnerstag den 9. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, Zerden im Rodheimer Gemeindewald, Distriet Vorder- ald, versteigert: 5 4 Raummeter Buchen-Scheitholz, 1 1„ Prügelholz, 6 5 Nadel⸗Scheitholz, 4 5 Eichen⸗Schälscheitholz, 101 1„ Schälprügel holz, 4 5 Buchen-Stockholz, 11 Nadel⸗Stockholz, 1 70 Buchen Wellen, 3750 Eiche⸗S chälholzwellen und 330 Nadel⸗Wellen. Rodheim am 2. Juli 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim. Jacobt. Die Offerten, Bekanntmachung. 2039 Donnerstag den 9. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll die Lieferung von 8000 Stück Plattziegel, 8000 Stück gewöhnliche Backsteine, 1000 Stück feuerfeste Backsteine, 4 Cubik-Meter Marmorkalk, 1 Cubik-Meter Wasserkalk, 2 Ctr. Sackkordel, 1 Ctr. Werg und 2 Ctr. Schweine- schmalz im Submi sstonswege vergeben werden. Die Liefer— ungs bedingungen können dahier eingeseben werden und sind Aer bis zum genannten Termin anher einzu— reiche Bad-Nau heim am 3. Juli 1874. Großherzogliches Salinenamt Nauheim, Stamm- und Uutzholz-Versteigerung. IJ. Bau und Werkholz. 2035 Montag den 2 Juli, sollen im Gemeindewald der Stadt Lich, Distrikt Rothe— busch, Kronau, Eichwald, Zappenau, Mönchköpfe ze. ꝛc. eirea 120 Eichen Stämme von 15—58 Centimeter Durch messer und 5— 16 Meter Länge(wobei sich Stämme über 1,43 Festmeter befinden), 3 Fichten- und 1 Buchen-Stamm meistbietend vrsteigert werden. Desgl. II. Nutz⸗ und Brennholz. 8 Raummeter Buchen, Scheit; und Prügelholz, und 38 Raummeter Eichen⸗Scheit⸗ und Prügel⸗ holz. Die gufanfmenkunft und der Anfang ist am Hatten— röder Vieinalweg im Eichwald Morgens 9 Uhr. Lich den 3. Juli 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. hring. von Vormittags 9 Uhr an, Faselochs⸗Versteigerung 2034 Mittwoch den 8. d. Mts., Vormittags 11 Uer, wird auf hiesigem Nathhause ein ca. 2 Jahre alter Faselochse nochmals meistbietend versteigert. Bad- Nauheim am 2. Juli 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim. Schutt. 5 Arbeits ⸗Versteige erung. 2036 Donnerstag den 9. Juli, Vormittags 8 8 Uhr, sollen die Ausraumung des Flutheanals der Horloff erforderlichen Arbeiten einer nochmal igen Ver⸗ steigerung ausgesetzt werden. Zusammenkunft zur bestimmten Stunde an zur der sog. neuen Horloff-Vrücke in Gem. Nieder⸗Florstadt. Assenheim den 3. Juli 1874. W̃— n ck, Bezirksbau aufsehe Arbeits- Ve rsteigerung 2037 Mittwoch den 8. Juli, Mittags m Uhr, sollen in der Gemeinde Weckesheim nachstehende Arbeiten in Accord gegeben werden. Maurerarbeit veranschlagt zu 43 fl. 19 kr. ü Schreinerarbeit 1 e e Weißbinderarbeit 168„ * Assenheim den 3. Juli 1874. Wenck, Baäzirks⸗Bauaufseher. Ein braver Junge 8850 1972 kann unter guten Bedingungen in die Lehre treten Bad⸗Nauheim. bei Heinrich Knieriem, Spenglermeister. Eine vollständige Wohnung 824 von 5 Zimmern ist four. im Ganzen oder ganzelle zu vermlethen bei Jos. Hoffmann. Brodmehl und Kleie 1899 billigst bei M. O. Loeb. — Wal B und den Herren Hermann Zimmer und Ehrlich. Kurhaus zu B Dienstag den 14. Juli 1874, Abends 8 Uhr, 0 Concert von ad⸗Nauheim. e len a Die neuen Verwaltungsgesetze à 8 kr., Das neue Volksschulgesetz d 8 kr. sind vorräthig bei Carl Bindernagel. Dampf ⸗Dresch⸗Maschinen werden in allen Größen Blumenthal'schen Maschinenfabrik in Darmstadt. 97/ VI) sofort geliefert von der Literarische Neuigkeiten. fl. kr. Baenitz, Lehrbuch der Physik. 3. Aufl. 1.12 Bluntschli, Das moderne Kriegsrecht der civili— sirten Staaten. 2. Aufl.— 56 Drath, Gesangübungen nach Noten. 2. Aufl. 14 Ebrard, Apologetik. J. 4 18 Litthauer, Sammlung kleinerer Reichsgesetze 54 Nieritz, Volkskalender 1875 36 Rohlwes, Vieharzneibuch. 21. Aufl. 130 Rüdorff, Militärstrafgesetzbuch 18 Rüegg, Die Stylübungen in der Volksschule. 2. Aufl. Auf Wunsch erfolgen 21 Einsichtssendungen mit Vergnügen. fl. kr. Sagen⸗ und Märchengestalten, sowie Geister⸗ ze. Glauben des deutschen Volkes 2 24 Saulle, Die erbliche Geistesstörung. Aus dem Französischen von Dr. Stark 1.12 Sevin, Chronologie des Lebens Jesu. 2. Aufl. 130 Treu, Die deutsche Sprachlehre als Grundlage zur Stylistik. 2. Aufl. 130 Vilmar, Dogmatik. Herausgegeben v. Piderit. J. 3 86 Wiedemann, Präparatsonen für den Anschau⸗ ungsunterricht. II. 3— Wyß, Die deutsche Poesie der neueren Zeit. 2. Aufl.— 15 — 4 Zustände, Faule, im„Neuen Reiche“ Carl Bindernagel. Vergebung von Bauarbeiten. 2007 Die zur Herstellung der Direktorwohnung im Schullehrerseminar zu Friedberg erforderliche fl. kr. Maurerarbeit, veranschlagt zu 150 34 Russensteinlieferung 175— Kalklieferung 24— Schornsteinrohre 7 30 Steinhauerarbeit 28 36 Zimmerarbeit 467 44 Dachdeckerarbeit 191 36 Schreinerarbeit 227 48 Schlosserarbeit 66 32 Glaserarbeit 19— Weißbinderarbeit 249 25 Spenglerarbeit 21— sollen im Submissionswege vergeben werden. Die Sub⸗ mittenten haben ihre Offerten mit dem Abgebot in Prozenten der Voranschsagssumme und Aufschrift„Sub— Wiffton der Arbeit zur Herstellung der Direktor⸗ wohnung im Schullehrerseminar zu Friedberg“ bis längstens Mittwoch den 8. d. M., Vormittags 9 Uhr, portofrei bei unterzeichneter Stelle einzusenden, woselbst Zeichnung, Voranschlag und Bedingungen offen liegen. Friedberg, 1. Juli 1874. R Friedberg. e u ß 2 — 5 Holz- Versteigerung. 2012 Donnerstag den 9. Juli 1874, Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in den Freiherrlich von Ritter' schen Waldungen zu Hof Hasselheck an geschältem Eichenholz: 31 Raummeter Prügelholz und Oeffentliche Aufforderung. 1751 In Sachen der Jacob Dietrichs Ehefrau von Butzbach, Rosalie, geb. Martinet, jetzt in Frankfurt a. M. wohnhaft, Klägerin gegen ihren Ehemann, unbekannt wo? abwesend, Beklagten. Ehescheidung betr. Dem Beklagten wird eröffnet, daß ihn seine Ehefrau auf Grund böslicher Verlassung auf Trennung der Ehe vom Bande und Verurtheilung in die Prozeßkosten dahier verklagt hat und er wird hierdurch, indem ihm die Ein— sicht der Klage auf unserem Actuariate freigestellt wird, aufgefordert, sich so gewiß innerhalb 3 Monaten, von heute an, auf die Klage zu erklären, als er sonst ihres thatsächlichen Inhalts für geständig angesehen, mit Ein⸗ reden ausgeschlossen und als sonst nach Lage der Sache erkannt wird, was Rechtens sei. Alle weiter in dieser Sache ergehenden Verfügungen werden für ihn an dem Gerichtsbrett angeschlagen und es wird so angesehen werden, als sei dadurch die Be— kanntmachung an ihn selbst erfolgt. Bußzbach den 3. Juni 1874. Großherzoglich Hessisches Landgericht Bußbach. Dr. Gilmer, Römheld, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Ein braves Mädchen 2020 mit guten Zeugnissen, welches kochen und alle Hausarbeiten verrichten kann, wird auf September nach Mainz in Dienst gesucht. Näheres bei der Expedition der Kurliste in Bad-Nauheim. 5762 Wellen Reis holz an die Meistbietenden versteigert. Die Zusammenkunft ist im Distriet Hässelwald Ab— theilung Nr. 17 und 18. Friedberg den 2. Juli 1874. In Auftrag der Freiherrlich von Ritter'schen Guts verwaltung zu Rüdesheim: Heid. Vieh- Verstei Vieh⸗Versteigerung. 2017 Der Unterzeichnete beabsichtigt Donnerstag den 9. Juli, Morgens 10 Uhr 1. 6 Kühe, davon 4 trächtig, 2 frischmilchend, 2 davon gelernt; 2. 3 Rinder, eins davon hochträchlig und gelernt, einen 171 Jahre alten Faselochsen; 3. eig Mutterschwein mit 7 Ferkeln und 4 Läufern, 4. eine Ackerwalze, gegen gleich baare Zahlung versteigern zu lassen. Melbach den 2. Juli 1874. 4 Frick. 3 Faseleber, 2030 Landrace, 6 Monate alt, hat zu verkaufen Bönstadt. K. Alles. P. P. 2000 Da ich im vorigen Jahre die laufenen Bestellungen in Säcken nicht nach Aufgabe pünktlich zur Zeit liefern konnte, so erlaube mir hier— durch ergebenst anzuzeigen, daß ich binnen 4—6 Wochen ein großes Quantum Prima-Haustuch- Säcke, von be⸗ kannter Qualität, wieder in Besitz nehme und dürfte es wohl meinen verehrten Abnehmern im Interesse liegen, wenn sie mir jetzt schon ihren Bedarf darin mittheilten. ö Oualitäts Proben stehen auf Verlangen jetzt schon 0 gerne zu Diensten. Steinfurth— Bad⸗Nauheim den J. Juli 1874. Georg Eichelmann. an mich einge⸗ Die Erklärung 204 des Herrn Stadtrath Ruths im jüngsten Oberh. Anzeiger bedarf von meiner Seite einer Berichtigung, die ich hiermit niederlege. g Herr Ruths war mir speziell eine Rechtfertigung nicht schuldig. Meine Interpellation wegen seines veroͤffent⸗ lichten Elaborats geschah in Auftrag des Herrn Bürger⸗ meisters und mehrerer meiner Herren Collegen, vie sich sämmtlich verletzt fühlten und nebenbei auch wohl der Vermuthung Raum geben, daß diesem, man möchte fast sagen, zur Schau getragenen Gemeinsinn, noch andere als rein sachliche Motive zu Grunde liegen. Was nun die Resignation belangt, mit der Herr Ruths seine Erklärung zu Ende führt, so wird sich die Bürgerschaft zu trösten wissen, überzeut, daß der jetzige Gemeinderath die Wasserversorgungsfrage von der Tages⸗ ordnung nicht streiche und der demnächstige Stadtvor⸗ stand dieser hochwichtigen Sache seine weitere Aufmerk⸗ samkeit widmen wird. a B. Groedel. 5 bis 700 Gulden 1899 liegen in der Ossenheimer Kirchenkasse zum Aus⸗ leihen bereit. eller, Kirchenrechner. Dielen, Latten und Stollen 2043 empfiehlt zu äußerst billigen Preisen. 5 Ph. Dan. Kümmich. Schönen Limburger Käse 2044 offerire à 14 kr. per Pfund. 20. Ph. Dan Kümmich. Steinkohlen. 2048 Kohlen für Schmiede(feinste Qualität), „Kesselfeuerung, Maschinenbrand(sehr stückreich), * ** 7„Feldbrand, sowie 5 fette Stückkoblen empfiehlt zu billigen, festen Preisen die Steinkoblenhandlung E. Freundlieb. Gesucht einige tüchtige Näherinnen von Geschwister Grunewald in Bad-Nauheim. Ein Logis 2045 im zweiten Stock ist zu vermiethen und kann so⸗ gleich bezogen werden bei 5 K. Söllner. Steinkohlen 2047 der Zeche„Ver. Hamburg? offerire 3 Thlr. 40. per Doppel⸗Waggon. F. Freundlieb, Steinkoblenhandlung. General l., 2032 vorzügliche Fettflammkohlen offerirt 3 42 Thaler per 200 Ctr. ab Zeche 4 ö Ph. Dan. Kümmich. Einen Kastenwagen und eine Decimal-Waage, beide fast neu, zu ver⸗ kaufen in Melbach Nr. 65. 2038 2033 — 0 Danksagung. 2046 Unsern herzlichsten Dank Allen, welche unsern geliebten Vater zu seiner letzten Ruhestätte geleiteten, sowie auch Denen, welche ihm in seinem Kranksein mit Liebe uud Theilnahme begegneten. Karl Reitz. Fritz Reitz. JC Kirchenbuchsauszug. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 28. Juni. Dem hies. Bürger und Rathsdiener; Heinrich Wagner II eine Tochter Emma, geb. den 16. Juni. 28. Juni. Dem hies. Bürger und Metzgermeister Wilhelm Reuß eine Tochter Johanna Elisabeth, geb. am Juni. 2. Juli. Dem dahier wohnenden Bürger zu Frank⸗ furt a. M. und Korbmacher Joseph Albert Kriegshammer ein Sohn Rudolf, geb. den 19. Februar 1873. Juli; furt a. M. und Handelsgärtner Alexunder Balthasar Friedrich Aloys Dlouhy eine Tochter Sophie Marie Rudolfine, geb. den 2. Juni. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Clace-Handschune JF.. Bruck und Verlag von Carl Bindernagel. Dem dahier wohnenden Bürger zu Frank- dellig Schl ährla