Logis —— Ute, 1 Donnerstag den 7. Mai. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Kriedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für die Monate Mai der Verlags-Cxpedition mit 20 kr., auf den den Poststellen mit 32 rann bei und Juni „Obechessischen Anzeiger“ bei kr. abonnirt werden. A Betreffend: Erscheinen von Feldmäusen. Amtlicher Theil. Friedberg am 4. Mai 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Sie wollen durch die Feldschützen und andere qgualificirte stellten Grundstücken an Wassergräben, Rainen, Graswegen ꝛc. sich Feldmäuse zeigen und die Resultate einberichten. Personen nachsehen lassen, sich auch selbst überzeugen, ob auf den mit Gerste be— ena Deutsches Reich. für das neue Schulgesetz, welche verflossenen Mon- tag in Darmstadt durch eine Commission von hierzu berufenen bewährten Schulmännern be— gonneg haben, sind von hier die Hru. Seminar- director Schäfer und Lehrer Kempf zugezogen worden. Darmstadt. Prem. Lieutenant Rothe vom Groß. Art.⸗Corps, commandirt zur Dienstleistung bei dem Großen Generalstabe, ist unter Beför— derung zum Hauptmann und Belassung beim Großen Generalstabe, in den Generulstab ver setzt worden. — Am 29. April wurde der erste Registrator bei dem Ministerium des Innern, Geheimer Re— gierungsrath Philipp Jäger, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt und demselben in Aner— kennung seiner mehr als fünfzigjährigen treuen und ersprießlichen Dienste das Ritterkreuz erster Classe des Ludewigsordens verliehen Berlin, 3. Mai. Soeben, 1 Uhr Mittags, erfolgte die Ankunft des Katsers Alexander von Rußland und der Großfürsten Constantin und Alexis nebst deren zahlreichem Gefolge, worunter Graf Adlerberg und Fürst Dolgorukt, auf dem Ostbahnhofe. Zwiespalt zwischen Friedberg. Zu den betreffenden Vorarbeiten Kaiser Wilhelm, sämmtliche könig— g dem Leiter der preußischen Politik und dem Cultusminister in Bezug auf die Kirchen Politik nicht bestehe; dae ganze Volk Preußens und des Reiches stehe hinter dieser Politik.„Ich habe Grund, zu sagen, daß man Seitens der Curie bereit gewesen wäre, der Schweiz entgegenzukommen, wenn nur Preußen im Kampfe allein gelassen wäre. Wer bürgt Ihnen dafür, daß außer jenem päpstlichen Briefe vom August des vorigen Jahres an den ersßten Fürsten des Reiches nicht auch noch andere Briefe an andere Fürsten geschrieben wurden?(Große Sensation.) Im Laufe der Debatte erklärt der Cultusminister gegenüber dem Abg. Mallinckrodt: er wisse, daß Seitens des Papstes nicht blos an den König von Preußen ein Brief geschrieben sei. Von einem zweiten Briefe des Papstes an den König, dessen Veröffentlichung Mallinckrodt verlange, sei dem Cultueminister nichts bekannt. Im Fortgang der Sitzung werden die einzelnen Pa Gesetzes bis zu H. angenommen. — Von dem Reichskanzler heißt es, wenn es die Witterung zuläßt, schon Tagen nach Varzin übersiedeln. Der Landtag hat in der ersten Woche; 12 in der Commissionsfassung er werde, in einigen ragraphen des Es sollen künftig nur zwei Formen unterschieden werden: Realschule und böhere Bürgerschule, nicht Realschule erster und zweiter Ordnung ꝛc. Als Realschulen sollen alsdann nur diejenigen Anstalten gelten, welche, wie das Gymnastum, einen neun⸗ jährigen Lehrcursus haben. — Nach Präsentation durch Bischof Reinkens sind auf Grund der Maigesetze der Domberr v. Richthofen, der Profissor Dr. Weber und der Pfarrer Strucksberg, sämmtlich in Breslau, von dem Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg für diese Provinz als altkatholische Geistliche zu— gelassen worden. Köln. Die hiesige Regierung hat unter dem 20. v. M. eine Verfügung erlassen, daß das kirch⸗ liche Nebenamt den Lehrer an der Erfüllung seiner Pflichten gegen die Schule niemals hindern darf; daß die Lehrer an Sonn- und Feiertagen nicht mehr verpflichtet sind, die Schulkinder in der Kirche zu beaufsichtigen; daß Lehrer zur Theil nahme an Protessionen u. dgl. Aufzügen nicht verpflichtet seien; daß die Schule zur Betheiligung an Andachten, welche nicht zum Schulgottesdienst (zweimal geht die Schule noch wöchentlich zur Kirche) gehören, nicht herangezogen werden kann und daß die Betheiligung der Schule an An- liche Prinzen und der Großberzog von Sachsen— seines wiederholten Beisammenseins ganz außer— dachten kirchen politischer Tendenz zu jeder Zeit Weimar waren auf demselben anwesend; der russische Botschafter und die Feldmarschälle Graf Moltke und v. Manteuffel. Die beiden Kaiser umarmten sich. Der Kaiser von Rußland der Kaiserin nach dem königlichen Palais, wo der Kaiser von Rußland sich nach dem rus— sischen Botschaftshotel begab. Hier waren die Kronprinzessin und die königlichen Prinzessinnen aum Empfang anwesend.— Kaiser Wilbelm be— gibt sich am 7. d., Abends 11 Uhr, nach Wies baten, wo er bis zum 24. verweilen wird. An diesem Tage, Nachmittags, erfolgt die Abreise nach Ems, von wo der Kaiser bereits am nächsten Tage hierher zurückkehrt. — 4. Mai. Der Kaiser von Rußland, welcher gestern bereits die Feldmarschälle v. Wrangel, Moltke und Manteuffel besucht hatte, machte heute Nachmittag deim Fürsten Bismarck einen Besuch. Borher hatte der Fürst einen längeren Besuch des Fürsten Horischakoff empfangen. Heute Vormittag fanden vor dem Kaiser und seinen hohen Gästen Exercitien einer combinirten Brigade im Feuer statt. Heute Nachmittag ist großes Galadiner, Abends Soirée, wozu 170 Einladungen er— zangen sind. — 5. Mai. Sitzung des Abgeordnetenhauses. 5. 3 des Gesetzts über die Verwaltung erledigter Bisthümer wird angenommen. Zu F. 4 erklärt der Cultusminister Falck: Er trage die volle Ver intwortlichkeit für die Vorlage und für die Politik, porauf dieselbe basire; er constatire, daß ein ferner und die Großfürsten fuhren direct zur Begrüßung von Neben einer Reibe kleinerer er all in drei große und wichtige ordentlich gearbeitet. Vorlagen hat erledigt: gesetz und das Fischereigesetz. Im Verfolg der im October v. J. ab- Schulwesens, deren Protokolle vor Kurzem im „Centralblatt für die Unterrichtsverwaltung“ ver— öffentlicht worden sind, hat der Cultusminister bebufs weiterer Vorbereitung des Entwurfs eines Unterrichts-Gesetzes die Schulbehörden zur gut— . Aeußerung über eine Reihe der wichtigsten in der Conserenz besprochenen Punkte aufgefordert. Es sind dabei schon gewisse allgemeine Ergebnisse als Anhaltspunkte für die Aeußerungen vorläufig formulirt. Im Allgemeinen ist vorangestellt, daß eine Verschmelzung von Gymnasien und Real— schulen nicht in Aussicht genommen wird, vielmehr beide Kategorien ungeachtet der Gemeinschaftlich— keit und ihrer gegenseitigen Beziehungen ferner neben einander bestehen sollen. — Die Affäre Arnim steht noch immer im Vordergrunde des öffentlichen Interesses. Es darf aber constatirt werden, daß je länger die Dis— cussion darüber währt, um so mehr sich das öffentliche Urtheil auf die Seite des Fürsten Bis— marck stellt. — Nach den vorläufigen Mittheilungen des Cultusministers an die Provinzialbehörden über die Reform des höheren Schulwesens soll für die Feen eine Vereinfachung sowohl in der Ein— theilung der Schulen, wie im Lehrplan eintreten. das Expropriationsgesetz, das Synodal⸗ g 5 g 4 gehaltenen Conferenz über die Fragen des höheren unstatthaft sei. — Endlich wird das Hermanns-Denkmal auf dem Grotenberg im Teutoburger Wald vollendet; dieses Ereigniß, bei welchem der Held erst fast 2000 Jahre nach seinem Tode nach Gebühr ge— würdigt wird, soll am 2. Sept. d. J. durch ein Nationaisest gefeiert werden. Dortmund. Am vorigen Donnerstag wurde dahier die altkatholische Schule feierlich eröffnet. Es ist dies, so viel wir wissen, erste vom Staate anerkannte altkatholische Schule in Deutsch- land. Gegen 50 Schüler werden darin unter- richtet. Hannover. Schon mehrfach ist den bedeutenden Lehrermangel unserer Provinz binge— wiesen worden. Nach einer Nachricht, die man als zuverlässig betrachten darf, sind im Gonsistorial bezirk Hannover gegenwärtig noch über 40 größten— tbeils gering dotirte Schulstellen zu besetzen. Kleinere Pfarren und Collaboraturen sind gleichfalls in Menge vacant. In der Provinz Hannover sollen überhaupt noch 160 Schulen ohne Lehrer sein. Der dadurch an vielen Orten herbeigeführte Noth— stand hat eine Höhe erreicht, die dringend zur schleunigen Abhülse mahnt, denn das traurige Auskunstsmittel, Präparanden, die noch in sehr jugendlichem Alter stehen, mit Lehrämtern zu be— trauen, kann auf die Dauer nicht genügen. Fulda. Die beiden gesperrten Capläne Helfrich und Weber, welche bekanntlich wegen ge— setzwidriger Ausübung geistlicher Amtsdandluagen zu geringen Gelostrasen verurtheilt waren, daben die auf 24. nach Art der Bischöfe sich mit der Aurcvle des Martpriums zu umziehen, indem sie in den Kerker zu wandern gedenken. Es mußte darum deren zwangsweise Vorführung zur Ver⸗ büßung ibrer zehn-, bezw. dreitägigen Gefängniß⸗ strafe angeordnet werden. Limburg. Am 6. l. M. kommt vor der hiesigen Strafkammer die Anklage gegen den Bischof Dr. Blum von hier wegen Zuwiderhand⸗ lung gegen die Kirchengesetze zur Verhandlung; es ist dies der zweite derartige Fall gegen den genannten Herrn.— Die Berufung des Caplans Houben gegen das Erkenntniß des Polizeigerichts zu Diez vom 10. März wegen Zuwiderhandlung gegen die Mai-Gesetze wurde zurückgewiesen unter Herabsetzung der Geldstrafe auf zusammen 775 Thlr. eventuell 8½ Monat Gefängniß. Weimar. Die Regierung hat den Professor Stoy aus Heidelberg wieder nach Jena berufen, um hier den Lehrstuhl für Pädagogik und die Leitung des pädagogischen Seminars zu über- nebmen. Damit ist der im Landtag eingebrachte Antrag im Voraus erledigt. Am 29. April ge- langte die Etatsberathung zum Schluß. Die Dotationen für die beiden Lehrer Seminarien, für das Volksschurwesen überhaupt, darunter 15,000 Mark für die Schul-Inspectoren mit je 4500 Mark Gehalt, ferner für die Anstalten für Wissenschaft und Kunst und die Forstschule in Eisenach wurden bewilligt. Der Landtag bewil- ligte den Neubau eines Seminargebäudes hier unter Vorbehalt der Verlegung der speciellen Baukosten- Anschläge; endlich wurde auch die Uebernahme der Zimmermann'schen Realschule in Apolda als Staatsanstalt, die vom Stifter mit 20,000 Thaler dotirt wurde, unter milden Be— dingungen beschlossen. Nürnberg. Nachdem am Donnerstag die hiesige Mitgliedschaft der sotial- demokratischen Arbeiterpartei aufgelöst worden war, berief der bisherige Vertrauensmann derselben am 2. d. Abends eine Volksversammlung im größten Saale Nürnbergs zusammen. Auf der Tagesordnung stand laut Anschlagszettel die erwähnte Auflösung und die Bierfrage. Der Besuch der Versammlung wurde ein so starker, daß buchstäblich kein Mann mehr in den Saal hineingegangen wäre, als darin waren. Auf die letzte Aufforderung des Polizeicommissärs, sich zu entfernen, wurde der Saal vollständig geräumt. — Das Ministerium ist mit den Schritten des Nürnberger Magistrats gegen die Social— Demokraten einverstanden. Aus Erlangen kommt die Nachricht von der Auflösung der dortigen social-demokratischen Partei⸗Mitgliedschaft. Stuttgart. Die Ankunft des Kaisers von Rußland hierselbst erfolgte am 6. d. M. Die Trauung des Herzogs Eugen von Württemberg mit der Großfürstin Vera findet Freitag den 8. d. statt. Am 4. begannen die Festlichkeiten mit einem Ball auf der Wilhelma. Metz. Demnächst sollen die französischen Lehrer des Kreises Metz wöchentliche Zusammen⸗ künfte haben, um unter Leitung eines deutschen Lehrers Deutsch zu lernen. Solches ist für alle Kreise angeordnet, wo vorzugsweise französisch gesprochen wird, denn von 1878 an soll überall die deutsche Sprache als die officielle Geschäfts- sprache eingeführt werden. Ich bin nun begierig, wie es mit diesem Unterricht gehen wird. Die jüngeren Lehrer werden kommen und ans Lernen gehen, die älteren aber es vorziehen, sich pensioniren zu lassen, denn in Folge der Gehalts-Erhöhung haben sie jetzt so viel, daß ihre Pension nun gerade so viel beträgt, wie ihr Gehalt unter französischem Regime. es vorgezogen, 2 Ausland. Frankreich. Paris. Mac Mahon spielt schon ganz den Souverän: nach dem Vorgange der französischen Monarchen versäumt er keine Gelegenheit, fremden Fürstlichkeiten Geschenke aus den natisnalen Manufacturen zu verehren. So hat er in Sevres für den König der Niederlande aus Anlaß des 25jährigen Regierungs⸗Jubiläums und die Herzogin von Edinburg als Hochzeits- geschenk zwel von Künstlerhand bemalte Porzellan- schaalen fertigen lassen. Großbritannien. London, 3. Mai. Der„Observer“ meldet, ein bei dem hiesigen Vertreter der spanischen Regierung gestern Abend eingegangenes amtliches Telegramm bestätige den Einzug Serrano's in Bilbao. Spanien. Auf dem Schauplatz des Carlisten⸗ krieges in Nordspanien nehmen die Ereignisse einen für die Madrider Regierung durchaus günstigen Fortgang. Die Carlisten räumen ohne irgend ernsteren Widerstand zu leisten eine Position nach der andern, die Republikaner rücken dann stets ungehindert in dieselben nach. Portugalete wurde am Freitag Abend von Serrano besetzt; von dort wurde der Vormarsch in südlicher Richtung gegen Bilbao, und zwar auf beiden Ufern des Nervion ohne Verzug sortgesitzt. Am Sonnabend standen die Carlisten zwar noch vor Bilbao und setzten das Bombardement der Stadt fort; es deuten indeß alle Anzeichen darauf hin, daß der einmal begonnene Rückzug der Anhänger Don Carlo's erst in den unwegsamen Bergen Navarra's und Guipuzcoa's zu Ende kommen wird. Jedenfalls ist jetzt, nachdem von Norden Serrano, von Südwesten Concha heranrücken, der endgültige Entsatz der Biscayischen Hauptstadt nur noch eine Frage von wenigen Tagen; die Glocken Bilbao's werden in kurzer Zeit wohl den einziehenden Marschall de la Torre mit seinen Truppen be⸗ grüßen, nicht aber zur Krönung Carlo's VII. als König von Spanien ihr Festgeläute ertönen lassen. Uebrigens scheint die Verfolgung Seitens der Republikaner so schlaff als nur möglich betrieben zu werden. Bei Pedro de Abanto trennten wenige hundert Schritte nur die beiden Heere; von einem Vorsprung der Carlisten auf ihrem Rückzuge kann also keine Rede sein. Aber trotzdem läßt man sie überall ihre Positionen ruhig und gemächlich verlassen ohne ihnen im Nacken zu sitzen, ihr Gepäck wegzunehmen und Gefangene zu machen. Bilbao, 3. Mai. Der hiesige Gesundheits⸗ zustand ist trotz der Belagerung vortrefflich. Die Sperrvorrichtungen des Nervion- Flusses werden weggeräumt und die Verbindungen mit der Um- gegend nach allen Seiten eröffnet. Baponne, 4. Mai. Nachrichten von carlisti⸗ scher Seite bestätigen den Einzug des Generals Concha in Bilbao und fügen hinzu, die über- legene Artillerie der Republikaner habe die Carlisten gezwungen, ihre Stellungen aufzugeben. Die carlistische Armee sei vollständig intact, während die Regitrungstruppen 16,000 Mann an Todten, Verwundeten und Kranken verloren hätten und durch diese Verluste auf ca. 30,000 Mann zu- sammengeschmolzen seien. Griechenland. Athen. Der vom Könige mit Neubildung des Cabinets beauftragte Com- mundurus hat dem Könige ein Memorandum überreicht, worin er verlangt, daß die Wirksam— keit des Cabinets keinen Einflüssen von Außen unterliege und daß die äußere Politik geändert werde. Andernfalls sei ihm die Ausführung des Auftrags unmöglich. Aus Stadt und Land. Darmstadi. Am 4. Mal sprach das Bezirksstraf— gericht den katholischen Pfarrer Seb, dermalen in Ober⸗ Abisteinach, von der bekannten Anklage, bei Gelegenheit einer am 14. Seplember v. J. zu Groß- Umstadi statt⸗ gehabten Christenlehre den Kanzelparagraphen durch Aus⸗ lassung über die Sedanfeier übertreten zu haben, frei, da einestheils der Beweis dafür, daß wuklich die zur Anklage gestellten Aeußerungen gefallen für nicht erbracht erkannt resp. enischieden wurde, daß in anderen kein strafbares Vergehen enthallen sei. Vom Main. Eine neue Erfindung der Herren Croissaut& Brelonnidre, durch die sozusagen eine neue Art von Farben hergestellt wird, macht eben in Frank reich großes Aussehen. Dieselbe besteht darin, aus den allergewöhnlichsten Steffen, wie Sägspähne, faules Holz, Humus, Moos, Flechien, Abfäuen von flanzen und thierischen Stoffen, ja sogar aus Excrementen die pracht⸗ vollsten Farben herzustellen. Die Einführung dieser Er⸗ findung in Deuischland haben die Herren Wirth& Comp. in Frankfurt a. M. übernommen. Von denen auch Muster zu beziehen sind. Nach den bisherigen Erfahr— desselben eine prachtvolle Vase und für den Herzog ungen sind die neuen Farben auch gegen das Sonnenlicht Allerlei. Frankfurt. Die Frage, welchen Schaden die letzten Nachltfröste an den Blüthen verursacht, gab in der Haupt⸗ versammlung der Gartenbaugesellschaft am Freitage den Anlaß zu einer längeren Discusston und kesümirte zu dem Ende, daß derselbe nicht so bedeutend, wie man anfänglich geglaubt und daß immer noch eine ziemliche Ernte zu erwarten sei, da die meisten Bäume nur iheil⸗ weise gelitten haben. Kirschen, Aprikosen und Weinstock habe der Frost am meisten geschädigt. Frankfurt. Wie sehr die Fortbildungsschule des Vereins zur Bolksbildung in hiesiger Stadt einem höͤchst dringenden Bedürfniß entspricht, ergibt sich aus der zahl⸗ reichen Betheiligung an den einzelnen Unterrichtsfächern. An dem Unterricht in der Buchhaltung z. B. betheiligen sich 36, an dem in verschiedene Curse getheilten fran⸗ zösischen und englischen über 100 junge Leute. Hanau. Kaum ist hier vor einigen Tagen ein braver und friedlicher Arbeiter als Opfer des rohen Uebermuthes betrunkener Genossen, in deren Rauferei er ohne böse Absicht gerathen war, an mehreren Messerstichen sofort auf dem Platz geblieben, so wurde am 2. Mai wieder die Siadt durch eine Blutthat grauenvollster Art entsetzt. Ein Goldarbeiter hat sein Kind, noch Säugling, in der Wiege mit einem Beil erschlagen. Dem Trunk ergeben, arbellslos und arbeitsscheu, während seine Frau ihn und ihre drei Kinder ernähren mußte, gibt er, wie verlautet, Notb und Verzweiflung als Grund des Mordes an. Kaiserslautern. Die aus allen Theilen der Pfalz eingelaufenen Berichte bestätigen leider, daß in der Nacht vom 28. zum 29., mehr aber noch in der Nacht vom 29. zum 30. April der Weinstock, die Obsibäume, Nußbäume, Klee, Frübkartoffeln ꝛc. durch die Kälte großen Schaden gelilten haben. Betrübende Nachrichten liegen namentlich aus Dürkbeim un Umgegend vor; dort bat namentlich die zweite Nacht großen Schaden gethan. Bonn, 30. April. Am 4., 5. und 6. Juli d. J. wird der Berliner Verein für Volksbildung, einer Ein⸗ ladung des hiefigen Bildungsvereins solgend, bei uns seine Generalversammlung abhalten. Bekanntlich gebört unser Bildungsverein der genannten Gesellschaft als corpo⸗ ratives Miglied an und hat man sich deßhalb von seiner Seite entschlossen, die betreffende Versammlung möglichst würdig und sestlich zu begehen. Nürnberg. Das germanische Museum hat vom Sultan drei aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammende, von den Türken bei ihrer Invasion in Deuischland er⸗ oberte Kolossalgeschütze als Geschenk erbalten. Der Trans⸗ port von Konstantinopel nach Nürnberg geschieht auf Kosten der Reichsregierung. Chemnitz. Dieser Tage hat sich eine grausige That davier ereignet. Die Frau eines Zollbeamten, die wohl nicht in ganz glücklichen Verhälimissen sich besunden, nahm ihre 4 Kinder im Alter von 2— 13 Jahren, pazierte längere Zeit am Damme des dortigen Schloßteiches auf und ab und warf plötzlich, wahrscheinlich von Geistesnacht befallen, sämmtliche Kinder in's Wasser, denen sie dann selbst nachsprang. Zwei Kinder, ein Knabe von 10 Jahren und ein Mädchen don 2 Jahren, sind ertrunken; die Frau und 2 Kinder wurden gerettet.. Berlin. Am 18. v. M. starb die in der Rosenthaler Straße 13 wohnende Wittwe Eleonore Haagen im hohen Alter von 103 Jahren 9 Monaten 4 Tagen. Bei vollem Bewußtsein und umgeben von ihren Kindern und Enkeln, die sie mit rübrender Liebe pflegt hatten, hatte sie das Nahen ihres Endes gefühlt. f g Berlin. Für die Mitglieder der Fortschrittspartei im Reichstage wurden während der abgelaufenen Session läglich Veilchensträuße in das Reichs tagsgebäude von un⸗ bekannter Hand gesendet. Die geheimnißvolle Senderin ist jetzt nachträglich durch die im vertraulichen Kreise ge⸗ machte Offenbarung eines Abgeordneten als die mißtrauische Gaitin eines Mitgliedes der Forischrittspartei enthüllt worden. Die Dame balte schon, wie der fortschritiliche— Poet wissen wollte, seit längerer Zeit ihren Gemahl in Verdacht, daß er den Reichstag des Oefteten„schwänzte,“ und daß die heitere Laune, die er oft allzuspät nach Hause mitbringe, weniger eine Nachwirkung der meist doch sehr ernsthaflen Sessionen des Reichstages, als vielmehr der⸗ privaten Sitzungen in engerem Kreise sei. Die poetischen Veilchensträuße wurden also von ihr als höchst prosaische Contremarken benutzt. ständig und das leere Knopfloch des angeblich aus der Sesston kommenden Gemahls war für sie ein vollständig genügendes Beweisobject. Diefe ebenfalls in engerem Kreise gemachte Enthüllung des denunciationssüch ligen schrittspartei sehr überrascht haben, am meisten aber den mitanwesenden— Gemahl der denuncirten Dame! Berlin. Der deutsche Kronprinz, der dekannilich Protector der internationalen landwirihschaftlichen Aus stellung in Bremen ist, wird dem Vernehmen der„Wes.⸗ Zig.“ nach gegen Schluß der Ausstellung mehrere Tage nach Bremen kommen. Voraussichtlich wird derselbe Frei⸗ tag, den 19. und Sonnabend, 20. Juni, der Veribeilung der Prämien und der Vorführung der prämiirten Thiere beiwohnen. Berlin. Aus der Provinz Bahia in Brasilien sind 50 Einwanderer, von allen Mitteln entblößt, hier ange? kommen, um in ihre alte Heimath Ostpreußen zurück⸗ zukehren Sie haben die preußische Regierung um eine Unersrützung angerufen. Ste erzählen, daß in Brasilien Hunderie ihrer Landsleute am Hungertyphus verstorben seien. Obornik(Provinz Posen). Es hörte ein hiesiger Färbereibesitzer kürzlich Abends einen Hülseruf in seiner Färberei. Als er nun in letztere eintrat, hatte er einen sehr haltbar und färben ganz ausgezeichnet. seltsamen Anblick. Er say einen Mann in einer mit Das Manöver gelang ihr voll? Abgeordneten soll die anwesenden Mitglieder der Jo ri⸗ 1 Uctheil f Sieucteing geklagt Kn Major Schwur geschuldig unterschlas sagen, dat aus Nolt Sttafaue dem 10 f ihrer Ma 4 den 2 Cale! geschichte, Das Rob! besiimm!, der Bool am 20. 4 dem es für nut! der lezte sricchts L Zeit bis Blei, un und Galle seilig zu l Sneile zu, —— Le 1403 M werden in frische Bu schwarze h Marie 123 J. Adem A früheren dernglen Desthagna ung einer 1. Juli dis Beklag benogliche Anf bent 10. d. N. del u dig kann ß, Donnerst bei uten dull 1 bleibenz ur de Az und die ren Tse N zurbe gefüllten„Kiepe“ mit dem Tode ringen. Der Arbeiter n n e. a Lunzke balte nämlich die Absicht, von dem Waarenvortath een g ftethlen. Um nun dazu zu gelangen, erbrach er ein nd tr 2 dr Nader, welches ziemlich hoch gelegen war, und versuchte won da mit einem Satze in das Innere des Gebäudes zu langen. Anstalt indessen auf die Erde zu kommen, siel (in eine Kiepe bis üder den Kopf hinein, und nur mit zülfe der darin befindlichen Krücke war es ibm möglich, un dem Kopfe sich über der Flüssigkeit zu erhalten, wo er zun jämmerlich um Reltung flehte. Als er berausge— gen wurde, war er vollständig blau gefärbt. London. Granit und Macadam sollen von unsern ttraßen entfernt und durch Holz- oder Ao pballpflaster „setzt werden. Sassari in Sardinien. Ein sehr überraschendes uttheil sprachen jüngst die Geschworenen hier aus. Ein Steuereinnebmer war der Unterschlagung von 600 Frs. angeklagt und legte in der öffentlichen Verhandlung ein cenes Geständniß ab. Die Geschworenen aber gaben mit 9* termuttet Delirium vorüber war, wechsellen sie Hindedrücke und küßten sich. Loose wurden gezogen, wer zu rn sterben sollte, und ein Junge, der zum Tode verdammt war, wurde nur durch die entschlossene Dazwischenkunft des Steuermannes gerettet. Kurz, es ist eine grausige Geschichte. Frankfurt a. M., 5. Mai. Die gestern eingetretene Mattigkeit der Tendenz machte im Abendverkebr weitere Fortschritte und auch heute eröffnete die Börse in lustloser Haltung und zu niedrigeren Coursen am Speculations⸗ markte. Außer den Witterungsverhältnissen, welche dem Anscheine nach, nicht besonders günstige Aussichten auf eine gute Ernte eröffnen, wirkte heute ausnahmsweise ein poli— lisches Motiv, die Erklärungen Lord Derby's im Oberhaus über die Verhandlungen, welche mit den Mächten in Be⸗ treff der Erhallung des curopäischen Friedens geführt wurden, verstimmend ein. Erst als Berlin, das überhaupt heute besserer Laune als der biesige Platz zu sein schien, sorigesetzt festere Course sandie, bob sich wieder die Stim⸗ Marke) 19 fl., do II.(Berliner Marke) 13½ fl. Waizen essecuv hies. 17 ½½ fl., Korn 12— 13% fl., Gerste 13½ bis 14 fl. Hafer 11½—11% fl., Kohlsamen 16½ fl., Erbsen 12— 14 fl., Wicken 10 fl., Linsen 12— 17 fl., Rübsl 38 fl. Alle Preise versteben sich auf 100 Kilo. Frankfurt, 4. Mai. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Ochsen hielten sich auf ihrer früheren Höbe, Kälber erfuhren einen Preisausschlag, da viele rheinische Metzger sich ganz unerwartet eingestellt halten. Angetrieben waren: 360 Ochsen, 200 Kühe, 240 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 42 fl., 2. Qual. 40 fl., Kühe 1. Qual. 38 fl., 2. Qual. 36 fl., Kälber 40 fl., Hämmel 38 fl. per Cir. Mainz, 5. Mai. Productenmarkt. Waizen per Mai 16 fl. 36 kr., per Juli 16 fl. 10 kr., per Nov. 14 fl. 35 kr. Korn per Mai 11 fl. 45 kr., per Juli 11 fl. 15 kc., pet Nov. 10 fl. 25 kr. Haser per Mai 11 fl. 18 kr., per Juli 11 fl. 20 kr. Rüböl per Mai 17 fl 30 kr., per Oci. 19 fl. 5 ke. die Najorität den Wabrspruch„Nichtschuldig“ ab, worauf der] mung und die Vörse schloß ziemlich sest. Das Geschäft 1— lich sind— 1—— war im Ganzen auch heute von geringem Umfang. Credit— Geld- Cours. * zschuldigten wendete:„Sie sind zwar gesländig, Frs. actien verkehrten zwischen 222½—21/ und 223. Staats- 7 1 mterschlagen zu haben, die Herren Geschworenen aber babnactien cb n 109 AI. nach 3288/ mit Frankfurt am 5. Mal 1874. 8 ugen, das sei nicht wahr.“ Die That geschab warscheinlich! 330, Lombarden waren durch ibre bedeutende Minderein⸗] Preußische Friedrichsd'or 8 us Notb, und die Hes ren. Geschworenen, welche das nahme gedrückt. Sie schlossen 146¼. In österr. Bahnen Pistolen 2 9 36—3 n an Strafausmaß nicht in ihrer Hand haben, scheuen ost vor war das Geschäft deschränkt, bei übrigens fester Haltung. Holländische fl 10⸗Stüke 3 17 „ ee, am„Schuldig zurück, welches den Augeklagten plötzlich Franz. Joseph sind 1¼ fl., Galizier 1 fl. matter. Priorie] Ducaten 2 1 30—33 act. prer Macht entrückt und den Richtern, welche sich sieng täten zeigten sich beliebt. Mährische Grenzbahn, welche Ducaten r 5 32—34 u Urdm ber n den Wortlaut des Gesetzes zu halten haben, anbeimgibt. sich gestern ca. 1½% boben, waren auch beute gut ge⸗ 20 Frankenstücke„ 9 247% 551 daß in der Calcutta. Von da wird eine enisetzliche Leidens fragt. Siebenbürger anziebend. Banken hielten sich durch. Englische Sbbrrel eue 5 2 2 1 126 aschichte, die sich auf dem Meere zutrug, mitgetheilt. gehends sest. Rheinische Creditbank, Württ. Vereinsbank Russische Imperiales„ 082 vas Koblenschiff an en Stule nach Vombah je/% dutsche Effectenbank/% böver. Staatsfonds] Dollars in Gold e 10 geftimmt, wurde auf bobem Meere angetroffen. Cines I. Spanier matter. Von Loosen 4854er und 1860— 3 0 et Boote mit drei Männern und zwei Jungen wurde nachgebend. Von amerikanischen Weriben Oregon ½% 2 1 m 20. März im arabischen Meere aufgenommen, nach- niedriger. Von Wechseln Amsterdam etwas desser.* A cht Kü i 0 . Seck ctbes em es 32 Tage im indischen Ocean mit Mundvorrath E 0 II 1 U EE zun d. J ür nut 10 Tage zugebracht batte. Am 9. März wurd. H 8 f ö „ et letzte Bissen Brod gegessen und der letzte Schluck Handel und Verkehr. 5 a 3 8 isches Wasser getrunken. Doch fristeten sie von ieser Friedberg, 6. Mai. Waizen 16 fl. 40 kr.; Korn von Johann Maria Farina. g eit bis zum 20. März, 11 Tage, ihr Leben. Sie kauten 13 fl. 50 kr.; Gerste 13 fl. 15 kr.; Hafer 9 fl. 30 kr. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ 90 glei, um ihre Kehlen anzuseuchten, versuchten ihre Stiefel] Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo. hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich — md Gallertfische zu essen und im Delirium sich gegen— Frankfurt, 4. Mai. Fruchibericht. Mehl Nr. 1 zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und — 91 ilig zu tödien. Blut aus Wunden, die sie sich in einem 27 fl., Nr. 2 25½ fl., Nr. 3 22½ fl., Nr. 4 18 ½ bis 45 kr. per Glas gehorsamst. a N Streite zugefügt, wurde gierig getrunken, ader wenn das 19 fl., Nr. 5 16½— 17 fl., Roggenmehl/(Berliner Johann Maria Latina in Cöln. 1** Lieferung für das Landeszuchthaus. Ei s 2 1 2 8*— g de 403. 13. Mai d. J., Vormittags 10 Uhr, Line gro E Sendung 12 10 werden in dem Landeszuchthaus Marienschloß 14 Centner— ische Butter, sowie 9 Centner weiße und 1% Centner „ dwarze Hammelwolle zur Lieferung öffentlich versteigert.* 1 enn Markenschloß den 29. April 1874. g 7 — Großherzogliche Landeszuchthars⸗Direktion. sowie * 5 Seriba. S 3 5 983 * Verfügung. chreib Album 293 In der Rechtssache des Gardekorporals Joh Adam Ahl von Darmstadt, Imploranten gegen den nüheren Sergeanten Louis Schönhals von Nidda, termalen unbekannt wo? sich aushaltend, Imploraten, Zeschlagnahme von Einstandsgeld betr., ist zur Sicher⸗ Ar tdalg aten ang einer Forderung von 70 fl. mit Zinsen zu 00% vom e ellen Juli 1872 an und der Prozeßkosten ein Ausstand 5 f eil u zes Beklagten bis zum Betrage von 100 fl. bei Groß⸗ r erzoglicher Ober⸗Einnehmerei Romrod provisorisch mit „ Urrest bestrickt und das Arrestgesuch im Termin den 45. d. M. gerechtfertigt worden. Da der Aufenthalt es zu diesem Termin nicht erschienenen Beklagten unbe- unnt ist, so wird derselbe biermit öffentlich geladen 100* Donnerstag den 21. Mai l. J., Vormittags e 8 Uhr, K ei unterzeichnetem Gericht zu erscheinen und das ge⸗ 4 4 nellte Arrestgesuch anzufechten, als im Falle seines Aus- ene e leibens unterstellt werde, daß er die zur Begründung a a ges Arrestgesuchs angeführten Thatsachen zugestanden und die vorgelegten Bescheinigungsmittel anerkannt habe. Alsfeld den 20. April 1874. Großherzogliches Landgericht Alsfeld. * Holzversteigerung. 433 Freitag den 8. Mai d. J. kommen aus den Domanialwalddistrikten Mainzerhecken 1, Katzenstirn XIX und Schwarzbalde XX 1 Raummeter Nadel-Prüselholz ö 2 3„ Stockholz, 7429 Stück Eichen Wellen, 4„4324 Nadel⸗ und Weschlaubholz-Wellen, le 32 Fichten⸗Stangen von 6— 14 Centimeter Durch— 1 ent messer und 7—12 Meter Lange 1* Jar Versteigerung. 1 15 2* Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr am Forst⸗ ftbarten an der dicken Elche. 0 Ober Rosbach den 30. April 1873. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Strack. 3 —— Jagd Verpachtung. 455 Die am 16. und 25. März l. J. verpachtete 4 4 l 2 ald und Feldjagd der Gemeinde Hausen hat die 1 Penehmigung nicht erhalten und soll dieselbe Dienstag 2 den 2. d. M., Mittags 1 Uhr, in der Gemeindestube „ unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werden— „ den Bedingungen nochmals verpachtet werden. r Hausen den 4. Mat 1874. N Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen. 65 14 N Sigg. 3 n * zu Consirmationus⸗Geschenken bestens. bann von den billigsten bis zu den seinsten Sorten ist soeben eingetroffen und empfehle solche Carl Bindernagel. Bekanntmachung. 1462 In das Genossenschaftsregister des unterzeichneten Gerichts ist weiter eingelragen: Am 4. April 1874 hat sich in Weckesheim eine Ge⸗ nossenschaft unter der Firma„Weckeshelmer Darlehens— kassenverein(eingetragene Genossenschaft)“ zu dem Zweck, seinen Mitgliedern die zu ihrem Geschäfts- oder Wirth⸗ schaftsbetrieb nöthigen Geldmittel unter gemeinschaftlicher Garantie in verzinslichem Darlehen zu beschaffen, ge— bildet. Die zeitigen Vorstandsmitglieder sind: 1) Johannes Pfarrer II., Vereinsvorsteher, 2) Martin Hilger II.(Bürgermeister), Stellvertreter des Vorigen, Hermann Heßler, Lehrer, Jakob Ewald, Obersteiger, Johann Georg Stephan— Rechner ist Wilhelm Hilger III. Alle von dieser Genossenschaft ausgehenden Bekannt— machungen erfolgen in dem Friedberger Kreisblatt und sind durch den Vereinsvorsteher zu unterzeichnen. Im Uebrigen haben Zeichnungen für den Verein nur dann verbindliche Kraft, wenn sie vom Vorsteher oder dessen Stellvertreter und mindestens zwei Beisitzern er— folgt ist. Das Verzeichniß der Genossenschafter und die Vereins statuten können jeder Zeit dahler eingesehen werden. Friedberg den 2. Mat 1874. Großherzogliches Landgericht Friedberg. J. V. d. L.: Zimmermann, Landgerichts-Assessor. Arbeits-Versteigerung. 1449 Samstaz den 9. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, sollen auf dem Gemeindehause zu Fauerbach v. d. H. nachstehende Arbeiten öffentlich in Aecord gegeben werden: Plantrarbeit, lt. Kostenüberschlag 2170 fl. 48 kr. Sleinhauerarbeit 2560„— Maurerarbeit„ Steinbrecherarbeit 700„ 1 Steinfahren 760„—, Steinaufsetzen 120„ 5 Bußbach den 4. Mai 1874. Meg ger, Vezirls⸗Vauaufseher. * st* 4— 2 A 7* Versteigerungs-Anzeige. 1440 Der Unterzeichnete wird Freitag den S. Mai l. J., Vormittags präcis 11 Uhr, in dem Wirthschaftslocal des Karl Walther— Usagasse— 174 Pfund Luzerner Kleesamen, für dessen Flachsseidefreiheit garantirt wird, zur öffentlichen Versteigerung bringen. In Auftrag: Schwarz Großherzozlicher Hoftaxator. Bekanntmachung. 1463 Dienstag den 12. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll ein der Gemeinde Nieder-Florstadt gehoͤrender, zum Schlachten geeigneter Faselochse meistbietend versteigert werden. 5 Nieder⸗Florstadt am 5. Mai 1874. Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder-Florstadt. Wagner. 753 Das Fabriklager Feuer- und Diebesfester Cassaschränke (neuester Construktion), Nale-⸗System von Stern& Schneider in Bockenheim befindet sich großer Kornmarkt Nr. 8, Frankfurt a. M. 104/11. 1351 In eine anständige Wirthschaft wird ein zuverlässiges Mädchen für das Büffet gesucht. Das Nähere bei der Exped. d. Anz. Schuhmacher 143 finden sofort dauernde Beschäftigung unter Zahlung des Frankfuter Arbeitertarifs und Vergütung der Relse⸗ kosten bel A. Doeter, am Kirchenplatz in Gießen. —— 2 ———— ——— Gesangbüuͤcher von den gewöhnlichen bis zu den feinsten Sorten in Sammt mit Silber und Elfen⸗ bein zu Confirmationsgeschenken empfiehlt Carl Bindernagel. Program m für die Ausstellung Wetterauer Industrie-Erzeugnisse zu Friedberg. 1454 Die Ausstellung findet im Sommer 1874 in Friedberg statt; nähere Bestimmung über Anfang und Ende derselben bleibt vorbehalten. Zur Ausstellung kommen: 1) eigene Fabrikate der Künste, Gewerke und Fabriken; 2) eigene Produkte und Fabrikate der Salinen und des Bergbaues; 3) Waaren, welche geschickte Frauenhände liefern; 4) eigene Fabrikate der Landwirthschaft; 5) eigene Produkte derselben aller Art, namentlich Getreide, Kartoffeln, Obst u. s. w. Es ist wünschenswerth, daß Diejenigen, welche auszustellen beabsichtigen, bei dem Comite' mitglied Nebhuth dahier sich anmelden. Nach ihrer Anmeldung empfangen dieselben Formu— larien zu Ausstellungsverzeichnissen, worin der Namen Desjenigen, der ausstellt, sein Raumbedarf, seine Ausstelungsgegenstände und deren fester Verkaufspreis einzutragen ist. Diese Verzeich nisse sind alsbald an genanntes Comitemitglied abzuliefern, damit danach die nöthigen Vorkehrungen getroffen werden können. Der Einsendungstermin für die Ausstellungsgegenstände wird in der Kürze bekannt egeben. 5 Die Ausstellungsgegenstände sind frei in das Ausstellungslocal(Vurgkaserne) zu liesern, oder, wenn die Einsendung per Bahn geschieht, frei Bahnhof Friedberg. Die Kosten des Rück— kransports haben die Aussteller gleichfalls zu tragen. Dieselben entrichten dagegen eine Raummiethe. Die besten und anerkennenswerthesten Ausstellungsgegenstände werden nach dem Urteil unpar— theiischer Preisrichter durch Medaillen, Diplome und lobende Erwähnung ausgezeichnet. Die ausgestellten Gegenstände sollen währerd der Ausstellung durch ein besonders hierzu be— stellt werdendes Comite wo möglich verkauft werden, die Abgabe der verkauften Gegenstände erfolgt aber erst nach Schluß der Ausstellung. Dieser wird durch eine Ausloosung derjenigen Gegenstände gebildet, die das Comite hierzu bei der Ausstellung ankauft. Die Veröffentlichung des Ausloosungsplanes ist bertits geschehen. Der Besuch der Ausstellung findet gegen Zahlung eines bestimmt werdenden Eintrittsgeldes statt. Friedberg. Das Ausstellungs⸗Comite. 5— 72— 7 20 7— 7 Preußische Hagelversicherungs-Actiengesellschaft. 1085 Dieselbe versichert Bodenerzeugnisse gegen Hagelschaden. Die Prämien sind fest und billig. Nachschüsse werden also niemals erhoben. Die Schäden werden wie in früheren Jahren eoulant und unter Zuziehung von Landesdeputirten regulirt und binnen Monatsfrist nach Feststellung voll und baar bezahlt. Versicherungen auf mehrere Jabre genießen cinen angemessenen Prä— mienrabatt, welcher sofort von der Jahresprämie in Aözug gebracht werd. Die Unterzeichneten sind zu jeder Auskunft und zur persönlichen Aufnahme von Bersicherungen stets bereit und empfehlen dem landwirthschaftlichen Publikum obige Gesellschaft ganz ergebenst. Carl Gauleé in Darmstadt. F. Kämmerer in Lich. V. Hagemann in Friedberg. W. Kullmann in Vilbel. J. Tönges in Assenheim. Ortseinnehmer Schäfer in Grünberg. A. Muth in Büdingen. Carl Kamm in Londorf. Ein oder zwei junge Leute, 1377 welche Lust haben Steingraveur zu werden, konnen eignen sich diese Böden hauptsächlich zur Belegung von sich melden bei Bad⸗Nauheim. C. Foegen. Kenntnisse im Zeichnen sind erwünscht. ZJimmerleute, 1435 20 Mann, finden bei gutem Lohn dauernde Beschäftigung. Wilh. Hancke, Oberer Sandweg a. d. Landwehr, (H. 61307) Frankfurt a. M. 1428 Ein lüchtiger Oekonomie- Verwalter, so wohl praktisch als theoretisch, sucht auf ein größeres Gut für Mitte oder Ende Juni weitere Stellung. Näheres bei der Exped. d. Anz. 7 5 f Ein kleines Logis 1430 in der Nähe der Eisenbahn zu vermielhen. Näheres bei der Exped. d. Anz. 1458 Eine große Parthie leere Cigarren-Kisten werden billig abgegeben. Louis Winheim. Ein Gebund Schlüssel 1461 verloren am 17. v. M. Gute Bel bei der Exped. des Anzeigers. Wine Kopf alat, 5 1 0 Travers⸗Asphalt⸗Arbeiten 1400 werden von mir unter Garantie ausgeführt und Trottoir, Lager und Gahrkellern, Höfen, Einfahrten, Fabrikböden, Stallungen, Hausfluren, Remisen, Terrassen, Kegelbahnen, Kirchen, sowie die Abdeckung von Ge— wölben ꝛc. ꝛe. Solche Böden sind unbedingt wasser— dicht und von großer Dauer und Annehmlichteit. Beste Referenzen stehen zu Diensten. Ich lasse dieser Tage eine Terrasse bei Herrn Restau— rateur Fr. Weihl in Friedberg ausführen, wozu ich hiermit Interessenten einlade. Diese Arbeit wird in derselben Weise wie der eiserne Steg in Frankfurt a. M. hergestellt. Offenbach a. M., 28. April 1874. Aug. Martenstein. Glycerin-Ausschußseife 957 in kleinen und großen Stücken billigst. Louis Winheim. Dampfdreschmaschinen. 1450 8, 6- und Apferdige Dampfdreschmaschinen empfehle unter Garantie. Einige Exemplare sind stets vorräthig und können jederzeit in Betrieb gesetzt werden. Bestell⸗ ungen bitte baldigst an mich gelangen zu lassen. ö 1 Marburg im Mai 1874. b J. C. Ostheim, (H. 61325) Masch.-Fabr. und Eisengießerei. Alle Sorten Oelfarben, 1215 zum Anstrich fertig, empfiehlt Wilh. Bernbeck. . Wetterauer Industrie⸗Ausstelluug 145g zu Friedberg. 1 Dringende Einladung zur Comité Sitzung dei 8. d. Mts. fl. 35. Belohnung. ö 1457 Verflossenen Donnerstag den 30. v. Mis, in der Nachmittagsstunden, wurde auf dem Wege von Bönstaht nach Engelthal von einem offenen Wägelchen herab ei Portemonnaie verloren, in welchem eine nicht unerheb 1874 — liche Summe Geldes in Papiergeld, Goldstücken un— einigem Silbergeld enthalten war; außerdem befanden sich noch einige andere, für Dritte werthlose Papler⸗ dabei. f 9— Demjenigen, der zur Wiedererlangung desselben z— verhelfen in der Lage ist, wird eine Belohnung obige Betrags zugesichert und ist in diesem Falle sofort Anzesgt an den Herrn Gensdarmerie-Brigadier in Friedberg ge Dar langen zu lassen. Kaiser v 1 8 heute N. Fußbodenlack, 5 4 1214 mit und ohne Farbe, empfiehlt berzog u Wilh. Bernbeck. der, kutt 5. Schloß g lacé- Handschuhe, 5 Glacé- Anlass 5 Wen rauhlederne Handschuhe, den dong sowie Militär- und Pil-d'Ecosse-Handschube bdreiach 183 billigst bei K. Friedrich neben der Post. ssonen an 9 aus dem Bruch Chocolade, w. 1459 vorzügliche Qualität, empfiehlt den mt Louis Winheim. 1 Zi eee, AN 2 1 FFC * Vocsbader 5 Stottern de Faun 1447 heilt 1 f 2 A. E. Gerdts, Spracharzt, achte kin 8 in Friedberg in der Burg. 55 sie FFC finden, in e 2 ere 2 e 1 11 für ein Friseur- und Barbier⸗ o ditsem Ein Lehrling Geschäft, der sofort eintreten Ane größer kann, wird gesucht. Kost und Logis im Hause und nach und uf d Umfluß des ersten Jahres entsprechenden Wochenlohn. Näheres bei der Exped. d. Bl. 1451 2 Kartoffeln 456 verkauft M. Scheibel. Repskuchen, Kleien, Schaalen 733 in bester Qualität bei M. D. Loeb. Ein Logis 1461 hat zu vermiethen J. Staubi, girchgasse. Vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg: Praktisches Schachbüchlein, oder deutliche Darstellung der Regeln des Schachspiels. Anschaulich gemacht und erläutert durch die sinn⸗ reichsten Züge und Musterparthien berühmter Schachspieler. Von Alphons von Breda.— Preis 36 kr. NBZ. Wer dieses praktische Buch genau durchnimmt wird bald eine solche Fertigkeit erlangen, daß er als gewöhnlichen Schachspieler durch die Feinheit seinel 1452 1456 verkauft Spiels übertrifft. ——— r 1464 Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mittheilung, daß unser innigstgeliebtes Kind Aug u st heute Morgen 7 Uhr nach nur dreitägiger Krank heit sanft entschlafen ist. Friedberg, 6. Mai 1874. Dr. Steinhäußer und Frau. Freitag Abends 6½ Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Fals se de 1 f eine Reih namenllich ien die in Zusan fegen n. i erstulungen f könn, un von dm kommen dn cegenhehen niche deen D de bine Mugen