1874. Dienstag den 6. Januar. 8 d Len * 7 rode . Oberhessischer Anzeige 5 N. Treber tembaußet. 1¹ * ö 1 b dchen — tem int. ml itavia -Essenzen b. Fettsch. maschinen, aschine * 4 2 Hanser. eim. * tu-Lagtt, Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet Artisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint seden Dienstag, Dennerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betteffend: Das Kreisersaggeschäft im Jahre 1874. Friedberg am 30. Dezember 1874. Der Cioilvorsitzende der Großherzoglichen Kreisersatztommission des Kreises Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Großherzoglichen Polizei-Commissäx zu Wickstadt. Unter Bezugnahme auf die§§. 58, 59 und 60 der Militärersatz- Justruktion und das Reglement die Anlegung und Führung der Militär- stammrollen, sowie die Anfertigung der bierzu erforderlichen Geburts- und Sterbelisten betr., vom 20. Mai 1868, Regierungsblatt Nr. 30 vom Jahr 1868, beauftrage ich Sie, sofort in Ihren Gemeinden zur öffent⸗ lichen Kenntniß zu bringen, daß alle im Jahr 1854 geborenen Militär⸗ pflichtigen, sowie Diejenigen, welche dieses Alter bereits übetschritten, aber sich zur Musterung noch nicht gestellt haben, oder bei der vorigen Musterung zurückgestebt worden sind und entweder im Kreise ihr gesetz— liches Domicil baben, oder sich als Schüler, Dienstbote, Haus und Wirthschaftsbeamte, Handlungsdiener, Lehrlinge 1c. in demselben aufhalten sich behufs ihres Eintrages in die Stammrolle während der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar d. J. bei der Bürgermeisterei ibres gesetz- lichen Wohnorts resp. Ausenthaltsorts unter Präsentation eines Gebucts- schtins zu melden haben. Für diejenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit abwesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- und Fabrikherrn zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Weiter mache ich Sie darauf ausmeiksam, daß Sie Sich nicht dabei begnügen dürfen, nur die- jenigen Militärpflichtigen, welche in den Geburtslisten stehen, oder sonst angemeldet werden, in die Stammrollen einzutragen, sondern daß es Ihre Pflicht ist, von Amtswegen zu ermitteln, welche Militärpflichtige eiwa außerdem noch vorhanden und gestellungspflichtig sind und sie so⸗ gleich zur Anmeldung anzuhalten. Zugleich empfehle ich Ihnen in Ihren Gemeinden auf die schweren Nachtbeilt aufmerksam zu machen, die die- jenigen treffen, welche die Anmeldung innerhalb des oben vorgeschriebenen Termins unterlassen und verweise Sie in dieser Beziehung auf§. 176 und folgende der Militär-Ersatz⸗Instruktion. Sobald der Termin verstrichen, wollen Sie sofort mit Aufstellung der Stammrollen beginnen und solche baldigst und längstens vor dem 1. März d. J. an mich einsenden. Betreffend: erforderlichen Geburts- und Sterbelisten Selbstverständlich sind Diejenigen, die vorderen Jahren ange⸗ hören und sich dieses Jabr bet Ihnen zum ersten Mal anmelden, nicht in die Stammrolle von 1874 einzutragen, vielmehr in den betreffenden Jahrgang der Stammrollc aufzunehmen, worauf ich Sie noch besenders aufmerksam mache und anfüge, daß in solchem Falle die Stammrolle des betreffenden Jahrgangs mit derjenigen von 1874 einzusenden ist. Werden Reclamationen auf Zurückstellung erhoben, so wollen Sie Vorschristen des Reglements vom 12. März 1868, Regierungsblatt Nr. 26, genau befolgen. Hierbei bemerke ich Ihnen, daß es bei Ansprüchen um Zurückstellung, welche schon früher Statt batten, genügt, wenn Sie den erncuerten Anspruch kurz zu Protokoll nehmen und auf dem dei mir zu erhebenden Protokoll auf Seite 4 bescheinigen, daß die früheren Ver- hältnisse noch fortbestehen oder in wie fern solche eine Aenderung erlitten baben. Die Protokolle sind dann wieder alsbald mit dem Protokoll über den erneuerten Anspruch an mich zurückzusenden. Die Reclamations⸗- protokolle sind zeitig mir vorzulegen, damit deren Prüfung und etwaige Ergänzung dann sofort geschehen kann. Ich empfehle Ihnen jedoch hierbei von gänzlich nach der Militär-Ersatz Instruktion unbegründeten Recla⸗ mationen abzurathen;(indem nur begründete Zurückstellungen zulässig sind und unbegründete zurückgewiesen werden müssen) um hierdurch un⸗ nützige Belästigung der betreffenden Behörde zu vermeiden. Bei den ausgewanderten Mllitärpflichtigen ist pünktlich anzugeben, dieselben mit oder ohne Entlassung ausgewandert sind. Wo dies geschthen kann ist der Tag der Entlassungsarkunde anzugeben. Sellten Leute vorhanden sein, die die Entlassung erwirkt haben, aber nicht aus⸗ gewandert sind, so ist dies besonders anzumerken. Die Stammrollem von 1872 und 1873 werden Sie mit einsenden und bei der Einsendung darauf aufmerksam machen, ob und wer etwa in dieselben als dem be⸗ treffenden Jahrgang angthörig, aufgenommen worden ist. 6 Trapp. die ob 0 Die Anlegung und Führung der Militärstammrollen, sowie die Anfertigung der hierzu Friedberg am 30. Dezember 1872, Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Kreisersatzeommission des Kreises Friedberg. a ie Ich ersuche Sie, die Geburtelisten über Reglements vom 20. März 1868 sertigung der hierzu erforderlichen Geburts- und Sterbelesten beteeffend gemäß Das erforderliche Fermular erhalten Sie auf Anfordern von derselben zugestellt. resp. dem Polizeicom missär in Wichstadt einreichen zu wollen. Pfarramt die im Jahre 1856 geborenen Personen in Nr. 30 des Regierungsblattes von 1868) die Anlegung und Führung der Stammrollen, sowie die An⸗ 5 5 gung 8 r dees dieb ie. männlichen Geschlechts, der Vorschrist des F. 2 des bis zum 15. Januar d. J. bei den Großberzoglichen Bürgermeisteteien Trapp. Bekanntmachung. Betreffend: Das Denkmal deutscher Nation Die Rechnung über die Sammlungen von Beiträgen zur Errichtung des Denkmals deutscher Nation am deutschen Rhein im Kreise Friedberg, wobti im Ganzen 817 fl. 6 kr. eingegangen sind, und deren Ablieferung an die deutsche Bereinsbank in Frankfurt a. meidlichen Kosten für Orucksachen ꝛc., gestellt von Herrn Collector Kuhl in Butzbach, liegt nebst der betresseuden Urkunde 14 der Interessenten auf unserem Bureau offen. Friedberg am 3. Januar 1874. M., nach Abzug der unver- Tage lang zur Einsicht Großberzogliches Kreisamt Friedberg. Tra pep Deutsches Reich. und wurde von der Volksmenge durch Hüte- der Maigesetze in kurzer Frist zur Entscheldung Mainz. Die vom Bundesrathe ausgtsprochene schwenken enthuslastisch begrüßt. Der Kaiser dankte gebracht wird. Wie in parlamentarischen Kreisen Ansicht, daß die Entschädigunge Forderung der wieder hell, sich nach allen Seiten verbeugend. verlautet, ging die Absicht des K sministers hessischen Regierung für die dem Mainzer Uni⸗ Berlin, 2. Jan. Gegenüber den officlellen dahin, dem Landtage eine Novelle zu dem Gesege versitäte-Fonds entzogenen, zur FFestung gehörigen Bulletins über das Befinden des Kaisers fällt über die Vorbildung und Anstellung der Geist⸗ Grund stücke auf dem Wege des Vergleichs zu eine Notiz der„A. 3.“ auf, welche besagt:„Die lichen vorzulegen, welche wesentlich bezweckte, an erledigen sei, wurde von dem hessischen Bevoll- Nachrichten über das Befinden des Kaisers lauten die Slelle der im Gesetze angedrohte— ldstrasen mächtigten unter Wahrung des Standpunktes der hessischen Regierung aeccpilkt. unausgesetzt günstig, insofer es sich um die Be- Gefängnißstrafen zu setzen Ob die B Berlin, 1. Jan. Das Kronprinzen Paar und die übrigen Mitglieder des königlichen Hausts machten heute Mittag dem Kaiser Gratulations- Bisuche. Eine große Volksmenge war vor dem Palais versammelt. Nach der Wlederabfabrt der hoben Herrschasten erschlen der Kalser am Fenster seitigung der katarrhalischen Erscheinungen han- daß die Regierung ihrerseits auf eine Inttiativ delt; leider läßt sich Dasselbe nicht von der Kre i- in dieser Richtung verzichten werde, bis die Noth⸗ heit sagen, deren erste Symptome sich bereite udigkeit weiterer gesegzlicher Bestimmungen tbat⸗ Jahressrist gezeigt haben.“(Vor Jabressrist war sächlich erwiesen ist, sich als eine rechtfertigte von Brustwassersucht die Rede.) Berlin. Es ist zu erw auch die Frage der Verschärft nun rieb rung Arien, da resp. Ern etweist, bleibt abzuwarten Um UAnalogsen für ein solchts Verfahren würde man nicht versegen sei 9 Reichs-Unzeiger“ macht d 14 1 Dei N g Einberufung des Bundesraths zum 6. Januar dekannt. Berlin. In der Bundesrathssitzung vom 29. Dez. v. J. stellte der Vorsitzende, Staats- minister Delbrück, den Antrag, den Entwurf eines Reiche militärgesetzes, welcher auf Grund des Bundesraths-Beschlusses vom 11. Mai v. J. dem nunmehr aufgelösten Reichstage vorgelegt, von letzterem aber nicht meht in Berathung gezogen worden ist, dem neu gewägdlten Reichstage gleich bei dessen Zusammentritt wieder vorzulegen und zwar mit einigen Aenderungen und zusätzlichen Bestimmungen, welche sich inzwischen als noth- wendig oder wünschenswerth herausgestellt haben. Berlin. Die„Spen. Z.“ bringt folgende Mittheilung:„Der Reichskanzler Fürst Bismarck hat dem Wunsche des Königs entsprochen, indem er thatsächlich den Vorsitz im preußischen Staats- ministerium ergriffen hat. Mit welchen Vorgängen der Wunsch des Menarchen im Zusammenhange sieht, ist nicht zu unserer Kenntniß gelangt. Aber wir können füglich annehmen, daß durch den Vor— trag des Minister-Präsidenten nicht nur eine Reihe anderweitiger Vorträge erspart, sondern auch die schriftlichen Berichte des Staatsministeriums in kürzester Form erledigt werden.“ Wiesbaden. Der freisinnige protestantische Pfarrer Schröder in Freirachdorf, der vom Wies— badener Confistorium abgesetzt worden war, ist vom Cultusminister freigesprochen und in sein Amt wieder eingesetzt worden. Carlsruhe. Von verschiedenen Seiten wird gemeldet, Weihbischof und Erzbisthums-Verweser Kübel in Freiburg wolle sich der Regierung nähern, da ihm nicht gesalle, daß für die in Aussicht ge— nommene alsbaldige Besetzung des erzbischöflichen Stubles mit Umgehung seiner Person drei preußische Chur. Auch Franz Nikolaus, Bischof von Chur, welcher sich bis jetzt sehr schweigsam ver— hielt, hat nun in einem Schreiben an den Klerus seiner Diöcese über den kürzlich in Zürich ein- gesetzten neuen altkatholischen Pfarrer Lochbrunner und Alle, die mit ihm Umgang pflegen, die große Ex- Communication verhängt. Der Züricher Re— gierungsrath aber hat das Departement des Innern mit Beratbung der Schritte beauftragt, welche gegen den Bischof von Chur deßwegen zu ergreifen sein möchten. Frankreich. Paris. Laut officiöser Mel- dung wird der Präsident der Republik am 8. Januar den drei neuen Cardinälen: Cyigi, Guibert und Regnier das Barett überreichen. Paris, 1. Jan. Der Neujahrsempfang durch den Präsidenten der Republik verlief ohne besondere Zwischenfälle. Der Präsident hielt keine besondere Ansprache. Die„Agence Havas“ demen— tirt die Nachricht von der Abberufung des Kriegs- schiffes„Orenoque“ vor Civitavecchia. Weder bezüglich des Schiffes, noch betreffs der dem Commandanten von der vorigen Regierung ge— gebenen Instructionen sei eine Aenderung beab— sich tigt. Paris, 2. Jan. Der Herzog v. Aumale hat sich nach Belfort begeben und will daselbst längere Zeit verweilen, um in der Nähe das System zu studiren, nach welchem dieser Platz neu befestigt werden soll. In der nächsten Sitzung des Oberkriegsraths will dann der Herzog v. Aumale über das Ergebniß seiner Studien Bericht erstatten. Der„Presse“ zufolge, hat der vielgeschäftige Her— zog v. Aumale nach einer Inspection der unter sein Commando gestellten Truppen auch an die Armee-Commission der National-Versammlung ein Schreiben gerichtet, welches sich über die neue Bewerber auf die Wahlliste gesetzt seien, die alle Heeres-Organisation, das Verproviantirungswesen drei der badischen Regierung genehm wären. und die Bedürfnisse einer eventuellen Mobilmachung Posen, 31. Deebr. So eben pfändete der verbreiten soll. Executions- Inspector König beim Erzbischof Großbritannien. London. Nach dem Ledochowski wegen der Strafe von 2229 Thlrn. über die Verwaltung der britischen Staate finanzen die letzten pfändbaren Mobiliarbestände; weitere veröffentlichten Exposé übersteigen die wirlichen Pfandobjecte sind nicht vorhanden und die noch Einnahmen den Voranschlag um 2¼ Millionen Lstr. zu zahlenden Strasen belaufen sich auf 16,000„Daily News“ glauben, Gladstone werde Ende Thlr., so daß die Verhaftung bevorsteht. März fast vier Millionen Einnahme-Ueberschüsse Breslau. Der„Schlesischen Volkszeitung“ nachweisen können.— Nachrichten vom Cap Coast- zufolge hat der Oberpräsident von Schlesien den castle vom 15. December zufolge verfolgten die Fürstbischof wegen Richtbesetzung der Parochie britischen Truppen des Generals Wolseley sehr Brodlowitz im Kreise Tarnowitz mit einer Strafe energisch die Aschantees, welche auf dem jenseitigen von 200 Thlrn. belegt und demselben zugleich Ufer des Prabflusses sehr eilig ihre Flucht fort- angezeigt, daß durch Verfügung des Cultus- setzten. Die britischen Verstärkungen waren bereits . das 1 des Fürstbischofs von 12.000 eingetroffen. alern vom 1. Januar ab so lange gesperrt S.; a i rr* panien Madrid, 31. Dec. Don E nicht nach Carlos ist mit bedeutenden Kräften nach Bilbao Trier, 31. Dec. Hevte ist 409 Weisun aufgebrochen, wo er gestern eintraf. Die Carlisten o 9. der haben ihr Feuer auf den Hafenort Portugalete Regierung der Schluß der Vorlesungen am hiesigen Jan 2 4 gen und auf das Fort Dahiero(bei Bilbao) eröffnet. katholis iester Semi f e Priester: Seminar erfolgt. a— In Cartagena hat gestern eine große Explosion traßburg. Der ehemalige hiesige Maire Lauth hat sich auf Ersuchen meh 8 und vermuthet man, daß eine Fre- mehrerer hiesiger gatte in Brand gerathen ist. 3 m, Annahme einer Candidatur für Madrid, 1. Jan. Die gestrige Feuers- en Reichst i a f er ˖ ichstag bereit erllärt. brunst in Cartagena hat an Bord der Fregatte „Tetunn“ stattgefunden, welche gesunken ist. 5 g Ausland. 0 Madrid, 3. Jan. Der Pariser„Temps“ Oesterreich⸗ Ungarn. Wien. Die hat eine Privatdepesche von hier erhalten, welcher Nachricht des„Vaterland“, Cardinal Rauscher zufolge sich die Cortes mit einer Majorität von sei nach Rom berufen und solle durch den Erz- 120 Stimmen gegen die Regierung Castelar's bischof von Salzburg, Tarnoczy, ersetzt werden, ist dem Vernehmen nach durchaus unbegründet. Pest.„Pesti Naplo“ meldet: Das Anlehens Consortium dürfte die Ofbahn-Prioritäten über— nehmen. Der Minister⸗Präsident reist deßwegen Capitän von Madrid, Pavia, hat die Versamm— nach Wien.. lung aufgelöst und den Cortes-Palast besetzt. Es Schweiz. Genf, 2. Jan. Bei der gestrigen heißt, das bisherige Ministerium werde die Ge— Besitz⸗ Ergreifung der Kirchen Seitens der All- schäfte einstweilen noch weiterführen. katholiken fanden in der Vorstadt Carouge Ruhe-“ Bayonne, 2. Jan. General Moriones bat Störungen statt. Die Ultramontanen haben unter Santona verlassen und marschirt auf Bilbao. Die Leitung eines Hrn. Deprange ein Comite einge- Carlisten haben die Häsen von Castrelia besetzt. setzt, welches wahrscheinlich mit Schritten bei der Ein Zusammenstoß beider Armten scheint bevor— Bundesbehörde beauftragt ist. Der Maire von zustehen. Carouge soll demisstonirt haben. Portugal. Lissabon, 2. Jan. Heute Bern. Der Regierungsrath von Bern be- sind die Cortes durch den König eröffnet worden. schloß auf den Antrag der Kirchen Direction die] Die Thronrede erwähnt der freundschaftlichen Be— soforlige Aufhebung des Klosters der Ursulinerinnen ziehungen zu den auswärtigen Mächten, constotirt in Pruntrut die im Innern herrschende Ruhe und die fort— geben habe. Madrid, 3. Jan. Das Ministerium Castelar ausgesprochen und Castelar seine Demission ge⸗ ist in zwei Cortes-Voten unterlegen. Der General- schreitende Entwickelung des Landes, und spricht die Hoffnung auf die Herstellung des Budget- Gleichgewichts aus. Die Thronrede hebt besonders das freundschaftliche Verhältniß zu den Regierungen von Großbritannien und des deutschen Relches hervor. Italien. Neapel, 3. Jan. Aus dem Innern des Vesuvs ist dumpfes Grollen vernehm⸗ bar. Der Astronom Palmieri meldet aus seinem dortigen Observatorium, er halte einen bedeuten— den Ausbruch des Vesuvs für nahebevorstehend. Rufiland. Petersburg. Das in süd⸗ deutschen Zeitungen verbreitete Gerücht von einem bevorstehenden Rücktritte des Fürsten Gortschakoff wird von gut unterrichteter Seite als vollständig unbegründet bezeichnet. Amerika. New⸗Nork. Die Vermehrung der Staatsschaͤld im December beziffert sich auf 8,453,000 Doll. Im Schatze sind vorhanden 91,479,000 Doll. Gold und 4278,000 Doll. Papter. Asien. Penang, 31. Dec. Die Expedition zur Züchtigung des Nadja Peclir hat die Dörfer des Gebletes zerstört und Gefangene gemacht. Die Escadre kehrt heute zurück und geht morgen nach Atschin ab. Auf Seite der Holländer sind 2 Todte und 9 Verwundete, darunter ein Offieier, verloren. Aus Stadt und Land. Gießen. Die Sitzungen des Schwurgerichts in der Provinz Oberhessen vom 1. Quartal l. J. werden Mon⸗ tag den 5. Januar, Vormitiags 9 Uhr, ihren Anfang nehmen und während derselben, namentlich in der ersten Woche, folgende Anklagesachen zur Verhandlung bezw. Abureheilung kommen: Den 5. Jan., Vormitt. 9 Uhr, gegen Margarethe Köhler von Freien Steinau, wegen Uikundensäßschung, Veith. Hofger.-Adv. Hirschhorn. Dens., Nachm. 2½ Ubr, a) Peter Gold von Stockheim, b) Joh. Loos von Ober-Rosbach, wegen Diebstahl und Hehlerei, Verth. Hofger.⸗Adv. Thorwart und Dr. Rosenberg II. Den 6. und 7. Jan., Vorm. 9 Uhr, gegen a) Jonas [Stern, und d) Samuel Steru von Fauerbach v. d. H. wegen Uikundensälschung und Meineid, Verth. Hofger.⸗ Adv. Dr. Reatz und Dr. Schwarz. Den 8. gegen Caroline Baist. Dens., Nachm. 2½ Uhr, gegen Johannes Groth von Bukhardt wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit, Verth. Hofger.⸗Ado. Dr. Schwarz. Den 9. und 10. gegen a) Konrad Ludwig Schmidt von Nidda, d) Elisabethe Petermann von da wegen Unterschlagung und Urkunden— sälschung, Verth. Hofger.-Adv. Dr. Dutmar und Kraft. Den 10., Nachm. 2½ Uhr, gegen Christian Fritz von Schwickartsbausen, wegen Diebstahl, Verth. Hofger.-Adv. Labroiße. Den 12., Vorm 9 Übr, gegen Johannes Jung von Endbach wegen Körperverletzung, Verth. Hofger.⸗Adv. Balst. Den 14., Vorm. 9 Uhr, gegen Philipp Jockel von Melbach wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit, Verth. Hofger.⸗Ado. Lauer. Den 155, Vorm. 9 Ubr, gegen Heinrich Jungs Willwe von Holzbeim und 14 Consorten wegen gewerbsmaͤßiger Hehlerei, Verth. Hofger.⸗ Adv. Dr. Muhl, Weidig und Dr. Gutfleisch. Darmstadt, 1 Januar. Der Unfug des Neufahr⸗ Anschießens hat leider auch in diesem Jahre wieder mehrere Opfer hier gefordert. Die 15jährige Tochter des Barbier Schnepper wurde hente Mittag in der Sackgasse durch einen 7föhrigen Jungen, welcher ihr eine bis zur Mündung mit Pulver gefüßste Pistole ins Gesicht abschoß, schwer verwundet und bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Das arme Mädchen wurde ins Elisabethenstift gebracht In der Nähe des Mainthores schoß sich ein junger Mann von Arheilgen gestern Abend einen Finger weg. In Bessungen schoß ein junger verheirather Mann zwei in demselben Hause wohnenden Mädchen, welche dicht beisammen im Hofe standen, eine Pistole ins Gesicht, se daß dem Einen durch den Pfropfen ein Theil der Kinnlade weggerissen, das Andere im Gesicht schwer ver— brannt wurde. Das Letztere wird Zeitlebens ein entstelltes Gesicht davon tragen. Derartige, sich jedes Jahr wieder— bholende höchst betrübende Unglücksfälle sollten doch endlich einmal dieser rohen Unsitte steuern. Böewald von Ulfa wegen Diebstahl Verth. Hosger.⸗Adv. Allerlei. Frankfurt. Die verflossene Neufahrsnacht hatte eine Fülle von Rohheiten und Excessen aufzuweisen. Auch Körperverletzungen durch Messerstiche kamen vor, und ge— schossen wurde nicht blos auf der Straße, sondern auch aus den Wohnungen. MWarklberichte. Grünberg, 3. Januar. Die Preise auf unserem heutigen Feuchimarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 16 fl. 30 ke.; Korn(90 Kilo) 13 fl. 30 kr.; Gerne(80 Kilo) 9 fl. 40 kr.; Hafer 460 Kilo) 5 fl. 41 k.. Molter (90 Klo) 11 fl.— kr.; Erbsen(110 Klo)— fl.— ke. Lnsen(100 Kao) 11 fl.— k.; Samen 0 Kilo) — fl.— kr.; Karteffeln(100 Kilo)— fl.— ki. 1 bu ace* achen 3 1 te aigung A1 dungen e auc hett 2* ellen en N 0 len n 9„ 11 9 u 9. 9 I 3 II, 50 1 9„ Y.. * 1%„ 1. 516 1„ V. N i . 93 16)„ UI 0 10„ III, f W„ N. 8 W„ 1 9 „ 9 8⁰⁰ *„ XI D)„ vn 1 )„ vn W, un 300„ II D„ Mn * b 1 5 „ n. * 30 N 35)„ V0 „* 37* 111 9„ n 2 J)) 1 1„ III J 1 I due 1 ** dan. 8 en de een 1 N * A en en zer 18 2 Oeffentliche Aufforderung. Gessentliche Ausorderung. An alle Wähler des 2. Oberhessischen Wahlkreises. 73 Durch Wahlaufruf und Wahlprogramm haben wir unsere Empfehlung des Reichstags ⸗Candidaten Herrn Ober-Rechnungsraths Backe in Darmstadt vor allen wablberechtigten Bürgern begründet, seine und unsere Gesinnungen und Grundsätze, für die wir mit Name und Wort und That einstehen, offen ausgesorochen und damit zugleich alle markung Bodenrod eingeschriebenen Grundbesitzer resp. deren Erden baden branttagt, daß del folgenden vor den beige— setzten Namen slibenden Items der Erwerbistel Ersitzung beigeschtieben werde. Nachdem sie die nothwendigen Be⸗ scheinigungen beigebracht haben, werden Alle, welche Ein⸗ wendungen dagegen oder Ansprüche an die Parzellen haben aufgefordert, dieselden in 4 Wochen von heute an dahier geltend zu machen, als sonst dem gestellten Antrage ent sprochen wird. 1) Flur 111 au— nen 33, Wiese in der Wildwiese, Wissig, Konrad II., in Bodenrod. )„ III. 79%„ 13, Wiese in der Wildwiese, Wüsig, Ludwig daselbst. 1 1. Eichenhochwald, Esels⸗ berg. Gemeinde Bodenrod. 4)„ III„ 80%„ 2, Eichenbochwald, Wild⸗ wiese, dieselbe. 5)„ III„ 800%„ 3, Suchenbochwald, Sankers⸗ berg, dieselbe. 6)„ III„ 79%0, 39, Wiese in der Wildwiese dieselbe. )„ II„ 799%„ 40, Buchenpochwald, Esels⸗ berg, dieselbe. „ Buchenbochwald, Diemark, die selde 9)„ IX„ 799% u. 4, 155, Eichenbochwald, Eltern⸗ vecke, dieselbe. bis 1799/1 u. 2.„158, Buchenniederwald, Eltern⸗ becke, dieselde. 10)„ II, 730% u. 2, 407, Buchenniederwald, am Suder, Gemeinde⸗Hecken⸗ 10 desitzer. 70,751 Buchenniederwald 10 N 749/56 u. 57* 399, Weichhbolzuiederwald am Eselsderg, dieselbe. 12)„ IV„ 76/1„ 511, Weichbolzniederwald am Donnctekepf, dieselbe. 13)„ IV„ 765/25„ 525, Buchenniedetwald, die Brielbecke, die elbe. 1)„ V„ 80½%½5„ 2 Buchenniederwald am Donnerekopf, dieselbe. 15)„ II„ 796/20„ 25, Wiese in der Wildwiese, Kubl. Johann Peter 1. 16)„ III„ 79%„ 28, Wiese in der Wilowiese, Kuhl, Johann Peter 1. ö 17)„ III„ 796%5. 29. Wiese in det Wildwiese Kuhl, Johann Peter 1. 18)„ IV„ 804„ ꝗf, Buchenniedetwald, Gickel und Hainbuchenkopf, Ge meinde Clceberg. 19)„ VI„ 8023„ 2, Buchenniederwald, Fuß Invectiven widerlegt. Wir wenden hier uns nochmals an alle Wähler unserts Wahlkrelses und empfehlen ihnen wieder als Candidaten für den Reichstag diesen Mann. Derselbe ist kein Partei- mann. im ganzen Lande. Er hat sich die Selbstständigkeit seines Denkens und Wirkens im Leben nach allen Seiten hin, auch als Abgeordneter im Landtag, stets bewahrt. Er ist ein ächten Volksmann, geachtet Wählen wir deßhalb alle diesen Mann, der mit unbeugsamem deutschem Muthe eintreten wird für das wahre Wohl unseres deutschen Vaterlandes, für den Schutz und das heilige Jateresse aller Religionsgesellschaften, unbeirrt durch die Gun von Oben und gegenüber dem Alles nivelirenden Vordringen des undeutschen und religions feindlichen Natlonal-Liberalismus. Wählet vollzählig und einmüthig unseren Candidaten, den Herrn Ober- Rechnungsrath Backe in Darmstadt. Friedberg den 5. Januar 1874. Das Wahlcomité des 2. Oberbessischen Wahlbezirks. Oeffentliche Aufforderung. Vorschuß-& Credil-Vetein zu Friedberg. 57 Ueber das Vermögen des heimlich von hier wichenen Gerbers Fritz Müller von Friedberg ist for⸗ meller Concouts erkannt worden. Termin zur Anmel⸗ dung von Forderungen und sonstiger Ansprüche steht Mittwoch den 18. März 1874, Vormittags 9 Uhr, und werden hierzu alle Interessenten bei Meidung Aus⸗ schlusses geladen Hauptgegenstand der Verhandlung im Termin wird vorzugswelse ein bereits erhobener, sich auf den größten Theil der Masse erstreckender Vindicatlonsanspruch bilden. Je nach den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen Gläubiger wird über diesen Anspruch ein Nechtsstreit oder Vergleich entstehen. Cbristlan Ulrich von hier ist mit der Masse bis auf Weiteres betraut. Friedberg den 24. Dezember 1873. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Reiß Zimmermann, Landrichter Landgerichts-Assessor. der Verwaltung Holz eren kepf, dieselbe. 0 5 1 2⁰ vi„ bit 3 Weg Zuß kopf dieselbe 63 Im Stadtwald zu Lich, Distrikt Zappenau, kommen f 5 eg. opf, 5. 11)„ X„803/2527, 1. Suchenbechwald, Harden Mittwoch den 14. Januar d. J., Morgens 9 Uhr, nach⸗ berg, diesel be verzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung: „ n„ 2, Weg, Hardenberg, dieselde. 1 Naummeter Buchen Schell, )„ X„ seblt„ 3, Weg. Hardenberg, dieselbe. 222 1* Prügelholz, 10„, 04% u.22 8 a ee en 803/25 u. 27-30„ 1, Buchenbochwald, San⸗ 4000 Wellen Buches Metabo l kerle berg, dieselbe. Es befinden sich hierbei einige Naummeter Hain 25 XI seblt 2, Weg daseldst, dieselbe buchenbolz und 4 Raummeter Fichtenholz, zu Werkholz *—* 1 N 1 2 26) VII, 802%„ 1, Buchenniederwale, Gickel tut geeignet.. und Hain buchenkopf, Ge⸗ Die Zusammenkunft ist an der Zappenau in der meinde Weiperselden Nähe der Straße von Lich nach Gießen Morgens halb 0 1 3 9 Uhr. Buche d n 5 N)„ VII, 80/1„ 2, n Lich den 3. Januar 1874. 20%„ vn, 802/10, 3, Buchen dieberwald, Fuß-. Bürgermeisteret Lich. kopf, dieselde..„„ 20) VII, jeblt J, Weg, Fußkopf, dieselbe. 9 ne Ve 30) VIII, 802% 2„ 1, Buchenniederwale, paber⸗ Arbeits Ve 1 e bun g.. a tornsbecke, dieselbe. 74 Zur Erbauung eines dreistöckigen Wohngebäudes 30 vIII. 802/19 2. Buchennieberwald, Fuß⸗ des Unterzelchneten sollen nachstehende Arbeiten durch * e„ 10 kopf, dieselbe. „610, Wiese im Weichenroth Hofmann, Cöhrißtoph 8 und Frau von Bodenrod (vor dem Namen jenes). 1„% 33)„ IV„ 42½6„1105, Acker, die ungenaunten Necker rot dem Brunkel, Hofmann, Cöristopf V. Chestau, daselbst. „ 0%„ 474, Wiese, die Bruchwiese, dieselbe. 35)„ IX„ 57/8, 32, Wiese im Grund unter dem Trieb, dieselbe. 36)„ XU, 6535/06„ 98, Wiese im Sankert, dies. 37)„ XII„49/79 ½%„ 107, Wiese im Sankert, dies. (33-37 vor dem Namen des Mannes.) 30)„ II„ 400% 297, Acker auf der Marien⸗ zellet Lück, Werner, Peter II. zu Bodenrod. 30)„ I„ 295%„ 514, Oedung auf dem Knassen⸗ berg, derselbe. 40)„ II„ 797½%%j06„ 32, Wiese in der Wildwlese, derselbe. n 34, Wiese in ber Wilbwiese, erselbe. Buß bach den 24. Dezember 1873. 8 onberzogliches Lal ericht Butzbach. Dr. Gime Nd mh e! öffentliche Submission vergeben werden: Mauxrerarbeit, veranschlagt zu 1255 fl. Steinhauerarbett 920 Zimmerarbeit 3220 Dachdeckerarbeit 200„ Schreinerarbeit 1358„ Schlosserarbeit 681„ Glaserarbelt 587„ Weißbinderarbeit 1050„ Spenglerarbeit 8 Gußlieferung Die Lieferung von elreg 60 Cubikmeter Bruchsteinen, 60,000 Russensteinen 27 Cubikmeter gelöschten Kalk, 46 Cub kmeter reinen Sand, 37 Quardratmeter Sandsteinplatten und 1 Tonnen Cement. le Uebernahmslustigen haben ihre Submissionen verstegelt bis längstens Montag den 12. d. M., Abends 88 Uhr, mit den Angeboten in Prozenten in meinem Ludwigsstraße 3 D Geschäftslocale, neben der Post, einzu⸗ relchen, woselbst Voranschlag und Bedingungen offen liegen. Frledberg den 4. Januar 1874. Joh. Hanstein. Vorzügliche Flammkohlen 79 empftehlt à 50 kr. per Centner Land tichset. Land erichts-Assessor. Ph. Dan. Küm mich. ent⸗ (Eingetragene Genossenschaft.) Ausweis pro December 18 73. Einnahme. Kasse⸗Bestand pro 1. Dec. 1873 fl. 17803. 1 Wechsel„ 26691. 38 Depositen 3 Inkasso⸗Wechsel„ 3247. Conto⸗Cortente 4.„ 76143. 59 Conto⸗Cortente B.„ 13376. 52 Spar⸗Einlagen„ 36388. 51 Darlehen 12 00 Auswärtige Cotrespondenten* 953. 33 Gico„ 2160, 48 Stamm⸗Antheile, Monatsbeiträge„ 13396. 34 Resetrve⸗Fond, Beitritt 2 42.— Utensitltien, Spar⸗Einlage⸗Bücher i 4.— Wechlel⸗Zinsen 5 423. 59 Depostien⸗Zinsen 181. 31 Wechsel⸗Spesen 8 88. 52 fl. 205250. 13 Ausgabe. Wechsel fl. 15377. 26 Depostten 7821.— Conto⸗Cortente. Contio Cortente B. Spar⸗Einlagen Auswärtige Cortespondenten Gio Siamm Antheile, Rückzahlung Resetvesond. Rückzahlung Utensilien, Diderse Wechselspesen Unkosten Kasse⸗Bestand pre 1. Januar 1874„ 213532. 48 H. 205250. 18 hee — — — Eingang. Ausgang. fl. 25784. 30 Wechsel⸗Conto⸗Cortent K. fl. 25975. 38 9 4745. 10 Wechsel⸗Conio-Cortent B. 2653. 34 2 6678. 8 Wechsel⸗Inkasso 1228. 19 „ 45691. 57 Wechsel⸗Giro 3351. 3 fl. 41199. 45 fl. 33208. 34 WMucliederzahl am 1. October 1873 544 Aufgenommen vom 1. Oct. bis 31. Dec. 1873 16 560 Ausgetreten 8 6 Muggliederzahl am 1. Januar 1874 554 Der Vorfand 59 Fr. Hecht. Ermus. Nepskuchen 19 frisch von der Müble bei M. D. Loeb. Hurchsichtige Glycerinstife! 16 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Haut empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10. 12. 18 kr. Wilh. Fertich 3 In meinem Colonlalwaaren S Leder⸗Geschaäft ist eine Lehrlingsstelle zum sosortigen Eintritt offen. Buß bach. Jacob Steinhäuser. 70 Per 2. Februar Eröffnung des nehmen, Richten, Schneiden und Anprobiren. 2. Winter- Cursus für schnell und praktisches Erlernen des Kleidermachens innerhalb 4 Wochen, als: Maaß⸗ Frau Lehrer Hest. Zur Aufklärung. 66 In dem Wahlprogramm des Wableomites für Oberrechnungsrath Backe wird von Duldung und gleichen Rechten aller Religionsgenessen gesprochen, was doch wohl in dem Munde der ultra · montanen Partei gewiß in einem ganz anderen Sinne zu deuten ist. Es gebietet deß halb die Pflicht, ren israelitischen Wählern zum Reichstag die Augen zu oͤffnen und diese leeren Phrasen in das wahre Licht zu setzen. Die Geschichte zeigt, daß wir Josraeliten früher, wie auch heute noch, mit unseren christlichen Mitbürgern zufrieden und einig gelebt, daß aber alle unsere Bedrückungen von der ältesten bis zur neuesten Zeit an vielen Orten meistens von den Jesuiten und deren Helfershelfern, die stets bestrebt waren die Welt in Dummheit und Unfreiheit zu bringen, hervorgerufen wurden.. 1 NR 5 Laßt Euch deßhalb von gleisnerischen Worten nicht irre fübren und gebt dem freisinnigen Candidaten Dr. jur. Schröder eure Stimme, getreu der Devise:„Für Fortschritt und Recht.“ a N N 6a Ein israelitischer Wähler. Stimmzettel 81 für Herrn Dr. jur. B. Schröder in Wormz find zu beziehen bei der Buchhandlung von Carl Scriba in Friedbert. Landwirthschaftlicher Ball. 77 Bouquetts in allen Großen, geschmackvoll, von lebenden Blumen gebunden, werden auf gefällige Be⸗ stellung geliefert. F. Dlouhy, Kunstgärtner. Usagasse. Dallkränze, Schlei 84 und CAlacé- Handschuhe außerst billig bei K. Friedrich neben der Post. Neichstagswahl. 72 Wir baben den Wablaufruf des Wahlcomités des 2. Oberhessischen Wablbezirks gelesen und müssen gesteben, daß denselben Jedermann, welcher Confesston er angebören und welcher politischen Richtung er huldigen mag, unterschreiben könnte. Wir haben einer Wahlbesprechung des Hrn, Backe beigewohnt und wabrgenommen, wie derselbe sein allerdings beachtungswertbes Programm in den 12 Punkten mit vieler Ruhe und Offenheit und ohne jegliche Beleidigung gegen uns einfach, aber klar und deutlich entwickelt hat. Wir haben den ganzen Wablkampf bis jetzt mit allem Interesse erfolgt und müssen leider gesteben, daß auf unserer Seite allzuviel Schimpfen und Schreien ganz entgegen unserem Grundsatz„Freiheit und Gleichheit für Alle“, auf der andern Seite aber männ— liche Rube und Ueberlegung berrscht. Es sind gewiß jetzt schon viele Stimmen für uns verloren und gehen noch manche verloren, wenn nicht Herr Dr. Schröder noch in der letzten Stunde durch Gründe und durch ein besseres Programm die Wäbler für sich zu begeistern versteht. Viele Wähler in Stadt und Land. 71 Für bevorstehenden landwirthschaftlichen Ball empfeble in reicher Auswahl Gallkränze, Schleifen, Lächer, Glacé-Handschuhe u. s. w. J. H. Schmidt, vormals Fritz Hecht. zu billigsten Preisen. Damen- Curxsus für kuumännische Duchführung. Eröffnung 7. Jauuar. IJ. Heß, Lehrer. 75 10 2 2 2 555 22 8 Die Balserische Stiftung „Sospital“ für Augenkranke, Krebs- und Knochenfraßleidende wurde den 3. Januar 1874 eröffnet und können von dieser Zeit an Kranke aufgenommen werden. gegangener Anmeldung, unentgeltlich. Giessen, Wilhelmstraße. Administrator: K. Doruseiff. Toincten Ri 7 7 7 Jeinsten Bienenhonig Für Kaufleute 69 in Stadt und Land.— Ueberall gangbare Artikel, Ph. Dan. Kümmich. b 7 7 wenig Raum einnehmed, werden bei 20% Nutzen in Eine freundliche Wohnung, Lenmissien gegeben. Darauf Refleetirende wollen ihre f 5 90 sie 8 0 58 2 57 bestehend aus 2 Zimmern, Kammer, Adresse sub F. H. 58 an die Annoncen Expedition von Küche und* Zubehör, wird zum 1. April d. J. zu miethen und zu Rudolf Mosse in München en beziehen gesucht. Offerten bitte in der Exped, d. Anz. 8„ 1 abzugeben. V e 1 o ren 56 wurde am 1. Januar Abends auf der Straße von Ein junger Mensch, der das Wagnergeschäft der Burg nach dem Hotel Trapp ein schwarzer Cache⸗ 1 erlernen will, kann in mir-Bas'hlik mit gelbseidener Verzlerung. Der red— 1 Lt 7 2 E b 8 liche Finder wird gebeten, denselben bei der Expedition Wagnermeister A. Möbs d. Anz. abgeben zu wollen. Unbemittelte, nach vorher— Art Dr. Winther. 5⁴ zu Oppershofen. ö 5 1 2 8 Ein reiner Faselochse, Für autleidende. a Race, Rothscheck, 7¼—Jahr alt, hat zu 68 Vielfach bewährte Mittel gegen Flechten und— Rockenberg. Fr. L. Haumann. andere hartnäckige Hautausschläge sendet bel 62 Es wird in frequenter Lage der Stadt ein genauer brfl. Mittheilung C. A. Gabler, Apotheker in Arnstein bei Würzburg. L a den 2 32 2 2 zu miethen gesucht. Nähere Auskunft ertheilt Ein Bäckerlehrling Fritz Weckerling, 61 gesucht. Näheres bei der Expeditson d. Anz. 1 Schuhmacher in„wurde in Assenheim gefunden und Ein Thaler kann bei mir 0 genommen werden. 60 Dorn-Assenheim. Brodmehl und Kleie 82 billigst bei M. D. Loeb. Füll-Uegulitäfen 80 mit und ohne Kacheln empfiehlt in 10 verschiedenen Größen zum Preise von fl. 25. bis fl. 44. per Stück. Ph. Dan. Kümmich. 70 Allen meinen geehrten Kunden erlaube ich mir hier— mit anzuzeigen, daß ich das von mir bisher betriebene Buchbindergeschäft Herrn Friedrich Streckfuß über⸗ tragen habe und bitte das mir geschenkte Zutrauen auf denselben zu übertragen. Wilhelm Weis. Heinrich Würz. Unter Bezugnahme auf vorstehende Anzeige empfehle ich mich in der Anfertigung aller in das Fach der Buch⸗ binderei einschlagenden Arbeiten und werde stets für prompte Bedienung besorgt sein. Friedberg den 5. Januar 1874. Friedrich Streckfuß. Wohnung bei Schmiedmeister Oberländer. Stotternden, 64 welche gründlich geheilt werden wollen, empfehle ich den Spracharzt Herrn Gerdte hier. Herr Gerdts hat meinen Sohn Friedrich im v. J. vollständig geheilt und spricht mein Sohn heute, als ab er nie gestottert hätte. Gießen, 2. Januax 1874. Walther, Districts-Einnehmer. Für Stotternde. Ich spreche hiermit heute dem Spracharzt Herrn Gerdts meinen Dank aus, daß er mich im Angust v. J. vom Stottern vollständig geheilt hat, und spreche ich heute wie jeder gesunde Mensch Gießen, 4. Januar 1874. Heinr. Bloß, im Hause des Herrn W. Wallenfels. Jeder Stotternde, der beim Singen nicht anstößt, wird geheilt, und erhält eine gute, natürliche Sprache. Bis zum 20. Januar werden noch Patienten angenommen. Gießen. A. E. Gerdts, Spracharzt. Wein⸗Etiquettes find in größter Auswahl wieder vorräthig bei Car! Bindernagel. 83 Am 4. Januar starb nach kurzem Leiden unser innigst gellebtes und einziges Kind Louise M e tz im 2. Lebenssahre. Theilnehmenden Verwandten, Freunden und Bekannten von dem uns so schmerz⸗ lichen betroffenen Verluste hiermit Mittheilung machend, bitten zugleich um stille Theilnahme Friedberg. Die trauernden Eltern. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. tere, Ane Met dureftent Un am 13. d. ——— 2. 9 bis 12 U. * Fritd liberalt P. Wablotrsas ab. Der Dr. Schrit licher Rede Reichstag Kräsigung außen, ang gutes Sc lichit But Justiz unt denen er Stin Ver anr, der Volles I Idealen Ver kintete zung büungun lantn 157 Fraihen 4 auf. Di