N Aan 1874. Oberhessischer Anzeiger. f eng der Bersellungn de Borstel Aer, Fantdriz timalwaage — n n lerfen gerät Set Nnbein Madet. Kü tascten . e e 16 1 dcldttbinnde 0 tusch, Rirchgese AKafftt, Kat i 4 fr., einen n Cale i 50, 52 dab. Ferch sel Silb Jarlsch— Gesuch. , ultt güne gen unden uutet 8.“ — lfische, 6. J. S. t 0 . dt N . Sin 8 eta, 44. Oele 10. 17 1** dahim 1 6 27 ta 0 N 7 1 90 . 190110 Tate. 1 1, en e e, 1 N 1 20 — 975 90 e ee e, 1147 g 1 1 6 8 1 N 9 1 . 1 1 N Donnerstag den 5. November. M 131. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag —* Betreffend; Landwirthschaftliche Statistik. Amtlicher Theil. Friedberg am 2. November 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Büdesheim, Gambach, Griedel, Ilbenstadt, Kaichen und Rockenberg. Wenn nicht binnen 24 Stunden die geforderte Vorlage einlangt, geht sofort Wartbote zur Abholung an Sie ab. N Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß allwöchent-⸗ m. nach Beförderung der geladenen Parthien noch angerufen werden. Größere Der a p p. lich wie seither Dienstags und Mittwochs, in den Stunden von 8—12 Termine werden auf andere Wochentage gelegt. Morgens und 2—5 Nachmittags, regelmäßige Amtstage abgehalten werden. Der Dienstag ist wie seither vorzugsweise zum Anrufen bestimmt und der Mittwoch zur Abhaltung von Terminen, jedoch Altenstadt am kann auch an letzterem 12. September 1874. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. ee eee Deutsches Reich. Darmstadt, 2. Nov. Die 2. Kammer der Stände wird am Donnerstag, den 5. November schweben. 1874, Vormittags 9 Uhr wieder eine Sitzung abhalten, auf deren Tagesordnung die Berathung über: 1) die Vorlage Gr. Ministeriums des Innern und der Finanzen, den Entwurf eines Berggesetzes für das Großherzogtbum Hessen betr. weite Lesung); 2) die Vorlage Gr. Ministeriums der Finanzen, die Erhöhung der Gehalte der dies seitigen Beamten und Bediensteten bei der Main- Neckar⸗Eisenbahn für das Jahr 1874 und even tuell für das Jahr 1875 um ein Sechstheil betr.; 3) die Vorlage Gr. Ministeriums der Finanzen, bauliche Herrichtungen ꝛc. in dem Main-Neckar⸗ Bahnbof zu Darmstadt betr.; 4) die Vorlage Gr. Ministeriums der Justiz, den Gesetzentwurf, das Verfahren bei unfreiwilligen Versetzungen von Mitgliedern eines Justizeollegs in den Ruhestand betr., steht. — Das Gesammtministerium bat der zweiten Kammer nunmehr auch die von der Commisston zur Abwickelung der großh. Militär-Verwaltungs- Angelegenheiten aufgestellte Rechenschafts- Ablage über die großherzogliche Militär- Verwaltung für die Jahre 1870 und 1871 nebst 13 dazu gehörigen Beilagen zur verfassungsmäßigen Be— schlußfassung vorgelegt. Die Rechenschasts⸗Ablagen für 1868 und 1869 sind schon durch die zweile Kammer gegangen. Berlin, 2. Nov. Reichstag. Windthorst schlägt vor, die am Samstag von einem beschluß— unfähigen Hause gewählten, von der Majorität aufgestellten Schriftführer durch Acclamation zu bestätigen. Das Haus stimmt zu. Nach einem Nachruf des Präsidenten an die verstorbenen Reichs- tagsabgeerdncten Mallinckrodt und Baudri werben wie Postverträge mit Peru und Chile in erster und zweiter Lesung genehmigt. General- Post— director Stephan erklärt auf eine Anfrage, baß wie Verhandlungen mit Bolivia, Costarica, Uruguay, Golumbia und anderen amerikanischen Staaten noch Die Abänderung des Posttaxgesetzes wegen Eintrittes der Markrechnung, die Gesctz— entwürse über die Disciplinarkammer für Reichs- Eisenbahn⸗Beamte im Auslande und wegen Auf: bebung von Bestimmungen des Lübischen und Rostocker Rechts werden in erster und zweiter Lesung obne Debatte angenommen, die Gesetzent⸗ würse über die Verwaltung der Reichs-Einnahmen und Reichs- Ausgaben pro 1873 und über die Einrichtung und die Besugnisse cines Rechnungs- boses an eine Commission von 14 Gliedern vet wiesen. — 2. Nov. Cardinal Fürst Hohenlohe, welcher hier einige Tage verweilte, ist gestern wieder abgereist. — Der Reichskanzler hat dem Bundesrathe einen Gesetzentwurf für Elsaß⸗Lothringen zugestellt, durch welchen das bisher gültige Recht über die Stempel Abgaben größtentheils aufgehoben wird. —„Reuter's Bureau“ in London vom 2. d. zufolge, ist in Newpork das Gerücht verbreitet, ein ehemaliger Seeretär des Grafen Arnim habe sich mit einem Theil der vermißten Documente nach Deutschland eingeschifft. Das Bureau be— richtigt jedoch am 3. d. die bezügliche Mittheilung dahin, daß der deutschen Gesandtschaft in Washing— tens über die angebliche Abreise des ehemaligen Secretärs Arnim's keinerlei Mittheilung gangen und die Nachricht deßhalb als unbegründet anzusehen sei. — Die„Kreuz⸗Ztg.“ veröffentlicht einen ihr mitgetheilten Brief des Grafen Arnim vom 1. d., an dessen Verwandten Arnim ⸗Criewen, worin der Graf die gegen ihn erhobene Beschuldigung, er habe auch Börsen-Jobberei getrieben, als Ver- läumdung zurückweist. — Auf Antrag der deutschen Botschaft befahl die indische Regierung sämmtlichen indischen Be— hörden, die dentsche Veuusexpedition nach Kräften zu unterstützen. Trier, 30. Oct. Das Versteckenspielen aus- gewiesener Geistlichen ist nirgends wohl mit solcher Keckheit in Scene gesetzt worden, wie von dem ausgewiesenen Caplan Schneiders in Trier. Nach- dem er am 22. Oct. über die Grenze des Re— gierungsbezirks transportirt worden, erschien er am 25. abermals in Trier und hielt in der Lau- rentivekirche das Hochamt. Die Polizei hatte den Haupteingang besetzt, der Caplan entwischte aber durch eine Seitenthür. Burgsteinfurt. Der Monstreprozeß gegen jeue adeligen Damen Westphalens, welche das hiesige Kreisgericht der Beleidigung des Kreis- gerichts zu Münster für schuldig befunden hatte, gelangt am 12. d. M. vor dem Appellgericht in Münster zur Verhandlung. Limburg. Unserem Bischof wurden am 28. Oct. zur Deckung einer wider ihn erkannten Geldstrafe von 400 Thlr. vier Oelgemälde abgepfändet. Stultgart, 3. Nov. Der Reichstags abgeord⸗ nete und Präsident der württembergischen Kammer, v. Weber, ist heute Nacht hier gestorben. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Der„Mont.“ Revue“ zufolge ist Baron Pottenburg zum Ge— sandten in Stockholm ernannt worden. zuge⸗ — 3. Nov. Abgeordnetenhaus. Klepsch und Genossen beantragen die Regelung der äußeren Rechtsverhältnisse der Altlatholiken. Fux begründet seinen Antrag auf Abänderung des Gesctzes über die Delegationswahlen und verlangt die Ver— weisung des Antrages an einen Ausschuß von 15 Gliedern. Der Antrag wird bei namentlicher Abstimmung mit 153 gegen 57 Stimmen abge⸗ lehnt, sodann die Debatte über das Actiengesetz begonnen. Frankreich. Paris. Wie man aus Neu- Caledonien unterm 24. August meldet, hat der Admiral Ribourt nach geschlossener Untersuchung über die Entweichung Rochefort's und Genossen den Hafen-Capitän Goust, den Finanz-Einnehmer Gerdolle und den Ober-Deportations-Aufsseher Bonnajous in Numea suspendirt, den Polizei Chef von Trémerreue, den Marine-Commissär Chanlou und den Commandanten der Halbinsel Ducos, Hauptmann Lanos, abgzesetzt, 16 Hülfsbeamten entlassen, 4 Personen die Erlaubniß zum Handels- Betriebe auf der Halbinsel Ducos entzogen und eine gewisse Frau Lopez aus Neu-⸗Caledonien aus- gewiesen. Spanien. Madrid, 31. Oct. Gestern hat bei Villafranca zwischen Regierungstruppen und einer zwölf Bataillone starken Carlisten-Ab— theilung unter Cucala ein Kampf stattgefunden. Die Carlisten wurden geschlagen, verloren 120 Todte, eine Fahne und zahlreiche Gefangene. — Die Pariser„Union“ und der„Moniteur“ melden übereinstimmend, Don Alfons und Ge— mahlin hätten Spanien verlassen und sich nach Graz(in Stepermark) zurückbegeben, um sich dort von den Strapazen des Feldzuges zu erholen. Italien. Rom, 2. Nov. Laut dem Pa- riser Univers erschienen vor dem Papst Mitglieder der katholischen Gesellschaften. Prinz Sarsina trug eine Adresse vor; der Papst sorderte die Katho— liken auf, ihren Sieg beharrlich zu verfolgen, brandmarkte die schlechte Presse und das Theater und schloß mit einer Lobeserhebung der Festigkeit, welche die Bischöfe, Priester und Laien Deutsch— lands bewährten, und indem er den Triumph seiner Sache allen Heiligen, deren Fest gerade sei, an— vertraute. Amerika. New Nork, 2. Nov. Die Londoner Abendblätter veröffentlichen ein Tele- gramm aus Rio de Janeiro vom 31. Oct., wo— nach in dem Staate Buenos Apres, unweit der Mündung des Solado zwischen den Regierungs— truppen unter Campos und den Insurgenten unter Ribas am 26. Oct. ein Gefecht stattfand. Nach den Berichten der Kegierung wurden die Insur⸗ 1—— —. 7˙•[ 8 .. genten geschlagen. Ribas vereinigte sich jedoch mit Mitre, der auf die Hauptstadt marschirt. Eine neut Schlacht wird erwartet. Die Verbindung von Buenos-Ayres mit der Umgegend ist unter brochen, die Stadt ist stark befestigt. China. Hongkong. Die letzten Rach richten aus Peking und Deddo lauten friedlich. Der Krieg wird wahrscheinlich vermieden werden. Die japanesische Regierung hat angezeigt, sie würde im Falle des Krieges die in Japan ansässigen Christ n nicht bebelligen. Aus Stadt und Land. Friedberg, 4. Nov. Gestern Abend gegen 7 Uhr wurde unsere Einwohnerschaft in einen tüchtigen Schrecken versetzt. Urplötzlich war des ganze nordöstliche Himmel vom Widerschein eines großen Feuers geröthet. Alles stürzte auf die Straße, da man glaubte, die Salzmann'sche Hofraitbe stebe in Flammen. Bald klärte es sich jedoch auf, daß ruchlose Hände eine im Felde sitzende Strohsaime angezündet hatten, die lichterloh in Flammen stand. Durch Zufall kaun der Haufen nicht in Brand gerathen sein, da derselbe eine Stlecke von der Chaussee ab saß. Offenbach. Sicherem Vernehmen nach hat Land⸗ lags⸗ Abgeordneter Heinzerling von Darmstadt die ihm von der überwiegenden Majorität der biesigen Stadtwer⸗ ordneien noch in den letzten Tagen angetragene Wahl zum Bürgermeister dahier aus Familien-Rücksichten abgelehnt. Darmstadt, 2. Nov. Gestern fand man in der Griesheimer Tanne einen seinen Eltern entlaufenen acht⸗ jährigen Kuaben, der sich kunstgerecht in einen Lapinsbau eingegraben batte. Nach Aussage seiner Eltern hat das boffnungsvolle Bürschchen in den letzten Wochen etwa 18 Tage außerhalb des elterlichen Hauses zugebracht. Dar mstadt, 3. Nov. Heuie findet vor dem Apellbof die vielberedete Verhandlung gegßen Kaufmann Wachter von hier flatt. Graf Ervach ist als Zeuge erschienen. Darmstadt, 1. Nov. Heute wurde eine hier in Diensten siehende Magd in das Hospital verbracht, welche heimlich niedergekommen war und deren neugebornes Kind in dem Speicher des Hauses sodt gefunden wurde. Ge⸗ richtliche Untersuchung ist im Gange.— In der Bleich—⸗ straße fand man beute Morgen die Leiche eines Mannes. Derselbe war während der Nacht auf der Straße verstorben. Gewalithat liegt allem Anschein nach nicht vor. Mainz, 31. Oct. Auf der Strecke Mainz⸗Franksurt gerietb gestern Morgen 8 Uhr 35 Min. ein Wagen 3 Klasse in Brand. Der Zug mußte in Rüsselsheim balten und der brennende Wagen gelöscht und ausrangirt werden. Außer einer kleinen Verspätung batte der Vorfall weiter keine Folgen. Allerlei. Frankfurt, 2. Oct. Gestern Morgen gegen 8 Uhr versuchte ein junger 20jähriger Meusch aus Siegen, der hier zur Zeil wohnbaft ist, durch einen Messerschniit in den Hals, sich das Leben zu nehmen. Als er in Folge des Schnittes Schmerzen gespürt hat, scheint er seine, dem Vernehmen nach, in Folge unglücklicher Liebe gefaßten Selbstmordgedanken aufgegeben zu haben. Denn als er aufgefunden wurde, war er zwar durch den Blutserlust bewußtlos, aber doch nur unerheblich verletzt. Er wurde in das Hospital zum heiligen Geist geschafft, in dessen Pflege er wahrscheinlich in Kurzem von Werthers Leiden genesen wird. Frankfurt. Vergangenen Sonntag fand die Er⸗ öffnung der Cronberger Eisenbahn statt. Während des Winters verkehren täglich vier Züge in jeder Richtung mit direktem Anschluß an die Züge der Homburger Bahn. Frankfurt. Am Samstag Abend wurde in der Näbe des Wasserhofs, zwischen Offenbach und Oberrad, ein junger Mensch von vier anderen angefallen, mißhandelt und ihm schließlich sein Lohn bestehend in 20 fl., abgenommen. Feldkirch. Ein in der Stabikiche befindliches, die Verurtheilung der heiligen Kasharing durch den römischen Kaiser Maxentius derstellendes Gemälde, auf welchem der christenoerfolgende Kaiser unverkennbar die Züge des deut⸗ schen Kaisers Wilhelm und sein neben ihm stehender Raih⸗ gever jene Bismarck's trug, ist nun plötzlich über Nacht auf geheimnißvolle Weise geändert worden. Den Kopf des Kalsers ziert jetzt siall des weißen Backenbartes ein starker rothbrauner Vollbart und dem Fürsten Bismarck ist plötzlich zu seinem Schnurrbart noch ein Knebelbart gewachsen, so daß er jetzt aussieht wie ein Pariser Stutzer. Durch diese Metamorphose wäre die anstößige Portraita⸗ Aehnlichkeii an den Köpfen der römischen Christenver⸗ solger beseitigt. Linz am Rhein. Ein selienes Jubiläum, nämlich das ihres tausendjährigen Bestehens, seiert in diesem Jahre unsere Stadt. Wahrscheinlich ißt ihr Alter ein noch höheres. Urkundlich wird sie jedoch erst im Jahre 874 erwähnt, und zwar unter dem Namen Lyuchoste. Das betreffende Document ist von der Aebtissin Regenberger von Gerres⸗ beim abgefaßt. Es bestätigt die von deren Vater voll⸗ zogene Stiftung des Klosters Gerresheim bei Oüsseldorf und wendet diesem Kloster den Zehnten von Lynoste(Linz) zu, wie der Stifter des Golteshauses zur Bedingung ge— macht halte. Rom. Am 22. v. Mis. erfolgte bei Villa Rosa auf Sicilien ein Zusammentreffen königlicher Truppen mit der von Rinaldi Rocca geführten Räuberbande. Die letztere von Petralia Soprana. Die Banditen ergriffen beim An⸗ griff der ihnen überlegenen Truppen die Flucht. Die Reiter folgten ihnen aber auf den Fersen, machten drei der Räuber, Janni Rosario, Salvatore Belardi und Di Cesare zu Gefangenen und erbeuteten vier Pferde und einige Waffen. Am Morgen des folgenden Tages fand ein neuer Zusammenstoß mit der Bande, welche von Mirabella geführt wird, in der Gegend von Trapani statt, wobei fünf bekannte Räuber, auf welche die Polizei schon lange Zeit vergeblich gefahndet hatte, gefangen genommen wurden. Dies sind die ersten Erfolge, welche durch die zusammengreifenden Maßregeln der Civil⸗ und Militär⸗ behörden der angrenzenden Districte in Sicilien erreicht worden sind. Man gibt sich wohl nicht mit Unrecht der Hoffnung hin, daß auf diese Weise dem Brigantenthum in Sicilien bald ein Ende gemacht werden wird. Glasgow. Der hiesige Sladtrath hat mit 33 gegen 3 Stimmen ein Gesuch um Wiedereinführung der Prügel⸗ strafe an die Regierung zu richten beschlossen, weil es außerdem nicht mehr möglich sei, mit der zunehmenden Rohheit der Bevölkerung fertig zu werden. Die sich mehrenden Raubanfälle, Mißhan lungen von Frauen und der häufige Gebrauch des Messers dei Raufhändeln ver langten eine empfindlichere Ahndung als eine bloße Frei⸗ beitsstrafe. Ein Wort für die Heidenmission. In Nr. 124 Ihres geschätzten Blattes lesen wir unter einem Artikel aus Berlin, der die Bestrebungen der„Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung“ befördern will, folgenden Satz: „Hunderttausende von Thalern verstehen die Missionsgesellschaften alljährlich aus Taschen hervorzulocken, um Kaffern, Hottenkotten und Chinesen zum Christenthum zu bekehren, aber für die Belehrung der den Schulen entwachsenen Deutschen hat man nur an wenigen Orten so viel Interesse, um in angemessener Anzahl sich die einen Jahresbeitrag von min- destens zwei Thalern verlangt“. Abgesehen davon, daß es wenig edel erscheint, wenn man eine an sich ja ganz gute Sache dadurch dem Publikum zu empfehlen sucht, indem man auf andere Be strebungen einen verdächtigenden Blick wirft, gibt jene Bemerkung eine auffallende Unkenntniß über Heidenmission zu erkennen, welche einem gebildeten Journalisten, zu welchen sich der Schreiber jener Zeilen wohl zählen wird, wenig ansteht. Be- kanntlich kommen die Missionsbeiträge aus ganz kleinen Gaben zusammen und wenn man die „hunderttausenden von Thalern“, die die ver- schiedenen Missions-Anstalten wohl in Anspruch nehmen mögen, auf die einzelnen Glieder der evangelisch-deutschen Kirche vertheilen würde, so würde auf den Einzelnen kaum mehr als ein Paar Pfennige kommen, einen Aufwand, welchen sich wohl die Gemeindeglieder der evangelischen Kirche für ideale Zwecke erlauben dürfen, zumal derselbe in gar keinem Verhältniß zu dem Treff- lichen steht, das durch unstre Missionare in den Heidenländern geleistet wird. Vermuthlich wird aber gerade diese letzte Be- hauptung von dem Berliner Correspondenten wie von allen, die solche und ähnliche feindselige Be⸗ merkungen über die Heidenmission mit Wohlgefallen lesen, bestritten werden. Zum Beweise aber, daß in der That durch diese Bemühungen Treffliches und Heilsames geleistet wird, will ich mich auf das Urtheil derer berufen, welche der Lebensan⸗ schauung jenes Artikelschreibers mehr oder weniger nahe stehen. Der bekannte Amerikaner Dr. Stan; ley, welcher sich vor einigen Jahren durch die Auf- suchung des berühmten Missionaren und Afrika- reisenden Livingstane ein großes Verdienst erworben bat, begleitete die englischen Truppen in dem Kriege gegen die Aschantis. Nach dessen Beendigung ver- öffentlichte derselbe ein Buch über diesen Krieg und bekennt hier, daß die ecfolgreiche Arbeit der Basler Missionare auf der Goldküste, obwohl er sich seit⸗ her nicht zu den Verehrern der Missionsthätigkeit habe zählen können, seine volle Anerkennung ja Bewunderuntz hervorgerufen habe. Weiter hat in Folge dieses Krieges die Times, das größte eng- lische Blatt von liberaler Richtung, über dieselbe Arbeit Folgendes berichtet:„In den öftlichen Bezirken der Goldküste besteht eine Schweizermission. Die Missionare, gewöhnlich Deutsche, treten in eine Anstalt in Basel ein und widmen dann ihre anzuschließen, bewegte sich in der Richtung nach Cannitti und stieß dabei auf einen Trupp von Bersaglieri, Carabinieri und Reitern Lebenszeit den Negern. Wunderbar schnell lernen sie in der Sprache der Eingebornen predigen; sie deutschen einer an sich vortrefflich orgamsirten Gesellschast verfassen Wörterbücher, übersetzen die Bibel, er⸗ theilen nicht nur Unterricht in den Elementarfächern, sondern lassen denen, welche es wünschen, sogar, eine europäische Bildung angedeihen. Sie haben auch Laienbrüder, welche als Oekonomen und Hand⸗ werker, z. B. Maurer, Zimmerleute, Schmiede, Schuhmacher u. s. w hiaaus gehen. Die Schul⸗ knaben lernen Hand- und Kopfarbeit; sie gehen von Schulbänken auf die Kaffee- und Tabaks, pflanzungen, oder in ihre Werkstatt. In einem Zimmer kann man einen Jüngling sehen, der in einem griechischen Testament liest, im nächsten einen, der eine Mozart'sche Melodie vom Blatse spielt. Die trefflichen Missionare sind weit ins Innere vorgedrungen und haben ein großes Geblel geographisch erschlossen“. Ja am Ende dieset Krieges hat sich sogar der englische Minister, Graf Derby, veranlaßt gesehen, durch den Ge sandten in Bern der Baseler Missions⸗Anstall ein sehr anerkennendes Schreiben zukommen zu lassen über die namhafte Hilfe, welche im Verlauf dieses Krieges von den Angestellten der Baseler Mission geleistet worden ist.„Dieselben, heißt es bier, lieferten vornehmlich Handwerker, wie Waffen⸗ schmiede, Grobschmiede, Hufschmiede, Zünmerleutt, Schuhmacher und Telegraphisten, und sandten zehn Compagnien Mannschaften ins Feld, welche gute Dienste leisteten und als christliche Soldaten einen auffallenden Gegensatz bildeten zu ihren heidnischen Kameraden.“ Diese Urthbeile lauten nicht nur so günstig über die Arbeiten unsertt Missionare auf der afrikanischen Goldküste, sondem auch über die Leistungen derselben in Ostindien, Niemand kann die englisch-indische Regierung einer fanatischen Begeisterung für die Mission, oder ihre amtlichen Berichte auch nur eines Scheines von Parteilichkeit für vieselben zelhen, Lange hat sie die Misstonsbestrebungen ferngehalten, um nicht zu sagen, verfolgt, langsam hat sie ste zugelassen und dann hartnäckig todtgeschwiegen Darin ist es nun in den letzten Jahren anders geworden und besonders anerkennend spricht sich der nach Beschluß des englischen Unterhauses dem Druck übergebene Bericht der Regierung üben die Mission im Jahre 1871-1872 aus.„Das ganze indische Missionswesen, heißt es hier, ist von so bedeutendem Einfluß auf die Hebung des Volkes, daß irgend eine Mittheilung über indischen Unterricht unvollständig wäre, wenn sie nicht auch auf die Arbeit der Missionare einginge.“„Dit dem Lande seit vielen Jahren verkündete Lehrt des Christenthums hat die ganze Masse der Be/ völkerung stark beeinflußt. Schaaren, die sich nicht als Bekehrte an die Missionare anschließen, zollen dem sittlichen Gehalt ihrer Predigt di höchste Anerkennung. Die vielseitige Belehrung, welche sie ertheilen, hat dem Volk im Ganzen neue Begriffe beigebracht, nicht nur in rein rel giösen Fragen, sondern auch über die Natur des Bösen, die Aufgabe des Gesetzes, die Motive:, nach welchen das menschliche Verhalten sich richten soll. Geschlecht mit einem höheren sittlichen Maßstab vertraut, der nicht nur durch den öffentlichen Unterricht, sondern auch durch die Millionen def über das Land verbreiteten Druckschriften darge“ i boten wird.“ Solchen Urtheilen gegenüber läßt sich kaun noch von einem klar denkenden Menschen die Be hauptung festhalten, daßz durch die Bestrebungel der Missionare nichts Tüchtiges geleistet werde. Nicht besser sieht es aber mit dem anderen Ein wand gegen diese Bemühungen aus, daß maß keine Berechtigung habe in so weiter Ferne in Interesse christlicher Humanität zu wirken, so langt man in der nächsten Nähe noch so vielen schreien⸗ den Nothßände abzuhelfen habe. Es ist ein ganz unbestritttene Erfahrung, daß der Eifer fen die Heidenbekehrung den Eifer für die Abhilst aller sittlichen Nothstände in der nächsten Nabe nicht lahm gelegt, sondern vielmehr geweckt 90% Eine Reihe von Beispielen ließen sich zur Be stätigung dieser Behauptung namhaft machen, Ich will aber zum Schluß nur noch an die fiel schottische Kirche erinnern. Als dieselbe sich it Jahre 1843 durch Austritt aus der schottischeh Unmerklich wird namentlich das jünger! Slot gcc Die rtl hallung 1 biil perolles nachläs tin 6 zuui 1 Lal Der! bierübef Jenigen bet Ziemlich Ftsahrung gewinnung 4 bessert auth lech auch nichl Fellelt e micchig it rüden läf dem Name Folgt des Blallgrüns spiem S baburch a und dabet u Sutgu nich se ei Zufand de anschen, Kan auf dierüͤbet e Unterschiet Samen Slabium sowobl au als auch Neise ita hervor. auch die die Eniw lich der doden de Vegeta maͤndig die Fäh auszugle lommnet dingunge zu bieten sicht, als das Kon durch di selden werden vorzuge ausnehn Uischen von Gf zwischen daß bei Släcken e leanez 1 wache in Bala 7 Staatskirche gebildet hatte, traten auch sämmtliche schottische. Missionare in diese neue Kirche ein. Die freie Kircke hatte in Folge dessen zur Er— haltung der schottischen Mission die höchsten Opfer zu bringen, die sie aber in keinem Augenblick weranlaßt haben, ihre heimischen Interessen zu ver- machlässigen, sondern weit eher erweckt haben, auf einem Gebiet christlicher Wohlthätigkit irgendwie zurück zu bleiben. Landwirthschaftliches. Der richtige Zeitpunkt der Getreideernte. Dierüber sind die Ansichten der Laudwirthe und auch die— lenigen der Autoritäten auf landw. Gebiete sehr verschieden. Ziemlich übereinstimmend hat man beinahe allgemein die efahrung gemacht, daß, wenn das Getreide zur Mehl“ Zewinnung benutzt werden soll, bei frühem Schneiden mehr und besseres d. b. seineres Mebl erzielt wird, das sich Auch leichter verbacken läßt. Freilich darf dieses Schneiden Zuch nicht zu früb erfolgen. Das Korn muß eine solche Fesligkeit erlangt haben, daß es im Innern nicht mehr enilchig ist, sich aber doch noch eiwas mit dem Finger drücken läßt. Man bezeichnet diesen Zustand auch mit dem Namen„Gelbreise“, weil das ganze Getreidcseld, in Folge des Veischwindens oder vielmehr der Umsetzung des Blaligrüns eine gelbe Farbe angenommen hat. dpätem Schneiden findet auch sehr häufig ein Verlust noch mund daber reifsten Samenkörner ausfallen. Korn auf dem Halme bart werden lasse. Bei zu dadurch falt, daß gerade die am vollkommensten en wickelten Bezüglich des zu Saatgut bestimmien Getreides sind die Ansichten noch nicht so einig. Wäbrend viele Landwirthe auch hier den Zustand der Gelbreife als den zum Schneiden geeigneisten ansehen, wollen Andere dagegen wieder, daß man das Bei vielsach wierüber ausgeführten Keimungsversuchen hat sich ein Anterschied zwischen vollreif und nicht vollreif gewordenem Samen allerdings ergeben. Getteideköener, in dem Sladium der Milch-, Gelb- und Vollreife geerntet, wurden lowohl auf leichtern, sebr reichen, humosen Gartenboden als auch auf armen Sandboden gesäet. Der Einfluß der Reise trat bei dem mageren Sandboden am schärssten hervor. Je reifer die Samen waren, um so größer war Auch die Anzayl der gekeimten Körner, um so keäftiger die Entwickelung der Pflanzen und um so höher schließ— lich der Ertrag. Auf dem reichen, gutgedüngten Garten— boden dagegen war ein Unterschied nur in der ersten Vegetationsperiode wahrzunehmen; später wurde er voll⸗ Rändig verwischtl. Es scheint demnach, daß gute Düngung die Fähigkeit hat, etwaige Ungleichhein des Saatgutes auszugleichen und daß man das Saaigetreide um so voll— kommnet ausreifen lassen soll, je weniger günstige Be⸗ dingungen in Bezug auf Nährstoffreichthum ꝛc. man ihm zu bieten vermag. Vielsach begegnet man noch der An— 1 ssicht, als ob durch das Vollreifwerdenlassen auf dem Halme 4 sselden gebt hervor, das Korn glasig werde. Diese Ansicht wurde besonders Durch die Untersuchungen Nowack's widerlegt. Aus den— daß die Bedingungen zum Glasig— werden schon weit früher vorbanden sein müssen und vorzugsweise in dem Vorhandensein größerer Mengen leicht aufnehmbarer Stickstoffnahrung uns in besondern klima— nischen und Bodenverhältnissen, sofern sie die Bildung won Eiweiß begünstigen, bestehen, da der Unterschied tzwischen den glasigen und mehligen Körnern darin besleht, daß bei erstern die Zwischenräume zwischen den einzelnen Stärkemehlkörnchen mit Proteknstoffen, vei letztern aber mit Luft gefüllt find. Es ist deßbalh auch leicht beareif⸗ lich, daß der absolute Protekugehalt der glasigen Körner ein bedeutend höherer ist, als derjenige der mehligen. Da man diesen Zufand des Getreidekorns erst nach dem Aus, trocknen desselben erkennen kann, so mag dies zur oben erwähnten Ansicht Veranlassung gegeben haben. Verloosungen. Meininger 7 fl.⸗Loose. Am 2. November ge⸗ zogene Serien: Nr. 634 721 1509 1584 2653 3376 3584 4782 5178 5551 5656 5685 6139 6866 6930 7384 7560 8205 9466 9800. Bra unschweigische 20 Thlr.⸗Loose. Braun- schweig, 2. Nov. Gezogene Serlen: 14 149 291 628 765 967 1001 1040 1217 1281 1473 1534 1579 1585 897 2117 2279 2324 2491 2517 2690 2787 3251 3286 3441 3629 4279 4437 4718 4779 5003 5619 5681 5840 5943 6034 6117 6153 6387 6453 6704 6758 6830 6919 6947 7082 7176 7177 7242 7274 7311 7398 7461 7544 7571 7694 7717 7737 7969 8440 8529 8855 9053 9573 9614 9720 9783 9853. Oldenburger 40 Thlr. ⸗Loose. Oldenburg, 2. November. Nr. 4691 10,000 Thlr., Nr. 52714 1000 Thlr., Nr. 25904, 34063 und 53805 je 250 Thlr.; Nr. 164 19390 27426 94269 und 113895 je 100 Thlr.; Nr. 15603 19859 42473 44569 62179 62779 79542 106087 110478 und 111806 je 60 Thlr.; Nr. 22 1445 3475 4757 6804 6918 10553 12077 14451 16083 16448 18903 19860 20324 20350 24384 26233 27945 28925 Erbsen 14 bis Hafer 108— 11 fl., Koblsamen 16 ½ fl., Rübst 38 fl. 17 fl., Wicken 11 fl., Linsen 14—19 fl., Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo. Frankfurt, 2. Nov. Der heutige Viebmarkt war gut befahren, doch ließ die Qualität des Viehes manches zu wünschen übrig. Angetrieben waren: 400 Ochsen, 280 Kübe, 300 Kälber une 600 Hämmel. Die Preise flellten sich: Ochsen 1. Qual. 40 fl., 2. Qual. 35—36 fl., Kühe 1. Qual. 34 fl., 2. Qual. 30 fl., Kälber 32. Hämmel 32 fl. per Ctr. Schweine im Durchschnitt das Pfund 21 kr. Mainz, 3. Nov. Productenmarkt. Waizen per Nov. 11 fl. 35 kr., per März 19 M. 10., per Mai 19 M. 10. Korn per Nov. 9 fl. 55 kr., per März 15 M. 50., per Mai 15 M. 40. Hafer per Nov. 10 fl. 45 kr., per März 18 M. 45., per Mai 18 M. 40. Rüböl per Nov.— fl. — ke., per Mai 31 M. 25. Raps per April 29 M. 10. D. Frankfurt a. M., 3. Nov. Die Haltung des beutigen Börsenverkehrs war, obwohl nicht matt, so doch dei Weitem weniger zuversichtlich als in den letzten Tagen; die sich nach jeder irgend beträchtlichen Steigerung der Course einstellende Realisationslust, sowie die wenig sym⸗ patyische Haltung Berlins, dürften als die Motiv⸗ zu be⸗ zeichnen sein, welche der Zurückgaltung zu Grunde liegen. Von den internationalen Speculalionspapieren behaupteten Credilactien die erste Stelle im Verkehr, dieselben bewegten sich zwischen 246—45½—46/—46—46¼— 46 ½. Staats⸗ bahnactien 322½— 22½— 23— 22. Lombarden 144½ 29325 33672 36657 37143 39724 39846 40787 41163 41957 43125 43465 43989 50037 52468 52596 53281 53997 57698 59526 59943 61677 63182 64003 66836 67112 65259 69243 69979 74620 75329 77984 78625 86773 102071 102409 102621 103601 104070 104081 104091 104362 10769 1068 14 111201111310 113535 114364 117943 118122 118424 und 119506 je 40 Thlr. Wien, 2. Nov. Bei der Gewinnziehung der öster⸗ reichischeu 1860er Loose fielen der Hauptgewinn von 300,000 fl. auf Serie 4903 Nr. 165 50,000 fl. auf S. 19667 Nr. 10; 25,009 fl. auf S. 11072 Nr. 15; je 10,000 fl. auf S. 17186 Nr. 7 und S. 19609 Nr. 2; je 5000 fl: S. 263 Nr. 7, S. 1071 Nr. 6, S. 3975 Nr. 3, S. 5449 Nr. 18, S. 5915 Nr. 18 S. 840 Nr. 5 und Nr. 18, S. 10024 Nr. 14, S. 10808 Nr. 18, S. 14611 Nr. 1, S. 19044 Nr. 8, S. 19311 Nr. 3, S. 196)9 Nr. 15 und S. 19971 Nr. 2 und Nr. 15; je 1000 fl.: S. 887 Nr. 20, S. 1370 Nr. 11, S. 1594 Nr. 159, S. 1617 Nr. 15, S. 1893 Nr. 2, S 2865 Nr. 17, S. 3737 Nr. 8, S. 4903 Nr. 1, S. 5145 Nr. 10, S. 5270 Nr. 12, S. 5558 Nr. 15, S. 5915 Nr. 20, S. 6018 Nr. 13, S. 8578 Nr. 2. 6 und Nr. 19, S. 8665 Nr. 2, S. 8737 Nr. 3, S. 9875 Nr. 1, S. 10171 Nr. 7, S. 11050 Nr. 7, S. 11072 Nr. 6 und Nr. 16, S. 11098 Nr. 5, S. 12250 Nr. 18, S. 12395 Nr. 16, S. 13733 Nr. 3, S. 15119 Nr. 20, S. 15970 Nr. 1, S. 17230 Nr. 14. Handel und Verkehr. Friedberg, 4. Nov. Waizen 12 fl. 10 k.; Korn 10 fl. 45 kr.; Gerste 10 fl. 50 kr.; Hafer 9 fl. 35 kr. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilz. Frankfurt, 2. Nov. Fruchibericht. Mehl Nr. 1 24½ fl., Nr. 2 22½ fl., Nr. 3 18 fl., Nr. 4 17 fl., Nr. 5 14 fl., Roggenmehl/(Berliner Marke) 16½ fl. do. II.(Berliner Marke) 12½ fl. Waizen effectiv hiesiger 12⅜ fl., Korn 10¾—11½ fl., Gerste 10%— 11 ½ fl., bis 143½. Auf dem Eisenbahnmarkse war das Geschäft heule etwas ruhiger, es vollzog sich auf diesem Gediete eine Art von Ausgleichung, indem einzelne rapid gestiegene Werthe etwas abgeben mußten. Böhmen und Norowest je fl. 2, Elisabelh fl. 3 und Franz Joseph fl. 1 niedriger. Galizier behauptet. Von Fonds waren Oesterr. Silber⸗ rene und Ungarische Schatzbons sehr beliebt und höher, Banken faft durchweg niederer; es verloren Brüsseler Bank 1%, Deutsche Effectnbank ½%, Deuische Vereinsbank 2%,, Bankoerein 1½. Oesierr.⸗Deutsche Bank 1% Württemb. Vereinsbank ½% und Bayr. Wechslerbank 30%. Von Looscpapieren, Ungarloose unverändert, 1860er eiwas matter, 185er sest. Von Prioritäten Schweiz«rische Central, Nordost und Berner Jura fest. Geld⸗Cours. Franksurt am 3. November 1874. Pistolen fl. 9 40—42 Holländische fl. 10⸗Stücke. 8 Ducaten. 8„ 5 36—38 Ducaten al mareo.„ 5 20-Frankenstücke„ 9 29½—30½ Englische Sovereigns„ 11 56358 Russische Imperiales.„ 9 47-49 Dollars in Gold.„3235 11ͥͥ ͥů'C. Acht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. Johann Matia Farina in Cöln. Mobiliar ⸗Versteigerung. 3273 Freitag den 6. November d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen die Mobiliar-Gegenstände der Heinrich Jacob Hahns Eheleute von Weckesheim, als: 1 voll⸗ sständiger Pflug, 1 Egge, 1 einspänniges Pferdegeschirr, 1 runder Tisch, 6 Stühle, 1 Kommode, 1 Kleiderschrank, 1 Sopha, 2 vollständige Betten, verschiedene Manns⸗ mund Frauenklelder, verschledenes Weißzeug, mehrere Stücke flächsenes Tuch, verschledenes Zinn und Porzellan, 1 Taschen⸗ und Wanduhr und sonstige Hausgeräth⸗ schaften, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Weckesheim den 30. October 1874. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Weckes heim. Hilger. 3197 Eine feine Lebens-Versicherungs⸗Gesell⸗ sschaft sucht 5 Agenten zunter sehr günstigen Bedingungen. Franco Offerten sub Z. 63076 richte manan die Annoncen⸗Expeditlon von Haasenstein 8 Vogler in Fraukfurt a. M. Eine vollständige Wohnung 23259 nebst Laden, beste Lage auf der Kaiserstraße, ist tpis zum 1. Februar 1875 zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 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November, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Gemeindehause zu Griedel nachfolgende Arbeiten einer offentlichen Versteigerung ausgesetzt werden: 1) Brechen von Steinen in den Griedeler Steinbrüchen, lt. Kostenüberschlag 90 Mark. 2) Anfahren derselben 1„ 3) Aufsetzen derselben 18 360 340 Zerschlagen derselben 5) Neinhalten der Vieinalwege u. s. w. Gambach am 2. November 1874. Schneider, 7 * „ Kalender pro 1875. Daheimkalender 54 kr. Familienkalender 18„ Nieritz Volkskalender 36„ Spinnstube 48„ Illustrirter Hess. Volkskalender mit Stahlstichprämie 24„ Einsiedler-Kalender 122„ Der Leuchtthurm. Kath. Kalender. 9„ Lahrer Hinkende Bote 10„ Hessischer Hausfreund 88 Gustav⸗Adolf-Kalender 8„ Landkalender 233 * durchschossen 6„ Friedberg. Carl Bindernagel. zu sehr billigen Preisen bel Beziriks-Bauaufseher. Corseten K. Friedrich. 7———...—7ß«—5ĩs᷑—ꝝ—᷑—tʃ Carl Bindernagel's Annoncen-Erpedition. 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