4 Gese f Usdaft. abrt N VVogA 2 * ra 3. Sept Au. 18. burg.& Antes 5 anti Hamburg —. * der zen det Adlers —— hinen ö Darumsta * eendeiltt. 6 N 1 1 ue 40 gestet i cob Euacl- 9 Vt. NI. N arts 42 1 10 gn Couß 1874. Dienstag den 4. August. M91. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für die Monate August und September tann auf den„Obechessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. — Amtlicher Theil. Betreffend: Beurlaubungen von Militär während der Erndtezeit. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Mit Rücksicht auf den wä Innern veranlaßt gesehen, dem Commando der Großherzoglichen 25. Division den Wuns der betreffenden Gemeindebehörden Beurlaubungen für die Erndtezeit eintreten zu lassen. Nach uns zugekommener suchen bis zum Beginn des Regiments-Exercirens stattgegeben worden. Betreffend: Die Schulversäumnisse vom 2. Quartal 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Schulvorstände des Kreises. Friedberg am 3. August 1874. hrend der Erndtezeit besonders fühlbaren Mangel an Arbeitskräften bat sich Großherzogliches Ministerium des ch auszudrücken die Truppenführer zu ermächtigen, auf Antrag, Entschließung Großberzoglichen Ministeriums des Innern vom 29. d. M. zur Nr. M. d. J. 8201 ist diesem An⸗ Sie wollen vorkommenden Falles biernach verfahren. Trapp. Friedberg am 31. Juli 1874. Diejenigen von Ihnen, welche mit Einsendung der rubricirten Verzeichnisse noch im Rückstande sind, werden an baldige Erledigung erinnert. — Ter a p p. Deutsches Reich. Berlin. 31. Juli. Eine gestern Abend hier einen Berliner Verein der Centrumspartei behufs festerer politischer Vereinigung der Katholiken nach erfolgter Schließung der Katholiken-Vereine. Das Statut wurde einstimmig und en bloc angenommen, auch von dem mitanwesenden social-demokratischen Führer Hasselmann. — Dem„Staatsanzeiger“ zufolge hat das Dber⸗Tribunal die Beschlüsse des Kreisgerichts und des Appellations⸗ Gerichts in Paderborn in Betreff der für den Bischof von Paderborn Sei— ens Dritter gezahlten Geldstrafen aufgehoben and entschitden, daß Geldstrafen nur durch Zah⸗ ung Seitens der Bestrasten selber getiigt wer— ven.— Die Rathskammer des hiesigen Stadt- zerichts hat die vorläufige Schließung der hiesigen atholischen Vereine genehmigt. — Der Kaiser hat als Beitrag zu den Kosten ür Reorganisation der Provinzial Gewerb⸗Schule iu Saarbrücken aus dem Dispositions-Fonds die Summe von 10,000 Thlr. angewiesen und zwar in Anerkennung der Haltung und Leistungen Saarbrückens und St. Johanns in den Kriegs- Jahren 1870/71“. — 1. August. In der heutigen Verhandlung egen die Reichstags Abgeordneten Hasselmann, Hasenclever und Reimer wegen Vergehens gegen L 16 des Vereins- Gesetzes, begangen durch die beitung von Versammlungen des vorläufig ge⸗ smlossenen allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins, wurde Hasencltver zu einmonatlichem Gefängniß terurtheilt, während die übrigen Angeklagten beide ßieigesprochen wurden. Kiel. Die„Kieler Zeitung“ ersährt aus guter Quelle, daß vorläufig nur die Kanonen-⸗ Toote„Nautilus“ und„Albatros“ zum Kreuzen an der spanischen Nordküste bestimmt sind. Hannover. Der ausgewiesene Seminar Jriester Sievers war, unmittelbar nachdem ihn der geltitende Gendarm in Northeim abgesetzt hatte, auf seine usurpirte Parrstelle Seulingen zurückge- schrt, hielt den Sonntags Gottesdienst ab, sagte denn aber seiner Gemeinde Lebewohl und fügte Inzu, er werde nicht wiederkommen, weil der Beschof(von Hildesheim) es so wolle. Inzwischen hatte die Polizei bereits nach dem jungen Priester sucht und traf ihn in Göttigen, wo er vom stattgehabte Katholiken-⸗Versammlung constltuirte Polizei-Commissär dem Kronanwalt zugeführt und dann in Haft genommen wurde. 0 Regensburg. Im„Goldenen Kreuz“ zu Regensburg, wo Kaiser Wilhelm schon mehrfach übernachtet, ist Quartier für denselben auf den 7. und 8. August bestellt. Es ist nur deswegen bemerkenswerth, als daraus hervorgeht, daß ein wiederholtes Zusammentreffen mit dem König Ludwig auf der Rückreise von Gastein aufgegeben sein muß. Carlsruhe. In Folge Anordnung des Bezirks⸗Amtes in Stockach wurden am 26. d. ein Buchbinder-Geselle, Namens Hügle, von Orsingen wegen einer Aeußerung über das Attentat auf den Reichskanzler rerhaftet. Derselbe hatte gesagt: „Es sei nur zu bedauern, daß Bismarck nicht recht getroffen worden sei; wenn er(Hügle) in seine Nähe kommen würde, so würde er ihn todt— schießen.“ S Nach dem neuesten Gesetzblatt tritt die vom letzten Landtag beschlossene Städte-Ordnung mit dem 1. Januar 1875 in Kraft. Ausland. Frankreich. Paris. Nach einem hiesigen Telegramm der„K. Z.“ war der deutsche Bot- schafter Fürst Hohenlohe am 27. d. bei dem Herzog v. Decazes. Der Botschafter theilte dem Minister mit, er wisse, daß, falls Frankreich keine ernstlichen Maßregeln gegen die Carlisten ergreife, Deutschland Kriegsschiffe in die nordspanischen Ge— wässer senden werde. Der Fürst fügte hinzu, er mache diese Mittheilung, ohne dazu Befehl erhalten zu haben, und in durchaus nichtamtlicher Weise. Er könne Frankreich natürlich keinen Rath ertheilen: er habe es jedoch für seine Pflicht gehalten, dem Minister des Auswärtigen vertraulich mitzutheilen, daß man in Berlin entschlossen sei, Maßregeln gegen die Carlisten zu ergreifen. — Es wird versichert, die französische Regler- ung habe das spanische Gouvernement benach- richtigt, daß sie dasselbe anerkennen würde, wenn die nördlichen Provinzen bezüglich dieser Frage ihr Einverständniß zu erkennen gegeben hätten. — Die Prorogations-Kommission wird den 6. August als Termin für die Vertagung der Nationalversammlung, den 30. November als den Tag des Wiederzusammentritts in Vorschlag bringen. 0 — Die„Agence Havas“ meldet: Das Ge⸗ rücht von einer energischen Note der spanischen Regierung ist unbegründet. Der Verkehr zwi⸗ schen der diesseitigen und der spanischen Regietung hatte immer einen freundschaftlichen Charakter. Frankreich hat die Carlisten in keiner Weise be— günstigt, vielmehr alle Maßregeln getroffen, um die Grenze nach Möglichkeit zu bewachen. Um dies vollständig thun zu können, würde es eines Armee-Corps bedürfen. Bezüglich der Anerken- nung der spanischen Regierung ist Frankreich ge⸗ neigt, sich den anderen Mächten anzuschließen. Versallles, 30. Juli. Die National- versammlung nahm den Antrag auf Vertagung der Sitzungen der Generalräthe an. Morgen wird der Antrag auf Vertagung der National- versammlung discutirt werden. Gambetta und Jules Simon haben sich zum Wort gemeldet. — 31. Juli. Die Nationalversammlung hat mit großer Majorität den Entwurf, wonach die Ferien vom 6. August bis zum 30. November dauern werden, genehmigt, die Amendements der Linken, welche die Aufhebung des Belagerungs⸗ Zustandes bezweckten, indeß verworfen. Belgien. Brüssel. Der Kaiser von Rußland hat eigenhändig an den Prasidenten der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika geschrieben, um denselben zu veranlassen, seinen Beschluß be- züglich der Beschickung des kriegsrechtlichen Con- gresses zu ändern; Grant beharrt aber auf feiner Weigerung. Spanien. Madrid. In der Provinz Asturten hat ein zweistündiges Gefecht statt⸗ gefunden, in welchem der Carlisten-Führer Faes und mehrere Carlisten gefallen sind. — 1. August. Castelar hat sich in Alicante nach Marseille eingeschifft. Italien. Rom. Die Sicherheitszustände in Sicilien nebmen die Aufmerksamkeit der Presse in hohem Grade in Auspruch. Fast jeden Tag treffen die peinlichsten Nachrichten ein, und es wird dort offenbar täglich schlimmer. Nun ist auch die Provinz Catania, bisher davon verschont, vom Brigantaggio beimgesucht. In der Provinz Palermo kam neuerlich eine Reihe von Erpressungen vor, und es werden Personen, die gegen die Rauber Zeugniß abgelegt, auf offener Straße nledergestochen. Seit dem Weggange des Generals Mediei hat sich die Lage noch entschieden ver⸗ schlimmert, obschon ihm gerade Jene Hindernisse bereiteten, die ihn zu unterstützen berufen waren. Die Herren im Ministerium scheinen nicht mehr zu wissen, was anfangen. — Die„Opinione“ billigt die Absicht der deulschen Regierung, ein Geschwader nach den spanischen Küsten zu senden; das Blatt will wissen, daß auch andere Großmächte über die Sendung von Geschwadern dorthin zum Schutze ihrer resp. Landes-Angehörigen unterhandelten. — Die Curie beschloß, die Diöcesen Straßburg und Metz der Jurisdiction des Metropoliten von Besangon zu entziehen und unter die directe Juris- diction der Curie zu stellen. Türkei. Konstantinopel. Kabuli Pascha ist zum Handels Minister und an seine Stelle Kadri Bey zum Stadt-Präfecten ernannt. Serbien. Carlowitz. Der serbische Kirchen Congreß hat in der Neuwahl den ru⸗ mänischen Metropolitan Ivacskovics mit 56 von 63 Stimmen zum Patriarchen gewählt. Amerika. New⸗ANork. Die Unruhen der Indianer Stämme in den westlichen Territorien haben sich noch nicht gelegt. Von den vier bervor⸗ ragendsten Stämmen, den Kiowas, Cheyennes, Comanches und Apaches, sind die drei ersten auf den Kriegspfad begriffen; sie machen räuberische Einfälle in das Land zwischen Missouri und Mississippi, morden Schäfer und Farmer und treiben Rosse und Rinder weg mit außerordentlicher Schnelligkeit. Aus ihrem energischen Vorgehen glaubt man auf einen allgemeinen Indianer- Aufstand sich gefaßt halten zu müssen, eine nicht angenehme Aussicht, auch wenn man nur die bloßen Kosten der Unter- drückung in's Auge saßt. — Die öffentliche Schuld der Vereinigten Staaten hat sich im Monat Juli um 1,283,000 Doll. vermindert. Im Schatze befanden sich beute 7,111,000 Doll. in Gold und 16,913,000 Doll. in Papier. Aus Stadt und Land. : Klein⸗Karben. Es gibt wohl wenig Menschen, die nicht gern dem Gesang unserer Singvögel im Walde oder in unseren Garten lauschen. Somit sollie auch Jedermann darauf bedacht sein, die Thierchen auf jede Weise zu hegen und zu pflegen, zumal unsere Wälder nur klein ind. Um so empörender ist es, wenn man hier mit ansehen muß, wie Fremde, die sich in unseter Nachbar⸗ schaft aufhalten, im Walde umhergehen, die jungen Vögel aus den Nestern nebmen und die Alten fangen und zwar mit einer solchen Ungenirtheit, daß es unbegreiflich ist, warum diesem Unfug nicht schon lange ein Ziel gesetzt wurde. Lauterbach, 31. Juli. Heute wurden auf Ver⸗ fügung Großh. Justizministeriums Assessor Stammler und Landgerichtsdiener Simon wieder in ihrem Dienst beim hiesigen Landgerichte eingewiesen. Diese Thatsache ist in hohem Grade geeignet, das Lob über die ausgezeichnete Handhabung des Rechtes im Staate Hessen zu erhöhen. Darmstadt, 28. Juli. Die imaginäre Linie, welche im Innern die Mitte des Gewehrlaufs bezeichnet, nennt man bekanntlich die Seelenachse. Ein Kriegsmann, der Geld brauchte, schrieb kürzlich seinen Eltern nach Hause: „Schickt mir Geld, ich habe dem Aerar einen großen Ver⸗ lust zu ersetzen, ich habe die Seelenachse meines Gewehrs verloren. Ich brauche mindestens 2 Thaler, um eine neue anzuschafsen.“ Leider schickten die Eltern das Geld an den Feldwebel, wodurch der Schwindel an den Tag kam. Darmstadt. Die Rachenbräune tritt unter den Kindern seit einigen Tagen sehr heftig auf und verlangt vielfache Opfer. Darmstadt, 31. Juli. Wie wir hören, haben gestern etwa 500 Personen die im Polytechnikum zur Ausstellung gebrachten graphischen Arbeiten besucht. Darmstadt, 31. Juli. Gestern Nachmittag stürzte in der Kirchstraße eine mit Fensterputzen beschäftigte Frau aus nicht unbedeutender Höhe auf das Straßenpflaster. Die Unglückliche soll sehr erhebliche Verletzungen davon getragen haben. Bessungen. Mit 8 gegen 5 Stimmen beschloß der Gemeinderath die Einführung der Städte⸗Ordnung und hat somit dem Wunsche des intelligenten Theils der Be⸗ völkerung entsprochen. Pfungstadt, 30. Juli. Gestern gerieth in dem Hildebrandt'schen Etablissement ein Arbeiter in ein Trieb⸗ werk und wurde so schwer verletzt, daß er nach Darmstadt in das Spital verbracht werden mußte. Worms. Der landwirthschaftl. Verein unserer Pro⸗ vinz wird dieses Jahr elwa 800 fl. zur Förderung des Weinbaues und 500 fl. für Unterstützung der Rindvieh⸗ Zucht verwenden. Allerlei. Frankfurt, 31. Juli. Heute Vormittag um 10 Uhr fand auf dem hiesigen israelilischen Friedhofe die Beerdig⸗ ung des in Wien verstorbenen Baron Anselm v. Roth⸗ schild statt. Seinem Wunsche gemäß wurde er an der Seite seiner vorausgegangenen Gattin beigesetzt. Seinem Sarge folgten außer den Söhnen des Verblichenen die Mitglieder des Hauses Rothschild in Paris, London und Frankfurt. Die Beerdigung fand nach dem ganz strengen jüdischen Ritus statt. Die Grabrede hielt der Rabbiner der orthodoxen jüdischen Gemeinde, Hr. Dr. Hirsch. Da die Stunde des Begräbnisses nicht bekannt war, so war nur eine mäßige Anzahl Leidtragender zugegen. Frankfurt. Von hier wird eine Köchin aus Gießen mit Namen Aug. Marg. Schneider steckbrieflich verfolgt, welche dieser Tage mittelst Schriftfälschung einen Betrag von nicht weniger als 4800 fl. sich widerrechtlich ange⸗ eignet und hierauf mit itzrem achtjährigen Jungen das Weite gesucht hat. Wiesbaden, 31. Juli. Der in Mainz verhaftete französische Pfarrer Louis Augustin wurde heute in das hiesige Kreisgerichts⸗Gefängniß eingeliefert, und um 3 Uhr erfolgte seine Vernehmung vor dem Staatsanwalt unter Assistenz eines Dollmetschers. Augustin ist 32 Jahre alt, ein geborener Franzose und Pfarrer einer größeren Ge⸗ meinde in Frankreich. Bei seinem Verhöre blieb er im Wesentlichen bei seinen in Mainz gemachten Angaben stehen und behauptete beharrlich, bei der Unterredung auf dem Schiff nur von der Annexion des Nassauer Landes, wie sie durch Preußen erfolgt sei, gesprochen zu baben. Das Verhör dauerte über eine Stunde; nach demselben brachte ihn der Gerichtsdiener in das Gefängniß zurück. Würzburg, 30. Juli. Während des gestrigen Ge⸗ witters um 8% Uhr konnte man am nördlichen Himmel eine prächtige Erscheinung beobachten. Eine weißglänzende Kugel senkte sich von SO. nach NW. unter feurigem Garbenregen herab und verschwand nach ungefähr 1½ Sekunden am Horizonte. Dem Metor folgte alsbald ein gewöhnlicher Blitzschlag. Gera. Man schreibt von hier unter'm W. Juli: Heute Nachmittag wurde das seit Wochen vermißte Kind des Rittergutsbesitzers Schlick in Zwötzen vei Gera in einer auf dem Hofe Schlick's befindlichen Jauchengrube gefunden. Frankenberg, 29. Juli. Ein beklagenswerther Un⸗ glücksfall ereignete sich gestern in unsetem Kreisorte Willers dorf. Ein dortiger Landwirth war in Gesellschaft seines siebenjährigen Knaben auf das Kornfeld gegangen, woselbst der Vater, den Jungen sich selbst überlassend, eifrig an das Kornmähen sich begab. Plötzlich, in voller Thätigkeit, als der Arm bereits zum Streich ausgeholt, bemerkte derselbe vor sich in dem Korne liegend einen schwarzen Gegenstand, den seine Sense bereits berührt. Ein forschender Blick, ein lauter Schreckensschret, es ist sein eigener Sohn, der hier ein Ruheplätzchen gesucht und eingeschlafen war, jetzt bewußtlos mit Blut bedeckt vor dem Vater lug. An das nächste Wasser getragen und gehörig abgewaschen, kehrte zwar die Besinnung des Knaben bald zurück, doch unter den grimmigsten Schmerzen grümmte sich der unglückliche Kleine. Bei der ärztlichen Untersuchung hierselbst ergab sich, daß der rechte Augenwinkel und das Augenlied be⸗ deutend verletzt, glücklicherweise aber der Augenapfel unver⸗ sehrt ist. Also immerhin noch großes Glück im Unglück. Hildesheim. Im Garten des Restaurateurs Schmidt hat sich auf einem Apfelbaum ein Kanarienvogelpärchen eingefunden, daselbst auch ein Nestchen gebaut, worin das Weibchen jetzt über fünf Eiern brütet, während das Männchen durch schmetternden Gesang ihm die Lange⸗ weile vertreibt. Daß Kanarienvögel ihren Besitzern ent— fliehen, kommt nicht selten vor, daß aber solche Vögelchen hier im Freien nisten und brüten, dürfte wohl auf Rech⸗ nung der anhaltenden tropischen Hitze zu setzen und zu den Seltenheiten zu zählen sein. Göttingen, 24. Juli. Von hier wird der„Tri⸗ büne“ ein entsetzliches Unglück gemeldet. Ein Wagen mit zwei Insassen, einem Herrn und einer Dame, kam heute Morgen führerlos über die Wernderstraße dahergebraust. Vergeblich machte der Herr krampfhafte Anstrengungen, die an der Erde schleifenden Zügel zu ergreifen. Kurz vor dem Markiplatze machten die Pferde eine unvorhergesehene Schwenkung auf die mit einem eisernen Gitter umgebene städtische Fontaine zu. Gräßlich war das Trauerspiel, das sich hier schneller, als die Feder es zu schildern vermag, abspielte. Ein surchtbarer Anprall des Wagens gegen das Geländer, ein markdurchdringender Schrei, zwei hoch über die Pferde weggeschleuderte Gestalten, und geschehen war das Schreckliche: mit an der Einfassungsmauer zer⸗ schmetiertem Schädel lag der Herr als Leiche in der Fon⸗ taine, während die Dame so unglücklich auf das Gitter geschleudert wurde, daß ihr eine Spitze desselben durch den ganzen Körper gedrungen war. Glücklicherweise gab die Unglückliche, jedenfalls unter furchtbaren Leiden ihren Geist auf. Kurz nachher hinkte der vom Bock geworfene Kutscher heran und es gelang ihm, die wild gewordenen Pferde zu besänftigen. Die beiden Unglücklichen waren Fremde und konnte auch der Kutscher keine nähere Auskunft geben. Es liegt die Vermuthung nahe, daß es ein auf der Hoch⸗ zeitsreise befindliches junges Ehepaar war. Marseille. In der Nacht vom 26. auf den 27. Juli wurde hier wieder ein teleskopischer Komet im Sternbilde des Drachen entdeckt, der sich ziemlich rasch gegen den Kleinen Bären hin bewegt. Es ist dies bereits der 4. Komet, der in diesem Jahre aufgefunden wurde. Verloosungen. ApCt. Pfandbriefe der Nassauischen Lan⸗ desvank. Ziehung vom 17. Juni 1874.— Heimzahlung am 1. November 1874. Serie I. und II. Lit. A. Nr. 11 94 100 89 282 350 513 41 73 615 805 46 95 962 71 81 1093 159 216 31 42 67 397 408.— B. Nr. 31 117 219 51 76 361 436 49 97 568 90 601 2 67.— C. Nr. 3 40 100 332 36 412 50 91 613 57 69 78 83 738 94.— D. Nr. 12 14 177. Serie III. Lit. 4. Nr. 32 100 46 254 302 422 30 61 89 528 94 687 820 963 1122 221 74 332 99 440 503.— B. Nr. 4 56 116 211 370 76 425 518 623 73 782 814 39 936 1033 29 84 102.— C. Nr. 111 60 212 333 428 67 557.— D. Nr. 47 125 54 249 324. Wien, 1. Aug. Bei ber heutigen Serienziebung der 1860er Loose wurden gezogen: 263 806 887 1071 1088 1370 1394 1451 1594 1647 1893 2386 2865 2875 3399 3585 3707 3975 4011 4284 4379 4388 4407 4903 5145 5268 5270 5282 5449 5558 5915 6002 6018 7103 8440 8578 8665 8737 9208 9269 9572 9577 9675 10024 10171 10578 10808 11050 11072 11098 11154 11485 11727 12250 12375 12395 13276 13733 13774 13803 14611 15004 15119 15926 15970 16859 17186 17230 17677 18069 18335 18685 18686 18959 19034 19341 19609 19667 19855 19971. Meininger 7 fl.⸗Loose. Gewinnziehung am 1. Aug. Hauptpreise: Serie 3126 Nr. 45 45,000 fl., S. 5025 Nr. 2 3000 fl., S. 4110 Nr. 32, S. 8619 Nr. 29, S. 8710 Nr. 38 je 500 fl. Die Wetter- Propheten im CThierreich. Es ist eine allbekannte Erfahrung, daß die Organisation einer Menge Thiere mit den Witter⸗ ungsverhältnissen gewissermassen in einem Konnex stehe, und so wenig wir eine Erklärung dafür finden, so sind doch die derart gemachten Wahr- nehmungen alle Zeit zutreffend. So ist z. B. gutes Wetter zu erwarten, wenn bei Regenwetter die Eulen schreien, Lerchen und Rothkelchen hoch fliegen und viel singen, Nachtigallen bis gegen Morgen flöten, Weiher, Reiher und Rohrdommeln mit lautem Geschrei fliegen, Kibize hoch steigen und laut schreien. Der Bosheit und dem Neid der finstern Eule wär ein solches Benehmen schon zuzutrauen, während ebenfalls die sich aussprechende Freude der lieben Lerche, der Nachtigall und des Rothkelchens erklärlich erscheint; aus welchem Grunde aber Weiher, Reiher, Rohrdommel und Kibize ihren Unwillen über zu erwartenden Sonnen- schein ausdrücken, darüber fehlt uns Verständniß und Deutung. Aber auch die Fledermäuse üben in gleicher Weise das Prophetenamt, indem sie Morgens früher und Abends später fliegen, wenn ihre feine Wahrnehmung gutes Wetter verheißt; die Johanniswürmer leuchten heller— eine Er⸗ scheinung, die gleich unsichtbaren Sonnen- und Mondfinsternissen sich auf bestimmte Gegenden beschränkt.— Die Laubfrösche nehmen hohe Plätze ein, Hornisse und Wespen bören nicht auf, bis spät Abends noch ihre Luftpromenaden zu machen, während der Blutegel ruhig und träge am Boden seines Wassergefässes bleibt.— Als Verkündiger schlechten Wetters gelten die munteren Finken, die alsdann früh auf sind und vor Sonnenaufgang ihre Singübungen abmachen; Schwalben, indem sie die Nähe von Mauern aufsuchen und dabei in nahe Gewässer tauchen; Tauben, die spät Abends vom Felde heimkehren und sich gerne baden; Störche, die ihre Jungen im Nest bedecken; Kraniche, die bei schönem Wetter schreien; Krähen, die mit aufrecht getragenen Köpfen hoch über Felsen, Thürme und Gemäuer fliegen, ebenfalls Wasser aussuchen und die Köpfe eintauchen, und schließlich das Hausfedervieh, das sich im Staube wälzt.— Anhaltender Regen folgt, wenn die Hunde Gras fressen, die Katzen nicht mit ihrer Toilette fertig werden können, die Haushähne anhaltend krähen uud Regenwürmer aus ihren Löchern kriechen.— Vorübergehender Regen steht bevor, wenn der Laubfrosch in's Wasser geht und untertaucht, wenn er auf niedrigem Standort sein Geschrei erhebt, wenn die Kröten hervorkommen, die Mäuse laut pfeifen, Maulwürfe hoch aufwerfen, die Mücken im Schatten spielen und Mensch und Thier hartnäckig verfolgen.— Der Regen wird bald erfolgen, wenn das Rind die Schnauze leckt, die Schweine das Futter verstreuen, die Blutegel sich auf der Oberfläche des Wassers halten, wenn die Schafe der Weide unterwegs Gras fressen und ungern nach Hause gehen. Häufiges Fliegen der Roßkäfer am Morgen bringt am Mittag Regen.— Gewitter sind in noher Aussicht, wenn Blutegel aus dem Wasser wollen, und sich die Bienen nicht weit von ihrem Stock entfernen. Kehren die Bienen schaarenweise heim, so steht Sturm in Aussicht; dasselbe gilt, wenn Drosseln und Finken unruhig umherfliegen, wenn die Fische springen und das Wasserhuhn untertaucht. rl heulen 2 le. 3 8 90 Klo) 115 01 20 ke. Main Zuguft— Auguft 11 Augusl— Ocl. 18 Sept. l — 51. weilet el — 0 0 2267 1 sollen ei Stelle ve Circa 1“ verkauft. ung bei 0 kann vo: Fldschät Wed del 2 1 11 Uhr Zwecken noch bra steigert u Hun 0 2809 Obstprot schäzen! in welche. diese Ang Auflage! lichen zu wo sie ih Arn 1 „ N 1 race 1 Stustz- unt Degener Platzt dit 22 nun det ider it nacht, 1 niet en Hobel tinter nt Nirben, dit „ eenmagagg 740d, iadten abet unt dabti Abe, dit pit * sich gem 1 dc bertün; 9—ůͤ— e 2317 Handel und Verkehr. Grünberg, 1. August. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 15 fl. 2 kr.; Korn(90 Kilo) 11 fl. 10 kr.; Gerste(80 Kilo) 8 fl. 35 kr.; Hafer(60 Kilo) 7 fl. 35 kr.; Molter (90 Kilo) 10 fl.— kr.; Erbsen(110 Kilo) 13 fl. 24 kr.; Linsen(100 Kilo)— fl.— kr.; Samen(90 Kilo) 13 fl. 20 kr.; Kartoffeln(100 Kilo)— fl.— kr. Mainz, 1. August. Productenmarkt Waizen per August— fl.— kt., per Nov. 12 fl. 53 kr. Korn per August 11 fl. 20 kr., per Nov. 9 fl. 48 kr. Hafer per August— fl.— kr., per Nov. 10 fl. 24 kr. Rüböl per Oci. 18 fl. 24 kr., per Mai 19 fl.— kr. Raps per Sept. 16 fl. 48 kr. Danksagung. Für die Wittwe Vogt dabier sind an milden Gaben weiter eingegangen: bei K. R. Görtz: von C. G. in Fried⸗ berg 1 fl. 30 kr., E. Hirsch das. 35 kr., Frhrn. v. Löw in N.⸗Florstadt 5 fl., durch Frl. El. Müller in Bingen⸗ heim gesammelt 8 fl. 43 kr.; bei Bürgermeister Wagner von N. N. 30 kr., G. V. O. 1 fl., J. Kahn II. 12 kr., Lehrer Volk in Friedberg 12 kr., Bürgermeisterei Reichels⸗ heim 14 fl. 15 kr., Steiger Goldmann in Griedel 25 fl. Indem wir sämmtlichen gütigen Gebern Namens der Witiwe Vogt herzlich danken, erklären wir uns zur An⸗ nahme weiterer Gaben bereit. Nieder⸗Florstadt am 30. Juli 1874. Görtz, Wagner, Kirchenrath. Bürgermeister. Hülferuf. Heute erhielt ich die traurige Mittheilung, daß in der Nacht vom 21. auf den 22. d. in Berleburg, Kreisstadt des Kreises Wittgenstein, 14 Wohnhäuser und 85 Scheunen total abgebrannt sind. Rasche Hülfe ist hler selbststrebend noͤthig, um der entstandenen großen Noth zu steuern. Die Expedition dieses Blattes hat sich bereit erklärt, etwaige Unterstützungsbeiträge in Empfang zu nehmen und werde ich selbst für deren Uebermittelung Sorge tragen. Bad⸗Nauheim den 24. Juli 1874. Prinz Albrecht zu Jayn-Wittgenstein-Hohensttin. Aecht köͤlnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober— hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. g g Johann Matia Farina in Cöln. — Hafer ⸗Versteigerung. 2267 Montag den 3. August d. J., Morgens 10 Uhr, sollen eirea 20 Morgen Gemeindehafer an Ort und Stelle versteigert werden. Zusammenkunft auf der Weide. Circa 1½ Morgen am Grasweg wird auf der Weide verkauft. Bei ungünstiger Witterung wird die Versteiger⸗ ung bei Georg Konrad Lindt abgehalten. Der Hafer kann vorher eingesehen werden und wird Auskunft von Feldschütz Pie ertheilt. Weckesheim am 27. Juli 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Weckesheim. algee r. Verkauf einer Feuerspritze. 2274 Donnerstag den 6. August l. J., Vormittags 11 Uhr, soll auf hiesigem Rentamtsbüreau eine den Zwecken der Verwaltung nicht mehr entsprechende, aber noch brauchbare Feuerspritze öffentlich meistbietend ver⸗ steigert werden. Hungen am 28. Juli 1874 Fürstliches Rentamt. Demme. O bstmarkt. 2309 Der Unterzeichnete ersucht hiermit die großeren Oybstproducenten, sobald die Obsterndte sich einigermaßen schätzen läßt, ihm mitzutheilen welche Sorten Obst und in welcher Menge sie im Herbst käuflich abgeben können, um diese Angaben in der Gartenbauschrift, welche in einer Auflage von über 2500 Exemplaren erscheint, veroffent⸗ lichen zu können, damit den Consumenten bekannt wird, wo sie ihren Bedarf decken können. Arnsburg den 29. Juli 1874. Der Präsident des Oberhessischen Obst- und Gartenbauverein: Friedrich, Graf zu Solms⸗Laubach. Carl Bindernagel's Annoncen Bekanntmachungen aller Art: Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, werden an alle Zeitungen vermittelt. Directe Cajüte Thlr. 165., II. Preise: J. 1 alleiniger General- Agent für 1053 Erpedition. Waaren⸗Empfehlungen, Versteigerungen ö Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung. Die Annoncen-Aufgeber sparen also Briesschreiben, Zeit und Porto. Hamburg-Amerikanische Packet-Actien-Gesellschast. Postdampfschifffahrt zwischen Hamburg& New⸗Nork Abfahrten jeden Mittwoch früh. Cajüte Thlr. 100., Zwischendeck Thlr. 45. Näheres bei F. J. Bothof in Mainz, das Großherzogthum Hessen, und allein dessen Agent: Fritz Hecht in Friedberg. Loose zur Wetterauer Industrie ausstellung 2319 bei L. Schaab. Schafpferch-Versteigerung. Donnerstag den 6. August 1874, Vormittags 11 Uhr, sollen 10 bis 15 Schaspferche auf hiesigem Rathhause an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 3. August 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Foucar. Obligations-Verloosung. 2308 Bei der heute stattgehabten Obligations-Ver⸗ loosung wurden die Nr. 51 zu 200 fl. und Nr. 94 zu 100 fl. von den Partilal⸗ Obligationen der Gemeinde Ober⸗Erlenbach zur Rückzahlung gezogen. Die Jahaber dieser Obligationen werden hiermit aufgefordert, gegen Rückgabe derselben und der nicht fälligen Zinscoupons die Beträge bis zum 1. November 1874 bei hiesiger Gemeindekasse in Empfang zu nehmen, indem von diesem Tage an die Verzinsung aufhört. Ober⸗Erlenbach am 30. Juli 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Erlenbach. Möglich Bekanntmachung. 2313 Mittwoch den 5. August, Mittags 12 Uhr, sollen nuf dem hiesigen Bürgermeister⸗-Büreau für 9 fl. Weiß⸗ binderarbeit und für 6 fl. Schreinerarbeit in Accord gegeben werden. Beienheim am 1. August 1874 Großherzogliche Bürgermeisterei Beienheim. uber, Holz-⸗Versteigerung. 2307 Mittwoch den 5. August l. J., Morgens 9 Uhr, werden in hiesigem Gemeindewald, Distrikt Achtzigmorgen, 76 Raummeter Eichen-Schälprügelholz, 5740 Stück Eichen Schälwellen ersteigert. Pfaffenwies bach den 29. Juli 1874. Der Buürgermeister Erker. 3 Zimmer nebst Küche ꝛc. ꝛc. 203 zu vermlethen. Jos. Hoffmann. E ueue holl. Dollhaͤringe 2266 bei Wilh. Fertsch. Für Stotternde. 2258 Am ersten August beginnt ein neuer Heilcursus. Friedberg. Spracharzt Gerdts. e aube& Cop. Annoncen-Hæpedition. Central-Büreau: Frankfurt a. M. Genetal-Agenten an allen Hauptplätzen. Tägliche dlreete Expedition von Anzeigen betreffend: Assoeiations-, Commanditär-, Agentur, Personal-, Arbeiter-, Stellen- Wohnungs- und Kaufgesuche, Geschäfts veränderungen, Waaren— Empfehlungen, Submissionen, Versteigerungen, Ausverkäufe, Speditio- nen, Bank- Emissionen, Verloosungen, General- Versammlungen, Eisenbahn- und Schifffahrts-Pläue ete, eto, an alle Zeitungen des In- und Auslandes. Prompte, directe und billige Bedienung. Zeitungs-Oataloge und Kosten vorauschläge gratis-frau co. NB. Die Entgegennahme von Offertbriefen geschieht ohne Gebührenberechnung. ieee Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist vorräthig: Münztabellen für Mark in Vergleichung mit Gulden, Thaler, Franken, sowie Oesterreichischen, Holländischen, Spanischen, Schwedischen und Türksschen Münzen. Preis: Monte Cristallo mit dem Gletscher. Gründe der exakten Naturwissenschaft gegen die Leichen E 2316 Ungefähr/ Morgen Hafer sind auf dem Halm zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilen die beiden hiesigen Gartenschützen. Ein weißer Schafbock ist zu verkaufen bei Konrad Leschhorn in Wölfersheim. Zwei brave Jungen, welche die Metzgerei erlernen wollen, können sofert 2305 2315 plaeirt werden. Nähere Auskunft ertheilt Friedberg. J. A. Wendel. * E 5 2— 8— 1— 8 * 5 88 * 3 2 22 0 88* 2 2 E S2 12 8 28 3 .% 5 8 Die soeben erschienene Nr. 44 enthält: 9 Das grüne Thor. Roman von Ernst Wichert. (Fortsetzung.)— In den Dolomiten Südtyrols. Von Theodor Vogel. J. Mit Originalzeichnung: Gruppe des Von E. Heyn.— verbrennung. Vom Med. Rath Prof. Mohr in Bonn. — Zweihundert Jahre aus dem Leben eines Regiments. [Von Georg Hiltl. Mit Illustration von Fritz Schulz. — Am Familientische: Islands tausendjähriges Jubel⸗ fest. Nochmals die schwedischen Zündhoͤlzer. Von G. Krause. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Farbige Caschentücher, 5⁴⁰ weiße Unterröcke, Herrenhemden, feine Einsätze, Vorhemden, Kragen und Manscheten, sowie Moirsschürzen ꝛc. zu billigen Preisen bei K. Friedrich. Au die Großherzogl. Bürgermeistereien des Kreises Friedberg. Sämmtliche Herren Bürgermeister Stimmzettel zur Wahl des Gemeinde ⸗ ersuche ich, mir die Bestellungen auf rathes, des Bürger⸗ meisters, sowie der Beigeordneten schon jetzt gefälligst zukommen zu lassen, damit dieselben zusammen. gedruckt werden können, wodurch für die Gemeinden die Kosten bedeutend geringer kommen, als wenn die Zettel für jede Gemeinde einzeln gedruckt werden müssen. Carl Bindernagel. Dilettanten⸗Kapelle. Das am 27. Juli wegen ungünstiger Witterung nicht abgehaltene Concert im Henn'schen Garten soll nunmehr Dienstag den A4. August stattfinden und um 8 Uhr Abende beginnen. Prima Limburger Käse Ph. Dan. Kümmich. Regenschirme, 184 K. Friedrich, neben der Post. „ Dampf⸗Dresch⸗Maschinen werden in allen Größen sofort geliefert von der Blumenthal'schen Maschinenfabrik in Darmstadt. 2306 2298 liefere in haltbarer Waare zum billigsten Preise. in Seide, Zanella und Alpaka, äußerst billig bei Vorschuß⸗& Credit-Verein zu Friedberg.* Carl Bindernagel in Friedberg ist pere (Eingetragene Genossenschaft.) Die Darlehenskassen-Verein Ausweis pro Juni 1874. 5 i ö 0— Ei in Verbindung mit Consum-, Verkaufs-, Gant⸗ zc. 2 8 innahme. Genossenschaften, als Mittel zur Abhülfe der Noth der Kasse⸗Bestand pro 1. Juli 1874 fl. 17124. 36 ländlichen Bevölkerung, sowie auch der städtischen Arbeiter. 3„ 75821. 16 Praktische Anleitung zur Bildung solcher Vereine, epositen„18009.— gestützt auf dreiundzwanzigjährige Erfahrung Inkasso⸗Wechsel„4033. 59 28. RNaiffei Conto-⸗Corrente A.„136466. 54* F. Maiffeisen. Conto⸗Corrente B.„ 9595. 30 Deer Effec ten 7 197.— Auswärtige Correspondenten„ Giro„3424. 18 2269 Reingehaltene Spar⸗Einlagen 50634. 45 2 f 7 Stamm⸗Antheile, Monatsbeiträge„ 165. 52 Weißz⸗& Rothweine, Reserve⸗Fond, Beitritt 65 10. 30 zum Theil selbstgezogen, in großer Auswahl bei Utensilien, Spareinlagenbücher 5 3. 54 U Joi Wechsel⸗Zinsen 5 eee P. P. Heinz, Depositen⸗Zinsen 1 419. 16 1 5 5 Frankfurt a. M. Effecten Zinsen. Agio, Gewinn auf Sorten 1. 15. 36. ni ii 171525 Annonce. Ausgabe. 2310 Nachdem ich von dem Joh. Andreas Hanstein Wechsel fl. 16978. 45 und der Anna Margaretha Kappes geb. Hanstein Depositen„23834.— aus Friedberg nun in Amerika Generalvollmacht erhalten Conto⸗Corrente A.„146910. 25 habe, ist die von denselben dem Herrn Ph. Adam Ristzel Conto⸗Corrente B.„ 29921. 35 in Friedberg früher ausgestellte Vollmacht erloschen. Auswärtige Correspondenten„ 3923. 16 Letzterer kann daher für die genannten Geschwister Han⸗ Giro„ 3000.— stein Rechtshandlungen nicht mehr vornehmen. 3 7 8— 1 Gießen den 1. August 1874, arlehen„ 1662. 51 Ace„39122. 16— echsel⸗Zinsen 1 6. 13 5 5 iel 2.20 Mainzer Industrie-Loose 6* 59. 75 sind zu haben bei Carl Bindernagel in Friedberg. Wechselspesen 1 9. 28 Anfang der Ausstellung Mitte August. 2281 Unkosten 1 67. 6 f 2 5 Kasse⸗ Bestand pro 1. Augus 1874„ 21103. 8 Ein junger Mann fl. 317115. 42* 1105 in meinem Geschäfte als Lehrling eintreten. g riedberg. A. Stahl Wittwe, Eingang. Ausgang. Farben⸗ und Lack⸗ Fabrik. fl. W 25 7777117875 A. fl. 131471. 40 „39 Wechsel⸗Conio⸗Correni B. 523. 48 f f „ 80% Datel ite.(6883. 19 Für Hautleidende! „ 3048. 37 Wechsel⸗Inkasso 1 618. 6 1018 Vielfach bewährte Mittel gegen Flechten fi. 115759. 33 fl. 139206. 53 und andere hartnäckige Hautausschläge sendet bei Der Vorsiand genauer briefl. Mittheilung 9 N an E. A. Gabler, Apotheker 2304 Fr. Hecht. Ermus. in Arnstein vel Würzburg. Wahl der kirchlichen Gemeinde⸗ 6 vertretung. 34500 Als Mitglieder kirchlicher Gemeindevertretung sind gewählt: 1) Spengler K. E. Frick; 2) Kaufmann J. Huber; 3) Bäcker Friedrich Reuß; 4) Lehrer A. Stoͤrger; 5) Hos⸗ apotheker C. Görtz; 6) Mehlhändler A. Rausch II. 7 Kreisbaumeister Reuß; 8) Direktor Dr, Schwabe; 9) Stiftsrechner K. Heidt; 0) Schuhmacher Johannes Schmidt; 11) Seminardirektor Schäfer; 12) Dr. August Trapp; 13) Hofgerichts-Advokat Curtman; 14) Real: lehrer Dr. Schmid; 15) Metzger Emmerich Hansteinz 16) Lederhändler Johannes Bechstein; 17) Bergrent⸗ meister Nebhuth; 18) Fabrikant Friedrich Roßbach; Konrad Reuß; 23) Beigeordneter Steinhäußer; 24) Rentier Friedrich Supp; 25) Kammmacher Gerhard Mal; 26) 28) Taubstummenlehrer Rühl; 29) Kaufmann Wilhelm Bernbeck; 30) Hofgerichtsadvokat Jöckel; 31) Gerber Ernst Philippi; 32) Handschuhfabrikant H. Gonderz 33) Kassier Friedrich Hecht; 34) Samenhändler J. Hermann; 35) Direktor der Blinden-Anstalt Schäfer; 36) Dr. H. Weckerling; 37) Reallehrer Lang; 38) Kauf⸗ mann Karl Trapp; 39) Sattler Heinrich M. Falckz 40) Schreiner August Franck; 41) Hofzimmermaler Georg Hieronimus; 42) Seminarlehrer Wahl; 43) Färber Adam Metzendorf; 44) Schuhmacher J. Fr. Ludwig Waas; 45) Lederhändler Heinrich Bechstein; 46) Lehrer Rückert; 47) Buchhändler K. Seriba; 48) Gerber Adam Steinhäußer; 49) Mechanikus Karl Reuß; 50) Kaufmann Ludwig Weis. Das Wahlprotokoll liegt nebst Anlagen am 4, 5. und 6. August auf dem Bürgermeisterei⸗Büreau zur Einsicht offen. Friedberg am 3. August 1874. Für den evang. Kirchenvorstand: Ba ur. Veteranen⸗ und Militär⸗(Krieger⸗) Verein Friedberg. 2311 Donnerstag den 6. August d. J., Abends 8½ Uhr, außerordentliche Generalversammlung im Windecker schen Gartenlocal. Die Mitglieder werden auf§ 53 u. 54 der Vereinsstatuten aufmerksam gemacht. Der Vor st an d. Kunst⸗ Anzeige. 2314 Die anwesenden Künstler werden die Ehre haben 80% 40 den 4. und Mittwoch den 5. d. M., Abends 8½, auf dem Marktplatz dahier große Vorstellungen in der höheren Gymnastik, Seiltanzen, Pferdedressur und Pantomimen zu geben. Es ladet ergebenst ein Bad⸗Nauheim. Joseph Winter, Künstler. 2312, Während meiner Abwesenheit vom 3. bis 15. August: wird Herr Dr. Weckerling die Güte haben, die ärztliche Praxis für mich zu besorgen. Bestellungen können wie seither in meiner Wohnung abgegeben werden. Friedberg den 3. August 1871. Dr. Steinhäußer. 19) Metzger Friedrich Waas; 20) Kaufmann Ernst Häberle; 21) Direktor Dr. Matthias; 22) Gastwirth Hofgerichtsadvokat Seyd; 27) Schlosser Ph. Diener; 1 Allen Freunden und Bekannten die traurige [Nachricht, daß unser treuer Sohn und Bruder Loui am 2. August dem Herrn entschlafen ist. Die Beerdigung ist Dienstag den 4. August, Nachmittags um 3 Uhr. Die trauernden Eltern und Geschwister Wilhelm Bieler zu Bad⸗Nauheim. Kirchenbuchsauszug. Evangelische Gemeinde. Getraute: 26. Ju i. In Groß Umstadt. Philipp Heinrich Bau⸗ mann, hiesiger Bürger und Dachdeckermeister, Sohn des verstorbenen hiesigen Bürgers und Schreinermeisters Wilh. Baumann und Rosine Katharine Ellenberger von Groß⸗ Umstadt, Tochter des das. Bürgers und Gastwirths Johs, Ellenberger II. 30. Juli. Adolph Mayer, hiesiger Bürger und Uhr⸗ machermeister, Sohn des Schirmmachers Julius Mayer zu Minden im Königreich Preußen und Anna Elisabetha Wagner, Tochter des hies. Bürgers und Schuhmacher⸗ meisters Bernhard Adolf Wagner. Gelaufte: 26. Juli. Dem Großh. Steueraufseher Johannes Fink, Ortsbürger zu Egelsbach im Kreise Offenbach, ein Sohn Heinrich Rudolf Hugo, geb. den 7. Juli. 28. Juli. Dem Gaßtwirth zu Ockstadt Karl Hermes, Bürger zu Homburg v. d. H., eine Tochter Emilie Karoline Marie, geb. den 12. Juli. Beerdigte: 29. Juli. Christoph Ludwig Jost, Seribent, des hies. Bürgers und Schuhmachermessters Johannes Jost II. Sohn, alt 23 Jahre 4 Monate 6 Tage, T den N. Juli. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. berichtli uspfele urn. laggt Ennplar gabe der