1874. 143. Donnerstag den 3. Dezember. Sberhessischer Anzelger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag — Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Fur den Nonat Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Posistellen mit 16 kr. abonnirt werden. 8 Amtlicher Theil. Zetreffend: Die Wahl der Vertreter der Forensen. Friedberg am 29. November 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. nter Hinweisung auf unser Ausschraben vom 29. vorigen Monats, Kreisblatt Nr. 129, fordern wir Sie auf, sobald in Ihren resp. Demeinden die Neuwahl des Ortsvorstandes vollzogen sein wird, zur Wahl des Vertreters der Forensen zu schreiten und dabei die Vorschriften in en§§ 17 ff. der Anleitung zu beachten. In Bauernheim, Beienheim, Burg⸗Gräfenrod, Dortelweil, Fauerbach bei Friedberg, Hausen, Kaichen, Floppenheim, Nieder-Erlenbach, Ober Florstadt, Okarben, Oppershofen, Rockenberg, Rödgen, Schwalheim, Trais- Münzenberg und Weckes heim sind e zwei, in allen übrigen Gemeinden des Kreises ist nur je ein Vertreter der Forensen zu wählen. r tundt Tisch. lar cunschläͤge, Formulare füt und Gemeinde C. Weis, 7 7 2777 7 Nach vollzogener Wahl sind die Akten gemäß§ 27 der Anleitung ungesäumt an uns einzusenden und nach stattgefundener Bestätigung er Wahl ist alsbald zur Beratbung und Feststellung des Voranschlags zu schreiten. Wir wiederholen, daß die Wahl der Forensen erst dann in den Gemeinden vorgenommen werden kann, wenn die Wahl der Gemeinde— zertretung, also die des Gemeinderaths, Bürgermeisters, Beigeordneten und der etwa zu ergänzenden Gemeinderathsmitglieder stattgefunden. e detreffend: Die Ausstellung der Gemeinde-Voranschläge für 1875. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Kirchen- und Schulvorstände des Kreises. Unter Bezugnabme auf unser Ausschreiben vom 4. August dieses Jahres, Kreisblatt Nr. 92, wollen Sie sofort die Bedürfnisse der Kirchen ind Schulen, welche in den Gemeinde⸗Voranschlägen für 1875 zu wahren sind, den betreffenden Großherzoglichen Bürgermeistereien mittheilen. Ter a ꝓ p. Friedberg am 29. November 1874. Deutsches Reich. Friedberg. Das„Frankf. Journal“ bringt solgenden beherzigenswerthen Artikel: Bekanntlich sbließt das neue Schulgesetz die Angehörigen von Orden und ordensähnlichen Congregationen von dem öffentlichen Volksunterricht gänzlich aus, und s werden daher bei voller Durchführung jenes Gesetzes in Kürze eine ganze Reihe von Schul— sellen frei, welche bis dahin von englischen Fräu— ein und Schulschwestern versehen wurden. Nimmt nan hierzu, daß dermalen ohnehin viele Lehrstellen inbesetzt sind, die füglich mit weiblichen Lehr käften besetzt werden könnten, so eröffnet sich für lehramts⸗Aspirantinnen ein geräumiges Feld der 7hätigkeit, worauf man um so mehr aufmerksam zu machen veranlaßt ist, als gerade in heutiger tit die Frage über entsprechende Erwerbsthätigkeit der Frauen Tag für Tag erörtert wird, und kaum eme andere Thätigkeit qualificirter Frauen eine so schere und ehrenvolle Existenz zu gewähren im Stande it, als der Lehrberuf. Auch scheint es Pflicht der Nresse zu sein, Eltern darauf hinzuweisen, daß sie durch geeignete Hinleitung ihrer Töchter nach dieser Richtung deren Existenz demnächst zu sichern in der Lage sind. Lassen doch selbst Eltern der besten Stände ihre Töchter nach dem Austritt aus den Instituten zu aller Vorsorge noch das höhere kehrerinnen⸗Examen absolviren. Darmstadt. Am 25. Nov. wurden der Listrictseinnehmer von Bessungen, Eberhard Lein- berger, nach Wald-Michelbach; der Districtsein- uhmer von Arheilgen, Moritz Moter, nach Bes— fingen; der Districtseinnehmer von Richen, Johann Jhilipp Dieter, nach Groß-Gerau; der Districts⸗ tinnehmer von Pfungstadt, Christian Müller, nach Tichelstadt, und der Districtseinnehmer von König, dranz Mischler, nach Seligenstabt; sämmtlich mit Birklung vom(. Januar 1875 an versetzt und 1 Wirkung von dem gleichen Zeitpunkte ab dem Listrietseinnehmer von Wolfskehlen, Gottlieb ristian Friedrich Fritsch, die Districtseinnehmerei Painz J, und dem Districtecinnehmer von Bad. Jauheim, Heinrich Wenzel, die Distrietseinnehmerei Vainz II übertragen. ö Berlin, 30. Nov. Reichstag. Fortsetzung der Be⸗ rathung des Bundeshaushalts-Eilats für Elsaß-Lolhringen. Winterer spricht gegen die Anleihe-Vorlage, wozu kein Grund vorhanden sei, die Universität sei zu hoch dotir! und diene nur zur Germanisirung des Landes; an den Rosten der inneren Verwaltung könne viel gespart werden. Redner spricht ferner gegen die Zahlungen für Schulen, nachdem man die Schule gestört und sie unter den Staat gestellt babe. Reichskanzler Fürst Bismarck erwiedert: Es bandelt sich hier um die Interessen des Reichs, nicht um Elsaß Lothringen; die Universilät soll Reichszwecken dienen. Wir haben in dem guten Kriege, in welchem wir uns unserer Haut wehrten, die Länder für das Reich erobert. Nicht für Elsaß⸗Lothringen vergossen unsere Soldaten ihr Blut.(Bravo!) Wir stehen auf dem Boden der Reichs⸗ Interessen und Reichs⸗Politik. Aus dem gleichen Grunde wurden ja überhaupt Elsaß und Lothringen anneclirt, und nicht um der Kirchthurms⸗Interessen von Elsaß Lothringen willen. Wir baben im Reiche anderen Boden als jene Herren, deren Vergangenheit nach Paris, deren Gegenwart sie nach Rom treibt. Wir müssen an das Reich denken, dazu auch haben wir die Vertteler von Elsaß-Lolhringen hergerusen. Meine Ansichten üder das elsaß-lolhringische Parlament, welche früher zu sanguinisch waren, bestehen zwar principiell fort, sind jedoch modificirt, seitdem ich die Tonart der hier anwesenden elsaß⸗lothringischen Abgeord— neten kennen lernte; ein solches Parlament würde dauernde Aufregung, vielleicht Gefahren für den Frieden herbei— führen. schaffen, ist schwer zu beseitigen, deßhalb konnte nicht so versahren werden. In den Schulen schritten wir energisch ein, werden aber wohl noch energischer vorschreiten müssen. Wir konnten nicht Elemente in der Schule dulden, welche, ich will nicht gerade sagen auf die Verdummung hin⸗ arbeiteten, aber doch dafür sorgten, daß die Leute dort nicht zu klug werden. Meine Schrilte für Elsaß Lothringen werden steis durch das Interesse für das Reich und dessen Sicherheit geleitet sein; ich werde mich durch keine Vor würfe, Drohungen, Einschüchterungen oder Ueberredungen hiervon abschrecken lassen, aber ehe ich dort enischieden weiter forischreiten kann, muß ich die Ueberzeugung er— halten, daß dor: solche Elemente vorhanden sind, denen zu tiauen ist. Von der heranwachsenden Generation dürfen wir bessere Einsicht erwarten, deßhalb müssen wir für gute Schulen sorgen. Pulikamer(Colmar) für den Etat und die Anleihe unter Widerspruch Simonis“ und Winterers. tegel und für Verweisung der Vorlage an eine Cemmission, welcher Elsaß⸗Lolhringer angehörten. Löwe weist auf die normalen Verhältnisse Elsaß Lothringens hin und hebt hervor, daß die Regierung verfahre, wie sie müsse, und die Zustimmung des Reichstags erwarten könne. Die De— batle wird hierauf geschlossen und der Etat und die An— leihevorlage an eine Commission von 21 Mitgliedern ver- wiesen. Das Gesetz über die Einführung der Maß⸗ und Eine solche Schöpfung auf gesetzlichem Wege ge⸗ Windthorst(Meppen) gegen die Anleihe und Schulmaß⸗ Gewichts Ordnung in Elsaß⸗Lothringen wird in erster und zweiter Lesung ohne Debatte angenommen, die Vorlage über die deutsche Seewarte in erster Berathung erledigt. Bei der zweiten Berathung stimmt das Haus dem Lasker'schen An⸗ trage zu, die Debatte abzubrechen und bei der Budget- Position üder die Seewarte wieder auszunebmen. Der Berner Wellpost⸗ Vereins- Vertrag wird in dritter Lesung fast einstimmig angenommen. — 1. Dec. Reichstag. Erste Berathung der Gesetz⸗ enzwürfe, betreffend die Anleihen für Marine- und Tele⸗ graphen⸗Ver waltung. Gegenüber dem Corvetten⸗Capitän Saint⸗Paul, der die Verlangsamung der Ausführung des Flotien-Gründungsplans tadelt, motivirt Marineminister v. Stosch die Verzögerung des Baues neuer Schiffe durch die Nothwendigkeit, vorher genügende Schiffs mannschasten auszubilden, womit eben so wie mit den Hafenbauten möglichst rasch vorgegangen werde. Entsprechend den ge— steigerten Anforderungen auf Schutz durch die Marine seuens der im Auslande fast in allen Hasen⸗Orten leben⸗ den fünf Millionen Deutschen, seien auch in der Art des Neubaues von Schiffen Veränderungen gebeten. Auf die Bemerkung, daß der Bau von Monitors nicht geföͤrder: werde, erwiedert der Minister, daß das Moniter⸗System veraltet sei. Verbesserte Terpedos in Verbindung mit gepanzerten Kanonenbodten genügten, die Flußmündungen zu schützen. Nachdem Schmidt(Steuin) die geringen Verwendungen für die Handels häsen in der Ostsee beklagt hat, werden beide Anleihevorlagen der Budget Commission ü berwiesen. Berlin, 29. Nov. Der russische Großfürst⸗ Thronfolger wird morgen früh aus Paris hier eintreffen, im russischen Botschafts⸗Hotel absteigen, Vormittags die Majestäten und die Mitglieder der königlichen Familie besuchen, Nachmittags an der Familientafel des Kaisers theilnebmen und Abends 11 Uhr die Rückreise nach Petersburg fortsetzen. — 29. Nov. In der von dem Magistrat und dem Consistorium den Altkathboliken bewilligten hiesigen evangelischen neuen Kirche fand beute Vormittag 8 Uhr der erste altkatholische Gottes- dienst statt. Professor Weber aus Breslau hielt die Messe und Communion. Dem Gottes dienste wohnten 300 Personen, der Communion 20 Mit- glieder der Gemeinde bei. 13 Bei Feststellung der Matrikular- Beiträge für 1875 im Bundesrathe erklärte sich der großb. sächsische Bevollmächtigte beauftragt, rücksichtlich der finanzpolitisch bedenklichen Steigerung der Matrikular- Beiträge dem dringenden Wunsche Ausdruck zu geben, daß noch vor der Aufstellung des Etats für 1876 auf neue finanzielle Quellen für das Reich ernstlich Bedacht genommen werde, und bezeichnete als solche die Tabaksteuer, Zoll auf Mineral- Oele, eine Erhöhung der Biersteuer, eine Reichs⸗Gewerbe- und eine umfassende Reichs ⸗ Stempelsteuer. — Die„Pos. Ztg.“ meldet als authentisch: Graf Arnim hat den hiesigen Rechts- Anwalt Deckhorn neben dem Rechts- Anwalt Munkel zu seinem Vertheidiger gewählt. Dockhorn hat be reits mit Arnim conferirt und reist heute wiederum nach Berlin. München, 30. Nov. Der Redacteur des „Bayerischen Vaterland“, Dr. Sigl, wurde heute, da er persönlich nicht erschienen war, ohne Zu⸗ ziehung von Geschworenen vom Gerichtshofe in contumaciam der verläumderischen Beleidigung des Fürsten Bismarck durch die Behauptung, das Attentat in Kissingen sei nur eine Comödie ge- wesen, schuldig erklärt und zu zehnmonatlicher Gefängnißstrafe verurtheilt. Der Staatsanwalt batte 15 Monate beantragt. Karlsruhe, 1. Dec. Bei der gestern hier stattgehabten Wahl dreier Mitglieder der katho⸗ lischen Stiftungs Commission, woran die Römisch⸗ Katholiken und die Altkatholiken sich betheiligten, wurden die Candidaten der Letzteren gewählt. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Während officibs über den Eingang der Steuern im laufen- den Jahre relativ günstige Nachrichten verbreitet werden, wird im Abgeordnetenhause im Hinblick auf die vom Finanzminister über den Stand der Finanzen abgegebenen Erklärungen erzählt, daß sich bis Ende September dieses Jahres sowohl im Eingange der directen als der indirecten Steuern ein beträchtlicher Ausfall gegen den Voranschlag zeige. Die Höhe desselben übersteige noch den Ausfall, welcher im Eingange der Zölle in der gleichen Periode eingetreten sei. Der Letztere soll sich auf 6 Millionen belaufen. Frankreich. Paris. Eine Versammlung von Deputirten der Linken und der äußersten Linken sprach einstimmig die Absicht aus, un- mittelbar nach dem Wiederzusammentritt der Nationalversammlung zu verlangen, daß das Armeccadres⸗Gesetz berathen und jede politische Discussion, sowie die Berathung ber constitutionellen Gesetze bis nach dem 1. Januar vertagt werde. Man glaubt, die drei Gruppen der Linken würden dasselbe beschließen, auch die Gruppen der Rechten sollen die gleiche Absicht haben. — Bei den Pariser Municipalwahlen sind gewählt worden: 53 Radicale, 10 gemäßigte Republikaner, 11 Conservative. 5 Stichwahlen sind erforderlich. — Das„Journal ofßeiel“ meldet die Er⸗ nennug des Msgr. Colet, Bischofs von Lugon, zum Erzbischof von Tours an Stelle des ver⸗ storbenen Msgr. Fruchand. Der neue Exzbischof, ein Bauernsohn aus den Vogesen, ist 68 Jahre alt; er gehört zu den gemäßigteren Prälaten Frankreichs und galt, wenigstens bisher, für einen Anhänger des Kaiserreichs. — 30. Nov. Die Kaiserin von Rußland und der Großfürst Alexis reisten heute Vormittag 10% Uhr von hier nach San Remo ab.— Die „Agence Havas“ bestätigt, das die Botschaft des Marschall⸗Präsidenten Mae Mahon an die Natio- nalversammlung nicht vor Mittwoch verlesen wird. Versailles, 30. Nov. Heute hat der Wiederzusammentritt der Nationalversammlung stattgefunden. Die Versammlung looste ihre Bureaux aus: sonst bot die Sitzung nichts Be⸗ merkenswerthes. Die Wahl des Präsidenten erfolgt morgen, die Wiederwahl Buffet's gilt als gewiß. Großbritannien. London, 30. Nov. Gestern wurde in allen Kirchen der katholischen Diöcese Westminster ein Hirtenbrief des Erzbischofs Manning verlesen, welcher erklärt, daß jeder Katholik, der die Unfehlbarkeit leugne, dadurch ipso facto aus der katholischen Bemeinschast aus- scheide und ein Saerileg begehe, wenn er unter Verheimlichuug dieses seines Unglaubens die heiligen Sacramente nehme. Eine Broschüre Manning's über die valikanischen Decrete und deren Einfluß auf die Unterthanentreue wird nächstens erwartet. Italien. Rom. Hundertsechs Abgeordnete der Linken brachten in der Kammer einen Vor— schlag ein behufs Zuweisung eines Nationalge⸗ schenkes an Garibaldi, bestehend in einer jähr- lichen Leibrente von 100,000 Lire mit dem Rechte testamentarischer Verfügung über die Hälfte des Capitals der Rente. Türkei. Constantinopel. Ein Tele- gramm der„Times“ von hier meldet: Obgleich die Pforte die Suzeränetät über die Donaufürsten- thümer nicht aufgebe, stehe doch betreffs der rumänischen Verträge in Folge der guten Dienste Englands bei den betheiligten Mächten eine be— friedigende Lösung zu erwarten. Rußland. Petersburg. Die in aus. wärtigen Zeitungen verbreiteten Nachrichten über die angebliche Schließung der Universitäten von Charkow und Kiew sind unwahr. Zur Zeit ist von Unregelmäßigkeiten in den höheren Lehran— stalten außer den von der hiesigen Universität ge— meldeten, nichts bekannt und sind allgemeine Maß regeln gegen die höheren Lehranstalten in keiner Weise beabsichtigt. — Der Wiener russische Gesandte theilte mit, daß eine Fortsetzung des Brüsseler kriegsrechtlichen Congresses in Petersburg für den März beab— sichtigt sei, damit die humanitären Bestimmungen des Kriegsrechts-Codex sofott bindende Formen gewönnen. — 30. Nov. Der„Regierungs- Anzeiger“ meldet aus Livadia von gestern: Der Kaiser und die Großfürstin Marie reisten 4 Uhr Nachmittags nach Simferopol ab, von wo sie sich Abends 9 Uhr per Eisenbahn nach Petersburg begaben. Amerika. Washington. Der Schatz secretär hat pro Dezember den Verkauf von 2½ Millionen Dollars Gold verordnet. Ein ent⸗ sprechender Ankauf von Bonds findet nicht statt. — Lowell hat die Annahme des Gesandtschafts- postens in Petersburg abgelebnt. Panama. Der Erzbischof von Santiago und die Bischöfe von Concepcion und Serena haben eines Hirtenbrief erlassen, durch welchen der Präsident der Republik Chile, die Minister und eine große Zahl von Senatoren und Deputirten excommunicirt werden, weil dieselben sich an dem Zustandekommen der neuen Strafordnung be theiligten, welche die Veröffentlichung zu Aufruhr erregender päpstlicher Bullen verbittet. Der Hirten⸗ brief verursacht große Aufregung. Aus Stadt und Land. Friedberg. Die Vorträge des Herrn Dr. Schulze aus Mainz, welche derselbe auf Veranlassung des hies. Volks, vildungsvereins im hies. Ralhhaussaale hält, finden unge⸗ theilten Beifall. War schon der erste Vottrag zahlreich besucht, da Herr Schulze dem hies. Publikum aus früheren Jahren auf's Vortheilhafteste bekannt ist, so halte sich am vorigen Samstage eine noch reichere Zuhörerschaft eingefunden, die in größter Aufmerksamkeit und Spannung dem geistreichen fesselnden Vortrage des geschätzten Redners lauschte. Wir wollen nicht unterlassen, auf den nächsten Samstag den 5. December staltfindenden letzten Vortrag des Hrn. Schulze aufmerksam zu machen, in welchem derselbe über„die modernen Theorien über Gewerbepolitik une gewerbliche Entwicklung, und deren Verhält⸗ niß zu den herrschenden Zuständen“ sprechen wird. —t—. Friedberg. Trotz der fast an allen Orten unserer Gegend vortheilhaft wirkenden Spar- und Leih⸗ kassen fällt doch noch zuweilen ein geldloses Bäuerlein in die Hände der Wucherer und wird hart gerupft. Hier zur Warnung ein Beispiel im Kleinen. Zu einem Mehl⸗ und Landesproductenhändler kommt ein geldbedürftiger Mann und geht ihn an um ein Darlehen von 10 fl. „Geld verlehne ich nicht“, entgegnete jener,„aber ich will dir einen Sack Mehl verkaufen“.„Aber ich brauche kein Mehl, sondern wünsche 10 fl. baares Geld“ erwie— derte der Erste. Der Händler erklärte ihm nun:„du kaufst von mir einen Sack Mehl für 20 fl. gegen halb⸗ jährigen Credit und ich kaufe dir das Mehl gleich wieder ab für 10 fl. baares Geld, dann ist dir ja geholfen.“ Der Geldbenöthigte ging auf diesen sauberen Vorschlag ein und empfing 10 fl. baares Geld gegen 20 fl. Schuld. Gießen, 30. Nov. Die Sitzungen des Schwurgerichts vom 1. Quartal 1875 werden Montag den 4. Januar, Vormittags 9 Uhr, unter dem Vorsitze des zum Präsidenten des Schwurgerichtsbofs bestimmten Großherzoglichen Hof⸗ gerichts⸗Raihs Herrn Dr. Stammler ihren Anfang nehmen und wurden demzufolge in der heute stattgehabten öffent⸗ lichen Sitzung Großherzoglichen Hofgerichts der Provinz Oberhessen, die Haupt- und Ergänzungs⸗Geschwornen in folgender Ordnung ausgeloost. Haupigeschworene! 1. Werner Diehm III., Fabrikant in Lauterbach. 2. Johannes Jochem V. Landwirth in Laubach. 3. Friedrich Christjan Seitz, Schllb⸗ wirih von da. 4. Michael Kabn, Fruchthändler in Gedern. 5. Jacob Joseph Petei, 7. Moritz Heichelheim, Ellenwaarenhändler in Sießen. 8. Reinhard Prinz, Posthalter in Grünberg. 9. Loxenz Kübel, Leinwandfabrikaunt in Herbstein. 10 Hermann Homberger, Zeugfabrikant in Gießen. 11. Conrad Ron⸗ ibaler III., Bürgermeister in Langd. 12. August Heß, Gasfabrikant in Gießen. 13. Wilhelm Schudt, Pachter in Nieder-Erlenbach. 14. Friedrich Emil Gail, Haupt⸗ agent in Gießen. 15. Johannes Jacobi VI., Bürger⸗ meister in Rodheim. 16. Karl Bindernagel II., Buchbinder in Friedberg. 17. Georg Repp II., Kaufmann in Grün⸗ berg. 18. Georg Bär VI., Ziegler in Groß-Karben, 19. Johannes Sehrt III., Kaufmann in Grünberg. 20. Georg Jehner I., Kaufmann in Schwalheim. 21. Fer⸗ dinand Burk, Müller in Sießen. 22. Fritz Eckslein, Oeconom in Grünberg. 23. Friedrich Christian Pieisch, Buchdrucker in Gießen. 24. Ernst August Häberle, Kauf⸗ mann in Friedberg. 25. Ludwig Lauer, Hofgerichts⸗ Advocat in Gießen. 26. Julius Hoch, Weißbinder in Gießen. 27. Justus Müller, Gastwirth in Gießen. 28. August Nauheimer, Maurer in Gießen. 29. Friedrich Kraft, Hofgerichts-Advocat in Gießen. 30. Heinrich Quanz III., Landwirth in Eichelsachsen. Castel, 290. Nov. Heuie Morgen stürzte sich ein hies. Mann, der gemüthskrank sein soll, von dem abge⸗ fahrenen Theile der Brücke aus in den Rhein. Einige Flößer, welche ihn bemerkten, retteten ihn aus den Fluthen, Silat sich nun bei seinen Rettern zu bedanken, äußerte er:„Was thue ich auf dieser Welt? Hättet Ihr mich er⸗ trinken lassen!“ Verloosung. Carlsruhe, 30. Nov. Bei der heutigen Serien⸗ ziebung der badischen 35 fl. Loose wurden folgende Serien gezogen: Nr. 92 252 698 1326 1350 1413 1546 1814 3160 3974 4131 4243 4752 5682 5926 6028 6288 6419 7831 7786 Handel und Verkehr. Friedberg, 1. Dec. Waizen 12 fl. 30 kr.; Korn 10 fl. 40 fr.; Gerste 10 fl. 50 kr.; Hafer 9 fl. 30 kr. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo. Mainz, 1. Dec. Productenmarkt. Waizen per Dee, — fl.— kr., per März 19 M. 65., per Mai 19 M. 70. Korn per Dec.— fl.— kr., per März 16 M.—, per Mai 15 M. 90. Haser per Nov.— fl.— kr., per März 18 M. 95, per Mai 18 M. 85. Nüböl per Dec.—. — kr., per Mai 31 M. 60. Raps pet April 29 W. 35. D, Frankfurt a. M., 1. Dez. In der gestrigen Abendbörse trat unter dem Eindruck der Londoner Dis⸗ contoerhöhung auf 6% eine weitere Ermattung der Tendenz ein. Die befländigen Discontoheraussetzungen beunruhigen die Spekulation mehr als die Lage unseres Geld marktes erheischt. Geld ist hier fortgesetzt flüssig, und der Bedarf für dasselbe ein sehr geringer. Auch heute eröffnete das übrigens beschränkte Geschäft unter matter Stimmung, bis später auswärtige höhere Ceurse eine bessere Tendenz veranlaßten. Creditactien bewegten sich zwischen 239 ¾ bis 39½¼— 39½, und 240½, Staatsbahnactien zwischen 320½— 205/— 20 und 321. Lombarden waren ohne alles Leben und notiren nach 137¼½ und 136 mit 136 ½, Oesterr. Bahnen zeigten sich fast durchgehends nachgebend, nur Ungar. Galizische sind erheblich höher(ca. fl. 4); auch Franz⸗Joseph und Alsöld besserten sich um eine Kleinigkeit. Von Banken waren Darmstädter, Deutsche Vereinsbank, Meininger, Oesterr. Nationalbank matter, Handelsgesellschaft fanden zu dem Course von 107 Neymer. Würtiemb. Vereinsbank höher. Von Anlagefonds 4½% Bavern und Württemberger anziehend. Oesterr. Fonds maiter. Russen von 1871, sowie 1881 und 1885er Ameri⸗ kaner niedriger, 1882er fest. Prioritäten theilweise gefragt und böher, namentlich 5% Staatsbahn, Alsföld und 4½% Bexbacher. Loose still. 1860er und Ungarische elwas billiger. Raab⸗Grazer fest. Fremde Wechsel wenig ver⸗ ändert, London tbeurer, Schweizer Pläße schwächer. Geld Cours. Frankfurt am 1. Dezember 1874. H. 9 41—43 9 49—51 Pistolen Holländische fl. 10-Stücke 17 Ducg ten.„ 584-36 Ducaten al mareo ee e ee 20 Fraenn ce 31—32 Englische Sovereign.„ 11 57-59 Russische Imperiales.„ 9 5052 Dollars in Gold„ Akcht kölnisches Wasset von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst. 5 1 Johann Maria Farina in Köln. Eisen Händler in Herbstein. 6. Eduard Karl Ferdinand Baier, Landwirth in Freienseen. 1 1 14 —ů— Velsteig Bal 9579 Dien 41 Uhr, ö Vorschuß von Gr. 4 Scheuer ne war zum wersteigert u Friedb Im m. 3566 Mit 10 Uhr, v Antrag der Peschriebere Hersteigert: 6, . 8 Bekanntmachung. 7„ Dun e577 Freitag den 4. Dezember, Vormittags 11 Uhr, Carl Bindernagel 8 0 1 allen auf Ort und Stelle im Großgalgenfeld an der 2 2 men W Staatsstraße nach Ober⸗Wöͤllstadt, 5 Aepfelbäume, welche— ra A die Abfahrten bei der Zusammenlegung der Grund— 4 — 2 10 zücke fallen, an 1 zum Wegschaffen 9 aN ersteigert werden; t ind sehr groß, und 1 Stück 1 e och— ane Bekanntmachungen aller Art: i 1 Friedberg den 1. Dezember 1874. Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren⸗Empfehlungen, Versteigerungen Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. werden an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung. Fou car. Die Annoncen-Aufgeber sparen also Briefschreiben, Zeit und Porto. Immobiliar-Versteigerung. 9 567 Montatz den 7. Dezember l. J., Vormittags 0 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Tntrag der Erben der verstorbenen Hürgermeister D. Fritz Wittwe die nachverzeichnesen Grundstücke öffentlich an 5 en Meistbietenden versteigert werden: maß int Feed der g. Flur. Nr. Klftr. 184 in Seide, Zanella und Alpaka, äußerst billig be! K. Friedrich, neben der Post. 8 d Wegen Aufgabe des Ladengeschäfts(Ul. 63297.) * n 2. 204. 124. Grabgarten in der Usaer-Vorstadt. 3 K bn Gemarkung Fauerbach b. Fr. Ausverkauf 5 a Flr. Nr. Meter. U 5 533 3. 146. 720. Acker an der Schlockergaß, Irn 11. 64. 1875. Acker obig den ä 9 8 9 ö 46 a TTT meines reichhaltigen Waaren-Lagers von circa 40,000 Stück Kinder⸗ 1 un 9 d 3 2 8* 05 U e hen 8 ee spielwaaren aller 0 bedeutend herabgesetzten Preisen. dun Ju u. 5: 5 H. Söhlke, Frankfurt a. M., Große Sandgasse 25. n Bersteigerung einer Scheuer nebst 9. Sbolke, Frankf 5 8 „ r Zweiguldenstücke 1 1 Uhr, soll in hiesigem Rathhause in Auftrag des 3 N 0 D 8 f 1 0 de deen isebeabe, 2430 können bis zum 20. Dezember l. J. an unserer Kasse in Zahlung gegeben und auch 4 64 1% ichts⸗ umgewechselt werden. 1 zon Gr. Hofgerichts-Advocaten Trapp IV. erkaufte 8 3 A es e, Scheuer 7 1 ca. 10. 1 0 und Friedberg. Vorschuß⸗ und Eredit⸗Verein. war zum Letztenmale öffentlich an den eistbietenden;* —ůů— VMrseeigert werden. i 1(Eingetragene Genossenschaft.) rkebr Friedberg den 1. Dezember 1874. i f welcher im Felde herumirrte I Großherzogliches Ortsgericht Friedbert. Ein Hammel, wurde dahier aufgefangen. Der * 5 4 11 JTouc ar. rechtmäßige Eigenthümer, welcher sich darüber gehörig 0 1 legitiminen kann, kann denselben gegen Erstattung des Futtergeldes und der Einrückungsgebühren bei Unter— zeichnetem in Empfang nehmen. Okarben. Georg Decher, 3573 Hülfs⸗Bahnwärter. Logis zu vermiethen. 3564 Das von Herrn Dr. Wagner seither bewohnte Logis ist bis zum 1. März 1875 beziehbar. Friedberg. M. Philippi. 3560 Für eine gutfundirte Feuer-Versicherungs-Gesell⸗ schaft werden unter günstigen Bedingungen Agenten gesucht. Gef. Franes-Offerten sub Z. 100 besorgt die Expedition d. Anz. 3300 fl., 1 Immobiliar-Versteigerung. nl 566 Mittwoch den 9. Dezember l. J., Vormittags 10 Uhr, werden in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Intrag der Frau Andreas Hanstein Wittwe die nach⸗ leschriebenen Grundstücke öffentlich an den Meistbietenden bersteigert: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 8 34. 726. Acker, zieht durch den Bockweg, 05 99. 551.„ im: kleinen Wartfeld, 10. 71. 754.„ Lachenfeld, 10. 73. 8.„ daselbst, 10. 214. 354.„ daselbß, K. 79. 250.„ daselbst, .„ daselbst, . 228. 320.„ daselbst, 12. 35. 1099.„ Kleingalgenfeld, 12. 51. 166.„ daselbst, 22 67. 210.„ daselbst, 1 5 b 12 89. 261.„ daselbst, 3572 ganz oder in Theilen, sind Anfangs Januar gegen 13. 12.„ Großgalgenfeld, Hypothek auszuleihen durch Renteiverwalter Stahl zu 14. 7 115. 5. e Kloppenheim. 14. 183. 326.„ in der Töpfenkante, 5 r 1 8 14. 195. 181.„ daselbst, Ein Logis, estehend in 3 Zimmern, Küche 5 5 202.„ im kleinen Wartfeld. riedberg den 1. Dezember 1874. 3. 3 8 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. für die gewö huliche und 652 3 feinere Küche. 8 8 N 01875 19. Auflage 6. L. hpauhe& Cop. alender pr. N 80. 1 4 3 8 nnoncen-Hœpe dition. 1 1874.. 1 8 Daheimkalender 2 Central- Büreau: Frankfurt a. M. amilienkalender 18 7 Hechnet nach neuem Maass u. Gewicht. 88 General-Agenten an allen Hauptplätzen. 88 tieritz Volkskalender 36„ Mit 1900 zuverlässigen und selbsige⸗ 2 1. ee Expedition von 55 Spinnstube 45„ prüften Rezepten. Mit besonderer Berück⸗ 8 1 e F Illustrirter Hess. Volkskalender e 18 Pemonal- Arbeiter-, Stellen-, eng 2 mit Stahlstichprämie 24„ 1874. Vorzüge des Bavibis schen Kochbuch: 85 und Kaufgesuche, Geschäfts veränderungen, 2 Einsiedler Kalender E Zuverlässigneit, Genauigseit, Neichhal⸗ 8 Waaren— Empfehlungen. Submissionen, 8 Der Leuchtthurm. Kath. Kalender. 9. tigleit, Sparsamfeit. Treffliches Braut⸗, 2 Versteigerungen, Aus verkäufe, Speditio- 2 inkende Bote 10 Hochzeits- und Geburtstagsgeschenk. Preis 0 nen, Bank Emissionen, Verloosungen, Lahrer Hin ende„. broch. 1 Thlr., elegant gebunden 1 Thlr. 8 General- Versammlungen, Eisenbahn- und 8 Hessischer Hausfreund S„ 10 Sgr. Verlag von Vekhagen& Klasing 88 Schifffahrts- Pläne ete, ete. 55 Gustav-Adolf-Kalender 8„ in Wielefeld und Keipzig, vorräthig an alle Zeitungen des In- und Auslandes. 8 Landkalender 4 97 bei Carl Bindernagel in Friedberg. S Prompte, directe und billige Bedienung. 8 durchschossen 6 5 Zeitungs-Cataloge und Kostenvoranschläge 8 . 5 55 gratis- fran eo. SD * 5 8 NB. Die Entgegennahme von Offertbriefen 2 5 3576 7 Monate alt, Friedberg. Carl Bindernagel. Einen Ebe„ weft Wa geschieht ohne Gebührenberechnung. 9575 Eln luchtiges 4 in Stammheim. 905958 e 4 Dienstmadchen, 1 0 Ein Laden In Knöpfen und Besatzartikeln ö d i 389 das Neueste angekommen bel beoldigen Eintritt gesucht. 1 8657 mit sonstigen Räumlichkelten zu miethen gesucht. 4 * Villa Reich, Bad- Nauheim. I Offerten sab A. 12 bef. vie Exped. d. Anz. W. Volk. An die Großh. Bürgermeistereien. Formular zur Wahl der Forensen kann jetzt von mir bezogen werden. Friedberg. Carl Bindernagel. 3470 Wegen Aufgabe des Artikels verkaufe meine sämmtlichen Wolle waaren 2 8 unter dem Fabrikpreise. Janella⸗Steppröcke von 4 fl. an, Baschliks von 54 kr., Regenschirme zu sehr billigen Preisen. Vorschuf-& Credil-Perein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Ausweis pro November 1874. Einnahme. Kasse⸗Bestand per 1. November 1874 fl. 14067. 22 Wechsel„ 40249. 43 Depositen„ 14431. 34 Inkasso⸗Wechsel„ 1373. 39 Conto-Corrente A.„ 69606. 6 Conto⸗Corrente B.„ 10462.— Auswärtige Correspondenten— 734. 5 Giro 1323. 30 Spar⸗Einlagen„ 33154. 12 Stamm⸗Antheile, Monatsbeiträge„ 2926. 26 Neservesond, Beittitt 5 35.— Wechsel⸗Zinsen 5 34⁵ 16 Depositen⸗Zinsen 7 461. 6 Effecten„ 295. 30 Effecten⸗Zinsen 5 185 10 Wechsel⸗Spesen 5 146. 28 Ulensilien, Spareinlagebücher 8 3. 42 Agio, Gewinn auf Sorten 28. 0 fl. 189826. 58 Ausgabe. Wechsel fl. 16004. 48 Depositen„ 11644. 45 „Conto⸗Corrente A.„ 85918. 51 Conto⸗Corrente B.„ 16698. 2 Auswärtige Correspondenten 1508 59 Giro„ 2000.— Spar⸗Einlagen„ 45484. 45 Stamm Antheile, Rückzahlungen 18 Wechselspesen 5 12. 49 Unkosten 5 19. 44 Kasse⸗Bestand pro 1. Dezember 1874„ 10405. 37 fl. 189826. 58 Eingang. Ausgang. fl. 74875. 24 Wechsel⸗Conto⸗Corrent A. fl. 76113. 22 „ 6063. 57 Wechsel⸗Conto⸗Corrent B.„ 222. 10 — 1994. 45 Wechsel⸗Giro 5 2113. 55 222 10 Wechsel⸗Inkasso 8 887. 38 fl. 85656. 16 fl. 79337. 5 Der Vorstand 3562 Fr. Hecht. Ermus. Gesucht 3527 für einen kleineren Haushalt in der Nähe Frankfurt's ein solides Mädchen für Küche⸗ und Hausarbeit gegen guteu Lohn. Auskunft bei der Cxpedition des Anzeigers unter Nr. 141. Ein Mädchen, 3520 welches gut kochen kann, wird nach Frankfurt in ein feines Haus gesucht. Adresse C. F. Westendplatz Nr. 34. Bekanntmachung. 3423 Oer Unlerzeichnete empfiehlt für Glaser, Schreiner und Küfec sein Lager in Abfällen von Eichenbolz in jeder beliebigen Länge, Breite und Dicke, von 2 bie 5 Jahre alt, zu annehmbaren Preisen, Vilbel, 18. October 1874. Ph. Mittelstädter. Ledertaschen und Portemonnaies billigst bei K. Friedrich. 3582 für Damen 3559 Fünf gut erhaltene, 9 bis 10ohmig Lagerfaß Näheres bei H. Heidt, Küfermeister. M. Volk in Friedberg 3206 empfiehlt das Neueste in Kaputzen, Baschliks, Seelenwärmern, gestrickten Shawls und Damenwesten, Kinderkleidern, Jacken und Käppchen. sind zu verkaufen. Friedberg. Die Kaiserl. und Königl. Iol-Chocoladen-Fabrik von Gebrüder Stollwerck in Cöln übergab den Verkauf ihrer vorzüglichen Fabrikate in Friedberg Herrn C. F. Walz, in Reichelsheim Herrn Chr. Langheinz 3337 Großer Ausverkau Hin Nähmaschinen! 3487 Durch die demnächste Räumung meines seitherizen Lokals sehe ich mich veranlaßt, Nähmaschinen aller Systeme zu außergewöhnlich billigen Preisen zu offeriren. Für jede Maschine, welche franko abgeliefert wird, leiste ich eine fünfjährige Garantie. Als praktisches Weih⸗ nachtsgeschenk versichere ein Ersparniß von mindestens 15% des seitherigen Preises. Frankfurt a. M. im November 1874. H. Herzog, Altgasse 25. 3580 Unterzeichneter, welchem die Fourage⸗ Lieferung in der Garnison Butzbach übertragen worden ist, kauft fortwährend Hafer, Heu und Stroh aber nur in guter Qualität. Joseph Baum im Hessischen Hof zu Bußbach. Den Herren Hürgermeistern 3485 zur gef. Notiz, daß das Formular zu den Ge— meinde⸗Voranschlägen nach der neusten Vorschrift von mir bezogen werden kann. P. Ganß. Adolph Mayer, Uhrmacher und Goldarbeiter in Friedberg, 3568 bringt sein zu Weihnachtsgeschenken sich eignendes Lager in allen Sorten Uhren, Goldwaaren und Brillen in empfehlende Erinnerung. W Reparaturen gut und billig. De Tabellen zur Umrechnung von süddeutscher Münze in Reichs⸗ währung sind zu haben bei Carl Bindernagel. In Buchform 2 kr. „ Plakatform 3„ Einladung. 3561 Kommenden Samstaz den 5. d. Mts., Abends 7 Uhr, soll in Melbach bei Gastwirth Philippi das vereinigte landwirthschaftliche Kränzchen von Melbach, Södel und Wölfersheim abgehalten werden. Herr Dr. Heuser und Herr Lehrer Rückert auß Friedberg haben ihren Besuch zugesagt. Tagesordnung: 1) Pferdezucht, 2) Bedeutung und Werth der Ackerbauschuken für den Landwirth. Melbach am 1. Dezember 1874. Hahn. Bad⸗ Nauheim. Generalversammlung des Kur⸗ und Verschönerungs⸗Vereins 3569 Montag den 7. Dezember 1874, Abends halb 8 Uhr, im Saale des Hotel Iburg. Tagesordnung: 1874r Rechenschaftsbericht und Wahl der neuen Vor⸗ standsmitglieder für die durch das Loos ausscheidenden. Zu recht zahlreicher Betheiligung ladet alle Mitglieder und Freunde des Vereins ein Der Vereins- Vorstand. Prima-Hammelsleisch, 3563 per Pfund 10 kr., bei Bad Nauheim. Frische Schellfische, 3578 direkt aus der Nordsee, sowie Backbückingn Stück 3 kr., empfehle bestens E. F. Walz Citronen, 3558 fein gestoßenen Zucker zu Anis, Mandeln, Zimmet, Orangeat, Citronat, Vanille, Chocolade, entöltes Cacao⸗ Pulver, Tbee und Weihnachtslicher bei Christian Werner, Kaiserstraße. 3570 Meinen geehrten Freunden die Anzeige, daß von heute an täglich frisches Prima Rindfleisch bei mir zu haben ist; auch mache darauf ausmerksam, daß alle Sorten Wurst, als: Cervelat, Salami, Wiener, Kochwurst, Nauch⸗ fleisch ꝛc. fortwährend in feinster Waare billigst verabfolge. Um geneigten Zuspruch bittet M. Rothschild, Metzger, früher L. Imroth, Friedberg. 145 die neuesten und schönsten Muster, verkauft zu sehr billigen Preisen K. Friedrich neben der Post. Bitte. Da wir auch in diesem Jahre für die Kinder, welche die hiesige Kleinkinderschule besuchen, eine Christbescheerung zu veranstalten beabsichtigen, so bitten wir die Bewohner unserer Stadt, uns dazu mit Gaben, zu deren Empfang jede der Unterzeichneten bereit ist, freundlichst unterstützen zu wollen. Nach der reichen Ernte dieses Jahres und bei der dennoch immer zunehmenden Anzabl der Bedürftigen hoffen wir um so mehr auf gütige Beisteuern. Friedherg, im November 1874. H. Dieffenbach. J. Sebastiani. K. Baur. J. Klipstein. W. Diegel. E. Trapp. Chr. Werner. 3581 Heute frische Schellfische, per Pfund 14 kr. 5 h. Dan. Kümmich. EEEPC Tb Dan ksa gung. 3565 Allen Denen, welche unserem unvergeßlichen Gatten und Vater, Ludwig Huber, welcher nach langem Leiden in Folge eines Beinbruches in ein besseres Jen⸗ seits verschied, während seines Krankseins so hülfereich zur Seite standen, sowie allen Denen, welche den Ver⸗ blichenen zur letzten Ruhestätte begleiteten, sagen herz⸗ lichen Dank Wisselsheim den 1. Dezember 1874. Die trauernden Hinterbliebenen. r 0 7 r Gottesdienst in Friedberg. Beginn: Freitag Abends 4 Uhr. Samstaßg Morgens 8½ Uhr. Israclitische * Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Vinderrsgel. Nr. sihebung der Fr —— Nr. Feile 133. be betreffend 0 Wir llbersich ten Jahresschlr zusmerksam befolgt und sichten ver qu summire 20 pünktli Ern die Sterbe nach Jahr Be lressen Samuel Lö“ ö 9 0 Wahlbepr e von d * Vor san win aus sein is, an un blldern d. nicht an d — Bahlb un zugeh Geme — . Wahl drledberg Auerbach 1 l. Bab Zauhein Acder⸗ Mö Daheim Astadt